Review: Samurai Flamenco (Vol. 4)

Samurai Flamenco (Vol. 4) (1)Als Mitglied der Samurai Sentai Furamenjā hat Masayoshi zusammen mit seinen vier Kollegen mehr als einmal Japan und die ganze Welt vor dem Untergang und üblen Kreaturen gerettet. Zum Dank wurden seine Freunde verhaftet und er muss seitdem vor der Polizei fliehen.

Samurai Flamenco (Vol. 4) (2)Die Regierung oder genauer gesagt der japanische Premierminister Okuzaki Shintarō hat die Furamenjā beziehungsweise ihrer Arbeit zum Schutz der Bevölkerung in den letzten Monaten nur dazu benutzt, um seine Umfragewerte zu erhöhen. Neunzig Prozent der japanischen Bevölkerung stimmen der Politik des Premiers zwar mittlerweile zu, doch das reicht Okuzaki noch lange nicht. Er möchte die vollste Zustimmung des Volkes erhalten. Nachdem die Polizei fast alle Funktionäre verhaften konnte, ist Masayoshi auf der Flucht. Vor allem durch das Massenmedium Fernsehen wird er verzweifelt gesucht und dazu aufgefordert, sich den Ordnungshütern zu stellen. Er und seine Kollegen werden nämlich beschuldigt, sämtliche Monster-Angriffe inszeniert zu haben. Als Masayoshi aufgeben will, hilft ihm ein wohnungsloser Mann wieder auf die Beine, der an die Gerechtigkeit glaubt. Zusammen mit seinen Freunden Gotō Hidenori und Harazuka Jun, versucht Masayoshi ins Shūgiin, also ins Unterhaus, einer der beiden Kammern des japanischen Parlaments, zu gelangen. Mit der Hilfe von Mr. Justice, der von der japanischen Polizei nun anscheinend doch nicht außer Gefecht gesetzt worden ist, gelingt es ihnen, durch die Vordertür ins Shūgiin einzudringen. Der Premierminister nutzt die Gunst der Stunde, um Masayoshi weiter zu beschuldigen und seine Umfragewerte zu erhöhen.

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!

Samurai Flamenco (Vol. 4) (3)An dieser Stelle kommen wir nicht umehr, ein paar Handlungsdetails auszuplaudern. Wer also absolut nichts über die letzten Folgen erfahren möchte, sollte diesen Absatz überspringen. Der Premierminister entpuppt sich nämlich plötzlich als Okuzaki Furamenko Shintarō, der ebenfalls nur daran interessiert ist, den Menschen Frieden und Gerechtigkeit zu bringen. Er möchte sich nämlich gegen Eirian Furamenko entgegenstellen, welches nur mit einer einhundertprozentigen Zustimmung aus der Bevölkerung besiegt werden kann. Noch absurder wird es, als der Außerirdische plötzlich seine Tarnung als Mr. Justice aufgibt. Durch eine recht unglückliche Verkettung der Umstände siegt Masayoshi über Okuzaki, doch Eirian Furamenko möchte Masayoshi zu einer Unterredung über die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde zu sich im Raumschiff einladen. Dort werden dann die wahren Absichten der feindlichen Organisation Furomu Biyondo enthüllt oder zumindest lässt uns der Anime in eben diesem Glauben, denn wie Eirian Furamenko es vortrefflich ausdrückt, gibt es kein Wort in der menschlichen Sprache (oder zumindest in Japanisch), welches die Pläne der Außerirdischen umschreiben könnte. Der Kampf im All oder viel mehr auf der Mondoberfläche endet schließlich damit, dass sich auch noch der Wille des Universums einschaltet. Durchgedrehter geht es nimmer!

Rückbesinnung auf alte Tugenden

Samurai Flamenco (Vol. 4) (4)Neben dem Kampf gegen die außerirdische Bedrohung findet der Anime in den letzten Episoden auch wieder zu seinen Ursprüngen zurück. Masayoshi wird von seiner Vergangenheit als titelgebender Samurai Furamenko eingeholt. Welche Waffe er gegen seinen letzten wichtigen Feind einsetzen muss, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Es wird in jedem Falle sehr romantisch und auch sehr tragisch, zumal die Leidenden wieder einmal Masayoshis Freunde sind. Eine Episode steht sogar ganz im Zeichen von Gotō Hidenori und seiner Freundin. Diese bekamen wir in der gesamten Serie nicht einmal zu Gesicht – warum und wieso dies der Fall ist, erklärt eine der letzten Folgen des Animes. Uns gefällt diese Rückbesinnung auf die ursprüngliche Serienausrichtung sehr gut, da die Charaktere so etwas vielschichtiger werden und besonders das Ende vor allem für den Protagonisten Masayoshi ein klarer Anhaltspunkt ist. Nicht anders besinnen musste sich hingegen die technische Qualität des Animes. Sämtliche Figuren sind kontraststark, die Hintergründe gesellen sich wunderbar zu den Charakteren und die Animationen wirken ebenfalls wie aus einem Guss. Nur die musikalische Untermalung hätte zum Ende hin etwas vielfältiger sein dürfen. Unterm Strich lässt sich sagen, dass die Serie viele Höhen und Tiefen erlebt hat, aber definitiv zu den interessantesten Anime gehört.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Samurai Flamenco hat eine sehr interessante Entwicklung durchgemacht. Die Serie fing sehr gemütlich an, was mir am Anfang des Animes aber auch sehr gut gefallen hat. Danach hat man mit den Monstern die Ausrichtung der Serie einfach mal über Bord geworfen und experimentiert. Nach Startschwierigkeiten und Inkompatibilitäten mit meinen Vorstellungen habe ich mir aber auch das gefallen lassen und wurde in der dritten Volume eines Besseren belehrt – der Anime hat mir mit dieser Umorientierung ebenfalls noch sehr viel Freude gemacht, zumal man an allen Ecken und Enden viele Zitate auf die US-amerikanische und japanische Populärkultur eingebaut hat. Zum Ende hin dreht der Anime meiner Meinung nach nochmals völlig durch. Das muss man nicht unbedingt mögen, doch wenn man das überstanden hat, kommt man vor allem in den letzten drei bis vier Episoden völlig auf seine Kosten, da der Anime hier den Bogen zum grandiosen Auftakt schlägt und Masayoshi mit einem gefährlichen und vor allem realistischen Feind konfrontiert. Wer nichts gegen ein paar irrwitzige Ausflüge hat, kommt bei Samurai Flamenco also definitiv auf seine Kosten. Fans von Anime und alten japanischen Superheldenserien müssen hier sowieso auf jeden Fall zuschlagen, denn grandioser umsetzen kann man das Szenario nicht.

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Samurai Flamenco (Vol. 4)!

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