Review: Harvest Moon GB

Harvest Moon GB (1)Als 1998 hierzulande das erste Harvest Moon für das Super Nintendo erschienen ist, durfte aufgrund des Erfolgs nicht viel Zeit verstreichen, bis auch der GameBoy-Nachfolger das Licht des europäischen Kontinents erblicken durfte.

Harvest Moon GB (2)Wer das Harvest-Moon-Spielprinzip nicht kennt, und solche Leute soll es ja geben, dem sei gesagt, dass wir in so gut wie jedem Teil der Reihe eine heruntergewirtschaftete Farm wieder auf Vordermann bringen sollen. So ist es auch in Harvest Moon GB der Fall, denn an einem ganz gewöhnlichen Tag taucht der Geist unseres verstorbenen Großvaters wieder auf, der uns über die Existenz seiner Farm informiert. Wir sollen doch aufs Land ziehen und der Farm zu neuem Glanz verhelfen. Kurz darauf wird uns noch die Bedeutung von den verschiedenen Farmgebäuden erklärt und dann werden wir auch schon ins Spielgeschehen geworfen. Das ist im direkten Vergleich zum Super-Nintendo-Vorgänger ein harter Rückschritt, denn dort gibt es zunächst einen großen Stadtausflug und wir lernen die illustren Dorfbewohner kennen. In Harvest Moon GB kann es das so auch nicht geben, da die Stadt wirklich auf das Nötigste reduziert wurde. So können und müssen wir die Stadt zwar besuchen, um etwa die Gießkanne zu erhalten und die ersten Gemüsesamen einzukaufen, doch können wir uns in der Stadt nicht frei bewegen. Wir haben lediglich die Möglichkeit, eines der Gebäude auszuwählen, um uns danach in einem Dialogbildschirm wiederzufinden. Diese Bildschirme sind zwar übersichtlich und funktionieren, ergeben aber stellenweise in ihrer Intention absolut keinen Sinn.

Reduzierung aufs Nötigste

Harvest Moon GB (3)In den verschiedenen Häusern treffen wir fast ausschließlich nur auf die Mädchen, die wir im Super-Nintendo-Vorgänger heiraten konnten. Das heißt, dass wir in der Saftbar auf Eva, im Werkzeugladen auf Ann und in der Kirche auf Maria treffen, bei denen wir dann zwischen diversen Produkten und Optionen auswählen können. So können wir bei Maria beispielsweise beten oder uns die Zukunft voraussagen lassen. Beim Schreiner können wir uns auf Wunsch auch unser Haus vergrößern lassen, sofern wir denn genügend Holzscheitel gesammelt und das nötige Geld angehäuft haben. Einen Ausflug in die Berge fällt daher ebenso flach, da es das Gebiet im GameBoy-Color-Spiel gar nicht gibt. Neu hinzugekommen ist nur eine etwas veränderte Höhle, wo wir auf die Erntewichtel treffen, die uns jetzt immerhin auch mit der Arbeit auf dem Hof unterstützten – selbst wenn wir den GameBoy (Color) beziehungsweise den Nintendo 3DS ausgeschaltet haben. Die Zeit läuft also entsprechend weiter, wenn das Gerät nicht eingeschaltet ist. Unter Umständen können wir also das Gemüse bereits ernten, wenn wir das Spiel das nächste Mal einschalten. Genau darum geht es in Harvest Moon GB eigentlich nur – effiziente Maßnahmen ergreifen, ökonomisch denken und einen möglichst großen Gewinn einsacken. Der zwischenmenschliche Faktor fehlt völlig.

Effizienz ist das Wichtigste

Harvest Moon GB (4)Dadurch fühlt sich jeder Tag irgendwie gleich an. Gemüse einpflanzen, täglich gießen und nach einigen Tagen heißt es, das Gepflanzte zu ernten und gewinnbringend zu verkaufen. In Harvest Moon GB ist es zum Glück immerhin möglich, auch im Herbst und im Winter vom Gemüse zu leben – das war auf dem Super Nintendo noch nicht möglich. Wir sollten jedoch bereits relativ früh im Spiel auch mit dem Sähen von Grassamen beginnen, denn nur wenn wir über ausreichend Futter verfügen, können wir Hühner und Kühe unterhalten. Mit Eiern und Milch lässt sich nämlich ebenfalls sehr gut Geld verdienen. Nach wie vor sollten wir auch auf unsere Ausdauer achtgeben. Diese können wir zwar durch Mahlzeiten und Getränke langsam wieder auffüllen, doch sobald die Ausdauer aufgebraucht ist, können wir nicht mehr arbeiten und müssen auf den nächsten Tag warten. Unterbrochen wird der harte Arbeitsalltag durch seltene Ereignisse, wie ein Frühstück mit den Mädchen der Stadt. Da wir aber in Harvest Moon GB niemals den Bund der Ehe eingehen werden können, bringt das im Endeffekt aber gar nichts. Obwohl das Spiel optisch und akustisch den Charme des Vorgängers einfängt, erreicht es niemals die inhaltlichen Qualitäten. Harvest Moon GB richtet sich daher nur an ganz verzweifelte Fans, die ganz dringend Nachschub benötigen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Ich habe mich sehr auf Harvest Moon GB gefreut, als Nintendo die Virtual-Console-Fassung angekündigt hat. Ich hatte sehr große Erwartungen an das Spiel, denn der Super-Nintendo-Klassiker gehört definitiv zu den besten Harvest-Moon-Ablegern, die es bis heute gibt und bei einem direkten Nachfolger oder eher gesagt einer Portierung, erwarte ich eigentlich auch mindestens die gleiche Qualität. Wer sich heute über die Harvest-Moon-Reihe beschwert, sollte sich wahrhaftig einmal das erste GameBoy-Color-Spiel der Serie anschauen, denn wie hier mit der Philosophie des Titels gespielt wird, ist wirklich schon sehr dreist. Victor Interactive Software zeigt mit dem Spiel nur, wie der ökonomische Teil von Harvest Moon funktioniert. Das klappt zwar bis auf die technische Limitierung sehr gut, doch fehlen mir die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen dem Bauern (der jetzt auch eine Bäuerin sein darf) und den Dorfbewohnern. Auch abseits des harten Arbeitsalltag fehlen mir Möglichkeiten zur Entspannung beziehungsweise zur Abwechslung. Wer sich auf dieses Spiel einlässt, der muss sich im Klaren darüber sein, dass er wirklich nur das Nötigste und inhaltlich einen sehr spärlichen Harvest-Moon-Teil spendiert bekommt. Ich hoffe sehr, dass die beiden GameBoy-Color-Nachfolger ebenfalls noch im eShop erscheinen werden, denn schlechter können die mit Sicherheit nicht sein!

Review: Blood-C: Die Serie – Volume 4

Blood-C (Vol. 4) (1)In den letzten Wochen und Monaten hat uns kaum ein Anime so sehr mit Dramatik, Action und geschickt platzierten Wendungen innerhalb der Handlung begeistert, wie es Blood-C geschafft hat. Mit Volume 4 steht nun das große Finale an.

Blood-C (Vol. 4) (2)Zunächst einmal sollten wir Revue passieren, denn in den ersten neun Episoden der Serie ist einiges geschehen. Nachdem wir zunächst einen Einblick in Saya Kisaragis Schulleben und Alltag bekommen haben, wurde ebenfalls nicht die Präsentation ihrer eigentlichen Aufgabe vernachlässigt. Sie ist die Hüterin eines Tempels und stellt sich Tag für Tag der Bedrohung durch die Furukimono. Diese Wesen aus einer anderen Welt suchen die Menschheit immer wieder heim, um einzelne Individuen zu töten und aus deren Blut Kraft zu sammeln. Durch die Unterstützung ihres vermeintlichen Vaters schafft sie es, auch in den dunkelsten Tagen ihres Leben, als auch ihre Freunde der Reihe nach von der Furukimono getötet werden, Halt zu finden. Nachdem die Ereignisse immer mehr Überhand gewinnen, verschwinden ebenso immer mehr Menschen aus der nach außen hin typischen japanischen Kleinstadt, in der es für die Schüler jedoch oft zu langweilig sei. Weniger langweilig ist dementsprechend Sayas Leben. Nachdem sie sich dem aus Menschensicht sinnlosen Töten fast nicht mehr stellen will und einer der Furukimono ihr sagt, dass sie ihren Vatar Tadayoshi nach ihrer Herkunft fragen soll, bemerkt sie, dass sie eigentlich gar nichts über ihre Mutter weiß. Sie erinnert sich nicht an ihren Namen und auch nicht an ihr Gesicht. In dem Moment wird der Tempel attackiert!

Totgeglaubte leben länger

Blood-C (Vol. 4) (3)Dieser Angriff ist allerdings das kleinste Problem, mit dem sich Saya konfrontiert sehen muss. Als sie ihre Lehrerin in Fumito Nanaharas Café trifft und diese gemeinsam mit ihrer Schülerin die Bibliothek im Tempel aufsuchen will, überschlagen sich die Ereignisse ein weiteres Mal. Sie entdecken, dass alles eine Fassade ist, denn anders sind die vielen leeren Bücher nicht zu erklären. Plötzlich tauchen dann auch eigentlich tote Freunde auf, wie beispielsweise Nono und Nene Motoe, sowie Shinichirō Tokizane. Sie flößen Saya das ursprüngliche Blut eines Furukimono ein, damit sie sich daran erinnert, wer sie wirklich ist. Viel mehr wollen wir an dieser Stelle dazu nicht sagen, doch könnt ihr euch sicher sein, dass der Storytwist zwar nicht sonderlich unerwartet kommt, aber definitiv die Spannung bis zur letzten Minute der Serie in die Höhe treibt. Saya wird damit konfrontiert, dass ihr Leben so wie sie es kennt, eine einzige Lüge ist. Die letzten zwei Episoden zeigen dann ganz deutlich, welche Intention der Anime eigentlich hegt. Auf der einen Seite steht der soziale Verfall unserer Gesellschaft, doch noch sehr viel wichtiger ist die Menschlichkeit, welche in dieser durch Saya und gegen Ende auch in Itsuki Tomofusa aufkeimt. Nur sehr selten schafft es ein Anime, mit grundlegenden Werten wie Humanität zu überzeugen und dabei trotzdem nicht die Story aus den Augen zu verlieren.

Hoher Detailgrad an Brutalität

Blood-C (Vol. 4) (4)Erinnert man sich an die ersten Episoden des Animes, dann könnte man sich von diesem Standpunkt aus kaum vorstellen, wie dieser sich aus einer langweiligen Zusammenkettung von drei Folgen dermaßen genial entwickeln könnte. Neben der Story kann jedoch wieder einmal der Zeichenstil überzeugen. Während die Umgebungen diesmal fast ausschließlich den Tempel und einen bisher nicht gezeigten Stadtteil darstellen, sind die Animationen der Charaktere und die Kampfeffekte das, was Blood-C auszeichnet. Obwohl die Totgeglaubten wieder auftauchen, macht sich der Anime über dieses Klischee ein wenig lustig und tötet sie auf bestialische und makabere Art und Weise wieder. Da werden Köpfe samt Wirbelsäule rausgerissen, ein Bein vom anderen samt Torso abgetrennt, ein Körper von einer riesigen Zunge umschnallt und auch schon mal ein menschlicher Körper immer wieder auf den Boden geworfen. Wer auch in Animes kein Blut sehen kann, der sollte sich von Blood-C unbedingt fernhalten. Wenn ihr bis jetzt aber durchgehalten habt, dann kann euch auch das Finale stilistisch begeistern. Warum die FSK den Anime aber schon ab 16 Jahren freigibt, ist uns bei diesem Detailgrad an Brutalität echt ein Rätsel. Das Ende des Anime ist übrigens halbwegs offen und wird hoffentlich bald mit Blood-C: The Last Dark auch hierzulande abgeschlossen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wer mein Review zu den ersten Episoden des Animes gelesen hat, dem wird sehr wohl aufgefallen sein, dass ich den Anime zwar gerne gesehen habe, von der eigentlichen Handlung aber nicht sonderlich überzeugt war. Ab der zweiten Volume hat sich das bei mir jedoch schlagartig geändert, denn von der einen auf die nächste Sekunde hat die Handlung dermaßen an Fahrt gewonnen, mich mit cleveren Ideen bei Laune gehalten und mich mit tollen Wendungen überrascht. Außerdem ist der Anime ab dem Zeitpunkt äußerst konsequent, was den Tod der Hauptfiguren betrifft. Wer jetzt an Game of Thrones denkt, der mag bitte genüsslich schweigen, doch die Ähnlichkeit ist frappierend. So und nicht anders gewinnt ein Anime an Dynamik, Glaubhaftigkeit und Dramatik. Durch diese Inhalte, gepaart mit einem sehr schönen Zeichenstil, tollen Animationen, einem passenden Soundtrack und sehr cleveren Verknüpfungen, die einem erst am Ende der Serie klar werden, kann sich Blood-C: Die Serie bis zur letzten Minute richtig entfalten und mich dabei bestens unterhalten. Es bleibt zu hoffen, dass sich schon bald jemand findet und Blood-C: The Last Dark hierzulande ebenfalls auf Blu-ray veröffentlicht wird. Das halbwegs offene Ende ist zwar stilistisch klasse und erinnert dabei ein wenig an die beiden Kill-Bill-Filme, doch genau so wie die Streifen von Quentin Tarantino, so sollte auch Blood-C unbedingt zu Ende erzählt werden. Ich bin geschafft, wann und vor allem wie die Köpfe hinter dem Projekt das noch bewerkstelligen wollen. Nichtsdestotrotz gehört die Serie meiner Meinung nach unbedingt in jede gut sortiere Anime-Sammlung!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blood-C: Die Serie – Volume 4!

Review: Blood-C: Die Serie – Volume 3

Blood-C - Die Serie (Vol. 3) (1)Nach einer zweimonatigen Pause geht es mit der Geschichte rund um Saya weiter und dieses Mal ist die Bedrohung durch die Furukimono größer denn je. Saya muss abermals allen Mut zusammennehmen und zwei große Kämpfe gewinnen.

Blood-C - Die Serie (Vol. 3) (2)Wer die Serie Blood-C bisher nicht kennt, dem sei gesagt, dass es sich bei Saya Kisaragi um ein Mädchen handelt, dass nach außen hin normal, freundlich und oftmals auch tollpatschig erscheint. Sie besucht wie alle Jugendlichen in ihrem Alter täglich die Schule und hilft ihren Mitmenschen wo sie nur kann. Allerdings scheint damit seit einiger Zeit Schluss zu sein. Sie wird von ihrem Vater in einem Schrein großgezogen und erhält dort die Aufgabe, sich gegen die so genannten Furukimono aufzulehnen. Jene Wesen dringen immer mehr in die Welt der Menschen ein und würden ihre Bewohner am liebsten zum Frühstück verzehren. Nachdem bereits einige Freunde von Saya auf diesem Wege qualvoll sterben mussten, nimmt die Welle der Angriffe nicht ab. Es tauchen gar so viele Furukimono in der kleinen japanischen Stadt auf, dass bereits die Polizei von den vielen Morden überrascht wird. Das geht sogar so weit, dass sie eine Ausgangssperre für die Schüler verhängt, um die vermeintlich Wehrlosen nicht in Gefahr zu bringen. Das erfährt Saya allerdings nicht mehr, da sie zu Beginn der ersten der drei auf der Disc vorhandenen Episoden bereits früh am Morgen das Haus verlässt. Nachdem sie in der Schule angekommen wieder nach Hause geschickt wird, wird sie auf dem Heimweg von einem Furukimono überrascht, der gerade hinterhältig einen Polizisten getötet hat.

Blutbäder

Blood-C - Die Serie (Vol. 3) (3)Die drei Episoden Unbarmherzig wie der Sturm, Blut ist ein besonderer Stoff und Ein Freund zur rechten Zeit sind insbesondere für die Charakterentwicklung der Saya unentbehrlich. Wir sehen, wie sie von Selbstzweifeln geplagt wird, da sie nicht mehr Menschen und vor allem nicht die Menschen, die sie täglich in der Schule sieht, retten konnte. Zudem behaupten ihre Gegner, dass ihr Leben auf einer Lüge beruhe und sie keine Chance hat, das Unheil jetzt noch abzuwenden. Nichtsdestotrotz kämpft Saya weiter und wird dabei leider auch noch von dem eher stillen und zurückhaltenden Shinichirō Tokizane beobachtet, der womöglich Gefühle für sie entwickelt hat und deshalb wohl auch nicht direkt durchdreht, als er die Blutlache um Saya entdeckt. Der zweite Kampf dieser Episodensammlung ist jedoch ein ganzes Stück heftiger. Wir möchten nicht zu viel verraten, doch spielt sich dieser Kampf in Sayas Schule ab, die unter merkwürdigen Umständen angeblich wieder geöffnet wurde. Dass das einhergeht mit einem Blutbad, wie man es sonst nur aus schrecklichen Nachrichten kennt, dürfte einem jeden Kenner der Serie klar sein. Mit Blut haben die Köpfe hinter dem Projekt absolut nicht gegeizt und es grenz schon an ein Wunder, dass Blood-C: Die Serie – Volume 3 ab 16 Jahren von der Freiwilligen Selbstkontrolle freigegeben worden ist. Uns soll es nur recht sein.

Dynamik und Spannung

Blood-C - Die Serie (Vol. 3) (4)Alle drei Episoden spielen sich in einem relativ kurzen Zeitrahmen ab, wodurch eine gewisse Dynamik entsteht und die Spannung hochgekurbelt wird. Diese hält in jeder der 24-minütigen Folgen von Anfang bis Ende an, da alle vorkommenden Charaktere ihr Übriges tun, um uns zu unterhalten. Das gilt aber leider nicht für die zahllosen Schüler, die in der neunten Episode der Serie sterben. Warum diese sich nicht früher beziehungsweise schneller in Sicherheit bringen, ist sehr, sehr fraglich und obwohl der anschließende Kampf wieder ein Genuss für die Augen ist, so muss man ganz logisch sagen, dass das Blutbad in diesen Ausmaßen hätte verhindert werden können. Immerhin sind wir jetzt sehr gespannt darauf, wie die Serie in den letzten drei Episoden enden wird. Auf der optischen Seite bestechen die Folgen wieder einmal mit hochauflösenden Grafiken in 1080p und im 16:9-Format mit flüssigen Animationen und guten Effekten. Akustisch wird jede Szene dazu mit der passenden Musik unterlegt, die man aber aufgrund der dargestellten Gewalt schnell vergisst. Sowohl die deutsche, als auch die japanische Tonspur kann sich hören lassen. Alle Synchronsprecher haben hervorragende Arbeit geleistet. Bonusmaterial liegt dem Anime wie bei den ersten Ausgaben nicht bei.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten drei Episoden haben sich, wie ich bereits in den ersten Reviews betont habe, lange hingezogen. Bei der zweiten Blu-ray mit den Episoden 4 bis 6 hat sich mein Bild von der Serie aber so sehr gewandelt, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte, sie weiterzuschauen. So erging es mir schlussendlich auch mit den drei vorliegenden Folgen, denn Production I.G hat es wieder einmal geschafft, mit tollen Kämpfen, den dazugehörigen Blutfontänen, spannenden Momenten und ausschließlich mehr als nur wichtigen Dialogen zu beeindrucken. Es ist zwar schade, dass durch das verstärkte Auftauchen der Furukimono immer mehr Personen aus der Serie ausscheiden, doch da der Anime bereits in drei Folgen enden wird, kann mir das eigentlich schnuppe sein. Ich bin nur sehr gespannt darauf, wie man die Handlung enden lassen möchte. Ich frage mich, was es mit Saya nun wirklich auf sich hat und welches Geheimnis ihre Mutter birgt, die bisher eigentlich kein für die Story relevantes Thema war. Wer sich auf Blood-C: Die Serie einlässt, bekommt einen tollen Anime vorgesetzt, der spannend und actionreich inszeniert wird!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blood-C: Die Serie – Volume 3!

Preview: Watch Dogs

Watch Dogs (1)Exzessive Gewaltdarstellungen und Enttäuschungen zeichneten die Electronic Entertainment Expo 2012 aus. Mit einem ganz besonderen Spiel hat es Publisher Ubisoft dennoch geschafft, die Aufmerksamkeit voll und ganz auf sich zu ziehen.

