Prime Time: Deus Ex: Human Revolution (Limited Edition) Unboxing

Warren Spectors vermutlich bekanntestes Werk ist wohl Deus Ex. Ein Nachfolger erschien zu diesem Titel ebenfalls, erreichte aber nicht die Qualitäten des Seriendebüts. 2011 waren es Square Enix, die den dritten Teil nicht nur für PC, sondern auch für PlayStation 3 und Xbox 360 veröffentlicht haben. Eric hat sich damals gleich die Limited Edition geschnappt – das Ergebnis ist ein Unboxing-Video, in dem er euch die Inhalte allesamt vorstellt.

News: Nintendo Network Premium

Käufer eines Wii U Premium Packs (die Inhalte des Packs haben wir in unserem Video vorgestellt) dürfen den Dienst Nintendo Network Premium ohne  Verpflichtungen nutzen. Der Dienst ist allerdings nur bis zum 31. Dezember 2014 nutzbar und bietet Besitzern einer schwarzen Wii U Vorteile, sofern sie Einkäufe online tätigen. Für jeden Euro, den ihr im eShop der Wii U ausgebt, werden euch acht Punkte gutgeschrieben. Für fünfhundert gesammelte Punkte erhaltet ihr von Nintendo eine Gutschrift über fünf Euro, die ihr für weitere Käufe im eShop ausgeben dürft. Die Kollegen von N Insider berichten nun, dass die Website zum Einsehen des Punktekontos endlich erreichbar ist. Es ist jedoch erst dann möglich sich einzuloggen, wenn man mindestens eine Download-Software erworben hat.

Erics Meinung: Als Käufer des Wii U Premium Packs wusste ich natürlich bereits über das Programm Bescheid, jedoch hatte sich Ninetndo mit der Veröffentlichung der Homepage zum Einsehen des Punktekontos zwei Wochen Zeit gelassen. Mir persönlich war das aber bisher gleichgültig, da ich noch keine Downloads im eShop der Wii U getätigt habe. Leider bin ich aber darüber enttäuscht, dass Retro-Titel nicht im eShop angeboten werden und diese nur über den Einkaufskanal im Wii-Bereich der Wii U angeboten werden. Da ich eher Retro-Titel als neuere Download-Software erwerbe, ist das Angebot für mich bisher nicht wirklich rentabel. Trotzdem freue ich mich über das freundliche Angebot, denn die Konkurrenz verzichtet leider auf solch einen Dienst.

Review: Blood Letter: Schrift des Blutes

Blood Letter - Schrift des Blutes (1)Basierend auf einem Roman versucht der Film einen historischen Hintergrund zu erzeugen, der so genau aber in unserer Geschichte nie stattgefunden hat. So ist es auch kein Wunder, dass der Titel niemals an die Genauigkeit wahrer Begebenheiten herankommt.

Blood Letter - Schrift des Blutes (2)Die Handlung beginnt mit Tran Nguyen Vu, der als junger Knabe aus dem Palast mit seiner Begleitung flieht. Während sein Gefährte am Ende der Reise erschöpft zusammenbricht, muss Nguyen Vu nach dessen Tod alleine überleben, doch wird er von Mönchen in einem Kloster aufgenommen und großgezogen. Ganze zwölf Jahre nach seiner Flucht aus dem Königshaus muss Nguyen Vu mit ansehen, wie Soldaten aus dem Palast im Kloster einmarschieren. Es ist nicht ganz klar, wonach die Männer suchen, doch Nguyen Vu nimmt an, dass es etwas mit seiner Vergangenheit zu tun haben muss. Der Abt erklärt ihm, dass er und sein Großvater sehr gute Freunde waren und er ihn nur deshalb im Kloster aufgenommen hat. Zudem erfährt er endlich, was damals tatsächlich geschehen ist, als er aus dem Palast fliehen musste. Angeblich sei seine Mutter die Geliebte des Königs gewesen und in den Zeiten des Umsturzes wurde das als ein Problem angesehen. Seine gesamte Familie wurde hingerichtet und da man womöglich Angst vor seiner Rückkehr habe, würden die Soldaten wohl nach ihm suchen. Die Nachricht lässt Nguyen Vu keine Ruhe mehr. Er bricht in die Stadt auf, um die Ermordung seiner Eltern und Verwandten zu rächen. Er schafft es maskiert bis in den Palast vorzudringen und wird dort von Intrigen übermannt. Der Blutbrief soll der Beweis für die Unmoral der Königin sein.

Der Weg zum inneren Frieden

Blood Letter - Schrift des Blutes (3)Von nun an erzählt der Film die Geschichte von Nguyen Vu und seiner Begleiterin Hoa Xuan, die das Königshaus genauso sehr wie er selbst hasst. Sie verbünden sich, um den Blutbrief in der stereotypischen Welt zu finden. Der Blutbrief soll dann in die Hände eines Adligen fallen, den Nguyen Vu kurz vor seiner Infiltrationsmission kennengelernt hat, der die Königin lieber in Ketten sehen möchte. Was Nguyen Vu aber nicht weiß, ist, dass dieser selbst die Macht am Hofe übernehmen möchte. So jagen im Grunde drei Parteien dem Blutbrief hinterher. Jeweils aus ganz anderen Gründen. Dabei treten sie ständig mit dem Tod in Kontakt, weshalb es nicht immer einfach ist, das greifbar nahe Ziel zu erreichen. Blood Letter: Schrift des Blutes erzählt zwar eine sehr oberflächliche Handlung, doch ist es eine Handlung, die an einer Stelle jedoch sehr tiefgründig ist. Die zentrale Frage, die sich der Film stellt ist die, ob Rache tatsächlich so wichtig und vor allem der einzige Weg zum inneren Frieden ist. Diese Frage betrifft jeden der vier wichtigen Charaktere, die teilweise miteinander und teilweise gegeneinander spielen. So werden Nguyen Vu und Hoa Xuan unmittelbar mit dem Tod ihrer Familie konfrontiert und in den Köpfen der anderen beiden Charaktere wird die eigene Einstellung teilweise hinterfragt. Die Welt von Blood Letter: Schrift des Blutes fällt zudem auch noch sehr einfach aus.

Der Weg der Einfachheit

Blood Letter - Schrift des Blutes (4)Alle Dialoge und alle Wege zum Ziel fallen entweder gut oder böse aus. Schwarzweißmalen wurde unter der Regie von Victor Vu groß geschrieben. Das ist sehr schade, da die Handlung deutlich Spielraum für ein großes und vor allem komplexes Komplott liefert. Dieses wird nicht gezeigt. Zudem ist es auch schon fast urkomisch, dass die Bösewichte in der Regel nur in schwarzer Kleidung und vor allem sehr häufig nur in der Nacht gezeigt werden. Die Helden sind dementsprechend meist hell gekleidet und tauchen oftmals nur bei Tagszenen auf. In dem Roman mag das vielleicht Sinn ergeben, um die Intention der Handlung zu verdeutlichen, gut umgesetzt in einem Film ist dies aber nicht, da die Welt ohnehin schon so stereotypisch ist. Das vietnamesische Werk ist zwar keinesfalls ein schlechter Film, doch dümpelt er durchweg im Mittelfeld herum und schafft es nur sehr gering, so etwas wie Spannung aufzubauen. Der Film im 16:9-Format und in 1080p besticht dennoch mit einem kräftigen Bild, jedoch mit sehr schwachen Spezialeffekten. Der Soundtrack ist leider viel zu hintergründig, als das man ihn tatsächlich den entsprechenden Szenen zuordnen kann. Die deutsche Synchronisation ist aber dafür gelungen und steht dem Original in Nichts nach. Wer sich auf 104 Minuten einlassen will, bekommt für den berühmtberüchtigten regnerischen Nachmittag einen passablen Film.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Trailer machte, unabhängig von den durchaus schwachen Effekten, einen für mich guten Eindruck. Leider konnte sich mein erster Eindruck vom Film dann beim Anschauen nicht bewahrheiten. Martial-Arts-Einlagen sind in Victor Vus Film so gut wie nicht enthalten und auch, dass der Film in gewisser Weise einen Anspruch auf einen Historienfilm legt, kann ich nicht akzeptieren. Die Suche nach der Schrift des Blutes ist für mich einfach zu schematisch. Man kann sich denken, was passiert, doch das Ende ist das einzige, was ein wenig überrascht. Statt mit Gewalt den Konflikt zu lösen, erteilt einer der Charaktere Gnade vor Recht. So kann der Film in der letzten Minute doch noch mit einer kleinen Wendung aufwarten, die mir sehr gut im Gesamtbild gefallen hat. Es macht den Hauptcharakter einfach glaubhafter. Allerdings kann ich nicht sagen, dass die Handlung mit diesem Schritt durchweg gerechtfertigt ist. Die Stilmittel, mit denen der Film künstlerisch in Szene gesetzt wird, sind viel zu simpel. Blood Letter: Schrift des Todes möchte ich daher nicht jedem empfehlen, doch wer zur Abwechslung mal einen vietnamesischen Film, statt der sonst so häufigen chinesischen Martial-Arts- und Historienfilme, sehen will, darf hier zuschlagen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blood Letter: Schrift des Blutes!

Review: Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (1)Beat ’em ups gibt es wie Sand am Meer, doch haben sich mit der Zeit einige große Serien im Genre herauskristallisiert. Darunter fallen zum Beispiel The King of Fighters, Street Fighter, Dead or Alive und natürlich Tekken.

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (2)Nintendo-Fans dürfte Tekken nicht unbekannt sein, denn zwar mied die Serie bisher die von Nintendo stammenden Konsolen, doch mit Tekken Advance und Tekken 3D: Prime Edition erschienen zumindest zwei Titel, mit denen sich Nintendo-Spieler mit dem Franchise vertraut machen konnten. Mit Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition wird sich das aber hoffentlich ändern, denn technisch gesehen steht die Wii U der Xbox 360 und der PlayStation 3 nur wenig bis gar nicht nach. Da das Spiel bereits im September erschienen ist, werden einige der Tekken-Fans das Spiel sicherlich schon besitzen, doch bietet die Wii U Edition neue Inhalte, die es so mit Sicherheit nicht auf den anderen beiden Plattformen geben könnte. Warum das so ist, werdet ihr im Verlauf des Reviews sicherlich noch feststellen. Für den Moment wollen wir jedoch zunächst einmal auf den eigentlichen Inhalt des Spiels eingehen. Eine Handlung ist in Tekken Tag Tournament 2 nicht enthalten, was wir sehr, sehr schade finden. Insbesondere der vierte Teil der Street-Fighter-Reihe hat hier bewiesen, dass eine Hintergrundhandlung die Charaktere lebensechter macht und man ihre Beweggründe nachvollziehen kann. In Tekken Tag Tournament 2 gibt es allerhöchstens so etwas wie eine Handlung, wenn man sich Violets Labor anschaut. Der Wissenschaftler konstruiert hier nur einen Roboter, der die Techniken der großen Kampfsportler erlernen soll, doch nutzt man diesen Modus eher als gutes Tutorial.

Große Charakterauswahl

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (3)Wenn man zum ersten Mal mit der Tekken-Serie in Berührung kommt, dann ist Violets Labor sicherlich die erste Anlaufstelle, doch wir können bestätigen, dass man sich direkt mit anderen Größen im Arcade-Modus messen kann. Die künstliche Intelligenz der Gegner ist zumindest in den ersten Runden auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nämlich gerade so ausgereift, doch haben wir das Gefühl, dass die Gegnerstärke zu Runde zu Runde ansteigt. Es stehen uns von Beginn an ganze 59 Charaktere zur Verfügung, aus denen wir unsere Kämpfer hier auswählen dürfen. Das Besondere an Tekken Tag Tournament 2 ist im Gegensatz zu anderen Beat ’em ups nämlich, dass wir wahlweise als Solist oder auch im Duo gegen einen bis zwei Gegner antreten dürfen. Da viele Charaktere zwar ähnliche Kampftechniken beherrschen, finden wir es zwar schade, dass die Kämpfe dadurch ein wenig entindividualisiert werden, doch trotzdem ist die optische Vielfalt in der Kämpferriege eigentlich immer gegeben. Jun Kazama, Forest Law, Kazuya Mishima oder Christie Monteiro fügen sich wunderbar ins Artdesign des Spiels ein, doch wir finden es fraglich, warum wir gegen einen Pandas, einen Velociraptor und sogar gegen einen Bären, dem Flügel aus dem Rücken wachsen und einen Schwimmring um den Bauch trägt, kämpfen müssen. Das raubt dem kompletten Spiel unserer Meinung nach seine ernsthafte Intention und zieht das Thema Kampf ins Lächerliche.

Vielfältige Kampftechniken

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (4)Abgesehen davon können die Techniken aller Charaktere überzeugen. Wie für ein Beat ’em gewohnt, müssen wir auch hier die eine oder andere Kombination auswendig lernen, um einen Angriff zu starten. Bei 59 Charakteren ist das sicherlich nicht wenig und vermutlich wird man sich so wohl oder übel bereits nach kurzer Spielzeit auf wenige Charaktere spezialisieren. Das ist in anderen Beat ’em ups noch nicht so stark ausgeprägt, doch Tekken Tag Tournament 2 wird dadurch auf keinen Fall schlechter. Schließlich kann kaum ein Prügelspiel mit einer so großen Auswahl an Kämpfern aufwarten. Der Titel bietet innerhalb der Kämpfe zudem auch noch mehr strategische Möglichkeiten. Während man in zweidimensionalen Titeln des Genre in der Regel nicht wirklich ausweichen, aber sehr wohl blocken kann, wird bei Tekken Tag Tournament 2 beides miteinander verbunden. Greift uns ein Gegner frontal an, blocken wir und bewegen den Stick simultan in die Richtung des Schlages. Bei Angriffen in Bodennähe müssen wir uns zudem auch noch hinknien. Drücken wir den Stick jedoch schnell in eine der beiden vertikalen Richtungen, weichen wir in die entsprechende Richtung aus, die Ebene des Kampfes ändert sich wenige Sekunden später mit und wir können den Vorteil nutzen, um schnell einen Überraschungsangriff zu starten. Eine weitere strategische Raffinesse erwartet uns, wenn wir während einer Attacke schnell unseren Charakter austauschen.

Macht der Doppelkämpfe

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (5)Dann hauen wir schon mal unseren Gegner hoch in die Luft, wechseln unseren Charakter aus und schlagen dann mit diesem den Feind aus einem anderen Blickwinkel, um den ausgeteilten Schaden zu erhöhen. Wenn wir im Doppel spielen, müssen wir dennoch die Lebensenergie des jeweiligen Kämpfers im Auge behalten. Für jeden Schlag, den wir kassieren, sinkt unsere Lebensenergie, doch bleibt der Bereich zunächst rot eingefärbt, bis wir den nächsten Schlag abbekommen, dann sinkt die Lebensenergie weiter, doch es wird lediglich der Bereich in rote Farbe getaucht, welcher der letzte Angriff des Gegners bewirkt hat. Wenn wir die Charaktere immer dann austauschen, wenn ein solcher Angriff stattgefunden hat, dann kann sich immer der Charakter auf der Wartebank von dem Angriff erholen – es wird jedoch nur sehr langsam der Bereich aufgeführt, der eben in roter Farbe dargstellt wird. Das ist eine clevere Idee, denn sobald einer der beiden Kämpfer ausgeknockt wird, dann gilt die Runde auch für ein Duo als verloren. Wer allerdings gar nicht damit zurechtkommt, sich auf dieses System einzulassen und vor allem bei den Kombinationsattacken Schwierigkeiten hat, der darf (auf der Wii U) die L-Taste gedrückt halten. Nutzen wir dann eine der vier Angriffstasten, führen wir automatisch einen Kombinationsangriff aus, ohne mühselig die Kombination zuvor auswendig gelernt zu haben. Für Anfänger ist das sicherlich eine deutliche Erleichterung!

Pilz-Alarm!

