Review: One Piece: Der Fluch des heiligen Schwerts

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (1)Nach den Abenteuern in Alabasta und beim Dead End Rennen (welches der Bestandteil vom vierten Film der Reihe ist), müssen sich die Strohhüte in einem weiteren Kino-Abenteuer behaupten. Diesmal dreht sich alles um ein magisches Schwert.

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (2)Die Strohhutpiraten sind auf der Insel Asuka angekommen und möchten sich nach den Strapazen der letzten Wochen erst einmal erholen und ordentlich die Bäuche vollschlagen. Zorro sieht das anders, denn als plötzlich zwei Mitarbeiter der Marine auftauchen und ihm mitteilen, dass sein alter Freund Saga auf der Insel ist und ihn sehen möchte, lässt er alles stehen und liegen. Damit ist die Flying Lamb gemeint, die somit unbeaufsichtigt in der Bucht von Asuka herumsteht. Als die Strohhüte aufbrechen wollen, greift sie unterdessen die Marine an. Das Auftauchen von Zorro wird natürlich unlängst bemerkt, als sie mit der Flying Lamb in See stechen. Weit kommen sie jedoch nicht und werden über Umwege in eine andere Bucht der Insel getrieben. Als sie eine hübsche junge Frau erblicken, möchten Ruffy und Lysop von ihr erfahren, ob sie vielleicht ihren Freund Zorro gesehen haben möchte. Das einzige was die allerdings macht, ist die drei Kristallkugeln auf dem Altar zu greifen und die Beine in die Hand zu nehmen. Wäre das noch nicht alles, verfolgen die Strohhüte das Mädchen bis in ihr Dorf, wo sie flugs von der Marine angegriffen werden. Unter den Angreifern der Marine ist auch Zorro, der jetzt angeblich für Saga arbeitet. Obwohl Sanji sich ihm in den Weg stellt, ist es Zorro möglich, die Kristallkugeln einzusammeln und aus dem Dorf zu verschwinden.

Blutroter Mond

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (3)Lysop und Ruffy sind unterdessen immer noch im Dschungel unterwegs, fallen mehr oder weniger versehentlich in eine Höhle und versuchen von dort aus den Weg zurück zu finden. Von Maya erfährt die Gruppe, dass sie einst Saga geliebt hat. Diese Liebe zerbrach jedoch, als Saga ihr Leben gerettet hat. Was ziemlich merkwürdig klingt, ist eigentlich ziemlich logisch. Maya sollte eigentlich geopfert werden, doch da sie ihr Opfer nicht erbringen konnte und Saga in den Besitz des heiligen Schwertes gekommen ist, verlor dieser seine Moral und wartet seitdem auf die Nacht des roten Mondes. Dieser wird – wie könnte es auch anders sein – in der kommenden Nacht erwartet. Sollte der rote Mond seinen höchsten Punkt erreicht haben, wird Saga so viel Macht erlangen, dass er mit einer göttlichen Kraft die Welt verändern könnte. Das kann nur verhindert werden, wenn die drei Kristallkugeln auf den drei Türmen der Insel positioniert werden und Maya ein Gebet zu den sieben Sternen spricht. Zum Glück tauchen nach ein paar Stunden Ruffy und Lysop wieder auf, die natürlich rein zufällig in der Höhle jene Kristallkugeln gefunden haben, die Saga dort eigentlich für alle Zeit versteckt haben wollte. Trotzdem bleibt ihnen nicht viel Zeit, denn damit Saga neue Kräfte erlangt, muss auf alle Fälle ein großer Krieger sterben. Dass dieses Los auf Zorro fällt, dürfte jedem klar sein.

One Piece erobert die Blu-ray

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (4)Die Handlung beziehungsweise ihre Zusammensetzung kann sicherlich keinen Blumentopf gewinnen, denn dafür passen die Zufälle wieder zu gut zusammen. Trotzdem kann die Story über 95 Minuten wieder wunderbar unterhalten, da man sich abermals an den Eigenschaften unserer Helden orientiert hat. Dementsprechend besteht der Film aus vielen Action-Szenen und lustigen Dialogen. Wenn Ruffy beispielsweise lachend angelaufen kommt und Lysop erzählt, dass er gerade an einem Seil gezogen hat, welche etwas Tolles ausgelöst haben soll und im nächsten Moment ein riesiger runder Felsbrocken, der just in diesem Moment auf sie zurast, zu sehen ist, dann kann man einfach nicht anders und muss mit Ruffy mitlachen. Das sind wir zwar nicht anders vom Franchise gewöhnt, doch darf es keinesfalls unerwähnt bleiben. Unerwähnt sollte auch nicht die Blu-ray-Fassung bleiben, denn der fünfte Film ist der erste Film der Reihe, welcher in hoher Auflösung hierzulande auf Blu-ray erschienen ist. Kennt man One Piece sonst nur in SD-Qualität, ist das erstmals ein richtiger Genuss für die Augen. Zudem ist es der erste Film, der im 16:9-Format vorliegt. Als Bonusmaterial liegt ein fünfminütiger Kurzfilm bei, in dem One-Piece-Charaktere Baseball spielen. Abschließend sei gesagt, dass der Film zwar gut ist, aber nicht ganz an den vorherigen Film heranreicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem One Piece: Das Dead End Rennen ein richtig toller Film war, kommt der hier vorgestellte Filmableger der Serie nicht ganz an dessen Niveau heran. Das ist aber auch nicht schlimm, denn wenn man von der doch zu sehr auf Zufällen basierten Handlung absieht, kann diese samt Action-Einlagen und den witzigen Momenten absolut überzeugen. Ich finde es sogar ein wenig schade, dass One Piece: Der Fluch des heiligen Schwertes nur ein Film und nicht Bestandteil der Serie ist. Vor allem da auf die Vergangenheit von Zorro aufgebaut wird und der Charakter facettenreicher wird, ist es in meinen Augen schon reine Verschwendung, darüber einen Film zu machen. So etwas möchte ich in der Serie erleben und ich denke nicht, dass dort Saga mal mit einem Wort zukünftig noch erwähnt wird. Das macht den Film natürlich nicht schlechter, doch schade finde ich es dennoch. Da freue ich mich sogar mehr darüber, dass der fünfte Film der erste Ableger der Filmreihe ist, der hierzulande auf Blu-ray erschienen ist. Da ich die Serie bisher nur in einer bescheidenen SD-Qualität kenne, ist es für mich wahrlich ein Genuss, die Helden der Grandline erstmals in HD zu erleben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was man in Zukunft auf technischer Ebene in Verbindung mit One Piece noch erreichen wird und freue mich daher schon auf die weiteren Filmableger!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Der Fluch des heiligen Schwertes!

Review: One Piece: Box 5 (Episoden 131-162)

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (1)Langsam aber sicher geht es auf das große Finale der ersten Serienveröffentlichung auf DVD zu. In weiteren 32 Episoden müssen sich Ruffy und seine Crew auf allerlei Gefahren und neue Feinde einstellen, die ihnen das Leben schwer machen wollen.

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (2)Es hätte eigentlich so schön sein können. Gerade sind die Strohhüte vom Königreich Alabasta aufgebrochen, um weiter die Grandline zu befahren. Dann taucht plötzlich Nico Robin auf der Flying Lamb auf und beschließt, dass sie ab sofort das siebte Mitglied der Piratenbande ist. So wirklich bringt sich Robin allerdings nicht in die Crew ein, denn während Ruffy, Zorro, Sanji, Lysop, Chopper und gelegentlich auch Nami ziemlich verrückte Dinge anstellen, bleibt die Neue eher im Hintergrund und konsumiert viel lieber das eine oder andere Sachbuch. Relativ schnell wird die Reise der Strohhüte schon wieder unterbrochen. Sie landen auf einer Insel, auf welcher der alte Geldverleiher Zheny Zuflucht gesucht hat und dort mit einer Herde Ziegen im Einklang der Natur zusammenlebt. Als die Marine ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erfährt, dass der alte Mann Gold auf der sichelförmigen Insel versteckt haben soll, wollen diese natürlich abkassieren und stellen sich in einem Kampf der Gruppe entgegen. Es dauert nicht lange, da gehen die Freunde im Hafen von Ruruka von Bord und müssen sich mit Bürgermeister Wetton auseinandersetzen, der die Bürger mit hohen Steuern terrorisiert. Außerdem machen sie die Bekanntschaft mit dem Wissenschaftler Henzo, der seit mehr als fünfzig Jahren den Regenbogennebel erforscht und auf der Suche nach seinen Freunden ist.

Himmelfahrtskommando

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (3)Damit nehmen die Abenteuer jedoch nicht ab. Nach zwei kurzen Abenteuern, die eigentlich nur als Überbrückung dienen und teilweise sogar zur Charakterisierung von Zorro, Nami und Lysop beitragen, zeichnet sich so langsam das nächste große Ziel der Reise ab. Die Strohhüte (oder zumindest ihr Kapitän) wollen nach Skypia segeln. Das Problem dabei ist jedoch, dass Skypia ein Ort über den Wolken ist und es anscheinend nur einen Weg dorthin gibt. Um den Knock-Up-Stream nutzen zu können, brauchen sie jedoch erstmal einige Informationen und zudem technische Modifikationen für die Flying Lamb. Ihr Schiff muss in den vorliegenden Episoden übrigens einiges überstehen und sieht quasi von Folge zu Folge ramponierter aus. Ob Ruffy und seine Crew tatsächlich ihr Ziel erreichen, verraten wir euch an dieser Stelle noch nicht, doch dürft ihr euch sicher sein, dass es kein gutes Omen ist, wenn man sich mit einer göttlichen Macht anlegen will. Es tauchen in den vorliegenden Episoden zwar wieder einige Bösewichte auf, doch diese kann man nur selten ernst nehmen, da sie sich mit Ruffy und seinen Freunden eigentlich nicht messen können. Oftmals haben sie wie Bellamy nur ein loses Mundwerk, sind aber nicht in der Kampfkunst geübt. Natürlich kann das Böse nicht immer so mächtig wie Sir Crocodile sein – dennoch ist es ein wenig schade.

Alte Bekannte und neue Freunde

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (4)Dafür tauchen abermals viele lustige Charaktere auf, wie die beiden affenähnlichen Menschen Masira und Shojo. Da diese sehr gerne albern sind, ist es selbstverständlich, dass sie sich auf Anhieb mit Ruffy verstehen. Da bleibt selten ein Auge trocken. Wir bemängeln jedoch, dass die Handlung in der ersten Hälfte dieser Episodensammlung schwächelt. Die so genannten Filler-Episoden wären in einer richtigen Fernsehserie das Todesurteil, doch da uns One Piece in den ersten 130 Episoden bereits gezeigt hat, dass erstmals als unwichtig gezeigte Elemente später dennoch noch an Bedeutung gewinnen, sind wir hier guter Hoffnung, dass wir in Zukunft auf diese Folgen zurückblicken und dabei lächeln werden. Zudem finden wir es nicht sonderlich gut, dass man Robin nicht mehr in die Story interagiert hat. Wir hätten uns ganz besonders in den ersten Episoden über wesentlich mehr Informationen über sie gefreut. Immerhin gibt es beiläufig ein kurzes Wiedersehen mit Buggy, Ace und dem Roten Shanks. Zudem erhalten wir kurze Einblicke in das Machtspiel der Weltregierung und wie es nach dem Verlust von Sir Crocodile als einen der sieben Samurai nun weitergehen soll. Obwohl viele der Episoden eher schwach sind, kommen One-Piece-Fans um die Box nicht herum.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 131 bis 162 der Serie): Nachdem die Episoden, die im Wüstenstaat Alabasta stattgefunden haben, in meinen Augen bereits etwas in die Länge gezogen waren, ist es bei den vorliegenden Folgen noch ein ganzes Stück schlimmer. In der ersten Hälfte dieses Episodenpacks passieren eigentlich nur beiläufige Sachen, die für die Handlung bisher noch nicht von Relevanz sind. Die Betonung liegt dabei jedoch auf bisher, denn One Piece hat mir schon oft genug gezeigt, dass Filler-Episoden für spätere Folgen noch von Bedeutung sein können. Allerdings fehlt mir zu Beginn ein neues Ziel. Zwar möchte Ruffy nach wie vor der König der Piraten werden und auch die anderen Crew-Mitglieder möchten ihre persönlichen Träume realisieren, doch ist diese Planlosigkeit etwas zu viel des Guten. Die zweite Hälfte der vorliegenden Episoden können mich hingegen aber wieder einmal mehr begeistern, denn hier baut sich langsam, aber sicher wieder eine Handlung auf, die ich auch weiterhin verfolgen möchte. In diesem Sinne hoffe ich, dass die schwachen und aneinander gereihten Episoden ein einmaliger Ausrutscher sind und One Piece wieder an alten Stärken gewinnt und die letzte Box der ersten DVD-Veröffentlichung die Serie zu einem vorerst guten und runden Abschluss bringt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 5 (Episoden 131-162)!

Review: Canaan (Komplettbox)

Canaan (Komplettbox) (1)Animes, die auf einem Videospiel beruhen, sind eher selten. Noch seltener erscheinen sie im westlichen Raum, denn oftmals erscheint das zugehörige Spiel hier ebenfalls nicht. Canaan, welches auf 428: Fūsasareta Shibuya de basiert, ist eine der Ausnahmen.

Canaan (Komplettbox) (2)Jenes Videospiel, welches damals unter anderem für die Wii erschienen ist, beschäftigt sich jedoch nicht vollständig mit dem Charakter Canaan, denn nur das zweite Bonus-Szenario dreht sich um sie. Das Kapitel dieses japanischen Adventures wurde damals zwar von Type-Moon (unter anderem bekannt durch The Garden of Sinners) beigesteuert, doch der Anime ist ein pures Werk von P.A. Works. Das macht jedoch nichts, da die Handlung des Animes auch so sehr gut zu verstehen ist. Canaan dreht sich um die titelgebende Heldin Canaan, die damals noch als Kind und nach einem Krieg zu einer Soldatin beziehungsweise Attentäterin von dem mysteriösen Siam ausgebildet wird. Dieser hat jedoch neben ihr noch eine andere Schülerin gehabt, die sich schlussendlich für seinen Tod verantwortlich zeichnen muss. Während diese Schülerin den Hass in sich aufleben lässt, verliert Canaan ihren Lebenswillen. Diesen erlangt sie erst wieder, als sie auf die junge Maria Ōsawa stößt und diese ihre beste Freundin wird. Es dauert nicht lange, dann werden die beiden wieder getrennt. Das Schicksal führt sie jedoch in der ersten Episode des Animes wieder zusammen, denn Maria arbeitet mittlerweile mit ihrem Kollegen Minoru Minorikawa als Fotografin. Ihr Auftrag führt sie ins chinesische Shanghai, doch statt ihre Arbeit zu erledigen, werden die beiden in einen Komplott hineingezogen.

Innerer Konflikt

Canaan (Komplettbox) (3)Dreizehn Episoden umfasst der Anime und bietet uns in dieser Zeit einen recht interessanten Einblick in das Leben einer beziehungsweise mehrerer Attentäterinnen. Ihre Arbeit erinnert jedoch nicht an Agent 47 (Hitman: Absolution), sondern ist weitaus brachialer und bei weitem nicht so taktisch. Der Anime legt dabei größeren Wert auf eine ausgeklügelte Handlung, die sich erst einmal zusammensetzen muss. Von Beginn an wissen wir nämlich nur wenig von den einzelnen Charakteren und ihrer (gemeinsamen) Vergangenheit. Der Großteil erschließt sich uns erst beim Ansehen der Episoden. So schafft es der Anime die Spannung aufrecht zu erhalten, doch kommt die Handlung dabei leider nicht über das Mittelmaß heraus. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere unterschiedliche Werte verkörpern und diese nach außen demonstrieren. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind zwar ebenfalls zu spüren, doch sind diese eher zweitrangig. Auf ein gemeinsames Ziel arbeiten die Charaktere leider nicht hin. Bis zum Schluss gibt es zwar deutliche Antagonisten, welche sich selbst zum Teil auch nicht riechen können, doch der Konflikt zwischen den Charakteren bleibt auf einem geringen Niveau. Viel mehr ist es der innere Konflikt, den Canaan und ihre Gegenspielerin überwinden müssen. Ob ihnen das gelingen wird, verraten wir euch an dieser Stelle nicht.

Beklemmende Atmosphäre

Canaan (Komplettbox) (4)Durchgehend schafft es der Anime eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Nur selten, beispielsweise wenn Maria und Minoru eine Bar besuchen oder Yunyun auftritt, lockert sich die Stimmung. Passenderweise wird die Atmosphäre mit einem erwachsenen Anime-Stil in den dreizehn Episoden dargestellt. Dieser erinnert uns, obwohl der Anime nicht von Sunrise stammt, an Cowboy Bebop. Das heißt somit, dass die grafischen Elemente der Serie zwar alle hübsch gezeichnet, aber mit einer leichten Unschärfe überzogen sind. Unterlegt wird die Serie mit einem bedrückenden Soundtrack, welcher die Atmosphäre nochmals um eine Stufe beklemmender erscheinen lässt. Bekannte Synchronsprecher wie Ozan Ünal, Natasche Geisler oder Kristina Tietz bereichern die deutsche Tonfassung. Ebenfalls zu hören ist übrigens Stefan Gossler in der Rolle des Siam. Die meisten von euch werden ihn sicherlich als den oft genutzten Synchronsprecher von Jackie Chan kennen. Die deutsche Synchronisation wirkt nie aufgesetzt, doch das japanische Original ist ein klein wenig ergreifender. Als Bonusmaterial liegen auf den drei DVDs (auf Blu-ray erscheint die Serie aus unerklärlichen Gründen nicht) ein textfreies Opening und Ending, diverse Trailer zu anderen Animes und eine Übersicht zu den Charakteren nach Episode 9 vor. Besonders nach einer Unterbrechung ist diese hilfreich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Ich finde es sehr schade, dass so manche Animes hierzulande nur auf DVD erscheinen, obwohl die Werke in Japan bereits auf Blu-ray vorliegen. Trotzdem habe ich mich an Canaan gewagt und wurde nur wenig enttäuscht. Die Handlung von Canaan gehört sicherlich nicht zum Besten, was man im Anime-Bereich kennt. Dennoch können die unterschiedlichen Charaktere unterhalten. Das liegt vor allem an immer wieder auftauchenden Nebenfiguren, wie zum Beispiel den Taxifahrer, der mit diversen und nicht immer passenden Kommentaren die Hauptdarsteller unterhält und sozusagen als kurze Überbrückung zwischen einzelnen Stationen dient. Die Orte sind ebenfalls vielfältig, denn die Reise führt Maria und ihre Freunde nicht nur nach Shanghai, sondern auch ins Umland, wo eine zerstörte Stadt, ein geheimes Forschungslabor und ein eigentlich ausrangierter Zug auf sie warten. Abwechslung und Action sind durchgehend gegeben, doch gefällt es mir nicht so gut, dass die Handlung dabei leider nicht über das Mittelmaß hinausragt. Das gleichen die Charaktere aber locker wieder aus, denn diese müssen meist jeweils einen inneren Konflikt überwinden. Auf diesem Weg erlangt der Anime zwar doch noch Herz und Seele, aber falls ihr mehr Wert auf eine ausgeklügelte Handlung statt Ästhetik und Metaphorik legt, dann solltet ihr euch Alternativen suchen.

Vielen Dank an Universum Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Canaan (Komplettbox)!

News: PlayStation 4 offiziell angekündigt

Es ist offiziell! Am 20. Februar 2013 hat Sony Computer Entertainment die PlayStation 4 in New York City der Presse und via Livestream weltweit der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir sind heute Nacht aufgeblieben, um die Ankündigung mit zu verfolgen. So viel wie so manch einer wohl erwartet hat, hat Sony allerdings dann doch nicht gezeigt. Beispielsweise ist klar, dass in der Konsole ein Prozessor mit acht Kernen und acht Gigabytes Arbeitsspeicher arbeiten sollen. In welchen Kategorien Prozessor und Grafikleistung spielen, lassen sich im Endeffekt bisher nur erahnen. Exakte Zahlen hat man nicht genannt, doch die ersten gezeigten Spiele vermitteln in unseren Augen bereits einen guten Eindruck, was auf der PlayStation 4 technisch möglich ist. Wer jetzt allerdings einen Quantensprung erhofft, den es unter anderem bei der PlayStation 2 zur PlayStation 3 gab, der wird wohl enttäuscht. Die gezeigten Titel sehen zwar besser aus, doch nur Grafikfetischisten werden die Details ins Auge springen. Die Pressekonferenz stand jedoch weniger im Zeichen der Spiele, sondern mehr im Zeichen der Features. Beispielsweise soll die neue Konsole über eine wesentlich stärkere Social-Media-Einbindung verfügen (dabei wurde recht eindeutig auf Facebook und Ustream verwiesen), doch kommt das in Zeiten von sozialen Netzwerken nicht sonderlich überraschend. Interessanter ist da schon, dass man Titel, die man auf der PlayStation 4 runterladen wird, in mehreren Teilen am Stück herunterlädt. So ist es bereits nach wenigen Minuten bis Stunden möglich, Spiele noch beim Download zu starten. Abschließend sei gesagt, dass es bei den meisten Spielen wohl möglich sein soll, den Bildschirm der PlayStation Vita als Fernsehrersatz zu nutzen. Wer hier an die Wii U und deren GamePad-Controller denkt, möge bitte genüsslich schweigen.

