Prime Time: One Piece (TV-Box 2 + Film 2) Unboxing

Nachdem wir uns bereits vor einer Weile die erste TV-Box und den ersten Film von One Piece sowohl in Reviews, als auch in einem Video vorgenommen haben, haben wir uns vor kurzem erst die zweite TV-Box und den zweiten Film unter die Lupe genommen. Aufgrund der Gamescom-Nachbearbeitung musste ein Unboxing-Video leider bis heute warten. Wir hoffen dennoch, dass ihr einen guten Eindruck von der Box bekommt.

Preview: Raven’s Cry

Spätestens seit Disneys Fluch der Karibik sind Piraten wieder in, doch hat die amerikanische Firma nicht ganz verstanden, dass das Zeitalter der Piraten sehr dunkel, sowie blutrünstig und die Karibik sicherlich kein Ort für Späßchen war.

Octane Games ist eine der wenigen Unternehmen gewesen, die das erkannt haben und zeigen mit Raven’s Cry, wie das Piratenleben damals tatsächlich zugegangen ist. Ohne Fantasy- und Gruselmomente möchten die Entwickler von Octane Games uns zeigen, wie ein Pirat damals gelebt haben könnte. Der Ausgangspunkt der Story betrifft den jungen Christopher Raven, der mit seiner Mutter von finsteren Piraten fast umgebracht worden ist. Während seine Mutter ihr Leben lassen musste, hat man ihm jedoch nur die linke Hand abgeschlagen. Geschockt von diesem Anblick schwört er mit der Zeit Rache, verlässt seinen späteren Ziehvater und begibt sich auf die Suche nach den Mördern seiner Mutter. Christopher Raven entwickelt sich nicht in Raven’s Cry nicht zum Helden. Durchweg wird er als gebrochener Charakter, der nur ein Ziel hat, beschrieben. Unser Antiheld durchlebt sechs Kapitel voller Spannung und Dramatik und wir übernehmen währenddessen die Kontrolle über ihn. Geplagt von Alpträumen ist mit ihm nicht gut Kirschen essen, denn Christopher Raven ist kein Mann der vielen Worte. Viel mehr lässt er Taten für sich sprechen. Mehr wollte uns Topware Entertainment an dieser Stelle nicht verraten und darüber sind wir froh, denn die Story soll Kern- und Knackpunkt des Spiels sein und den Fokus ganz besonders auf die Charakterentwicklung legen.

Detailgetreue Orte und bedrückende Atmosphäre

Im siebzehnten Jahrhundert angesiedelt besuchen wir mit Christopher Raven nicht nur Port Royal, sondern später auch den südamerikanischen Dschungel. Selbst einen Abstecher nach London wird es im späteren Story-Verlauf geben. Die Entwickler versprechen dabei, die Orte sehr detailgetreu einzufangen. Von dem was wir bisher gesehen haben, können wir das auch sehr gut nachvollziehen. Wenn wir etwa durch Port Royal spazieren, vernehmen wir von der Straße aus auf einmal die Schreie einer Frau, die kurz darauf aus einer Bar läuft und dann von einem Mann wieder hineingezogen wird. Wenige Meter später entdecken wir einen anderen Mann, der vor einer Hauswand torkelt und sich auf einmal übergeben muss. Das unterstreicht den finstern Stil des Spiels enorm und die Welt wirkt somit zusätzlich stimmig. Raven’s Cry wirkt auf den ersten Blick wie ein Rollenspiel, doch Rollenspielelemente sind im Piratenspiel von Octane Games nicht oder nur kaum enthalten. Topware Entertainment erklärt uns das im Gespräch sehr plausibel, denn das Spiel wird in mehrere Abschnitte unterteilt werden. Sollte also ein Spieler schnurstracks auf das Ende des Spiels hinauslaufen und nur der eigentlichen Storyline folgen wollen, so wäre er später zu schwach und es müssten unzählige Nebenquests erstellt werden. Das hat aber nichts mit dem Drücken vor dem Mehraufwand an Arbeit zu tun.

Dunkles Action-Piratenabenteuer

Diese Entscheidung tut einzig und allein der Charakterentwicklung gut, denn Christoper sinnt auf Rache und ihn interessieren die Nöte anderer nicht. So bleibt die Geschichte spannend und wird nicht durch unnötige Aufgaben gestört, in denen wir etwa zehn Kisten Obst von Punkt A nach Punkt B bringen müssen. So fühlt sich der Titel wie ein Action-Spiel mit tiefsinnigem Abenteueraspekt an. Raven’s Cry bedient sich aber auch dem Stealth-Genre. So dürfen wir in einer der Städte auch schleichen, uns hinter Kisten oder Häuserwänden verstecken und die umherpatrouillierenden Gegner sogar hinterrücks erdolchen, pardon, erhaken. Wenn man dem Charakter am Ende seines linken Arms schon eine Hakenhand verpasst, dann möchte man sie zumindest auch als Spielelement nutzen. Eine tolle Idee! Eine weitere tolle Idee ist es, dass wir Christopher Raven ähnlich wie Connor in Assassin’s Creed III auf einem Schiff steuern dürfen. Sprich wir werden mit Christopher das Schiff steuern und sobald beide Kähne nahe beieinander stehen, auch das feindliche Schiff entern. Bisher haben wir das aber nur in einem Trailer gesehen, aber immerhin soll das Feature enthalten sein. Da hat Piranha Bytes mit dem Piratenspiel Risen 2: Dark Waters leider versagt. Wir sind zuversichtlich, dass Raven’s Cry packend und atmosphärisch und Ende September endlich den Weg in den Handel finden wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Es ist mal etwas anderes, als dieses ständige Schönreden der Piratenzeit. Ich habe eine sehr düstere und atmosphärisch bedrückende Präsentation gesehen und bin gespannt darauf, wie sich das Spiel schlagen wird. Der Hauptpunkt liegt eindeutig auf dem Erschaffen einer fiesen Welt voller Verrat und Unheil, sowie auf glaubwürdig brutal gestaltete Charaktere. Die Präsentation erinnerte mich ein wenig an Hitman und so werde ich die Wahl haben immer und zu jeder Zeit aufs Ganze zu gehen oder meine Feinde ganz leise auszuschalten. Die Frage bleibt jedoch, wie offen die Spielwelt sein wird und wie ausgeweitet die Geschichte zum Spiel ist. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Entwickler eine düstere und gut erzählte Story aufgebaut haben, welche viele Freunde finden wird.

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Raven’s Cry wurde uns bei Topware Entertainment auf einem sehr großen Flatscreen-Fernseher präsentiert und es sah auf diesem dazu auch noch sehr gut aus. Da die heimischen Monitore mit Sicherheit kleiner ausfallen werden, kann man also von einem optisch sehr hübschen Spiel sprechen. Wichtiger ist für mich jedoch das Gameplay und hier bin ich mir noch nicht sicher, ob Raven’s Cry so überzeugen kann, wie mich die finstere Spielthematik bereits in ihren Bann zieht. Das Zeug dazu hat Raven’s Cry auf jeden Fall, denn der furchtlose Christopher Raven sollte als Pirat genügend Möglichkeiten haben, um sich mit Waffen zu wehren, die Gegend zu erkunden und das Beste aus jeglicher Situation zu machen. Ich weiß nur nicht, ob das auch reicht. Ohne die vielen bekannten Nebenquests aus Rollenspielen kann der Piratenausflug schnell zur linearen Tortur verkommen.  Sollten die Entwickler aber genügend Abwechslung ins Spiel bringen und die Story durchgehend spannend gestalten, wird Raven’s Cry ein spannendes und zudem auch noch sehr atmosphärisches Spiel. Ich freue mich jedenfalls schon drauf!

Vielen Dank an Topware Entertainment für die freundliche Einladung zur Gamescom!

Review: Sword in the Moon

Leider gibt es nicht nur bei westlichen Filmen sehr oft den Fall, dass ein Titel aufgrund des Packungstextes trotz eindeutiger Mängel schön geredet wird. Auch beim südkoreanischen Film Sword of the Moon wird man hinters Licht geführt.

Im Korea des 17. Jahrhunderts angesiedelt, erzählt der Film die Geschichte von den beiden Freunden Ji-hwan und Kyu-yup. Beide Freunde gehören im Reich von König Inchos einer Elitegruppe von Schwertkämpfern an, die den Untergang des Reiches verhindern und zudem den Frieden zurückbringen sollen. Ein Aufstand stellt ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe, die sie nicht besteht. Ji-hwan und Kyu-yup werden zu Todfeinden. Viele Jahre später ist aus Kyu-yup ein skrupelloser, gewissenloser und kaltherziger Krieger in den Diensten des herrschenden Regimes geworden. Ji-hwan hält er seit langem für tot. Dann kommt es jedoch dazu, dass viele hochrangige Politiker der Reihe nach ermordet werden und ein Putschversuch unmittelbar bevorsteht. Als Kyu-yup dann auch noch einen Auftrag erhält, jene Attentäter ausfindig zu machen und sie zu exekutieren, steht ihm plötzlich Ji-hwan gegenüber. Es steht beiden Freunden ein erbitterter und alles entscheidender Kampf um Leben und Tod bevor, der für sie beide unabwendbar ist. So viel möchte uns der Verpackungstext der Blu-ray verraten, doch viel mehr wird uns im Film auch nicht geboten. Es ist erstaunlich, dass man sich die Zeit nimmt, solch einen Film ins Deutsche zu übersetzen und zu vermarkten, wo doch noch einige asiatische Hochkaräter auf eine Veröffentlichung hierzulande hoffen.

Fehlende Logik

Das Problem des Films macht sich direkt in den ersten Minuten bemerkbar. Er kann sich nicht entscheiden, ob er als Historienfilm, ein Action-Drama oder als eine Mischung von beidem in Erscheinung treten will. So hat man beispielsweise direkt vergessen, die wenigen Charaktere, die in Sword in the Moon auftreten, auch nur ansatzweise einzuführen. Wir fragen uns ganze 95 Minuten lang, welchen Charakter wir welcher Fraktion zuordnen dürfen. Da des Öfteren in der Zeit hin- und hergesprungen wird, macht es die ganze Sache nicht leichter, unterscheiden zu können. Wir können zwar ansatzweise vermuten, dass es zwischen den Hauptfiguren eine gemeinsame Vergangenheit gab, aber warum diese nun genau in die Brüche gegangen ist und warum sich nun beide Freunde auf einmal als Todfeinde gegenüberstehen, ist ebenso unklar. Es bleiben übrigens nicht nur die Handlung und die dafür not- und tiefgründigen Dialoge auf der Strecke, sondern auch die Kampfszenen. Ständig wird ohne Sinn und Verstand gekämpft und die Logik dahinter möchte sich uns einfach nicht erschließen. Die Hintergründe, warum ausgerechnet zum Zeitpunkt des Film der König gestürzt werden soll, werden nicht deutlich. Ein Schwertkampf-Epos, wie Splendid Film das südkoreanische Werk auf der Rückseite der Blu-ray-Verpackung betitelt, wird sicherlich anders inszeniert, wie es andere Filme beweisen.

Liebloses Kunstwerk

Fehlende Charakterisierungen und die recht lieblos gestalteten Dialoge und Beweggründe der Figuren sind nicht das einzige, das es an Sword in the Moon zu kritisieren gibt. Ebenfalls auf der technischen Seite kassiert der Film ein paar Defizite. Zwar liegt das Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) vor, doch ein sauberes Filmvergnügen sieht anders aus. In hellen Szenen kann man besonders bemerken, dass es Verunreinigungen im Bild gibt. Bei Nachtszenen sieht man davon hingegen kaum etwas, weshalb diese bei der Präsentation einen sehr ordentlichen Eindruck machen. Musikalisch befindet sich Kim Eu-seoks Sword in the Moon auf gesundem Mittelmaß (Tonformat DTS-HD 5.1), doch ein unverwechselbarerer Soundtrack wäre uns hier deutlich lieber gewesen, denn in einer Szene haben wir sogar geglaubt, einen Track aus Hans Zimmers Soundtrack des Disney-Films Fluch der Karibik gehört zu haben. Das erinnert an alte Kung-Fu-Filme, die auch oftmals ihre Musik aus westlichen Filmen haargenau kopiert haben. Wer Atmosphäre im Film sucht, sollte unbedingt die koreanische Tonspur (wahlweise mit deutschen Untertiteln) aktivieren. Die deutsche Synchronisation ist zwar in Ordnung, reicht aber nicht an das Original heran. Das Bonusmaterial ist leider ziemlich dünn gestrickt, denn mehr als B-Roll-Material liegt auf der Blu-ray nicht vor. Das auf der Verpackung angepriesene Making-of stellt sich als Witz heraus. Sword of the Moon ist im Gesamtbild ein Film für Anspruchlose.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich vor kurzem 14 Schwerter gesehen habe, war das einer der lieblosesten Filme, die ich je sehen durfte. Sword in the Moon reiht sich nahtlos in die Riege solcher Werke mit ein und weiß mich absolut nicht zu begeistern. So werden Charaktere selten mit ihrem Namen angesprochen oder auch nicht einmal vernünftig in die Geschichte eingeführt. Da ist der unchronologische Aufbau der Handlung nicht gerade sehr förderlich für mein Verständnis. Oft wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und hergesprungen, wobei dann wiederum vergessen wird, die Szenen glaubhaft miteinander zu verbinden. Das wirkt alles sehr willkürlich und dann schaue ich nach dem Ansehen in die Röhre (beziehungsweise auf den HD-Fernseher) und weiß nicht so wirklich, was mir der Film jetzt beweisen oder erklären wollte. Die technisch unzureichende Aufbereitung lasse ich jetzt einmal außen vor, doch auch beim Bonusmaterial sieht es nicht sehr viel besser aus. Es sind einzig und allein Szenen vom Dreh zu sehen und sind dabei auch noch unkommentiert. Diese Szenen bieten mir zwar einen visuellen Eindruck, jedoch keinen allzu informativen. Wer bei Filmen keinen Anspruch erhebt, liegt bei Sword of the Moon richtig. Ich rate jedoch vom Kauf ab. Für denselben Preis gibt es deutlich bessere Filme!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sword in the Moon!

Review: 14 Schwerter

Nicht nur in Hollywood sind Remakes groß im Kommen, sondern anscheinend auch in den asiatischen Gefilden. So versucht sich Regisseur Frankie Chan an einer Neufassung von Shísì Nǚ Yīngháo aus dem Jahre 1972.

Im elften Jahrhundert herrscht Kaiser Renzong in China, doch in der Song-Dynastie herrscht die Korruption. Diese Umstände macht sich das rivalisierende Land Western Xia zunutze und bereitet einen Angriff beziehungsweise einen Anschlag vor. Die Handlung beginnt aus der Sicht von Yang Zongbao, welcher der letzte Mann im Yang-Klan ist und dessen Generäle die Dynastie seit jeher vor Feinden beschützen. Augenscheinlich kommt Yang auf tragische Art und Weise ums Leben und lässt seine Frau Mu Guiying als Witwe zurück. Diese schwört nun Rache und tritt das blutige Erbe ihres Ehemanns an. Sie führt die Frauen der Gefallenen in eine letzte und alles entscheidende Schlacht, um das Schicksal ihrer Familie zu besiegeln. So und nicht anders lautet in etwa der Beginn der Handlung – zumindest sagt uns dass der Text auf der Blu-ray-Verpackung, denn im Film selbst haben wir davon fast nichts mit bekommen. Wir sehen zwar, wie Charaktere kommen und gehen, Kämpfe mit Feinden ausgeführt werden und Dialoge zwischen den einzelnen Persönlichkeiten mit Dramatik abgehalten werden, doch alle diese Inhalte sind dermaßen banal in Szene gesetzt, dass es selbst schon für einen Landsmann, der sich mit der Geschichte Chinas auskennt, nur schwer nachvollziehbar ist. Für westliche Zuschauer ist die Handlung, mit wenigen Worten ausgedrückt, langweilig und unverständlich.

Jungbrunnen

Obwohl die Besetzung mit einem Star-Aufgebot der chinesischen Filmwelt auftrumpft, ist die Glaubhaftigkeit der verkörperten Persönlichkeiten nicht gegeben. Cecilia Cheung, Cheng Pei-pei und Richie Jen mögen in anderen Filmen eine gute Performance abliefern, aber in Frankie Chans 14 Schwerter setzen sie ihre Charaktere unglaubwürdig und zu allem Übel auch noch übertrieben geschauspielert in Szene. Immer wenn ein Charakter im Kampf fällt oder eine überraschende Wendung eintritt (wobei diese nicht deutlich zu erkennen sind), wirken Mimik und Gestik unglaubhaft. Es wird beispielsweise geweint, ohne dass eine Träne fließt. Zudem wirken die Schauspieler oder eher gesagt Schauspielerinnen für dieses Historienepos einfach viel zu jung. So wirkt der Sohn gleichermaßen so alt wie seine Mutter und die Urgroßmutter des Yang-Klans scheint ebenfalls den Jungbrunnen für sich entdeckt zu haben. Bis auf die tragenden Rollen ist die Familienbande übrigens ziemlich unübersichtlich. Es treten dermaßen viele Charaktere auf, die nur mit sehr viel Mühe zugeordnet werden können. Fernsehserien mögen von diesem Konzept profitieren, aber keinesfalls ein auf 109 Minuten ausgelegter Historienfilm. Aufgrund der viel zu femininen Darstellerinnen können wir diesen ebenfalls nicht abkaufen, dass sie für den Kampf gegen eine zehnmal so große Armee geschaffen sind.