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (6)Einfacher, aber nicht immer vorteilhafter, ist das Auswählen der jeweiligen Attacke über den Bildschirm des Wii U GamePads. Ein Fingertipp genügt und schon führt der Charakter seinen Angriff aus. Zugegeben funktioniert die erste Variante deutlich besser, doch echte Hardcore-Spieler werden ohnehin nächtelang die Techniken der Charaktere auswendig lernen. Falls sie Tekken schon kennen, werden sie ohnehin keine Probleme bekommen. Ein weiterer Vorteil oder eher gesagt spaßiger Modus der Wii-U-Fassung, ist der spaßige Pilzmodus. In diesem Modus können wir zwar nicht im Duo antreten, doch das ist auch nicht Sinn und Zweck des Modus. Wir kämpfen in einer zuvor ausgewählten Arena und überall auf der Stage tauchen diverse Pilze auf, die man dem Super-Mario-Universum entliehen hat. Bei Berührung wächst oder schrumpft ein Charakter. Es ist auch möglich, dass er durch die Aufnahme eines Pilzes an Schnelligkeit gewinnt oder im Falle der Berührung mit einem Stern kurzzeitig unbesiegbar wird. Schade nur, dass wir diesen Modus nicht online spielen können. Am Mehrspieler-Part des Spiels haben wir ohnehin etwas auszusetzen. Offline bietet der Titel genau das, was wir von einem Beat ’em up erwarten. Viele Modi können zu zweit angegangen werden und bieten Kämpf en masse. Online hingegen haben wir lediglich die Auswahl zwischen dem Kampf gegen einen ranggleichen Gegner oder einen Gegner eines unbekannten Ranges.

Halbgares Mehrspielervergnügen

Tekken Tag Tournament 2 Wii U Edition (7)Wäre diese dünne Auswahl nicht schon genug, dürfen wir uns noch nicht einmal einen Modus aussuchen und unsere Gegner nach dem Kampf nie zu einer Revanche auffordern. Das ist schwach, denn so vergeht unnötig viel Zeit zwischen den vielen Kämpfen, die man sicherlich erleben möchte. Weiterhin gibt es eine Rangliste, in der wir uns mit anderen Kämpfern vergleichen dürfen. Wofür wir das Spiel allerdings loben möchten, sind die Aufzeichnungen der Rangeleien. So können wir die Technik unserer Gegner immer und immer wieder ansehen und so aus unseren Fehlern lernen. Es ist unser Meinung nach wichtig, dass sich andere Beat ’em ups sich Tekken Tag Tournament 2 an dieser Stelle als Vorbild nehmen. Auf der technischen Seite kann man am Titel übrigens so gut wie nichts aussetzen. Das Spiel läuft sehr flüssig (mit Ausnahme der Laufschrift im Ladebildschirm) und lässt sich bei Bedarf auch nur über den Bildschirm des Wii U GamePads spielen. Die Grafiken sind durchweg hübsch, auch wenn die Arenen unserer Meinung nach noch ein wenig mehr Bewegung hätten vertragen können. Der Soundtrack ist zudem sehr passend gewählt und im Pilz-Modus gibt es sogar mindestens vier Tracks aus dem Super-Mario-Franchise zu hören. Nintendo-Fans freuen sich zudem über viele Kostüme von Link oder Mario, die sie ihren Kämpfern anziehen dürfen. Weitere Modi wie Tekken-Ball (eine Art Volleyball) runden das Spielerlebnis ab. Tekken Tag Tournament 2 macht zwar nicht alles, aber sehr vieles richtig. Der Titel gehört derzeit zu den besten Genre-Vertretern.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-U-Fassung): Lange Zeit war ich aus gutem Grund nur auf Street Fighter fixiert, zumal mir in meinen Augen dort das beste Spielerlebnis geboten wurde. Seit letztem Jahr schaue ich aber gerne mal über den Tellerrand und erlebe dort das eine oder andere Spiel, wovon sich die Street-Fighter-Serie noch ein gutes Stück von abschneiden kann. Dazu gehört auch Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition. Zwar kann ich mich mit einigen der Charaktere, wie dem Panda, dem Bären oder dem Velociraptor beim besten Willen nicht identifizieren, doch davon abgesehen, bietet auch Tekken Tag Tournament 2 ein spannendes Beat-’em-Erlebnis. Die unterschiedlichen Charaktere beherrschen allesamt verschiedene Angriffstechniken und sind dementsprechend auch sehr individuell gestaltet, bis eben auf einige Kopien des jeweiligen Charakters. Immerhin stimmt die optische Vielfalt bei den Kämpfern, weshalb ich da wie aktuell bei Street Fighter IV darüber hinwegsehen kann. Die Kämpfe laufen flott, die Techniken passen allesamt ins Konzept und bieten durch einige strategische Elemente genügend Tiefgang, damit ich Tekken Tag Tournament 2 immer wieder in meine Wii U einlegen werde. Schade nur, dass der Online-Anteil des Spiels so mickrig ausfällt. Hätte dieser einen deutlich größeren Umfang und das Spiel an sich so etwas wie eine Handlung, dann würde Tekken Tag Tournament 2, unabhängig vom System, vermutlich zum neuen Genre-Primus mutieren. So bleibt dieser Platz meiner Meinung nach immer noch Street Fighter IV vorbehalten, doch Tekken Tag Tournament 2 kommt dem ganzen schon sehr nahe.

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tekken Tag Tournament 2: Wii U Edition!

Prime Time: Der Herr der Ringe: Extended Edition (15-Disc-Set) Unboxing mit Vergleich

Bis 2001 galt Tolkiens Der Herr der Ringe als unverfilmbar. Peter Jackson hat mit einem Multi-Millionen-Dollar-Projekt das geschafft, was viele für unmöglich hielten. Auch Jahre, nachdem der Film in die Kinos gekommen ist, spricht man noch von der Trilogie. 2011 ist es dann auch noch dazu gekommen, dass der Film gänzlich neu aufgelegt wurde. Zwar ist auf der Blu-ray ein deutlicher Grünstich im Bild zu erkennen, doch andere Fehler wie die Asynchronität im dritten Teil wurden später korrigiert, die Blu-rays kostenfrei ausgetauscht. Eric hat sich die Edition später mit dem Einen Ring günstig bei einem sehr bekannten Online-Händler bestellt und ist damit sehr glücklich. In seinem Unboxing-Video stellt er euch nun das 15-Disc-Set in Ruhe vor.

Die Fans von Der Herr der Ringe haben sich, wie auch unser Chefredakteur Eric, die Extended Edition sicherlich schon zu DVD-Zeiten zugelegt. Als dann letztes Jahr die Blu-ray-Ausgabe der Extended Editions erschien, konnte er nicht anders und musste auch hier einfach zuschlagen. Nach dem Unboxing-Video zum 15-Disc-Set hat er sich nun auch daran gesetzt, die beiden Ausgaben (DVD und Blu-ray) optisch zu vergleichen.

Review: Lego Der Herr der Ringe

Lego Der Herr der Ringe (1)Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Diese Verse kennen Fantasy-Fans spätestens seit der Verfilmung der Der-Herr-der-Ringe-Trilogie. Ein Jahrzehnt später ist das Franchise unvergessen und bietet Fans kontinuierlich Nachschub.

Lego Der Herr der Ringe (2)Lego Der Herr der Ringe beginnt wie der Film mit der Schlacht am Schicksalsberg. Elendil, Isildur und Elrond kämpfen um die Freiheit von Mittelerde gegen den dunklen Herrscher und seine Schergen. Während Elendil im Kampf den Tod findet, schafft es Isildur den Meisterring von Saurons Finger zu schneiden. Jener Ring wurde von Sauron geschmiedet, um die anderen Ringe der Macht in den Händen der Elben, Zwerge und Menschen zu beherrschen. Da ist es nur logisch, dass Isildur den Ring behalten  möchte und nicht vernichtet. Ein Nebeneffekt des Rings ist zudem, dass es den Träger unsichtbar macht. Lange konnte der Ring jedoch nicht in den Händen von Isildur bleiben. Er verlor ihn gemeinsam mit seinem Leben und Jahrhunderte später fand der Hobbit Smeagol den Ring, der ihn drei Jahrhunderte lang zum Wesen Gollum hat mutieren lassen. Als Bilbo Beutlin eines Tages das Nebelgebirge mit einer Schar Zwerge bereiste, fand er den Ring. Das führte jedoch dazu, dass der Ring in den Händen eines Hobbits unweigerlich ins westlich gelegene Auenland wanderte. Zauberer Gandalf wird klar, dass es sich bei dem Ring um den einen Ring handelt, den Sauron einst geschmiedet hat. Dieser hat nach all der Zeit sein Versteck im Düsterwald verlassen und sinnt nur darauf, sich den Ring zurückzuholen und ganz Mittelerde zu unterwerfen. Hobbit Frodo wird dazu auserkoren, den Ring bis nach Mordor zu bringen und ihn in den Feuern des Schicksalsberges zu vernichten.

Riesiges Mittelerde

Lego Der Herr der Ringe (3)Von nun an schlüpfen wir in die Haut von Frodo und erleben die eigentliche Storyline der Romane beziehungsweise der Filme. Der Reihe nach durchleben wir die meisten Stellen der Trilogie, wobei wir immer wieder auf neue Charaktere stoßen, die sich uns anschließen. Da wäre zum Beispiel Waldläufer Aragorn, Zwerg Gimli und Elbenprinz Legolas. Jeder der spielbaren Charaktere hat unterschiedliche Eigenschaften, die wir im Verlauf der Handlung immer wieder einsetzen müssen. Hobbit Merry kann beispielsweise an Flüssen und Seen die Angelrute auspacken, während Sam geübt im Umgang mit Bratpfanne und Feuermachen ist. Überall gibt es im (begehbaren) Mittelerde etwas zu tun. Auf unserem Weg von einem Level zum nächsten können wir nämlich auf der nahezu frei begehbaren Oberwelt Rätseleinlagen erkennen und lösen. Dafür winken dann entweder Studs, die Lego-Währung im Spiel, oder in vielen Fällen auch Mithril-Legosteine. Aus denen können wir wiederum in der Stadt Bree zu Items schmieden (sofern wir die nötige Skizze besitzen) und diese Items sind oftmals dann bei den vom Auenland bis Mordor weitverbreiteten Auftragsgebern gefragt. Als Belohnung winken rote Legosteine, mit denen wir im Menü besondere Eigenschaften aktivieren können, wie zum Beispiel einen Studs-Multiplikator, um noch schneller ans nötige Geld zu gelangen.

Hunderte Geheimnisse

Lego Der Herr der Ringe (4)Nach einem Level tauchen meist neue Charaktere auf, die wir teils für viele Studs einkaufen können. Dabei ist es egal, ob diese Charaktere im Verlauf der Handlung die Radieschen bereits von unten zählen oder storybedingt dort nicht auftauchen. Auswählen dürfen wir sie aber erst im freien Spiel, welches durch den Abschluss eines Levels für dieses und nach Beenden des Spiels für ganz Mittelerde freigeschaltet wird. Um tatsächlich alle Geheimnisse zu lüften, ist das auch bitter nötig. Wir haben nach fünfzehn Spielstunden den Ring zerstört und gerade einmal um die vierzig Prozent aller Rätsel gelüftet beziehungsweise Geheimnisse entdeckt. Während diese Aufgabenvielfalt in Mittelerde selbst nicht stört, fällt sie uns in den Levels sehr negativ auf. Keines dieser Spielabschnitte kann beim ersten Mal annähernd voll und ganz abgeschlossen werden. Um einen hundertprozentigen Spielstand zu erhalten, muss man jedes Level mindestens zweimal beenden und selbst dann ist nicht klar, ob man nicht die eine oder andere Stelle übersehen hat. Wir begrüßen diese vielfältige Levelnutzung zwar, aber in unseren Augen hätten es ruhig weniger Verstecke innerhalb der Levels geben können und dafür lieber zusätzliche Spielabschnitte als Bonusinhalt nach dem Durchspielen. In der Story sind die lösbaren Aufgaben dazu noch viel zu deutlich erkennbar (und ebenso schnell lösbar).

Atmosphärische Spielwelt

Lego Der Herr der Ringe (5)Jederzeit erkennt man, was zu tun ist und falls doch einmal die Aufgabenstellung nicht direkt klar wird, zerstört man einfach blind alle Legosteine. Irgendetwas lässt sich sicherlich wieder zusammenbauen oder für die Lösung eines Rätsels finden. Man kann und möchte dieses Manko dem Spiel jedoch verzeihen, denn vielfältiger wurde ein Lego-Videospiel noch nie gestaltet und die von der Spielwelt ausgehende Atmosphäre bleibt jederzeit bewahrt. Es ist jedoch zumindest in der Wii-Fassung sehr schade, dass diese wohl nur eine Portierung mit grafischen Anpassungen der Version für Xbox 360, PlayStation 3 und PC ist. Es ist zwar in Anbetracht des Arbeitsaufwands sicherlich nicht anders möglich, um auf allen Plattformen ein weitgehend positives Spielerlebnis zu bescheren, aber ein durchgehend leichtes Ruckeln (insbesondere auf der Oberweltkarte von Mittelerde) stört den Spielspaßfaktor ungemein. Nur selten läuft das Geschehen absolut flüssig, wie zum Beispiel beim Pfad der Toten unter dem Dwimorberg. Zudem werden in der Wii-Fassung nur in einer spielbaren Szene alle Charaktere gleichzeitig dargestellt. Screenshots von der Xbox-360-Fassung beweisen das Gegenteil. Wir fragen uns hier allen Ernstes, wie man das Spiel portiert hat. Schaut man sich im Vergleich einmal Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Gamecube) von 2003 an, dann wäre es neun Jahre danach auch von Traveller’s Tales durchaus zu erwarten, das hinzubekommen.

Stimmungstöter

Lego Der Herr der Ringe (6)Wieder wett macht das der originale Filmsoundtrack von Howard Shore, der das Geschehen jederzeit unterlegt. Schade ist jedoch, dass lediglich Gollum, Sam, Merry und Legolas noch ihre Synchronstimmen aus den Filmen besitzen. Alle anderen Figuren haben neue Sprecher. Raimund Krone leiht Zauberer Saruman seine Stimme und Peter Groeger zeichnet sich für König Théoden verantwortlich. Die Sprecher sind zwar keinesfalls verkehrt, doch verbinden sie Science-Fiction-Fans unmittelbar mit Quark und Worf aus dem Star-Trek-Universum. Gelegentlich werden Orte (wie Edoras) im Spiel zudem auch noch falsch ausgesprochen, was die Atmosphäre ebenfalls trübt. Wir fragen uns, warum sich Warner Bros. Interactive nicht dazu entschieden hat, ganz einfach Sprachsamples aus den drei Filmen zu nehmen. Dann hätte man sogar noch einmal die Gelegenheit gehabt, Gandalf-Synchronsprecher Joachim Höppner ein letztes Mal zu hören. Immerhin kann der Aragorn-Sprecher seinem Charakter genügend Leben einhauchen. Es mag nun kein Zufall sein, dass Traveller’s Tales als nächstes Opfer der Lego-Versoftung sich die berühmte Filmtrilogie als Vorbild genommen hat, denn schließlich läuft dieses Jahr der erste Teil von Der Hobbit im Kino an. Die Umsetzung der Vorgeschichte ist bereits angekündigt, doch bis es soweit ist, haben wir im Lego-Mittelerde noch genug zu tun, denn größer war kaum ein Lego-Videospiel zuvor. Mittelerde sei Dank!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-Fassung): Wer mich kennt, der weiß, dass ich einer der größten Der-Herr-der-Ringe-Fans auf diesem Planeten bin. In jungen Jahren und noch einige Jahre vor der Filmtrilogie habe ich Fuß im Mittelerde-Universum gefasst. Es ist einfach die größte und magischste Fantasy-Welt, die ich kenne. Aus dem Grund bin ich auch jedes Mal aufs Neue gespannt, wenn ein neues Videospiel (fernab von Add-ons für Der Herr der Ringe Online) angekündigt und vor allem veröffentlicht wird. Nachdem ich in den letzten beiden Jahren Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn nur halbwegs und Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden fast gar nicht genießen konnte, ordnet sich dieses Spiel hier in der Mitte ein. Der Herr der Ringe vermittelt grundsätzlich eine ernste Thematik, die im Spiel mit Gags untermauert wird. Leider hat man sich viel zu sehr auf ernste Texte (die dann aber konsequent aus den Drehbüchern der Filme stammen!) gesetzt und dann versucht, diese noch mit dem typischen Lego-Slapstick-Humor zu untermauern. Das funktioniert in der Regel aber nicht. Nur sehr selten kann der Humor hier überzeugen, wenn zum Beispiel der am Boden liegende und sterbende König Théoden behauptet, sein Körper sei zermalmt und seine Nichte Éowyn dann nur noch eine Lego-Figur ohne Beine hochhält, dann kann das schon sehr witzig sein. Solche Momente sind jedoch eine Seltenheit. Zudem stört es mich, dass Dialoge auf ein Minimum reduziert wurden und so wieder nur einmal die Kenner der Vorlage jeden Zusammenhang verstehen. Zum Schluss hin fehlen auch wichtige Story-Abschnitte, wie zum Beispiel Gandalfs und Pippins Ritt nach Minas Tirith, um dort das Leuchtfeuer zu entzünden. Außerdem wird der Kampf um Minas Tirith auf ein Minimum reduziert. Die Minen von Moria fallen für meinen Geschmack auch etwas zu klein aus. Es hat also ganz den Anschein, dass die Entwicklung des Spiels noch nicht völlig abgeschlossen war. Schlussendlich stören mich auch die einfallslosen Nebenquests, die ebenso einfallslos in das Spiel integriert werden. Da steht dann schon mal ein Verwundeter am Wegesrand fröhlich herum, der einfach nur einen Gegenstand von uns geschmiedet haben möchte. Witzig ist das jedenfalls nicht, dafür sind die Dialoge zu wenig sarkastisch. Traveller’s Tales hat sich zwar bemüht, das bisher größte Lego-Videospiel aller Zeiten zu schaffen, doch scheitern sie bereits an Kleinigkeiten. Trotzdem ist das Spiel für Fans der Vorlage einen Blick wert, sofern sie die dünne Rätselkost, das einfach gestrickte Gameplay und auf der Wii die mittelmäßig gelungene Portierung akzeptieren können.

