Prime Time: Xbox 360 Slim 250 GB (Unboxing)

Newsletter-Abonnenten dürften es noch gut im Gedächtnis haben. Erics Xbox 360 hat am Ende des letzten Jahres mit einem Red Ring of Death den Geist aufgegeben. Wie gut, dass er da flott Ersatz gefunden hat. GameStop hat da, obwohl er die Kette sonst eher meidet, ein doch sehr gutes Angebot in petto gehabt. Diesen historischen Moment des Unboxings hat er festgehalten und präsentiert ihn euch nun in etwas mehr als zehn Minuten.

Prime Time: SiNG Party (Wii U Experience Tour)

Als letztes Video haben wir auf der Wii U Experience Tour während eines Events in Köln auch noch mehrere begabte Sänger getroffen, die verschiedene Songs beim kommenden Wii-U-Spiel SiNG Party zum Besten gegeben haben. Den Anfang machen Schmaeddes und Cracky von unserer Partnerseite Rawiioli, welche mit The Power of Love einen bekannten Hit von Huey Lewis and the News trällern.

Im zweiten Teil kann es auch Mesut von Nintendoomination nicht lassen, uns ein Lied zu präsentieren. Da tanzen selbst die hübschen Zombies aus ZombiU mit!

Zum Abschluss dieses dreiteiligen Videos gibt es dann auch noch eine Tanzszene von zwei einst befeindeten Videospielhelden zu sehen. Die Rede ist von Super Mario und Sonic The Hedgehog. Komisch, wenn man da an die Neunziger Jahre zurückdenkt.

Prime Time: Darksiders II (Wii U Experience Tour)

Darksiders II erschien für die „alten“ Konsolen bereits vor einigen Monaten, doch war der Titel dennoch ein Launch-Titel für die Wii U. Wir haben ihn vor Release bereits auf einem Event in Köln anspielen können. Das Spielerlebnis ist dabei dem ersten Teil gar nicht so fremd, doch schaut euch am besten selbst unser Video dazu an.

Prime Time: Tekken Tag Tournament 2 (Wii U Experience Tour)

Auf einem Event in Köln hatten wir während der Wii U Experience Tour die Möglichkeit gehabt, auch Tekken Tag Tournament 2 anspielen zu können. Dies war übrigens die erste Tekken-Erfahrung für unseren Chefredakteur, weshalb ihr euch hier ein paar Bilder von seinen kläglichen Versuchen gegen eine geübte Tekken-Spielerin ansehen könnt.

Prime Time: ZombiU (Wii U Experience Tour)

Während der Wii U Experience Tour hatten wir auf einem Event in Köln die Möglichkeit, Ubisofts ZombiU diesmal auch im Einzelspielermodus anspielen zu können. Wie sich das Gameplay des Spiels auf den Spieler auswirkt, dürft ihr gerne den bewegten Bildern vom Fernsehbildschirm als auch vom Screen des Wii U GamePads im Video entnehmen.

Review: Disney Micky Epic: Macht der Fantasie

Zeitgleich mit Disney Micky Epic: Die Macht der 2 fand auch das Spin-off für den 3DS den Weg in den Handel. Obwohl sich das Spiel an die 16-Bit-Zeit anlehnen soll, fehlen uns hier einfach zeitgenössische Inhalte, um Mickys Abenteuer vollends zu genießen.

Einmal mehr bricht im Wasteland das Chaos aus, denn am Horizont erscheint das Schloss der Illusionen. Die Hexe Mizrabel versucht ihren bösen Einfluss auch auf der Mean Street geltend zu machen. Als Oswald Micky abermals um Hilfe bittet und Micky dabei erfährt, dass Minnie ebenfalls im Schloss gefangen gehalten wird, schnappt er sich erneut den magischen Pinsel von Zauberer Yen Sid, um seine Freundin aus dem Fängen der Hexe zu befreien. Unterwegs zum Schloss unterrichtet Oswald seinen Freund über das Schloss, doch Micky weiß nur allzu gut, worum es sich bei diesem Burggemäuer handelt. Bereits 1990 machte sich der Mäuserich auf, um in Castle of Illusion: Starring Mickey Mouse ebenfalls seine Freundin Minnie aus der Gefangenschaft zu befreien. Trotzdem handelt es sich bei Disney Micky Epic: Macht der Fantasie um einen vollständig eigenen Titel, der sich auf Gameplay-Elemente seiner beiden großen Brüder für die Wii stützt, doch dazu später mehr. Die Geschichte von Macht der Fantasie wird leider nur in relativ kurzen Dialogen abgehandelt und das auch nicht besonders gut. Uns wird klar vorgegeben, wer der Bösewicht ist und was wir dafür tun müssen. Für ein Jump ’n’ Run reicht das in der Regel aus, wie man es beispielsweise auch in den Spielen mit dem pummeligen Klempner gut sehen kann, doch wenn man sich die Mühe macht, mehrere Geschichten miteinander zu verweben, sollte man das Ergebnis auch sehen können.

Abenteuer aus tausendundeiner Nacht

In den zweidimensionalen Spielabschnitten treffen wir auf bekannte Disney-Figuren, die sich durch den bösen Zauber der Hexe ebenfalls in das Schloss der Illusionen verirrt haben. Wir rekrutieren Charaktere wie Simba, Peter Pan, Schneewittchen, Lumiére, Donald Duck, Goofy und Co., welche danach Platz in der Festung finden. Die Festung ist der Ausgangspunkt des Spiels, denn von hier aus gelangen wir in alle drei Oberwelten des Spiels, über die wir dann in die einzelnen Levels hüpfen dürfen. Die Levels orientieren sich optisch an verschiedenen Disney-Franchises wie zum Beispiel an der Stadt Agrabah aus Aladdin oder der Meereswelt aus Arielle. Wir laufen und hüpfen durch die Levels, erledigen im Weg stehende Gegner mit Sprüngen oder Wirbelattacken und wenn es einmal so aussieht, als ginge es an einer Stelle partout nicht weiter, dann reicht oft ein Blick auf den unteren Bildschirm. Dort sind dann wie in den Wii-Spielen Silhouetten zu erkennen, die es entweder auszumalen gilt oder eben auch zu löschen, um zum Beispiel einen Durchgang frei zu legen. Wir sollten den Pinsel übrigens immer fleißig nutzen, da jeder Gebrauch unsere Superanzeige kurzfristig erhöht und wir nur so größeren Schaden bei Gegnern anrichten können, die dann auch gerne mehr E-Tickets (die Währung des Spiels) fallen lassen. Diese brauchen wir wiederum, um einkaufen zu können.

Repetitives Gameplay

Bei Onkel Dagobert können wir zusätzliche Herzen kaufen, die unsere Energie darstellen. Sowohl Füllanzeigen von Farbe und Verdünner als auch die Verbrauchskosten können so verlängert beziehungsweise verringert werden. Er handelt jedoch erst mit uns, wenn wir seinen Glückskreuzer gefunden haben. Zwar wird auf der Oberwelt angezeigt, wo sich Quests erfüllen lassen, doch wird niemals gesagt, welche Quest wo genau erfüllt werden muss. Das ist ärgerlich, da sich Backtracking so bemerkbar macht und die künstliche Spielzeitstreckung unangenehm auffällt. Zudem bewegt sich Micky zu langsam und auf Herausforderungen treffen wir ohnehin erst in den letzten beiden Spielstunden. Die größte Herausforderung ist da schon zwischen Stylus- und Knöpfchensteuerung zu wechseln, denn gemalt werden kann ausschließlich mit dem Stift. Da die Animationen im Verhältnis eine zu lange Abspielzeit haben, ist das umso ärgerlicher. Schade, doch hier hätte man vielleicht lieber auf Quests verzichten sollen und stattdessen durchgängig ein Spiel wie auf dem Super Nintendo bieten können. Sprich ein Abenteuer mit dem Einsammeln von 1-ups, dem Nutzen von Continues und Einsetzen von Passwörtern. Für heutige Maßstäbe mag das für viele zwar nicht ausreichen, doch wir sind der Meinung, dass es Macht der Fantasie nicht geschadet hätte. Auch hier sollten nur hartgesottene Disney-Fans zugreifen, die nichts gegen ein repetitives Gameplay einzuwenden haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als das Spiel auf der Electronic Entertainment Expo 2012 angekündigt wurde, habe ich es direkt einmal in unserem Redaktionsplan markiert. Ich mag Spiele, die wie gute 16-Bit-Spiele aufgebaut sind und so wirken, als könnten sie genauso auf dem Super Nintendo entstanden sein können. Im Grunde bietet mir der Titel das mit einem (wirklich schwachen) Tiefeneffekt, doch die Qualität eines Disney’s Magical Quest: Starring Mickey Mouse kann es absolut nicht erreichen. Die aus den beiden Wii-Spielen eingefügten Gameplay-Elemente, wie das Verdünnen und Anmalen von Gegenständen, stört bei diesem Spiel nach wenigen Minuten ungemein. Ich will nicht ständig zwischen dem Stylus und den Knöpfen wechseln und ständig ein- und dieselbe Aktion durchführen. Falls sich noch jemand an die PC-Version von Harry Potter und der Stein der Weisen erinnert, wird sehr gut wissen, wovon ich spreche. Die Idee mag vielleicht gut gemeint sein, die Umsetzung ist es bei Weitem nicht. Wenigstens fällt der aus dem Harry-Potter-Spiel bekannte Frustfaktor weg und je besser die jeweilige Figur mit dem Stylus gezeichnet wird, desto eher füllen sich Farbe und Verdünner wieder auf. Das mag für jüngere Spieler zwar Ansporn genug sein, aber ich finde es einfach nur nervig. Sowohl Disney Micky Epic: Die Macht der 2 als auch Disney Micky Epic: Macht der Fantasie haben mir leider nicht so viel Spaß gemacht, wie ich ihn gerne gehabt hätte. Daher spreche ich hier eine Empfehlung für jüngere Spieler aus, aber jeder der die Grundschule bereits verlassen hat, kann das Spiel ruhig meiden. Da gibt es auf dem 3DS deutlich bessere Alternativen!

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Disney Micky Epic: Macht der Fantasie!

Prime Time: Assassin’s Creed III (Wii U Experience Tour)

Während der Wii U Experience Tour hatten wir auf einem Event in Köln die Gelegenheit gehabt, Assassin’s Creed III auf der Wii U anspielen zu können. Bewegte Bilder, sowohl vom Fernsehbildschirm als auch vom Screen des Wii U GamePad, findet ihr im Video.