Starkes Bild, schwacher Inhalt

In dutzenden kleinen Kämpfen und Schlachten verliert der Film weiterhin an Glaubhaftigkeit, denn die einzelnen Auseinandersetzungen sind keinesfalls choreographisch gut umgesetzt und wirken selbst für eine TV-Produktion mit kleinem Budget (was 14 Schwerter nicht ist!) sehr, sehr merkwürdig. Dazu stören Spezialeffekte das sonst eigentlich herausragend gute Bild. Da fliegen Pfeile quer durchs Bild, Schnee wirbelt herum und Plattformen bewegen sich. Würden wir hier einen Film aus den frühen Neunzigerjahren sehen, könnten wir damit gerade noch so leben, doch für einen Streifen von 2011 ist das eine Zumutung für den Zuschauer. Immerhin kann das Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) der Blu-ray, anders als die technische Umsetzung und Inhalt des Films, überzeugen. Alles wirkt gestochen scharf, doch die weniger aufwendigen Kulissen fallen somit noch stärker auf. Unterboten wird das Ganze nur noch mit den Kostümen der Darsteller, insbesondere die Rüstungen. So machen Schilde auf uns doch tatsächlich den Eindruck, dass sie aus Plastik gefertigt sind. Wir glauben nicht, dass man in China vor eintausend Jahren bereits solche Handwerkskunst hatte. Neben dem Originalton in Mandarin liegen auf der Disc zudem Tonspuren in Deutsch und Englisch vor, die sogar besser als das Original in der Ausdrucksweise sind, passen dann jedoch nicht zu den übertriebenen Darbietungen der Schauspieler. Untertitel liegen derweil nur in Deutsch und Niederländisch vor. Bonusmaterial gibt es übrigens nicht. Ein Grund weniger sich 14 Schwerter anzuschauen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Bereits nach wenigen Minuten habe ich schmerzlich erkannt, mit welchem unausgereiftem Film ich es hier zu tun habe, obwohl dieser sogar von Martial-Arts-Legende Jackie Chan höchstpersönlich produziert wurde! Regisseur Frankie Chan mag vielleicht mal gute Martial-Arts- und Historienfilme gedreht haben, aber ein Remake zu Shísì Nǚ Yīngháo hätte er sich wirklich sparen können. Die Schauspieler sind durchweg zu jung, verkörpern ihre Rollen nicht einmal ansatzweise glaubhaft und daher sind auch die Kämpfe und Schlachten des Historienfilms nicht einmal so etwas wie spannend oder zumindest choreographisch ansprechend. Diese wirken durch schlechte Effekthascherei und durch unpassende Kameraführungen zu monoton auf mich. Für eine Lauflänge von fast zwei Stunden kommen mir persönlich auch viel zu viele Charaktere vor, die zudem auch nicht mal richtig in die Handlung eingeführt werden. Welche Position die jeweilige Figur im Yang-Klan oder überhaupt in der eigentlichen Story einnehmen, wird nicht oder wenn nur kaum deutlich. Obwohl ich froh darüber war, dass der Abspann endlich über den Bildschirm flimmerte, hätte mich auch noch ein Special interessiert, in dem geklärt wird, wo denn nun genau die Unterschiede zwischen Neuauflage und Original liegen. Das hat man sich aber wohl gespart. Vermutlich aus gutem Grund, denn 14 Schwerter gucke ich mir freiwillig sicherlich kein zweites Mal an. Spart euch euer Geld!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von 14 Schwerter!

Prime Time: Firmenkritik #1: Nintendo (Nintendo Direct 13.09.2012)

Nachdem die E3 trotz unserer großen Berichterstattung für Nintendo nicht gerade wichtig und ausschlaggebend gewesen scheint, hat der japanische Traditionskonzern jetzt endlich das nachgeholt, was man im Sommer bereits in Los Angeles hätte tun sollen. Nintendo hat nicht nur einen Termin für die kommende Wii U angekündigt, sondern auch einen Preis genannt. Nun ja, nicht ganz. Trotzdem will Eric euch mit dem neuen Konzept Firmenkritik seine Einschätzung der Konsole, der Firma, der Spiele und den Fakten mitteilen. Wir wünschen euch gute Unterhaltung beim zwanzigminütigen Video!

Preview: 007 Legends

Nachdem im vorletzten Jahr eine Neuinterpretierung von GoldenEye 007 auf der Wii für Furore sorgte, war es im letzten Jahr dessen HD-Remake, welches uns an die PlayStation 3 gefesselt hat. Jetzt wird das 007-Universum möglicherweise stark erweitert.

In diesem Jahr, genauer gesagt am fünften Oktober 2012, feiert die James-Bond-Filmreihe ihren fünfzigsten Geburtstag! Zu diesem Anlass erscheint deshalb im September nicht nur eine große Blu-ray-Box mit allen bisherigen (lizenzierten) James-Bond-Filmen, sondern einen Monat darauf auch ein neues Videospiel. Das Besondere an 007 Legends ist, dass es sich auf mehr als nur einen Bond-Film bezieht. Somit steht im Grunde keine lieblose Umsetzung vom nächsten James-Bond-Film Skyfall an, sondern die Entwickler von Eurocom haben sehr lange Zeit gehabt, um ein Agentenspiel zusammenzuschustern, das sich auf mehrere Storylines der Filme beruft. Unter anderem werden wir in die Handlung von Moonraker – Streng geheim, Im Geheimdienst ihrer Majestät und Mit der Lizenz zum Töten entführt. Zudem erleben wir auch Stirb an einem anderen Tag mit. Wie viele Missionen eine Kampagne beinhalten wird, haben uns die Entwickler nicht verraten. Wir hoffen jedoch, dass es sich nicht jeweils um nur eine Mission handeln wird. In der Präsentation hat man nämlich bereits auf einem der beiden TV-Screens eine Auflistung der Features bereitgestellt und in dieser Liste wurden Missionen nicht nur einmal erwähnt. Nach dem Release von Skyfall sollen nämlich sogar noch sechs weitere Missionen folgen, die sich um den neuen James-Bond-Film drehen.

Bekannte Ego-Shooter-Strukturen

Wir hoffen sehr, dass es sich hierbei um eine Verwechslung handelt. Fünf Missionen wären für einen Ego-Shooter doch relativ wenig, doch wenn man sich die Entwicklung des Genres in den letzten Jahren einmal genauer ansieht, gibt es auch schon deutlich kürzere Spiele. Das ist sehr schade, auch wenn bei den meisten Spielen die Inszenierung stimmt. Wenn wir schon bei der Inszenierung sind – diese wirkt ähnlich wie die von GoldenEye 007. Das heißt, dass wir das gesamte Spiel über aus der Ego-Perspektive sehen, aus dieser Ansicht Gespräche führen und auch Quick Time Events ausführen werden. Dagegen wäre nichts einzuwenden, doch die Entwickler haben leider nicht an der Grafikschraube gedreht. So wirkt der Ego-Shooter wie sein Vorgänger. Soll heißen, das Spiel sieht wie ein Nintendo-Wii-Spiel mit hochauflösenden Texturen und leicht verbesserten Lichteffekten aus. Ansonsten halten sich die Neuerungen im Gameplay in Grenzen. Nach wie vor schleichen wir um die Ecken, schalten Gegner leicht aus der Ferne aus (komisch nur, dass andere Feinde mit Sichtkontakt darauf bisher nicht reagieren und still an ihrem Platz verweilen) und manipulieren die Umgebung mittels Smart Phone. Das kennen wir alles schon aus beiden Vorgängern, doch eines haben die Entwickler bei Eurocom diesmal besser gemacht. Es geht um die Fahreinlagen im Spiel.

Überarbeitete Fahreinlagen

In der arktischen Kälte von Island düsen wir mit unserem Fahrzeug dem Feind hinterher – das sieht dann genauso aus wie in Stirb an einem anderen Tag. Überall werden Lasersalven vom Icarus-Satelliten auf die Erde hinunter gefeuert. Wir müssen das Auto nun geschickt lenken, den Salven ausweichen und unseren Gegner erreichen. Ob der anwesende Entwickler das mit Absicht gemacht hat, wissen wir nicht, doch in der Vorstellung ist er mehrmals an Objekte gestoßen, worauf hin er das Auto drehen musste. Während das für uns in James Bond 007: Blood Stone noch das Neustarten der Mission nach sich ziehen würde, wurde unser Feind an dieser Stelle extra ein wenig verlangsamt und wir konnten die Verfolgung ohne eine große Verzögerung wieder aufnehmen. Das ist zwar unlogisch, aber auf der anderen Seite steht uns hier weniger Frust bevor, den wir in vorherigen James-Bond-Titeln gerne reduziert hätten. Für weitere Spielzeit nach dem Durchspielen ist ebenfalls wieder gesorgt, denn neben den MI6-Missionen steht auch noch ein Mehrspielermodus zur Verfügung, mit dem wir online gegen andere 007-Legends-Spieler antreten dürfen. Gut so, denn bereits GoldenEye 007 hat uns da jede Menge Spaß bereitet. Am Ende stehen wir den angekündigten Zusatzinhalten jedoch skeptisch gegenüber, denn keiner möchte doch ein ansatzweise unfertiges Spiel kaufen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Seit fünfeinhalb Jahren bin ich nun ein Fan des britischen Geheimagenten und ich freue mich derweil schon sehr auf Skyfall, auch wenn ich von den Trailern noch nicht so wirklich überzeugt bin. Bei 007 Legends sieht es ähnlich aus. Eurocom packt hier fünf Bond-Handlungen in ein Spiel, setzt dem Agenten das Gesicht von Daniel Craig in jeder Szene auf und hofft darauf, dass das Zusammenspiel dann irgendwie funktioniert. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob es das auch wird. Zwar finde ich die Idee, mehrere Handlungen der Filmreihe in ein Spiel zu verfrachten, nicht schlecht, aber wenn ich die Kampagnen der Reihe nach einfach nur abarbeiten werde, fände ich das mehr als nur schade. Da hätte man die Missionen auch geschickt miteinander verknüpfen können, auch wenn das wohl mehr als nur schwer wäre. Eines muss ich aber an dieser Stelle noch loswerden. Als ich die Entwickler gefragt habe, ob sie sich eventuell eine Wii-U-Fassung vorstellen könnten, wurde ich direkt angefahren und zwar mit den Worten, dass bei Activision nirgendwo ein Spiel für die Wii U in der Mache sei und sie das deshalb nicht für nötig halten. Das ist wirklich eine schwache und sehr engstirnige Antwort, die ich im nächsten Jahr nicht mehr hören will. Immerhin verstehe ich jetzt, dass Eurocom sich auch mit alter Technik im Spiel zufriedengibt. So ist das eben, wenn man sich nicht weiterentwickeln möchte.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Devil May Cry

Capcom blickt auf vier außergewöhnliche Spiele zurück, die einen Helden namens Dante in aller Welt berühmt gemacht haben. Wie andere Firmen es bereits vormachten, zieht Capcom nun auch einen Schlussstrich und rebootet die Devil-May-Cry-Serie.

Der Aufschrei war groß, als der erste Trailer zum neuen Devil May Cry, welches genauso wie der erste Serienableger heißen und ohne Zusatztitel erscheinen wird, vorgeführt wurde. Der ach so coole Dante, wie ihn Fans seit Jahren kennen, hat auf einmal kein schneeweißes Haar mehr, sondern einen einfachen, kurzen Haarschnitt. Von den Entwicklern wurden die Haare zudem noch schwarz gefärbt und das Geschrei im Internet ging weiter. Als Emo bezeichnete ihn auf einmal die treue Fangemeinde. Capcom musste sich herber Kritik stellen, doch bis zum heutigen Tage sind sie von ihrem Plan nicht abgekommen. Sie haben Mut bewiesen und nun hatten wir die Möglichkeit, selbst einmal mit dem Emo, pardon, Dante, in den Kampf gegen die Dämonen zu ziehen. Das Level aus der Gamescom-Demofassung erinnert direkt an die eine oder andere Stadt aus Mitteleuropa, vorzugsweise der französischen Architektur, wenn wir einmal spekulieren dürfen. In sehr leicht geschilderten Einführungen erlernen wir die Grundlagen des Spiels, etwa wie wir ein Monster mit einer Art Peitsche an uns ziehen und es mit unserem Schwert und unseren Pistolen ordentlich einheizen. Ja, auch der neue Dante kann ordentlich austeilen. Neben seiner Kampferprobtheit ist der Krieger allerdings auch sehr agil und so kommen wir ebenfalls in den Genuss weiterer Techniken.

Stärke und Geschwindigkeit

Wir erlernen zudem, wie wir von einer Plattform auf die nächste hüpfen und unseren Sprung verlängern können. In manchen Situationen ist das auch bitter nötig, denn im Demolevel kam es dazu, dass die Straße mit diabolischer Kraft verkleinert wurde. Soll heißen, dass die Häuser auf beiden Straßenseiten in die Mitte gezogen wurden, um uns zu zerquetschen. Ob wir dabei tatsächlich den virtuellen Tod finden können, ist uns nicht ganz klar. Teilweise sah das vom Entwicklerteam schon sehr gewollt aus – hier wird dann unser Review Klarheit verschaffen. Sollten wir aber tatsächlich einmal im Spiel sterben, können wir Dante unverzüglich wieder ins Reich der Leben zurückholen – sofern wir über die nötigen Orbs verfügen. Wie und vor allem wo wir diese erhalten, konnten wir der vorliegenden Demofassung nicht entnehmen. Es ist aber zu hoffen, dass diese nicht ganz so häufig vorkommen, damit das Spielgeschehen stets spannend ablaufen wird. Spannend ist außerdem der Bosskampf, welchen man uns in einer Präsentation auf der Messe zeigte. Stellt euch an dieser Stelle ein riesiges, ekliges Insekt vor, dass über einem Säure- oder Lavasee von der Decke herabhängt und nur mit drei Schläuchen mit dieser verbunden ist. Hylianer Link würde jetzt seinen Bumerang auspacken, die Stellen markieren und der Kampf wäre entschieden. Diese Option hat Dante allerdings leider nicht.

Bosskampfmechaniken

Zunächst einmal muss das überdimensional große Viech mit Schwertschlägen, Combos und Pistolenschüssen geschwächt werden. Je nach Stärke des Angriffs kann das ein ganzes Stück dauern, zumal wir ständig mit Säurespritzern attackiert werden, denen wir ausweichen und dabei teilweise auch die Plattform wechseln müssen. Ist die Bestie bewegungsunfähig, sollen die Schläuche nach und nach abgetrennt werden – inklusiver wiederholender Prozedur. Da der Kampf ein ganzes Stück dauern kann, fehlt uns hier ein wenig Abwechslung. Wir hoffen sehr, dass Capcom andere Bossgegner deutlich abwechslungsreicher gestalten wird. Der Kampf ist nach dem augenblicklichen Ableben des Monstrums aber noch nicht vorbei, denn bei unserer Flucht aus dem Spielabschnitt taucht es plötzlich wieder auf, wird dann jedoch dank unserer Geschicklichkeit von einem riesigen Ventilator vernichtet. An der Stelle ist die Präsentation leider schon vorbei, doch wir gehen mit einem guten Gefühl aus dem Vorstellungsraum. Das Spielprinzip ist actionreich und verlangt von uns oft Kombinationsangriffe, die uns das Leben in Devil May Cry deutlich erleichtern. Da Dante noch dazu immer einen passenden Spruch auf Lager hat und dieser nicht selten aus Fäkalwörtern besteht, ist somit ebenfalls für Humor gesorgt. Schade nur, dass Dante erst im nächsten Jahr bei uns auf Dämonenjagd gehen wird. Gerne hätten wir mit ihm die wirklich langen Winternächste verbracht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der PlayStation-3-Fassung): Es gibt Spiele, die jeder mal gespielt haben muss. Die Devil-May-Cry-Reihe gehört sicherlich dazu, doch leider habe ich es immer noch nicht geschafft, die HD-Collection oder den vierten Teil in meine Xbox 360 zu stecken und Abenteuer mit Dante zu erleben. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich das bald sehr wohl ändern könnte, denn Devil May Cry hat es mir auf der Gamescom angetan. Nicht nur beim Anspielen, sondern auch in der Präsentation – und es kommt nicht selten vor, dass mir beim Zuschauen eines Spiels langweilig wird. Das ist hier eindeutig nicht der Fall gewesen. Dante ist schnell, agil, beherrscht viele Techniken und Spezialmanöver und ist dabei auch nie um einen frechen Spruch verlegen. Ich mag es, wenn Spiele mit einem dreckigen Fäkalhumor daherkommen und sich selbst trotzdem noch ernst nehmen. Das gibt es nicht oft! Obwohl mir das Anspielen bereits sehr viel Spaß gemacht hat, hoffe ich aber dennoch, dass Capcom es irgendwie schaffen wird, den neuen Dante in den alten Dante zu verwandeln – selbst wenn das mehrere Spiele benötigen wird. Logisch wäre es zumindest, denn Capcom verriet uns auf der Messe, dass Devil May Cry den Anfang der Serie darstellen soll. Ich persönlich setze das mit einem Prequel gleich. Mal sehen, ob Dante schon in diesem Ableger graue Haare wachsen oder wir noch ein paar Jahre darauf warten müssen.

