Review: Yōkai Watch (Band 4)

Die lustigen Abenteuer um Nathan Adams und die titelgebenden Yōkai nehmen auch im vierten Band der Yōkai-Watch-Manga-Reihe nicht ab. Während Protagonist Nathan bis zum dritten Band im direkten Verhältnis relativ viele Freundschaften mit den Yōkai geschlossen hat, wird das Schmieden von Bündnissen in der vorliegenden Ausgabe plötzlich stark reduziert. Hingegen hat sich am eigentlichen Aufbau des Mangas im vierten Band allerdings nichts geändert. Die Yōkai treiben abermals Schabernack und Nathan muss es mit Hilfe seines Yōkai-Butlers Whisper und vor allem Fan-Liebling Jibanyan wieder richten. Bereits im 25. Kapitel und somit in der Eröffnung des vierten Bandes, überschlagen sich regelrecht die Ereignisse in der Grundschule. Plötzlich haben sich alle Mädchen der Klasse in Nathans guten Freund Alfred Neumeier verliebt. Dass dahinter ein Yōkai steckt, kommt für Nathan natürlich nicht überraschend. Mit der titelgebenden Yōkai Watch spüren Nathan und Whisper den Yōkai Pistoleros auf. Dieser verzaubert mit seinen Schüssen die weiblichen Schülerinnen, damit sie sich in die weniger interessanten Jungen in Nathans Klasse verlieben. In seiner Eifersucht auf Alfred, genannt Freddy, möchte Nathan, dass sich sein Schwarm Katie in ihn verliebt und Pistoleros möchte ihm auch helfen, doch geht ausgerechnet dieser Schuss nach hinten los.

Schleppender Story-Verlauf

An anderer Stelle des vierten Bandes lernt Nathan etwa den argwöhnischen Argwoni und den bequemen Yōkai Faulheld kennen. Beide Yōkai sorgen mit ihrer Persönlichkeit für einige der lustigsten Momente im vorliegenden Manga. In einem anderen Kapitel taucht wiederum der Yōkai Eulusionist, für den die Namensgeber definitiv einen Kreativitätspreis verdienen, auf. Wie diese ganzen Freundschaften geschlossen werden, solltet ihr am besten selbst erleben. Es sei jedoch gesagt, dass sich der Humor des Mangas abermals an eine jüngere Zielgruppe richtet und die (schon etwas) ältere Leserschaft in den meisten Fällen höchstens leicht schmunzeln kann. Wir kommen zudem nicht herum, den Verlauf der Story zu kritisieren. Diese dümpelt zum Großteil vor sich hin und bietet in den Momenten, in dem sie sich richtig entfalten könnte, einfach nicht genügend Tiefgang. Der Oni Gargaros ist den Menschen beispielsweise wenig freundlich gesinnt und versucht, Nathans Yōkai Watch zu zerstören, da seiner Meinung nach die Yōkai durch die Uhr in eine Knechtschaft der Menschheit gezogen werden. Dieser Ansatz klingt auf dem Papier zwar unglaublich spannend und wird auch ähnlich spannend im 28. Kapitel des Mangas inszeniert, doch verschwindet Gargaros nach dem Kampf so schnell wie Wabbelwutz im zweiten Band. Wir hoffen, dass der fünfte Band an diesen Mankos feilt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Die leichten Abnutzungserscheinungen, die mir schon beim Lesen des dritten Bandes aufgefallen sind, nehmen leider auch im vierten Band nicht ab. Die Handlung von Yōkai Watch ruht sich weiterhin aus und will das Geschehen einfach nicht vorantreiben. Natürlich machen die abgetrennten Kapitel Sinn, damit genug Raum besteht, um einen Yōkai ausführlich vorzustellen. Ich verstehe jedoch nicht, warum man dann mehrere Kapitel einbaut, die sich nur um Jibanyan drehen, in denen er sich mit anderen Yōkai duelliert. Diese Kapitel sind zwar unglaublich interessant und humorvoll, doch könnte die Geschichte ohne ständige Abschweifungen wesentlich spannender sein. Das Auftauchen von Gargaros gehört für mich zum Highlight des vorliegenden Bandes. Ich hoffe sehr, dass er genauso wie Wabbelwutz und das Rivalitätssystem, das im dritten wie im vierten Band gar keine Erwähnung mehr findet, bald wieder in die Story eingewoben werden können. Fans, die auch den dritten Band verschlungen haben, werden aber auch dieses Mal ihren Spaß haben!

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Yōkai Watch (Band 4)!

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