Andreas‘ Meinung: Ich hatte eine große Vorfreude auf die Veranstaltung. Ich wurde nicht enttäuscht aber auch nicht überrascht. Die PlayStation 4 ist ein Technikwunder und ist letztendlich das, was ich auch wollte. Die Möglichkeit anderen online beim Spielen zuzusehen hat mich schon länger beschäftigt und erinnert mich an alte Zeiten gemeinsam vor dem Fernseher und nur einer spielte, während die Anderen Tipps abgaben. Was sich (noch) nicht bewahrheitet hat, ist die Gebrauchtsspielesperre. Damit wird es schwierig für Microsoft selber etwas ähnliches einzuführen. Ich freue mich auf die Konsole, die wohl Weihnachten diesen Jahres schon unterm Baum liegen wird.

Axels Meinung: Erstmal muss ich selber feststellen, dass mich die Präsentation der PlayStation 4 überrascht hat. Ich hätte vielem wie einen neuen Controller, Bezahlsysteme oder gar dass zukünftige Spiele nur noch nach und nach inhaltlich mit Zusatzinhalten fortgeführt werden. Aber nach jahrelangen Spekulationen rund um eine neue Konsole wurde es auch mal Zeit, diese anzukündigen. Das stundenlange Gerede über die neuen Social-Media-Komponenten haben mich aber relativ wenig beeindruckt und interessiert. Eher war ich auf neue Spiele, Ingame-Material, Hardware sowie den neuen Controller gespannt. Zum neuen Knüppel lässt sich sagen, dass mir das alte Design als einer der Wenigen gefällt. Für meine kleinen Finger ist dieses Objekt gut geschaffen und es ist einfach etwas, woran ich mich an die Jahre gewöhnt habe. Hingegen hat mich die neue Share-Taste vollkommen kalt gelassen, da ich mich, wie oben erwähnt, nicht dermaßen für die Social-Welt interessiere und eben nicht jede Kleinigkeit mit meinen Freunden teilen möchte. Ebenso wurde das Touchpad außen vor gelassen und nicht näher erläutert – schade! Leider wurde zur Hardware allgemein relativ wenig gesagt und somit lässt sich definitiv nur der acht Gigabystes große Arbeitsspeicher festhalten, der aber schon ziemlich erfreulich ist, da die Videospielentwickler sich mehrmals über die Begrenzung des Arbeitsspeichers bei Xbox 360 und PlayStation 3 aufgeregt haben. Leider gab es keine genauen Details über CPU und GPU mit der Ausnahme, dass es sich beim Prozessor um einen X86 mit accht Kernen handeln wird. Das spricht für eine ordentliche Leistung, die an einen aktuellen Gaming-PC herankommt. Schade ist, dass nichts über die Kosten der Konsole gesagt wurde und das Gehäuse uns ebenso nicht in die Augen fiel. Hier hoffe ich auf eine Preisklasse von vierhundert bis fünfhundert Euro und auch, dass man auf eine exklusive Goldmitgliedschaft, wie es bei der Xbox 360 leider der Fall ist, fürs Online- Spielen verzichtet. Dies wäre in meinen Augen ein definitiver Grund, von aktuellen Konsolen loszusagen und das hart verdiente Geld lieber in PC-Hardware zu investieren. Schließlich bezahle ich Gebühren für das Internet an meinen Provider und somit will ich nicht für Online-Funktionen zahlen müssen. Bei den Spielen sieht es bisher jedoch ganz gut aus, denn hier bekam ich große Überraschungen wie Killzone: Shadowfall, Capcoms Deep Down, Watch Dogs und Driveclub zu sehen. Alle haben dabei eins gemeinsam – die wunderbare Grafik die mit Ingame-Material präsentiert wurde. Objektränder sehen wirklich mal sauber und rund aus, die Lichteffekte haben mich vom Stuhl gerissen und gerade war ich noch von der Grafik bei Crysis 3 angetan wie ein Kleinkind und schon bekomme ich was Besseres für die Zukunft geboten. Mit Killzone: Shadowfall wurde der vierte Shooter im Killzone-Universum als Release-Titel angekündigt  und er sprosste mit schönen Texturen wie kein zweiter an diesem Abend. Die Effekte von Explosionen, der Detailgrad der Charaktere – alles ist wunderbar! Als großer Fan der Reihe wird mein Kleinhirn bestens stimuliert und ich kann das neue Spiel kaum noch erwarten. Ebenfalls begeistert hat die Grafik von Deep Down, welche vor allem in den Gesichtsemotionen hervorragend wiederzufinden ist. Noch nie habe ich solch fotoplastische Gesichter gesehen, die nah an die Realität herankommen. Das gleiche zeigte Driveclub nur im Renngenre und mit Autos, welche sehr real aussehen und auch mit schönen Strecken zu begeistern wissen. Als weiteres Highlight wurde Watch Dogs für die PlayStation 4 gezeigt und auch dort bekomme ich einen sehr guten Gesamteindruck geliefert. Die Lichteffekte sehen sehr gut aus und die Bewegungen sehr flüssig und dynamisch. Alle vier Titel haben sich schon in meinen Kopf als Spiele der neuen Generation eingebrannt, mit welchen ich auch starten möchte. Bisher spricht für mich nichts gegen den Kauf der PlayStation 4, so lange nicht sinnlose Zusatzkosten auf den User zukommen. Das wäre das Einzige, womit mich Sony abschrecken und mich mehr und mehr an meinen heimischen Computer binden würde. Aber ich sehe mal optimistisch in die Zukunft und hoffe, dass Sony alles richtig macht und ich dann rechtzeitig zum Launch der Konsole mit den ersten Reviews für Gameplay Gamers beginnen kann.

Erics Meinung: Die Ankündigung der Pressekonferenz hat mich bereits im Vorfeld ruhig gelassen, denn wie bei den bisherigen drei Sony-Heimkonsolen, habe ich auch bei der neuen Konsole nicht vor, mir diese zum Start zu kaufen. Dafür hat mir Sony zu wenige Titel gezeigt, welche die Konsole einzigartig machen. Interessant war die Vorstellung von Watch Dogs, das sicherlich auch auf PlayStation 4 großartig aussehen wird. Da der Titel allerdings auch für die Wii U und den PC erscheint, habe ich deswegen keinen Bedarf, mir alleine wegen diesem Spiel  die PlayStation 4 zum Launch zu kaufen. Interessant war auch, dass Square Enix beim Event dabei sein wollte und bekanntgab, dass man bereits an Final Fantasy arbeitet und man doch bitte die Electronic Entertainment Expo in einigen Monaten im Auge behalten soll. Das hat mich doch ein wenig schockiert, denn es dürfte klar sein, dass Square Enix auch für Sonys nächste Konsole Spiele entwickeln will. Da habe ich von der Rollenspielschmiede so etwas wie Screenshots oder gar einen Trailer erwartet. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht um die mögliche Portierung von Final Fantasy Versus XIII handelt, sondern um ein eigenständiges Spiel. Für mich sind es immer noch die Spiele, die eine Konsole einzigartig machen und dann erst kommt für mich die Technik, doch die kann mich auch hier nicht wirklich beeindrucken. Mehr Hardware-Leistung ist schön und gut, aber die angekündigten Features lassen mich ein wenig am Konzern zweifeln. Das PlayStation Network funktioniert zwar, doch aktuell stören bei meiner flotten Internetleitung ständige Nachladeruckler das Einkaufsvergnügen im Shop. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass im zukünftigen Netzwerk ganze Videos übertragen werden soll, damit ich beispielsweise in das Spielgeschehen bei einem Freund einsteigen kann, dann zweifle ich daran, dass das (zumindest hierzulande) bei allen Spielern vernünftig funktioniert. Dass man sich wieder einmal an Nintendo orientieren möchte, war mir ebenfalls schon klar (es ist immerhin nicht das erste Mal, wo Sony frech kopiert, ein Beispiel dafür dürfte jüngst PlayStation All-Stars: Battle Royale sein). Jetzt kann ich eine PlayStation Vita, für die es in meinen Augen immer noch zu wenig Kaufgründe gibt, bei einigen Titeln auch als Ersatz für den Fernseher nutzen. Die Funktion des GamePads so zu kopieren, halte ich nicht für unklug – immerhin funktioniert das Konzept auf der Wii U wunderbar, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist das für Sony PlayStation 4 sicherlich nicht. Ihr seht: Mir fehlt es noch deutlich an Innovationen und Informationen. Beispielsweise möchte ich wissen, wie das Touchpad auf dem Controller vernünftig zum Einsatz kommt, wie die Konsole im Endeffekt aussehen wird und vor allem, wie viel die Konsole zum Weihnachtsgeschäft des Jahres 2013 schlussendlich kosten wird. Informationen, die hoffentlich auf der nächsten Electronic Entertainment Expo ergänzt werden. Bis dahin interessiert mich die Konsole jedenfalls erst einmal nicht und bleibe weiterhin bei der Vorgängerkonsole.

Jonas‘ Meinung: Beachtlich, wie viele Gerüchte sich in jener Nacht als wahr erwiesen haben. Die meisten technischen Informationen, die schon im Vorfeld über die PlayStation 4 bekannt gewesen sind, spiegeln mehr oder weniger wortwörtlich genau den Kern der neuen Sony-Konsole wider. Vor allem der Verzicht auf die damals sehr kostenintensive Cellprocessor-Technologie bestätigt ein Entgegenkommen in Richtung Entwicklerfront. Sony hat wohl eingesehen, dass sie es sich nach der teils suboptimalen Infrastruktur der PlayStation 3 weder mit den Entwicklern, mit den Spielern, noch mit aktuellen Trends verscherzen darf, denn soziale Netzwerke, ein Touchpad, Bewegungssteuerung und umfangreiche Entertaining-Möglichkeiten werden abermals sehr groß geschrieben. Der Controller wird davon auch maßgeblich beeinträchtigt und bekommt ein Touchpad, eine integrierte Move-Funktion und das wohl größte Gimmick (mit der wohl kürzesten Unterhaltungsdauer), einen Share-Button, spendiert. Neben der prächtigen Technik (die meiner Meinung nach vor allem mit ihren brachialen Zahlen und Fakten überzeugen will) will der Videospielriese zur Ausnahme auch einmal genügend Spiele zum Release bereitstellen. Die nächste Xbox wird es bei der großen Anzahl an exklusiven Highlights sicher nicht leicht haben, obwohl Sony noch eine Menge Geheimnisse ungelüftet lässt. Fragen zum Preis, dem handfesten Design und der Bedienoberfläche, von der uns sogar nur ein Screenshot präsentiert wurde, werden hoffentlich spätestens auf der E3 gelüftet. Im Grunde ist die PlayStation 4 in meinen Augen bis jetzt noch nicht mehr als eine resolute Weiterentwicklung der PlayStation 3. Und das in jeglicher Hinsicht – von der technischen Komponente bis zu den Innovationen!

Prime Time: One Piece (TV-Box 4 + Film 4) Unboxing

Die Episoden der vierten Serienbox drehen sich allesamt um die Revolution in und um die Rettung vom Wüstenstaat Alabasta. Der vierte Film des Franchises siedelt sich direkt nach der letzten Episode (130) der vierten Box an. Nach unseren beiden Reviews möchten wir euch an dieser Stelle wieder einen Einblick in Optik und Haptik der Box gewähren. Wieso die vierte Box zum Teil schlecht verarbeitet ist, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video.

Review: One Piece: Das Dead End Rennen

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (1)Nachdem der dritte Film des Franchises ordentlich für Verwirrung gesorgt hat, schafft es das vierte Kino-Abenteuer, sich mit den Fans wieder zu versöhnen. Das funktioniert verdammt gut, denn One Piece: Das Dead End Rennen bleibt bis zur letzten Minute spannend.

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (2)Wie es sich für anständige Piraten gehört, ankern sie mit ihrem Schiff offen im Hafen einer Stadt und schlagen sich in einem Lokal ordentlich die Bäuche voll. Zumindest Ruffy, der für das Haushaltsdefizit der Strohhut-Bande verantwortlich ist. Nami fragt, mit Betonung ihrer zwei unschlagbaren Argumente, in eben jenem Lokal nach Arbeit, damit die Strohhüte beim nächsten Anlegen nach dem Auffüllen ihrer Vorräte auch wieder ein bisschen Kleingeld in der Reisekasse haben. Ihr gelingt es, Informationen über ein geheimes Ereignis in Erfahrung zu bringen, doch wenn sie an diesem teilnehmen wollen, gibt es danach kein Zurück mehr. In einer riesigen unterirdischen Höhle stoßen sie schließlich auf viele andere Piraten, die nur aus einem Grund anwesend sind: Sie wollen am legendären Dead End Rennen teilnehmen. Die Strohhüte schreiben sich mit der Flying Lamb für dieses Rennen natürlich ebenfalls ein und freuen sich schon darauf, am Rennen teilnehmen zu können. Immerhin gibt es dreihundert Millionen Berry für den Sieger und die Piraten hätten somit ein Leben lang ausgesorgt oder zumindest fast. Man denke nur an Ruffys meist unersättlichen Magen! Das Dead End Rennen wird jedoch von anderen Einflüssen bestimmt, mit denen die Piraten nicht gerechnet hätten. So taucht während dem Rennen plötzlich ein blinder Passagier auf der Flying Lamb auf.

Wenn sich Ereignisse überschlagen

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (3)Der Junge, der eigentlich ein Mädchen ist, gibt sich der Crew als Anaguma zu erkennen. Er ist der Helfer vom alten Biera, der auf Gasbades Schiff im Maschinenraum arbeitet. Nicht ganz liebevoll wird Biera von Gasbades Männern Maulwurf und Anaguma Dachs genannt. Respekt wird ihnen nicht entgegen gebracht und als Biera schwer krank ist, will ihm niemand außer Anaguma helfen. Es sei denn, dass Anaguma einen beliebigen Piraten für Gasbade tötet. Die Wahl fällt ausgerechnet auf Ruffy, doch da dieser ein Gummimensch ist, können Kugeln ihm nichts anhaben. Nach anfänglichen Zögern schließt die Gruppe mit Anaguma Freundschaft, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Log Port, der die Flying Lamb zum Ziel des Dead End Rennen führen sollte, ist manipuliert, führt die Piraten schon fast in die Hände der Marine, dann taucht auch noch ständig der mysteriöse Shuraiya (ein gefürchteter Piratenjäger) auf und zu guter Letzt lässt sich auch Gasbade blicken, der sich mit Ruffy einen sehr glitschigen Kampf liefert, da dieser von der Candy-Frucht gegessen hat. Wie es der Zufall so will, bleibt am Ende des Films auch noch Platz für ein Familientreffen. Damit ist nicht ein Gastauftritt von Puma D. Ace gemeint, sondern zwei Nebenfiguren, die sich lange nicht mehr gesehen haben. Ein Zufall, der so gut in die Handlung passt und das Gesamtbild bereichert.

Wenn Elemente zusammenpassen

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (4)One Piece: Das Dead End Rennen bietet alles, was wir von einem Piratenfilm erwarten. Eine obligatorische Kneipenprügelei ist ebenso mit an Bord, wie ein gefürchteter Piratenkapitän, ein Unwetter, genügend Ansporn und jede Menge Action, sowie Humor, den wir genauso aus der Serie zu One Piece kennen. Angesiedelt ist Film übrigens unmittelbar nach Episode 130, die letzte Folge aus der vierten Serienbox. Dementsprechend ist auch Nico Robin endlich mit an Bord, die jedoch sehr zurückhaltend charakterisiert wird und eigentlich gar nicht zur Story des Films beiträgt. Die Motivation, Ruffy gerade jetzt zu schnappen, ist größer denn je, da das Kopfgeld für den Gummimenschen gerade nach den Ereignissen in Alabasta von dreißig auf einhundert Millionen Berry erhöht wurde. Optisch hat man sich nach dem dritten Film, der in vielen Momenten zu künstlich wirkte, wieder mehr am Stil der Serie orientiert. 95 Minuten kann One Piece: Das Dead End Rennen daher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und akustisch mit dem bekannten Soundtrack unterhalten. Leider liegt der Film im 4:3-Letterbox-Format vor, doch mit der entsprechenden Technik kann auch dieses Manko leicht umgangen werden. Die deutsche als auch die japanische Synchronfassung weiß zu überzeugen. Fans freuen sich abschließend wie beim dritten Film über ein kleines faltbares Poster.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Nachdem ich den dritten Film und jetzt im Vergleich auch die ersten beiden Film etwas schwächer fand, hat mich One Piece: Das Dead End Rennen tatsächlich vom Hocker gehauen. Von der ersten bis zur letzten Minuten zieht mich das Spektakel magisch in seinen Bann. Das beginnt mit Ruffys üblicher Fressorgie, die mich mit ein paar tollen Sprüchen wunderbar zum Lachen bringt, über dem zugleich spannend und ebenfalls verrückt inszenierten Auftakt zum Dead End Rennen und endet mit der Action, die auf einem sinkenden Schiff in ihrem Höhepunkt gipfelt. Zwar gibt es in einigen Folgen der Serie deutlich mehr Action, doch hält sich im vierten Kino-Abenteuer um Ruffy und seiner Crew einfach die Waage. Das ist fantastisch, denn genauso hätte der Film auch als Teil der Serie, aufgeteilt auf mehrere Episoden, funktionieren können. Zudem gibt es auch Nebenfiguren, die zwar nur in wenigen Szenen vorkommen, doch in diesen hervorragend charakterisiert werden. Es passen einfach alle Elemente sehr gut zusammen, die 95 Minuten über auch nicht aus ihrem Mosaik herausfallen. Diese Harmonie dürfen sich One-Piece-Fans auf keinen Fall entgehen lassen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Das Dead End Rennen!

Review: One Piece: Box 4 (Episoden 93-130)

One Piece TV-Box 4 (1)Nach ihren ersten Abenteuern auf der Grandline ist noch lange nicht Schluss und Monkey D. Ruffy will immer noch König der Piraten werden, doch die vierte Staffel der Serie findet nicht mehr auf dem Meer, sondern überwiegend in der sandigen Wüste von Alabasta statt.

One Piece TV-Box 4 (2)Der Auftrag der Strohhüte ist eindeutig. Sie müssen Prinzessin Vivi unbeschadet nach Hause, in den Wüstenstaat Alabasta, bringen. In Alabasta angekommen wird Ruffy und seiner Crew jedoch klar, dass dies nicht das Ende der Reise ist. Seit Jahren hat es in Alabasta nicht mehr geregnet. Nur in der Hauptstadt Arbana hat es zum Teil geregnet. Zunächst als Königswunder beschrien, wird einigen Leuten schnell klar, dass der König anscheinend Nebelin, ein Pulver, welches den Wolken in einem großen Umkreis die Feuchtigkeit entzieht und es dafür an Ort und Stelle regnen lässt, benutzt, obwohl dieser es selbst verboten hat. Zumindest ist Mr. Zero, der in Alabasta eher als Sir Crocodile bekannt ist, dieser Auffassung und streut in allen Ecken des Landes Gerüchte. Zudem hilft er der Bevölkerung mit Banditen und Revolutionären, um als Volksheld angesehen zu werden. Der Anführer der Baroque-Firma verfolgt jedoch nur das Ziel der Weltherrschaft. Wie er das jedoch anstellen will, bleibt jedoch bis zur letzten Minute ein Geheimnis. Vivi möchte unterdessen mit dem Anführer der Rebellen verhandeln, um ein mögliches Blutbad zu vermeiden. Gemeinsam mit Ruffy, Zorro, Nami, Sanji, Lysop, Chopper und ihrer Rennente Karuh durchkämmt sie die Wüste, um das Rebellenlager zu finden. So zieht sich die Handlung zwar in die Länge, doch der Unterhaltungswert ist gleichbleibend gut.

Gefahren der Wüste

One Piece TV-Box 4 (3)Ruffy macht nämlich zum ersten Mal Bekanntschaft mit Wüstenpiraten, kleinen Skorpionen, großen Skorpionen und gefährlichen Sandstürmen. Die wohl wichtigste Bekanntschaft ist aber die Zusammenkunft mit Ruffys Bruder Puma D. Ace, der schon zwei Jahre vor seinem Bruder das Nest verlassen hat, um zur See zu fahren. Mit seiner Feuerfaust greift er den Strohhüten nicht nur einmal unter die Arme. Schade ist aber, dass wir nur sehr wenige Einblicke in seine und Ruffys Vergangenheit bekommen. Interessant wäre es doch zu wissen, wie er zum Roten Shanks steht und was ihn eigentlich antreibt. Einzelheiten bleiben hier also aus, doch sind wir guter Hoffnung, dass die Piraten Ace mindestens noch ein weiteres Mal über den Weg laufen werden. Ansonsten kann die Serie ihre Qualität halten, auch wenn der Humor aufgrund einer sehr ernst inszenierten Revolution ein wenig darunter leidet. Hin und wieder gibt es dann aber auch Momente, die uns so sehr im Gedächtnis bleiben und dann können wir über das Manko auch hinwegsehen. Beispielsweise die Kung-Fu-Robben, die als Ruffys neue Schüler nur zu gerne mit ihm durch die Wüste gezogen wären oder wie die beiden Brüder Ruffy und Ace in der Hafenstadt Nanohana sich andauernd verpasst haben. Mit Episode 116 wird zudem noch das Intro ausgetauscht, was leider schon ein wenig auf die letzte Episode der Box spoilert.

