Review: Dragon Ball Z: Movies 5–8

Zwar erschienen in Deutschland der fünfte, sechste, siebte und achte Film zu Dragon Ball Z bereits im Jahr 2011 auf DVD, doch eine Blu-ray-Veröffentlichung blieb Kazé Anime dem Publikum hierzulande schuldig. Dieser Umstand änderte sich zum Glück im November 2020.

Mit dem fünften Film, Rache für Freezer, beginnt diese Filmbox mit einem Leckerbissen, der auch gut in die eigentliche Serienhandlung gepasst hätte. Die Story setzt kurz nachdem ein, wo Son Gokū vom Planeten Bejīta zur Erde geschickt wird, um diese für das stolze Volk der Saiyajins zu erobern. Derweil kämpft sein Vater Bādakku gegen Furīza, der Bejīta vernichten will. Bādakku verliert den Kampf, was das Schicksal der Saiyajins besiegelt. Furīzas Bruder Kūra bemerkt, wie sich eine Kapsel auf dem Weg zur Erde befindet, vernichtet diese jedoch nicht, da er nicht die Drecksarbeit seines Bruders erledigen möchte. Die nächste Szene spielt einige Jahre später nach Gokūs Sieg über Furīza und seiner Rückkehr zur Erde. Als Kūra vom Tod seines Bruders erfährt, beschließt er, ihn zu rächen, Gokū zu töten und die Erde zu vernichten. Um den sechsten Film, Coolers Rückkehr, zu verstehen, hilft es womöglich, den fünften Film bereits gesichtet zu haben. Als Dende erfährt, dass sich auf dem neuen Planeten Namekku das Böse entfaltet, entsendet er Gokū, Son Gohan, Yajirobē, Kuririn, Muten Rōshi, Pikkoro und Ūron, um die Namekianer zu unterstützen. Dort treffen sie auf Kūra, der die Vorkommnisse des fünften Films überlebt hat und auf Rache sinnt. Inzwischen ruht dessen Kraft jedoch im Ghetti-Stern, der Kūra das Leben gerettet hat und nun von ihm gesteuert wird.

Familiäre Probleme

Im siebten Film, Angriff der Cyborgs, tötet der Cyborg C17 zu Beginn den Wissenschaftler Dr. Gero. Allerdings hat C17 nicht die Rechnung mit Dr. Geros Supercomputer gemacht. Dieser arbeitet unentwegt weiter und produziert weitere Cyborgs, die darauf programmiert sind, Gokū zu vernichten. Während dieser mit Frau und Kind einkaufen geht, amüsieren sich Ūron, Muten Rōshi, Kuririn und der aus der Zukunft gekommene Kämpfer Torankusu bei der Miss-Wahl zur schönsten Frau der Welt. Der Stadtbummel ist jäh vorbei als die Cyborgs einmarschieren und nicht davor zurückschrecken, alles zu vernichten, was ihnen in den Weg kommt. Einen noch viel gefährlicheren Gegner erwartet Gokū hingegen in Der legendäre Super-Saiyajin, dem achten Film der Reihe. In diesem Film muss er sich gegen den titelgebenden Saiyajin behaupten, denn dieser hat angeblich die ganze Südgalaxie zerstört und wird ebenso vor der Nordgalaxie keinen Halt machen. Eines Tages taucht der Saiyajin Paragasu auf der Erde auf, der Prinz Bejīta überreden möchte, der König der Saiyajins auf dem neuen Planeten Bejīta zu werden. Dazu soll er den legendären Super-Saiyajin besiegen. Als dann auch noch Gokū auftaucht und das perfide Spiel von Paragasu durchschaut, müssen sich die beiden verbünden, denn der legendäre Super-Saiyajin ist niemand geringeres als Paragasus Sohn Burorī.

Erfolgreiche Filmfortführungen

An den Dragon Ball Z: Movies 5–8 wurde optisch stark gearbeitet. So fallen die Farben bei den vier Filmen deutlich kräftiger als bei den vorherigen Ableger aus. Das HD-Bild macht das Zuschauen bei allen vier Filmen zum echten Genuss. Allerdings wurde am Tonformat nicht gerüttelt, denn genau wie bei der DVD-Fassung liegt sowohl der japanische Originalton als auch die deutsche Synchronisation nur in Dolby Digital 2.0 vor. Der Originalton wirkt hier und da aber noch etwas kraftlos. Zudem können die Filme auf Japanisch nur mit zwangsweise eingeschalteten Untertiteln angeschaut werden. Wer Dragon Ball Z deutsch synchronisiert kennt, freut sich über das Wiederhören von bekannten Stimmen wie Tommy Morgenstern oder Oliver Siebeck. Schade ist bei der deutschen Tonspur, dass sämtliche Filme ohne markante Songs auskommen und stattdessen nur eine einzige instrumentale Version erklingt. In puncto Laufzeit sind die Filme aus den Jahren 1991 bis 1993 in der Regel zwischen 46 und 47 Minuten lang. Der Film Der legendäre Super-Saiyajin sprengt mit 72 Minuten jedoch den Rahmen. Alle Filme können mit actiongeladenen Kämpfen punkten, die überraschenderweise auch mit ausgeklügelten Handlungssträngen gespickt sind. Dragon-Ball-Z-Fans werden bei dieser Serienbox einmal mehr voll und ganz auf ihre Kosten kommen und glücklich werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray- und DVD-Fassung): War ich ursprünglich von den ersten vier Filmen nicht sonderlich angetan, hat sich dieses Blatt beim wiederholten Ansehen der HD-Variante gewendet. Bei den Filmen 5 bis 8 war das aber auch schon damals ganz anders und daran hat sich bei der Blu-ray-Umsetzung nichts geändert. Vor allem Rache für Freezer und Der legendäre Super-Saiyajin können mit sehr gelungenen Handlungssträngen punkten, für die in der Anime-Serie so kein Platz gewesen wäre. Optisch und akustisch sind die Filme, besonders in der hohen Auflösung, ein wahrer Genuss für Anime-Fans, die sich auch sonst gerne ältere Titel anschauen. Es ist jedoch schade, dass die Filme in der deutschen Tonspur allesamt ohne die Songs aus der japanischen Fassung auskommen. Das war schon ein Manko bei der DVD-Fassung und hätte bei der Blu-ray-Version jedoch ausgemerzt werden können. Immerhin ist es bei den Blu-ray Discs möglich, im laufenden Betrieb flott die Tonspur zu wechseln. Dennoch bieten die vier Filme abgesehen von den kleineren Mängeln verdammt gute Unterhaltung im Dragon-Ball-Universum!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars der Dragon Ball Z: Movies 5–8!

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