Preview: Battlefield: Hardline

Battlefield Hardline Preview (1)Fast hätte es Electronic Arts geschafft, ein jährliches Erscheinen der beliebten Battlefield-Reihe in die Tat umzusetzen. Nun lässt der neuste Ableger namens Battlefield: Hardline aber erst mal bis 2015 auf sich warten. Unverhofft sind darüber aber die meisten Fans sogar froh.

Battlefield Hardline Preview (3)Mit einem stringenten Release-Rhythmus wie es Activision mit der Konkurrenzreihe Call of Duty pflegt, hat Electronic Arts noch nicht genug Erfahrung. Und als die Firma nach dem recht unfertigen und von unzähligen Problemen behafteten Battlefield 4 erst einmal von der Spielerschaft einen auf den Deckel bekommen hat, darf sich Entwickler Visceral Games wohl noch etwas mehr Zeit nehmen, dem Spiel den letzten Feinschliff zu verpassen. Dass sich eine ehemalig erfolgreiche Marke schnell an die Wand fährt, zeigten schon die letzten Ableger der Medal-of-Honor-Reihe – das will der große Publisher, der sich in der jüngsten Vergangenheit nicht besonders of mit Ruhm bekleckert, natürlich nicht noch einmal riskieren. Dabei scheint am Battlefield: Hardline doch gar nicht so viel neu zu sein und natürlich bleibt sich der Ego-Shooter seinen Grundlagen erst einmal treu. Neu wirkt allerdings das Setting, denn nun stehen sich nicht mehr ganze Nationen militärisch gegenüber. Dagegen gilt es dem Verbrechen im eigenen Lande entgegenzuwirken – oder eben selbst Verbrechen zu verüben. Neben dem Singleplayer-Modus, welcher laut den Entwicklern endlich einmal klischeebefreit, nicht mehr linear und dafür sogar mehr taktische Tiefe bieten soll, liegt das Hauptaugenmerk des Spiels natürlich immer noch – wie bei den Vorgängern – auf dem Multiplayer-Part.

Räuber und Gendarm

Battlefield Hardline Preview (2)In neuen Spielmodi wie dem Heist- oder auch dem Hotwire-Modus geht es um Banküberfälle, Geiselnahmen sowie Verfolgungsjagden – gewöhnliche Partien wie Rush oder Deathmatch können natürlich trotzdem noch ausgetragen werden. Visceral Games nannte schon im Vorfeld eine Menge Dinge, die im Vergleich zu Battlefield 4 verbessert werden sollen. Zum Beispiel wird die Mechaniker-Klasse von Grund auf überholt und die Multiplayer-Schlachten sollen mit wesentlich weniger Sicht raubenden Effekte und Explosionen auskommen, um den grundlegenden Ego-Shooter-Mechaniken wieder etwas mehr die Hand zu reichen – und das ist unserer Meinung nach auch nötig! Im Hinblick auf verärgerte Fans wird natürlich auch die fehlerbehaftete Reanimationsmechanik in Angriff genommen, denn auf der gleichermaßen beeindruckenden wie hakeligen Frostbite Engine 3 basiert das Battlefield: Hardline ebenfalls. Deswegen hoffen wir auch, dass man das selbstbenannte Netcode-Problem in den Griff bekommen wird, denn Battlefield 4 hat mit den dadurch entstehenden Lags und einigen Verbindungsproblemen sogar heute noch – ein knappes Jahr nach Release – immer noch teils massive Probleme. Hoffen wir schlussendlich, dass die Entwickler aus gemachten Fehlern lernen und wir Battlefield: Hardline im nächsten Jahr fehlerfrei genießen dürfen!

Geschrieben von Jonas Maier

Erics Prognose (basieren auf der Gamescom-Präsentation): Die Präsentation von Battlefield: Hardline auf der Gamescom 2014 war für mich die langweiligste Präsentation der gesamten Messe. Die Entwicklung der Serie hat mich in den letzten Jahren immer mehr kalt gelassen. Battlefield 1942 hat mich damals zwar nicht interessiert, ist aus heutiger Sicht meiner Meinung nach aber wesentlich interessanter, als die letzten Ableger, die sich fast ausschließlich nur noch um Terroristen gedreht haben. Jetzt will Electronic Arts mit Battlefield: Hardline ein neues Setting etablieren, was meiner Meinung nach aber reichlich absurd wirkt. Terroristen, die mit Raketenwerfern die Stadt in Schutt und Asche legen und Kräne, die umkippen und in Wolkenkratzer krachen. Das ist meiner Meinung nach unnötig und sorgt dafür, dass das eigentlich recht interessante Setting lächerlich wirkt. Der Story-Abschnitt, den man mir auf der Gamescom gezeigt hat, ist ebenso sehr langatmig inszeniert. Auch wenn es verschiedene Taktiken gibt, endet dennoch alles wieder in einer wohl für die Serie unumgänglichen Schießerei. Da erwarte ich nach jahrelangen Experimenten von der Serie endlich frischen Wind oder einen Rückzug zu den Wurzeln.

Jonas‘ Prognose (basierend auf veröffentlichten Trailern): Natürlich ist der Sprung vom vierten Teil zu Hardline im Bezug auf große Neuerungen wirklich nicht mehr als ein kleiner Katzensprung, aber dennoch kann ich es als vollständiges neues Spiel akzeptieren – und nun erst recht mit der verlängerten Entwicklungszeit. Das Setting wirkt in meinen Augen für Battlefield erfrischend – genauso steht es um die Spielmodi und Gadgets, die sich um das potentialreiche Heist-Szenario ranken. Ich persönlich finde es auch interessant, dass Dice – schweren Herzens – das Battlefield-Projekt größtenteils in die Hände eines anderen Entwicklers legt, sodass vielleicht sogar unbewusst frische Einflüsse in das Spiel mit einfließen. Über allem prangt natürlich immer noch Electronic Arts, womit wir uns natürlich schon jetzt auf wohl recht zahllose und kostenpflichtige Zusatzinhalte, genauso wie unnötige Mikrotransaktionen einstellen dürfen. Diese ändern natürlich trotzdem nichts am einzigartigen Gesamterlebnis von Battlefield: Hardline, welches einem immer wieder aufs Neue packen wird.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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