In Ausgabe 23 von Countdown: Wii widmen wir uns abermals fünf Spielen, die auf der Wii erschienen sind. Das erste Spiel wäre Straßen des Glücks, welches noch 2011 kurz vor dem Weihnachtsfest erschienen ist. Ein gänzlich ungeschickter Release, doch trotzdem macht das Spiel eine Menge Spaß, wie wir im Review feststellen konnten. The Last Story haben wir bis heute leider noch nicht spielen können, doch trotzdem darf es in dieser Ausgabe nicht unerwähnt bleiben. Captain Morgane and the Golden Turtle eignet sich eher für die Point-and-Click-Adventure-Fans unter euch, doch gibt es auf dem Markt deutlich bessere Alternativen. Enclave: Shadow of Twilight kommt mit seiner grausigen Optik einige Jahre zu spät und Pandora’s Tower ist ein Action-Rollenspiel mit interessanter Spielweise.
Archiv des Autors: Eric Ebelt
Partner: Wii-U-Erwartungshaltung
Unsere Partnerseite N Insider zelebriert derzeit den Countdown zur Wii U. Im achten Teil der Reihe geht N Insider auf die Meinungen und die Erwartungshaltung von Journalisten in Hinblick auf Nintendos neues Flagschiff ein. Chefredakteur Eric hat es sich natürlich nicht nehmen lassen und teilt seine Eindrücke von der kommenden Nintendo-Konsole im Special von N Insider mit. Wir würden uns freuen, wenn ihr bei unserer tollen Partnerseite vorbeischauen würdet, denn kurz vor Launch sind verschiedene Meinungen sehr hilfreich.
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 106 – 110, Teil 22)
Mit der zweiundzwanzigsten Countdown-Wii-Ausgabe schließen wir das Jahr 2011 ab. In Kirby’s Adventure Wii haben wir mit dem Edelknödel endlich wieder klassisches Gameplay erlebt und in Lego Harry Potter: Die Jahre 5 – 7 konnten wir die Harry-Potter-Saga auch im Lego-Universum zu einem Ende bringen. Gerätselt werden durfte bei Trivial Pursuit: Wetten und Gewinnen und Schlag den Raab: Das 2. Spiel war die passende Simulation der beliebten Samstagabend-Spielshow. Nächtelang gezockt haben wir aber The Legend of Zelda: Skyward Sword. Es machte vieles anders und spaltete mal wieder die Gemüter.
Review: Stolen
Nicolas Cage war einmal ein angesehener Schauspieler in Hollywood, den jeder Regisseur gerne in seine Filme integriert hat. Heutzutage sind die Angebote für ihn jedoch rar gesät, doch Stolen ist für Nicolas-Cage-Fans wohl gerade deshalb mehr als nur einen Blick wert.
Will Montgomery war einst ein Meisterdieb, der zusammen mit seinen drei Komplizen zehn Millionen Dollar aus einer Bank in New Orleans entwendet hat. Jedoch ging das Unternehmen schief und Montgomery musste selbst vom Tatort mit dem Geld entkommen, doch dabei wird er von der Polizei verhaftet und wandert für ganze acht Jahre ins Gefängnis. Nach dieser Zeit hat sich seine Tochter von ihm abgewandt und einer seiner damaligen Freunde, der beim Bankraub dabei war, ist angeblich mittlerweile verstorben. Vincents Tod wird aber bereits am Tag von Montgomerys Entlassung durch einen Anruf widerlegt, da dieser nur darauf gewartet hat, dass Montgomery aus dem Gefängnis kommt, um seinen Anteil des Geldes aus dem damaligen Raub einzukassieren. Damit sich Montgomery nicht das ganze Geld unter den Nagel reißt, hat Vincent als Versicherung nämlich seine Tochter Alison entführt. Montgomery liegt seine Tochter natürlich sehr am Herzen und würde ohne Umschweife das Lösegeld bezahlen, doch gibt es da nur ein kleines Problem. Will hat das Geld, kurz bevor er geschnappt wurde, verbrannt, um einer höheren Strafe zu entgehen. Vincent glaubt ihm jedoch nicht und so bleibt Montgomery nichts anderes übrig, als erneut auf die schiefe Bahn zu geraten und wieder eine Bank auszurauben. Das FBI denkt zu allem Übel ebenfalls noch, dass das Geld noch existiert und ist ihm auf den Fersen.
Kein Zusammenspiel
Somit steht Montgomery nicht nur unter Druck und muss darauf achtgeben, dass ihm das FBI nicht auf die Schliche kommt, sondern hat für seinen Plan außerdem nur noch zwölf Stunden Zeit, da Vincent Montgomerys Tochter Alison nach Ablauf dieser Frist umbringen will. Der Film versucht durchweg spannend zu sein, liefert auch einige Szenen, wo uns theoretisch der Schweiß von der Stirn herunter läuft, doch wirken einige Szenen dann und wann sehr aufgesetzt. Man möchte Cage gerne glauben, dass er seine Filmtochter retten will, doch bleibt seine emotionale Einstellung fast durchgehend gleich. Bei den Rollen beim FBI sieht es auch nicht sehr viel besser aus. So gibt es für Boston-Legal- und Human-Target-Fans ein längeres Wiedersehen mit Mark Valley, doch auch dieser hat in seinem Leben mindestens zwei bessere Rollen gespielt. Mike Connor Gainey (bekannt als Tom Friendly aus Lost) kann in seiner kurzen Nebenrolle ebenso wenig beisteuern, wie Malin Åkerman, Sami Gayle oder Josh Lucas. Die Besetzung ist zwar durchgehend passend, jedoch funktioniert das Zusammenspiel der Darsteller nicht so wirklich. Schade ist auch, dass man sich für die Rolle des Vincent nicht an Woody Harrelson gewandt hat. Dieser hätte Vincent deutlich mehr Charakter verleihen können.
Tipp für Nicolas-Cage-Fans
Regisseur Simon West wollte aber zumindest, dass alle Schauspieler nach Möglichkeit ihre Stuns selbst ausführen und das merkt man dem Film deutlich an, da die Action-Szenen authentischer wirken. Optisch macht der Film auch einen guten Eindruck, denn das Bild ist fast durchgehend sehr klar. Nur gelegentlich stören unschöne Unschärfeeffekte das Bild im 16:9-Format und in 1080p. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen, denn alle Sprecher verleihen ihren Charakteren genügend Ausdruck, um sie glaubhaft darzustellen. Leider hat Mark Valley nicht seine bekannte Synchronstimme von Torsten Michaelis, was dem Gesamtbild aber natürlich nur in bedingtem Maße schadet. Der Originalton ist natürlich um einiges authentischer. Solltet ihr also des Englischen mächtig sein, dann aktiviert unbedingt diese Tonspur. Notfalls könnt ihr auch wahlweise deutsche oder niederländische Untertitel hinzuschalten. Wenn nach 96 Minuten der Abspann über den Bildschirm geflimmert ist, bleiben immer noch einige Minuten Bonusmaterial. Dieses besteht aus Aufnahmen von hinter den Kulissen, Interviews (unter anderem mit Nicolas Cage und Simon West) und zudem auch noch aus B-Roll-Material. Wirklich aufschlussreich ist dieses aber nicht. Fans von Nicolas Cage werden Stolen sicherlich verschlingen, aber wer einen spannenden Action-Thriller sucht, der greift eventuell doch lieber zu einer Alternative.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Persönliche bevorzuge ich Filme, die nicht auf Gedeih und Verderb mit Effekten und unnötigen Action-Sequenzen ausgestattet sind. Somit trifft Stolen eigentlich genau meinen Geschmack, doch zieht sich hier eine wirklich viel zu einfach gestrickte Handlung über neunzig Minuten und trotz der einen oder anderen guten Idee (zum Beispiel der zweite Bankraub, bei dem einfach mal mehrere Barren Gold geschmolzen werden), kann mich die Story eben nicht so ganz überzeugen. Sie basiert eben auf den typischen Werten, die für einen US-Amerikaner wichtig sind und sich somit wohl in den Hollywood-Einheitsbrei einordnet. Obwohl man sich beim Film ausnahmslos (bis vielleicht auf die Rolle des Vincent) geeignete Schauspieler ausgesucht hat, funktioniert deren Zusammenspiel in meinen Augen nicht wirklich. Sie agieren zu schwach und viel zu wenig miteinander. Nicolas-Cage-Fans, die ihren Helden mittlerweile nur noch in eher durchschnittlichen Filmen sehen können, kommen aber um Stolen nicht herum, denn genau für diese ist der Film sicherlich zugeschnitten.
Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Stolen!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 101 – 105, Teil 21)
Im Sommer 2011 suchte das berühmte und zugleich berüchtigte Sommerloch die Wii heim, denn es erschienen kaum nennenswerte Spiele. Lego Star Wars III konnte uns nicht wie seine Vorgänger überzeugen und der Zauberlehrling stellte sich in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 endlich seinem Widersacher Voldemort. Das Gameplay war dabei aber genau so trocken wie noch beim Vorgänger. Spaßiger war da schon Wii Play: Motion, welches besonders auf Partys gespielt werden darf. Go Vacation ist da eher ein Kandidat für zuhause, denn hier dürfen vier Spieler gleichzeitig und zudem unabhängig gleich ein ganzes Eiland unsicher machen. Im Spätsommer 2011 konnte aber vor allem Xenoblade Chronicles überzeugen, denn ein ähnlich gutes und pures Rollenspiel fehlte auf der Wii bis dahin völlig. Somit wünschen wir euch auch hier gute Unterhaltung!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 096 – 100, Teil 20)
In der zwanzigsten Ausgabe von Countdown: Wii beschäftigen wir uns abermals mit fünf Spielen. 2011 startete mit Mario Sports Mix zwar nicht sonderlich gut, doch ist der Titel zwischendurch immer mal wieder unterhaltsam. Kirby und das magische Garn hat uns dann jedoch so richtig in seinen Bann gezogen. Es ist zwar sehr leicht, aber stilistisch einfach nur phänomenal. Mit Tiger Woods PGA Tour 12 liefert Electronic Arts das bis Dato beste Golfspiel auf einer Nintendo-Konsole ab und verabschiedet sich zu diesem Zeitpunkt vorerst vom japanischen Traditionsunternehmen. Auf einen Nachfolger warten wir bis heute. Abschließend haben wir uns auch The Conduit, sowie dem Nachfolger The Conduit 2 gewidmet. Wir wünschen euch gute Unterhaltung beim Anschauen der neuen Ausgabe!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 091 – 095, Teil 19)
Jedes Jahr geht einmal zu Ende und so war es dann auch 2010. Wir haben nicht nur Star Wars: The Force Unleashed II mit seinem schmalspurigen Gameplay erleben dürfen. Auch gab es ein Wiedersehen mit den beiden Nintendo-Affen in Donkey Kong Country Returns. Super Mario All-Stars in der 25-Jahre-Jubiläumsedition durfte ebenso wenig fehlen. Dann erblickte hierzulande auch Harvest Moon: Deine Tierparade das Licht der Welt und der wohl berühmteste Archäologe Indiana Jones wurde auf eine neue Expedition geschickt.