Unschöner Produktionsfehler

One Piece TV-Box 4 (4)Man kann sich also denken, welches neue Crew-Mitglied die Piratenbande bekommt. Warum das so ist, wird in dem neuen Intro natürlich noch nicht verraten und so bleibt es bis zum Ende spannend, wo auch Prinzessin Vivi eine folgenschwere Entscheidung treffen muss. Wie jeder von euch sicherlich schon festgestellt hat, liegen dieser Serienbox ganze 38 Episoden bei. Das sind beispielsweise sieben Folgen mehr als bei der dritten Box. Das hat zufolge, dass die Box statt sechs nun sieben Discs enthält, welche allerdings mehr schlecht als recht untergebracht worden sind. Während man die Datenträger vier bis sieben wie gehabt unkompliziert und sehr einfach entnehmen kann, ist bei den ersten drei DVDs Fingerspitzengefühl gefragt. Wir haben es sogar geschafft, einen kleinen Halterungshaken bei normaler Benutzung abzubrechen. Bei einer zukünftigen Nachproduktion sollte Kazé Anime unbedingt eine Überarbeitung der Box in Betracht ziehen, da dieser Produktionsfehler auch schon von anderen One-Piece-Fans stark bemängelt wird. Ansonsten kann man aber auch an dieser Serienbox nichts bemängeln, denn nach wie vor erstrahlen die Episoden mit satten Farben, werden mit toller Musik unterlegt und haben eine ebenso wunderbare Synchronisation. Wer sich darüber hinaus über Hintergründe der Serie informieren will, freut sich abermals über ein aussagekräftiges beiliegendes Booklet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 93 bis 130 der Serie): Nachdem die Geschehnisse in den letzten Episoden richtig spannend und abwechslungsreich waren, empfinde ich nun die Folgen der vierten Serienbox als ein wenig eintönig. Sicherlich ist eine Wüste eintönig, denn schließlich liegt dort meilenweit Sand, doch bis es hier ordentlich zur Sache geht, vergehen gerne mehr als 25 Episoden. Das ist für meinen Geschmack etwas zu lang, doch kann ich der Serie dafür nicht sonderlich böse sein. Der Humor kommt immer noch gut, wenn auch nicht mehr ganz so prägnant, zur Geltung und die anschließende Action und auch die Dialoge sind wieder einmal das Aushängeschild der vorliegenden Episoden. Dass man eine Nebenfigur wie Vivi so stark charakterisieren kann, hätte ich vor dem Anschauen allerdings nicht gedacht. So hat sie sich schnell zu meinem Lieblingsnebencharakter entwickelt. Das gilt selbstverständlich auch für den kleinen Karuh, der mit seinem Gequake auf eine ganz subtile Art und Weise zum Humor der Serie beisteuert. Zudem wird wieder einmal wunderbar das Thema Freundschaft einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt. Der Zuschauer kann unter Umständen etwas davon auf sein eigenes Leben reflektieren. Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Handlung hier leider etwas zu langsam abläuft und man dies hätte besser regeln können. Sammler sollten eventuell auf eine mögliche Nachproduktion hoffen, bei der die im Text angesprochene Verarbeitung in besserer Form vorliegen könnte. Derzeit ist es leider eine absolute Qual, die einzelnen Discs herauszunehmen. Das hätte bei der Qualitätskontrolle unbedingt auffallen müssen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece Box 4 (Episoden 93-130)!

News: Rayman Legends verliert Wii-U-Exklusivität

Rayman Legends (1)In den letzten Tagen rückte ein ganz bestimmter Publisher ins Rampenlicht der Medien, denn Ubisoft hat den vormals exklusiven Wii-U-Titel Rayman Legends um ein ganzes halbes Jahr verschoben. Das ist jedoch nicht alles, denn mit der Verschiebung des Titels um den Zeitraum geht auch die Ankündigung einher, dass das Spiel dann auch noch für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen soll. Vermutlich deshalb, weil die Verkäufe von Rayman Origins damals bereits nicht wie erhofft ausgefallen sind und selbiges wohl auch für Nintendos Prognose zur Wii U zutrifft. Einen interessanten Bericht dazu liefert euch vor allem unser Partner N Insider. Als Entschädigung möchte man Wii-U-Besitzern bald eine weitere Demo des Spiels im eShop anbieten.

Andreas‘ Meinung: Es ist einer der Punkte, wo man sich als Konsolenbesitzer sehr hinters Licht geführt fühlt. Genauer gesagt der Punkt, wo man das Vertrauen in die Aussagen der Entwickler und Firmen verliert! Man hat das Gefühl, es geht nur noch um Verkaufszahlen und nicht um Versprechungen einige Zeit davor. Klar ist, dass die Wii U sich derzeit nicht prächtig verkauft, aber das rechtfertigt wohl kaum so einen großen Schritt, ein Spiel auf das viele gewartet haben, die Exklusivität zu streichen und es noch um einige Monate zu verschieben! Das Spiel ist schon fast fertig und es dreht sich nur noch um den Gewinn, der damit erzielt werden kann. Man hätte die Exklusivität auch später ändern können (siehe Bioshock), das wäre ehrlicher und vertrauenserweckender gewesen, als das, was Ubisoft gerade jetzt hier abzieht.

Erics Meinung: Diese Entscheidung seitens Ubisoft halte ich für eine wahre Frechheit! Ich bin mir durchaus bewusst, dass das französische Unternehmen gerne einen finanziellen Erfolg für den Nachfolger von Rayman Origins anzielen möchte und es sind wohl mehrere Faktoren, die hier zusammenspielen, doch nachvollziehen kann ich die Entscheidung nicht. Zunächst tritt man groß auf der Electronic Entertainment Expo auf, gibt wieder einmal zum Besten, dass die Firma zu Nintendo steht, vom Konzept der Wii U überzeugt ist und man unbedingt auch für Nintendos Konsole entwickeln will. Dass die Verkaufszahlen von Rayman Origins nicht dem entsprachen, was man sich so vorgestellt hat, wusste man zu diesem Zeitpunkt schon lange. In diesem Zug hätte man auch wissen müssen, dass Nintendo keine fünfzig Millionen Wii U im ersten Quartal absetzen kann. Anscheinend bemängelt man auch die derzeit noch sehr kleine Hardware-Basis, denn sonst kann ich nicht verstehen, warum aus dem Launch-Termin Ende Februar geworden ist und jetzt das Spiel auch für andere Konsolen bringen möchte. Dabei ist Rayman Legends mittlerweile fertiggestellt und das Spiel auf Features der Wii U ausgelegt. In meinen Augen könnte Ubisoft das Spiel ruhig jetzt auf den Markt werfen, anstatt es jetzt noch einige Monate zurückzuhalten. Zumindest eine zeitliche Exklusivität hätte ich mir gewünscht, auch wenn ich mir den Titel ohnehin nicht zulegen werde. Den Boykott-Aufrufen im Internet kann ich nur beipflichten, denn wie Ubisoft Wii-U-Besitzer mit einer weiteren Demo jetzt auch noch verhöhnt, gehört absolut nicht zum guten Ton!

Jonas‘ Meinung: Ich finde es richtig traurig, dass die Wii U nun von immer mehr Entwicklern regelrecht aufgeben wird und die Konsole einen exklusiven Titel nach dem anderen verliert. Natürlich trägt auch Ubisoft die Schuld daran, aber als normaler Spieler tut man sich natürlich schwer solche kommerziellen Entscheidungen, die ein Unternehmen im Bereich der schnelllebigen Unterhaltungsindustrie einfach treffen muss, zu verstehen. Das Dreiste ist nur, dass die Rayman-Fans bis zuletzt mit dem Release-Termin an der Nase herumgeführt wurden und jetzt ein halbes Jahr auf ein eigentlich fertiges Spiel warten müssen. Ich hoffe nur, dass Rayman Legends für die Wii U dank des Wii U GamePads und auch den daraus resultierenden speziellen Gameplay- und Steuerungsmechaniken die beste Version auf dem Markt wird und dadurch vielleicht sogar ein paar Leute motiviert werden, sich die Konsole zu kaufen. Generell finde ich Exklusivtitel natürlich extrem wichtig für die Videospielindustrie, auch wenn das heutzutage nicht mehr selten nur noch am richtigen Geldfluss liegt.

Prime Time: One Piece (TV-Box 3 + Film 3) Unboxing

Die Reise der Strohhüte auf der Grandline beginnt mit den Episoden der dritten Serienbox und der dritte Film ist ebenfalls auf dieser angesiedelt. Nach unseren beiden Reviews ist jetzt das obligatorische Unboxing-Video an der Reihe. Eric stellt euch wie gehabt die Optik und die Haptik der Box vor und womit ihr sonst noch beim Kauf rechnen dürft.

Review: One Piece: Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (1)Während sich die Handlungen der ersten zwei One-Piece-Filme hervorragend zwischen einzelnen Episoden entfalten konnten, ist das beim dritten Kino-Abenteuer gar nicht so einfach, denn diverse Tatsachen sorgen bei Kennern der Serie ordentlich für Verwirrung.

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (2)Ruffy und seine Crew sind auf der Suche nach einem neuen Abenteuer, nachdem sie Chopper auf der Insel Drumm in ihre Bande aufgenommen haben. Einige von euch werden sich jetzt sicherlich denken, dass die Strohhüte doch eigentlich dringend Prinzessin Vivi nach Alabasta eskortieren sollten, um die dortige Revolution aufzuhalten. Vivi kommt in One Piece: Auf der Insel der seltsamen Tiere aber nicht vor. Nun könnte man natürlich denken, dass der Film so wohl eher nach den Ereignissen in Alabasta angesiedelt ist. Dementsprechend würde jedoch Nico Robin mit von der Partie sein, doch auch diese taucht in diesem Film nicht auf. Obwohl diese Unstimmigkeiten Sinn und Logik der Handlung von One Piece überdecken, kann diese für sich allein genommen aber dennoch unterhalten. Schiffsarzt Chopper geht über Bord und strandet auf einer Insel, wo die mysteriösesten Tiere leben, die ihr wohl jemals gesehen habt. Panzer-Büffel und Felsen-Nashörner leben hier in Frieden und Harmonie, wenn da nicht die drei gefährlichen und ebenso skrupellosen Typen gäbe, die auf der Insel für Unruhe sorgen. Butler, Hotdog und Heavy, so die Namen der drei Spießgesellen, wollen nämlich auf der Insel nämlich einen Schatz finden und dieser soll, so die Legende, aus den kraftgebenden Hörnern bestehen, die Butler nur zu gerne verputzen will. Lebende Tiere müssen darunter leiden.

Der König der Tiere

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (3)Da der alte König der Tiere kurz vor Choppers Eintreffen gestorben ist, brauchen die Tiere einen neuen König. Mobambi, ein kleiner Junge, dessen Vater vor einiger Zeit von Butler ermordet wurde, ist ebenso auf der Kroneninsel gestrandet. Seine Freunde, die Tiere, die alle friedlich miteinander leben und einige von ihnen auch die Sprache der Menschen sprechen, helfen ihm durch die schwere Zeit. Durch unglückliche Vorfälle wird Chopper von Mobambi zum neuen König der Tiere ernannt. Währendessen suchen ihn seine Piratenfreunde, doch auf die sind die Tiere nicht gut zu sprechen. Das liegt unter anderem daran, dass Ruffy ziemlich oft seinen Hunger nach Fleisch offen kundtut. Als die Bösewichte herausfinden, dass nur die Hörner des Königs der Tiere Butler auf ein neues Energieniveau hieven kann, wird Chopper zum Ziel der drei Ganoven. Diese hetzen die Tiere auf und so werden die Piraten ein weiteres Mal voneinander getrennt und müssen wieder zueinanderfinden. Dass sie dabei rohe Gewalt anwenden müssen, sollte einem jeden Fan der Serie klar sein. Zorro greift somit wieder zu seinen Schwertern, Sanji zu seinen Fäusten und Lysop nimmt lieber die Beine in die Hand, um daraufhin einen Bumerang zu werfen, der im wahrsten des Wortes eine Einwegwaffe ist. Der Humor bleibt somit auch in Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere erhalten. Gut so!

Fußballkönig der Träume

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (4)Neben dem 56 Minuten langen Kinofilm liegt auf dem Datenträger zudem noch ein weiterer Kurzfilm bei. In den sechs Minuten nimmt der Humor der Serie nicht ab, denn hier treten die Charaktere in einem Fußballmatch gegeneinander an. Da schießt Sanji einen Fußball einfach mal eben rund um den Planeten und dann taucht plötzlich ein Fußballer auf, der seinen Ball Torwart Corby, der sonst keinen Ball halten kann, einfach mal in die Hände schießt. Wie die sechs Minuten von Fußballkönig der Träume ins Gesamtbild passen, wird am Ende des Films eindeutig geklärt. Das ist plausibel, denn schließlich wurde auf der Grandline bisher noch nie über Sport geredet. Beide Filme liegen auf der DVD im 4:3-Letterbox-Format vor. Das heißt, dass das Bildformat zwar in 4:3 wiedergegeben wird, allerdings mit schwarzen Streifen am oberen und unteren Bildschirmrand. Die Technik einiger Fernseher oder Abspielprogrammen lassen es aber zu, das Bild an einen 16:9-Bildschirm mit einem Qualitätseinbruch anzupassen. Dieser ist bei entsprechendem Abstand vom Bild allerdings verkraftbar und fällt so kaum ins Gewicht. Sowohl die deutsche als auch die japanische Synchronisation geht in Ordnung, doch schade ist, dass der Synchronsprecher von Chopper nicht mehr Florian Halm, sondern Martin Halm ist, der mit seiner (verstellten) hohen Stimme nicht immer ganz glaubhaft wirkt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Nachdem ich bereits im Vorfeld einiges zur Handlung von One Piece: Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, wie man den Film im Serienkontext erklären will. Fakt ist, dass dies wohl nicht möglich ist, da sich der Film auf diverse Begebenheiten bezieht, die so nicht nachvollziehbar sind. Beispielsweise taucht weder Prinzessin Vivi, noch Nico Robin im Film auf. Dann loben sich Sanji und Zorro in unterschiedlichen Kämpfen, was es so in der Serie noch nicht gab. Immerhin herrscht in gewisser Weise ein Konkurrenzdenken unter den beiden. Ich kann über diese Logikfehler allesamt hinwegsehen und stelle mir einfach vor, dass der Film in einer Art Paralleluniversum stattfindet, das anderen Grundregeln entspricht. Die 56 Minuten, die der Film andauert, konnte mich der Streifen zwar gut, aber nicht überragend unterhalten. Ich mag es zwar, wenn ich meine liebgewonnen Charaktere auch mal unabhängig von der Serie erleben kann, allerdings läuft der Film fast durchgehend nach dem Gut-Böse-Schema ab, das so zwar auch teilweise in der Serie vorhanden ist, aber nicht ganz so stark. Gar nicht gefällt mir übrigens der Synchronsprecherwechsel von Chopper. Seine neue Stimme ist mir oftmals einfach einen Tick zu hoch und dann hat man sich ausgerechnet noch einen Sprecher gewählt, der bereits unzähligen Nebenfiguren (unter anderem auch dem Roten Shanks) seine Stimme geliehen hat. One-Piece-Fans, die neues Futter suchen, dürfen zuschlagen, können sich aber ebenso einen anderen Film der Reihe  anschauen und werden so eventuell besser unterhalten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere!

Review: One Piece: Box 3 (Episoden 62-92)

One Piece TV-Box 3 (1)Nach den ersten beiden Serienboxen, die laut Kazé Anime zusammen die erste Staffel bilden, tauchen wir in der dritten Serienbox in die Episoden der zweiten und dritten Staffel ein. Die Qualität der Serie steigert sich dabei teilweise enorm.

One Piece TV-Box 3 (2)Nach den ersten Abenteuern auf dem Eastblue geht es in den Episoden 62 bis 92 endlich auf der sagenumwobenen Grandline zur Sache. Die Strohhutpiraten haben mit der Flying Lamb, also ihrem Schiff, Rivers Mountain passiert und segeln gerade auf die Grandline zu. Am Fuß des Berges erwartet sie allerdings bereits das nächste Hindernis. Ein riesiger Wal versperrt der Piratenbande den Weg. Während Ruffy sich noch auf den Rücken des Wales retten kann, wird die Flying Lamb mit seinen Freunden verschlungen. Komischerweise entdeckt Ruffy einen mechanischen Eingang ins Walinnere und trifft dort wenig später seine Crew wieder. Dabei bleibt es aber nicht, denn Leuchtturmwärter und Arzt Krokus muss um seinen Patienten, den Wal La Boum, fürchten. Zwei Mitarbeiter der Baroque-Firma wollen diesen nämlich nur zu gerne töten, um die Einwohner ihrer Stadt Whiskey Peak zu ernähren. Das gelingt ihnen zwar nicht, doch Ruffy und seine Freunde eskortieren Miss Wedneyday und Mister 9, so die beiden Decknamen der Baroque-Mitarbeiter, zu diesem Ort. Dort angekommen wird Zorro allerdings klar, dass die Baroque-Firma aus Kopfgeldjägern besteht und sie in einer Falle gelandet sind. Es gibt jedoch Streit in den eigenen Reihen, denn Miss Wedneyday wird als Prinzessin Vivi des Wüstenstaats Alabasta entlarvt, welche nur versucht, ihre Heimat zu beschützen.

Eine ungewollte Route auf der Grandline

One Piece TV-Box 3 (3)Schnell wird den Freunden klar, dass sie Vivi bei ihrem Vorhaben unterstützen müssen. Das hat zur Folge, dass die Strohhutpiraten von nun an auf der Abschussliste der Baroque-Firma stehen und ebenfalls um ihr Leben fürchten müssen. So machen sie der Reihe nach mit den verschiedenen Agenten des Unternehmens Bekanntschaft und bereisen die Grandline auf der Route, die sie so wohl am allerwenigsten gewählt hätten. So erleben sie auf der Insel Little Garden eine faszinierende Fauna und Flora, die aus dichtem Dschungel, gefräßigen Tieren, Dinosauriern und zwei sich seit einhundert Jahren bekämpfenden Riesen besteht. Später gilt es dann das Land ohne Namen vor einem König zu beschützen, der hier jahrelang als Tyrann regiert hat und beim Auftauchen vom Piraten Blackbeard geflohen ist. Da das Reisen auf der Grandline ein wagemutiges Unterfangen ist und nur mit Hilfe eines Log-Port oder gar eines Eternal-Ports (speziell angefertigte Kompasse) möglich ist, hat sich seine Rückkehr nun viele Jahre hingezogen und fällt ausgerechnet mit der Ankunft der Strohhüte zusammen. Neben vielen neuen Gegnern, die nahezu fast alle von irgendeiner Teufelsfrucht genascht haben, ist die Crew am Ende der 31 vorliegenden Episoden um ein weiteres Crew-Mitglied reicher. Der neue Charakter Chopper bereichert die Serie um eine kräftige Portion Dramatik und Trauer.

Der Fokus liegt auf der Handlung

One Piece TV-Box 3 (4)Die Vergangenheit des kleinen sprechenden Elchs ist sehr tragisch inszeniert und die Serie erreicht hier einen Punkt des Mitgefühls, welches wir sonst eher nur von erwachsenen Animes kennen. Mit Rückblicken wird nicht nur das Leben von Chopper, sondern auch das Leben der Nebenfiguren erläutert, damit wir deren Handlungsweise nachvollziehen können. Nebenher tauchen ebenfalls wieder Charaktere auf, die wir schon fast vergessen haben. So gibt es unter anderem auch ein Wiedersehen mit Corby und Helmeppo, die jetzt gemeinsam Karriere im Hauptquartier der Marine machen. Wir finden diesen Schritt gut, da wir so nebenher schon Handlungsstränge mitbekommen, die im späteren Verlauf des Animes sicherlich noch stark an Bedeutung gewinnen werden. Die Folgen der dritten Serienbox setzen wieder verstärkt auf Dialoge und Charakterisierungen. Die Action kommt dabei aber ebenso wenig zu kurz wie der typische One-Piece-Humor, auf den stellenweise sogar Bud Spencer und Terence Hill neidisch wären. An die 730 Minuten kann die dritte Serienbox von One Piece mit 31 tollen Episoden glänzen. Der gut verarbeiteten DVD-Box liegt abermals ein kleines Booklet bei, welches Informationen über die wichtigsten Charaktere zusammenfasst und einen Überblick über alle enthaltenen Episoden gibt. Da bleibt fast keine Frage offen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 62-92 der Serie): Nachdem ich die ersten Folgen der Serie regelrecht verschlungen habe, stellte sich bei den Episoden der zweiten Serienbox eher Ernüchterung ein. Ich bin sehr froh, dass die Serie wieder die Kurve bekommen hat und mit den 31 vorliegenden Episoden nahezu wieder das abgeliefert hat, was mich an der Serie von Beginn an gefesselt hat. Eine tolle Handlung, illustre Charaktere, gewiefte Dialoge und jede Menge Action. Insbesondere dann, wenn Ruffy und Zorro ausrasten, kann One Piece mit seinem Humor punkten. Welche lustigen Wörter sich die beiden Charaktere an den Kopf schmeißen und sich dabei eben diesen gegenseitig abreißen wollen, würden mir nie im Traum einfallen. Zudem finde ich es gut, dass die Crew fast über die ganzen Episoden hinweg von den Figuren Vivi und Karuh unterstützt werden. Letztere Figur ist eine überproportional große Rennente und somit zwar nicht so besonders wichtig für den Verlauf der Geschichte, doch alleine ihre Anwesenheit ist in manchen Szenen so verrückt, dass sie wesentlich zu den lustigen Momenten der Serie beiträgt. Nachdem die Strohhüte jetzt um ein weiteres Mitglied reicher sind, freue ich mich schon sehr darauf, wie die Geschichte in Alabasta weitergeht und ob ihnen die Rettung des Wüstenstaates gelingen wird. Es bleibt bis zum Ende spannend!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von der One Piece Box 3 (Episoden 62-92)!

