Review: Hamatora: The Animation (Vol. 2)

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (1)Wer sich die ersten drei Episoden von Hamatora: The Animation angeschaut hat, der wird festgestellt haben, dass es ohne Hintergrundwissen aus dem Manga, nicht leicht ist, der Story zu folgen. So und nicht anders ist es auch bei der zweiten Volume geblieben. Leider.

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (2)Das Problem ist nach wie vor dasselbe. Während Hamatora: The Comic im Jahr 2013 beginnt, findet die Handlung von Hamatora: The Animation ein Jahr später statt. Was innerhalb dieses Jahres passiert ist und wie die Charaktere einzuordnen sind, wird in der Anime-Serie gar nicht erzählt. Die Geschichte des Anime folgt nach wie vor der grundlegenden Tatsachen, mit welcher die Serie begonnen hat. Naisu leitet in der japanischen Stadt Yokohama immer noch die Detektei Hamatora. Da er sich kein eigenes Büro leisten kann, besteht das Büro nur aus einem Tisch und noch dazu befindet sich dieses in einem Café. Er oder seine Freunde nehmen dann die Aufträge an, die anschließend (auch in Kooperation mit der Polizei) gelöst werden. In der vierten Folge der Serie dreht sich alles um einen mysteriösen Werbefilm, der durchs Internet geistert und gar den 2. Platz in einem Online-Videoportal einnimmt. Je öfter das Video angeklickt wird, desto mehr Jugendliche gehen dazu über, Läden mit einer Schusswaffe auszurauben und somit Straftaten zu begehen. Wie sie an die Waffe gelangt sind, bleibt zunächst unklar, doch Naisu findet das während seiner Ermittlung schon bald heraus. In dieser Folge geht es vor allem darum, die Beeinflussbarkeit von Jugendlichen zu demonstrieren. Der gesellschaftliche Hintergrund bleibt dabei jedoch außen vor, die Motivationen entsprechend unklar.

Strippenzieher

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (3)In der fünften Episode von Hamatora: The Animation verschlägt es die Gruppe in ein Thermalbad, ein sogenanntes Onsen. Hier sollen sie den Liebhaber einer Frau überprüfen, da sie vermutet, dass dieser fremdgeht. Dabei stellt er sich als ein Minimum Holder heraus. Um zu verstehen, was ein solches Minimum ist, sollte man die ersten drei Episoden und eventuell auch den ersten Manga-Band gelesen haben. Kurzum: Bei einem Minimum handelt es sich um eine Art Spezialfähigkeit einer Person, die eigentlich nur in einer besonderen Einrichtung, der sogenannten Facultas-Akademie, erlernt beziehungsweise trainiert werden kann. Hasuda Arata war allerdings nicht auf dieser Akademie und dennoch beherrscht er sein Verführungsminimum, in dem er in Windeseile sportliche Aktivitäten absolviert, damit sich sein Schweiß mit dem Wasserdampf im Onsen vermischt, um so andere Personen zu kontrollieren. Ob der durchtrainierte Arata nun fremdgeht oder nicht, findet ihr am besten selbst heraus. Sein Auftreten ist jedoch für die eigentliche Handlung sehr wichtig, die erstmals in der sechsten Folge wirklich an Bedeutung gewinnt. Naisu bemerkt, dass im Hintergrund eine andere Person die Fäden zieht, was er natürlich unbedingt herausfinden muss. Trotzdem dreht sich die sechste Person mehr um die Charaktere Bāsudei und Reshio beziehungsweise deren Kindheit.

Detektivgeschichten

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (4)Man merkt anhand der drei vorliegenden Episoden der zweiten Volume, dass der Anime zwar einem stringenten Handlungsstrang folgt, der jedoch nur im Hintergrund zusammengesetzt wird und der Fokus jedes Mal auf einfachen Fällen liegt, die innerhalb von jeweils einer Folge gelöst werden. Das erinnert mitunter an Ghost in the Shell: Stand Alone Complex, doch kann der Anime aus dem Hause Nipponart dafür mit vielen Informationen punkten, die innerhalb dieser Episoden zum allgemeinen Verständnis des Universums und der Handlung beitragen. So bleibt es für Nichtkenner der Manga-Vorlage schwer, den Anime zu folgen. Trotzdem sind es gerade die immer wieder eingespielten Gags, welche Hamatora: The Animation an einigen Stellen sehr witzig machen und zumindest ein wenig zum Weitergucken motivieren. In technischer Hinsicht kann Hamatora: The Animation allerdings überzeugen. Die Bildqualität der Blu-ray-Fassung ist wirklich gut. Einziges Manko ist, dass sich die Charaktere manchmal zu stark vom Hintergrund absetzen. Die Synchronisation gefällt uns sowohl in der japanischen, als auch in der deutschen Version. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass das Erzähl- und Dialogtempo sehr hoch ist und sich somit die japanische Synchronisation mehr an Japaner, als an Japanischverstehende richtet. Untertitel wechseln nämlich gerne mal im schnellen Tempo.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich muss offen und ehrlich zugeben, dass ich sowohl bei den ersten drei Episoden, als auch bei der zweiten Volume Probleme habe, der Handlung stets zu folgen und sämtliche Zusammenhänge zwischen den Charakteren zu verstehen. Die Fälle der Detektei Hamatora könnten so spannend sein, doch wenn mir die Figuren nicht als solche verständlich werden, fällt es mir schwer, bei dem recht hohen Erzähltempo mitzuhalten. Wer allerdings die Manga-Vorlage durcharbeitet, wird sicherlich keine oder kaum Probleme mit dem Anime haben, der meiner Meinung nach als eigenständige Produktion auch mit der zweiten Volume immer noch nicht funktionieren möchte. Es ist so viel Potential da, welches einfach nur genutzt werden möchte. Trotzdem bleibe ich weiterhin am Ball und hoffe, dass die nächsten Folgen zumindest noch auf ein Story-Ziel hinarbeiten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Hamatora: The Animation (Vol. 2)!

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