Review: Stella Glow

Stella Glow (1)Während wir hierzulande noch sehnsüchtig auf den Release von Fire Emblem: Fates warten, verkürzt das Strategie-Rollenspiel Stella Glow bis zur Veröffentlichung der beiden Episoden mit Story, strategischem Gameplay und wundervoller Musik hervorragend die Wartezeit.

Stella Glow (2)Die Handlung von Stella Glow beginnt für die beiden Protagonisten recht unscheinbar. An diesem Abend soll der Geburtstag von Lisette gefeiert werden, weshalb wir mit Alto im Wald auf die Wolfsjagd gehen, damit später das Essen auf dem Teller landen kann. Dann überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Am Abend schenken wir ihr unseren Anhänger; das einzige, was uns noch an unsere Herkunft erinnert und am nächsten Morgen vernehmen wir eine mysteriöse Melodie, die aus dem Wald ins Dorf schallt. Dies ist aber eigentlich nicht möglich, da allen Menschen vor langer Zeit jegliche Möglichkeit genommen wurde, Lieder zu singen. Diese Fähigkeit ist den Hexen vorbehalten. Auf solch eine treffen wir im nahegelegenen Wald. Hexe Hilda teilt uns mehrfach mit, dass wir das Dorf verlassen sollten, bevor dort Unheil geschieht. Als wir nicht auf ihre Warnung hören, bekommen wir es im Dorf auch schon mit einem der anderen Dorfbewohner zu tun, der vollständig kristallisiert wurde. Am nächsten Morgen nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Die besagte Hexe taucht mit ihrem Befehlshaber Dante auf und sorgt dafür, dass auch die anderen Dörfler zu Kristallen erstarren. Mit Hilfe ihres von uns geschenkten Anhängers entwickelt Lisette daraufhin ungeahnte Kräfte und schlägt mit Hilfe der anrückenden Truppen aus der Hauptstadt Hilda und Dante in die Flucht.

Eigener Quartiermeister sein

Stella Glow (3)Damit ist das Übel zwar noch lange nicht besiegt, doch als nächstes müssen wir uns mit der Königin auseinandersetzen, da nun auch Lisette als Hexe gilt. Ganz schön nervenaufreibend! Weiter ins Detail der Story gehen möchten wir an dieser Stelle aber nicht. Ziel des Spiels ist es nun, die Welt zu bereisen und vier weitere Hexen zu finden, denn nur mit diesen wird es möglich sein, das Böse aus der Welt zu vertreiben. Passend dazu müssen wir auch an unserer Gruppe arbeiten. Mit den in den Kämpfen verdienten Goldmünzen möchten unsere Recken mit Heilkräutern, stärkeren Waffen und neuen Rüstungen ausgestattet werden. Die Waffen können wir zudem mit Orbs bestücken, die dann vielseitige Auswirkungen auf die Charaktere haben. Beispielsweise können wir so mehr Schaden austeilen, mehr Erfahrung sammeln oder Bestien und Monster mit Statuseffekten wie Vergiftung ins Schwitzen bringen. Zwischen den Story-Abschnitten dürfen wir uns mit unseren Freunden unterhalten, damit wir die zwischenmenschlichen Beziehungen stärken. Die Gespräche sind interessant geschrieben und ermüden deshalb nicht. Als Belohung winken Fähigkeiten, die unsere Recken dann in der Schlacht einsetzen dürfen. Haben wir unsere Gruppe zusammengestellt, ziehen wir über die Weltkarte auf Schlachtfelder, wo wir entweder unsere Charaktere trainieren oder die Story vorantreiben.

Fesselndes Abenteuer

Stella Glow (4)Die Kämpfe funktionieren ähnlich wie in der Final-Fantasy-Tactics- oder Fire-Emblem-Reihe. Der Unterschied liegt jedoch in den Charakterwerten. Je nachdem wie agil die Kämpfer sind, desto eher dürfen wir mit ihnen eine Aktion tätigen, sprich sie eine bestimmte Anzahl an Feldern bewegen, Gegner mit Angriffen und Zaubersprüchen attackieren, Verbündete heilen oder sie sogar in Schutz nehmen. Wer mit dem Genre vertraut ist, wird keinerlei größeren Probleme in den Schlachten haben. Das macht aber überhaupt nichts, denn das möglichst gute Abschneiden in einer Schlacht wird vom Spiel ebenso belohnt. Außerdem kann man sich am sehr schönen Anime-Look des Titels nicht genug satt sehen und auch die wundervollen Melodien tun ihr Übriges, dass wir den 3DS nicht mehr aus der Hand legen wollen. Zudem sind viele (aber nicht alle) Dialoge auf Englisch vertont. Mit der englischen Sprache muss man sich in Stella Glow aber ohnehin anfreunden, da auf eine deutsche Lokalisierung verzichtet wurde. Allerdings sollten die Texte auch mit erweiterten Grundkenntnissen leicht verständlich sein. Unterm Strich bietet der Titel eine herausragende Strategie-Rollenspiel-Erfahrung, der es gelegentlich an etwas Tiefgang und einem Mehrspielermodus für den Langzeitspaß fehlt. Wer das verschmerzen kann, wird mit Stella Glow dutzende Stunden lang sehr glücklich werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als Fan der Fire-Emblem-Reihe und Kenner der Final-Fantasy-Tactics-Serie habe ich bis heute keine großen Alternativen gebraucht, schließlich bedienen diese beiden Franchises so ziemlich alle wichtigen Aspekte, die man im Genre benötigt. Auch Stella Glow erfindet das Rad nicht neu, doch macht es einen Aspekt wesentlich besser als die genannte Konkurrenz. Gegner und Verbündete dürfen in Stella Glow nämlich in einer logischeren Reihenfolge, die auf der Beweglichkeit der Figur basiert, in die Schlacht ziehen. Dadurch muss man wesentlich besser aufpassen, wo man seine Charaktere nun abstellen möchte. Schließlich kann man nicht in einer Runde mit den Heilern übers Feld laufen, die Wunden heilen und direkt die naheliegenden Bedrohungen ausschalten. Für die Anpassung der Zugreihenfolge liebe ich Stella Glow sehr! Ebenso schafft es der Titel mich neben den taktischen Kämpfen mit seinem schönen Anime-Stil und dem tollen Soundtrack stundenlang an die kleinen 3DS-Bildschirme zu fesseln. Schade nur, dass auch Stella Glow auf einen Mehrspielermodus verzichtet und es an der einen oder anderen Stelle an etwas Tiefgang mangelt, der aber nicht wesentlich ins Gewicht fällt. Dennoch bleibt Stella Glow eine sehr gute Alternative zu den beiden großen Marken und gehört daher in die Sammlung eines jeden Handheld-Strategen!

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