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Might and Magic (Präsentation)

Auf der Pressekonferenz von Ubisoft hat man unter anderem auch Neuigkeiten zum Might-and-Magic-Franchise verlauten lassen, doch wer jetzt vielleicht endlich mal auf die Ankündigung eines Might and Magic X gehofft hat, wird enttäuscht. Stattdessen versucht Ubisoft wieder, die Serie in weitere Richtungen auszuschlachten. Das ist zwar schade, aber in Einzelfällen gar nicht so verkehrt, wie unser Video von der Präsentation beweist.

Preview: Rayman Legends

Nachdem Rayman im letzten Jahr seine Rückkehr ins Videospielgeschäft feiern konnte, folgt in diesem Jahr bereits der Nachfolger. Rayman Legends wird direkt und exklusiv für Nintendos Wii U erscheinen, womit uns ein weiterer potentieller Launch-Hit bevorsteht.

Von der Handlung des neuen Jump ’n’ Runs ist noch nichts bekannt. Zumindest hat man uns auf der Gamescom diesbezüglich nichts verraten. Wir gehen aber davon aus, dass wir keine epische Geschichte voller Wendungen und Verzwickungen erleben werden. Das wäre eher ein Fall für ein Rollenspiel, doch Hüpfspiele sprengen bekanntlich so gut wie nie den bekannten Story-Rahmen. So legt auch Rayman Legends die Prioritäten beim Gameplay, welches sich in der uns vorliegenden Version bereits sehen lassen konnte. Die Entwickler sind besonders stolz darauf, dass sie das Jump ’n’ Run weiterhin zweidimensional stricken können, doch optisch sind es ganze vier Ebenen, die uns präsentiert werden. Im Vordergrund stechen Ebenen mit Gräsern, Sträuchern und vereinzelten Bäumen hervor. Auf der zweiten Ebene sind wir es, die Rayman und seine Freunde (Rayman Legends wird wie sein Vorgänger und New Super Mario Bros. Wii wieder einen Mehrspielermodus besitzen) über die Plattformen scheuchen. Dahinter verbirgt sich eine weitere Ebene, auf dieser ebenfalls wie auf der ersten Stufe der Architektur Bäume, Steine und ähnliches positioniert sind. Die vierte Ebene ist der Hintergrund der Welt – hier werden dann farbenfrohe Landschaften mit malerischen Schlössern und anderen Dingen dargestellt. Das sieht in Verbindung mit dem Comiclook des Spiels wunderschön aus.

Konstante Framerate

Das Besondere an der ganzen Sache ist aber, dass sowohl das Geschehen auf dem Bildschirm des Fernsehers, als auch der Touchscreen des Wii U GamePad konstant mit sechzig Bildern pro Sekunde dargestellt wird – und das mit bis zu fünf Charakteren, sehr vielen Projektilen und anderen Objekten gleichzeitig! Man verriet uns allerdings nicht, in welcher Auflösung der Titel lief. Da Nintendo mehrmals betonte, dass die Wii U zwar eine HD-Auflösung in 1080p darstellen, aber so nur selten mit vollen sechzig Bildern pro Sekunde arbeiten würde, gehen wir davon aus, dass Rayman Legends in 720p dargestellt wird. Hier sind wir besonders gespannt, ob Ubisoft vielleicht das von Nintendo nahezu als unmöglich Angepriesene schafft. Sowohl auf dem Fernsehbildschirm und dem Touchscreen wird das ganze Geschehen in der gleichen Form dargestellt. Während ein Spieler die Kontrolle eines kleinen Wesens via dem Wii U GamePad übernimmt, verkörpern die anderen vier Spieler dann schon größere Figuren, die dann aber mit der herkömmlichen Steuerung mittels Wii U Controller Pro kommandiert werden. Der Vorteil des Wii-U-GamePad-Spielers ist der, dass er seinen flatternden Charakter direkt über den Touchscreen steuern kann. Besiegt werden kann das Wesen aber nicht.

Die Macht des Wii U GamePads

Das ist jetzt aber natürlich kein unlauter Vorteil gegenüber den anderen Spielteilnehmern, da diese sehr wohl besiegt werden können und nur diese in der Lage sind, den Spielausschnitt zu verschieben. Ist am Ende der Spieler mit dem Wii U GamePad übrig, muss die Stage natürlich so wieder von vorne gestartet werden. Trotzdem ist im Mehrspielermodus der Spieler mit dem Wii U GamePad besonders wichtig, denn dieser kann besiegte Charaktere (die dann wie in Nintendos New Super Mario Bros. Wii in Luftblasen umherfliegen) einfach antippen, um sie ins Spielgeschehen zurückzuholen. Zudem obliegt es dem Spieler mit dem Wii U GamePad die über die Spielwelt verstreuten Physikrätsel zu lösen. Hier sollten die Entwickler aber noch ein wenig feilschen, denn das Rätsel mit den zwei Rädern funktionierte in der Anspielversion auf Anhieb nicht korrekt. Wenn Ubisoft es wieder schaffen sollte, die nötige Abwechslung im Spiel zu halten, verschiedene Spielwelten oder gar Spielweisen, humoristische Charaktere mit unterschiedlichen Eigenschaften und massenweise Geheimnisse zusammen arbeiten zu lassen, steht uns mit Rayman Legends wahrhaftig ein atemberaubender Wii-U-Launch-Titel bevor. Eine 3DS-Fassung kann man sich aber (nachträglich) getrost sparen, denn dort funktionierte der Vorgänger ebenfalls nicht so gut, wie wir das zuvor erhofften.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Die einzige richtige Erfahrung, die ich mit Rayman bisher machen durfte, war das Videospiel-Debüt auf der PlayStation. Diese Fassung habe ich in den Kaufhäusern damals immer rauf und runter gespielt und sie hat mir eigentlich gefallen, doch da Rayman ziemlich schnell in Vergessenheit geraten ist, habe ich seinen Werdegang auch nicht weiterverfolgt. Erst dann, als die Hasen ihn langsam aus dem Geschäft verdrängt haben, hat Ubisoft gemerkt, wie sehr sie ihren französischen Mario brauchen. Mit Rayman Origins hat man, von der meiner Meinung nach misslungenen Nintendo-3DS-Fassung einmal abgesehen, alles richtig gemacht und an diesen Erfolg knüpft der Konzern aus Frankreich wieder an. Das was ich von Rayman Legends gesehen habe, hat mich schon begeistert. Die Spielwelt wirkt stimmig, die Figuren schräg und der Mehrspielermodus in Kombination von Wii U GamePad und Wii U Controller Pro fasziniert mich zumindest ein wenig. Eigentlich habe ich meine Wii-U-Launch-Titel-Kaufliste schon zusammengestellt, aber vielleicht erweitere ich sie um ein weiteres Spiel und welches das sein wird, dürft ihr nach dem Lesen dieses Reviews unlängst wissen.

Jonas’ Prognose: Rayman ist in den letzten Jahren der bessere Mario geworden. Für den einen oder anderen sicherlich eine gewagte Äußerung! Ich, der den ersten Kontakt mit Rayman seit einem guten Jahrzehnt wieder auf einem Event, beim kurzen Anspielen von Rayman Legends gehabt hat, kann das nachvollziehen, aber nicht vollends bestätigen. Die neuen Rayman-Spiele stechen eben mit einem schrillen Humor, sowie Farb- und Leveldesign, was die lang geforderte Abwechslung im Jump-’n’-Run-Bereich bietet. Durch diese speziellen Punkte wird es aber zu einer individuellen Geschmackssache, ob jemandem so etwas gefällt oder nicht. Jedenfalls die Jump-’n’-Run-Mechanik funktioniert sehr gut und die Steuerung ging mir nach einigen Minuten schon flüssig von der Hand (was bei diesem Schwierigkeitsgrad auch bitter nötig ist). Das Herzstück wird aber sicherlich neben den innovativen Musik-Levels die Einbindung des Wii U GamePads in den Coop-Modus sein. Der Spieler am Touchscreen fungiert als Unterstützer und säubert den Weg von Gegnern und eröffnet neue Levelabschnitte, während weitere Spieler mit waagerecht gehaltenen Wii Remotes spielen. Ubisoft setzt damit die Messlatte für einen asynchronen Multiplayer-Anteil, von denen wir auf der Wii U wohl einiges erwarten dürfen, für andere Entwickler extrem hoch an.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Sacrilegium

Ein aussterbendes Genre ist mittlerweile der Survival-Horror. Na ja, zumindest fast. Es gibt zwar immer noch Spiele wie Resident Evil oder Left 4 Dead, doch der Action-Teil rückt hier leider immer mehr in den Mittelpunkt.

Die Entwickler versuchen sich dann immer wieder herauszureden und behaupten, dass man sich dem Markt anpassen müsse. Das können wir in finanzieller Hinsicht natürlich verstehen, doch vergessen die Firmen dann meistens, wer die Serien überhaupt groß gemacht hat. Silent Hill ist da noch die Spielserie, die ihren Wurzeln am ehesten treu geblieben ist. Die neuen Franchises wie Alan Wake versuchen dann mit anderen Elementen zu punkten, doch schaffen es auch nicht so wirklich, das Survival-Horror-Genre an seine Wurzeln zu erinnern. Genau an diesem Spiel orientieren sich aber die Macher von Sacrilegium, jedoch mit dem Unterschied, dass der Kampf ums nackte Überleben stark in den Vordergrund rücken soll. Das können wir nur bestätigen, denn nachdem wir uns die Präsentation bei Topware Entertainment angeschaut haben, sind wir uns einig, dass Sacrilegium besonders Genre-Fans der ersten Stunde an den Bildschirm fesseln wird. Die Geschichte in Sacrilegium dreht sich um die junge Alex, welche tagsüber eine fleißige Studentin ist und abends regelmäßig das Fitness-Center aufsucht. Zwei hervorragende Gründe, um einen Charakter zugleich glaubhaft intelligent und durchtrainiert zu gestalten. An solch einer Schilderung könnten sich andere Spiele, in denen Barbie-Puppen Zombies ohne weiteres Können den Kopf abreißen, einmal ein Beispiel dran nehmen.

Überlebenskampf

Die eigentliche Handlung beginnt jedoch damit, dass Alex einen Brief von einem anonymen Anwalt aus Osteuropa erhält. Sie solle doch das Erbe ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter antreten, heißt es in dem Brief. Da sie so gut wie nichts über ihre Herkunft weiß, packt sie ihre sieben Sachen und nimmt zusammen mit ihren beiden Freunden Ethan und Kazumi den nächsten Flug über den Atlantik. Im späteren Spielverlauf werden wir auch noch die Unternehmerin Izabela kennenlernen, welche die Leute aus der finsteren Gegend als Vampir verschreien, da sie nur wenig über sich preisgibt. Sobald die drei Freunde in Osteuropa angekommen sind, ist es in der ersten Nacht auch direkt soweit und es passiert das, was nicht hätte passieren dürfen: Kazumi wird entführt! Kurz darauf müssen Ethan und Alex auch noch um ihr Leben rennen und werden dabei leider getrennt. Für Alex entwickelt sich ein Alptraum, denn sie weiß nicht, wen sie noch vertrauen kann und muss jetzt auch noch auf sich selbst gestellt lernen, richtige Entscheidungen zu treffen, um zu überleben. Da die Entwickler den Überlebensaspekt in den Vordergrund stellen möchten, finden wir auch so gut wie keine Waffen. Diese sind im neuen Reality-Pump-Spiel Mangelware, um die menschlichen Fähigkeiten hervorstellen zu können. Es ist schön zu sehen, dass die Entwickler von Two Worlds auch noch andere Qualitäten haben.

Eigens kreierter Vampirmythos

Nach zwei tollen Rollenspielen sei den Köpfen bei Reality Pump Abwechslung gegönnt, auch wenn wir uns natürlich über ein neues Two Worlds ebenso gefreut hätten. Während Reality Pump in Two Worlds zuvor die Grace Engine genutzt hatte, setzt der Entwickler nun auf die Grace 2 Engine. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn die dunklen Wälder in Osteuropa wirken so noch bedrohlicher. Apropos Osteuropa: Wir gehen stark davon aus, dass die Story in Rumänien ablaufen wird, da ansatzweise eine Vampirthematik aufgegriffen wird, die ja bekanntlich in der slawischen und rumänischen Mythologie ihren Ursprung hat. Wichtig ist aber, dass es sich bei der Thematik nicht exakt um die Vampire handelt, die wir aus Filmen und Büchern her kennen. Der Mythos in Sacrilegium lehnt sich nur am realen Vorbild an, da man keine typischen Vampire erschaffen möchte, da man sonst schon wieder alle möglichen Klischees erfüllen müsse und man sich einen Fankrieg zwischen Twilight-Fanatikern und den Fans des echten Mythos ersparen möchte. Wir finden diesen Schritt gut und sind gespannt, ob und vor allem wie Reality Pump ihren eigenen Blutsaugermythos schreiben werden. Erscheinen soll das Spiel jedoch erst im nächsten Jahr, weshalb die Entwickler noch genug Zeit haben. Wir fiebern der Veröffentlichung von Sacrilegium derweil euphorisch entgegen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Auf der einen Seite wünsche ich mir mal wieder ein Survival-Horror-Spiel, welches mich die Angst in den Knochen spüren lässt und auf der anderen Seite bin ich etwas skeptisch, ob mir Sacrilegium auch die Angst bereiten kann, welche ich mir so sehr wünsche. Das Konzept ist wirklich nicht schlecht und sehr interessant gehalten, aber so ein richtiges Horror-Feeling kam bei mir während der ganzen Präsentation nicht auf und so fehlen mir eindeutig die schreckhaften Momente. Allerdings bin ich begeistert davon, dass die Entwickler von der Action-Schiene abweichen wollen und ein Spiel mit anderen Aspekten auf dem Markt präsentieren möchten. Ich wünsche dem Entwicklerteam viel Glück und bin voller Zuversicht, dass Sacrilegium viele Spieler ansprechen wird.

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Mit gemischten Gefühlen bin ich der Gamescom-Präsentation entgegengefiebert. Auf der einen Seite habe ich echt gedacht, dass dieses Spiel wieder so klischeebelastet sein wird, doch auf der anderen Seite bin ich von den Two-Worlds-Machern gute Rollenspiele gewohnt. Ich finde es zwar schade, dass sie aus Sacrilegium kein Rollenspiel machen, doch dafür freue ich mich umso mehr, dass sie es doch tatsächlich schaffen wollen, dass sterbende Survival-Horror-Genre wieder zu neuem Leben zu erwecken – und derzeit sieht alles danach aus, dass sie das tatsächlich schaffen werden. Die Welt von Sacrilegium sieht stimmungsvoll aus und die uns gezeigten Gameplay-Szenen, sowie einige Zwischensequenzen machen ebenfalls einen sauberen Eindruck. Bleibt abzuwarten, ob die Entwickler jetzt auch noch genügend Abwechslung ins Spiel bringen. Daran ist Alan Wake meiner Meinung nach nämlich vor einigen Jahren gescheitert. Außerdem ist es in einem Spiel diesen Genres wichtig, eine spannende Geschichte mit Wendungen und Irrungen aufs Papier zu bringen. Da habe ich leider bisher zu wenig vom Spiel gesehen, um diesen Aspekt jetzt zu beurteilen. Ich hoffe einfach das Beste, denn bis auf diesen Punkt macht Sacrilegium auf mich einen nahezu fertigen Eindruck und diesen möchte ich nächsten Frühling gerne auffrischen.

Vielen Dank an Topware Entertainment für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: ZombiU

Eines muss man Ubisoft lassen. Anstatt wie die Konkurrenz zu behaupten, dass sie Ideen und Pläne für das Wii U GamePad haben und nichts der Öffentlichkeit präsentieren, werden hier die Geschütze aufgefahren und handfeste Beweise geliefert.

