Review: Paladin: Die Krone des Königs

Paladin - Die Krone des Königs (1)Vor ein paar Jahren wusste der Film Paladin: Der Drachenjäger mit einem kleinen Budget und einfachen Mitteln Fantasy-Fans zu begeistern oder zu verschrecken. Paladin: Die Krone des Königs bietet ebenfalls nicht weniger Inhalt, aber leider auch nicht sehr viel mehr.

Paladin - Die Krone des Königs (2)Ob Paladin: Die Krone des Königs nun tatsächlich nach oder vor Paladin: Der Drachenjäger spielt, können wir euch an dieser Stelle leider nicht verraten. Ebenfalls ist uns unklar, ob die beiden Filme im gleichen Universum angesiedelt sind. Die Kulisse lässt zumindest darauf schließen, denn auch in Paladin: Die Krone des Königs herrschen raue Sitten. Die Geschichte spielt sich in einem fernen Land ab, welches von einem blutrünstigen Drachen heimgesucht wird. In diesem Land ist es nur einem edlen Paladin möglich, das geflügelte Ungetüm in die Schranken zu weisen. Dummerweise haben die Bewohner des Imperiums schon seit langer Zeit keinen Paladin mehr gesehen. Eines Tages nehmen die Geschehnisse jedoch ihren Lauf, als die adlige Elenn mitsamt ihrer Tante zu einer Reise aufbricht. Unter falschem Vorwand reisen die beiden durch die Wälder, um unentdeckt zur Krönung des rechtmäßige Königs des Landes zu gelangen. Ihre Aufgabe ist es, ein seit langer Zeit gut gehütetes und altes Artefakt zu überbringen. Unterwegs werden die beiden jedoch von feindlichen Soldaten aufgelauert, die zudem ein Auge auf ihren Gefangenen Aedin werfen müssen. In einem kleinen Moment der Unachtsamkeit kann sich dieser von seinen Fesseln befreien. Während des Kampfes löst sich plötzlich ein Bolzen, der unglücklicherweise Elenns Tante tödlich verletzt.

Kurze Auftritte

Paladin - Die Krone des Königs (3)Da Elenn und Aedin auf den Straßen nicht mehr sicher sind, beschließen die beiden, die Reise fortan gemeinsam abseits der Wege fortzusetzen. Zunächst weiß Aedin noch nichts von der wichtigen Aufgabe, die Elenn zuteil wurde. Er misstraut ihr und nimmt als Pfand sogar ihren Goldring, bis die beiden Vertrauen zueinander aufbauen. Der düstere Magier Corvus hat die Anwesenheit des Relikts schon längst bemerkt und schickt seinen Diener aus, der sich mit dunkler Magie in einen Krähenschwarm verwandeln kann, um so auf einfache Art und Weise in den Besitz des zerbrochenen Einhornhorns zu gelangen. Unterwegs müssen Elenn und ihr angeheuerter Beschützer Aedin diversen Gefahren trotzen. Leif, ein nicht wohlgesinnter alter Bekannter Aedins, will Elenn zunächst vergewaltigen, bevor Aedin ihn aufhält und Leif zum Imperium überläuft. Vom Regen in die Traufe geraten die beiden, als sie von Aedins alten Kameraden gefangen genommen werden. Diese Charaktere werden im Film jedoch nur sehr kurz angeschnitten, obwohl sie elementarer Bestandteil der Handlung hätten sein können. Zu guter Letzt kommt dann auch noch Gegenspieler Corvus zum Zug, der plötzlich aber stark an Bedeutung verliert, da auch er noch mächtigere Vorgesetzte hat. Wir finden diesen Schritt in Paladin: Die Krone des Königs sehr gut, da sich der Film damit stark von Idealen abgrenzt.

Die Einfachheit des Lebens

Paladin - Die Krone des Königs (4)Während die Handlung zielstrebig auf das Ende zustrebt und nach den anfänglich zähen zehn Minuten auch durchweg unterhalten kann, kann man das von den Effekten nicht unbedingt erwarten. Nach wie vor erkennt man, dass auch der zweite Teil der Paladin-Filmreihe kein sonderlich großes Budget aufweist. Die Feuersalven des Drachen machen zwar einen soliden Eindruck, doch sind diese natürlich kein Vergleich zu Effektspielereien eines Der Herr der Ringe oder Der Hobbit: Eine unerwartete Reise. Dafür muss man Paladin: Die Krone des Königs zugutehalten, dass er durchweg an realen Schauplätzen gedreht worden ist und keine Bluescreens verwendet worden sind. Dieser natürliche Look passt auch zu den Kostümen und den Schauspielern, die eher unbekannt beziehungsweise unverbraucht sind. Amy De Bhrún, David Haydn und Vidal Sancho würden wir auch in künftigen Filmen gerne noch einmal in Aktion erleben. Trotzdem können diese einfachen Elemente nicht über die Mittelmäßigkeit des Films hinwegtäuschen. Wer Wert auf eine Multimillionen-Dollar-Produktion legt, liegt beim 92-minütigen Paladin: Die Krone des Königs falsch. Wer einen Fantasy-Film mit doch recht einfachen Elementen nicht verschmäht, wird mit dem Film sicher glücklich werden. Wir empfehlen an dieser Stelle auf jeden Fall die englische Tonspur, da diese authentischer wirkt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich mir vor vielen, vielen Monaten den ersten Teil der Paladin-Filmreihe anschauen durfte, war ich geneigt dazu, bei meinem Werturteil einen Auge zuzukneifen. Das mache ich auch bei diesem Film, denn nach wie vor geht es bei einem Fantasy-Film darum, dass man die eigene Fantasie spielen lassen will. Das kann ich bei Paladin: Die Krone des Königs durchaus machen, denn auch wenn die Effekte nicht immer das Gelbe vom Ei sind und die Geschichte zum Teil nicht so stringent erzählt wird, wie es noch beim ersten Teil der Fall war, hat mich der Film anderthalb Stunden bei Laune gehalten. Ich finde die düstere und raue Welt, in der beide Filme spielen, fantastisch und würde gerne weitere Filme in diesem Universum sehen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal hervorheben, dass man auch beim zweiten Teil eher unbekannte Gesichter für die Rollen ausgesucht hat. Das gibt es meiner Meinung nach heutzutage viel zu selten und das gilt besonders für westliche Filme, die ohnehin meist immer nur dann erfolgreich sind, wenn bekannten Darsteller mitwirken. Paladin: Die Krone des Königs darf sich jeder ansehen, der den Vorgänger bereits mochte oder ganz bescheiden nur mal einfache Elemente in einem Film schätzen möchte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Paladin: Die Krone des Königs!

Prime Time: Acer Iconia Tab A210 (Unboxing)

In unserem heutigen Unboxing-Video möchten wir euch einen Tablet PC aus dem Hause Acer vorstellen. Das Acer Iconia Tab A210 ist das Vorgängermodell vom Acer A510, bietet jedoch neben der nicht vorhandenen Kameralinse so gut wie keinerlei Nachteile. Zudem verfügt das Tablet über einen USB-Anschluss, der dem Nachfolgemodell in dieser Form nicht vorlag. Auf was ihr euch beim Kauf dieses Tablet PCs einstellen müsst, verraten wir euch in unserem Unboxing-Video.

Prime Time: Inazuma Eleven – Vol. 1 – 4 (Unboxing)

Mittlerweile ist Inazuma Eleven abgeschlossen – zumindest die Episoden, die sich mit dem ersten Spiel beschäftigen. In unserem Unboxing-Video, welches sich jedoch eigentlich mit der Serie an sich und weniger mit dem Inhalt der DVD-Verpackungen beschäftigt (über die man ohnehin nichts hätte sagen können), klären wir, warum sich der Anime auch für jene eignet, die mit Fußball wenig anfangen können. Gute Unterhaltung mit unserem Video!

Review: Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (1)HD-Remakes sind wohl einer der Trends der letzten Jahre. Während jedoch die meisten Portierungen mit einem leichten Schulterzucken hingenommen werden, haben Fans der Reihe auf die Kingdom-Hearts-Neuauflage regelrecht hingefiebert.

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (2)Basis der ersten Kingdom-Hearts-Spielsammlung ist – was hätte man anderes erwarten sollen – der erste Teil der Serie. Der vorher Japan- und Nordamerika-exklusive Final Mix von Kingdom Hearts wurde für die Neuauflage nochmals deutlich aufgehübscht. Man merkt dem Spiel wirklich an, dass man nicht nur alte Assets hochgerendert hat, sondern das Spiel komplett von Grund auf neu programmiert hat. Ansonsten erwartet einen derselbe hervorragende Hack-and-Slash-Rollenspiel-Mix, der auch auf der PlayStation 2 präsentiert wurde. Die wirklichen spielerischen Änderungen liegen eher im Detail – neue Gegner, die alten Gegner wurden fast alle umgefärbt, es gibt einige neue Zwischensequenzen, ein paar neue Waffen und Eigenschaften. Einige Fans könnten nur enttäuscht sein, dass die absolut gelungene deutsche Synchronisation des Originals nicht dabei ist und man sich mit der selbstverständlich ebenso gelungenen englischen Sprachausgabe zufriedengeben muss. Mit seinen Wendungen, den spannenden Kämpfen und der unglaublich authentischen Atmosphäre der Disney-Welten ist Kingdom Hearts eindeutig der Grund, weswegen man sich diese Spielesammlung zulegen sollte, denn hier wurde zwar wenig verändert, doch ein klasse Spiel war es aber auch schon im Vorfeld. Die größeren Veränderungen haben hingegen die beiden vorher eher mittelmäßigen Titel Chain of Memories und 358/2 Day durchgemacht.

16 Bit wird zu HD

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (3)Für die HD-Portierung hat man das ebenfalls nicht in Europa erschienene Re: Chain of Memories genommen, das bereits vor einigen Jahren das GameBoy-Advance-Spiel auf die PlayStation 2 gebracht hat. Die um ein Vielfaches detailreichere Grafik und die neue Perspektive sind leider ein zweischneidiges Schwert. Wer mit dem neuen Kartenkampfsystem auf dem Nintendo-Handheld überhaupt nichts anfangen konnte, wird sich freuen – Fans des taktischeren Gameplays trauern. Da man nun in den Kämpfen von der zweiten in die dritte Dimension gewechselt ist, ist der Fokus etwas von dem Kampfsystem weg gelenkt worden. Deswegen musste auch der Schwierigkeitsgrad gesenkt werden. Wer sich konzentriert durch sein Kartendeck arbeiten würde, bekommt kaum mehr mit, was um einen herum passiert und wo nun eigentlich die Gegner sind. Gleichzeitig ist das Spiel aber auch etwas glaubwürdiger geworden. In Kingdom Hearts: Chain of Memories besucht man schließlich eine Art Traumversion der Welten aus dem ersten Teil. Der gigantische grafische Unterschied zwischen dem GameBoy Advance und der PlayStation 2 hat dem Spieler schon viel Fantasie abverlangt, dass es tatsächlich quasi die gleichen Welten sein sollen. Technisch liegt dieses Spiel etwas hinter der HD-Portierung des Hauptspiels. Verständlich, da man hier wiederum auf die Dateien der PlayStation-2-Version zurückgreifen konnte.

Durchschnittliches Spiel wird zum guten Film?

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (4)Kingdom Hearts: 358/2 Days ist hingegen gar kein Spiel mehr. Bei der Portierung des DS-Ablegers der Serie hat man kurzerhand auf alle Spielsequenzen verzichtet und nur einen dreistündigen Film aus der Vorlage gebastelt. Einerseits ist dies absolut verständlich, da 358/2 Days bei seinem Release vor allen Dingen wegen der Story überhaupt nur gespielt wurde. Das Gameplay war bisweilen sehr langatmig und sicherlich kein Anreiz. Andererseits geht dem Ganzen dadurch einiges an Fahrt verloren. Wenn anstatt eines Kampfes nur ein Textfeld kommt, das die Geschehnisse beschreibt, fehlt einem etwas die Spannung. Wahrscheinlich waren aber schlichtweg die Ressourcen nicht da für dieses Remake, um komplett neue Sequenzen zu programmieren, welche die Originalszenen verbinden oder Kämpfe darstellen. Wer aber tatsächlich nur die gesamte, äußerst verworrene Geschichte der Kingdom-Hearts-Reihe erleben möchte, hat hier eine Zeit und Nerven sparende Alternative. Wer in den letzten Jahren sich vorgenommen hat, tatsächlich in das erfolgreiche Disney-Final-Fantasy-Crossover einzusteigen, hat mit Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX die perfekte Chance. Viel mehr ist das Remake aber ein Fanservice und wird besonders in diesem Lager für viel Freude sorgen. Da sieht man auch einmal über kleinere Mängel hinweg. Die Wartezeit bis zu Kingdom Hearts III kann hiermit jedenfalls hervorragend überbrückt werden.

Geschrieben von Björn Rohwer

Björns Fazit (basierend auf der GameBoy-Advance-, Nintendo-DS-, PlayStation-2- und PlayStation-3-Fassung der enthaltenen Spiele): Die Kingdom-Hearts-Reihe zählt eindeutig zu meinen absoluten Lieblingsserien. Sicherlich haben die Spiele auch Fehler und vielleicht sind sogar die meisten Handheld-Ableger eher mittelmäßig, doch kann mich keine Reihe so in den Bann ziehen. Vielleicht ist es gerade ein Kunststück, dass man selbst bereit ist, durchschnittliches Gameplay zu ertragen, damit man etwas mehr von der Story des Spiels versteht. Als ich erfahren habe, dass Square Enix zwei HD-Remake-Sammlungen der bisher erschienenen Titel plant, habe ich mich daher auch unglaublich gefreut. Vor allen Dingen auf die Zweite, da ich dort endlich das PlayStation-Portable-Spiel Kingdom Hearts: Birth by Sleep in Angriff nehmen kann. Nun ist aber erst einmal Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX da und hat mir auch bereits etliche Stunden geklaut. Gerade die Neuauflage von Chain of Memories hat mich interessiert. In der besseren Grafik und mit einem etwas kleineren Fokus auf das Kartensystem macht mir das Spiel gleich doppelt so viel Spaß. Über das Grundspiel braucht man gar nicht zu reden – Kingdom Hearts bleibt einfach zeitlos gut! Das Einzige, was mich etwas wundert, ist die Einbindung von Kingdom Hearts: 358/2 Days. Zwar erzählt es die Vorgeschichte von dem zweiten Hauptspiel, ist aber doch dafür ausgelegt, dass man es nach Kingdom Hearts II spielt beziehungsweise sich den dreistündigen Film anschaut. Viel lieber hätte ich in dieser Sammlung Birth by Sleep gesehen, was ja noch weit vor dem ersten Teil angesiedelt ist.

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX!

Prime Time: Ranma ½ – Box 3 (Unboxing)

Ranma ½ neigt sich dem Ende zu. Zumindest in der deutschen Synchronisation, denn hierzulande wurden nur achtzig von mehr als doppelt so vielen Episoden übersetzt. Wir haben uns aber auch die letzte DVD-Box der Anime-Serie angeschaut. In unserem Unboxing-Video verraten wir euch, worauf ihr euch bei der Serie einstellen dürft und welche optischen und haptischen Merkmale die Box besitzt. Gute Unterhaltung!