Neuer Partner: GameNews24
Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass wir gestern eine Partnerschaft mit der Seite GameNews24 abgeschlossen haben. GameNews24 gibt es schon seit dem Jahre 2004, doch beschäftigte sich die Redaktion damals noch ausschließlich mit der Xbox 360. Seit 2010 berichtet GameNews24 auch über die PlayStation 3 und den PC. Aber auch der Mac, Smartphones, Tablet PCs und sogar die neue Konsolengeneration geht nicht an der Redaktion vorbei. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr unserem neuen Partner einen Besuch abstatten möchtet.
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 086 – 090, Teil 18)
2010 war nach wohl eines der besten Jahre der Wii, wie das vorliegende Video zeigt. In Wii Party konnten wir erstmals Zimmerspiele austragen, Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn führten uns Jahre später wieder nach Mittelerde, über Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (wir nennen dieses Spiel auch gerne den Untergang des Franchises) brauchen wir nicht noch mehr Worte verlieren als im Video und Disney punktete nach all den Jahren wieder mit einem tollen Disney-Spiel (Disney Micky Epic), welches in diesem Jahr seinen Nachfolger erhalten hat. Besonders ist jedoch GoldenEye 007, denn dieser ist zu Recht eines der besten Ego-Shooter, welche die Wii bis heute gesehen hat.
Neuer Partner: Games-Mag.de
Wir freuen uns bekanntzugeben, dass wir am gestrigen Tage eine Partnerschaft mit der Seite Games-Mag.de eingegangen sind. Games-Mag.de ist im Auftrag aller Spieler unterwegs. Die Redaktion nimmt alles unter die Lupe, was auch nur im Kleinsten mit Spielen zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Videospiel-, Brett-, Karten-, Online-, Handy- oder Rollenspiel ist. Auch aktuelle Hardware wird von Games-Mag.de auf Herz und Nieren überprüft. Die Rezensionen funktionieren dabei nach dem simplen Schulnotenprinzip – so sind sie für jeden sofort verständlich.
Games-Mag.de richtet sich an alle Spiele- und Technikbegeisterte. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht das Magazin Tests über Hard- und Software, PC-Zubehöre, Videospielkonsolen, Smartphones und noch viel mehr. Ebenso hält die Redaktion ihre Leser über Neuigkeiten auf dem neusten Stand. News werden täglich aktualisiert und besondere Highlights in den Vordergrund gestellt. Besonders Spiele- und Technikfans schätzen dieses System sehr. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei unserer neuen Partnerseite vorbeischauen würdet.
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 081 – 085, Teil 17)
Im Sommer 2010 haben wir zum einen den älteren Titel Dragon Quest Swords: Die maskierte Königin und der Spiegelturm nachgeholt, sowie im virtuellen Lego-Hogwarts die ersten vier Jahre von Harry Potter erlebt. Mit Samus Aran ging es in Metroid: Other M dann wieder in den Weltraum und den verfluchten Berg aus Cursed Mountain haben wir ebenfalls einen Besuch abgestattet. Zu guter Letzt haben wir auch das innovative Spiel Der Schattenläufer unter die Lupe genommen.
Gewinnspiel (19. – 22. November 2012)
Am Freitag ist endlich soweit, denn an diesem Tag erscheint das lang erwartete PlayStation All-Stars Battle Royale für PlayStation 3 und PlayStation Vita! Dabei handelt es sich um das wohl lustigste Beat ’em up, welches es jemals für diese beiden Konsolen gab. Schlüpft in die Rollen von Kratos, PaRappa the Rapper, Nathan Drake, Fat Princess und noch vielen anderen Charakteren. Das Beste daran ist jedoch wohl das Crossplay-Feature, denn egal für welche der beiden Fassungen ihr euch im Handel entscheidet, ihr könnt sie miteinander verbinden und so gegen einen Spieler der jeweils anderen Version antreten. Toll ist außerdem, dass Käufer der PlayStation-3-Variante dank Cross-Buy die Vita-Ausgabe als Download gratis dazu erhalten.
Wer das Spiel nicht bereits vorbestellt hat oder sich am Freitag den Weg in den Handel sparen möchte, der hat bei uns jetzt die Chance, das Spiel direkt für beide Plattformen zu gewinnen! Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr auch überhaupt nicht viel tun. Wie gewohnt bieten wir euch auch hier mehrere Möglichkeiten an, um an unserer Verlosung teilzunehmen. Um eure Gewinnchancen auf den Gewinn zu erhöhen, dürft ihr alle sechs Möglichkeiten voll ausschöpfen. Es ist euch lediglich die mehrfache Teilnahme an einer gegebenen Option untersagt. Wie folgt könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen:
1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 19.11.2012 öffentlich mit euren Freunden und verfasst unter dem eingangs genannten Beitrag eine kurze Antwort, welcher der Kämpfer von PlayStation All-Stars Battle Royale euer Liebling ist.
2. Ihr folgt uns auf Twitter und teilt uns in eurer Antwort unter dem Gewinnspielbeitrag vom 19.11.2012 kurz mit, wer in PlayStation All-Stars Battle Royale euer Lieblingscharakter ist.
3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 19.11.2012 und gebt unter dem Beitrag an, wer euer Lieblingscharakter in PlayStation All-Stars Battle Royale ist.
4. Ihr registriert euch im NextGen-Forum, erreicht bis zum 22.11.2012 die Mindestanzahl von zehn Posts und teilt uns in unserem PlayStation-All-Stars-Battle-Royale-Thread eure Meinung zum Titel und auch hier euren Lieblingscharakter des Spiels mit.
5. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, wer euer Lieblingscharakter in PlayStation All-Stars Battle Royale ist. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.
6. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username und euren Lieblingscharakter in PlayStation All-Stars Battle Royale mit.
Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Sony Computer Entertainment sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 23. November 2012 informiert. Der angeschriebene Gewinner hat anschließend 48 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Der Teilnehmer willigt ein, dass seine Adressdaten zur einmaligen Nutzung für den Versand des Preises an Dritte weitergereicht wird. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich von uns auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und im NextGen-Forum nicht erwähnt. Sie dürfen sich aber sehr gerne selbst dort als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 22. November 2012, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 076 – 080, Teil 16)
2010 ging es brachial weiter. Monster Hunter 3 Tri schickte uns online auf die Jagd nach übergroßen Bossgegnern und motivierte uns beim Sammeln von Gegenständen wie schon lange kein anderes Spiel mehr, wobei die Story für Rollenspielverhältnisse aber stark auf der Strecke geblieben ist. No More Heroes 2: Desperate Struggle hat uns da schon deutlich mehr gefallen, denn verrückter wie Travis Touchdowns zweites Abenteuer geht es wirklich fast nicht mehr. In Tiger Woods PGA Tour 11 gab es weitere Verbesserungen wie zum Vorjahr und macht das Golfspiel noch einen Tacken realistischer. Zu Super Mario Galaxy 2 müssen wir ohnehin keine Worte verlieren, denn der Titel hat Jump-’n‘-Run-Fans sofort in ihren Bann gezogen. Zu guter Letzt haben wir den Sommer auch noch Muramasa: The Demon Blade von 2009 verbracht. So viele Lobeshymnen gibt es sonst in kaum einem anderen Video von uns zu hören oder zu sehen. Anschauen lohnt sich also einmal mehr.
Review: Natural City
Wenn das Haustier eines Menschen stirbt, dann ist das für die betroffene Person ein sehr großer Verlust. Wenn sich diese Person daraufhin jedoch umbringt und einen Regisseur dazu veranlasst, einen Film zu drehen, dann war dieser Tod vielleicht nicht ganz umsonst.
In der in der Zukunft angesiedelten Welt von Natural City haben nicht nur die Menschen ihren Platz, sondern auch die leistungsfähigen Cyborgs. Anders wie die Menschen, haben die Cyborgs jedoch eine von vornherein vordefinierte Lebensdauer, bis sie sich abschalten. Dies nennt man in Natural City den so genannten Verfall, der einen Cyborg dazu bringt, seinen wichtigsten Chip – also der, der für die künstliche Intelligenz verantwortlich ist, selbst zu entfernen. Da ist es nur natürlich, dass einige Cyborgs den eigenen unausweichlichen Tod besiegen wollen, doch müssen sie für dieses Ziel wiederum gegen ihre Schöpfer vorgehen. Als diese nämlich erfahren, dass der Wissenschaftler Croy es endlich geschafft hat, eine künstliche Intelligenz in einen menschlichen Körper zu transferieren, wollen die abtrünnigen Cyborgs dieses System umgehend nutzen, um ihrem befristeten Dasein ein Ende zu bereiten. Die Menschen bilden daraufhin eine Task Force, welche die Cyborgs bekämpfen soll. Der Kämpfer R dieser Einheit wehrt sich jedoch dagegen, seine überlegenen Feinde zu exekutieren. Der Grund dafür ist relativ einfach, denn dieser liebt eine Frau, welche ebenfalls ein Cyborg ist und die Zeit ihres Verfalls steht unmittelbar bevor. Der Zeitpunkt rückt immer näher und das Leben des Kämpfers gerät nach und nach aus den Fugen. Er will versuchen, Rias künstliche Intelligenz in den Körper der Prostituierten Cyon zu übertragen.