Wenn eine Thematik in den letzten Jahren wieder verstärkt ausgelutscht wurde, dann ist das ganz klar das Zombie-Setting. Durch einen tödlichen Virus wird ein Großteil der Menschheit verstümmelt. Anstatt ihre ewige Ruhe zu finden, werden sie willenlose Sklaven ihrer selbst, die nur von einem Trieb angeführt werden: Hunger! Da ein kleiner Teil der Menschheit aber gegen den Virus immun ist, können sich diese gegen die Untotenhorde erheben. Zumindest ist es unsere Vorstellung davon, wie die Handlung von ZombiU in etwa ablaufen wird oder eher gesagt abgelaufen ist. Genaures dazu hat uns Ubisoft nämlich nicht verraten, doch in der uns vorgestellten Version haben die Zombies den Angriff auf das Vereinigte Königreich gestartet. In der uns vorgestellten Version konnten wir ausgiebig den Mehrspielermodus testen, der uns zwei interessante Spielvarianten offenbarte. Entweder wehren wir ganz einfach wie in jedem anderen Survival-Horror-Spiel die Untoten ab oder wir übernehmen eine Art Gotthaltung und schicken die Zombies in den Krieg. Ihr habt richtig gelesen, denn in ZombiU ist es tatsächlich möglich, auch auf der Seiten der Infizierten spielen zu können. Das Tolle daran ist aber, dass es Ubisoft sehr wohl versteht, das Wii U GamePad auszunutzen und die anderen Spieler mit dem Wii U Pro Controller ebenfalls durchgehend bei Laune zu halten.

Mensch oder Zombiemeister

Wenn wir in einen menschlichen Charakter schlüpfen, werden wir mit Granaten, Schrotflinte und Pistole direkt ins Getümmel geworfen. Unsere Aufgabe ist es, auf einer überschaubaren Karte vier Kontrollpunkte einzunehmen. Diese Prozedur funktioniert wie in herkömmlichen Ego-Shootern. Soll heißen, dass wir das Flaggensymbol aufsuchen sollen und den Zielpunkt eine gewisse Zeit lang halten müssen. Sobald wir eine Flagge erobert haben, müssen wir zur nächsten Flagge hetzen und das Verfahren wiederholen. Währendessen schickt der Spieler mit dem Wii U GamePad seine Zombies in den Kampf. Diese müssen wir in der Menschenrolle selbstverständlich abwehren, doch das entpuppt sich in unserer Versuchsversion schwieriger als gedacht. Noch fühlt sich der von uns liebevoll betitelte Zombiemeister ein wenig zu stark an, obwohl Ubisoft sehr wohl versuchen wird, den Modus auszubalancieren. Unbegrenzt kann er aber keine Zombies in den Kampf schicken, denn jeder beschworene Zombie verringern die Ressourcenpunkte. Sind diese erschöpft, können keine Zombies mehr beschworen werden und er muss warten, bis sich die beschriebenen Punkte automatisch wieder aufgeladen haben. Je besser der Zombiemeister wird, desto mehr Erfahrung erhält er und kann dafür auch neue Untote beschwören und uns als menschlicher Charakter das Leben schwer machen.

Sinnvollstes Wii-U-GamePad-Konzept

Der ganze Clou an der Sache ist aber, dass sich die Spieler, die die Menschen verkörpern, das Spielgeschehen auf dem großen Fernsehbildschirm sehen. Der gottgleiche Spielteilnehmer überblickt das ganze Spielfeld hingegen auf dem Touchscreen des Wii U GamePads und führt seine Aktionen auch auf diesem auf. Er kann somit also geschickt Zombies positionieren und im Grunde alle taktischen Vorteile nutzen, die sich ihm offenbaren. Schwieriger wird es dann nur, wenn mehrere Spieler in die Rolle der Menschen schlüpfen. In der Demofassung war es leider nur möglich, dass ein Zombiemeister gegen einen Menschen antritt. Wir gehen davon aus, dass Ubisoft sich die Chance auf einen potentiellen Mehrspielertitel nicht nehmen lassen wird. Über einen Online-Modus haben die Franzosen noch geschwiegen. Nichtsdestotrotz entwickelt Ubisoft mit ZombiU momentan das Spiel mit der sinnvollsten Unterstützung des Wii U GamePads in Kombination mit dem Wii U Pro Controller. Am Ende bleiben allerdings noch ein paar Fragen – etwa wie sich der Einzelspielermodus spielen und ob es dann auch unterschiedliche Spielvarianten geben wird. Es wäre durchaus möglich, Highscore-Jagden zu ermöglichen oder Bestzeiten aufzustellen. Abschließend hoffen wir nur noch auf eine nicht so ganz hanebüchene Handlung, denn diese kennen wir in diesem Setting schon zugenüge.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Ich ärgere mich gerade richtig schwarz, dass ich diesen Titel auf dem Post E3 Event von Nintendo nicht gespielt habe. Auch von bisherigen Artikeln der Fachpresse war ich noch nicht sonderlich begeistert, doch das hat sich jetzt schlagartig geändert. Ich finde es einfach genial, wie man den Bildschirm des Wii U GamePads einsetzt und das ganze dann mit dem Mehrspielermodus verbindet. Solche Prinzipien wünsche ich mir mehr für die Wii U, da es mich mittlerweile doch schon sehr aufregt, dass die anderen Entwickler es nicht wirklich schaffen, derlei Konzepte zu entwickeln. Es wird zwar immer stolz behauptet, dass man eine Menge Ideen für den Wii-U-GamePad-Bildschirm habe, doch sehen tue ich davon nichts. Da kommt Ubisoft mit einem Spiel in einem ausgelutschten Setting daher und schafft es dennoch, mich voll und ganz zu überzeugen – und das obwohl uns noch nicht einmal alle Spielelemente vorgestellt worden sind. Ich kann mir schon regelrecht vorstellen, wie ich Zombie-Abende mit Freunden verbringen werde und die Kontrolle des Zombiemeisters übernehme. Wenn Ubisoft jetzt auch noch die menschlichen Charaktere etwas stärker mit Waffen bestücken wird und die Handlung des Einzelspielermodus einigermaßen in Ordnung geht, kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

Jonas’ Prognose: Das kürzlich erschienene Resident Evil 6 sorgte wieder für einen Aufruhr unter den treuen Fans. Die Frage, ob es richtig ist, den Fokus auf mehr Action und noch mehr auf Kooperation zu legen, beantworten die nur mäßigen Bewertungen und Rezensionen. Wer das Oldschool-Zombie-Überlebenskampf in moderner Technik auch im 21. Jahrhundert erleben will, sollte sich auf Ubisofts Wii-U-Zugpferd ZombiU freuen. Obwohl sich das Spiel aus der Ego-Perspektive steuert, ist es noch lang kein reiner Ego-Shooter und spielt sich zusätzlich ziemlich gemächlich. Dazu kommt noch die für mich ungewohnte Position des rechten Analog-Sticks über den Aktionstasten, die das Zielen auch erfahrenen Konsolenspielern einiges an Gewöhnung abverlangen und jeder Zombie zu einer neuen Herausforderung werden könnte. Die Item-Verwaltung, etwas was schon in Resident Evil auf der PlayStation ein präsentes Element gewesen ist, findet man auch in Ubisofts Streich wieder. Sie findet isoliert auf dem Touchscreen des GamePad-Bildschirms statt, wobei das Spielgeschehen derweil nicht pausiert und damit wohl hektische Fummeleien und einige unvorhergesehene Tode vorprogrammiert sein könnten. Die Funktionen des GamePads, wie etwa Touchscreen und Gyrosensor, werden wir auch für die zahlreichen Rätsel brauchen. Wenn die Grafik dann letztendlich noch auf dem aktuellen passablen Niveau bleibt, stehen den stressigen Zombie-Abenden mit einigen Schockmomenten nichts mehr im Wege.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Partner: NCON 11

Heute möchten wir bekanntgeben, dass wir eine Partnerschaft mit der NCON beschlossen haben. Das hat auch einen einfachen Grund, denn vom 28. bis zum 30. September findet die NCON 11 für alle Nintendo-Fans in Calle bei Meschede statt. Es werden bis zu hundert volljährige Teilnehmer aus ganz Deutschland, der Schweiz, Luxemburg und anderen Ländern erwartet. Auch in diesem Jahr ist die NCON wieder vollgespickt mit Programmen – ein ganzes Wochenende lang könnt ihr euch gegen andere Spieler messen. Zum Beispiel im Battle Mode von Super Mario All-Stars auf dem Super Nintendo oder Mario Kart. Double Dash!! auf dem Gamecube. Damit euer favorisiertes Turnier dabei ist, habt ihr bei der Anmeldung außerdem die Möglichkeit, für euer Lieblingsspiel abzustimmen. Das Spiel mit den meisten Stimmen wird übrigens das geheime Turnierspiel sein.

Aber auch, wenn ihr keine Turniere bestreiten wollt, bietet die NCON weitere Highlights an. So wird wie in den letzten Jahren auch Philippe Labutin bekannte Videospielmelodien auf dem Piano zum Leben erwecken. Außerdem wird vor Ort eine Runde Familien-Duell ausgetragen. Der Clou dabei ist aber, dass dieses auf keiner Konsole ausgetragen wird, sondern live vor Ort auf der Bühne inklusive Moderator! Das traditionelle Quiz am Sonntag und eine Tombola runden was Wochenende schlussendlich ab. Neben dem ganzen Programm habt ihr auch die Möglichkeit, alte Nintendo-Klassiker anzuzocken. So dürft ihr handanlegen an das Nintendo 64 DD und den Virtual Boy. Wahrhaftig einer der Gründe, um unbedingt die NCON 11 zu besuchen. Wenn ihr auch einen Blick über den Tellerrand riskieren wollt, dann dürft ihr auch PlayStation 3 und Xbox 360 vor Ort ausprobieren dürfen.

Die gesamte Convention wäre aber natürlich kein richtiges Event, wenn ihr euch nicht mit Gleichgesinnten über die Welt der Videospiele austauschen könntet und dabei auch neue Freundschaften schließen könntet. Ein leckeres Frühstücksbuffet und zudem auch noch  eine Übernachtungsmöglichkeit bietet euch die NCON übrigens im Rundumsorglospaket. Um die NCON besuchen zu können, müsst ihr – wie eingangs bereits erwähnt – mindestens achtzehn Jahre alt sein. Die Teilnahmegebühr beträgt für das ganze Wochenende inklusive zweimal kleinem Frühstück 24,50 Euro. Wenn ihr sogar eure Konsole und einen eigenen Fernseher mitbringen könnt, zahlt ihr nur noch 19,50 Euro. Alle Informationen und auch das Anmeldeformular findet ihr auf der Internetseite der NCON. Wir wünschen der NCON viel Erfolg und euch natürlich viel Spaß und gute Laune auf der NCON 11!

Neuer Partner: Pixellevel

Heute möchten wir bekanntgeben, dass wir mit der Seite Pixellevel eine Partnerschaft eingegangen sind. Seitdem Pixellevel von Sascha ins Leben gerufen wurde, gibt es dort Neuigkeiten, Geschichten und sonstige Fundstücke zum Thema Retro-Gaming, Pixelgrafik und alles, was sonst noch damit zusammenhängt. Das Ganze mischt er mit seinen persönlichen Gedanken, damit ein Cocktail feinster Videospielkultur entsteht.

Wer ständig über neue Artikel informiert werden möchte, dem empfehlen wir auch die Twitter-Präsenz von Pixellevel. Ihr seht schon: Wenn ihr hungrig nach an Retro-Themen seid, dann werdet ihr bei Pixellevel definitiv fündig werden!

Preview: Iron Sky: Invasion

Iron Sky ist einer der überraschendsten Filme in diesem Jahr geworden, da er eine mehr als nur abstruse Geschichte hingegen jeglicher historischer Fakten erzählt. Jetzt entwickeln die Blind Spot Pictures mit Reality Pump auch noch das passende Spiel dazu.

Wer die Geschichte des Films nicht kennt, dem möchten wir kurz und knapp die wichtigsten Fakten vorweg verraten. Nachdem die Nationalsozialisten in den Vierzigerjahren vernichtend von den Alliierten geschlagen worden sind, haben sich die letzten braunen Überbleibsel hinter dem Mond in einer Raumstation verschanzt. 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs plant das Vierte Reich eine Invasion, um die Weltherrschaftspläne der vorherigen Generation erneut aufzunehmen. Zum Glück besitzt die Erde im fiktiven Universum von Iron Sky bereits Raumschiffe, um die angreifenden Nationalsozialisten abwehren zu können. In Iron Sky: Invasion übernehmen wir die Rolle eines namenlosen Piloten, der sich in den Krieg gegen die Bedrohung aus dem All stürzt. Somit beginnt die Handlung des Spiels mitten im Krieg. Dabei findet er sich schnell auf einem nahezu verlorenen Posten wieder und muss nicht nur einen Feind nach dem anderen ins virtuelle Nirwana verfrachten, sondern auch noch die strategische Planung übernehmen. Von letzterem haben wir in der uns gezeigten Version allerdings noch nichts gesehen, weshalb wir den Genre-Mix an dieser Stelle noch nicht vollends einschätzen können. Die Weltraumschlacht hingegen sieht derzeit aber vielversprechend aus, doch uns ist das All zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas zu leer und sollte noch gefüllt werden.

Filmisches Vergnügen

Topware Entertainment erklärte uns vor Ort, dass es sich bei Iron Sky: Invasion nicht um eine klassische Weltraumsimulation handeln wird. Uns werden also nicht wie üblich Missionen am laufenden Band vorgesetzt. Stattdessen erleben wir eine große Weltraumschlacht, die es zu gewinnen gilt. Das klingt im ersten Moment nach einem kurzweiligen Browserspiel, doch das will Iron Sky: Invasion definitiv nicht sein. Topware Entertainment erklärte uns, dass wir sehr wohl genügend Zeit in das Spiel investieren dürfen, ohne uns jedoch eine exakte Spielzeit zu nennen. Da aber Filmszenen in das Spiel eingearbeitet werden und einige Szenen extra nur für das Spiel aufgenommen beziehungsweise erweitert werden, gehen wir jedoch zumindest von einer angenehmen Spielzeit aus. Blind Spot Pictures und Reality Pump sind sich in dem Punkt einig, dass jeder die Handlung verstehen soll, auch wenn er den Film noch nicht gesehen hat. Topware Entertainment teilt uns gegenüber mit, dass neben dem normalen Spiel auch noch die sogenannte Götterdämmerung Edition erscheinen wird, in welcher nicht nur Iron Sky: Invasion, sondern auch der dazugehörige Film enthalten sein werden. Wir finden es gut, dass die drei beteiligten Firmen hier absoluten Fanservice liefern. Wer eine kuriose und vor allem inkorrekte Storyline erleben möchte, kommt bei diesem Pack voll auf seine Kosten.

Kampf um die Rettung der Erde

Wer jetzt aber darauf hofft, dass aus Iron Sky: Invasion zudem auch noch ein potentieller Hit werden könnte, in dem man sich im Mehrspielermodus bekämpfen wird, liegt leider falsch. Es ist laut Topware Entertainment definitiv nicht möglich, die Rolle der Nationalsozialisten zu übernehmen. Das finden wir auf der einen Seite natürlich gut, da diese politische Einstellung in ihrer schlimmsten Form auf gar keinen Fall verherrlicht werden sollte, doch dann ist es auf der anderen Seite wiederum schade, dass der Krieg gegen den Feind einseitig verlaufen wird. Wir hoffen an dieser Stelle zumindest auf einen kooperativen Online-Modus, in dem auch sehr gerne mehr als zwei Spieler den Kampf gegen die braunen Feinde aufnehmen können. Iron Sky: Invasion behandelt ein brisantes Thema und richtet sich deshalb wohl vor allem an jene Spieler, die mit der Thematik auch umgehen können. Diese werden über die fiktive Story und das Gegnerdesign (die Nationalsozialisten düsen beispielsweise in runden Untertassen durch das All und steuern zudem auch noch an Zeppeline erinnernde Kampfschiffe) aber sehr glücklich sein. Wir werden Iron Sky: Invasion definitiv eine Chance geben und hoffen jetzt an dieser Stelle nur noch auf eine lange Spielzeit und möglichst viel Abwechslung.