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Lego Der Herr der Ringe!

Review: PlayStation All-Stars: Battle Royale

PlayStation All-Stars Battle Royale (1)Man kann nicht von der Hand weisen, dass sich Sony sehr oft von Nintendo-Hardware hat inspirieren lassen. Rumble-Funktion, Control-Sticks oder auch PlayStation Move basieren im Grunde auf Nintendos Idee. Leider bedient sich Sony jetzt auch noch mehr an Spielkonzepten.

PlayStation All-Stars Battle Royale (2)Selbstverständlich gilt in der Branche, dass man besser ein Spiel gut kopiert, als es schlecht in Eigenregie zu erfinden. In der heutigen Zeit können sich viele Unternehmen, wozu sich Sony mittlerweile auch zählen muss, grundsätzlich keine Flops leisten. Also hat man sich bei Sonys Santa Monica Studio wohl gedacht, dass man sich ein Erfolgsrezept als Vorbild nehmen muss und so den Markt exklusiv auf den eigenen Systemen erobert. So hat man sich wohl oder übel die Super-Smash-Bros.-Reihe von Nintendo einmal genauer angeschaut. Charaktere aus dem gesamten Nintendo-Universum treten hier in bester Beat-’em-up-Manier gegeneinander an. So wollte man selbiges Konzept mit PlayStation-Charakteren realisieren, doch gibt es da einen Haken, der den Entwicklern hätte auffallen müssen. Während Nintendo tatsächlich auf ein Repertoire von hunderten Charakteren zurückgreifen kann, sieht das bei Sony doch etwas dünn aus. Von den zwanzig enthaltenen und spielbaren Kämpfern sind sechs Stück überhaupt keine Sony-Charaktere, sondern lediglich von anderen Unternehmen entliehen. Im Vergleich: Super Smash Bros. Brawl kann 2009 bereits mit 37 spielbaren Charakteren aufwarten, doch befinden sich gerade einmal zwei Gäste von anderen Spielen darunter. Wir möchten uns nicht über Lappalien streiten, wenn denn PlayStation All-Stars genügend Eigenidentifikation hätte.

Hanebüchener Unsinn

PlayStation All-Stars Battle Royale (3)Im Menü fällt uns natürlich zunächst einmal der Einzelspielerbereich auf. Hier finden wir den Arcade-Modus, in dem wir aus den zwanzig Charakteren unseren Favoriten wählen und dann eine hanebüchene Handlung erleben. Eingeläutet wird jeder Modus charakterspezifisch mit einem aus Bildern bestehenden Intro, das Outro verläuft genauso. Mittendrin gibt es gerade einmal eine Stelle, wo so etwas wie ein Dialog zwischen zwei Charakteren stattfindet. Nur blöd, dass man hier Potenzial verschenkt und weder die Handlung vertieft, noch die Helden in irgendeiner Weise stärker charakterisiert. Wer die einzelnen Spiele, aus denen die Charaktere stammen, nicht kennt, der wird wohl oder übel auf dem Schlauch stehen und sich fragen, was sie eigentlich bezwecken wollen – aber auch so gibt die Handlung keinen Sinn. Kratos zieht beispielsweise los, um den Olymp zu erobern. Soweit nichts Neues, doch wir verstehen nicht, warum er plötzlich gegen Charaktere eines anderen Universums antreten muss. Selbiges gilt auch für Nathan Drake. Es ist zwar schön und gut, wenn der Schatzsucher eben auf die Suche nach Schätzen gehen möchte, aber auch hier wird nicht erklärt, wie es zur Konfrontation mit der fetten Prinzessin, Sly Cooper, PaRappa oder Sir Daniel Fortesque kommt. Wer letzteren übrigens noch kennt, der wird eventuell schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben.

Starre Arenen

PlayStation All-Stars Battle Royale (4)Der Arcade-Modus, übrigens der einzige Modus, der so etwas wie eine Story verspricht, kann in keiner Weise mit dem Subraum-Emissär vom aktuellen Nintendo-Pendant mithalten. Die Story blieb dort zwar auch dünn, doch da viele Nintendo-Charaktere ohnehin nie sprechen, ist der Schritt in unseren Augen nur logisch gewesen. Von Sony Computer Entertainment kann man hier aufgrund einiger deutlich vielschichtigeren Persönlichkeiten mehr erwarten. Sehen wir jedoch über diesen eigentlich wichtigen Teil hinweg, kann der Titel jedoch auf ein solides Grundgerüst blicken. Die Kämpfe laufen in zweidimensionalen Arenen ab, die sich aber nur selten verändern. So vielschichtig wie in Dead or Alive 5 sind sie nicht und so verspielt wie in Super Smash Bros. Brawl ebenfalls nicht. Dann tauchen gelegentlich Items, wie zum Beispiel ein Raketenwerfer auf, mit denen wir dann stärkere Attacken auf unsere bis zu drei Gegner ausführen können. Aber auch so stehen uns vielschichtige Angriffe zur Verfügung. Der Big Daddy hat seinen gigantischen Bohrer, Nathan Drake ein Maschinengewehr und Kratos haut mit seinem Schwert ordentlich zu. Prozentzahlen wie in Super Smash Bros. Brawl oder auch natürliche Lebensenergiebalken suchen wir vergebens. Mit jedem Angriff füllt sich lediglich der Balken mit den Aktionspunkten. Ist dieser voll, starten wir unseren Spezialangriff.

Monotone Kämpfe

PlayStation All-Stars Battle Royale (5)Auf diese müssen wir unbedingt zurückgreifen, denn wir können unsere Gegner nicht mit den einfachen Angriffen aus der Arena kicken. Können ist also leider nur wenig gefragt, denn so verläuft jede Runde gleich. Der Balken kann maximal dreimal gefüllt werden und je nachdem wie oft wir ihn gefüllt haben, desto stärker fällt unser Angriff aus. Das ist zwar eine tolle Idee, doch wenn die Charakterstärken und -schwächen nicht ausgeglichen sind, dann hilft uns das auch nicht sehr viel weiter. Ein Beispiel: Kratos sticht mit seinem Schwert unmittelbar zu, aktivieren wir die Fähigkeit vor einem Gegner. Nathan Drake wirft zunächst ein Fass, welches wir zur Explosion bringen können. Es ist jedoch notwendig, dass wir nach dem Wurf still an unserem Platz verweilen und uns von keinem Gegner treffen lassen, denn sonst ist es nicht mehr möglich, das Fass explodieren zu lassen, auch wenn wir eine freie Schussbahn hätten. In PlayStation All-Stars mangelt es an vielen Enden und Ecken an Feinheiten. So erhalten unsere Charaktere zwar für jeglichen Kampf Erfahrungspunkte und steigen Stufen auf, doch schalten wir damit nur (kosmetische) Inhalte frei, die uns keine Vor- oder Nachteile in den Kämpfen bringen. Talentierte (und weniger talentierte) Spieler werden aber keine Probleme mit der künstlichen Intelligenz der Feinde haben. Hier könnte mit einem Patch nachgebessert werden.

Mehrspielervergnügen

PlayStation All-Stars Battle Royale (6)Wie jedes Beat ’em up, kann auch PlayStation All-Stars erst im Mehrspielermodus das volle Potenzial entfalten, auch wenn das Grundgerüst des Spiels auf wackligen Beinen steht. Bis zu vier Spieler dürfen an einer Partie, auch aufgeteilt in Teams, gegeneinander antreten. Da die künstliche Intelligenz bei voller Besatzung ausgedient hat, ist zumindest hier ein klein wenig strategisches (und wenig psychologisches) Denken gefragt. Wer keine Freunde zur Hand hat, der darf das Spiel auch online spielen. Hier kann das Santa Monica Studio jedoch punkten, da der Online-Modus zum Testzeitpunkt sehr flüssig lief – davon kann sich Nintendo mit Super Smash Bros. Brawl eine ganz dicke Scheibe abschneiden, denn das Online-Gemetzel läuft da selbst nach vier Jahren nach Veröffentlichung nur sehr selten flüssig. Flüssig läuft aber auch der Rest des Spiels. Das betrifft nicht nur die direkte und sehr präzise Steuerung, sondern ebenso die technische Seite. Egal auf welcher Arena wir uns befinden, alle Farben und Töne strahlen und ziehen uns in ihren Bann. Oftmals wird das ganze mit einem aus den jeweiligen Spielen entliehenem Soundtrack gut unterlegt, wenn auch ein Ohrwurmfeuerwerk ausbleibt. PlayStation All-Stars ist wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, dass eine gute technische Infrastruktur optisch und akustisch stimmt, aber eben noch kein gutes Spiel ausmacht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-3-Fassung): Als der Titel angekündigt wurde, habe ich mir direkt meine Gedanken gemacht. Ich fand es zwar komisch, dass Sony jetzt auch noch Spielkonzepte abkupfern muss, um erfolgreich zu sein, doch habe ich an eine bestimmte Qualität geglaubt, die das Spiel halten wird. Bei einer grandiosen Vorlage wie Super Smash Bros. Brawl kann doch eigentlich überhaupt nicht schiefgehen, habe ich mir gedacht, doch da habe ich mich wohl geirrt. Die meisten Charaktere haben durchaus Charakterzüge in ihren eigenen Titeln, die hier aber so gut wie gar nicht zur Geltung kommen und eine Handlung, die die verschiedenen Universen der Helden miteinander mischt, gibt es ebenfalls nicht. So sieht jeder Kampf in seinem Ablauf gleich aus. Dazu kommt, dass die Arenen sich nur sehr wenig verändern und auch nicht wirklich verspielt sind. Zudem denkt mir die künstliche Intelligenz zu wenig, denn wenn ich nach einem Kampf an die zwanzig Punkte auf dem mittleren der drei Schwierigkeitsgrade erreiche und meine Kontrahenten gerade einmal zwei bis drei Punkte, dann fühle ich mich unterfordert und alleine macht das Spiel dann auch keinen Spaß mehr. Wenigstens kann ich den Titel für die eine oder andere Runde online oder mit Freunden empfehlen, aber auch nur dann, wenn ihr Super Smash Bros. Brawl oder Street Fighter IV nicht euer Eigen nennt. Diese beiden Titel können nämlich durchweg und besser unterhalten.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von PlayStation All-Stars: Battle Royale!

News: Demoversion von Rayman Legends

Rayman Legends (3)Rayman Legends war ursprünglich als Launch-Titel für die Wii U geplant, doch das exklusive Wii-U-Spiel wurde kurzerhand auf das nächste Jahr verschoben. Unser Partner N Insider berichtet nun, dass Ubisoft den Release des Spiels nun für den 28. Februar 2013 geplant hat. Das sind zwar vom jetzigen Zeitpunkt ausgesehen noch mehr als zwei Monate, doch veröffentlicht Ubisoft bereits am 13. Dezember 2012 eine spielbare Demoversion des Spiels im eShop der Wii U. Wer das Spiel vorab also ausprobieren möchte, hat nun bald die Gelegenheit dazu. Zusätzlich zur Demo empfehlen wir euch auch unsere Preview von der Gamescom, wo wir auf einzelne Spielinhalte bereits eingegangen sind.

Erics Meinung: Schlecht sah das Spiel auf der Gamescom absolut nicht aus und mit ein paar Spielern hat mir der Titel dort auch sehr viel Spaß gemacht, jedoch haben damals noch Programmierfehler das Gesamtbild des Spiels getrübt. Ich bin daher umso mehr gespannt, ob die Entwickler es geschafft haben, die letzten Fehler auszubügeln und die Demoversion des Spiels einigermaßen rund ist. Anschauen werde ich sie mir auf jeden Fall und dann werde ich auch entscheiden, ob ich mir Rayman Legends zulegen werde.

Review: V/H/S: Eine mörderische Sammlung

Horrorfilme sind eines der Genres, die bisher am meisten ausgeschlachtet worden sind. V/H/S: Eine mörderische Sammlung ist jedoch ein Horrorfilm, der sich ein besonderes Stilmittel zunutze macht, um Spannung zu erzeugen, jedoch gelingt das im Film nicht immer.

Eine kleine Gruppe gestörter Kleinkrimineller nimmt ihre Vergehen mit Kameras auf, um ihre Taten anonym an ihre Kunden zu verkaufen. Da werden Pärchen überfallen und Fensterscheiben eingeschlagen. Schamlos wird auch nur aus dem kleinsten Vergehen versucht Geld zu machen. Eines Tages sind sie jedoch der Auffassung, dass sie in einer Nacht mehr als fünfzig Dollar einnehmen können. So nehmen sie einen Auftrag von jemanden an, der die Kleinkriminellen zu kennen scheint, an. Dieser Auftrag führt sie in das Haus eines alleinstehenden Mannes, der ein ganz bestimmtes Videotape besitzen soll. Dieses sollen sie stehlen, doch im Haus werden sie von eben jenem Mann überrascht, doch nicht auf die übliche Weise. Dieser sitzt nämlich tot in seinem Sessel und starrt auf seine Fernseher, bei welchen nur das Rauschen läuft. Zudem besitzt er eine beachtliche Sammlung an Videokassetten und so müssen die Ganoven erst einmal das richtige Tape finden. Während sich der Großteil der Gruppe im Haus umsieht, um nach weiteren Tapes zu suchen, wird ein einzelner der vier Ganoven zum Anschauen der Videos verdonnert und macht dabei jedoch mehr als nur eine schreckliche Entdeckung, die er lieber nicht gemacht hätte. Die Rahmenhandlung wird ab diesem Moment geschickt genutzt, um verschiedene Schicksale zu zeigen und am Ende die Kleinkriminellen selbst in eine ähnliche Lage zu bringen.