Cyborg-Liebe
Auf diese Idee kommt sein Gegenspieler Cyper ebenfalls, da dessen Ablaufdatum kurz bevorsteht und auch für ihn ist nur Cyon als neuer Wirt infrage kommt. Die grundlegende Idee, wie es zu Natural City gekommen ist, ist schon sehr obskur. Da stirbt der Hund einer unbekannten Person und Regisseur Min Byung-chun kommen direkt die ersten Bilder in den Kopf, wie eine mögliche futuristische Welt aussieht, in der Cyborgs unterdrückt werden, es aber dennoch Liebe zwischen organischen und anorganischen Lebewesen gibt. Die Gefühlswelt zwischen dem Protagonisten und seiner Cyborg-Liebe wird aber nur geringfügig angedeutet, denn komischerweise hat der Regisseur die zwei wichtigsten Szenen dafür aus dem Film entfernt. So wird dieses Kapitel sehr schnell abgearbeitet und läuft im Hintergrund bis zum Ende weiter. Überhaupt werden Antriebe der Charaktere nur angedeutet und niemals direkt ausgedrückt. Dafür hat es das Produktionsteam innerhalb von vier Jahren geschafft, eine fantasievolle Cyberpunk-Welt zu erschaffen, die in ihren Grundzügen jedoch stark an Ridley Scotts Blade Runner erinnert. Verregnete Nächte und jede Menge Neonreklametafeln kennen wir somit schon und für viele mag Blade Runner immer noch der bessere Film sein, doch ist dieser Stil in Natural City definitiv nicht fehl am Platz. Wir gehen sogar soweit und sagen, dass die Stadt, die aus einzelnen Fragmenten von Hongkong, Thailand und Südkorea besteht, der atmosphärischste Handlungsort in einem Film seit langem ist.
Südkoreanische Science-Fiction
Optisch besticht der Film leider nicht ganz. Zwar sind alle Szenen, die mitten in der Stadt gedreht worden sind, vom Bild her sehr scharf und auch atmosphärisch, doch in Wohnungen und anderen Locations verschwimmt das Bild leider häufig. Unschärfen machen sich bemerkbar. Der Film ist zwar 2003 bereits auf DVD veröffentlicht worden, oder für die Blu-ray-Veröffentlichung hätten wir uns mehr erhofft. So bleibt der Film im 16:9-Format und in 1080p eher auf gehobenem DVD-Niveau. Ärgerlich ist das auch, da der Film überwiegend auf Effekte verzichtet und nur besonders am Anfang, am Ende und am Rande sich darauf konzentriert. Die deutsche Synchronisation ist dafür jedoch sehr gut gelungen, doch wer es wieder mal gerne authentischer mag, muss sich den Film in Koreanisch anhören beziehungsweise anschauen. Untertitel in Deutsch können natürlich hinzu geschaltet werden. Der Soundtrack gehört ebenso zum Besten, was wir seit langer Zeit in einem Film gehört haben. Asiatische, düstere und futuristische Klänge geben sich hier die Klinke in die Hand. Wer nach 108 Minuten immer noch nicht genug von Natural City hat, darf sich circa zwei Stunden Bonusmaterial, bestehend aus einem Making-of und vielen weiteren interessanten Fakten und Tatsachen zum Film, ansehen. Natural City ist ein Film, den sich Science-Fiction-Liebhaber unbedingt einmal anschauen müssen.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Minuten von Natural City werden sehr langatmig gestreckt und sind eher nichtssagend, doch nachdem man dem Zuschauer das Konzept des Films nähergebracht hat, nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf und beeindruckt dabei mit einer dystopischen Zukunftsvision, schönen Effekten und passenden Charakteren. Jetzt ist es aber leider so, dass man sich vor der Veröffentlichung dazu entschieden hat, die eine oder andere Szene aus dem Film zu entfernen und dadurch ist es leider nicht immer ersichtlich, warum ein Charakter gerade so mit seiner Umwelt agiert. Seine Motivation und sein Antrieb müssen da eher erahnt als nachvollzogen werden. Aufgrund des Cyberpunk-Settings und den vielen kleinen Ideen, mit denen der Film spielt (beispielsweise eine Art Tamagotchi, wo eine Blume ständig mit virtuellem Wasser genährt werden muss), kann ich darüber aber hinwegsehen, zumal die Story jederzeit nachvollzogen werden kann. Ich finde jedoch, dass die Handlung zum Ende hin leider ein wenig an Fahrt verliert. Da hätte sich der Regisseur eventuell alternativ ein kürzeres Finale überlegen können. Natural City werde ich mir sicherlich ein weiteres Mal anschauen, denn dafür hat mir die Welt, die Charaktere und ihre Bedeutungen einfach zu gut gefallen.
Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Natural City!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 071 – 075, Teil 15)
In Castlevania: Judgment haben wir die bekannten Castlevania-Charaktere erstmals in einem Beat ‚em up erlebt und in Boom Blox: Smash Party konnten wir abermals Klötze zum Einsturz bringen. Puzzle Quest: Challenge of the Warlords hat da die grauen Zellen gefordert, konnte aber nicht mit einer guten Steuerung überzeugen. Sky Crawlers: Innocent Aces konnte hingegen mit einer interessanten Story und tollem Gameplay überzeugen. Selbiges gilt mit der einen oder anderen Einschränkung auch für Fragile Dreams: Farewell Ruins of the Moon.
Review: Blood-C: Die Serie – Volume 2
Im letzten Monat haben wir uns bereits den ersten drei Episoden von Blood-C: Die Serie gewidmet. Splendid Film hat die nächsten drei Folgen nachgereicht und wir staunen nicht schlecht, wie schnell sich unsere Meinung zum Anime positiv verändern kann.
Nach wie vor ist Saya Kisaragi ein nach Außen hin normales, freundliches und zudem auch noch sehr tollpatschiges Mädchen. Früher kam sie immer zur spät zur Schule, wenn ihr eine alte Dame oder herrenlose Tiere begegneten, welche beim Überqueren der Straße unterstützt werden wollten. Damit ist jetzt aber Schluss, denn die Bedrohungen der Old Ones nehmen weiterhin zu. Während die ersten drei Episoden sich noch in Ruhe die Zeit genommen haben, um die Charaktere vorzustellen, stehen jetzt die Kämpfe im Mittelpunkt, in welchen auch der eine oder andere liebgewonnene Charakter sterben muss. Keine Sorge – wer unter den Opfern der Old Ones ist, verraten wir euch an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen natürlich nicht. Da Saya jedoch nicht nur nachts die Dämonen jagen muss, sondern tagsüber auch noch die Schulbank drücken darf, wird die Belastung für sie mit jedem Tag schlimmer. Es geht sogar soweit, dass sie eines Tages in ihrem Lieblingscafé einschläft und kurz darauf an Fieber leidet, sich damit auch noch zur Schule schleppt und diese aufgrund der mysteriösen Vorfälle in der kleinen japanischen Stadt dann auch noch geschlossen werden muss. Von einer Episode auf die andere hat sich der Anime deutlich weiterentwickelt und wir sind sehr froh darüber, denn die Handlung ist jetzt deutlich spannender und unvorhersehbarer geworden.
Mächtige Feinde
Die zweite Volume von Blood-C beinhaltet die Episoden Mächtige Gefühle, Folge der Macht der Goshinto und Wind und Schatten. Wir erfahren ein wenig darüber, was es mit dem so genannten Bündnis auf sich hat, welches zwischen den Old Ones und den Menschen einst geschlossen wurde. Viel wichtiger ist jedoch, warum Saya das Bündnis angeblich gebrochen haben soll. Außerdem sehen wir, wie Saya von Kopfschmerzen und Visionen geplagt wird. In der einen oder anderen Szene sind wir da auch als Zuschauer ratlos, wenn es darum geht zu erkennen, ob Saya jetzt gerade träumt oder nicht. Hier könnte eine der nächsten Episoden in den letzten beiden Volumes Klarheit verschaffen oder sollte dies zumindest. Die Macht Sayas Gegenspieler nimmt in den vorliegenden Folgen weiter zu und diese sind jetzt sogar schon so stark, dass sie die Menschen am Tag angreifen. Da ihre Feinde nicht nur stärker, sondern nun auch viel intelligenter wirken, unterhalten diese sich mit Saya, was die Auseinandersetzungen deutlich spannender macht. Wir finden diesen Schritt gut, denn so bekommen wir zum einen nicht nur längere Kämpfe zu sehen, in denen wieder literweise Blut spritzt, sondern auch noch genügend Dialoge, welche das Geschehen nicht ganz so monoton erscheinen lassen. Es gibt jedoch weiterhin auch Probleme zwischen und unter den Nebenfiguren von Blood-C.
Probleme unter Freunden
So konkurrieren gleich drei Herren um die Gunst von Saya, die sich nicht so recht entscheiden möchte, ob und wen sie denn nun gerne hat. Ihre Freunde stehen ihr aber dennoch weiterhin bei und besonders, als sie merken, dass etwas mit Saya nicht in Ordnung ist, bieten sie ihr oft ihre Hilfe an, falls sie sich einmal aussprechen möchte. Dieser starke Freundschaftsbund war in den ersten drei Folgen noch nicht so stark und wurde nur angedeutet. Am Zeichenstil gibt es auch bei den vorliegenden Episoden nichts auszusetzen. Production I.G. hat wieder einmal sehr gute Arbeit geleistet, denn jetzt wirken vor allem die Old Ones weitaus bestialischer und jagen den Charakteren deutlich mehr Angst ein. Bei den Kämpfen wird zudem definitiv nicht an Blutfontänen gespart. Das war bei den ersten Folgen im Vergleich hierzu noch harmlos, doch diesmal gibt es deutlich mehr rote Suppe zu sehen, die in und nach den Kämpfen aus Wunden und abgetrennten Teilen der Gegner fließt. Wir wundern uns übrigens, wie viel Saya aushält – ständig wird sie mehr oder weniger stark verletzt und steht trotzdem immer wieder auf. Die Umgebungen harmonieren weiterhin mit den lebensechten Charakteren und so macht das Bild in 1080p und im 16:9-Format einen guten Eindruck. Die deutsche Synchronisation ist auch gelungen, wenn Sayas Vater nach wie vor auch ein wenig apathisch spricht. Die 24 Minuten langen Folgen führen Blood-C genau so weiter, wie wir uns das gewünscht haben.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden von Blood-C haben sich meiner Meinung nach sehr viel Zeit mit der Charakterisierung gelassen, weshalb ich darauf gehofft habe, dass die Handlung mit der vierten Episode endlich an Fahrt aufnimmt – und genau so ist es gekommen! Der Kampf gegen die Old Ones geht endlich weiter und wird nun noch gefährlicher und brutaler in Szene gesetzt, als es noch bei den ersten Folgen war. In den vorliegenden Episoden gab es jede Menge Höhe- und Tiefpunkte in Sayas Leben, welche die Serie wirklich sehr bereichern. Leider kann ich darüber hier nicht sprechen, da es euch die Spannung nehmen würde. Es lohnt sich aber definitiv, die Serie fortzusetzen, wenn man sich schon die ersten drei Folgen angeschaut hat. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, bis die nächste Volume erscheint, denn ich möchte endlich wissen, wie Sayas Geschichte weiter fortgeführt wird. Wenn die Serie ihr Niveau hält, kann da nämlich nichts mehr schiefgehen.
Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blood-C: Die Serie – Volume 2!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 066 – 070, Teil 14)
Im nun mehr vierzehnten Teil beenden wir das Jahr 2009 und blicken zurück auf Tony Hawk Ride. Ein Spiel, das mit einem innovativen Skateboard-Controller erschienen ist, aber leider kaum Anhänger gefunden hat. Ein späterer zweiter Teil konnte da auch nicht mehr sehr viel helfen. Interessanter war da schon die lang ersehnte Fortsetzung von Tales of Symphonia. In Dawn of the New World gab es ein Wiedersehen mit den Charakteren aus dem Gamecube-Rollenspiel. In Little King’s Story haben wir mit einem kleinen König ganze Landstriche regiert und mit Tatsunoko vs. Capcom haben wir Street-Fighter-Charaktere gegen Anime-Figuren in den Ring geschickt. Selbiges gilt auch für Punch Out!, denn besser hätte das Jahr 2010 für uns nicht eingeläutet werden können.
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 061 – 065, Teil 13)
Langsam aber sicher geht das Jahr 2009 zu Ende. Mit Wii Fit Plus bringt Nintendo ein Spiel auf den Markt, welches die Daseinsberechtigung des Balance Boards noch einmal ins Lampenlicht rücken soll. Mit Dragonball: Revenge of King Piccolo helfen wir dem kleinen Son Gokū, den Oberteufel zu besiegen. In New Super Mario Bros. Wii schickt uns Nintendo wiederum ins Pilz-Königreich, um diesmal zu viert für Ruhe und Ordnung zu sorgen und Bowser abermals zu besiegen. Mit Shaun White Snowboarding: World Stage gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Eis und Schnee. Besonders gut gefallen hat uns in diesem Herbst jedoch Resident Evil: The Darkside Chronicles. Dabei handelt es sich um einen der besten Rail-Shooter, welcher für Nintendos Konsole erschienen ist. Welche nostalgischen Gefühle wir noch mit diesen Spielen verbinden, erfahrt ihr in unserem Video.
Review: Darksiders
Mit der Videospielserie The Legend of Zelda beweist Nintendo jedes Mal aufs Neue, wie man eine Reihe verändern und trotzdem dem Spielprinzip weitgehend treu bleiben kann. Mit dem Titel Darksiders wollte THQ 2010 ein Stück vom Erfolg des Vorbilds abhaben.
An jenem Morgen hätte sich wohl niemand vorstellen können, dass er den Abend nicht mehr erleben wird. Jener Tag begann wie jeder andere, doch ein plötzlicher Meteoritenregen hat das Leben der Menschheit schlagartig von einem Moment auf den anderen verändert. Der Vorfall ist nämlich nichts anderes, als die in der Bibel prophezeite Apokalypse. Wenig später lassen sich auch schon die ersten Engel und Dämonen auf der Erde blicken, die gegeneinander Krieg führen. Krieg ist das zentrale Element von Darksiders, doch nicht, weil dieser Bestandteil der Handlung ist, sondern dass wir ihn verkörpern. Mit dem apokalyptischen Reiter Krieg müssen wir uns zunächst einen Weg durch die Stadt suchen, welche uns entfernt an New York City erinnert. Überall explodiert etwas, um Hilfe schreiende Menschen laufen durch die Straßen und biblische Gestalten tauchen aus dem Boden und dem Himmel auf. Selten wird ein Spiel pompöser eingeleitet. Leider hat aber auch die Apokalypse einen Haken, denn diese sollte zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht eingeleitet werden. Schnell wird ein Sündenbock gesucht und die Auswahl fällt ausgerechnet auf uns. Einhundert Jahre nach der Apokalypse bekommen wir endlich unsere Chance, Rechenschaft vor dem Rat abzulegen, um unseren Ruf reinzuwaschen. Zu allem Übel wird ihm auch noch ein dämonischer Beobachter an die Seite gestellt.
Unter Beobachtung
Der Beobachter soll jederzeit ein wachsames Auge auf den Reiter werfen und den Rat über all seine Aktivitäten unterrichten. Gelegentlich mischt er sich auch in unsere Handlungsweise ein – wer jetzt an Navi aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time denkt, der darf jedoch beruhigt aufatmen. Der Beobachter erreicht niemals das nervige Potential von Links persönlicher Fee, denn anstatt uns ständig Hilfestellungen zu geben, verweigert dieser lieber seinen Dienst und lässt uns einfach machen. Das ist auf der einen Seite natürlich schön, doch sobald wir einmal nicht weiterwissen und eventuell seine Hilfe in Anspruch nehmen müssten, ist das dann doch mehr als ärgerlich. Aufgrund der recht linearen Spielstruktur kommt das aber so gut wie nie vor. Verlaufen können wir uns in Darksiders auf der Oberfläche ohnehin nicht, denn der Weg ist in der Regel schmalspurig und vorgegeben. Am Rande tauchen allerdings immer wieder Stellen auf, die wir erst im späteren Spielverlauf erreichen können. Backtracking ist das aber nicht, denn an diesen Orten gibt es eigentlich immer nur Geheimnisse zu entdecken, die dem Krieg auf seiner Reise nützlich sein können. Beispielsweise finden wir in Schatztruhen einen von immer jeweils vier Lebenssplitter, die dann zu einem Lebensstein verschmelzen und die Energie des Reiters verbessern. Selbiges gilt auch für die Zornanzeige, die sich immer dann leert, wenn wir Spezialtechniken einsetzen.
Bekannte Mechaniken
Nicht nur das dürfte The-Legend-of-Zelda-Spielern bekannt vorkommen, denn um eben jene beschriebenen Orte erreichen zu können, müssen wir die in den Dungeons gefundenen Items einsetzen. Da gibt es zum Beispiel einen Enterhaken, um an markierten Stellen von der einen Plattform auf die andere schwingen zu können oder einen Klingenbumerang, mit denen wir erst eine Feuerstelle anvisieren und dann auf eine Bombe zielen. Bei Berührung explodiert die Bombe und zerbröckelt im Anschluss in der Regel eine Mauer und legt so einen Durchgang zu einem Geheimnis frei. Diese Spielerei taucht dementsprechend nicht nur auf der Oberwelt, sondern auch in den einzelnen Dungeons auf. Kaum haben wir einen Raum eines Dungeons betreten, gilt es auch schon ein Rätsel zu lösen. Manchmal müssen wir da einfach nur ein von einer Engelstatue gehaltenes Schwert zu einer Statue tragen, die kein Schwert in Händen hält oder einen Block von einem Podest schubsen, um diesen an eine Stelle im Raum zu schieben, von wo aus wir eine neue Anhöhe erreichen können. Die Mechaniken haben wir als Fans des Hylianers bereits vor Jahrzehnten verinnerlicht und sie funktionieren in Darksiders ebenso gut. In den Dungeons lauert am Ende selbstverständlich auch ein Bossgegner, den wir bekämpfen müssen, um die Handlung vorantreiben zu können.
Ausgeburten der Hölle
Die Bosskämpfe sind die Höhepunkte des Spiels. Riesenfledermäuse, Riesensandwürmer oder Riesenspinnen gilt es in Darksiders zu bekämpfen. Auch hier orientieren sich die Entwickler von Vigil Games an Nintendos Erfolgsserie, da immer jeweils das zuletzt gefundene Item im Kampf eingesetzt werden muss. Sobald die Taktik eines Bossgegners durchschaut ist, geht der Kampf in der Regel schnell zu Ende. Nervig ist jedoch so mancher Kampf zwischendurch, da die Gegner in der zerstörten Spielwelt oft in Scharen auftreten und an einigen Stellen sogar in unfairen Kombinationen. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad mussten wir im einen oder anderen Moment ordentlich schlucken, zumal wir an einer ganz bestimmten Stelle keinerlei Möglichkeit hatten, uns beim Händler mit Heilgegenständen auszurüsten und wir selbst keins von diesen Objekten dabei hatten – brauchen tun wir die in Darksiders nämlich nie, zumal sie auch sehr teuer sind. Immerhin haben sich die Entwickler beim Währungssystem eigenständig etwas ausgedacht, denn besiegte Gegner hinterlassen eine bestimmte Anzahl an Seelen. Diese können entweder heilende Wirkung haben, unsere Zornleiste wieder auffüllen oder einfach als Zahlungsmittel genutzt werden. Bei Händler Vulgrim dürfen wir diese dann auch für gewisse Fähigkeiten im Umgang mit Schwert und Sense ausgeben oder so gar Zaubersprüche erlernen.
Vernetzte Spielwelt
Obwohl das Grundgerüst von Darksiders für sich genommen funktioniert, sind es die anderen wichtigen Teile, die dem Spiel schaden. So ist die Handlung zwar interessant, doch im Spiel tauchen nur wenige Charaktere auf, welche die Story vorantreiben und noch dazu werden sie fast gar nicht charakterisiert. Das kann selbst der eine oder andere Teil von The Legend of Zelda besser. Ebenfalls besser macht Nintendos Serie die Spielwelt. Diese wirkt in Darksiders zu eng und selten gibt es Gebiete, die zum Dauererkunden einladen, wenn auch in allen Ecken ein Geheimnis auf Krieg wartet. Noch dazu ist es nervig, ständig Vulgrim aufzusuchen, um von einem besuchten Ort zum nächsten zu reisen, denn anstatt eine Schnellreisefunktion zu integrieren, müssen wir den so genannten Schlangenpfad in einer Zwischenwelt bereisen, um von einem Händlerplatz zum nächsten zu gelangen. Das zieht sich insbesondere dann in die Länge, wenn wir gegen Ende des Spiels die restlichen Geheimnisse der Spielwelt aufdecken wollen. Das Drumherum kommt dann leider auch ohne Nebenaufträge aus. Das ist wirklich sehr schade, denn Texte der Bibel geben genug her, um interessante Nebencharaktere in der Spielwelt platzieren zu können. Fiktive Charaktere hätten ebenfalls noch Platz finden können, um abseits der eigentlichen Storyline Gründe für die Erkundung der zerstörten Erde zu geben.
