Review: Mighty Switch Force! 2

Mighty Switch Force 2! (1)Mighty Switch Force! 2 bietet zwar keine starke Handlung, doch dafür knifflige Schalterrätsel und hektische Sprungpassagen, die jeden Spieler in den Wahnsinn treiben können. Wir haben diese Tortur auf uns genommen und dabei nicht nur einmal die Nerven verloren!

Mighty Switch Force 2! (2)Mit ausgefallenen Spielideen ist es immer so eine Sache. Entweder man liebt diese Art von Spielen oder man hasst sie. Der Grad dazwischen ist sehr schmal und Mighty Switch Force! 2 versucht, genau in diesen Grad zu passen und sowohl Anfänger, als auch Profis bei Laune zu halten. Wieder einmal schlüpfen wir dafür in die Haut von Patricia Wagon. Während diese im ersten Teil noch die Rolle der Polizistin gemimt hat, wechselt sie in Mighty Switch Force! 2 den Beruf. Von nun sind wir als Feuerwehrfrau unterwegs und müssen nicht nur wieder die fünf bekannten Verdächtigen einsammeln, obwohl das im Grunde nicht mehr unsere Aufgabe ist, sondern nebenbei auch noch Brände löschen. Entsprechend hat unsere Protagonisten ihre Laster-Pistole gegen einen Feuerwehrschlauch eingetauscht. Angestöpselt werden muss dieser aber nirgendwo, denn die Technik in Mighty Switch Force! 2 ist wohl so gut, dass das Wasser aus einer portablen und unaufhörlich sprudelnden Quelle kommt. Der Schlauch funktioniert im Endeffekt genauso effektiv wie ihre letzte Waffe, doch setzen wir ihn wesentlich flexibler ein. Wasser können wir gezielt durch Roher spritzen und Herd-Plattformen kurzzeitig löschen – auch Gegner lassen sich auf diesem Wege leicht besiegen. Diesmal will die Welt also nicht nur vor Feind, sondern auch vor Feuer in den kurzweiligen Spielabschnitten gerettet werden.

Mega Man lässt grüßen!

Mighty Switch Force 2! (3)Während wir die ersten Levels noch recht schnell beenden, da die Rätsel verhältnismäßig einfach ausfallen, wird dieses Unterfangen mit zunehmender Spieldauer immer schwieriger. Wer nämlich nicht nur Levels abschließen, sondern auch Bestzeiten aufstellen will, hat ordentlich zu knabbern. Damit das Unternehmen nicht gänzlich im Sande verläuft, haben die Entwickler auf dem unteren Screen des 3DS (und bei Veröffentlichung der Wii-U-Fassung sicherlich auch auf dem Bildschirm des GamePads) einen Radar integriert, der die ungefähren Aufenthaltsorte der Übeltäterinnen anzeigt. Zusätzlich gilt es Schalterrätsel zu lösen, die dazu führen, dass überall in der Spielwelt Blöcke erscheinen (und wieder verschwinden), über die wir in alter Jump-’n‘-Run-Manier fröhlich springen dürfen. Wer hier jedoch nicht aufpasst und in der angedeuteten Markierung steht, wo gerade ein Block erscheint, verliert einen von drei Versuchen. Besonders in den letzten Levels können diese Rätsel zur wahren Tortur werden. Es gibt zwar großzügig verteilte Herzen, welche die Energie auffüllen, doch wenn ein Sprung mal nicht genau mit der Reaktivierung eines Blocks abgestimmt ist, können ungeduldige Spieler leicht die Nerven verlieren. Erfreuen dürfen wir uns aber am schönen Comiclook und an der Musik, die an alte 16-Bit-Zeiten erinnert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der 3DS-Fassung): Mighty Switch Force! 2 ist genau so gut wie sein Vorgänger, doch für meinen Geschmack könnten die Levels noch größer und vielseitiger sein. Im Grunde wird in jedem Level nämlich nur das Standardprogramm in abgewandelten Formen abgespielt. Das macht zwar zwischendurch immer wieder ein wenig Spaß, doch wer das Spiel gerne für längere Zeit am Stück spielt, bemerkt das monotone Gameplay schnell. Dafür sind die Rätsel erfreulicherweise, besonders in der zweiten Spielhälfte, extrem knifflig. Da wollen Blöcke in wirklich kurzen Zeitabständen de- und reaktiviert werden, damit wir heil auf einer Plattformen landen, die ebenfalls aus Blöcken besteht und über einem Abgrund schwebt. Solche Rätsel sind heutzutage selten geworden, da man die Spieler am liebsten nicht quälen und die Verkaufszahlen in die Höhe treiben möchte. Ich bin froh, dass WayForward Technologies hier anders entschieden hat und mir eine Herausforderung nach der anderen beschert. Schade nur, dass die Einmalspielzeit sehr kurz ausfällt und keine richtige Story vorhanden ist. So ist und bleibt auch der zweite Teil der Mighty-Switch-Force!-Reihe ein kniffliges Spiel für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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