Watch Dogs (2)Anstatt einzig und allein alte Videospielserien fortzusetzen, hat der französische Konzern die Zeichen der Zeit erkannt und möchte mit Watch Dogs ein neues Franchise schaffen. Dass das kein verzweifelter Versuch ist, den Videospielmarkt in eine neue Richtung zu lenken, sehen wir bereits in den Spielszenen, die bis Dato aufgetaucht sind. In Watch Dogs schlüpfen wir in die Haut von Aiden Pearce, der im Chicago des Jahres 2012 seine Familie vor dem Schatten der Vergangenheit beschützen will. Um dieses Ziel zu erreichen, muss er sie rund um die Uhr überwachen. Für Schlaf bleibt da keine Zeit und so mischt er sich Tag für Tag ins Getümmel der Großstadt. Ausgerüstet mit Smartphone, Teleskopschlagstock und Pistole, bemerkt er jedoch ziemlich schnell, dass nicht nur seine Familie, sondern auch seine Mitbürger Hilfe benötigen. Da Pearce keiner ehrlichen Arbeit nachgeht, kommen ihm seine Hackerfähigkeiten nur allzu gelegen. Mithilfe seines Smartphones sollen wir jedes einzelne Individuum überprüfen können. Haben wir eine Person anvisiert, erfahren wir über eine Bilderkennungssoftware und weiteren nützlichen Programmen viele Details über das Leben der Figur, etwa Alter, Beruf, Einkommen und Kontodaten. Mit letzteren können wir an der nächsten Straßenecke einen Geldautomaten hacken und so unsere Brieftasche füllen.

Rücksichtsloses Vorgehen

Watch Dogs (3)Das Abhören von Gesprächen ist ebenfalls möglich, denn nur so werden wir in den Genuss von Nebenaufgaben kommen, um unseren Mitbürgern zu helfen. In einer Spielszene sehen wir, wie sich eine Frau mit ihrem Ex-Ehemann streitet und sie dabei bedroht. Wir greifen ein, der Mann flieht, wir nehmen die Verfolgung durch einen kleinen Laden auf und überwältigen den Übeltäter schließlich in einer menschenleeren Gasse. Da der Mann während der Flucht auf uns geschossen hat, ist die Polizei bereits bestens über uns informiert. Um vor den Gesetzeshütern zu entkommen, nimmt Pearce keine Rücksicht auf Verluste und selbst Kollateralschäden nimmt er gerne in Kauf. Um beispielsweise einen Streifenwagen bei hoher Geschwindigkeit zu stoppen, hacken wir uns einfach in das Straßennetzsystem und im Nu verhindern Straßenpoller die Weiterfahrt. Dass das für die Polizisten nicht gut ausgehen wird, dürfte sowohl uns als auch Pearce klar sein. Sein rücksichtsloses Vorgehen wird aber auch bei einem Attentat auf einen Feind deutlich. Dieser kann nur aufgehalten werden, wenn wir die Ampeln an einer Kreuzung manipulieren. Zivilisten verlieren dabei ihr Leben! Die Entwickler versprechen, dass wir uns in Chicago frei bewegen dürfen und dass es überall in der Stadt des Windes Bürger gibt, die unsere Hilfe dringend benötigen und wir selbst in der aussichtlosesten Situation mit der Spielwelt interagieren können.

Dystopische Aussichten

Watch Dogs (4)Was es abseits dieser Missionen zu erledigen gibt, verrät uns Ubisoft noch nicht. Wir hoffen, dass die gelungene Atmosphäre nicht unter zu vielen Freizeitaktivitäten leiden muss und die Thematik von Watch Dogs durchgehend ernst bleibt. Platz für eine Runde Billard sollte aber trotzdem bleiben, um etwaige Wartezeiten zwischen den Hauptaufgaben überbrücken zu können. Auf der optischen Seite kann Watch Dogs dieses Ziel bisher erreichen. Obdachlose am Straßenrand, telefonierende Anzugträger, beschäftigte Passanten, herumfliegende Blätter, Gase die aus dem Gulli aufsteigen und hübsche Lichteffekte von Leuchtreklamen und den Suchscheinwerfern von Helikoptern machen Chicago zu einem lebendigen Ort in der PC- und PlayStation-4-Fassung. Die Versionen für PlayStation 3, Xbox 360 und Wii U werden wahrscheinlich qualitativ abgespeckter ausfallen. Anstatt uns in eine dystopische Zukunft zu entführen, führt uns Ubisoft unsere Gegenwart vor Augen und wie sich diese in eine Dystopie verändern könnte. Gewollt oder nicht, Ubisoft übt mit Watch Dogs Kritik am System von sozialen Netzwerken und unserer Bereitwilligkeit, persönliche Daten öffentlich mit Unbekannten zu teilen. Ein spannendes Thema, welches uns einmal mehr zum Nachdenken anregen sollte und zwar spätestens dann, wenn wir das nächste Mal an einer Kreuzung stehen und die Ampel plötzlich umspringt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf Videomaterial der PC-Fassung): Als ich mir im letzten Jahr die verschiedenen Pressekonferenzen der Electronic Entertainment Expo angeschaut habe, habe ich meinen Augen nicht getraut. Bis auf Ausnahmen haben wirklich alle Publisher versucht, sich mit exzessiven Gewaltdarstellungen in Spielen, welche um die Tode virtueller Personen nicht umher kamen, gegenseitig zu übertrumpfen. Dass die amerikanischen Pressevertreter das auch alles ganz toll finden, kann ich sogar aufgrund diverser Rechte und Ordnungen im Land der unbegrenzten Anklagemöglichkeiten nachvollziehen. Watch Dogs ist zwar nicht weniger brutal inszeniert, doch wirkt das Vorgehen von Protagonist Pearce wesentlich intelligenter und spannender. Zudem sollte man nicht vergessen, dass das Spiel ernsthaft versucht, das System von sozialen Netzwerken und unserer Bereitwilligkeit, persönliche Daten öffentlich mit anderen Menschen zu teilen, kritisiert. Watch Dogs blickt auf eine dystopische Zukunft, die mich zum Nachdenken anregen soll. Bleibt zu hoffen, dass diese Intention nicht nur mich als Spieler, sondern auch den Protagonisten im Lauf der Handlung einholen wird. Watch Dogs schafft es mit cleveren Spielideen und einer offenen Welt zu überzeugen und da wäre es doch schade, wenn der Inhalt irgendwann auf der Strecke bleibt. Ich freue mich jedoch auf Watch Dogs und kann es kaum erwarten, irgendetwas in Chicago zu hacken.

Prime Time: Kämpfer (Vol. 4) Unboxing

Die vierte Volume von Kämpfer ist die letzte – zumindest von der Serie. Es gibt zwar noch eine Fortsetzung, doch die werden wir euch an einer anderen Stelle vorstellen. Die Serie endet in unseren Augen leider sehr abrupt, doch kann sie ihren Humor zumindest bis zum Ende der elften Episode durchgehend behalten. Was euch in der vierten Ausgabe der Serie erwartet und wie diese sich in den Serienschuber einfindet, demonstrieren wir im Video.

Review: Kämpfer (Vol. 4)

Kämpfer (Vol. 4) (1)Oftmals ist es so, dass ein Anime recht lahm anfängt, sich selbst finden muss und zum Ende hin immer besser wird. Kämpfer erleidet überraschend das gegenteilige Schicksal, denn das Finale ist eigentlich alles – nur nicht sonderlich zufriedenstellend.

Kämpfer (Vol. 4) (2)Vorweg müssen wir dazu jedoch sagen, dass zu Kämpfer die Fortsetzung Kämpfer für die Liebe existiert, doch ist es uns wichtig, dass eine Serie, so verrückt er auch erscheinen mag, dennoch eine schlüssige und abschließende Story bietet und das schafft Kämpfer in den letzten beiden Episoden einfach nicht! Dabei fing alles noch so gut – so irrwitzig gut – an, als wir die drei Episoden von Volume 1 gesehen haben. Natsuru, ein Oberstufenschüler an einer japanischen Schule, wacht eines Morgens auf und macht eine überraschende Entdeckung an seinem Körper. Er hat sich über Nacht in eine Frau verwandelt. Sein Kuscheltier erklärt ihm daraufhin, dass er ein Kämpfer sei und Kämpfer eben nun einmal weiblich sein müssen. So leicht der Ausgang der Handlung beschrieben wird, so witzig wird sie fortgeführt. Der Oberstufenschüler verwandelt sich jedoch erst einmal flott zurück und nur wenn Gefahr droht, taucht sein weibliches Alter Ego auf. So stößt Natsuru schon bald mit den anderen Kämpfern zusammen, doch die sind ihm zunächst feindlich gesinnt. Im Nachhinein entwickelt sich zwischen den Kämpfern dann aber doch eine Freundschaft und sie schließen zusammen den Pakt, sinnlose Kämpfe zu vermeiden und alles über den Moderator und später auch die Kämpfer mit den weißen (statt blauen und roten) Armbändern herauszufinden.

Entführung und Verführung

Kämpfer (Vol. 4) (3)Grundlegend reicht diese Entwicklung für einen Anime aus, wenn er denn nach und nach mit neuen Fakten und Hinweisen ergänzt wird. Auch das trifft auf Kämpfer zu, denn der Anime wird zwar von Folge zu Folge immer kurioser, doch entstehen dadurch Beziehungen zwischen den Charakteren, die essentiell für die Serie und vor allem das Finale sind. Nach der neunten Episode geht es in Kämpfer erst einmal gewohnt gut weiter. Kaede hat Natsurus männliche Seite gewissermaßen entführt und hypnotisiert. Sie verspricht ihm beim Feuerwerk, welches zum Abschluss ihres Aufenthalts im Urlaubsparadies stattfindet, dass sie ihm jeden Wunsch erfüllen möchte, doch hat dieses verlockende Angebot natürlich einen Haken. Um sich die Liebe von Kaede zu erkaufen, soll Natsuru die Schulsprecherin verführen und außer Gefecht setzen. Schulsprecherin Shizuku erkennt jedoch, dass Natsuru nicht freiwillig mit ihr schlafen will und obwohl dies ihr innigster Wunsch ist, wehrt sie ihn ab. Sie erkennt, dass Kaede wohl ihre Widersacherin in puncto Kämpfen ist. Nach ihrer Abreise aus dem Resort unterricht sie ihre Freundinnen und Natsuru darüber. Dieser kann dies jedoch nicht so wirklich glauben. Erst dann, wenn er abermals von Kaede hypnotisiert wird und aus dem Bann im Kampf gegen seine Freunde erwacht, erkennt er, wo die Liebe aufhört und wie wichtig Freundschaft ist.

Keine finale Entscheidung

Kämpfer (Vol. 4) (4)In der zehnten und elften Episode dreht sich dann alles um das Beziehungsdrama und um Liebe und Freundschaft. All das wird in einem Kampf und entsprechend witzigen Dialogen ausgefochten. Am Ende der elften Episode (Spoiler!) flieht Kaede samt Anhängsel angeblich einmal vom Schlachtfeld und für Natsuru beginnt der Alltag wieder, denn seine Freundinnen können absolut nicht los von ihm lassen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass der junge Mann endlich Standhaftigkeit beweist und eine Entscheidung trifft. In der zwölften Episode haben wir da fest mitgerechnet, doch für die hat man sich leider etwas sehr Unpassendes ausgesucht, denn hier schlüpfen die Kuscheltiere in die Rollen ihrer Frauchen und umgekehrt. Das hat im gar nichts mit der eigentlichen Story von Kämpfer zu tun und komischerweise ist das auch mit Abstand die Episode, die am wenigsten mit Humor auftrumpft. Begeistern kann jedoch die technische Aufmachung, denn das Bild in 1080p, der Soundtrack und sowohl die deutsche als auch die japanische Synchronisation sind erstklassig. Sammler freuen sich über zwei reizvolle Postkarten. Abschließend bleibt zu hoffen, dass der Anime Kämpfer für die Liebe, welcher übrigens gerade einmal aus nur zwei kurzen Episoden besteht, hierzulande im März 2013 die Geschichte um Natsuru, Kaede und Co. befriedigend abschließen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Kämpfer gewinnt sicherlich keinen Blumentopf für eine herausragende Handlung, doch langweilig finde ich diese bis zum Ende hin eigentlich niemals. Zwar dauert es ähnlich lange wie bei Angel Beats!, dass die Story endlich zum Tragen kommt, doch durch den tollen Humor, der durchgehend beibehalten werden kann (von der letzten Episode einmal abgesehen), stört mich das nicht, denn dieser unterhält mich sehr gut mit lustigen Anekdoten, witzigen Wortspielen und total perplexen Ansichten der Kämpfer. Die Charaktere werden dabei recht gut charakterisiert, auch wenn der vor Liebe blinde Natsuru doch vielleicht ein paar seiner Möglichkeiten hätte ausschöpfen können. Das einzige, was ich dem Anime ankreiden kann, ist, dass er am Ende abrupt und ohne jegliche Vorwarnung abbricht und die letzte Folge sogar einer recht merkwürdigen Story widmet. So etwas kann man meinetwegen mitten in einer Serie machen, aber diese mit solch einer Episode abzuschließen, geht heutzutage nicht mehr. Da hoffe ich doch mal, dass im Anime Kämpfer für die Liebe Natsuru dann entweder zu seinem Ziel kommt oder sich wahrhaftig für jemand anderes entscheidet. So kann ich den Anime jetzt nur noch bedingt empfehlen, da viele Fragen offen bleiben. So wird zum Beispiel nicht gesagt, wer eigentlich der Moderator ist und dieser sollte unserer Meinung nach wenigstens einmal in Aktion treten. Wer sowieso viel eher auf den sehr tollen Comedy-Anteil setzt, der wird ohnehin nicht von Kämpfer enttäuscht werden!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kämpfer (Vol. 4)!

Prime Time: Kämpfer (Vol. 3) Unboxing

Vor einiger Zeit haben wir euch bereits die ersten beiden Serienboxen zu Kämpfer sowohl in Reviews, als auch in Unboxing-Videos vorgestellt. Dass die Serie ihren Wortwitz auch in der auch noch so absurdesten Situation behalten kann, beweist die dritte Volume der Serie einmal mehr. Wir stellen euch diese in unserem Unboxing-Video vor und zeigen euch, was euch in dieser erwartet und wie sich in den Serienschuber einfügt.

Review: Kämpfer (Vol. 3)

Kämpfer (Vol. 3) (1)Die erste Nacht, die man mit seiner Angebetenen verbringen kann und sich die gleich zu einer Übernachtungsparty entwickelt, ein Date mit der Schulsprecherin und freizügige Mädchen im Freibad – das alles und noch mehr ist der Anime Kämpfer!

Kämpfer (Vol. 3) (2)Nachdem die sechste Episode mit einem Angebot endete, das man als Mann eigentlich nicht abschlagen darf, waren wir natürlich gespannt darauf, welche Fortsetzung das Drehbuch für uns da bereithält. Dass es nicht so kommt, wie sich Kaede das vorgestellt hat, dürfte nach dem Trubel der ersten sechs Episoden klar sein. Diese möchte nämlich, dass ihr Schwarm Natsuru eine Nacht mit ihr verbringt. Natsuru, die eigentlich ein Junge ist und sich nur in eine Frau verwandelt, um gegen andere Kämpfer beziehungsweise Kämpferinnen anzutreten, sieht das natürlich als die Gelegenheit an, Kaede dennoch etwas näherzukommen. Schließlich ist sein männliches Alter Ego auch in sie verliebt. Mikoto und Akane teilen wiederum die Gefühle von Kaede, nur dass diese dem männlichen Natsuru gelten. Für Außenstehende mögen diese Beziehungen verwirrend erscheinen und das sind sie auch, denn mittlerweile erkennt auch noch die Schulsprecherin Shizuku, dass sie sich in Natsuru verliebt hat. Natsuru hat wiederum nur Augen für Kaede, weshalb er Spiel der Gefühle um ihn herum nicht beachtet, doch fragt er sich natürlich ständig, was in den Köpfen der Mädchen vorgeht, da diese sich entsprechend merkwürdig aufführen. Egal wie die Aktien für die jeweiligen Charaktere stehen – am Ende ist es irgendwie immer Natsuru, der den schwarzen Peter zugeschoben bekommt. Autsch!

Gefühlschaos

Kämpfer (Vol. 3) (3)Wäre das Gefühlschaos nicht schon genug für den jungen Mann, bekommen die Kämpfer in der siebten Folge bereits Besuch von einer der weißen Kriegerinnen. Diese tragen über ihrem Handgelenk nämlich kein rotes oder blaues, sondern ein weißes Armband. Das widerspricht den Regeln des Moderators (der immer noch nicht in Erscheinung getreten ist und über den wir auch in den vorliegenden drei Episoden nur wenig bis nichts erfahren). Erst wird Kaedes Wohnung von einer weißen Kämpferin verwüstet, als sich alle zur Übernachtungsparty, die eigentlich keine Übernachtungsparty sein sollte, angemeldet haben und dann treffen sie noch ein paar andere Kämpferinnen, die sich ihnen im Freibad entgegenstellen. Hier wird ihnen zunehmend klar, dass die Bedrohung wohl größer ist, als sie es sich vorgestellt haben. Eines der Mädchen soll sogar für die Gegenseite arbeiten, doch geht die Story darauf nur am Rande ein und so bleibt es tatsächlich bis zur letzten Minute der neunten Episode spannend. Nach einer Übernachtungsparty, einem Date mit Shizuku und dem Ausflug ins Schwimmbad soll das Episodentrio mit einem Feuerwerk abgeschlossen werden, welches sich die Natsuru mit seinen weiblichen Freundinnen zusammen anschauen möchte. Hier endet das Geschehen aber mit einem spannenden Cliffhanger und man möchte sofort die nächste Blu-ray einschmeißen.

Einprägsame Songs

Kämpfer (Vol. 3) (4)Wie es jetzt auf das große Finale zugehen wird, bleibt abzuwarten. Einen Aufhänger haben die Köpfe hinter dem Projekt Kämpfer bereits geschaffen und in den nächsten drei Folgen sollte es ein leichtes sein, die offenen Fragen zu beantworten. Viel wichtiger ist jedoch, dass man auch weiterhin den tollen Humor beibehalten wird. Das beginnt bereits in der siebten Episode, in der über die Präfektur Ishikawa gesprochen wird. Beispielsweise soll Moses dort mit einem Ufo abgestürzt und antike Reisbällchen dort als Fossil gefunden sein. Dieser Wahnsinn zieht sich durch alle drei Folgen und dafür kann man dem Anime auch nicht böse sein, wenn er seine Story vernachlässigt und diese so recht oberflächlich bleibt. Oberflächlich, sprich in optischer und akustischer Hinsicht, funktioniert Kämpfer ebenfalls. Die Serie ist mit ihren Zeichnungen, Hintergründen und Lichteffekten wirklich schön anzusehen und durch den Soundtrack werden alle Situationen jederzeit passend unterlegt. Zu einem richtigen Ohrwurm entwickelt sich übrigens auch der Intro-Song Anriaru Paradaisu, sowie das Lied im Abspann (Wan Wei Ryōomoi). Selbst wenn man kein Japanisch beherrscht, prägen sich einem diese Songs einfach ein. Zwei anreizende Postkarten runden das Paket ab. Wer bereits die ersten sechs Folgen gesehen hat, kommt auch um die drei Folgen dieser Ausgabe nicht herum.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich weiß nicht, was Light-Novel-Autor Toshihiko Tsukiji damals geritten haben muss, als er Kämpfer in die Tat umgesetzt hat. Ich bin ihm aber sehr wohl auch sehr dankbar dafür, denn Kämpfer ist der wohl witzigste Anime, den ich seit langer Zeit gesehen habe. Die Charaktere ergänzen sich hervorragend und auch wenn durch die ständigen Scherereien unter ihnen die Handlung in die Länge gezogen wird und sie vermutlich deshalb auch zu kurz kommt, macht es mir trotzdem sehr viel Spaß, den Anime zu verfolgen. Derzeit bin ich schon sehr gespannt, wie der Anime ausgehen wird, denn Natsuru hat schon mehrmals bestätigt, dass es für ihn nur Kaede in seinem Leben geben wird und Interesse an den anderen Mädchen zeigt er nicht. Diese geben jedoch nicht auf und mich würde es doch sehr interessieren, wie seine Entscheidung im Endeffekt ausfallen wird, wenn es denn eine Entscheidung überhaupt geben soll. Da bin ich mir nämlich noch nicht so sicher, da ich immer noch nichts vom Moderator gesehen habe und nachher endet alles so wie die achte Staffel von Dallas. Darauf kann ich gut verzichten, doch wenn die Gags weiterhin so stark bleiben wie bisher, dann darf mich das eigentlich egal sein. Es bleibt also spannend!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kämpfer (Vol. 3)!