Düsterer Stil
Optisch wird Darksiders in einem schönen Comic-Look wiedergegeben, welcher gekonnt das düstere Szenario darstellt. Flammen wirken bedrohlich und nicht albern und gefräßige Fische in den Tiefen der Seelandschaft wirken nicht weniger gefährlich. Leider spielt der Titel wenig mit Licht und Schatten, obwohl er dazu genügend Momente nutzen könnte. Ein Vorteil des düsteren Comic-Stils sind die fast nicht vorhandenen Ladezeiten. Der Titel lädt neue Gebiete unglaublich schnell und im Hintergrund nach. Nur selten müssen wir zwischendurch eine sehr kurze Standbild-Nachladepause ertragen. Trotz dieser technisch gesunden Infrastruktur, ist es in unserem Test gelegentlich zu unschönen Nachladerucklern gekommen, wenn auf dem Bild einfach zu viele Polygone berechnet werden mussten. Zu zwei Abstürzen ist es während der zwanzig Spielstunden, die wir für das Durchspielen gebraucht haben, ebenfalls gekommen. Das fällt zwar nicht besonders stark ins Gewicht, da der Titel sehr oft automatisch das Spiel speichert, doch ist besonders dann ärgerlich, wenn wir gerade tief in die Spielwelt eingetaucht sind und so unliebsam aus der Session geworfen werden. Das Spiel wird vergleichsweise mit einem epischen Soundtrack untermalt, doch ist die musikalische Untermalung fast nie zu hören. Warum das so sein soll, wissen wohl nur die Entwickler. Wir finden es doof.
Höhen und Tiefen
Bei der Steuerung hätten sich die Entwickler ebenso mehr Mühe geben können. Zwar ergibt der Mix aus Angriffen, Blocken und Ausweichen Sinn und sogar die Spezialfähigkeiten sind über schnelle Tastenkombinationen auswähl- beziehungsweise einsetzbar, doch die Köpfe bei Vigil Games hätten sich vor allem bei der Bedienung in Bezug auf die Gegenstände mehr an der The-Legend-of-Zelda-Reihe orientieren können. Gerade einmal einen Gegenstand können wir aus einem der drei Slots, die über das Steuerkreuz auswählbar sind, benutzen. Besonders in brenzligen Situationen ist das nicht gerade förderlich. Ebenso nervig ist die Bedienung des Kartenbildschirms. Wie im Vorbild können wir zwischen den Ebenen wechseln, um zu sehen, wo denn noch Schatztruhen oder Artefakte auf unsere Bergung warten. Es gibt jedoch keine Zoom-Funktion, was die Navigation umständlich macht. Halten wir also fest: Darksiders hat eine passable Story, die aber nicht über ein paar Höhe- und einen Wendepunkt herausragt. Die Nebencharaktere werden kaum charakterisiert und sind somit bloßes Zierwerk für die Rahmenhandlung, zumal für ein Action-Adventure wichtige Nebenaufträge fehlen und die Spielwelt somit gänzlich auf eigene Faust erkundet werden muss. Wer damit leben kann, wird mit Darksiders aber jede Menge Spaß haben, denn eine bessere Alternative zu The Legend of Zelda gibt es derzeit nicht.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Als ich mir vor zweieinhalb Jahren die ersten Reviews zu Darksiders durchgelesen habe, war ich doch recht positiv gestimmt, da sich das Spiel vor allem an große Serien wie The Legend of Zelda, Devil May Cry, Portal oder Metroid orientiert und aus diesen Reihen beliebig Spielinhalte kopiert und kombiniert. Es gibt jedoch nur wenige Punkte im Spiel, die Darksiders eine Eigenidentifikation verleihen, beispielsweise die unterschiedlichen Seelen und das unverbrauchte Szenario. Das ist sehr schade, da ich den Entwicklern bei Vigil Games durchaus zutraue, dass sie noch ein deutlich besseres Spiel hätten machen können. Vielleicht haben sie dieses Ziel ja beim zweiten Teil der Reihe erreicht, den ich in Kürze für die Wii U spielen werde und mich dann entsprechend in jenem Review noch zu Wort melden werde, doch zurück zum ersten Teil: Darksiders ist für mich ein Titel, den ich gerne gespielt habe, aber sicherlich nicht nochmal spielen werde. So toll die Mechaniken aus The Legend of Zelda in Darksiders auch funktionieren – ich spiele lieber das in meinen Augen deutlich bessere Original von Nintendo und bekomme dann auch noch von Spiel zu Spiel noch unterschiedliche Elemente geboten, die jeden Teil einzigartig machen. Darksiders ist also bei weitem kein geniales Spiel, aber immer noch ein gutes, welches sich Genre-Fans unbedingt einmal anschauen sollten. Wer sich unschlüssig ist, kann sich des Kriegs apokalyptisches Abenteuer auch in der Videothek übers Wochenende ausleihen, denn eine lange Spielzeit hat der Titel, sofern man nicht jedes Geheimnis aufdecken will, nämlich leider nicht.
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 056 – 060, Teil 12)
Man muss sich nicht immer neue Spiele zulegen, wie unser Countdown-Wii-Video beweist. So haben wir zwar mit Wii Sports Resort erstmals die neue Steuerungseinheit WiiMotion Plus in Aktion erlebt und in Harvest Moon: Baum der Stille abermals einen Bauernhof zum Florieren gebracht, doch Disaster: Day of Crisis, Wario Land: The Shake Dimension und Wii Music aus dem Jahre 2008 haben uns 2009 ebenfalls Spaß bereitet. Nun gut, Wii Music hat das eigentlich nicht gemacht, doch die Informationen zu dem Spiel entnehmt ihr dann doch bitte unserem Video. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!
Review: Endless Ocean
Simulationen sprechen oftmals nur ein kleines Publikum an, da sich das Gameplay voll und ganz an diese Zielgruppe richtet. 2007 startete Nintendo die Tauchsimulationsreihe Endless Ocean. Zum Ende der Nintendo-Wii-Ära blicken wir auf den ersten Teil zurück.
Wir schlüpfen in die Rolle eines namenlosen Tauchsportlers, der auf dem kleinen Segelschiff Gabbiano anheuert und dort der Meeresbiologin Catherine tatkräftig unter die Arme greifen soll. Die junge Frau hat nämlich ein großes Problem – sie ist Nichtschwimmerin und weigert sich partout, das Schwimmen zu erlernen. Sie sei einfach nicht dazu geschaffen, verrät sie uns in einem Gespräch. Da wir dann schon mal an Bord sind, sehen wir darüber gerne hinweg und unterstützen sie, wo wir nur können. Unsere täglichen Aufgaben bestehen in Endless Ocean darin, das fiktive manauraische Meer im Südpazifik zu erkunden und dabei Bekanntschaft mit Fischen, Vögeln und Säugetieren zu machen. Eine richtige Hintergrundhandlung gibt es nicht, doch im späteren Teil des Spielverlaufs erhalten wir Einblicke in Catherines Vergangenheit. Wir möchten nicht zu viel verraten, doch wer beim Namen Kapitän Ahab aufhorcht, wird am Schluss große Augen machen. Es dreht sich in Endless Ocean also hauptsächlich darum, das Bestimmungsbuch zu füllen. In diesem Buch sind alle (im Spiel vorhandenen) Lebensformen zunächst geschwärzt angegeben. Erst wenn wir Kontakt mit dem Individuum aufgenommen haben, erhalten wir hier interessante (aber meist vernachlässigbare) Informationen über das entsprechende Lebewesen. Der Pokédex aus den Pokémon-Spielen lässt grüßen!
Endliche Weiten
Um einen Fisch zu studieren, reicht es in Endless Ocean aus, ihn ausfindig zu machen und zu streicheln, ihn anzustupsen oder zu füttern. Das Spielprinzip ist in diesem Punkt größtenteils monoton, doch da es über zweihundert verschiedene Arten in Endless Ocean gibt, sehen wir darüber hinweg. Der eigentliche Star des Spiels sind nämlich nicht Wale, Pinguine oder Flundern, sondern der Ozean. Für Nintendo-Wii-Verhältnisse sieht dieser nämlich nicht nur besonders hübsch aus, sondern ist auch noch begrenzt weitläufig. Begrenzt deshalb, weil wir die Gabbiano immer an einen frei bestimmbaren Punkt fahren müssen und von dort aus steht uns leider nur eine begrenzte Reichweite zur Verfügung, wie weit wir uns vom Boot entfernen dürfen. Das ist besonders deshalb sehr schade, da der Sauerstoffvorrat unseres Charakters sehr lange ausreicht. Wir haben mehrere Tauchausflüge gemacht und alleine schon beim längsten Tauchgang hatten wir noch mehr als die Hälfte des Sauerstoffvorrats übrig. Hier hätten wir es gerne gesehen, wenn wir vom Startgebiet auch bis zum tiefen Graben hätten tauchen dürfen. Selbst wenn uns jedoch der Sauerstoff ausgehen sollte, passiert im Grunde nichts. Über das Menü dürfen wir einfach und bequem auf eine Taste drücken und schon lädt das Spiel unseren Rückweg zur Gabbiano. In einer Tauchsimulation ist das unserer Meinung nach unsinnig.
