Preview: Hex: Shards of Fate

Hex - Shards of Fate (1)Sammelkartenspiele gibt es viele, doch wenige setzen sich über die Zeit hinweg tatsächlich auch in der Spielerschaft durch. Während man das Der Herr der Ringe Trading Card Game heute fast nicht mehr in Läden findet, erfreut sich Magic: The Gathering größter Beliebtheit.

Hex - Shards of Fate (2)Magic: The Gathering ist auch direkt das Stichwort, mit welchem man Hex: Shards of Fate am besten umschreiben kann. Während unseres Gamescom-Termins weist man uns direkt in das Spielsystem ein. Dieses sei nämlich nicht einfach gestrickt, sondern recht komplex. Das bemerken wir auch schon in den ersten Minuten, in denen wir uns in das Spiel erst einmal einfinden müssen. Haben wir jedoch die verschiedenen Phasen mitsamt ihren Buttons dann jedoch durchschaut, geht alles ganz schnell und als alte Magic-Veteranen haben wir keine Probleme, uns mit dem Spiel anzufreunden. Wer Magic: The Gathering jedoch noch kein einziges Mal gespielt hat, muss nicht verzagen. Direkt zu Spielbeginn erhält man eine leichte Einführung in das Spielsystem. Das heißt, dass wir zunächst sieben Karten von unserem Deck, welches hier sechzig Karten umfasst, ziehen. Gefallen uns die Karten, können wir direkt mit dem ersten Zug beginnen. Andernfalls dürfen wir noch einmal ziehen, dann jedoch jeweils eine Karte weniger als zuvor. Ein gutes Blatt sieht so aus, dass wir genügend Ressourcen und andere Karten auf der Hand haben, die wir schnell ausspielen können. Jede Runde dürfen wir eine Ressourcenkarte ausspielen, mit denen wir dann schlussendlich unsere restlichen Karten bezahlen. Das funktioniert in Hex: Shards of Fate jedoch anders als beim großen Vorbild.

Orientierung am großen Vorbild

Hex - Shards of Fate (3)Während man bei Magic: The Gathering nämlich für jede Aktion seine Mana-Kosten bezahlt, indem man die Karte tappt, muss man dies hier nicht einzeln tun. Dennoch stehen pro Runde nur die Kosten zur Verfügung, die auch tatsächlich auf dem Tisch liegen. Die Krux ist jedoch, dass es reicht, wenn zum Beispiel vier Saphirscherben und eine Diamantscherbe vorhanden sind, wenn man zwei Karten spielen will, die jeweils eine Saphir- und eine Diamantscherbe benötigen. Man teilt sich somit ein- und dieselbe Karte. Clever gelöst! Haben wir erst einmal genügend Ressourcen auf dem Spielfeld liegen, geht es ans Eingemachte. Die erste Kreatur will beschworen werden. Direkt angreifen kann sie jedoch nicht – eine Runde muss auch hier gewartet werden. Manchmal haben Kreaturen jedoch Spezialfähigkeiten, wenn diese ins Spiel kommen. Beispielsweise erhalten dann Kreaturen desselben Schlags einen Bonus auf Stärke und Verteidigung. Hier ähnelt Hex: Shards of Fate wieder dem großen Vorbild, denn sobald eine Kreatur den Gegner angreift, darf dieser entscheiden, ob er den Angreifer mit einer seiner Schergen blocken will oder ob er den Schaden in Kauf nimmt und seine Lebenspunkte, die wir auf null reduzieren müssen, gefährdet. Ergänzt wird das System mit weiteren Hexereien, die wir standardmäßig oder schnell ausführen dürfen. Weitere Parallelen werden hier gezogen.

Echtgeldtransaktionen für mehr Spielspaß

Hex - Shards of Fate (4)Auf der technischen Seite kann man an Hex: Shards of Fate eigentlich nichts bemängeln. Das Spielfeld ist einfach gestaltet und erfüllt seinen Zweck. Einzig und allein die Integrierung von einzelnen Elementen könnten unserer Meinung nach bis zum offiziellen Spielstart noch an der einen oder anderen Stelle verbessert werden. Beispielsweise erkennen wir bei vielen Karten die einzelnen Eigenschaften erst, wenn wir sie vergrößern und den Text dazu lesen. Wichtige Punkte wie Ressourcenkosten und Angriffs- sowie Verteidigungswerte sind jedoch auch hier sauber zu erkennen. Mit der Zeit fällt dies jedoch nur noch bei den gegnerischen Karten auf dem Spielfeld auf, da man sich an sein Deck mit jedem neuen Duell gewöhnt. Jedes Gefecht wird zudem mit netter Musik unterlegt. Höchstens an den Effekten und den einhergehenden Soundeffekten können die Entwickler noch ordentlich feilen. Das Grundkonzept von Hex: Shards of Fate macht einen stimmigen Gesamteindruck. Ein großer Wermutstropfen ist im Moment jedoch noch das Bezahlmodell. Bereits in der Beta verlangt Gameforge für neue Karten und für die Ingame-Währung Platinum Echtgeld. Die Beträge halten sich zwar in Grenzen, doch ist es schier ein Unding, Beta-Tester zur Kasse zu bitten – die sollen das Spiel ja vorab ausprobieren. Ebenso fies: An Turnieren kann man nur mit Platinum teilnehmen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Beta-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Hex: Shards of Fate ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite orientiert man sich am großen Vorbild Magic: The Gathering und entschlackt dies an manchen Stellen wirklich sehr clever, doch auf der anderen Seite wirkt Hex: Shards of Fate einfach nur abgekupfert. Über solche Punkte wie Angriffs- und Verteidigungswerte lässt sich sicherlich streiten, denn anders geht es meiner Meinung nach kaum. Es sind jedoch andere Punkte, die man vom Kartenspiel Magic einfach nur kopiert hat. Kreaturen können fliegen, Kreaturen können nicht blocken, manche Karten dürfen zu jeder Zeit ausgespielt werden und so weiter. Hex: Shards of Fate bietet somit zwar ein stimmiges Gesamtkonzept und die Idee geht schlussendlich auch auf, doch frage ich mich, ob das unbedingt der Sinn hinter einem Videospiel ist, welches auf einer minimalistischen Gestaltung aufbaut und maximalen Spielspaß erreichen will. Ärgerlich ist zudem, dass bereits in der Beta zur Kasse gebeten wird. Beta-Tester sollen ein Spiel testen, doch das Bezahlmodell soll meiner Meinung nach nicht dazu gehören – zumal Spielinhalte wie Turniere überhaupt erst mit der Ingame-Währung und Booster-Packungen spielbar sind. Wir hoffen sehr, dass Gameforge hier noch in der Beta ordentlich nachbessert und Cryptozoic Entertainment noch ein wenig an den Spielkarten schraubt – hier fallen mir nämlich noch einige Karten auf, die schier zu mächtig sind. Meine Prognose basiert jedoch nur auf der Beta und eine Beta ist nicht unbedingt das fertige Spiel – es kann also noch viel passieren!

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Bereitstellung des Betacodes und für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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