Mysteriöse Schicksalswendungen

Auf den Videokassetten sind nämlich die mysteriösesten Mordfälle festgehalten, die man so noch nie gesehen hat. Ganz besonders keiner der Kleinkriminellen. Die Filmchen drehen sich allesamt um Teenager oder um junge Erwachsene, die nicht nur seltsame, sondern auch sehr gefährliche, mordlustige und übernatürliche Erfahrungen machen müssen. Es handelt sich dabei jeweils um einen Film im Heimvideoformat. Also um Filme, die jeder der Betroffenen selbst mit einer eigenen Kamera aufgenommen hat. Da wollen dann schon mal ein paar Freunde zwei Mädchen zum Geschlechtsverkehr überreden, doch während ein Fräulein vorab aufgrund zu viel Alkohol einschläft, verwandelt sich das andere Mädchen während des Aktes zu einer nymphomanischen Bestie, welche ihre Opfer zerstückelt und auffrisst. In einem anderen Video wird ein Pärchen überfallen und ermordet, dann taucht in einem Waldgebiet ein unsichtbarer Killer aus dem Nichts auf und tötet grundlos aus dem Hinterhalt. Auf einer anderen Kassette befindet sich eine Skype-Aufzeichnung, bei der seltsame Dinge im Hintergrund passieren und zu Verletzungen eines der beiden Gesprächspartner führen. Abschließend geht es auch noch zu einer Halloween-Party, zu der aber gar kein Gast erscheint und auf einmal eine junge Frau auf dem Dachboden der Location hingerichtet werden soll. Die Geschichten sind durchaus abwechslungsreich gestaltet, sind jedoch teilweise zu langatmig inszeniert und werden erst zum jeweiligen Finale spannend.

(Un)logische Stilmittel-Entscheidung

Die Qualität der einzelnen Filme sollte eigentlich durchgehend auf VHS-Ebene basieren, doch das ist nur am Anfang so. Später ist das Bildmaterial deutlich klarer und wurde dementsprechend auch mit neuerer Technik gefilmt. Beim Skype-Gespräch wird sogar angedeutet, dass es nicht aufgezeichnet wird, doch das kann man natürlich auch anders deuten, wenn man den Film gesehen hat. Trotzdem: Die Qualität des einen oder anderen Film kann auf einer handelsüblichen Videokassette niemals so eingefangen werden und daher verliert der Film an diesem Punkt auch ein wenig an Glaubhaftigkeit. So schwankt das Bild im 16:9-Format und in 1080p zwischen schlecht und sehr gut, doch können wir dem Streifen an dieser Stelle keinen Vorwurf machen, da die miese Qualität als Stilmittel genutzt wird. Die Tonformate liegen in Deutsch und Englisch (beide DTS-HD 5.1 Master Audio) vor und werden an entsprechender Stelle auch von den bekannten Makeln der Videoaufnahmen gestört. Auch hier können wir dem Film aufgrund des Stils keinen Vorwurf machen. Das Bonusmaterial gibt dazu nur wenig Einblick in die Produktion des Films. Wir hätten gerne mehr über die Stilmittel-Entscheidungen gehört. So bleibt unterm Strich ein 116 Minuten langer und amüsanter Horrorfilm, der im Grunde jedoch nur versucht, alle Klischees zu erfüllen. Fans des Genres kommen aber sicherlich auf ihre Kosten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): V/H/S: Eine mörderische Sammlung ist ein Film, den ich mir aufgrund der stilistischen Erscheinungsweise gerne mal ansehen wollte, zumal The Blair Witch Project, welcher mit ähnlichen Mitteln arbeitete, schon sehr lange her ist und mir nicht mehr richtig in Erinnerung geblieben ist. Der Film bedient sich jedoch aller klassischen Mittel des Genres und so werden nicht nur Waldgebiete und Spukhäuser, sondern auch die dunkle Einsamkeit der Nacht wieder einmal mehr thematisiert. Das ist nicht neu und für mich auf die Dauer dann doch etwas zu innovationslos. Die verschiedenen Episodenfilme, die wirklich gut in die Rahmenhandlung eingewoben sind, haben dafür dennoch sehr interessante Geschichten, die clever inszeniert sind, zu erzählen. Zudem wirken die schwachen Effekte durch das meist schlechte Bild richtig gut. Auf stilistischer Ebene kann man mit V/H/S: Eine mörderische Sammlung also definitiv nichts falsch machen. Wer aber auf der Suche nach einer von Anfang bis Ende funktionierenden Handlung ist, der sollte sich vielleicht den ersten Saw-Teil anschauen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von V/H/S: Eine mörderische Sammlung!

Review: Iron Sky: Wir kommen in Frieden!

Fast eine halbe Million Kinobesucher haben sich den Film in Deutschland angeschaut. Ende Oktober ist der Film auf Blu-ray erschienen, womit wir endlich die Gelegenheit bekommen haben, um uns mit Iron Sky: Wir kommen in Frieden! auseinanderzusetzen.

Um Iron Sky zu verstehen, müssen wir ins Jahr 1945 zurückdenken. Die Rote Armee steht wenige hundert Meter vor der zerstörten Hauptstadt Berlin, Hitler begeht Selbstmord und ein paar Tage später kapituliert die deutsche Wehrmacht bedingungslos. Der Nationalsozialismus hat in Deutschland sein Ende gefunden, doch Iron Sky greift jetzt die Theorie auf, dass Hitler Raumschiffe hat bauen lassen, mit denen ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung auf den Mond geflogen ist, wo sie ihre Ideologie von der Herrenrasse weiter hat ausleben können. Im Film schreiben wir jedoch mittlerweile das Jahr 2018. Damit die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika wiedergewählt wird, entscheidet sie sich dazu, nach 49 Jahren zwei neue Astronauten auf den Mond zu schicken, um Gefühle beim amerikanischen Volk zu wecken, doch dann ändert sich das Leben der Mond- und Erdenbewohner schlagartig. Während einer der beiden Astronauten bei Entdeckung einer Fabrik auf dem Mond direkt erschossen wird, ist dem anderen Astronauten einigermaßen das Glück hold, doch ist dieser afroamerikanischer Abstammung. Die Nationalsozialisten nehmen an, dass er zur Stoßtruppe der Erde gehört und die Invasion auf dem Mond einläuten will. Der Führer, Wolfgang Kortzfleisch, will durch die Gefangennahme des Astronauten James Washington den Invasoren zuvorkommen.

Facetten des Nationalsozialismus

Hauptsächlich dreht sich die Handlung des Films jedoch um Klaus Adler, welcher selbst gern der neue Führer sein möchte und jetzt seine Chance sieht, dieses Ziel zu erreichen. Zusammen mit der Lehrerin Renate Richter und Washington begibt er sich auf die Erde, um einige Smartphones zu beschaffen, denn diese erreichen mehr als die tausendfache Geschwindigkeit des modernsten Computers auf der Mondbasis. Diese sollen das neue Flagschiff des Reiches, die Götterdämmerung, flugtauglich machen. Auf der Erde gelingt es Adler jedoch, zur US-Präsidentin vorgelassen zu werden, unterstützt sie in ihrem Wahlkampf und kann so später bequem einen Krieg zwischen den beiden Planeten anzetteln. Die Charaktere des Film zeigen verschiedene Facetten des Nationalsozialismus und selbstverständlich auch den Widerstand. Die intellektuelle Lehrerin Richter (Julia Dietze) erkennt somit zum Beispiel, wie sehr ihre Weltanschauung durch die nationalsozialistische Propaganda beeinflusst wird. Adler (Götz Otto) und Kortzfleisch (Udo Kier) nutzen hingegen ihre Machtpositionen aus, beeinflussen die Minderheiten und zwingen somit jedem die nationalsozialistische Ideologie auf. Während die Schauspieler ihre Rollen hervorragend verkörpern, ist es leider das Drehbuch, welches die Thematik zu sehr ins Lächerliche zieht. Eine Komödie soll unterhalten, aber nicht langweilen.

Einfallslose Komödie

Nur in einigen wenigen Szenen wird es für den einen oder anderen Zuschauer doch etwas makaber, wenn zum Beispiel bei Schüssen die ersten Töne der deutschen Hymne zu erkennen sind oder die Mobilisierung der Kräfte mit dem Walkürenritt von Richard Wagner unterlegt wird. Auch lustig ist die Behauptung, dass Charlie Chaplin in seinem Film zeigen wollte, wie groß Hitler gewesen sei und wie die Welt eines Tages ihm gehöre. Jene Momente sind jedoch selten. Viele Gags sind eher albern und deutlich weniger tiefgründig – sie zaubern uns nur ein müdes Lächeln ins Gesicht! Dabei hat man doch in Filmen wie Frühling für Hitler oder Mein Führer schon gesehen, wie geistreich man eine Komödie mit nationalsozialistischem Einfluss umsetzen kann und das gesamte System dabei noch kritisiert. Das möchte Iron Sky vielleicht auch nicht, denn so cool die Story um und von den Nationalsozialisten hinterm Mond für einen Science-Fiction-Film auch klingen mag, sie ist es einfach nicht. Wären nicht die guten Darsteller und die verhältnismäßig überdurchschnittlichen Spezialeffekte während der großen Weltraumschlacht am Ende des Films, würde der Film schnell in der Versenkung landen. Das Bonusmaterial gibt nur wenig Einblicke in den Film, aber immerhin befindet sich auf der Disc noch ein englischer Audiokommentar. Das Gesamtbild ist jedoch überraschend enttäuschend.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Vor mehr als einem Jahr hat ein Freund von diesem Film geschwärmt, auf den er so lange gewartet hat. Entsinne ich mich richtig, hat sich eben dieser Freund den Streifen auch im Kino angeschaut und war begeistert. Nachdem ich endlich die Gelegenheit hatte, mir den Film selbst anzuschauen und ich mich sogar schon richtig darauf gefreut hatte, wurde ich doch sehr enttäuscht. Schulisch bedingt habe ich im letzten Jahr den Nationalsozialismus abermals durchgekaut und zur Abwechslung auch Filme gesehen, die das nationalsozialistische Regime kritisierend, aber dennoch komödiantenhaft in Szene setzen. Ähnliches habe ich mir bei Iron Sky erhofft und meine Erwartungen wurden bei weitem nicht erfüllt. Ich kann nicht verstehen, wie man um einen Film einen Hype entwickeln kann und dann ein unterdurchschnittliches Produkt abliefert. Die Gags sind schwach und die Handlung ist hanebüchener Unsinn. Einzig und allein die durchweg gelungene Besetzung und die Spezialeffekte bewahren den Film noch vor der untersten Schublade. Timo Vuorensola hätte sich mit Iron Sky deutlich mehr Mühe geben müssen. So bleibt der Film interessant für jene, die einen anspruchslosen Humor zu schätzen wissen und auch sonst kaum Erwartungen an einen Film stellen. Iron Sky: Wir kommen in Frieden! brauche ich mir sicherlich nicht ein weiteres Mal ansehen, denn dafür ist mir die Zeit einfach zu schade.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Iron Sky: Wir kommen in Frieden!

Prime Time: Xbox 360 Slim 250 GB (Unboxing)

Newsletter-Abonnenten dürften es noch gut im Gedächtnis haben. Erics Xbox 360 hat am Ende des letzten Jahres mit einem Red Ring of Death den Geist aufgegeben. Wie gut, dass er da flott Ersatz gefunden hat. GameStop hat da, obwohl er die Kette sonst eher meidet, ein doch sehr gutes Angebot in petto gehabt. Diesen historischen Moment des Unboxings hat er festgehalten und präsentiert ihn euch nun in etwas mehr als zehn Minuten.

Prime Time: SiNG Party (Wii U Experience Tour)

Als letztes Video haben wir auf der Wii U Experience Tour während eines Events in Köln auch noch mehrere begabte Sänger getroffen, die verschiedene Songs beim kommenden Wii-U-Spiel SiNG Party zum Besten gegeben haben. Den Anfang machen Schmaeddes und Cracky von unserer Partnerseite Rawiioli, welche mit The Power of Love einen bekannten Hit von Huey Lewis and the News trällern.

Im zweiten Teil kann es auch Mesut von Nintendoomination nicht lassen, uns ein Lied zu präsentieren. Da tanzen selbst die hübschen Zombies aus ZombiU mit!

Zum Abschluss dieses dreiteiligen Videos gibt es dann auch noch eine Tanzszene von zwei einst befeindeten Videospielhelden zu sehen. Die Rede ist von Super Mario und Sonic The Hedgehog. Komisch, wenn man da an die Neunziger Jahre zurückdenkt.

Prime Time: Darksiders II (Wii U Experience Tour)

Darksiders II erschien für die „alten“ Konsolen bereits vor einigen Monaten, doch war der Titel dennoch ein Launch-Titel für die Wii U. Wir haben ihn vor Release bereits auf einem Event in Köln anspielen können. Das Spielerlebnis ist dabei dem ersten Teil gar nicht so fremd, doch schaut euch am besten selbst unser Video dazu an.

Prime Time: Tekken Tag Tournament 2 (Wii U Experience Tour)

Auf einem Event in Köln hatten wir während der Wii U Experience Tour die Möglichkeit gehabt, auch Tekken Tag Tournament 2 anspielen zu können. Dies war übrigens die erste Tekken-Erfahrung für unseren Chefredakteur, weshalb ihr euch hier ein paar Bilder von seinen kläglichen Versuchen gegen eine geübte Tekken-Spielerin ansehen könnt.

Prime Time: ZombiU (Wii U Experience Tour)

Während der Wii U Experience Tour hatten wir auf einem Event in Köln die Möglichkeit, Ubisofts ZombiU diesmal auch im Einzelspielermodus anspielen zu können. Wie sich das Gameplay des Spiels auf den Spieler auswirkt, dürft ihr gerne den bewegten Bildern vom Fernsehbildschirm als auch vom Screen des Wii U GamePads im Video entnehmen.

Review: Disney Micky Epic: Macht der Fantasie

Zeitgleich mit Disney Micky Epic: Die Macht der 2 fand auch das Spin-off für den 3DS den Weg in den Handel. Obwohl sich das Spiel an die 16-Bit-Zeit anlehnen soll, fehlen uns hier einfach zeitgenössische Inhalte, um Mickys Abenteuer vollends zu genießen.

Einmal mehr bricht im Wasteland das Chaos aus, denn am Horizont erscheint das Schloss der Illusionen. Die Hexe Mizrabel versucht ihren bösen Einfluss auch auf der Mean Street geltend zu machen. Als Oswald Micky abermals um Hilfe bittet und Micky dabei erfährt, dass Minnie ebenfalls im Schloss gefangen gehalten wird, schnappt er sich erneut den magischen Pinsel von Zauberer Yen Sid, um seine Freundin aus dem Fängen der Hexe zu befreien. Unterwegs zum Schloss unterrichtet Oswald seinen Freund über das Schloss, doch Micky weiß nur allzu gut, worum es sich bei diesem Burggemäuer handelt. Bereits 1990 machte sich der Mäuserich auf, um in Castle of Illusion: Starring Mickey Mouse ebenfalls seine Freundin Minnie aus der Gefangenschaft zu befreien. Trotzdem handelt es sich bei Disney Micky Epic: Macht der Fantasie um einen vollständig eigenen Titel, der sich auf Gameplay-Elemente seiner beiden großen Brüder für die Wii stützt, doch dazu später mehr. Die Geschichte von Macht der Fantasie wird leider nur in relativ kurzen Dialogen abgehandelt und das auch nicht besonders gut. Uns wird klar vorgegeben, wer der Bösewicht ist und was wir dafür tun müssen. Für ein Jump ’n’ Run reicht das in der Regel aus, wie man es beispielsweise auch in den Spielen mit dem pummeligen Klempner gut sehen kann, doch wenn man sich die Mühe macht, mehrere Geschichten miteinander zu verweben, sollte man das Ergebnis auch sehen können.