Partner: @vents Codelender Gewinnspiel

Nicht nur bei uns gibt es derzeit ein tolles Gewinnspiel, sondern auch bei unserem Partner Games-Mag. Dieser verlost vom ersten bis zum 23. Dezember 2012 täglich einen Code für ein herunterladbares Spiel oder herunterladbare Zusatzinhalte für ein Spiel. Am 6. und am 24. Dezember gibt es jedoch auch viele tolle Preise zu gewinnen, wie zum Beispiel Video- oder Brettspiele. Abschließend wird am 26. Dezember noch der Hauptpreis, eine Sound-Blaster-Recon-3D-PCIe-Soundkarte und dazu ein Inspire-2-Wireless-Lautsprechersystem im Wert von 180 Euro verlost. Um einen der vielen Preisen zu gewinnen, dürft ihr täglich eine Frage bei unserem Partner beantworten. Wie genau das funktioniert, entnehmt ihr am besten gleich der vollständigen Beschreibung des Gewinnspiels.

Prime Time: Wii U (Unboxing)

Gestern Abend kam sie endlich bei uns an. Nachdem unser Chefredakteur Eric aufgrund des dubisosen Paketdienstes Hermes schon fast am Verzweifeln war, konnte er sie gegen 19:30 Uhr doch endlich in Empfang nehmen. Heute Morgen hat er dann als allererstes die Konsole ausgepackt und stellt euch im ersten Teil unseres Unboxing-Videos alle Inhalte des Premium Packs vor.

Im zweiten Teil geht er dann auch noch auf Zubehör (in diesem Falle zweimal den Wii U Pro Controller) und neun Spiele ein, die zum Launch erhältlich sind und wir demnächst zum Teil auch auf unserer Seite noch genauer vorstellen. Bei beiden Videos wünschen wir euch wie immer gute Unterhaltung und wer sich schon selbst eine Wii U gekauft hat oder noch kaufen wird, dem wünschen wir natürlich auch viel Spaß mit seiner neuen Konsole!

Gewinnspiel (01. – 16. Dezember 2012)

Gewinnspiel Dezember 2012Traditionell veranstalten wir wie in den letzten beiden Jahren auch in diesem Dezember unser großes Weihnachtsgewinnspiel. Diesmal gibt es sogar ganze 65 Preise zu gewinnen, doch die Verteilung der Gewinne verläuft in diesem Jahr anders, als ihr das vielleicht gewohnt seid. Es ist nicht durchgängig so, dass jeder unserer Leser mit jedem Preis gleich viel anfangen kann – daher haben wir uns dafür entschieden, nach Ablauf des Gewinnspiels eine zufällige Zahl zwischen fünf und zehn zu bestimmen und exakt so viele Superpakete aus den dargestellten 65 Preisen zu schnüren. Über solch ein Superpaket wäre selbst der Weihnachtsmann neidisch.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr wie immer auch gar nicht viel tun. Ihr habt die Auswahl zwischen mehreren Gewinnspielmöglichkeiten und könnt die Option wählen, welche euch am ehesten zusagt. Die Mehrfachteilnahme an einer der gegebenen Möglichkeit ist euch zwar untersagt, jedoch dürft ihr an allen aufgeführten Optionen teilnehmen, um die Chance auf eines der Superpakete deutlich zu erhöhen. Wie folgt könnt ihr an unsere Gewinnspiel zwischen dem ersten und 16. Dezember teilnehmen.

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 01.12.2012 öffentlich mit euren Freunden und teilt uns unter dem Beitrag mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

2. Ihr folgt uns auf Twitter und teilt uns in eurer Antwort mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 01.12.2012 und teilt uns in eurer Antwort auf den Beitrag mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

4. Ihr registriert euch im NextGen-Forum, erreicht bis zum 16.12.2012 die Mindestanzahl von zehn Posts und teilt uns im Thread „Die Weihnachtszeit“ mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

5. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns mitteilt, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

6. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username mit und schildert uns, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und den angegebenen Gewinnspielpartnern sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 17. Dezember 2012 informiert. Die angeschriebenen Personen haben anschließend 24 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt einer der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und im NextGen-Forum erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 16. Dezember 2012, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Prime Time: Theatrhythm Final Fantasy (Spielkritik)

Im Sommer dieses Jahres haben wir uns dem Titel bereits in einem Review gewidmet. Nach all der Zeit wollten wir unsere Gedanken nochmals auffrischen und haben eine Ausgabe Spielkritik ganz dem Musik- und Rhythmusspiel gewidmet. Warum wir den Titel vorher lieber nochmal hätten spielen sollen, wird ebenfalls sehr schnell deutlich. Trotzdem wünschen wir euch mit unseren Worten zum Spiel sehr viel Spaß und gute Unterhaltung!

Review: Disney Micky Epic: Die Macht der 2

2010 durften wir erleben, wie Warren Spector dem wohl berühmtesten Mäusereich der Welt eine Hauptrolle in einem Videospiel verpasste. Dass dieses Spiel dann auch noch den Konflikt mit Oswald dem glücklichen Kaninchen thematisierte, stimmte Fans fröhlich.

Nach den Geschehnissen von Disney Micky Epic kehrte Micky nach Hause zurück, doch die neu gewonnene Freundschaft mit Oswald sollte ewig währen, auch wenn die beiden sich wohl offenbar nie mehr wieder sehen sollten. Oswald lebte in dieser Zeit im Wasteland glücklich und zufrieden mit seiner Freundin zusammen, doch eines Tages sollte sich das Leben für das Pärchen schlagartig ändern. Die Erde begann zu beben, die Mean Street wurde in zwei Teile auseinandergerissen und dann taucht plötzlich auch noch der Mad Doctor aus dem Nichts auf und will das Wasteland retten! In einer etwas längeren Gesangseinlage beschwichtigt er seine Unschuld am Debakel und gesteht ein, dass er Fehler gemacht hat. Er entschuldigt sich vom ganzen Herzen! Oswalds Freundin warnt ihn vor dem Wissenschaftler, doch Oswald kann die Entschuldigung nicht zurückweisen und unterstützt ihm in dessen Vorhaben. Wenig später ist auch Mickys Heimatwelt nicht mehr sicher, denn eines Nacht hört Micky Geräusche aus dem Fernsehgerät. Oswald und der Kobold, der Micky im ersten Teil mit Rat und Tat geholfen hat, bitten den Mäuserich nun um dessen Unterstützung. Micky kann natürlich nicht anders, sucht im Labor des Zauberers Yen Sid nach dem magischen Pinsel und reist dann ins Wasteland, in welchem er über die neuen politischen Verhältnisse und Begebenheiten aufgeklärt wird.

Die Macht der Zwei

Die wichtigste Neuerung im zweiten Teil der Reihe ist wohl, dass Micky nicht mehr alleine in der Welt umherreisen muss und jederzeit Unterstützung von Oswald erhält. Während wir mit Micky nach wie vor mit dem magischen Pinsel und Farbe silhouettenartige Dinge ausmalen dürfen, nutzen wir den Verdünner, um sichtbare Objekte auszulöschen. So verändern wir die jeweiligen Spielabschnitte ständig, um neue Plattformen erreichen zu können oder versteckte Items hinter zuvor ausgemalten Häuserwänden zu entdecken. Hin und wieder stoßen wir auch auf Schaltkästen, die wir ausmalen dürfen, doch funktionslos bleiben. Hier hilft Oswald, den wir mit einem Druck auf die Minus-Taste der Wii-Fernbedienung herbeirufen dürfen, damit er sich das Problem annimmt. Mit seiner Fernbedienung kann er die Schaltkreise aktivieren und uns so neue Wege offenbaren, die entweder zu weiteren Geheimnissen führen oder sogar für den eigentlichen Spielverlauf erforderlich sind. Oswald können wir auch zur Hilfe rufen, um auf höher gelegene Plattformen zu gelangen. Er schmeißt uns dann einfach in die Luft und in seltenen Fällen dürfen wir Oswald ebenfalls auf solch eine Ebene werfen. Liegt ein Abgrund zwischen uns und unserem Ziel und es ist keine Plattform zum Ausmalen in Sichtweite, dann können wir Oswald in die Höhe katapultieren und uns an ihn ranhängen. In Helikoptermanier überfliegen wir dann die Untiefen, um sicher auf der anderen Seite anzukommen.

Oswald, das sture Kaninchen

So gelungen diese Spielideen auch sind, sie können uns nicht überzeugen. Das liegt an einem ganz einfachen Grund: Oswalds künstliche Intelligenz arbeitet nicht so, wie wir uns das gerne vorstellen. Ist ein Gegner in der Nähe, begibt er sich auf einen persönlichen Rachefeldzug, als uns beizustehen, um ein Rätsel zu lösen. Selbst wenn er auf den Ruf hört, verschwindet er ein paar Augenblicke später wieder, wenn ihm der Gegner keine Ruhe lässt. Im letzten Drittel des Spiels müssen oftmals auch zeitgleich Schalter oder Zahnräder betätigt werden, welche das Kaninchen auch gerne mal gekonnt ignoriert, obwohl wir mit Micky die Aktion vormachen. Neustarts sind zwar überflüssig, doch dauert es manchmal sehr lange, bis unser Partner die Spielsituation verstanden hat und eingreift. Oswald bleibt auch gerne auf Plattformen stehen und wenn wir seine Hilfe brauchen, erkennt er das Signal nicht. Hämisch ruft er dann sogar, dass er am Ball sei. Wir sehen das absolut nicht so. Ärgerlich ist das Zusammenspiel in den Projektorenlevels (dazu später mehr) auch, da hier auf zwei Ebenen E-Tickets (die Währung des Spiels) gesammelt werden können, Oswald virtuelles Geld aber egal ist. Oftmals lässt uns das Spiel auch einfach nicht die Möglichkeit, aus einer Kooperationsoption auszuwählen. Das ist in Anbetracht dessen, dass wir mit ihm zusammenarbeiten sollen, sehr, sehr ärgerlich.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Da sich das Abenteuer allerdings diesmal auch mit zwei Spielern angehen lässt, kann man den Frust auf ein Minimum reduzieren. Zu jeder Zeit darf sich ein Freund in ein laufendes Spiel einklinken, um uns zu unterstützen. In den dreidimensionalen Abschnitten wird der Screen in der Mitte vertikal geteilt, doch bei den zweidimensionalen Abschnitten fährt man zweigleisig. Entweder wird der Bildschirm in die Länge gezogen, so dass er auf dem Fernseher in kleiner Form dargestellt wird, je weiter sich die beiden Charaktere voneinander entfernen oder in dem Fall eines Projektorenlevels findet die Teilung horizontal statt. War es im Vorgänger noch so, dass es einen direkten Weg durch das Level gab, können wir jetzt zuvor an der Leinwand das Zahnrad drehen, um die Startposition von Oswald und Micky zu variieren. Das erhöht zwar den Wiederspielwert einzelner Abschnitte, aber es ist nervig, vor jedem Spielabschnitt an dem Zahnrädchen zu drehen, um dann erst im Level herauszufinden, wo die versteckte Filmrolle zu finden sein könnte. Diese wiederholbare Prozedur stört den Spielfluss, sofern jemand denn wirklich alle versteckten Items im Spiel sammeln möchte. Solltet ihr das Abenteuer allerdings kooperativ zu zweit angehen, kommen diese Defizite fast nicht vor, da vier Augen auch hier mehr sehen als zwei und das Sammeln aller Items zur spaßigen Nebenbeschäftigung wird.

