Review: Dragon Ball Super (Vol. 3, Episoden 28–46)

Während die Episoden der ersten und zweiten Volume von Dragon Ball Super weitestgehend auf den Filmen Dragon Ball Z: Kampf der Götter und Dragon Ball Z: Resurrection ‘F’ basieren, erzählen die neunzehn Folgen der dritten Ausgabe endlich eine eigenständige Geschichte.

Nach wie vor trainieren die beiden Rivalen Son Gokū und Bejīta bei Meister Birusu auf dessen Planeten. Zu Beginn des neuen Erzählstrangs taucht ein weiterer Gott der Zerstörung auf. Hierbei handelt es sich um Shanpa, den Zwillingsbruder von Birusu. Bereits in der zweiten Volume wurde dessen Rolle kurz angeteasert. Jetzt wurde er in der Charakterriege befördert. Die dritte Volume von Dragon Ball Super wird zudem dazu genutzt, das World Building auf die Spitze zu treiben. So erfährt der Zuschauer unter anderem, dass es in der Welt von Dragon Ball insgesamt zwölf Universen gibt, die parallel zueinander existieren. Während im siebten Universum Birusu herrscht, stammt Shanpa aus dem sechsten Universum. Bei seinem brüderlichen Besuch erfährt Shanpa von Birusu, welch herrliche Köstlichkeiten es auf der Erde gibt. Von seiner Portion Cup Noodles dermaßen überzeugt, schickt er seine Dienerin Vadosu los, im siebten Universum ihre Variante der Erde aufzuspüren. Vadosu, die zugleich die Schwester von Uisu, dem Diener von Birusu ist, kehrt aber mit einer erschreckenden Nachricht zurück: Im sechsten Universum ist die Menschheit bereits ausgestorben, womit sämtliche Leckereien für Shanpa in weite Ferne rücken. Es entbrennt ein Streit, der in einem Faustkampf der beiden Götter enden soll, was die Diener der Götter aus gutem Grund aber nicht zulassen.

Spiel um die Erde

Aus keinem anderen Grund entscheiden sich die beiden Streithähne, um die Erde zu spielen und ein Kampfkunstturnier auszutragen. Auf beiden Seiten sollen in diesem Turnier jeweils fünf Kämpfer gegeneinander und nacheinander antreten. Während Birusu den Planeten Erde setzt, bringt Shanpa sechs der sieben Super Dragon Balls ins Spiel. Hierbei handelt es sich um übergroße Drachenkugeln, die ähnlich wie ihre kleinen Pendants dem Besitzer einen Wunsch erfüllen. Dementsprechend ist es auch wichtig, eine Möglichkeit zu finden, den letzten Super Dragon Ball aufzuspüren. Erfinderin Buruma darf also an einem Super-Dragon-Ball-Radar tüfteln – unter anderem holt sie sich Rat bei Jako, der mit ihr zum allwissenden Meister Zunō fliegt. Außerdem tritt zum ersten Mal Burumas Schwester Taitsu in Erscheinung – und genau hier dürfte so mancher Fan des Franchises schlucken. Weder wurde Taitsu in der Historie von Dragon Ball jemals gezeigt noch wurde sie auch nur in einem unscheinbaren Nebensatz erwähnt. Das wirkt einerseits unnötig und andererseits aufgesetzt, da nicht zu erwarten ist, dass Burumas Schwester noch eine große Rolle spielen wird. Im Fokus der Handlung steht aber nach wie vor der Wettkampf, in dem Gokū, Bejīta, Pikkoro und Co auf einige neue und vor allem kaum einschätzbare Gegner treffen. Hier jagt tatsächlich ein Highlight das nächste.

Bekanntes Erscheinungsbild

Beispielsweise erfährt der Zuschauer in Dragon Ball Super, dass Pikkoros Arme nicht nur nachwachsen, sondern auch noch gestreckt werden können. Ebenfalls dürfte Gokūs nächste Kampfstufe für offene Münder sorgen. Auf der gegnerischen Seite wiederum warten mit dem feuerspuckenden Metallmann Magetta oder Furosuto, dem Gegenstück von Furīza, weitere starke Kämpfer. Dadurch, dass mehrmals die Regeln modifiziert werden, bleiben die Kämpfe äußerst spannend und vor allem dynamisch. Bei all dem Tohuwabohu bleibt der Humor natürlich nicht auf der Strecke. In einer Szene fasst der Erzähler zum Beispiel die bisherigen Geschehnisse zusammen und Gokū ergänzt ihn ständig. Bei Meister Zunō wiederum verpulvern Buruma und Jako eine gewährte Frage nach der anderen, beispielsweise wie groß der Brustumfang von Buruma ist. In puncto technischer Gestaltung hat sich an den Episoden der dritten Volume kaum etwas geändert. Stilistisch basieren die Folgen allesamt auf dem typischen Stil von Manga-Zeichner Toriyama Akira, doch einige Animationen und Effekte wirken arg verbesserungswürdig. Hier bleibt zu hoffen, dass das zuständige Animationsstudio in den nächsten Volumes endlich nachlegt und an alte Erfolge anknüpft. Digitale Boni gibt es nicht, doch dafür liegen der Serienbox ein Booklet mit Episodenguide und zwei dünnen Postkarten bei.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ein wenig schade ist es schon, dass die ersten beiden Volumes von Dragon Ball Super weitgehend auf zwei Filmen basieren und nur wenig Neues bieten. Umso erfreulicher ist es, dass die dritte Ausgabe endlich einen eigenen Handlungsstrang einschlägt, neue Charaktere einführt und das Dragon-Ball-Universum noch sehr viel größer macht, als es eigentlich sein müsste. Dragon-Ball-Fans wissen zwar, dass alles irgendwann und irgendwie übertrieben wird, doch auf einmal überflüssige Randfiguren wie Taitsu einzuführen, ist einfach nur Quatsch. Abgesehen von den technischen Makeln, die es in Dragon Ball Super leider seit der ersten Episode gibt, kann jedoch die dritte Volume von allen am meisten überzeugen. Die Story ist interessant, der Humor mal wieder großartig und die Kämpfe dynamisch und abwechslungsreich. Wer mit den ersten beiden Volumes noch ein wenig aufgrund der Filmvorlagen haderte, wird bei der dritten Ausgabe positiv überrascht sein.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Super (Vol. 3, Episoden 28–46)!

 

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