Abenteuer aus tausendundeiner Nacht

In den zweidimensionalen Spielabschnitten treffen wir auf bekannte Disney-Figuren, die sich durch den bösen Zauber der Hexe ebenfalls in das Schloss der Illusionen verirrt haben. Wir rekrutieren Charaktere wie Simba, Peter Pan, Schneewittchen, Lumiére, Donald Duck, Goofy und Co., welche danach Platz in der Festung finden. Die Festung ist der Ausgangspunkt des Spiels, denn von hier aus gelangen wir in alle drei Oberwelten des Spiels, über die wir dann in die einzelnen Levels hüpfen dürfen. Die Levels orientieren sich optisch an verschiedenen Disney-Franchises wie zum Beispiel an der Stadt Agrabah aus Aladdin oder der Meereswelt aus Arielle. Wir laufen und hüpfen durch die Levels, erledigen im Weg stehende Gegner mit Sprüngen oder Wirbelattacken und wenn es einmal so aussieht, als ginge es an einer Stelle partout nicht weiter, dann reicht oft ein Blick auf den unteren Bildschirm. Dort sind dann wie in den Wii-Spielen Silhouetten zu erkennen, die es entweder auszumalen gilt oder eben auch zu löschen, um zum Beispiel einen Durchgang frei zu legen. Wir sollten den Pinsel übrigens immer fleißig nutzen, da jeder Gebrauch unsere Superanzeige kurzfristig erhöht und wir nur so größeren Schaden bei Gegnern anrichten können, die dann auch gerne mehr E-Tickets (die Währung des Spiels) fallen lassen. Diese brauchen wir wiederum, um einkaufen zu können.

Repetitives Gameplay

Bei Onkel Dagobert können wir zusätzliche Herzen kaufen, die unsere Energie darstellen. Sowohl Füllanzeigen von Farbe und Verdünner als auch die Verbrauchskosten können so verlängert beziehungsweise verringert werden. Er handelt jedoch erst mit uns, wenn wir seinen Glückskreuzer gefunden haben. Zwar wird auf der Oberwelt angezeigt, wo sich Quests erfüllen lassen, doch wird niemals gesagt, welche Quest wo genau erfüllt werden muss. Das ist ärgerlich, da sich Backtracking so bemerkbar macht und die künstliche Spielzeitstreckung unangenehm auffällt. Zudem bewegt sich Micky zu langsam und auf Herausforderungen treffen wir ohnehin erst in den letzten beiden Spielstunden. Die größte Herausforderung ist da schon zwischen Stylus- und Knöpfchensteuerung zu wechseln, denn gemalt werden kann ausschließlich mit dem Stift. Da die Animationen im Verhältnis eine zu lange Abspielzeit haben, ist das umso ärgerlicher. Schade, doch hier hätte man vielleicht lieber auf Quests verzichten sollen und stattdessen durchgängig ein Spiel wie auf dem Super Nintendo bieten können. Sprich ein Abenteuer mit dem Einsammeln von 1-ups, dem Nutzen von Continues und Einsetzen von Passwörtern. Für heutige Maßstäbe mag das für viele zwar nicht ausreichen, doch wir sind der Meinung, dass es Macht der Fantasie nicht geschadet hätte. Auch hier sollten nur hartgesottene Disney-Fans zugreifen, die nichts gegen ein repetitives Gameplay einzuwenden haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als das Spiel auf der Electronic Entertainment Expo 2012 angekündigt wurde, habe ich es direkt einmal in unserem Redaktionsplan markiert. Ich mag Spiele, die wie gute 16-Bit-Spiele aufgebaut sind und so wirken, als könnten sie genauso auf dem Super Nintendo entstanden sein können. Im Grunde bietet mir der Titel das mit einem (wirklich schwachen) Tiefeneffekt, doch die Qualität eines Disney’s Magical Quest: Starring Mickey Mouse kann es absolut nicht erreichen. Die aus den beiden Wii-Spielen eingefügten Gameplay-Elemente, wie das Verdünnen und Anmalen von Gegenständen, stört bei diesem Spiel nach wenigen Minuten ungemein. Ich will nicht ständig zwischen dem Stylus und den Knöpfen wechseln und ständig ein- und dieselbe Aktion durchführen. Falls sich noch jemand an die PC-Version von Harry Potter und der Stein der Weisen erinnert, wird sehr gut wissen, wovon ich spreche. Die Idee mag vielleicht gut gemeint sein, die Umsetzung ist es bei Weitem nicht. Wenigstens fällt der aus dem Harry-Potter-Spiel bekannte Frustfaktor weg und je besser die jeweilige Figur mit dem Stylus gezeichnet wird, desto eher füllen sich Farbe und Verdünner wieder auf. Das mag für jüngere Spieler zwar Ansporn genug sein, aber ich finde es einfach nur nervig. Sowohl Disney Micky Epic: Die Macht der 2 als auch Disney Micky Epic: Macht der Fantasie haben mir leider nicht so viel Spaß gemacht, wie ich ihn gerne gehabt hätte. Daher spreche ich hier eine Empfehlung für jüngere Spieler aus, aber jeder der die Grundschule bereits verlassen hat, kann das Spiel ruhig meiden. Da gibt es auf dem 3DS deutlich bessere Alternativen!

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Disney Micky Epic: Macht der Fantasie!

Prime Time: Assassin’s Creed III (Wii U Experience Tour)

Während der Wii U Experience Tour hatten wir auf einem Event in Köln die Gelegenheit gehabt, Assassin’s Creed III auf der Wii U anspielen zu können. Bewegte Bilder, sowohl vom Fernsehbildschirm als auch vom Screen des Wii U GamePad, findet ihr im Video.

Partner: @vents Codelender Gewinnspiel

Nicht nur bei uns gibt es derzeit ein tolles Gewinnspiel, sondern auch bei unserem Partner Games-Mag. Dieser verlost vom ersten bis zum 23. Dezember 2012 täglich einen Code für ein herunterladbares Spiel oder herunterladbare Zusatzinhalte für ein Spiel. Am 6. und am 24. Dezember gibt es jedoch auch viele tolle Preise zu gewinnen, wie zum Beispiel Video- oder Brettspiele. Abschließend wird am 26. Dezember noch der Hauptpreis, eine Sound-Blaster-Recon-3D-PCIe-Soundkarte und dazu ein Inspire-2-Wireless-Lautsprechersystem im Wert von 180 Euro verlost. Um einen der vielen Preisen zu gewinnen, dürft ihr täglich eine Frage bei unserem Partner beantworten. Wie genau das funktioniert, entnehmt ihr am besten gleich der vollständigen Beschreibung des Gewinnspiels.

Prime Time: Wii U (Unboxing)

Gestern Abend kam sie endlich bei uns an. Nachdem unser Chefredakteur Eric aufgrund des dubisosen Paketdienstes Hermes schon fast am Verzweifeln war, konnte er sie gegen 19:30 Uhr doch endlich in Empfang nehmen. Heute Morgen hat er dann als allererstes die Konsole ausgepackt und stellt euch im ersten Teil unseres Unboxing-Videos alle Inhalte des Premium Packs vor.

Im zweiten Teil geht er dann auch noch auf Zubehör (in diesem Falle zweimal den Wii U Pro Controller) und neun Spiele ein, die zum Launch erhältlich sind und wir demnächst zum Teil auch auf unserer Seite noch genauer vorstellen. Bei beiden Videos wünschen wir euch wie immer gute Unterhaltung und wer sich schon selbst eine Wii U gekauft hat oder noch kaufen wird, dem wünschen wir natürlich auch viel Spaß mit seiner neuen Konsole!

Gewinnspiel (01. – 16. Dezember 2012)

Gewinnspiel Dezember 2012Traditionell veranstalten wir wie in den letzten beiden Jahren auch in diesem Dezember unser großes Weihnachtsgewinnspiel. Diesmal gibt es sogar ganze 65 Preise zu gewinnen, doch die Verteilung der Gewinne verläuft in diesem Jahr anders, als ihr das vielleicht gewohnt seid. Es ist nicht durchgängig so, dass jeder unserer Leser mit jedem Preis gleich viel anfangen kann – daher haben wir uns dafür entschieden, nach Ablauf des Gewinnspiels eine zufällige Zahl zwischen fünf und zehn zu bestimmen und exakt so viele Superpakete aus den dargestellten 65 Preisen zu schnüren. Über solch ein Superpaket wäre selbst der Weihnachtsmann neidisch.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr wie immer auch gar nicht viel tun. Ihr habt die Auswahl zwischen mehreren Gewinnspielmöglichkeiten und könnt die Option wählen, welche euch am ehesten zusagt. Die Mehrfachteilnahme an einer der gegebenen Möglichkeit ist euch zwar untersagt, jedoch dürft ihr an allen aufgeführten Optionen teilnehmen, um die Chance auf eines der Superpakete deutlich zu erhöhen. Wie folgt könnt ihr an unsere Gewinnspiel zwischen dem ersten und 16. Dezember teilnehmen.

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 01.12.2012 öffentlich mit euren Freunden und teilt uns unter dem Beitrag mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

2. Ihr folgt uns auf Twitter und teilt uns in eurer Antwort mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 01.12.2012 und teilt uns in eurer Antwort auf den Beitrag mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

4. Ihr registriert euch im NextGen-Forum, erreicht bis zum 16.12.2012 die Mindestanzahl von zehn Posts und teilt uns im Thread „Die Weihnachtszeit“ mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

5. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns mitteilt, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

6. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username mit und schildert uns, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und den angegebenen Gewinnspielpartnern sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 17. Dezember 2012 informiert. Die angeschriebenen Personen haben anschließend 24 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt einer der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und im NextGen-Forum erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 16. Dezember 2012, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Prime Time: Theatrhythm Final Fantasy (Spielkritik)

Im Sommer dieses Jahres haben wir uns dem Titel bereits in einem Review gewidmet. Nach all der Zeit wollten wir unsere Gedanken nochmals auffrischen und haben eine Ausgabe Spielkritik ganz dem Musik- und Rhythmusspiel gewidmet. Warum wir den Titel vorher lieber nochmal hätten spielen sollen, wird ebenfalls sehr schnell deutlich. Trotzdem wünschen wir euch mit unseren Worten zum Spiel sehr viel Spaß und gute Unterhaltung!

Review: Disney Micky Epic: Die Macht der 2

2010 durften wir erleben, wie Warren Spector dem wohl berühmtesten Mäusereich der Welt eine Hauptrolle in einem Videospiel verpasste. Dass dieses Spiel dann auch noch den Konflikt mit Oswald dem glücklichen Kaninchen thematisierte, stimmte Fans fröhlich.

Nach den Geschehnissen von Disney Micky Epic kehrte Micky nach Hause zurück, doch die neu gewonnene Freundschaft mit Oswald sollte ewig währen, auch wenn die beiden sich wohl offenbar nie mehr wieder sehen sollten. Oswald lebte in dieser Zeit im Wasteland glücklich und zufrieden mit seiner Freundin zusammen, doch eines Tages sollte sich das Leben für das Pärchen schlagartig ändern. Die Erde begann zu beben, die Mean Street wurde in zwei Teile auseinandergerissen und dann taucht plötzlich auch noch der Mad Doctor aus dem Nichts auf und will das Wasteland retten! In einer etwas längeren Gesangseinlage beschwichtigt er seine Unschuld am Debakel und gesteht ein, dass er Fehler gemacht hat. Er entschuldigt sich vom ganzen Herzen! Oswalds Freundin warnt ihn vor dem Wissenschaftler, doch Oswald kann die Entschuldigung nicht zurückweisen und unterstützt ihm in dessen Vorhaben. Wenig später ist auch Mickys Heimatwelt nicht mehr sicher, denn eines Nacht hört Micky Geräusche aus dem Fernsehgerät. Oswald und der Kobold, der Micky im ersten Teil mit Rat und Tat geholfen hat, bitten den Mäuserich nun um dessen Unterstützung. Micky kann natürlich nicht anders, sucht im Labor des Zauberers Yen Sid nach dem magischen Pinsel und reist dann ins Wasteland, in welchem er über die neuen politischen Verhältnisse und Begebenheiten aufgeklärt wird.

Die Macht der Zwei

Die wichtigste Neuerung im zweiten Teil der Reihe ist wohl, dass Micky nicht mehr alleine in der Welt umherreisen muss und jederzeit Unterstützung von Oswald erhält. Während wir mit Micky nach wie vor mit dem magischen Pinsel und Farbe silhouettenartige Dinge ausmalen dürfen, nutzen wir den Verdünner, um sichtbare Objekte auszulöschen. So verändern wir die jeweiligen Spielabschnitte ständig, um neue Plattformen erreichen zu können oder versteckte Items hinter zuvor ausgemalten Häuserwänden zu entdecken. Hin und wieder stoßen wir auch auf Schaltkästen, die wir ausmalen dürfen, doch funktionslos bleiben. Hier hilft Oswald, den wir mit einem Druck auf die Minus-Taste der Wii-Fernbedienung herbeirufen dürfen, damit er sich das Problem annimmt. Mit seiner Fernbedienung kann er die Schaltkreise aktivieren und uns so neue Wege offenbaren, die entweder zu weiteren Geheimnissen führen oder sogar für den eigentlichen Spielverlauf erforderlich sind. Oswald können wir auch zur Hilfe rufen, um auf höher gelegene Plattformen zu gelangen. Er schmeißt uns dann einfach in die Luft und in seltenen Fällen dürfen wir Oswald ebenfalls auf solch eine Ebene werfen. Liegt ein Abgrund zwischen uns und unserem Ziel und es ist keine Plattform zum Ausmalen in Sichtweite, dann können wir Oswald in die Höhe katapultieren und uns an ihn ranhängen. In Helikoptermanier überfliegen wir dann die Untiefen, um sicher auf der anderen Seite anzukommen.

Oswald, das sture Kaninchen

So gelungen diese Spielideen auch sind, sie können uns nicht überzeugen. Das liegt an einem ganz einfachen Grund: Oswalds künstliche Intelligenz arbeitet nicht so, wie wir uns das gerne vorstellen. Ist ein Gegner in der Nähe, begibt er sich auf einen persönlichen Rachefeldzug, als uns beizustehen, um ein Rätsel zu lösen. Selbst wenn er auf den Ruf hört, verschwindet er ein paar Augenblicke später wieder, wenn ihm der Gegner keine Ruhe lässt. Im letzten Drittel des Spiels müssen oftmals auch zeitgleich Schalter oder Zahnräder betätigt werden, welche das Kaninchen auch gerne mal gekonnt ignoriert, obwohl wir mit Micky die Aktion vormachen. Neustarts sind zwar überflüssig, doch dauert es manchmal sehr lange, bis unser Partner die Spielsituation verstanden hat und eingreift. Oswald bleibt auch gerne auf Plattformen stehen und wenn wir seine Hilfe brauchen, erkennt er das Signal nicht. Hämisch ruft er dann sogar, dass er am Ball sei. Wir sehen das absolut nicht so. Ärgerlich ist das Zusammenspiel in den Projektorenlevels (dazu später mehr) auch, da hier auf zwei Ebenen E-Tickets (die Währung des Spiels) gesammelt werden können, Oswald virtuelles Geld aber egal ist. Oftmals lässt uns das Spiel auch einfach nicht die Möglichkeit, aus einer Kooperationsoption auszuwählen. Das ist in Anbetracht dessen, dass wir mit ihm zusammenarbeiten sollen, sehr, sehr ärgerlich.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Da sich das Abenteuer allerdings diesmal auch mit zwei Spielern angehen lässt, kann man den Frust auf ein Minimum reduzieren. Zu jeder Zeit darf sich ein Freund in ein laufendes Spiel einklinken, um uns zu unterstützen. In den dreidimensionalen Abschnitten wird der Screen in der Mitte vertikal geteilt, doch bei den zweidimensionalen Abschnitten fährt man zweigleisig. Entweder wird der Bildschirm in die Länge gezogen, so dass er auf dem Fernseher in kleiner Form dargestellt wird, je weiter sich die beiden Charaktere voneinander entfernen oder in dem Fall eines Projektorenlevels findet die Teilung horizontal statt. War es im Vorgänger noch so, dass es einen direkten Weg durch das Level gab, können wir jetzt zuvor an der Leinwand das Zahnrad drehen, um die Startposition von Oswald und Micky zu variieren. Das erhöht zwar den Wiederspielwert einzelner Abschnitte, aber es ist nervig, vor jedem Spielabschnitt an dem Zahnrädchen zu drehen, um dann erst im Level herauszufinden, wo die versteckte Filmrolle zu finden sein könnte. Diese wiederholbare Prozedur stört den Spielfluss, sofern jemand denn wirklich alle versteckten Items im Spiel sammeln möchte. Solltet ihr das Abenteuer allerdings kooperativ zu zweit angehen, kommen diese Defizite fast nicht vor, da vier Augen auch hier mehr sehen als zwei und das Sammeln aller Items zur spaßigen Nebenbeschäftigung wird.