Review: Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (1)Viele Jahre haben Rollenspieler auf die Veröffentlichung des Titels im Westen gewartet. Die Nintendo-DS-Fassung blieb den Japanern vorbehalten, doch kommen wir zumindest in den Genuss der PlayStation-3-Version, die sicherlich nicht weniger schlecht ist.

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (2)Das auf dutzende Spielstunden angelegte Rollenspiel beginnt sehr unscheinbar, denn mit dem Hauptcharakter Oliver ist noch alles in bester Ordnung. Früh am Morgen kauft er im örtlichen Laden ein, frühstückt anschließend gemeinsam mit seiner Mutter, besucht die Schule und am Abend schleicht er sich schließlich aus dem Haus. Gut, das sollten kleine Jungs in der Realität lieber nicht machen, doch ist die fiktive Stadt Motorville ein sehr sicherer Ort. Der Grund für den nächtlichen Spaziergang liegt auf der Hand. Olivers bester Freund Phil hat an einem Auto gewerkelt, welches die beiden Jungs jetzt ausprobieren möchten. In der Zwischenzeit hat auch Olivers Mutter bemerkt, dass der Junge ausgebüchst ist und begibt sich auf die Suche. Oliver und Phil haben den Wagen mittlerweile zum Fluss gebracht, wo sie auf einer geraden Straße ein möglichst hohes Tempo erreichen wollen. Oliver darf den Einsitzer einweihen, doch dann passiert das, was man als Spieler bereits vermutet. Der kleine Junge baut seinen ersten Unfall, denn eine Achse bricht durch und das Auto landet im Fluss. Oliver läuft Gefahr zu ertrinken, denn Phil ist wohl ebenso ein Nichtschwimmer und kann seinem Freund nicht dabei helfen, aus dem kalten Wasser zu entkommen. Zum Glück ist Olivers Mutter just in diesem Moment am Fluss angekommen und kann ihren Sohn noch retten. Die hinzugekommenen Bewohner freuen sich über die Gesundheit ihrer Mitbürger, doch dann bricht Olivers Mutter zusammen.

Das Tor in eine andere Welt

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (3)Es kommt wie es kommen muss. Olivers Mutter stirbt kurze Zeit später, da sie schon länger ein sehr schwaches Herz hat. Der Junge verliert die Freude am Leben und weint bitterlich. Die Tränen tropfen auf sein Kuscheltier Tröpfchen, welches ihm seine Mutter einst geschenkt hat und welches bei Berührung mit den Tropfen zum Leben erwacht. Tröpfchen stellt sich als den Großfürsten der Feen vor und behauptet, aus einem anderen Land zu stammen. Als Tröpfchen eine Fotografie von Olivers Mutter sieht, erkennt er, dass diese der Weisen Alice frappierend ähnelt und macht Oliver ein Angebot, welches er nicht ablehnen kann. Er soll Tröpfchen doch begleiten, denn die Weise Alice wird ihm helfen können, seine Mutter wieder ins Reich der Lebenden zu bringen. Oliver fasst neuen Mut und willigt ein, doch ahnt er da noch nicht, auf welches Abenteuer er sich eingelassen hat. Nach der langwierigen Einleitung, in welcher noch die Handlung erst einmal ins Rollen kommen muss, haben wir einen Zauberstab gefunden und auch schon den Portal-Zauber gelernt, mit der wir in die Welt von Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin spätestens dann vollends eintauchen können. Nach Wirken des Zaubers ist unser erster Auftrag, die Stadt Katzbuckel aufzusuchen. Hier wartet auch schon das nächste Problem auf uns. Ein Soldat der Stadtwache leidet an einem gebrochenen Herzen und deshalb erhalten wir keinen Einlass. Die Mission ist klar: Oliver muss dem armen Mann helfen.

Gebrochene Herzen

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (4)Hier wären wir auch schon bei einem der zentralen Spielelemente angelangt. In der Fantasy-Welt warten an allen Ecken und Enden Menschen oder Tiermenschen auf uns, die an einem gebrochenen Herz leiden. Ihnen fehlt es beispielsweise an Mut, Güte oder Glauben. Dann gibt es an anderer Stelle wiederum Personen, die ein Übermaß dieser Werte oder Einstellungen besitzen. Ständig reisen wir hin und her, um diese Werte in einer magischen Phiole von einem Ort zum anderen zu bringen. Damit ist aber noch nicht Schluss, denn andere Leute möchten uns mit anderen Aufträgen eindecken. Das hat meistens damit zu tun, dass wir spezielle Items besorgen oder bestimmte Monster besiegen sollen. Das ist sehr schade, denn so entpuppt sich das Missionssystem bereits relativ früh im Spiel als repetitiv, auch wenn die Geschichten der Notleidenden witzig, traurig oder spannend auf ihre eigene Art und Weise gut geschildert werden. Für erledigte Aufträge erhalten wir Stempel, die unverzüglich auf unsere aktuelle Stempelkarte gepappt werden. Für eine volle Stempelkarte gibt es einen Punkt und wenn wir genügend Punkte haben, dürfen wir diese für bestimmte Boni ausgeben. Beispielsweise für ein höheres Lauftempo oder eine erhöhte Chance beim Zähmen von Bestien. Das ist nämlich schon wieder etwas, was es in anderen Rollenspielen sonst eher selten zu sehen gibt. Mit etwas Glück will sich die eine oder andere Kreatur uns nach dem Kampf anschließen.

Monsterzähmen leicht gemacht

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (5)Um das zu erreichen, müssen wir erst einmal Esther im Spiel treffen und sie in die Gruppe aufnehmen. Mit ihrer Harfe ist es ihr nämlich möglich, die Monster zu bezirzen und sie anschließend anzuheuern. Da nahezu jede Kreatur mit uns ein Bündnis eingehen kann, wird Ni no Kuni an dieser Stelle recht komplex und erinnert dabei nicht unfreiwillig an Pokémon. In den Kämpfen, die halbautomatisch ablaufen, darf dann ein jedes Gruppenmitglieder jeweils eines von drei Monstern gleichzeitig kontrollieren oder sich auch auf die eigenen Fähigkeiten verlassen. Letzteres ist aber nicht sonderlich ratsam, da normale Angriffe meist zu schwach sind und Zaubersprüche oft zu viel Magiepunkt schlucken. Haben wir einen Recken ausgewählt, dürfen wir uns ähnlich wie in den Tales-of-Spielen frei über das Schlachtfeld bewegen, doch sobald wir uns für eine Aktion entscheiden, laufen die Charaktere (manchmal klug, manchmal erstaunlich unklug) zu den Gegnern hin und attackieren, bis die Zeit für den Angriff aufgebraucht ist oder wir die Aktion abbrechen. Nicht mehr möglich ist das bei Items oder Zaubersprüchen. Diese können von uns nicht abgebrochen, aber von einem Gegner unterbrochen werden. Das ist ganz besonders im späteren Teil des Spiels sehr nervig, wenn Zaubersprüche wie Morgenstern sehr lange zum Wirken dauern und ein Gegner uns mit seiner Attacke unterbricht und wir keine Chance haben, den Verteidigungsbefehl zu geben.

Alchemie und Evolution

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (6)In selten Fällen kann es, ähnlich wie im alten Super-Nintendo-Klassiker Secret of Mana, vorkommen, dass ein Zauberspruch zwar ausgesprochen wird, doch bevor der Effekt deutlich sichtbar wird, dieser aufgrund eines Gegenzaubers samt den verwendeten Magiepunkten im Nirwana verschwindet. Ganz so schlimm wie bei Secret of Mana fällt das Problem allerdings nicht ins Gewicht, doch sollte es nicht unerwähnt bleiben. Zu guter Letzt schließt sich nach etwa fünfzehn Spielstunden auch der Dieb Sven unserer Gruppe an, mit dem wir die Gegner nach Herzenslust beklauen können. Die so erbeuteten Materialien, die wir natürlich auch auf der Oberwelt reichlich finden können, dürfen wir in unserem Alchemiekessel aufbereiten und so gänzlich neue Gegenstände formen und entdecken. Überall werden wir zudem auch noch mit Rezepten vollgestopft, so dass Nicht-Experimentierfreudige ebenfalls Spaß am Kessel haben werden. So lassen sich hervorragend Süßigkeiten für die Monster erstellen, die wir optional auch füttern dürfen, um so ihre Attribute zu verbessern. Sind die Monster in den Kämpfen ein paar Levels aufgestiegen, können wir mit bestimmten Items auch eine Evolution auslösen und auf diesem Weg nach und nach immer stärkere Verbündete erhalten. Falls ihr bei den ganzen Möglichkeiten einmal den Überblick verlieren solltet, und glaubt uns, das wird früher oder später einmal geschehen, dann solltet ihr den Magischen Begleiter aufschlagen.

Der Magische Begleiter

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (7)Der Magische Begleiter, der mehrere hundert Seiten (!) dick ist, füllt sich von Beginn an mit wertvollen Seiten. Einige davon lichten monströse Kreaturen samt Aufenthaltsort und ihren Techniken auf, andere lenken uns mit fantastischen Geschichten vom Rollenspielalltag ab. Während man bei der DS-Fassung damals noch ein reales Buch nutzen musste, liegt dieses bei der PlayStation-3-Fassung auf der Disc vor und kann jederzeit im Spiel angesehen und durchblättert werden. Das klappt sehr gut, doch stört uns hier besonders bei der akribischen Suche von bestimmten Items oder Informationen das ständige Zoomen, da die Seiten nicht an den Bildschirm angepasst sind. Wer das Glück hat und sich die limitierte Edition des Spiels zulegen kann, freut sich über eine ausgedruckte Version des Buches – allerdings ist dieses nur in englischer Sprache vorhanden. Unverständlich, da die im Spiel enthaltene Fassung voll und ganz auf Deutsch vorliegt. Trotz dieser Mankos ist der Magische Begleiter unverzichtbar auf unserer Reise durch die Welt von Ni no Kuni. Insbesondere dann, wenn wir eine Frage aus einer der fantasievollen Geschichten beantworten müssen oder alte Schriftzeichen in unsere Sprache übersetzen sollen. Diese vielseitigen Aufgaben bereichern das Spiel, doch können diese nicht von den eingangs erwähnten abwechslungsarmen Missionen ablenken. Über die liebevolle Umsetzung und Einbindung des virtuellen Buches können wir aber nicht meckern!

Musikalisch schöner Anime

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (8)Auf der optischen Seite besticht das Spiel mit hübschen Anime-Figuren und kunterbunten Grafiken, die allesamt sehr schön und stimmig wirken. Gelegentlich merkt man dem Titel aber an der einen oder anderen Textur an, dass er ursprünglich für Nintendos DS entwickelt wurde. Überwiegend können die Grafiken aber mit ähnlichen Spielen, wie die der Dragon-Quest-Reihe, absolut mithalten und mit ihrem eigenen Charme begeistern. Schade finden wir jedoch, dass die richtigen Anime-Szenen, die insbesondere in den ersten Spielstunden noch relativ häufig auftreten, sehr schnell abnehmen und selbst ein groß inszeniertes Finale fehlt in Videoform (in Spielgrafik ist es allerdings ebenfalls nicht großartig inszeniert). Selbiges gilt auch für die Sprachausgabe, die in Englisch und in Japanisch auf der Disc vorliegt. Nur in den sehr wichtigen Szenen kommt diese zur Geltung. In Anbetracht westlicher Rollenspiele und japanischen Ablegern wie Final Fantasy XIII-2, wo tatsächlich jeder Dialog vertont ist, ist das eine klare Abstufung im Genre. Über die fehlende deutsche Synchronisation könnten wir noch hinwegsehen, doch im Jahr 2013 und für ein PlayStation-3-Spiel erwarten wir einfach mehr. Der Soundtrack kann locker dafür entschädigen, denn hier hat man sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Dieser stammt vollständig von Joe Hisaishi und wurde vom Tokyo Philharmonic Orchestra akustisch hervorragend umgesetzt. Er ist traumhaft schön!

Best-of-Rollenspiel

Ni no Kuni - Der Fluch der Weißen Königin (9)Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin kann man durchaus als ein Best-of-Rollenspiel bezeichnen, welches sich viele Elemente von anderen Spielen geliehen hat, aber selbst leider über zu wenig Eigenidentifikation verfügt. Eine große Oberwelt, wie in der guten alten Super-Nintendo-Zeit und ein Gefährtensystem, welches der Pokémon-Reihe ähnelt, sind nur zwei Punkte auf der Liste. Ein Alchemiekessel gab es bereits in Dragon Quest VIII, der nach etwa dreißig Stunden verfügbare blaue Drache tauchte in ähnlicher Form schon in Secret of Mana auf und das Verfütterungssystem könnte genauso gut von Lufia inspiriert sein. Das ist auf keinen Fall schlecht, denn diese Elemente funktionieren allesamt gut bis sehr gut. Es gibt aber fast nichts, was Ni no Kuni einzigartig macht. Das Spiel fängt mit seiner Handlung und seiner dichten Atmosphäre so stark an, doch lässt sie bereits nach etwa zwanzig Spielstunden stark nach. Es gibt zwar Story-Wendungen, doch sind diese vorhersehbar, da das Spiel sich nicht die Zeit nimmt, seine Charaktere aus den stereotypischen Vorlagen ausbrechen zu lassen. Das mag in Filmen aus dem Hause Studio Ghibli funktionieren, in einem auf fünfzig Stunden ausgelegten Rollenspiel allerdings nicht. Warum das Ende dann auch so abrupt kommt, ist uns schließlich ein Rätsel. Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin macht durchgehend Spaß, aber eben nicht mehr und auch nicht weniger, als bei vergleichbaren Titeln des Genres.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-3-Fassung): In den letzten zwei Wochen habe ich kein anderes Spiel außer Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin gespielt. Das lag überwiegend jedoch nur daran, dass ich die Ehre hatte, das Spiel bereits zwei Wochen vor Release in Deutschland spielen zu können, um euch möglichst rechtzeitig ein Review zu liefern. Bei dem Titel aus dem Hause Level-5, dessen Entwickler mit Professor Layton und Inazuma Eleven bereits zwei tolle Serien etabliert haben, kam allerdings nur selten so etwas wie übermäßiger Spielspaß auf. Der Titel ist in meinen Augen ein durchschnittliches Spiel, welches aber eben nicht die Argumente liefert, dass es sich von anderen Titeln des Genres bemerkbar abhebt. So stark das Spiel in den ersten Stunden anfängt, so schnell lässt diese Stärke nach. Ich habe absolut jede der für Olivers Leben wichtige Wendungen kommen gesehen. Die Charaktere fallen für ein Spiel aus dem Jahre 2010 beziehungsweise 2013 einfach zu stereotypisch aus und brechen auch nicht aus ihren Rollen aus. Durch diese Vorhersehbarkeit bin ich dann meistens auch in die vielen Nebenaufgaben geflüchtet, bei denen man viele Waffen und andere Items ergattern kann, mit denen ich meine Recken nach und nach ausrüsten darf. Zudem bietet der Titel im Gegensatz zu anderen Vertretern des Genres endlich wieder eine Oberwelt, in der ich meine Helden trainieren kann und das sollte man auch. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad gibt es zumindest am Anfang die eine oder andere Herausforderung, die aber vermutlich deshalb vorhanden sind, weil man sich erst mit den Defiziten des Kampfsystems anfreunden muss. Später sind es die teils heftigen Kämpfe mit Bossgegnern, welche das eine oder andere kurze Training bei dem einen oder anderen Spieler voraussetzt. Die hübsche Optik und der tolle Soundtrack haben mich dann aber doch noch an den Bildschirm gefesselt, denn hier zeigt Joe Hisaishi wieder einmal, dass er zu den besten Komponisten der Welt gehört. Übrigens ist nach dem Ende des Spiels noch nicht Schluss. Weitere Aufgaben sollen mich als Spieler in den Bann ziehen, die ich mittlerweile teilweise auch angegangen bin. Nach mehr als siebzig Spielstunden bin ich mit Ni no Kuni: Der Fluch der Königin jedoch erst einmal gesättigt. Rollenspieler, die dringend neues Futter benötigen und große Fans von Animes aus dem Hause Studio Ghibli dürfen trotzdem sehr gerne zuschlagen, sofern sie keinen Anspruch an eine von Anfang bis Ende ausgeklügelte Handlung legen. Alle anderen sollten sich nach Alternativen umsehen oder Studio-Ghibli-Animes nachholen. Diese sind auf die Laufzeit umgerechnet nämlich wesentlich gehaltvoller. 

– Weitere Eindrücke in Form eines Reviews findet ihr bei unserem Partner jAnimexplode

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin!

News: Beliebte Nintendo-Videospielserien auf der Wii U

Die Wii U ist jetzt seit mehr als zwei Monaten in Europa erhältich, doch das Aufgebot an Spielen hält sich derzeit noch in Grenzen. Wenn auch sehr viele der Titel absolute Hits sind, fehlt es der Konsole immer noch am typischen Nintendo-Charme. Das könnte sich bis 2014 ändern, denn die Redaktion von N Insider berichtet auf ihrer Seite in Bezug auf die letzte Nintendo-Direct-Ausgabe, dass Nintendo in Zukunft plant, beliebte Serien wie Super Mario, Mario Kart oder The Legend of Zelda fortzusetzen. Im Falle der letzten Serie plant man indessen auch, The Legend of Zelda: The Wind Waker, welches 2003 für den Gamecube erschienen ist, in frischem HD-Gewand neu aufzulegen.

Erics Meinung: Eigentlich sollte Nintendo nicht so lange mit diesen Spielen warten. Es gab bereits im Vorfeld einen großen Zeitraum, in welchem man mit der Entwicklung der Titel inklusive der Planung zukünftiger Features hätte begonnen werden können. Dass sich die Entwickler des Hauses Nintendo erst an die HD-Hardware gewöhnen müssten, ist leider kein Argument, denn dass die nächste Nintendo-Heimkonsole HD-fähig sein würde, hätte man 2006 nach Veröffentlichung der Wii bereits wissen müssen. Trotzdem freue ich mich darauf, auch auf der Wii U endlich die alten Gesichter wieder zu sehen. Es bleibt zu hoffen, dass Nintendo dennoch endlich Erbarmen zeigt und den Fans auch mal wieder noch den einen oder anderen Titel von F-Zero, 1080° Snowboarding oder Wave Race spendiert. Die Electronic Entertainment Expo 2013 wird für Klarheit sorgen.

Gewinnspiel (02. – 19. Februar 2013)

Canaan-GewinnspielAm 22. Februar erscheint nach mehr als zwei Jahren der Einzelveröffentlichung der Anime Canaan endlich in einer Komplettbox auf DVD. Zu diesem Anlass verlosen wir bis zum 19. Februar ein Exemplar des Animes, der sich um die Attentäterin Canaan dreht.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr auch gar nicht viel tun. Ihr habt wie bei den meisten unserer Gewinnspiele die Auswahl zwischen mehreren Optionen und ihr dürft, um eure Gewinnchancen zu maximieren, auch an allen Optionen mehrfach teilnehmen. Wie folgt könnt ihr an unserem Gewinnspiel zwischen dem zweiten und 19. Februar 2013 teilnehmen:

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite und teilt einen unserer Gewinnspielbeiträge zu Canaan öffentlich mit euren Freunden.

2. Ihr folgt uns auf Twitter, retweetet einen unserer Gewinnspielbeiträge zu Canaan und teilt uns in einer Antwort auf einen der Beiträge mit, dass ihr Canaan gewinnen möchtet.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+ und teilt einen unserer Gewinnspielbeiträge zu Canaan mit euren Freunden.

4. Ihr registriert euch im NextGen-Forum, erreicht bis zum 19. Februar die Mindestanzahl von fünf Posts und tragt im Thread „Anime & Manga“ mit mindestens einem Post zu Canaan sinnvoll zur Diskussion bei.

5. Ihr abonniert uns auf Youtube und teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username mit.

6. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns mitteilt, warum ihr den Anime Canaan gewinnen möchtet.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Universum Film sind von der Verlosung ausgeschlossen. Zudem wird eine gültige E-Mail-Adresse vorausgesetzt, an die wir, falls nicht anders gewünscht, in Zukunft unseren kostenlosen und jederzeit kündbaren Newsletter senden möchten. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 19. Februar 2013 informiert. Die angeschriebene Person hat anschließend 48 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und im NextGen-Forum erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 19. Februar 2013, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Umfrage-Ergebnis: Thronbesteigung 2012

2012 sind viele interessante Titel erschienen. Manche davon gab es in dieser Form zuvor so noch nicht und andere haben wiederum bekannte Videospielserien fortgeführt. Bis auf zwei Kategorien war es in diesem Jahr jedoch so, dass sich alle Titel ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert haben. Daher fallen viele Werte der Umfrage auch so ähnlich aus.