Gewinnspiel (20. – 31. März 2013)

Tomb Raider GewinnspielAm fünften März 2013 erschien das Spiel Tomb Raider aus dem Hause Square Enix für PC, PlayStation 3 und Xbox 360. Während wir derzeit noch die PC-Fassung des Spiels ausgiebig testen, möchten wir in der Zwischenzeit ein Fanpaket, bestehend aus einem T-Shirt, einer Lithographie, mehreren Postkarten und einem Hardcover-Comic, verlosen.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr auch gar nicht viel tun. Wie bei den meisten unserer Gewinnspiele habt ihr die Auswahl zwischen mehreren Optionen und ihr dürft, um eure Gewinnchance zu maximieren, auch an allen Optionen mehrfach teilnehmen. Wie folgt könnt ihr an unserem Gewinnspiel zwischen dem 20. und 31. März teilnehmen:

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt einen unserer Gewinnspielbeiträge zu Tomb Raider öffentlich mit euren Freunden und lasst uns unter dem Beitrag eure Gedanken zum Reboot der Tomb-Raider-Serie wissen.

2. Ihr folgt uns auf Twitter, retweetet einen unserer Gewinnspielbeiträge zu Tomb Raider und lasst uns in einer Antwort auf einen der Beiträge eure Gedanken zum Reboot der Tomb-Raider-Serie wissen.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt einen unseren Gewinnspielbeiträge und lasst uns in eurer Antwort auf den Beitrag eure Gedanken zum Reboot der Tomb-Raider-Serie wissen.

4. Ihr registriert euch im NextGen-Forum, erreicht bis zum 31.03.2013 die Mindestanzahl von zehn Posts und lasst uns im Thread „Welche Games brauchen einen Reboot?“ eure Gedanken zum Reboot der Tomb-Raider-Serie wissen.

5. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username mit und lasst uns eure Gedanken zum Reboot der Tomb-Raider-Serie wissen.

6. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns eure Gedanken zum Reboot der Tomb-Raider-Serie wissen. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Square Enix sind von der Verlosung ausgeschlossen. Zudem wird eine gültige E-Mail-Adresse vorausgesetzt, an die wir, falls nicht anders gewünscht, in Zukunft unseren kostenlosen und jederzeit kündbaren Newsletter senden möchten. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am ersten April 2013 informiert. Die angeschriebene Person hat anschließend 48 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und im NextGen-Forum erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solcher zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 31. März 2013, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: SimCity

SimCity (1)Auf der Gamescom 2012 hatten wir erstmals die Gelegenheit, uns den neuen Teil der Reihe anzuschauen. Ein halbes Jahr später ist SimCity wie geplant erschienen und kämpft derzeit wie kein anderes Spiel mit Fan-Protesten und um die Gunst der Spieler.

SimCity (2)Den Start des Spiels haben Publisher Electronic Arts und Entwickler Maxis gehörig in den Sand gesetzt, denn vor einem halben Jahr schenkte man den Worten der beiden Firmen noch nicht so viel Gehör, was die sozialen Komponenten des Spiels betreffen. Bereits einige Tage vor dem Deutschland-Release, schwappten aus den Vereinigten Staaten negative Stimmen herüber. SimCity verlangt von uns nicht nur eine einmalige Origin-Aktivierung, die einen Weiterkauf des Spiels unmöglich macht, sondern auch noch eine ständige Internetverbindung. Auch das wäre irgendwo noch verkraftbar gewesen, doch lief die Verbindung zunächst über die hoffnungsvoll überfüllten Server von Electronic Arts. Beim Release in Nordamerika kam es deshalb zunächst zu ewiglangen Warteschlagen und ständigen Spielabstürzen. Aus diesen Fehlern hätte man binnen weniger Tage lernen können und für Europa sofort eine Infrastruktur anbieten können, in welcher der Spielstart sofort problemlos funktionieren könnte. Geschafft haben das Maxis und Electronic Arts nicht, denn in den ersten Tagen beschwerten sich dann auch die deutschen Fans über die Online-Anbindung. Es dauerte jedoch nicht lange, da hat der Entwickler geschaltet und weitere Server ermöglichen seitdem, zumindest bei uns, ein reines Spielvergnügen. Die Fan-Proteste halten dennoch weiterhin an.

Online-Nachbarschaft

SimCity (3)Der Online-Zwang ist nämlich nicht aus den Köpfen der Spieler und Fans wegzudenken und wir können das sehr, sehr gut nachvollziehen. Stand die SimCity-Reihe bisher für ein tolles Einzelspieler-Erlebnis, haben Solisten jetzt nur noch eingeschränkt Spaß. Das liegt zum einen daran, dass mobile Aufbaustrategen das Spiel unterwegs nun nicht mehr auf ihren Notebooks spielen können. Zum anderen liegt das am internen Spielablauf, welcher sich von bisherigen Teilen der Reihe leicht bis stark unterscheidet. Zunächst einmal müssen wir uns nämlich aussuchen, ob wir in einer komplett freien Region unsere erste Stadt errichten wollen oder ob wir an einem freien Platz in einer bereits bestehenden Nachbarstadt den Grundstein für unsere Metropole legen möchten. Wir können zum Glück zwar auch aussuchen, dass wir nur Freunde in unsere Region hineinlassen wollen oder auch andere Spieler, doch um das volle Potential des Spiels zu erleben, sind Mitspieler eigentlich schon zwingend erforderlich. So können wir erlangtes Wissen mit unseren Mitspielern teilen und diesen harte Arbeit ersparen. Haben wir außerdem einmal keine Rohstoffe wie Wasser oder Erdöl mehr, können wir sie auch aus den Nachbarstädten einkaufen. Wir können zwar reintheoretisch alle Bauplätze beanspruchen, doch niemand treibt schon gerne Handel mit sich selbst.

Sims-Schreihälse

SimCity (4)Dies soll absolut keine Kritik an diesem System sein, denn wir finden diesen Schritt äußerst praktisch, um das Franchise auf eine neue Stufe zu hieven. Trotzdem gehören Online-Zwang und Kontenbindung nicht zum guten Ton – Electronic Arts verschenkt hier Pluspunkte! Haben wir uns dann aber einmal für einen freien Bauplatz entschieden und alle Eventualitäten in der Spielwelt abgewägt, wie beispielsweise Kohle-Vorkommen oder Windstärke, können wir mit dem Aufbau unserer Stadt beginnen. In der Haut eines Bürgermeisters müssen wir die noch gar nicht gebaute Stadt erst einmal an die Autobahn anbinden, damit anschließend überhaupt erst einmal die ersten Sims in unsere Stadt ziehen möchten. Für diese sollten wir flott einige Wohngebiete zur Verfügung stellen, danach in angemessener Reichweite Arbeitsplätze in Form von Industriegebieten errichten und anschließend auch ein paar Gewerbegebiete, damit die Sims ihr wohlverdientes Geld auch ausgeben können. Selbstverständlich dürfen wir nicht die Versorgung vergessen, denn ohne Elektrizität und Wasser werden die Sims ihr Haus sehr schnell wieder verlassen. Also schnell einen Wasserturm und ein Kraftwerk errichten und die Sims schreien bereits nach dem nächsten Problem. Schutz vor Feuer und Kriminalität, Müll- und Abwasserbeseitigung, sowie Bildung und Freizeitaktivitäten sollen ermöglicht werden.

Intelligentes Spielsystem

SimCity (5)Es ist zwar nicht sonderlich realistisch, doch muss man den Entwicklern zugute halten, dass man das Spielgeschehen zum Teil auf die nötigsten Punkte reduziert hat. Anstatt Wasserrohre und Stromleitungen zu legen, erledigen wir diesen Schritt mit dem Bau der Straßen. Praktisch, denn so sparen wir uns Zeit beim Planen und Bauen der Stadt. Das Problem liegt jetzt aber daran, dass jedes Gebiet und jedes Gebäude zwangsweise an einer Straße gebaut werden muss, die bereits besteht. Zudem sieht man als Spieler nicht immer ganz genau, wie viel Platz man einplanen muss, um die Stadt möglichst effizient zu bauen. Das war im ersten Serienteil auf dem Super Nintendo noch deutlich besser gelöst, doch gab es damals weitere intelligente Schritte nicht. Während die Polizeiwache damals nur einen bestimmten Radius abgedeckt hat, kann diese im neuen Teil der Reihe an jeden beliebigen Platz der Stadt ausrücken. Sollten die Verbrechen überhand gewinnen, so kaufen wir uns einfach weitere Streifenwagen und weitere Gefängniszellen einfach dazu. Wer jedoch den Steuersatz nicht zu hoch ansetzt und außerdem für gebildete Bürger wert legt, der wird ohnehin keine Probleme mit Gangstern bekommen. Ähnliche Systeme finden wir natürlich auch bei Schulen, Feuerwachen und Busunternehmen. Bei letzteren müssen wir beispielsweise auch noch geschickt Bushaltestellen platzieren. Nett!

Bis zur Endlichkeit!

SimCity (6)Nach ein paar Spielstunden haben wir dann den Rand der Karte erreicht, sofern wir unsere Stadt nicht im Vorfeld geschickt planen. Wenn wir aber dennoch mit einem Plan an das Aufbauspektakel herangehen, verzögert sich das Erreichen des Kartenrandes nur etwas. Die Aufbauflächen in SimCity sind nämlich sehr knapp bemessen und ohne eine Vision, wie die eigene Stadt später einmal aussehen soll, wird es unzählige weitere Stunden brauchen, die Infrastruktur zu überarbeiten beziehungsweise zu optimieren. Wir hoffen, dass Maxis bald einen Patch nachreicht, der nicht nur das von Fans geforderte Offline-Spielen ermöglicht, sondern auch größere Karten beinhaltet. Sobald nämlich auch noch Erhebungen und Meere den Bau einschränken, wird man es auch als SimCity-Veteran schwer haben, eine effiziente und zudem auch noch beeindruckende Stadt zu errichten. Nach ein paar Übungsstunden ist der Städtebau aber auch für Neulinge und Anfänger kein Problem mehr, denn selbsterklärende Gebäudenamen und kurze Beschreibungen erklären jedem Spieler schnell, wie sich eine Stadt optimal entwickeln kann. Ein ausführlicheres Tutorial oder gar Szenarien, in denen wir unser erlerntes Können anwenden dürfen, wären aber wünschenswert gewesen. Wie schön wäre es doch, könnten wir ein fiktives San Francisco nach einem Erdbeben wieder neu errichten.

Aufstiegschancen

SimCity (7)Auf der optischen Seite besticht SimCity mit hübschen Gebäuden und verspielten Details. Da flimmern Leuchtreklamen, Autos rasen durch die Straßen, Polizisten verfolgen Verbrecher, Feuerwehrmänner löschen Brände und dann gibt es auch noch die Katastrophen, die entweder automatisch passieren oder von uns nach Freischaltung ausgelöst werden können. Meteoriten stürzen herab, unbekannte Flugobjekte entführen Sims und Zombies wandeln durch die Straßen. Selbst auf einem unteren Mitteklasse-Rechner sieht das Spiel in einer niedrigeren Auflösung noch sehr hübsch aus, doch die wahre Grafikliebe wird wohl erst bei maximalen Einstellungen zum Vorschein kommen. Hinzu kommen noch ein paar Grafikfilter, welche unsere Stadt in den Look eines Film Noir tauchen oder bestimmte Farben hervorheben. Selbst an Grafikfilter für Farbenblinde hat Maxis gedacht – vorbildlich! Die hübsche Optik wird dazu mit einem Soundtrack gepaart, der sich immer den aktuellen Geschehnissen anpasst und dabei niemals störend auffällt. Einige Stücke hätten dennoch ein wenig prägnanter sein können. Wenn es Maxis schafft, die Fehler auszubessern und auch auf die Wünsche der Fans zu hören, dann kann sich SimCity zu einem der besten Aufbauspiele aller Zeiten avancieren. Mit der derzeitigen Geschäftspolitik bleibt dem Spiel jedoch der Genre-Thron verwehrt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich das Spiel auf der letzten Gamescom bei Electronic Arts anspielen konnte, war ich hin und weg. Die letzten SimCity-Ableger haben mich nämlich absolut kaltgelassen und weiter verschlechtern konnte man sich auch nicht. SimCity erinnert sich an alte Tugenden und präsentiert mir ein Spiel, wie es in seiner Einfachheit auch schon auf dem Super Nintendo gegeben haben könnte. Dann beweist mir das Spiel aber im Detail eine kleine Komplexität, die SimCity so intelligent macht. Anstatt immer und immer wieder neue Schulen zu errichten, baue ich einfach ein paar Klassenzimmer an, verteile in der Stadt die Schulbushaltestellen und kaufe weitere Schulbusse ein. Meine Ausgaben wachsen dadurch zwar ins Unermessliche, doch meine Sims werden dadurch gebildeter, können dann neuen Tätigkeiten weitergehen und in eine neue Einkommensklasse aufsteigen. Ein Kreis, der sich schließt, sofern man denn auch auf die Wünsche der eigenen Bürger eingeht. Die gesamte Stadt muss ich dabei akribisch planen, nur damit sie am Ende effizient genug ist, damit ich  weitere Ausgaben tätigen kann. Genau da finde ich es so toll, dass man auch von den Errungenschaften der Mitspieler in der Region profitieren kann. Baut nämlich ein anderer Bürgermeister eine Verkehrsabteilung an sein Gemeindehaus an, kann ich sofort mit dem Bau von Busbahnhöfen beginnen, ohne auf das nächste Upgrade des Gemeindehauses zu warten. So toll das Feature auch ist, so nervig ist der Online-Zwang auch für mich. Das liegt bei mir aber daran, dass sich innerhalb des Testzeitraums (11. bis 18. März 2013) kein einziger Spieler in meiner Region ansiedeln wollte und aufgrund des geringen Bauplatzes erachte ich es als sehr viel schwieriger, alleine Erfolge zu erzielen. Trotzdem bleibt SimCity für mich unterm Strich ein tolles Aufbauspiel, welches mir in den nächsten Monaten noch sehr viele schaflose Nächte bereiten wird!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von SimCity!

Review: Wild Seven

Wild Seven (1)Von 1969 bis 1979 erschienen in Japan 48 Mangas rund um die fiktive Motorradstaffel Wild Seven. Es folgten eine japanische Fernsehserie und zwei Animes. Jetzt wird die Thematik erneut aufgegriffen und in einen abendfüllenden Spielfilm verpackt.

Wild Seven (2)Eine Bank wird von maskierten Banditen überfallen, das Geld wird geplündert. Da die Polizei bereits vor der Tür steht, müssen sie noch irgendwie vom Tatort entkommen. Um unentdeckt zu bleiben, tragen sowohl sie als auch ihre Geiseln schwarze Säcke über den Köpfen, um so unbeschadet zum Transporter zu gelangen. Nachdem sie eingestiegen sind, erschießen sie die Geiseln und können im Blutbad entkommen. Die Polizei ist machtlos und in diesem Moment bleibt ihnen keine andere Wahl, als die Wild Seven zu rufen. Dabei handelt es sich um eine Motorradspezialeinheit, die nur dann gerufen wird, wenn sie gerufen werden muss, denn ihre Vergangenheit ist alles anderes als ruhmreich. Alle sieben Mitglieder sind Ex-Sträflinge, die die Möglichkeit, für die Polizei zu arbeiten, nur wahrgenommen haben, um der Todeszelle zu entkommen. Dementsprechend sind ihre Methoden alles andere als lobenswert. Sie haben eine andere Vorstellung von Gerechtigkeit und als sie bei den anfangs erwähnten Banditen endlich ankommen und ihren Transporter zum Umkippen bewegen, erwarten diese natürlich, dass sie jetzt verhaftet werden. Die Wild Seven macht mit Verbrechern jedoch kurzen Prozess und exekutieren sie an Ort und Stelle. Offiziell existieren sie nicht und so ist es für einen Reporter ein gefundenes Fressen, dass er ihnen immer ein wenig mehr auf die Schliche kommt.

Sieben Charaktere müsst ihr sein

Wild Seven (3)Am ehesten lassen sich die Wild Seven mit ihrem US-amerikanischen Pendant, nämlich The Expendables, vergleichen. Jeder Charakter der Spezialeinheit hat einzigartige Fähigkeiten, die im Film jedoch nicht allesamt demonstriert werden. Das ist schade, denn so muss man sich wohl oder übel die Manga-Vorlage ansehen beziehungsweise durchlesen, um jeden Charakter vollends zu verstehen. Das Problem darin liegt jedoch, dass der Manga bis heute aufgrund des Alters nie ins Deutsche übersetzt wurde. Selbiges gilt auch für die anderen Medien, die wir bereits genannt haben. Das heißt aber nicht, dass der Film weniger verständlich ist. Es können durchgehend alle Verknüpfungen verstanden werden, denn der Film dreht sich nicht nur um einen Einsatz der Wild Seven. Schnell stößt ihr Anführer auf eine Junge Frau, die exakt hinter den Verbrechern her ist, die sie jagen und verfolgt auch noch das Ziel, diese umzubringen, da die für den Mord an ihrer Familie verantwortlich sind. Dann gibt es den Generalstaatsanwalt, der nach einem halben Jahr immer mehr bereut, sein Einverständnis für den Aufbau der Wild Seven gegeben zu haben. Ein hoher Regierungsbeamter ist derselben Auffassung und obwohl dieser die Fähigkeiten der Wild Seven zu schätzen weiß, will er sie liquidieren lassen. Der Grund ist furchtbar einfach: Er selbst ist in diverse Verbrechen verstrickt!

Fehlende Hintergründe

Wild Seven (4)Neben Zusammenhalt und Freundschaft, sind auch Vertrauen und der Sinn für Gerechtigkeit jeweils ein großes Thema in Wild Seven. Gezeigt wird dies alles in einem wunderbaren Bild in 1080p und im 16:9-Format (1,78:1). Das gilt insbesondere für den Schwarzwert, denn wo andere Filme oftmals das Problem haben, hier zu unterscheiden und meistens einen viel zu flüssigen Übergang liefern, kann Wild Seven mit kontrastreichen Werten glänzen. Selbiges gilt leider nicht für den Soundtrack in Kombination mit der Tonspur. Meistens ist der Sound so laut, dass Dialoge in der Lautstärke untergehen. Das hätte bei der Tonabmischung der deutschen Synchronisation auffallen müssen. Diese ist für sich genommen jedoch sehr gut gelungen, da auch bekannte Sprecher wie etwa Matthias Klie wahrgenommen werden können. Der japanische Originalton ist selbstverständlich authentischer. Nach 110 Minuten ist Wild Seven vorbei und der Packungstext verspricht an der Stelle B-Roll-Material, sowie originale Trailer und Teaser. Problem daran ist, dass das B-Roll-Material nicht kommentiert wird und bereits nach wenigen Minuten endet. Schade, dass das Bonusmaterial so dürftig ausfällt, denn hier hätten wir uns wirklich über Informationen gefreut, wie der Film zustande gekommen und wie die Umsetzung vom Manga schlussendlich geglückt ist. Verkraftbar, aber schade!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich finde es sehr schade, dass man den Manga zu Wild Seven hierzulande nicht veröffentlicht hat. So ist es für mich teils schwierig, die Charaktere richtig einzuordnen und eine Verknüpfung (die eines Wild-Seven-Mitglieds zu einer Reporterin) finde ich sogar so schwach, dass ich ihren Sinn nicht verstehe, warum diese Information wichtig für die Handlung des Films sein soll (sie soll eine seiner Töchter sein, doch sie hat ihren Vater niemals kennengelernt). Die Action in Wild Seven ist dafür brachial und bis auf die eine oder andere Schießerei ganz annehmbar. Hier hätte der Film wie sein US-amerikanisches Pendant The Expendables locker darüber hinwegtäuschen können, dass seine Charaktere in dieser Form nicht sonderlich ausgefeilt sind. Immerhin faszinieren mich auf die eine oder andere Weise ihre Gegenspieler, doch wird auch hier die Handlung ziemlich lächerlich gemacht, da der Bösewicht ständig im Vorteil ist, doch im entscheidenden Moment eine oberflächliche Lüge annimmt und sich so selbst das Handwerk legt. Durch solche Szenen verliert der Film an Glaubhaftigkeit. Wer die Vorlagen kennt, darf einen Blick riskieren, doch ansonsten ist Wild Seven eher dann gut, wenn Dürre im japanischen Filmregal herrscht.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Wild Seven!