Undurchschaubare Rätselkost

Der Titel krankt jedoch an einem noch viel größeren Problem. Neulingen wird so gut wie gar nichts über die Spielwelt und ihre Charaktere erzählt. Wer den ersten Teil durchgespielt hat, wird viele der Spielfiguren kennen, doch auch für die wird es unter Umständen knifflig, wenn ohne Vorwarnung auf Figuren eingegangen wird, die noch nicht vorgekommen sind und man selbst die Zusammenhänge erkennen soll. Das ist im eigentlichen Spielverlauf übrigens nicht anders. Kaum erreichen wir ein neues Gebiet, ist ein Ziel bereits vorgegeben, doch dieses Ziel wird oft nur beiläufig oder nicht richtig erklärt. Nicht selten standen wir in der Gegend herum und müssen raten, was wir eigentlich machen sollen. So taucht zwischendurch ein Charakter auf, den wir in ein Gebäude verfolgen müssen. Der offensichtliche Eingang ist eine Dachluke, doch die wird mit Kameras bewacht und immer wenn wir uns dieser nähern, schließt sich die Luke automatisch. Unser Kobold gibt uns den Tipp, dass wir uns nicht von den Kameras ertappen lassen sollen. Wir durchschauen das Rätsel und machen uns mit Hilfe des Brunnens kurzzeitig unsichtbar, doch die Wirkung ist immer dann aufgebraucht, wenn wir die Luke erreichen. Durch die schwache künstliche Intelligenz schaffen wir es erst nach mehr als einer Dreiviertelstunde mit Feuerwerkskörpern ein Loch ins Gebäude zu sprengen, um zu einem weiterführenden Projektor zu gelangen, doch das hat man uns zuvor gar nicht als Ziel gesetzt.

Vermeidbare Fehler

Die Steuerung ist ein anderer negativer Punkt des Spiels, auch wenn sie zugegeben nicht mehr ganz so nervig ist, wie noch im Vorgänger. Nach wie vor müssen wir die Kamera ständig neu ausrichten, doch das Zielen mit der Pointer-Funktion funktioniert, obwohl die Mechanik 1:1 aus dem Vorgänger übernommen wurde, etwas besser. Trotzdem haben wir nicht selten zuerst den Charakter richtig ausrichten müssen, um dann in die richtige Richtung zu zielen. Warum die Entwickler sich hier nicht an guten Pointer-Funktionen wie in Pikmin und Co. ein Beispiel nehmen können, fragen wir uns nun zum zweiten Mal. Abermals fragen wir uns, warum man schon wieder auf (diesmal hübschere) Comic-Szenen und CGI-Sequenzen gesetzt hat. Ein einheitlicher Stil hätte dem Spiel abseits der Projektorenlevel gut getan. Letztere sind jedoch wieder bestimmten Cartoons nachempfunden. Das ist zwar keinesfalls verkehrt, doch die aus dem Vorgänger bekannte Mischung bleibt hier leider aus. Technisch kann das Spiel einerseits mit kunterbunten Grafiken, einer funktionierenden Spielmechanik und vielen tollen Ideen wie der erste Teil überzeugen, doch bricht die Framerate manchmal ein klein wenig ein. Da finden wir es schon deutlich besser, dass das Spiel diesmal komplett vertont ist und auch bekannte Synchronsprecher wie David Nathan mit an Bord sind. Disney Micky Epic: Die Macht der 2 eignet sich für beinharte Disney-Fans, die bei den Defiziten beide Augen zudrücken können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-Fassung): Beim Vorgänger war ich bereits im Vorfeld skeptisch, aber habe dem Titel dennoch eine Chance gegeben. Disney Micky Epic ist in meinen Augen zwar kein schlechtes Spiel, aber immer noch weit davon entfernt, ein richtig gutes zu sein. Disney Micky Epic: Die Macht der 2 konnte das Debüt von 2010 nicht toppen, doch dafür stellenweise noch unterbieten. Neulinge werden sich in der Spielwelt nicht richtig zurecht finden. Dafür werden die Persönlichkeiten des Wastelands zu wenig charakterisiert, die Zusammenhänge zwischen einzelnen Orten und wichtigen Disney-Figuren fast gar nicht geschildert und die Nutzung einzelner Gameplay-Inhalte müssen neue Spieler ebenfalls fast für sich alleine entdecken. Kennern des Vorgängers wird es nicht ganz so schlimm ergehen, doch auch diese werden eine gewisse Emotionslosigkeit erkennen und sich unter Umständen wohl oder übel fragen, warum der Zauber verflogen ist. Obwohl ich diese Defizite persönlich noch teilweise ausblenden kann und über die echt schwache Handlung ich mich gar nicht in diesem Review äußern möchte (sonst müsste ich euch spoilern), kann ich nicht aufhören, mich über das Kaninchen zu ärgern. Selten habe ich einen so schwachen Begleiter erlebt und selten habe ich mich so sehr darüber geärgert. Oswalds künstliche Intelligenz möchte sich einfach nicht in den Spielfluss eingliedern, weshalb ich jedem von euch empfehlen möchte, den Titel lieber direkt zu zweit zu spielen, denn das ist auch die herausstechende Qualität des Spiels.

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Disney Micky Epic: Die Macht der 2!

Prime Time: New Super Mario Bros. (Spielkritik)

In diesem Jahr ist nicht nur New Super Mario Bros. 2 erschienen. Es erwartet uns auch noch ein weiterer Teil des Franchises im November, denn mit New Super Mario Bros. U bekommt die neue Nintendo-Konsole endlich wieder ein Super-Mario-Spiel zum Launch spendiert. Wir haben uns deshalb gedacht, dass wir dem sechs Jahre alten New Super Mario Bros. nicht nur ein Review spendieren, sondern gleich auch noch eine Ausgabe von unserer Spielkritik. Wir wünschen euch gute Unterhaltung mit unserem Video!

Review: Project Zero 2: Wii Edition

Horrorspiele entwickeln sich in unserer Gesellschaft immer mehr zu Third-Person-Shootern, wie wir es jüngst bei Resident Evil 6 gesehen haben. Gut, dass es da noch Spiele gibt, die uns gruseln wollen. Schade, dass Project Zero 2: Wii Edition nur ein Remake ist.

Die Geschichte des zweiten Teils der Serie dreht sich um die Schwestern Mio und Mayu, die es sich in einem idyllischen Wald gemütlich machen. Ein scharlachroter Schmetterling taucht plötzlich aus dem Nichts auf, welchen Mayu direkt hinterher rennt. Damit Mio ihre Schwester nicht aus den Augen verliert, läuft sie Mayu hinterher. Der Wald wird in der Zeit jedoch vom Schatten der Nacht eingeholt und auf einmal ist es den beiden Mädchen nicht mehr möglich, den Ort zu verlassen. Von einer Anhöhe aus überblicken sie ein Tal, in dem ein kleines Dorf liegt. Dort versuchen sie Hilfe zu finden, doch schon bald wird ihnen klar, dass sie wohl das verschwundene Dorf gefunden haben, wie es in der Gegend genannt wird. Als Mayu dann ein weiteres Mal verschwindet, bricht für Mio eine Welt zusammen. Sie fasst neuen Mut und will ihre Schwester im Dorf suchen. Als sie die geheimnisumwobene Camera Obscura findet, ist es aus mit der Ruhe im gruseligen Dorf. Überall tauchen Geister auf, welche ihr passiv Angst einjagen oder sie sogar aktiv bei ihrer Suche behindern wollen. Um sich gegen die Geister zur Wehr zu setzen, muss sie sich dem neu gefundenen Gegenstand bedienen. Mit der Kamera ist es nämlich möglich, die Gespenster zu fotografieren, um ihnen so Schaden zu zufügen und sie auf Film zu bannen. Nur wer eine ruhige Hand behält, hat die Chance zu überleben.

Perspektivenwechsel

Letzteres bekommen wir besonders in der ersten Spielhälfte zu spüren, denn wenn wir einfach brachial vorgehen, wie zum Beispiel in den aktuellen Resident-Evil-Ablegern, werden wir bei der Geisterjagd nur wenig Glück haben. Während des normalen Abenteuers erleben wir die Geschehnisse aus der dritten Person, doch sobald ein Geist auftaucht, sollten wir schleunigst einen Überblick über den Raum gewinnen und dann die Camera Obscura einschalten. Ist dies erledigt, erleben wir das Geschehen aus der Ego-Perspektive beziehungsweise der Linse der Kamera. Betätigen wir den Auslöser zu früh, fügen wir unserem Gegner jedoch nur geringen Schaden zu. Es empfiehlt sich also, den Auslöser einige Sekunden gedrückt zu halten und die Anzeige aufzuladen, um zum einen den Geist effektiv zu besiegen und zum anderen auch den begrenzten Film zu schonen. Sollte uns der Film der Kamera ausgehen, stehen wir nämlich mitten in einem Gefecht fast hilflos dar. Es gibt zwar noch den unbegrenzten Film, aber dieser fügt einem Geist fast kein Leid zu. Daher sollte man gegnerbedingt überlegt den passenden Typ Film einsetzen. Die Filmtypen unterscheiden sich jedoch nicht nur in ihrer Stärke – die Aufladezeit, um das nächste Bild zu knipsen, variiert ebenfalls. Lauft ihr aber nicht gerade mit verschlossenen Augen durch das verschwundene Dorf, solltet ihr ausreichend Material haben.

Camera Obscura

Es gibt, wie bereits erwähnt, jedoch nicht nur aggressive Ungetüme in Project Zero 2. Solltet ihr auf einen Geist treffen, der euch nicht sofort attackiert, solltet ihr dennoch den Fotoapparat auspacken und ein Bild von ihm schießen, doch Obacht: Solche Geister tauchen in der Regel nur für ein paar Sekunden auf und verschwinden dann zunächst unwiderruflich! Für jedes so geschossene Foto von einem Geist, egal ob im Kampf oder in der freien Umgebung, erhalten wir Punkte, die wir in die Aufrüstung der Camera Obscura stecken dürfen. So laden wir schon bald den Film schneller nach, richten größeren Schaden an und können Geister auch aus einer größeren Entfernung fotografieren – oder wir erhöhen den Vorrat unserer Geistpunkte. Diese Punkte laden sich immer dann auf, wenn wir ein Foto von einem Feind knipsen. Dann können wir nämlich die Spezialwirkungen der verschiedenen Linsen nutzen, die wir optional in der Camera Obscura unterbringen können. Einen Geist stoßen wir bei seinem Angriff auf diese Weise noch weiter zurück oder uns werden mehr Punkte gutgeschrieben. Es gibt auch weitere Items, die wir an der Camera Obscura anbringen können. Die meisten davon erhalten wir aber erst nach dem einmaligen Durchspielen beziehungsweise können sie in dem freigeschalteten Schattenladen erwerben. Trotzdem: Der Fotoapparat bleibt vielseitig und gefährlich!

Geisterhände

Wer es am Anfang dennoch übertreibt, der findet im verschwundenen Dorf hin und wieder die nötigen Heilgegenstände wie Kräutermedizin oder Weihwasser. Wir haben davon zu Beginn regelrecht Gebrauch gemacht, um uns im Spiel einzufinden. Nach dem vierten Kapitel sind wir jedoch wesentlich vorsichtiger vorgegangen und haben uns auch beim Einsammeln von Gegenständen angestrengt. Erblicken wir am Boden nämlich einen blauen Punkt, handelt es sich dabei um diverse Items, die wir mit gedrückter A-Taste greifen sollen. In dieser Zeit kann die Hand samt Arm eines Verstorbenen auftauchen und uns so wertvolle Lebenspunkte abziehen. Das Spiel verlangt, dass die A-Taste in diesem Moment losgelassen werden soll, jedoch fällt die Reaktionszeit eines normalen Spielers dabei jedoch viel zu kurz aus, weshalb wir euch an dieser Stelle ganz einfach empfehlen, die A-Taste immer nur kurz gedrückt zu halten, sie loszulassen und dann wieder gedrückt zu halten. Außerdem verrät öfters die Kameraperspektive schon, ob sich solch eine Hand nähern wird. Unfreiwillig hört man auch die Wii von der Disc nachladen, wenn dieses Ereignis auftaucht. Ob die Entwickler das gewollt haben, ist fraglich – wir finden es jedoch interessant und beim Spielen im Dunkeln auch sehr atmosphärisch. Bei Tageslicht kann man sich ohnehin nicht sonderlich viel gruseln.

Hintergrundatmosphäre

Projekt Zero 2 hat hier nämlich leider ein Problem. Bei Tageslicht ist es sehr schwierig, etwas auf dem Fernseher zu erkennen. An den fair im Spiel verteilten Speicherlampen können wir zwar die Helligkeit regeln, doch wenn die Örtlichkeiten zu hell erscheinen, verfliegt viel von der Atmosphäre des Dorfes. Wir empfehlen also dringend, dass ihr das Spiel abends oder gar nachts spielen solltet, sofern ihr die Gruselatmosphäre erhalten wollt. Diese wird nämlich mit einem düsteren Soundtrack hervorragend unterlegt, dessen Tracks sich aber nicht wesentlich unterscheiden. Die Story rundum Mio und Mayu schafft es da aber leider nicht, uns an den Bildschirm zu fesseln, da beide Charaktere zu wenig charakterisiert werden. Die Hintergründe des Dorfes sind da schon sehr viel interessanter. Überall finden wir Dokumente oder alte Fotos, die uns Einblicke in das tiefreligiöse Leben der Bewohner geben und wie man mit Fremden in einem Dorf jenseits der Zivilisation umgeht. Noch dazu finden wir jede Menge Edelsteine, die wir in die Einfassung des Geisterradios stecken dürfen und so in gewisser Weise Tonaufnahmen, in erster Linie der drei Verstorbenen Yae, Sae und Itsuki, zu hören bekommen. Aus heutiger Entwicklersicht mag das sehr banal und wenig pompös wirken, aber solche Spielelemente sind doch genau das, was man sich von einem Horrorspiel erwartet.

