Review: The Legend of Zelda: Skyward Sword HD

Ursprünglich erschien The Legend of Zelda: Skyward Sword bereits im Jahr 2011 auf der Wii. Zehn Jahre nach der Erstveröffentlichung spendiert Nintendo auch diesem Heimkonsolentitel der Reihe ein HD-Update, bei dem unterm Strich aber leider viel zu viel beim Alten bleibt.

The Legend of Zelda: Skyward Sword macht einiges anderes wie der Rest der langlebigen Action-Adventure-Reihe aus dem Hause Nintendo. Aus der Retrospektive betrachtet, hat das Spiel auf der Wii sogar die Grundlagen geschaffen, auf denen The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Jahr 2017 aufbaut. Eine Verknüpfung zu dessen Nachfolger halten wir zum Testzeitpunkt am 6. September 2021 ebenso für wahrscheinlich, da dort ebenfalls fliegende Inseln das Himmelszelt zieren. Ihr habt richtig gelesen, denn in Skyward Sword befindet sich die Spielwelt nicht wie sonst üblich ganz am Erdboden. Ähnlich wie in Skies of Arcadia Legends verteilt sich die Welt über mehrere schwebende Inseln. Auf dem größten Eiland befindet sich der Wolkenhort, die Heimat von Protagonist Link. Dieses Mal besucht Link eine Ritterschule. Das Spiel setzt an jenem Tag ein, an dem er eine Prüfung ablegen muss, um in die Oberstufe versetzt zu werden. Als Belohnung wirkt ein von seiner Freundin Zelda höchstpersönlich gewebter Schal. Im Anschluss der Rettung unseres Wolkenvogels, der von Raufbolden gefangen wurde, ist es Zeit für die Prüfung. Wir flattern einem Ziel hinterher, um eine bestimmte Statuette im Flug zu erhaschen. Nach Bestehen der Aufgabe möchte Zelda noch ein paar Runden mit uns über den Wolken drehen, doch dabei öffnet sich plötzlich die Wolkendecke und ein schwarzer Strudel zieht sie durch ein Loch in die Tiefe. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Die Reise ins Erdland

Durch das Ereignis verlieren wir das Bewusstsein und wachen im Wolkenhort wieder auf. An der Hoffnung, dass Zelda noch am Leben ist, halten wir fest und siehe da: Kurz darauf führt die mystische Gestalt Phai Link und Zeldas Vater Gepora zu einem im Fels steckenden Stein. Mit dem Master-Schwert hat diese Waffe zwar nur wenig zu tun, doch verleiht sie Link die Macht, um das erste von drei Portalen in das sagenumwobene Erdland zu öffnen. Dort angelangt werden wir nach und nach die drei Gebiete Phirone, Eldin und Ranelle besuchen. Namenstechnisch an The Legend of Zelda: Twilight Princess angelehnt, klingt diese Anzahl anfangs nach wenig, waren vorherige Teile doch mit wesentlich mehr Arealen gespickt. In Skyward Sword ist es so geregelt, dass wir die Abschnitte im Verlauf der Geschichte einige Male besuchen müssen, um das Abenteuer zu einem Happy End zu bringen. An einigen Stellen wirkt der Titel somit unweigerlich in die Länge gezogen. Besonders in den letzten Spielstunden steht das ständige Reisen zwischen den drei Bereichen an der Tagesordnung. Die für einen Serienteil untypisch so gut und fantasievoll umschriebene Story macht dieses Manko aber fast gänzlich wieder wett. Zumindest haben es die Entwickler nicht versäumt, das Waldreich Phirone, das Vulkangebiet Eldin und die Wüste Ranelle zu unterteilen. So stoßen wir wiederholt auf Änderungen und Neues bei unseren Besuchen, was das Geschehen etwas auflockert.

