Review: Ninja Pizza Girl

ninja-pizza-girl-1Pizza wird wohl von vielen Lebensmittelkonsumenten, Tiefkühlfachgourmets und Lieferservice-Stammkunden gleichermaßen geschätzt und verschlungen. In Ninja Pizza Girl dürfen wir die italienische Speise aber nicht naschen, sondern müssen sie unter Zeitdruck ausliefern.

ninja-pizza-girl-2Dass Pizza für Inspiration sorgt, ist seit Jahrzehnten in der Videospielindustrie wohl bestens bekannt. Pac-Man-Erfinder Tōru Iwatani behauptet stolz, die Idee für den Charakter sei beim Verzehr einer Pizza entstanden. Ganz so spannend ist die Geschichte von Ninja Pizza Girl allerdings nicht. In der Rolle des titelgebenden Ninja Pizza Girls Gemma machen wir uns in der Stadt einen Namen als Lieferbotin, indem wir über Häuserdächer, Balkone und Hinterhöfe flitzen. Ausgeliefert werden muss die Delikatesse bevor sie abgekühlt ist, weshalb uns in jedem Level nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht. So will jeder Hüpfer, das Rutschen und das sichere Aufkommen nach jedem Sprung gut abgestimmt sein. Daran hindern wollen uns Möchtegernganoven, die wir aus Zeitgründen im Vorbeilaufen außer Gefecht setzen sollten. Präsentiert wird die Story mit platten Dialogen und lahmem Artdesign, zu denen sich auch ein einfallsloser Soundtrack gesellt. Optisch sieht das Spiel bestens wie ein früher GameCube-Titel in der Entwicklung aus. Nahezu krampfhaft versuchen die Entwickler das Konzept von Mirror’s Edge, das 2016 in dessen Nachfolger noch einmal aufgewärmt wurde, in ein zweidimensionales Korsett zu zwängen und scheitern daran. Nett ist wenigstens das Auflesen von diversen Sammelgegenständen, die wir gegen abwechslungsreiche Boni eintauschen dürfen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung): Das Konzept von Ninja Pizza Girl klang in meinen Ohren schon im Vorfeld nicht sonderlich originell. Schließlich bedient man sich hier frech am großen Vorbild Mirror’s Edge. In der gleichen Liga möchte Ninja Pizza Girl mitmischen, scheitert allerdings an einer lahmen Präsentation und einer sehr mauen Atmosphäre. Aus dem flachen Humor hätte man so viel mehr machen können, sodass Ninja Pizza Girl mich geradezu anspornen würde, jedes Level so schnell wie möglich abzuschließen, nur um noch einen neuen Gag mitzubekommen. Es ist zwar amüsant, für ein paar Minuten über die Häuserdächer zu flitzen und Sammelobjekte zu entdecken, doch der logische Zeitdruck macht das Erkunden geradezu obsolet. Selbst wenn man Lust auf das Konzept bekommen hat, sollte man wohl lieber zur Vorlage greifen. Mit der wird man wesentlich besser und länger unterhalten.

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