Review: Dragon Ball Z Kai (Box 4, Episode 55-69)

Während die ersten beiden Serienboxen von Dragon Ball Z Kai wunderbar gezeigt haben, wie man eine langgestreckte Handlung sehr gut komprimieren kann, fühlten sich die Episoden der dritten Serienbox dennoch etwas zu leer an. Die vierte Serienbox will es wieder richten.

Ein ganzes Jahr ist vergangen, seit Son Gokū auf dem Planeten Namekku seinen bisher stärksten Gegner Furīza erledigt hat. Seitdem herrscht Frieden auf der Erde. So dachten wir jedenfalls, denn der Außerirdische hat sowohl Son Gokūs letzten Angriff, als auch die von ihm ausgelöste Explosion des Planeten überlebt. Der noch viel mächtigere Korudo Daiō sammelt die Überreste seines Sohnes Furīza auf und lässt ihn zusammenflicken. Gemeinsam machen sich Vater und Sohn auf, um die Erde zu überfallen und schließlich Son Gokū, der sich nach seiner Auszeit wieder auf dem Weg in seine Heimat bewegt, zu töten. Da sich Furīza, sein Vater Korudo Daiō und ihre Schergen bis zu Son Gokūs Ankunft auf dem Planeten noch drei Stunden gedulden müssen, planen sie, die gesamte Erdbevölkerung zu töten. Just in diesem Moment taucht ein unbekannter Schwertkämpfer auf, der seine Kampfkraft erst unterdrückt und sich dann plötzlich in einen Super-Saiyajin verwandelt, um die Feinde mit Leichtigkeit zu besiegen. Als Son Gokū endlich auf der Erde ankommt, stellt sich ihm der Schwertkämpfer als Torankusu, der Sohn von Bejīta und Buruma, vor. Dieser kommt zwanzig Jahre aus einer dystopischen Zukunft, in der die Erde von zwei gefährlichen Cyborgs fast völlig zerstört wurde und jeder fähige Kämpfer entweder im Kampf gefallen oder an Krankheit gestorben ist.

Cyborgs und Zeitreisen

Hauptsächlich drehen sich die fünfzehn Episoden der vierten Serienbox um die Cyborgs, die die Erde angreifen. Den Helden bleiben insgesamt drei Jahre, bis die Cyborgs auftauchen und um zu trainieren. Schließlich finden sich alle Kämpfer in der Nähe der Stadt, in der die Feinde erstmals auftreten, ein. Allerdings passiert zur von Torankusu angegebenen Uhrzeit nichts – ein wenig später tauchen die Cyborgs wie prognostiziert auf. C19 und C20, wie sich die beiden selbst bezeichnen, verfügen über Absorptionsfähigkeiten, mit denen sie die Energie jedes Feindes einsaugen können, um sich selbst zu stärken. Als Torankusu aus der Zukunft zurückkehrt, um seine Freunde zu unterstützen, wundert er sich jedoch über das Aussehen der beiden Cyborgs, die in seiner Zeit ganz anders aussehen. Warum das so ist, wollen wir für Nichtkenner der Vorlage gar nicht so genau ausführen. Es sei aber gesagt, dass das Eingreifen in die Zeit – wie in jeder Science-Fiction-Geschichte – unbeabsichtigte Folgen hat und so kommt es in den Episoden der vierten Serienbox zu nicht einkalkulierten Geschehnissen. Es bleibt dank vieler Überraschungen und zahlreichen Konstellationen im Kampf gegen die Cyborgs, die von Dokutā Gero, einem früheren Wissenschaftler der von Son Gokū in der dritten Serienbox von Dragon Ball quasi im Alleingang zerschlagenen Red-Ribbon-Armee, erschaffen wurden.

Ausgeklammerter Handlungsbogen

Wer die Dragon-Ball-Z-Vorlage kennt, der wird wissen, dass zwischen dem ersten Sieg über Furīza und Torankusus Auftauchen noch ein Feind namens Gārikku Junia vorkommt. Hierbei handelt es sich in der Vorlage um eine Filler-Geschichte, die inhaltlich noch dazu eine Fortsetzung des ersten Dragon-Ball-Z-Kinofilms ist. Wer diesen also zuvor nicht gesehen hat, saß auf einmal verdutzt vor dem Fernseher – besonders deutsche Zuschauer waren davon betroffen, da der etwaige Film hierzulande erst 2004, und somit nach der (fast) gänzlichen Ausstrahlung der Anime-Serie in Deutschland, veröffentlicht wurde. Da Dragon Ball Z Kai ohne Filler-Episoden auskommen soll, haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, auf den Handlungsstrang komplett zu verzichten. Das fühlt sich einerseits gut an, da so die Rückkehr von Furīza wesentlich greifbarer ist. Andererseits war der Handlungsstrang um Gārikku Junia ein Teil der Story, sodass sich manch Fan auch darüber gefreut hätte, wenn der erste Kinofilm in den Kanon aufgenommen würde. Vermutlich ist das Ausklammern der Geschichte aber die elegantere Lösung, mit der sich sicherlich jeder anfreunden kann. Nach der ernüchternden dritten Serienbox kann die komplette vierte Serienbox durchweg überzeugen. Nur am Bonusmaterial hat sich nichts geändert. Dieses besteht aus einem Episodenguide und Postkarten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem mich die Episoden der dritten Serienbox von Dragon Ball Z Kai aufgrund des in meinen Augen immer noch ein wenig in die Länge gezogenen Kampfes gegen Furīza eher weniger zugesagt haben, konnten mich die fünfzehn Folgen der vierten Serienbox wieder deutlich mehr ansprechen. Die Geschichte ist mit Zeitreisen, verschiedenen Erzählebenen, zahlreichen Überraschungen und unerwarteten Wendungen, unterschiedlichen Charakteren und damit abwechslungsreichen Kampfkonstellationen jederzeit spannend und unterhaltsam. Zwischen den Episoden 55 und 69 demonstriert die ausgearbeitete Handlung dermaßen gut, welche Qualitäten sie zu Hochzeiten der ursprünglichen Dragon-Ball-Serie hatte. So darf das gerne weitergehen und ich bin schon sehr gespannt, wie die Rettung der Erde in der fünften Serienbox ein weiteres Mal vollzogen wird. Jeder Fan von Dragon Ball Z Kai sollte hier also unbedingt zuschlagen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z Kai (Box 4, Episoden 55-69)!

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