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Niemand hätte wohl damit gerechnet, dass Topware Entertainment ein Spiel zum Film Iron Sky auf der Gamescom 2012 vorstellen wird. Ich habe mir den Streifen damals im Kino angesehen und muss gestehen, dass ich selten so einen Schwachsinn gesehen habe. Dabei muss ich Schwachsinn aber eindeutig definieren und sagen, dass man über den ganzen Film das Gehirn ausschalten sollte, da viele Geschehnisse einfach keinen Sinn ergeben. Jedoch war der Film auf seine Art und Weise sehr witzig gestaltet und die übertriebene Darstellung des Nationalsozialismus durchaus amüsant. Ob das Material aber wirklich für ein Spiel reicht, bleibt jedoch abzuwarten. Die Präsentation hat mich nicht wirklich umgehauen und erinnerte mich eher an ein modernes Space Invaders mit der Raumstation ISS und der (eigentlich nicht mehr vorhandenen) russischen Mir.

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Mit der Präsentation eines Iron Sky: Invasion habe ich bei Topware Entertainment absolut nicht gerechnet. Für mich ist die Firma immer noch das Aushängeschild für Reality Pumps Two Worlds. Trotzdem gebe ich jedem Spiel eine Chance und Iron Sky: Invasion finde ich irgendwie richtig interessant. Dazu muss ich aber sagen, dass ich den Film nicht kenne und deshalb auch kein Vergleich ziehen kann, aber sobald der Film auf Blu-ray erscheint, werde ich mir diese wohl unbedingt einmal anschauen und anschließend am besten auch noch Iron Sky: Invasion spielen. Unbedingt möchte ich nämlich herausfinden, wie sich so ein Weltraumspiel anfühlt, wenn es tatsächlich nur in einem begrenzten Bereich abläuft und dazu auch noch ohne typische Missionsstruktur auskommt. Wichtig ist für mich aber, dass die Entwickler dem Spiel einen Mehrspielermodus verpassen. Dabei muss die eine Seite ja nicht zwangsweise die Nationalsozialisten steuern, doch das kooperative Vorgehen gegen die braune Bedrohung würde bestimmt auch langfristig Spaß machen. Der Titel bleibt definitiv auf meinem Schirm!

Vielen Dank an Topware Entertainment für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Need for Speed: Most Wanted

Eine komische Steuerung, seltsame Abschnitte per Pedes, lange Ladezeiten und eine kuriose Geschichte – das alles haben wir in Need for Speed: The Run erlebt. Fehler, die im nächsten Need for Speed glücklicherweise nicht wiederholt werden.

Als wir letzten Winter Need for Speed: The Run getestet haben, waren wir sehr enttäuscht. Es kann doch nicht sein, dass man eine so beliebte Videospielserie dermaßen in die Pfanne haut. Zum Glück ändert sich das mit Need for Speed: Most Wanted gewaltig. Hinter diesem neuen Titel steckt übrigens kein Remake des gleichnamigen Titels von 2005, sondern eine gänzlich neue Entwicklung. Die britischen Entwickler von Criterion Games, die sich auch für die Serie Burnout verantwortlich zeigen, haben mit Need for Speed: Most Wanted einiges auf die Beine gestellt. Statt aufeinanderfolgende Rennen machen wir diesmal wieder eine komplette und vor allem auch frei befahrbare Stadt unsicher. Die anwesenden Entwickler präsentierten uns auf der Messe in erster Linie aber nur den Mehrspielermodus, doch dieser hat uns schon so richtig vom Hocker gehauen. Gegen fünf andere Spieler traten wir an, um zahlreiche Wettkämpfe zu bestehen. Zunächst heißt es einmal, unseren Speed zu testen und hier beweisen uns die Köpfe bei Criterion Games direkt einmal, in welchen Formen sie die Umgebung mit ins Geschehen einbeziehen. Der Startpunkt zum Geschwindigkeitstest liegt nämlich mitten in einem Becken eines Kanals, wie man es sonst vermutlich nur von US-amerikanischen Großstädten wie Los Angeles kennt. Ziel ist es, so schnell als möglich den Zielbereich zu passieren.

Wettkämpfe unter Freunden

Die dort ansässige Überwachungskamera zeichnet unsere Geschwindigkeit auf und teilt diese unmittelbar dem System mit, welches den Wert in einer Tabelle auflistet. Je nachdem wie gut sich unsere Kontrahenten schlagen, desto mehr oder desto weniger Punkte werden uns auf das Punktekonto gutgeschrieben. Als nächstes heißt es wie wild zu driften, um ebenfalls wieder Punkte gutgeschrieben zu bekommen. Obwohl das eigentlich kein Problem darstellen sollte, beherrschen wir das Driften noch nicht auf Anhieb. Da die anderen ansässigen Journalisten aber keinerlei Probleme in dieser Challenge verzeichnen konnten, schulden wir das Problem unserer eigenen Dummheit. Wir sind gespannt, ob wir das Driften im fertigen Spiel deutlich schneller erlernen werden. Zu guter Letzt heißt es, noch an einem klassischen Straßenrennen teilzunehmen. Wer hier mit Vollgas der erste am Ziel ist und unterwegs geschickt den Nitro-Antrieb zündet, erhält auch die meisten Punkte. Ebenfalls Punkte gibt es für das Rammen der menschlichen Gegner – ein Schuss Burnout ist nie verkehrt! Insgesamt wurden wir in Need for Speed: Most Wanted leider nur zweiter, doch der Titel lebt zudem noch von seinen Online-Möglichkeiten. Wir dürfen nicht nur online mit unseren Freunden um die Wette fahren, sondern auch als Einzelspieler lohnt sich der Service.

Rasantes Gameplay

Sollten wir nämlich ein iPhone unser Eigen nennen, dürfen wir Need for Speed: Most Wanted im AppStore ebenfalls herunterladen. Das ist dann zwar mit einigen Kosten verbunden, doch so können wir unterwegs Bestleistungen aufstellen, die wir abends auf unsere Konsole, etwa der Xbox 360, übertragen können. Electronic Arts möchte, dass der Spieler jederzeit mit Need for Speed: Most Wanted vernetzt ist, um auch das letzte Quäntchen Spielspaß aus dem neuen Criterion-Games-Titel herauszuholen. Das merkt man aber auch an der eigentlichen Technik. Während wir im Vorgänger Need for Speed: The Run noch unerträgliche Ladezeiten in Kauf nehmen mussten, sind diese nun endlich passé. In der Anspielversion hat das Zurücksetzen unserer Karosserie gerade einmal vier bis fünf Sekunden gedauert, nachdem wir einen Unfall gebaut haben. Wir wurden direkt wieder in das Spiel gesetzt und die Action lief weiter. Wenn Criterion Games ein ähnlich schnelles Konzept im Einzelspielermodus erreicht, freuen wir uns hier nicht nur auf ein ansehnliches Rennspektakel, sondern auch auf ein flüssig spielbares. Need for Speed: Most Wanted ist zusammen mit Forza Horizon im Moment das Rennspiel, welches ganz oben auf unserer Most-Wanted-Liste steht. Hach, was für ein Wortspiel!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der PlayStation-3-Fassung): Also nachdem ich im letzten Jahr Need for Speed: The Run in einer Nacht-und-Nebel-Aktion durchgespielt habe und es als grauenhaftes Rennspiel abgetan habe, war ich in erster Linie von der Need-for-Speed-Serie enttäuscht, da ich zuvor noch keinen Teil der Reihe gespielt hatte. Das wird sich aber sehr bald ändern, denn von Need for Speed: Most Wanted bin ich positiv überrascht. Die Wettkämpfe mit anderen Spielern sind in der frei befahrbaren Stadt spannend und motivierend. Ständig möchte ich erster werden, um meine Leistung in die virtuelle Welt hinauszuposaunen. Es ist nur schade, dass ich bisher einzig und allein Inhalte des Mehrspielermodus gesehen habe. Gerne möchte ich jetzt wissen, wie sich das Spielverhalten denn in den Einzelspielerabschnitten vom Multiplayer-Modus unterscheidet. Ich bin aber mittlerweile sehr zuversichtlich, dass die Entwickler bei Criterion Games auch hier gute Arbeit verrichten werden. Kurze Ladezeiten, rasante Autofahrten und ein hübscher und erweiterbarer Fuhrpark sind das, was ich mir von einem Rennspiel erwarte und das werde ich jetzt sehr wohl auch bekommen. Ich freue auf Need for Speed: Most Wanted!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Der Pate (The Coppola Restoration) Unboxing

Mit einem Angebot, dass er unmöglich abschlagen konnte, hat sich Eric 2011 die The Coppola Restoration von der Der-Pate-Trilogie zugelegt. Die neue Synchronisierung kann man zwar fast vollkommen vergessen (wenn man denn das Original kennt), doch das überarbeitete Bild macht auch mit der alten Tonspur eine mehr als nur gute Figur. Fans von Mafia-Filmen kommen um diese Box nicht herum, doch was euch haptisch erwartet und was Eric sonst noch von den drei Der-Pate-Filmen hält, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video.

Preview: Disney Micky Epic: Die Macht der 2

2010 überraschte uns Warren Spector mit einem Spiel, das erst ganz anders aussehen sollte. Obwohl der finstere Stil verschwunden war, haben wir dennoch Spaß mit Disney Micky Epic gehabt. Schon bald geht die Geschichte weiter – dann aber zu zweit und in HD.

Nachdem Micky Mouse die Disney-Welt vor dem Bösen gerettet hat, wurden er und Oswald Freunde. Wer den Vorgänger nicht gespielt hat oder einfach nicht weiß, wer denn Oswald ist, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um das ursprüngliche Disney-Maskottchen handelte, das aber sehr schnell in Vergessenheit geriet und von Micky Mouse abgelöst wurde. Deswegen ist die Feindschaft zwischen den beiden tierischen Charakteren in Disney Micky Epic einer der zentralen Punkte bis zum Abspann gewesen. Nun ist es aber leider dazu gekommen, dass das Böse zurückgekehrt ist und abermals vertrieben werden will. Zusammen gehen die beiden auf eine neue Reise und müssen sich abermals Gefahren stellen und diese überwinden. Während der erste Spieler die Kontrolle über Micky übernimmt, darf ein zweiter Spieler Oswald, den lustigen Hasen steuern. Ist kein zweiter Spieler zur Hand, übernimmt der Computer das Tier. Allerdings können wir unserem Kollegen mittels der B-Taste zwei verschiedene Kommandos geben. Halten wir die Taste gedrückt, flattert Oswald mit den Ohren und hebt mit uns ab. So können wir bestimmte Plattformen erreichen oder anderswo Geheimnisse aufspüren, zu denen Micky alleine niemals gekommen wäre. Tippen wir die Taste nur einmal an, schockt der Hase die Umgebung mit Elektrostößen, die er über eine Fernbedienung auslöst.

Die Macht von Farbe und Verdünner

Das ist zwar nett, aber in unserer Anspielsession auf der Gamescom hat das noch nicht ganz so gut geklappt, wie wir uns das vorstellen. Das liegt nicht nur daran, dass der Befehl oftmals missverstanden wird (das kann aber durchaus an dem wirklich abgenutzten Controller liegen, den man uns vorgesetzt hat), sondern Micky und Oswald von der Umgebung dann und wann auch schon mal abgelenkt werden, etwa durch attackierende Gegner. Das ist nervig und muss bis zum Release bitte behoben werden. Einzelspieler möchten ja schließlich auch ein schönes Erlebnis beim Spielen haben. Neu ist hingegen, dass bestimmte Aktionen in einem Level den folgenden Spielabschnitt in Punkto Schwierigkeitsgrad verändern können. Wie im Vorgänger müssen wir mit der Umgebung interagieren und bedienen uns dabei wie gehabt Farbe und Verdünner. Das heißt, dass wir mit der Farbe transparente Objekte zum Vorschein bringen und sie mit Verdünner ebenso schnell verschwinden lassen können. So und nicht anders ist es uns möglich, in den Besitz größerer Kugeln zu kommen, die wir anschließend zu einem Zug transportieren müssen. So innovativ wie in Super Mario Galaxy bewegen wir die große Kugel zwar nicht, aber trotzdem sind solche Schieberätsel erfrischend im Franchise. Je nachdem wie viele Kugeln wir zum Zug transportieren, desto einfacher wird das nächste Level werden.

Alte Steuerungsprobleme in neuer Form

Dieses Ergebnis spiegelt sich dann in bereits ausgemalten Plattformen und in ausgeschalteten Verdünnerfontänen wieder. Wer also allzu hektisch durch das Spiel vorpirscht, wird schneller als erwartet auf Hindernisse stoßen, die ihn entweder fordern oder zur Verzweiflung treiben werden. Zur Verzweiflung treibt uns übrigens die Kamera der Xbox-360-Fassung. Über den rechten Stick müssen wir diese ständig nachkalibrieren. Etwas, was uns bereits im Vorgänger auf der Wii vor zwei Jahren schon gestört hat. Besonders im hektischen Bosskampf gegen Elliot, das Schmunzelmonster war das von Nachteil. Von der Wii-Fassung des zweiten Teils haben wir derweil übrigens nichts gesehen. Wir gehen aber davon aus, dass diese inhaltsgleich mit den HD-Fassungen ist und nur grafisch schwächer ausfallen wird. Anvisiert wird in Disney Micky Epic: Die Macht der 2 auf der Xbox 360 ebenfalls mit dem rechten Stick, weshalb dieser direkt einmal doppelt belastet ist. Kein gutes Omen und es ist so kaum zu glauben, dass Entwicklerlegende Warren Spector auch für den zweiten Teil verantwortlich ist. In den letzten Tagen der Disney-Micky-Epic-Fortsetzungsentwicklung muss sich das Entwicklerteam echt ranhalten, denn sonst erwarten Fans dieselben Fehler, wie bereits 2010 – und das muss bei einem sonst so fantasievollen Spiel nun wirklich nicht sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der Xbox-360-Fassung): Ich mag Disney nicht besonders und das weiß mittlerweile jeder, der meine Texte mit ähnlichen Themen bereits kennt. Wenn es aber um die alten Cartoons geht, dann kann man mich schon eher begeistern. Charaktere wie Donald Duck, Goofy oder Micky Mouse gehörten auch mit zu meiner Kindheit. Somit konnte ich Disney Micky Epic auf der Wii doch mehr genießen, als ich erst gedacht habe. Das Spiel erinnerte mich ein wenig an Super Mario Sunshine und auch die anderen Qualitäten des Spiels, etwa die weit verstreuten Geheimnisse, haben mich tief in die Welt gezogen. Es wäre eigentlich alles schön gewesen, wenn denn nicht zwei Probleme mir den Spielspaß teilweise genommen haben. Zum einen wären da die Kamerafahrten gewesen, die niemals optimal waren und oft musste nachjustiert werden – ein Unding im Jahr 2010! Zum anderen war es die Pointer-Funktion, die auch noch von der Blickrichtung des Mäuserichs abhängig war. Ständig habe ich Farbe und Verdünner dorthin verschossen, wo ich es eigentlich gar nicht beabsichtigt habe. Auch wenn Disney Micky Epic: Die Macht der 2 mit neuen Spielinhalten daherkommt – man darf einfach nicht dieselben nervigen Fehler wie im Vorgänger machen und ich kann es echt nicht verstehen. Da sitzt Warren Spector, einer der wichtigsten Pioniere der Videospielgeschichte, an der Spitze des Entwicklerteams und ist drauf und dran, die damaligen Fehler zu wiederholen. Bleibt zu hoffen, dass die Gamescom-Demofassung schon älter ist und die Verkaufsversion angenehmer zu spielen sein wird – dann lasse ich mich auch in diesem Jahr gerne wieder von Disney Interactive verzaubern.

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Die letzten Glühwürmchen (Collector’s Box) Unboxing

Die Ereignisse im und nach dem Zweiten Weltkrieg haben Japan für immer geprägt. In unserem Unboxing-Video möchten wir euch zum einen die Collector’s Box von Die letzten Glühwürmchen vorstellen und zum anderen gehen wir auch kurz auf die Filme Barfuss durch Hiroshima (Teil 1 + 2) und Mein Heimatland Japan ein. Drei beziehungsweise vier Filme, die einen historischen und kulturellen Hintergrund sehr gut erläutern. Eric stellt euch die Filme eigenhändig vor – weitere Informationen gibt es in den verlinkten Reviews.

Review: Prisoners of War

Prisoners of War oder My Way, wie der Film außerdem genannt wird, basiert auf der wahren Geschichte eines Koreaners. Dieser erlebt die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs aus den Blickwinkeln verschiedener Nation und ist somit ein wahres Zeitzeuge.