Review: Into the Sun

Into the Sun (1)Top Gun: Sie fürchten weder Tod noch Teufel war im Jahr 1986 ein großer Erfolg an den Kinokassen, denn der Film spielte über dreihundert Millionen US-Dollar weltweit ein. 2012 möchte das aufstrebende südkoreanische Kino an diesen Erfolg anknüpfen.

Into the Sun (2)Pilot Tae-hun hat Talent. Ständig setzt er sich großen Gefahren aus, um seine Maschine an den Rand ihrer Möglichkeiten zu treiben. So auch bei einem Event, wo die neuen Typen der Luftwaffe demonstriert werden sollen. Er fliegt mit seinem Kampfjet hoch hinaus, schaltet die Triebwerke ab, lässt sich fallen und stellt sie erst wieder ein, wo er schon fast das Wasser am Boden berührt. Dass das nahe Publikum davon nicht begeistert ist, sollte jedem klar sein. Tae-hun wird daraufhin aus der Elite-Einheit Black Eagles entlassen und wird anschließend in eine neue Abteilung strafversetzt. Mit seiner Disziplinlosigkeit treibt er auch dort seine Kollegen und seine Vorgesetzten zur Weißglut. Der Film schildert jedoch nicht nur den Werdegang von Tae-hun, sondern führt uns auch in sein privates Leben ein. Beispielsweise verliebt er sich in die hübsche Mechanikerin Se-young, die jedoch zunächst gar nichts von ihm wissen will. Erst als ein Major immer mehr Anschuldigungen gegenüber ihr fallen lässt, dass sein Kampfjet beim Fliegen nach links verzieht und Tae-hun dies überprüfen soll, kommen sich die beiden etwas näher und das erste Date rückt in greifbare Nähe. Obwohl der Arbeitsalltag thematisiert wird und auch der Einblick ins Private uns nicht verwehrt bleibt, findet der Film unterdessen seinen zentralen Konflikt: Die Differenzen zwischen Nord- und Südkorea.

Internationaler Konflikt

Into the Sun (3)Eine rechtsradikale nordkoreanische Splittergruppe hat eine Militärbasis besetzt und plant von dort aus, Südkorea anzugreifen. Es ist sogar die Rede von einem atomaren Angriff, weshalb auch die Vereinigten Staaten von Amerika auf die Provokation eingehen. In diversen Szenen wechselt das Geschehen deshalb immer wieder nach Nordkorea, um die dortigen Verhältnisse der Splittergruppe zu demonstrieren. Auf eine Demonstration des nordkoreanischen Regimes verzichtete man im Film wohl, um in der Wirklichkeit auf eine Provokation durch den Süden zu verzichten. Der Konflikt zwischen den beiden Staaten wird aber auch so deutlich und führt dem Zuschauer vor Augen, dass starke politische Gegensätze in den beiden Staaten herrschen. Die Situation eskaliert, als bei einer Routinemission Tae-huns bester Freund von einem der feindlichen Kampfjets abgeschossen wird und dabei tödlich verunglückt. Ein anderer Pilot kann sich zwar noch retten, landet jedoch in der waffenfreien Zone und muss dort um sein Überleben kämpfen. Dass das Kampfgeschwader rund um Tae-hun nun eingreifen muss, um den Mann aus den Tücken des Dschungels und der Feindeshand zu befreien, steht ebenso fest wie die Vernichtung der besetzten Basis, wo die Atomwaffe lagert. Hier ist der Film jedoch nicht konsequent genug, um die Auswirkungen einer solchen Waffe zu beschreiben.

Große Sprünge Richtung Hollywood

Into the Sun (4)Nach den Vorfällen 1945 in Hiroshima und Nagasaki wird zwar wohl jeder von uns wissen, welche Auswirkungen eine Atomwaffe haben kann, doch fehlt uns diese Kernaussage im Film – verzeihbar, aber dennoch schade. Dafür werden die Beziehungen zwischen den Charakteren auf eine ernste, intelligente, emotionale und manchmal auch sehr humorvolle Art und Weise in Szene gesetzt. Die Optik besticht hingegen mit schönen Landschaftsbildern, die zwar zum Teil vor dem Greenscreen entstanden, aber dadurch nicht weniger beeindruckend sind. Dazu kommen dann auch noch die atemberaubenden Kampfsequenzen, die über weiten Ebenen und gegen Ende hin auch über einer Stadt (inklusive einer Explosion auf einem Wolkenkratzer) stattfinden. Zuständig dafür war das Wolfe-Air-Aviation-Team, welches auch schon bei den Filmen Iron Man und Transformers mit von der Partie waren. Dementsprechend sehen Szenen aus der Luft und die am Computer entstandenen Effekte wirklich toll aus. Der Film zeigt mal wieder, dass Südkorea in großen Sprüngen Hollywood aufholen will beziehungsweise wird. Das Bonusmaterial zum 116 Minuten lang Film besteht leider nur aus einem zweiminütigen Making-of. Schade, denn was der Film in den Punkten Bild- und Tonformat leistet, wird hier absolut nicht erfüllt. Fans von Filmen, welche Luftwaffen demonstrieren, greifen zu!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Top Gun: Sie fürchten weder Tod noch Teufel habe ich leider bis heute nicht gesehen. Da eine 3D-Fassung für die Kinoleinwände angeblich geplant sei, werde ich da wohl spätestens diesen Film nachholen. Nicht unschuldig daran ist Into the Sun, da mich der Aufbau und die Thematik des Films überzeugt haben. Mit Into the Sun zeigt mir Regisseur Dong-won Kim, dass man Hollywood schon bald einholen möchte. Zwar gibt es in einigen Bereichen natürlich immer noch Nachholbedarf, doch Südkorea legt nach wie vor mehr Wert auf ausgefeilte Charaktere, anstatt die Kinoleinwand mit inhaltslosen Explosionen zu füllen. Trotzdem sehen die Effekte, die Into the Sun in den Action-Momenten großartig machen, richtig gut aus. Sie befinden sich eben nur auf einem humanen Niveau und das ist auch gut so. Mir gefällt die Handlung um Tae-hun und vor allem um dessen besten Freund, der kurz vor seiner Hochzeit stand. Hier verliert der Film meiner Meinung jedoch kurzzeitig ein wenig Mitgefühl, denn während Tae-hun auf Rache sinnt, was in diesem Moment eine natürliche Reaktion ist, wird die Verlobte von seinem Freund nur kurz gezeigt, wie sie leidet. Dass muss sie eventuell auch, da sie ebenfalls eine Kampfpilotin ist und der nächste Einsatz zu diesem Zeitpunkt unmittelbar bevorsteht. Trotzdem: Into the Sun hat mir von Anfang bis Ende gefallen, da er weder sehr übertrieben inszeniert ist, noch gefühlt in die Länge gezogen wird.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Into the Sun!

Prime Time: Alfred Hitchcock Blu-ray Collection (Limited Edition) Unboxing

Am 14. März 2013 läuft in den Kinos eine biographische Verfilmung zu Alfred Hitchcock in den Kinos an. Während der Trailer bereits begeistert, fragen sich wohl vermutlich die jüngeren unserer Leser, wer dieser Mann eigentlich gewesen ist. Aus keinem anderen Grund hat sich Eric für euch die Alfred Hitchcock Blu-ray Collection zuglegt, in welcher alle Filme aus dem Hause Universal enthalten sind. Womit ihr in dieser Kollektion noch rechnen dürft und wie Erics Erstindruck von der Box ist, erfahrt ihr im Unboxing-Video.

Review: The Bell Witch Legend

The Bell Witch Legend (1)Angeblich basiert The Bell Witch Legend auf einer wahren Begebenheit. Wahre Tatsachen verlangen nach Antworten, doch diese möchte uns der Film vor allem in den letzten Minuten einfach nicht geben. Dass das dreist ist, beweist zudem auch noch das Bonusmaterial.

The Bell Witch Legend (2)Wir schreiben das Jahr 1818. Der in Tennessee ansässige Farmer John Bell streitet sich mit seiner als Hexe angesehenen Nachbarin und zockt sie bei einem Handel ab. Die damals noch mehr als heute wichtige Kirche in den Vereinigten Staaten sieht das genauso, denn zwanzig Prozent Zinsen für das Darlehen seien in Gottes Augen Wucher. Sie droht ihn damit, dass in seinem Leben noch etwas Schlimmes passieren wird. Kurz darauf beginnen die seltsamen Geschehnisse auf dem Bell-Anwesen. Scheinbar liegt ein Fluch auf ihm und seiner Familie, denn anders sind die Ereignisse nicht zu erklären. Seine Tochter wird nicht nur von fiesen Alpträumen geplagt, sondern mitten in der Nacht von einer unsichtbaren Macht auch aus dem Bett gezogen und in der Luft geohrfeigt und geschlagen. Noch dazu stören ominöse Stimmen den Hausfrieden. Mit der Zeit wird der Geist immer mächtiger und aggressiver, doch langsam gehen den Bells die Ideen aus. Die Kirche versucht in gewisser Weise zwar Exorzismus auf dem Anwesen durchzuführen, doch bereits in der Nacht des ersten Versuchs versagt sie dabei. Auf der anderen Seite versucht Betsys Lehrer eine wissenschaftliche Erklärung für die Vorfälle zu finden, bleibt dabei allerdings ebenso erfolglos. Was nun aber tatsächlich im Haus der Bells passiert, bleibt bis zum Abspann vollkommene Interpretationssache.

Legende gegen Wahrheit

The Bell Witch Legend (3)Geschildert wird der Film aus der Sicht der heutigen Zeit, wo die Nachkommen der Bells das ominöse Tagebuch des Lehrers auf ihrem Dachboden finden, als sich die Vorfälle sich nach all den Jahren wiederholen. Ob sich der Fluch allerdings über Generationen vererbt hat oder ob dieser nur zufällig durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst wird, bleibt ungeklärt. Das ist sehr schade, denn auf der einen Seite wird am Ende behauptet, dass der Film auf einer wahren Geschichte beruht, doch dann widerlegt man dies im Bonusmaterial selbst. Dort wird gesagt, dass alles auf einer Legende basiert. Auf dem Packungstext steht zudem, dass der Film nach dem Roman The Bell Witch aufgebaut ist. Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen und eine klare Aussage kann hier nicht gefasst werden. Angeblich seien bei der Premiere von The Bell Witch Legend sogar die echten Nachfahren von John Bell anwesend gewesen, die sich die Geschichte ihres Vorfahrens exakt so wie in der Filmhandlung vorgestellt haben. Für uns klingt das ein wenig zu fanatisch, doch das macht dem Film im Endeffekt natürlich nicht schlechter. Die Schauspieler, insbesondere Donald Sutherland, können uns überzeugen und hauchen ihren Charakteren genügend Leben ein. Unterstützt wird dies von den authentischen Kostümen, die den Zeitgeist des eingehenden neunzehnten Jahrhunderts glaubhaft einfangen.

Farbgestaltung

The Bell Witch Legend (4)Selbiges gilt für die wenigen Ortschaften, die in The Bell Witch Legend auftauchen. Sowohl das Anwesen der Bells, dem der Hexe, die Schule und die Kirche werden authentisch gezeigt und geben die Verhältnisse der Vereinigten Staaten in ihren Gründungsjahren glaubhaft wieder. Das Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,40:1) unterstützt diese Tatsache positiv, da die meisten Bilder sehr scharf sind, allerdings nicht sonderlich kontrastreich. Das passt aber auch zum Kontext der Handlung, denn die manchmal recht schwammigen Bilder wollen die Undurchsichtigkeit der Personen und vor allem der merkwürdigen Ereignissen demonstrieren. Eine Szene bleibt uns ganz besonders in Erinnerung, denn hier dreht sich die Kamera um die Darsteller herum, wobei das Bild ständig zwischen einer farbigen und einer schwarzweißen Farbgebung wechselt, um so Kälte und Wärme auszudrücken. Was in jedem anderen Film absolut unpassend wäre, macht in The Bell Witch Legend absolut Sinn. Sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur in DTS-HD 5.1 Master Audio können uns überzeugen, wenn der Originalton natürlich authentischer ist. Das Bonusmaterial besteht abschließend aus einem Interview zwischen Regisseur und Sissy Spacek, mehreren alternativen Enden (die allesamt fast nichtssagend sind) und einer kurzen Stunt-Zusammenfassung – in SD-Bildqualität.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Von der ausgehenden Rahmenhandlung verspricht The Bell Witch Legend großes Kino. Ein Fluch, der tatsächlich so existiert haben soll, klingt zwar in Filmform vielversprechend, doch jeder vernünftige Mensch sollte wissen, dass das absoluter Humbug ist. Trotzdem kann mich der Film zumindest in den ersten zwei Dritteln, also etwa 65 Minuten lang, in seinen Bann ziehen. Danach verliert sich der Film aber zunehmend in purer Verwirrung und am Ende scheint die Erklärung des Fluchs so nahe, wird dann jedoch zur reinen Interpretationssache. Die vier alternativen Enden zeigen mir dann auch, dass sich selbst der Regisseur nicht so sicher war, was er da eigentlich fabriziert hat. Da kann auch die starke Besetzung rund um Donald Sutherland nicht mehr viel helfen. So gut die schauspielerische Leistung auch von der damals noch recht jungen Rachel Hurd-Wood, welche die Betsy Bell verkörpert, auch ist – die Handlung verliert auf der Zielgeraden an Tempo und Kernaussage. Wer Horror- und Mystery-Filme mag, kann sich The Bell Witch Legend durchaus anschauen, sofern man nicht auf eine von Anfang bis Ende funktionierenden Handlung besteht. Am Ende hat mich der Film nach dem starken Auftakt jedoch enttäuscht, weshalb mir das einmalige Anschauen gereicht hat.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Bell Witch Legend!

Review: Planet der Monster

Planet der Monster (1)Wenn ein Film schon einen Titel wie dieser hier erhält, dann sollte man sich nicht auf großes Kino freuen. Der Fernsehfilm hat es hierzulande dennoch auf Blu-ray geschafft und kann trotz zweier guter Schauspieler nicht annähernd überzeugen.

Planet der Monster (2)Eigentlich sollte die Vorführung eines Experiments in einem Laboratorium genau das bleiben: Die harmlose Vorstellung einer Möglichkeit, alternative Dimensionen zu bereisen und dabei Kontakt zu intelligentem Leben aufzunehmen. Es kommt jedoch wie es kommen musste. Die Maschine überhitzt sich und durch die Überladung wird das Tor zu einer fremden Dimension geöffnet. Die Reise in die Parallelwelt beginnt jedoch damit, dass alle Teilnehmer bewusstlos werden. Colonel Sam Synn wacht auf, als er das Schlürfen einer Kreatur vernimmt, die gerade an einer anderen Person nagt und beim ersten Schuss in den nächsten Gang verschwindet. Er nimmt die Verfolgung auf und durch die nächsten Schüsse wachen auch endlich die anderen Personen im Labor auf, die sich beim Anblick der toten kleinen Bestie allesamt fragen, wo sie sich denn jetzt eigentlich befinden. Senator Jackson Crenshaw fühlt sich von den anwesenden Wissenschaftlern beleidigt und will das Gebäude verlassen, was ihm nach einem recht kurzen Erdbeben auch gelingt. Er staunt jedoch nicht schlecht, als er nach dem Öffnen der Tür einen Urwald anstatt den Parkplatz vor seinen Augen entdeckt. Damit hat es sich aber auch schon, denn das nächste, was der Senator zu sehen bekommt, sind die Beißer einer fürchterlichen Bestie. Halb Insekt, halb Dinosaurier. Willkommen auf dem Planet der Monster!

Anderthalb Hauptdarsteller

Planet der Monster (3)Die Handlung von Planet der Monster, oder Ferocious Planet beziehungsweise The Other Side, wie der Film auch genannt wird, klingt für sich genommen spannend und bietet sich in den ersten Minuten auch hervorragend für den Aufhänger einer tollen Fernsehserie an, doch dafür war der Film niemals gedacht und kann es im Verlauf der Story auch niemals erreichen. Das beginnt schon damit, dass man einen der beiden Hauptdarsteller bereits nach einer guten Viertelstunde aus dem Drehbuch schreibt. Wir fragen uns, warum John Rhys-Davies sich für Planet der Monster begeistern konnte und ob er vielleicht zu wenige potentielle Job-Angebote bekommt. Nach seinen Auftritten in zwei Indiana-Jones-Filmen, als Professor Maximilian Arturo in der Fernsehserie Sliders und als Zwerg Gimli in der Der-Herr-der-Ringe-Trilogie sollte man doch meinen, dass er ein besseres Gespür für gute Produktionen besitzt. Ähnliches gilt auch für Joe Flanigan, den einige von euch sicherlich aus Stargate: Atlantis kennen, doch sind wir froh, den Darsteller nach dieser Science-Fiction-Serie endlich mal wieder in einem anderen Projekt zu sehen. Die schauspielerische Leistung der beiden ist ohnegleichen und sie hebt sich vom Rest der Darstellerriege sehr deutlich ab. Das fängt beim seltsamen Halten von Waffen an und endet in unüberlegten Bewegungen nach physischen Verletzungen.

Absprung ins Bodenlose

Planet der Monster (4)Wir verstehen nicht, dass das Regisseur Billy O’Brien beim Dreh nicht aufgefallen ist. Diese Unachtsamkeit fällt wohl ohnehin nur Filmfans auf, doch jedem Zuschauer werden die wohl seit langer Zeit miesesten Effekte ins Auge stechen. Die Monster werden einfach nur in Standbildern gezeigt. Eine bewegende Dynamik, wie es das Cover verspricht, gibt es in Planet der Monster nicht. Das ist sehr schade, denn Potential hätte der Action-Anteil des eher auf Science Fiction ausgelegten Films allemal. Auf technischer Ebene liegt der Film unter der Qualität der damals unter Fans sehr beliebten Fernsehserie Die Verlorene Welt. Von Effekten, die wir 1993 bereits in Jurassic Park gesehen haben, brauchen wir hier gar nicht reden. Neben dem Bild in 1080p liegen auf der Disc sowohl die deutsche, als auch die englische Tonspur vor. Während der Originalton noch authentisch klingt, sind die deutschen Synchronsprecher fehl am Platz. Selbst die beiden Hauptdarsteller haben nicht einmal ihre bekannten Sprecher, was Kennern bitter aufstoßen wird. Der Ton in DTS-HD 5.1 wird immerhin mit einem recht passablen Soundtrack unterstützt, doch kann das alleine den Film nicht retten. Monsterfans sollten sich also gut zweimal überlegen, ob sie Planet der Monster unbedingt sehen müssen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich damals erste Ausschnitte aus dem Film gesehen habe, habe ich noch gedacht, dass es sich dabei um einen Pilotfilm zu einer TV-Serie handelt. Die Qualität hat zwar auch da noch nicht so ganz gestimmt, aber zumindest hätte die Serie somit einen tollen Aufhänger zu einer spannenden Story. So fällt der Film nach den ersten interessanten Minuten und vor allem nach dem Ausscheiden von John Rhys-Davies ins Bodenlose. Die Charaktere haben allesamt ihre eigenen Motive, um auf dem Planet der Monster zu überleben, doch sind diese alles andere als löblich. Eine Wissenschaftlerin sucht nach einem Metallturm, der angeblich von intelligentem Leben gebaut worden sein soll und wird enttäuscht. Dann gibt es eine Person, die mit dem Ei eines Monsters in der echten Welt groß absahnen möchte und wird dabei natürlich getötet. Die gesamte Filmhandlung ist relativ vorhersehbar. Da das Cover mit den beiden Darstellern Joe Flanigan und John Rhys-Davies wirbt, kann man eigentlich durchaus mehr erwarten, doch meine Erwartungen hat der Film absolut nicht erfüllt. Eine lahme Handlung, dünne Effekte und dazu eine unpassende Synchronisation machen den Film für mich nahezu unansehbar. Wer hier zuschlägt, der braucht Sitzfleisch, denn 88 Minuten können manchmal doch sehr lang sein.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Partner: NMag #51 erschienen – Beginn eines neuen Zeitalters!

