Review: Magic Kaito: Kid the Phantom Thief (Vol. 3)

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 3) (1)Während sich die erste Volume von der Anime-Serie Magic Kaito: Kid the Phantom Tief mit der Vorstellung der Hauptfigur und der Einführung ins Universum des Animes beschäftigte, verlor sich die zweite Ausgabe in Nebensächlichkeiten und ermüdete uns fast durchgehend.

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 3) (2)So manche Anime-Serie versucht, an bestimmten Stellen im Verlauf der Story diese regelrecht umzuwerfen, um mit überraschenden Wendungen nicht nur Spannung aufzubauen, sondern auch das Interesse des Zuschauers wesentlich zu steigern. Dass nicht jede Serie diesem mittlerweile doch recht abgenutzten Konzept folgt, beweist der Anime Magic Kaito: Kid the Phantom Thief ebenfalls in der dritten Volume der viergeteilten Veröffentlichung. Unverändert dreht sich die Handlung um den Oberschüler und Zauberkünstler Kuroba Kaito. Vor acht Jahren ist dessen Vater bei einer Explosion ums Leben gekommen und hat Kaito nicht nur ein finanzielles, sondern auch gefährliches Erbe hinterlassen – seine Ausrüstung. Kuroba Tōichi war nämlich nicht nur ein Magier, sondern ein Meisterdieb obendrein. In der ersten Hälfte der Serie haben wir Kaito bei mehreren Einbrüchen und Diebstählen beobachten können. So und nicht anders ist er auf die mysteriöse Organisation gestoßen, die für den Tod seines Erzeugers verantwortlich ist. Allerdings geizt die Story in dieser Hinsicht sehr mit Informationen, da nur wenige Fakten offenbart werden und es sich bei der Auseinandersetzung mit dem organisierten Verbrechen eher um eine Aneinanderreibung, als an einen Konflikt handelt. Nichtsdestotrotz gelingt es der dritten Volume in sehr wenigen Szenen auf diesen Fakten gut aufzubauen.

Erfrischende Charakterkonstellation

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 3) (3)In vorherigen Folgen wurde das Auftreten eines neuen Widersachers bereits angedeutet. Gemeint ist der Illusionist Gunter von Goldberg II. – ein Zauberkünstler, der sein Publikum mit Trugbildern täuscht. Hinter der Fassade steckt jedoch der Dieb Spider, der es auf die so genannten großen Steine abgesehen hat, welche die Organisation dringend benötigt. Dennoch ist Spider nicht die einzige neue Figur, die in der siebten Episode des Animes eingeführt wird – Kaito und seine Freunde bekommen mit Hakuba Saguru einen neuen Mitschüler. Ähnlich wie Koizumi Akako ist jedoch auch dieser in das Leben von Kaito Kid verstrickt. So unterstützt er angeblich die Polizei, angeführt von Aokos Vater Nakamori Ginzō, bei der Jagd auf den titelgebenden Meisterdieb. In Wahrheit ist er jedoch auch nur hinter Spider her, möchte aber nach dem Zusammentreffen mit Kaito Kid unbedingt dessen Identität lüften. Bei dieser Konstellation möchten auch Hexe Akako und Kaitos Freundin Aoko mitmischen, was in der einen oder anderen Situation natürlich für viel Abwechslung, Verwirrung und jede Menge illustre Momente sorgt. Nach den enttäuschenden vorherigen Episoden ist dieser Aufschwung geradezu erfrischend. Die Köpfe hinter dem Projekt scheinen verstanden zu haben, dass man sich zu oft mit Nebensächlichkeiten beschäftigt hat und haben ein wenig an der Spannungskurve gedreht.

Fraglicher Nebenauftritt

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 3) (4)Hinzukommt, dass auch im Hintergrund öfters etwas passiert. Kaitos Assistent Jii Kōnosuke videotelefoniert in einer Szene beispielsweise mit Kaitos Mutter, die ebenfalls auf der Suche nach Antworten ist. In Spider werden wiederum große Erwartungen von seinen vermeintlichen Geldgebern gesetzt. Ob diese Erwartungen erfüllt werden können, solltet ihr jedoch am besten selbst in Erfahrung bringen, denn auch wenn die Story immer noch sehr seicht ausfällt, wäre jedes weitere Wort unter Umständen ein ärgerlicher Spoiler. Am restlichen Konzept hat man ebenfalls nichts verändert. Alle drei enthaltenen Episoden liegen wie die vorherigen Folgen im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in 1080p vor. Hintergründe sind sehr scharf und kontrastreich, sodass auch die Charaktere im typischen Zeichenstil des Autors Aoyama Gōshō gänzlich zur Geltung kommen. Die musikalische Untermalung passt jederzeit zu den Situationen, könnte mittlerweile aber etwas mehr Abwechslung vertragen. Wer sich bei Magic Kaito: Kid the Phantom Tief köstlich amüsieren will, sollte weiterhin die japanische Synchronisation auswählen – an der Qualität der deutschen Tonspur hat sich nämlich leider nicht sehr viel getan. Zu guter Letzt fragen wir uns aber, warum man das Intro ausgetauscht hat, denn in dieser Variante wird Detektiv Conan in den Fokus gerückt. Der taucht im Spin-off aber fast nie auf.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Den Auftakt von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief habe ich doch recht gerne angesehen, wurde dann aber mit den weiterführenden Episoden eher enttäuscht. Die drei Folgen der dritten Volume können allerdings ein wenig entschädigen. Hier gibt es endlich ein paar neue Anhaltspunkte zur Organisation, die für den Tod von Kaitos Vater verantwortlich ist. Hauptsächlich freue ich mich aber darüber, dass in der dritten Volume gleich zwei neue wichtige Charaktere eingeführt worden sind, welche die Darstellerriege wesentlich bereichern. Spider kristallisiert sich als gefürchteter Widersacher heraus und Hakuba Saguru kann Kaito auf vielerlei Arten sehr gefährlich werden. Mit nur einer weiteren Volume bleibt der Anime-Serie an dieser Stelle aber nicht mehr sehr viel Zeit, auch die restlichen unserer Fragen zu unserer Zufriedenheit zu beantworten. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass man mit der letzten Volume kaum Antworten erhalten wird und man die Fans von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief auf später vertrösten will. Wer mit meiner düsteren Prognose leben kann und trotzdem noch die Serie weiterverfolgen will, kann bei der dritten Volume als Fan aber ohne großes Nachdenken einfach zuschlagen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief (Vol. 3)!

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