Die eigentliche Handlung des Films beginnt bereits in den Zwanzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Zu der Zeit, wo die Japaner Korea besetzt haben, siedelt auch der junge Tatsuo mit seiner Familie auf den mutmaßlich errungenen neuen Besitz über. Zwischen Tatsuo und dem Sohn des Bediensteten entwickelt sich eine Rivalität, denn beide möchten die schnellsten Läufer der Welt werden. 1936 haben es beide zum Marathonläufer geschafft und möchten so natürlich auch gerne an der Olympiade in Berlin teilnehmen, doch dann werden alle Koreaner von der Teilnahme ausgeschlossen. Grund dafür ist ein Attentat von unbekannter Seite auf Tatsuos Großvater, einem hochrangigen General. Zwischen Tatsuo und seinem Rivalen Jun-shik entwickelt sich eine Feindschaft und in einem einzigen Lauf soll entschieden werden, ob Jun-shik als Koreaner zu den Olympischen Spielen darf. Er gewinnt zwar, doch entscheiden sich die Japaner dazu, ihn ohne ersichtlichen Gründe zu disqualifizieren. Es kommt zu einem Aufstand, der damit endet, dass die beteiligten Koreaner in die Armee des Kaisers eintreten müssen. 1938 tritt Tatsuo an der Front wieder in das Leben von Jun-shik und dass auch noch als sein Vorgesetzter. Wegen Grenzstreitigkeiten greifen die Russen die japanische Armee an, doch die Kompanie ist jener der Sowjetunion in ihrer Größe und Stärke unterlegen.

Ideologien der Nationen

Tatsuo und Jun-shik geraten in Kriegsgefangenschaft und werden von der Mongolei ins kalte Sibirien verschleppt. Sie erhalten hier die Chance der Roten Armee beizutreten und während eines Gefechts gegen die Wehrmacht können sie dieser wiederum entkommen, um danach nur getrennt von den Nationalsozialisten wieder eingefangen zu werden. Jahre später treffen sich die mittlerweile nicht mehr ganz so argen Feinde an der Normandie wieder und erleben die Invasion der Alliierten hautnah mit. Prisoners of War spielt zwar überwiegend zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, doch wird dieser Krieg selbst niemals verherrlichend und ebenso wenig untertrieben dargestellt. Zwar geizt der Film nicht mit einer Gewaltdarstellung, doch riesige Blutfontänen wie in Kill Bill Vol. 1 oder ein Explosionsfeuerwerk wie in typischen Michael-Bay-Filmen gibt es in Prisoners of War nicht. Der Krieg wird glaubhaft dargestellt und durch die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Nationen kommen deren angestrebte Ideologien gut zur Geltung. Beispielsweise der blinde Gehorsam für den Kaiser (Japan) oder die schnelle Exekution von Kriegsgefangenen bei ersten Anzeichen des Erfrierens (Russland) werden sehr gut in die Grausamkeit des Kriegsschemas eingearbeitet. Der Detailreichtum sorgt dafür, dass fast alle wichtigen Charakteren während der ganzen 144 Minuten hervorragend ausgearbeitet werden.

Atmosphärischer Originalton

Während der Krieg jede Rolle in Prisoners of War umkrempelt, sie verändert und ihre Moral an sich selbst zweifeln lässt, bleibt der von Jang Dong-gun gespielte Jun-shik sich selbst treu. Jô Odagiri macht in Kang Je-kyus Meisterwerk ebenfalls eine herausragende Figur als von der japanischen Ideologie besessene Tatsuo Hasegawa. Schade ist aber, dass die sehr hübsche Fan Bingbing als Scharfschützin Shirai nur sehr kurz zu sehen ist. Bei ihrem Anblick haben wir doch tatsächlich eine Liebesgeschichte erwartet, doch dazu kommt es im Film aus guten Gründen nicht. Alle Darsteller verkörpern ihre Charaktere dem Szenario entsprechend ernst und das kommt der Atmosphäre sehr zur Geltung, denn an so gut wie keiner Stelle wird eine Szene unnötig humorvoll dargestellt. An dieser Stelle empfehlen wir euch übrigens die originale Tonspur, denn diese ist nicht vollständig in Koreanisch enthalten. Hier spricht doch tatsächlich jeder Charakter seine Muttersprache! Das Gemisch aus Koreanisch, Japanisch, Russisch, Deutsch und Englisch ist einfach nur fantastisch. Besonders dann, wenn sich Tatsuo mit einem Soldaten der Wehrmacht auf Deutsch unterhält! Die deutsche Tonspur bietet diesen Service leider nicht oder kann sie eher gesagt nicht bieten, doch schlecht ist diese auf keinen Fall. Wer zum Original greift, bekommt an den Stellen mit ausländischen Dialogen natürlich auch hier wieder deutsche oder wahlweise auch niederländische Untertitel spendiert.

Herausragendes Kriegsdrama

Bonusmaterial liegt auf der Blu-ray leider kaum vor. Neben dem circa achtminütigen B-Roll-Material gibt es lediglich noch den originalen Filmtrailer und ein Interview mit Regisseur und Darstellern, doch dieses ist auch gerade einmal fünf Minuten lang. Uns hätte ganz besonders die echte Geschichte hinter dem Projekt interessiert. Stattgefunden hat sie definitiv, da bereits vor vielen Jahren ein altes Foto im Internet grassierte. Dieses zeigt einen Koreaner, genauer gesagt den echten Jun-shik (Kyoungjong Yang) zusammen mit Soldaten der Wehrmacht. In Südkorea wurde diese Geschichte zu Beginn des Jahrtausends auch dokumentiert, doch leider konnten wir die Dokumentation zum Testzeitpunkt nirgends ausmachen. Jedenfalls wäre diese Dokumentation ebenfalls hervorragend für das Bonusmaterial geeignet gewesen. Die Bilder von Prisoners of War werden wir wohl niemals vergessen, denn mit einem relativ geringen Budget hat Regisseur Kang Je-kyu ein aus der Menge herausstechendes Kriegsdrama auf die Leinwand oder hierzulande leider nur auf Blu-ray oder DVD gezaubert. Tolle Schauspieler, atemberaubende Landschaftsbilder, technisch auf einem überdurchschnittlichen Stand und ein gewissermaßen unverbrauchtes Kriegsszenario haben wir schon länger nicht mehr so gesehen. Prisoners of War muss man unbedingt einmal gesehen haben!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kang Je-kyu hat mit Prisoners of War regelrecht ein Meisterwerk geschaffen und das mit einem relativ geringen Budget! In Hollywood wird oft die zehnfache Menge in einen Film gesteckt, damit sich auch jeder noch so kleine Fan von Michael Bay auch über die noch so kleine Explosion freuen kann. Dieser Trend, der sich in Hollywood in Punkto Action-Filme immer mehr abzeichnet, ist hier zum Glück nicht zu sehen. Auch so schafft es das Team hinter dem Regisseur mit natürlichen Landschaften Glaubhaftigkeit zu erzeugen und die zahlreichen Explosionen sind auf einem gesunden Niveau, die niemanden stören und die Grausamkeit des Krieges sehr gut ausdrücken können. Ausdrücken können sich auch die Schauspieler. Sie sind nicht nur gut ausgewählte Darsteller für ihre Rollen, sondern nehmen auch viel auf sich. Das tut der Atmosphäre wirklich gut, denn wenn ein Japaner plötzlich mit einem Deutschen in dessen Sprache spricht, dann kann man da einfach keine Schüppe Glaubhaftigkeit mehr drauflegen. An Prisoners of War habe ich überhaupt nichts zu bemängeln. Man sollte in sich auf jeden Fall anschauen, wenn man sich für europäisch-asiatische Geschichte interessiert.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Prisoners of War!

Prime Time: Tales of Graces f (Day One Edition) Unboxing

Gestern erschien hierzulande endlich Tales of Graces f für die PlayStation 3. Obwohl der Titel ursprünglich für Nintendos Wii 2009 in Japan erschien, hat man sich für Europa zum Unwohle aller puren Nintendo-Spieler dazu entschlossen, den Titel nur in der 2010 in Japan veröffentlichten PlayStation-3-Fassung zu veröffentlichen. Eric hat sich die Day One Edition von Tales of Graces f gekauft und stellt euch nun deren Inhalte in einem Unboxing-Video vor. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Wer außerdem noch ein paar Spieleindrücke von der Anspielfassung von der diesjährigen Gamescom erhaschen möchte, darf sich auch gerne noch folgendes Video anschauen. Hier erhaltet ihr einen bekannten Einblick in den Rollenspielalltag und in das Kampfsystem.

Preview: Resident Evil 6

Nachdem 2009 der letzte Hauptteil der Reihe für PlayStation 3 und Xbox 360 erschienen ist, erschienen dennoch weitere Ableger des Franchises, die die Serie am Leben erhalten haben – überwiegend allerdings mit bereits bekannten Handlungen und Orten.

Mit Resident Evil 6 steht nun der nächste große Kracher aus dem Hause Capcom bevor. Die Handlung der sechsten Episode der Hauptreihe teilt sich in drei große Kampagnen auf, in denen wir auf bekannte und neue Figuren aus dem Resident-Evil-Universum treffen. Die erste Kampagne dreht sich um Leon S. Kennedy, den die allermeisten wohl aus Resident Evil 4 her kennen dürften. Dieses Szenario kommt dem altbekannten Gameplay am nächsten, denn hier gibt es stockdunkle Passagen, Munitionsknappheit und infizierte Gegner, die unserem Helden an den Kragen wollen. Unterstützt werden wir dabei von einer hübschen Kollegin, die in der uns gezeigten Demoversion des Spiels allerdings keine allzu große Hilfe darstellt. Während der Präsentation haben wir sie nur zwei oder dreimal tatsächlich in Aktion gesehen, sonst hat sie das Geschehen eher beobachtet. Das darf bei einem Spiel, dass auf Kooperation hinzielt, nicht passieren – bei Resident Evil 5 funktionierte das unserer Meinung tatsächlich ein ganzes Stück besser. Aber noch können die Entwickler an der künstlichen Intelligenz schrauben und so ist es durchaus möglich, dass wir Anfang Oktober funktionierende Teamarbeit erleben dürfen. Die nächste Kampagne dreht sich um Chris Redfield und ähnelt dabei Kriegsszenarien wie in Call of Duty oder Battlefield. Wie man auf diese Idee kommt, ist uns schleierhaft.

Überreste des Survival-Horror-Genre

Das angesprochene Szenario macht auf uns eine ungewohnte Figur, zumal die Infizierten jetzt auch intelligent mit Scharfschützengewehren Jagd auf uns machen und uns sonst auch nur so mit Blei vollpumpen wollen. Wir hoffen sehr, dass Capcom hierfür eine hinreiche Erklärung auf Lager haben wird. So ähnelt Resident Evil 6 nämlich kaum mehr dem, was wir noch von früheren Ablegern der Reihe kennen. Munition soll aber auch hier knapp bemessen sein, was dann zumindest noch auf ein Fünkchen Präsenz des Survival-Horror-Genres hoffen lässt. Das dritte und letzte sofort anwählbare Szenario, was man uns vorgestellt hat, dreht sich um einen Abkömmling von Albert Wesker. Der Spross des Bösen ist immun gegen den Virus und ist in einer chinesischen und von infizierten Menschen überfüllten Stadt unterwegs, denn nicht nur in den Vereinigten Staaten sind die Erreger ansteckend. Egal für welches der drei Szenarien wir uns auch entscheiden – uns wird immer eine zweite (vom Computer gesteuerte) Person an die Seite gestellt. Obwohl die künstliche Intelligenz noch unausgegoren wirkt, können wir die zweite Figur aber auch selbst steuern (in dem Falle würde der eigentliche Protagonist von der künstlichen Intelligenz übernommen) oder gar einen anderen menschlichen Spieler an den Controller lassen. In diesem Falle wird das Kooperationsspektakel besser und spielbarer.

Teamarbeit oder Schockmomente

Vor Ort versprach uns Capcom zudem eine vierte Kampagne, die ganz im Zeichen von Ada Wong stehen soll. Ob wir dieses Szenario ebenfalls zu zweit in Angriff nehmen dürfen und vor allem welcher Charakter Ada unterstützten wird, hat man uns hingegen nicht verraten. Die Möglichkeit einer Einzelspielerkampagne würde uns aber ebenfalls gefallen, denn nur alleine konnte Resident Evil bis heute so richtig gruseln. Alles andere verkommt zur Teamarbeit und der restliche Funken Atmosphäre würde durch Headset-Plaudereien zunichte gemacht. Beim genaueren Betrachten fällt aber übrigens auf, dass in jeder Kampagne das Interface nicht nur leicht abgewandelt wurde. Es sieht gänzlich anders aus und so erweckt Capcom teilweise das Gefühl, uns direkt unterschiedliche Spiele vorzugaukeln. Das ist auch eine Möglichkeit, um eine längere Spielzeit angenehmer zu gestalten. Technisch kann Resident Evil 6 hingegen nicht ganz überzeugen. Zum jetzigen Zeitpunkt trübt eine unschöne Treppchenbildung dann und wann das Bild und unsaubere Texturen fallen manchmal ebenfalls negativ auf, aber wenn man sich dafür die Synchronisation anhört, kann man über diese Fehler schnell hinwegsehen. Wenn es Capcom jetzt noch hinbekommt, dass Resident Evil 6 nicht zum puren Third-Person-Shooter verkommt und genügend Schockmomente beinhaltet, steht uns hier ein potentieller Hit vor der Tür, denn im Oktober soll das Spiel bereits hierzulande ungeschnitten erscheinen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Vorweg muss ich sagen, dass ich mich mit beiden Spielarten von Resident Evil arrangieren kann. Ich liebe die ersten Teile, da diese beim ersten Spieldurchgang mit sehr vielen und gedächtniswürdigen Schockmomenten aufwarten können. Die neueren Titel mag ich, da sie actionreich, schnell verinnerlicht und im Rutsch durchgespielt werden können. Resident Evil 6 versucht nun ernsthaft, sich diesen Gesetzen entgegen zu stellen. Mindestens vier Kampagnen wird das Spiel beinhalten, die von Action, kooperativen Gameplay und Muntionsknappheit nur so strotzen. Das ist eigentlich die grandiose Vorrausetzung für ein packendes Spielerlebnis, aber irgendwie spielen sich die drei Kampagnen ziemlich unterschiedlich und doch gleich. Da stören mich trotz des eigentlich sehr ähnlichen Spielprinzips auf einmal herumfahrende Panzer oder Infizierte, die jetzt auch mit Scharfschützengewehren Jagd auf mich machen. Vom Tageslicht, das in manchen Szenen wohl dazu gehört, fange ich am besten erst gar nicht an. In Resident Evil 5 wurde die Sonne doch schon von vielen Fans zum Todfeind erklärt – es passt in Resident Evil absolut nicht ins Setting und dazu stehe ich auch noch heute. Trotzdem bin ich bereit, Resident Evil 6 eine echte Chance zu geben. Resident Evil 5 mochte ich an einigen Stellen auch nicht, doch habe ich es gerne und vor allem auch durchgespielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Resident Evil 6 anders sein wird. Der Oktober und die dunkle Jahreszeit darf gerne kommen!

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Lego Der Herr der Ringe (Spieleindrücke)

Auf der Gamescom 2012 konnten wir Lego Der Herr der Ringe zwar nicht während der Präsentation filmen, sehr wohl aber am Stand von Warner Bros. Interactive. Unser Axel hat es beim Anspielen aber wohl etwas schwerer gehabt, doch das Ergebnis schaut ihr euch am besten selbst an. Kurioserweise hat Eric dasselbe Level während der Präsentation auf Anhieb geschafft. Das nennt man dann Schadenfreue.

Preview: Lego Der Herr der Ringe

Obwohl sich in den letzten Jahren Abnutzungserscheinungen innerhalb der Lego-Videospiele bemerkbar machten, schafften es die Entwickler mit Lego Batman 2: DC Super Heroes dem Franchise zu einem zweiten Frühling zu verhelfen.

Lego Der Herr der Ringe schließt direkt an das neue Konzept an. Soll heißen, dass die Lego-Figuren nicht mehr stumm sind und die Story mittels Slapstick-Humor vorangetrieben wird. Sie sprechen genauso wie ihre Klötzchenfreunde aus Lego Batman 2: DC Super Heroes. Das ist bei einem so komplexen Universum wie Lego Der Herr der Ringe auch bitter nötig, denn wer einmal in Tolkiens Fantasy-Welt abgetaucht ist, wird wissen, wie schwierig es ist, die unzähligen Charaktere in den Kopf zu bekommen, die politischen Verhältnisse zu verstehen und Mittelerde geographisch korrekt vorzustellen. Die Entwickler von Traveller’s Tales haben dieses Potential verstanden und versuchen nun ein Mittelerde aus Legosteinen zu kreieren, das sich aber auch an jüngere und unerfahrene Spieler richten wird. Der Schwierigkeitsgrad der Lego-Videospiele war ohnehin seit Bestehen der Serie sehr gering, doch die Fans der Spiele werden darüber sehr wohl hinwegsehen können. Selbiges wird wohl auch für Der-Herr-der-Ringe-Fans gelten, denn diese freuen sich endlich wieder darüber, Mittelerde in einem neuen Videospiel erkunden zu dürfen. Auch hier hat Traveller’s Tales geschaltet und spendiert der Fantasy-Welt viele versteckte Geheimnisse, die so zwar nicht in den Filmen oder Büchern zu sehen waren, aber sehr wohl Sinn in Tolkiens Universum ergeben werden.