Umfrage-Ergebnis (2)Das beginnt direkt bei der Kategorie zu den besten Filmen auf Blu-ray oder DVD. Auf dem ersten Platz befindet sich die Anime- und Manga-Verfilmung Death Note (2-Blu-ray-Edition) mit stolzen zwölf Prozent. Auf dem zweiten Platz, obwohl wir diese Faszination in unserem Review nicht nachvollziehen können, befindet sich die Fortsetzung Death Note – L: Change the World mit zehn Prozent. Platz 3 und 4, jeweils mit sieben Prozent der Stimmen, belegen die Filme Iron Sky: Wir kommen in Frieden! und The Expendables im Extended Director’s Cut. Während wir die Platzierung von Sylvester Stallones Action-Streifen noch durchaus nachvollziehen können, fragen wir uns jedoch, warum die Kritik am nationalsozialistischen System in dieser Form solch einen Anklang bei euch gefunden hat. Den fünften Platz belegt dann wiederum der thailändische Film Way of the Samurai mit immer noch stolzen fünf Prozent. Unter den Animes und Mangas war der Kampf um die Bestplatzierung noch härter, denn der erste Platz machte den Auftakt zu Blue Exorcist mit acht Prozent noch deutlich aus und der zweite Platz (Puella Magi Madoka Magica Vol. 1) mit sieben Prozent ist ebenfalls klar zu erkennen, doch danach häuften sich die Meinungen gleichmäßig. Somit befinden sich auf dem dritten, vierten und fünften Platz, jeweils mit sechs Prozent der Stimmen, die Animes 5 centimeters per second, Angel Beats! Vol. 1 und Puella Magi Madoka Magica Vol. 2.

wallpaper imagem wallpaper cliqueBei den Spielen, insbesondere bei Nintendo, kristallisieren sich die beliebtesten Spiele direkt heraus. Bei den Wii- und Wii-U-Titeln dominiert The Legend of Zelda: Skyward Sword mit dreißig Prozent das Feld. Den zweiten Platz kann Mario Party 9 mit passenden neun Prozent für sich entscheiden. Den dritten und vierten Platz teilen sich Project Zero 2: Wii Edition und ZombiU mit jeweils acht Prozent. Survival-Horror-Spiele müssen eben zusammenhalten! Den fünften Platz kann dann wiederum Disney Micky: Die Macht der 2 für sich beanspruchen. Bei den DS- und 3DS-Spielen wird klar, dass unsere Leser noch immer an Klempner Mario hängen, obwohl New Super Mario Bros. 2 in unserem Review als viel zu einfach enttarnt wurde. Nach dem ersten Platz mit 21% folgt auf dem zweiten Platz mit 15% das musikalische Spiel Theatrhythm Final Fantasy mit 15%. Nobuo Uematsu wird die Liebe zu seinen tollen Soundtracks sicherlich freuen. Der dritte Platz beansprucht Harvest Moon: Geschichten zweier Städte mit elf Prozent für sich. Auf dem vierten Platz begrüßen wir Metal Gear Solid: Snake Eater 3D mit zehn Prozent und auf dem fünften Platz residiert Resident Evil: The Mercenaries 3D mit immer noch guten neun Prozent. Mit The Legend of Zelda: Link’s Awakening DX (dreißig Prozent), Prince of Persia (13%), Kirby’s Dream Land (neun Prozent Kirby’s Dream Land 2 (acht Prozent) und Mega Man: Dr. Wily’s Revenge (7%) darf sich das japanische Traditionsunternehmen mit vier eigenen Titeln auch im Retro-Bereich behaupten.

Umfrage-Ergebnis (4)Das beste PC-Spiel 2012 ist mit sehr guten 23% eurer Meinung nach Assassin’s Creed III. Da konnte auch Mass Effect 3 mit 15% nicht gegen ankommen. Zurück in die Zukunft: Das Spiel mit immer noch tollen zehn Prozent kann dennoch den dritten Platz für sich beanspruchen und das nur ganz knapp vor Genre-Größen wie Hitman: Absolution und Call of Duty: Black Ops 2 (welche beide mit neun Prozent den vierten und fünften Platz belegen). Auf Microsofts Xbox 360 geht es ebenso brachial weiter. Borderlands 2 kann mit 22% den ersten Platz belegen und obwohl Darksiders bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, schafft es der Titel noch auf den zweiten Platz mit 17%. Selbiges gilt für Alan Wake, welches mit 14% den dritten Platz in unserer Liste belegt. Auf dem vierten Platz entdecken wir mit 13% Sleeping Dogs, welches nur dank Square Enix überhaupt noch erschienen ist. Unsere Leser wissen den asiatischen und ernsten Grand-Theft-Auto-Klon sehr zu schätzen. Auf dem fünften Platz (7%),  gibt es mit Zone of the Enders in der HD Collection den Beweis dass gute Spiele einfach zeitlos sind. Die PlayStation-3-Titel werden hingegen von Final Fantasy XIII-2 (zwanzig Prozent) angeführt, dicht gefolgt von Assassin’s Creed: Revelations (19%). Dass ihr ein Herz für Nischenspiele habt, freut uns sehr und so begrüßen wir Catherine auf dem dritten Platz (13%). Dead or Alive 5 mit zehn Prozent und The Darkness II mit sieben Prozent bilden das Schlusslicht der besten Titel, die wir in diesem Jahr auf der PlayStation 3 genossen haben. An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal herzlich dafür, dass ihr an unserer Umfrage teilgenommen habt und eure Stimmen das Ergebnis maßgeblich beeinflusst haben. Hoffen wir mal, dass auch 2013 wieder richtig viele tolle Titel für eine weitere Umfrage im nächsten Jahr erscheinen.

Prime Time: Die Siedler 7 (Limitierte Edition) Unboxing

Als die Gamescom 2011 in Köln tagte, lockte Media Markt täglich mit tollen und preisgünstigen Angeboten. Beispielsweise mit Die Siedler 7 für gerade einmal zehn Euro. Eric hat sich dieses Angebot natürlich nicht nehmen lassen und hat zugegriffen. Beim Auspacken erzählt er euch einiges über seine Empfindungen zur Serie und natürlich zeigt er euch, was sich in der Limitierten Edition von Die Siedler 7 alles befindet.

Prime Time: Die Siedler II: Die nächste Generation (Limitierte Edition) Unboxing

Die Siedler II gehört unumstritten zu einem der beliebtesten Videospielklassiker unserer Zeit. Zehn Jahre nach dem Release erschien 2006 eine aufgemöbelte Version des Titels, den viele von euch sicherlich einmal ausprobiert haben. In einem recht kurzen Video präsentiert euch Eric die Limitierte Edition von Die Siedler II: Die nächste Generation und erinnert sich ein wenig an das Jahr 2006. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Prime Time: Drakensang: Am Fluss der Zeit (Collector’s Edition) Unboxing

Nachdem 2008 mit Das Schwarze Auge: Drakensang ein neues Rollenspiel das Licht der Welt im Das-Schwarze-Auge-Universum erblickt hat, erschien 2010 bereits der zweite Teil der Reihe. Dieser wurde später noch mit einem halbgaren Add-on erweitert. Anschließend wurde die Serie – so wir sie wie dahin kannten – eingestampft. Heute schmückt der Name Drakensang nur noch ein Browserspielchen. Schade, aber umso mehr ein Grund, auf die guten Tage der Reihe zurück zublicken. Wie so oft mit einem von Eric kommentierten Unboxing-Video zur Collector’s Edition.

Prime Time: Das Schwarze Auge: Drakensang (Limited Collector’s Edition) Unboxing

Vor vielen Jahren noch wurde ein Krieg zwischen Das-Schwarze-Auge- und Dungeons-and-Dragons-Spieler ausgetragen. Wirklich gewonnen hat keiner, da beide Pen-and-Paper-Rollenspiele ihre Vor- und Nachteile haben. Mit Das Schwarze Auge: Drakensang kam der erste Teil einer neuen Rollenspielserie in diesem Universum 2008 auf den Markt. Eric erinnert sich an seine wenigen Spielminuten und stellt euch die Limited Collector’s Edition in einem Unboxing-Video ausführlich vor.

Review: Patlabor: Der Film 2

Patlabor - Der Film 2 (1)Während in der Handlung nur drei Jahre vergangen sind, liegt die Produktion des ersten Films nun bereits vier Jahre zurück. Das heißt also, dass man sich vom Charme der Achtziger Jahre verabschieden muss und der Beginn der Neunziger charakterisiert wird.

Patlabor - Der Film 2 (2)Nach den Vorfällen im Jahr 1999, welche die Polizei mitsamt ihren Labors aufhalten konnte, war es eine Zeit lang still um etwaige Ereignisse der Maschinen betreffend. Nachdem sie einen Vortrag gehalten hat, begibt sich Shinobu Nagumo auf den Heimweg, doch der verzögert sich aufgrund eines Staus. Polizeifahrzeuge, die auf einer stelzenähnlichen Technik die sich stauenden Autos unbeschadet überfahren können, rasen über ihr Vehikel hinweg. Ehe sie gänzlich die Lage versteht, düst eine Rakete auf die Yokohama Bay Bridge zu und macht eine Überfahrt unmöglich. Da niemand eine Forderung stellt oder sich zu dem Anschlag bekennt, sind Polizei und Regierung ratlos. Während die Medien Aufnahmen von einem japanischen Kampfflugzeug zeigen, ist das japanische Militär der Auffassung, dass es sich um einen US-amerikanischen Düsenjäger handeln muss. Zumindest beweisen dass die Bilder, die Shigeki Arakawa der Polizei in einem Gespräch vorlegt. Die US-amerikanische Regierung streitet die Vorfälle jedoch ab, weshalb das japanische Militär weiterhin als der Sündenbock herhalten muss. Öffentlich wird dementsprechend ein Militärputsch vermutet, da es laut Arakawa eine nationalistische Organisation geben soll, die mit der Politik ihres Landes sehr unzufrieden ist. Es stellt sich die Frage, welches Spiel Arakawa tatsächlich spielt.

Weltpolitisches Handeln

Patlabor - Der Film 2 (3)Dass sie dieses Spiel nicht mitspielen wollen und Arakawa etwas verheimlicht, ist sich die Polizei unter der Leitung von Kiichi Goto sicher. Das Sammeln von Indizien und Beweisen ist in der Handlung von Patlabor: Der Film 2 wieder einmal ein zentraler Anhaltspunkt, doch der zweite Film konzentriert sich diesmal stärker auf die Action. Bereits in der Mitte des Films ist es unumgänglich, dass sich das Militär einschalten muss, denn es sind bereits weitere Raketen nach Tokio unterwegs. Die japanische Hauptstadt steht somit erneut im Fadenkreuz und muss unter allen Umständen beschützt werden. Anders als im ersten Teil wird Tokio durch ein viel realistischeres Stadtbild dargestellt. Das Zeigen des Tōkyō-to Chōsha, das Regierungsgebäude der Präfektur Tokio im Stadtteil Shinjuku, ist eines der Bilder, die uns im Gedächtnis bleiben. Faszinierend sind auch die Kämpfe zwischen den Labors, die aber in den Hintergrund gerückt sind. Dafür kombinieren sich die Teams in einer Szene mit menschlichen Bodentruppen und tatkräftigen Labors. Patlabor: Der Film 2 möchte viel lieber politische und gesellschaftliche Themen ansprechen, wie beispielsweise Krieg und Frieden. Es wird hinterfragt, ob Kriege einen Sinn ergeben und für was die Regierung, das Militär und die Polizei einstehen. Darauf gibt es keine klare Antwort, doch werden sie als Hüter des Friedens bezeichnet.

Haltung zur Geschichte

Patlabor - Der Film 2 (4)Der Film trägt die Botschaft, dass Kriege nicht berechtigt seien. Da macht man auch nicht vor der japanischen Geschichte halt. So stellt der Charakter Arakawa den Zweiten Weltkrieg aus Seiten der Alliierten gegen die Nationalsozialisten als berechtigt dar und dass obwohl das Kaiserreich Japan mit dem deutschen Reich zwischen 1940 und 1945 verbündet war. Diese Aussage zeigt deutlich, welche Haltung der Film (und dessen Produzenten) gegenüber jenem Ereignis einnimmt. Es ist jedoch schade, dass für den erhöhten inhaltlichen Anspruch das Auftauchen der Labors auf ein Minimum reduziert wird und diese erst gegen Ende wichtig werden. Mit 108 Minuten fällt der Film zudem acht Minuten kürzer als sein Vorgänger aus. Dadurch, dass der Film erst 1993 fertiggestellt wurde, merkt man allen Enden und Ecken an, dass auch der Fortschritt nicht Halt gemacht hat. Von zu vielen blinkenden Lichtern ist in Patlabor: Der Film 2 so gut wie nichts mehr zu sehen und auch gezeigte Betriebssysteme wirken jetzt sehr viel moderner. Ebenso häufig geraten die Medien in den Mittelpunkt der Handlung, um die aktuellen Geschehnisse zu demonstrieren. Abschließend kann man sagen, dass sowohl die deutsche als auch die japanische Synchronisation sehr gut gelungen sind. Schade ist wieder einmal nur, dass Bonusmaterial nicht auf der Blu-ray vorhanden ist.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem ich von Patlabor: Der Film 1 so sehr überzeugt war, habe ich mir Patlabor: Der Film 2 direkt im Anschluss angesehen. Obwohl es auch hier sehr viele action-lastige Szenen gibt, rücken diesmal politische Themen stark in den Vordergrund. Es wird von Krieg und von Frieden gesprochen und dabei gezeigt, welche Einstellung man dazu einnimmt oder als Zuschauers eventuell auch einnehmen sollte. Die Dialoge sind dementsprechend intelligent, spannend und unterhaltsam. Schade finde ich nur, dass die Charakterisierungen der verschiedenen Personen nicht so gut gelungen sind, wie noch im ersten Film. Es sind viel mehr die Einstellungen, welche diese in Patlabor: Der Film 2 ausdrücken, die mich beeindrucken. Selten habe ich in einem Anime dermaßen gute Kommentare zu politischen Themen gehört. Wer den ersten Film bereits mochte und wissen möchte, wie die Geschichte um die Labors weitergeht, der kommt auch um den zweiten Film nicht herum. Jedoch sollte man sich bereits vorab bewusst sein, dass die Labors in Patlabor: Der Film 2 nur eine untergeordnete Rolle einnehmen und Platz für Politik und Gesellschaft machen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Patlabor: Der Film 2!

Review: Patlabor: Der Film 1

Patlabor - Der Film 1 (1)1988 legte Masami Yuki mit dem Manga Patlabor den Grundstein für ein großes Universum, denn der Manga sollte nicht lange allein für das Franchise stehen. Ein Jahr später wurde es von Mamoru Oshii in Form eines ersten abendfüllenden Films ergänzt.

Patlabor - Der Film 1 (2)Angesiedelt im damals noch zukünftigen Jahr 1999 lebt die Menschheit in Einklang mit den so genannten Labors. Mit dieser fortschrittlichen Technik gelingt es ihnen, die tägliche Arbeit zu meistern und im japanischen Staat für Recht und Ordnung zu sorgen. Das müssen sie auch, denn wie sich herausstellt, sind einige der Maschinen fehleranfällig und rebellieren ohne Sinn und Verstand. In der Bucht Tokios soll derweil ein gigantisches Bauprojekt realisiert werden. Künstliche Inseln sollen den begrenzten Lebensraum der Japaner erweitern. Damit die Arbeit an diesem Projekt ungehindert und schnell durchgeführt werden kann, wurde in der Mitte des Meeres eine riesige Fabrik errichtet. In dieser Fabrik, die auch Arche genannt wird, werden die roboterähnlichen Labors erschaffen. Alles läuft reibungslos, doch dann stürzt sich jener Programmierer von der Arche in den Tod, der das neue (fehlerhafte) Betriebssystem für die Labors erstellt hat. Eiichiro Hoba hat anscheinend mit Vorsatz gehandelt und ein Virus in das Hyper Operating System eingepflanzt. Eine Gruppe, bestehend aus jungen Polizisten, sind nun an der Reihe, die mysteriösen Vorfälle und Aussetzer der Labors aufzuklären. Bei ihrer Ermittlung stellen sie fest, dass einzelne Aussetzer zwar noch vertretbar sind, doch der angekündigte Tsunami könnte nicht nur als Naturkatastrophe schlimme Auswirkungen haben.

Ermittlungsarbeit

Patlabor - Der Film 1 (3)Wie ein Tsunami in das Konzept der Handlung passt, verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht. Jedoch ist diese Idee klug und geschickt in die Story eingearbeitet. Ebenso klug ist die Ermittlung der Polizei inszeniert. Langsam und sicher führt uns die Handlung in die Welt von Patlabor ein und stellt uns die unterschiedlichen Charaktere vor. Einen echten Antagonist gibt es jedoch nicht und so steht die Geschichte vor allem im Zeichen von Schadensbegrenzung und Ermittlungsarbeit. Dass das nicht weniger spannend ist, beweisen tiefgründige Dialoge und die unterschiedlichen Charaktere. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Polizisten und ihren Familien, sowie ihrer Auffassung von Gerechtigkeit bereichern den Film stark. Action ist aber nicht weniger stark vertreten, denn direkt in den ersten Minuten drehen genügend Labors durch, welche unbedingt aufgehalten werden müssen. Da der Film aus dem Jahr 1989 stammt, ist die Präsenz der Achtziger Jahre noch deutlich zu spüren. Vor allem sehr weiße und silberne Töne dominieren die verschiedenen Labors, die gegeneinander kämpfen. Ebenso leuchten viele Bildschirme in einem einheitlichen Ton hell auf. Selbiges gilt für die Effekte, welche die Schüsse der Labors demonstrieren. Das erinnert ein wenig an Serien wie Gundam Wing, ist bei Patlabor: Der Film 1 aber auf einem irdischen Niveau gehalten.

Zeitbild der Achtziger Jahre

Patlabor - Der Film 1 (4)Irdisch ist dementsprechend auch die Kulisse gehalten, denn in den Achtziger Jahren war es noch nicht so wie heute möglich, alles digital am Computer zu erstellen. Dennoch sehen alle Charaktere, Labors, Umgebungen und Hintergründe sehr gut aus. Wenn die Kamera zum Beispiel von links nach rechts fährt, bewegen sich vier Bildebenen in jeweils zwei entgegen gesetzte Richtungen. Einzig und allein in einer Szene tauchen kurz mehrere Bildartefakte in einer Reihe auf. Bei der digitalen Nachbearbeitung, die für das Bild der Blu-ray in 1080p erfolgt sein muss, hätte man hier das Bild ausbessern können. Ihr dürft uns aber glauben, dass dieser kleine Fehler zwar in dem Moment unschön aussieht, im Gesamtwerk aber absolut unbedeutend ist. Stellvertretend für die Achtziger Jahre steht auch die kultverdächtige Musik. Mit dem Soundtrack werden unserer Meinung nach alle Kämpfe und Szenen hervorragend zum Ausdruck gebracht und passen eindeutig zu den Achtzigern, auch wenn die Handlung ja eigentlich zehn Jahre später angesiedelt ist. Zeitmaschinen gab es damals ebenso wenig wie heute! Die deutsche Synchronisation ist absolut geglückt und wer genau hinhört, der entdeckt die eine oder andere Stimme aus anderen Animes. Der japanische Originalton mit deutschen Untertiteln ist mit dem natürlich auf einer Ebene. Bonusmaterial liegt der Blu-ray nicht bei.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Viel erhofft habe ich mir von diesem Anime nicht, doch wurde ich beim Ansehen eines Besseren belehrt. Es ist beeindruckend, wie Mamoru Oshii das Gleichgewicht zwischen Action, Gewalt, Dialogen und Humor hält. Der gesamte Film bleibt dadurch durchweg spannend. Jeder Charakter, seien es die wichtigen Protagonisten Noa Izumi, Asuma Shinohara, Kichi Goto oder auch Nebencharaktere wie Detective Matsui fügen den Film wie ein Mosaik zusammen. Das Zwischenmenschliche wird durch die Action der Patlabors ergänzt. Ich möchte gar nicht zwischen den verschiedenen Richtungen dieser Szenen wechseln, denn beide Teile ziehen mich magisch in ihren Bann und sobald der Wechsel vollzogen ist, wünsche ich mich zwar in die letzte Szene zurück, doch werde ich kurz darauf durch einen witzigen Kommentar oder einen spannenden Dialog in die Handlung abermals hineingezogen. Schade nur, dass anscheinend kein Bonusmaterial zu dem Film vorhanden ist. Gerne hätte ich mich über die Ideen, Gedanken und Zukunftsvisionen des Produktionsteams von damals informiert. So bleibt Patlabor: Der Film 1 trotzdem ein tolles Zeitbild der Animes der Achtziger Jahre. Fans und all jene, die es werden wollen, greifen zu!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Patlabor: Der Film 1!