Anspruchsvolle Rätselkost

Einmal in einer der drei Themenwelten angelangt, läuft das Geschehen wiederum bekannt ab. Wir kümmern uns um die Probleme der ansässigen Bewohner, wozu in Skyward Sword auch erstmals die durch die Erde buddelnden Mogma und die Pflanzenwesen Kyu zählen. So und nicht anders erhalten wir neue Items, mit denen wir dann wiederum den nächsten Dungeon betreten können, wo es wiederum einen weiteren Schatz zum Einheimsen gibt. So wird im Endeffekt die Story vorangetrieben. Die Verliese fallen sowohl in der Wii-Fassung als auch in der HD-Version auf der Switch identisch und somit auch viel kleiner als in den Vorgängern aus. Riesige Dungeons wie in The Legend of Zelda: Ocarina of Time gibt es zwar nicht, doch dafür haben sich die Rätsel in unseren Augen deutlich entwickelt und sogar verbessert! Diese profitieren auf der Wii durch den zwingend erforderlichen Einsatz von Wii MotionPlus und auf der Switch durch die Verwendung der Joy-cons. Das Spiel erkennt, zumindest in der Theorie, wie wir unser Schwert schwingen. Bestimmte Türschalter, die aus vier kleinen Schaltern bestehen, möchten auch schon mal in einer gewissen Reihenfolge mit unterschiedlichen Schwertangriffen aktiviert werden. Klasse! Außerdem ist es möglich, Pfeile durch Gitterstäbe zu schießen, um einen Mechanismus dahinter zu aktivieren und somit Optionen für weitere Rätseleinlagen freizulegen. Das war bereits im Jahr 2011 schon lange überfällig gewesen.

Bekannte Items mit neuen Funktionen

Skyward Sword hört aber nicht bei dem intuitiven Einsatz der Schwertmechanik auf. Auch bei den einzelnen Items fühlt sich das Spiel deutlich kleinteiliger an als seine Vorgänger vor den 2010er-Jahren. Bombenfreunde dürfen die runden Explosivkörper in diesem Spiel zum Beispiel nicht nur werfen und auf der Stelle ablegen. Sie können damit auch Bowling spielen und so rissige Felsblöcke am Ende eines Tunnels, durch den wir nur kriechen können, aus dem Weg räumen. Das Item-Repertoire wird zudem durch viele alte Bekannte erweitert, etwa dem magischen Krug aus The Legend of Zelda: The Minish Cap, um Staub aus dem Weg zu räumen und die Peitsche, um Abgründe zu überwinden. Neuen Schwung bringt der Käfer ins Spiel. Wir reden hier nicht von einem alten Volkswagen, der sich ins Erdland verirrt hat, sondern von einem ferngesteuerten Fluggerät, mit dem wir Collectibles in sonst unerreichbaren Höhen und Tiefen einsammeln können. So müssen wir uns auch im Flug eine Bombe greifen und danach auf eine Riesenschnecke fallen lassen, damit wir anschließend auf dem nach dem Angriff übriggebliebenen Schneckenhaus einen Fluss aus Treibsand überqueren können. Zudem müssen wir darauf achten, dass unsere Ausdauer nicht abnimmt. Dann können wir uns für kurze Zeit nur langsam bewegen. Der geschickt Einsatz der Objekte und dieses Mal auch der Körperkraft, ist in Skyward Sword genauso wie in Breath of the Wild überaus essentiell.

