Review: SpiritSphere

spiritsphere-1SpiritSphere gehört wohl zu den ungewöhnlichsten Spielekombinationen der letzten Jahre. Es handelt sich hierbei nämlich um eine kuriose, aber funktionierende Mischung aus dem Gameplay von The Legend of Zelda und den Spielmechaniken von Videospielurgestein Pong.

spiritsphere-2In SpiritSphere schlüpfen wir in die Rolle verschiedener Charaktere, die sich gegenseitig eine Sphäre zu spielen. Diese Sphäre in Kugelform müssen wir beispielsweise mit Schwerthieben oder Magie auf die andere Seite des Feldes katapultieren, wo sie hinter die Linie des gegnerischen Spielfeldes gespielt werden muss. Der Gegner hat dabei die Möglichkeit, die Kugel mit seiner Waffe abzuwehren und bei diesem Unterfangen die Richtung wenig bis stark zu variieren. Wer SpiritSphere irgendwann gemeistert hat, wird hier wunderbare Wege finden, seinen Gegner mit heftigen Schmetterschlägen zur Weißglut zu treiben. Wer allerdings seine Gegner mit krummen Geschossen besiegen will, ohne die Technik zu beherrschen, kann leicht selbst zum Opfer werden und die Kugel im Bogen um 180 Grad zurückwerfen. Um das Spektakel spannend zu halten, wechseln die Spielfelder mit ihren Verlockungen und Fallen regelmäßig durch. Beispielsweise finden sich auf dem Boden Steinplatten in unserem Bereich, welche für Lücken in der gegnerischen Verteidigung sorgen. Blöd nur, dass der Gegner ebenfalls diese Möglichkeit hat, um uns kreuz und quer übers Spielfeld hechten zu lassen. Hinzu kommt, dass in jenem Spielfeld auch Skelette ihr Unwesen treiben, die dann entweder für oder gegen uns auf den Steinplatten herumtanzen. Wahnwitzige Ideen gibt es aber auch in anderen Levels.

Wahnwitzige Spielidee

spiritsphere-3In der Kirche wird das Spielfeld beispielsweise mit einer Flammenlinie getrennt. Flitzt die Sphäre durch die Flammen, schießt sie zugleich einen Feuerball in die entsprechende Richtung, um den Gegner oder uns zu lähmen. An anderer Stelle gibt es auch diagonale Spielfeldbegrenzungen, an denen die Sphäre abprallen kann. Die ganzen Raffinessen werden mit Items wie Bomben, Schilden, Zaubersprüchen oder dem obligatorischen Bogen ergänzt, die wir unter anderem unter Büschen oder zerstörten Felsen finden. Mit den Objekten können wir entweder den Gegner temporär betäuben oder die Sphäre automatisch zurückschleudern lassen. Von den Sphären gibt es zudem unterschiedliche Varianten. Manche prallen leichter zurück, manche teilen sich auf und andere lassen beim Kontakt mit ihnen Gegenstände fallen. SpiritSphere bietet an allen Ecken und Enden sehr viel Abwechslung, sodass man den Einzelspielermodus, der auf zehn Spielfelder aufgeteilt ist, immer und immer wieder spielen möchte. Während die künstliche Intelligenz der Gegner auf dem leichten Schwierigkeitsgrad mehr als human ausgefallen ist, stellen sich uns auf dem normalen Schwierigkeitsgrad schon sehr starke Feinde in den Weg. Mehr Spaß macht der Titel, der sich auch an Spielregeln wie Squash orientiert, ohnehin im Mehrspielermodus, der bedauerlicherweise nur lokal funktioniert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Spiele mit kuriosen Ideen sind bei mir immer sehr gerne gesehen. Entsprechend habe ich mich auch über den überraschenden Steamkey in meinem Postfach gefreut. Kaum ist das recht kleine Spiel heruntergeladen, kann ich nach dem Spielstart schon fast nicht mehr aufhören. Die Sphären ins gegnerische Feld zurückzuschlagen ist zu gleich simpel, als auch abwechslungsreich gestaltet. Dafür sorgen zum einen die unterschiedlichen Levels und zum anderen die Items, die ich schon aus Spielen wie The Legend of Zelda kenne. Nintendos Action-Adventure-Reihe ist zudem ein gutes Stichwort. Optisch und akustisch orientiert sich der Titel stark an den Game-Boy-Color-Episoden der Serie, ohne das Gameplay zu stark zu kopieren und stattdessen mit der Idee von Pong zu kombinieren. Wer auf kurzweilige Spielchen keine Lust hat, wird mit SpiritSphere wohl keinen Spaß haben und wird den Titel ohnehin bisher kaum beachtet haben. Wer allerdings solche Spiele mag und auch gerne mit einem Freund gemeinsam vorm Bildschirm sitzt, wird mit SpiritSphere so schnell nicht mehr aufhören können, da der Titel im Mehrspielerbereich ein ungeheures Suchtpotenzial birgt.

Vielen Dank an Eendhoorn Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von SpiritSphere!

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