Undurchschaubare Rätselkost

Der Titel krankt jedoch an einem noch viel größeren Problem. Neulingen wird so gut wie gar nichts über die Spielwelt und ihre Charaktere erzählt. Wer den ersten Teil durchgespielt hat, wird viele der Spielfiguren kennen, doch auch für die wird es unter Umständen knifflig, wenn ohne Vorwarnung auf Figuren eingegangen wird, die noch nicht vorgekommen sind und man selbst die Zusammenhänge erkennen soll. Das ist im eigentlichen Spielverlauf übrigens nicht anders. Kaum erreichen wir ein neues Gebiet, ist ein Ziel bereits vorgegeben, doch dieses Ziel wird oft nur beiläufig oder nicht richtig erklärt. Nicht selten standen wir in der Gegend herum und müssen raten, was wir eigentlich machen sollen. So taucht zwischendurch ein Charakter auf, den wir in ein Gebäude verfolgen müssen. Der offensichtliche Eingang ist eine Dachluke, doch die wird mit Kameras bewacht und immer wenn wir uns dieser nähern, schließt sich die Luke automatisch. Unser Kobold gibt uns den Tipp, dass wir uns nicht von den Kameras ertappen lassen sollen. Wir durchschauen das Rätsel und machen uns mit Hilfe des Brunnens kurzzeitig unsichtbar, doch die Wirkung ist immer dann aufgebraucht, wenn wir die Luke erreichen. Durch die schwache künstliche Intelligenz schaffen wir es erst nach mehr als einer Dreiviertelstunde mit Feuerwerkskörpern ein Loch ins Gebäude zu sprengen, um zu einem weiterführenden Projektor zu gelangen, doch das hat man uns zuvor gar nicht als Ziel gesetzt.

Vermeidbare Fehler

Die Steuerung ist ein anderer negativer Punkt des Spiels, auch wenn sie zugegeben nicht mehr ganz so nervig ist, wie noch im Vorgänger. Nach wie vor müssen wir die Kamera ständig neu ausrichten, doch das Zielen mit der Pointer-Funktion funktioniert, obwohl die Mechanik 1:1 aus dem Vorgänger übernommen wurde, etwas besser. Trotzdem haben wir nicht selten zuerst den Charakter richtig ausrichten müssen, um dann in die richtige Richtung zu zielen. Warum die Entwickler sich hier nicht an guten Pointer-Funktionen wie in Pikmin und Co. ein Beispiel nehmen können, fragen wir uns nun zum zweiten Mal. Abermals fragen wir uns, warum man schon wieder auf (diesmal hübschere) Comic-Szenen und CGI-Sequenzen gesetzt hat. Ein einheitlicher Stil hätte dem Spiel abseits der Projektorenlevel gut getan. Letztere sind jedoch wieder bestimmten Cartoons nachempfunden. Das ist zwar keinesfalls verkehrt, doch die aus dem Vorgänger bekannte Mischung bleibt hier leider aus. Technisch kann das Spiel einerseits mit kunterbunten Grafiken, einer funktionierenden Spielmechanik und vielen tollen Ideen wie der erste Teil überzeugen, doch bricht die Framerate manchmal ein klein wenig ein. Da finden wir es schon deutlich besser, dass das Spiel diesmal komplett vertont ist und auch bekannte Synchronsprecher wie David Nathan mit an Bord sind. Disney Micky Epic: Die Macht der 2 eignet sich für beinharte Disney-Fans, die bei den Defiziten beide Augen zudrücken können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-Fassung): Beim Vorgänger war ich bereits im Vorfeld skeptisch, aber habe dem Titel dennoch eine Chance gegeben. Disney Micky Epic ist in meinen Augen zwar kein schlechtes Spiel, aber immer noch weit davon entfernt, ein richtig gutes zu sein. Disney Micky Epic: Die Macht der 2 konnte das Debüt von 2010 nicht toppen, doch dafür stellenweise noch unterbieten. Neulinge werden sich in der Spielwelt nicht richtig zurecht finden. Dafür werden die Persönlichkeiten des Wastelands zu wenig charakterisiert, die Zusammenhänge zwischen einzelnen Orten und wichtigen Disney-Figuren fast gar nicht geschildert und die Nutzung einzelner Gameplay-Inhalte müssen neue Spieler ebenfalls fast für sich alleine entdecken. Kennern des Vorgängers wird es nicht ganz so schlimm ergehen, doch auch diese werden eine gewisse Emotionslosigkeit erkennen und sich unter Umständen wohl oder übel fragen, warum der Zauber verflogen ist. Obwohl ich diese Defizite persönlich noch teilweise ausblenden kann und über die echt schwache Handlung ich mich gar nicht in diesem Review äußern möchte (sonst müsste ich euch spoilern), kann ich nicht aufhören, mich über das Kaninchen zu ärgern. Selten habe ich einen so schwachen Begleiter erlebt und selten habe ich mich so sehr darüber geärgert. Oswalds künstliche Intelligenz möchte sich einfach nicht in den Spielfluss eingliedern, weshalb ich jedem von euch empfehlen möchte, den Titel lieber direkt zu zweit zu spielen, denn das ist auch die herausstechende Qualität des Spiels.

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Disney Micky Epic: Die Macht der 2!

Prime Time: New Super Mario Bros. (Spielkritik)

In diesem Jahr ist nicht nur New Super Mario Bros. 2 erschienen. Es erwartet uns auch noch ein weiterer Teil des Franchises im November, denn mit New Super Mario Bros. U bekommt die neue Nintendo-Konsole endlich wieder ein Super-Mario-Spiel zum Launch spendiert. Wir haben uns deshalb gedacht, dass wir dem sechs Jahre alten New Super Mario Bros. nicht nur ein Review spendieren, sondern gleich auch noch eine Ausgabe von unserer Spielkritik. Wir wünschen euch gute Unterhaltung mit unserem Video!

Review: Project Zero 2: Wii Edition

Horrorspiele entwickeln sich in unserer Gesellschaft immer mehr zu Third-Person-Shootern, wie wir es jüngst bei Resident Evil 6 gesehen haben. Gut, dass es da noch Spiele gibt, die uns gruseln wollen. Schade, dass Project Zero 2: Wii Edition nur ein Remake ist.

Die Geschichte des zweiten Teils der Serie dreht sich um die Schwestern Mio und Mayu, die es sich in einem idyllischen Wald gemütlich machen. Ein scharlachroter Schmetterling taucht plötzlich aus dem Nichts auf, welchen Mayu direkt hinterher rennt. Damit Mio ihre Schwester nicht aus den Augen verliert, läuft sie Mayu hinterher. Der Wald wird in der Zeit jedoch vom Schatten der Nacht eingeholt und auf einmal ist es den beiden Mädchen nicht mehr möglich, den Ort zu verlassen. Von einer Anhöhe aus überblicken sie ein Tal, in dem ein kleines Dorf liegt. Dort versuchen sie Hilfe zu finden, doch schon bald wird ihnen klar, dass sie wohl das verschwundene Dorf gefunden haben, wie es in der Gegend genannt wird. Als Mayu dann ein weiteres Mal verschwindet, bricht für Mio eine Welt zusammen. Sie fasst neuen Mut und will ihre Schwester im Dorf suchen. Als sie die geheimnisumwobene Camera Obscura findet, ist es aus mit der Ruhe im gruseligen Dorf. Überall tauchen Geister auf, welche ihr passiv Angst einjagen oder sie sogar aktiv bei ihrer Suche behindern wollen. Um sich gegen die Geister zur Wehr zu setzen, muss sie sich dem neu gefundenen Gegenstand bedienen. Mit der Kamera ist es nämlich möglich, die Gespenster zu fotografieren, um ihnen so Schaden zu zufügen und sie auf Film zu bannen. Nur wer eine ruhige Hand behält, hat die Chance zu überleben.

Perspektivenwechsel

Letzteres bekommen wir besonders in der ersten Spielhälfte zu spüren, denn wenn wir einfach brachial vorgehen, wie zum Beispiel in den aktuellen Resident-Evil-Ablegern, werden wir bei der Geisterjagd nur wenig Glück haben. Während des normalen Abenteuers erleben wir die Geschehnisse aus der dritten Person, doch sobald ein Geist auftaucht, sollten wir schleunigst einen Überblick über den Raum gewinnen und dann die Camera Obscura einschalten. Ist dies erledigt, erleben wir das Geschehen aus der Ego-Perspektive beziehungsweise der Linse der Kamera. Betätigen wir den Auslöser zu früh, fügen wir unserem Gegner jedoch nur geringen Schaden zu. Es empfiehlt sich also, den Auslöser einige Sekunden gedrückt zu halten und die Anzeige aufzuladen, um zum einen den Geist effektiv zu besiegen und zum anderen auch den begrenzten Film zu schonen. Sollte uns der Film der Kamera ausgehen, stehen wir nämlich mitten in einem Gefecht fast hilflos dar. Es gibt zwar noch den unbegrenzten Film, aber dieser fügt einem Geist fast kein Leid zu. Daher sollte man gegnerbedingt überlegt den passenden Typ Film einsetzen. Die Filmtypen unterscheiden sich jedoch nicht nur in ihrer Stärke – die Aufladezeit, um das nächste Bild zu knipsen, variiert ebenfalls. Lauft ihr aber nicht gerade mit verschlossenen Augen durch das verschwundene Dorf, solltet ihr ausreichend Material haben.