Abwechslungsreiche Kampftaktik

Selbstverständlich bekommt es Link einmal mehr mit Gegnern zu tun, die wir aus dem Weg räumen müssen. Obwohl sich die Anzahl der gleichzeitig agierenden Feinde nicht verringert hat, sind diese in ihrem Verhalten stellenweise sehr viel aggressiver und vor allem intelligenter. Während die Fledermäuse kaum ernstzunehmende Feinde sind, parieren die schweinsartigen Bokblins unsere Schwertangriffe geschickt mit ihren Säbeln. Wir müssen theoretisch darauf achten, wie sie ihre Waffen halten und dementsprechend im richtigen Moment agieren. Im späteren Spielverlauf stoßen wir auch auf riesige und mit großen Holzschildern bewaffnete Gegner. Oft bewachen diese einen schmalen Brückengang, den wir nur überqueren können, sofern wir sie vorher ausschalten. Dazu müssen wir erst einmal ihren Schild zu Kleinholz verarbeiten und anschließend wie ein Wilder auf sie einschlagen. Es gibt mit fortschreitendem Spielverlauf immer stärkere Gegner, die aber oft nur ein logisches Update ihrer vorherigen Artgenossen darstellen. In Skyward Sword existiert somit nur eine überschaubare Anzahl an Gegnertypen. Das ist schade, zumal die Entwickler denselben Fehler mit den Bossgegnern gemacht haben. Diese fallen untereinander an allen Ecken und Enden unterschiedlich und vor allem abwechslungsreich aus, doch selbst diverse Bossgegner wiederholen sich mit der Zeit. Vor allem bei der Neuauflage für die Switch hätte dieses Manko ausgemerzt werden können.

Erste Anlaufstelle für Helden: Der Basar

Wir gehen aus Spoiler-Gründen nicht ins Detail, doch auch wenn wir die Bossgegner bei ihrer Wiederkehr, aufgrund neuer Taktiken, anders bekämpfen, hätten wir uns mehr Abwechslung gewünscht. Trotzdem schlagen die Entwickler bei den Bosskämpfen neue Wege ein. Nicht immer finden die Auseinandersetzungen am Ende eines Dungeons statt. Wir kämpfen auch in luftigen Höhen auf dem Rücken unseres Vogels oder unter offenem Himmel in einem tiefen Krater im Wald. Hierfür werden wir aber nicht wie sonst üblich mit Herzcontainern, die die Lebensenergie unseres Recken darstellen, belohnt. Diese Feindkontakte dienen nur dazu, die Story voranzutreiben und das schaffen sie auch sehr gut. Nicht so gut gelungen ist unserer Meinung nach die Abenteurertasche. In dieser dürfen wir Items wie Schilde, Tränke, Bomben, Kerne oder Pfeile verstauen. Schilde können in Skyward Sword zerbrechen, wenn wir sie falsch einsetzen. Es nützt nichts, einfach den Schild hochzuhalten. Wir müssen den Nunchuck beziehungsweise den linken Joy-con bei Feindberührung ruckartig nach Vorne bewegen. Das erfordert genaues Timing und kann echt sehr nervig sein. Angebrochene Schilde können im Wolkenhort-Basar repariert oder ersetzt werden. Dort ist es ebenso möglich, Items zu verbessern, wenn wir vorher Collectibles wie Erze, Totenschädel oder Bernsteine im Erdland gefunden haben. Tränke gibt es im Basar ebenfalls, doch können wir ihre Wirkung nur dann verbessern, wenn wir vielerorts wie in der Animal-Crossing-Serie vorher auf Insektenjagd gehen.

Monotone Nebenaufgaben

Wer das Insektensammeln in Animal Crossing und Co mag, wird die Suche nach den kleinen Krabbelviechern in Skyward Sword lieben. Weitere Nebenaufgaben dürfen wie im Rest der Serie auch nicht fehlen. Stellenweise fallen diese jedoch sehr monoton aus. Überall im Erdland finden sich Artefakte, die wir mit dem Himmelsstrahl, wozu wir die Wii-Fernbedienung beziehungsweise den rechten Joy-con für ein paar Sekunden senkrecht halten und daraufhin in die jeweilige Richtung schütteln, aktivieren. Danach fliegen die Blöcke gen Himmel, wo sie auf den Inseln im Wolkenmeer Truhen zum Vorschein bringen, die dann Herzteile, von denen wieder einmal vier Stück einen Herzcontainer ergeben, beinhalten. Auch Medaillen, die der Verbesserung der Energie oder äußeren Einflüssen, wie dem verstärkten Auftreten von den bereits erwähnten Insekten dienen, sind so zu finden. In diesem Zusammenhang dürfen auch die Rubine nicht unerwähnt bleiben. Diese erfüllen als Währung ihren Zweck, da viele Items in Terris Laden und im Basar recht teuer sind. Obwohl diese Aufgaben monoton wirken, so gibt es auch ganz normale Nebenquests zu absolvieren. Da möchte eine Rassel eines Babys gefunden, zwei sich Liebende zusammengebracht oder die Kugel eines Wahrsagers ersetzt werden. Für erledigte Aufgaben erhalten wir Juwelen der Güte, die wir wiederum für andere, aber weniger interessante Sidequests benötigen. Hier wäre auch 2011 mehr möglich gewesen!

