Preview: The Legend of Zelda: The Wind Waker HD

The Legend of Zelda - The Wind Waker HD (1)Nach mehr als zehn Jahren der Erstveröffentlichung erscheint The Legend of Zelda: The Wind Waker im Oktober 2013 im frischen HD-Gewand für die Wii U. Wir erinnern uns an das Jahr 2003 und blicken in Zukunft des kunterbunten Spiels.

The Legend of Zelda - The Wind Waker HD (2)Unser Chefredakteur erinnert sich an diesen Tag wie ein Kriegsveteran an eine gewonnene Schlacht. Es war der zweite Mai 2003 und der Gamecube würde am nächsten Tag in Europa seinen ersten Geburtstag feiern, doch vor diesem stillschweigenden Ereignis gab es einen ganz anderen Grund, warum man als Schüler morgens ungeduldig im Klassenraum auf dem Stuhl herumwippen konnte. An diesem Tag sollte The Legend of Zelda: The Wind Waker den Weg in die Händlerregale finden. Während man heutzutage ein Spiel wohl eher bei einem der Online-Versandhäuser bestellt, war es damals noch etwas üblicher, die Einzelhandelskette seines Vertrauens aufzusuchen und mit seiner Beute den Heimweg anzutreten. Nachdem die Getränke kaltgestellt, der dicke Röhrenfernseher angeschmissen und die Spiele-Disc in den Gamecube eingelegt worden war, konnte die Reise über den blauen Ozean beginnen. Anfang dieses Jahres kündigte Nintendo dann die Portierung des Spiels für die Wii U an. Allerdings zeigte man nur hochauflösende Bilder, welche die Grafikqualität des Titels demonstrieren. Immerhin hat sich Eiji Aonuma, Produzent des Titels, zu Wort gemeldet. Ein Remake zum Spiel war seinen Worten zufolge niemals geplant gewesen, doch Experimente, wie man eine The-Legend-of-Zelda-Erfahrung für die Wii U schaffen könne, brachten ihn zum Umdenken.

Zeitloses Spielkonzept

The Legend of Zelda - The Wind Waker HD (3)Zu diesen Versuchen gehört auch das Ausprobieren von verschiedenen Grafikstilen und als man die Cel-Shading-Optik von The Wind Waker in hochauflösende Grafiken umgerechnet hatte, sah sein Team darin nicht ein hübscheres Gamecube-Spiel, sondern etwas völlig Neues. Diese Aussage sei an dieser Stelle einmal dahingestellt, denn nur durch eine neue Auflösung und Verbesserungen im Detail entsteht unserer Meinung nach schließlich kein neues Spiel. In der HD-Auflage von The Wind Waker schlüpfen wir nämlich abermals in die Rolle von Link, der sich auf eine Reise über das Meer begibt, um gemeinsam mit Piraten seine Schwester aus den Fängen von Ganondorf zu retten. Unterwegs entdecken wir zahlreiche Inseln, plaudern in der Hafenstadt Port Monee (Wortwitz!) mit den Insulanern und erkunden hauptsächlich einige Dungeons, in denen wir wiederum neue Items finden, die wir nutzen müssen, um Rätsel in der Spielwelt zu lüften. Dazu gesellen sich die typischen Kämpfe mit kleinen und großen Feinden und natürlich die obligatorischen Bosskampfkämpfe. Nach wie vor ist das Konzept des Spiels zeitlos. Auf der Electronic Entertainment Expo hat Nintendo-Präsident Satoru Iwata dann die Katze aus dem Sack gelassen und verspricht schon jetzt einige Neuerungen, die den Titel nach zehn bis elf Jahren durchaus interessanter erscheinen lassen.

Höhere Spielgeschwindigkeit

The Legend of Zelda - The Wind Waker HD (4)Während wir damals in der Gamecube-Fassung den Tingleceiver erhalten haben (ein Item, für welches ein Gamecube-GameBoy-Advance-Linkkabel und ein GameBoy Advance optional zum eigentlichen Spiel nötig waren), ist es jetzt die Tingle-Flasche, welche beim Spiel zum Einsatz kommen wird. In dieser dürfen wir Nachrichten und Screenshots speichern, die dann im Miiverse und an den Stränden anderer Spieler landen können. So dürfen wir andere Spieler auf Geheimnisse aufmerksam machen. Eine nette Idee, die langfristig sehr unterhaltsam sein kann! Eine weitere Neuerung soll die Spielgeschwindigkeit auf dem Ozean sein. Satoru Iwata ist sich bewusst, dass so manche Segelfahrt durchaus zu lang ausfällt und vor allem die Suche nach den Triforce-Splittern in der zweiten Spielhälfte wurde damals von vielen Videospielern als zu zäh eingestuft. Wie genau die Geschwindigkeit oder die Suche modifiziert wird, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt aber noch unklar. Weniger unklar ist, dass wir der Ideenschmiede aus Kyōto Vertrauen schenken und wir schon gespannt darauf sind, was uns in The Wind Waker noch an Neuigkeiten präsentiert werden wird. Was wir schon jetzt wissen, ist, dass das Spiel von allem Erdenklichen ablenken kann. Unser Chefredakteur erinnert sich, dass er deswegen sogar die Klassenfahrt versäumt hat. Kein Witz: Es sollte zum Segeln gehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamecube-Fassung und dem offiziellen Trailer): Ich kann mich noch gut an den zweiten Mai 2003 erinnern, doch die Kriegsgeschichte wiederhole ich jetzt nicht. Ich kann mich nämlich noch genauso gut an die Kontroverse zwischen allen Fans des Franchises erinnern. Kein Spiel hat die Fangemeinde damals so gespalten wie The Wind Waker, denn während die Nintendo-64-Titel The Legend of Zelda: Ocarina of Time und The Legend of Zelda: Majora’s Mask eher einen düsteren Grafikstil hatten, war auf einmal wieder alles so bunt. Das mochte nicht jeder, doch wenn man The Wind Waker einmal eine Chance gegeben hat, dann hat man ein wunderbares Action-Adventure erlebt, welches mit seinem auch noch so kontroversen Grafikstil einfach nur verzaubern konnte. Mir haben die Segelfahrten über den blauen Ozean jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich immer dann sehr gefreut, wenn am Horizont eine neue Insel zu erkennen war und ich wusste, dass ich dort ein neues Abenteuer erleben konnte. Sofern ich denn schon alle relevanten Items gefunden hatte, die für das Lösen des ortsansässigen Rätsels nötig waren, aber das macht ohnehin den Reiz der Serie aus. Ich weiß schon jetzt, dass mich auch die HD-Fassung des Spiels wieder in ihren Bann ziehen wird. Schade nur, dass es diesmal wohl keine limitierte Auflage des Spiels geben wird, wo ein weiterer Teil der Reihe wie Ocarina of Time beiliegen wird. Vielleicht schafft es Nintendo ja doch, mich nach einmal ein wenig zu überraschen, denn besonders was den Inhalt des Spiels angeht, sind für mich noch einige Fragen offen, die ich gerne beantwortet sehen möchte.

Jonas‘ Fazit (basierend auf dem offiziellen Trailer): Viele Spieler, mich eingeschlossen, werden mit der in HD neu aufgelegten Fassung von The Legend of Zelda: The Wind Waker erstmals in den Genuss dieses ganz besonderen The-Legend-of-Zelda-Spiels kommen. Die Verkaufszahlen des GameCubes blieben weit hinter den Erwartungen zurück und zudem etablierte The Wind Waker eine noch nie dagewesene Spielstruktur und brachte krasse Änderungen am Grafik- und Charakter-Design mit sich. Obwohl nicht bei allen beliebt, trug sich dieser spezielle Charme doch noch weiter bis in The Legend of Zelda: Phantom Hourglass und The Legend of Zelda: Spirit Tracks für den Nintendo DS – zwei Spiele, die mir auch sehr zugesagt haben. Nun wird The Wind Waker in seiner Neuauflage für Nintendo und der Wii U vielleicht wichtiger, als noch zu Gamecube-Zeiten. Dieses Spiel wird eines der ersten sein, dass den Kauf der ganzen Konsole in meinen Augen rechtfertigen könnte. Und wenn um Weihnachten herum nicht einmal mehr ein The-Legend-of-Zelda-Titel für einen Anstieg der Konsolenverkaufszahlen sorgen kann, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Verdient hätte es sowohl die Konsole, als auch das Spiel auf alle Fälle.

Review: Himizu

Himizu (1)Während der Dreharbeiten zu Himizu sagte der Regisseur zu seinem Team, das, was da ist, wird auch genutzt. Das gilt nicht nur für den Schlamm in dieser Szene, sondern gleich für eine zerstörte Präfektur nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Jahr 2011.

Himizu (2)Kenner des Mangas werden sich sicherlich fragen, warum sich ihr Manga über den Tsunami dreht, obwohl das Werk aus der Feder von Minoru Furuya bereits zehn Jahre zuvor erschien und inhaltlich in einer endzeitlichen Welt spielt. Regisseur Sion Sono vertrat die Auffassung, dass man das Unglück, den Tsunami und die daraus folgende Kernschmelze in Fukushima im Film verarbeiten muss. Alles andere sei zu diesem Zeitpunkt unaufrichtig und falsch gewesen. Anstatt uns also Jahrhunderte in die Zukunft zu schicken, bleiben wir in Himizu im Hier und Jetzt. Der vierzehnjährige Yuichi ist kein gewöhnlicher Junge, denn in ihm drückt sich die Hoffnungslosigkeit Japans aus. Zudem wird von allen Seiten auf ihn eingewirkt. Sein Lehrer ist oberflächlich, sieht Japan als Mildtäter, der jetzt selbst Hilfe braucht, beschwört sogar ein neues Wirtschaftswunder, welches von seinen Schülern abhängig ist. Seine Mitschülerin Keiko hingegen mag ihn sehr, ist in gar verliebt, himmelt ihn öffentlich in seiner Klasse an und lobt jeden Satz, den Yuichi jemals von sich gibt. Yuichi jedoch möchte weder glücklich noch unglücklich sein. Er ist mit dem zufrieden, dass er hat und möchte nichts empfinden. In seinem Leben machen ihm jedoch auch seine Eltern das Leben schwer. Seine Mutter hat einen Liebhaber, mit dem sie durchbrennt und sein Vater ist ein gewalttätiger Mensch.

Hoffnungslosigkeit

Himizu (3)Dieser taucht immer wieder sporadisch aus, um Yuichi sein Geld wegzunehmen, dass er nun alleine mit seinem Bootsverleih am See verdient. Yuichi stürzt immer mehr in Depressionen und verliert schon bald die Perspektive. Das einzige, was ihm Geborgenheit gibt, sind ein paar Obdachlose, die nach dem Tsunami ihre Heimat verloren haben und nun am See in wenigen Zelten leben. Sie freunden sich an, doch je öfter Yuichi von seinem Vater besucht und je öfter er von Keiko freundlich behandelt wird, desto eher verschließt er sich vor der Außenwelt. Das Fass läuft über, als sich sein Vater hoch bei einem Yakuza verschuldet und Yuichi für dessen Verschulden geradestehen soll. Yuichi entscheidet sich für drastische Maßnahmen. Es geht in Himizu jedoch nicht völlig um Yuichi, denn auch Keiko hat ihre eigenen Sorgen. Wie Yuichi wird sie von ihren Eltern schlecht behandelt, die sogar einen beleuchteten Galgen für Keiko errichten. Himizu thematisiert die Schuldzuweisungen der älteren auf die jüngere Generation, das Erwachsenwerden wird immer mehr zum großen Bestandteil der Handlung. Shozo, einer der Obdachlosen, schreitet seinen eigenen Weg voran und muss sich für eine Tat entscheiden, die er wie Yuichi nicht begehen will. Diese düstere Stimmung bleibt durchgehend aufrecht und erst in den letzten Minuten fallen Sonnstrahlen durch die dunkle Wolkendecke des Films.

Traumhafte Besetzung

Himizu (4)Der Regisseur mit einer großartigen Auswahl an Schauspielern, wie Shōta Sometani für die Rolle des Yuichi, Fumi Nikaidō für die Rolle der Keiko oder Tetsu Watanabe (Shozo) dauerhaft eine gewisse Spannung, jedoch auch eine elegische Grundstimmung und Freude im Film auszudrücken. 131 Minuten lässt einen der Film nicht los. Das liegt aber keineswegs an der Tatsache, dass es bei Himizu keine deutsche Synchronisation gibt und man die Untertitel in Deutsch oder Niederländisch parallel zur japanischen Originaltonspur lesen muss, sondern weil der Film es mit den illustren Charakteren, dem ersten Thema und der tiefgründigen Story zu überzeugen weiß. Neben der Tonspur in DTS HD 5.1 Master Audio, liegt das Bildformat auf der Blu-ray Disc in 1080p, sowie im 16:9-Format (1,85:1) vor. Wer nach dem Ansehen des Dramas noch Lust auf Hintergründe hat, darf sich ein rund siebzig Minuten umfassendes Making-of ansehen, welches mit vielen interessanten Fakten von der Umsetzung des Mangas bis zum Abschlussfoto der Crew am Set aufwarten kann. Das ist zwar voll und ganz das, was wir auch von einem Film erwarten, doch hätte es uns auch sehr interessiert, wo sonst noch Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Manga und Film existieren, da der Manga hier nicht erhältlich ist. Der Film ist das mittlerweile schon und den möchten wir euch wärmstens empfehlen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich finde es sehr schade, dass manchmal bei richtig miesen Filmen Geld für eine Synchronisation ausgegeben wird, doch bei wirklich genialen Filmen wie Himizu am falschen Ende gespart wird. Dank der deutschen Untertitel konnte ich Himizu dennoch genießen und werde den Film so schnell nicht wieder vergessen. Wie hier die Musik, die mich manchmal an Der Pate erinnert, mit dem Bild einhergeht und die Darsteller in ihren Gestiken und Mimiken einfängt, ist einfach unbeschreiblich schön. Die Verarbeitung von der Tsunami-Katastrophe würde ich als Kenner zwar nicht unbedingt ganz so entgegenkommend sehen, doch da ich den Manga nicht kenne, das Szenario aber ähnlich düster ist, finde ich es gut, dass der Regisseur die zum damaligen Zeitpunkt recht aktuelle aussichtslose Lage des Landes im Film betont hat und mit dem Lehrer und den Eltern zudem Differenzen und Schuldzuweisungen generationsübergreifend aufgezeigt werden. Himizu ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Finden von Hoffnung, die man gar nicht so schnell vergisst. Es sind Bilder, die man unbedingt einmal selbst gesehen haben sollte!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Himizu!

Review: Rage of the Undead

Rage of the Undead (1)Spätestens seit der Fernsehserie The Walking Dead sind Zombies wieder richtig populär. In der Mitte der Gesellschaft angekommen, möchte man natürlich auch in Japan etwas vom Kuchen abhaben. Leider scheitert man damit in Rage of the Undead kläglich.

Rage of the Undead (2)Protagonisten Aiko arbeitet in einer kleinen Videofirma als Praktikantin und noch dazu hat sie diese Stelle nur durch ihren tollpatschigen und verträumten Onkel bekommen. Ihre heutige Aufgabe ist es, das Video von der Hochzeit eines Rockstars aus dem Archiv zu holen. Das Archiv besteht zwar nur aus einem Wandschrank, doch handelt es sich bei den Videos um unbeschriftete VHS-Kassetten. Wer bereits achtzehn Jahre alt ist und somit in die Zielgruppe des Films fällt, sollte eigentlich recht gut wissen, wie solch eine Kassette funktioniert. Für alle, die in den letzten achtzehn Jahren die Revolution von DVD und Blu-ray Disc verpasst haben, den sei gesagt, dass es ein Haufen Arbeit ist, auf einer VHS-Kassette mehrere Stunden Bildmaterial zu sichten und zu analysieren. Das sieht Aiko zwar ganz genauso, doch nimmt sie die Aufgabe an. Bei ihrer Recherche stößt sie auf ein gelbes Videoband, welches sie prompt in den Videorekorder steckt und dabei auf eine sehr merkwürdige Dokumentation über Zombies, während draußen wahrhaftig die Zombie-Apokalypse ausbricht. Nur gut, dass Aikos Kollege Hashimoto in seinem Leben hunderte Zombievideos gesehen hat und versucht, den Film chronologisch einzuordnen. Mit Anekdoten an Nacht der lebenden Toten und Dawn of the Dead macht er dabei eine Entdeckung – das Video ist der erste Zombiefilm!

Die VHS-Kassette der Sechziger Jahre

Rage of the Undead (3)Während die ersten Minuten des Films und besonders jene Momente, in denen Hashimoto so manchen Spruch zum Besten gibt, durchaus überzeugen und unterhalten können, ist es um den Rest des Films schnell geschehen. Die Darsteller übertreiben ihre Rollen so, dass sie glatt versuchen, an die Klasse von Shaun of the Dead heranzukommen. Außerdem scheint es, als ob man die Darsteller allesamt für ein paar Stunden von der Straße geholt hätte, um Kosten einzusparen, die man vielleicht gar nicht wieder einspielen kann. Wer asiatische Filme kennt, der wird wissen, dass im asiatischen Raum gerne mal ein wenig bei der schauspielerischen Darstellung übertrieben wird, aber Rage of the Undead schießt unfreiwillig den Vogel ab. Zudem versucht der Film aus dem Zombieklischee zu entkommen, in dem man einige der Zombies einfach intelligenter macht, so dass sie sogar mit den Protagonisten kommunizieren können und die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Wäre das noch nicht genug, schlägt der Film mit einer großen Logiklücke ein Loch in die sonst stringent aufgebaute Handlung. Der Film auf der VHS-Kassette sei in den Sechziger Jahren entstanden, wie Aikos Onkel verrät, und danach für immer im Archiv gelandet. Das ist natürlich logisch, wenn das Medium erst Ende der Siebziger Jahre erstmals Japan und dann weltweit eingeführt wurde.

Rage of the Nation

Rage of the Undead (4)Rage of the Undead orientiert sich im untersten Mittelfeld, was sowohl das Medium Film, als auch das Genre angeht. Unmotivierte Schauspieler, kuriose Design-Entscheidungen und sehr dürftige Blutspritzereffekte stehen nicht gerade dafür, zusammen einen guten Film zu bilden. Bei den Effekten müssen wir jedoch sagen, dass uns nur die hierzulande erhältliche FSK-18-Fassung vorlag. Es gibt zwar in hiesigen Gefilden weitaus brutalere Filme, die nicht so fern von der Realität angesiedelt sind wie Rage of Undead, doch die Freiwillige Selbstkontrolle ist wohl der Auffassung gewesen, dass der Film nur geschnitten erscheinen darf. Somit fehlen laut einigen Schnittberichten mehr als drei Minuten Filmmaterial. Besonders hier hätte Rage of the Undead sicher noch punkten können, da die rote Suppe in einem Splatter-Film, zu dem sich Rage of the Undead irgendwie zählt, einfach dazu gehört. Wer sich also auf den Film ganze 71 Minuten einlassen will, der sollte dann doch tatsächlich lieber zum Import greifen. Ohnehin sollte man sich den Streifen im Originalton anschauen, denn während die Darsteller im Japanischen den Figuren noch leben einhauchen, sind die deutschen Sprecher nicht gerade motiviert. Unmotiviert waren wohl auch die Köpfe hinter dem Projekt, denn Bonusmaterial liegt auf der Blu-ray nicht vor. Uns wäre das wohlmöglich auch zu peinlich gewesen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit Filmemachern muss man geduldig sein, so wie sie selbst geduldig sein müssen. Wenn jedoch ein Regisseur die Produktion des Films hastig vorantreibt, dann kann man nicht erwarten, dass Kritiker dafür Verständnis zeigen. Rage of the Undead wirkt so, als ob man den Film an einem Wochenende überstürzt entworfen, aufgenommen, nachbearbeitet und veröffentlicht hat. Die Schauspieler sind alles andere als auf ihre Rollen eingestellt und prallen somit auf Zombies, deren Darsteller wohl ebenfalls nicht wissen, wie man sich untot stellt. Noch dazu kann ich nicht verstehen, wieso die Freiwillige Selbstkontrolle wieder einmal etwas zu beanstanden hatte und der Film in seiner natürlichen Form hierzulande nicht verkauft werden darf. So entgehen uns ganze drei Minuten lustiger Schnetzelorgien, in denen Rage of the Undead vielleicht noch richtig gut geworden wäre. Das ist vielleicht übertrieben, aber in der jetzigen Form kann man sich das Geld sparen und es lieber in Filme investieren, die man sich gerne mehrmals anschaut. Da fällt mir ein, dass ich Shaun of the Dead vor zwei Monaten das letzte Mal gesehen habe. Die Gelegenheit, um die Liebeskomödie mit Zombies noch einmal zu würdigen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Rage of the Undead!