Berühmte Sprichwörter wie „Gut Ding will Weile haben“ oder „Was lange währt, wird endlich gut“ vertrösten Menschen seit unzähligen Jahren die Wartezeit auf besondere Momente und wecken die Hoffnung, dass ihre Erwartungen übertroffen werden. Aus diesem Grund hat sich die Redaktion des NMag, bestehend aus alten Hasen und neuen Gesichtern, bei der Erstellung der ersten Ausgabe seit Langem, ganz besonders viel Mühe gegeben, um den Qualitätsansprüchen ihrer Leser abermals gerecht zu werden. In der einundfünfzigsten Ausgabe blickt das NMag auf den Start von Nintendos neuem Flaggschiff, die Wii U, zurück. Unter die Lupe genommen werden hochkarätige Spiele wie New Super Mario Bros. U und Nintendo Land. Titel der Dritthersteller kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn ZombiU, Call of Duty: Black Ops 2, Tekken Tag Tournament 2 – Wii U Edition und Mass Effect 3: Special Edition versüßen Wii-U-Besitzern seit dem Launch das Spielerlebnis auf ihrer neuen Konsole.

Des Weiteren zelebriert das NMag den fünfundzwanzigsten Geburtstag der Final-Fantasy-Reihe, stellt dabei auf sieben Seiten vergangene Teile der Serie vor und zeigt, wie sich das Franchise bis heute entwickelt hat. Japanophile Leser kommen im März noch mehr auf ihre Kosten, denn Gastredakteur Daniel Büscher gibt nach seinem monatelangen Japan-Aufenthalt faszinierende Einblicke in das Leben in Fernost. Um den Beginn des neuen NMag-Zeitalters zu feiern, verlost das NMag mehr als dreißig Preise, wie beispielsweise Professor Layton und die Maske der Wunder für den Nintendo 3DS oder Statuen von Protagonist Connor aus Assassin’s Creed III. Und jetzt schnell zu http://www.n-mag.org und die nagelneue Ausgabe kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

News: Shenmue III als Kickstarter-Projekt

Shenmue III KickstarterMittlerweile ist es besonders für kleinere Unternehmen sehr angenehm, die eigenen Spiele produzieren zu lassen. Ein Publisher ist schon fast nicht mehr nötig, denn über Kickstarter können interessierte Spieler und Fans ihren Idolen bereits im Vorfeld das Spiel bezahlen, um es nach Fertigstellung kostenlos zu erhalten. Dass das ganze mit einem hohen Risiko verbunden ist, dürfte jedem klar sein. Verschlingt die Produktion mehr Gelder, als die Fans auch bei Erreichen eines erzielten Betrages, kann es durchaus sein, dass die Spieler ihr Geld nicht mehr wiedersehen. Die Faszination von Kickstarter ist jetzt womöglich auch im Land der aufgehenden Sonne angelangt, denn Gerüchten zufolge möchte Yu Suzuki ein mögliches Shenmue III über Kickstarter produzieren lassen. Dies berichtet zumindest die Redaktion der Zeitschrift PC Games auf ihrer Internetpräsenz. Wenn das Gerücht wahr sein sollte, könnte für viele Shenmue-Fans ein Traum in Erfüllung gehen.

Erics Meinung: Für Shenmue und Shenmue II habe ich mir extra eine Sega Dreamcast gekauft. Shenmue II habe ich sogar noch einmal zusätzlich für die Xbox erworben, doch gespielt habe ich die Spiele bis heute aus Zeitgründen nicht. Das wird sich aber in einigen Monaten ändern und meine Reise in die Vergangenheit, in ein Japan und ein China, die ich so vorher noch nicht gesehen habe, kann dann endlich beginnen. Da freue ich mich, dass Suzuki in den Zeiten, wo es Sega nicht ganz so gut geht, noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, die Shenmue-Reihe fortzusetzen. Ich würde mich freuen, wenn Suzuki den nötigen Betrag via Kickstarter zusammenbekommt, doch frage ich mich, wie hoch dieser Betrag denn sein soll. Die beiden Shenmue-Spiele für die Dreamcast haben stolze siebzig Millionen Dollar Produktionsgeld verschlungen. Ich zweifle, dass man für einen dritten Teil auch nur die Hälfte zusammenbekommt, um ein würdiges Shenmue III so zu kreieren, wie es sich Suzuki vorstellen mag. Ich bin gespannt, wie Sega darauf reagieren wird und hoffe, dass die Geschichte von Shenmue zu Ende erzählt werden wird.

Review: Schwerter des Königs: Dungeon Siege & Zwei Welten

Schwerter des Königs - Dungeon Siege & Zwei Welten (1)Alleine Schwerter des Königs: Dungeon Siege hat mehr als sechzig Millionen US-Dollar für die Produktion verschlungen. Weltweit spielte der Film an den Kinokassen jedoch nur ein Bruchteil dessen wieder ein. Wir können uns gut vorstellen warum!

Schwerter des Königs - Dungeon Siege & Zwei Welten (2)Im Jahr 2002 erblickte mit Dungeon Siege ein PC-Rollenspiel das Licht der Welt, welches es bis zum heutigen Tage auf zwei Nachfolger, ein Add-on und ein Spin-off für die PlayStation Portable gebracht hat. In jener Spielserie übernimmt man die Kontrolle eines beziehungsweise mehrerer Charaktere, mit denen man in den Kampf zieht und unter anderem in Höhlen viele Gegner umbringt beziehungsweise als Spieler totklickt. Der erste Teil und das Add-on muss Regisseur Uwe Boll dermaßen beeindruckt haben, weshalb er gleich einen Film nach deren Vorbild erschaffen wollte. Dass 2005 auch Dungeon Siege II in die Läden kommen sollte, hat er bei Drehbeginn sicherlich nicht unbeachtet gelassen. Trotzdem sollte sein Film Schwerter des Königs: Dungeon Siege mehrere Monate beziehungsweise Jahre in der Nachproduktion bleiben und kam dann 2007 in Deutschland und 2008 in den Vereinigten Staaten auf den Markt. Gebracht hat die Nachbearbeitung aber nichts, denn weltweit hat der Film noch nicht einmal ein Viertel des Budgets wieder eingespielt. Das liegt wohl zum einen daran, dass der Regisseur sich vorab bereits einen schlechten Ruf unter Videospielern gemacht hat, da er zum Beispiel mit Bloodrayne nicht unbedingt das geliefert hat, was die Fans jenes Spiels sich gewünscht haben. An Dungeon Siege hat er sich entsprechend ebenfalls wenig orientiert.

Einen Bauer für einen König

Schwerter des Königs - Dungeon Siege & Zwei Welten (3)Ein Bauer, den alle immer nur Farmer nennen, hat es auch nicht leicht. An einem Tag erntet er noch mit seinem Sohn die Früchte seiner Arbeit und am nächsten Tag muss er mit ansehen, wie eine bis an die Zähne bewaffnete Armee der Krugs ins Land Ehb einfällt, den Hof seines Nachbarn auf Grund und Boden niederbrennt und dann beim Überfall aufs Dorf Stonebridge seinen Sohn tötet und seine Frau verschleppt. Mit Schwager und Nachbar nimmt er die Fährte der Krugs auf und verfolgt sie durch das gesamte Königreich. Dabei muss er feststellen, dass die Angelegenheit komplizierter ist, als er denkt. Hinter der Armee steckt Zauberer Gallian, der sich schon in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckern konnte. Sein Ziel ist es, den amtierenden König Konreid mit Hilfe dessen Neffen zu entmachten und die Macht über das Fantasy-Reich zu übernehmen. Unterstützung findet Farmer im Magier Merik, der im Bunde mit König Konreid ist. Gemeinsam beschließen sie, Gallian das Handwerk zu legen und dadurch das Reich zu retten. Es kommt jedoch wie es kommen musste. Des Königs Neffe, Herzog Fallow, tötet den König mit Gift und auf dem Sterbebett wartet dann die nächste Enthüllung, auf die sich ein Bauer wohl niemals hätte einstellen können. Er soll wahrhaftig der lang verschollene Sohn Konreids sein und die Herrschaft übernehmen.

Innovationslose Handlung

Schwerter des Königs - Dungeon Siege & Zwei Welten (4)Fortgesetzt wird die Handlung nach dem furiosen Finale im ersten Film jedoch nicht, denn der Film Schwerter des Königs: Zwei Welten beschäftigt sich mit einem anderen Universum, wie wir feststellen dürfen. Im Bonusmaterial wird zwar gesagt, dass der alte König wohl Farmer gewesen sein soll, doch im Film selbst beschäftigt man sich mit der Thematik der Zeitreise, die so aber keinen Sinn ergibt. Wie sich Uwe Boll die Gegend um Vancouver vor mehr als tausend Jahren vorgestellt hat, ist einfach unsinnig. Jedenfalls bekommt der Ex-Elitesoldat Granger Besuch aus einer anderen Welt, wird sogar in diese entführt. Dort erfährt er, dass die Dunklen das Land ins Chaos gestürzt haben und Granger dazu auserkoren ist, das Land vor dem Untergang zu bewahren. Da er sowieso nicht Besseres zu tun hat, willigt er ein und reist mit einer Gruppe von Kriegern und einer Heilerin zu einer angeblichen Hexe, die er töten soll. Unterwegs wird die Gruppe jedoch von der Gegenseite angegriffen und nur Granger und Elianna überleben den Kampf. Im Dorf der Dunklen angekommen, erfährt Granger, dass die Dunklen gar nicht so böse sind und nur den König aus dem Weg räumen wollen, da dieser den alten König ermordet und Krankheit über das Land gebracht hat. Granger erfährt auch, dass er der verschollene Nachkomme des alten Königs sein soll. Das kommt bekannt vor!

Bekannte Schauspielerriege

Schwerter des Königs - Dungeon Siege & Zwei Welten (5)Der erste Film, der irgendwie sicherlich an den Erfolg der Fantasy-Filmwelle wie Der Herr der Ringe, Die Chroniken von Narnia und Harry Potter anknüpfen wollte, sieht zumindest auf den ersten Blick hochwertig aus. Namhafte Schauspieler wie Jason Statham und John Rhys-Davies führen die Riege an. John Rhys-Davies, nachdem wir ihn zuletzt noch in Planet der Monster gesehen haben, macht seine Sache hier sehr gut. Man kauft ihm die Rolle als Magier ab, doch Jason Statham kann leider nur in den Action-Szenen überzeugen. In Filmen wie Bube, Dame, König, Gras oder der Transporter-Reihe wirkt er deutlich glaubhafter. In weiteren Rollen sind Ron Perlman (unter anderem bekannt aus Bunraku) und auch Burt Reynolds als König Konreid zu sehen. Ray Liotta in der Rolle des Gallian konnte uns aber so gar nicht überzeugen. Wir hoffen nicht, dass die Zeiten seines schauspielerischen Schaffens vorbei sind, auch wenn seine Rolle in Goodfellas wohl immer noch seine größte bleiben wird. Neben den Schauspielern gibt es noch etwas für die Augen. Das beginnt mit einer traumhaften Darstellung der Fantasy-Welt, denn gedreht wurde an wunderschönen Orten in Kanada. Hier kann man Uwe Boll für die gute Auswahl der Kulisse einfach nur danken. Die Spezialeffekte reichen in ihrer Qualität von schön bis grausam. Beim zweiten Teil hat man diese gleich auf ein Minimum reduziert.

Zwei Filme – zwei Welten

Schwerter des Königs - Dungeon Siege & Zwei Welten (6)Bei Zwei Welten erwarten uns lediglich ein paar kleinere Lichteffekte und ein eher weniger gut inszenierter Drachen. Lustig, dass Uwe Boll im Audiokommentar sagt, dass man sich hier nicht gleich mit Jurassic Park und Co. vergleichen lassen möchte. In jenem Film tauchen erst einmal Dinosaurier auf und dann sind diese auch noch deutlich besser animiert. Es kann also gar kein wirklicher Vergleich gezogen werden. Neben den Spezialeffekten wurden auch die bekannten Schauspieler auf ein Minimum reduziert, denn neben Dolph Lundgren (The Expendables) kann man höchstens noch Natassia Malthe (Bloodrayne 2: Deliverance, Bloodrayne: The Third Reich) genannt werden. Bei Dungeon Siege spielt hingegen Kristanna Loken eine nicht ganz so unwichtige Rolle, die wiederum Bloodrayne im ersten Teil der Vampirtrilogie verkörpert hat. Optisch bieten beide Filme ein gutes Bild, doch hat Dungeon Siege aufgrund der langen Nachbearbeitung die Nase vorn. Der Ton geht bei beiden Filmen in Ordnung, aber der Soundtrack kann sich nicht mit den Tracks anderer Fantasy-Epen wie Der Herr der Ringe messen. Bei der Synchronisation hat man sich auf die bekannten Sprecher verlassen, welche ihre Stimmen teilweise besonders gut einsetzen (Manfred Lehmann bei Dolph Lundgren), um die Charaktere glaubhafter zu gestalten. Neben Trailern, Interviews, Behind the Scenes und Making-ofs runden zwei typische Uwe-Boll-Audiokommentare das Doppelpack ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Meinen ersten Kontakt mit dem Dungeon-Siege-Franchise hatte ich vor ungefähr zehn Jahren. Damals habe ich das Spiel von einem Freund ausgeliehen und war sehr schnell angeödet. Nach ein oder zwei Spielstunden habe ich das Spiel dann auch direkt von meiner Festplatte geworfen und bis vor wenigen Tagen habe ich mich dementsprechend auch nicht mehr für das Franchise interessiert. Dann landeten jedoch die beiden Filme im Doppelpack auf meinem Schreibtisch und bereits beim Anschauen hat sich schnell derselbe Effekt breitgemacht, wie damals beim PC-Spiel. Anfangs wirkt die Handlung noch gut strukturiert und unterhaltsam. Je weiter die Handlung aber dann vorantreibt, desto langatmiger wird sie. Insbesondere bei Dungeon Siege ist dies der Fall, denn anstatt der Kinofassung hat es eine 35 Minuten längere Fassung auf die Blu-ray geschafft. Daran ist zwar nichts auszusetzen, doch hätte man uns – und technisch ist das heute möglich – einfach die Wahl lassen sollen. So befinden sich viele unnötige Szenen mit im Film, die diesen nicht angenehm strecken, sondern unnötig in die Länge ziehen. Zwei Welten wirkt hingegen zu kurz, doch auch diese Laufzeit wird nicht sonderlich gut genutzt. Hier befinden sich abermals viele unnötige Szenen im Film, die man weiter hätte reduzieren können, doch Spannung und Dramatik kommt in kaum einer dieser Szenen vor. Diese hätte ich mir echt gewünscht, damit der Film am Ende auf eine angenehme, aber nicht zu lange Laufzeit kommt. Selbst die Audiokommentare sind diesmal weniger unterhaltsam, wenngleich auch nicht sonderlich anders wie bei Uwe Bolls anderen Projekten. Unterm Strich bleiben zwei Filme, die sich Fantasy-Fans gerne mal anschauen können, doch wer den ersten Teil bereits gesehen hat, kann sich den zweiten eigentlich schenken, da dieselbe Handlung anders verpackt erzählt wird. Schwach!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Schwerter des Königs: Dungeon Siege & Zwei Welten!

Review: Dragon Age: Dawn of the Seeker

Dragon Age - Dawn of the Seeker (1)Mit Dragon Age hat Entwickler BioWare ein Universum geschaffen, welches stetig erweitert wird. Neben zwei vollwertigen Rollenspielen (ein drittes ist in Arbeit) und einem Add-on, erobern nicht nur Romane, sondern jetzt auch ein Anime die Herzen der Fans.

Dragon Age - Dawn of the Seeker (2)Dragon Age: Dawn of the Seeker erzählt die Geschichte zweier Persönlichkeiten, die sich für den Erhalt des friedlichen Landes Orlais einsetzen. Cassandra ist eine Sucherin, die das Land mit Blut und Stahl beschützt, während Galyan ein Mann mit magischen Talenten ist. Obwohl Magier und Sucher nicht direkt zusammenarbeiten, werden die beiden Abkömmlinge dieser Fraktionen regelrecht zur Zusammenarbeit gezwungen. Die Geschehnisse beginnen damit, dass der Blutmagier Frenic mit seinem Zirkel das kleine Elfenmädchen Avexis, welches die seltene Gabe hat, Tiere und Bestien mit purer Gedankenkraft zu kontrollieren, in ihre Gewalt bringen und einen Komplott gegen Orlais schmieden. Die Sucher können Avexis zwar wieder befreien, doch Byron ist der Auffassung, dass die Kirche von Frenic und seinen Schergen bereits infiltriert worden ist und bringt Avexis außerhalb den Schlossmauern, wo sie bereits von den Blutmagiern erwartet werden. Da Cassandra ihren Meister nicht aufhalten kann, wird sie Teil seiner Pläne und daher von den Suchern als Komplizin entlarvt. Selbiges Schicksal teilt Galyan, der eher zufällig an Ort und Stelle gewesen ist. Ihnen gelingt die Flucht und die Suche nach Avexis beginnt. Eine Suche, in der sie erkennen müssen, dass die Wurzeln des Bösen weitaus tiefer reichen, als sie sich jemals hätten vorstellen können.

Fehlende Motive

Dragon Age - Dawn of the Seeker (3)Ganze 88 beziehungsweise 91 Minuten lang dauert das Spektakel, bis es zum entscheidenden Kampf zwischen den guten und bösen Mächten in Orlais kommt. Genau so lange ebbt die Spannung nicht ab. Dragon Age: Dawn of the Seeker begeistert mit tollen Charakteren, die in anderen Fantasy-Filmen nicht besser hätten vorgestellt werden können. Das Problem an den Charakteren ist aber, dass sie idealistisch geprägt sind und teilweise schon zu sehr patriotisch handeln. Die Handlung wirkt schon fast wie die Kopie eines US-amerikanischen Films, der sich mit Verschwörungstheorien innerhalb der Regierung beschäftigt. Im Grunde dreht sich die Story des Films auch darum, da die Göttliche (eine Art oberste Klerikerin) auf ihrem Thron durch deren Nachfolgerin ersetzt werden soll. Das Problem daran ist wiederum, dass hier ein Motiv fehlt. Macht ist schön und gut, aber ihre wahren Ziele bleiben verborgen. Selbiges gilt auch für ihre Verbündeten. Diese müssen auch von etwas angetrieben werden. Es wird jedoch niemals gesagt, welche Ämter sie nach dem Umsturz einnehmen werden oder in welcher Form sie belohnt werden. Die Motive der bösen Gegenseite sind also allesamt sehr schwammig und können den einen oder anderen Zuschauer stören. Fans von Dragon Age, die ohnehin die Spiele als erste Anlaufstelle ansehen, erweitern womöglich sinnvoll ihr Blickfeld.

