Review: Liar Game (Band 17)

Liar Game (Band 17)Inzwischen hat es Nao geschafft, sich aus den Fängen des Liar Games zu befreien; dennoch nimmt sie erneut am teuflischen Spiel um absurde Geldmengen teil. Einige ihrer Vertrauten, denen sie ihre aktuelle Situation verdankt, sind in die nächste und nunmehr letzte Runde vorgerückt, sodass sie sich verpflichtet fühlt, zu helfen. Ob ihr ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit ehrenwert oder unbedacht ist, wird auch sie im Manga nicht nur einmal gefragt. Immerhin weiß sie Akiyama an ihrer Seite, der ihr dank seines überlegenen Verstandes nicht nur einmal aus der Patsche geholfen hat – auch wenn Gegenspieler Yokoya in Sachen Wissen und Kombinationsgabe mindestens gleichauf ist. Autor Kaitani Shinobu bereitet alles vor, um in der letzten Hauptrunde seine Geschichte abzuschließen. Dafür hat er noch zwei Bände Zeit, weswegen die meisten bekannten Gesichter wieder zurückkehren, um ein letztes Mal das trügerische Spiel zu spielen. Dieses Mal wird vor dem tatsächlichen Spiel noch eine Vorrunde abgehalten, um die Team-Bildung fürs Finale möglichst fair zu gestalten. Hierbei können die knapp zwanzig Teilnehmer mit einem begrenzten Budget auf ihre Mitstreiter bieten, um ihre Viererteams zu bilden. Wer sich zusammenschließt hat natürlich das doppelte Kapital für Gebote zur Verfügung, muss dafür aber auch auf den Willen des Teammitglieds Rücksicht nehmen. Akiyama und Yokoya sind natürlich hoch im Kurs, mit ihnen im Team scheint der Sieg eigentlich fast schon sicher.

Die Ruhe vor dem Sturm

Natürlich gestaltet sich diese Auseinandersetzung auf knappen zweihundert Seiten alles andere als einfach und falls es schlecht läuft, sehen sich Nao und Akiyama vielleicht sogar in gegnerischen Teams als Konkurrenten wieder. Wer in diesem Spiel mit Schulden ausscheidet, hat keine Möglichkeit sich in einer Revival-Runde zu rehabilitieren, sprich muss sein restliches Leben mit der Last eines Schuldenbergs ertragen. Diese endgültige Komponente macht den Band direkt doppelt interessant; schließlich agieren auch alle Figuren auffallend überlegt und nachhaltig. Sehr lobenswert ist, dass die Erzählung des Bandes, die sozusagen nur die Vorrunde abdeckt, zwar mit einem Cliffhanger endet, aber den Leser nicht mit einer total verkopften und überkomplizierten Situation aus dem Band entlässt, womit der Anschluss an den nächsten Band kein großes Problem darstellt. Nao ist zwar naiv wie nie zuvor, aber nicht auf dem Kopf gefallen, sodass sogar sie in dieser Runde einige wichtige Lösungsansätze für die aktuellen Probleme liefert. Diese Ansätze einer Charakterentwicklung gehören zwar zur Seltenheit des Liar-Game-Mangas, aber die Reihe machte immerhin schon seit dem ersten Band klar, welche Schwerpunkte sie für sich beansprucht. Das gilt auch noch heute und bis zum Ende wird sich daran wohl nichts ändern. Die psychologische Kriegsführung steht jeher im Mittelpunkt,

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas‘ Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Das Liar Game nimmt wieder Fahrt auf, das Ziel ist in Sicht und bis dahin dürfen sich unsere Helden keine Fehler mehr leisten. Dieser Umstand macht den Band besonders spannend. Ebenso freue ich mich darauf, wie Kaitani Shinobu das Liar Game zu Ende erzählen will und vor allem inwiefern die hintergründigen Machenschaften der Betreiber aufgedeckt werden sollen. Dass sich hinter den Mind-Game-Scharmützeln noch eine tiefere Ebene befinden muss, steht längst fest, bis zu dessen Enthüllung kann ich aber nur spekulieren. Es bleibt also spannend!

Vielen Dank an Egmont Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Liar Game (Band 17)!

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