Prime Time: Dragonball (TV-Serie, Box 6) Unboxing

Alles hat ein Ende und das gilt leider auch für einen der kultigsten Animes aller Zeiten. In der sechsten Serienbox kämpft Son Gokū noch einmal gegen Piccolo, um bis zu Dragonball Z erst einmal eine Ära des Friends einleiten zu können. Zu unserem Review bieten wir hier ein letztes Mal ein Unboxing-Video zur Reihe. Wer die Serie in diesen Episoden noch nicht kennt, den möchten wir vor möglichen Spoilern warnen, auf die wir im Unboxing-Video zwangsläufig eingehen wollen. Wir wünschen euch dennoch viel Spaß beim Anschauen!

Review: Deadly Premonition – The Director’s Cut

Deadly Premonition - The Director's Cut (1)Würde man Grand Theft Auto, L.A. Noire, Alan Wake, Resident Evil, Harvest Moon und The Legend of the River King zusammen mit Fernsehserien wie Twin Peaks und Harper’s Island in einen Topf werfen, dann würde man den Director’s Cut von Deadly Premonition erhalten.

Deadly Premonition - The Director's Cut (2)Einige von euch werden Deadly Premonition vielleicht schon kennen, denn hierzulande ist der Titel wahrhaftig nicht neu. Bereits im November 2010 erschien der Titel in hiesigen Gefilden für die Xbox 360. PlayStation-3-Besitzer mussten damals leider in die Röhre gucken, doch die Entwickler haben endlich Einsicht gezeigt und erzählen im Director’s Cut die Geschichte vom FBI-Agenten Francis York Morgan nun auch auf Sonys Konsole. Dieser wird nämlich in das verschlafene Städtchen Greenvale nahe Seattle an der Westküste der Vereinigten Staaten geschickt, um dort den rituellen Mord an der jungen Anna Graham aufzudecken. Bevor Agent York, wie er selbst genannt werden möchte, in Greenvale ankommt, fangen die Geschehnisse ihren einzigartigen Lauf zu nehmen. Yorks Auto wird von der Fahrbahn geschleudert und auf dem Weg zurück zur Straße begegnen ihn Untote, gegen die er sich zur Wehr setzen muss. Er entkommt zwar knapp dem eigenen Tod, doch kann er von dieser Entdeckung niemandem erzählen. York unterhält sich nämlich während Autofahrten und in ruhigen Momenten liebend gerne mit seinem anderen Ich Zach. Zurück auf der Straße treffen wir am Ortseingang auf die hübsche Deputy Emily Wyatt und den mieslaunigen Sheriff George Woodman. Zusammen mit der Unterstützung der Polizei kann die Ermittlung in Greenvale endlich beginnen.

Willkommen in Greenvale!

Deadly Premonition - The Director's Cut (3)Deadly Premonition ist kein gewöhnliches Spiel und daran hat sich auch am Director’s Cut nichts geändert. Der Titel bedient sich fröhlich an den Gameplay-Inhalten bekannter Marken und schafft es diese gekonnt zu kombinieren. Freizeitaktivitäten aus Grand Theft Auto, die Ermittlung aus L.A. Noire, das Bekämpfen von Untoten wie in Alan Wake, das Einsammeln von Schlüsselgegenständen wie in Resident Evil, das Angeln aus The Legend of the River King und kuriose Figuren, die wie in einem Harvest Moon quer über die Spielwelt verteilt in Erscheinung treten. Allerdings kann Deadly Premonition nur im letzten Punkt über das Vorbild triumphieren, denn mit den illustren Charakteren und der mit ihnen verknüpften Story zieht Deadly Premonition auch drei Jahre nach Veröffentlichung in seinen Bann. Da gibt es die hörgeschädigte Gastwirtin Polly Oxford, den reichen Harry Stewart, den Floristen Forrest Kaysen oder die Streunerin Sigourney, die mit ihrem Kochtopf durch die Straßen läuft. Haben wir einen der Charaktere kennengelernt, gibt es danach oftmals Nebenquests für diese Person zu absolvieren. Diese beinhalten meist zwar nur kleinere Such-, Hol- oder Bringaufgaben, doch erhalten wir dafür Einblicke in das Hintergrundleben der Stadt und können wohlmöglich mitbekommen, wer ein Motiv für den Mord gehabt hatte. Das ist spannend und unterhaltsam!

Deadly Simulation

Deadly Premonition - The Director's Cut (4)Sobald wir am Zielort der Haupthandlung eingetroffen sind, gilt es mit den Kollegen von der örtlichen Polizei zu sprechen, alle Tathinweise sicherzustellen und im schlimmsten Fall zieht Nebel auf und Untote erscheinen. Dann wirkt das Spiel, das in den Situationen überwiegend in Innenräumen stattfindet, wie in Resident Evil. Türen sind verschlossen und es müssen (einfache) Schalterrätsel gelöst oder der passende Schlüssel gefunden werden. Manchmal ist es auch möglich, einfach das Schloss von der Tür wegzuschießen. In Schränken und Kisten finden wir Verbandsmaterial oder Nahrungsvorräte. Letztere müssen wir zwangsläufig zu uns nehmen, denn nach einer bestimmten Zeitspanne muss York etwas essen, um bei Kräften zu bleiben. Selbiges gilt für den Verzehr von Kaffee oder das Aufsuchen eines Bettes, denn wer zu lange auf den Beinen ist, verspürt irgendwann Müdigkeit. Hygiene ist ebenfalls ein recht nützlicher Bestandteil des Spiels. Wer zu lange in einem Anzug herumrennt, dem werden die steigende Anzahl an Fliegen, die um York kreisen, sicherlich irgendwann lästig. Wer sich nicht rasiert, der läuft schon bald mit einem kleinen Vollbart durch Greenvale. Das klingt zwar nach viel Arbeit, doch diese beläuft sich auf ein erträgliches Minimum. Nebenher bleibt noch reichlich Zeit, um die Untotenhorde an den verschiedenen Tatorten zu bekämpfen.

Schlag auf Schlag

Deadly Premonition - The Director's Cut (5)Neben Eisenstangen, Messern und Golfschlägern, stehen uns für die Bekämpfung der untoten Gegner auch Pistolen, Revolver und Gewehre zur Verfügung. Jede Waffe fühlt sich bei ihrem Einsatz entsprechend anders an. Manche Waffen kann man schnell nachladen, andere Waffen brauchen hingegen eine längere Anlaufzeit, bevor sie Schaden verrichten. Da es in Deadly Premonition jedoch nur sehr wenige Gegnertypen gibt, macht das im Endeffekt nicht wirklich einen Unterschied. Schon sehr bald hat man sich auf eine Angriffsmethode eingestellt und die nutzt man dann in der Regel auch bis zum Ende des Spiels. Dieses kommt, obwohl der Titel auf eine Spielzeit von über dreißig Stunden ausgelegt ist, wenn man tatsächlich alle Aufgaben in der Stadt erledigen möchte, auf einmal ganz schnell. Während wir in den ersten drei Kapiteln noch überwiegend frei entscheiden dürfen, wann wir denn am Zielort eintreffen möchten, ist das danach nicht mehr möglich. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden wir von einem Kapitel ins nächste bis zum bitteren Ende gescheucht. Später können wir zwar bereits abgeschlossene Kapitel laden, um beispielsweise Nebenaufgaben zu erfüllen, die später nicht mehr möglich sind, weil der eine oder andere Charakter aus privaten Gründen nicht mehr an der Handlung teilnehmen kann, doch stört das mitunter dem anfangs lockeren Spielfluss.

Die letzte Generation

Deadly Premonition - The Director's Cut (6)Wer ebenfalls eine bestimmte Erwartungshaltung an die Technik des Spiels hegt, der wird vom Director’s Cut noch mehr enttäuscht sein, als von der Xbox-360-Fassung. Während diese bereits wie ein PlayStation-2-Spiel aussah, ohne Schadensmodell bei den Fahrzeugen auskam, mit schwachen Gesichtsanimationen auf sich aufmerksam machen konnte und schwammige Texturen überall in der Welt für Trostlosigkeit sorgten, kommt jetzt noch ein Dauerruckeln dazu. In sehr seltenen Fällen läuft das Spiel flüssig. Warum zwei Monate nach Release der PlayStation-3-Fassung immer noch kein Patch erschienen ist, der diese Fehler ausmerzt, ist uns schleierhaft. Dass die Farbpalette jetzt jedoch nicht mehr so kräftige Farben hat, finden wir persönlich gut. So wirkt das Spiel nochmals ein ganzes Stück düsterer. Passend zu dem teils heiteren, meist aber schaurigen Soundtrack gesellen sich noch tolle Synchronsprecher dazu. Es gibt zwar keine deutsche Synchronisation, aber da der Titel ohnehin in den Staaten spielt und Englisch dort Amtssprache ist, passt das unserer Meinung aber auch so ganz gut. Wer sich auf Deadly Premonition einlassen will, bekommt zwar mit dem Director’s Cut die erweiterte Storyline spendiert, aber die technisch schlechtere Version. Wer die Wahl hat, kann aber auch ebenso zur Xbox-360-Version greifen und mindestens genauso viel Spaß haben!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-3-Fassung): Als ich die ersten Schritte in der verschlafenen Kleinstadt Greenvale gegangen bin, fiel mir plötzlich ein, dass die PlayStation 3 doch gar keine PlayStation-2-Spiele mehr emulieren kann. Verdutzt habe ich noch einmal auf die Packung geschaut und bemerkt, dass Deadly Premonition – The Director’s Cut doch tatsächlich ein PlayStation-3-Spiel ist. Über die schwache Technik kann ich persönlich zwar hinwegsehen, doch wenn man ein Spiel technisch so gestaltet, dass es bis auf die Auflösung auch auf einer PlayStation 2 laufen könnte, dann frage ich mich, wozu der Titel dann noch Ladezeiten zwischen Innenräumen und dem Außenareal hat und warum der Titel auf der PlayStation 3 so ruckeln muss. Interessanterweise ist mir das nach einigen Spielstunden schon gar nicht mehr aufgefallen, denn die Handlung mitsamt ihren Charakteren fasziniert mich so sehr, dass ich den Controller einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. In dreißig Spielstunden habe ich viele Charaktere lieben und hassen gelernt. Wer am Ende der Mörder gewesen ist, verrate ich jetzt natürlich nicht, doch nimmt sich der Titel genügend Zeit, den Verdacht auf die eine oder andere Person zu lenken und von ihr abzuweichen, nur um sie später wieder als Mörder darzustellen. Diese intelligenten Wendungen bleiben fast bis zum Ende bestehen und gestalten das Spiel sehr interessant und teilweise sogar recht amüsant. Eingebunden in einen kuriosen Mix aus verschiedenen Gameplay-Elementen diverser Franchises hat mich Deadly Premonition durchgehend bei Laune gehalten. Meiner Meinung nach kann man nämlich auch mit der PlayStation-3-Fassung nicht viel verkehrt machen, sofern man sich denn mit einer durchwachsenen Technik anfreunden kann.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Deadly Premonition – The Director’s Cut!

Review: Dragonball: Box 6 (Episoden 123-153)

Dragonball Box 6 (Episoden 123-153) (1)Mit der sechsten und damit letzten Serienbox findet auch der Anime Dragonball zu seinem Ende. Wir haben erlebt, wie unser Held Son Gokū erwachsen geworden ist und nicht nur ein einziges Mal dabei die Erde vor dem Bösen gerettet hat.

Dragonball Box 6 (Episoden 123-153) (2)Oberteufel Piccolo ist besiegt. Mit einem letzten verzweifelten Angriff hat unser kleiner Held Son Gokū das Böse aus dem Antlitz der Welt gefegt. Zumindest dachte er dass, denn Piccolo hat mit letzter Kraft einen letzten Sohn gezeugt, in welchem seine restliche Kraft eingeflossen ist. Verwundet vom Kampf bringt Yajirobi Son Gokū zurück zu Meister Quitte, wo er mit den magischen Bohnen wieder auf Vordermann gebracht wird. Dennoch ist Son Gokū sehr traurig darüber, dass er seine toten Freunde Kuririn, Chaozu und Muten Rōshi nicht wieder zu neuem Leben erwecken kann, da Piccolo den Drachen Shenlong vernichtet hat. Meister Quitte fällt in diesem Moment jedoch ein, dass Shenlong genauso wie die Dragonballs auch von jemanden erschaffen worden sind. Also gibt er Son Gokū den Tipp, Gott aufzusuchen, damit dieser dem Drachen neues Leben einhaucht und seine Freunde wieder lebendig macht. Son Gokū staunt nicht schlecht, als er nach einigen Trainingsstunden mit Gottes Diener Popo Gott endlich gegenübersteht. Dieser sieht nämlich genauso aus wie der Oberteufel persönlich und so greift Son Gokū ihn sofort an, wird von Popo jedoch zurückgehalten. Unser Held erfährt von Gott, dass dieser genauso aussieht, da er und Piccolo einst eine gemeinsame Person waren und um Gott zu werden, musste er sich von seinen bösen Eigenschaften vollständig trennen.

Der finale Konflikt

Dragonball Box 6 (Episoden 123-153) (3)Sollte Piccolo also tatsächlich sterben, so würde auch Gott das Zeitliche segnen. Son Gokū ist somit klar, dass er den Worten Gottes Vertrauen schenken darf und dass Piccolo tatsächlich in letzter Sekunde noch einen letzten Sohn gezeugt hat. Son Gokū würde zwar am liebsten sofort aufbrechen, um Piccolos Sohn zu töten, doch versteht er die Misere und willigt ein, dass er für den Gefallen, dass Gott Shenlong neu erschafft und somit seine Freunde wieder leben, ganze drei Jahre lang in seinem Palast zu trainieren. Wie gehabt findet nämlich alle drei Jahre das große Kampfsportturnier der waffenlosen Kampfkünste auf der Insel Papaya statt. Bis dahin ist es allerdings ein langer Weg, denn das Training bei Gott und Popo ist sehr hart. Anstatt das Training auf Kampfkraft und Geschwindigkeit zu fokussieren, wird nämlich auch Son Gokūs Geist gestärkt, welcher er zwingend einsetzen wird, um Piccolo ein für alle Mal zu besiegen. Dieser will nämlich seinen Vater rächen, weshalb er innerhalb von nur drei Jahren zu einer jüngeren Version dessen heranreift und Son Gokū als seinen Todfeind ansieht. Während des 23. großen Turniers gibt es dann endlich das erhoffte Wiedersehen zwischen den Freunden und die finale Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, der Kampf zwischen Son Gokū und seinem Feind Piccolo rückt Kampf um Kampf unaufhaltsam näher!

Linearer Abschluss

Dragonball Box 6 (Episoden 123-153) (4)Die letzten 31 Episoden, die in der sechsten Serienbox auf sechs Datenträgern vorliegen, sind so konzipiert, dass sie linear auf das Ende zulaufen und alle offenen Fragen beantworten. Wer sich an ältere und vor allem die ersten Episoden erinnert, könnte sicherlich eine Vermutung haben, woraufhin die Serie zuläuft. Wir verraten hier nicht zu viel, doch sei gesagt, dass am 23. Turnier auch eine junge Dame teilnimmt, die Son Gokū zu kennen scheint und möchte, dass er sie doch bitte ehelichen solle. Dann taucht auch noch einmal ein alter Bekannter auf, den Son Gokū längst für tot gehalten hatte und jetzt sein Dasein als Cyborg fristet. Zu guter Letzt gibt es auch noch einen neuen Kämpfer im Ring. Shen sieht aus wie ein ganz einfacher Büroangestellter, doch das Aussehen täuscht und wer sich tatsächlich hinter dem Bürokrator, wie Shen vom Ringrichter liebevoll genannt wird, verraten wir jedoch ebenfalls nicht. Dieses Beispiel zeigt aber sehr gut, wie der Humor des Animes weiterhin gekonnt in Szene gesetzt wird und wunderbar unterhält. Es ist jedoch schade, dass in keiner der insgesamt sechs DVD-Boxen Bonusmaterial vorliegt. Ein Interview mit Akira Toriyama, der auf sein wohl größtes Werk zurückblickt oder Ähnliches hätte uns gefreut. Auch ein Booklet mit Episodenguide und Co. hätte die Serie schlussendlich abgerundet. Trotzdem ist und bleibt Dragonball Kult!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 123 – 153 der Serie): Dragonball hat mir in den letzten Monaten auf DVD wieder einmal bewiesen, wie toll ich diesen Anime eigentlich finde und ich ihn noch immer weitaus großartiger inszeniert halte, als beispielsweise das von vielen Fans mehr geliebte Dragonball Z. In Dragonball floss meiner Meinung nach sehr viel mehr Herzblut von Akira Toriyama ein, der gewusst hatte, wie man eine tolle Geschichte erzählt und diese mit einer kräftigen Portion Martial Arts und vielen Humor-Elementen unterlegt. In 153 Episoden werden so viele liebevolle Charaktere vorgestellt, die sich mit der Zeit nicht nur zusammenraufen, sondern wahre Freunde fürs Leben werden. Passend dazu gibt es immer die Bösewichter, die wiederholend versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Prinz Pilaw ist von diesem Vorhaben zwar weit entfernt, doch sein Auftauchen ist immer wieder lustig. Es gibt dann natürlich noch die wahren Feinde wie Oberteufel Piccolo, gegen die sich Son Gokū zur Wehr setzen muss und diese Konflikte gipfeln meistens in einem Kampf, der noch nicht so übertrieben und vor allem in die Länge gezogen wird, wie bei Dragonball Z. Wer mit diesem Franchise in Verbindung kommt, wird sich ohnehin alle Episoden und Filme angucken wollen – Dragonball, Dragonball Z und Dragonball GT umreißen einfach einen zu großen Epos, als dass man sich dem verschließen könnte. Dragonball überzeugt dabei meiner Meinung nach jedoch noch am meisten und jeder Anime-Fan, der die Serie bisher noch gar nichtt kennt, sollte ihr spätestens jetzt unbedingt eine Chance geben!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball Box 6 (Episoden 123-153)!