Verwestlichung

Dragon Age - Dawn of the Seeker (4)Betrachtet man sich die Bilder des Films, könnte man meinen, dass es sich um eine ähnlich schlechte Umsetzung wie Dead Space: The Aftermath handelt. Davon ist der Film aber weit entfernt. In Bewegung sehen alle Animationen toll aus, die Farbgebung könnte mit den meist tristen Tönen nicht besser sein und die Figuren wirken bei weitem nicht unplastisch. Wer den Anime Vexille gesehen hat, der wird den Stil wiedererkennen, denn hier war das japanische Unternehmen Funimation ebenfalls für die Produktion zuständig. Westlich eingestellten Fans wird das eventuell bitter aufstoßen, doch objektiv gesehen muss man sagen, dass man sich an den Spielen – soweit wir das beurteilen können – orientiert hat. Die Disc enthält sowohl die (annehmbare) deutsche, die französische und die japanische Originalfassung. Letztere sogar im so genannten Extended Cut, der jedoch drei Minuten kürzer als die deutsche Fassung ist. Kurios! Wer Informationen über das Spiel erhalten möchte, bekommt einen kurzen Einblick in die Produktionsstuben von BioWare. Die Studio-Tour fällt mit acht Minuten sehr kurz aus. Das Behind the Scenes ist zudem ein Witz, denn hier wird nicht die Arbeit von Funimation in den Vordergrund gestellt, sondern die positive Auffassung der Mitarbeiter von BioWare. Eine Bildergalerie, durch die man sich mühevoll durchklicken muss, runden das Gesamtbild leider etwas unschön ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Da ich die Spiele bis heute leider nicht gespielt habe, bin ich mit gemischten Gefühlen an den Anime gegangen. Auf der einen Seite wollte ich mich, da ich die Spiele gerne nachholen möchte, nicht spoilern lassen und der Stil des Films sah für mich auch nicht gerade einladend aus, doch auf der anderen Seite wollte ich schon immer einmal in das Universum von Dragon Age eintauchen. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe. Die Welt wirkt stimmig und selbst als Nichtkenner der Spiele finde ich mich hervorragend zurecht, da alle wichtigen Fraktionen in meinen Augen kurz und bündig gut erklärt werden. Es ist jedoch schade, dass gerade die Bösewichte nicht sonderlich tiefgreifend sind. Selbst wenn sie relativ oberflächlich wären, so fehlt es ihnen eindeutig an Motiven. Ich kann ihre Beweggründe kaum nachvollziehen. Auf der anderen Seite stehen dann Cassandra und Galyan, die ihr Land unter allen Umständen beschützen wollen. Das ist zwar ziemlich patriotisch, ergibt im Rahmen der Handlung aber absolut Sinn. Weniger Sinn macht es für mich, dass auf eine englische Synchronisation verzichtet wurde. Diese würde dem Film ebenso gut tun, wie damals Professor Layton und die ewige Diva (wo sie auf der DVD fehlte). Dragon-Age-Fans können mit Dawn of the Seeker sicherlich nichts falsch machen und wer schon immer einmal in das Universum eintauchen wollte, erhält mit diesem Werk 91 Minuten, die man sich in dem Falle nicht entgehen lassen sollte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Age: Dawn of the Seeker!

Prime Time: One Piece (TV-Box 5 + Film 5) Unboxing

Die Reise der Strohhüte setzt sich in der fünften Serienbox nicht mehr ganz so sehr auf der Grandline fort, denn im Knock-Up-Stream haben sie den Weg in den Himmel gefunden. Das bedeutet nicht den Tod, denn über den Wolken existiert ein weiteres Meer, welches von Ruffy und seiner Crew befahren werden möchte. Wer sich wie immer auch für Optik und Haptik der Serienbox interessiert, erfährt darüber mehr in unserem Unboxing-Video – selbstverständlich inklusive Erics Meinung zur fünften Serienbox und zum fünften Film.

Review: One Piece: Der Fluch des heiligen Schwerts

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (1)Nach den Abenteuern in Alabasta und beim Dead End Rennen (welches der Bestandteil vom vierten Film der Reihe ist), müssen sich die Strohhüte in einem weiteren Kino-Abenteuer behaupten. Diesmal dreht sich alles um ein magisches Schwert.

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (2)Die Strohhutpiraten sind auf der Insel Asuka angekommen und möchten sich nach den Strapazen der letzten Wochen erst einmal erholen und ordentlich die Bäuche vollschlagen. Zorro sieht das anders, denn als plötzlich zwei Mitarbeiter der Marine auftauchen und ihm mitteilen, dass sein alter Freund Saga auf der Insel ist und ihn sehen möchte, lässt er alles stehen und liegen. Damit ist die Flying Lamb gemeint, die somit unbeaufsichtigt in der Bucht von Asuka herumsteht. Als die Strohhüte aufbrechen wollen, greift sie unterdessen die Marine an. Das Auftauchen von Zorro wird natürlich unlängst bemerkt, als sie mit der Flying Lamb in See stechen. Weit kommen sie jedoch nicht und werden über Umwege in eine andere Bucht der Insel getrieben. Als sie eine hübsche junge Frau erblicken, möchten Ruffy und Lysop von ihr erfahren, ob sie vielleicht ihren Freund Zorro gesehen haben möchte. Das einzige was die allerdings macht, ist die drei Kristallkugeln auf dem Altar zu greifen und die Beine in die Hand zu nehmen. Wäre das noch nicht alles, verfolgen die Strohhüte das Mädchen bis in ihr Dorf, wo sie flugs von der Marine angegriffen werden. Unter den Angreifern der Marine ist auch Zorro, der jetzt angeblich für Saga arbeitet. Obwohl Sanji sich ihm in den Weg stellt, ist es Zorro möglich, die Kristallkugeln einzusammeln und aus dem Dorf zu verschwinden.

Blutroter Mond

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (3)Lysop und Ruffy sind unterdessen immer noch im Dschungel unterwegs, fallen mehr oder weniger versehentlich in eine Höhle und versuchen von dort aus den Weg zurück zu finden. Von Maya erfährt die Gruppe, dass sie einst Saga geliebt hat. Diese Liebe zerbrach jedoch, als Saga ihr Leben gerettet hat. Was ziemlich merkwürdig klingt, ist eigentlich ziemlich logisch. Maya sollte eigentlich geopfert werden, doch da sie ihr Opfer nicht erbringen konnte und Saga in den Besitz des heiligen Schwertes gekommen ist, verlor dieser seine Moral und wartet seitdem auf die Nacht des roten Mondes. Dieser wird – wie könnte es auch anders sein – in der kommenden Nacht erwartet. Sollte der rote Mond seinen höchsten Punkt erreicht haben, wird Saga so viel Macht erlangen, dass er mit einer göttlichen Kraft die Welt verändern könnte. Das kann nur verhindert werden, wenn die drei Kristallkugeln auf den drei Türmen der Insel positioniert werden und Maya ein Gebet zu den sieben Sternen spricht. Zum Glück tauchen nach ein paar Stunden Ruffy und Lysop wieder auf, die natürlich rein zufällig in der Höhle jene Kristallkugeln gefunden haben, die Saga dort eigentlich für alle Zeit versteckt haben wollte. Trotzdem bleibt ihnen nicht viel Zeit, denn damit Saga neue Kräfte erlangt, muss auf alle Fälle ein großer Krieger sterben. Dass dieses Los auf Zorro fällt, dürfte jedem klar sein.

One Piece erobert die Blu-ray

One Piece - Der Fluch des heiligen Schwertes (4)Die Handlung beziehungsweise ihre Zusammensetzung kann sicherlich keinen Blumentopf gewinnen, denn dafür passen die Zufälle wieder zu gut zusammen. Trotzdem kann die Story über 95 Minuten wieder wunderbar unterhalten, da man sich abermals an den Eigenschaften unserer Helden orientiert hat. Dementsprechend besteht der Film aus vielen Action-Szenen und lustigen Dialogen. Wenn Ruffy beispielsweise lachend angelaufen kommt und Lysop erzählt, dass er gerade an einem Seil gezogen hat, welche etwas Tolles ausgelöst haben soll und im nächsten Moment ein riesiger runder Felsbrocken, der just in diesem Moment auf sie zurast, zu sehen ist, dann kann man einfach nicht anders und muss mit Ruffy mitlachen. Das sind wir zwar nicht anders vom Franchise gewöhnt, doch darf es keinesfalls unerwähnt bleiben. Unerwähnt sollte auch nicht die Blu-ray-Fassung bleiben, denn der fünfte Film ist der erste Film der Reihe, welcher in hoher Auflösung hierzulande auf Blu-ray erschienen ist. Kennt man One Piece sonst nur in SD-Qualität, ist das erstmals ein richtiger Genuss für die Augen. Zudem ist es der erste Film, der im 16:9-Format vorliegt. Als Bonusmaterial liegt ein fünfminütiger Kurzfilm bei, in dem One-Piece-Charaktere Baseball spielen. Abschließend sei gesagt, dass der Film zwar gut ist, aber nicht ganz an den vorherigen Film heranreicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem One Piece: Das Dead End Rennen ein richtig toller Film war, kommt der hier vorgestellte Filmableger der Serie nicht ganz an dessen Niveau heran. Das ist aber auch nicht schlimm, denn wenn man von der doch zu sehr auf Zufällen basierten Handlung absieht, kann diese samt Action-Einlagen und den witzigen Momenten absolut überzeugen. Ich finde es sogar ein wenig schade, dass One Piece: Der Fluch des heiligen Schwertes nur ein Film und nicht Bestandteil der Serie ist. Vor allem da auf die Vergangenheit von Zorro aufgebaut wird und der Charakter facettenreicher wird, ist es in meinen Augen schon reine Verschwendung, darüber einen Film zu machen. So etwas möchte ich in der Serie erleben und ich denke nicht, dass dort Saga mal mit einem Wort zukünftig noch erwähnt wird. Das macht den Film natürlich nicht schlechter, doch schade finde ich es dennoch. Da freue ich mich sogar mehr darüber, dass der fünfte Film der erste Ableger der Filmreihe ist, der hierzulande auf Blu-ray erschienen ist. Da ich die Serie bisher nur in einer bescheidenen SD-Qualität kenne, ist es für mich wahrlich ein Genuss, die Helden der Grandline erstmals in HD zu erleben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was man in Zukunft auf technischer Ebene in Verbindung mit One Piece noch erreichen wird und freue mich daher schon auf die weiteren Filmableger!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Der Fluch des heiligen Schwertes!

Review: One Piece: Box 5 (Episoden 131-162)

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (1)Langsam aber sicher geht es auf das große Finale der ersten Serienveröffentlichung auf DVD zu. In weiteren 32 Episoden müssen sich Ruffy und seine Crew auf allerlei Gefahren und neue Feinde einstellen, die ihnen das Leben schwer machen wollen.

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (2)Es hätte eigentlich so schön sein können. Gerade sind die Strohhüte vom Königreich Alabasta aufgebrochen, um weiter die Grandline zu befahren. Dann taucht plötzlich Nico Robin auf der Flying Lamb auf und beschließt, dass sie ab sofort das siebte Mitglied der Piratenbande ist. So wirklich bringt sich Robin allerdings nicht in die Crew ein, denn während Ruffy, Zorro, Sanji, Lysop, Chopper und gelegentlich auch Nami ziemlich verrückte Dinge anstellen, bleibt die Neue eher im Hintergrund und konsumiert viel lieber das eine oder andere Sachbuch. Relativ schnell wird die Reise der Strohhüte schon wieder unterbrochen. Sie landen auf einer Insel, auf welcher der alte Geldverleiher Zheny Zuflucht gesucht hat und dort mit einer Herde Ziegen im Einklang der Natur zusammenlebt. Als die Marine ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erfährt, dass der alte Mann Gold auf der sichelförmigen Insel versteckt haben soll, wollen diese natürlich abkassieren und stellen sich in einem Kampf der Gruppe entgegen. Es dauert nicht lange, da gehen die Freunde im Hafen von Ruruka von Bord und müssen sich mit Bürgermeister Wetton auseinandersetzen, der die Bürger mit hohen Steuern terrorisiert. Außerdem machen sie die Bekanntschaft mit dem Wissenschaftler Henzo, der seit mehr als fünfzig Jahren den Regenbogennebel erforscht und auf der Suche nach seinen Freunden ist.

Himmelfahrtskommando

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (3)Damit nehmen die Abenteuer jedoch nicht ab. Nach zwei kurzen Abenteuern, die eigentlich nur als Überbrückung dienen und teilweise sogar zur Charakterisierung von Zorro, Nami und Lysop beitragen, zeichnet sich so langsam das nächste große Ziel der Reise ab. Die Strohhüte (oder zumindest ihr Kapitän) wollen nach Skypia segeln. Das Problem dabei ist jedoch, dass Skypia ein Ort über den Wolken ist und es anscheinend nur einen Weg dorthin gibt. Um den Knock-Up-Stream nutzen zu können, brauchen sie jedoch erstmal einige Informationen und zudem technische Modifikationen für die Flying Lamb. Ihr Schiff muss in den vorliegenden Episoden übrigens einiges überstehen und sieht quasi von Folge zu Folge ramponierter aus. Ob Ruffy und seine Crew tatsächlich ihr Ziel erreichen, verraten wir euch an dieser Stelle noch nicht, doch dürft ihr euch sicher sein, dass es kein gutes Omen ist, wenn man sich mit einer göttlichen Macht anlegen will. Es tauchen in den vorliegenden Episoden zwar wieder einige Bösewichte auf, doch diese kann man nur selten ernst nehmen, da sie sich mit Ruffy und seinen Freunden eigentlich nicht messen können. Oftmals haben sie wie Bellamy nur ein loses Mundwerk, sind aber nicht in der Kampfkunst geübt. Natürlich kann das Böse nicht immer so mächtig wie Sir Crocodile sein – dennoch ist es ein wenig schade.

Alte Bekannte und neue Freunde

One Piece (Box 5, Episoden 131-162) (4)Dafür tauchen abermals viele lustige Charaktere auf, wie die beiden affenähnlichen Menschen Masira und Shojo. Da diese sehr gerne albern sind, ist es selbstverständlich, dass sie sich auf Anhieb mit Ruffy verstehen. Da bleibt selten ein Auge trocken. Wir bemängeln jedoch, dass die Handlung in der ersten Hälfte dieser Episodensammlung schwächelt. Die so genannten Filler-Episoden wären in einer richtigen Fernsehserie das Todesurteil, doch da uns One Piece in den ersten 130 Episoden bereits gezeigt hat, dass erstmals als unwichtig gezeigte Elemente später dennoch noch an Bedeutung gewinnen, sind wir hier guter Hoffnung, dass wir in Zukunft auf diese Folgen zurückblicken und dabei lächeln werden. Zudem finden wir es nicht sonderlich gut, dass man Robin nicht mehr in die Story interagiert hat. Wir hätten uns ganz besonders in den ersten Episoden über wesentlich mehr Informationen über sie gefreut. Immerhin gibt es beiläufig ein kurzes Wiedersehen mit Buggy, Ace und dem Roten Shanks. Zudem erhalten wir kurze Einblicke in das Machtspiel der Weltregierung und wie es nach dem Verlust von Sir Crocodile als einen der sieben Samurai nun weitergehen soll. Obwohl viele der Episoden eher schwach sind, kommen One-Piece-Fans um die Box nicht herum.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 131 bis 162 der Serie): Nachdem die Episoden, die im Wüstenstaat Alabasta stattgefunden haben, in meinen Augen bereits etwas in die Länge gezogen waren, ist es bei den vorliegenden Folgen noch ein ganzes Stück schlimmer. In der ersten Hälfte dieses Episodenpacks passieren eigentlich nur beiläufige Sachen, die für die Handlung bisher noch nicht von Relevanz sind. Die Betonung liegt dabei jedoch auf bisher, denn One Piece hat mir schon oft genug gezeigt, dass Filler-Episoden für spätere Folgen noch von Bedeutung sein können. Allerdings fehlt mir zu Beginn ein neues Ziel. Zwar möchte Ruffy nach wie vor der König der Piraten werden und auch die anderen Crew-Mitglieder möchten ihre persönlichen Träume realisieren, doch ist diese Planlosigkeit etwas zu viel des Guten. Die zweite Hälfte der vorliegenden Episoden können mich hingegen aber wieder einmal mehr begeistern, denn hier baut sich langsam, aber sicher wieder eine Handlung auf, die ich auch weiterhin verfolgen möchte. In diesem Sinne hoffe ich, dass die schwachen und aneinander gereihten Episoden ein einmaliger Ausrutscher sind und One Piece wieder an alten Stärken gewinnt und die letzte Box der ersten DVD-Veröffentlichung die Serie zu einem vorerst guten und runden Abschluss bringt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 5 (Episoden 131-162)!

Review: Canaan (Komplettbox)

Canaan (Komplettbox) (1)Animes, die auf einem Videospiel beruhen, sind eher selten. Noch seltener erscheinen sie im westlichen Raum, denn oftmals erscheint das zugehörige Spiel hier ebenfalls nicht. Canaan, welches auf 428: Fūsasareta Shibuya de basiert, ist eine der Ausnahmen.

Canaan (Komplettbox) (2)Jenes Videospiel, welches damals unter anderem für die Wii erschienen ist, beschäftigt sich jedoch nicht vollständig mit dem Charakter Canaan, denn nur das zweite Bonus-Szenario dreht sich um sie. Das Kapitel dieses japanischen Adventures wurde damals zwar von Type-Moon (unter anderem bekannt durch The Garden of Sinners) beigesteuert, doch der Anime ist ein pures Werk von P.A. Works. Das macht jedoch nichts, da die Handlung des Animes auch so sehr gut zu verstehen ist. Canaan dreht sich um die titelgebende Heldin Canaan, die damals noch als Kind und nach einem Krieg zu einer Soldatin beziehungsweise Attentäterin von dem mysteriösen Siam ausgebildet wird. Dieser hat jedoch neben ihr noch eine andere Schülerin gehabt, die sich schlussendlich für seinen Tod verantwortlich zeichnen muss. Während diese Schülerin den Hass in sich aufleben lässt, verliert Canaan ihren Lebenswillen. Diesen erlangt sie erst wieder, als sie auf die junge Maria Ōsawa stößt und diese ihre beste Freundin wird. Es dauert nicht lange, dann werden die beiden wieder getrennt. Das Schicksal führt sie jedoch in der ersten Episode des Animes wieder zusammen, denn Maria arbeitet mittlerweile mit ihrem Kollegen Minoru Minorikawa als Fotografin. Ihr Auftrag führt sie ins chinesische Shanghai, doch statt ihre Arbeit zu erledigen, werden die beiden in einen Komplott hineingezogen.

Innerer Konflikt

Canaan (Komplettbox) (3)Dreizehn Episoden umfasst der Anime und bietet uns in dieser Zeit einen recht interessanten Einblick in das Leben einer beziehungsweise mehrerer Attentäterinnen. Ihre Arbeit erinnert jedoch nicht an Agent 47 (Hitman: Absolution), sondern ist weitaus brachialer und bei weitem nicht so taktisch. Der Anime legt dabei größeren Wert auf eine ausgeklügelte Handlung, die sich erst einmal zusammensetzen muss. Von Beginn an wissen wir nämlich nur wenig von den einzelnen Charakteren und ihrer (gemeinsamen) Vergangenheit. Der Großteil erschließt sich uns erst beim Ansehen der Episoden. So schafft es der Anime die Spannung aufrecht zu erhalten, doch kommt die Handlung dabei leider nicht über das Mittelmaß heraus. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere unterschiedliche Werte verkörpern und diese nach außen demonstrieren. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind zwar ebenfalls zu spüren, doch sind diese eher zweitrangig. Auf ein gemeinsames Ziel arbeiten die Charaktere leider nicht hin. Bis zum Schluss gibt es zwar deutliche Antagonisten, welche sich selbst zum Teil auch nicht riechen können, doch der Konflikt zwischen den Charakteren bleibt auf einem geringen Niveau. Viel mehr ist es der innere Konflikt, den Canaan und ihre Gegenspielerin überwinden müssen. Ob ihnen das gelingen wird, verraten wir euch an dieser Stelle nicht.