Prime Time: The Legend of Zelda: The Wind Waker HD – Limited Edition (Unboxing mit Vergleich)

Nachdem wir unseren Test zu The Legend of Zelda: The Wind Waker HD bereits vor einigen Wochen vorstellen konnten, hat sich unser Chefredakteur Eric heute zum offiziellen Release des Spiels im Einzelhandel die Limited Edition in seinem Saturn-Markt des Vertrauens abgeholt. Wir stellen euch in diesem Video die optischen und haptischen Merkmale der Verpackung, sowie den Inhalt der Limited Edition vor. Diese enthält neben dem Spiel eine Figur vom Bösewicht Ganondorf in einer Glaskugeloptik. Was das zu bedeuten hat, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video. Viel Spaß beim Anschauen!

Da wir das Spiel beziehungsweise die eigentliche Spielverpackung im Unboxing-Video nicht geöffnet haben, möchten wir in einem weiteren Video den Vergleich zwischen der Gamecube- und der Wii-U-Fassung in puncto Verpackung ziehen. WIr wünschen euch euch hier viel Spaß beim Anschauen des Videos!

Review: Killer is Dead

Killer is Dead (1)Gōichi Suda steht in der Gunst eines engen Kreises von Videospielern, denn anstatt mit dem Strom zu schwimmen und sich dem Markt anzupassen, überrascht der japanische Herr mit seinen verrückten Spielideen immer wieder aufs Neue – im Guten, wie im Schlechten!

Killer is Dead (2)Die Handlung von Killer is Dead findet in der nahen Zukunft statt. In dieser Zukunft wird der Mond bereits besiedelt und Menschen akzeptieren wohlwollend, durch kybernetische Technik ihren Körper zu erweitern. Einer dieser Menschen ist Mondo Zappa. Ausgerüstet mit seinem Katana Gekkō und einer befremdlichen Armerweiterung, die verschiedene Funktionen erfüllt, erledigt er seinen Job für Bryans Firma. Sein Beruf ist der eines Auftragkillers. Sobald neue Aufträge eintrudeln, wird Mondo dazu auserkoren, die Exekution zu vollziehen. Seine Jobs führen ihn dabei an exotische und weniger exotische Orte rund um den Globus. Unter Mondos Reiseziele fallen die Straßen von New York City, eine Militärbasis in Area 51 oder Kyōto. In der einstmaligen japanischen Hauptstadt räumen wir ein Yakuza-Hauptquartier auf und zu guter Letzt stellen wir auch noch den Mond auf den Kopf. Während wir die verschiedenen Aufträge für Bryans Firma erledigen, erfahren wir langsam mehr über unsere Vergangenheit und warum wir überhaupt ein Auftragskiller sind und eine Armerweiterung an unserem linken Arm klebt. Alles hängt mit einem Mann namens David, perfekt gekochten Spiegeleiern und uns fast jede Nacht plagenden Alpträumen zusammen. Das klingt verwirrend und das ist es auch, denn bis erst einmal die Zusammenhänge geklärt sind, ist das Spiel bereits vorbei.

Blut und Schweiß

Killer is Dead (3)Die einzelnen Spielabschnitte, die zwischen den Story-Sequenzen von uns besucht werden, sind zwar abwechslungs-, aber nicht sonderlich einfallsreich. Grundsätzlich durchkämmen wir einen Raum nach dem anderen. In jedem Raum tauchen plötzlich aus dem Nichts Gegner auf, die wir in schnellen und anfangs äußerst schwierigen Kämpfen besiegen müssen. Mit unserem Katana Gekkō schlagen wir unterbrochen auf einen einzelnen Gegner ein, weichen dann im richtigen Augenblick aus oder wehren den Gegenangriff ab. Danach positionieren wir uns hinter dem Gegner und mit etwas Glück können wir ihm dann den Rest geben. Schwebende Gegner nehmen wir stattdessen mit unserer kybernetischen Armprothese aufs Korn, denn in dieser schlummert unter anderem eine Funktion, um mit Geschossen Gegner in der Luft zu besiegen. Für jeden besiegten Gegner hagelt es Mondkristalle, die wir in unsere Ausbildung investieren dürfen. Mit den wertvollen Edelsteinen schalten wir einen Rotationsangriff für Gekkō frei oder entscheiden uns für eine Fähigkeit, mit der wir mit unserem Blut unsere Lebensenergie auffrischen dürfen. Blut ist außerdem sehr wichtig, damit wir die Fähigkeiten unseres kybernetischen Arms verwenden oder die, ganz besonders für die Bossgegner am Ende eines jeden Einsatzes unverzichtbaren, Exekutionen durchführen zu können.

Herausforderungen

Killer is Dead (4)Bis wir die Steuerung verinnerlicht hatten, vergingen in unserem Test circa vier Stunden. Wer den Dreh jedoch erst einmal raus hat, möchte den Controller nicht mehr aus der Hand legen – auch wenn sich der Titel überwiegend als Button-mashing-Orgie entpuppt. Überwiegend aber nur, da Killer is Dead nur sehr schwer zu meistern ist. Das sichere Treffen und Ausweichen ist selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad eine wahre Herausforderung, was wohl oder übel daran liegen mag, dass wir während unseres etwa zehnstündigen Spieldurchgangs dann und wann Probleme mit der richtigen Kamerapositionierung haben. Ist die Kamera nämlich suboptimal ausgerichtet, wird zwar beim richtigen Gegner das Symbol für die Exekution angezeigt, doch kann es passieren, dass Mondo stattdessen lieber einen anderen (näheren) Gegner anvisieren will, wo der Angriff keine Wirkung haben wird. Solche Momente können besonders in den freispielbaren Herausforderungen stören, da diese noch einmal ein ganzes Stück schwieriger sind. Hier sind unsere Aufgaben unter anderem einen bestimmten Gegner zu besiegen, ohne dabei überhaupt nur einmal getroffen zu werden, eine gewisse Zeit lang nur zu überleben oder nur mechanische Gegner und keine lebenden Organismen abzuschießen. Zusätzlich warten Nebenaufträge, die ein wenig mehr Abwechslung versprechen.

Der Auftrag: Killer is Dead

Killer is Dead (5)Für beendete Jobs erhalten wir Geld, mit denen wir im Souvenirladen Geschenke für unsere Herzensdamen auf der Welt erwerben dürfen. Laden wir die Frauen zu einem romantischen Date ein, müssen wir sie zunächst – in den Momenten, in denen sie unachtsam sind – an Wangen, Brüste und Beinen ansehen, um Mut zu sammeln, um ihnen Geschenke zu machen. Gewinnen wir das Herz einer Frau, gibt sie uns wohlmöglich die neueste Waffe. Obwohl Killer is Dead recht ernst ist, rundet der unterschwellige Humor das Spiel ab. Dazu beiträgt auch die japanische Sprachausgabe, denn diese ist fantastisch überdreht. Für die englische Sprachausgabe hat man sich ähnliches überlegt, doch ist diese Rechnung nicht aufgegangen. Schon nach einer Stunde Spielzeit sind wir den Sprechern überdrüssig geworden und haben zum Original gewechselt. Wer mit Animes mit einer zur Hälfte überdrehten und zur Hälfte ernsten Sprache konform geht, wird Killer is Dead sicherlich lieben. Nach dem Abspann bleibt jedoch ein eher bitterer Nachgeschmack, denn bis kurz vor dem Endkampf haben wir das Gefühl gehabt, einer ansteigenden Spannungskurve zu folgen, die in wenigen Minuten abrupt abnimmt und den Abspann auf den Bildschirm zaubert. Das riecht nach Zusatzinhalten oder einem Nachfolger, in dem das Schicksal von Mondo Zappa abschließend geklärt wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Grundsätzlich halte ich Gōichi Suda für einen fähigen und talentierten Menschen in der Videospielindustrie. Seine Mentalität verbindet verrückte Spielideen mit außergewöhnlichen Grafikstilen. Seit No More Heroes 2: Desperate Struggle warte ich auf ein ähnliches Spiel, welches auf einer seiner Ideen beruht – Killer is Dead schien mir da die ersehnte Hoffnung gewesen zu sein, denn sowohl der kultige Cel-Shading-Look, als auch der Hauptcharakter haben in meinen Augen eine gute Vorlage geliefert. Leider kann der Titel meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Ich hatte in den zehn Stunden zwar durchaus Spaß mit dem Spiel, doch für meinen Geschmack ist der Spieleinstieg nicht gut gelungen. Zunächst werde ich ständig mit Erklärungen zu den Spielmechaniken in einem viel zu kleinen Level genervt und dann braucht es erst einmal ein gewisses Feingefühl, damit ich die ersten Kämpfe gegen größere Gegner und Bossgegner erst einmal überstehe. Ausschließlich in den ersten Spielstunden kam es bei mir vor, dass Mika (Mondos Assistentin) nach seinem Ableben auf dem Bildschirm auftaucht und ich wie verrückt auf die X-Taste hämmern darf, um ihn wiederzubeleben. Die X-Taste leidet in diesem Spiel sogar in weiteren Situationen! Nicht nur in den normalen Kämpfen wedele ich Gekkō wie wild herum, auch in seltenen Zweikämpfen muss ich binnen weniger Sekunden das Dauerfeuer auf die X-Taste eröffnen, damit Mondo gerade einmal einen finalen Schwerthieb ausführt. Während mir die Hauptaufträge bis zum Ende eigentlich durchweg gefallen haben (bis auf die zu langsam in Gang kommende Handlung), sind die Nebenaufgaben eigentlich alles – nur kein gutes Gamedesign. Wer sich damit abfinden kann, bekommt pure Action-Unterhaltung spendiert, die zumindest mit einem Wiederspielwert punkten kann.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Killer is Dead!

Review: Im Bad mit Hinako

Im Bad mit Hinako (1)Nachdem wir uns mit Hinako zunächst im Bett ausgeruht und danach noch gemeinsam mit ihr trainiert haben, steht nun der Ausflug ins Badezimmer an. Hier planschen wir mit Hinako und machen gemeinsam mit ihr ein paar Übungen in der mit Wasser gefüllten Badewanne.

Im Bad mit Hinako (2)Zunächst einmal verlangt Hinako, die durch den Bildschirm mit uns in Monologen spricht, einen Eintrittspreis von satten zehntausend Yen – wir geben ihr ein 10-Yen-Stück. Hinako ist natürlich alles andere als angetan und etwas enttäuscht. An dieser Stelle wirkt der Anime wie ein Rollenspiel, doch fehlen uns leider die Interaktionsmöglichkeiten. Hinako glaubt an dieser Stelle, dass wir sie auslachen und spielt dann ein wenig mit uns, indem sie etwas vom Wasser auf uns zu spritzen versucht. Sie bezeichnet diesen Vorgang als Aufwärmen und möchte dann mit uns etwas machen. Männliche Zuschauer denken an etwas ganz bestimmtes, doch Hinako möchte selbstverständlich mit uns trainieren! Vier Lektionen stehen auf dem Programm, die wir zunächst einmal nach der Reihe abarbeiten müssen, wenn wir denn den durchgängigen Menüpunkt im Hauptmenü ausgewählt haben. In der ersten Lektion gilt es, dass wir unsere Arme zehn Sekunden lang senkrecht in die Luft strecken. Hinako macht natürlich mit und zählt in dieser Zeit bis zur Zahl Zehn. Sie weiß, dass wir vermutlich auf ihre Brüste starren und gibt uns daher den gutgemeinten Tipp, dass wir doch nicht die Luft anhalten und auch einmal atmen sollten. In der zweiten Lektion geht es dann um das Herausstrecken der Brust. Diese Übung soll angeblich vor allem für Leute gut sein, die tagtäglich im Büro arbeiten.

Erotische Anspielungen

Im Bad mit Hinako (3)Gut ist die Übung auch für den Anime oder eher gesagt für den männlichen Zuschauer, da sich Hinakos Geschlechtsmerkmale hier ganz besonders komisch im Wasser bewegen. Das wirkt stellenweise zwar sehr unnatürlich (im Gegensatz zur ersten Lektion), doch dem hier unterschwelligen Humor kommt diese Situationskomik zugute. Die dritte Lektion entpuppt sich als anstrengende Übung. Mit den Händen sollen wir uns hinter dem Rücken auf dem Boden der Wanne abstützen und dann die Beine an den Torso drücken. Wie für jede andere Lektion, gilt auch bei der vierten Lektion die Zehn-Sekunden-Regel. Hier gilt es, die Beine übereinander zuschlagen und sich dabei mit dem Kopf und teils mit der Seite in die entgegengesetzte Richtung zu drehen. Damit wäre das Training zwar fürs Erste beendet, doch die Badewanne verlassen wir danach noch lange nicht. Kommandantin Hiyoko, eine jüngere Freundin von Hinako, gesellt sich dazu. Wie für eine Japanerin üblich, wäscht sich die Blondine erst einmal gründlich ab, bevor sie sich zur Brünette in die Wanne setzt. Ab hier bietet der Anime einige erotischer Anspielungen, die wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge akzeptieren. So presst sich Hiyoko an ihre Freundin, massiert aggressiv ihre Brüste und kaschiert ihre Lüste, indem sie Hinakos Gliedmaßen ebenfalls stark massiert.

Knallharte Stretch-Übungen

Im Bad mit Hinako (4)Natürlich möchte Hinako der Kommandantin den Gefallen erwidern, doch die schämt sich dann dafür, dass wir sie als Zuschauer nackt gesehen haben – wobei empfindliche Stellen, die für Jugendliche ungeeignet sind, bewusst auf natürliche Weise verdeckt werden. Welche irren Ideen noch in der Badewanne und beim gegenseitigen Abwaschen passieren, überlassen wir an dieser Stelle jedoch erst einmal eurer Fantasie. Nachdem wir uns im Bad genug entspannt haben, will Hinako mit uns auch noch ein paar Stretch-Übungen machen und will mit uns prompt anfangen, da unsere Körper noch heiß und weich seien. Diese Übungen sind teilweise jedoch knüppelhart, da sie offensichtlich auf Leute ausgelegt sind, die ihren Körper verrenken können – wer nicht in Übung ist, für den wird es schwierig sein, hier mitzuhalten. Hinako weiß das natürlich und gibt uns den Rat, uns nur so weit zu stretchen, dass wir uns dabei auch keine Zerrungen holen. Freundlich! Während das Stretchen mit Hinako nach zehn Minuten vorbei ist, ist der Aufenthalt im Bad mit 25 Minuten angesetzt. Im Menü dürfen wir einzelne Lektionen ebenfalls aufrufen. Die Hintergrundmusik ist eine Mischung aus Fahrstuhlmelodie und sanfter Stripclubuntermalung und passt zur bunten Optik. Im Bad mit Hinako spricht also ein sehr spezielles Publikum an. Insbesondere Fans der beiden Anime-Vorgänger greifen zu!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Man denkt, man kann etwas sehen, aber man sieht nichts – mit diesen Worten begrüßt mich Hinako direkt in der ersten Szene und sagt mir direkt, was ich von dem Anime wohl erwarten darf. Das ist zwar einerseits schade, aber da ich schon die beiden Vorgänger kenne, weiß ich, dass Im Bad mit Hinako nicht zum Genre der Hentai gehört – andernfalls wäre die Altersfreigabe auch eine Stufe höher ausgefallen. Andererseits bietet Im Bad mit Hinako dafür wieder einige wunderbare Momente, die mit den erotischen Anspielungen zum Schmunzeln anregen können. In Verbindung mit der Betonung von den weiblichen Geschlechtsmerkmalen richtet sich dieser Anime daher vor allem an die männlichen Zuschauer, doch auch so manche Zuschauerin wird Gefallen an Im Bad mit Hinako finden – auch wenn man als Zuschauer schon mal als Casanova angesprochen wird. Unterm Strich frage ich mich jedoch, welche Intention Im Bad mit Hinako hat. Kaum jemand wird im hauseigenen Bad wohl einen Fernseher mit einem DVD-Abspielgerät bereithalten und eine digitale Version für Smartphones und Tablet-PCs liegt der DVD-Ausgabe ebenfalls nicht bei. Wer sich aber die Mühe macht und das Badezimmer entsprechend präpariert (und natürlich ausreichend Vorsicht bei diesem Unterfangen walten lässt, da sich Elektronik und Wasser bekannterweise nicht sonderlich vertragen!), wird aber vielleicht eine einschneidende Bade-Erfahrung machen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Im Bad mit Hinako!