Meeresatmosphäre
Auch wenn der Endless Ocean gar nicht so endlos ist, überzeugt er uns dennoch mit hübschen Unterwasserlandschaften. Da gibt es tiefe Gräben, zu denen kein Sonnenlicht mehr vordringt und atemberaubende Korallenriffe, wo sich bunte Fische nur so tummeln. Entdecken wir dann auch noch eine Ruine unter dem Meeresspiegel, hinterfragen wir sogar automatisch die Welt von Endless Ocean. Wir möchten wissen, wie es zum Untergang dieser Zivilisation kam und erkunden nach Herzenslust die nun durchfluteten Gänge. Wenn dann dabei auch noch der von John Newton geschriebene und von Hayley Westenra gesungene Song Amazing Grace ertönt, ist die Meeresatmosphäre nahezu vollkommen. Ausgerechnet das omnipräsente Meer lässt uns aus unserer Trance erwachen, denn so hübsch die Landschaften sind und so fröhlich die Tiere sich im Wasser bewegen – der Lebenskreislauf kommt dabei niemals zur Geltung und dass obwohl sich Haie zum Beispiel von Fischen ernähren. Außerdem greifen uns Haie nicht an, was ebenfalls ein klein wenig die Atmosphäre tötet. Wir verlangen nicht, dass uns ein Hai jederzeit angreift, doch möchten wir, dass wir jederzeit mit einem Angriff rechnen dürfen. Es wäre immerhin realistisch und das ist es doch, was eine gute Simulation ausmachen sollte. Da muss Nintendo beziehungsweise Entwickler Arika bei Nachfolgern unbedingt nachbessern.
Monotones Aufgabenfeld
Immerhin gibt es einen dynamischen Tag- und Nachtwechsel, den wir aber nur an Bord der Gabbiano aktiv miterleben. Wenn wir im Ozean unterwegs sind, merken wir davon eigentlich nichts, doch je nach Tageszeit stoßen wir in den Tiefen des Meeres auf andere Lebewesen. Ebenfalls verbesserungswürdig ist das monotone Gameplay. Es gibt gerade einmal drei Wege, um sich die Freundschaft eines Fisches zu erkaufen beziehungsweise um ihn zu erforschen. In späteren Spielstunden erhalten wir zwar weitere Gegenstände, wie zum Beispiel eine Kamera, um Fotos von den Meeresbewohnern zu schießen und auch neue Aufgabentypen werden uns in so mancher Kurzmitteilung über unser virtuelles Handy suggeriert. Da möchte dann jemand in einem bestimmten Bereich einen ganz besonderen Fisch präsentiert bekommen, doch egal wie das Abenteuer auch verlaufen mag – wir müssen grundlegend neue Fische katalogisieren. Sind uns diese Aufgaben alleine zu langweilig, können wir sie immerhin noch mit einem Freund online über die Nintendo Wi-Fi Connection teilen. In Endless Ocean müssen wir uns mit aber zwangsweise noch mit einem Unterwasserstift unterhalten. Wii Speak unterstützt erst der Nachfolger. Da sich das Spiel besonders an Gelegenheitsspieler richtet, kann der erste Teil auch nur mit der Wii-Fernbedienung gespielt werden. Die Bewegungssteuerung funktioniert jedoch erstaunlich gut, auch wenn durch das Kippen und Neigen kein Rückwärtsschwimmen möglich ist. Für entspannte Abende nach einem harten Arbeitstag ist Endless Ocean trotz der Mängel genau richtig.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit: Ich kann mich noch gut erinnern, wie lustig ich mich über das Spiel in diversen Foren vor fünf Jahren gemacht habe. Dazu muss man aber sagen, dass Nintendo zu diesem Zeitpunkt immer mehr den Weg des Gelegenheitsspielers eingeschlagen hat und zudem die allgemeine Entwicklung in dieser Zeit meiner Meinung nach eher suboptimal war. Fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Spiels habe ich dann doch mal einen Blick riskiert und so schlecht, wie ich Endless Ocean damals immer eingeschätzt habe, ist es eigentlich nicht. Die Betonung liegt jedoch auf eigentlich, denn ich habe zwar sehr viel Spaß mit dem Spiel gehabt und vor allem konnte ich mich nach einer sehr stressigen Woche mehr als gut beim Spielen erholen, doch inhaltlich ist Endless Ocean sehr dürftig. Die Aufgaben ähneln sich zu stark und selbst die Ausrüstungsgegenstände, die wir für erldigte Aufträge erhalten, spornen nicht wirklich zum Weiterspielen an – sie haben schlichtweg keinen Einfluss auf das Geschehen. Es gibt zudem erst zum Ende hin so etwas wie eine Handlung und ich mag es gar nicht, wenn man mir zu wenige Auswahlmöglichkeiten lässt, die zudem in knappen Gesten münden. Ich habe nun circa zehn Stunden mit Endless Ocean verbracht, doch dabei habe ich die Hälfte aller Arten noch gar nicht entdeckt und dass obwohl ich schon das letzte große Lebewesen im Meer getroffen habe – ein kleiner Tipp: Der Blauwal ist es nicht!
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Endless Ocean!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 051 – 055, Teil 11)
In der heutigen Ausgabe dreht sich alles um das Suda51-Werk No More Heroes, Steven Spielbergs Boom Blox, dem interaktiven Roman Another Code: R – Die Suche nach der verborgenen Erinnerung, Electronic Arts aufstrebendem Golfspiel Tiger Woods: PGA Tour 10 und dem sechsten Abenteuer eines Zauberlehrlings, nämlich Harry Potter und der Halbblutprinz. Wir wünschen euch viel Spaß mit der elften Ausgabe!
Review: Poképark 2: Die Dimension der Wünsche
Wenn man ein Spin-off einer Videospielreihe erschafft, dann wird natürlich versucht, diese Serie ebenfalls am Leben zu erhalten. So steht es auch um Poképark 2: Die Dimension der Wünsche, welches leicht verbessert wurde, aber auch einige Rückschläge hinnehmen muss.
Der Poképark ist größer als Pikachu gedacht hat, denken wir zumindest in den ersten Stunden des Spiels. Später wird in einem Gespräch mit einem Pokémon klar, dass es sich hierbei doch tatsächlich um ein anderes Pikachu handeln könnte, denn dieser Poképark liegt geographisch ganz woanders. Im Endeffekt macht das aber keinen Unterschied, da das Spielprinzip sich im Grunde kaum verändert hat und überwiegend immer noch eine Menge Spaß macht, doch der Reihe nach. Pikachu und Plinfa unternehmen einen Ausflug zum Gezeitenufer. Dort werden sie Zeugen eines seltsamen Vorfalls, denn ein paar dubios wirkende Pokémon stellen den dort anwesenden Taschenmonstern das Konzept des Wunschparks vor. Der Wunschpark ist einer der geheimnisvollsten Orte in der gesamten Pokémon-Welt und somit natürlich interessant für alle, die noch nie dort gewesen sind. Was das Rokkaiman den Pokémon jedoch verheimlicht, ist, dass von dort aus noch nie jemand zurückkehrt ist. Es sei dort angeblich so schön, dass niemand mehr zurück möchte. Plinfa und Pikachu sammeln genügend Beeren, um Einlass in den Wunschpark zu erhalten, welcher sich in einer anderen Dimension befindet. Schnell wird klar, dass in der Dimension der Wünsche etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Nach einer Rettungsmission bleibt Plinfa dort gefangen und es liegt nun an Pikachu, zur Tat zu schreiten.
Partnerarbeit
Die Handlung von Poképark 2: Die Dimension der Wünsche richtet sich abermals wieder an ein junges Publikum, doch ist die Geschichte diesmal durchaus lebhafter gestaltet. Dieses Mal schlüpfen wir nämlich nicht nur in die Haut von Pikachu, sondern übernehmen auch noch die Kontrolle über die drei Starter-Pokémon der weißen und schwarzen Edition beziehungsweise dessen kürzlich erschienenen Nachfolgern. Die Auftritte von Ottaro, Serpifeu und Floink sind nicht nur reiner Fanservice, sondern haben auch einen spielerischen Nutzen. Mit Ottaro haben wir endlich die Möglichkeit, auch im Meer, in Bächen und in Seen zu schwimmen, um so das andere Ufer oder Inseln zu erreichen. Mit Serpifeu können wir stattdessen nicht nur schneller rennen, sondern auch höher gelegene Plattformen und Orte erreichen. Floink kann dafür mit der Attacke Brandstempel Stampfattacken ausführen, um Felsen zu zertrümmern oder Steine vor Höhleneingängen zerbröseln. Wir dürfen praktisch zu jeder Zeit zwischen den Partnern wechseln, sofern wir sie im Lauf der Handlung denn schon (wieder) getroffen haben. Das ist nach dem Vorgänger, wo wir nur Pikachu spielen durften, auf jeden Fall ein Fortschritt und das merken wir auch, denn es macht so deutlich mehr Sinn, bereits besuchte Gebiete erneut aufzusuchen, um Geheimnisse des Parks aufzudecken, wenn wir eh dort hin gehen müssen. Zweidimensionale Jump-’n‘-Run-Abschnitte ergänzen das Gesamtbild sinnvoll.
Wirtschaftssystem
Unsere Hauptaufgabe besteht diesmal wieder darin, den Poképark zu retten. Diesmal liegt die Bedrohung sogar in einem schwarzen Loch, welches damit droht, beide Dimensionen in sich zu verschlingen, sofern wir nicht im Park für Ruhe und Ordnung sorgen. Die Existenz beider Dimensionen muss gewahrt bleiben! Um das zu bewerkstelligen, müssen wir zwischenzeitlich neue Freunde gewinnen. Dies geschieht darin, dass wir die Pokémon im Park ansprechen und mit ihnen dann Verstecken oder Fangen spielen, ein kurzes Quiz meistern oder einen Kampf mit ihnen austragen. Letzteres macht durch vier spielbare Pokémon, die sich jetzt auch auf ihre elementaren Vor- und Nachteile berufen können, nochmal ein ganzes Stück mehr Spaß. Um auch spätere Auseinandersetzungen problemlos zu meistern, empfiehlt es sich, die vier Partner auch ständig zu trainieren. Das heißt also, dass wir ebenfalls wieder Beeren pflücken müssen, in dem wir gegen Bäume rennen und die heruntergefallenen Beeren einsammeln oder wie gehabt einfach neue Freunde gewinnen. Die Entwickler haben diesmal aber auch ein sehr einfaches Wirtschaftssystem eingebaut. So finden wir Items wie Windräder, Honigtöpfe oder Tautropfen und können diese gelegentlich mit anderen Pokémon gegen Beeren tauschen, mit denen wir dann die Attacken bei Trainern in der Hafenstadt verbessern können. Das System bereichert den Spielfluss ungemein, da wir so alle Winkel der Spielwelt gerne erkunden.