Offenes Mittelerde

Gemeint sind damit beispielsweise unterirdische Höhlen oder Ruinen in der Nähe von der Wetterspitze. Jenem Berg, wo der Hexenkönig von Angmar Frodo mit seiner Klinge verletzt hat. Diesen Ort nutzen die Entwickler auf der Gamescom-Präsentation ebenfalls, um die weite Spielwelt vorzustellen. Man soll nahezu von jedem Ort gleichermaßen schnell an die Stellen gelangen, die auch in den Filmen vorgekommen sind. Sollte man sich einmal verlaufen, geben die Entwickler uns den Tipp, dass wir doch einfach unserer Nase folgen sollen. So sollen wir auch über Geheimnisse stolpern, die unser Repertoire an Studs (der virtuellen Währung eines jeden Lego-Videospiels) auffrischen werden. Wenn wir nicht gerade im sehr offenen (und in der Gamescom-Präsentation ebenfalls sehr kleinen) Mittelerde unterwegs sind und der Story folgen, wird der Weg zum nächsten Zielpunkt mit den aus Lego Harry Potter recht bekannten Geister-Studs angezeigt. Das ergibt zwar im direkten Kontext keinen Sinn, doch gibt es solche Brotkrumenspuren ja nicht unlängst seit Lego Harry Potter. Bereits in Fable II ist diese 2008 in Erscheinung getreten. Berühmtestes Beispiel wird aber auf jeden Fall noch ein bestimmtes Gebrüder-Grimm-Märchen sein, welches im Märchen aber noch recht fehlanfällig war. Lego Der Herr der Ringe verspricht hier natürlich ein funktionierendes System.

Cineastisches Erlebnis

Wichtig ist es für die Entwickler auch, dass die Spieler das Gefühl haben, dass sie die Filme in gewisser Weise live miterleben. So kommen bei der Erzählweise nicht nur die bekannten Szeneneinstellungen vor (etwa wenn die Mauer des äußeren Burgrings von Helms Klamm mit Sarumans Sprengstoff in die Luft gejagt wird), sondern wir erleben diese Schlüsselszenen der Handlung tatsächlich mit. Wir konnten während der Gamescom-Präsentation das Spiel sogar an dieser Stelle selbst spielen und haben Leitern der Uruk-hais auf der Mauer umgeworfen. Dabei mussten wir auch immer wieder zwischen Gimli und Legolas wechseln, denn auch in Lego Der Herr der Ringe hat jeder Charakter unterschiedliche Fähigkeiten, mit denen er ganz verschiedene Aktionen ausführen kann. Während Legolas Gegner aus der Ferne abschießen kann, ist es dem Zwerg hingegen möglich, Bodenplatten aufzusprengen. Das in Kombination mit den vielen Geheimnissen der Spielwelt ermöglicht eine schier ungeahnte Anzahl an neuen Optionen. Jetzt gibt es beispielsweise auch Mithril-Legosteine in Mittelerde aufzusammeln. In der jetzigen Version macht Lego Der Herr der Ringe bereits eine mehr als nur gute Figur. Wir glauben sogar, dass es dank des facettenreichen Universums das bisher beste Lego-Videospiel werden könnte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Xbox-360-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Lego Der Herr der Ringe wird genial und das sage ich nicht nur, weil ich einer der größten Der-Herr-der-Ringe-Fans auf der Welt bin, sondern weil ich von der Arbeit von Traveller’s Tales überzeugt bin. Mit Lego Batman 2: DC Super Heroes haben die Entwickler gezeigt, wie sie der Lego-Videospielserie zu einem zweiten Frühling verhelfen. Mit dem neuen Lego Der Herr der Ringe wagen sich die Entwickler jedoch auf dünnes Eis, denn das facettenreiche Mittelerde möchte natürlich ganz und vor allem glaubhaft eingefangen werden. Bisher finde ich es eigentlich nur schade, dass Mittelerde so offen und auch so klein ausfällt. Gerade stehe ich noch vor der Haustür von Beutelsend und zwei Minuten später schüttle ich Herrn Elrond in Bruchtal die virtuelle Hand. Sollte es aber genügend Story-Abschnitte geben und die Welt sich erst der Reihe nach öffnen, habe ich damit überhaupt kein Problem. Übrigens freue ich mich auch darauf, dass alle Lego-Figuren von den Schauspielern im Film gesprochen werden – für die internationale Fassung soll das aber auch gelten. Wir sind jedoch etwas skeptisch, denn bereits in Der Herr der Ringe: Aragorns Abenteuer hat man Filmaufnahmen und neue Sprecher im Deutschen einfach vermischt, was nicht gerade stimmig wirkte. Hört man sich den deutschsprachigen Trailer zu Lego Herr der Ringe an, läuft einem der Schauer über den Rücken. Einen apathischeren Sprecher hätte man sich nicht aussuchen können, doch nachdem ich noch persönlich bei Warner Bros. Interactive nachgefragt habe, hat man mir noch einmal versichert, dass der Trailer nur wegen der Gamescom schnell übersetzt werden musste und man sich tatsächlich bemüht, die deutschen Synchronsprecher für Lego Herr der Ringe zu engagieren. Wenn sie das schaffen, dann kann dem Ausflug ins glaubhafte Mittelerde, samt den deutschen Sprechern und dem originalen Filmsoundtrack, nichts mehr im Wege stehen!

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: SimCity

Wenn es auf dem Super Nintendo eine Simulation gab, die nahezu alle Titel desselben Genres in den Schatten gestellt hat, dann war das mit großer Wahrscheinlichkeit SimCity. Jetzt kehrt die Serie nach langjähriger Abstinenz zurück auf den PC.

Grundsätzlich kann man ohne Zögern sagen, dass sich das Spielprinzip nicht verändert, sehr wohl aber verbessert hat. Nach wie vor sind wir der Bürgermeister einer US-amerikanischen Kleinstadt oder viel mehr möchten wir überhaupt erst einmal eine Stadt errichten und diese in stundenlangen Aufbau-Sessions zu einer gigantischen Metropole ausbauen. Das klingt jetzt einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Das Wachstum einer Stadt ist nämlich mit Problemen und Katastrophen verbunden. Auf der Gamescom 2012 hatten wir bei Electronic Arts die Chance, eine idyllische Stadt weiter zu entwickeln. Vor dem Rathaus demonstrieren einige Sims, also die Bewohner jedweder Stadt in SimCity. Sie schreien nach dem Städte-Anschluss an die Schnellstraße und wir sollen das fehlende Verbindungsstück setzen. Über eine Schaltfläche am unteren Bildschirmrand wählen wir die passende Straße aus und ziehen sie von Fahrweg zu Fahrweg. Damit aber nicht genug! Jetzt können zwar andere Sims in unsere Stadt ziehen, doch ohne eine ausreichende Anzahl an Wohngebieten ist auch das nicht zu bewerkstelligen. Also werfen wir unseren Blick abermals auf die Schaltflächen und stemmen Häuser aus dem Boden, die rasendschnell von Arbeitern aufgebaut werden. Die Detailverliebtheit macht sich hier ganz besonders bemerkbar, denn egal wo unser Blick hinfällt, wuseln Sims herum.

Alte Probleme schnell gelöst

Das macht die Anno-Reihe mit ihren Figürchen zwar immer noch besser, aber es unterstützt in jedem Falle die sonst so karge Atmosphäre von jedem SimCity-Spiel. In der vorliegenden Demofassung ist es sogar möglich, einzelne Sims anzuklicken und schon offenbaren sie uns ihre Probleme. Einige Sims haben keine Arbeit, also müssen schnell die aus den Vorgängern bekannten Gewerbegebiete aus dem Boden gestampft werden. Später kommt auch die Industrie auf ihre Kosten. Da mehr Gebäude auch viel mehr Energie benötigen, sollen wir doch das bereits gebaute Kraftwerk aufsuchen. Dort dürfen wir dann den Schalter umlegen und schon wird unsere Stadt mit Elektrizität beliefert. Warum Entwickler Maxis uns hier unnötige Steine in den Weg legt, wissen wir nicht. Da hoffen wir doch schon sehr, dass das fertige Produkt hier noch ein bisschen eleganter gespielt werden kann. Neben einem Wasserwerk, um die Stadt mit lebenswichtiger Flüssigkeit zu beliefern, sollen wir auch noch eine Feuerwehr bauen und ein Polizeirevier errichten und das dazu am besten auch noch flächendeckend. Nur so können Brände schnell und sicher gelöscht und Verbrecher dingfest gemacht werden. Am Ende der Demo heulten auf einmal alle Sirenen auf. Meteoriten aus dem Weltall stürzen ohne Vorwarnung auf unsere Stadt – eine Katastrophe!

Wettkampf der Bürgermeister

SimCity konnte mit den letzten Serienteilen für die Wii und den DS nicht gerade punkten. Die vier Jahre alten Titel seien aber spätestens jetzt verziehen, denn SimCity ist mit altbewährten Inhalten gestückt und baut diese sehr subtil aus, so dass absolut keine allzu große Komplexität entsteht und wie zu Beginn der Neunzigerjahre auch jüngere Spieler ohne Probleme ins Spiel einsteigen können. Eine Neuerung ist jedoch der soziale Aspekt des Titels. Ständig sind wir mit der Welt da draußen und in erster Linie unseren Freunden verbunden. Während wir selbst spielen durften, haben wir übrigens gegen sieben andere Spieler gespielt. Der Spieler, der am Ende die größte Population in seiner Stadt verzeichnet hatte, gewann dort ein T-Shirt. Solche realen Belohnungen wird es am Ende in SimCity natürlich nicht geben, aber der Wettkampf um bestimmte Ziele kommt uns wie gerufen. Wir hoffen nur, dass diese Spielelemente nicht die Überhand gewinnen, denn schließlich hat ein jeder Bürgermeister andere Pläne mit seiner Stadt. Interessant wäre es natürlich wieder, bekannte Städte wie San Francisco vor Problemen zu retten. Bis zum Release im Februar 2013 haben die Entwickler bei Maxis aber noch genügend Zeit, sich neue Inhalte auszudenken und Feintuning zu betreiben. Wir sind uns aber schon jetzt ziemlich sicher, dass SimCity einer der besten Serienteile werden kann.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der PC-Fassung): SimCity habe ich auf dem Super Nintendo in jungen Jahren bereits bis zum Erbrechen gespielt. Zwar habe ich wohl nie eine Metropole (auf ehrlichem Wege versteht sich) errichten können, doch das Spielkonzept hat mir bereits damals als Grundschüler gefallen. Die Nachfolgetitel waren mir teilweise zu komplex und so habe ich mich über SimCity: Creator auf der Wii und dem DS sehr gefreut, wobei mich aber nur die DS-Fassung zufriedengestellt hat. Obwohl ich auf ein angenehmeres Spielerlebnis innerhalb der Serie bereits die Hoffnung aufgegeben habe, bin ich nach der Präsentation positiv überrascht. Die Spielmechanik ähnelt gänzlich dem bereits erwähnten Super-Nintendo-Klassiker und wird nur subtil überarbeitet in die Oberfläche der Simulation integriert. Etwa wenn ein Bürger gerne möchte, dass wir mehr Wohnflächen in der Stadt errichten, damit sein Onkel auf die gegenüberliegende Straßenseite ziehen kann. Es ist einfach ein schönes Gefühl, Bürgermeister zu sein, die Bedürfnisse der Sims zu stillen und andere Problemen und Katastrophen, wie etwa den Meteoritenhagel, zu managen. SimCity macht bereits jetzt einen ziemlich runden Eindruck und wenn die Entwickler die Zeit nutzen, um genügend Feintuning zu betreiben, erwartet uns nächsten Februar womöglich der Vorzeigetitel für künftige Simulationen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

One Piece: Abenteuer auf der Spiralinsel!

One Piece: Der Film konnte glatt als Doppelfolge durchgehen und genau dies trifft nun auch auf den zweiten Film des Franchises zu. Wieder einmal kann man die Geschehnisse des Films sehr gut zwischen zweier Episoden der Serie einordnen.

Der zweite Film siedelt zwischen den Episoden 53 und 54 der Serie an. Nachdem Ruffy und seine Crew gerade noch rechtzeitig aus Loguetown entkommen konnten, müssen sie sich erst einmal einen ganzen Tag lang am Strand entspannen. Plötzlich bemerkt Lysop ein Schiff am Horizont, dass der Flying Lamb ähnelt. Zu spät bemerkt er, dass es sich dabei tatsächlich auch um die Flying Lamb handelt. Namis Seekarten, Zorros Schwerter und noch dazu die Kleidung unserer Helden befinden sich leider auf dem Schiff. Also wird schnell beim Kostümverleiher eingekauft und mit einem Tretboot die Verfolgung aufgenommen. Unterwegs treffen die fünf Freunde dann auf die beiden Diebesbrüder. Von diesen erfahren sie, dass die Trumpf-Piraten hinter dem Diebstahl stecken und diese sich auf der so genannten Spiralinsel verschanzen und die Einwohner der Insel für ihre Zwecke, insbesondere dem Bau von Waffen, ausbeuten. Als dann auch noch Nami von den Trumpf-Piraten entführt wird, platzt Ruffy der Kragen. Ruffy, Sanji, Lysop und Zorro eilen zur Tat, überwinden gefährliche Fallen und stellen sich neuen Gegnern, die zudem noch über Teufelskräfte verfügen. Schlussendlich stellt sich Ruffy dem Anführer der Trumpf-Piraten, doch Bear King ist mit allen Wassern gewaschen und ein harter Gegner für den Gummimenschen.

Starke Protagonisten, schwache Nebenfiguren

Das Hauptaugenmerk wird wieder auf die Strohhut-Piraten gelegt. Abwechselnd werden die Geschehnisse von der gefangenen Nami, die sich passend zu ihrem Kostüm zudem auch noch auf eine Hochzeit freuen darf, und ihren Freunden geschildert, die derweil probieren, zu ihr vorzustoßen. Die Antagonisten werden leider nicht gänzlich beleuchtet. Wir wissen nur, dass sie vor nichts zurückschrecken, um ihr Ziel zu erreichen. Von welchen Teufelsfrüchten sie nun aber gegessen haben, wird nicht geklärt. Zudem kommt die Hintergrundgeschichte der beiden Diebesbrüder leider nicht ganz so gut zur Geltung, wie wir es anfangs noch erhofften. Borodo wird als Ersatzvater von Akisu dargestellt, welcher damals als Findelkind im Meer herumgetrieben ist. Wie seine Geschichte ausgehen wird, kann sich jeder denken. Schade nur, dass besonders das Ende zu abrupt kommt und die Geschichte dann auch schon endet. Beim ersten Film hat das noch deutlich besser funktioniert, weshalb wir hier mehr erwartet haben. Nach dem Ende des Films, der mit 55 Minuten etwas länger als sein Vorgänger ausfällt, ist es aber noch nicht vorbei. Mit auf der DVD befindet sich nämlich noch der Kurzfilm Jackos Tanzkarneval. Eine Story erzählt dieser aber nur bedingt und es ist nicht schlimm, wenn man diesen verpasst hat.

Kurzfilm als Testobjekt

Den Kurzfilm sehen wir da eher als Versuch, Animes mit den damals noch recht jungen dreidimensional wirkenden Umgebungen auszustatten. Funktioniert hat das aber nur bedingt, denn es fehlt einfach die nötige Action, um diese Effekthascherei in Szene zu setzen. Schade, aber auch hier hätten wir mehr erhofft. Beide Filme liegen übrigens wieder im 4:3-Letterbox-Format vor. Das heißt, dass ihr den Film auch wunderbar gestreckt auf einem 16:9-Fernseher schauen könnt. Die Synchronsprecher sind in beiden Filmen identisch mit ihre Rollen aus den Serien. So leiht im Deutschen Daniel Schlauch seine Stimme für Ruffy, Stephanie Kellner spricht Nami, Philipp Brammer verkörpert Zorro und Dirk Meyer spricht auch hier Lysop. Hubertus von Lerchenfeld ist wiederum für Sanji zuständig. Den Klang seiner Stimme solltet ihr aber auch von anderen bekannten Serien wie How I met your mother her kennen. Das Tonformat liegt sowohl in der japanischen Originalfassung und auf der deutschen Tonspur in Stereo 2.0 vor. Wer One Piece mag und die Serie immer noch verfolgt, kommt um den Film nicht herum, denn dieser lässt sich, wie eingangs schon erwähnt, hervorragend als spannende Doppelfolge betrachten. Aufgrund der mittellangen Laufzeit eignet er sich hervorragend für den einen oder anderen Nachmittag, um ein weiteres Abenteuer mit Ruffy und Co zu erleben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Für One Piece entwickle ich immer mehr eine Art Faszination. Nach Dragonball hat es mich kaum ein Anime mehr so lange an den Bildschirm gefesselt, wie One Piece. Da kommt es für mich wie gelegen, dass sich die (zumindest ersten beiden) Filme hervorragend zwischen einzelnen Episoden einsetzen lassen. So kann ich zugleich die Haupthandlung des Animes verfolgen und ebenso die Kinoabenteuer genießen. Genießen konnte ich Abenteuer auf der Spiralinsel allerdings nur halb, denn auf der einen Seite bekomme ich zwar wieder die wichtigen Charaktere vorgesetzt, die ich (zum Testzeitpunkt) 61 Folgen lang liebgewonnen habe, doch auf der anderen Seite werden wieder neue Feinde eingeführt, die allerdings nicht sonderlich gut in den Vordergrund treten. Das hat mir beim ersten Film noch deutlich besser gefallen, aber trotzdem ist Abenteuer auf der Spiralinsel bei weitem kein schlechter Film. Im Grunde bekommen One-Piece-Fans ein Abenteuer abseits der Haupthandlung spendiert, um noch ein weiteres Abenteuer mit Ruffy und Co zu erleben und das ist auch gut so, denn somit wird die Handlung der Serie nicht beeinflusst und man kann die Helden noch mindestens einmal mehr in Aktion erleben. Wenn auch der dritte Film so gut zwischen einzelnen Folgen eingesetzt werden kann, dann freue ich mich bereits auf diesen und natürlich alle weiteren!

