Preview: Xenoblade Chronicles X

Xenoblade Chronicles X (1)In Japan ist Xenoblade Chronicles X bereits erschienen. Fans des wohl größten Rollenspiels auf der Wii werden da langsam nervös. Zusammen mit den ersten Meinungen, die langsam auf uns zu schwappen, hinterlässt das viel Spielraum für Diskussionen und Spekulationen.

Xenoblade Chronicles X (2)Eigentlich wollte Nintendo die Veröffentlichungstermine zwischen dem westlichen und östlichen Raum eingrenzen. Bei den Pokémon-Spielen klappt das auch wunderbar; sie erscheinen trotz erheblichen Lokalisierungsaufwand international relativ zeitgleich. Das Umfangsmonster Xenoblade Chronicles X lässt über ein halben Jahr auf sich warten und wird erst im Dezember erscheinen. Aufgrund zweier Außerirdischenrassen wurde die Menschheit von ihrem Heimatplaneten vertrieben. Der Planet Mira stellt ihre letzte Zuflucht dar. Der Fortbestand der Menschheit wird davon abhängen, inwiefern unser Protagonist – diesmal sogar im Charakter-Editor selbst zusammengebastelt – sich in diesem neuen Zuhause behaupten kann. Nach Aussagen von internationalen Meinungen soll die Story nicht an die epochale Erzählung des Vorgängers heranreichen. Schlecht muss das nicht sein, denn bisher konnten wenige Spiele eine Story so gut vermitteln wie Xenoblade Chronicles. Stattdessen wurde mehr in Spielwelt und Charaktermodelle investiert. Scheinbar scheint es da aber auch einen Haken zu geben, denn die beiden Titanen im Vorgänger sind kaum zu toppen; die neue Spielwelt dann aber schon im Vorhinein zu zeigen und zu vermitteln, dass mit Schlauchabschnitten verbunden ist, ist ernüchternd. Zumindest lässt dies ein Informationsvideo von Publisher Nintendo erahnen.

Bunter Spielplatz

Xenoblade Chronicles X (3)Genug Überraschungen hält Entwickler Monolith Soft sicherlich trotzdem bereit. Schließlich sind die Dimensionen der Spielwelt gigantisch. Das Wii U GamePad wird intuitiv und sinnvoll genutzt. Der zweite Bildschirm verschafft einen Überblick über die Umgebungen samt Quests und Herausforderungen. Wie Xenoblade Chronicles setzt auch der Nachfolger neue Standards auf der Wii U. Während exotische Umgebungen mit ihrer enormen Weitsicht glänzen, wurden Sprungphysik und Charaktermodelle wohl direkt aus dem Vorgänger importiert. Die vielseitigen Kostüme und Frisuren kaschieren den platten Eindruck der Gesichter etwas – langfristig wird dieser Makel dem Erlebnis sicher nicht hinderlich sein. Das halbautomatische Kampfsystem orientiert sich an den bekannten Massively-Multiplayer-Online-Elementen. Der größte Unterschied wird die Verfügbarkeit der sogenannten Mechs ausmachen. Diese transportieren uns nicht nur an sonst unzugängliche Orte, sondern erweitern das Kampfsystem um eine Komponente. Während im Vorgänger der Soundtrack noch aus einer Komposition verschiedener Künstler bestand, setzte Monolith Soft diesmal hauptsächlich auf Sawano Hiroyuki, der unter anderem für seine Vertonung von Anime wie Kill la Kill bekannt ist. Seine imposanten Tracks passen zum Rollenspiel wie die Faust aufs Auge. Bleibt zu hoffen, dass die musikalische Abwechslung während der langen Spielzeit nicht unter einem Einheitsstil leidet.

Geschrieben von Jonas Maier

Erics Prognose (basierend auf dem veröffentlichen Videomaterial): Obwohl ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass Xenoblade Chronicles viele Schwächen hatte, konnte mich der Titel trotzdem nach einiger Spielzeit überzeugen – zumindest in puncto Handlung. Daher sind meine Ansprüche ans Gameplay bisher gering und die ersten Minuten, die ich vom Spiel vor Ort beim Anspielen eines NMag-Kollegens gesehen habe, werden daran nichts ändern. Außerdem hat man vor Ort natürlich kaum etwas von der Handlung mitbekommen, doch genau die muss Xenoblade Chronicles X erzählen. Da hilft mir keine große Spielwelt, in der bis auf ein (sicherlich erneut nicht funktionsfähiges) Ökosystem nicht wirklich viel passiert. Immerhin wird man mit seinem Mech schneller als per pedes unterwegs sein, sodass die ausufernden Abschnitte vielleicht nicht mehr ganz so negativ auffallen. Dafür freue ich mich auf die integrierten Online-Komponente, da ich den Titel auch gerne mal kooperativ mit Freunden erleben möchte. Die langen Winterabende werden so sicherlich bestens gefüllt werden.

Jonas’ Prognose (basierend auf dem veröffentlichten Videomaterial): Die Anspannung steigt ins Unermessliche. Gut wird das Spiel mit Sicherheit, bisherige Pre- und Reviews lassen aber noch keine finalen Aussagen meinerseits zu – besonders in die Story und die Spielwelt werden große Erwartungen gesetzt. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Rechenleistung der Wii U diesen dann auch Herr werden kann. Wichtiger ist für mich aber immer noch, dass die Erkundungen genauso viel Spaß bereiten werden wie im Vorgänger. Da vertraue ich Monolith Soft aber bedingungslos, auch wenn die beiden Titanen im Vorgänger natürlich schwerlich zu toppen sind. In Sachen Gameplay wird es voraussichtlich kaum Überraschungen geben, deswegen freue ich mich umso mehr auf die neuen Flugvehikel. Eine Welt wie Xenoblade jetzt auch frei vertikal in der Luft erkunden zu können – da geht in mir doch ein bisschen ein Traum auf. Im Dezember wird sich jeder sein eigenes Bild von diesem Spiel machen können.

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