Preview: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Metal Gear Solid V - The Phantom Pain (1)Für viele Fans war es ein Schock zu erfahren, dass Entwicklerlegende Kojima Hideo und Publisher Konami künftig getrennte Wege gehen. Es war ein kaum überhörbarer Streit und man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass beide Parteien nicht in Frieden auseinander gegangen sind.

Metal Gear Solid V - The Phantom Pain (2)Somit ist es gut möglich, dass Metal Gear Solid V: The Phantom Pain der letzte Teil der bekannten Serie sein wird. Jedoch möchten wir nicht Schwarzmalen und uns eine düstere Zukunft zusammen reimen, sondern den neuen Teil mit voller Vorfreude genauer unter die Lupe nehmen. Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit hinter den Kulissen einen Spielabschnitt in Afghanistan anzuspielen und uns mit der Mechanik vertraut zu machen. Unsere Reise beginnt mitten in der Wüste, wo wir jedoch mit eigenem Pferd zumindest eine Transportmöglichkeit besitzen. Direkt fällt auf, dass die weitläufige Spielwelt eine hervorragende Weitsicht bietet. In der Mission ist es das Ziel, einen Gruppenanführer in seiner Basis auszuschalten. Die Spielsteuerrung unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes. Die einzige Neuerung, die bisher auffallen, ist, dass wir bewusstlose oder getötete Feinde sowie Gegenstände mit einer Art Heißluftballon in unsere Basis transportieren konnten. Dies dient der Möglichkeit unsere Basis auszubauen und uns gegen andere Spieler abzusichern. Das genaue Konzept wollten uns die Verantwortlichen vor Ort nicht verraten. Da aber bald der Release des Spiels erfolgt, wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis diese Informationen endlich das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Auf jeden Fall sind die wenigen angedeuteten Fakten schon mal vielsprechend.

Offen präsentierte Spielwelt

Metal Gear Solid V - The Phantom Pain (3)Welchen Zielen wir in der offenen Spielwelt nachgehen, ist uns komplett frei überlassen. Wie bereits erwähnt wurde uns auf der Präsentation ein bestimmtes Ziel vorgegeben. Unsere Vorgehensweise – ob schleichen oder in Rambo-Manier alles niedermähen – können wir selber aussuchen und entscheiden uns somit für eine Mischung aus beidem. Während wir schleichend die ersten Gegner ausschalten, wurde gegen Ende die Zeit der Präsentation etwas knapp, so dass wir stürmend auf die Zielperson losgehen. Besonders auffallend ist dabei, dass unsere Gegner gar nicht mal so dumm agieren. Schleichend behalten wir stets die Kontrolle über das Schlachtfeld, müssen aber wesentlich mehr Zeit einplanen. Gehen wir jedoch aggressiv und offensiv vor, wird es um einiges knapper, da die Gegner mit hoher Präzision schießen und uns geschickt flankieren. Nicht mal eine Deckung nützt hier etwas, da dort sofort die Granaten fliegen oder Gegenstände aus Holz sich langsam unter Beschuss abnutzen. Da uns in der Präsentation nur wenig Zeit gegeben wurde, uns mit dem Spiel zu beschäftigen, können wir abschließend festhalten, dass uns von der Spielmechanik kaum etwas Neues in Erinnerung geblieben ist. Einzig und allein ein neues Bild von der offenen Spielwelt durften wir an diesem Tag verinnerlichen und müssen sagen, dass wir gerade auf diese mehr als gespannt sind – zum Glück steht der Release kurz bevor.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Leider muss ich gestehen, dass ich von einer Präsentation hinter verschlossenen Türen selbst auf der Gamescom mehr erwartet hätte. Den Unkenrufen zu trotz, freue ich mich gewaltig über das, was ich bisher gesehen habe. Ich denke, das Spiel hat eindeutig das Potenzial, ein ganz großer Knaller zu werden und auch Personen anzusprechen, die bisher nichts mit dem Franchise am Hut hatten. Die offene Spielwelt kann viele Möglichkeiten bieten, sofern diese auch richtig genutzt werden – denn genau da fehlten uns die Eindrücke und somit bleibt genau dieser Aspekt des Spiels weiterhin ein großes Geheimnis. Ich hoffe, dass die Saga rund um Snake ein würdiges Ende findet und sich vielleicht eines Tages Kojima Hideo und Konami wieder vertragen werden.

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Ich finde die Metal-Gear-Solid-Reihe wirklich großartig und obwohl ich nur wenige Berührungen mit der Serie hatte, freue ich mich auf den fünften Teil sehr. Die offene Spielwelt sagt mir zwar zu, doch bin ich noch etwas skeptisch, wie das Setting in Afghanistan und Co im Spiel umgesetzt wird. Da werde ich wohl abwarten müssen, zumal ich auch noch fast alle anderen Serienableger vorher verinnerlichen möchte. Ich finde es aber sehr dreist von Konami, Kojima Hideos Namen vom Cover des Spiels zu entfernen. Selbst wenn man nicht im Guten auseinandergeht, ist er immer noch der Kopf hinter dem Franchise und wenige Monate vor dem Release plump den Namen vom Cover zu entfernen, fühlt sich in etwa so an, als würde ein Kleinkind dem anderen zwei Bauklötze stehlen. Hoffen wir mal, dass die internen Meinungsverschiedenheiten dem Spiel nicht geschadet haben.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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