Umfrage-Ergebnis: Messe in der Versenkung

Am 25. August 2013 haben wir euch gefragt, welchen Stellenwert die Gamescom bei euch Jahr für Jahr aufs Neue einnimmt. Nicht nur die Bundestagswahl lief für die eine oder andere Partei alles andere als gut, auch die Koelnmesse sollte sich ein wenig an die eigene Nase packen und gründlich überlegen, wo die eigenen Fehler liegen und wie es diese auszumerzen gilt. Satte vierzig Prozent aller Befragten sind der Überzeugung, dass die Gamescom absolut nicht wichtig ist. Unsere Leser sind sich da ziemlich einig, denn geringes Interesse herrscht an der Gamescom nicht. Weitere zwanzig Prozent sind der Ansicht, dass die Gamescom nur eine solide Messe ist. Dreißig Prozent denken, dass es sich bei der Gamescom um eine herausragende Messe handelt. Zehn Prozent wiederum denken, dass die Gamescom die wohl wichtigste Videospielmesse der Welt ist.

Wenn sechzig Prozent aller Teilnehmer unserer Umfrage der Meinung sind, dass die Messe in Köln allerhöchstens solide ist, dann sollte die Koelnmesse unbedingt schalten und versuchen, in den folgenden Jahren schnell Veränderungen zum Wohlwollen aller Besucher umzusetzen. Wir sind gespannt, ob die Koelnmesse den Kurs Profit vor Vernunft weiterfährt, oder sich tatsächlich einmal mehr Gedanken um den einzelnen Besucher macht. An dieser Stelle wollen wir uns abschließend vielmals für die rege Teilnahme eurerseits bedanken!

Review: Inazuma Eleven – Vol. 4

Inazuma Eleven - Vol. 4 (1)Der Anime Inazuma Eleven geht in die vorerst letzte Runde. Obwohl der Anime ganze 127 Episoden umfasst, haben deutschsprachige Zuschauer davon nur 26 Folgen im Fernsehen und auf DVD sehen können. Wann es endlich weitergeht, ist bisweilen noch unklar.

Inazuma Eleven - Vol. 4 (2)Trotzdem freuen wir uns darüber, dass Kazé Anime die erste Episodenreihe veröffentlicht hat. Auf der vierten Disc geht es in der einundzwanzigsten Episode genau dort weiter, wo die Episode zuvor aufgehört hat. Im Halbfinale angelangt, muss die Raimon Eleven gegen ihren nächsten Gegner antreten. Dabei handelt es sich um die Mannschaft der Kirkwood Junior High School, welche Axel Blaze noch ein Begriff sein dürfte – schließlich war er einst einer der Stürmer dieser Mannschaft, bevor er zur Raimon Junior High School gewechselt ist. Die Gegner wollen sich natürlich an Axel für den Verrat rächen und geben im Match alles, was ihr Repertoire an Geheimtechniken zu bieten hat. Mark Evans, Axel Blaze und die anderen lassen sich das natürlich nicht zweimal sagen und fahren ebenfalls ein Aufgebot an Spezialtechniken auf. Dieses Spiel symbolisiert, was wirkliche Freundschaft bedeutet und ob Freundschaft auch mannschaftsübergreifend funktionieren kann, wird ebenfalls in diesem spannenden Match geklärt. Wie es die Handlung so will, gelingt der Raimon Eleven der Einzug ins Finale, wo sie auf die sagenumwobene Zeus Junior High School treffen wird. Als deren Mittelfeldspieler Byron Love plötzlich auf dem Schulgelände der Raimon Junior High School auftaucht und sich bei Mark unbeliebt macht, erkennen sie erst recht, wie stark ihr nächster Gegner ist.

Die magische Hand

Inazuma Eleven - Vol. 4 (3)Damit Mark und Co überhaupt erst eine Chance haben, müssen sie sehr hart trainieren. Ihr Coach schlägt daraufhin vor, eine Nacht im Trainingscamp zu verbringen, um an Technik, Stärke und Geschwindigkeit zu feilen. Mark ist sich aber sicher, dass das nicht reichen wird und kann kaum mehr ruhig schlafen. Eine neue Geheimtechnik muss her und die so genannte magische Hand, von der sein verstorbener Großvater David in seinem Notizbuch spricht, ist allen Anschein nach die einzige Lösung für die Raimon Eleven. Das Problem dabei ist nur, dass David Evans schon immer in Rätseln gesprochen beziehungsweise geschrieben hat. Die kryptischen Anweisungen sind auch dieses Mal sehr schwer zu entziffern, doch selbst wenn Mark die magische Hand noch im letzten Moment meistern könnte, ist die Mannschaft der Zeus Junior High School dennoch eine Herausforderung. Hinter der ominösen Mannschaft steckt nämlich ein alter Bekannter, dem wieder einmal alles nur um das Gewinnen geht und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die Gegner nutzen nämlich ein Mittel, mit dem die Raimon Eleven so wohl nie gerechnet hätte. Nicht nur das Finale erreicht einen kritischen Moment, sondern auch die geheimen Machenschaften von Ray Dark und seinem Gegenspieler John Smith werden einmal und vorerst abschließend mehr in Inazuma Eleven behandelt.

Abschluss des ersten Spiels

Inazuma Eleven - Vol. 4 (4)Die vierte Volume von Inazuma Eleven behandelt den Abschluss des gleichnamigen Spiels und endet genau dort. Am Ende gibt es noch eine Vorschau auf die nächste Episode, welche jedoch bis heute noch nicht ausgestrahlt wurde. Fans warten seitdem sehnsüchtig auf eine Ausstrahlung oder zumindest Veröffentlichung auf DVD, um auch die Abenteuer von Mark und seinen Freunden, basierend auf dem zweiten Videospiel der Reihe, zu erleben. Ob Kazé Anime diese Folgen irgendwann eigenständig oder in Kooperation mit einem Fernsehsender veröffentlichen wird, bleibt also weiterhin abzuwarten. Einblicke in die Produktion der Serie gibt auch die vierte DVD nicht. Wie Volume 3 beinhaltet die vierte Ausgabe nur sechs der bisher insgesamt 26 eingedeutschten Episoden. Zudem bietet die vierte DVD ebenfalls nur die (gute) deutsche Synchronfassung. Wer den Anime gerne im Originalton hören und sehen will, der muss auch hier zum Import greifen. Das Bild im 16:9-Format macht auf HD-Fernsehern ein gutes Bild. Die kräftigen Farben strahlen, doch ab und zu sind ein paar unglatte Kanten zu bemängeln. Die Musik stammt wieder einmal aus den Nintendo-DS-Rollenspielen und wer den Anime bisher verfolgt hat, wird die fröhlichen Melodien wieder einmal mitsummen können. Mitsummen werden wir übrigens auch – sobald weitere Episoden folgen werden!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 21-26 der Serie): Ein klein wenig wehmütig bin ich an dieser Stelle schon, denn ich vermute, dass es für lange Zeit das letzte Mal sein wird, dass ich über den Anime zu Inazuma Eleven berichten werde. Derzeit kann ich mir leider nicht vorstellen, dass der Anime weiter veröffentlicht oder ausgestrahlt wird. Die Spiele sind in Deutschland leider alles andere als Kassenschlager und werden zu Spottpreisen unters Volk gebracht. Dabei hat der Anime das eigentlich gar nicht verdient, denn obwohl Inazuma Eleven vielleicht nicht unbedingt der intelligenteste Anime ist, hält er sich dennoch stark an die Handlung des Spiels und richtet sich somit vor allem an die Kenner der Videospiele. Mir gefällt Inazuma Eleven nach wie vor sehr gut und dass obwohl ich abseits der Spiele und des Animes absolut nichts mit Fußball am Hut habe. Wer über die fehlende japanische Tonspur und das nicht existente Bonusmaterial mit Hintergründen über die Produktion hinwegsehen kann, bekommt mit Inazuma Eleven auf jeder der vier einzeln veröffentlichten Datenträgern eine tolle Geschichte rund um Freundschaft, Zusammenhalt, Teamgeist und Liebe in einer Kombination mit action-geladenen und fantastischen Fußballmatches vorgesetzt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Inazuma Eleven – Vol. 4!

Review: Steve Jobs – Hippie und Milliardär

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (1)Steve Jobs war einer der bedeutsamsten Menschen der Computerindustrie, der aus entdeckten Technologien Innovationen schuf. Sein Ideenreichtum, seine Vorstellungen und seine Firma Apple beeinflussen auch zwei Jahre nach seinem Tod noch Unternehmen und Privatpersonen.

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (2)Am fünften Oktober 2011 brach für viele Apple-Fans eine Welt zusammen, denn an diesem Tag starb Apple-Mitgründer und Visionär Steve Jobs an den Folgen seiner Krebserkrankung. Die Dokumentation Steve Jobs – Hippie und Milliardär befasst sich mit dem Leben von Jobs und beginnt mit diesem Ereignis, bevor die Dokumentation zum Beginn von Jobs Karriere springt. Zunächst versucht die Dokumentation zu erklären, was für ein Mensch Jobs war und lässt somit nicht außer Acht, dass er zwischen der Hippie-Bewegung und dem verstärkten Aufkommen von Computertechnologie gefangen war. Seiner Meinung nach sei Technologie, welche den Menschen beherrscht, schlecht, doch wenn der Mensch die Kontroller über den Computer übernehme, sei diese Technologie wertvoll. Damit stand Jobs im starken Kontrast zu den anderen Anhängern der Bewegung. Steve Wozniak, der in dieser Dokumentation auch zur Sprache kommt, erklärt, dass der Ursprung von Apple in der Zeit Jobs als Frutarier liegt. Jobs lebte zuweilen in einer Bauernhofkommune, wo er sich zeitweise angeblich nur noch von Äpfeln ernährt haben soll und ihm so die Idee zum Firmenname und Logo gekommen sei. Die erste Amtszeit von Jobs bei Apple von 1976 bis 1985 wird anschließend leider nur kurz angeschnitten. Es wird auf die Produkte Apple I, Apple II und Macintosh eingegangen.

Das Leben eines Visionärs

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (3)Im weiteren Verlauf der Dokumentation wird erläutert, wie Steve Jobs nach Streitigkeiten mit John Sculley, den er zum Präsidenten von Apple gemacht hat, das Unternehmen verlässt. Die folgenden Jahre, in denen Jobs NeXT Computer gründete, in die Pixar Animation Studios investierte und anschließend zu Apple zurückkehrte, werden ebenfalls nur kurz angeschnitten. Die Dokumentation legt jedoch großen Wert darauf, zu zeigen, dass Steve Jobs nicht nur ein Interesse am Inneren eines Computers hatte, sondern sich ebenfalls dafür einsetzte, dass die Betriebssystemoberfläche einfach verständlich aufgebaut ist. Es wird angerissen, dass er die bereits vorhandene Technologie, wie zum Beispiel Computermäuse, ausnutze, um daraus ein innovatives Produkt zu erstellen. Wie seine innovativen Vorstellungen in Form des iPhones, des iPads und weiteren Apple-Produkten genau umgesetzt worden sind, wird nicht so genau verraten. Das ist auch das einzige Manko, welches man der Dokumentation vorhalten kann. Sie möchte nur zeigen, was für ein Mensch Jobs gewesen ist und mit welcher Mentalität und auch welchem Verständnis er seine Produkte schlussendlich vermarktet hat. Wer mehr über Apple beziehungsweise Apple-Produkte erfahren möchte, ist bei der Dokumentation eher falsch. Fünfzig Minuten lang wird hier (in Englisch oder auf Deutsch) dafür gut der berufliche Werdegang Jobs’ vorgestellt, bis der Film abrupt endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Meine einzige Berührung mit Apple besteht darin, dass ich vor sechs Jahren einmal iTunes verwendet habe – und zwar maximal für eine Viertelstunde, bis ich die Probleme des Programms verinnerlicht hatte. Aufgrund von iTunes und anderen Defiziten, die mir bei Apple-Produkten sofort ins Auge springen, habe ich um Apple bis heute einen großen Bogen gemacht. Trotzdem fasziniert mich die Geschichte des Unternehmens aus Kalifornien und ebenso das Leben von Steve Jobs, denn ohne ihn wäre Apple sicherlich nicht zu dem Unternehmen geworden, welches wir heute kennen. Da ich mich über Apple schon ein wenig informiert habe, kam mir die Dokumentation gelegen, da sie sich mehr mit dem Menschen Steve Jobs beschäftigt. Schade finde ich nur, dass die meisten Szenen entweder Interviews mit Steve Wozniak, Sir Timothy Berners-Lee und Stephen Fry oder eingespielte beziehungsweise eigens produzierte Szenen sind, in denen die Marke Apple hervorgehoben oder das entspreche Lebensgefühl definiert wird. Trotzdem bin ich mit der Dokumentation sehr zufrieden, denn die Geschichte eines Visionärs, der mit einer kleinen Garagenfirma begann und zum Zeitpunkt seines Todes Milliardär war, gibt es in dieser Form sicherlich kein zweites Mal zu erzählen.

Vielen Dank an Polyband für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars zu Steve Jobs – Hippie und Milliardär!

Review: Die letzten Glühwürmchen

Die lezten Glühwürmchen (1)Lange hat es gedauert, doch jetzt ist der Anime-Klassiker Die letzten Glühwürmchen aus dem Jahre 1988 endlich auch hierzulande auf Blu-ray erhältlich. Isao Takahata verarbeitet Gefühle, Emotionen und Realität des Zweiten Weltkriegs in Japan aus der Sicht von zwei Kindern.

Die lezten Glühwürmchen (2)Der Zweite Weltkrieg hat Millionen von Menschenleben gefordert, Familien auseinander gerissen und wirtschaftliche Auswirkungen auf so gut wie alle Länder der Erde gehabt. Dieses Thema wird weniger oft gut von Videospielen, sondern viel mehr von Filmen gut eingefangen – Animes sind die Ausnahmen, doch Filme wie das zweiteilige Barfuss durch Hiroshima, Mein Heimatland Japan und Die letzten Glühwürmchen zeigen, dass man auch sehr wohl mit Animes beeindruckende und unvergessliche Bilder auf die Leinwand bannen kann. Während PC- und Videospiele eine aktive Beteiligung des Spielers erwarten, werden Animes aus einem passiven Blickwinkel betrachtet. Da finden wir es gut, dass der Fokus nicht nur auf Gewalt, sondern viel mehr auf den Auswirkungen des normalen Lebens von Zivilisten liegt. Der Film beginnt mit dem tragischen Ende eines der beiden Hauptprotagonisten. Seita liegt verkommen in einer Bahnhofshalle herum, kurz nach der Kapitulation der Japaner im September 1945. In einer großen Rückblende setzt der Film anschließend im Juni 1945 ein, als die Stadt Kōbe mit Brandbomben attackiert wird. Die Mutter von Seita und Setsuko bricht zum Luftschutzbunker auf, ihre Kinder sollen nach dem Verstecken von Nahrungsmitteln folgen, doch der Weg wird ihnen von herabstürzenden Brandbomben und deren Zerstörungskraft abgeschnitten.