Merkmale des Remakes

Optisch hat sich in dem im Jahr 2003 für die PlayStation 2 veröffentlichte Spiel ebenfalls viel getan, denn zum einen hat man nicht nur die Videosequenzen aufgewertet, sondern auch noch das komplette Charakterdesign. Hatte man vor neun Jahren noch das Gefühl, Mayu und Mio könnten einem Japano-Rollenspiel entsprungen sein, wirken die Schwestern mittlerweile sehr viel echter, wenn ihre Herkunft auch nicht gänzlich verschleiert werden kann. Westliche Fans von japanischen Horrorfilmen wie The Call dürfen sich sehr wohl angesprochen fühlen. Wer das Original kennt, wird grafisch allerdings weitere Veränderungen bemerken. Haben wir auf der PlayStation 2 noch alle Räume aus einer festen Kameraperspektive wie in Resident Evil erkundet, läuft das Spiel auf der Wii in der Verfolgerperspektive ab. Ob das ein guter Schritt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beide Perspektiven haben ihre Vor- und Nachteile. Es ist uns jedoch schleierhaft, warum die Entwickler nicht noch die Bewegungssteuerung erfolgreich in das Spiel integriert haben. Es ist zwar möglich, die Blickwinkel an den Boden und an die Decke durch Bewegen der Wii-Fernbedienung geringfügig zu ändern, aber das Vorgehen wird unnötig hektisch inszeniert. Selbst wer das Original kennt und abermals nichts gegen einen linearen Spielverlauf einzuwenden hat, darf sich das Remake ohne Nachzudenken zu legen, denn die Spielidee ist nach wie vor originell und unterhaltsam.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-Fassung): Als ich mir im Vorfeld die Beschreibung von Project Zero 2: Wii Edition durchgelesen habe, war ich doch ein wenig skeptisch. Die Reihe ist in den letzten Jahren einfach an mir vorbeigegangen, was aber wohl damals vor allem an der fehlenden Möglichkeit lag, Spiele auf der PlayStation 2 oder Xbox zu spielen. Dank der in meinen Augen sehr gut umgesetzten Wii-Fassung kam ich nun endlich in den Genuss des Spiels. Grundlegend finde ich die Handlung rundum Mayu und Mio doch sehr altbacken und ehrlich gesagt auch etwas langweilig, doch dafür erzählt mir der Titel nicht nur interessante Hintergründe über die Spielwelt, sondern setzt diese im Spiel mit der einen oder anderen Zwischensequenz und vielen sammelbaren Dokumenten gut um. Ob es nun mehr Spaß macht, wie in Resident Evil auf Zombies zu schießen oder mit einer Kamera Geister zu fotografieren, überlasse ich jedem selbst. Stimmungsvoller als die letzten Resident-Evil-Teile ist Project Zero 2 aber auf jeden Fall. Persönlich hätte ich mir mehr und anspruchsvollere Rätsel für den Spielverlauf gewünscht, der definitiv zu linear abläuft, auch wenn man sich relativ frei im verschwundenen Dorf bewegen kann. Ich werde mir sicherlich auch noch die anderen drei Teile der Reihe anschauen, wobei der vierte Teil bis heute aber leider nicht außerhalb Japans in den Handel gekommen ist. Es bleibt zu hoffen, dass Nintendo trotz des bevorstehenden Wii-U-Launches Erbarmen mit den Fans zeigt und Project Zero 4, welches 2008 exklusiv für die Wii erschienen ist, auch noch im Westen auf den Markt bringen möchte.

Prime Time: Mario Tennis Open (Spielkritik)

Auch diesem Spiel haben wir uns bereits im Sommer in einem Review gewidmet, doch um den Langzeitspaß noch einmal zu würdigen, haben wir uns dazu entschlossen, eine Ausgabe von Spielkritik ganz im Zeichen von Mario Tennis Open aufzunehmen. Wir erinnern uns an das Spielprinzip und warum eines der Minispiele dermaßen aus der Menge ist, erfahrt ihr selbstverständlich in der aktuellen Ausgabe. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Review: Sin and Punishment: Successor of the Skies

Seit Jahren entwickelt sich die Videospielindustrie zu einer Sparte, in der schwierige Spiele schon fast gar keinen Platz mehr haben. Wir sind froh, dass es Ausnahmen gibt, die uns gut zeigen, wie viel Spaß man mit Herausforderungen haben kann.

Einst war das Universum von Sin and Punishment: Successor of the Skies in zwei Fraktionen geteilt. Zwischen dem Inneren und dem Äußeren Universum herrschte Krieg, denn das Innere Universum erschuf die Menschen, welche sich gegen das Äußere Universum wehren mussten. Als Schutz vor dem Feind wurden mehrere Erden geschaffen, welche die Menschen als ihre Heimat ansehen. Es kam jedoch dazu, dass sich die Menschheit ihrer Bestimmung widersetze und Mitgefühl mit dem Äußeren Universum zeigte. Immer dann, wenn sich solch ein Vorfall ereignete, musste die betroffene Erde samt ihrer Bevölkerung neu erschaffen werden. Derlei Vorfälle nutzen dem Äußeren Universum als Schlupfloch, um die Saat des Bösen ins Innere Universum zu entsenden. Unsere Geschichte beginnt damit, dass die Vorhut in Mädchenform auf die vierte Erde entsandt wird. Kachi trifft dort auf den halbmenschlichen Jungen Isa, der wiederum vom Inneren Universum geschickt wird, um Kachi zu beseitigen. Jedoch freunden sich die beiden Teenager an, um herauszufinden, woher Kachi eigentlich kommt. Das Innere Universum ist von deren Vorhaben natürlich nicht begeistert und schickt die Nebulox aus, um Kachi und Isa zu töten. Sie haben keine Wahl und müssen sich den Kriegern Deko Gekisho, Orion Tsang, Ariana Shami, Armon Ritter und Hibaru Yaju stellen, um ihr Leben zu retten.

Hardcore-Ballerorgie

So viel verrät uns zumindest die Anleitung des Titels, denn im Spiel wird die Handlung kaum erörtert und wir können nur erahnen, warum wir gegen dutzende Gegnerhorden kämpfen und was der ausschlaggebende Grund dafür ist. Schade, denn in den Zwischensequenzen hätte die Story des actiongeladenen Abenteuers deutlich besser in Erscheinung treten können. Einfluss auf das Gameplay hat dies natürlich kaum. Zu Beginn des Abenteuers wählen wir zwischen den beiden Protagonisten Isa und Kachi aus, um anschließend nach der Reihe acht Stages von den Nebulox-Schergen zu befreien. Acht Stages klingen jetzt natürlich nicht viel und ist man geübt im Umgang mit herausfordernden Ballerorgien, ist man sicherlich auch schnell beim Endkampf angelangt. Sind eure Fähigkeiten jedoch eingerostet oder stammt ihr aus der Post-Mega-Man-Generation, werdet ihr den Game-Over-Screen mehr als nur einmal zu Gesicht bekommen. Selbst auf dem mittleren der drei Schwierigkeitsgrade kennt das Spiel besonders in den letzten drei Stages kein Erbarmen. Von überall fliegen Lasersalven, Kanonenkugeln und sonstige Projektile an, denen wir entweder ausweichen, sie abwehren oder sogar auf die Gegner zurückfeuern sollen. Währendessen müssen wir jederzeit unsere Spielfigur im Auge behalten, die nicht mit Flugkörpern zusammenstoßen darf und diesen ausweichen sollte.

Bildschirmfüllendes Effektfeuerwerk

In der ersten Spielstunde könnt ihr darüber nur lächeln, doch danach fordert euch Successor of the Skies regelrecht heraus, denn schon bald sind die Angriffe der Gegner bildschirmfüllend und wer da nicht ständig in Bewegung ist und sich auch nicht nur die kleinste Lücke für eine Millisekunde des Verschnaufens sucht, wird sehr bald die Lebensanzeige seines Charakters in kurzer Zeit sinken sehen. Zum Glück haben die Entwickler Kontrollpunkte relativ fair in den einzelnen Levels verstreut, weshalb ihr nicht immer am Anfang des jeweiligen Spielabschnitts beginnen müsst. Hardcore-Spieler brauchen jetzt allerdings nicht aufzuschreien, denn wer das Abenteuer von Isa und Kachi unbedingt meistern will, freut sich über jeden noch so hohen Highscore, der bei einem Game Over unverzüglich auf Null zurückgesetzt wird. Wer ständig verliert, hat dementsprechend auch keine Chance, auf der Online-Rangliste zu landen, wo sich auch nur alle Spieler tummeln dürfen, die verrückt genug waren, Spielpassagen auswendig zu lernen und die Taktiken aller Bossgegner zu verinnerlichen. Diese treten nämlich in Gestalt von monströsen Kreaturen gegen uns an oder sind zumindest so hinterhältig, dass wir erst die Situation studieren müssen, bevor wir überhaupt etwas gegen sie ausrichten können – da muss ein Kampf auch schon mal fast ausschließlich mit Nahkampfangriffen gewonnen werden!

Schwächen des Konzepts

Die Bosskämpfe sind also spannend und herausfordernd, doch die kleinen Gegner in den acht Stages lassen dieses Gefühl leider nicht aufkommen. Viele Gegner sind Kanonenfutter, die dazu dienen, unseren Punktemultiplikator mit jedem Abschuss in die Höhe zu treiben, doch dann und wann tauchen auch schon mal größere und gepanzerte Kreaturen auf, die uns das virtuelle Leben zur Hölle machen können, wenn wir nicht schnell reagieren. Während solche Gestalten zum Ende hin häufiger auftauchen, lässt das Leveldesign nach der fünften Stage nach. In der ersten Hälfte des Spiels erkunden wir schon mal einen japanischen Wald oder müssen in einem Tunnel einer Fabrik sich schließenden Türen so ausweichen, dass wir immer durch die offene Stelle der Türen düsen. Später fehlt uns diese Verspieltheit einfach, doch wir sind zumindest froh darüber, dass wir uns automatisch durch die Levels bewegen und wir nur die vordere Ebene zum Steuern des Charakters zur Verfügung haben, denn Successor of the Skies wäre sonst sicherlich auch für den talentiertesten Spieler eine Zumutung. Unzumutbar ist fast schon die antiquierte Grafik. Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass die Wii nicht die leistungsstärkste Konsole ist, doch verwaschene Texturen und detailarme Charaktere lassen das Spiel so wirken, als sei es fast noch für das Nintendo 64 oder den Gamecube konzipiert.

Herausforderungen am laufenden Band

Immerhin läuft das Spiel dafür mit geschmeidigen sechzig Bildern pro Sekunde. Zumindest in den meisten Fällen, denn wenn doch sehr viele Polygone dargestellt werden müssen, sinkt die Bildwiederholungsrate geringfügig – verschmerzbare Ausnahmen! Stattdessen freuen wir uns darüber, dass sich die Entwickler an möglichst viele Steuerungstypen richten wollen. Steuern dürft ihr das Spiel entweder mit der von uns bevorzugten Kombination aus Wii Remote und Nunchuck oder auch mittels Classic- und Gamecube-Controller. Letzteres ist aber nur dann möglich, wenn ihr eine Wii der frühen Baureihe besitzt, denn aktuelle Wii-Konsolen verfügen nicht mehr über Gamecube-Controller-Anschlüsse. Wer die eigentlich nutzlose Peripherie Wii Zapper sein Eigen nennt, darf diese für Successor of the Skies auch aus dem Regal nehmen. Abschließend bleibt zu sagen, dass der Titel über einen Mehrspielermodus für zwei Spieler verfügt. Während der erste Teilnehmer ganz normal seine Spielfigur über den Screen bewegt, darf der zweite Spieler jedoch nur zielen und schießen. Das finden wir sehr schade, doch wer das Ende des Spiels kennt, wird sehr wohl wissen, dass das dann keinen Sinn mehr ergeben würde. Trotz der Mehrspielervariante richtet sich Successor of the Skies dennoch an Solisten, die nichts gegen zehn Stunden Herausforderungen am laufenden Band einzuwenden haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Sin and Punishment: Successor of the Skies lag nun lange genug bei mir herum. Eigentlich hatte ich vor, den Nintendo-64-Vorgänger vor dem Spielen nachzuholen, doch in Anbetracht dessen, dass sich der Lebenszyklus der Wii dem Ende entgegenneigt, konnte ich mich dem Thrid-Person-Shooter nicht mehr entziehen und bereue es zum Glück nicht – dabei war ich anfangs sogar etwas enttäuscht! Ich wusste zwar von anderen, dass das Spiel wohl sehr herausfordernd und anspruchsvoll sein soll, doch die ersten Stages habe ich nahezu problemlos überstanden! Doch dann kam Stage 5 und alles änderte sich schlagartig. Auf einmal sind meine Reflexe nicht so, wie sie eigentlich sein sollen und erst nach vielen Anläufen habe ich die jeweilige Situation gemeistert. Ich habe es jedoch gerne gemacht, denn immer wenn der Game-Over-Screen auf meinem Fernseher auftauchte, musste ich lauthals lachen. Das Spiel wird in dem einen oder anderen Spielabschnitt einfach so unglaublich schwierig, dass es mich geradezu anstachelt, die Stage zu meistern und meine Fähigkeiten zu verbessern und wenn ich auch beim zehnten Mal die Stelle abermals laden muss, dann lade ich sie gerne. Bei Successor of the Skies weiß ich einfach, dass ich am Ausgang der gescheiterten Stelle Schuld bin, weil ich einen oder zwei Momente einfach nicht aufgepasst habe. Dieses Gefühl können mir nicht viele Spiele verleihen und ich hoffe sehr, dass Nintendo an einem Nachfolger für die Wii U werkeln wird. Wenn man dann nämlich noch die letzten Defizite des zweiten Teils ausradiert, hätte ich sicherlich den besten Third-Person-Shooter gefunden, den ich mir vorstellen kann.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sin and Punishment: Successor of the Skies!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 121 – 125, Teil 25)

In der vorerst letzten Ausgabe von Countdown: Wii haben wir uns noch fünf weitere Spiele angeschaut, die ihr eventuell nicht verpassen solltet. In Poképark 2: Die Dimension der Wünsche dreht sich wieder einmal alles um Pikachu und seine Freunde. In Endless Ocean haben wir im Meer Tierarten katalogisiert, nur um dann in Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres den ganzen Spaß zu wiederholen und um dabei noch eine virtuelle Weltreise zu machen. Nach dieser Entspannung haben wir in Sin and Punishment: Successor of the Skies gegen Nebulos gekämpft und in Project Zero 2: Wii Edition das Remake eines echt gelungenen Horrorspiels das verschwundene Dorf von seinen Geistern befreit.

Review: Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres

Zwei Jahre nach Endless Ocean hat sich Nintendo dazu entschlossen, das Franchise mit einem weiteren Teil zu beglücken. Wir sind froh, dass sich Nintendo und Arika dazu entschieden haben, denn Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres übertrifft den Vorgänger enorm.

Handlungsbedingt hat Endless Ocean 2 nur wenig mit seinem Vorgänger gemeinsam. Ob wir abermals denselben Charakter steuern, ist fraglich. Es gibt darauf keine Hinweise, doch da die Spielfigur nach wie vor stumm ist, kann sie uns auch schlecht etwas über ihre Vergangenheit erzählen. Die erste Szene des Spiels nimmt das Ende zwar vorweg, geht jedoch dabei nicht ins Detail. Danach springen wir zurück zum Anfang der Story, die sich diesmal auch so nennen darf. Wir schlüpfen nach wie vor in einen namenlosen Tauchsportler, der einem Tauchservice bei seiner Arbeit unterstützen möchte. Als bei einem unserer Tauchausflüge plötzlich Océanes Anhänger ins Meer stürzt, erklingt ein mysteriöses Geräusch. Später erfahren wir, dass es sich dabei um das Lied des Drachen handelt und auch der Vater unserer Tauchpartnerin war einst auf der Suche nach der Lösung des Rätsels, welches sich hinter dem Lied verbirgt. Dabei kam er jedoch ums Leben, weshalb uns Océanes Großvater Jean-Eric Rouvier davon abhalten will, das Mysterium um das Lied des Drachens zu lösen. Als Océane eines Tages auf eigene Faust das Geheimnis erforschen möchte, haben wir keine andere Wahl und unterstützen sie dabei, das Lied des Drachen zu vervollständigen und zudem auch noch die Wahrheit über den Tod ihres Vaters herauszufinden. Die Reise führt uns dabei rund um den Globus.

Weltreise

Dies ist die erste große Neuerung in Endless Ocean 2, denn während wir im Vorgänger gerade einmal das manauraische Meer unsicher machen durften, dürfen wir jetzt endlich auch andere Ozeane unseres Planeten erkunden. Die Weltreise führt uns jetzt unter anderem zu Nord- und Südpol, an die Ägäis oder auch ans Rote Meer. Die Artenvielfalt ist jetzt deutlich glaubhafter, da die unterschiedlichen Fische, Säugetiere und Vögel nun über den Erdball verteilt sind und nicht mehr auf ein relativ kleines Fleckchen der Erde zusammengepresst werden. Wir stoßen somit in der Arktis auf Eisbären und der Dreipunkt-Preußenfisch lebt im Roten Meer. Um das Bestimmungsbuch, welches mittlerweile mehr als 350 verschiedene Tiere umfasst, zu füllen, müssen wir uns also noch mehr anstrengen. Um die Tiere zu erforschen, reicht es jetzt jedoch, sie einmal anzuklicken beziehungsweise sie zu finden. Nach wie vor können wir zwar Futter verwenden, doch dieses verlangen nur die wenigsten Tiere, beispielsweise Delfine. Sofern wir Freundschaft mit den Säugern schließen wollen, ist dies meist nicht anders möglich. Da das Eiswasser in der Arktis unsere Geschwindigkeit beim Schwimmen verringert, sind wir in der Handlung sogar zwingend darauf angewiesen, uns von einem Delfin mitziehen zu lassen. Das Spektakel hängt jedoch mit einer vermeidbaren Logiklücke zusammen.