Camera Obscura

Es gibt, wie bereits erwähnt, jedoch nicht nur aggressive Ungetüme in Project Zero 2. Solltet ihr auf einen Geist treffen, der euch nicht sofort attackiert, solltet ihr dennoch den Fotoapparat auspacken und ein Bild von ihm schießen, doch Obacht: Solche Geister tauchen in der Regel nur für ein paar Sekunden auf und verschwinden dann zunächst unwiderruflich! Für jedes so geschossene Foto von einem Geist, egal ob im Kampf oder in der freien Umgebung, erhalten wir Punkte, die wir in die Aufrüstung der Camera Obscura stecken dürfen. So laden wir schon bald den Film schneller nach, richten größeren Schaden an und können Geister auch aus einer größeren Entfernung fotografieren – oder wir erhöhen den Vorrat unserer Geistpunkte. Diese Punkte laden sich immer dann auf, wenn wir ein Foto von einem Feind knipsen. Dann können wir nämlich die Spezialwirkungen der verschiedenen Linsen nutzen, die wir optional in der Camera Obscura unterbringen können. Einen Geist stoßen wir bei seinem Angriff auf diese Weise noch weiter zurück oder uns werden mehr Punkte gutgeschrieben. Es gibt auch weitere Items, die wir an der Camera Obscura anbringen können. Die meisten davon erhalten wir aber erst nach dem einmaligen Durchspielen beziehungsweise können sie in dem freigeschalteten Schattenladen erwerben. Trotzdem: Der Fotoapparat bleibt vielseitig und gefährlich!

Geisterhände

Wer es am Anfang dennoch übertreibt, der findet im verschwundenen Dorf hin und wieder die nötigen Heilgegenstände wie Kräutermedizin oder Weihwasser. Wir haben davon zu Beginn regelrecht Gebrauch gemacht, um uns im Spiel einzufinden. Nach dem vierten Kapitel sind wir jedoch wesentlich vorsichtiger vorgegangen und haben uns auch beim Einsammeln von Gegenständen angestrengt. Erblicken wir am Boden nämlich einen blauen Punkt, handelt es sich dabei um diverse Items, die wir mit gedrückter A-Taste greifen sollen. In dieser Zeit kann die Hand samt Arm eines Verstorbenen auftauchen und uns so wertvolle Lebenspunkte abziehen. Das Spiel verlangt, dass die A-Taste in diesem Moment losgelassen werden soll, jedoch fällt die Reaktionszeit eines normalen Spielers dabei jedoch viel zu kurz aus, weshalb wir euch an dieser Stelle ganz einfach empfehlen, die A-Taste immer nur kurz gedrückt zu halten, sie loszulassen und dann wieder gedrückt zu halten. Außerdem verrät öfters die Kameraperspektive schon, ob sich solch eine Hand nähern wird. Unfreiwillig hört man auch die Wii von der Disc nachladen, wenn dieses Ereignis auftaucht. Ob die Entwickler das gewollt haben, ist fraglich – wir finden es jedoch interessant und beim Spielen im Dunkeln auch sehr atmosphärisch. Bei Tageslicht kann man sich ohnehin nicht sonderlich viel gruseln.

Hintergrundatmosphäre

Projekt Zero 2 hat hier nämlich leider ein Problem. Bei Tageslicht ist es sehr schwierig, etwas auf dem Fernseher zu erkennen. An den fair im Spiel verteilten Speicherlampen können wir zwar die Helligkeit regeln, doch wenn die Örtlichkeiten zu hell erscheinen, verfliegt viel von der Atmosphäre des Dorfes. Wir empfehlen also dringend, dass ihr das Spiel abends oder gar nachts spielen solltet, sofern ihr die Gruselatmosphäre erhalten wollt. Diese wird nämlich mit einem düsteren Soundtrack hervorragend unterlegt, dessen Tracks sich aber nicht wesentlich unterscheiden. Die Story rundum Mio und Mayu schafft es da aber leider nicht, uns an den Bildschirm zu fesseln, da beide Charaktere zu wenig charakterisiert werden. Die Hintergründe des Dorfes sind da schon sehr viel interessanter. Überall finden wir Dokumente oder alte Fotos, die uns Einblicke in das tiefreligiöse Leben der Bewohner geben und wie man mit Fremden in einem Dorf jenseits der Zivilisation umgeht. Noch dazu finden wir jede Menge Edelsteine, die wir in die Einfassung des Geisterradios stecken dürfen und so in gewisser Weise Tonaufnahmen, in erster Linie der drei Verstorbenen Yae, Sae und Itsuki, zu hören bekommen. Aus heutiger Entwicklersicht mag das sehr banal und wenig pompös wirken, aber solche Spielelemente sind doch genau das, was man sich von einem Horrorspiel erwartet.

Merkmale des Remakes

Optisch hat sich in dem im Jahr 2003 für die PlayStation 2 veröffentlichte Spiel ebenfalls viel getan, denn zum einen hat man nicht nur die Videosequenzen aufgewertet, sondern auch noch das komplette Charakterdesign. Hatte man vor neun Jahren noch das Gefühl, Mayu und Mio könnten einem Japano-Rollenspiel entsprungen sein, wirken die Schwestern mittlerweile sehr viel echter, wenn ihre Herkunft auch nicht gänzlich verschleiert werden kann. Westliche Fans von japanischen Horrorfilmen wie The Call dürfen sich sehr wohl angesprochen fühlen. Wer das Original kennt, wird grafisch allerdings weitere Veränderungen bemerken. Haben wir auf der PlayStation 2 noch alle Räume aus einer festen Kameraperspektive wie in Resident Evil erkundet, läuft das Spiel auf der Wii in der Verfolgerperspektive ab. Ob das ein guter Schritt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beide Perspektiven haben ihre Vor- und Nachteile. Es ist uns jedoch schleierhaft, warum die Entwickler nicht noch die Bewegungssteuerung erfolgreich in das Spiel integriert haben. Es ist zwar möglich, die Blickwinkel an den Boden und an die Decke durch Bewegen der Wii-Fernbedienung geringfügig zu ändern, aber das Vorgehen wird unnötig hektisch inszeniert. Selbst wer das Original kennt und abermals nichts gegen einen linearen Spielverlauf einzuwenden hat, darf sich das Remake ohne Nachzudenken zu legen, denn die Spielidee ist nach wie vor originell und unterhaltsam.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-Fassung): Als ich mir im Vorfeld die Beschreibung von Project Zero 2: Wii Edition durchgelesen habe, war ich doch ein wenig skeptisch. Die Reihe ist in den letzten Jahren einfach an mir vorbeigegangen, was aber wohl damals vor allem an der fehlenden Möglichkeit lag, Spiele auf der PlayStation 2 oder Xbox zu spielen. Dank der in meinen Augen sehr gut umgesetzten Wii-Fassung kam ich nun endlich in den Genuss des Spiels. Grundlegend finde ich die Handlung rundum Mayu und Mio doch sehr altbacken und ehrlich gesagt auch etwas langweilig, doch dafür erzählt mir der Titel nicht nur interessante Hintergründe über die Spielwelt, sondern setzt diese im Spiel mit der einen oder anderen Zwischensequenz und vielen sammelbaren Dokumenten gut um. Ob es nun mehr Spaß macht, wie in Resident Evil auf Zombies zu schießen oder mit einer Kamera Geister zu fotografieren, überlasse ich jedem selbst. Stimmungsvoller als die letzten Resident-Evil-Teile ist Project Zero 2 aber auf jeden Fall. Persönlich hätte ich mir mehr und anspruchsvollere Rätsel für den Spielverlauf gewünscht, der definitiv zu linear abläuft, auch wenn man sich relativ frei im verschwundenen Dorf bewegen kann. Ich werde mir sicherlich auch noch die anderen drei Teile der Reihe anschauen, wobei der vierte Teil bis heute aber leider nicht außerhalb Japans in den Handel gekommen ist. Es bleibt zu hoffen, dass Nintendo trotz des bevorstehenden Wii-U-Launches Erbarmen mit den Fans zeigt und Project Zero 4, welches 2008 exklusiv für die Wii erschienen ist, auch noch im Westen auf den Markt bringen möchte.

Prime Time: Mario Tennis Open (Spielkritik)

Auch diesem Spiel haben wir uns bereits im Sommer in einem Review gewidmet, doch um den Langzeitspaß noch einmal zu würdigen, haben wir uns dazu entschlossen, eine Ausgabe von Spielkritik ganz im Zeichen von Mario Tennis Open aufzunehmen. Wir erinnern uns an das Spielprinzip und warum eines der Minispiele dermaßen aus der Menge ist, erfahrt ihr selbstverständlich in der aktuellen Ausgabe. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Review: Sin and Punishment: Successor of the Skies

Seit Jahren entwickelt sich die Videospielindustrie zu einer Sparte, in der schwierige Spiele schon fast gar keinen Platz mehr haben. Wir sind froh, dass es Ausnahmen gibt, die uns gut zeigen, wie viel Spaß man mit Herausforderungen haben kann.

Einst war das Universum von Sin and Punishment: Successor of the Skies in zwei Fraktionen geteilt. Zwischen dem Inneren und dem Äußeren Universum herrschte Krieg, denn das Innere Universum erschuf die Menschen, welche sich gegen das Äußere Universum wehren mussten. Als Schutz vor dem Feind wurden mehrere Erden geschaffen, welche die Menschen als ihre Heimat ansehen. Es kam jedoch dazu, dass sich die Menschheit ihrer Bestimmung widersetze und Mitgefühl mit dem Äußeren Universum zeigte. Immer dann, wenn sich solch ein Vorfall ereignete, musste die betroffene Erde samt ihrer Bevölkerung neu erschaffen werden. Derlei Vorfälle nutzen dem Äußeren Universum als Schlupfloch, um die Saat des Bösen ins Innere Universum zu entsenden. Unsere Geschichte beginnt damit, dass die Vorhut in Mädchenform auf die vierte Erde entsandt wird. Kachi trifft dort auf den halbmenschlichen Jungen Isa, der wiederum vom Inneren Universum geschickt wird, um Kachi zu beseitigen. Jedoch freunden sich die beiden Teenager an, um herauszufinden, woher Kachi eigentlich kommt. Das Innere Universum ist von deren Vorhaben natürlich nicht begeistert und schickt die Nebulox aus, um Kachi und Isa zu töten. Sie haben keine Wahl und müssen sich den Kriegern Deko Gekisho, Orion Tsang, Ariana Shami, Armon Ritter und Hibaru Yaju stellen, um ihr Leben zu retten.