Das Grab der Leuchtkäfer

Die lezten Glühwürmchen (3)Erstmals erleben die Kinder das Grauen des Krieges mit, denn schon bald müssen sie sich mit dem Verlust ihrer Mutter, die bei dem Angriff der US-Amerikaner stirbt, konfrontiert sehen. Um zu überleben, bricht das Geschwisterpaar zu ihrer Tante nach Nishinomiya auf. Seita und Setsuko werden zunächst mit offenen Armen aufgenommen, doch Seita will sich nicht in die Gemeinschaft einfügen und arbeiten. Stattdessen spielt er lieber mit seiner Schwester. Damit wird die Geduld der Tante auf eine harte Probe gestellt. Diese beschließt eigenhändig, schnell die Kimonos der toten Mutter zu verkaufen, um dafür für die Familie Reis zu beschaffen. Da ihre Tante ihnen einige Tage später jedoch nichts mehr zu essen abgeben möchte, beschließen die Kinder ihr neues Zuhause in einer Höhle zu finden. Sie tauschen Kleidung gegen Essen und können vom Ersparten ihrer Mutter ebenfalls eine kurze Zeit lang gut leben. Damit die Kinder nachts Licht haben, fangen sie Glühwürmchen. Am nächsten Morgen sind viele Käfer jedoch bereits tot, woraufhin Setsuko sie begräbt – da versteht sie, dass auch ihre Mutter nicht mehr zurückkommen wird. Mit der Zeit verschlechtert sich Setsukos Gesundheit zunehmend. Ein Arzt erklärt ihnen, dass Setsuko unterernährt ist. Damit es Setsuko besser geht, bleibt dem Bruder nur eine Möglichkeit – er muss in der Not nachts Gemüse von den Feldern stehlen.

Bedrückend und erschütternd

Die lezten Glühwürmchen (4)Für Setsuko kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Die Vierjährige stirbt. Als Seita dann auch noch wenige Zeit später erfährt, dass Japan kapituliert hat, verliert er allen Lebensmut, da er davon ausgeht, dass auch sein Vater sein Leben verloren haben muss. Seitas Geschichte basiert auf dem Buch von Akiyuki Nosaka, welches teilweise auf autobiografischen Tatsachen aufbaut – so starb zum Beispiel Nosakas Schwester an kriegsbedingter Unterernährung. Auch Regisseur Takahata lässt Erfahrungen aus seiner Kindheit mit einfließen. Das restliche Team hat zudem Quellenforschung betrieben, um die Zeit vor Kriegsende in Bildern möglichst realitätsnah an den Zuschauer vermitteln zu können. Deshalb hat man sich dazu entschieden, Trockenfarben einzusetzen, statt ein zu buntes Bild zu erzeugen. Beispielsweise wirkt Wasser sehr natürlich und nicht durch blaue Farbe übersättigt. Mehr Informationen dazu findet ihr im Bonusmaterial der Blu-ray, welches aus Interview und Making-of, sowie einem Dialog mit dem Filmstudio besteht (circa vierzig Minuten Laufzeit). Der Film schafft es in 85 Minuten, uns Gedanken, Beweggründe und die Handlung nahezulegen. Emotionale Zuschauer dürfen sich einstellen, hin und wieder das Taschentuch zu zücken, da der Film des Öfteren auf die Tränendrüse drückt – aber genau deshalb wird er uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Meinung (basierend auf der Blu-ray-Fassung und der Studio Ghibli Collector Box): Vor mehr als zwei Jahren habe ich den Film zum ersten Mal gesehen und auch den kurzen Roman gelesen. Es fällt mir nach wie vor schwer, die Worte für diesen Film zu finden. Jede einzelne Szene ist so aufgebaut, dass ich mit den Charakteren fühlen kann. Kein Kind der Welt sollte in jungen Jahren seine Mutter verlieren. Kein Kind der Welt sollte einen zerstörerischen Krieg wie den Zweiten Weltkrieg erleben. Kein Kind der Welt soll Hunger leiden. Leider sieht die Wirklichkeit auch fast siebzig Jahre nach Kriegsende nicht anders aus, wenn natürlich nicht in Deutschland oder Japan. Durch das Ansehen dieses Animes kann man sehr gut verstehen, wie die Menschen in der Vorkriegszeit lebten oder aufgewachsen sind. Mit fundiertem Hintergrundwissen haben es die Köpfe bei Studio Ghibli geschafft, hier ein Werk zu schaffen, welches einen wichtigen Wendepunkt in der japanischen Geschichte darstellt. Gefühlsbetont werden Tatsachen ins wahre Licht gerückt und jeder, der sich für die Thematik interessiert, sollte sich Die letzten Glühwürmchen zumindest einmal angesehen haben.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Die letzten Glühwürmchen!

Review: Kiss the Coach

Kiss the Coach (1)Liebesfilme spalten die Geschlechter wie kein anderes Filmgenre. Während Männer wohl am liebsten gleich den Kinosaal verlassen würden, bekommen Frauen oftmals nicht genug davon. Kiss the Coach versucht beide Geschlechter mit italienischem Feingefühl zusammenzuführen.

Kiss the Coach (2)Einst war George ein Fußballprofi, der in Europa große Erfolge gefeiert hat. Das hat sich auch auf sein Privatleben ausgewirkt, denn während eines Spiels lernt er zufällig Stacie kennen, die zu dieser Zeit gerade Urlaub in England macht. Beide verlieben sich ineinander. Das Ergebnis ist eine wunderschöne gemeinsame Zeit, denn es bleibt nicht bei einem Sommerflirt. George und Stacie heiraten, bekommen ein Kind und erleben das Familienglück in Kombination mit dem Gehalt eines Fußball-Stars. Die wunderbare Zeit, die sie in Italien verbringen, währt aber nicht lange. George hat immer weniger Zeit für seine Familie, woraufhin Stacie mit Sohn Lewis das Weite sucht. Jahre später bleibt George nichts mehr übrig. Ohne Frau und Kind, ohne Geld und Job und nur mit der Perspektive, vielleicht Sportreporter in den Vereinigten Staaten zu werden, zieht er in den Bundesstaat Virginia, um wieder in der Nähe seiner Exfrau und seinem Sohn zu sein. Zu diesem möchte er ein besseres Verhältnis aufbauen und endlich seine Vaterrolle so wahrnehmen, wie es sein Sohn verdient hat. Da kommt es ihm nur gerade recht, dass der Trainer der Fußballmannschaft seines Sohnes wenig Interesse am Sport und an der Mannschaft zeigt – die Eltern aller Kinder wollen, dass George das Team übernimmt. Auf Drängen von Stacie, nimmt er das Angebot an und kommt seinem Sohn endlich wieder näher.

Playing for Keeps

Kiss the Coach (3)Leider entpuppt sich das Unterfangen schwieriger als gedacht, denn George wird von allen Seiten umgarnt, denn die teils alleinerziehenden Mütter sind sprachlos, wie gut George mit Kindern umgehen kann. Sie schauen sich ihm als Objekt ihrer Begierde an. Barb ist aufgrund ihrer letzten Beziehung ein innerliches Wrack, doch rückt sie George ständig auf die Pelle. In Denise sieht der den Mittel zum Zweck, denn sie war einst Sportreporterin und könnte ihm einen neuen Job verschaffen. Patti fühlt sich von ihrem Mann Carl vernachlässigt. Zudem weiß sie, dass ihr Mann Carl sie betrügt. Alle drei Frauen verführen George oder versuchen es zumindest, der so das Ziel aus den Augen verliert, eine Verbindung zu Lewis aufzubauen. Je mehr Zeit George jedoch mit Lewis verbringt, desto mehr fällt ihm auf, wie sehr ihm Stacie eigentlich fehlt. Zu dumm nur, dass George erfährt, dass Stacie bald ihren Verlobten Matt heiraten will. Da George weiß, dass Stacie im tiefsten Inneren immer noch Gefühle für sie hat, will er sie zurückerobern. Wer jetzt jedoch denkt, dass der klischeebelastete Film hier stark auf die Tränendrüse drückt, wird überrascht sein. Der Film funktioniert und geht sehr erwachsen mit dem Thema um. Realitätsfern wirkt er dabei nicht so sehr, wie andere Filme des Genres. Hier wird der Originaltitel des Films, Playing for Keeps, mehr als nur deutlich.

Erfrische Erfahrung

Kiss the Coach (4)Vielleicht wirkt der US-amerikanische Film vielleicht deshalb so frisch und erwachsen, da er nicht von einem amerikanischen Regisseur vorbelastet ist. Regisseur Gabriele Muccino, der sich auf für die Filme Das Sterben nach Glück und Sieben Leben verantwortlich zeigt, hat bei Kiss the Coach mit italienischem Feingefühl bewiesen, dass es auch anders geht. So bleibt der Film durchgehend in derselben Stimmung und zugegebenermaßen, gefällt das nicht jedem. In Anbetracht der guten schauspielerischen Leistung von Gerard Butler (George), Dennis Quaid (Carl), Jessica Biel (Stacie), Uma Thurman (Patti), Catherine Zeta-Jones (Denise), Judy Greer (Barb), James Tupper (Matt) und Noah Lomax (Lewis), kann man sich ruhig zurücklehnen. Besonders Lomax’ Leistung gebührt schon ein kleiner Respekt, denn Lewis wirkt nicht wie eines der überdrehten Kinder, die sonst in westlichen Produktionen stark in den Vordergrund gedrängt werden. Wer nach dem 106-minütigen Film noch weitere Einblicke erhaschen will, freut sich im Bonusmaterial auf circa zehn Minuten entfallene (und erweiterte) Szenen. Dazu gesellen sich Interviews mit den Hauptdarstellern und ein zu kurz geratenes Making-of, das ebenfalls noch Einblicke in die Produktion des Films ermöglicht. Wer sich auf Kiss the Coach einlässt, bekommt statt des Hollywood-Einheitsbrei eine erfrischende neue Erfahrung serviert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Es gibt leider zu viele Liebesfilme, die das Genre grundsätzlich kaputtmachen – besonders die klischeebelasteten Hollywood-Filme zerstören das Genre, da sie eine Realität suggerieren, die so niemals existieren könnte. Kiss the Coach ist erfrischend anders und macht dabei eigentlich so gut wie gar nichts neu. Eine Prise unerfülltes Familienglück und das Verstehen, was es bedeutet, Vater zu sein und schon ist das Erfolgsrezept für einen Kinofilm geboren. Man beendet den Film nicht mit einem guten oder schlechten Gefühl im Magen, denn die Grundstimmung bleibt durchgehend gleich. Man kann sich voll und ganz auf die Charaktere konzentrieren und wie sie mit Situationen in ihrem täglichen Leben umgehen. Davon hängt natürlich auch ein Teil von den Schauspielern ab und im Falle von Gerard Butler, Dennis Quaid und Jessica Biel hat man sich auch schon auf ein paar Darsteller eingelassen, die in Hollywood nicht omnipräsent sind und deshalb wie auf die Rollen der Kleinstädter zugeschnitten sind. Mir hat Kiss the Coach aufgrund dieser Mischung gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt, ob Muccino weiter in diese Richtung vordringen möchte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kiss the Coach! 

Preview: The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3 - Wild Hunt (1)Wenn am 21. Juni 1948 in Polen ein gewisser Andrzej Sapkowski nicht geboren wäre, dann würdet ihr diese Zeilen sicherlich nicht lesen. Der Autor liefert nämlich mit dem Hexer Geralt die Buchvorlage für drei große und wohl unvergessliche Rollenspiele

The Witcher 3 - Wild Hunt (2)Das dritte Spiel ist dabei noch gar nicht erschienen und befindet sich noch in der Entwicklung bei CD Projekt Red. Trotzdem sind Rollenspieler, die sich vor allem für westliche Titel des Genres interessieren, bereits gespannt darauf, wie die Geschichte um den Hexer Geralt enden wird. Bekannt ist nämlich, dass der Entwickler Geralt in sein vermutlich letztes Abenteuer schicken will. Vermutlich deshalb, weil es noch nicht klar ist, ob Geralt am Ende vielleicht den Tod findet oder ob er seinen Beruf an Nagel hängt. Die geschaffene Spielwelt würde man aber sicherlich gerne noch einmal verwenden, heißt es. Bleibt zu hoffen, dass Geralt vielleicht das eine oder andere Mal als Sidekick auftreten wird. Wie schon in den ersten beiden Spielen der Serie bleibt die Geschichte ernst. Soll heißen, dass The Witcher 3: Wild Hunt in keiner heilen Welt spielt. Elfen und Zwerge werden rassistisch behandelt und Armut ist ebenfalls ein Begriff, den man nicht unterschätzen sollte. Falls jemand versucht aus seiner sozialen Schicht zu entkommen oder den Weg des Unrechts einzuschlagen, kann er damit rechnen, dass er bald einen Kopf kürzer ist. Entweder gewollt oder aus Selbstverschulden. Da Geralt ein Hexer, also ein auf Kampf und Magie spezialisierter Monsterjäger, ist, kommt er ständig in Kontakt mit bösen Mächten, dunklen Gestalten und natürlich wieder vielen Fantasy-Geschichten.

Atmosphärische Spielwelt

The Witcher 3 - Wild Hunt (3)Das ist diesmal ganz besonders wichtig zu erwähnen, denn während uns die ersten beiden Teile mehr oder weniger schmalspurig bis zum Ende geführt haben, will The Witcher 3: Wild Hunt mit einer offenen Spielwelt punkten. Atmosphärisch ist diese schon mal, denn während der Präsentation auf einer riesigen Leinwand bemerken wir das dynamische Wettersystem samt dem Wechsel der Tageszeiten, der fließend vonstatten geht. Noch dazu dürfen wir uns diesmal auf ein Boot bewegen, es selbst steuern und dabei singenden Paddlern eines anderen Kahns zu hören oder die Flosse eines Wales in der Bucht beobachten. Es würde uns nicht wundern, wenn die Entwickler hier noch zur Waljagd einladen würden. Trotzdem soll alles, was wir in der Spielwelt sehen, auch eine Bedeutung haben. Sehen wir eine Ruine, werden wir dort sicherlich das eine oder andere Item finden. Sehen wir eine kleine Fischerhütte, wird der Fischer fürs uns sehr wahrscheinlich auch eine Quest bereithalten. Die Weitsicht ist schon jetzt enorm und gerade deshalb lädt uns das Spiel ständig ein, hinter jedem Baum und hinter jeden Strauch zu schauen – wir könnten schließlich etwas übersehen haben! Kenner von der The-Elder-Scrolls-Reihe wissen jedoch nur zu gut, dass man eine dermaßen offene Spielwelt meist nur mit einer vernachlässigbaren Story und repetitiven Orten vereinbaren kann.

