Preview: Battlefield 1

Battlefield 1 (1)Videospiele beschäftigen sich nicht selten mit dem Thema Krieg. Während der Zweite Weltkrieg und nachfolgende Konflikte, sowie fiktive und fiktiv-künftige Auseinandersetzungen zugenüge behandelt wurden, wird der Erste Weltkrieg in Spielen viel zu häufig vernachlässigt.

Battlefield 1 (2)Ein Grund, warum der Erste Weltkrieg in Videospielen bisher so wenig behandelt wurde, ist nicht unbedingt leicht zu finden. Einfach kann man es sich machen, wenn man sagt, dass der Krieg sich hauptsächlich in Schützengräben abgespielt hat und anhand kriegerischer Auseinandersetzungen wie der Schlacht von Verdun auch gerne als Stellungs- oder Grabenkrieg bezeichnet wird. Schwieriger wird es, wenn man einen Hauptschuldigen für den Krieg sucht. Seit Kriegsende oder genauer gesagt seit dem Vertrag von Versailles wird diskutiert, ob das Deutsche Reich die Hauptschuld am Krieg hat, wie im Vertrag verfasst. Unter Historikern ist dies mittlerweile stark umstritten. Ein weiterer Grund ist die eingesetzte Technik. Beschäftigt man sich nicht näher mit den Jahren 1914 bis 1918, werden einem sicherlich viele interessante und wichtige Fakten verborgen bleiben. In diesen vier Jahren entwickelten sich Panzerfahrzeuge, Luftschiffe wurden eingesetzt und auch Giftgas wurde erstmals in einem Krieg verwendet. Alleine aufgrund dieser technischen Entwicklungen in der Kriegsführung ist der Erste Weltkrieg mehr als ein seichtes Thema, das man verarbeiten kann. Der Erste Weltkrieg war zudem damals der umfassendste Krieg der Menschheitsgeschichte, an dem sich zahlreiche Nationen beteiligten und Millionen von Soldaten, Zivilisten und Tieren das Leben kostete.

Rollenverteilung auf dem Schlachtfeld

Battlefield 1 (3)Diese Einsicht wird von Electronic Arts mittlerweile geteilt, sodass wir uns sicherlich auf ein atmosphärisches, wenn auch nicht gänzlich historisch-korrektes Erlebnis freuen dürfen. Ob es in Battlefield 1 eine Einzelspielerkampagne gibt, können wir euch wenige Monate vor dem Release des Spiels noch nicht verraten. Hierzu schweigen die Entwickler noch, doch da auch die letzten beiden Ableger, Battlefield: Hardline und Battlefield 4, über eine Story-Kampagne verfügten, gehen wir auch davon aus, dass sich dies bei Battlefield 1 nicht ändern wird – bei Titanfall 2 hat man schließlich auch erkannt, dass man nicht immer ständig online sein will. In der Gamescom-Präsentation hat man sich trotzdem voll und ganz auf den Mehrspielermodus konzentriert, der uns bereits jetzt sehr zusagt. So gibt es von Beginn an eine klare Rollenverteilung auf dem Schlachtfeld. Spielen wir als Sturmsoldat, ist es hauptsächlich unsere Aufgabe, Fahrzeuge sprichwörtlich aus dem Verkehr zu ziehen. Als Versorgungssoldat setzen wir feindliche Infanteristen unter Beschuss und versorgen Verbündete mit Munition. Sanitäter halten in Battlefield 1 nicht nur ihre Kameraden am Leben, sondern sind außerdem noch ausgebildete Mechaniker, die Fahrzeuge reparieren können. Als Späher agieren mit wir hingegen mit Scharfschützengewehren. Wem das alles nicht passt, nimmt einfach in einem Panzer Platz.

Das Formen einer Mondlandschaft

Battlefield 1 (4)Neben Panzern gibt es außerdem noch Flugzeuge und Zeppeline. Aus einem Luftschiff können wir dann aus der Luft heraus Bodentruppen angreifen. Zudem bereichern neben Flugzeugen und Panzerfahrzeugen auch Pferde das Bild von Battlefield 1, die wir reiten dürfen, um Infanteristen mit ihren Hufen platt treten zu können oder um langsame Fahrzeuge zu umrunden, um sie mit Granaten zu bearbeiten. Die hohe Geschwindigkeit wird jedoch mit einem erhöhten Trefferrisiko erkauft. Wir finden die Einführung des Reittiers großartig, da so eine neue taktische Komponente die Schlachten beeinflusst. Weitere taktische Elemente finden wir in Form von zerstörbaren Gebäuden, die nicht wie beim Levolution-Konzept von Battlefield 4 immer wieder gleich einstürzen, sondern sich diesmal dynamisch zerstören lassen. Nett! Hinzu haben die Entwickler ein dynamisches Wettersystem ins Spiel eingefügt, sodass sich keine zwei Schlachten auf dem Feld gleich entwickeln. So soll Nebel im fertigen Spiel unser Sichtfeld einschränken und Regen das Identifizieren von Bewegungen am Horizont erschweren. Zudem wird es auch Wetterphänomene wie Sandstürme geben, die genau wie Regenschauern das Fliegen mit Flugzeugen stark erschweren oder gar unmöglich machen sollen. Wir freuen uns jedenfalls schon auf den 21. Oktober 2016, denn da soll Battlefield 1 in den Läden stehen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Auf der Gamescom 2016 konnte ich erstmals selbst Hand anlegen an Battlefield 1 und das habe ich sehr gerne getan, obwohl ich die letzten Ableger der Reihe überhaupt nicht mochte. Ein Glück, dass Battlefield 1 zu historischen Vorbildern zurückkehrt und mit dem Ersten Weltkrieg auch noch ein relativ unverbrauchtes Szenario bietet. Spielen durfte ich die jüngst vorgestellte Mehrspielerkarte, welche in der Wüste Sinai spielt. Einen Sandsturm gab es leider nicht zu sehen, doch konnte ich mich an Klassen und Panzer schon einmal gewöhnen. Während ich mich zu Fuß noch ein wenig ungeschickt anstelle, macht es sehr viel Spaß, die Feinde aus einem leichten Panzer heraus zu attackieren – oder gar gemeinsam in einem Panzerfahrzeug zu sitzen und gegnerische Behausungen dem Erdboden gleichzumachen. Die halbe Stunde, die ich mit dem Spiel verbringen konnte, hat jedoch leider absolut nicht ausgereicht, um ein möglichst vollständiges Bild von Battlefield 1 zu bekommen. Giftgasangriffe, Pferde, Flugzeuge, Zeppeline oder Elite-Klassen – all diese Features konnte ich selbst leider nicht spielen. Entsprechend freue ich mich umso mehr auf den Release des Spiels, denn der Erste Weltkrieg ist meiner Meinung nach eines der spannendsten historischen Ereignisse, die ich in einem Videospiel in genau dieser Form noch unbedingt erleben muss!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation von Battlefield 1!

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