Überraschende Kontraste

Kontrovers betrachten wir die Möglichkeit, mit der Lageristin, die die gesammelten Items aus unserem Abenteuerbeutel für uns im Basar aufbewahrt, zu flirten. Das steht unserer Meinung nach klar im Kontrast zur im Spiel angedeuteten Liebe zwischen Link und Zelda. An dieser Stelle verraten wir natürlich nicht, ob und vor allem wie sich diese im Verlauf der Handlung entfaltet. Überrascht hat uns der Ausgang der Geschichte bezüglich ihrer Gefühle zwar nicht, doch erstaunt sind wir von den letzten zehn Stunden der eigentlichen Storyline. Diese wirken stellenweise so (süd)ostasiatisch, dass sie ungewohnt für ein Spiel der Reihe sind. Immerhin stehen diese Einflüsse im Einklang mit der Level-Architektur. Wer schon einmal den Tempel, der sich hinter einem Wasserfall verbirgt, besucht hat und dabei den Klängen lauscht, bekommt ein Gefühl spendiert, dass er so schnell nicht wieder vergessen wird. Für The-Legend-of-Zelda-Spiele mag dies sehr gewöhnungsbedürftig sein und stört vermutlich den einen oder anderen Fan der Reihe, zumal gegen Ende der Story eine völlig neue Göttin in das Universum eingeführt wird. Wir sind uns nicht sicher, ob dies in den Masterplan passt, den Nintendo immer mal wieder proklamiert. Wer sich damit zufrieden gibt, bekommt in optischer Hinsicht zumindest auf der Wii ein zwiespältiges Spiel. Auf der Switch haben sich so einige Defizite der ursprünglichen Version aber gelegt, wie wir im Folgenden noch erklären wollen.

Atmosphärischer Leckerbissen

Beide Versionen von Skyward Sword haben gemein, dass sie uns mit einem märchenhaften Grafikstil überzeugen. Treppchenbildungen, Bildverunreinigungen und Unschärfeeffekte auf der Wii sorgen jedoch besonders im Wolkenmeer nicht gerade für eine atemberaubende Atmosphäre. Auf der Switch sieht das alles sehr viel besser aus, denn nicht nur die Auflösung ist hochgeschraubt, auch die Bildwiederholungsrate liegt konstant bei sechzig Bildern pro Sekunde. Ebenso fallen die Texturen wesentlich detaillierter und die Farben sogar gefühlt etwas satter aus. Eine Überarbeitung, wie es bei Remakes der Fall ist, dürft ihr von Skyward Sword HD aber nicht erwarten. Es ist eben eine Portierung auf eine neuere Plattform und zumindest in grafischen Belangen haben sich die Entwickler hier den wichtigsten Defiziten in vollem Umfang angenommen. Immerhin stellt uns in beiden Versionen die orchestrale Musik mehr als nur zufrieden. Der Soundtrack besteht im Kern zwar eher aus wenigen bekannten Melodien, doch die neuen Stücke reihen sich sehr gut in die Riege der Stücke ein. Bravo! Wir bedauern es dafür bei der HD-Umsetzung erneut, dass Nintendo an einer Vollvertonung im Bereich der Synchronisation gespart hat. Selbst eine Teilvertonung wie in Breath of the Wild gibt es nicht. Schon im Jahr 2011 war das nicht zeitgemäß. Zehn Jahre später ist eine solche Verweigerung bei der Synchronisation in einem so großen Spiel nicht akzeptabel. Punkt.