Hausmannskost

The Witcher 3 - Wild Hunt (4)Dass es auch anders geht, kennt man wiederum von der Gothic-Reihe aus dem Hause Piranha Bytes (Arcania: Gothic 4 wurde nicht von Piranha Bytes entwickelt und zählt deshalb nicht!). Hier setzt CD Projekt an und verbindet die Qualitäten der Reihen mit ihrem eigenen Erzählstil und der eigenen Spielwelt. Die Story soll übrigens wieder einmal von Entscheidungen und deren Konsequenzen überflutet werden. Treffen wir beispielsweise in den ersten Spielstunden zwar die richtige Entscheidung beziehungsweise die Entscheidung, die uns am nützlichsten oder am ehrlichsten erscheint, kann das zehn Stunden später böse Auswirkungen auf uns haben. Zumindest in der Handlung, denn ob Konsequenzen aus den Nebenhandlungssträngen wirklich so wichtig für Geralt werden können, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln. Die Entwickler sind von sich überzeugt und legen die Messlatte ganz schön hoch, denn satte fünfzig Stunden soll uns alleine die Haupthandlung in Anspruch nehmen. Dieselbe Zeit dürfen wir nebenher noch einmal in Nebenaufgaben investieren. Sollte den Entwicklern dieses Kunststück gelingen, dürfen wir uns wahrhaftig auf eines der besten Rollenspiele aller Zeiten freuen und in diesem Falle werden wir es sicherlich nie mehr vergessen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Die Termine bei Entwickler CD Projekt Red sind überbucht. Das ist in meinen Augen kein Wunder, denn seitdem der erste Trailer des Spiels durch die Weiten des Internets geistert, warten alle Fans in Pressekreisen auf The Witcher 3: Wild Hunt. Die 45-minütige Präsentation beweist, dass man sich auf The Witcher 3: Wild Hunt weiterhin freuen darf. Die Welt wirkt bereits jetzt sehr stimmig, ist mit viel Leben gefüllt und durch das dynamische Wettersystem samt Tag-Nacht-Wechsel kommt schon jetzt sehr viel Vorfreude bei mir auf. Dazu gesellen sich die typischen Kämpfe mit dem Hexer, der zwischen Stahl- und Silberschwert wechseln muss, um den Gegnern einzuheizen. Hinzu kommen die elementaren Zaubersprüche, welche die restliche Portion Abwechslung in den Kämpfen versprechen. Die Reihe – und somit auch der dritte Teil – gefällt mir besonders deshalb so gut, da die Spielwelt keine heile Welt wie in Dragon Quest ist. The Witcher 3: Wild Hunt richtet sich an ein erwachsenes Publikum und lässt mich das in allen Winkeln der Welt spüren. Die sozialen Hintergründe und die vorherrschende Ungerechtheit machen den Hexer zu einem wahren Wohltäter, der aber im Grunde auch nur für das eintritt, was ihm für seine Karriere am nützlichsten erscheint. Jeder, der bereits Erfahrung mit der Reihe gemacht hat, sollte sich The Witcher 3: Wild Hunt unbedingt vormerken und wer die ersten beiden Ableger noch nicht gespielt hat, weiß jetzt, was er bis zum Release im Jahr 2014 nachholen darf.

Vielen Dank an CD Projekt Red für die Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Review: Tom Clancy’s Splinter Cell: Blacklist

Splinter Cell Blacklist (1)Vor drei Jahren erlebte die Splinter-Cell-Reihe eine Frischzellenkur, die nicht jedem Fan der Serie schmeckte. Der Action-Anteil des Franchises wurde in den Vordergrund gerückt und hat mit dem ursprünglich Serienkonzept nicht mehr so viel zu tun gehabt.

Splinter Cell Blacklist (2)Nachdem Splinter Cell: Conviction die Gemüter spaltete, hatte Ubisoft nach der Präsentation von Splinter Cell: Blacklist auf der E3 2012 zu knabbern, als der Action-Anteil anscheinend nochmals erhöht wurde und die Fangemeinde erbost reagierte. Ein Jahr später ist davon fast gar nichts mehr zu sehen, denn Blacklist präsentiert sich von der Schokoladenseite der Serie – oder auch nicht! Das hängt in erster Linie davon ab, welchen Spielstil wir einschlagen. Vom leisen Vorgehen bis zum lauten Vorpreschen ist alles dabei, was man sich von der Stealth-Action verspricht. Dabei bereisen wir viele exotische und weniger exotische Orte dieser Welt. Geheimagent Sam Fisher erfüllt dabei gerade einen Auftrag in Guam. Plötzlich gibt sich eine Terroristengruppe, die so genannten Engineers, zu erkennen. Unter dem Decknamen Blacklist planen sie einen mehrstufigen Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Da Freiheit und Demokratie in Gefahr sind, wird Fisher zum Leiter von der Organisation Fourth Echelon ernannt. Gemeinsam mit Anna Grímsdóttir, Charlie Cole und Isaac Briggs ist er rund um den Globus beschäftigt, um die Drahtzieher hinter Blacklist zur Rechenschaft zu ziehen. Die Story ist spannend inszeniert, doch bedient sie in erster Linie typische Klischees um Patriotismus und der amerikanischen Vorstellung, dass die Gefahr des Terrorismus vom Islam ausgeht.

Alltag eines Agenten

Splinter Cell Blacklist (3)Um zum nächsten Einsatzort zu gelangen, bedienen wir uns dem Militärflugzeug Paladin. Die Paladin dient als Zentrale, von der aus wir die nächste Mission auswählen und mit dem Team sprechen, um das Flugzeug mit Upgrades auszustatten, unsere Ausrüstung anzupassen oder uns Waffen zu kaufen. Das Geld stellt übrigens die Regierung. Die Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages richtet sich nach Erfolg und Vorgehensweise während der Missionen. Erledigen wir die Gegner mit einer bestimmten Waffe, gibt es dafür ebenso eine Gutschrift, wie wenn wir sie nur bewusstlos schlagen. Das Hacken von Laptops und das Einfangen von Terroristen füllen nebenher die leere Kasse auf. Die Missionen fallen jedoch fast alle gleich aus. Es geht immer darum, Hinweise zu Blacklist zu finden. Das macht aber nichts, da das Augenmerk auf dem Vorgehen innerhalb der Levels liegt. Wir entscheiden, ob wir uns von Deckung zu Deckung vorwagen, durch Lüftungsschächte krabbeln oder uns an einem Rohr an der Decke festhalten und nur darauf warten, bis eine Wache auf ihrer Patrouille auftaucht. Im richtigen Moment überwältigen wir die Zielperson und verschwinden dann wieder lautlos im Schatten. Den Körper der Person sollten wir aber gut verstecken, denn wenn jemand darüber stolpert, sind alle Feinde im Umkreis alarmiert und wir haben dann ganz schnell ein Problem.

Favorisieren eines Spielstils

Splinter Cell Blacklist (4)In dem Falle haben wir zwei Optionen. Entweder wir gehen brachial vor und erledigen jeden Gegner mit scharfer Munition oder wir sind so vorsichtig, dass uns keiner der Gegner mehr zu sehen bekommt. Splinter Cell: Blacklist richtet sich damit sowohl an Fans der alten Teile, als auch an die von Splinter Cell: Conviction. Wir haben (bis auf wenige Ausnahmen) immer die Wahl, welchen Stil wir favorisieren, doch egal wie unsere Entscheidung im Endeffekt ausfällt, bleibt Blacklist für uns immer eine Herausforderung. Jeder Stil hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Passend dazu ändert sich die musikalische Untermalung. Sind wir noch unentdeckt, hören wir außer den Soundeffekten so gut wie gar nichts, doch sobald wir die Aufmerksamkeit der Feinde erweckt haben, dröhnt bedrohliche Musik aus den Lautsprechern. Optisch ist das Spiel ein zweischneidiges Schwert. Den guten Bewegungsanimationen stehen leblos wirkende Gesichtsanimationen gegenüber. Beim virtuellen Tageslicht wirkt die Level-Architektur zudem nicht mehr ganz so imposant wie bei Nacht, die ohnehin fast nur mit dem obligatorischen Nachtsichtgerät zu ertragen ist, da die maximale Helligkeitsstufe des Spiels sehr niedrig ausfällt. Trotzdem ist Splinter Cell: Blacklist gerade deshalb so faszinierend und Fans der ersten Stunde werden mit dem neuesten Serienableger sicher sehr zufrieden sein!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung): Mit Splinter Cell: Conviction habe ich die Serie vor zwei Jahren kennengelernt. Davor konnte ich mich nicht so recht mit dem Franchise identifizieren, da mir das Schleichen mit nur wenig Action genauso wenig angesprochen hat. Dass Splinter Cell: Blacklist noch action-lastiger sein sollte als sein Vorgänger, hat mir aber genauso wenig geschmeckt wie wohl den meisten Fans, die seit der ersten Stunde mit dabei sind. Nachdem ich Splinter Cell: Blacklist durchspielen konnte, denke ich jedoch anders über das Spiel. Die im letzten Jahr noch groß vorgestellten Action-Eindrücke sind im Spiel fast gar nicht vorhanden. Zumindest nicht, wenn ich es nicht darauf anlege. Ich darf wählen, wie ich während einer Operation in den exotischen Schauplätzen vorgehen darf. Meistens entscheide ich mich für einen Mix aus den Spielstilen und zwar immer so, wie er mir am meisten nützt. Werde ich ertappt, versuche ich natürlich so schnell wie möglich Schadensbegrenzung in der Mission zu betreiben, doch sollten weitere Feinde alarmiert werden, greife ich auch schon mal zum Maschinengewehr oder zu meinem Granatvorrat. Sollte mir meine Ausrüstung nicht mehr meinen Ansprüchen genügen, absolviere ich nebenher kooperativ Missionen oder spiele im Spione-gegen-Söldner-Modus gegen andere Spieler, um meine Kasse aufzufrischen. Am Ende ist und bleibt Splinter Cell: Blacklist für mich ein Stealth-Action-Spiel, welches die besten Elemente der alten Teile und von Splinter Cell: Conviction vereint. Nur von der Story hätte ich deutlich mehr erwartet als den klischeebelasteten Einheitsbrei!

Preview: Lightning Returns: Final Fantasy XIII

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (1)2009 erschien mit Final Fantasy XIII ein Spiel, welches die Fan-Gemüter stark spalten sollte. Zwei Jahre später wurde die Story mit Final Fantasy XIII-2 fortgesetzt und endete abermals in einem Cliffhanger. In diesem Jahr soll die Geschichte aber endgültig abgeschlossen werden.

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (2)An dieser Stelle möchten wir jedoch nicht auf das Ende von Final Fantasy XIII-2 eingehen, da dieses viel zu viel vorweg nehmen würde. Daher belassen wir es einfach dabei und verraten euch nur, dass seitdem fünfhundert Jahre vergangen sind und Lightning vor dem zu lösenden Konflikt steht. In exakt dreizehn Tagen soll die Welt untergehen und genauso lange hat unsere Heldin Zeit, diese zu retten. Diese dreizehn Tage können allerdings nicht direkt in unsere Zeit umgerechnet werden, weshalb die Spielzeit am Ende wohl wesentlich knapper ausfallen wird. Da wir das Spiel auf der Gamescom anspielen konnten, haben wir natürlich die Zeit stets im Auge behalten. Schauen wir auf den Timer, bemerken wir, dass eine Minute im Spiel circa zwei Sekunden unserer Zeit entsprechen. Rechnen wir das hoch, bleiben im Endeffekt noch 48 Minuten für einen Tag in Spielzeit. Somit haben wir also mindestens zehn Stunden Zeit, um die Welt vor ihrem drohenden Untergang zu retten. Hinzukommt jedoch noch die Zeit für Kämpfe (und vermutlich Zwischensequenzen, von denen wir leider noch nicht sehr viel sehen konnten). Hier scheint die Zeit außerhalb des Kampfbildschirms stehen zu bleiben. Uns soll es nur recht sein, denn zehn Stunden wären für ein Rollenspiel doch sehr wenig. Wie hoch die Einmalspielzeit am Ende ausfallen wird, können wir also noch nicht ganz eindeutig sagen.

Der Fluss der Zeit

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (3)Wir rechnen damit, dass wir zwischen zwanzig und 25 Stunden für einen Spieldurchgang in der Welt von Lightning Returns: Final Fantasy XIII verweilen werden, bis der Abspann über den Bildschirm flimmern wird. Schon jetzt versichert Director Motomu Toriyama, dass man in einem Durchgang nicht alles vom Spiel sehen kann beziehungsweise dass es zumindest nur sehr schwer möglich sein wird. Überall in der Spielwelt passieren Ereignisse, die sich auf unser Spielverhalten auswirken sollen und je nachdem wo wir gerade durch die Landschaft streifen, kann am anderen Ende der Welt ein Ereignis passieren, von dem wir erst in einem späteren Spieldurchlauf erfahren werden. Designer Yuji Abe hat auf der Gamescom 2013 bereits angekündigt, dass es auch einen New-Game-Plus-Modus geben soll. Das bedeutet vermutlich, dass bereits gefundene Ausrüstungsgegenstände und erhaltene Erfahrungspunkte in den nächsten Spieldurchgang übertragen werden dürfen. So spielt sich ein Spiel sicher ein ganzes Stückchen angenehmer. Perfektionisten, die ohnehin jede einzelne Nebenaufgabe im Spiel erledigen wollen, kommen so sicherlich sehr viel schneller auf ihre Kosten, als durch mehrmaliges Durchspielen den optimalen Weg herauszufinden. Offen bleibt die Frage, ob die Story beim erneuten Durchspielen ebenfalls fesseln kann, wenn man sie denn schon kennt.