Review: Mystical Ninja: Starring Goemon

Mystical Ninja - starring Goemon (1)Hierzulande entwickelt sich unter Jugendlichen immer mehr eine Faszination für das Land der aufgehenden Sonne. Der Markt dafür ist relativ klein und so werden wohl nur wenige von euch überhaupt einmal etwas von der Ganbare-Goemon-Serie gehört haben.

Mystical Ninja - starring Goemon (2)In Japan erfreut sich die Serie einer gewissen Beliebtheit, denn anders ist es nicht zu erklären, dass zwischen 1986 und 2011 über dreißig Spiele des Franchises veröffentlicht wurden. Eines davon ist Mystical Ninja: Starring Goemon für den GameBoy, welches im Heimatland unter dem Titel Ganbare Geomon: Kurofune Tou no Nazo im Jahr 1997 erschien. Die Handlung des Spiels, obwohl sie in dieser Form nicht gänzlich im Spiel präsentiert wird, beginnt damit, dass das Seidengeschäft Echizen-ya in Edo (heutzutage besser bekannt als Tokio) von unbekannten Übeltätern überfallen wird. Die Einbrüche häufen sich in der Burgstadt und das Domizil des Lords wird ebenfalls nicht verschont. Zur gleichen Zeit wird in der Bucht von Edo wiederholt ein schwarzes Schiff mit gehisster Piratenflagge entdeckt. Es liegt nahe, dass die Black Ship Gang hinter den Vorfällen steckt. Goemon, Ebisumaru, Sasuke und Yae beschließen, dass die Diebe aufgehalten werden müssen, als wie bereits gesagt der Lord ebenfalls beraubt wird. Es ist jetzt aber so, dass Yae plötzlich verschwunden ist und sich die drei Freunde nun auch noch auf die Suche nach der Ninja-Kämpferin machen und sie aus den Klauen der Black Ship Gang befreien. Die Reise unserer drei Helden führt sie gleich durch fünf Kapitel, die über die Karte als Levels deklariert werden. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei allerdings extrem hoch!

Kampf und Erkundung

Mystical Ninja - starring Goemon (3)In den ersten drei Stages werden wir vom Spiel gezwungen, die drei Charaktere zu wechseln, damit ein klein wenig Abwechslung aufkommt. In den letzten beiden Kapitel dürfen wir uns dann wieder frei entscheiden, mit wem wir jetzt spielen möchten. Wir durchkämmen mit den drei Charakteren kleine Wälder, Dörfer, Städte, ganze Häuserkomplexe und dunkle Höhlen. Der Aufbau der einzelnen Levels erinnert dabei stark an die drei beziehungsweise vier The-Legend-of-Zelda-Spiele, die für den GameBoy und GameBoy Color erschienen sind. So gibt es grundsätzlich nur Orte, die quadratisch aufgebaut sind, weshalb wir uns nur schrittweise in den Stages wie Karakuri Castle vorkämpfen können. Kämpfe sind neben der Erkundung das zentrale Element von Mystical Ninja: Starring Goemon. Überall warten fiese Gegner auf uns, die uns das Leben erschweren wollen. Samurais, die durch die Straßen gehen, sind dabei noch leicht zu bekämpfen. Entweder greifen wir einfach schnell mit der Nahkampfwaffe an oder zücken wahlweise einen unserer begrenzt vorrätigen Wurfsterne. Dann gibt es aber auch noch Gegner, die sich von Ort zu Ort teleportieren und dann noch Wurfgeschosse auf uns hetzen. In diesem Spiel ist es ganz besonders wichtig auszuweichen, denn wenn unser jeweiliger Held keine Energie mehr hat, dann heißt es unweigerlich und unwiderruflich Game Over.

Zwischen Tradition und Moderne

Mystical Ninja - starring Goemon (4)Am Ende einer Stage wartet traditionell ein Bossgegner auf uns. Wären diese Kämpfe nicht schon anspruchsvoll genug, will der Gegner anschließend auch noch ein Minispiel mit uns auf dem kleinen Screen ausfechten. Beispielsweise wird dann von uns verlangt wie verrückt auf die A-Taste zu hämmern, damit Goemon der Erste in einem Einhundertmeterlauf wird. Dass das selbst für geübte Spieler zur Tortur werden kann, beweist der hohe Schwierigkeitsgrad ein weiteres Mal. Wir finden es zwar löblich, dass die Entwickler uns damals möglichst fordern wollen, doch gibt es in keinem Level einen Kontrollpunkt und ein Passwort erhalten wir nur dann jedes Mal, wenn wir eine Stage erfolgreich beendet haben. Selbst wenn wir uns also bis zum Bosskampf durchkämpfen und dem Bossgegner ein paar Beulen verpassen sollten, dann besteht immer noch die Chance, das Minispiel zu vermasseln und die Stage ein weiteres Mal von vorne zu beginnen. Gelegenheitsspieler und Anfänger dürfen auf keinen Fall Ungeduld mitbringen, wenn sie sich Mystical Ninja: Starring Goemon anschaffen wollen. Es entschädigt dafür ein Grafikstil, der tatsächlich ans feudale Japan erinnert und das Geschehen mit einem melodischen Soundtrack unterlegt. Wir raten an dieser Stelle aber zu besseren Serienablegern, wie The Legend of Mystical Ninja oder Ganbare Goemon 2: Kiteretsu Shōgun Magginesu.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Für gerade einmal drei Euro konnte ich nicht verhindern, dass meine Hände diesen Klassiker der Videospielgeschichte herunterladen wollten. Im Vorfeld wusste ich schon, dass dieser Teil nicht gerade glänzt. Da ich aber ein großer Japan-Bewunderer bin und die Charaktere von Ganbare Goemon mag, wollte ich aber auch hier ein paar Erfahrungen sammeln. Optisch und akustisch ist es für ein Spiel für Nintendos ersten Handheld mit austauschbaren Modulen zwar ansehnlich, doch die Technik dahinter ist es nicht. Es kann doch nicht sein, dass die Entwickler zwar eine schöne Welt erschaffen, der Schwierigkeitsgrad im Verhältnis aber absolut zu hoch ist. Selbst bei den Vorgängern für das Super Nintendo hat man solch einen Fehler nicht gemacht. Es gibt zwar hin und wieder Gasthäuser, bei denen ich meine Energie für ein paar Münzen auffüllen kann, aber wenn ich mich durch zwanzig Bildschirme durch einen ganzen Häuserkomplex kämpfen muss, dann ist das sehr nervig und im Grunde nicht machbar, da die Gegner sofort wieder an dem jeweiligen Ort erscheinen, den ich zuvor aufgesucht und wieder verlassen habe. Mystical Ninja: Starring Goemon richtet sich dementsprechend klar an Intensivspieler, die ein wenig japanisches Flair verspüren wollen. Wer Ganbare Goemon bisher nicht kennt, sollte jedoch zu einem anderen Teil greifen oder sich alternativ andere japanisch orientierte Spiele suchen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Partner: Gewinnspiel beim Games-Mag

Unser Partner Games-Mag verlost auf seiner Seite Mobiltelefonzubehör, über welches sich nach Ablauf des Gewinnspiels am 28. Januar um 19 Uhr ein Gewinner oder eine Gewinnerin freuen darf. Der Preis im Wert von über einhundert Euro besteht unter anderem aus Speicherkarte, Headset und Handytasche. Wer am Gewinnspiel teilnehmen will, der braucht nur eine leichte Frage beantworten. Wir drücken euch die Daumen!

Review: New Super Mario Bros. U

New Super Mario Bros. U (1)Seit mehr als drei Jahrzehnten ist der pummelige Klempner nun im Geschäft, doch anstatt die Rohre von Brooklyn zu reparieren, rettet er im Pilz-Königreich abermals Prinzessin Peach aus den Fängen der Riesenschildkröte Bowser. Der ganz normale Alltag eben.

New Super Mario Bros. U (2)Der Tag hätte so schön werden können. Die beiden Brüder Mario und Luigi werden mitsamt zweier Toads ins Schloss der Monarchin eingeladen, um einen riesigen Kuchen zu verzehren, doch aus dem leckeren Festmahl wird nichts. Plötzlich tauchen am Himmel die Kriegsschiffe von Marios Erzfeind Bowser und dessen Kindern auf. Doch anstatt die Prinzessin wie üblich zu entführen, fegt das Reptil die beiden Klempner und die Toads mit einer neuen Maschinerie aus dem Schloss, woraufhin dieses in Nebel gehüllt wird. Am anderen Ende des Königreiches haben sie endlich wieder festen Boden unter den Füßen, als sie gegen den riesigen Baum des Eichenhains geschleudert werden. Über das ganze Reich verteilen sich nun die Super-Eicheln, welche eines der neuen Elemente in der Serie darstellen. Jetzt heißt es für die Vierertruppe so schnell wie möglich ins Schloss zurückzukehren, um die alte Ordnung wiederherzustellen. In diesem Falle heißt es jedoch zugleich dutzende Levels nacheinander abzuklappern und genau hier setzt New Super Mario Bros. U an. Ein neues Gameplay erwartet uns nach drei direkten Vorgängern nämlich nicht. Wie in New Super Mario Bros., New Super Mario Bros. Wii und New Super Mario Bros. 2 durchkämmen wir diverse Themenwelten. Diese orientieren sich an Wüsten, Schneelandschaften, Sümpfen, Bergketten, Wolkenmeeren und Seen aus purer Lava.

Die üblichen Verdächtigen

New Super Mario Bros. U (3)Wer tatsächlich noch nie ein Spiel aus dem Super-Mario-Universum gespielt haben sollte und es soll diese Spieler tatsächlich geben, denen sei gesagt, dass Levels in der Regel von links nach rechts und von unten nach oben durchsucht werden. Oder wir rennen einfach durch und verpassen dann jedoch die Sternmünzen, die wir durch Berührung einsammeln dürfen. Einen Zweck haben die goldenen Taler natürlich auch, doch offenbart sich dieser erst ganz am Ende. Kenner der Serie können sich ohnehin schon ausmalen, was sie erwarten wird. Es lohnt sich aber definitiv, die Sternmünzen einzusammeln, denn was uns nach dem Durchspielen geboten wird, ist eine Klasse für sich. Zurück zum Level-Aufbau: In jedem Level erwarten uns wie gehabt die üblichen Verdächtigen. Gumbas, Koopas und Fuzzys lauern hinter jeder Ecke und auf jeder Plattform. Wie immer wollen sie uns das Leben schwer machen, damit wir das Level wieder von vorne oder vom Kontrollpunkt aus nochmals neu beginnen müssen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die verschiedenen Items einzusammeln, um Mario (beziehungsweise Luigi oder die Toads) zu verbessern. Da gibt es zum einen den Superpilz, mit dem Charaktere einmalig um eine Größe wachsen und zwei Treffer aushalten. Wenn wir dann auch noch eine Feuerblume, Eisblume oder die Super-Eichel einsammeln, halten wir zwei Treffer aus.

Flughörnchen-Alarm

New Super Mario Bros. U (4)Diese Items verbessern jedoch nicht nur unsere Lebenserwartung, sondern zugleich auch noch unsere Fähigkeiten. Mit der Feuerblume können wir Feuerbälle auf die Gegner schießen, um diese zu pulverisieren, anstatt auf sie zu hüpfen, um sie unschädlich zu machen. Die Eisblume hilft uns dabei, Gegner einzufrieren. Anschließend können wir die Eisblockgegner über die Ebenen rutschen lassen, um andere Gegner aus dem Level zu kicken oder sogar die Münzen einsammeln zu lassen, an die wir sonst unter Umständen gar nicht herankommen könnten. Die Super-Eichel ist jedoch kein innovatives Item, wie man vielleicht vermuten könnte. Sie ersetzt grundsätzlich nur den Propelleranzug aus New Super Mario Bros. Wii, ist dabei jedoch nicht so zielgenau, aber wesentlich flexibler. Mit dem Flughörnchen-Anzug, den wir uns durch die Super-Eichel überstülpen können, können wir eine Zeit lang durch die Luft gleiten und auch einmalig neuen Aufwind bekommen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn wir versehentlich auf einen Abgrund zusteuern. Mit von der Partie im Item-Repertoire ist zusätzlich noch der wohlbekannte Superstern, mit dem wir kurzzeitig unverwundbar werden und der Mini-Pilz, welcher uns auf eine kleine Größe schrumpfen lässt. Mit diesem können wir dann auch durch das kleinste Rohr flitzen, um besonders schwierige Situationen zu meistern.

Viele bunte Farben

New Super Mario Bros. U (5)Der grüne Dinosaurer Yoshi lässt sich in New Super Mario Bros. U ebenfalls wieder einmal blicken, doch scheint Nintendo aus der Vergangenheit nicht gelernt zu haben. War es in Super Mario World noch problemlos möglich, Marios Reittier aus einem Level mit ins andere zu nehmen, funktioniert dieser Transport schon lange nicht mehr. Yoshi verabschiedet sich brav von seinem Herren am Level-Ausgang. Dies trifft jedoch nicht auf die Yoshi-Babys zu, die es seit vielen Jahren endlich wieder in einem Jump ’n’ Run des Franchises zu sehen gibt. Auf der Weltkarte warten sie an bestimmten Stellen oder tauchen auch schon mal mitten im Level in einem der mysteriösen Fragezeichenblöcke auf (können dann aber nicht mit ins nächste Level genommen werden). Wir können sie wie im Super-Nintendo-Klassiker füttern, doch wachsen sie dadurch nicht mehr an. Biologisch mag das zwar Sinn ergeben, es ist im Angesicht des Serienkontext dennoch schade. Immerhin haben die kleinen Dinosaurier in unterschiedlichen Farben auch andere Fähigkeiten. Tragen wir den rosafarbenen Yoshi vor uns her, können wir diesen bei einem Sprung zu einem großen Ballon aufpumpen und durch die Lüfte gleiten. Klasse, wenn gerade das halbe Bankkonto von Peach am Himmel schwebt. Mit dem gelben Yoshi-Baby können wir die dunkelsten Höhlen erleuchten und das blaue Yoshi-Baby feuert Luftblasen auf die Gegner ab. Nett!

Zusätzliche Challenges

New Super Mario Bros. U (6)Jetzt fragt ihr euch sicherlich, wo die großen Innovationen sind, die es in den Vorgängern gab. Wir können euch beim Einzelspieleranteil keine positive Antwort geben, denn diese gibt es in New Super Mario Bros. U eigentlich nicht. Neben dem Abenteuermodus erwarten uns jedoch noch ein paar Challenges, welche einzelne Spielpassagen deutlich schwieriger gestalten. Da wird von uns verlangt, dass wir das erste Level in einer bestimmten Zeitvorgabe abschließen oder dass wir lange genug auf Gegnern rumhüpfen, bis der Multiplikator uns dutzende 1-ups ausspuckt. Von diesen gibt es im vierten Teil der Reihe übrigens wieder genug, doch erst am Ende des Spiels haben wir in unserer Testphase die Obergrenze von 99 1-ups erreicht. Das ist immerhin eine deutliche Verbesserung nach dem viel zu leichten New Super Mario Bros. 2 – Herausforderungen sind dennoch rar, denn selbst Anfänger können schwierige Passagen nach ein paar Anläufen meistern. Ungeduldige und Neulinge freuen sich über den (abermals nicht vollständig abschaltbaren!) Super-Assistenten. Wird dieser aktiviert, zeigt uns die künstliche Intelligenz, wie das jeweilige Level zu meistern ist. Blutige Anfänger nehmen die Hilfe wohl gerne in Kauf, doch Fortgeschrittene könnte das Auftauchen des Super-Assistenten nach acht oder neun fehlenden Anläufen eventuell zur Weißglut treiben. Immerhin ist er optional.

Das fünfte Rad am Wagen

New Super Mario Bros. U (7)Wie New Super Mario Bros. Wii lässt sich auch der vierte Ableger der Reihe mit bis zu vier Spielern spielen. Jeder Spieler übernimmt dann die Kontrolle über einen der vier Charaktere, doch haben sich die Entwickler noch eine nette Zusatzfunktion überlegt. Während Solisten das Spiel mit dem Wii U GamePad in Angriff nehmen können, geht dies ab zwei Teilnehmern nicht mehr. Hier muss dann jeder Spieler zu einer Wii-Fernbedienung greifen, doch der dritte, vierte (oder sogar fünfte!) Spieler kann das GamePad in die Hand nehmen und Plattformen in der Luft materialisieren, um den vier (eigentlichen) Spielern zu helfen. So können Abgründe leichter überquert oder die eine oder andere Sternmünze leichter erreicht werden. Wir finden diese Ergänzung der Spiel-Erfahrung sinnvoll, wenn man das GamePad fairer Weise bei einer Runde doch einmal rotieren lassen sollte – spaßig ist die Unterstützung leider nur bedingt. Wie in New Super Mario Bros. Wii kann ein Spieler, sofern dieser in einen Abgrund stürzt, sich kurzerhand in eine Luftblase retten und mit Schütteln auf einen der anderen Spieler zusteuern. So kann man theoretisch problemlos seine Versuche anhäufen, um sie für wirklich brenzlige Situationen aufzusparen. Sollten sich jedoch alle vier Spieler gleichzeitig in Luftblasen befinden, dann muss das Level neu angegangen werden.

Das HD-Zeitalter

New Super Mario Bros. U (8)Hektisch und chaotisch ist das Spiel dadurch natürlich auch wieder. Das mag in den ersten Levels noch nicht schlimm sein, sobald aber die Spielabschnitte anstehen, wenn sich alle auf dem Bild befindlichen Plattformen bewegen, es Feuerkugeln hagelt oder sich der Bildschirm automatisch bewegt, dann dürfte das den einen oder anderen Spieler wirklich zur Weißglut treiben. Da die Steuerung aber (in fast allen Fällen) sehr präzise funktioniert, kann man dabei allerdings nur sich selbst oder der Zusammenarbeit die Schuld an der Misere geben. Grafisch hat sich durch die HD-Einbindung natürlich einiges getan. Das Bild ist deutlich klarer und so können alle Charaktere noch besser auf dem Bildschirm untergebracht werden, als es auf der Wii 2009 noch der Fall gewesen ist. Gut finden wir, dass Solisten die Konsole nicht an dem Fernseher angeschlossen haben müssen – das Geschehen läuft jederzeit auf dem Bildschirm des Wii U GamePads ebenfalls ab (ist allerdings nicht energiesparend abschaltbar). Obwohl der Titel optisch einen farbenfrohen Eindruck macht, können wir das vom Soundtrack nicht behaupten. Fast jedes Stück gab es bereits einmal vorher und man hat sich nicht einmal die Mühe gegeben, andere (bekannte!) Tracks einzubauen. Es kommt einen so vor, dass man nach ein paar Minuten bereits den kompletten Soundtrack auswendig kennt.

Miiverse-Einbindung

New Super Mario Bros. U (9)Unterm Strich bietet New Super Mario Bros. U nahezu das Spiel, welches wir bereits 2009 in den Schlitz unserer Wii stecken konnten. Sicherlich sieht es jetzt hübscher aus und ein paar neue Ideen haben ebenfalls ihren Weg in den Nachfolger gefunden, doch wenn wir ehrlich sind, haben wir uns nach dem passablen New Super Mario Bros. 2 deutlich mehr erhofft. Der Titel ist sicherlich kein schlechtes Spiel und Fans des Klempners kommen um die Anschaffung des Spiels ohnehin nicht herum, doch auch die werden sich irgendwann fragen, warum sie immer und immer wieder das gleiche (funktionierende) Spielprinzip angehen wollen. Nintendo sollte mutig sein, neue Features integrieren und vor allem Online-Modi anbieten. Diese gibt es hier nämlich nur bedingt. Im Abenteuermodus dürfen wir bereits nach kurzer Zeit auswählen, ob wir das Spiel mit dem Miiverse verknüpfen wollen. Entscheiden wir uns dafür, sehen wir auf der Oberweltkarte und immer dann, wenn wir ein 1-up verlieren, wie Freunde oder fremde Spieler die Situation erlebt haben (sofern sie eine Text- oder Bildnachricht hinterlegt haben). Positiv ist, dass Spoiler-Meldungen abgeschaltet werden können. Essentiell wirkt sich das auf New Super Mario Bros. U allerdings nicht aus. Kooperative Online-Aufgaben oder Online-Arenen gibt es nach wie vor nicht. Schade, aber so verschenkt Nintendo unnötig Potenzial.

Geschrieben von Eric Ebelt

Björns Fazit: New Super Mario Bros. U ist für mich eindeutig der beste Teil der New-Super-Mario-Bros.-Serie, kann mich aber dennoch nicht mehr überzeugen als seine Vorgänger. Das klingt sehr paradox, liegt aber einfach an der Ideenarmut. Es macht zwar an allen Ecken und Enden Kleinigkeiten besser, eine wirkliche Revolution gibt es aber nirgends. Sonst ist dem Spiel wenig anzukreiden. Grafik und Sound stimmen, das Leveldesign ist wieder nahezu makellos und gegen Ende wird das Spiel auch anspruchsvoller als beispielsweise New Super Mario Bros. 2. Vielleicht hätte Nintendo den Schwerpunkt eher auf Yoshi legen sollen, doch so ist nur der asymmetrische Multiplayer-Modus als innovativ zu erwähnen. Nichtsdestotrotz zählt New Super Mario Bros. U zu den Pflichtkäufen eines jeden Wii-U-Besitzers. Hoffen wir, dass die Serie nun aber so langsam mal zur Ruhe kommt und wir vom nächsten Mario-Spiel wirklich Außergewöhnliches geboten bekommen.