Hardcore-Ballerorgie

So viel verrät uns zumindest die Anleitung des Titels, denn im Spiel wird die Handlung kaum erörtert und wir können nur erahnen, warum wir gegen dutzende Gegnerhorden kämpfen und was der ausschlaggebende Grund dafür ist. Schade, denn in den Zwischensequenzen hätte die Story des actiongeladenen Abenteuers deutlich besser in Erscheinung treten können. Einfluss auf das Gameplay hat dies natürlich kaum. Zu Beginn des Abenteuers wählen wir zwischen den beiden Protagonisten Isa und Kachi aus, um anschließend nach der Reihe acht Stages von den Nebulox-Schergen zu befreien. Acht Stages klingen jetzt natürlich nicht viel und ist man geübt im Umgang mit herausfordernden Ballerorgien, ist man sicherlich auch schnell beim Endkampf angelangt. Sind eure Fähigkeiten jedoch eingerostet oder stammt ihr aus der Post-Mega-Man-Generation, werdet ihr den Game-Over-Screen mehr als nur einmal zu Gesicht bekommen. Selbst auf dem mittleren der drei Schwierigkeitsgrade kennt das Spiel besonders in den letzten drei Stages kein Erbarmen. Von überall fliegen Lasersalven, Kanonenkugeln und sonstige Projektile an, denen wir entweder ausweichen, sie abwehren oder sogar auf die Gegner zurückfeuern sollen. Währendessen müssen wir jederzeit unsere Spielfigur im Auge behalten, die nicht mit Flugkörpern zusammenstoßen darf und diesen ausweichen sollte.

Bildschirmfüllendes Effektfeuerwerk

In der ersten Spielstunde könnt ihr darüber nur lächeln, doch danach fordert euch Successor of the Skies regelrecht heraus, denn schon bald sind die Angriffe der Gegner bildschirmfüllend und wer da nicht ständig in Bewegung ist und sich auch nicht nur die kleinste Lücke für eine Millisekunde des Verschnaufens sucht, wird sehr bald die Lebensanzeige seines Charakters in kurzer Zeit sinken sehen. Zum Glück haben die Entwickler Kontrollpunkte relativ fair in den einzelnen Levels verstreut, weshalb ihr nicht immer am Anfang des jeweiligen Spielabschnitts beginnen müsst. Hardcore-Spieler brauchen jetzt allerdings nicht aufzuschreien, denn wer das Abenteuer von Isa und Kachi unbedingt meistern will, freut sich über jeden noch so hohen Highscore, der bei einem Game Over unverzüglich auf Null zurückgesetzt wird. Wer ständig verliert, hat dementsprechend auch keine Chance, auf der Online-Rangliste zu landen, wo sich auch nur alle Spieler tummeln dürfen, die verrückt genug waren, Spielpassagen auswendig zu lernen und die Taktiken aller Bossgegner zu verinnerlichen. Diese treten nämlich in Gestalt von monströsen Kreaturen gegen uns an oder sind zumindest so hinterhältig, dass wir erst die Situation studieren müssen, bevor wir überhaupt etwas gegen sie ausrichten können – da muss ein Kampf auch schon mal fast ausschließlich mit Nahkampfangriffen gewonnen werden!

Schwächen des Konzepts

Die Bosskämpfe sind also spannend und herausfordernd, doch die kleinen Gegner in den acht Stages lassen dieses Gefühl leider nicht aufkommen. Viele Gegner sind Kanonenfutter, die dazu dienen, unseren Punktemultiplikator mit jedem Abschuss in die Höhe zu treiben, doch dann und wann tauchen auch schon mal größere und gepanzerte Kreaturen auf, die uns das virtuelle Leben zur Hölle machen können, wenn wir nicht schnell reagieren. Während solche Gestalten zum Ende hin häufiger auftauchen, lässt das Leveldesign nach der fünften Stage nach. In der ersten Hälfte des Spiels erkunden wir schon mal einen japanischen Wald oder müssen in einem Tunnel einer Fabrik sich schließenden Türen so ausweichen, dass wir immer durch die offene Stelle der Türen düsen. Später fehlt uns diese Verspieltheit einfach, doch wir sind zumindest froh darüber, dass wir uns automatisch durch die Levels bewegen und wir nur die vordere Ebene zum Steuern des Charakters zur Verfügung haben, denn Successor of the Skies wäre sonst sicherlich auch für den talentiertesten Spieler eine Zumutung. Unzumutbar ist fast schon die antiquierte Grafik. Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass die Wii nicht die leistungsstärkste Konsole ist, doch verwaschene Texturen und detailarme Charaktere lassen das Spiel so wirken, als sei es fast noch für das Nintendo 64 oder den Gamecube konzipiert.

Herausforderungen am laufenden Band

Immerhin läuft das Spiel dafür mit geschmeidigen sechzig Bildern pro Sekunde. Zumindest in den meisten Fällen, denn wenn doch sehr viele Polygone dargestellt werden müssen, sinkt die Bildwiederholungsrate geringfügig – verschmerzbare Ausnahmen! Stattdessen freuen wir uns darüber, dass sich die Entwickler an möglichst viele Steuerungstypen richten wollen. Steuern dürft ihr das Spiel entweder mit der von uns bevorzugten Kombination aus Wii Remote und Nunchuck oder auch mittels Classic- und Gamecube-Controller. Letzteres ist aber nur dann möglich, wenn ihr eine Wii der frühen Baureihe besitzt, denn aktuelle Wii-Konsolen verfügen nicht mehr über Gamecube-Controller-Anschlüsse. Wer die eigentlich nutzlose Peripherie Wii Zapper sein Eigen nennt, darf diese für Successor of the Skies auch aus dem Regal nehmen. Abschließend bleibt zu sagen, dass der Titel über einen Mehrspielermodus für zwei Spieler verfügt. Während der erste Teilnehmer ganz normal seine Spielfigur über den Screen bewegt, darf der zweite Spieler jedoch nur zielen und schießen. Das finden wir sehr schade, doch wer das Ende des Spiels kennt, wird sehr wohl wissen, dass das dann keinen Sinn mehr ergeben würde. Trotz der Mehrspielervariante richtet sich Successor of the Skies dennoch an Solisten, die nichts gegen zehn Stunden Herausforderungen am laufenden Band einzuwenden haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Sin and Punishment: Successor of the Skies lag nun lange genug bei mir herum. Eigentlich hatte ich vor, den Nintendo-64-Vorgänger vor dem Spielen nachzuholen, doch in Anbetracht dessen, dass sich der Lebenszyklus der Wii dem Ende entgegenneigt, konnte ich mich dem Thrid-Person-Shooter nicht mehr entziehen und bereue es zum Glück nicht – dabei war ich anfangs sogar etwas enttäuscht! Ich wusste zwar von anderen, dass das Spiel wohl sehr herausfordernd und anspruchsvoll sein soll, doch die ersten Stages habe ich nahezu problemlos überstanden! Doch dann kam Stage 5 und alles änderte sich schlagartig. Auf einmal sind meine Reflexe nicht so, wie sie eigentlich sein sollen und erst nach vielen Anläufen habe ich die jeweilige Situation gemeistert. Ich habe es jedoch gerne gemacht, denn immer wenn der Game-Over-Screen auf meinem Fernseher auftauchte, musste ich lauthals lachen. Das Spiel wird in dem einen oder anderen Spielabschnitt einfach so unglaublich schwierig, dass es mich geradezu anstachelt, die Stage zu meistern und meine Fähigkeiten zu verbessern und wenn ich auch beim zehnten Mal die Stelle abermals laden muss, dann lade ich sie gerne. Bei Successor of the Skies weiß ich einfach, dass ich am Ausgang der gescheiterten Stelle Schuld bin, weil ich einen oder zwei Momente einfach nicht aufgepasst habe. Dieses Gefühl können mir nicht viele Spiele verleihen und ich hoffe sehr, dass Nintendo an einem Nachfolger für die Wii U werkeln wird. Wenn man dann nämlich noch die letzten Defizite des zweiten Teils ausradiert, hätte ich sicherlich den besten Third-Person-Shooter gefunden, den ich mir vorstellen kann.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sin and Punishment: Successor of the Skies!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 121 – 125, Teil 25)

In der vorerst letzten Ausgabe von Countdown: Wii haben wir uns noch fünf weitere Spiele angeschaut, die ihr eventuell nicht verpassen solltet. In Poképark 2: Die Dimension der Wünsche dreht sich wieder einmal alles um Pikachu und seine Freunde. In Endless Ocean haben wir im Meer Tierarten katalogisiert, nur um dann in Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres den ganzen Spaß zu wiederholen und um dabei noch eine virtuelle Weltreise zu machen. Nach dieser Entspannung haben wir in Sin and Punishment: Successor of the Skies gegen Nebulos gekämpft und in Project Zero 2: Wii Edition das Remake eines echt gelungenen Horrorspiels das verschwundene Dorf von seinen Geistern befreit.

Review: Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres

Zwei Jahre nach Endless Ocean hat sich Nintendo dazu entschlossen, das Franchise mit einem weiteren Teil zu beglücken. Wir sind froh, dass sich Nintendo und Arika dazu entschieden haben, denn Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres übertrifft den Vorgänger enorm.

Handlungsbedingt hat Endless Ocean 2 nur wenig mit seinem Vorgänger gemeinsam. Ob wir abermals denselben Charakter steuern, ist fraglich. Es gibt darauf keine Hinweise, doch da die Spielfigur nach wie vor stumm ist, kann sie uns auch schlecht etwas über ihre Vergangenheit erzählen. Die erste Szene des Spiels nimmt das Ende zwar vorweg, geht jedoch dabei nicht ins Detail. Danach springen wir zurück zum Anfang der Story, die sich diesmal auch so nennen darf. Wir schlüpfen nach wie vor in einen namenlosen Tauchsportler, der einem Tauchservice bei seiner Arbeit unterstützen möchte. Als bei einem unserer Tauchausflüge plötzlich Océanes Anhänger ins Meer stürzt, erklingt ein mysteriöses Geräusch. Später erfahren wir, dass es sich dabei um das Lied des Drachen handelt und auch der Vater unserer Tauchpartnerin war einst auf der Suche nach der Lösung des Rätsels, welches sich hinter dem Lied verbirgt. Dabei kam er jedoch ums Leben, weshalb uns Océanes Großvater Jean-Eric Rouvier davon abhalten will, das Mysterium um das Lied des Drachens zu lösen. Als Océane eines Tages auf eigene Faust das Geheimnis erforschen möchte, haben wir keine andere Wahl und unterstützen sie dabei, das Lied des Drachen zu vervollständigen und zudem auch noch die Wahrheit über den Tod ihres Vaters herauszufinden. Die Reise führt uns dabei rund um den Globus.