Alte Bekannte

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (4)Hier müssen die Köpfe hinter dem Projekt noch zeigen, dass die verschiedenen Ereignisse in der Spielwelt überzeugen und gleichermaßen unterhalten können. Bereits jetzt ist klar, dass es nur ein definiertes Ende geben (beziehungsweise nicht geben) wird. Entweder soll die Heldin es schaffen, die Welt zu retten oder eben nicht. Wie das böse Ende aussehen wird und ob dann vielleicht einfach die Zeit zurückgespult wird, ist uns bisher noch nicht bekannt. Bereits klar ist aber, dass wir unterwegs auf alte Bekannte aus Final Fantasy XIII und Final Fantasy XIII-2 treffen werden – unter anderem konnte man im Trailer schon Sazh Katzroy mit seinem kleinen Sohn Dajh sehen. Von Hope Estheim ist ebenfalls schon die Rede. Derzeit heißt es, dass sich einige Charaktere (welche das sein werden verrät Square Enix noch nicht) Lightning, die diesmal völlig auf sich alleine gestellt ist, eine Zeit lang anschließen sollen. Die Charaktere werden dann jedoch von der künstlichen Intelligenz gespielt und wir dürfen uns voll und ganz auf Lightning konzentrieren – doch wehe, wenn wir von unseren Gefährten nicht mit Phönixfedern wiederbelebt werden, wenn wir im Kampf fallen sollten! Daran ist schon Final Fantasy XIII gescheitert und hat dazu geführt, dass wir besonders lange Kämpfe nur ungern ein zweites Mal angegangen sind, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Im Einklang der Serie

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (5)Bei den Kämpfen bleibt sonst jedoch fast alles beim alten, denn diese fühlen sich immer noch so rasant an wie in den beiden Vorgängern. Da wir jetzt nur noch mit einem Charakter aktiv agieren, zieht das Tempo nochmals an. Über die vier Aktionstasten wählen wir jeweils eine Attacke aus und reduzieren die Punkte, die für die entsprechende Aktion nötig ist. Haben wir keine Punkte mehr, sollten wir schleunigst zum nächsten Paradigma beziehungsweise Form wechseln, in der wir dann mit neuen Angriffen weiter kämpfen können. Zudem müssen wir aktiv blocken, wenn der Gegner zum Schlag ausholt. Die Action erinnert ein wenig an die Spiele der Tales-of-Reihe, doch bleibt das typische Final-Fantasy-Gefühl bestehen. Das liegt am Design der Charaktere und der Gegner, der Aufmachung von Items und Zaubersprüchen, sowie an der Gestaltung der Umgebung mitsamt Sound- und Musikeffekten. Von letzteren konnten wir aufgrund des lauten Messetrubels trotzt Kopfhörern jedoch noch nicht so viel vernehmen, doch weist alles darauf hin, dass das Entwicklerteam alles daran setzt, um das Spiel in den Einklang mit den beiden vorherigen Teilen zu bringen. Die Anzeichen stehen gut, dass Lightning Returns: Final Fantasy XIII Lightnings Geschichte zu einem erfüllenden Ende führen kann, doch ob dazu ein spielbarer Charakter ausreichen wird, steht in den Sternen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Final Fantasy XIII ist für mich der Tiefpunkt der Serie. Zum Glück habe ich Final Fantasy XIII-2 eine Chance gegeben, denn da hat das Entwicklerteam gezeigt, dass man es auch richtig (wenn auch nicht perfekt) machen kann. Bei Lightning Returns: Final Fantasy XIII habe ich wiederum gemischte Gefühle. Das Kampfsystem funktionierte auf der Gamescom bereits ausgezeichnet, doch wenn ich ständig nur alleine in einem Kampfbildschirm mit Lightning herumrenne und die Gegner angreife, dann frage ich mich ernsthaft, warum man das Spektakel nicht direkt in der Spielwelt samt zerstörbaren Umgebungen stattfindet. Das würde meiner Meinung nach mehr Sinn machen. In anderen Belangen, wie der optischen und musikalischen Gestaltung, gehe ich jedoch davon aus, dass sich das Spiel wunderbar in die Riege der Final-Fantasy-XIII-Spiele einreihen wird. Zudem klingt es spannend, mal wieder unter Zeitdruck zu stehen und die Welt wohlmöglich gar nicht vor dem Untergang zu retten. Das darf Square Enix jetzt aber nicht vergeigen, da ein Game-Over-Bildschirm heutzutage einfach zu wenig ist und ein alternatives Ende schon zum Standard im Genre gehört. Trotzdem möchte ich nicht vorschnell urteilen, denn Final Fantasy XIII-2 hat mich bereits eines Besseren belehrt und diese Chance erhält von mir auch der Abschluss der Final-Fantasy-XIII-Reihe, wenn er im Februar 2014 hierzulande erscheint.

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Review: Ranma ½ – Box 3

Ranma 1.2 - Box 3 (1)Ranma ½ erfreut sich in einigen Kreisen großer Beliebtheit und das trotz der Absetzung im deutschen Fernsehen vor ungefähr zehn Jahren. Trotz der letzten deutschen Episoden dürfen Fans des Animes wohlmöglich doch noch auf eine Fortsetzung der Synchronisation hoffen.

Ranma 1.2 - Box 3 (2)Das Leben in Tōkyō und an der Furinkan-Oberschule geht seinen gewohnten Lauf. Aber nur dann, wenn man nicht den Namen Saotome oder Tendō trägt. Ranma, Akane und Co. müssen sich nämlich nach wie vor den kuriosesten Herausforderungen des Lebens stellen. Während Happōsai einen Flohmarkt vor der Kampfschule für Schlägereien aller Art veranstaltet, fällt Koron ein magischer Spiegel auf, welcher ihr einst gehört hatte. So werden die Freunde erst einmal in die Vergangenheit Chinas zurückversetzt, sprich in die Jugend des Lüstlings und Shampūs Urgroßmutter. Von dort aus müssen wir versuchen zurückzukehren, um sich danach nur neuen Situationen ausgesetzt zu fühlen. Im Hause Tendō herrscht nämlich der Notstand. Da sich Ranma und Genma, sowie einige der immer wieder plötzlich auftretenden Hausgäste durchfüttern lassen und nichts zum Haushalt beitragen, herrscht Ebbe in der Kasse von Sōun Tendō. Als sich Happōsai eines Tages physisch immer schlechter fühlt, sehen Genma und Sōun die Gelegenheit, die Hochzeit ihrer Kinder endlich unter Dach und Fach zu bringen – so, dass ihr im Sterben liegender Meister das freudige Ereignis noch miterleben kann. Man muss kein Experte sein, um zu wissen, dass daraus in etwa der Hälfte der Serie nichts werden kann – plötzlich fühlen sich nämlich alle ein wenig krank und nur Akane kann ihre Freunde retten.

Humorvolle Mischung

Ranma 1.2 - Box 3 (3)Diese soll nämlich eine magische Mixtur zu bereiten, doch bei ihrer weltbekannten Kochkunst haben ihre Mitbewohner keine große Lust darauf, diese einzunehmen. Als es den Charakteren allesamt wieder besser geht, findet ein Battle Royal statt, bei dem vor allem die Protagonisten teilnehmen wollen, die an der Verwandlungsthematik leiden. Zu gewinnen gibt es einen Flug nach China und das wäre für Ranma die Gelegenheit, die Jusenkyō-Quelle aufzusuchen, um sich endlich von dem Fluch zu befreien. Als das nicht funktioniert, bekommt er wenige Zeit später die Gelegenheit, mit dem eingangs erwähnten magischen Spiegel dorthin zu reisen und setzt mit der getroffenen Wahl jedoch eine Kettenreaktion in der Zeitlinie in Gang. Wie sich das auf den Anime insgesamt auswirkt, verraten wir natürlich noch nicht. Allerdings werden Ranma und Happōsai immer noch keine besten Freunde, weshalb der Meister sehr oft in Rage fällt und wütend auf den Kampfschüler wird. Das führt soweit, dass Happōsai Ranma auf dem Rücken brandmarkt und der daraufhin alle seine Kräfte verliert. Unterstützung erhält er von Koron, die ihm die Technik des Himmelsdrachen beibringt. Korons Urenkelin Shampū hofft derweil weiter auf den Tag, an dem sich Ranma endlich in sie verliebt. Liebe ist weiterhin ein fester Bestandteil der Serie, denn auch Tatewaki Kunō und Ryōga Hibiki haben Gefühle.

Abschied von Ranma ½

Ranma 1.2 - Box 3 (4)Oberschüler Kunō kann sich nämlich immer noch nicht zwischen Akane und dem Mädchen mit dem Zopf entscheiden. Schwieriger wird diese Wahl für ihn, als er sich nach der Aussage eines Wahrsagers auch noch in Akanes Schwester Nabiki verliebt. Für Ryōga bleibt Akane nach wie vor die erste Wahl, doch scheint diesmal alles auf die finale Konfrontation zwischen den beiden Charakteren hinauszulaufen – das Geheimnis von P-Chan droht endlich ans Licht zu kommen. Neben den typischen Geschichten um die Charaktere treten wieder einmal viele Nebenfiguren wie den Nachahmer Copycat-Ken, der kleine Junge Yotaro und selbst Dr. Tōfū lässt sich nach episodenlanger Abwesenheit wieder blicken. Negativ ist dabei nur, dass der eigentliche Handlungspfaden fast schon in Vergessenheit gerät und der Anime auf keine klare Lösung hinzielen will. Schade ist zudem, dass sich deutsche Zuschauer von Ranma und Co. mit der dritten Serienbox und der achtzigsten Episode verabschieden müssen. Es liegt keine weitere deutsche Synchronisation vor und eine Veröffentlichung weiterer Episoden (dann im japanischen Originalton) ist nicht geplant. Im Juni ist in Japan Ranma ½ jedoch bereits auf Blu-ray erschienen. Wir hoffen sehr, dass Kazé Anime hier überprüft, auch die restlichen Episoden der Serie nachzureichen. Eines ist nämlich klar: Ranma ½ hätte es deutlich verdient!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 55 – 80 der Serie): Was habe ich in den letzten Wochen mit den Charakteren gelacht und geweint, mit ihnen Abenteuer erlebt und dabei den Zeitgeist der auslaufenden Achtziger Jahre und den Beginn der Neunziger Jahre in Form des Animes erlebt. Mit dem tollen Humor des Animes kann allerhöchstens Dragonball oder One Piece mithalten, doch bleibt die Art des Humors bei Ranma ½ einzigartig. Happōsai, der jede Nacht auf Beutezug geht und mit einem Berg Damenunterwäsche nach Hause kommt. Ryōga, der nie den Weg dorthin findet, wo er sich eigentlich hinbegeben möchte. Genma, der sich am liebsten vor jedweder Tätigkeit drücken will. Akane und Ranma, die sich ihre Gefühle mit der Zeit einfach nicht eingestehen können. Diese Charaktere haben mir den letzten Sommer versüßt und da es leider keine weiteren Episoden in deutscher Sprache mehr gibt, werde ich wohl nicht um die Anschaffung der Mangas oder den Import der restlichen Episoden herum kommen. Wer sich einmal auf Ranma ½ eingelassen hat, kann danach nicht mehr loslassen. Die vielen kleinen Geschichten sind großartig, mit tollen Humor unterlegt und unterstützen sich in vielen kleinen Gesichtspunkten gegenseitig. Das einzige, was man wirklich an der Serie mittlerweile bemängeln muss, ist der nicht wirklich existente rote Pfaden, der gerade auf die Lösung oder die Katastrophe hinzielt. Ihr dürft mir aber ruhig glauben, wenn ich euch sage, dass dies nur ein sehr kleiner Makel ist – der restliche Anime ist nämlich großartig!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Ranma ½ – Box 3!

Review: The Berlin File

The Berlin File (1)Dass südkoreanische Filme im Ausland gedreht werden, ist sehr selten. Noch seltener ist ein südkoreanischer Film, der in Deutschland gedreht wird und dazu auch noch sehr clever die deutsche Hauptstadt Berlin als Schauplatz auserkoren hat.

The Berlin File (2)Mitten in Berlin lebt der nordkoreanische Geheimagent Jong-seong seit Jahren unentdeckt und das obwohl seine Frau Jung-hee bei der nordkoreanischen Botschaft in der Hauptstadt als Übersetzerin beziehungsweise Dolmetscherin tätig ist. An einem Tag missglückt jedoch ein Waffendeal zwischen Nordkorea und einem russischen Waffendealer. Dadurch wird plötzlich die südkoreanische Gegenseite auf Jong-seong aufmerksam. Dabei bleibt es jedoch nicht, da die Gerüchte über einen Überläufer in der nordkoreanischen Botschaft die Runde machen. Die Gerüchte führen schließlich zu Jong-seongs Frau Jung-hee. Zwischen Beruf und Privatleben gefangen, kann Jong-seong niemandem mehr vertrauen. Selbst seine Kollegen wenden sich gegen ihn und aus Nordkorea wird bereits ein weiterer Agent geschickt, der die Vorfälle in der Botschaft überprüfen soll und zudem Jong-seong im Auge behalten will. Die Folge dessen sind mehrere Tote, die sich sowohl auf Verdächtige außerhalb der Botschaft, als auch Stellen in höheren Positionen belaufen. Jong-seong muss sich entscheiden, ob er weiterhin für sein Land eintritt und den Lehren des Regimes folgt oder ob er den Kampf aufnimmt und sowohl Wahrheit als Lüge als solche erkennt. Bei politischen Differenzen zweier Nationen ist der Grad zwischen beiden Wahrheiten jedoch schmaler, als Jong-seong annehmen kann.

Nahtstelle zweier Ideologien

The Berlin File (3)The Berlin File thematisiert in erster Linie die politischen Gegensätze zwischen Nordkorea und Südkorea. Regisseur Seung-wan Ryoo hätte für die Handlung des Films keinen besseren Ort als die deutsche Hauptstadt Berlin aussuchen können, da die Geschichte Deutschlands beziehungsweise der früheren Teilung Deutschlands starke Parallelen zur Teilung Koreas aufweist. Berlin konnte man durch den Mauerbau im Jahr 1961 schon als Nahtstelle ansehen, welche eine Nation aufgrund unterschiedlicher Ideologien der Siegermächte bis 1989 fast vollständig teilte. Stellvertretend für diese historische Tatsache, stehen sich Südkorea und der kommunistische Norden gegenüber. Während südkoreanische Agenten oftmals kein Blatt vor den Mund nehmen und den Kommunismus kritisieren, wird diese ideologische Anschauung von nordkoreanischen Agenten positiv hervorgehoben. Im Falle von Jong-seong wird das Regime nahezu glorifiziert, da er als Held der Republik verehrt wird. Dieser Volksglauben verliert innerhalb der nordkoreanischen Partei an Glanz und beginnt zu bröckeln, als seine Frau beschuldigt wird, eine Überläuferin zu sein. Diese beteuert jedoch selbst im privaten Umfeld, dass sie zurück in ihre Heimat Pjöngjang möchte und der wahre Überläufer ist eine Person, von der man es wohl am wenigsten erwarten würde. Spannend, aber langsam erzählt!

Komplizierte Zusammenhänge

The Berlin File (4)Da der Film langsam erzählt wird, verliert er besonders in der ersten Stunde sehr, sehr schnell an Fahrt, wird sogar teilweise monoton. Thriller, die politische Themen behandeln, können das deutlich besser, doch wer sich mit Politik gerne konfrontiert sieht, wird die zu Beginn fehlende Dynamik erst gar nicht bemerken. Zudem sollten die Hintergründe über die Vergangenheit Koreas (und Deutschlands) klar sein, denn sonst kann man als Zuschauer auch gar nicht die Zusammenhänge verstehen. Schlussendlich braucht The Berlin File ein hohes Maß an Konzentration, da die Charaktere nur selten mit Namen angesprochen werden und die Einprägungen dieser nicht eingehend funktioniert. Auf der technischen Seite kann The Berlin File jedoch mit einem klaren Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) punkten, welches nur in zwei Szenen kurz ein wenig unklar wirkt. Da die Dreharbeiten überwiegend in Berlin (und teilweise in Namyang und Riga) stattgefunden haben, fühlt man sich als Deutscher, auch ohne jemals in der Hauptstadt gewesen zu sein, sofort heimisch. Anschauen sollte man sich den Film aber im Originalton, da hier tatsächlich darauf geachtet wird, in welcher Sprache sich die Darsteller unterhalten – sprich auf Koreanisch, Englisch und Deutsch. Leider existiert auf der Blu-ray kein Bonusmaterial, welches Einblicke in die Produktion hätte geben können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als das Rezensionsexemplar eines Tages bei mir im Briefkasten landete, war ich schon sehr gespannt auf den Film. Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein südkoreanischer Film in hiesigen Gefilden gedreht wird. Ich finde es jedoch gut, dass man dann auch besonders beim Originalton darauf geachtet hat, in welcher Sprache sich die Protagonisten unterhalten. Das erreicht zwar noch nicht ganz die Klasse wie in Prisoners of War, doch erhält der Film dadurch einen gehörigen Atmosphäre-Schub. Den braucht der Film auch, denn besonders die erste Stunde des 121 Minuten langen Filmes zieht sich teilweise dermaßen in die Länge, dass man schon vergisst, worum sich die Handlung des Films dreht und wenn dann plötzlich die Dynamik des Films in Action umspringt, versucht man auch erst gar nicht mehr, in die komplizierte Story einzusteigen. Die Action-Einlagen sind meiner Meinung nach zu plötzlich in die Geschichte eingewoben, denn The Berlin File basiert in erster Linie auf Dialogen, denen es genau zu lauschen gilt. Nicht nur, damit man die Charaktere irgendwann nach dem dritten, vierten Ansehen vielleicht beim Namen kennt, sondern auch, damit man die Zusammenhänge allesamt versteht. Nach dem ersten Ansehen blicke ich nämlich leider nur wenig durch, doch wer sich mit politischen und schwierigen Themen gerne auseinandersetzt, der wird The Berlin File sehr gerne verschlingen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Berlin File!

