Review: Bakuman (Vol. 2)

Nachdem die erste Volume von Bakuman im Juni 2021 vom hiesigen Publisher Kazé Anime veröffentlicht wurde, dauerte es gerade einmal einen Monat, bis die zweite Ausgabe im Juli 2021 die Geschichte um die Nachwuchs-Manga-Zeichner endlich fortführen konnte.

Es bleibt turbulent in der Anime-Serie Bakuman. Nach den ersten Rückschlägen müssen sich die beiden Freunde Mashiro Moritaka und Takagi Akito deutlich mehr bemühen. Obwohl sie Ideen haben und auch ihr Redakteur von ihnen überzeugt ist, gelingt es ihnen nicht, einen Nachwuchspreis zu gewinnen. Sie machen eine Wandlung durch, versuchen sich auch im Bereich des Mainstreams durchzusetzen, kommen so aber auch nicht voran. Erst als sie im Gespräch mit ihrem Redakteur eine zündende Idee haben, scheint sich ganz langsam der Durchbruch anzubahnen. Allerdings tritt ein neuer Charakter auf, der auf Anhieb zum wohl wichtigsten Widersacher von Moritaka und Akito wird. Die Rede ist von Niizuma Eiji, der im gleichen Alter ist, jedoch schon als Manga-Zeichner seine eigene Serie schreibt. Damit sie erfolgreicher werden können, müssen sie sich mit Eiji messen und ihn besiegen. Zumindest versprechen sie das ihrem Redakteur, dem es missfällt, dass Eiji so viel Aufmerksamkeit bekommt, obwohl er an seine beiden Schützlinge glaubt. So entwickelt sich die Handlung von Bakuman peu à peu in einem angenehmen Tempo. Hierbei sei auch gesagt, dass sich die Story der Anime-Serie auch im zweiten Episodenpaket stark auf die Figuren konzentriert. Für den Zuschauer ist es also überaus wichtig, sich in deren Köpfe hineinzuversetzen.

Heitere Story und liebevolle Charaktere

Ein nicht unwichtiger Aspekt von Bakuman ist in diesem Zusammenhang der romantische Ansatz. So werden sich Moritaka und seine Verlobte Azuki Miho erst dann annähern, wenn sich ihre beiden großen Träume erfüllt haben. Besonders in der Szene, in der die beiden Verliebten das erste Mal E-Mails miteinander schreiben, kommt der Humor der Serie ganz besonders zur Geltung. Der Serie gelingt es mit ihrem Slice-of-Life-Konzept, all das sehr seicht an den Zuschauer zu vermitteln. Das ist erfrischend und passt hervorragend zur Handlung der Serie. Hierbei spielt auch die Musik eine entscheidende Rolle. So gehört der Soundtrack von Bakuman definitiv zu den besten Kompositionen aus den 2010er-Jahren. Jedes Musikstück passt wunderbar zur dargestellten Situation. Sowohl die heiteren Szenen als auch die leicht melancholischen Situationen wirken wie aus einem Guss. Definitiv gehen die Melodien ins Ohr, sodass der Zuschauer sie in der zweiten Volume schon instinktiv mitsummen kann. Unter visuellen Gesichtspunkten zündet die Anime-Serie in der zweiten Runde deutlich mehr. Obwohl es beim Charakterdesign noch Verbesserungspotenzial gibt, fällt das nicht mehr allzu stark ins Gewicht. Mit ihrem urbanen Setting und den reichlich lustigen wie ernsten Szenen passt bei Bakuman fast alles. Es bleibt also spannend bis zum Schluss!

Suche nach dem Bonusmaterial

Ausgeliefert wird die zweite Ausgabe von Bakuman in einer Plastikhülle, die wiederum in einer Papphülle steckt. Allerdings fällt der Umfang der zweiten Volume mit sechs Folgen ein wenig geringer aus als beim Seriendebüt. Auch beim Bonusmaterial muss der Zuschauer deutliche Abstriche machen. Gab es bei der ersten Ausgabe immerhin noch das Clean Opening und das Clean Ending im digitalen Bereich und ein gefaltetes Poster als physische Dreingabe, liegt beim zweiten Episodenpaket einfach gar nichts bei. Das ist mehr als dürftig, zumal die Anime-Serie sicher so einige Fans hat. Hier verschenken Publisher und Lizenzgeber sehr viel Potenzial. Die eigentliche Qualität der Anime-Serie nimmt dadurch zwar nicht ab, doch wäre es schön gewesen, wenn sich der Zuschauer auch außerhalb der Handlung ein wenig mit den Charakteren, den Hintergründen oder gar der schwierigen Gestaltung von Manga auseinandersetzen könnte. Möglicherweise können die letzten beiden Volumes der ersten Staffel Abhilfe schaffen, doch ist nach der zweiten Ausgabe kaum davon auszugehen. Wem das aber nicht ganz so wichtig ist, wird selbstverständlich auch mit der zweiten Volume von Bakuman sehr viel Spaß haben. Die Charaktere und der Humor und sogar die Story fesseln von der achten bis zur dreizehnten Episode durchweg. So darf es gerne weitergehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Bei Bakuman ist der Weg das Ziel. In der zweiten Volume wird das mehr als deutlich. So erleben die Charaktere beruflich als auch privat viele Höhen und Tiefen. Es ist überaus spannend, die Figuren bei ihrem Werdegang zu begleiten, sich in ihre Situation hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufiebern, wenn sie den nächsten wichtigen Schritt in ihrem Leben gehen. Hinzu kommt, dass all das mit einem echt tollen Soundtrack inszeniert wird. Niemals wird Bakuman auch nur im Geringsten langweilig. Ständig passiert etwas neues, was die Aufmerksamkeit des Lesers erregt. Wenn dann auch die Musik Ohrwurmcharakter hat, springt das luftige Gefühl der Anime-Serie prompt auf den Zuschauer über. Nicht vielen Anime-Serien gelingt dieses Kunststück. Wenn Bakuman diese Qualität halten kann, werden sicherlich auch die nächsten Ausgaben überzeugen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Bakuman (Vol. 2)!

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