Review: Wii U Panorama View

基本 CMYKDie Rolle des Vorläufers von Wii U Panorama View kommt Google mit der Applikation Wii Street U zu Gute. Nintendo beschert uns mit der eigenen Software Dynamik und Bewegung Bilder, die wir nicht mehr so schnell vergessen werden.

Wii U Panorama View (2)Obwohl wir die Ähnlichkeit zwischen beiden Applikationen nicht abstreiten können, darf man die Programme nicht miteinander vergleichen. Während Google mit Wii Street U Aufnahmen aus den letzten Jahren steif zeigt, aber eine größere Interaktion ermöglicht, in dem wir meist völlig eigenhändig durch die Straßen von Tokio, Berlin oder London streifen, bietet Nintendo eine vordefinierte Strecke, die wir in bewegten Bildern automatisch abgrasen. Während auf dem Fernsehgerät die Tour in der Regel von einem festen Standpunkt aus von unseren Mitmenschen betrachtet wird, können wir über den Bildschirm des Wii U GamePads den Blickwinkel verändern und uns in der Umgebung umschauen. Auf Wunsch teilen wir unsere Sicht mit Freunden, welche dann unseren Blickwinkel auf dem Fernseher bemerken. Unschön fällt dabei auf, dass die Silhouette des Wii U GamePads klarsichtig über das Gesamtbild fällt. Wir hätten uns darüber gefreut, wenn die Applikation hier diverse Einstellungsmöglichkeiten zulässt. Bei Wii U Panorama View handelt es sich jedoch nicht um eine einzelne Applikation, denn anstatt die Verwaltung einzelner Programme auf der Wii U so einfach wie möglich zu halten, bietet Nintendo im eShop die unterschiedlichen Touren separat an. Das ist zwar umständlich, aber zum derzeitigen überschaubaren Angebot noch verkraftbar.

Kein Urlaubsersatz trotz atmosphärischer Touren

Wii U Panorama View (3)Derzeit haben die Besitzer einer Wii U die Auswahl zwischen einem Flug über Italien, bei dem Wildgänse beobachtet werden können, einer Stadtrundfahrt in London, einer Fahrt mit einer Rikscha durch Kyōto und die Option, dem brasilianischen Karneval beizuwohnen. Obwohl der eine oder andere nicht sonderlich von der Ankündigung der Software angetan war, so muss man Nintendo dennoch Recht geben und sagen, dass die vier bisher erhältlichen Touren sehr atmosphärisch sind und sich vor allem für jene Interessierte eignen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, zu verreisen, aber dennoch nicht auf Ausland und das Neue verzichten wollen. Auf keinen Fall darf man die Applikation als Urlaubsersatz sehen, denn der Verzehr von ausländischem Essen und der vollkommene Genuss der Kultur kann einem die Software nicht liefern. Vielmehr bieten die Touren einen Einblick ins Ausland und machen dann dennoch Lust auf eine Reise, denn wenn man virtuell mit einem Bus durch das winterliche London, über die Tower Bridge und am nachts beleuchteten Big Ben vorbeifährt, dann wird man – auch durch die jeweils sehr passende Hintergrundmelodie, einfach abgeholt und bedauert es dann einige Minuten später, dass die Tour schon wieder vorbei ist. Für den Kaufpreis von jeweils knapp zwei Euro ist das eine sehr kurze Einmalnutzungsdauer.

Verwaschene Bilder und fehlende Funktionen

Wii U Panorama View (4)Beim zweiten und vielleicht auch beim dritten Mal ist eine Tour ebenfalls noch ansprechend, doch spätestens dann hat man alles gesehen. Obwohl uns die Touren gefallen, haben diese auch reichlich negative Aspekte. Das beginnt bei der recht schwachen Videoqualität. Auf dem Touchscreen des Wii U GamePads wäre diese noch akzeptabel, doch auf dem Fernseher fallen die teils stark verwaschenen Bilder deutlich auf. Wir sehen ein, dass Nintendo nur schwerlich derlei Software in gestochen scharfen Full HD anbieten kann, zumal Nintendo auf eine Konsole mit für heutige Verhältnisse sehr geringen Speicherplatz setzt, doch für den verhältnismäßig hohen Einmalnutzungspreis erwarten wir auch entsprechende Qualität. Den Gesamteindruck schmälert das jedoch nur wenig. Zusätzliche Funktionen, wie das Geschehen beispielsweise optional aus einem völlig anderen Blickwinkel vom Straßenrand zu sehen oder Momentaufnahmen festzuhalten (und online mit Freunden zu teilen), bietet Wii U Panorama View nicht. Auch dass das Umsehen nur mit dem Bewegen der Steuerungseinheit funktioniert, missfällt uns. Es wäre sicher kein Problem, eine Steuerung mittels Analog-Stick für Couch-Potatoes bereitzustellen. Wenigstens dürfen wir in den Touren jederzeit vor- und zurückspulen – und das funktioniert überraschenderweise sehr, sehr schnell!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf allen bis zum 16.05.2013 erhältlichen Touren): Es ist kaum ein paar Monate her. Da habe ich mich abends in Google Maps und Street View auf meinem Tablet-PC verloren. Eigentlich wollte ich mir nur schnell eine Sushi-Bar in Bonn von außen anschauen, doch dann hat mich mein Entdeckergeist übernommen. Ungelogen habe ich mich in der Umgebung von Bonn an die zwei Stunden verloren, bis ich wieder am Ausgangspunkt war. Wii Street U von Google hat auf der Wii U das bisher noch nicht erreicht, doch umso mehr freue ich mich, dass der Suchmaschinengigant Nintendo die Vorlage für eine oder eher gesagt mehrere Applikationen gegeben hat. Ich finde es zwar suboptimal, dass ich für jede Tour nun eine einzelne Applikation im Wii-U-Menü vorfinde, doch als Nintendo-Fan ist man in den letzten Monaten schon leidfähig geworden. Wo es an Organisation fehlt, mangelt es nicht an Qualität und Atmosphäre. Ich kann über die schwache Videoqualität hinwegsehen und dafür bekomme ich jeweils ein paar Minuten, die mich dermaßen in ihren Bann ziehen, dass ich schnell die Zeit vergesse. Dass ich unbedingt möglichst bald Japan und England besuchen möchte, dürfte kein Geheimnis sein, doch sowohl die Rikscha-Tour durch Kyōto, als auch die Stadtrundfahrt mit einem Bus durch London, haben mir noch einmal bewiesen, wie faszinierend ich beide Länder finde und ich keine Zeit verlieren darf, diese zu besuchen. Wer über den Anschaffungspreis von jeweils zwei Euro hinwegsehen kann, bekommt zwar für die einmalige Nutzungsdauer fast keinen Gegenwert, doch wenn mehrere Personen im Haushalt die Wii U benutzen oder man seinen Besuch von der Konsole überzeugen will, dann kann Wii U Panorama View gelegentlich zeigen, was unter anderem auf der Nintendo-Konsole möglich ist.

Preview: Super Mario 3D World

Super Mario 3D World (1)Auf der diesjährigen E3 haben viele Fans mit der Ankündigung von Super Mario Galaxy 3 gerechnet. Stattdessen kombiniert man Super Mario Bros. 2, Super Mario 3D Land und New Super Mario Bros. U, um eine neue Grundlage zu erschaffen.

Super Mario 3D World (2)Wenn wir schon Super Mario Bros. 2 nennen, dann sollten wir zunächst Unklarheiten aus dem Weg räumen. Mit Super Mario Bros. 2 meinen wir tatsächlich jenes Spiel, welches wir im Westen erstmals auf dem Nintendo Entertainment System genießen konnten. Genauer gesagt handelt es sich bei dem genannten Titel um die westliche Fassung von Yume Kōjō: Doki Doki Panic, nur eben mit Mario, Luigi, Peach und Toad in der Hauptrolle! Diesem Titel haben wir es übrigens auch zu verdanken, dass wir uns in dem einen oder anderen Super-Mario-Spiel mit Shy Guys herumärgern dürfen und in Mario Strikers: Charged Football der eierspuckende Birdo als spielbarer Charakter auftritt. Das Besondere an Super Mario Bros. 2 ist jedoch, dass man die Wahl zwischen den vier Hauptcharakteren hatte, denn Peach wurde ausnahmsweise einmal nicht von Bowsers Schergen entführt. Ähnlich wird es auch in Super Mario 3D World sein, denn hier haben wir nicht nur die Wahl zwischen den vier bekannten Charakteren, sondern dürfen das Abenteuer gleich auch noch gemeinsam angehen. Das heißt, dass wir mit bis zu vier Spielern vor dem heimischen Fernseher sitzen werden und das ganze Pilz-Königreich vor dem Abgrund retten dürfen – oder so ähnlich zumindest, denn Nintendo hüllt sich in Bezug auf die Handlung noch in Schweigen. Viel erwarten wir hier jedoch nicht.

Mehrspieler-Abenteuer

Super Mario 3D World (3)Das klingt dann schon sehr nach New Super Mario Bros. U, doch während sich im Wii-U-Launch-Titel fast jede Spielfigur gleich gespielt hat und Einzelspieler wohlmöglich ohnehin nur Mario kennengelernt haben, wird es in Super Mario 3D World vermutlich wieder größere Unterschiede geben. In den ersten Videos konnte man sehen, dass Peach wieder ein wenig mit ihrem Rock in der Luft schweben kann und so vermutlich Vorteile hat, wenn es darum geht, den einen oder anderen Abgrund sicher zu überstehen. Sollten wir mit unserem Charakter in einen Abgrund hüpfen, bekommen wir von unserer Spielgruppe gegebenenfalls einen auf den Deckel, denn derzeit sieht es so aus, dass die gesamte Viererbande aus einem gemeinsamen 1-up-Vorrat schöpft. Ungeübte Spieler mit Profis zusammenzusetzen könnte also für die eine oder andere Streitigkeit im Wohnzimmer sorgen, doch ähnliches kennen wir schon aus New Super Mario Bros. U. Viele Spieler lieben und verteufeln den Mehrspielermodus zugleich, denn auf dem Fernseher kann mit vielen Charakteren gleichzeitig ordentlich die Post abgehen und die Übersicht darunter leiden. Super Mario 3D World spielt sich, wie es der Name schon vermuten lässt, jedoch im dreidimensionalen Raum ab. Das kann das Chaos reduzieren, doch die Spielwelt wird abermals durch die Kameraperspektive vermutlich stark limitiert.

Katzen und Frösche

Super Mario 3D World (4)Selbst wenn das Super-Mario-Franchise den Rückzug in die Dreidimensionalität antritt, heißt das noch lange nicht, dass bekannte Spielmechaniken über Bord geworfen werden. Wie in den restlichen Abenteuern des Klempner hüpfen wir durch kunterbunte Welten, die schon jetzt im Trailer sehr verspielt wirken und sicherlich das eine oder andere Geheimnis wahren, welches wir nur durch Betätigen von Fragezeichenblöcken lösen. Nebenher sammeln wir wieder die bekannten Münzen und anstatt den Sternmünzen heißt es jetzt wieder Sterne zu sammeln. Ob sich am Aufspüren der Sterne im Gegenzug zu den Sternmünzen etwas verändert, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt noch abzuwarten. Sicher sind wir jedoch, dass uns der Soundtrack von Super Mario 3D World verwöhnen wird. Das Musikstück des Trailers scheint sich schon jetzt zum absoluten Ohrwurm zu entwickeln. Wenn Nintendo nicht schon wieder den Fehler macht und zu viele Tracks wiederholt, dann kann sich der Titel sicherlich auch mit Super Mario Galaxy 2 messen. Die größte Neuerung ist jedoch der Katzenanzug, mit dem wir dann sogar an Wänden hoch- oder den berühmten Fahnenmast am Ende des Levels hochklettern können. Zudem hat Nintendo angekündigt, dass der Froschanzug aus Super Mario Bros. 3 zum ersten Mal in einem dreidimensionalen Super-Mario-Spiel vorhanden sein wird. Nett!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf dem offiziellen Trailer und Spielvideos): Persönlich bin ich zwar enttäuscht darüber, dass Nintendo Super Mario Galaxy 3 nicht angekündigt hat, doch die Qualität im kommenden Jump ’n‘ Run mit Klempner Mario in der Hauptrolle wird darunter natürlich nicht leiden. Die Welten versprechen im Trailer bereits Abwechslung, denn verschneite Bergkuppen, saftige Wiesen und der Ausflug in ein Meer- und Seegebiet bieten für mich genau das, was ich in einem solchen Spiel erwarte. Ich finde es nur schade, dass wieder alle Levels so schmalspurig linear wirken und vermutlich im fertigen Produkt wieder so sein werden. Weitläufige Landschaften eines Super Mario Sunshine würde ich mittlerweile sehr begrüßen, aber im Zuge mit der Vorstellung des Mehrspielermodus und der Tatsache, dass Nintendo sicher wieder keinen Online-Modus ins Spiel integrieren wird, war das für mich schon irgendwie klar. Dafür freue ich mich aber auf Neuerungen wie den Katzenanzug. Der wirkt im ersten Moment zwar ein wenig aufgesetzt, doch irgendeinen neuen Inhalt muss Nintendo bieten. Ich hoffe aber, dass bis zum Release noch weitere Neuerungen enthüllt werden, denn nur so kann sich Nintendo weiterhin mit Innovationen von der Konkurrenz absetzen und sich trotzdem mit altbewährter Qualität behaupten.

Partner: Beta-Keys zu Final Fantasy XIV zu gewinnen

Nicht nur wir, sondern auch unser Partner Games-Mag hat einen Relaunch hinter sich. Zu diesem Anlass gibt es beim Games-Mag satte 150 Beta-Keys zum Final-Fantasy-XIV-Wochenende zu gewinnen. Dieses findet vom fünften Juli um elf Uhr morgens bis zum siebten Juli zur gleichen Uhrzeit statt. Wie ihr einen Beta-Key ergattert, entnehmt ihr bitte dem Gewinnspielbeitrag beim Games-Mag. Einen Einblick in die Beta von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn bieten wir euch in unserer aktuellen Preview. Falls ihr Interesse an der Beta-Version des Spiels habt, drücken wir euch ganz fest die Daumen und viel Spaß!

Preview: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (1)Embargos gehören neben Schreibblockaden zu den größten Gegnern eines Redakteurs. Da will man so gerne über ein gutes Spiel berichten, kann oder darf es aber nicht. Zum Glück ist das Embargo zu Final Fantasy XIV: A Realm Reborn endlich gefallen!

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (2)Merkwürdige Design-Entscheidungen, zu wenige Quests und zu sperrig. So und nicht anders fällt der Tenor aus, wenn man sich Rezensionen zu Final Fantasy XIV aus dem Jahr 2010 im Internet durchliest. Bis zu diesem Urteil kamen wir damals übrigens überhaupt nicht. Bei uns hat der Titel schon gestreikt, als wir das Spiel über den Client aus dem Internet herunterladen wollten. Das Online-Rollenspiel aus dem Hause Square Enix lief auch insgesamt alles andere als gut, weshalb die Rollenspielschmiede am elften November 2012 nach fast zwei Jahren den Stecker gezogen hat. Die für März 2011 versprochene PlayStation-3-Fassung ist ebenfalls nie erschienen. Square Enix will Final Fantasy XIV allerdings nicht begraben, denn im Zuge der Server-Abschaltung hat man angekündigt, am Spiel zu schrauben. Die Generalüberholung soll dann im Jahr 2013 erscheinen. Mittlerweile wurde auch schon das Release-Datum bekannt, denn am 27. August 2013 dürfen wir nach Eorzea zurückkehren! In der Zwischenzeit ist in der Fantasy-Welt auch einiges passiert, wie langjährige Spieler sicher feststellen werden. Wir haben an der zweiten und dritten Beta-Testphase teilgenommen, haben mehrere Klassen und Völker ausprobiert, unsere Charaktere jeweils zehn bis zwanzig Stunden begleitet, Dungeons unsicher gemacht und sind natürlich tief in die typisch klassische Story eingetaucht.

Nach der Katastrophe

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (3)Die Spielwelt steht vor einer neuen Ära der Dunkelheit. Überall im Land herrschen Unruhen, denn selbst in Zeiten der Not und dem Auftauchen gefräßiger Monster, bedrohen Banditen, Piraten und maskierte Magier das Land. Wie in früheren Final-Fantasy-Episoden wird auch in der Neuauflage von Final Fantasy XIV das bekannte Kristall-Thema abermals aufgegriffen. In unseren Augen ist diese simple Handlung kein Problem, denn schließlich gibt es in jedem der drei Startgebiete noch eine weitere Storyline, welche die Probleme des jeweiligen Stadtstaates umschreiben. Zusätzlich kommt jede Klasse noch in den Genuss einer exklusiven Geschichte, die zur jeweiligen Gilde passt. Während die fünf Völker des Spiels, die menschenähnlichen Hyuran, die mit Katzenohren und -schwanz ausgestatteten Miqo’te, die an Elfen erinnernden Elezen, die stämmigen Roegadyn und die putzigen Lalafell, die sich dann in zwei Unterarten aufteilen, sich in ihren Attributen nur geringfügig voneinander unterscheiden, verpassen die Klassen unseren Charakteren den nötigen Anstrich. Als Druide teilen wir nicht nur mit Magie aus, können uns in höheren Spielstufen auch eigenständig heilen. Besonders im Gruppenspiel, wo ein Druide sich um die Gesundheit der Gruppe kümmert, ist er ein unverzichtbarer Helfer. Der Thaumaturg wirkt ebenfalls Magie und ein Marodeur geht aggressiv im Nahkampf vor.

Klassenkampf

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (4)Zudem gibt es noch Waldläufer, die eher aus der Ferne oder aus dem Hinterhalt angreifen. In Final Fantasy XIV: A Realm Reborn wird es ebenfalls wieder Handwerksklassen geben, die sich dann wohl weniger auf das Bekämpfen von Monstern, als auf das Herstellen nützlicher Objekte konzentrieren. Besonders toll finden wir jedoch, dass wir nicht zwangsweise wie in anderen Online-Rollenspielen gleich einen neuen Charakter erstellen müssen, um eine andere Klasse spielen zu können. Ab einer bestimmten Levelstufe ist es möglich, mit einem einzigen Charakter mehrere Klassen zu erlernen und außerhalb der Kämpfe jederzeit zwischen diesen zu wechseln. Selbstverständlich beginnt jede weitere Klasse auf dem ersten Level und bisher sieht es so aus, dass diese der Handlungsstrang der Gilde vorenthalten bleibt. Aufgestuft wird die neue Klasse dann durch das gezielte Töten von Monstern. Wer jetzt denkt, dass das Spiel dadurch zum langweiligen Monsterschnetzeln verkommt, der irrt sich. Zwar kämpft man auf der einen Seite natürlich gegen die entsprechenden Gegner, doch füllen wir damit auch unser Bestiarium. Dieses erwartet von uns das Ausradieren einer bestimmten Anzahl entsprechender Feinde. Anschließend hagelt es eine Erfahrungspunktebelohnung. Mit Freibriefen dürfen wir immer wieder sich wiederholende Quests absolvieren, um Langweile zu vertreiben.