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Abenteuer auf der Spiralinsel!

Review: One Piece: Box 2 (Episoden 31-61)

Im Mai setzte Monkey D. Ruffy in den ersten dreißig Episoden die Segel, sammelte nach und nach seine neuen Crew-Mitglieder ein und legte sich dabei nicht nur mit anderen Piraten, sondern auch mit der Marine an. So geht es in diesen Episoden munter weiter.

Wir erinnern uns an die letzten Episoden der ersten One-Piece-Serienbox. Während Ruffy, Zorro, Lysop und Sanji sich ein Duell mit ihren Gegnern liefern, verschwindet Navigatorin Nami mitsamt der Flying Lamb in den Weiten des Meeres. Verwundert über diesen Vorfall nehmen die Freunde getrennt die Verfolgung auf. Die Suche führt sie in Namis Heimat, die von dem fiesen Fischmenschen Arlong und seiner Bande beherrscht wird. Komischerweise entpuppt sich Nami als Mitglieder der feindlichen Piratenbande und leugnet ihre Freunde, als sie auf der Insel auftauchen. Warum sich Nami für diesen Schritt entschieden hat, verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht, aber der Ausflug in Namis Vergangenheit und Gegenwart ist spannend geschildert. Die Auseinandersetzung mit Arlongs Bande ist aber nicht das einzige, womit sich die fünf Freunde konfrontiert sehen müssen. Da Ruffy sich ständig mit Piraten der Gegenseite und der Marine anlegt, steigt er mit einem Kopfgeld von dreißig Millionen Berry (der Währung in der Welt von One Piece) in der Fahndungsliste auf. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo sie in Loguetown (dem Ort, in welchem Gold Roger hingerichtet wurde) von Bord gehen. Ein Wiedersehen mit zwei bekannten Gegnern ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, doch haben sich diese beiden stark verändert. Der eine kleiner, die andere wesentlich dünner.

Auf dem Weg zur Grandline

Ihr Ziel lassen die Strohhut-Piraten natürlich nicht aus den Augen. Sie wollen immer noch auf die Grandline segeln, damit Ruffy das One Piece findet, Zorro der stärkste Schwertkämpfer wird, Lysop seine Angst verliert und Sanji den sagenumwobenen Allblue findet. Hier erfahren wir dann auch mehr über die Aufteilung der vier Meere, der Abgrenzung der Redline und vor allem, wie man eigentlich auf die Grandline kommt. Auch wenn die zweite Hälfte der 31 Episoden durch teils zu viele Umstände in die Länge gezogen wird, ist besonders das Ende spannend und macht Lust auf die nächste Serienbox von One Piece. Interessant ist, dass der von uns bemängelte Lückenfüller aus der ersten Box, sprich die Episode Der Mann in der Kiste, endlich seine Daseinsberechtigung findet, um die Handlung eines Charakters nun sinnvoller erörtern zu können. Aus diesem Grund sind wir bei einigen der hier vorliegenden Episoden sogar vorsichtiger bei unserem Urteil, denn wenn sämtliche Charaktere später auch wieder aufgegriffen werden, kann man wohl kaum etwas negativ ankreiden. Die Serie ist nach wie vor so gestaltet, dass die Kämpfe zwischen unseren Freunden und ihren Gegnern nicht zu sehr in die Länge gezogen werden und selbst während der Auseinandersetzungen erhalten wir viele wichtige Informationen über die Charaktere, da nicht an Dialogen und Rückblenden gespart wird.

31 Folgen voller Action, Humor und Spannung

Die Rückblenden werden zwar mittlerweile weniger, befinden sich hier aber immer noch auf einem gesunden Niveau. Die Story freut sich darüber, auch wenn diese in den letzten Folgen der Serienbox den Eindruck machen, gelegentlich einzuknicken. Wir hoffen nicht, dass sich die Handlung wie bei so manch anderen Animes (Dragonball Z) zeitweise ganz verabschieden wird. Hier wird die dritte Serienbox weiter Klarheit verschaffen. Das Bild im 4:3-Format ist hingegen verbessert worden. Während bei den ersten Folgen noch undeutliche Konturen und unscharfe Farbgebungen gestört haben, fällt dies hier kaum mehr auf. Klasse! Akustisch hat sich hingegen nichts verändert. Die Musik wird nach wie vor passend zur jeweiligen Szene in One Piece eingespielt, wodurch an den meisten Stellen Dramatik, Trauer, Action oder Humor genau richtig eingefangen werden – und das über die ganze Spielzeit von circa 730 Minuten. Hier müssen wir die Angabe auf der Packungsrückseite leider wieder korrigieren, denn diese verspricht ganze 775 Minuten – also eine ganze Dreiviertelstunde mehr! Die 31 Episoden sind aber genauso auf den insgesamt sechs DVDs enthalten, wie wir sie von TV-Ausstrahlungen innerhalb des deutschsprachigen Raums kennen. Ein beiliegendes Booklet ergänzt die ganze Box mit Informationen zu auftauchenden Charakteren und einer Episodenliste sinnvoll.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 31-61 der Serie): Nachdem ich von der ersten Box und den enthaltenen Folgen regelrecht begeistert war, stellt sich so langsam Ernüchterung ein. Während mir die erste Hälfte der 31 Episoden sehr gut gefällt, wirkt die Handlung nach dem Kampf gegen den Fischmenschen Arlong zu sehr gestreckt. Es tauchen ständig neue Charaktere auf, die Ruffy ans Leder wollen. Mir ist bewusst, dass so das Piratenleben in der Welt von One Piece ausgedrückt werden soll, wenn auf einem ein hohes Kopfgeld von ganzen dreißig Millionen Berry ausgesetzt ist, doch das hätte man irgendwie umgehen können. Somit wirkt der Sprung vom Eastblue auf die Grandline doch sehr gestreckt. Jetzt sind die Weichen für die Suche nach dem One Piece allerdings mehr als je zuvor gestellt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Geschichte um Ruffy, Nami, Sanji, Lysop und Zorro nun richtig Fahrt aufnehmen wird. Ansonsten habe ich auch an dieser Box nichts zu bemängeln. Das Bild wirkt klar, der Soundtrack dazu ist passend unterlegt und die Charaktere sind nach wie vor super in Szene gesetzt. Ich freue mich auf die dritte Serienbox, denn ich kann es kaum erwarten, wie es mit unseren Freunden weitergeht. Ich entwickle mich immer mehr zu einem One-Piece-Fan.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von der One Piece Box 2 (Episoden 31-61)!

Prime Time: Star Wars: The Complete Saga (9-Disc-Set) Unboxing

Im letzten Jahr erschienen beide Star-Wars-Trilogien erstmals auf Blu-ray. Entweder in zwei einzelnen Trilogie-Boxen oder in einem 9-Disc-Set mit massenweise Bonusmaterial. Eric hat sich selbstverständlich The Complete Saga zugelegt und präsntiert euch diese Box nun in seinem Unboxing-Video – inklusive einiger Kommentare zu den sechs Filmen.

Preview: Star Wars 1313

Wenn man das Star-Wars-Franchise seit seinem Bestehen beobachtet, erkennt man nur selten eine Veränderung. In den Videospielen ist es noch schlimmer. Ständig werden Jedi-Ritter und Sturmtruppen in den Mittelpunkt gestellt und damit soll jetzt Schluss sein.

Die Betonung liegt aber immer noch auf soll, denn obwohl das Setting frisch wirkt, ist es gar nicht einmal so neu. Bereits vor zehn Jahren haben wir in Star Wars: Bounty Hunter die Rolle des Kopfgeldjägers Jango Fett übernommen. Auch wenn wir nun die Rolle eines Schmugglers oder eher gesagt eines Schmugglerduos übernehmen (selbst wenn das noch nicht bestätigt ist), wirkt das Szenario doch sehr ähnlich. Außerdem kennt man das ja schon aus den Filmen, dass Jedi und Sith meist ebenfalls im Doppelpack auftreten. Diese Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen, weshalb der Entwickler nicht gerade behaupten kann, aus der Engstirnigkeit des Star-Wars-Universums auszubrechen. Versteht das bitte nicht falsch – auch wir sind Fans von der klassischen Filmtrilogie, aber vieles, was um diese herum entstanden ist, ist für uns keine Weiterentwicklung im Franchise. Obwohl Star Wars derzeit irgendwie auf der Stelle tritt, ist es aber auf jeden Fall ein großer Schritt für den PC. Heute ist es leider oft so, dass die meisten Spiele zuerst für die Konsole entwickelt und dann auf den Computer portiert werden. Das ist für langjährige PC-Spieler oftmals ein Grund gewesen, sich eine Konsole zu zulegen, da die Spiele für den Computer meistens nicht ordentlich portiert worden sind und sie mit dem einen oder anderen störrischen Problem zu kämpfen haben.

Mit einem ganz miesen Gefühl in die Tiefen von Coruscant

Star Wars 1313 wurde von Anfang an als PC-Spiel entwickelt und so sieht es an den meisten Stellen auch aus. Im kommenden Action-Spiel übernehmen wir die Rolle eines der beiden Schmuggler (oder Kopfgeldjäger) und sausen mit unserem Raumschiff über die Oberfläche des Stadtplaneten Coruscant. Wir haben eine heiße Ware an Bord, die wir auf der Ebene 1313 abliefern sollen. Hierbei handelt sich aber nicht um die Etage eines der vielen Wolkenkratzer, sondern um ein Untergeschoss auf dem Planeten, denn so wie wir Coruscant aus den Filmen kennen, erleben wir es hier nicht wirklich. Am meisten ähnelt die Szenerie, wenn überhaupt, an den Anfang von Star Wars: Episode II, wo Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi Jagd auf einen Kopfgeldjäger machen. Schmutzige Umgebungen, Häuserschluchten, dunkle Schatten und Neonfarben dominieren das Bild. Bevor wir unser Raumschiff in den Schacht vertikal hinabtauchen, sollen wir noch einmal tief Luft holen. Uns wird bewusst, dass wir das Tageslicht so schnell nicht mehr wiedersehen werden. Mit einem ganz miesen Gefühl im Magen tauchen wir hinab in die Unterwelt von Coruscant und wie wir das vom Franchise her kennen, geht genau in diesem Moment etwas schief. Von einem anderen Raumschiff springt ein Droide auf unser Schiff und versucht es mit seinen Kollegen zu entern.

Gescriptete Spielabschnitte

Wir sind mitten im Geschehen, müssen mit ansehen, wie die Fracht gestohlen wird und sind drauf und dran, die Ware zurück zu erobern. Wir verschießen Laser-Salven gegen die Droiden und nachdem wir die ersten Feinde besiegt haben, wirkt das Spiel auf einmal sehr gescriptet. Über herabstürzende Teile der beiden Raumschiffe, die in diesem Kampf ebenfalls beschädigt werden, hüpfen wir von einer Plattform auf die nächste, hangeln uns an Stahlgriffen entlang und müssen dabei aufpassen, dass wir nicht von Feuersalven getroffen werden. Leider wirken die Sprungplattformen zumindest in der Gamescom-Demofassung sehr vorgegeben und lassen keine alternativen Wege zu. Mehr hat die uns vorgestellte Version übrigens nicht auf Lager gehabt, denn das Ende des Kampfes blieb ziemlich offen und wie die Geschichte weitergeht, können wir ebenfalls noch nicht sagen. Die Charaktere bieten aber genügend Stoff, um richtig ausgearbeitet zu werden und uns mit humorvollen Sprüchen bei Laune zu halten. Noch dazu sieht Star Wars 1313 richtig gut aus, lief jedoch selbst auf dem Rechner der Entwickler gerade einmal mit 33 Bildern pro Sekunde konstant. Da wird das Team hoffentlich noch Feintuning betreiben und genügend Einstellungen bereithalten, damit Star Wars 1313 auf sehr vielen Systemen gut laufen wird. Die Frage, ob eine Konsolenfassung später folgt, bleibt offen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Früher war ich ein riesiger Star-Wars-Fan und habe eigentlich gar keine anderen Religionen zugelassen, bis ich selbst einmal mit Stargate und Star Trek konfrontiert wurde. Da habe ich tatsächlich bemerkt, wie engstirnig George Lucas’ Universum eigentlich ist und sich über die Jahre hinweg kaum verändert hat. Da hat der gute Herr es zwar zugelassen, Spiele in unterschiedlichen Zeiten einzuordnen, doch dann wirken diese Epochen sehr austauschbar. Davon abgesehen scheint Star Wars 1313 sich zwar ein wenig an Star Wars: Bounty Hunter und am Schüler-Lehrer-Prinzip zu orientieren, bietet aber mit zwei humorvollen Charakteren die Möglichkeit, eine spannende und zugleich lustige Geschichte zu erzählen. Die Action wird gut eingefangen, doch auch hier stört mich diese (in Spielen leider immer öfter vorkommende) Hollywood-Szenerie. Es gibt ein Weg und andere Denkweisen sind nicht zugelassen. So darf Star Wars 1313 nicht auf dem Markt erscheinen. Das Spiel bietet sehr viel Potential, welches genutzt werden möchte. Wir hoffen sehr, dass da noch etwas kommen wird und die Entwickler nicht so engstirnig denken, wie es das Franchise schon von alleine tut.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Gamescom 2012: Warteschlangen (2. Teil)

Heute Abend geht es weiter mit unseren Warteschlangen-Videos und diesmal sind es nicht nur drei, sondern gleich vier Stück an der Zahll. Zunächst haben wir hier den Activision-Blizzard-Stand aufgesucht, bei dem man sich World of WarCraft: Mists of Pandaria kurz anschauen konnte. Wir haben uns trotzdem über die realtiv kurze Schlange gewundert.

Wir hoffen sehr, dass sich dieser Trend weiter abzeichnen wird, denn Innovationslosigkeit wird bei Blizzard leider seit Jahren groß geschrieben und anscheinend haben das endlich auch die Kunden begriffen. So ähnlich sieht es nämlich auch bei Blizzards zweitem Spiel in der Pipeline, StarCraft II: Heart of the Swarm, aus.

Eine weitere Warteschlange können wir allerdings sehr gut nachvollziehen, denn wer Dishonored: Die Maske des Zorns spielen möchte, hatte auf der Gamescom wohl erstmals die Gelegenheit dazu. Außerdem konnte man  eine neue Version von Doom 3 anspielen.

Zum Schluss sind wir natürlich auch bei Square Enix vorbei gedüst und haben uns zudem die Schlange vom Tomb-Raider-Reboot angeschaut.

Prime Time: Gamescom 2012: Warteschlangen (1. Teil)

Falls ihr euch noch an das Jahr 2010 erinnert, haben wir euch damals in unserer Prime Time ebenfalls die eine oder andere Warteschlange gezeigt, die man sich für das eine oder andere Spiel antun muss. Etwa zu The Legend of Zelda: Skyward Sword oder Star Wars: The Old Republic. Diese erschreckenden Momente möchten wir euch in diesem Jahr aber auch nicht vorenthalten. Im ersten von insgesamt sieben Warteschlangen-Videos seht ihr die Warteschlangen von Resident Evil 6, Lost Planet 3 und Devil May Cry.

Das zweite Video wird mit einem Schrei der Rabbids eingeleitet und zeigt nicht nur die Warteschlange zu Assassin’s Creeed III, sondern auch zu Splinter Cell: Blacklist.

Abschließend gibt es dann hier auch noch unser Video zur Warteschlange von Far Cry 3.