Weltreise

Dies ist die erste große Neuerung in Endless Ocean 2, denn während wir im Vorgänger gerade einmal das manauraische Meer unsicher machen durften, dürfen wir jetzt endlich auch andere Ozeane unseres Planeten erkunden. Die Weltreise führt uns jetzt unter anderem zu Nord- und Südpol, an die Ägäis oder auch ans Rote Meer. Die Artenvielfalt ist jetzt deutlich glaubhafter, da die unterschiedlichen Fische, Säugetiere und Vögel nun über den Erdball verteilt sind und nicht mehr auf ein relativ kleines Fleckchen der Erde zusammengepresst werden. Wir stoßen somit in der Arktis auf Eisbären und der Dreipunkt-Preußenfisch lebt im Roten Meer. Um das Bestimmungsbuch, welches mittlerweile mehr als 350 verschiedene Tiere umfasst, zu füllen, müssen wir uns also noch mehr anstrengen. Um die Tiere zu erforschen, reicht es jetzt jedoch, sie einmal anzuklicken beziehungsweise sie zu finden. Nach wie vor können wir zwar Futter verwenden, doch dieses verlangen nur die wenigsten Tiere, beispielsweise Delfine. Sofern wir Freundschaft mit den Säugern schließen wollen, ist dies meist nicht anders möglich. Da das Eiswasser in der Arktis unsere Geschwindigkeit beim Schwimmen verringert, sind wir in der Handlung sogar zwingend darauf angewiesen, uns von einem Delfin mitziehen zu lassen. Das Spektakel hängt jedoch mit einer vermeidbaren Logiklücke zusammen.

Lebenskreislauf

Wir fragen uns allen Ernstes, wie ein Delfin ohne fremde Hilfe innerhalb eines Tages, vom südlichen Pazifik, wo wir ihn gefunden haben, es schafft, die amerikanischen Kontinente zu umschwimmen, um uns an der Nordküste Kanadas zu unterstützen. Hier hätte man dann auch auf elektronische Geräte verweisen können – so stört es die Atmosphäre geringfügig, doch ist das Spiel dadurch natürlich nicht weniger langweilig. Langeweile kommt aufgrund des einen oder anderen gefräßigen Fisches ohnehin nicht auf, denn die Entwickler haben sich die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen und so greift uns der eine oder andere Hai an, wenn wir ihm zunahe kommen. Zitteraale verpassen uns dann auch gerne mal einen Stromschlag. Somit ist Endless Ocean 2 deutlich abwechslungsreicher und auch realistischer, wenn durchgehend auch auf ein funktionierendes Räuber-Beute-Schema verzichtet wird. In einer Szene müssen wir zwar einen Pottwal in die Nähe eines Riesenkalmars locken, der diesen daraufhin angreift und kurzfristig versucht zu verschlingen, doch kindergerecht schafft es der Kalmar zu fliehen. Schade, denn der Kreislauf des Lebens sollte in der natürlichen Form in einer realitätsnahen Simulation unserer Meinung nach schon dargestellt werden. So ist und bleibt das Meeresleben zwar vielfältig, spiegelt aber leider keineswegs die Realität wieder.

Aufgabenvielfalt

Dafür haben die Entwickler an den Möglichkeiten im Meer gefeilt, denn jetzt können wir mit dem Pulsar verletzte Tiere heilen oder wütende Haie besänftigen. Mit dem Multisensor können wir am Meeresboden nun Jagd auf verlorene Schätze machen, diese in unserer Tasche verstauen und später bei Händlerin Nancy schätzen lassen. Nach wie vor lassen sich auch mit dem Unterwasserstift Nachrichten ins Wasser malen und mit der Kamera Fotos machen, mit denen wir ebenfalls Geld beziehungsweise Punkte verdienen können. Auf der Neunerinsel, dem Ausgangspunkt jeglicher Reise, können wir nämlich von Jean-Eric Fotoaufträge für die eine oder andere Fachzeitschrift annehmen und das gesuchte Tier möglichst gut fotografieren. Bei Océane erhalten wir Führungsaufträge, bei denen wir dann eine bestimmte Person durch ein ausgewähltes Territorium leiten und dieser ein bestimmtes Lebewesen präsentieren sollen. Die dadurch verdienten Punkte geben wir bei Nancy für neue Tauchausrüstung aus, die dieses Mal nicht nur kosmetischer Natur sind. Einige Gegenstände verbessern beispielsweise unsere Gegenstände, wie die Sauerstoffflasche oder den Pulsar. Andere Items verschönern hingegen die Neunerinsel oder wir helfen Jean-Eric dabei, sein Privatriff mit verschiedenen Pflanzen in Szene zu setzen. In Endless Ocean 2 gibt es also deutlich mehr zu tun, als im Vorgänger!

Gelungene Fortsetzung

Optisch hat sich zwar nur wenig getan, doch das macht im Falle von Endless Ocean 2 nichts. Die Meere sehen nach wie vor für Nintendo-Wii-Verhältnisse fantastisch aus und die Kulisse an Soundmaterial lässt sich ebenfalls hören. Erkunden wir beispielsweise das untergegangene Valka-Schloss, ertönt das von Celtic Woman gesungene Nella Fantasia. Stellt euch den Song, gepaart mit vielen Fischen, die in einem Gang fröhlich umher schwimmen und durch die dort verbauten Fenstern ein wenig Sonnenlicht fällt, vor. Atmosphärischer geht es für eine Simulation kaum. Schade ist, dass man auf eine MP3-Unterstützung wie beim Vorgänger verzichtet hat. Wir hätten gedacht, dass man jetzt auch noch eine Wiedergabeliste hätte anlegen können, um die Unterwasserausflüge musikalisch eigensinnig zu erleben. Vermutlich rudert Nintendo hier zurück, denn seit 1998 gibt es wegen des Musikformats immer wieder strafrechtliche Lizenzverfahren. An der Steuerung hat sich grundsätzlich nichts verändert, doch hat man das Spiel um eine Classic-Controller-Pro-Steuerungsmethode erweitert. Diese fühlt sich unserer Meinung nach jedoch unfertig an, da der Charakter nur indirekt gesteuert wird, weshalb wir nach wie vor die Bedienung mittels Wii Remote bevorzugen. Mehrspielerfreunde freuen sich über die Unterstützung von Wii Speak, denn so sind die Unterwasserausflüge nicht mehr ganz so trocken. Klasse, denn so und nicht anders muss eine gute Fortsetzung aussehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Nachdem mich der erste Teil von Endless Ocean überrascht hat, hat mich dessen Nachfolger überzeugt. Entwickler Arika hat an allen Ecken und Enden am Spiel gefeilt und hat die Erfahrung um sinnvolle Verbesserungen erweitert. Endlich greifen mich gelegentlich auch mal Haie an, endlich kann ich genau dorthin schwimmen, wohin ich auch möchte! Wenn denn der Sauerstoff ausreicht, versteht sich. Der Ozean ist in Endless Ocean zwar nach wie vor doch nicht so endlos wie proklamiert, aber es fühlt sich durch die nun mehr natürlichen Grenzen deutlich mehr so an. Obwohl die Spielzeit nicht unbedingt länger ist, als noch beim Vorgänger, ist die Spielzeit in Endless Ocean 2 einfach besser mit Inhalten gefüllt. Nicht nur die Handlung motiviert, sondern auch viele Dinge abseits des Weges. Überall sind Münzen in den Tiefen des Meeres versteckt und überall gibt es seltene Gegenstände zu bergen und dann gibt es noch genügend Aufträge, mit denen ich die Suche nach den Objekten verbinden und zusätzlich Punkte für den R & R Tauchservice verdienen kann. Sollte mir langweilig sein, so kann ich das Spiel auch noch online zu zweit mit einem Freund spielen und mich mit diesem via Wii Speak auch noch unterhalten. An Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres gibt es wirklich nur Kleinigkeiten, wie eine fehlende Sprachausgabe,  die Delfin-Unterstützung oder der nicht simulierte Lebenskreislauf zu bemängeln, doch im Großen und Ganzen kann man mit dem zweiten Teil nichts falsch machen, sofern man sich nicht nur erholen, sondern auch ein wenig Action erleben möchte. Ich hoffe sehr, dass Nintendo und Arika die Serie nicht einstampfen und die Möglichkeiten der kommenden Wii U auszunutzen wird, um ein mögliches Endless Ocean 3 zu realisieren. Wer darauf nicht (möglicherweise vergeblich) warten möchte, sollte spätestens jetzt zugreifen!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 116 – 120, Teil 24)

In dieser Ausgabe von Countdown: Wii dürfen sich ganz besonders Fans von Party-Spielen angesprochen fühlen. Quiz Party ist ein Spiel, welches bei den Medien fast durchgehend gefloppt ist, doch wir vermuten einfach, dass diese den Sinn des Spiels nicht  verstanden haben. Mario Party 9 bricht aus der traditionsreichen Serie aus, vergisst dabei aber nicht seine einstigen Wurzeln. Schlag den Raab: Das 3. Spiel kommt mit dem einigen bekannten Spielen daher, ersetzt das eine oder andere spezielle Spiel jedoch durch ein anderes – für Fans gerade noch zu empfehlen. Inazuma Eleven Strikers führt das Franchise in ein neues Genre, doch kann dabei nicht so ganz in sich aufgehen. Zu guter Letzt haben wir mit dem Pokémon Pikachu in Poképark: Pikachus großes Abenteuer virtuelle Freunde gewonnen.

Review: La-Mulana

Niemand hätte wohl gedacht, dass in den letzten Wochen vor dem Launch der Wii U noch ein dermaßen gutes WiiWare-Spiel seinen Weg in den Wii-Einkaufskanal finden wird. La-Mulana ist ein Spiel, auf das westliche Spieler seit langer, langer Zeit haben warten müssen.