Mittelmäßige Steuerung

Obwohl Skyward Sword vom Gameplay, von der Story und je nach Fassung auch von der Technik her überzeugen kann, stellt uns die Steuerung des Spiels nicht hundertprozentig zufrieden. Nach der notwendigen Kalibrierung am Start des Spiels, müssen wir die Remote der Wii ständig neu synchronisieren. Das ist zwar mitunter auch beim rechten Joy-con der Fall, kommt in unserer Erinnerung im Vergleich zur Wii-Fassung aber gar nicht so häufig vor. Hier hätten sich die Entwickler damals wie heute aber mehr ins Zeug legen müssen, zumal der Publisher mit der Steuerung auf das Spiel in der Vergangenheit aufmerksam gemacht hat. Hinzu kommt eine langsame Pointer-Steuerung auf der Wii. Auf der Switch können wir im Menü zum Glück mittels Analog-Stick durchwechseln, was gut, wenn auch nicht gänzlich perfekt funktioniert. Vor allem dass im Menü die Bewegungstasten des linken Joy-cons beziehungsweise das Steuerkreuz des Pro Controllers nicht unterstützt werden, ist sehr fraglich. Ihr habt richtig gelesen: Im Gegensatz zur ursprünglichen Version auf der Wii, bei der wir verzweifelt eine Classic-Controller-Unterstützung gesucht haben, gibt es glücklicherweise in Skyward Sword HD ein wenig Abhilfe. Nintendo kommt unserer Kritik aus unserem Test vom Januar 2012 nach und hat eine Knöpfchensteuerung integriert. Diese fällt allerdings auch nach mehreren Stunden nur halbgar aus, was bei uns erneut zu heftigem Kopfschütteln führt.