Beklemmende Atmosphäre

Canaan (Komplettbox) (4)Durchgehend schafft es der Anime eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Nur selten, beispielsweise wenn Maria und Minoru eine Bar besuchen oder Yunyun auftritt, lockert sich die Stimmung. Passenderweise wird die Atmosphäre mit einem erwachsenen Anime-Stil in den dreizehn Episoden dargestellt. Dieser erinnert uns, obwohl der Anime nicht von Sunrise stammt, an Cowboy Bebop. Das heißt somit, dass die grafischen Elemente der Serie zwar alle hübsch gezeichnet, aber mit einer leichten Unschärfe überzogen sind. Unterlegt wird die Serie mit einem bedrückenden Soundtrack, welcher die Atmosphäre nochmals um eine Stufe beklemmender erscheinen lässt. Bekannte Synchronsprecher wie Ozan Ünal, Natasche Geisler oder Kristina Tietz bereichern die deutsche Tonfassung. Ebenfalls zu hören ist übrigens Stefan Gossler in der Rolle des Siam. Die meisten von euch werden ihn sicherlich als den oft genutzten Synchronsprecher von Jackie Chan kennen. Die deutsche Synchronisation wirkt nie aufgesetzt, doch das japanische Original ist ein klein wenig ergreifender. Als Bonusmaterial liegen auf den drei DVDs (auf Blu-ray erscheint die Serie aus unerklärlichen Gründen nicht) ein textfreies Opening und Ending, diverse Trailer zu anderen Animes und eine Übersicht zu den Charakteren nach Episode 9 vor. Besonders nach einer Unterbrechung ist diese hilfreich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Ich finde es sehr schade, dass so manche Animes hierzulande nur auf DVD erscheinen, obwohl die Werke in Japan bereits auf Blu-ray vorliegen. Trotzdem habe ich mich an Canaan gewagt und wurde nur wenig enttäuscht. Die Handlung von Canaan gehört sicherlich nicht zum Besten, was man im Anime-Bereich kennt. Dennoch können die unterschiedlichen Charaktere unterhalten. Das liegt vor allem an immer wieder auftauchenden Nebenfiguren, wie zum Beispiel den Taxifahrer, der mit diversen und nicht immer passenden Kommentaren die Hauptdarsteller unterhält und sozusagen als kurze Überbrückung zwischen einzelnen Stationen dient. Die Orte sind ebenfalls vielfältig, denn die Reise führt Maria und ihre Freunde nicht nur nach Shanghai, sondern auch ins Umland, wo eine zerstörte Stadt, ein geheimes Forschungslabor und ein eigentlich ausrangierter Zug auf sie warten. Abwechslung und Action sind durchgehend gegeben, doch gefällt es mir nicht so gut, dass die Handlung dabei leider nicht über das Mittelmaß hinausragt. Das gleichen die Charaktere aber locker wieder aus, denn diese müssen meist jeweils einen inneren Konflikt überwinden. Auf diesem Weg erlangt der Anime zwar doch noch Herz und Seele, aber falls ihr mehr Wert auf eine ausgeklügelte Handlung statt Ästhetik und Metaphorik legt, dann solltet ihr euch Alternativen suchen.

Vielen Dank an Universum Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Canaan (Komplettbox)!

News: PlayStation 4 offiziell angekündigt

Es ist offiziell! Am 20. Februar 2013 hat Sony Computer Entertainment die PlayStation 4 in New York City der Presse und via Livestream weltweit der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir sind heute Nacht aufgeblieben, um die Ankündigung mit zu verfolgen. So viel wie so manch einer wohl erwartet hat, hat Sony allerdings dann doch nicht gezeigt. Beispielsweise ist klar, dass in der Konsole ein Prozessor mit acht Kernen und acht Gigabytes Arbeitsspeicher arbeiten sollen. In welchen Kategorien Prozessor und Grafikleistung spielen, lassen sich im Endeffekt bisher nur erahnen. Exakte Zahlen hat man nicht genannt, doch die ersten gezeigten Spiele vermitteln in unseren Augen bereits einen guten Eindruck, was auf der PlayStation 4 technisch möglich ist. Wer jetzt allerdings einen Quantensprung erhofft, den es unter anderem bei der PlayStation 2 zur PlayStation 3 gab, der wird wohl enttäuscht. Die gezeigten Titel sehen zwar besser aus, doch nur Grafikfetischisten werden die Details ins Auge springen. Die Pressekonferenz stand jedoch weniger im Zeichen der Spiele, sondern mehr im Zeichen der Features. Beispielsweise soll die neue Konsole über eine wesentlich stärkere Social-Media-Einbindung verfügen (dabei wurde recht eindeutig auf Facebook und Ustream verwiesen), doch kommt das in Zeiten von sozialen Netzwerken nicht sonderlich überraschend. Interessanter ist da schon, dass man Titel, die man auf der PlayStation 4 runterladen wird, in mehreren Teilen am Stück herunterlädt. So ist es bereits nach wenigen Minuten bis Stunden möglich, Spiele noch beim Download zu starten. Abschließend sei gesagt, dass es bei den meisten Spielen wohl möglich sein soll, den Bildschirm der PlayStation Vita als Fernsehrersatz zu nutzen. Wer hier an die Wii U und deren GamePad-Controller denkt, möge bitte genüsslich schweigen.

Andreas‘ Meinung: Ich hatte eine große Vorfreude auf die Veranstaltung. Ich wurde nicht enttäuscht aber auch nicht überrascht. Die PlayStation 4 ist ein Technikwunder und ist letztendlich das, was ich auch wollte. Die Möglichkeit anderen online beim Spielen zuzusehen hat mich schon länger beschäftigt und erinnert mich an alte Zeiten gemeinsam vor dem Fernseher und nur einer spielte, während die Anderen Tipps abgaben. Was sich (noch) nicht bewahrheitet hat, ist die Gebrauchtsspielesperre. Damit wird es schwierig für Microsoft selber etwas ähnliches einzuführen. Ich freue mich auf die Konsole, die wohl Weihnachten diesen Jahres schon unterm Baum liegen wird.

Axels Meinung: Erstmal muss ich selber feststellen, dass mich die Präsentation der PlayStation 4 überrascht hat. Ich hätte vielem wie einen neuen Controller, Bezahlsysteme oder gar dass zukünftige Spiele nur noch nach und nach inhaltlich mit Zusatzinhalten fortgeführt werden. Aber nach jahrelangen Spekulationen rund um eine neue Konsole wurde es auch mal Zeit, diese anzukündigen. Das stundenlange Gerede über die neuen Social-Media-Komponenten haben mich aber relativ wenig beeindruckt und interessiert. Eher war ich auf neue Spiele, Ingame-Material, Hardware sowie den neuen Controller gespannt. Zum neuen Knüppel lässt sich sagen, dass mir das alte Design als einer der Wenigen gefällt. Für meine kleinen Finger ist dieses Objekt gut geschaffen und es ist einfach etwas, woran ich mich an die Jahre gewöhnt habe. Hingegen hat mich die neue Share-Taste vollkommen kalt gelassen, da ich mich, wie oben erwähnt, nicht dermaßen für die Social-Welt interessiere und eben nicht jede Kleinigkeit mit meinen Freunden teilen möchte. Ebenso wurde das Touchpad außen vor gelassen und nicht näher erläutert – schade! Leider wurde zur Hardware allgemein relativ wenig gesagt und somit lässt sich definitiv nur der acht Gigabystes große Arbeitsspeicher festhalten, der aber schon ziemlich erfreulich ist, da die Videospielentwickler sich mehrmals über die Begrenzung des Arbeitsspeichers bei Xbox 360 und PlayStation 3 aufgeregt haben. Leider gab es keine genauen Details über CPU und GPU mit der Ausnahme, dass es sich beim Prozessor um einen X86 mit accht Kernen handeln wird. Das spricht für eine ordentliche Leistung, die an einen aktuellen Gaming-PC herankommt. Schade ist, dass nichts über die Kosten der Konsole gesagt wurde und das Gehäuse uns ebenso nicht in die Augen fiel. Hier hoffe ich auf eine Preisklasse von vierhundert bis fünfhundert Euro und auch, dass man auf eine exklusive Goldmitgliedschaft, wie es bei der Xbox 360 leider der Fall ist, fürs Online- Spielen verzichtet. Dies wäre in meinen Augen ein definitiver Grund, von aktuellen Konsolen loszusagen und das hart verdiente Geld lieber in PC-Hardware zu investieren. Schließlich bezahle ich Gebühren für das Internet an meinen Provider und somit will ich nicht für Online-Funktionen zahlen müssen. Bei den Spielen sieht es bisher jedoch ganz gut aus, denn hier bekam ich große Überraschungen wie Killzone: Shadowfall, Capcoms Deep Down, Watch Dogs und Driveclub zu sehen. Alle haben dabei eins gemeinsam – die wunderbare Grafik die mit Ingame-Material präsentiert wurde. Objektränder sehen wirklich mal sauber und rund aus, die Lichteffekte haben mich vom Stuhl gerissen und gerade war ich noch von der Grafik bei Crysis 3 angetan wie ein Kleinkind und schon bekomme ich was Besseres für die Zukunft geboten. Mit Killzone: Shadowfall wurde der vierte Shooter im Killzone-Universum als Release-Titel angekündigt  und er sprosste mit schönen Texturen wie kein zweiter an diesem Abend. Die Effekte von Explosionen, der Detailgrad der Charaktere – alles ist wunderbar! Als großer Fan der Reihe wird mein Kleinhirn bestens stimuliert und ich kann das neue Spiel kaum noch erwarten. Ebenfalls begeistert hat die Grafik von Deep Down, welche vor allem in den Gesichtsemotionen hervorragend wiederzufinden ist. Noch nie habe ich solch fotoplastische Gesichter gesehen, die nah an die Realität herankommen. Das gleiche zeigte Driveclub nur im Renngenre und mit Autos, welche sehr real aussehen und auch mit schönen Strecken zu begeistern wissen. Als weiteres Highlight wurde Watch Dogs für die PlayStation 4 gezeigt und auch dort bekomme ich einen sehr guten Gesamteindruck geliefert. Die Lichteffekte sehen sehr gut aus und die Bewegungen sehr flüssig und dynamisch. Alle vier Titel haben sich schon in meinen Kopf als Spiele der neuen Generation eingebrannt, mit welchen ich auch starten möchte. Bisher spricht für mich nichts gegen den Kauf der PlayStation 4, so lange nicht sinnlose Zusatzkosten auf den User zukommen. Das wäre das Einzige, womit mich Sony abschrecken und mich mehr und mehr an meinen heimischen Computer binden würde. Aber ich sehe mal optimistisch in die Zukunft und hoffe, dass Sony alles richtig macht und ich dann rechtzeitig zum Launch der Konsole mit den ersten Reviews für Gameplay Gamers beginnen kann.

Erics Meinung: Die Ankündigung der Pressekonferenz hat mich bereits im Vorfeld ruhig gelassen, denn wie bei den bisherigen drei Sony-Heimkonsolen, habe ich auch bei der neuen Konsole nicht vor, mir diese zum Start zu kaufen. Dafür hat mir Sony zu wenige Titel gezeigt, welche die Konsole einzigartig machen. Interessant war die Vorstellung von Watch Dogs, das sicherlich auch auf PlayStation 4 großartig aussehen wird. Da der Titel allerdings auch für die Wii U und den PC erscheint, habe ich deswegen keinen Bedarf, mir alleine wegen diesem Spiel  die PlayStation 4 zum Launch zu kaufen. Interessant war auch, dass Square Enix beim Event dabei sein wollte und bekanntgab, dass man bereits an Final Fantasy arbeitet und man doch bitte die Electronic Entertainment Expo in einigen Monaten im Auge behalten soll. Das hat mich doch ein wenig schockiert, denn es dürfte klar sein, dass Square Enix auch für Sonys nächste Konsole Spiele entwickeln will. Da habe ich von der Rollenspielschmiede so etwas wie Screenshots oder gar einen Trailer erwartet. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht um die mögliche Portierung von Final Fantasy Versus XIII handelt, sondern um ein eigenständiges Spiel. Für mich sind es immer noch die Spiele, die eine Konsole einzigartig machen und dann erst kommt für mich die Technik, doch die kann mich auch hier nicht wirklich beeindrucken. Mehr Hardware-Leistung ist schön und gut, aber die angekündigten Features lassen mich ein wenig am Konzern zweifeln. Das PlayStation Network funktioniert zwar, doch aktuell stören bei meiner flotten Internetleitung ständige Nachladeruckler das Einkaufsvergnügen im Shop. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass im zukünftigen Netzwerk ganze Videos übertragen werden soll, damit ich beispielsweise in das Spielgeschehen bei einem Freund einsteigen kann, dann zweifle ich daran, dass das (zumindest hierzulande) bei allen Spielern vernünftig funktioniert. Dass man sich wieder einmal an Nintendo orientieren möchte, war mir ebenfalls schon klar (es ist immerhin nicht das erste Mal, wo Sony frech kopiert, ein Beispiel dafür dürfte jüngst PlayStation All-Stars: Battle Royale sein). Jetzt kann ich eine PlayStation Vita, für die es in meinen Augen immer noch zu wenig Kaufgründe gibt, bei einigen Titeln auch als Ersatz für den Fernseher nutzen. Die Funktion des GamePads so zu kopieren, halte ich nicht für unklug – immerhin funktioniert das Konzept auf der Wii U wunderbar, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist das für Sony PlayStation 4 sicherlich nicht. Ihr seht: Mir fehlt es noch deutlich an Innovationen und Informationen. Beispielsweise möchte ich wissen, wie das Touchpad auf dem Controller vernünftig zum Einsatz kommt, wie die Konsole im Endeffekt aussehen wird und vor allem, wie viel die Konsole zum Weihnachtsgeschäft des Jahres 2013 schlussendlich kosten wird. Informationen, die hoffentlich auf der nächsten Electronic Entertainment Expo ergänzt werden. Bis dahin interessiert mich die Konsole jedenfalls erst einmal nicht und bleibe weiterhin bei der Vorgängerkonsole.

Jonas‘ Meinung: Beachtlich, wie viele Gerüchte sich in jener Nacht als wahr erwiesen haben. Die meisten technischen Informationen, die schon im Vorfeld über die PlayStation 4 bekannt gewesen sind, spiegeln mehr oder weniger wortwörtlich genau den Kern der neuen Sony-Konsole wider. Vor allem der Verzicht auf die damals sehr kostenintensive Cellprocessor-Technologie bestätigt ein Entgegenkommen in Richtung Entwicklerfront. Sony hat wohl eingesehen, dass sie es sich nach der teils suboptimalen Infrastruktur der PlayStation 3 weder mit den Entwicklern, mit den Spielern, noch mit aktuellen Trends verscherzen darf, denn soziale Netzwerke, ein Touchpad, Bewegungssteuerung und umfangreiche Entertaining-Möglichkeiten werden abermals sehr groß geschrieben. Der Controller wird davon auch maßgeblich beeinträchtigt und bekommt ein Touchpad, eine integrierte Move-Funktion und das wohl größte Gimmick (mit der wohl kürzesten Unterhaltungsdauer), einen Share-Button, spendiert. Neben der prächtigen Technik (die meiner Meinung nach vor allem mit ihren brachialen Zahlen und Fakten überzeugen will) will der Videospielriese zur Ausnahme auch einmal genügend Spiele zum Release bereitstellen. Die nächste Xbox wird es bei der großen Anzahl an exklusiven Highlights sicher nicht leicht haben, obwohl Sony noch eine Menge Geheimnisse ungelüftet lässt. Fragen zum Preis, dem handfesten Design und der Bedienoberfläche, von der uns sogar nur ein Screenshot präsentiert wurde, werden hoffentlich spätestens auf der E3 gelüftet. Im Grunde ist die PlayStation 4 in meinen Augen bis jetzt noch nicht mehr als eine resolute Weiterentwicklung der PlayStation 3. Und das in jeglicher Hinsicht – von der technischen Komponente bis zu den Innovationen!

Prime Time: One Piece (TV-Box 4 + Film 4) Unboxing

Die Episoden der vierten Serienbox drehen sich allesamt um die Revolution in und um die Rettung vom Wüstenstaat Alabasta. Der vierte Film des Franchises siedelt sich direkt nach der letzten Episode (130) der vierten Box an. Nach unseren beiden Reviews möchten wir euch an dieser Stelle wieder einen Einblick in Optik und Haptik der Box gewähren. Wieso die vierte Box zum Teil schlecht verarbeitet ist, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video.

Review: One Piece: Das Dead End Rennen

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (1)Nachdem der dritte Film des Franchises ordentlich für Verwirrung gesorgt hat, schafft es das vierte Kino-Abenteuer, sich mit den Fans wieder zu versöhnen. Das funktioniert verdammt gut, denn One Piece: Das Dead End Rennen bleibt bis zur letzten Minute spannend.

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (2)Wie es sich für anständige Piraten gehört, ankern sie mit ihrem Schiff offen im Hafen einer Stadt und schlagen sich in einem Lokal ordentlich die Bäuche voll. Zumindest Ruffy, der für das Haushaltsdefizit der Strohhut-Bande verantwortlich ist. Nami fragt, mit Betonung ihrer zwei unschlagbaren Argumente, in eben jenem Lokal nach Arbeit, damit die Strohhüte beim nächsten Anlegen nach dem Auffüllen ihrer Vorräte auch wieder ein bisschen Kleingeld in der Reisekasse haben. Ihr gelingt es, Informationen über ein geheimes Ereignis in Erfahrung zu bringen, doch wenn sie an diesem teilnehmen wollen, gibt es danach kein Zurück mehr. In einer riesigen unterirdischen Höhle stoßen sie schließlich auf viele andere Piraten, die nur aus einem Grund anwesend sind: Sie wollen am legendären Dead End Rennen teilnehmen. Die Strohhüte schreiben sich mit der Flying Lamb für dieses Rennen natürlich ebenfalls ein und freuen sich schon darauf, am Rennen teilnehmen zu können. Immerhin gibt es dreihundert Millionen Berry für den Sieger und die Piraten hätten somit ein Leben lang ausgesorgt oder zumindest fast. Man denke nur an Ruffys meist unersättlichen Magen! Das Dead End Rennen wird jedoch von anderen Einflüssen bestimmt, mit denen die Piraten nicht gerechnet hätten. So taucht während dem Rennen plötzlich ein blinder Passagier auf der Flying Lamb auf.

Wenn sich Ereignisse überschlagen

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (3)Der Junge, der eigentlich ein Mädchen ist, gibt sich der Crew als Anaguma zu erkennen. Er ist der Helfer vom alten Biera, der auf Gasbades Schiff im Maschinenraum arbeitet. Nicht ganz liebevoll wird Biera von Gasbades Männern Maulwurf und Anaguma Dachs genannt. Respekt wird ihnen nicht entgegen gebracht und als Biera schwer krank ist, will ihm niemand außer Anaguma helfen. Es sei denn, dass Anaguma einen beliebigen Piraten für Gasbade tötet. Die Wahl fällt ausgerechnet auf Ruffy, doch da dieser ein Gummimensch ist, können Kugeln ihm nichts anhaben. Nach anfänglichen Zögern schließt die Gruppe mit Anaguma Freundschaft, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Log Port, der die Flying Lamb zum Ziel des Dead End Rennen führen sollte, ist manipuliert, führt die Piraten schon fast in die Hände der Marine, dann taucht auch noch ständig der mysteriöse Shuraiya (ein gefürchteter Piratenjäger) auf und zu guter Letzt lässt sich auch Gasbade blicken, der sich mit Ruffy einen sehr glitschigen Kampf liefert, da dieser von der Candy-Frucht gegessen hat. Wie es der Zufall so will, bleibt am Ende des Films auch noch Platz für ein Familientreffen. Damit ist nicht ein Gastauftritt von Puma D. Ace gemeint, sondern zwei Nebenfiguren, die sich lange nicht mehr gesehen haben. Ein Zufall, der so gut in die Handlung passt und das Gesamtbild bereichert.

Wenn Elemente zusammenpassen

One Piece Film 4 - Das Dead End Rennen (4)One Piece: Das Dead End Rennen bietet alles, was wir von einem Piratenfilm erwarten. Eine obligatorische Kneipenprügelei ist ebenso mit an Bord, wie ein gefürchteter Piratenkapitän, ein Unwetter, genügend Ansporn und jede Menge Action, sowie Humor, den wir genauso aus der Serie zu One Piece kennen. Angesiedelt ist Film übrigens unmittelbar nach Episode 130, die letzte Folge aus der vierten Serienbox. Dementsprechend ist auch Nico Robin endlich mit an Bord, die jedoch sehr zurückhaltend charakterisiert wird und eigentlich gar nicht zur Story des Films beiträgt. Die Motivation, Ruffy gerade jetzt zu schnappen, ist größer denn je, da das Kopfgeld für den Gummimenschen gerade nach den Ereignissen in Alabasta von dreißig auf einhundert Millionen Berry erhöht wurde. Optisch hat man sich nach dem dritten Film, der in vielen Momenten zu künstlich wirkte, wieder mehr am Stil der Serie orientiert. 95 Minuten kann One Piece: Das Dead End Rennen daher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und akustisch mit dem bekannten Soundtrack unterhalten. Leider liegt der Film im 4:3-Letterbox-Format vor, doch mit der entsprechenden Technik kann auch dieses Manko leicht umgangen werden. Die deutsche als auch die japanische Synchronfassung weiß zu überzeugen. Fans freuen sich abschließend wie beim dritten Film über ein kleines faltbares Poster.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Nachdem ich den dritten Film und jetzt im Vergleich auch die ersten beiden Film etwas schwächer fand, hat mich One Piece: Das Dead End Rennen tatsächlich vom Hocker gehauen. Von der ersten bis zur letzten Minuten zieht mich das Spektakel magisch in seinen Bann. Das beginnt mit Ruffys üblicher Fressorgie, die mich mit ein paar tollen Sprüchen wunderbar zum Lachen bringt, über dem zugleich spannend und ebenfalls verrückt inszenierten Auftakt zum Dead End Rennen und endet mit der Action, die auf einem sinkenden Schiff in ihrem Höhepunkt gipfelt. Zwar gibt es in einigen Folgen der Serie deutlich mehr Action, doch hält sich im vierten Kino-Abenteuer um Ruffy und seiner Crew einfach die Waage. Das ist fantastisch, denn genauso hätte der Film auch als Teil der Serie, aufgeteilt auf mehrere Episoden, funktionieren können. Zudem gibt es auch Nebenfiguren, die zwar nur in wenigen Szenen vorkommen, doch in diesen hervorragend charakterisiert werden. Es passen einfach alle Elemente sehr gut zusammen, die 95 Minuten über auch nicht aus ihrem Mosaik herausfallen. Diese Harmonie dürfen sich One-Piece-Fans auf keinen Fall entgehen lassen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Das Dead End Rennen!