Wer an Archäologen denkt, dem kommt wohl zu allererst Indiana Jones in den Sinn. Lemeza Kosugi war da bis vor einem Jahr vermutlich nur japanischen Videospielern bekannt. Der virtuelle Archäologe macht keinen Hehl daraus, sich an seinem Vorbild zu orientieren. Das beginnt sogar vor dem eigentlichen Spiel in der elektronischen Bedienungsanleitung – er möchte schlicht und einfach nicht Junior genannt werden und sein Vater ist ebenfalls an der Geschichte untergegangener Zivilisationen interessiert. Outfit und Peitsche hat er wohl auch von Indiana Jones geliehen und so steht einem ähnlichen und doch anderem Abenteuer nichts mehr im Wege, denn die Rätsel der Ruinen von La-Mulana wollen gelüftet werden! Wer zum ersten Mal in das Spiel eintaucht, bekommt vermutlich sehr schnell Probleme, da im Spiel so gut wie gar nichts erklärt wird und zunächst einmal vieles ausprobiert werden muss. Jüngere oder unerfahrene Spieler wird das zunächst abschrecken, doch wer Experimente nicht scheut, gelangt sehr schnell in den Genuss eines atemberaubenden Spiels, welches in einem Lager mitten im Dschungel beginnt. Ausgerüstet mit Peitsche und Laptop beginnen wir damit, die Welt zu erkunden. So erhalten wir vom Eingeborenenhäuptling direkt ein Programm, welches wir im begrenzten Speicher des Notebooks lagern. So bleibt er mit uns in Kontakt und erzählt uns immer mal wieder Wissenswertes über die Spielwelt.

Waffenarsenal eines Archäologen

Der Computer ist aber auch für andere Dinge zu gebrauchen, denn mit der Zeit gelangen wir immer wieder in den Besitz neuer Software, die wir aktivieren können. Beispielsweise um die Schriften der Ureinwohner auf Felsen zu lesen oder Karten der Umgebung einzuscannen. Das Waffenarsenal steigt später ebenfalls an. So dürfen wir uns von dem in den Ruinen erbeuteten Geld bei den in der Spielwelt verstreuten Händlern neue Waffen kaufen. Beispielsweise eine Pistole oder sogar Wurfsterne. Das ist auch bitter nötig, denn in den Ruinen wimmelt es nur so von Untoten und anderem Getier, welches uns am liebsten zum Frühstück verspeisen will. Um in den Ruinen voranzukommen, gilt es oftmals einfache oder schwierige Schalterrätsel zu lüften. Meistens müssen wir einfach nur ein Gewicht auf einen Schalter stellen oder wie in The Legend of Zelda einen Block verschieben. Das macht durchaus Spaß, denn überall sind in der Spielwelt Schätze versteckt, die teilweise auch schon mal unsere Lebensenergie erweitern, doch Obacht: Nicht immer kann das Aktivieren eines Mechanismus Vorteile nach sich ziehen. Wer vergisst Hieroglyphen zu entziffern, erfährt oft nicht, dass mit einem Schalter eine Falle aktiviert wird. Das ist deshalb so wichtig, da die Regenerierung der Lebensenergie nur sehr selten möglich ist. Beispielsweise in der heißen Quelle außerhalb des Lagers.

Verbeugung vor großen Serien

Gespielt wird dabei übrigens nicht aus der Vogelperspektive, sondern aus der Seitenansicht, wie man es zum Beispiel aus Castlevania kennt. Das System, um im Spiel erfolgreich zu sein, erinnert zudem ein wenig an Nintendos Metroid. Nur mit bestimmter Ausrüstung ist es beispielsweise möglich, Türen zu öffnen, um so in neue Bereiche zu gelangen. La-Mulana lässt uns da aber wesentlich mehr Freiheiten, denn es gibt so viele Geheimnisse und auch Wege, um ans Ziel zu gelangen, dass man sich zu Beginn von den Möglichkeiten erschlagen fühlen könnte. Uns gefällt diese Freiheit sehr, da sie den Wiederspielwert drastisch erhöht. Die gesamte Spielwelt ist wirklich detailreich und atmosphärisch aufgebaut. So erfahren wir von Dorfbewohnern und verschollenen Steintafeln Hintergründe über die Sagenwelt von La-Mulana, wobei ein Großteil der Atmosphäre aber auch Grafik und Soundtrack ausmachen. So erinnern uns die Grafiken des Spiels an die gute, alte Super-Nintendo-Zeit und der Soundtrack von seiner Qualität an Castlevania: Rondo of Blood vom TurboGrafx-16. Die Ohrwürmer des Soundtracks lassen uns in unseren Gedanken nicht mehr los. Das schafft nicht jedes Spiel! Da ist es leider schade, dass das Bild in 4:3 wiedergegeben wird. Aufgrund des Gebietaufbaus ist das vielleicht auch nicht anders möglich, aber bei einem Remake wünschenswert gewesen.

Unvergessliches Spielerlebnis

Ebenfalls etwas suboptimal sind die Bildschirmanzeigen ausgefallen. Sie befinden sich leider viel zu nahe am oberen Bildschirm und könnten für unseren Geschmack ruhig etwas größer ausfallen. Die Menüstrukturen hingegen fallen positiv und übersichtlich aus. Positiv ist ebenfalls anzumerken, dass man den Titel mit so gut wie allen Bedienungseinheiten der Wii spielen kann. Entweder mit Nunchuck und Wii Remote, mit der Fernbedienung alleine, dem Classic Controller (Pro) oder dem Gamecube-Controller ist alles möglich. Sogar Wii-kompatible Tastaturen werden unterstützt! Da können sich andere Entwickler eine dicke Scheibe von Nigoro abschneiden! Bis auf die angesprochenen kleinen optischen Mankos und der zu Beginn vielleicht existenten Unzugänglichkeit für den einen oder anderen Spieler, ist an La-Mulana nichts auszusetzen. Es sei jedoch abschließend gesagt, dass sich der Titel vorwiegend an Hardcore-Spieler richtet, da es im Spiel keine Rücksetzpunkte gibt und der Game-Over-Screen schneller als gedacht auf dem Bildschirm erscheinen könnte. So muss unausweichlich ein frührer Spielstand geladen werden, aber wir machen das sehr gerne, denn so ein gutes und vor allem lang anhaltendes Spielerlebnis haben wir schon seit langer, langer Zeit nicht mehr erlebt und das war das lange Warten auf La-Mulana definitiv wert!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der WiiWare-Fassung): La-Mulana ist das Paradebeispiel dafür, wie gute Download-Spiele auszusehen haben. Für gerade einmal zehn Euro bekomme ich hier eine große Welt, die an allen Ecken und Enden mit Geheimnissen gespickt ist. Dazu motiviert mich das tolle Gameplay auch nach dem hundertsten Tod von Lemeza Kosugi, einen älteren Spielstand zu laden, nur um danach wieder in dieselbe Falle zu latschen oder gar eine Minute später einen völlig neuen Weg einzuschlagen. Das macht mir vor allem wegen der im Spiel verbauten Technik so viel Spaß, denn man hat aus dem Code der PC-Fassung, die damals schon eine Hommage an alte Spielklassiker sein sollte, nochmal eine ganz andere Interpretation geholt. Grafiken erinnern mich jetzt an das gute alte Super Nintendo und der geniale Soundtrack an Castlevania: Rondo of Blood vom TurboGrafx-16, welches ebenfalls ein sehr tolles Spiel ist und ich an dieser Stelle ebenfalls allen empfehlen möchte. La-Mulana liefert ein ästhetisch anspruchsvolles Gesamtbild ab, welches man unbedingt einmal selbst gespielt haben muss. Wer La-Mulana nicht spielt, der verpasst einen modernen Klassiker!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 111 – 115, Teil 23)

In Ausgabe 23 von Countdown: Wii widmen wir uns abermals fünf Spielen, die auf der Wii erschienen sind. Das erste Spiel wäre Straßen des Glücks, welches noch 2011 kurz vor dem Weihnachtsfest erschienen ist. Ein gänzlich ungeschickter Release, doch trotzdem macht das Spiel eine Menge Spaß, wie wir im Review feststellen konnten. The Last Story haben wir bis heute leider noch nicht spielen können, doch trotzdem darf es in dieser Ausgabe nicht unerwähnt bleiben. Captain Morgane and the Golden Turtle eignet sich eher für die Point-and-Click-Adventure-Fans unter euch, doch gibt es auf dem Markt deutlich bessere Alternativen. Enclave: Shadow of Twilight kommt mit seiner grausigen Optik einige Jahre zu spät und Pandora’s Tower ist ein Action-Rollenspiel mit interessanter Spielweise.

Partner: Wii-U-Erwartungshaltung

Unsere Partnerseite N Insider zelebriert derzeit den Countdown zur Wii U. Im achten Teil der Reihe geht N Insider auf die Meinungen und die Erwartungshaltung von Journalisten in Hinblick auf Nintendos neues Flagschiff ein. Chefredakteur Eric hat es sich natürlich nicht nehmen lassen und teilt seine Eindrücke von der kommenden Nintendo-Konsole im Special von N Insider mit. Wir würden uns freuen, wenn ihr bei unserer tollen Partnerseite vorbeischauen würdet, denn kurz vor Launch sind verschiedene Meinungen sehr hilfreich.

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 106 – 110, Teil 22)

Mit der zweiundzwanzigsten Countdown-Wii-Ausgabe schließen wir das Jahr 2011 ab. In Kirby’s Adventure Wii haben wir mit dem Edelknödel endlich wieder klassisches Gameplay erlebt und in Lego Harry Potter: Die Jahre 5 – 7 konnten wir die Harry-Potter-Saga auch im Lego-Universum zu einem Ende bringen. Gerätselt werden durfte bei Trivial Pursuit:   Wetten und Gewinnen und Schlag den Raab: Das 2. Spiel war die passende Simulation der beliebten Samstagabend-Spielshow. Nächtelang gezockt haben wir aber The Legend of Zelda: Skyward Sword. Es machte vieles anders und spaltete mal wieder die Gemüter.

Review: Stolen

Nicolas Cage war einmal ein angesehener Schauspieler in Hollywood, den jeder Regisseur gerne in seine Filme integriert hat. Heutzutage sind die Angebote für ihn jedoch rar gesät, doch Stolen ist für Nicolas-Cage-Fans wohl gerade deshalb mehr als nur einen Blick wert.

