Review: Boxboxboy!

Boxboxboy! (1)2015 schuf Nintendo mit Splatoon und mit Boxboy! neue Marken, die aber nicht durchgehend von Spielern und Presse positiv aufgenommen worden sind. Boxboy! wird nur ein Jahr später mit einem weiteren Ableger beerbt, der abermals hinter unseren Erwartungen zurückbleibt.

Boxboxboy! (2)Wie in Boxboy! verkörpern wir auch im zweiten Serienableger, der auf den recht unkreativen Titel Boxboxboy! hört, den würfelförmigen Helden Qbby. Dieser möchte seine Freunde aus der mysteriösen Gefangenschaft einer unbekannten Macht befreien. Ein Erklärungsansatz zur Handlung fehlt gänzlich, sodass wir diese gar noch mehr als im ersten Teil getrost außer Acht lassen können. Die über 120 enthaltenen Rätsel beanspruchen unsere Zeit und Aufmerksamkeit schließlich zur Genüge. Am Gameplay hat sich auf den ersten Blick nicht sehr viel getan. Nach wie vor müssen wir Blöcke beschwören und diese geschickt anordnen, um Schalter zu betätigen oder höhere Ebenen zu erreichen. Der Unterschied liegt allerdings im Detail, denn jetzt dürfen wir nicht nur einen, sondern gleich zwei Blockhaufen vor Held Qbby erscheinen lassen. Man hat sich die Kritiken zu Herzen genommen, wodurch wir einige neue Rätselvarianten erleben dürfen, von denen viele zuvor nicht möglich gewesen wären. Trotzdem macht Boxboxboy! wie sein Vorgänger den Fehler, neue Rätseltechniken zu langsam einzuführen und zu selten miteinander so zu kombinieren, dass die Rätsel durchweg frisch wirken. Wer sich davon nicht entmutigen lässt, kommt in den Genuss eines grafisch-minimalistischen Geschicklichkeitsspiels, dass an jedem Ort und zu jederzeit auch die größte Langeweile vertreibt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Ich habe Boxboxboy! sehr gerne gespielt, auch wenn ich wie bei Boxboy! sehr enttäuscht darüber bin, dass die Entwickler die Möglichkeiten und vor allem das gegebene Potenzial nicht gänzlich ausschöpfen. Viel zu selten werden die ideenreichen Rätsel miteinander kombiniert, sodass ich meistens pro Welt nur einem bestimmten Schema folge. Dies ist natürlich ein legitimes System, macht bei Puzzle-Spielen aber nicht unbedingt Sinn. Da die Rätsel meist nicht sehr schwierig ausfallen, störe ich mich auch am sehr leichten Schwierigkeitsgrad. Trotzdem ist das zweifache Verwenden von Block-Konstrukten der richtige Weg, das Franchise fortzuführen und weiterzuentwickeln. Sollten die Entwickler bei HAL Laboratory Interesse daran haben, weitere Spiele im Boxboy!-Universum zu entwickeln, sollten sie sich vorher vielleicht etwas mehr Zeit lassen, um Gedanken zu ordnen und frische Ideen zu entwickeln. So ist das Übertragen von Kostümen aus dem ersten Teil zwar toll, doch auch hier wäre mehr möglich gewesen. Trotzdem kann man mit Boxboxboy! definitiv nicht viel falsch machen, wenn man Geschicklichkeitsspiele mag. Schließlich gibt es kaum ein Spiel, welches mit schnellen und leichten Rätsel kurze Bus- und Bahnfahrten so gut überbrückt.

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