Prime Time: Acer Iconia Tab A510 (Unboxing)

Im Youtube-Kanal unseres Chefredakteurs ging dieses Video bereits im letzten Jahr online, doch jetzt haben wir endlich die Gelegenheit, euch dieses Video auch bei uns zu zeigen. Wir haben uns nämlich das Acer Iconia Tab A510 in der Olympia-Edition angeschaut und sind nach einem Jahr immer noch hellauf vom Tablet PC begeistert. Was euch optisch und haptisch erwartet, erfahrt ihr möglichst genau erklärt im Video.

Prime Time: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – Collector’s Edition (Unboxing)

Während wir bereits fleißig in der Fantasy-Welt Eorzea unsere Charaktere auf die Maximalstufe bringen und dabei viele Quests erledigen, möchten wir euch unsere bisherigen positiven Eindrücke nicht verwehren. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch die Inhalte Collector’s Edition der PC-Fassung genauer vor und erzählen euch nebenher von unser Spielerfahrung. Unsere gesamten Eindrücke erfahrt ihr bald im Review.

Prime Time: Ranma ½ – Box 2 (Unboxing)

Es geht weiter mit unserer Unboxing-Reihe zu Ranma ½. Dieses Mal haben wir uns die 27 Episoden der zweiten Box angeschaut und erzählen euch in unserem Unboxing-Video etwas zur optischen Seite der Box und worauf ihr euch einstellen müsst, wenn ihr euch für den Kauf der DVD-Box entscheidet.

Umfrage: Wie wichtig ist die Gamescom für euch?

Überfüllte Messehallen, stundenlanges Anstehen in ellenlangen Warteschlangen und ein hoher Lärmpegel. So und nicht anders könnte man den Großteil der Messe kurz und knapp beschreiben. Wer sich trotzdem hinwagt, sollte also nicht an Klaustrophobie leiden oder in den Folgetagen wohlmöglich mit einer heiseren Stimme rechnen. In diesem Jahr möchten wir euch jedoch nicht von euch wissen, ob ihr euch ins Getümmel gestürzt habt oder wie euer Empfinden bezüglich der diesjährigen Messe ausfällt. Da die Gamescom bereits zum fünften Mal in Folge stattfinden, möchten wir viel lieber von euch wissen, wie wichtig die Messe für euch im gesamten Kontext ist. Über eine rege Teilnahme an unserer Umfrage würden wir uns sehr freuen – das Ergebnis geben wir im Laufe des nächsten Monats bekannt!

Gamescom 2013: Pädagogik für Eltern

Da sich der Gamescom-Samstag im letzten Jahr zu einer Katastrophe, ähnlich der gesamten Veranstaltung in den Augen so mancher Journalisten, entwickelt hat, gibt es in diesem Jahr nur Karten im Vorverkauf. Restbestände werden an der Tageskasse zwar auch verkauft, doch sollte man sich keine Hoffnung machen, hier noch eine Karte zu erhaschen. Umso weniger Interessierte werden sich aufgrund dessen bei der Pädagogen-Eltern-LAN im Congresszentrum Nord eingefunden haben. Hier sollen Eltern Berührungsängste gegenüber Computerspielen abbauen und sich zudem Wissen über Videospiele aneignen.

Erics Meinung: Ich finde es schade, dass dieses Event auf den Samstag fällt. Dabei würde die Veranstaltung doch viel besser zum Sonntag passen. Ich gehe nämlich davon aus, dass viele Eltern gar nicht mitbekommen haben, dass es Gamescom-Karten für den Samstag regulär nur im Vorverkauf gab und somit weniger Interesse am Event besteht. Im nächsten Jahr sollten die Verantwortlichen die Messe besser planen.

Gamescom 2013: Autogrammstunde mit Naoki Yoshida

Naoki Yoshida, Produzent von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn, ist in diesem Jahr auf der Gamescom in Köln anwesend. Er stellt das Spiel nicht nur in einigen Präsentationen vor Ort vor, die mittags bis abends am Square-Enix-Stand stattfinden, sondern steht am Freitag und am Samstag für Autogramme zur Verfügung. Diese gibt er jeweils zwischen 18:30 Uhr und 19:15 Uhr. Wer sich rechtzeitig anstellt, wird hier sicherlich ein Autogramm bekommen.

Erics Meinung: Das ist eine schöne Sache, denn nicht immer stehen Japaner so bereitwillig für Autogramme in westlichen Gefilden zur Verfügung. Seit ein paar Tagen liegt zwar meine Version von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn hier herum, doch am Freitag bin ich schon nicht mehr auf der Messe vertreten. Ich wünsche aber jedem, der sich zum Stand hintraut, eine erfreuliche Zusammenkunft mit Herrn Yoshida.

Gamescom 2013: Rapper und Wrestler

Während am Stand von 2K Games heute der Wrestler Antonio Cesaro den neuen Ableger der Wrestling-Videospielreihe WWE 2K14 vorstellte, wird morgen der Rapper MC Fitti am Sony-Stand in Halle 7 für Furore sorgen. Unter anderem wird der Rapper bei seinem Show-Act mit dem Song 30 Grad die Menge anheizen wollen.

Erics Meinung: Während ich den Auftritt von Antonio Cesaro noch verstehen kann, frage ich mich, warum MC Fitti unbedingt auf der Gamescom auftreten muss. Auf der Messe geht es in erster Linie doch um die Spiele beziehungsweise eine Anlehnung an diese. Davon merke ich hier leider nichts. Trotzdem finde ich es schade, dass ich morgen nicht vor Ort sein kann, da ich erst vor kurzem auf den Song 30 Grad aufmerksam gemacht worden bin und bereits jetzt einen ständigen Ohrwurm im Kopf habe.

Gamescom 2013: Luigis auf der Messe

Während heute nur die Presse, die Fachbesucher und eine unbekannte Anzahl an besonderen (beziehungsweise eingekauften) Besucher die Messehalle stürmen, werden sich morgen wohl ein paar als Luigi verkleidete Nintendo-Fans unter die Menge mischen. Wer um 14 Uhr am Nintendo-Stand in Halle 9.1 vorbeischaut und zu den ersten 111 verkleideten Fans gehört, der erhält von Nintendo ein exklusives und limitiertes T-Shirt und andere Überraschungen in einem Fan-Paket. So kann man das Jahr des Luigi ebenfalls feiern!

Erics Meinung: Als Luigi werde ich mich sicherlich nicht verkleiden. Nicht, dass es mir etwa peinlich sei, doch habe ich kein Talent und ebenso keine Zeit, mir ein aufwendiges Kostüm zusammen zu schneidern. Trotzdem finde ich es toll, dass Nintendo solch eine Aktion startet, um begeisterte Luigi-Fans an den eigenen Stand zu locken (und nebenher ein wenig Werbung für den eigenen Konzern zu machen). Falls jemand von euch als Luigi verkleidet auftaucht, wünsche ich euch viel Spaß mit dem Fan-Paket – ich denke nämlich nicht, dass 111 Cosplayer zusammen kommen.

Special: Under the Surface

Wir leben in einer schnelllebigen Welt, in der sich einzelne Faktoren mit dermaßen rasender Geschwindigkeit verändern, dass wir oft innehalten müssen, um die Einzelheiten voneinander abzusondern. Betriebssysteme markieren dabei die Spitze des Eisberges.

Ohne Betriebssystem bekommt man kein modernes Computersystems zum Laufen. Oftmals wird es als Schnittstelle zwischen einer Anwendung und dem Benutzer angesehen. Allerdings verfügten Computer nicht von Anfang über Betriebssysteme, da mechanische Rechensysteme diese nicht benötigten. Erst mit der immer komplexer werdenden Entwicklung von Hardware und der Vergrößerung des speziellen Anwendungsbereiches, wurden Betriebssysteme quasi zwangsweise eingeführt. Zunächst galt ein Betriebssystem pro Modelltyp, doch im Lauf der Jahrzehnte wurden Betriebssysteme so ausgelegt, dass sie auf unterschiedlichen Modellen funktionierten. Da nicht nur die Hardware, sondern auch die Software immer mehr komplexer wurde und mit stetig sinkenden Produktionskosten, sowie der Einführung von kompletten Heimcomputersystemen, musste auch der Ottonormalverbraucher sich mit dem auf dem jeweiligen Computer laufenden Betriebssystem zurechtfinden. Je weiter wir in der Zeitlinie zurückgehen, desto strukturierter, aber zugleich weniger verständlich fallen Betriebssysteme auf. Schauen wir uns jedoch heutige Betriebssysteme, egal auf Smartphone, Tablet PC, PC oder Videospielkonsole an, fällt uns zwar eine einsteigerfreundliche Oberfläche auf, doch wer auf der Suche nach speziellen Einstellungen ist, wird oftmals nicht direkt fündig.

Listen, Listen, Listen

Warum das so ist, können wir nur mit dem Wandel der Betriebssysteme erklären, der in den letzten Jahren ganz besonders stark stattgefunden hat. Wenn wir einen Blick auf das Disk Operating System, kurz DOS, werfen, dann stechen uns vor allem Listen ins Auge. An dem oberen Bildschirmrand eine Leiste mit Befehlen, die beim Auswählen ein Dropdown-Menü öffnen und Zugriff auf weitere Listen geben, bevor wir uns bis zur gewünschten Anwendung durchgekämpft haben. Microsoft begann bereits in den Achtzigern mit der Entwicklung einer Betriebssystemoberfläche, doch zunächst war Windows gar kein Betriebssystem, da Windows noch auf dem Disk Operating System basierte, jedoch wesentlich benutzerfreundlicher war. So konnten wir in der Version 3.11 eine Maus anschließen, auf Icons klicken, Fenster öffnen und wieder schließen. Dass Microsoft damit Erfolg hatte, beweisen in den ersten Monaten nach Launch ein paar Millionen Kopien. Mit weiteren Windows-Versionen wie Windows 95 oder Windows 98 wurde das Konzept verfeinert und in der Systemsteuerung konnten wir endlich bequem und recht einfach den Computer überwachen und nach unseren Wünschen anpassen – so weit es Windows beziehungsweise Microsoft zugelassen haben. In dieser aufstrebenden Zeit gelang es Microsoft zwei wichtige Merkmale zu etablieren.

Das offene Fenster

Mit DirectX hat Microsoft das hauseigene Betriebssystem wohl zum einzigen durchgehend unterstützten Betriebssystem für Computerspiele gemacht und zum anderen hat sich Windows in der westlichen Welt zu einem viel genutzten Betriebssystem entwickelt. Das soll auf keinen Fall nach Apple-Kritik klingen, denn auch bei der Konkurrenz hat sich einiges getan, was vor allem die Entwicklung von mobilen Betriebssystemen vorangebracht hat. Während wir von Smartphones und Tablet PCs noch träumen durften, oder höchstens von Kirk, Picard und Co. in den zahlreichen Star-Trek-Serien vorhersehend erfahren haben, entwickelte Microsoft mit Windows XP das in unseren Augen bis heute sinnvollste Betriebssystem der Firma. Einfache Verweise, einfache Bedienung und ein mehr als nur verständliches Interface haben unseren Chefredakteur Eric dazu gebracht, das System über die gescheiterte Windows-Vista-Ära vom Jahr 2003 bis ins Jahr 2012 zu benutzen. Erst dann hat er sich aufgrund der recht wichtigen DirectX-Kompatibilität dazu entschieden, auf Windows 7 umzusteigen. Windows 7 macht zwar nicht so viel anders, nennt aber viele systemwichtige Eigenschaften einfach um, sodass man sich nach jahrelanger Benutzung wieder umorientieren muss. Wem diese Umstellung alleine schon zu schwierig ist, der wird mit Windows 8 zum Scheitern verurteilt sein.

System zum Anfassen

An einem Tag im letzten Frühling durften wir uns Windows 8 bei einem Bekannten einmal genauer anschauen. Alleine drei Klicks sind für uns nötig, um von der Startseite des Systems auf die alte Desktop-Oberfläche zu wechseln. Auf dieser machen wir die nächste schreckliche Entdeckung. Der Start-Button ist verschwunden, der uns seit Windows 95 nur gute Dienste geleistet hatte. Zwar ist es mit nicht offiziellen Modifikationen möglich, den Start-Button zurückzuholen, doch Microsoft hat sich lange Zeit stur dagegengestellt. Erst als die negativen Kritiken im Internet zu laut wurden und selbst Hardware-Produzenten Microsoft für die schleppenden Absatzzahlen der letzten Monate verantwortlich machten, hat der Konzern plötzlich eingelenkt, bringt mit Windows 8.1 den Start-Button zurück und lässt das System sogar direkt mit der bekannten Desktop-Oberfläche starten. Dass der Start-Button jedoch nur zwischen der Desktop- und der Kachelübersicht tauscht, auf der dann die in Windows 8 eingeführten Applikationen zu finden sind, kaschiert Microsoft also geschickt. Es ist jedoch nicht nur diese Änderungen bei der Optik, die uns bei Windows 8 negativ auffällt. Zudem ist das Betriebssystem vollkommen auf Touch-Geräte ausgelegt. Das macht auf den Tablet PCs mit Windows 8 als Betriebssystem zwar Sinn, aber nicht auf dem heimischen Desktop-PC.

Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit

Mit Windows 8 möchte Microsoft sich dem durch iPhone und Smparthone eingeleiteten und sich weiterhin abzeichnenden Trend anschließen. Den Grundstein legte man unter anderem mit dem Windows Phone 7, welches wir im Dezember 2010 vorgestellt haben. Die Idee des hauseigenen Smartphone-Betriebssystems war zwar gut, doch braucht man in unseren Augen in keinen aufblühenden Markt vorpreschen, der von Google und Android bereits aufgeteilt ist und selbst andere Mobilfunkunternehmen daran schon schwer zu knabbern haben. Mit dem aktuellen Betriebssystem geht Microsoft im Grunde jedoch den richtigen Weg, denn man will alle Geräte mit dem gleichen Betriebssystem unter einem Dach vereinen. Egal ob Windows 8 auf dem PC, dem Notebook, dem Tablet PC, dem Smartphone oder der Xbox 360 und bald der Xbox One. Zwar funktioniert das Betriebssystem auf allen Geräten ein wenig anders, doch mit einem einheitlichen Look will man wie Apple mit den hauseigenen Geräten den Übergang von einem Gerät auf das andere so leicht wie nur möglich gestalten. Daran können wir zwar nichts aussetzen, aber man sollte auch schauen, dass die Gestaltung auf dem entsprechenden Gerät überhaupt Sinn ergibt. Wir wollen jedenfalls keine Smartphone-Applikationen auf dem PC installieren, sondern viel lieber eigenständige und entsprechend designte Programme.