Will Montgomery war einst ein Meisterdieb, der zusammen mit seinen drei Komplizen zehn Millionen Dollar aus einer Bank in New Orleans entwendet hat. Jedoch ging das Unternehmen schief und Montgomery musste selbst vom Tatort mit dem Geld entkommen, doch dabei wird er von der Polizei verhaftet und wandert für ganze acht Jahre ins Gefängnis. Nach dieser Zeit hat sich seine Tochter von ihm abgewandt und einer seiner damaligen Freunde, der beim Bankraub dabei war, ist angeblich mittlerweile verstorben. Vincents Tod wird aber bereits am Tag von Montgomerys Entlassung durch einen Anruf widerlegt, da dieser nur darauf gewartet hat, dass Montgomery aus dem Gefängnis kommt, um seinen Anteil des Geldes aus dem damaligen Raub einzukassieren. Damit sich Montgomery nicht das ganze Geld unter den Nagel reißt, hat Vincent als Versicherung nämlich seine Tochter Alison entführt. Montgomery liegt seine Tochter natürlich sehr am Herzen und würde ohne Umschweife das Lösegeld bezahlen, doch gibt es da nur ein kleines Problem. Will hat das Geld, kurz bevor er geschnappt wurde, verbrannt, um einer höheren Strafe zu entgehen. Vincent glaubt ihm jedoch nicht und so bleibt Montgomery nichts anderes übrig, als erneut auf die schiefe Bahn zu geraten und wieder eine Bank auszurauben. Das FBI denkt zu allem Übel ebenfalls noch, dass das Geld noch existiert und ist ihm auf den Fersen.

Kein Zusammenspiel

Somit steht Montgomery nicht nur unter Druck und muss darauf achtgeben, dass ihm das FBI nicht auf die Schliche kommt, sondern hat für seinen Plan außerdem nur noch zwölf Stunden Zeit, da Vincent Montgomerys Tochter Alison nach Ablauf dieser Frist umbringen will. Der Film versucht durchweg spannend zu sein, liefert auch einige Szenen, wo uns theoretisch der Schweiß von der Stirn herunter läuft, doch wirken einige Szenen dann und wann sehr aufgesetzt. Man möchte Cage gerne glauben, dass er seine Filmtochter retten will, doch bleibt seine emotionale Einstellung fast durchgehend gleich. Bei den Rollen beim FBI sieht es auch nicht sehr viel besser aus. So gibt es für Boston-Legal- und Human-Target-Fans ein längeres Wiedersehen mit Mark Valley, doch auch dieser hat in seinem Leben mindestens zwei bessere Rollen gespielt. Mike Connor Gainey (bekannt als Tom Friendly aus Lost) kann in seiner kurzen Nebenrolle ebenso wenig beisteuern, wie Malin Åkerman, Sami Gayle oder Josh Lucas. Die Besetzung ist zwar durchgehend passend, jedoch funktioniert das Zusammenspiel der Darsteller nicht so wirklich. Schade ist auch, dass man sich für die Rolle des Vincent nicht an Woody Harrelson gewandt hat. Dieser hätte Vincent deutlich mehr Charakter verleihen können.

Tipp für Nicolas-Cage-Fans

Regisseur Simon West wollte aber zumindest, dass alle Schauspieler nach Möglichkeit ihre Stuns selbst ausführen und das merkt man dem Film deutlich an, da die Action-Szenen authentischer wirken. Optisch macht der Film auch einen guten Eindruck, denn das Bild ist fast durchgehend sehr klar. Nur gelegentlich stören unschöne Unschärfeeffekte das Bild im 16:9-Format und in 1080p. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen, denn alle Sprecher verleihen ihren Charakteren genügend Ausdruck, um sie glaubhaft darzustellen. Leider hat Mark Valley nicht seine bekannte Synchronstimme von Torsten Michaelis, was dem Gesamtbild aber natürlich nur in bedingtem Maße schadet. Der Originalton ist natürlich um einiges authentischer. Solltet ihr also des Englischen mächtig sein, dann aktiviert unbedingt diese Tonspur. Notfalls könnt ihr auch wahlweise deutsche oder niederländische Untertitel hinzuschalten. Wenn nach 96 Minuten der Abspann über den Bildschirm geflimmert ist, bleiben immer noch einige Minuten Bonusmaterial. Dieses besteht aus Aufnahmen von hinter den Kulissen, Interviews (unter anderem mit Nicolas Cage und Simon West) und zudem auch noch aus B-Roll-Material. Wirklich aufschlussreich ist dieses aber nicht. Fans von Nicolas Cage werden Stolen sicherlich verschlingen, aber wer einen spannenden Action-Thriller sucht, der greift eventuell doch lieber zu einer Alternative.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Persönliche bevorzuge ich Filme, die nicht auf Gedeih und Verderb mit Effekten und unnötigen Action-Sequenzen ausgestattet sind. Somit trifft Stolen eigentlich genau meinen Geschmack, doch zieht sich hier eine wirklich viel zu einfach gestrickte Handlung über neunzig Minuten und trotz der einen oder anderen guten Idee (zum Beispiel der zweite Bankraub, bei dem einfach mal mehrere Barren Gold geschmolzen werden), kann mich die Story eben nicht so ganz überzeugen. Sie basiert eben auf den typischen Werten, die für einen US-Amerikaner wichtig sind und sich somit wohl in den Hollywood-Einheitsbrei einordnet. Obwohl man sich beim Film ausnahmslos (bis vielleicht auf die Rolle des Vincent) geeignete Schauspieler ausgesucht hat, funktioniert deren Zusammenspiel in meinen Augen nicht wirklich. Sie agieren zu schwach und viel zu wenig miteinander. Nicolas-Cage-Fans, die ihren Helden mittlerweile nur noch in eher durchschnittlichen Filmen sehen können, kommen aber um Stolen nicht herum, denn genau für diese ist der Film sicherlich zugeschnitten.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Stolen!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 101 – 105, Teil 21)

Im Sommer 2011 suchte das berühmte und zugleich berüchtigte Sommerloch die Wii heim, denn es erschienen kaum nennenswerte Spiele. Lego Star Wars III konnte uns nicht wie seine Vorgänger überzeugen und der Zauberlehrling stellte sich in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 endlich seinem Widersacher Voldemort. Das Gameplay war dabei aber genau so trocken wie noch beim Vorgänger. Spaßiger war da schon Wii Play: Motion, welches besonders auf Partys gespielt werden darf. Go Vacation ist da eher ein Kandidat für zuhause, denn hier dürfen vier Spieler gleichzeitig und zudem unabhängig gleich ein ganzes Eiland unsicher machen. Im Spätsommer 2011 konnte aber vor allem Xenoblade Chronicles überzeugen, denn ein ähnlich gutes und pures Rollenspiel fehlte auf der Wii bis dahin völlig. Somit wünschen wir euch auch hier gute Unterhaltung!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 096 – 100, Teil 20)

In der zwanzigsten Ausgabe von Countdown: Wii beschäftigen wir uns abermals mit fünf Spielen. 2011 startete mit Mario Sports Mix zwar nicht sonderlich gut, doch ist der Titel zwischendurch immer mal wieder unterhaltsam. Kirby und das magische Garn hat uns dann jedoch so richtig in seinen Bann gezogen. Es ist zwar sehr leicht, aber stilistisch einfach nur phänomenal. Mit Tiger Woods PGA Tour 12 liefert Electronic Arts das bis Dato beste Golfspiel auf einer Nintendo-Konsole ab und verabschiedet sich zu diesem Zeitpunkt vorerst vom japanischen Traditionsunternehmen. Auf einen Nachfolger warten wir bis heute. Abschließend haben wir uns auch The Conduit, sowie dem Nachfolger The Conduit 2  gewidmet. Wir wünschen euch gute Unterhaltung beim Anschauen der neuen Ausgabe!

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 091 – 095, Teil 19)

Jedes Jahr geht einmal zu Ende und so war es dann auch 2010. Wir haben nicht nur Star Wars: The Force Unleashed II mit seinem schmalspurigen Gameplay erleben dürfen. Auch gab es ein Wiedersehen mit den beiden Nintendo-Affen in Donkey Kong Country Returns. Super Mario All-Stars in der 25-Jahre-Jubiläumsedition durfte ebenso wenig fehlen. Dann erblickte hierzulande auch Harvest Moon: Deine Tierparade das Licht der Welt und der wohl berühmteste Archäologe Indiana Jones wurde auf eine neue Expedition geschickt.

Neuer Partner: GameNews24

Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass wir gestern eine Partnerschaft mit der Seite GameNews24 abgeschlossen haben. GameNews24 gibt es schon seit dem Jahre 2004, doch beschäftigte sich die Redaktion damals noch ausschließlich mit der Xbox 360. Seit 2010 berichtet GameNews24 auch über die PlayStation 3 und den PC. Aber auch der Mac, Smartphones, Tablet PCs und sogar die neue Konsolengeneration geht nicht an der Redaktion vorbei. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr unserem neuen Partner einen Besuch abstatten möchtet.

Prime Time: Countdown: Wii (Spiele 086 – 090, Teil 18)

2010 war nach wohl eines der besten Jahre der Wii, wie das vorliegende Video zeigt. In Wii Party konnten wir erstmals Zimmerspiele austragen, Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn führten uns Jahre später wieder nach Mittelerde, über Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (wir nennen dieses Spiel auch gerne den Untergang des Franchises) brauchen wir nicht noch mehr Worte verlieren als im Video und Disney punktete nach all den Jahren wieder mit einem tollen Disney-Spiel (Disney Micky Epic), welches in diesem Jahr seinen Nachfolger erhalten hat. Besonders ist jedoch GoldenEye 007, denn dieser ist zu Recht eines der besten Ego-Shooter, welche die Wii bis heute gesehen hat.

Neuer Partner: Games-Mag.de

Wir freuen uns bekanntzugeben, dass wir am gestrigen Tage eine Partnerschaft mit der Seite Games-Mag.de eingegangen sind. Games-Mag.de ist im Auftrag aller Spieler unterwegs. Die Redaktion nimmt alles unter die Lupe, was auch nur im Kleinsten mit Spielen zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Videospiel-, Brett-, Karten-, Online-, Handy- oder Rollenspiel ist. Auch aktuelle Hardware wird von Games-Mag.de auf Herz und Nieren überprüft. Die Rezensionen funktionieren dabei nach dem simplen Schulnotenprinzip – so sind sie für jeden sofort verständlich.

Games-Mag.de richtet sich an alle Spiele- und Technikbegeisterte. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht das Magazin Tests über Hard- und Software, PC-Zubehöre, Videospielkonsolen, Smartphones und noch viel mehr. Ebenso hält die Redaktion ihre Leser über Neuigkeiten auf dem neusten Stand. News werden täglich aktualisiert und besondere Highlights in den Vordergrund gestellt. Besonders Spiele- und Technikfans schätzen dieses System sehr. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei unserer neuen Partnerseite vorbeischauen würdet.