Review: Mega Man Xtreme

Mega Man Xtreme (1)Manche Videospielserien sind heutzutage legendär. Mega Man ist solch eine Reihe, die sich auch fast nach dreißig Jahren des Bestehens großer Beliebtheit unter Action-Fans erfreut. Um die Fortsetzungsreihe Mega Man X zu bereichern, schuf man 2000 ein zweiteiliges Spin-off.

Mega Man Xtreme (2)Dieses Spin-off hört auf den Namen Mega Man Xtreme und wurde ein Jahr später mit einer einzigen Fortsetzung bereits vorzeitig abgeschlossen. Der GameBoy-Color-Klassiker bietet dabei im Grunde nichts anderes als die Mega-Man-X-Teile auf dem Super Nintendo, welche zum damaligen Zeitpunkt jedoch auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatten. Basierend auf den ersten beiden Super-Nintendo-Episoden nistet sich Mega Man Xtreme auch in deren Zeitlinie ein. Auf der Erde herrscht Frieden; Roboter und Menschen leben in Koexistenz. Der Frieden wird jedoch durch die so genannten Mavericks bedroht. Auf der anderen Seite des Gesetzes stehen wiederum die Maverick Hunters, zu denen auch die aus der Mega-Man-X-Serie bekannten Charaktere X und Zero gehören. In der Roboterhaut von X machen wir uns auf, den Oberschurken dingfest zu machen. Dabei stellen sich uns verschiedene Feinde in den Weg, die Fans bereits aus den bereits zitierten Mega Man X und Mega Man X2 kennen. Auch die Spielabschnitte erinnern teilweise stark an die Super-Nintendo-Spiele. Im ersten Moment macht das jedoch nichts, da wir den Ausflug auf der 16-Bit-Konsole bereits genossen haben. In Mega Man Xtreme funktioniert das jedoch nicht mehr ganz so gut. Auf dem kleinen Screen des GameBoy Color fehlt häufiger die Übersicht und Sprünge ins Nichts sind keine Seltenheit.

Anpassung an limitierte Hardware

Mega Man Xtreme (3)Sieht man davon jedoch einmal ab, kann Mega Man Xtreme die gleiche Faszination ausüben, wie schon die unzähligen Mega-Man-Titel zuvor. Allerdings dürft ihr jetzt nicht erwarten, dass die Levels des GameBoy-Color-Titels so groß wie auf dem Super Nintendo ausfallen. Hier hat Capcom an vielen Ecken und Enden gespart und die Darstellung auf das Nötigste reduziert. Der Wiedererkennungswert geht dadurch zwar nicht verloren, jedoch sind somit viele eigentlich herausfordernde Passagen sehr leicht zu meistern und erst beim Bossgegner kommt es auf das wahre Können an. Doof nur, dass man im Falle einer Niederlage wieder am Anfang des Levels starten muss. So mancher Weg, bei dem Sprünge genau abgestimmt und jeder Schuss auf einen Gegner einfach sitzen muss, wird so schnell zur Tortur. Im Gegensatz zu den frühen Ablegern auf dem Nintendo Entertainment System läuft Mega Man Xtreme auf Nintendos Handheld jedoch äußerst flüssig und auch die Animationen sämtlicher Charaktere machen eine sehr gute Figur. Man kann also sagen, dass Capcom die Limitierungen von Nintendos Hardware wunderbar gemeistert hat. Der Soundtrack bietet zwar prägnante Stücke, die sich auf dem Soundchip des GameBoy Colors aber nicht immer gut anhören – das ist aber das kleinste Übel, denn abseits dessen kann Mega Man Xtreme durchaus viel Spaß bereiten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Für eine Runde Mega Man bin ich immer zu haben! Überrascht war ich jedoch, als plötzlich Mega Man Xtreme im eShop des 3DS erschienen ist. Den Titel habe ich zuvor noch nie gehört und umso interessierter war ich dann an dem Spiel. Als ich die ersten Minuten hinter mich gebracht habe, hat sich jedoch schnell Ernüchterung eingestellt. All das habe ich schon einmal in Mega Man X auf dem Super Nintendo erlebt – und zwar in wesentlich besserer Form. Natürlich darf man nicht vergessen, dass der GameBoy Color nicht das leisten kann, was das Super Nintendo auf die Beine stellt. Trotzdem ärgere ich mich darüber, dass die Übersicht oftmals nicht gegeben ist und die Levels selbst recht anspruchslos ausfallen. Erst bei den Bossgegner zeigt Mega Man Xtreme, dass man für das Spiel auch etwas leisten muss. Das ständige Zurücklaufen zu den Bossgegnern, da man ja selbst blöderweise nur zwei Versuche hat, stört mich auf Dauer dann jedoch zunehmend. Mega Man Xtreme ist kein schlechtes Spiel, aber Capcom hätte im Jahr 2000 nach jahrelanger Erfahrung ruhig mehr bieten können. Wer also Mega Man X schon kennt, braucht sich Mega Man Xtreme nicht anschauen. Wenn man aber unbedingt auch unterwegs von den herausfordernden Bossgegner gedemütigt werden will, kommt um Mega Man Xtreme nicht herum – am besten greift man aber gleich zum zweiten (und besseren) Teil!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Downloadcodes von Mega Man Xtreme!

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