Review: One Piece: Box 4 (Episoden 93-130)

One Piece TV-Box 4 (1)Nach ihren ersten Abenteuern auf der Grandline ist noch lange nicht Schluss und Monkey D. Ruffy will immer noch König der Piraten werden, doch die vierte Staffel der Serie findet nicht mehr auf dem Meer, sondern überwiegend in der sandigen Wüste von Alabasta statt.

One Piece TV-Box 4 (2)Der Auftrag der Strohhüte ist eindeutig. Sie müssen Prinzessin Vivi unbeschadet nach Hause, in den Wüstenstaat Alabasta, bringen. In Alabasta angekommen wird Ruffy und seiner Crew jedoch klar, dass dies nicht das Ende der Reise ist. Seit Jahren hat es in Alabasta nicht mehr geregnet. Nur in der Hauptstadt Arbana hat es zum Teil geregnet. Zunächst als Königswunder beschrien, wird einigen Leuten schnell klar, dass der König anscheinend Nebelin, ein Pulver, welches den Wolken in einem großen Umkreis die Feuchtigkeit entzieht und es dafür an Ort und Stelle regnen lässt, benutzt, obwohl dieser es selbst verboten hat. Zumindest ist Mr. Zero, der in Alabasta eher als Sir Crocodile bekannt ist, dieser Auffassung und streut in allen Ecken des Landes Gerüchte. Zudem hilft er der Bevölkerung mit Banditen und Revolutionären, um als Volksheld angesehen zu werden. Der Anführer der Baroque-Firma verfolgt jedoch nur das Ziel der Weltherrschaft. Wie er das jedoch anstellen will, bleibt jedoch bis zur letzten Minute ein Geheimnis. Vivi möchte unterdessen mit dem Anführer der Rebellen verhandeln, um ein mögliches Blutbad zu vermeiden. Gemeinsam mit Ruffy, Zorro, Nami, Sanji, Lysop, Chopper und ihrer Rennente Karuh durchkämmt sie die Wüste, um das Rebellenlager zu finden. So zieht sich die Handlung zwar in die Länge, doch der Unterhaltungswert ist gleichbleibend gut.

Gefahren der Wüste

One Piece TV-Box 4 (3)Ruffy macht nämlich zum ersten Mal Bekanntschaft mit Wüstenpiraten, kleinen Skorpionen, großen Skorpionen und gefährlichen Sandstürmen. Die wohl wichtigste Bekanntschaft ist aber die Zusammenkunft mit Ruffys Bruder Puma D. Ace, der schon zwei Jahre vor seinem Bruder das Nest verlassen hat, um zur See zu fahren. Mit seiner Feuerfaust greift er den Strohhüten nicht nur einmal unter die Arme. Schade ist aber, dass wir nur sehr wenige Einblicke in seine und Ruffys Vergangenheit bekommen. Interessant wäre es doch zu wissen, wie er zum Roten Shanks steht und was ihn eigentlich antreibt. Einzelheiten bleiben hier also aus, doch sind wir guter Hoffnung, dass die Piraten Ace mindestens noch ein weiteres Mal über den Weg laufen werden. Ansonsten kann die Serie ihre Qualität halten, auch wenn der Humor aufgrund einer sehr ernst inszenierten Revolution ein wenig darunter leidet. Hin und wieder gibt es dann aber auch Momente, die uns so sehr im Gedächtnis bleiben und dann können wir über das Manko auch hinwegsehen. Beispielsweise die Kung-Fu-Robben, die als Ruffys neue Schüler nur zu gerne mit ihm durch die Wüste gezogen wären oder wie die beiden Brüder Ruffy und Ace in der Hafenstadt Nanohana sich andauernd verpasst haben. Mit Episode 116 wird zudem noch das Intro ausgetauscht, was leider schon ein wenig auf die letzte Episode der Box spoilert.

Unschöner Produktionsfehler

One Piece TV-Box 4 (4)Man kann sich also denken, welches neue Crew-Mitglied die Piratenbande bekommt. Warum das so ist, wird in dem neuen Intro natürlich noch nicht verraten und so bleibt es bis zum Ende spannend, wo auch Prinzessin Vivi eine folgenschwere Entscheidung treffen muss. Wie jeder von euch sicherlich schon festgestellt hat, liegen dieser Serienbox ganze 38 Episoden bei. Das sind beispielsweise sieben Folgen mehr als bei der dritten Box. Das hat zufolge, dass die Box statt sechs nun sieben Discs enthält, welche allerdings mehr schlecht als recht untergebracht worden sind. Während man die Datenträger vier bis sieben wie gehabt unkompliziert und sehr einfach entnehmen kann, ist bei den ersten drei DVDs Fingerspitzengefühl gefragt. Wir haben es sogar geschafft, einen kleinen Halterungshaken bei normaler Benutzung abzubrechen. Bei einer zukünftigen Nachproduktion sollte Kazé Anime unbedingt eine Überarbeitung der Box in Betracht ziehen, da dieser Produktionsfehler auch schon von anderen One-Piece-Fans stark bemängelt wird. Ansonsten kann man aber auch an dieser Serienbox nichts bemängeln, denn nach wie vor erstrahlen die Episoden mit satten Farben, werden mit toller Musik unterlegt und haben eine ebenso wunderbare Synchronisation. Wer sich darüber hinaus über Hintergründe der Serie informieren will, freut sich abermals über ein aussagekräftiges beiliegendes Booklet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 93 bis 130 der Serie): Nachdem die Geschehnisse in den letzten Episoden richtig spannend und abwechslungsreich waren, empfinde ich nun die Folgen der vierten Serienbox als ein wenig eintönig. Sicherlich ist eine Wüste eintönig, denn schließlich liegt dort meilenweit Sand, doch bis es hier ordentlich zur Sache geht, vergehen gerne mehr als 25 Episoden. Das ist für meinen Geschmack etwas zu lang, doch kann ich der Serie dafür nicht sonderlich böse sein. Der Humor kommt immer noch gut, wenn auch nicht mehr ganz so prägnant, zur Geltung und die anschließende Action und auch die Dialoge sind wieder einmal das Aushängeschild der vorliegenden Episoden. Dass man eine Nebenfigur wie Vivi so stark charakterisieren kann, hätte ich vor dem Anschauen allerdings nicht gedacht. So hat sie sich schnell zu meinem Lieblingsnebencharakter entwickelt. Das gilt selbstverständlich auch für den kleinen Karuh, der mit seinem Gequake auf eine ganz subtile Art und Weise zum Humor der Serie beisteuert. Zudem wird wieder einmal wunderbar das Thema Freundschaft einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt. Der Zuschauer kann unter Umständen etwas davon auf sein eigenes Leben reflektieren. Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Handlung hier leider etwas zu langsam abläuft und man dies hätte besser regeln können. Sammler sollten eventuell auf eine mögliche Nachproduktion hoffen, bei der die im Text angesprochene Verarbeitung in besserer Form vorliegen könnte. Derzeit ist es leider eine absolute Qual, die einzelnen Discs herauszunehmen. Das hätte bei der Qualitätskontrolle unbedingt auffallen müssen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece Box 4 (Episoden 93-130)!

News: Rayman Legends verliert Wii-U-Exklusivität

Rayman Legends (1)In den letzten Tagen rückte ein ganz bestimmter Publisher ins Rampenlicht der Medien, denn Ubisoft hat den vormals exklusiven Wii-U-Titel Rayman Legends um ein ganzes halbes Jahr verschoben. Das ist jedoch nicht alles, denn mit der Verschiebung des Titels um den Zeitraum geht auch die Ankündigung einher, dass das Spiel dann auch noch für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen soll. Vermutlich deshalb, weil die Verkäufe von Rayman Origins damals bereits nicht wie erhofft ausgefallen sind und selbiges wohl auch für Nintendos Prognose zur Wii U zutrifft. Einen interessanten Bericht dazu liefert euch vor allem unser Partner N Insider. Als Entschädigung möchte man Wii-U-Besitzern bald eine weitere Demo des Spiels im eShop anbieten.

Andreas‘ Meinung: Es ist einer der Punkte, wo man sich als Konsolenbesitzer sehr hinters Licht geführt fühlt. Genauer gesagt der Punkt, wo man das Vertrauen in die Aussagen der Entwickler und Firmen verliert! Man hat das Gefühl, es geht nur noch um Verkaufszahlen und nicht um Versprechungen einige Zeit davor. Klar ist, dass die Wii U sich derzeit nicht prächtig verkauft, aber das rechtfertigt wohl kaum so einen großen Schritt, ein Spiel auf das viele gewartet haben, die Exklusivität zu streichen und es noch um einige Monate zu verschieben! Das Spiel ist schon fast fertig und es dreht sich nur noch um den Gewinn, der damit erzielt werden kann. Man hätte die Exklusivität auch später ändern können (siehe Bioshock), das wäre ehrlicher und vertrauenserweckender gewesen, als das, was Ubisoft gerade jetzt hier abzieht.

Erics Meinung: Diese Entscheidung seitens Ubisoft halte ich für eine wahre Frechheit! Ich bin mir durchaus bewusst, dass das französische Unternehmen gerne einen finanziellen Erfolg für den Nachfolger von Rayman Origins anzielen möchte und es sind wohl mehrere Faktoren, die hier zusammenspielen, doch nachvollziehen kann ich die Entscheidung nicht. Zunächst tritt man groß auf der Electronic Entertainment Expo auf, gibt wieder einmal zum Besten, dass die Firma zu Nintendo steht, vom Konzept der Wii U überzeugt ist und man unbedingt auch für Nintendos Konsole entwickeln will. Dass die Verkaufszahlen von Rayman Origins nicht dem entsprachen, was man sich so vorgestellt hat, wusste man zu diesem Zeitpunkt schon lange. In diesem Zug hätte man auch wissen müssen, dass Nintendo keine fünfzig Millionen Wii U im ersten Quartal absetzen kann. Anscheinend bemängelt man auch die derzeit noch sehr kleine Hardware-Basis, denn sonst kann ich nicht verstehen, warum aus dem Launch-Termin Ende Februar geworden ist und jetzt das Spiel auch für andere Konsolen bringen möchte. Dabei ist Rayman Legends mittlerweile fertiggestellt und das Spiel auf Features der Wii U ausgelegt. In meinen Augen könnte Ubisoft das Spiel ruhig jetzt auf den Markt werfen, anstatt es jetzt noch einige Monate zurückzuhalten. Zumindest eine zeitliche Exklusivität hätte ich mir gewünscht, auch wenn ich mir den Titel ohnehin nicht zulegen werde. Den Boykott-Aufrufen im Internet kann ich nur beipflichten, denn wie Ubisoft Wii-U-Besitzer mit einer weiteren Demo jetzt auch noch verhöhnt, gehört absolut nicht zum guten Ton!

Jonas‘ Meinung: Ich finde es richtig traurig, dass die Wii U nun von immer mehr Entwicklern regelrecht aufgeben wird und die Konsole einen exklusiven Titel nach dem anderen verliert. Natürlich trägt auch Ubisoft die Schuld daran, aber als normaler Spieler tut man sich natürlich schwer solche kommerziellen Entscheidungen, die ein Unternehmen im Bereich der schnelllebigen Unterhaltungsindustrie einfach treffen muss, zu verstehen. Das Dreiste ist nur, dass die Rayman-Fans bis zuletzt mit dem Release-Termin an der Nase herumgeführt wurden und jetzt ein halbes Jahr auf ein eigentlich fertiges Spiel warten müssen. Ich hoffe nur, dass Rayman Legends für die Wii U dank des Wii U GamePads und auch den daraus resultierenden speziellen Gameplay- und Steuerungsmechaniken die beste Version auf dem Markt wird und dadurch vielleicht sogar ein paar Leute motiviert werden, sich die Konsole zu kaufen. Generell finde ich Exklusivtitel natürlich extrem wichtig für die Videospielindustrie, auch wenn das heutzutage nicht mehr selten nur noch am richtigen Geldfluss liegt.

Prime Time: One Piece (TV-Box 3 + Film 3) Unboxing

Die Reise der Strohhüte auf der Grandline beginnt mit den Episoden der dritten Serienbox und der dritte Film ist ebenfalls auf dieser angesiedelt. Nach unseren beiden Reviews ist jetzt das obligatorische Unboxing-Video an der Reihe. Eric stellt euch wie gehabt die Optik und die Haptik der Box vor und womit ihr sonst noch beim Kauf rechnen dürft.

Review: One Piece: Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (1)Während sich die Handlungen der ersten zwei One-Piece-Filme hervorragend zwischen einzelnen Episoden entfalten konnten, ist das beim dritten Kino-Abenteuer gar nicht so einfach, denn diverse Tatsachen sorgen bei Kennern der Serie ordentlich für Verwirrung.

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (2)Ruffy und seine Crew sind auf der Suche nach einem neuen Abenteuer, nachdem sie Chopper auf der Insel Drumm in ihre Bande aufgenommen haben. Einige von euch werden sich jetzt sicherlich denken, dass die Strohhüte doch eigentlich dringend Prinzessin Vivi nach Alabasta eskortieren sollten, um die dortige Revolution aufzuhalten. Vivi kommt in One Piece: Auf der Insel der seltsamen Tiere aber nicht vor. Nun könnte man natürlich denken, dass der Film so wohl eher nach den Ereignissen in Alabasta angesiedelt ist. Dementsprechend würde jedoch Nico Robin mit von der Partie sein, doch auch diese taucht in diesem Film nicht auf. Obwohl diese Unstimmigkeiten Sinn und Logik der Handlung von One Piece überdecken, kann diese für sich allein genommen aber dennoch unterhalten. Schiffsarzt Chopper geht über Bord und strandet auf einer Insel, wo die mysteriösesten Tiere leben, die ihr wohl jemals gesehen habt. Panzer-Büffel und Felsen-Nashörner leben hier in Frieden und Harmonie, wenn da nicht die drei gefährlichen und ebenso skrupellosen Typen gäbe, die auf der Insel für Unruhe sorgen. Butler, Hotdog und Heavy, so die Namen der drei Spießgesellen, wollen nämlich auf der Insel nämlich einen Schatz finden und dieser soll, so die Legende, aus den kraftgebenden Hörnern bestehen, die Butler nur zu gerne verputzen will. Lebende Tiere müssen darunter leiden.

Der König der Tiere

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (3)Da der alte König der Tiere kurz vor Choppers Eintreffen gestorben ist, brauchen die Tiere einen neuen König. Mobambi, ein kleiner Junge, dessen Vater vor einiger Zeit von Butler ermordet wurde, ist ebenso auf der Kroneninsel gestrandet. Seine Freunde, die Tiere, die alle friedlich miteinander leben und einige von ihnen auch die Sprache der Menschen sprechen, helfen ihm durch die schwere Zeit. Durch unglückliche Vorfälle wird Chopper von Mobambi zum neuen König der Tiere ernannt. Währendessen suchen ihn seine Piratenfreunde, doch auf die sind die Tiere nicht gut zu sprechen. Das liegt unter anderem daran, dass Ruffy ziemlich oft seinen Hunger nach Fleisch offen kundtut. Als die Bösewichte herausfinden, dass nur die Hörner des Königs der Tiere Butler auf ein neues Energieniveau hieven kann, wird Chopper zum Ziel der drei Ganoven. Diese hetzen die Tiere auf und so werden die Piraten ein weiteres Mal voneinander getrennt und müssen wieder zueinanderfinden. Dass sie dabei rohe Gewalt anwenden müssen, sollte einem jeden Fan der Serie klar sein. Zorro greift somit wieder zu seinen Schwertern, Sanji zu seinen Fäusten und Lysop nimmt lieber die Beine in die Hand, um daraufhin einen Bumerang zu werfen, der im wahrsten des Wortes eine Einwegwaffe ist. Der Humor bleibt somit auch in Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere erhalten. Gut so!

Fußballkönig der Träume

One Piece Film 3 - Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere (4)Neben dem 56 Minuten langen Kinofilm liegt auf dem Datenträger zudem noch ein weiterer Kurzfilm bei. In den sechs Minuten nimmt der Humor der Serie nicht ab, denn hier treten die Charaktere in einem Fußballmatch gegeneinander an. Da schießt Sanji einen Fußball einfach mal eben rund um den Planeten und dann taucht plötzlich ein Fußballer auf, der seinen Ball Torwart Corby, der sonst keinen Ball halten kann, einfach mal in die Hände schießt. Wie die sechs Minuten von Fußballkönig der Träume ins Gesamtbild passen, wird am Ende des Films eindeutig geklärt. Das ist plausibel, denn schließlich wurde auf der Grandline bisher noch nie über Sport geredet. Beide Filme liegen auf der DVD im 4:3-Letterbox-Format vor. Das heißt, dass das Bildformat zwar in 4:3 wiedergegeben wird, allerdings mit schwarzen Streifen am oberen und unteren Bildschirmrand. Die Technik einiger Fernseher oder Abspielprogrammen lassen es aber zu, das Bild an einen 16:9-Bildschirm mit einem Qualitätseinbruch anzupassen. Dieser ist bei entsprechendem Abstand vom Bild allerdings verkraftbar und fällt so kaum ins Gewicht. Sowohl die deutsche als auch die japanische Synchronisation geht in Ordnung, doch schade ist, dass der Synchronsprecher von Chopper nicht mehr Florian Halm, sondern Martin Halm ist, der mit seiner (verstellten) hohen Stimme nicht immer ganz glaubhaft wirkt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Nachdem ich bereits im Vorfeld einiges zur Handlung von One Piece: Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, wie man den Film im Serienkontext erklären will. Fakt ist, dass dies wohl nicht möglich ist, da sich der Film auf diverse Begebenheiten bezieht, die so nicht nachvollziehbar sind. Beispielsweise taucht weder Prinzessin Vivi, noch Nico Robin im Film auf. Dann loben sich Sanji und Zorro in unterschiedlichen Kämpfen, was es so in der Serie noch nicht gab. Immerhin herrscht in gewisser Weise ein Konkurrenzdenken unter den beiden. Ich kann über diese Logikfehler allesamt hinwegsehen und stelle mir einfach vor, dass der Film in einer Art Paralleluniversum stattfindet, das anderen Grundregeln entspricht. Die 56 Minuten, die der Film andauert, konnte mich der Streifen zwar gut, aber nicht überragend unterhalten. Ich mag es zwar, wenn ich meine liebgewonnen Charaktere auch mal unabhängig von der Serie erleben kann, allerdings läuft der Film fast durchgehend nach dem Gut-Böse-Schema ab, das so zwar auch teilweise in der Serie vorhanden ist, aber nicht ganz so stark. Gar nicht gefällt mir übrigens der Synchronsprecherwechsel von Chopper. Seine neue Stimme ist mir oftmals einfach einen Tick zu hoch und dann hat man sich ausgerechnet noch einen Sprecher gewählt, der bereits unzähligen Nebenfiguren (unter anderem auch dem Roten Shanks) seine Stimme geliehen hat. One-Piece-Fans, die neues Futter suchen, dürfen zuschlagen, können sich aber ebenso einen anderen Film der Reihe  anschauen und werden so eventuell besser unterhalten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Chopper auf der Insel der seltsamen Tiere!