Minispielreduzierung
Schade finden wir jedoch, dass man die Anzahl der Minispiele von ehemals vierzehn Stück auf gerade einmal vier einzelne Spielchen reduziert hat, die wir bis zum ersten Abspann sogar jeweils nur einziges Mal spielen müssen. Die Minispiele heben sich voneinander zwar besser ab, erreichen aber nicht mehr die Klasse der besten Spielchen aus dem Vorgänger. Immerhin haben die Entwickler diesmal an einen Mehrspielermodus gedacht und so können wir aus dem Hauptmenü die Spiele ebenfalls zusammen mit drei Freunden ausprobieren. Gemeinsam den Park erkunden geht aber auch in Poképark 2: Die Dimension der Wünsche nicht. Hier hätten sich die Designer während der Produktion ruhig an Go Vacation orientieren können, denn da ist so etwas relativ unproblematisch möglich. Ebenfalls hätte man an der Steuerung arbeiten können, denn diese funktioniert genauso gut (oder schlecht) wie im Vorgänger. Es ist einfach nicht vorteilhaft, eine Figur in einer dreidimensionalen Welt mittels Steuerkreuz zu bewegen. Vor allem dann nicht, wenn die Kamera sehr bockig ist. Grafisch erstrahlen alle Orte wieder im schönen Comic-Look, der noch ein bisschen besser aussieht als beim Vorgänger und dabei abermals mit einem fröhlichen und nicht störenden Soundtrack unterlegt ist. Das Gameplay ist unterm Strich zwar wieder monoton, doch Fans des Vorgängers dürfen auch bei Poképark 2: Die Dimension der Wünsche ohne Vorbehalte zugreifen!
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit: Nachdem ich den ersten Teil abgeschlossen hatte, juckte es mich kurz darauf in den Fingern. Schnell musste der zweite Ableger ins Wii-Laufwerk geschoben werden und das obwohl das Spiel objektiv betrachtet eher durchschnittlich ist. Als alter Pokémon-Fan bin ich aber trotzdem von den Mühen überzeugt, die man in Poképark 2: Die Dimension der Wünsche hat einfließen lassen, auch wenn diese bei weitem nicht ein gutes Spiel ausmachen. Ich finde es klasse, dass man die Story nun ein wenig intelligenter aufzieht und das Sammeln von neuen Freunden nun endlich mehr Sinn ergibt, da der Freundschaftswert ausschlaggebend für die Öffnung der Portale zum Wunschpark ist. Weiterhin positiv ist das Wirtschaftssystem im Poképark. Endlich kommt man leichter an Beeren und eine Inflation wie im ersten Teil bleibt dazu auch noch erspart. Das einzige was ich mir hier gewünscht hätte, wäre eine größere Welt und ein paar Pokémon mehr, die man zu seinen Freunden hätte zählen können. Obwohl ich den ersten Teil eigentlich bereits nach einigen Stunden durchgespielt hatte, musste ich für eine vollständige Pokémon-Liste noch ein paar Stunden dranhängen. Das ist beim zweiten Teil nicht anders, doch gibt es hier noch eine weiterführende Geschichte, die das Ergänzen der Liste angenehmer erscheinen lässt. Nach zwanzig Stunden hatte ich dann alle Pokémon getroffen und in meine Freundesliste integriert. Das Turnier der Kämpfe könnt ihr euch aber sparen, denn dieses bringt (fast) keinen spielerischen Nutzen und ist der monotonste Teil des ganzen Spiels. Es ist zudem sehr schade, dass die Entwickler wohl nicht bemerkt haben, wie schlecht die Steuerung funktioniert. Sie ist zwar gerade noch akzeptabel, aber angenehm bedeutet für mich etwas anderes. Ich hoffe sehr, dass die Entwickler noch einen dritten Ableger des Spin-offs planen und die restlichen Mankos, wie eine (besonders beim zweiten Teil!) sehr geringe Anzahl an Minispielen ausbessern – ich würde ihn auf jeden Fall spielen!
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Poképark 2: Die Dimension der Wünsche!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 046 – 050, Teil 10)
Das Jahr 2009 gab der Wii nach einem halben Jahr der Dürre endlich wieder neuen Aufwind. Tenchu: Shadow Assassins und Final Fantasy Crystal Chronicles: Echoes of Time waren dafür zwar nicht verantwortlich und wir denken auch nicht, dass die New-Play-Control-Ausgabe von Pikmin 2 herausragendes Merkmal dieser Zeit war. Jedoch war das kunstvolle Spiel, welches wir hier nicht erwähnen dürfen und auch die Wii-Umsetzung von Anno: Erschaffe eine neue Welt sehr wohl prägnant für das Frühjahr 2009.
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 041 – 045, Teil 9)
Anfang des Jahres 2009 ging es dann schon etwas besser weiter. Wir haben uns mit Sonic in Sonic: Unleashed in einen Werigel verwandelt, in Bully: Die Ehrenrunde eine Schule auf den Kopf gestellt, in Alone in the Dark ums Überleben in New York gekämpft, in Bleach: Shattered Blade die Wii-Fernbedienung bis zur Schüttelfrosterkrankung geschüttelt und in Mario Power Tennis haben wir eine weitere Gamecube-Portierung erlebt. Diesmal jedoch in der New-Play-Control-Reihe, die ebenso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht ist.
Review: Howling: Der Killer in dir
Krimis verfolgen ihren ganz eigenen Stil. Die Deutschen haben ihren traditionellen Tatort, die Amerikaner haben mit Columbo eine Kultfigur geschaffen und die Skandinavier mögen es sehr düster. Da fragen wir uns doch, was wohl Südkoreaner aus dem Hut zaubern können.
Die Handlung des Films beginnt sehr mysteriös. Ein Mann steigt in ein Auto und als dieser es einschaltet, stechen ihm Flammen entgegen. Er kann das Auto nicht verlassen und stirbt dann an den Verbrennungen. Die Autopsie ergibt jedoch, dass der Mann ebenfalls mit seltsamen Bisswunden gekennzeichnet war. Tage später wird eine neue Leiche gefunden, welche allem Anschein nach von einem Wolf zerfleischt worden ist. Genau zu diesem Zeitpunkt wird die noch sehr junge und unerfahrene Polizistin Eun-yeong vom Streifendienst in ein Dezernat versetzt. Ihr wird der desillusionierte Sang-gil zugeteilt, der viel lieber alleine arbeiten will, um sich unaufhaltsam seine Beförderung zu verdienen, anstatt sich mit einer neuen Partnerin abzugeben. Er beißt in den sauren Apfel, um seinem besten Freund (dem Polizeichef) den Gefallen zu tun. Als dann noch eine weitere Leiche mit ähnlichen Bisswunden gefunden wird, stellen die beiden in der Ermittlung fest, dass es sich um einen Serienkiller mit unorthodoxen Methoden handelt. Auf ihrer Suche nach dem Täter tauchen sie ein in den Sumpf der Kriminalität und stoßen schon bald auf jemanden, der Wolfshunde züchtet und sie entsprechend trainiert. Außerdem werden sie auf einen Mann aufmerksam, dessen Tochter von mehreren Personen zur Prostitution gezwungen wurde und so ebenfalls ein Motiv für die Morde hat.
Langatmige Polizeiarbeit
Storytechnisch motiviert Howling: Der Killer in dir anfangs, da die beiden Charaktere gut ins Geschehen integriert und vorgestellt werden. Wir lernen nicht nur Hintergründe über ihr bisheriges und akutes Leben kennen, sondern auch ihren Antrieb, warum sie einzeln oder gar zusammenarbeiten wollen. Leider verliert sich der Film inhaltlich an dieser Stelle. In wenigen Szenen wird Zuneigung zwischen beiden Charakteren angedeutet, doch liebevoll wird es nicht und Emotionen werden eher unterdrückt. Das wäre kein Problem, da die Charakteristika von Sang-gil und Eun-yeong bereits genügend Ansätze liefern, warum es dazu nicht kommt. Dann erwarten wir allerdings, dass die investigative Polizeiarbeit spannend inszeniert wird und auch das schafft Howling: Der Killer in dir nicht vollkommen. Es gibt zwar immer wieder spannende Momente, wie zum Beispiel die Szene, wo Sang-gil einem Tatverdächtigen verfolgt, dieser in sein Auto flieht und Sang-gil sich auf der Motorhaube festklammert und Eun-yeong mit einem Schuss den Wagen zum Stillstand bringt, nachdem Sang-gil abgeworfen wurde. Auch die Momente, in denen Eun-yeong mit dem Wolfshund in Kontakt tritt, sind spannend und besonders das Finale ist sehr emotionsbetont. Größtenteils streckt sich der Film jedoch und die eine oder andere Szene hätte man definitiv kürzen oder geschickter miteinander verbinden können.
Film für Genre-Fans
Der kühle Kang-ho Song (Sang-gil) und die hübsche Na-yeong Lee (Eun-yeong) passen nicht nur optisch zu ihren Rollen, sondern verkörpern sie auch glaubhaft. Einzig und allein, wenn die beiden Charaktere ihre Arme beim Schießen manchmal nicht vollständig durchstrecken, zeugt das nicht wirklich von Glaubhaftigkeit. Dafür hat man sich jedoch authentische Orte ausgesucht, die den Film düster und möglichst spannend machen. Zu nennen wäre das atmosphärisch zwiespältige Dezernat, das Haus eines Tatverdächtigen oder der Hundezwinger. Das Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) sieht dabei die gesamten 115 Minuten über ebenfalls sehr gut aus. In einigen Nachtszenen dominieren Gelb- und Grüntöne der Stadt. Das erinnert uns ein wenig an A bittersweet Life, wenn auch dessen Qualität nicht erreicht werden kann. Von der deutschen Synchronisation sind wir zwar überzeugt, doch mangelt es in wenigen Szenen an emotionaler Authentizität. Abhilfe schafft da nur die koreanische Tonspur (beide Spuren liegen in DTS-HD 5.1 Master Audio vor), zu welcher man natürlich auch deutsche oder niederländische Untertitel zuschalten kann. Bonusmaterial liegt auf der Blu-ray leider nicht vor. Das ist sehr schade, denn besonders zur Zusammenarbeit mit Tieren hätte man hier sicherlich ein wenig dokumentarisch arbeiten können. Howling: Der Killer in dir ist ein langatmiger Film, den man nicht gesehen haben muss, bei dem Genre-Fans aber gerne einen Blick riskieren dürfen.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Von südkoreanischen Filmen war ich bis heute eigentlich durchweg überzeugt, doch ich glaube nicht, dass ich bisher einen ähnlichen Kriminalfilm gesehen habe. Qualitativ hat mir Howling: Der Killer in dir nämlich nicht so gefallen, wie ich mir das vielleicht erhofft habe. Die beiden Charaktere sind mir sympathisch und auch die Ansätze, die Ha Yoo in den Film integriert hat, sind alles andere als schlecht. Es ist für mich dann aber unbegreiflich, warum er dann nicht daran ansetzt und den Film zu einem wirklichen Spannungsbogen anlaufen lässt und stattdessen nur zusammenhängende Szenen zeigt, in denen die Spannung nur langsam steigt. Die musikalische Begleitung passt dann zu diesem langatmigen Prozess ebenfalls, doch auch hier erwarte ich bei einem Thriller mit Kriminalelementen mehr. Dass auf der Blu-ray kein Bonusmaterial schlummert, finde ich ebenfalls nicht gut. Da man bei diesem Film mit Tieren gearbeitet hat, hätte es mich stark interessiert, wie diese Zusammenarbeit im Detail ausgesehen hat. So ist und bleibt Howling: Der Killer in dir anfangs ein spannender Film, dessen Spannungsbogen jedoch flach ausfällt und im Grunde nur für Genre-Fans zu empfehlen ist. Alle anderen sehen sich nach anderen, spannenden Kriminalfällen um.
Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Howling: Der Killer in dir!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 036 – 040, Teil 8)
Im Herbst und Winter 2008 haben wir in Trauma Center: New Blood Leben gerettet, in Shaun White Snowboarding: Road Trip die Pisten unsicher gemacht, in Animal Crossing: Let’s go to the City mit dem Bus in die große Stadt gefahren, in Lost in Blue: Shipwrecked ums Überleben auf einer einsamen Insel gekämpft und wir haben uns arcade-lastig durch Segas Ghost Squad gekämpft. Viel Spaß mit der achten Ausgabe von Countdown: Wii!
Review: Doomsday Book
Es ist schwierig, Doomsday Book einem Genre zu zuordnen, denn der Film unterteilt sich in drei verschiedene Episoden, die allesamt sehr unterschiedliche Emotionen bei uns hervorrufen oder gar gesellschaftskritisch die Lebensweise von uns Menschen hinterfragen wollen.
Im ersten Kapitel des Films (A Brave New World) sieht sich die Menschheit nämlich einem tödlichen Virus gegenüber. Dieser entsteht kurioserweise durch wiederverwertete Essensreste, die in unserer Gesellschaft meist weggeschmissen werden und danach zu Tiernahrung für die Massentierhaltung verarbeitet werden. Der junge Laborant Suk-woo ist das erste Opfer, denn als er eines Tages mit seiner Freundin in einem Restaurant essen geht, infiziert er sich durch gegessenes Rindfleisch und läuft später am Abend blau an, als er von zwei Rowdys vor seiner Freundin erniedrigt wird. Anschließend ist der Prozess jedoch nicht mehr aufzuhalten, denn das Virus verbreitet sich über die Luft und schon bald steht die Zivilisation in Südkorea vor dem Untergang. Die Schuld am Debakel wird, wie könnte es auch nicht anders sein, natürlich dem kommunistischen Norden zugeschoben. Panik und Gewalt geben sich die Klinke in die Hand. Das zweite Kapitel (The Heavenly Creature) befasst sich mit einer möglichen Zukunftsvision der Menschheit. Diese entwickelt sich auf der einen Seite mental zurück und lässt anfallende Arbeiten auf der anderen Seiten von Robotern verrichten. Dieses Kapitel ist jedoch eindeutig an Alex Proyas’ I, Robot angelehnt, da die Hauptfigur dem amerikanischen Vorbild ähnelt und auch hier ein Roboter seine Intelligenz über die seines Schöpfers stellen will.
Krönung der Schöpfung
Der Versuch aus seiner vorprogrammierten künstlichen Intelligenz auszubrechen gelingt – es entsteht intelligentes Leben, welches nach Star-Trek-Ideologie nicht vernichtet werden darf, doch Pak Do-won, der zuständige Wartungsingenieur sieht das anders. Höchstpersönlich reist der Firmenchef an, um die Urteilsverstreckung im Tempel, wo der Roboter passender Weise die Erleuchtung gefunden hat, zu verkünden. Durch ein Ereignis der vergangenen Nacht, dass eine Frau ihren Roboterhund von Pak Do-won repariert haben wollte und ihn danach einfach weggeschmissen hat, zeigt ihm, wie wichtig jedes Leben ist und schützt den Roboter. Jedoch erkennt dieser, dass die Situation ausweglos ist und schaltet sich selbst ab. Dadurch wird sehr gut ausgedrückt, wie Menschen andere Menschen zum Selbstmord zwingen können. Happy Birthday ist das letzte der drei Kapitel, in welches sich Doomsday Book aufteilt. Ein Mädchen zerstört versehentlich eine Billardkugel ihres Vaters und sucht daraufhin im Internet nach dem Ersatz. Sie findet ihn auch, jedoch wird die Kugel nicht geliefert. Sie gerät in Vergessenheit, die Zeit verrinnt und zwei Jahre später steht die Welt vor dem Abgrund. Ein riesiger Komet in Form einer Kugel rast auf die Erde zu. Min-seo erkennt, dass es genau jene Kugel ist, die sie vor zwei Jahren im Internet bestellt hat – die Möglichkeit des Unwahrscheinlichen eben.
Unvollkommene Menschheit
Das letzte Kapitel ähnelt übrigens nur in seinen Grundzügen dem, was man schon Jahre zuvor in Filmen wie Armageddon – Das jüngste Gericht gesehen hat. Die Ausweglosigkeit wird sehr witzig und übertrieben dargestellt, beweist jedoch sehr gut ein Gefühl der Gleichgültigkeit in alles entscheidenden Momenten. Alle drei Kapitel funktionieren also unabhängig voneinander und könnten theoretisch auch einzeln angesehen werden, doch das lässt die Struktur des Films nicht zu. So wird man 114 Minuten lang sowohl in die Abgründe, als auch in die Schwächen und Stärken eines Menschen eingeführt, amüsiert sich dabei hervorragend und erkennt sogar Makel, an den jeder von uns selbst arbeiten kann. Das Bild wirkt dabei meistens sehr sauber, doch gibt es beim Bild im 16:9-Format hin und wieder unschöne Unschärfen zu sehen. Diese fallen aber nicht spürbar ins Gewicht, denn die deutsche Synchronisation ist sehr gut gelungen – insbesondere im mittleren Teil der Handlung ist die Klarheit der deutschen Sprache deutlich zu erkennen, wenn der Firmenchef zu den Buddhisten und dem Roboter im Tempel spricht. Das koreanische Original ist aber nicht weniger authentisch. Beide Tonspuren liegen in DTS-HD 5.1 Master Audio vor. Das Bonusmaterial fällt leider sehr spärlich aus. So kann man sich den Film extrem verkürzt ansehen oder innerhalb von ein paar Minuten dem Produktionsteam zu hören, welche Intention sie in den Film mehr oder weniger verarbeiten wollten.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Das Cover der Blu-ray lässt einen ganz anderen Eindruck erwecken, als der Film an sich es im Endeffekt schafft. Eine durchgehende Handlung erzählt der Film nicht, doch stattdessen sehe ich in Doomsday Book drei einzelne Episoden, die sich allesamt mit ganz besonderen Punkten des Menschlichseins beschäftigen und dazu auch noch gesellschaftskritisch werden. Mit einfachen, humoristischen, interessanten und ungewohnten Mitteln schaffen es die beiden südkoreanischen Regisseure Kim Jee-woon und Yim Pil-sung, einen effektvollen, sowie ereignisreichen und inhaltlich sehenswerten Film auf die Beine zu stellen, den man so noch nicht gesehen hat. Die Storyline der drei Kapitel mag zwar nicht unbedingt jedermanns Sache sein und sie dient auch weniger der Unterhaltung, als viel mehr dem Verständnis, die Kernpunkte des Films beziehungsweise die enthaltene Kritik zu verstehen und sich mit dieser auseinanderzusetzen. Doomsday Book regt mit seiner intelligenten Struktur zum Nachdenken an, uns selbst und die Gesellschaft zu verstehen. Schade nur, dass das Bonusmaterial sehr dürftig ausfällt, denn mit diesem hätte ich mich sehr gerne auseinandergesetzt, um zu erfahren, welche Absichten die beiden Herren mit dem Film gehegt haben. Empfehlenswert ist Jee-woons und Pil-sungs Werk aber dennoch.
Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Doomsday Book!
Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 031 – 035, Teil 7)
Die siebte Ausgabe stellt in unserer Reihe den Übergang vom guten Sommer 2008 in den mäßigen Herbst 2008 über, da die Qualität der Spiele hier erstmals wirklich nachgelassen hat. Selbiges gilt auch für die Quantität, da in den folgenden Monaten sehr wenige Titel in den Handel gekommen sind, die es sich zu spielen gelohnt hätten. Darunter fällt Sim City: Creator, welches übrigens das erste Testmuster war, welches der Autor dieser Zeilen vor vier Jahren rezensiert hat. Spannender war da schon 007: Ein Quantum Trost oder eben der Sommer-Hit 2008: Super Smash Bros. Brawl. Nintendos Franchise-Orgamus hat wohl jeden monatelang in den Bann gezogen. Ōkami war zwar im Grunde nur eine PlayStation-2-Portierung, doch spielerisch konnte der Titel immer noch überzeugen. Wing Island war dies zum Beispiel nicht möglich und stellt das schlechteste Spiel dieser Ausgabe dar.
Prime Time: Harvest Moon: Geschichten zweier Städte (Spielkritik)
Harvest-Moon-Spiele ähneln sich sehr, denn das Spielprinzip wird im Grunde von einem Spiel ins nächste übernommen und nur an verschiedenen Ecken und Enden verfeinert oder gar abgeändert. Harvest Moon: Geschichten zweier Städte macht da keinen Unterschied, wie wir bereits in unserem Review geschrieben haben. Für alle Lesemuffel gibt es deshalb auch eine kurze und bündige neue Ausgabe von Spielkritik!