Full Active Time Events

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (5)Je schneller wir bei den Freibriefen vorstoßen, also in einer möglichst geringen Zeit so schnell wie nur möglich die gesuchten Items sammeln oder die Gegner besiegen, umso mehr Routine (also Erfahrung) erhalten wir. Eine weitere Auflockerung sind die so genannten Full Active Time Events, kurz Fate. Diese tauchen sporadisch überall in der Spielwelt auf und haben den Vorteil, dass so immer wieder Spieler zusammengeführt werden, die gemeinsam für ein Ziel kämpfen. Bei den Fate-Ereignissen müssen dann Waren vor Monstern beschützt oder auch der eine oder andere Dorfbewohner aus den Klausen von Banditen befeit werden. Manchmal gilt es auch, ausreichend Gegner zu besiegen, ihnen automatisch wertvolle Items abzuluchsen und diese dann innerhalb der Zeit abzuliefern. Je mehr wir uns an den Events beteiligen, desto höher fällt unsere Gewinnbeteiligung in Form von Routine und Gil, sprich der Währung eines jeden Final-Fantasy-Spiels aus. Danach verschwinden jedoch wieder alle Spieler in sämtliche Himmelsrichtungen und verfolgen ihre eigenen Ziele weiter. In den circa vierzig Stunden, die wir in der Beta von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn verbracht haben, haben wir jedoch keinen einzigen Gruppenquest erfüllt. Ob sich das auf höheren Stufen ändert, wissen wir jetzt zwar nicht, können uns aber erklären, warum wir auf solche Aufgaben nicht stoßen.

Solisten-Aufträge

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (6)Da jeder Spieler meist die gleichen Aufträge von Nichtspielercharakteren erfüllt, laufen alle Charaktere fast denselben Weg ab. Am Zielort angekommen heißt es dann zum Beispiel eine bestimmte Menge Goblins zu töten. Kämpft bereits ein anderer Spieler mit einem Goblin und wir beschließen, dem Spieler zu helfen, wird uns das Besiegen des Gegners für unseren Quest angerechnet! Was wir in dem einen oder anderen Online-Rollenspiel vermissen, macht Final Fantasy XIV: A Realm Reborn also richtig gut. Es fragt sich nur, wie gut das im Endeffekt im fertigen Spiel funktionieren wird. Die Spielerzahlen von Final Fantasy XIV haben bereits zum damaligen Zeitraum auf Dauer nicht gereicht und da Square Enix weiter auf das altmodische Abonnementmodell setzt, ist es aktuell schwer einzuschätzen, wie gewillt Final-Fantasy-Fans sind, monatlich elf Euro zu bezahlen, um fernab von instanzierten Dungeons auf Dauer alleine zu spielen, um im Grunde immer wieder ähnliche Aufgaben zu erfüllen. Außerdem ist nicht ganz klar, wie die endgültige Server-Struktur aussehen wird. Aktuell tummeln sich in unseren Augen zu viele Nationalitäten auf einem Server. Das Absprechen auf Englisch in Instanzen ist sicherlich kein Problem, doch falls jemand Hilfe bei einer Quest braucht und im Falle dessen deren Bezeichnung nicht übersetzen kann, kann das ziemlich schnell für Frust sorgen.

Zwischen PC und Konsole

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (7)Für weniger Frust könnte die Einbindung einer Voicechat-Funktion helfen. Von der ist bisher nichts zu sehen und wir hoffen, dass man diese Eingabemethode bei der Entwicklung nicht vergisst. Mehr zu sehen ist dafür von der Spielwelt. Alle Orte haben ihren eigenen Charme. Der Stadtstaat Gridania besticht mit dichten Wäldern und plätschernden Bächen. In Ul’dah schnuppern wir die trockene Wüstenluft und bewundern in der Abendsonne die Bohrtürme in der Steppe. In der Küstenregion rund um die Stadt Limsa Lominsa weht hingegen eine frische Brise, doch müssen wir hier noch bemängeln, dass diese Gebiete noch arg karg wirken. Dafür entschädigt der gute Soundtrack, denn neben Stücken von Nobuo Uematsu können uns auch immer wieder die beigesteuerten Tracks von Naoshi Mizuta, Ryo Yamazaki, Tsuyoshi Sekito, and Masayoshi Soken mitreißen. Weniger mitreißen kann uns die Gamepad-Steuerung, die zwar frei konfigurierbar ist, nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergeht und PlayStation-3- und -4-Spieler wohl oder übel akzeptieren müssen, doch Final Fantasy XIV: A Realm Reborn spielt sich am PC dauerhaft weitaus besser angepasst. Während PlayStation-3- und PC-Spieler im August loslegen dürfen, müssen PlayStation-4-Vorbesteller bis nächstes Jahr warten. Wer die Xbox One vorbestellt hat, braucht sich übrigens keine Hoffnung auf den Titel machen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den geschlossenen Beta-Testphasen und der PC-Fassung): Eigentlich wollte ich Ende 2010 ein Review von Final Fantasy XIV tippen, doch da sich der Client des Spiels bei mir verweigerte, hatte ich dazu leider keine Gelegenheit. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich an bisher zwei geschlossenen Beta-Testphasen teilnehmen durfte. Was ich da gesehen habe, hat mich auch sehr zufriedengestellt. Endlich muss ich nicht mehr ständig darauf warten, bis der gewünschte Gegner wieder auftaucht, damit sein Ableben auf meinem Konto gutgeschrieben wird. Jetzt kann ich auch einfach dem Spieler helfen, der sich mit der Bestie beschäftigt und trotzdem bin ich dem Ziel meiner Aufgabe ein kleines Stück nähergekommen. Außerdem gefallen mir die Full Active Time Events, denn wenn ich gerade zum nächsten Zielort laufe und dabei noch ein paar zusätzliche Erfahrungspunkte abgreifen kann, sage ich sicherlich nicht nein. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte, die ich an Final Fantasy XIV: A Realm Reborn bemängle. Zum einen fehlt mir das gezielte Zusammenspielen doch ein wenig, denn wenn ich fast nur alleine und ohne Kommunikation spiele, dann kann ich auch einfach einen älteren Teil des Franchises ausgraben und dazu eine noch intensivere Story erleben. Dazu muss ich dann nicht online sein und monatlich elf Euro abdrücken. Das ist sowieso etwas, was ich einfach nicht verstehen kann. Wir schreiben das Jahr 2013 und in meinen Augen sind Abonnement-Modelle nicht mehr zeitgemäß und höchstens als Alternative zu sehen. Mindestens einen Monat werde ich Final Fantasy XIV: A Realm Reborn im August dann aber doch spielen, denn um es nicht spielen zu wollen, hat es mir doch zu gut gefallen!

Review: The Starship Damrey

The Starship Damrey (1)In Japan erschien The Starship Damrey als Teil der Guild02-Spielesammlung in den Läden. Hierzulande wird der Titel als Download im Nintendo 3DS eShop angeboten. Allerdings in keinem guten Preisleitungsverhältnis, wie wir schmerzlich feststellen.

The Starship Damrey (2)Vorweg müssen wir erwähnen, dass das Spiel von sich behauptet, experimentell zu sein und will aus diesem Grund keine Anleitungen oder Instruktionen geben. Der Titel disqualifiziert sich aber schon damit, dass dem Download-Spiel eine virtuelle Bedienungsanleitung beiliegt und auch im Spiel erhalten wir hin und wieder Anweisungen, was zu tun ist. Kernelement von The Starship Damrey ist die Handlung, denn von der wissen wir so gut wie nichts. Das klingt im ersten Moment zwar merkwürdig, macht aber insbesondere nach dem Durchspielen mehr als nur Sinn. Jedenfalls erwachen wir in der ersten Szene in einer Kryogenkammer aus dem vermeintlichen Kälteschlaf wieder auf, doch können wir diese Kammer nicht öffnen. Also hacken wir uns kurzerhand in das Betriebssystem des Schiffs und übernehmen im Rest des Abenteuers die Kontrolle über einen Roboter, der die Sauerstoffzufuhr im Raumschiff wiederherstellen muss. Dabei finden wir heraus, was mit der Besatzung passiert ist. Um das zu erfahren, bedarf es jedoch vieler verschiedener Aufgaben. So transportieren wir diverse Gegenstände von einem Ort zum anderen, doch können dabei maximal ein Item aufnehmen. Das ergibt zwar bei der Roboter-Architektur Sinn, doch gibt es bis auf eine Stelle im Spiel auch immer nur ein Item, was gerade anderweitig irgendwo gebraucht wird.

Sinnlos im Weltraum

The Starship Damrey (3)Um anderweitig voranzukommen, müssen wir auch schon mal einen Schalter betätigen. Das war es jedoch und großartiges Hacken, wie wir es am Anfang des Spiels ausführen, gibt es im Rest des Spiels nicht. Weiteren Zugang zum Rest des Schiffes erhalten wir höchstens noch durch Identifikationskarten von toten Crew-Mitgliedern, die kreuz und quer über das Schiff verteilt sind. So müssen wir, wie in vielen Adventures, ständig hin und her sausen, um neue Fortschritte zu erzielen. Ihr dürft uns ruhig glauben, wenn wir euch sagen, dass Backtracking in einem relativ kleinen Spiel doppelt negativ auffällt. Unterstützend kommt zwar hinzu, dass wir niemals mit Items experimentieren müssen, doch wenn wir schon an einem roten Faden durch das Spiel geführt werden, dann sollten wir schon ein paar mehr Möglichkeiten haben. Als Spieler kann man so nicht scheitern, aus Fehlern lernen und die Mechanik verstehen. Ein Punkt, was ein Adventure eigentlich ausmachen sollte. Unser Entdeckergeist wird dafür ein klein wenig geweckt, denn überall im Raumschiff haben sich insgesamt zwanzig Insekten versteckt, die wir aufspüren und vernichten können. Der lustige Moment tritt jedoch dann ein, wenn wir alle Insekten gefunden haben. Das Spiel beglückwünscht uns zu dieser Leistung. An dieser Stelle kurz vorm Ende wollten wir schon kapitulieren, doch es kommt noch besser!

Überraschungen

The Starship Damrey (4)An einigen Stellen im Netz wird das Spiel tatsächlich als Survival-Horror-Spiel angesehen und wenn man die Artikelbeschreibung von Nintendo genau liest, kann man sogar schon fast auf diesen Gedanken kommen. Also überleben müssen wir in diesem Spiel jedenfalls nicht, denn dazu müsste es die Möglichkeit geben, dass wir sterben oder zumindest die Batterie des Roboters aufgebraucht werden können. Gruseln können wir uns übrigens auch nicht. Zwar sind die düsteren Korridore des Raumschiffes nur spärlich beleuchtet, doch dabei kommt keine Angst auf, denn dazu fehlt bedrohliche Musik und ebenso bedrohliche Geräusche. Es gibt zwar die eine oder andere Szene, die als Schockmoment identifiziert werden kann, doch die Entwickler bei Level-5 haben anscheinend noch niemals auch nur einen Teil von Resident Evil, Silent Hill oder vergleichbare Titel gespielt. Obwohl der Titel durch diese negativen Aspekte nach den ersten großartigen Spielminuten von Sekunde an Sekunde an Glanz verliert, kann er dafür mit einem überraschenden Ende wieder punkten. Zumindest dann, wenn man nicht schon längst beim Spielen eingeschlafen ist und nicht eins und eins zusammenzählen kann. Für ganze acht Euro und nur zwei bis drei Stunden Spielzeit steht der Titel in keinem guten Preisleistungsverhältnis, denn die Qualität des Spiels lässt stark zu wünschen übrig!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der europäischen Download-Fassung): Ich bin nicht nur vom Spiel, sondern auch vom Entwickler enttäuscht. Die Videospielschmiede Level-5 kann Spiele mit deutlich besserem Inhalt entwickeln, wie man anhand von Professor Layton und Inazuma Eleven erkennen kann. Ich verstehe nicht, wie man das Spiel ernsthaft auf seine Kunden loslassen kann. Es bietet eine kurze Spielzeit, nur englische Texte, keine Sprachausgabe, wenige Möglichkeiten zur Interaktion, lügt den Spieler bereits nach Spielstart an, ist im Grunde noch nicht einmal vollständig (der komplette Spielinhalt ist erst verfügbar, wenn auf dem 3DS-System schon Liberation Maiden, Aero Porter oder Crimson Shroud installiert ist) und neben der vielleicht ansatzweise noch interessanten Handlung bietet es keinerlei atmosphärische Szenen, die mir im Gedächtnis bleiben. In Japan erschien der Titel immerhin als Retail-Fassung mit ein paar anderen Spielen, doch wenn diese auch nur ansatzweise so stupide und langweilig wirken wie The Starship Damrey, dann erklärt das auch, warum man diese Sammlung hierzulande nicht veröffentlichen will und man noch versucht, mit Download-Angeboten den Käufern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich würde es mir zweimal überlegen, ob ich für diesen Download-Titel tatsächlich acht Euro ausgeben möchte. Empfehlen kann ich es beim besten Willen nicht!

Review: Inazuma Eleven – Vol. 1

Inazuma Eleven - Vol. 1 (1)Von Juni bis Dezember 2012 zeigte RTL2 die ersten 26 Episoden von Inazuma Eleven und wollte im Anschluss auch die restlichen Folgen ausstrahlen, doch wie wir heute wissen, sind dem Münchner Sender deutsche Anime-Fans mittlerweile fast egal geworden.

Inazuma Eleven - Vol. 1 (2)Bis zum April dieses Jahres zeigte der Sender keine weiteren Folgen, sondern wiederholte die bereits ausgestrahlten Episoden erneut. Auf dem recht frischen Online-Portal, wo RTL2 ein paar ausgewählte Serien wöchentlich fortsetzt, fehlt jegliche Spur von Inazuma Eleven. Zwar kann man auch Inazuma Eleven 2: Feuersturm oder Inazuma Eleven 2: Eissturm auf dem DS spielen, um die weitere Handlung um Mark Evans und seinen Freunden zu erfahren, doch ist das kein Ersatz für die gelungene Anime-Umsetzung der Nintendo-DS-Rollenspiele. Diese beginnt mit dem Eintritt von Mark Evans in den Fußballclub der Raimon Junior High School. Anstatt jedoch Fußball zu spielen, faulenzen die Jungs jedoch den ganzen Tag im Clubhaus, spielen Videospiele und interessieren sich nur wenig für den Sport, den sie eigentlich gerne ausüben wollten. Ein weiteres Problem ist die geringe Mitgliederzahl, denn eine Mannschaft dieser Sportart hat bekanntlich mindestens elf Mitglieder. Da es nicht so aussieht, dass der Fußballverein der Raimon Junior High School so überhaupt jemals ein Spiel gewinnen wird, beschließt die Schulleitung beziehungsweise Nelly Raimon, die Tochter des Schuldirektors, dass der Fußballclub abgeschafft werden soll und stellt der Mannschaft ein Ultimatum. Sie schießen am nächsten Tag ein Tor gegen die Royal Academy oder geben den Sport auf.

Fantasievoller Fußball-Anime

Inazuma Eleven - Vol. 1 (3)Das Problem dabei besteht jedoch darin, dass die Royal Academy die beste Mannschaft des Landes ist und mit einer untrainierten und vor allem unvollständigen Mannschaft kann man nicht einmal einen ebenbürtigen Gegner schlagen. Also suchen Mark und sein Team nach neuen Mitgliedern und finden noch gerade in letzter Minute noch ein paar Mitspieler. Mit dem Trainingshandbuch, welches Mark von seinem Großvater vererbt bekommen hat, will er das junge Team vor der entscheidenden Schlacht mit recht unorthodoxen Methoden trainieren und auf das Match am nächsten Tag einstellen. Die Royal Academy wird, und sonst wäre der Anime sicherlich schnell vorbei, jedoch nicht der einzige Gegner des Raimon-Fußballclubs bleiben. Des Weiteren kämpft das Team auch gegen die Occult Junior High, welches mit der Macht eines Zauberspruchs Mark und seine Freunde fast völlig bewegungslos macht. Dann gibt es da noch die Wild Junior High, die mit aggressiven und teils primitiven Mitteln dem Raimon-Fußballclub zu schaffen macht. Die Brainwashing Junior High analysiert hingegen vor dem eigentlichen Spiel die Taktik und die Spezialfähigkeiten des Gegners und trainiert entsprechend vorab in einem virtuellen Trainingsprogramm, um die Chance eines Siegs zu ermitteln. Inazuma Eleven spart absolut nicht an fantasievollen Fußballmöglichkeiten!

Wertevermittlung

Inazuma Eleven - Vol. 1 (4)Das mag ein wenig an den Anime Kickers erinnern und diese Ähnlichkeiten sind sowohl im Videospiel, als auch im Anime vorhanden. So gibt es im Team die kuriosesten Charaktere, wie zum Beispiel den schwer gebauten Jack Wallside, der bei jeder möglichen Gelegenheit versucht, aufs stille Örtchen und somit Gefahr und Anstrengung zu entfliehen. Der Stürmer Kevin Dragonfly hingegen ist ein Einzelgänger und will am liebsten jedes Tor schießen, ohne andere Mitspieler mit einzubeziehen. Zum Glück gibt es dann auch noch Axel Blaze, der sich der Truppe anschließt und mit einer traurigen Hintergrundgeschichte und einem ruhigen Verhalten für den nötigen Anreiz und Spaß am Fußball im Team sorgt. Leidenschaft, Freude und Zusammenarbeit sind die zentralen Themen, die in Inazuma Eleven behandelt werden. So ist es auch kein Wunder, dass das Team mit zunehmender Freundschaft (und einer daraufhin laufenden Storyline) Spezialfähigkeiten entwickeln, die das Zusammenspiel stärken und mit netten Effekten aufgewertet werden. In der Realität wird es wohl kaum möglich sein, dass ein Fußballer von einem anderen drei Meter in die Luft abspringt und ein Tor schießt. Ein Tor schießt der Anime jedoch nicht ganz, denn optische Unfeinheiten auf HD-Fernsehgeräten und die durchweg fehlende Tonspur können beinharte Anime-Zuschauer wohlmöglich stören.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 1-7 der Serie): Ich habe den Anime bereits in der zweiten Jahreshälfte des letzten Jahres im Fernsehen verfolgt beziehungsweise im Online-Programm von RTL2. Der Anime bewegt sich auch auf der DVD sehr nahe an der Vorlage und so wird sicherlich jeder Fan von Inazuma Eleven zufriedengestellt. Dazu gibt es auch eine Synchronisation, die nicht so künstlich wie in den Zwischensequenzen auf dem DS wirkt und mit hochwertigen Sprechern aufwarten kann, die man auch aus anderen Serien wie How I Met Your Mother bereits kennt. Die ersten sieben Episoden drehen sich darum, wie man eine Mannschaft aufbauen kann, die eigentlich fast keine Mannschaft (mehr) ist und verbindet das mit menschlichen Werten wie Freundschaft und Zusammenhalt. Dieser soziale Aspekt bindet sich hervorragend in den Action-Anteil des Animes ein, denn in der Realität wären einige der Spezialfähigkeiten, die sich so ergeben, sicherlich verboten und nach den uns wohlbekannten physischen Gesetzen absolut nicht möglich. Da es sich hierbei jedoch um einen Anime handelt, der noch dazu auf einer relativ jungen Rollenspielreihe basiert, kann man da gerne wegsehen. Ich hatte jedenfalls circa 175 Minuten Spaß mit den sieben Episoden und freue mich schon darauf, den Werdegang von Mark, Axel und Co. auch in Anime-Form ein weiteres Mal zu erleben.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Inazuma Eleven – Vol. 1!

Gameplay Gamers feiert den dritten Geburtstag!

Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

es ist kaum zu glauben, doch schon wieder neigt sich ein weiteres Jahr dem Ende zu. Seit genau drei Jahren berichten wir mittlerweile über Videospiele, Animes, Mangas, asiatische Filme und Kultur und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht! Kein Wunder – es erscheinen schließlich Monat für Monat Titel, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. In Zukunft werden wir von unserem Kurs nicht abweichen, doch jeder Kurs, den eine Internetseite einmal setzt, muss irgendwann zumindest leicht korrigiert werden. Aus diesem Grund habt ihr vielleicht schon unsere Design-Entscheidung bemerkt. Wir haben uns vom Twenty-Ten-Design unseres Anbieters verabschiedet und setzen nun auf das frische Design Mixfolio, welches ein paar Vorteile mit sich bringt, die wir euch gerne erläutern wollen. Auf unserer Startseite bekommt ihr nun mehr ein Kacheldesign vorgesetzt, anstatt dass alle Artikel untereinander aufgelistet werden. Somit habt ihr unsere aktuellen Artikel alle auf einen Blick und könnt euer Mausrad entlasten. Zudem erspart ihr eurem Browser die Aufbauzeit unserer Seite. Wer unser altes Design lieber mochte, der muss nicht verzagen. Sobald ihr einen Artikel öffnet, habt ihr am rechten Seitenrand immer noch den bekannten Zugriff auf das Archiv, aktuelle Artikel und selbstverständlich die typische Auflistung bei der Auswahl einer Kategorie. Für Abonnenten unseres Feeds ändert sich sowieso nichts. Wir denken, dass wir mit dem Kompromiss sowohl die Gewohnheitstiere, als auch die Experimentierfreudigen unter euch ansprechen.

Gameplay Gamers steht natürlich nicht still und so werden wir versuchen, in der nächsten Zeit weitere Optimierungen an unserer Seite vorzunehmen. Eine weitere Änderung betrifft den News-Gehalt auf unserer Seite. Durch unsere Umfrage haben wir erfahren, dass ihr in den Weiten des Netz schon genug mit News gesättigt werdet. Wir haben uns dazu entschlossen, dass wir uns in Zukunft verstärkt Reviews und Previews widmen und zudem verhäuft Specials und Kolumnen auf unserer Seite einbinden. Des Weiteren verabschieden wir uns von der täglichen Berichterstattung und liefern euch ab sofort so schnell wie nur möglich unsere Artikel. Zudem übernimmt unser bisher freier Redakteur Björn Rohwer den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs, um Eric bei seinen administratorischen Aufgaben zu unterstützten. Mit dieser Entscheidung versprechen wir uns eine noch intensivere Zusammenarbeit und Gestaltung von Gameplay Gamers. An dieser Stelle möchten wir uns bei Thomas Enders für die dreijährige Ausübung seines Amtes in dieser Position vielmals bedanken! Bedanken möchten wir uns aber auch noch bei euch, denn ohne euch wäre Gameplay Gamers in dieser Form so sicherlich nicht möglich gewesen. Monatlich ansteigende Besucherzahlen und freundliche Kommentare eurerseits beweisen uns, dass wir den richtigen Weg gehen und freuen uns natürlich, wenn ihr auch in Zukunft unsere Internetpräsenz besuchen möchtet. Bei Vorschlägen und auch Kritik, wie wir Gameplay Gamers noch besser machen können, freuen wir uns natürlich jederzeit über eine Nachricht von euch!

Eric Ebelt & Björn Rohwer

Review: Phoenix Wright – Ace Attorney

Phoenix Wright - Ace Attorney (1)Videospielverfilmungen stehen oftmals in keinem guten Licht. Regisseure wie Uwe Boll nehmen sich viel zu viele Freiheiten, welche Fans sauer aufstoßen. Takashi Miike beweist jedoch, wie genial ein Film sein kann, wenn man sich sehr stark an die Vorlage anlehnt.

Phoenix Wright - Ace Attorney (2)Seit fünf Jahren quillt in Japan das Verbrechen über und die Gerichte haben alle Hände voll zu tun, die Fälle nach und nach abzuarbeiten. Zumindest in der fiktiven Welt von Phoenix Wright – Ace Attorney. Aus diesem Grund hat sich der Staat dazu entschlossen, die Justiz in so genannten Schnellverfahren walten zu lassen. In nur drei Tagen muss über die Schuld oder die Unschuld des Angeklagten zwangsläufig entschieden werden. Nur so lange hat der Anwalt des Angeklagten Zeit, um die nötigen Beweise vorzulegen. Würde alleine aus diesem Grund nicht schon jeder zweite Anwalt die Krise bekommen, bricht dem jungen Verteidiger Phoenix Wright dadurch schon fast das Genick. Der tollpatschige Anwalt wird hineingerissen in eine zusammenhängende Kette von verschiedenen Fällen, die (in)direkt miteinander zu tun haben und im Grund die Handlung aufbauen, die im ersten Spiel der Reihe thematisiert wird. Wer also noch keine Kenntnisse von der Videospielserie für GameBoy Advance und Nintendo DS hat, diese aber gerne vorab noch erwerben möchte, der sollte dieses Review am besten nicht lesen und schleunigst eines der interessantesten Videospielkonzepte der letzten Jahre nachholen. Trotzdem ist der Film auch durchgehend ohne Hintergrundwissen zu verstehen und jederzeit nachvollziehbar, weshalb man auch genauso gut mit dem Film einsteigen kann.

Einspruch!

Phoenix Wright - Ace Attorney (3)Zu Beginn des Films wird Phoenix Wrights Anwaltsgehilfin Mia Fey ermordet und da just in diesem Moment ihre Schwester am Tatort auftaucht, noch bevor die Polizei und Phoenix eintreffen, fällt der Verdacht auf sie. Phoenix glaubt an die Unschuld Mias Schwester, da Mia an einem Fall gearbeitet hat, der äußerst wichtig für ihre beiden Karrieren ist. Da allerdings aus dem Fenster des gegenüberliegenden Hotels der Mord beobachtet wurde und Maya als Täterin identifiziert wird, muss Phoenix sich etwas einfallen lassen, um Maya vor Gericht frei zu kämpfen. Im zweiten Fall gilt es dann auch noch den Staatsanwalt Miles Edgeworth, der früher einer von Phoenix‘ engsten Freunden war und jetzt sein größter Konkurrent ist, zu helfen, da auch er wegen Mordes angeklagt wird. Ihr gemeinsamer Feind ist jedoch Manfred von Karma, der irgendwie in die Verkettung aller Fälle verwickelt ist und ab Mitte des Films die Rolle des im Gerichts wirkenden Staatsanwalts einnimmt. Man darf Phoenix Wright – Ace Attorney jedoch nicht als ernsten Film ansehen, denn wer mit der Law-and-Order-Philosophie an den Film herangeht, wird sich sicherlich nicht zurechtfinden. Fans der Serie Boston Legal können sich stellenweise mit dem Humor des Films jedoch identifizieren, sofern man nichts gegen die übertriebene und überspitzte Darstellung von Sachverhalt und Situation hat.

Nimm das!

Phoenix Wright - Ace Attorney (4)Phoenix Wright – Ace Attorney ist eine Videospielverfilmung, die sich nahe an die Vorlage hält und das gilt entsprechend auch für das Bühnenbild und die Kostüme der Darsteller. Die wirken so, als ob sie gerade einem Manga entspringen und sich entsprechend verhalten. Geisterbeschwörungen, Überraschungszeugen und Wortgefechte tauchen so im Film auf, dass sie den Film so lenken, dass er linear zu einem Abschluss geführt wird und dabei auch noch mit viel Witz unterhält. Man muss jedoch ein gewisses Faible für japanischen Humor haben – ohne diese Affinität bleiben einem nämlich leider viele Gags verschlossen. Überhaupt nicht verschlossen bleiben uns die Ansichten der Darsteller und des Regisseurs im Bonusmaterial. Ein halbstündiges Making-of und 23 Minuten Auszüge von den Filmpremieren geben genug Einblick in die Produktion des Films. Trailer und Teaser runden das Bild des Bonusmaterials zur Spielfilmlänge von 135 Minuten ab. Das einzige was wir ein wenig bemängeln können, sind die stellenweise mittelprächtigen Computeranimationen. Über dieses Manko können wir im Angesicht des sonst klaren Bild in 1080p und im 16:9-Format (1,78:1) hinwegsehen. Dazu liegt der Film sowohl in der (guten) deutschen Synchronisation, als auch in der japanischen Originaltonspur in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und würdigt so die einwandfreie Kulisse!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich muss leider gestehen, dass ich damals nicht wirklich warm mit der Reihe geworden bin. Sie war mir damals leider zu realitätsfern und teilweise fühlte ich mich in der Handlung doch sehr eingeengt. In einem Film kann man das aber gar nicht vermeiden, denn Entscheidungen darf ich als Zuschauer ohnehin nicht treffen. So kann ich die Story aber wenigstens von Anfang an genießen, ohne dass ich selbst falsche Entscheidungen im Gericht treffe und in einer spielerischen Sackgasse lande. Das Experiment hat funktioniert, denn obwohl Takashi Miike selbst sagt, dass er es kaum für möglich gehalten hätte, dieses Spiel in einem Film auf die Leinwand zu zaubern, hat er sich selbst das Gegenteil bewiesen. Sowohl optisch als auch in seiner Intention wirkt der Film so, wie man ihn sich als Kenner der Spiele wünscht. Selbst wenn man die Spiele nicht oder kaum gespielt hat, wie meine Wenigkeit, wird sich trotzdem sehr schnell in die Handlung und in das Universum einfinden können. Man muss sich eben auf die Manga-Optik und den japanischen Humor einlassen und wenn man das kann, wird man nach Phoenix Wright – Ace Attorney so schnell keine bessere Videospielverfilmung mehr finden – außer vielleicht Like A Dragon, aber diesen Film hat Takashi Miike ja ebenfalls auf die Leinwand gezaubert!

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Phoenix Wright – Ace Attorney!

Prime Time: Dragonball (TV-Serie, Box 5) Unboxing

Es ist nicht zu übersehen – wir sind im Dragonball-Rausch! Wir verschlingen gerade eine Episode nach der anderen und fiebern unseren Helden beim Kampf gegen ihren größten Feind, Oberteufel Piccolo, mit. Passend zu unserem Review zur fünften Serienbox liefern wir euch heute außerdem noch unser Unboxing-Video, in dem wir auf die optischen und haptischen Beschaffenheiten eingehen. Wir wünschen euch beim Anschauen viel Spaß!

Review: Rurouni Kenshin

Rurouni Kenshin (1)Da sich Anime und Manga von Rurouni Kenshin in Japan großer Beliebtheit erfreuen, hat man sich getraut, einen Realfilm zum Franchise zu drehen. Dieser wirkt erstaunlich frisch, kann aber die typische Rurouni-Kenshin-Atmosphäre nicht ganz einfangen.

Rurouni Kenshin (2)Rurouni Kenshin beginnt im Jahr 1878. Japan öffnet sich nach jahrhundertelanger Isolation dem Westen, wodurch Europäer und Amerikaner in Japan Fuß fassen und versuchen, Handel zu treiben. Von Europäern und Amerikanern ist im Film allerdings nicht viel zu sehen. Nur der westliche Einfluss ist deutlich zu erkennen, was besonders auffällig an Kleidung und an der einen oder anderen Waffentechnik zu erkennen ist. Vor der erzwungenen Öffnung war Kenshin einst ein Samurai gewesen, der unter dem Namen Battosai als Attentäter im ganzen Land bekannt war und unzählige Leben auslöschte. In der neuen Zeit wird aber kaum mehr ein Samurai gebraucht, zumal 1876 den Kriegern das Tragen ihrer zwei Schwerter untersagt wurde. Kenshin widersetzt sich dem, in dem er ein umgedrehtes Schwert trägt. Mit diesem kann er niemanden verletzten, denn er bereut zutiefst seine Vergangenheit. Warum das so ist, erfahren wir im Film jedoch nicht. Dazu muss man zumindest den Anime Rurouni Kenshin: Trust & Betrayal gesehen haben. Nun möchte Kenshin nur noch Unschuldige beschützen und dass es dazu kommen wird, können sich Kenner der Anime- und Manga-Vorlage denken. In Tōkyō meuchelt nämlich ein unbekannter Kämpfer unter Kenshins altem Decknamen viele unschuldige Menschen. Das kann sich der Samurai natürlich nicht gefallenlassen!

Freunde fürs Leben

Rurouni Kenshin (3)In Rurouni Kenshin wird nun auch in einer Realverfilmung gezeigt, wie Kenshin in Tōkyō ankommt und Bekanntschaft mit seinen neuen Freunden Kaoru Kamiya, Sanosuke Sagara, Yahiko Myōjin macht, die ihm bis ans Lebensende die Treue schwören. Dazu gibt es genügend Einblicke in das Leben der Figuren, wie sie miteinander kommunizieren und ein Komplott im Film aufdecken. Rurouni Kenshin liegt auf der Blu-ray in 1080p, sowie im 16:9-Format (2,35:1) vor, welches ein klares Bild liefert. Durch die wenigen, aber hübschen Kulissen, wirkt das Bild frisch, klar und äußerst scharf. Lediglich wenn in der Dunkelheit im Film gekämpft wird, verliert das Bild ein wenig an Kontrast und es sind nicht mehr so viele Details zu erkennen. Wer sich aber durch den Anime oder durch Geschichtsbücher ein Bild vom Japan des 19. Jahrhunderts machen kann, wird sich an solchen Kleinigkeiten ohnehin nicht lange aufhalten. Die Schauplätze sind zwar nicht eins zu eins der Vorlage entsprechend umgesetzt, doch das würde (wenn überhaupt) nur detailverliebte Perfektionisten auf die Palme bringen. Zu den Kämpfen können wir noch anmerken, dass die Choreografien, wie auf der Verpackung schon geworben wird, tatsächlich schnell und wild ausfallen. Wer Wert auf gute und anspruchsvolle Schwerkampf-Action legt, wird hier sicherlich nicht enttäuscht werden!

Die Umsetzung im Detail

Rurouni Kenshin (4)Hätte man die Umgebungen tatsächlich originalgetreu umgesetzt, hätte Rurouni Kenshin zwar Pluspunkte verdient, aber da die Kulissen dennoch ähnlich atmosphärisch wirken, wollen wir das gar nicht bemängeln. Bemängeln müssen wir jedoch ein wenig die deutschsprachige Synchronisation. Es tauchen zwar viele bekannte Sprecher auf, doch fehlt es den Charakteren durch diese manchmal an Authentizität. Besonders, wenn zwei Charaktere in den Kämpfen miteinander sprechen, wirkt der japanische Originalton – wie könnte es auch anders sein – oft sehr viel besser, nur selten monoton und dafür umso ausdrucksstärker. Wer die japanische Sprache zumindest verstehen kann, kann sich die deutschen (oder niederländischen) Untertitel sparen und den Film durchgehend genießen. Ansonsten muss man halt zwischen Bild und Text ständig hin- und herschauen, um die Übersicht über die teils komplexe Handlung nicht zu verlieren. Schlussendlich hätten wir uns hier über allumfassendes Bonusmaterial gefreut, welches die Handlung der Vorlage kurz und knapp mit den wichtigsten Eckpunkten nacherzählt. Stattdessen finden wir nur Interviews, Videos von der Premiere und noch ein paar Trailer auf der Disc, die zusammen etwa sechzig Minuten zusätzliches Material darstellen. So bleibt Rurouni Kenshin in erster Linie ein Film für Kenner der Vorlage.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray): Die vier Blu-rays, die Kazé Anime vor einiger Zeit hierzulande veröffentlicht hat, habe ich zum Teil sehr genossen. Es ist leider nur sehr schwer einen Anime zu verstehen, wenn die gesamte Serie hierzulande noch nicht einmal im Fernsehen ausgestrahlt worden ist und man sich die Verknüpfungen zusammenreimen darf. Ähnlich sieht es auch mit der Realverfilmung aus. Es wird zu wenig die Vergangenheit von Kenshin erörtert (und noch nicht einmal sein richtiger Name erwähnt) und viele Details, die in Gesprächen erwähnt werden, können Laien einfach nicht verstehen. Da ich mich mit dem Franchise schon ein wenig auseinandergesetzt habe, habe ich zumindest die Eckpfeiler der Story und den Zeitpunkt des Geschehens korrekt einordnen können. Obwohl der Film vom Inhalt ordentlich ist, kann mich die akustische Untermalung nicht ganz so überzeugen. Die wirkt oft unpassend und vor allem nicht zur jeweiligen Zeit, die hier eingefangen wird. Wer sich die Animes, die hierzulande veröffentlicht worden, bereits angeschaut hat, darf auch bei Rurouni Kenshin einen Blick riskieren, doch ansonsten kann es einem doch sehr schwerfallen, überhaupt eine Verbindung zum Film herzustellen. Wenn man das allerdings schafft, erhält man mit dem Film eine ganz ordentliche Verfilmung eines Anime beziehungsweise Manga!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Rurouni Kenshin!

Review: The Walking Dead: Survival Instinct

The Walking Dead Survival Instinct (1)Da in der gleichnamigen Fernsehserie das Z-Wort nicht fällt, möchten wir es in unserem Test ebenso nicht nennen. Wir haben die Vorgeschichte zur Serie gespielt, um bis nach Atlanta jede Menge Zombies abzuschlachten. Na ja, jetzt ist das Wort doch gefallen.

The Walking Dead Survival Instinct (2)Die Handlung des Spiels beginnt mit einem Jagdausflug. Unser Hauptcharakter Daryl Dixon ist zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel in den Bergen unterwegs, um zu wildern. Als wir den Hirsch im Visier haben, fällt plötzlich irgendwoher ein Schuss. Der Hirsch ist uns entwischt und wir schauen lieber mal, wer da eigentlich geschossen hat und warum. Auf dem Rückweg werden wir Zeuge davon, wie einer der Zombies (beziehungsweise Beißer oder Walker, wie die Untoten in der Fernsehserie liebevoll genannt werden) durch die Wälder streift. Wir können den Beißer zwar erledigen, doch urplötzlich tauchen von links und rechts weitere Untote auf. Uns bleibt nur die Flucht, doch schon ein umgeknickter Baumstamm hindert uns am Vorankommen. Die Beißer reißen uns die Eingeweide raus und eigentlich ist das der Moment, wo der letzte Spielstand in einem Ego-Shooter geladen wird. Plötzlich taucht jedoch Daryls Onkel im Wald auf und tötet einen Zombie nach dem anderen. Als dann auch noch Daryl selbst in Erscheinung tritt, überrascht uns das Spiel und beendet unser Leben als Familienvater mit einem Schuss durch die Hand unseres Bruders, da dieser bereits erkennt, dass er nur noch unser Leiden lindern kann. Daryl und seinem Onkel wird klar, dass etwas in der Welt passiert sein muss und beschließen, Daryls Bruder Merle zu suchen.

