Review: Pretty Guardian Sailor Moon Crystal (Vol. 3)

Sowohl die Episoden der ersten, als auch der zweiten Volume der Anime-Serie Pretty Guardian Sailor Moon Crystal, können als erster großer Handlungsakt der Reihe identifiziert werden. Die dritte Ausgabe beginnt den nächsten Erzählstrang und führt neue Feinde und Freunde ein.

Gleich zu Beginn der dritten Volume gelingt den Sailor-Kriegerinnen endlich der Sieg gegen ihre durchtriebene Feindin Queen Beryl. Mit der Eroberung des Silberkristalls können sie also nicht nur die Welt und ihre Freunde retten, sondern erlangen auch noch neue Kräfte. Mit diesen wollen sie Sailor Venus beziehungsweise Princess Serenity beschützen. Zunächst scheint der Frieden auch einzukehren, doch kaum haben sie sich im Alltag zurechtgefunden, passieren neue mysteriöse Dinge, die ihr Leben gehörig umkrempeln. Als sich Tsukino Usagi mit ihrem Freund Chiba Mamoru verabredet, öffnet sich plötzlich ein Spalt im Himmel, aus dem ein kleines Mädchen fällt. Bei dem Mädchen handelt es sich um Chibiusa, die aus der Zukunft beziehungsweise Crystal Tōkyō stammt. Welche Aufgabe sie in die Gegenwart respektive aus ihrer Sicht gesehen in die Vergangenheit verschlägt, verraten wir an dieser Stelle nicht. Diese Hintergründe sich jedoch der zentrale Handlungspunkt, auf den das Finale der sieben enthaltenen Folgen der dritten Volume hinzielen. Chibiusa beginnt allerdings mit einer Waffe auf Usagi zu zielen und verlangt, dass sie ihr den Silberkristall aushändigt. Kurz darauf gelingt es dem Mädchen sogar, sich in Usagis Haushalt einzuleben, indem sie Usagis Eltern mit einem Zauber belegt. Das sorgt natürlich für reichlich Chaos und sogar auch für ein wenig Humor.

Schwarze Halbmonde

Mit der Zeit geben sich in der dritten Volume selbstverständlich auch die neuen Gegenspieler zu erkennen, die oftmals mit Handlagern aufkreuzen und für Angst und Schrecken, sowohl in der Bevölkerung, als auch bei den Sailor-Kriegerinnen, sorgen wollen. Hinter den neuen Fieslingen steckt der Klan von Black Moon, der perfide Pläne verfolgt. Dies führt dazu, dass die Sailor-Kriegerinnen peu á peu entführt werden, um in den Besitz des Silberkristalls zu gelangen. Da neben Black Moon auch Chibiusa hinter dem Silberkristall her ist, bleibt es durchweg bis zu den letzten Folgen der dritten Volume spannend, wer denn nun das magische Kleinod in seinen Besitz kriegen kann und warum sie es überhaupt benötigen. Während die Handlung durchaus spannend bleibt und das weibliche Zielpublikum definitiv mitgerissen wird, bleibt es allerdings fraglich, warum die Kämpfe zwischen den Kämpfern des Guten und ihren Feinden dermaßen gekürzt dargestellt werden müssen. Die Verwandlungen der einzelnen Kriegerinnen nehmen nach wie vor zusammen deutlich mehr Zeit ein und nehmen so jeder einzelnen Folge wertvolle Zeit, die für die Action genutzt werden könnte. Die Handlanger der Anführer sind zudem nichts weiter als Zierde, da sie niemals auch nur halbwegs eine Gefahr für die Kriegerinnen darstellen. Durchdacht ist das nicht, sondern nur ein Überbleibsel der 1990er Jahre.

Fortsetzung des Synchronspecials

Unter technischen Gesichtspunkten hat sich in Pretty Guardian Sailor Moon Crystal allerdings nichts verändert. Die Hintergründe wirken in der Auflösung von 1080p und im bildschirmfüllenden 16:9-Format gestochen scharf und auch die Charaktere können sich in die Szenerie gut einfügen. Zusammen mit den hübschen Animationen ergibt sich ein kräftiges Gesamtbild, das Fans der Manga-Vorlage beziehungsweise der ursprünglichen Serie durchaus zufriedenstellen wird. Selbiges betrifft die gute deutsche Synchronisation im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0, da alle Sprecher überzeugend wirken. Wer es ein wenig authentischer mag, schaltet sich den japanischen Originalton (mit deutschen Untertiteln) hinzu. Im Bonusbereich liegt der zweite Teil des Synchronspecials vor. Hier kommen – anders als es auf der Internetseite des Publisher angegeben wird – nicht die Regisseure und die Buchredaktion, sondern die deutschen Synchronsprecher zu Wort, die interessante Einblicke in ihre Arbeit und zum Teil weniger spannende Geschichten über ihre Jugend erzählen, wie sie Sailor Moon damals im Fernsehen wahrgenommen haben. Laut Publisher liegen der dritten Volume Booklet, Postkarten und Goodie bei. Wie das physische Bonusmaterial ausfällt, können wir nicht sagen, da es uns zum Testen nicht zur Verfügung stand. Wir gehen aber von der gewohnten guten Qualität aus.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Anime-Serie Pretty Guardian Sailor Moon Crystal wird in meinen Augen mit jeder weiteren Volume besser. Nachdem der Serienauftakt viel zu kurz ausfiel und die Charakterentwicklungen teils unglaubwürdig waren, konnte die zweite Ausgabe mit ihren Episoden die Handlung wesentlich besser vorantreiben. Ich sehe es zudem so, dass der erste Handlungsakt auch nur dazu da war, um in das Universum eintauchen zu können. Die Episoden der dritten Volume konnten mich mit dem neuen Erzählstrang nämlich wesentlich mehr begeistern und deutlich besser Spannung und Interesse aufbauen. In diesem Punkt macht die Serie alles richtig. Allerdings verstehe ich es nicht, warum man den Auseinandersetzungen so wenig Zeit widmet. Die Kämpfe wirken einzig und allein gezwungen, wollen abarbeitet werden und vermasseln so jedes Mal die Action. Es würde meiner Meinung nach wirklich helfen, wenn man die Verwandlungsszenen in weiteren Episoden kürzen würde, da sie ohnehin einfach nur frech aus vorherigen Folgen reinkopiert werden. Wer die vorherigen beiden Ausgaben aber schon mochte, wird sicherlich auch mit der dritten Volume von Pretty Guardian Sailor Moon Crystal seinen wahren Spaß haben und sollte alleine aufgrund der stärkeren Handlung und besseren Erzählstils bei dieser Ausgabe zuschlagen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Pretty Guardian Sailor Moon Crystal (Vol. 3)!

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