Review: Dusk Maiden of Amnesia (Vol. 4)

Dusk Maiden of Amnesia (Vol. 4) (1)Mit der vierten und letzten Volume erreicht Dusk Maiden of Amnesia das Ende. Wir schauen uns ein letztes Mal den Verlauf der Episoden an und blicken zurück auf zwei richtig tolle und eine etwas weniger gute Volume. Abgeschlossen wird die Anime-Serie aber zufriedenstellend.

Dusk Maiden of Amnesia (Vol. 4) (2)An der Handlung hat sich in Dusk Maiden of Amnesia nur sehr wenig verändert. Die gesamte Anime-Serie dreht sich um den jungen Niiya Teiichi, der sich unsterblich in Kanoe Yūko verliebt hat. Allerdings ist die gute Dame seit über sechzig Jahren tot und spukt nur noch als Gespenst in der Seikyō-Mittelschule herum, die sie zudem nicht verlassen darf, wie wir schon in der dritten Ausgabe der vierteiligen Veröffentlichung erfahren haben. In der dritten Volume haben wir zudem die bisher beste Episode der Serie erlebt. Diesen Klimax kann Dusk Maiden of Amnesia in der letzten Volume zwar nicht überbieten, doch trotzdem schafft es der Anime mit zumindest zwei Folgen die Handlung stringent zu einem zufriedenstellenden Ende zu erzählen. Die Erlebnisse in der zehnten Episode haben direkte Konsequenzen für die Geschichte und die Beziehung zwischen Yūko und Teiichi. Nachdem er nahezu klaustrophobisch Gefühle und Schmerzen von Yūko miterlebt hat, kann diese sich nicht an diese Erlebnisse erinnern. Es geht sogar soweit, dass Teiichi für sie plötzlich unsichtbar und er somit quasi ein Geist für sie ist. Obwohl Teiichi sie zumindest sehen kann, können die beiden tatsächlich nur über das Notizbuch der Abteilung für Paranormales miteinander kommunizieren, indem sie Informationen in Schriftform austauschen. Das kennt man ja schon ein wenig aus dem Anime Ano Hana.

Trauriges Finale, letzte lustige Folge

Dusk Maiden of Amnesia (Vol. 4) (3)Um das Problem zu lösen, nimmt Teiichi Kontakt zur Schulleiterin auf, die mit Yūko auf ganz besondere Art und Weise verbunden ist. Schlussendlich kommt es zu einer Begegnung zwischen Yūko und Schatten-Yūko, auf die in den letzten Jahren ständig alle schlechten Gefühle und Erinnerungen entladen wurden. Wie genau Teiichi diesen Konflikt aus der Welt schaffen will, möchten wir jedoch nicht verraten. Wichtig ist nur, dass die beiden Verliebten vor einem großen Problem stehen. Yūko beginnt sich peu á peu aufzulösen und aus dem Diesseits wohl endgültig auszuscheiden. Entsprechend melancholisch fällt die zwölfte Episode der Serie aus. Wie bei vielen anderen Anime kann man die letzte Episode losgelöst von der Handlung sehen, denn obwohl sie sich auf Ereignisse der gesamten Serie stützt und somit nach dem vornehmlich traurigen Finale spielt, hat ihr letztes Abenteuer eigentlich nur noch wenig mit der Story zu tun. Trotzdem mögen wir auch die dreizehnte Folge, denn hier kommt der Humor, der mit jeder Episode weniger wurde, wieder richtig zur Geltung. Vor allem die Erotik mit ihren zahlreichen Anspielungen auf weibliche Geschlechtsmerkmale sorgt ständig dafür, dass kaum ein Auge trocken bleibt. Diesmal versuchen sich nämlich alle vier Hauptfiguren zeitgleich nackt in eine hölzerne Wanne zu pressen, die daraufhin natürlich schnell damit beginnt, zu bersten.

Überspitzter Humor mit mutmaßlichen Klischees

Dusk Maiden of Amnesia (Vol. 4) (4)An der technischen Qualität lässt sich wie zuvor nichts aussetzen. Die Hintergrundbilder sind schön gezeichnet und die Charaktere passen hervorragend zu den Umgebungen. Nur wenige Animationen wirken etwas albern, aber nur, weil sie gewollt überspitzt dargestellt werden und deshalb nicht unbedingt zum teils erotischen Humor passen. Wie bei den drei vorherigen Volumes gibt es auch bei der letzten Volume kein digitales Bonusmaterial. Gerne hätten wir einen Einblick in die Produktion der Anime-Serie erhascht, doch dafür muss ein letztes Mal das erneut sehr schön ausgestaltete Booklet herhalten. Wie immer finden wir hier zunächst einen Episodenguide, der Informationen zu allen drei enthaltenen Episoden bereithält. Es folgt ein Interview, in welchem Regisseur Ōnuma Shin, sowie die Drehbuchautoren Takayama Katsuhiko und Seki Ayumi zu Wort kommen. Der Mittelteil des Heftleins wirkt unverändert wie eine Zeitung, dessen Artikel auf die Geschehnisse der enthaltenen Episoden verweisen. Den Abschluss des Booklets bildet ein letztes Mal ein Manga-Kapitel, das sich diesmal um Yūkos Dasein als Geist dreht und mit Klischees über paranormale Erscheinungsformen aufräumt. Wer sich mit der Story seit der ersten Volume anfreunden konnte, wird mit der Anime-Serie Dusk Maiden of Amnesia mit Ausnahme der zweiten Volume also durchaus zufriedengestellt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Anime-Serie Dusk Maiden of Amnesia beginnt sehr, sehr stark mit einer interessanten ersten Episode. Danach entwickelt sich die Handlung, genauso wie ihre Charaktere, peu á peu. Tatsächlich hat die Serie nur mit zwei der drei Episoden der zweiten Volume einen kleinen Aussetzer. Danach kehrt die Serie nämlich zu ihrer alten Stärke zurück und liefert in der dritten Volume sogar eine dermaßen gute Folge ab, von der sich andere Anime eine Scheibe abschneiden können. In der vierten Volume wird die Handlung zwar nicht noch einmal so gut erzählt, doch wird sie schlussendlich zu einem zufriedenstellenden Ende geführt, zumindest in den ersten zwei der drei enthaltenen Folgen. Die dreizehnte Episode der Anime-Serie kann man nämlich guten Gewissens losgelöst davon betrachten. Obwohl der Anime schon vor einigen Jahren in Japan über die Fernsehbildschirme lief, hoffe ich nach diesem halbwegs offenen Ende natürlich, dass man die Serie mit einem weiteren Szenario noch fortführen wird. Da der zehnbändige Manga allerdings bereits abgeschlossen ist und sich nur das Ende beider Medien voneinander unterscheidet, stehen die Chancen dazu leider schlecht. Wer sich aber auf eine geisterhafte Liebesbeziehung zwischen Mensch und Gespenst einlassen will, wird mit Dusk Maiden of Amnesia einen wunderbaren Appetithappen erhalten, den er zwar schnell verdauen, aber nicht so leicht vergessen wird!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dusk Maiden of Amnesia (Vol. 4)!

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