Das Gehirn eines Beißers

The Walking Dead Survival Instinct (3)Dazu muss jedoch erst einmal das Auto aufgetankt und die ersten Beißer endgültig ins Reich der Toten geschickt werden. Unser Onkel erklärt uns, dass Schüsse nur weitere Beißer anlocken und wir möglichst leise und mit Nahkampfwaffen vorgehen sollen. Wir schlagen uns bis zum Auto durch und finden unterwegs ein paar Benzinkanister. Die ersten Beißer sind von hinten leichte Beute, denn so können wir unser Jagdmesser einfach in sie hineinrammen. Wie in der Serie heißt es auch hier, dass das Gehirn zerstört werden muss. Wer den Untoten woanders trifft, wird sich nur unnötig lange aufhalten. Unschön finden wir jedoch, dass alle erlegten Zombies bei unserem Ableben ebenfalls wieder von den Toten auferstehen. Das wäre zwar logisch, wenn wir noch keinen Kontrollpunkt erreicht hätten, doch wenn man schon im ganzen Spielgebiet aufgeräumt hat und der Rückweg, den wir früher oder später fast immer antreten müssen, voller Zombies gepflastert ist, dann sorgt das auf der einen Seite natürlich für jede Menge Spannung, doch logisch ist das dadurch trotzdem nicht. Insbesondere in den ersten Levels kann das für jede Menge Frust sorgen, da Schüsse nun mal weitere Zombies anlocken und wir uns nicht jedem Beißer von hinten nähern können, um das Gehirn mit einem gezielten Stich auszuschalten. Geduld und Wachsamkeit sind hier ganz besonders gefragt!

Querfeldein nach Atlanta

The Walking Dead Survival Instinct (4)Beim Erforschen der Umgebung sollten wir ebenfalls beide Augen offenhalten. Munition, wenn wir sie in brenzligen Situationen doch verwenden müssen, und Health-Gegenstände sind spärlich in der Spielwelt verteilt und zudem können wir nicht unendlich viele Items mit uns herumtragen. Zusätzlicher Stauraum bietet zwar unser Fahrzeug, mit dem wir quer durch den Bundesstaat düsen, doch auch dieser ist begrenzt. Immerhin finden wir später eventuell Vehikel mit größerem Stauraum, doch ist das von der jeweiligen Route abhängig, die wir im Spiel einschlagen. Nach Abschluss eines Levels kommt es nämlich nicht selten vor, dass wir die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Zielorten haben. Mal geht es zu einem Sägewerk, mal zu einem Flüchtlingscamp und auch schon mal zu einer verlassenen Kleinstadt. Das ist jedoch noch nicht alles, denn je nachdem wie viel Benzin wir gesammelt haben, können wir Landstraßen, Hauptstraßen und die Highways benutzen, um die Wahrscheinlichkeit, einen Zwischenstopp einzulegen und unterwegs Vorräte zu finden, zu beeinflussen. Besonders eher unerfahrene oder unvorsichtige Spieler kommen nur so an zusätzliche Nahrung, Waffen und Munition. Somit legt es The Walking Dead: Survival Instinct darauf an, dass wir das Spiel mehr als einmal durchspielen und dabei unterschiedliche Routen nach Atlanta verwenden.

Die Suche nach Überlebenden

The Walking Dead Survival Instinct (5)Belohnt wird das mit freischaltbaren Errungenschaften, wie dem lautlosen Schleichen oder doppelten Magazingrößen bei den Waffen. Außerdem gibt es noch Nichtspielercharaktere, die sich unserer Truppe anschließen können, wenn wir dafür spezielle Aufgaben, wie das Suchen nach Batterien oder Medizin für sie erfüllen. Manche Personen sind auch froh darüber, wenn wir sie einfach mitnehmen. Wir können zwar je nach Fahrzeug nur eine bestimmte Anzahl an Menschen transportieren und können diese auch zurücklassen, doch sollten wir nicht herzlos sein. Schließlich dürfen wir die Nichtspielercharaktere (kurioserweise nur in den für die Story wichtigen Spielabschnitten) auf Vorratssuche schicken und diese auch mit Waffen ausrüsten. Leider sehen wir in dem jeweiligen Level davon dann nur wenig, zumal die Gefahr für die Gruppe sich dadurch drastisch erhöht. Unseren Onkel haben wir beispielsweise schon nach einer Spielstunde töten müssen, da er auf der Suche nach Nahrung von einem Beißer gebissen wurde. Wer darauf hofft, dass sich durch das Aufnehmen Überlebender zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln, wird jedoch enttäuscht. Selten unterhält sich eine Person mit uns in einem Level, doch unterwegs zum nächsten Zielort wird dann im Auto schon mal  drauflos gequatscht, damit die Hintergrundgeschichten nicht zu kurz kommen. Lahm!

Fließbandprodukt

The Walking Dead Survival Instinct (6)Zudem bemängeln wir, dass sich die Orte der Zwischenstopps zu schnell wiederholen. In den Staaten scheint es laut Spiel viele Diner zu geben, die wie ein Ei dem anderen gleichen – samt positionierter Fahrzeuge und Häuser auf der anderen Straßenseite. Falls der Reifen platzt oder die Batterie unseres Autos leer ist, finden wir diese an fast der gleichen Stelle im jeweiligen Nebenschauplatz. Das Spiel wirkt hier wie ein Fließbandprodukt, was zum Teil auch an den Gesichtern der Nebencharaktere zu sehen ist. Wir bemerken, dass Augen, Nasen, Münder und Haare, insbesondere bei den Frauen, kopiert und nur leicht verändert worden sind. Auch wenn die Kleinstädte im Spiel recht ähnlich wirken, können diese aber mit teils großartiger Level-Architektur überzeugen. Schade nur, dass man sich um die Optik keine weiteren Gedanken gemacht hat, denn insbesondere Texturen und Animationen wirken stark veraltet. Dafür hat man die Farbpalette der Serie genutzt, denn Braun- und Grautöne dominieren und lassen in uns nicht nur einmal den Wunsch aufkommen, endlich die nächste The-Walking-Dead-Folge zu sehen. Hier freuen wir uns darüber, dass Daryl und Merle die Stimmen der Schauspieler spendiert bekommen haben, doch eine deutsche Synchronisation erfolgte leider nicht. Das Spiel richtet sich klar an Fans, die ein wenig mehr über die Dixon-Brüder wissen wollen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Nachdem mir die erste Staffel der Serie nicht gefallen hat, habe ich dem Franchise zum Glück noch eine zweite Chance gegeben und seit der zweiten Staffel gefällt mir The Walking Dead richtig gut. Leider kann ich das nicht völlig über The Walking Dead: Survival Instinct sagen. Die Geschichte wird sehr lahm präsentiert, spätestens mit dem Finden der Armbrust stellen die meisten Gegner keine Herausforderung mehr dar und warum man eines der Kernaspekte der Serie, die zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht Tribut gezollt hat, ist mir ein Rätsel. Zudem fehlt mir persönlich auch ein kooperativer Mehrspielermodus, denn dieser hätte das Spiel sicherlich noch verbessern und vor allem für Fans noch attraktiver gemacht. The Walking Dead: Survival Instinct ist sicher nicht einer der schlechtesten Ego-Shooter, doch von dem Status eines Traumspiels ist der Titel ebenfalls noch meilenweit entfernt. Sieben Stunden lang hatte ich nach dem holprigen Spielstart durchaus, wenn auch nur in seltenen Fällen, meinen Spaß, doch um mehr als ein durchschnittliches Lizenzspiel handelt es sich bei The Walking Dead: Survival Instinct nicht. Wer damit guten Gewissens Geld auf die Ladentheke legen kann, der wird auch wissen, was er im Endeffekt bekommt und zumindest ein klein wenig Serienatmosphäre schnuppern.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Walking Dead: Survival Instinct!

Review: Dragonball: Box 5 (Episoden 102-122)

Dragonball Box 5 (1)Bei der Veröffentlichung der Dragonball-Serienboxen geht es schnurstracks auf das große Finale zu. Diesmal hat es Son Gokū mit seinem bisher gefährlichsten Feind zu tun, der die gesamte Menschheit unter seiner Herrschaft leiden sehen will.

Dragonball Box 5 (2)In der letzten Folge der vierten Serienbox wiederholte sich der Ausgang des 22. großen Kampfsportturniers. Unser Held Son Gokū hat es zwar bis in das Finale geschafft, doch wie schon beim 21. Turnier unterlag er seinem Gegner nur knapp. Tenshinhan wurde zum Sieger des Turniers ernannt, doch wie ein guter Gewinner lud er Son Gokū und seine Freunde zum Essen ein, nachdem er endlich den Weg der Rechtschaffenheit eingeschlagen hat. Son Gokū hat jedoch seinen Mönchsstab und seinen Dragonball in der Umkleide vergessen. Sein bester Freund Kuririn wollte Son Gokū entlasten und stellte sich zur Verfügung, die Sachen seines Freundes zu holen. Allerdings taucht er nicht wieder im Restaurant auf, woraufhin Son Gokū und seine Freunde zum Schauplatz des Turniers zurückkehrten, um daraufhin ihren kleinen Freund Kuririn tot aufzufinden. Der Ringrichter, der nur bewusstlos geschlagen wurde, wacht auf und erzählt ihnen, dass sich Kuririn nicht gegen einen geflügelten Dämon behaupten konnte. Dieser hat Son Gokūs Dragonball mit den vier Sternen und die Liste mit allen Turnierteilnehmern gestohlen. Son Gokū, so schwach er sich nach den gesamten Kämpfen auch fühlt, schwört unmittelbar Rache und macht sich auf die Suche nach dem Dämonen, der seinen Freund getötet hat. Muten Rōshi entdeckt am Tatort etwas, was er längst verdrängt hatte.

Eine Falle für einen Teufel

Dragonball Box 5 (3)Dabei handelt es sich um ein Stück Papier, auf welchem das Zeichen des Oberteufels Piccolo zu sehen ist. Bereits in Muten Rōshis jungen Jahren tauchte die teufelhafte Gestalt zum ersten Mal auf und hat in der ganzen Welt für Angst und Schrecken gesorgt. Nur Muten Rōshis alter Meister Mutaito war dem Wesen ebenbürtig geworden, als dieser die Kampftechnik Mafūba gemeistert hatte. Mit dem Mafūba gelangt es Mutaito, den Dämonen in einem Reiskocher für alle Zeit zu versiegeln, doch stellte sich heraus, dass die Kampftechnik so mächtig ist, dass der Anwender nach dem Einsetzen direkt stirbt. Muten Rōshi wundert sich, warum Oberteufel Piccolo wieder unter den Lebenden weilt, da er es war, der den Reiskocher auf den Grund des Meeres brachte. So eilig Son Gokū es hat, weiß dieser natürlich nicht, mit welchem Gegner er sich konfrontiert sehen muss. Während Son Gokū immer noch dem Dämonen Tamburin dicht auf den Fersen ist, beschließen seine Freunde in der Zwischenzeit, den toten Kuririn in einer Kühlkammer aufzubewahren. Anschließend machen sie sich auf die Dragonballs zu suchen. Zunächst wollen sie sich so vom Drachen Shenlong die Auslöschung von Oberteufel Piccolo wünschen, um ein Jahr später Kuririn wieder lebendig zu machen. Da aber auch Piccolo auf der Suche nach den Drachenkugeln ist, wird ihr Vorhaben mehr als einmal gestört.

Best-of der Serie

Dragonball Box 5 (4)Die Story von Dragonball spaltet sich in den Episoden der fünften Serienbox auf mindestens drei Handlungsstränge auf, die zusammenlaufen oder sich überkreuzen. Während Son Gokū zunächst Kuririns Mörder hinterherjagt, ist er wenig später Piccolo unterlegen und muss am Quittenturm erst einmal wieder zu Kräften kommen. Ein Glück, dass er auf Yajirobi trifft, der in diesen Folgen eingeführt und für Son Gokū ein wichtiger Helfer wird. Unterdessen will Muten Rōshi das Mafūba anwenden, falls ihm, Tenshinhan und Chaozu keine andere Möglichkeit im Kampf bietet. Piccolo hingegen setzt als selbsternannter neuer König jedwede Gesetze außer Kraft und plant, jedes Jahr am neunten Mai, einen von 43 Bezirken des Planeten Erde auszuradieren, um der Menschheit zu demonstrieren, was wahre Todesangst bedeutet. Wer am Ende siegreich aus dem Kampf herausgehen wird oder ob es überhaupt Gewinner in so einem Kampf geben kann, möchten wir euch aus Spannungsgründen jedoch nicht verraten. Ihr dürft euch aber sicher sein, dass die vorliegenden 21 Episoden quasi ein Best-of der Serie darstellen, da nochmals sehr viele alte Bekannte in Erscheinung treten. Achtie, Suno, Chichi und der Rinderteufel lassen grüßen! Es wird also auch in den Episoden 102 bis 122 und circa 440 Minuten fulminanter Action für jeden Dragonball-Fan einiges geboten!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 102 – 122 der Serie): Der Anime Dragonball ist bei mir ein gerngesehener Gast im DVD-Player. Obwohl ich die Serie fast auswendig kenne, kann mich Dragonball mit seiner Handlung, den actionreichen Kämpfen, den humorreichen Dialogen und irrwitzigen Ideen jedes Mal aufs Neue fesseln. Das liegt unter anderem auch am Soundtrack von Takeshi Ike, dessen fantastische Ohrwürmer mir auch nach vierzehn Jahren, als ich den Anime nachmittags noch im Fernsehen verfolgt habe, nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Besonders gut finde ich, dass man die Kampflänge in Dragonball nicht so übertrieben hat, wie in der Nachfolgeserie Dragonball Z. Der finale Kampf ist tatsächlich in drei bis vier Episoden erledigt und trotzdem nicht weniger spannend und faszinierend. An der fünften Serienbox kann ich ebenfalls nichts aussetzen. Außer vielleicht, dass die Hülle etwas größer als normal ist und die Disc-Halterung so gegebenenfalls leicht herausfallen kann. Am Inhalt erfreuen sich aber sowieso wieder alle Dragonball-Fans, die den Anime bis hierhin verfolgt haben!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball: Box 5 (Episoden 102-122)!

Review: Holy Knight

Holy Knight (1)Wenn man Holy Knight im Laden entdeckt, verwundert für einen Film zwar die Laufzeit von gerade einmal sechzig Minuten, doch dass sich die Blu-ray anschließend als unvollendeter Serienauftakt entpuppt, hätten wir so jedenfalls absolut nicht erwartet.

Holy Knight (2)Holy Knight dreht sich um den jungen Student Shinta Mizumura. Er lebt für gewöhnlich in den Tag hinein, um die Universität gemeinsam mit seiner guten Freundin Chizuro Makimura täglich zu besuchen. Eines Morgens auf dem Weg zum Campus trifft Shinta unverhofft auf eine Schönheit in Form von Lilith Kishimoto. Eigentlich ist sie Rumänin und wurde erst vor kurzem an dieselbe Universität versetzt wie Shinta. Sie wirft direkt ein Auge auf ihn, doch mit einer sehr kühlen Art, die Shinta nicht richtig deuten kann. Etwas später überrascht sie Shinta schon damit, dass sie mit ihm ein Kind zeugen will, damit das Geschlecht der Strigoi mit ihr gemeinsam nicht ausstirbt. Er selbst sei übrigens der letzte Nachfahre des Geschlechts der Romuald. Beide haben also ihren Ursprung in Rumänien und damit sollte auch jedem schon klar sein, worum es in Holy Knight geht. Nämlich um Vampire, Vampirjäger und Werwölfe. Während Lilith ein Vampir ist, ist Shinta ein Vampirjäger. Zumindest sagen ihm das jene Lehrpersonen, die ihn unter ihre Fittiche nehmen wollen. Shinta steht zwischen zwei Frauen. Lilith, die mit ihren körperlichen Reizen Shinta nicht nur einmal verführen will und Chizuro, die jedoch nur heimlich Gefühle für ihn hat. Wie sich die Gefühle von Shinta entwickeln und woraufhin der Konflikt hinausläuft, verraten wir euch klugerweise jedoch nicht.

Der Drang zum Verständnis

Holy Knight (3)Klugerweise jedoch nur deshalb, da der Anime für eine Stunde, aufgeteilt auf zwei Episoden von jeweils dreißig Minuten, nicht sonderlich lang ist und wir somit sonst fast die gesamte Story vorwegnehmen müssten. Dummerweise tauchen dann auch gleich zehn Charaktere auf, die es zu unterscheiden gilt und ihre Absichten zu verstehen. Zwar ist direkt klar, welcher der Charaktere auf wessen Seite steht, doch merkt man sich ohnehin nicht ihre Namen, da sie in den zwei Episoden sowieso nicht von Belang sind. Der Anime könnte sicherlich eine Story erzählen, die sinnvoll zusammengesetzt eine gewisse Logik ergibt, aber stattdessen wird uns Rohkost serviert, die wir erst einmal verdauen müssen. Sexuelle Anspielungen, wie es sie in anderen Animes häufig gibt und dann auch sehr humorvoll inszeniert werden, gibt es in Holy Knight reichlich. Jedoch wird versucht, primär auf den Geschlechtsakt hinzuzielen. Lilith bricht beispielsweise auf der Straße einmal zusammen und Shinta öffnet dann, während sie noch ohnmächtig ist, einfach ihre Bluse auf seinem Bett. Ein anderes Mal steht Lilith unter der Dusche und plötzlich taucht Camilla auf, welche sich von hinten an sie schmiegt und ihre Brüste massiert. Zu tatsächlichen sexuellen Handlungen kommt es jedoch nicht. Uns ist das auch egal, da der Anime ohnehin schon sehr abgehakt und teilweise auch gezwungen wirkt.

Lückenhafte Gestaltung

Holy Knight (4)Holy Knight besticht mit einem sauberen und klaren Bild im 16:9-Format, welches sich in der 1,85:1-Anpassung wunderbar über den ganzen Bildschirm erstreckt. Leider wirkt der Anime in unseren Augen in vielen Momenten zu klar. Das heißt, dass wir dann und wann die Details vermissen, welche andere Animes ähnlicher Aufmachung wie Kämpfer durchaus viel Charme verleihen. Besonders den Figuren mangelt es an einzelnen Auffälligkeiten. Der Charakter, der fast immer in der Gestalt des Hundes auftaucht, wirkt in seiner animalischen Gestalt so, als ob die Köpfe hinter dem Projekt einfach einen Eimer blaue Farbe über ihn geschüttet hätten. Man kann natürlich argumentieren, dass das zum ansatzweise lustigen Szenario gehört, doch selbst andere Animes, die keinen großen Wert auf ihre optische Gestaltung legen, wirken da oftmals besser. Hinzukommt auch noch die teilweise schlechte Lippensynchronisation. Wir müssen dem Synchronisationsstudio aber zugutehalten, dass da nicht sehr viel mehr machbar gewesen ist, da die Lippen einiger Charaktere wenig aufwendig animiert worden sind und sich dadurch teilweise fast gar nicht bewegen. Die deutsche Synchronisation in DTS HD 5.1 geht ansonsten jedoch in Ordnung, wenn wir euch aber viel lieber den japanischen Originalton ans Herz legen, da einige Gags in der deutschen Fassung manchmal schon sehr aufgesetzt wirken.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich Holy Knight in das Laufwerk meiner PlayStation 3 gelegt habe, habe ich mich anfangs schon ein wenig gewundert. Anstatt dass ich den Startknopf für einen eine Stunde langen Anime-Film drücken darf, habe ich die Wahl zwischen zwei Episoden, die jeweils eine halbe Stunde lang sind. Dann dachte ich mir, dass es sich wohl um eine Original Video Animation handelt und habe den Verpackungsangaben verziehen, dass das nicht erwähnt worden ist. Beide Episoden spielen zwar hintereinander und die Story wird nahtlos fortgesetzt, doch bemängle ich, dass die zweite Episode selbst in Japan die bisher letzte Folge des Animes ist. So bleibt der Anime mit einem offenen Ende zurück und ich darf mich jetzt ständig fragen, wie dieser wohl weitergeht. Da die letzte Folge in Japan bereits vor über einem Jahr veröffentlicht wurde, gehe ich nicht davon aus, dass wir alsbald mehr von Holy Knight sehen werden. Ärgerlich, zumal der Publisher nicht mal in verschlüsselter Marketing-Sprache darauf hinweist. Zudem bin ich auch von der Qualität des Inhalts nicht sonderlich überzeugt. Viele Gags sorgen für gähnende Gesichter und die Story, wenn man denn schon ansatzweise auf eine ernste Grundlage aufbaut, ist einfach lächerlich. Wenn ich ehrlich bin, reicht diese nur für einen wirklich lahmen Hentai aus, nur dann hätte man in Holy Knight sicherlich sehr viel mehr Details wahrgenommen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Holy Knight!