Erics Fazit: Das japanische Traditionsunternehmen hat den Begriff Innovation in den letzten Jahren neu geprägt. In der Videospielbranche hat man zuvor kaum gesehen, dass eine Firma dermaßen erfolgreich und ideenreich ist. Produziert man allerdings eine Reihe, die sich seit Bestehen kaum verändert, dann sollte man sich Gedanken darüber machen, welcher Wert an den Kunden verkauft wird. New Super Mario Bros. U ist solch ein Spiel. Erst in diesem Jahr habe ich die beiden Handheld-Ableger durchgespielt und die Nintendo-Wii-Ausgabe ist mir noch allzu gut im Gedächtnis geblieben. Veränderungen gibt es kaum. Während ich bei New Super Mario Bros. 2 noch neue Spiel-Elemente als innovativ bezeichnen möchte, fehlt diese Innovation in meinen Augen beim Wii-U-Spiel. Es kann doch nicht sein, dass Nintendo Items streicht und dafür ein neues einsetzt, welches aber grundsätzlich denselben Zweck erfüllt. Es gab doch bereits auf dem Nintendo Entertainment System in Super Mario Bros. 3 innovative Items, wie etwa den Hammerbruder-Anzug. So etwas möchte ich wieder sehen! Trotzdem ist New Super Mario Bros. U keinesfalls ein schlechtes Spiel. Wer noch keine Erfahrung mit der Reihe gemacht hat, wird hier mindestens zwanzig Stunden beste Unterhaltung finden, doch wer die Vorgänger kennt, wird spätestens bei den gleichen Grafiken, dem kurzen Soundtrack und den wenigen Neuerungen zumindest einmal Gähnen. Ich hoffe sehr, dass Nintendo noch einmal die Kurve kriegt und den nächsten Teil der Reihe so viel Aufmerksamkeit schenkt, wie man es damals beispielsweise bei Super Mario Galaxy und Super Mario Galaxy 2 getan hat.

Review: Nintendo Land

Nintendo Land (1)Als Nintendo auf der Electronic Entertainment Expo 2012 die Katze aus dem Sack ließ, haben einige sicherlich direkt an einen Freizeitpark gedacht. Nintendo Land ist das auch, allerdings nur in virtueller Form auf dem neuen Konsolen-Flagschiff Wii U.

Nintendo Land (2)Wer Nintendo Land einmal in seine Wii U einlegt, der findet sich unmittelbar danach in dem rundförmigen Freizeitpark, der allerdings noch etwas karg wirkt, wieder. Unser Mii wird begrüßt von einem sprechenden Monitor, der auf den Namen Monita hört. Monita erklärt uns, wie der Park aufgebaut ist und so erfahren wir, dass es insgesamt zwölf Attraktionen gibt, die wir erleben dürfen. Das klingt zu Beginn wenig und wenn man an ältere Wii-Spiele, beispielsweise Wii Play Motion oder Wii Party denkt, dann ist es das auch. Die Attraktionen von Nintendo Land sind dafür umso vielschichtiger und können uns diesmal sogar als Einzelspieler stundenlang an den Bildschirm fesseln. Das Besondere an Nintendo Land ist, dass man sich diesmal voll und ganz an eigenen Marken wie Super Mario, The Legend of Zelda, Metroid und selbst dem futuristischen Rennspiel F-Zero bedient. Jede Attraktion steht somit ganz im Zeichen eines Nintendo-Franchises. Das ist sehr intelligent, denn so schlägt Nintendo die Brücke zwischen Intensiv- und Gelegenheitsspieler. Letztere können so einfach Spaß mit Nintendo Land haben und die andere Zielgruppe freut sich auf ein Wiedersehen mit ihren Helden und erinnern sich an die großen Momente der jeweiligen Spielserie. Da sich jedes der zwölf Minispiele anders anfühlt, kann Nintendo Land von Anfang an mit jeder Menge Abwechslung glänzen.

Muntere Punktejagd

Nintendo Land (3)Die zwölf Attraktionen unterteilen sich in drei Typen. Sechs Attraktionen sind ausschließlich den Solisten vorenthalten, denn hier steht die muntere Punktejagd im Vordergrund. In Yoshi’s Fruit Cart müssen wir mit dem grünen Dinosaurier eigentlich nur eine Strecke abfahren, um diverse Obstsorten einzusammeln. Während jedoch die Früchte auf dem Fernsehbildschirm zu jeder Zeit ersichtlich sind, fehlen diese auf dem Bildschirm des Wii U GamePads. Über dieses geben wir mittels des Stylus die Strecke ein, die Yoshi ablaufen soll, um die Früchte in seinen Warenkorb zu legen. Verpassen wir dabei auch nur eine Frucht, öffnet sich das Tor am Ende des Weges nicht. In Donkey Kong’s Crash Course müssen wir einen Parcours abfahren und dabei darauf achten, dass wir unsere Spielfigur nicht zerstören. Eine zu heftige Kollision mit der Umwelt reicht aus, dass diese in ihre Einzelteile zerfällt. Mit Senken des Wii U GamePads und Zuhilfenahmen der beiden Sticks bewegen wir sie durch den Parcours und nehmen somit Einfluss auf diverse sich bewegende Plattformen. Sobald die Figur mit hohem Tempo an eine Wand stößt oder auch nur von einer kleinen Anhöhe versehentlich hinunterfällt, verlieren wir einen von mehreren Versuchen. Nur wer hier einen kühlen Kopf behält und es sich dennoch nicht nehmen lässt, schnell an Geschwindigkeit zu gewinnen, kann hier ordentlich punkten.

Virtueller Schweiß

Nintendo Land (4)Passive Spieler können bei diesem Minispiel übrigens zuschauen, denn während die nähere Umgebung des Parcours auf dem Bildschirm des Wii U GamePads angezeigt wird, ist dieser auf dem Fernsehbildschirm vollständig zu sehen. Captain Falcon’s Twister Race funktioniert ähnlich, denn während wir die Rennstrecke des Minispiels aus der Vogelperspektive sehen, ist das Geschehen auf dem Fernseher aus der dritten Person ersichtlich. In diesem Minispiel gilt es grundsätzlich nur geschickt Hindernissen auszuweichen und keinen Schaden zu nehmen. In Balloon Trip Breeze hingegen navigieren wir unsere Spielfigur übers Meer und müssen dafür sorgen, dass wir nicht in dieses stürzen oder von Flugobjekten getroffen werden. Im nächsten Minispiel (Octopus Dance) ahmen wir einfach nur Tanzbewegungen im Takt nach. Dass das natürlich schwieriger ausfällt, als es klingt, dürftet ihr spätestens in der Praxis merken, denn auch wir sind bereits nach einigen Versuchen ordentlich ins Schwitzen gekommen, aber keine Sorge: So viel Schweiß, wie wir 2006 bei Wii Sports verloren haben, verlieren wir hier dann aber doch nicht. Takamaru’s Ninja Castle inspiriert sich an Nazo no Murasame-jō – ein Spiel, welches hierzulande wohl kaum jemand kennen dürfte. Es sei denn, ihr wart beim Spielen von Super Smash Bros. Brawl oder eher noch bei Samurai Warriors 3 sehr, sehr aufmerksam.

Intelligente GamePad-Nutzung

Nintendo Land (5)Jedenfalls nutzt Takamaru’s Ninja Castle das Wii U GamePad ziemlich gut aus. Während wir auf dem Bildschirm der Steuerungseinheit immer wieder Wurfsterne angezeigt bekommen, ist die Spielumgebung auf dem Fernseher zu sehen. Nun müssen wir das GamePad waagerecht und zum Fernseher längs ausgerichtet halten. Je nachdem wie wir das GamePad nun bewegen, verändert sich auch das Fadenkreuz auf dem Bildschirm. Mit einem Wisch verschießen wir in aufeinanderfolgenden Spielabschnitten dann die Wurfsterne auf die Gegner. Wir finden diese Steuerungsmethode sehr anspruchsvoll, doch kann diese Attraktionen umso mehr begeistern. In die nächste Kategorie, den Team-Attraktionen, fallen drei weitere Minispiele. The Legend of Zelda: Battle Quest verlangt von uns mit Gefährten in diverse Situationen einzutauchen. So ist der Spieler mit einem GamePad ein Bogenschütze, der das Spielgeschehen auf dem Screen der Steuerungseinheit bestens überblicken kann. Diesen Luxus haben die anderen Spieler, die nur mittels einer Wii-Fernbedienung als Schwertkämpfer agieren können, nicht. Sie müssen mit dem kleinen (oder großen) Bildschirmausschnitt auf dem Fernseher Vorlieb nehmen. Das Manko dabei ist zudem die beschränkte Bewegungsfreiheit. Zwar geht auch der Bogenschütze auf vordefinierten Bahnen, doch kann dieser zumindest noch frei zielen.

Nachbars Garten

Nintendo Land (6)Die Schwertkämpfer dürfen hingegen zwischen den einzelnen Zielen wählen, müssen aber ein ganzes Stück genauer zuschlagen. Gegner halten ihren Schild mal links, mal rechts oder über ihren Kopf und sollten wir statt den Gegner dieses treffen, sind wir kurz benommen und sehr wahrscheinlich nutzt der Gegner diese Schwäche unmittelbar aus. Die Energieleiste, die wie in der Videospielserie aus mehreren Herzen besteht, teilen sich die Spieler übrigens. Es heißt also zusammenhalten – Teamwork ist gefragt. Hier sehen wir übrigens, wenn sich Nintendo geschickt anstellt, übrigens Potential für ein eigenes Spiel. Der Einzelverkauf von GamePads, der irgendwann in Zukunft bei entsprechender Software eingeleitet werden möchte, könnte so wunderbar funktionieren. Ebenfalls vorstellen können wir uns ein neues The Legen of Zelda: Four Swords Adventures, aber das ist eine andere Geschichte. In Pikmin Adventure gehen wir mit Freunden auf einen Ausflug in Nachbars Garten und kämpfen dort gegen seltsame Käfer und andere Viecher. Das Spiel fällt deutlich entschlackter aus, als wir es von Pikmin gewohnt waren. Die verschiedenen Pikmin-Farben haben nun keine Bedeutung und das Ziel ist immer deutlich vorgegeben. Immerhin können die Levels, in denen wir zudem auch noch gegen die unaufhaltsam ablaufende Zeit vorgehen müssen, durchgehend unterhalten.

Franchise-Orgasmus

Nintendo Land (7)Metroid Blast ist wohl das Spiel, auf welches sich im Vorfeld viele Spieler gefreut haben. In den einzelnen Missionen gehen wir entweder gegen außerirdische Lebensformen mit Gewalt vor, indem wir von einem Flugobjekt auf die Oberfläche schießen oder direkt im Raumanzug auf den Plattformen der Levels für Ruhe sorgen. Zudem können wir uns noch mit Freunden in Schlachten messen. Während die Steuerung mit dem Flugobjekt zwar gewöhnungsbedürftig, aber dennoch noch sehr angenehm ausfällt, ist die Steuerung auf dem Boden mit Nunchuck und Wii-Fernbedienung unserer Meinung nach etwas hakelig ausgefallen. Dass das deutlich besser geht, beweist das Franchise (mit Ausnahme von Metroid: Other M) durchgehend. Dann schlummern auf der Disc noch drei weitere Attraktionen, die mindestens zwei Teilnehmer erfordern. In Mario Chase übernimmt der Spieler mit dem GamePad die Rolle von Mario und läuft bis zu drei Toads davon. Diese haben anschließend zwei Minuten Zeit, den Klempner im Level zu finden und zu fangen. Da der Mario-Spieler das gesamte Spielfeld überblicken kann, aber nicht die einzelnen Toad-Spieler, kann sich hier eine tolle Verfolgungsjagd entwickeln. Luigi’s Ghost Mansion bereitet uns nicht weniger Spaß, denn während vier Geisterjäger auf dem Fernsehbildschirm hantieren, müssen wir sie auf dem GamePad erschrecken.

Sammelwahnsinn

Nintendo Land (8)Das klingt jedoch leichter, als es im Endeffekt ist, denn sobald wir in die Nähe eines der vier Geisterjäger kommen, vibriert dessen Fernbedienung. Entweder sind wir schnell oder führen diesen absichtlich in die Enge. Als Ausgleich entladen sich die Batterien der Jäger nach einer Weile. Das ist fair! In Animal Crossing: Sweet Day kontrolliert der Spieler mit dem GamePad gleich die beiden Wachhunde des Dorfes und muss mit ihnen den Elefanten, der von einem anderen Spieler mit Wii Remote gesteuert wird, aufhalten. Dieser soll nämlich eine bestimmte Anzahl an Bonbons sammeln und an Sammelpunkten abliefern. Der Clou an der Sache ist der, dass der Elefant langsamer wird, wenn er mehr Bonbons einsammelt. Sammeln ist übrigens ein gutes Stichwort, denn wie jeder weiß, verzichtet Nintendo auf ein Gamescore-System, wie wir es beispielsweise auf der Xbox 360 oder der PlayStation 3 erleben. In Nintendo Land gibt es für das Erfüllen bestimmter Ziele stattdessen Stempel. Bis man diese alle gesammelt hat, dürfte viel Zeit vergehen, denn die konkreten Ziele verrät das Spiel zu keiner Zeit. Damit hat der Sammelwahnsinn aber noch kein Ende gefunden, denn für jede bewältigte Attraktion gibt es Münzen, die wir in einem Minispiel auf dem Turm inmitten der Plaza ausgeben dürfen, um so neue Items zu sammeln, welche den umliegenden Platz auf kosmetische Weise füllen.

Techdemo zum Launch

Nintendo Land (9)Grafisch hat sich seit Wii Play Motion und Konsorten einiges getan, denn mittlerweile ist das japanische Traditionsunternehmen im HD-Zeitalter angekommen und das merkt man an den Miis, die sich auf dem Platz tummeln, ganz besonders. Die Texturen sind sehr hübsch und der Stil für eine (wenn man so möchte) Freizeitparksimulation sehr witzig. Alle Attraktionen sind so konzipiert, dass sie nicht wie das Original wirken, da alles aus Stoff oder Metallen besteht – Yoshi’s Story lässt grüßen. Unterlegt wird jegliches Geschehen mit der entsprechenden Musik aus dem Franchise und besonders ältere Spieler werden den Soundtrack genießen können, da sie die Videospiele, an denen sich Nintendo Land anlehnt, bereits gespielt haben. Obwohl die Attraktionen sehr unterschiedlich ausfallen und genügend Spaß machen, finden wir es schade, dass man nicht bei allen Minispielen die Möglichkeit hat, sie mit Freunden zu spielen. Das gilt sowohl offline, als auch online. Ein Online-Mehrspielermodus oder gar simple Online-Ranglisten fehlen. So bleibt unterm Stich also die Miiverse-Einbindung, in denen wir anderen Spielern persönliche Erfahrungen in Textform mitteilen können. Das macht Sinn, erhöht den Spielspaß aber nur bedingt. Nintendo Land demonstriert also in erster Linie die Fähigkeiten des Wii U GamePads, doch wie Wii Sports wird man es auch noch in Jahren spielen wollen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Björns Fazit: Nintendo Land hat mich wirklich überrascht. Eigentlich hatte ich nicht viel mehr erwartet als ein schnödes Aneinanderreihen einiger Techdemos. Nüchtern betrachtet ist es zwar auch nicht viel mehr, aber dennoch vermittelt das Spiel einen großen Charme und kann die Besonderheiten der Konsole gut in Szene setzen. Vor allen Dingen ist diese Minispielsammlung in Wahrheit gar nicht so mini. Man kann wirklich zahlreiche Stunden mit den Spielen zubringen – egal ob mit mehreren Spielern oder ganz alleine. Die besonders umfangreichen Spielchen zu den Franchises von Metroid oder The Legend of Zelda wirken auf mich leider aber etwas deplatziert. Die Grenze zwischen einem echten Titel und einem Minispiel ist hier sehr schwammig gezeichnet, denn der Umfang spricht für ein eigenes Spiel, die Einfachheit der Spielmechanismen für ein Minispielchen. Nintendo Land ist dennoch bereits Grund genug, um zur Premium-Variante der Wii U zu greifen.

Erics Fazit: Da ich mir das Premium Pack der Wii U gekauft habe, lag Nintendo Land schon dabei und so musste ich nicht noch einmal fünfzig Euro ausgeben und habe dafür auch noch die bessere Konsolenausstattung bekommen. Als das Spiel damals vorgestellt wurde, war ich allerdings noch nicht so sehr überzeugt. Das Spiel bot mir in meinen Augen damals einfach zu wenig Inhalt, doch diese Aussage möchte ich nun revidieren. Wenn man tatsächlich alles in Nintendo Land sehen und erleben möchte, wird man unzählige Stunden investieren müssen. Dabei ist es egal, ob man nun lieber alleine oder mit Freunden spielt. Grundsätzlich gibt es immer ein Minispiel, welches man gerade spielen, seinen Highscore knacken oder einfach nur dabei Münzen verdienen möchte, um auch das letzte Item freizuspielen. Ich finde es jedoch sehr schade, dass einige Spielchen nur alleine und andere Attraktionen wiederum einzig und allein mit Freunden gespielt werden können. Das beschränkt die Spielauswahl und auch im letzten Jahr (2012) konnte man bereits von Entwicklern erwarten, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln oder zumindest einen funktionierenden Online-Modus einzubauen. Trotzdem ist Nintendo Land ein Spiel geworden, welches mir aufgrund des großen Wiedererkennungswert sehr gefallen hat. Überall gibt es Sounds oder ganze Musikstücke, die ich aus Kindheitstagen kenne und selbst heute noch gerne mitsumme. Abschließend hoffe ich, dass Nintendo für das Wii-U-Debüt-Spiel ein Update herausbringen wird, welches zusätzliche Funktionen oder gar Inhalte mit sich bringen wird. Wii-U-Besitzer und Nintendo-Fans kommen um Nintendo Land aber ohnehin nicht herum, denn dafür bietet der Titel viel zu viele spaßige Momente.

Review: Forza Horizon

Forza Horizon (1)Eigentlich ist die Forza-Motorsport-Serie dafür bekannt, dass aus ihr anspruchsvolle und vor allem ernste Rennspielsimulationen hervorgehen. Mit dem Spin-off Forza Horizon geht die Reihe andere Wege und kann dabei ebenso sehr wie der Rest der Serie begeistern.

Forza Horizon (2)Anstatt uns nach vier Rennspielsimulationen erneut in eine solche zu schicken, haben sich die Köpfe bei den Turn 10 Studios und dem Entwicklerstudio Playground Games gedacht, dass man Forza Motorsport durch ein action-lastiges und auf eine offene Welt angelegtes Spiel, die Spielertypen anzusprechen, die zwar Interesse an einem Rennspiel haben, aber aufgrund des komplexen Simulationsanteils sich bisher zurückhielten. Obwohl die Komplexität weitgehend in Forza Horizon fehlt, ist das Rennspektakel nicht weniger spannend und ein paar Elemente, welche Forza Motorsport ausmachten, sind natürlich auch hier wieder mit an Bord, doch der Reihe nach. Da sich das Subgenre geändert hat, bedeutet das auch, dass man sich ein wenig an der Konkurrenz orientieren möchte, um nebenher auch eine spannende Story zu erzählen. Die ist am Anfang auch interessant, denn unser Alter Ego möchte am Horizon Festival im schönen US-Bundesstaat Colorado teilnehmen und die Leiter der Bestplatzieren aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir der Reihe nach ein Festival-Rennen nach dem anderen bestehen und dabei genügend Punkte sammeln, um uns in der Rennzentrale (die passender Weise in der Mitte der Spielwelt platziert wurde) ein neues Armbändchen abzuholen, um so abermals neue Rennen freizuschalten. Da wäre selbst Wolfgang Petry nach ein paar Spielstunden neidisch!

Beschäftigungen in Colorado

Forza Horizon (3)Eine tiefergehende Story erwartet uns jedoch nicht, denn obwohl sie anfangs spannend klingt, ebbt sie ebenso schnell ab. Selbst die nette Dame, die uns in das Spiel anfangs einweist und später nur Funkkontakt mit uns hält, um uns auf aktuelle Events aufmerksam zu machen, wird dann nicht mehr auftauchen. Hier hätten wir uns als Newcomer beim Festival vielleicht sogar eine sich anbahnende Liebesgeschichte erträumt, während wir ständig von unseren Rivalen, auch abseits der eigentlichen Rennen, herausgefordert oder attackiert werden. Das Potential nutzt Forza Horizon nicht. Das ist in Anbetracht des tollen Gesamtwerks zwar schade, doch würde dies aufgrund der vielen Abwechslung im Spiel vielleicht stören. Da möchten typische Rundrennen gemeistert werden oder eine Etappe wie in Need for Speed: The Run abgearbeitet werden. Nebenher müssen wir dann unsere Popularität steigern, in dem wir ein hohes Tempo mit unserem Vehikel erreichen, mit diesem tolle Drifts hinlegen oder den Lack von anderen Karosserien streifen. Je beliebter wir sind, desto eher erhalten wir Zugriff zu Schaurennen. In diesen Rennen treten wir nicht gegen andere Rennfahrer, sondern eher gegen Heißluftballons oder schnelle Flugzeuge an. Möchten wir unseren Fuhrpark erweitern, so können wir an den illegalen Straßenrennen teilnehmen, um noch schneller ans nötige Kleingeld zu kommen.