Lebenskreislauf

Wir fragen uns allen Ernstes, wie ein Delfin ohne fremde Hilfe innerhalb eines Tages, vom südlichen Pazifik, wo wir ihn gefunden haben, es schafft, die amerikanischen Kontinente zu umschwimmen, um uns an der Nordküste Kanadas zu unterstützen. Hier hätte man dann auch auf elektronische Geräte verweisen können – so stört es die Atmosphäre geringfügig, doch ist das Spiel dadurch natürlich nicht weniger langweilig. Langeweile kommt aufgrund des einen oder anderen gefräßigen Fisches ohnehin nicht auf, denn die Entwickler haben sich die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen und so greift uns der eine oder andere Hai an, wenn wir ihm zunahe kommen. Zitteraale verpassen uns dann auch gerne mal einen Stromschlag. Somit ist Endless Ocean 2 deutlich abwechslungsreicher und auch realistischer, wenn durchgehend auch auf ein funktionierendes Räuber-Beute-Schema verzichtet wird. In einer Szene müssen wir zwar einen Pottwal in die Nähe eines Riesenkalmars locken, der diesen daraufhin angreift und kurzfristig versucht zu verschlingen, doch kindergerecht schafft es der Kalmar zu fliehen. Schade, denn der Kreislauf des Lebens sollte in der natürlichen Form in einer realitätsnahen Simulation unserer Meinung nach schon dargestellt werden. So ist und bleibt das Meeresleben zwar vielfältig, spiegelt aber leider keineswegs die Realität wieder.

Aufgabenvielfalt

Dafür haben die Entwickler an den Möglichkeiten im Meer gefeilt, denn jetzt können wir mit dem Pulsar verletzte Tiere heilen oder wütende Haie besänftigen. Mit dem Multisensor können wir am Meeresboden nun Jagd auf verlorene Schätze machen, diese in unserer Tasche verstauen und später bei Händlerin Nancy schätzen lassen. Nach wie vor lassen sich auch mit dem Unterwasserstift Nachrichten ins Wasser malen und mit der Kamera Fotos machen, mit denen wir ebenfalls Geld beziehungsweise Punkte verdienen können. Auf der Neunerinsel, dem Ausgangspunkt jeglicher Reise, können wir nämlich von Jean-Eric Fotoaufträge für die eine oder andere Fachzeitschrift annehmen und das gesuchte Tier möglichst gut fotografieren. Bei Océane erhalten wir Führungsaufträge, bei denen wir dann eine bestimmte Person durch ein ausgewähltes Territorium leiten und dieser ein bestimmtes Lebewesen präsentieren sollen. Die dadurch verdienten Punkte geben wir bei Nancy für neue Tauchausrüstung aus, die dieses Mal nicht nur kosmetischer Natur sind. Einige Gegenstände verbessern beispielsweise unsere Gegenstände, wie die Sauerstoffflasche oder den Pulsar. Andere Items verschönern hingegen die Neunerinsel oder wir helfen Jean-Eric dabei, sein Privatriff mit verschiedenen Pflanzen in Szene zu setzen. In Endless Ocean 2 gibt es also deutlich mehr zu tun, als im Vorgänger!

Gelungene Fortsetzung

Optisch hat sich zwar nur wenig getan, doch das macht im Falle von Endless Ocean 2 nichts. Die Meere sehen nach wie vor für Nintendo-Wii-Verhältnisse fantastisch aus und die Kulisse an Soundmaterial lässt sich ebenfalls hören. Erkunden wir beispielsweise das untergegangene Valka-Schloss, ertönt das von Celtic Woman gesungene Nella Fantasia. Stellt euch den Song, gepaart mit vielen Fischen, die in einem Gang fröhlich umher schwimmen und durch die dort verbauten Fenstern ein wenig Sonnenlicht fällt, vor. Atmosphärischer geht es für eine Simulation kaum. Schade ist, dass man auf eine MP3-Unterstützung wie beim Vorgänger verzichtet hat. Wir hätten gedacht, dass man jetzt auch noch eine Wiedergabeliste hätte anlegen können, um die Unterwasserausflüge musikalisch eigensinnig zu erleben. Vermutlich rudert Nintendo hier zurück, denn seit 1998 gibt es wegen des Musikformats immer wieder strafrechtliche Lizenzverfahren. An der Steuerung hat sich grundsätzlich nichts verändert, doch hat man das Spiel um eine Classic-Controller-Pro-Steuerungsmethode erweitert. Diese fühlt sich unserer Meinung nach jedoch unfertig an, da der Charakter nur indirekt gesteuert wird, weshalb wir nach wie vor die Bedienung mittels Wii Remote bevorzugen. Mehrspielerfreunde freuen sich über die Unterstützung von Wii Speak, denn so sind die Unterwasserausflüge nicht mehr ganz so trocken. Klasse, denn so und nicht anders muss eine gute Fortsetzung aussehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Nachdem mich der erste Teil von Endless Ocean überrascht hat, hat mich dessen Nachfolger überzeugt. Entwickler Arika hat an allen Ecken und Enden am Spiel gefeilt und hat die Erfahrung um sinnvolle Verbesserungen erweitert. Endlich greifen mich gelegentlich auch mal Haie an, endlich kann ich genau dorthin schwimmen, wohin ich auch möchte! Wenn denn der Sauerstoff ausreicht, versteht sich. Der Ozean ist in Endless Ocean zwar nach wie vor doch nicht so endlos wie proklamiert, aber es fühlt sich durch die nun mehr natürlichen Grenzen deutlich mehr so an. Obwohl die Spielzeit nicht unbedingt länger ist, als noch beim Vorgänger, ist die Spielzeit in Endless Ocean 2 einfach besser mit Inhalten gefüllt. Nicht nur die Handlung motiviert, sondern auch viele Dinge abseits des Weges. Überall sind Münzen in den Tiefen des Meeres versteckt und überall gibt es seltene Gegenstände zu bergen und dann gibt es noch genügend Aufträge, mit denen ich die Suche nach den Objekten verbinden und zusätzlich Punkte für den R & R Tauchservice verdienen kann. Sollte mir langweilig sein, so kann ich das Spiel auch noch online zu zweit mit einem Freund spielen und mich mit diesem via Wii Speak auch noch unterhalten. An Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres gibt es wirklich nur Kleinigkeiten, wie eine fehlende Sprachausgabe,  die Delfin-Unterstützung oder der nicht simulierte Lebenskreislauf zu bemängeln, doch im Großen und Ganzen kann man mit dem zweiten Teil nichts falsch machen, sofern man sich nicht nur erholen, sondern auch ein wenig Action erleben möchte. Ich hoffe sehr, dass Nintendo und Arika die Serie nicht einstampfen und die Möglichkeiten der kommenden Wii U auszunutzen wird, um ein mögliches Endless Ocean 3 zu realisieren. Wer darauf nicht (möglicherweise vergeblich) warten möchte, sollte spätestens jetzt zugreifen!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 116 – 120, Teil 24)

In dieser Ausgabe von Countdown: Wii dürfen sich ganz besonders Fans von Party-Spielen angesprochen fühlen. Quiz Party ist ein Spiel, welches bei den Medien fast durchgehend gefloppt ist, doch wir vermuten einfach, dass diese den Sinn des Spiels nicht  verstanden haben. Mario Party 9 bricht aus der traditionsreichen Serie aus, vergisst dabei aber nicht seine einstigen Wurzeln. Schlag den Raab: Das 3. Spiel kommt mit dem einigen bekannten Spielen daher, ersetzt das eine oder andere spezielle Spiel jedoch durch ein anderes – für Fans gerade noch zu empfehlen. Inazuma Eleven Strikers führt das Franchise in ein neues Genre, doch kann dabei nicht so ganz in sich aufgehen. Zu guter Letzt haben wir mit dem Pokémon Pikachu in Poképark: Pikachus großes Abenteuer virtuelle Freunde gewonnen.

Review: La-Mulana

Niemand hätte wohl gedacht, dass in den letzten Wochen vor dem Launch der Wii U noch ein dermaßen gutes WiiWare-Spiel seinen Weg in den Wii-Einkaufskanal finden wird. La-Mulana ist ein Spiel, auf das westliche Spieler seit langer, langer Zeit haben warten müssen.

Wer an Archäologen denkt, dem kommt wohl zu allererst Indiana Jones in den Sinn. Lemeza Kosugi war da bis vor einem Jahr vermutlich nur japanischen Videospielern bekannt. Der virtuelle Archäologe macht keinen Hehl daraus, sich an seinem Vorbild zu orientieren. Das beginnt sogar vor dem eigentlichen Spiel in der elektronischen Bedienungsanleitung – er möchte schlicht und einfach nicht Junior genannt werden und sein Vater ist ebenfalls an der Geschichte untergegangener Zivilisationen interessiert. Outfit und Peitsche hat er wohl auch von Indiana Jones geliehen und so steht einem ähnlichen und doch anderem Abenteuer nichts mehr im Wege, denn die Rätsel der Ruinen von La-Mulana wollen gelüftet werden! Wer zum ersten Mal in das Spiel eintaucht, bekommt vermutlich sehr schnell Probleme, da im Spiel so gut wie gar nichts erklärt wird und zunächst einmal vieles ausprobiert werden muss. Jüngere oder unerfahrene Spieler wird das zunächst abschrecken, doch wer Experimente nicht scheut, gelangt sehr schnell in den Genuss eines atemberaubenden Spiels, welches in einem Lager mitten im Dschungel beginnt. Ausgerüstet mit Peitsche und Laptop beginnen wir damit, die Welt zu erkunden. So erhalten wir vom Eingeborenenhäuptling direkt ein Programm, welches wir im begrenzten Speicher des Notebooks lagern. So bleibt er mit uns in Kontakt und erzählt uns immer mal wieder Wissenswertes über die Spielwelt.

Waffenarsenal eines Archäologen

Der Computer ist aber auch für andere Dinge zu gebrauchen, denn mit der Zeit gelangen wir immer wieder in den Besitz neuer Software, die wir aktivieren können. Beispielsweise um die Schriften der Ureinwohner auf Felsen zu lesen oder Karten der Umgebung einzuscannen. Das Waffenarsenal steigt später ebenfalls an. So dürfen wir uns von dem in den Ruinen erbeuteten Geld bei den in der Spielwelt verstreuten Händlern neue Waffen kaufen. Beispielsweise eine Pistole oder sogar Wurfsterne. Das ist auch bitter nötig, denn in den Ruinen wimmelt es nur so von Untoten und anderem Getier, welches uns am liebsten zum Frühstück verspeisen will. Um in den Ruinen voranzukommen, gilt es oftmals einfache oder schwierige Schalterrätsel zu lüften. Meistens müssen wir einfach nur ein Gewicht auf einen Schalter stellen oder wie in The Legend of Zelda einen Block verschieben. Das macht durchaus Spaß, denn überall sind in der Spielwelt Schätze versteckt, die teilweise auch schon mal unsere Lebensenergie erweitern, doch Obacht: Nicht immer kann das Aktivieren eines Mechanismus Vorteile nach sich ziehen. Wer vergisst Hieroglyphen zu entziffern, erfährt oft nicht, dass mit einem Schalter eine Falle aktiviert wird. Das ist deshalb so wichtig, da die Regenerierung der Lebensenergie nur sehr selten möglich ist. Beispielsweise in der heißen Quelle außerhalb des Lagers.

Verbeugung vor großen Serien

Gespielt wird dabei übrigens nicht aus der Vogelperspektive, sondern aus der Seitenansicht, wie man es zum Beispiel aus Castlevania kennt. Das System, um im Spiel erfolgreich zu sein, erinnert zudem ein wenig an Nintendos Metroid. Nur mit bestimmter Ausrüstung ist es beispielsweise möglich, Türen zu öffnen, um so in neue Bereiche zu gelangen. La-Mulana lässt uns da aber wesentlich mehr Freiheiten, denn es gibt so viele Geheimnisse und auch Wege, um ans Ziel zu gelangen, dass man sich zu Beginn von den Möglichkeiten erschlagen fühlen könnte. Uns gefällt diese Freiheit sehr, da sie den Wiederspielwert drastisch erhöht. Die gesamte Spielwelt ist wirklich detailreich und atmosphärisch aufgebaut. So erfahren wir von Dorfbewohnern und verschollenen Steintafeln Hintergründe über die Sagenwelt von La-Mulana, wobei ein Großteil der Atmosphäre aber auch Grafik und Soundtrack ausmachen. So erinnern uns die Grafiken des Spiels an die gute, alte Super-Nintendo-Zeit und der Soundtrack von seiner Qualität an Castlevania: Rondo of Blood vom TurboGrafx-16. Die Ohrwürmer des Soundtracks lassen uns in unseren Gedanken nicht mehr los. Das schafft nicht jedes Spiel! Da ist es leider schade, dass das Bild in 4:3 wiedergegeben wird. Aufgrund des Gebietaufbaus ist das vielleicht auch nicht anders möglich, aber bei einem Remake wünschenswert gewesen.

Unvergessliches Spielerlebnis

Ebenfalls etwas suboptimal sind die Bildschirmanzeigen ausgefallen. Sie befinden sich leider viel zu nahe am oberen Bildschirm und könnten für unseren Geschmack ruhig etwas größer ausfallen. Die Menüstrukturen hingegen fallen positiv und übersichtlich aus. Positiv ist ebenfalls anzumerken, dass man den Titel mit so gut wie allen Bedienungseinheiten der Wii spielen kann. Entweder mit Nunchuck und Wii Remote, mit der Fernbedienung alleine, dem Classic Controller (Pro) oder dem Gamecube-Controller ist alles möglich. Sogar Wii-kompatible Tastaturen werden unterstützt! Da können sich andere Entwickler eine dicke Scheibe von Nigoro abschneiden! Bis auf die angesprochenen kleinen optischen Mankos und der zu Beginn vielleicht existenten Unzugänglichkeit für den einen oder anderen Spieler, ist an La-Mulana nichts auszusetzen. Es sei jedoch abschließend gesagt, dass sich der Titel vorwiegend an Hardcore-Spieler richtet, da es im Spiel keine Rücksetzpunkte gibt und der Game-Over-Screen schneller als gedacht auf dem Bildschirm erscheinen könnte. So muss unausweichlich ein frührer Spielstand geladen werden, aber wir machen das sehr gerne, denn so ein gutes und vor allem lang anhaltendes Spielerlebnis haben wir schon seit langer, langer Zeit nicht mehr erlebt und das war das lange Warten auf La-Mulana definitiv wert!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der WiiWare-Fassung): La-Mulana ist das Paradebeispiel dafür, wie gute Download-Spiele auszusehen haben. Für gerade einmal zehn Euro bekomme ich hier eine große Welt, die an allen Ecken und Enden mit Geheimnissen gespickt ist. Dazu motiviert mich das tolle Gameplay auch nach dem hundertsten Tod von Lemeza Kosugi, einen älteren Spielstand zu laden, nur um danach wieder in dieselbe Falle zu latschen oder gar eine Minute später einen völlig neuen Weg einzuschlagen. Das macht mir vor allem wegen der im Spiel verbauten Technik so viel Spaß, denn man hat aus dem Code der PC-Fassung, die damals schon eine Hommage an alte Spielklassiker sein sollte, nochmal eine ganz andere Interpretation geholt. Grafiken erinnern mich jetzt an das gute alte Super Nintendo und der geniale Soundtrack an Castlevania: Rondo of Blood vom TurboGrafx-16, welches ebenfalls ein sehr tolles Spiel ist und ich an dieser Stelle ebenfalls allen empfehlen möchte. La-Mulana liefert ein ästhetisch anspruchsvolles Gesamtbild ab, welches man unbedingt einmal selbst gespielt haben muss. Wer La-Mulana nicht spielt, der verpasst einen modernen Klassiker!