Review: The Last Stand

The Last Stand (1)In Terminator 3: Rebellion der Maschinen stand Arnold Schwarzenegger 2003 letztmals in einer Hauptrolle vor der Kamera. Während seiner Amtszeit als Gouverneur war er nur in kurzen Gastauftritten zu sehen. Nach zehn Jahren Pause mimt er diesmal einen Sheriff.

The Last Stand (2)Ray Owens war einst bei der Drogenfahndung von Los Angeles, doch nachdem er dort das Leid, das Blut und die Toten über war, hat er sich auf das Land zurückgezogen. Seitdem ist er als Sheriff in der kleinen Stadt Sommerton tätig, in der es jedoch sehr ruhig zugeht und er dort nur mit kleineren Delikten und Einbrüchen zu tun hat. Das ändert sich jedoch an seinem freien Tag, denn anstatt das Wochenende zu genießen, machen ihn zwei mysteriöse Trucker im Diner Gedanken und am nächsten Morgen wird dann auch noch der örtliche Farmer und Milchlieferant tot aufgefunden. Um dem ganzen Trubel noch die Krone aufzusetzen, passiert in Las Vegas, also weit entfernt von Sommerton und der mexikanischen Grenze, ein weiteres Unheil. Der berüchtigte Drogen- und Kartellboss Gabriel Cortez soll zwar vom FBI in den Todestrakt verlegt werden, doch bei der Eskortierung wird der Gefangenentransport durch einen Kran gekapert und Cortez gelingt die Flucht. Um Schutz vor der Bundespolizei zu erhalten, nimmt er Agent Ellen Richards als Geisel, was dem FBI-Koordinator Agent John Bannister jedoch nicht daran hindert, dennoch die Verfolgung durch den Westen Amerikas aufzunehmen. Anstatt mit einem Flugzeug oder Helikopter zu fliehen, nutzt Cortez eine gestohlene Corvette ZR1, um Mexiko zu erreichen. Sein Weg führt ihn durch Sommerton!

Mehrere Höhepunkte

The Last Stand (3)The Last Stand nutzt bei seiner Erzählweise geschickt die Reißverschlusstechnik. Das heißt, dass wir insgesamt drei Handlungsstränge erfahren, die immer mehr zusammenlaufen. Auf der einen Seite erfahren wir die Sichtweise von Owens (Arnold Schwarzenegger), der in der Kleinstadt eigentlich seinen frühen Lebensabend verbringen will und jetzt damit konfrontiert wird, die bereits verarbeitete Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Auf der anderen Seite steht Agent Bannister (Forest Whitaker), der die Verfolgung von Cortez in die Wege leitet. Cortez (Eduardo Noriega) befindet sich dazwischen. Ihm ist es wichtig, die Heimreise durch die Vereinigten Staaten nach Mexiko antreten zu können. Wie genau das jedoch mit den bereits erwähnten Truckern und dem Mord an einem Farmer zu tun hat, verraten wir euch an dieser Stelle nicht. Am Ende kann man sich aber sicher sein, dass Regisseur Kim Jee-woon, der mit The Last Stand sein US-amerikanisches Debüt feiert, das alles so gewollt hat und die drei Handlungsstränge sinnvoll miteinander verknüpft. Fast durchgehend besteht der Film aus Höhepunkten, wie einer Verfolgungsjagd durch ein Maisfeld, die Verteidigung der Stadt und unerwarteten Unterstützern von Cortez, die eine Straßensperre in Windeseile durchbrechen. Die Action sticht zwar heraus, doch darf man den Humor des Films nicht unterschätzen.

Ein Schuss Selbstironie

The Last Stand (4)Der Film bleibt fast durchgehend ernst, doch hin und wieder lockern coole Sprüche das Geschehen wieder auf. Hier möchten wir insbesondere anmerken, dass sich The Last Stand wie eine Selbstironie von und für Arnold Schwarzenegger anfühlt. Sowohl der kalifornische Ex-Gouverneur, als auch der Sheriff haben schon seit ewigen Zeit nicht mehr auf den Putz gehauen und bekommen in The Last Stand jetzt die Gelegenheit. Nicht umsonst fühlt sich Owens an einer Stelle im Film alt. Alt wirkt jedoch auch das Szenario. Das meinen wir im positiven Sinne! Der Streifen erinnert uns zunehmend an die gute Action der Achtziger Jahre und durch den Regisseur aus Südkorea, der schon mit A bittersweet Life und I saw the Devil Erfolge feiern konnte, wundert uns das nicht. Verpackt bekommen wir den Film im typischen 16:9-Format (2,40:1), in 1080p und in brachialem DTS-HD 7.1 Master Audio – sowohl im Original, als auch in der deutschen Synchronisation. Einzig und allein die Tonabmischung stört uns, da Soundeffekte wie quietschende Reifen, Motorengeräusche und Schusswechsel viel zu laut sind. Der Griff zur Fernbedienung ist besonders bei einem Action-Film, wo immer wieder Dialoge eingestreut werden, besonders nervig. Neben dem 108 Minuten langen Film, erhalten wir zudem noch circa 90 Minuten informatives Bonusmaterial. So muss das sein!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ungeschnittenen Blu-ray-Fassung): Lange habe ich auf den Moment gewartet, Arnold Schwarzenegger erneut in einer Hauptrolle in einem Film zu sehen. The Last Stand erzählt vielleicht keine originelle Story und die Action könnte ich so bereits schon vor zwanzig Jahren gesehen haben. Das macht mir aber nichts, denn wo heutige Filme des Genres dermaßen übertrieben wirken, bleibt bei The Last Stand alles auf einem humanen Niveau – zumindest wenn man von den teils exzessiven Tötungsszenen der Feinde absieht. Es ist jedoch schön, den Österreicher wieder in einem Action-Film zu sehen und ich denke, dass seine Fans auch nicht wirklich mehr vom ihm erwarten. Trotzdem finde ich es erstaunlich, mit wie viel Aufwand solch ein Action-Film der alten Schule noch gemacht wird. Anstatt teure Computereffekte in den Film einzuspielen, genügt es hier zum Beispiel für eine Szene, gleich ein 24 Hektar großes Maisfeld zu kaufen, nur um eine Verfolgungsszene dadurch zu drehen. Wahnsinn! Oder man baut eine halbwegs zerfallene Stadt neu auf und besorgt echtwirkende Requisiten in Massen, nur um einmal kurz eine ganze Lagerhalle voller Waffen zu zeigen. Mir persönlich hat The Last Stand trotz seiner wenigen Makel sichtlich gefallen und kann ihm jeden Schwarzenegger-Fan empfehlen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Last Stand!

Prime Time: Dragonball (TV-Serie, Box 4) Unboxing

Wie ihr auf unserer Seite sicherlich schon mitbekommen habt, haben wir vor kurzem unser Review zur vierten Serienbox des Animes Dragonball veröffentlicht. Wie immer bieten wir euch passend dazu auch ein Unboxing-Video, in dem wir euch ein wenig zur vorliegenden Box und selbstverständlich auch zur eigentlichen Serie erzählen wollen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen unseres Unboxing-Videos!

Das Forum ist tot – es lebe die Community!

Aufmerksame NextGen-Forenmitglieder haben es leider vor einigen Wochen schon mitbekommen. Das Forum schließt in wenigen Stunden seine Pforten, da die Aktivität in den letzten Monaten nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Aus diesem Grund hat sich die Forenadministration dazu entschlossen, das Projekt NextGen-Forum zu beenden. Da die Community allerdings nicht auseinandergerissen werden soll, wurde die Facebook-Gruppe reaktiviert und erfreut sich derzeit schon großer Beliebtheit. Wir würden uns freuen, wenn ihr Teil der Community auf Facebook werdet, im besten Falle interessierte Freunde einladet und mit uns fleißig über Videospiele und sonstige Themen diskutiert!

Review: Dragonball: Box 4 (Episoden 84-101)

Dragonball Box 4 (1)Das Leben ist ungerecht. Diese Feststellung muss auch unser kleiner Held Son Gokū nach der Teilnahme am 22. großen Kampfsportturnier machen. Dieses wird in den achtzehn Episoden der vierten Serienbox ausgiebig thematisiert.

Dragonball Box 4 (2)Wir erinnern uns an die vorhergegangenen Ereignisse. Son Gokū hat es mit der gesamten Red-Ribbon-Armee aufgenommen und sie schlussendlich besiegt. Nachdem auch der letzte Dragonball Prinz Pilaw und seinen Schergen abgenommen werden konnte, hat sich unser Held dem alleinigen Training verschrieben. Nach drei Jahren hartem Training überall in der Welt findet nun endlich wieder ein Kampfsportturnier auf der Insel Papaya statt, bei dem Son Gokū natürlich nicht fehlen darf. In letzter Minute schafft er es, sich für das große Turnier anzumelden. Wieder mit dabei ist auch Jackie Chun, der Sieger des 21. großen Turnier, der damals gegen Son Gokū triumphiert hat. Was Son Gokū und seine Freunde nicht wissen, ist dass hinter Jackie Chun eigentlich ihr Meister, der Herr der Schildkröten, steckt. Dieser trifft auf der Insel Papaya auf seinen engsten Rivalen, den Herrn der Kraniche. Dieser kämpft beim Turnier allerdings nicht mit und lässt nur seine beiden Schüler Tenshinhan und Chaozu gegen die Schüler seines Rivalen antreten. Allerdings geht es den Schülern des Herrn der Kraniche nicht um Ehre und Ruhm, sondern einfach nur darum, zu gewinnen und Überlegenheit zu demonstrieren. Das geht sogar so weit, dass sie sogar von ihrem Meister dazu getrieben werden, unfaire Maßnahmen zu ergreifen, um in allen Kämpfen siegreich zu sein.

Freundschaft im Kampf

Dragonball Box 4 (3)Obwohl sich am Ende doch wieder alle Charaktere zusammenraufen und neue Freundschaften entstehen, müssen sich Son Gokū, Yamchu, Kuririn, Tenshinhan und Chaozu nach Abschluss des Turniers eines unerwarteten Ereignisses stellen, denn einer von ihnen wird den Morgen nach dem Turnier nicht mehr erleben. Umso beachtlicher finden wir, wie sehr man in den achtzehn Episoden der vierten Serienbox auf das Thema Freundschaft eingeht. Dragonball zeigt uns, wie man zugleich Konkurrenten und Freunde sein kann, wenn zum Beispiel im Verlauf des Turniers Son Gokū und Kuririn aufeinandertreffen. Des Weiteren appelliert der Charakter Jackie Chun (beziehungsweise der Herr der Schildkröten) immer wieder an uns, dem Guten zu folgen und sich nicht dem schlechten und falschen Weg zu verschreiben, wie es Tenshinhan getan hat, der eine ähnliche Karriere wie Tao Baibai einschlagen will. Damit die unterschiedlichen Ansichten zum Ausdruck gebracht werden, giften sich die Kämpfer in dem Turnier nicht nur an, sondern lassen auch ihre Fäuste für sich sprechen. Während wir in den letzten Episoden größtenteils den Phantombildtrick und das Kamehame Ha gesehen haben, bekommen wir es beim 22. großen Kampfsportturnier mit vielen neuen Techniken zu tun. Da werden Geistesfähigkeiten freigesetzt, die man bis dahin in der Serie noch nicht gesehen hat.

Typischer Dragonball-Humor

Dragonball Box 4 (4)Es folgen Lichtsalven, welche den Gegner blenden (oder auch nicht), dann wachsen einen Charakter zusätzliche Fäuste und schlussendlich wird auch noch die ganze Kampffläche zerstört. Das alles wird gepaart mit vielen witzigen Momenten. Besonders Fans von Lunch kommen auf ihre Kosten, denn diese packt nicht nur einmal ihre Maschinenpistole aus, um ihren Freunden die besten Plätze beim Turnier freizuhalten. Wie sich Jackie Chun als Muten Rōshi dem Herrn der Kraniche zu erkennen gibt, dürfte eigentlich schon jedem Kenner des Animes klar sein. Wir finden es gut, dass Akira Toriyama nicht zwangsweise versucht hat, in seinen Geschichten viel zu stark abgewandelte Humor-Elemente einzubauen, denn so werden die Gags nur dezent verbessert und fühlen sich immer noch jedes mal frisch an. Eine gewisse Frische sieht man der technischen Seite des Animes jedoch nicht an. 1986 war das 4:3-Bild eben noch Standard und auch die Farben können deswegen nicht so kräftig sein, wie man es vielleicht heute aus aktuellen Animes kennt. Das macht aber überhaupt nichts, da der Anime im Grunde den Zeitgeist der Achtziger Jahre einfängt und entsprechend Technik und Inhalt verzahnt werden. Obwohl achtzehn Folgen etwas wenig für eine Box sind, finden wir es gut, dass man diese so aufgeteilt hat, da Episode 101 einen neuen Handlungsstrang einleitet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 84 – 101 der Serie): Kämpfe, die in zwei bis vier Episoden abgehandelt werden, kennen Fans von Dragonball Z fast gar nicht mehr. Während im nachfolgenden Anime ein Kampf nicht nur leichte Überlänge hatte, hat Akira Toriyama bei Dragonball noch darauf geachtet, eine gewisse Ausgewogenheit zu demonstrieren. So hat es Son Gokū zwar nicht leicht, sich gegen seine Gegner zu behaupten, doch die Kämpfe werden auf ein gesundes Minimum reduziert und sind trotzdem bis zur letzten Minute spannend. Da vergehen die gerade einmal achtzehn Episoden dieser Serienbox wie im Flug, denn neben den Kämpfen sorgen die Charaktere wieder für jede Menge Lacher und tolle Geschichten, die nebenher erzählt werden. Dragonball ist und bleibt einer meiner liebsten Animes, die ich in meinem Leben bisher kennengelernt habe und wohl immer wieder einlegen werde. Obwohl ich die Story im Grunde auswendig kenne, bemerkt man dann und wann immer wieder ein kleines Detail am Rande oder erhält eine Information, die man zuvor noch nie als solche wahrgenommen hat. Ich kann entsprechend auch die vierte Serienbox von Dragonball nur wärmstens empfehlen, denn langweilig ist Dragonball niemals.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball: Box 4 (Episoden 84-101)!

Neuer Partner: NTgamer

Wie der eine oder andere von euch es vielleicht schon mitbekommen hat, haben wir in der Electronic-Entertainment-Expo-Woche einen neuen Partner aufgenommen. Unsere neue Partnerseite NTgamer dreht sich um die Videospielkultur der Achtziger und Neunziger Jahre. Dort findet ihr neben aktuellen News rund um das Thema Retrogaming auch jede Menge Pixelgrafik, Anleitungen und Informationen zu vergangenen Tagen alter Systeme, an die auch wir uns heute noch gerne erinnern. Wer in die goldene Ära der Videospiele zurückversetzt werden möchte, sollte NTgamer unbedingt einen Besuch abstatten.

Neuer Partner: WiiG

Wer vone uch unseren Partnerseitenbereich aufmerksam beobachtet hat, hat sicherlich schon den Banner von WiiG gesehen. Heute möchten wir die Partnerschaft mit WiiG ganz offiziell bekanntgeben und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Falls ihr gerne auf Nintendo-Plattformen spielt oder Nintendo-Titel sammelt und ihr eure Sammlung gerne online zur Schau stellen wollt, dann ist WiiG die richtige Anlaufstelle für euch. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr eure Sammlung bei WiiG online präsentieren möchtet.

Prime Time: One Piece (TV-Box 6 + Film 6) Unboxing

Die Reise der Strohhüte auf der Grandline neigt sich mit der sechsten Serienbox der DVD-Fassung fürs Erste dem Ende zu, da Kazé Anime die Veröffentlichung weiterer Folgen noch nicht angekündigt hat. In unserem Unboxing-Video zeigen wir euch die haptischen und optischen Merkmale der sechsten Serienbox, sowie stellen euch den sechsten Film kurz vor. Wir wünschen euch gute Unterhaltung beim Anschauen!

Review: One Piece: Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel

One Piece - Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel (1)Nachdem die Strohhüte in Skypia für Recht und Ordnung gesorgt haben, sind sie nun zurück auf der Grandline. Das bedeutet auch, dass man wieder einen Film in den Handlungsverlauf einschieben kann. Wir haben uns den sechsten Film angeschaut.

One Piece - Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel (2)Die Strohhüte sind wieder auf der Grandline und segeln in ihr nächstes Abenteuer, doch da flattert ein Flugblatt in Namis Hände. Auf der Insel Omatsuri soll es ein Wellness-Center geben, bei denen sich die Piraten ein wenig von ihren Tätigkeiten erholen können. Da auf dem Flugzettel besonders großartige Piraten angesprochen werden, kann es selbst Ruffy kaum erwarten, endlich von Bord zu gehen. Auf der Insel angekommen, entdecken sie nach kurzer Irritation das sagenumwobene Wellness-Center. Allerdings haben sie sich die Begrüßung anders vorgestellt. Baron Omatsuri stellt sich den Piraten vor und scheint von dergleichen Erholungsangeboten nichts zu wissen. Stattdessen schickt er die Piraten in einen Wettstreit, in dem es erst einmal darum geht, einen überproportionalgroßen Goldfisch mit einem ebenso gigantischen Kescher zu fangen. Danach gilt es noch während eines Wettrennens mit Gondeln Ringe um die jeweils andere Mannschaft zu werfen und schlussendlich muss sich Sanji einem Kochduell stellen. Erholung sieht ganz anders aus, doch während die eine Hälfte der Piraten um Sieg und Niederlage kämpft, erfährt die andere Hälfte unheilvolle Dinge über die Insel und dem Baron. Omatsuri hat nämlich nicht im Sinn, die Strohhüte gewinnen zu lassen und ihnen die versprochene Erholung zu können. Stattdessen will er ihre Freundschaft zerstören.

Freunde und Feinde

One Piece - Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel (3)Diese Thematik ist im Anime-Bereich sicherlich nicht neu. Selbiges gilt auch für die Pläne von Omatsuri, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. Fakt ist jedoch, dass er Ruffy und seine Freunde nicht mehr von der Insel abziehen lassen will. Mehr und mehr eskaliert die Situation auf der Insel. Um Ruffy herum sterben sowohl seine Freunde, als auch seine Feinde, von denen einige wiedergeboren werden und sich nicht an nichts erinnern können. One Piece: Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel lässt den Zuschauer bis zum Schluss fast ganz im Dunkeln tappen, wodurch der Baron angetrieben wird und was er mit seinen teuflischen Plänen bezweckt. Sowohl die japanische, als auch die deutsche Synchronisation kann uns die gesamten 92 Minuten voll und ganz überzeugen. Alle Charaktere erhalten durch ihre Sprecher genügend Ausdruck, auch wenn wir beim Chopper-Sprecher wieder denselben Kommentar abgeben können, wie schon bei den letzten Filmveröffentlichungen. An den Synchronsprecher dürfen sich jedoch auch Serienneulinge gewöhnen, denn schon bald wird auch auf DVD in der Serie, sofern die DVD-Veröffentlichung fortgesetzt wird, der Wechsel stattfinden. Das ist zwar sehr schade, doch das ändert nichts an der Tonqualität. Die deutsche Fassung liegt in Dolby Digital 2.0 und die japanische Tonspur in DTS HD Master Audio 5.1 vor.