Großzügiger Fuhrpark

Forza Horizon (4)Wer sich die Zeit sparen möchte, um virtuelles Geld zu sammeln, der darf im Autohaus auch zum Echtgeld greifen, denn mit Microsoft Points lassen sich Gutscheine erwerben, die danach gegen neue Fahrzeuge eingetauscht werden dürfen. Es steht natürlich jedem Spieler frei, ob er solche unnötigen Ausgaben tätigen möchte, aber so zerstören Publisher und Entwickler direkt das eigene Spiel, da besonders das ständige Abfahren von Rennstrecken motiviert und somit ebenfalls ständig neue Credits in die virtuelle Tasche wandern. Ebenfalls ärgerlich ist, dass es der gesamte Fuhrpark nicht auf die Disc geschafft hat. Microsoft veröffentlicht bis April 2013 monatlich neue Auto-Pakete, für die dann wieder zusätzliche Kosten anfallen. Das beeinflusst zwar nicht wirklich die bereits jetzt große Auswahl an Autos, doch solche Zusatzinhalte sind bei jedem Spiel ein Ärgernis. Insbesondere dann, wenn sie im Spiel teilweise als kostenfreie Inhalte beworben werden und sobald man das gewünschte Paket erwerben möchte, auf einmal ein drei- bis vierstelliger Betrag angezeigt wird. Hier sollte der Entwickler unverzüglich einen Patch nachreichen, damit wertvolle Marken wie Audi, Ferrari, Ford, Lamborghini, Mitsubishi, Subaru und Volkswagen wegen solch einer Lappalie nicht beschmutzt werden. Ebenso mit an Bord sind die Autos der Firmen Aston Martin, Bugatti, Mercedes, Nissan oder Viper.

Detailgetreue Steuerung

Forza Horizon (5)Jedes Fahrzeug fühlt sich beim Steuern selbstverständlich anders an. Während ein Käfer im Ursprungszustand keine hohe Geschwindigkeit auf dem Tacho anzeigt, kann ein Sportwagen somit natürlich ein phänomenales Tempo erreichen. Der Bremsweg ist dementsprechend aber länger und Unfälle sind somit nicht selten vorprogrammiert. Es zersplittern dann zwar Fenster und Beulen bekommt die Karosserie nicht zu wenig ab, doch sind diese Schäden künstlicher Natur. Wir dürfen so ruhig die eine oder andere Delle riskieren, ohne zu befürchten, dass das Auto im nächsten Moment den Geist aufgibt. Das unterstreicht natürlich den Action-Anteil im Spiel, doch Fans der Rennspielsimulationen werden sich sicherlich ein echtes Schadensmodell wünschen. Optional lässt sich dies leider nicht einstellen, doch dafür andere Elemente, die die Serie in den letzten Jahren auszeichnete. Unter anderem können wir wieder die Ideallinie auf den Asphalt projizieren, damit wir genau wissen, wie wir unbeschadet fahren können oder die Bremse betätigen müssen. Machen wir doch einmal einen Fehler, können wir die Zeit durch Knopfdruck ein paar Sekunden zurückdrehen und können diesen dann wie in einer Simulation spielend leicht ausbügeln und freudig experimentieren, wie denn nun optimal in der Situation gelenkt werden könnte. Selbst zwischen Automatik- und Gangschaltung dürfen wir wählen.

Soundtrack zum Mitsingen

Forza Horizon (6)Da jede Rennveranstaltung nach anderen Merkmalen verlangt, erleben wir schnell den halben Fuhrpark in Aktion und sobald man sich an das Rennspielgefühl von Forza Horizon gewöhnt hat, driftet man umso geschmeidiger in Kurven. Zudem besticht der Titel dabei mit schönen Automodellen und einer abwechslungsreichen Landschaft. Weite Steppen, Berglandschaften und saftige Wiesen laden ins virtuelle Colorado ein. Aus dem Boden sprudelt plötzlich ein Geysir in die Höhe, ein Mähdrescher fährt über ein weites Feld und im Zentrum der Spielwelt bewundern wir bemerkenswerte Lichteffekte. Diverse Wettereffekte wie Regen oder Stürme fehlen. Jederzeit wird das Spektakel mit einem sehr guten Soundtrack unterlegt. Titel wie Animal von Neon Trees, Surrender von The Duke Spirit und Had Enough von The Enemy trällern aus den Lautsprechern unseres Autos. Bereits nach wenigen Spielstunden scheint man den Soundtrack jedoch auswendig zu kennen. So kann man beim Spielen zwar mitsingen oder mitsummen, doch mehr Tracks hätten Forza Horizon sicherlich gut getan. Immerhin sind die deutschen Kommentare der Moderatoren auf den drei Radiosendern witzig, auch wenn nicht alle englischen Begriffe richtig ausgesprochen werden. Wer den Titel mit anderen Mitspielern erleben will, kann das nur via Xbox Live tun – ein Splitscreenmodus fehlt leider. Für Solisten bietet das Spiel dennoch genügend Umfang.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Nachdem ich Forza Motorsport 2 und Forza Motorsport 3 nur ein paar Stunden gespielt habe, konnte ich von Forza Horizon gar nicht mehr die Finger lassen. Tagtäglich hat sich in mir das Bedürfnis breitgemacht, mehr und mehr Zeit in das Spiel zu investieren. Jetzt habe ich zwar den letzten Rivalen im Handlungsverlauf erledigt, doch meine Popularität im virtuellen Colorado ist mir noch zu gering. Ich möchte unbedingt an die Spitze und da passt es mir wunderbar, dass ich noch etwa die Hälfte der Festival-Rennen erneut probieren darf. Hier finde ich Forza Horizon ebenfalls sehr gelungen, denn das Spiel zwingt mich nicht dazu, unbedingt den ersten Platz in einem Rennen zu belegen. Selbst wenn ich als Letzter durch das Ziel fahre, erhalte ich immer noch sehr viele Punkte, um mir bald mein nächstes Armband in der Rennzentrale abzuholen. So kann ich das suboptimal verlaufene Rennen einfach ein paar Spielstunden später in Angriff nehmen, um noch mehr Credits für meinen sich sehr langsam füllenden Fuhrpark zu beschaffen. Hier sehe ich leider das Problem darin, dass der Publisher widerstandsschwachen Kunden ihr Geld aus der Tasche ziehen möchte, denn wenn ich für ein virtuelles Auto auch schon mal ein paar Euros ausgeben darf und dafür noch nicht einmal einen realen (oder zumindest angemessenen) Gegenwert erhalte, finde ich das gar nicht gut. Forza Horizon gehört trotz ganz kleiner Schwächen in jede Rennspielsammlung eines jeden Xbox-360-Besitzers. Den Kauf kann man meiner Meinung nach absolut nicht bereuen!

Vielen Dank an Microsoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Forza Horizon!

Review: Trigun: Badlands Rumble

Trigun - Badlands Rumble (1)Zwölf Jahre nach dem Ende der kurzlebigen Serie von 1998 hat Regisseur Satoshi Nishimura die Möglichkeit erhalten, einen Kinofilm zum Trigun-Franchise auf die Beine zu stellen. Ende 2012 erschien der Film hierzulande auf Blu-ray und DVD.

Trigun - Badlands Rumble (2)Die Handlung von Trigun: Badlands Rumble beginnt so plötzlich wie eine Kurzgeschichte. In einer Bank findet gerade ein Überfall statt oder viel mehr hat dieser bereits stattgefunden, da die Angestellten mittlerweile mit Seilen geknebelt in der Ecke liegen. Die Bankräuber haben leichtes Spiel, bis sich zwei der Banditen gegen ihren Boss auflehnen. Bankräuber Gasback ist von dem Verrat seiner Männer alles andere als begeistert, doch im Angesicht des Todes kann er hier nichts ausrichten. Als die Kugel den Lauf verlässt, trifft diese komischerweise nicht ihr Ziel. Der Grund dafür dürfte Kennern der Serie sofort klar sein. Der als humanoide Taifun bezeichnete Vash the Stampede befand sich unter den Gefangenen, hat sich befreit und ist auf der Suche nach seinem Doughnut, auf diesen Gasback allerdings just in diesem Moment getreten ist. Im Eifer des Gefechts können Gasbacks ehemalige Komplizen entkommen und als die Polizei eintrifft, gelingt ihm ebenfalls gerade noch die Flucht. Zwanzig Jahre später ist Gasback immer noch auf freiem Fuß und terrorisiert die Welt von Trigun mit Überfällen, bis er herausfindet, dass einer seiner ehemaligen Komplizen zum Bürgermeister von Macca City ernannt wurde. Gasback sinnt auf Rache, doch wie es der Zufall will, hat es auch Vash in die Wüstenstadt verschlagen. Eine Auseinandersetzung scheint abermals unausweichlich.

Pazifismus

Trigun - Badlands Rumble (3)Unausweichlich ist zudem der Konflikt zwischen der hübschen Amelia und Gasback, denn die beiden verbindet ebenfalls eine gemeinsame Vergangenheit, an die sich aber nur Amelia zu erinnern scheint. Außerdem wimmelt es in der Stadt nur so von Kopfgeldjägern und da auf Protagonist Vash the Stampede eine Belohnung von ganzen sechzig Milliarden Doppeldollar ausgesetzt ist, bieten diese Verstrickungen genügend Abwechslung und die Vorlage für sehr viele lustige Momente. Der Humor erinnert dabei an typische Italo-Western. Die Sprache ist also sehr dreckig, aber ebenso humorvoll. Insbesondere die Szene im Saloon, wo sich alle Kopfgeldjäger sich gegenseitig die Birne einschlagen und Vash im Gerangel ungesehen alle Patronen der Revolverhelden stiehlt, ist für sich genommen eine Wucht. Hier zeigt sich auch der pazifistische Charakter von Vash, denn während fast alle Personen in Trigun: Badlands Rumble zu erst den Abzug betätigen und dann die Fragen stellen, geht Vash the Stampede an sämtliche Auseinandersetzungen anders heran. Er schießt mit seiner Waffe nur, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt. Kurz vor Ende wird seine pazifistische Einstellung nochmals genauer deutlich, denn jeder Tod und jedes Leben verändert den Verlauf der Geschichte stark und so ist es auch bei diesem Anime der Fall.

Digitalisierung

Trigun - Badlands Rumble (4)Viele der vorkommenden Charaktere haben allerdings ein Problem. Dadurch, dass der Film gerade einmal eine Laufzeit von circa neunzig Minuten aufweist, werden sie nicht sehr stark charakterisiert. Es empfiehlt sich vorher also unbedingt den Manga zu lesen oder sich die Serie anzuschauen. Dann können Verknüpfungen leichter erkannt und Schlussfolgerungen eher gezogen werden. So ergibt Trigun: Badlands Rumble zwar durchgehend Sinn, aber die vollständige Charakterisierung bleibt aus. Immerhin liegt (der Blu-ray) ein kleines Booklet bei, in dem wenige Informationen zu Charakteren und zum Stil des Films zusammengetragen wurden. Der Zeichenstil hat sich seit 1998 nur rudimentär verändert. Es sind nach wie vor alle Charaktere zu erkennen, doch großartige Neuerungen sucht man im Detail. Außerdem ist der Film in 1080p vollständig digital entstanden, was in einigen Szenen stark und in anderen Szenen weniger stark zu erkennen ist. Letzteres wollte das Produktionsteam erreichen, um die Atmosphäre eines Italo-Westernfilms zu erzeugen. Atmosphärisch ist vor allem die japanische und die englische Sprachausgabe, die deutsche Synchronisation fällt befriedigend aus. Dabei kann man wie gehabt die japanische Tonspur nur mit deutschen oder englischen Untertiteln erleben. Die englische Tonspur kommt optional auch ohne Untertitel aus. Nach dem Abspann eignen sich 125 Minuten Bonusmaterial (Interviews, Making-of, Filmpremiere) hervorragend dazu, weitere Einzelheiten über den Anime und seine Produktion zu erfahren.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ähnlich wie bei Rurouni Kenshin: Trust & Betrayal kannte ich die Serie zuvor nicht (und habe sie auch noch nicht gesehen) und so habe ich darauf gehofft, der Handlung ohne Vorwissen folgen zu können. Das hat soweit auch ganz gut funktioniert, doch sind die Charaktere teilweise zu stereotypisch aufgebaut. Das liegt vielleicht sogar der Intention des Animes, doch so kann ich mich nur selten in die Charaktere hineinversetzen. Zudem sind viele Anhaltspunkte einfach zu eindeutig, wodurch einiges an der suggerierten Spannung verloren geht. Dafür hat mir der Stil des Animes ganz gut gefallen, denn wenn Humor und Dialoge an die eines Italo-Westerns heranreichen, dann habe ich hier eine gute Alternative zum Vorbild gefunden. An das Einbinden amerikanischer Elemente hat man ebenfalls gedacht, denn so wirken die Wanted-Poster und einige der Nebencharaktere wie aus der Zeit des Wilden Westens beziehungsweise des späten neunzehnten Jahrhunderts entnommen. Das gepaart in Verbindung mit modernen Errungenschaften und einer deftigen Portion Action ergibt ein illustres Gesamtbild, welches man mal gesehen haben sollte. Wer sich aber tatsächlich für Trigun: Badlands interessiert, sollte meiner Meinung jedoch schon Vorwissen mitbringen, um die bestmögliche Unterhaltung gewährleistet zu bekommen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Trigun Badlands Rumble!

Review: Children who chase lost Voices

Children who chase lost Voices from Deep Below (1)Makoto Shinkai ist einer der Regisseure, der mit so gut wie jedem Film ein beeindruckendes Werk abliefert. Sein neuestes Werk Children who chase lost Voices beschäftigt sich mit dem Thema Tod und das auf eine tragische und zugleich fantastische Weise.

Children who chase lost Voices from Deep Below (2)Asuna ist ein einzigartiges Mädchen. Nach dem Tod ihres Vaters wird sie bereits in jungen Jahren erwachsen, denn sie unterstützt ihre Mutter wo sie nur kann. Nach der Schule trifft sie sich deshalb nicht mit Freundinnen, sondern kümmert sich um den Haushalt und bereitet sich auf die nächsten Schulstunden vor. Jedoch benötigt auch sie einmal eine Auszeit und begibt sich deshalb des Öfteren in die umliegenden Wälder und Berge. Eines Tages wird sie jedoch von einem seltsamen Wesen angegriffen und in jenem Moment, wo sie dem Tod bereits ins Auge blickt, taucht ein mysteriöser Junge auf, der die Bestie attackiert und töten muss. So schnell der Junge aufgetaucht ist, so schnell verschwindet er wieder aus dem Blickfeld von Asuna. Am darauffolgenden Tag verändert sich für das Mädchen sehr viel, denn zum einen stellt sich ihr der neue Lehrer in der Schule vor, der eine Geschichte von einem Liebespaar erzählt, welches durch den Tod getrennt wurde und zum anderen wird die Leiche des Jungen gefunden. Asuna erinnert sich an die Geschichte ihres Lehrers, sucht diesen auf und macht sich dann auf den Weg, die unterirdische Welt Agartha zu finden. In den Bergen taucht Shin auf, welcher der Bruder des Verstorbenen Shun ist. Beide Jungen stammen noch dazu aus Agartha. Das nutzt Asunas Lehrer aus. Der will nämlich seine tote Geliebte wiedersehen.

Trauerphasen

Children who chase lost Voices from Deep Below (3)Das Thema Tod ist der Anhaltspunkt in Children who chase lost Voices. Jeder wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einmal einen geliebten Menschen verloren haben und jeder wird den einen oder anderen verstorbenen Menschen gerne noch einmal wiedersehen. In Agartha soll dies möglich sein und Lehrer Ryūji Morisaki drastisches Vorgehen können wir daher sehr gut nachvollziehen. Die Welt Agartha ist jedoch kein friedlicher Ort, denn nachts lauert hier die Gefahr in Form von Wesen, die sich nur im Dunkeln fortbewegen können und Asuna und ihre Begleiter sehr gerne verspeisen möchten. Selbst in jenem Moment, als sie eine bewohnte Siedlung in Agartha finden, werden sie dort wieder weggeschickt. Zudem werden sie von den Soldaten der Stadt verfolgt, als die von ihren Plänen erfahren. Der zentrale Konflikt entbrennt. Wir stellen uns selbst die Frage, ob es richtig ist, einen toten Menschen wiederzubeleben oder ob die Natur beziehungsweise der Kreislauf des Lebens unangetastet bleiben soll. Letzterer ist ebenfalls in Form einer Metapher zu sehen, als das Katzenwesen Mimi nach Erfüllen ihrer Aufgabe in der Welt an einen Quetzalcoatl, einem Wächter der Welt, übergeben und ein Teil von diesem wird. Die Handlung von Children who chase lost Voices kann grundsätzlich als Aneinanderreihung und Gemisch von verschiedenen Trauerphasen gewertet werden.

Ernste Thematik

Children who chase lost Voices from Deep Below (4)Nachdem sich Makoto Shinkai zuletzt mit 5 Centimeters per second der Liebe und dem Leben zugewandt hat, versucht er mit Children who chase lost Voices gegenteilige Gefühle bei den Zuschauern hervorzurufen. Es ist wirklich beeindruckend, wie schnell er die Emotionen eines Menschen beeinflussen kann. Children who chase lost Voices ist somit kein lustiger Anime und stellenweise hatte er auf uns auch eine depressive Wirkung. Das macht ihn jedoch nicht schlechter, denn schließlich behandelt er ein ernstes Thema, mit dem sich jeder früher oder später leider einmal befassen muss. Es gehört zum Leben dazu und wenn man so gleichzeitig jüngere und ebenso erwachsene Anime-Fans ansprechen kann, dann hat Makoto Shinkai nach seinem letzten Werk ebenfalls wieder großartige Arbeit geleistet. Diese Arbeit spiegelt sich natürlich in der des ganzen Produktionsteams wieder. Die Zeichnungen beeindrucken mit sehr weiten und leeren, dafür umso farbenfroheren Landschaften, die noch dazu mit den typischen Lichteffekten beleuchtet werden. Die Charaktermodelle fallen diesmal jedoch kindlicher aus und erinnern mehr an Studio-Ghibli-Produktionen. Die deutsche Synchronisation funktioniert, doch hat die japanische Tonspur die Nase deutlich vorn. Neben dem 116 Minuten langen Film liegen auf der Blu-ray mehr als einhundert Minuten Bonusmaterial (Interview, Making-of und die originalen Trailer) bei. So sieht eine gute Anime-Veröffentlichung aus!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach The Voices of a Distant Star und vor allem dem Meisterwerk 5 Centimeters per second bin ich ein großer Bewunderer von Makoto Shinkai geworden. Es scheint so, dass er mit Leichtigkeit jedes Thema in einem Anime hervorragend vorstellen und den Zuschauer dazu bewegen kann, sich mit diesem auch nach dem Ansehen zu beschäftigen. Jeder von uns wird sicherlich schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass ein geliebter Mensch gestorben ist und man ihn nur zu gerne wiedersehen möchte. In Children who chase lost Voices haben die Charaktere diese Option und versuchen sie zunutzen – zumindest einer von ihnen. Wie sich die Story entwickelt und wie sich die vor allem auf die betreffenden Personen auswirkt, ist nochmals ein Thema für sich, doch psychologische Abhandlungen führen hier zu weit. Fakt ist, dass die Entscheidungen der Personen nachvollziehbar sind, auch wenn ich mir für Asuna als Schlüsselfigur noch tiefgründigere charakteristische Merkmale gewünscht hätte. Noch dazu endet der Anime für mich zu abrupt, denn kaum wurde der zentrale Konflikt gelöst, läuft auch schon der Abspann über den Fernseher. Über diese Mankos kann ich jedoch hinwegsehen, denn der Titel, der laut Film komplett eigentlich Children who chase lost Voices from Deep Below heißen müsste, regt mit seiner ernsten Thematik von Anfang bis Ende zum Nachdenken an.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Children who chase lost Voices!

Prime Time: Ultima IX: Ascension Unboxing

Früher war doch alles besser, schimpfen viele Videospieler. Oftmals muss man ihnen auch einfach Recht geben, denn wenn man sich frühere Spieleverpackungen eimmal genauer anschaut, dann erkennt man kaum Ähnlichkeiten. Während Verpackungen früher sehr hochwertig und vielen Extras direkt als normales Spiel reklamiert worden, müssen wir heute extra dafür in Form von Collector’s Editions und Co. zahlen. Wir stellen euch einmal so eine Packung vor. In diesem Falle: Ultima IX: Ascension!

Prime Time: The Witcher II (Collector’s Edition) Unboxing

Nachdem wir euch vor kurzem bereits die Collector’s Edition von The Witcher in einem Unboxing-Video vorgestellt haben, konnte es sich Eric natürlich nicht nehmen lassen, um euch auch noch die Inhalte von der Collector’s Edition des Nachfolgers The Witcher II vorzustellen. Dazu erinnert er sich auch noch daran, wie viel Spaß er mit dem Vorgänger hatte. Wir wünschen euch wie immer eine gute Unterhaltung!