Ungenutztes Potenzial

Während wir mit per Bewegungssteuerung über die Wii-Fernbedienung oder rechtem Joy-con vertikale, horizontale und diagonale Hiebe ausführen, funktioniert das in der Switch-Version im Handheld-Modus oder via Pro Controller auch über den rechten Analog-Stick. Das ist deshalb gewöhnungsbedürftig, da wir erst ausholen und dann in die jeweilige Gegenrichtung zuschlagen müssen. Immerhin können wir bei Drücken des rechten Sticks definitiv geradeaus zustechen. Per Bewegungssteuerung ist das ein Graus. In hitzigen Situationen, in denen wir uns nicht schnell mit einem Trank über das zuschaltbare Ringmenü heilen können, sterben wir zu oft den vermeidbaren Heldentod. Andere Aktionen wie das Werfen gehen über den Pro Controller besser vonstatten. Wir empfehlen klar, je nach Situation zwischen Joy-cons und dem Pro Controller zu wechseln. Obwohl die Steuerung befriedigend ausfällt, ist Skyward Sword dennoch eine Empfehlung wert. Es ist, abgesehen vom Mammutprojekt Breath of the Wild, das bis dato wohl längste Spiel der Reihe – und bis auf wenige Momente überzeugt das Abenteuer von der ersten bis zur letzten Minute der rund dreißig bis fünfunddreißig Stunden. Wer alles entdecken will, darf noch einmal zehn bis zwölf Stunden bis zum Abspann addieren. Es bleibt am Ende nur ein Wermutstropfen. Wer zwischen Wolkenmeer und Erdland instantan wechseln will, ist auf ein den Zelda-&-Wolkenvogel-Amiibo angewiesen. Hier bittet Nintendo für ein Quality-of-Life-Feature gesondert zur Kasse. Nicht gerade die feine japanische Art!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf Nintendo-Switch- und Nintendo-Wii-Fassung): Nachdem ich The Legend of Zelda: Skyward Sword bereits 2011 auf der Wii kennenlernen durfte, konnte ich die damals neuen Qualitäten des Spiels lieben und schätzen lernen. Viele Dinge haben die Entwickler verändert, ein paar neue Items eingeführt und die Rätsel durch technisch neue Möglichkeiten verbessert. Genau dieses Erlebnis hat Nintendo in nahezu identischer Form auf die Switch übertragen. Mir gefällt die Story genauso wie weite Teile des Gameplays. Auch die kunterbunte Optik weiß zu gefallen, die auf der Switch ohne die zahlreichen Defizite der Wii-Fassung auskommt. Saubere Konturen, detaillierte Texturen und ein wenig sattere Farben machen bei konstant sechzig Bildern pro Sekunde einiges her. Ebenso hat Nintendo an jene Spieler gedacht, die den Titel nicht per Bewegungssteuerung spielen wollen. Die Ausführung von Schwerthieben über den rechten Analog-Stick ist allerdings gewöhnungsbedürftig und für meinen Geschmack auch nicht sonderlich intuitiv. Auch die Steuerung per Joy-cons ist nur mittelmäßig. Immerhin habe ich im Gegensatz zur Wii-Fassung jetzt die tolle Möglichkeit, situationsbedingt zwischen beiden Steuerungseinheiten zu wechseln. Allerdings halte ich es für verwerflich, ein Schnellreisesystem zwischen Wolkenmeer und Erdland einzubauen und dieses Quality-of-Life-Feature nur Käufern eines bestimmten Amiibos zugänglich zu machen. Obwohl mich diese Ungereimtheiten sehr stören, möchte ich das Spiel trotzdem empfehlen. Es ist zwar auch auf der Switch kein Megaknaller oder sogar der beste Serienteil geworden, doch bleibt unterm Strich ein gutes Spiel, das jeder Fan der Reihe unbedingt mal gespielt haben sollte. Sei es auch nur, um den chronologischen Auftakt der Geschichte zu erleben.

Jonas’ Fazit (basierend auf der Nintendo-Switch- und Nintendo-Wii-Fassung): Für mich ist es sehr spannend, Skyward Sword noch einmal zu erleben. Zum einen, weil ich das Spiel schon damals auf der Wii extrem mochte, zum anderen, weil ich natürlich selbst nicht genau wusste, ob meine Erinnerungen an das Spiel und meine neuen Spielerfahrungen jetzt knapp zehn Jahre später immer noch zum selben Ergebnis kommen würden. Was die Dungeons, die Charakterprogression dank in meinen Augen toller Sammel-Items, die Erkundung und kreativen Kämpfe angeht, so gefällt mir das Spiel auch heute noch. Durchaus negativer fallen mir die Wiederholungspassagen auf, sowie die recht arme Oberwelt und die blasse Story. Zum Glück wurde Phai als Spielhilfe stark entschärft. Ansonsten hätte ich überhaupt nicht garantieren können, das Spiel so weit zu spielen. Etwas mehr kann ich dafür die tolle Musik wertschätzen und tatsächlich auch die Bewegungssteuerung. Auch wenn die Bedienung manchmal bockt, ist die durch die Bewegungssteuerung gewonnene Vielzahl an kreativen Kampfsituationen für mich damals wie heute ein großer Spaß mit hitzigen Duellen und tollem Trefferfeedback. Etwas schade finde ich, dass der Heldenmodus wie im Original erst beim einmaligen Durchspielen freigeschaltet wird. Wenn es schon die Option auf einen zweiten Schwierigkeitsgrad gibt, hätte dieser besonders in einer Neuveröffentlichung direkt von Beginn an zur Verfügung stehen sollen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Legend of Zelda: Skyward Sword HD!

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