Geänderter Zeichenstil

One Piece - Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel (4)Einen genauen Zeitpunkt zu bestimmen, zwischen welchen Episoden Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel angesiedelt ist, fällt uns aktuell schwer. Man sollte sich aber zumindest die Episoden der sechsten Serienbox anschauen, da dort eine Aussage über Gold Roger fällt, die auch am Rande im sechsten Film des One-Piece-Franchises angeschnitten wird. Möchte man sich unter keinen Umständen spoilern lassen, so sollte man also ein gewisses Vorwissen besitzen. Ohnehin ist es bei Filmen, die einer Anime-Serie beziehungsweise einem Manga entspringen, von Vorteil, dass man die grundlegenden Charaktere kennt. Es wird zwar auch in Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel deutlich, welche Charakterzüge die Strohhüte tragen, doch um ihre Mentalität vollkommen verstehen zu können, ist es nicht verkehrt, die bisherigen Fortschritte des Animes konsumiert zu haben. Dann fällt auch auf, dass sich der Zeichenstil teilweise geändert hat. Es gibt nun deutlich mehr sattere Farben und Charaktere, die sich stark vom Hintergrund abheben. Das erinnert ein wenig an Brave Story. Dennoch erkennt man alle Charaktere schnell wieder und schlecht wirkt das Bild in 1080p und im 16:9-Format dadurch noch lange nicht. Bonusmaterial gibt es beim sechsten Film auf der Blu-ray übrigens nicht. Darüber können auch nicht die Trailer zu anderen Animes hinwegtäuschen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): One Piece: Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel erzählt eine Geschichte, die sich wunderbar zwischen zwei Episoden ansiedeln lässt. Zwischen welchen genau, kann ich jedoch noch nicht sagen, da ich in der Serie gerade erst mit dem Ausflug nach Skypia abgeschlossen habe. Mehr ist allerdings nicht wichtig, denn es werden keinerlei Aussagen getroffen, die spoilern könnten. Allerhöchstens eine Information über Gold Roger fällt, die man allerdings schon auf Skypia aufgeschnappt haben muss. Die Handlung ist gut und stringent erzählt, kann mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten und lässt mich jederzeit neugierig sein. Ständig frage ich mich, was Baron Omatsuri widerfahren ist und welche Ziele er verfolgt. Wie tragisch diese Story ist, erfahre ich jedoch erst zum Schluss. Interessant ist jedoch der Zeichenstil, denn dieser ist in den ersten Minuten noch sehr bunt, doch zunehmend verliert der Film an kräftigen Farben, denn mit fortlaufender Handlung geht auch der Tag zu Ende, an dem die Story stattfindet und je dunkler das Bild wird, desto düsterer und tragischer sickert die Handlung durch. Wer sich nur für die Haupthandlung interessiert, braucht sich auch den sechsten Film  nicht anschauen, doch wer nicht auf die nächste Episode warten kann und ein neues Abenteuer erleben will, der kann sich auch ohne Probleme den sechsten Anime-Film anschauen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Baron Omatsuri und die geheimnisvolle Insel!

Umfrage: Schlachtfeld E3 2013

Die Electronic Entertainment Expo 2013 ist vorbei und in Erinnerung bleiben uns großartige Spiele, auf die man sich in diesem Jahr ganz besonders konzentriert hat. Es ging weniger um TV-Funktionen der Xbox One und das Online-Angebot der PlayStation 4, sondern viel mehr um die bereits erwähnten Spiele. Da jagt ein Kracher den nächsten und teilweise leider auch auf unterschiedlichen Konsolen, doch zeigt sich in der weltweiten Community bereits, welche Konsole das Weihnachtsgeschäft 2013 vermutlich machen wird. Sofern Microsoft den Weg mit Kopierschutzmaßnahmen und der ständigen Online-Anbindung beibehalten wird, sehen wir hier keine Besserung, zumal Sony mit der PlayStation 4 auch einen deutlich attraktiveren Preis für die Konsole preisgegeben hat. Für Nintendo lief es in diesem Jahr allerdings nicht so gut. Die vorgestellten Spiele sind zwar alles andere schlecht, aber kurzfristig kann Nintendo so sicher keine Käufer für die Wii U gewinnen. Es bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen im nächsten Jahr weiter auf die Dritthersteller vertrauen kann, denn sonst sehen wir für Nintendo schwarz.

Obwohl jeder unserer Redakteure seine Favoriten bei den drei großen Konsolenherstellern in diesem Jahr gefunden hat, wollen wir uns jedoch nicht auf einen eindeutigen Gewinner festlegen. Diese Wahl möchten wir euch überlassen und so würden wir wieder einmal freuen, wenn ihr bei unserer Umfrage teilnehmen möchtet. Das Ergebnis teilen wir euch dann schon bald auf unserer Internetpräsenz mit!

Review: One Piece: Box 6 (Episoden 163-195)

One Piece - Box 6 (Episoden 163 - 195) (1)Ende März erschien die bisher letzte Serienbox von One Piece. Wir haben uns die 33 auf den sechs Datenträgern schlummernden Episoden angeschaut und können nach der Talfahrt der vorhergegangenen Episoden wieder eine deutliche Steigerung erkennen.

One Piece - Box 6 (Episoden 163 - 195) (2)Wir erinnern uns an die letzten Episoden der fünften Serienbox. Die Strohhüte mussten ihr Schiff präparieren, um mit dem Knock-Up-Stream in den Himmel geschossen zu werden. Über den Wolken angelangt, haben sie auch schon ihr Ziel, das Himmelsreich Skypia, erreicht. Kurz nach ihrer Ankunft haben sie auch schon Bekanntschaft mit den Bewohnern von Skypia gemacht. Es sind ihnen jedoch nicht alle wohlgesonnen, weshalb die Situation schnell eskaliert. Die Freunde werden getrennt und müssen erst wieder zueinander finden. Damit Nami, Zorro, Chopper und Robin nicht geopfert werden, schreiten Ruffy, Sanji und Lysop zur Tat. Sie dringen in den Upper Yard ein. Dabei handelt es sich um eine verbotene Gottesinsel, die nichts und niemand unter normalen Umständen betreten darf. Damit Ruffy und seine Mitstreiter am Vorankommen gehindert werden, schickt der selbsternannte Gott Enel seine gefährlichsten und tödlichsten Priester aus, um die Strohhüte aufzuhalten. Dass das schnell nach hinten losgehen kann, dürften One-Piece-Fans bereits erahnen. Nachdem Satori, einer der Priester, mit ihren eigenen Waffen geschlagen wird, entbrennt in Enel die Wut. Er schickt die göttlichen Truppen in den Upper Yard, während die ehemaligen Bewohner des Waldes ihre Heimat haargenau zu diesem Zeitpunkt zurückerobern wollen.

Battle Royale

One Piece - Box 6 (Episoden 163 - 195) (3)Priester, Piraten, Ureinwohner und Enel höchstpersönlich bekämpfen sich in einem großen Kampf, der ruhig als Battle Royale gewertet werden darf. Enel wettet darauf, dass am Ende des Kampfes nur noch fünf Krieger stehen werden. Mit diesen möchte er in die göttliche Welt Fairy Vearth vorstoßen und aus der Welt der Lebenden verschwinden. Obwohl er absolut kein Interesse mehr an einer Herrschaft über Skypia hat, bleibt es bei seinem Abschiedsgeschenk nicht bei einem Kampf auf Leben und Tod. Er will vor seiner Abreise seine ganzen Kräfte sammeln, um Skypia wie seine ehemalige Heimat Birka im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleichzusetzen. Obwohl die Strohhüte bis zum bitteren Ende nicht aufgeben, sieht es so aus, als sei Enel der wohl mächtigste Feind, den sie jemals bekämpfen müssten. Es gibt nur einen, der Enel das Handwerk legen kann, doch dieser eine (Ruffy) wird bereits zum Beginn des Battle Royale von einer riesigen Schlange verschluckt und versucht verzweifelt, aus dieser zu entkommen. Der Anime bleibt seinem Humor treu, denn schon bald bekommt Ruffy Gesellschaft, kann fast entkommen und bleibt dann doch noch für eine gewisse Zeit Gast im Magen der Riesenschlange. Nebenher versuchen die Strohhüte neben dem Kampf gegen Enel das große Geld zu machen, denn auf Skypia soll es eine Stadt aus Gold geben.

Der Blick zurück

One Piece - Box 6 (Episoden 163 - 195) (4)Was es mit dieser Stadt auf sich hat, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Besonders in den letzten Episoden dieser Serienbox werden allerdings einige Details über Gold Roger, der bekanntermaßen das One Piece am Ende der Grandline versteckt haben soll, gelüftet. Ebenso freuen sich One-Piece-Historiker über etwaige Rückblicke, die unter anderem mit Maron Noland zutun haben. Dieser wird ja in einem Kinderbuch als Lügner bezeichnet, da er seinen König auf eine Insel gelockt haben soll, auf der es angeblich Gold geben sollte, doch das Gold anscheinend niemals existiert hat. Wie das mit der Reise der Strohhut-Piraten nach Skypia zusammenhängt, verraten wir an dieser Stelle nicht. Jedoch sollte es nicht unerwähnt bleiben, dass auch hier wieder alte Episoden ins rechte Licht gerückt werden, die wir schon fast als überflüssig bezeichnet hätten. One Piece schafft es immer wieder, mit netten Details und der einen oder anderen Anspielung auf zurückliegende Ereignisse zurückzugreifen und diese mit der Handlung zu verknüpfen. So und nicht anders kennen wir die grandiose Erzählstruktur des Animes. Wer den Anime bisher gesehen hat, der wird sicherlich auch nicht auf die Episoden der sechsten Serienbox verzichten wollen. Leider steht es jetzt noch in den Sternen, ob Kazé Anime auch die restlichen One-Piece-Episoden veröffentlichen will. Zu wünschen wäre es!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 163 bis 195 der Serie): Mit dieser Serienbox hatte ich ganze 740 Minuten durchgehend Spaß gehabt. Obwohl ich One Piece aus zeitlichen Gründen längere Zeit pausieren musste, habe ich mich sehr schnell wieder in das Szenario eingefunden. Die ersten Episoden waren vielleicht noch etwas schwerfällig, da die Piraten gerade schon in einem Kampf steckten, doch nach und nach setzte sich das Bild wie ein Mosaik zusammen. Mit Enel hat Schöpfer Eiichiro Oda einen neuen Feind geschaffen, der noch mächtiger als Sir Crocodile ist und wohl die bisher größte Bedrohung für die Welt von One Piece darstellt. Da nur Ruffy den Sieg davontragen kann, bin ich auch zuversichtlich, dass mich in One Piece keine ständige Steigerung der Gegnerstärke wie in Dragonball Z erwartet und immer wieder die Vor- und Nachteile der einzelnen Helden betont werden. Der Kampf gegen Enel gehört definitiv zu den epischsten Momenten der One-Piece-Serie und ich bin schon sehr gespannt, wie das Abenteuer auf der Grandline nach dem Ausflug nach Skypia weitergehen wird. Ich hoffe sehr, dass sich die Serienboxen im Handel gut verkaufen und Kazé Anime spätestens im nächsten Jahr zumindest alle deutschsprachigen Episoden auf DVD (und Blu-ray) veröffentlichen wird. Ebenso hoffe ich, dass sich ein Fernsehsender findet, der sich an der Synchronisation der restlichen Episoden, die es hierzulande noch nicht gibt, beteiligen wird. One Piece ist nicht ohne Grund die weltweit erfolgreichste Manga-Serie!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 6 (Episoden 163 – 195)!

Special: Nintendo auf der E3 2013

Nintendo auf der E3 2013 (1)Alle drei Konsolenhersteller müssen auf dieser Messe neue und gute Spiele präsentieren. Das gilt insbesondere für Nintendo, denn der Wii U fehlen die Knallertitel, die jetzt nach und nach einpendeln werden. Trotzdem sind wir zum jetzigen Zeitpunkt enttäuscht.

Nintendo auf der E3 2013 (2)Bereits vor einigen Wochen hat Nintendo mit einer ganz besonderen Ankündigung schockiert, denn das japanische Traditionsunternehmen will auf der Electronic Entertainment Expo 2013 keine große Pressekonferenz halten. Dieses Versprechen hat der Konzern wahr gemacht. Von einer sensationellen Show, sofern man davon sprechen kann, hat man in diesem Jahr absolut nichts gesehen. Stattdessen möchte sich Nintendo auf das hauseigene etablierte und von den Nintendo-Fans bereits wohlwollend akzeptierte Format Nintendo Direct konzentrieren und so geschieht es auch am elften Juni 2013. Satoru Iwata, seines Zeichens Präsident von Nintendo, leitet wie immer mit seinem charmanten Englisch mit japanischem Akzent die Präsentation ein. Nachdem er einen leere Büroraum des japanischen Nintendo-Hauptquartiers zeigt, da der Konzern demnächst in ein neues Gebäude umziehen wird, flimmert auch schon ein Trailer zu Pokémon X und Pokémon Y über den Bildschirm. Neue Features und, ob man es glaubt oder nicht, ein neuer Pokémon-Typ stehen im Zentrum der beiden kommenden 3DS-Rollenspiele. Anschließend dürfen sich Fans des Klempners auf die Ankündigung eines neuen Jump ’n‘ Run in den (teils) dreidimensionalen Weiten des Franchises freuen. Super Mario World 3D soll im Dezember erscheinen und bis zu vier Spieler an die Wii U locken.

Spiel auf Zeit

Nintendo auf der E3 2013 (3)Mit einem Mehrspielertitel geht die sterile Präsentation weiter. Mario Kart 8 wird die besten Bestandsteile von Mario Kart Wii und Mario Kart 7, wie den Gleitschirm, einen Antrieb für Unterwasserfahrten und Motorräder bieten. Das Alleinstellungsmerkmal des Titels wird das Spiel mit der Gravitation sein, denn im Trailer sehen die Strecken teils sehr verwirrend aus, da wir stellenweise wohl auch auf dem Kopf und an der Seite fahren müssen. An Personen, die an Motion Sickness leiden (könnten), richtet sich der Titel wohl nicht. Wie das Spiel aber im Endeffekt in der Praxis aussehen wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erahnen. Ruhiger wird es da schon in Wii Fit U zugehen, doch sieht man in der Präsentation nur das bereits bekannte Logo. Man arbeite mit Hochdruck an dem Spiel, so Iwata. Ebenso will man auch an Wii Party U schrauben, welches diesen Sommer auf den Markt kommen sollte. Die gezeigten Ideen sind auf jeden Fall interessant und wir würden nur zu gerne mehr von dem Spiel sehen. Überraschend angekündigt wird ein neuer Teil der Art-Academy-Reihe, in dem wir wieder (vermutlich ohne schlauen Lehrmeister) wundervolle Bilder auf den Bildschirm zaubern dürfen. Man sei so von den Zeichnungen im Miiverse so beeindruckt, dass man dort ähnliche Mal- und Zeichenwerkzeuge in Kürze einführen möchte. Ein nettes Feature!

Keine Überraschungen

Nintendo auf der E3 2013 (4)Nach zwei Trailern, welche Drittherstellerspiele auf der Wii U, dem 3DS und im eShop erscheinen werden, zeigt man bewegte Bilder zu The Legend of Zelda: The Wind Waker HD. Im Remake soll die Erkundung der Spielwelt schneller vonstatten gehen und das GamePad bekommt ein Feature spendiert, in dem die Spieler Inhalte in Form einer Flaschenpost mit anderen Spielern teilen können. Erscheinen soll der Titel im Oktober. Die Zeit dahin wird The Wonderful 101 verkürzen, welches bereits im August in Europa erscheint. Nach der 3DS-Portierung des letzten Donkey-Kong-Country-Spiels, kommt die Ankündigung eines neuen Teils mit dem Zusatz Tropical Freeze nicht überraschend. Diesmal bekämpfen wir Wikinger und dürfen neben unter anderem in die Rolle von Dixie Kong schlüpfen. Weiterhin ist Bayonetta 2 in der Mache. Wer die langhaarige Bayonetta mochte, muss sich von dieser verabschieden, denn jetzt hat sie kurze Haare und somit ein neues Outfit. Im bisher noch immer als X betitelten Monolith-Soft-Titel werden wir mit Robotern gegen Dinosaurier in die Schlachten ziehen. Zum Abschluss zeigt Nintendo noch einen Trailer zum neuen Ableger der Super-Smash-Bros.-Reihe, welcher auf der Wii U und dem 3DS erscheinen soll. Neu im Ring sind der Dorfbewohner aus Animal Crossing und der von Videospielern geliebte Mega Man.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Direct-Ausgabe vom elften Juni 2013): Ich war mir bis zu diesem Tage so sicher, dass Nintendo endlich die Zeichen der Zeit erkannt hat und endlich mal ein paar Asse aus dem Ärmel zieht. Zaubertricks gab es aber nicht zu sehen, denn wirklich jeder einzelne Titel bot für mich keine Überraschungen und die Nintendo-Direct-Ausgabe war wieder einmal sehr steril aufgebaut. Während mich im Voraus noch viele Fans des japanischen Traditionsunternehmen beschwichtigten, dass Nintendo mit den Ausgaben des hauseigenen Formates mehr Leute erreichen kann, bin ich im Nachhinein doch sehr, sehr enttäuscht. Wenn man so mehr Leute anspricht, dann hat man zugleich auch mehr Leute sehr gelangweilt. Bereits im Vorfeld war klar, welche Spiele Nintendo während der Präsentation zeigen würde. Mario Kart 8, Super Smash Bros. for 3DS, Super Smash Bros. for Wii U, Super Mario 3D World, X, Wii Fit U, Wii Party U, Donkey Kong Country: Tropical Freeze und die Ankündigung von einem neuen Teil der Art-Academy-Reihe, hätte man sich denken können, wenn man den Markt beobachtet hat. Das sind zwar alles tolle Spiele, die ich überwiegend auch sicherlich spielen und in meine Sammlung freiwillig aufnehmen möchte, aber ich frage mich, warum Nintendo nicht einmal auch nur eine alte Marke wie F-Zero, Wave Race oder 1080° Snowboarding reaktivieren kann. Ich bin zwar einer der größten Nintendo-Fans, die es nur gibt und so habe ich mir die Wii U auch am ersten Tag gekauft, doch so kann man mich nicht bei Laune halten. Nintendo muss sich in den nächsten Wochen unbedingt noch etwas einfallen lassen, damit die Wii U sich nicht zu reinen First-Party-Konsole entwickelt und auch noch in den nächsten Jahren Unterstützung von den Drittherstellern erhält. Ansonsten darf Nintendo für das Weihnachtsgeschäft 2014 gerne die nächste Konsole, die sich deutlich besser im Markt positionieren kann, ankündigen oder die eigene Glaubhaftigkeit im Konzert der Konsolenhersteller verspielen.