Review: Tari Tari (Vol. 3)

Tari Tari - Vol. 3 (1)Nach bereits zwei Volumes von Tari Tari müssen wir vom Anime in der dritten Volume nach ganzen 13 Episoden leider schon Abschied nehmen. Wir blicken auf eine manchmal freudige und manchmal auch traurige Zeit zurück, die wir mit den fünf Hauptcharakteren erlebt haben.

Tari Tari - Vol. 3 (2)So schnell kann sich das Blatt wenden. Im letzten Jahr noch hat Konatsu Miyamoto den Chor bei seinem letzten Auftritt blamiert und musste seitdem ein Nischendasein in diesem fristen. Nachdem sie sich entschlossen hat, aus dem Schulchor auszutreten, begann sie zugleich mit der Planung einer eigenen Arbeitsgemeinschaft. Zusammen mit ihren Freunden Wakana Sakai, Sawa Okita, Taichi Tanaka und Atsuhiro Maeda gründet sie nach langem Hin und Her die so genannte Chor-und-manchmal-Badminton-AG. Fast alle Aktivitäten in der AG drehen sich dennoch ums Singen und Musizieren. Um ihren Auftritt am kommenden Kulturfest an der Shirahamazaka-Oberschule vorzubereiten, müssen sie jedoch einen Nebenjob annehmen, um die Kosten decken zu können. Eigentlich ist es Mitgliedern einer Arbeitsgemeinschaft an der Schule untersagt, zusätzlich noch einem Nebenjob nachzugehen. Sie bitten die Konrektorin, bei ihrer AG eine Ausnahme zu machen, da die AG sehr klein ist und nicht wie die anderen Arbeitsgemeinschaften Gelder aus dem Schulbudget beziehen können. Da Frau Takakura in diesem Moment abgelenkt ist, willigt die sonst sehr ernste Person ein. Später versucht sie jedoch, das Angebot zurückzuziehen, da sie von der Art des Nebenjobs nicht begeistert ist. Konatsu und ihre Freunde lassen jedoch nicht locker und bestehen darauf, weiter zu arbeiten.

Grauen Wolken am Horizont

Tari Tari - Vol. 3 (3)Um den Nebenjob dreht sich der Auftakt der letzten vier Episoden. Wir erleben, wie die fünf Freunde in Superheldenkostüme schlüpfen und Werbung in der Einkaufsstraße West machen. Das Outfit ist klar am Sentai-Genre orientiert, weshalb die Gruppe in Kostümen, die den von Atsuhiro hochgelobten Ganba Rangers nachempfunden sind, in der Einkaufsstraße gegen den einen oder anderen verkleideten Verkäufer kämpfen. So verdienen sie sich schnell ihre ersten dreitausend Yen. Der Mittelteil der vorliegenden vier Episoden dreht sich dann voll und ganz um die Vorbereitung zum Turnier. Sie müssen für ihr Stück, welches schon Musical-Ausmaß erreicht, Requisiten und Kostüme erstellen. Während der handwerklich begabte Atsuhiro die Holzwaffen herstellt, will sich Taichi um alles weitere kümmern und scheitert dabei kläglich. Trotzdem kriegt er es hin – wie genau das aussieht, wollen wir euch aber nicht verraten. Wir möchten nur sagen, dass die halbe Shirahamazaka-Oberschule in Mitleidenschaft gezogen wird. Das liegt jedoch auch daran, dass die Schule wegen einer schwachen Geburtenrate und somit höheren Aufwandskosten für die Lehreinrichtung, bald geschlossen werden soll. Der Vorstandsvorsitzende erteilt dem Direktor sogar den Auftrag, dass er die Festlichkeiten so bald wie möglich absagen soll. Alles, für das Konatsu gekämpft hat, steht auf der Kippe!

Der Blick zurück und der Blick nach vorn

Tari Tari - Vol. 3 (4)Bis zum großen Auftritt bleibt es natürlich spannend und auch das Ende des Anime kann man nicht einfach so abtun. Wer wieder einmal das horizontale statt vertikale Cover anschaut, sieht erneut eine tiefgründige Szene, die für alle Charaktere von Bedeutung sind. Die Musik ist in den letzten Episoden zwar nach wie vor das Schlüsselthema, doch dreht sich diesmal alles um das Thema Erwachsenwerden. Am Ende drückt der Anime ordentlich auf die Tränendrüse, so dass man nur schweren Herzens Abschied von den Charakteren nehmen möchte. Wir würden sie so gerne noch ein paar Folgen mehr begleiten, doch nach dem letzten Abspann denken wir an alle vergangenen Folgen und an sämtliche Höhe- und Tiefpunkte. Wir sind zufrieden und sind froh, dass neben The Piano Forest und Mein Heimatland Japan, das Thema Musik ernst und zugleich mit Freude präsentiert wird. Auch das immer wiederkehrende Lied Kokoro no Senritsu zeigt deutlich, dass man mit ein- und demselben Stück sowohl Freude und Hoffnung, als auch Trauer empfinden kann. Shirō Hamaguchi verdient für den ganzen Soundtrack hohe Anerkennung! Diese verdienen auch alle anderen im Team, die es ermöglicht haben, den Anime in schönen Bildern in 1080p, sowie in DTS-HD Master Audio 2.0 zu veröffentlichen. Tari Tari ist ein wundervolles Gesamtwerk, an das wir uns in Zukunft gerne erinnern werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Am Ende von Tari Tari habe ich mir sehr gewünscht, dass ich noch viele weitere Episoden mit Konatsu, Sawa, Wakana, Atsuhiro und Taichi erleben würde, aber dann lief der letzte Abspann und der Anime lässt mich mit vielen emotionalen Erlebnissen zurück. An die einen denke ich gerne zurück, wie zum Beispiel den Dialog, wo vier der Freunde Atsuhiro erzählen, dass im Keller der Sporthalle ein Nashorn lebt und dieses in jedem Jahr zum Fest rausgelassen wird, damit es nicht die ganze Zeit im Keller verbringen muss – Atsuhiro glaubt das natürlich! An andere denke ich weniger gerne zurück, da sie doch sehr auf die Tränendrüse drücken, was besonders in den letzten Folgen öfters der Fall ist. Diese Höhen und Tiefen sind aber genau das, was man als noch junger Erwachsener aber auch in der Realität durchmacht. So zeichnet sich in Tari Tari ein sehr schönes Abbild vom Leben, welches man unbedingt einmal erlebt haben sollte. Wichtig ist dabei nur, dass man sich ein wenig für Musik interessiert, da diese ein sehr wichtiger Teil von Tari Tari ist und den Anime einzigartig macht. Wer Zeit für 13 tolle Episoden aufbringen kann, wird mit Tari Tari unter den genannten Gesichtspunkten sehr glücklich werden!

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tari Tari (Vol. 3)!

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