Kacheln als Werbefläche

Die Schuld an der aktuellen Microsoft-Misere muss man in erster Line Microsoft natürlich selbst geben. Ein Konzern, der in der Vergangenheit mit Windows 7 ein zumindest (auch bei einem Umstieg) leicht verständliches System anbot und zunächst auch auf der Xbox 360 ein tolles System einschleuste, hat einfach auf ein falsches Pferd gesetzt. Schauen wir nämlich ins Jahr 2008 zurück, wo sich der Trend der mobilen Betriebssysteme langsam aber sehr sicher abzeichnete, konnte Microsoft auf der Xbox 360 mit einem leicht verständlichen System punkten. Säuberlich auf mehrere Karteikarten aufgeteilte Listen haben die Bedienung, egal ob man nun eine Videodatei von einem USB-Stick abspielen oder einen Downloadcode eingeben wollte, sehr vereinfacht. Heute sehen wir nur Kacheln, oftmals daneben platzierte Werbung und viele Wege zu vielen tollen Sachen, die uns von der eigentlichen Sache ablenken wollen. Um einen Downloadcode einzugeben, müssen wir sogar umständlich ein zweites Menü öffnen, welches zwar frappierend an das Menü aus dem Jahr 2008 (und früher) erinnert, aber für Microsoft wohl an anderer Stelle keinen Sinn mehr gemacht hat. Bei der Konkurrenz aus dem Hause Sony hat man sich zumindest für eine lange Leiste mit Listenansicht entschieden, doch auch Sony – schon zu sehen am aktuellen PlayStation Store – entgeht der Trend nicht.

Geschickte Kundentäuschung

Während wir uns im PlayStation Store vor einigen Monaten auch noch durch voneinander getrennten Kacheln klicken mussten, bis wir zum entsprechenden Download-Titel kamen, hat sich Sony dazu entschieden, zu erst eine Listenansicht zu etablieren, die dann zu den Kacheln führt, über die wir dann wiederum die Seite des Spiels aufrufen können. Während das System gut funktioniert, stören uns etliche Ruckeleinlagen bei der Navigation dorthin und dann sind die entsprechenden Seiten, die im Endeffekt für die Bewerbung des Titels zuständig sind, fast bis gar nicht aussagekräftig. Werfen wir einen Blick über die ersten Konzeptbilder des Menüs der PlayStation 4, dann können wir durchaus sagen, dass man sich an Microsoft orientiert. In den Köpfen der Projektleitung von Nintendo, wie könnte es auch anders sein, hat man sich dem Konzept ebenfalls in ähnlicher Weise angeschlossen. Bereits mit der 2006 erschienenen Wii hat man Spiele und Software im Grunde als Applikationen verkauft, die aber Kanäle genannt – es passte einfach so schön in das Konzept, die Wii in den Köpfen der Kunden zu verankern. Bei der Wii U und auf dem 3DS nennt man die Software zwar ebenfalls noch nicht Applikationen, erfüllen aber denselben Auftrag wie auf den allermeisten Smartphones. Dafür verankert Nintendo Systemeinstellungen und Co. klug in einer eigenen Applikation.

Under the Surface

So und nicht anders funktioniert auch ein Smartphone mit Android-Betriebssystem. Sobald wir bei Google Play eine Anwendung herunterladen, wird sie direkt installiert und wir finden sie prompt im Menü und können sie auf Wunsch auf die oder eher gesagt auf eine der Seiten der eigentlichen Betriebssystemoberfläche ziehen. Während das auf einem Smartphone zwar schon gut funktioniert, geht das weniger hakelig auch mit einem Tablet PC. Obwohl wir diese Herangehensweise bei Microsoft in Hinblick auf Desktop-PCs stark kritisieren, müssen wir sie bei mobilen Geräten mit Touch-Oberfläche einfach gutheißen. Selten ist es so gut möglich, dass selbst Anfänger keinerlei (oder nur wenige) Probleme mit mobilen Geräten haben (wenn wir an dieser Stelle von Notebooks und anderlei komplizierten Spielzeugen absehen). Heute fragen sich die Leute leider nicht mehr oder viel zu wenig, wie eine Maschine oder auch ein Computer funktioniert, wie die Verknüpfungen im System gesetzt sind und interessieren sich entsprechend wenig für die Materie. Heute wollen die Menschen einfach, dass es funktioniert. Dabei ist es egal, ob es sich um einen PC, einen Tablet PC, ein Smartphone oder eine Konsole handelt, doch genau diese Menschen sollten sich beim nächsten Mal fragen, wenn sie Marit Larsens Song Under the Surface hören, was unter der Betriebssystemoberfläche werkelt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Review: Ranma ½ – Box 2

Ranma 1.2 - Box 2 (1)Einige sagen, dass sich Martial Arts und Romantik nicht vertragen. Viele chinesische Filme und Animes aus Japan beweisen jedoch das Gegenteil. Ranma ½ verbindet beide Elemente gekonnt und würzt die Mischung mit einer kräftigen Portion Humor.

Ranma 1.2 - Box 2 (2)Bei den Tendōs und Saotomes geht es auch in den nächsten 27 Episoden drunter und drüber. Ryōga Hibiki fordert Ranma zum Kampf, da er sich heimlich in Akane verliebt hat und der Kampf soll über das Recht entscheiden, wer Akane später einmal ehelichen darf. Diese wird jedoch von Mūsu entführt, der damit droht, Akane in eine Ente zu verwandeln. Der Grund ist einleuchtend. Da Shampū felsenfest behauptet, dass Ranma ihr Verlobter sei und Mūsu seine Zukunft jedoch an der Seite von Shampū sieht, will er Ranma dazu bringen, von Akane – egal auf welchem Wege – abzulassen. Mūsu ist aber nicht der einzige Mann, der Ärger verbreitet. Plötzlich taucht auch der totgeglaubte Meister von Genma und Sōun auf. Happōsai ist wütend, da seine beiden Schüler für seinen scheinbaren Tod verantwortlich waren und nistet sich jetzt als Wiedergutmachung in der Kampfschule für Schlägereien aller Art ein. Wäre das noch für alle erträglich, stört vor allem seine schlechte Angewohnheit. Happōsai ist ein Kleptomane, doch stibitzt er bei Weitem nicht alles. Sein Ziel ist die Unterwäsche von Frauen. Jede Nacht und jeden Tag ist er stets auf der Suche nach neuen Büstenhaltern und Höschen, die er seiner Sammlung hinzufügen will. Auch wenn ihn jeder aufhalten möchte, schafft es der Lüstling dennoch, egal ob in der Damenumkleide oder im Badehaus, unerwartet aufzutauchen.

Vorhang auf für Happōsai!

Ranma 1.2 - Box 2 (3)Während sich Genma und Sōun vor ihm fürchten und ihn nur angreifen, wenn ihr Meister am Boden liegt, lässt sich Ranma das nicht gefallen. Er wehrt sich gegen Happōsai, doch kann der junge Kampfsportler nicht wissen, wie gerissen sein Gegner wirklich ist. Mit Attacken wie der Happō-Feuerfaust zeigt er auch Ranma, was noch in seinen alten Knochen steckt. Ein weiterer Aspekt, wie wir eingangs schon erwähnt haben, ist auch der Romantikanteil in den vorliegenden Folgen. Plötzlich taucht aus dem Nichts Ukyō Kuonji auf. Ranmas Vater hat ihr beziehungsweise ihrem Vater, damals, als sie und Ranma noch Kinder waren, versprochen, dass Ranma sie eines Tages ehelichen wird. Dass das für noch mehr Chaos in der jetzt schon relativ schwierigen Konstellation sorgt, dürfte euch an dieser Stelle sicherlich schon klar sein. Damit Ukyō an ihr Ziel kommt, versucht sie sogar Ryōga mit Akane zu verkuppeln. Wenige Zeit später taucht Tsubasa auf, die beziehungsweise der sich unsterblich in Ukyō verliebt hat, jedoch schnell wieder aus dem Horizont der Charaktere verschwindet. Nicht verschwinden wird Shampū, denn die versucht mit einem Zaubermahl Ranma zu verhexen. Jedes Mal, wenn jemand in Ranmas Nähe niest, muss er diese Person gleich umarmen. Dass Akane dazu noch krank ist und sich einen Schnupfen einfängt, erheitert die Situation deutlich.

Stundenlanges Vergnügen

Ranma 1.2 - Box 2 (4)Hinzukommt, dass man in den vorliegenden Episoden ein wenig mit der chinesischen und der japanischen Mythologie, wenn zum Teil auch stark fantasievoll belastet, spielt. So bewachen die Charaktere einen magischen Büstenhalter, der bei Berührung eine Hexe zum Vorschein bringt und Genma plötzlich für einen Samurai hält, den sie einst geliebt hat. Außerdem findet Tatewaki Kunō ein Schwert, welches in ihm einen alten Dämon zum Leben erweckt. Zudem ist der chinesische Geheimbund, der sich um die Jusenkyō-Quellen kümmert, alles andere als zufrieden darüber, wie unsere Freunde mit ihren Verwandlungsfähigkeiten umgehen. Wir könnten die vielen tollen Geschichten, die wir in diesen Episoden erleben, noch stundenlang aufzählen und darüber philosophieren, doch müssen wir uns an dieser Stelle bremsen, um euch noch die Spannung und vor allem den Spaß durch den tollen Humor zu lassen. Dieser kommt zwar vor allem in den kuriosesten Szenen zum Ausdruck, doch auch sonst braucht sich Ranma ½ nicht vor Dragonball oder One Piece zu verstecken. Alle 27 Episoden verfügen über eine deutsche Tonspur (ohne Untertitel und keine japanische Tonspur!) und sind im 4:3-Format gehalten, welches zu Beginn der Neunziger Jahre nicht unüblich war. Der Ton liegt in Stereo 2.0 vor, doch das reicht deutlich aus, um Stimmen und Humor Ausdruck zu verpassen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Ranma ½ ist und bleibt ein Klassiker der Anime-Geschichte. Jeder, der sich nur im Entferntesten für Martial Arts oder Romantik in Animes interessiert, kommt um Ranma ½ nicht herum. Ich könnte den Charakteren, die von dem ruhelosen Ranma, dem orientierungslosen Ryōga, der aufbrausenden Akane bis zu dem Büstenhalterschatzjäger Happōsai völlig unterschiedliche Charakterzüge haben, stundenlang zuhören und zuschauen. Nahezu jede Minute zündet mindestens ein Gag und das kann nicht jeder Anime von sich behaupten! Mittlerweile fällt mir jedoch ein wenig schmerzlich die nicht vorhandene Haupthandlung auf. Zwar zielt der Anime klar auf ein Ende hin und mittendrin gibt es immer wieder ein paar Episoden, die auf die Ausgangslage des Animes hinweisen, doch ein roter Faden, der sich zum Beispiel durch Dragonball zieht, gibt es in Ranma ½ leider nicht. Die vielen lustigen Geschichten, die mit viel Wortwitz und Humor unterlegt sind und so dennoch unterhaltsam und zudem spannend bleiben, trüben da zum Glück hinüber weg. Wer sich also auch auf die 27 Episoden der zweiten Box einlässt, der bekommt über zehn Stunden besten Humor serviert, an den er sich noch jahrelang erinnern wird.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Ranma ½ – Box 2!

Review: EarthBound

EarthBound (1)Auf diesen Tag haben viele Rollenspieler sehnsüchtig gewartet. Am 18. Juli 2013 erschien nach fast genau 19 Jahren der unkonventionelle Rollenspielklassiker EarthBound in Europa. Endlich dürfen wir auch hierzulande das verrückte Super-Nintendo-Epos erleben!

EarthBound (2)Zunächst einmal sollte man jedoch wissen, dass EarthBound bereits der zweite Teil der in Japan bekannten Mother-Reihe ist. Da der Vorgänger in den Vereinigten Statten jedoch nie erschienen ist und der Titel wohl zu Verwechslungen zwischen Videospiel und der leiblichen Mutter bei Videospielern geführt hätte, hat man den Titel schließlich unter EarthBound ein Jahr später in den amerikanischen Gefilden veröffentlicht. Obwohl in allen drei Teilen der Reihe, die bis heute veröffentlicht worden sind, verschiedene Charaktere auftreten, gibt es dennoch Verknüpfungen zwischen den Spielen. Die Spielwelt, die vom Stil an Nordamerika erinnert, kann zudem als fiktives Paralleluniversum unserer Welt gedeutet werden. Unsere Welt, also die Welt des Spielers, ist ebenfalls von großer Bedeutung für Ness, dem Helden des Spiels, doch darauf möchten wir an späterer Stelle kurz eingehen. Als eines Nachts erst ein großer Knaller, dann Polizeisirenen zu hören sind und jemand wie verrückt an der Tür klopft, ahnt Ness noch nicht, dass er bald eine Reise antritt. Die Unglücksstelle gilt es aber zu erst nachts und dann am nächsten Morgen zu untersuchen. Ein Meteor ist auf die Erde geknallt und das nur wenige Meter von Ness’ Zuhause! Von einem kleinen Insekt, dass während eines Kampfes das Zeitliche segnet, erfährt Ness, dass er Giygas besiegen muss.

Gnadenloser Humor

EarthBound (3)Der bedroht nämlich die Erde und nur Ness und drei Mistreiter können ihn aufhalten. Ness’ Reise führt ihn von seiner Heimatstadt Onett im Eagleland zu großen Städten und in entfernte Länder. Unterwegs trifft er auf die magiebegabte Paula, das Genie Jeff und den Prinzen Poo. EarthBound bricht in den ersten Minuten bereits mit einer japanischen Rollenspieltradition und lässt uns die Charaktere frei benennen. Sogar Ness’ Leibspeise, seinen Hund und seinem Hobby dürfen wir Namen geben. Dadurch soll eine Vertrautheit zwischen der Spielwelt und der Welt des Spielers entstehen. Worin die verbundenen Welten gipfeln, verraten wir aus Spoiler-Gründen jedoch nicht. Ihr solltet nur wissen, dass Ness und seine Freunde ohne einen Spieler vor dem heimischen Fernseher irgendwann aufgeschmissen wären. Ein sehr wichtiges Kriterium der Spielwelt ist, dass sich diese nicht völlig ernst nimmt. So ist Ness ein kleiner Junge, der wie seine jungen Mitstreiter von Eltern und gleichaltrigen Freunden in die Welt hinausgeschickt werden, ohne sich überhaupt Sorgen um sie zu machen. Zudem hat es sich der Titel zur Aufgabe gemacht, das Rollenspielgenre an einigen Stellen durch den Kakao zu ziehen. In der Mitte des Spiels erkunden wir zwei Dungeons, die gewollt lieblos wirken – inklusive Erklärungen. Das heißt aber nicht, dass sich EarthBound selbst nicht ernst nimmt.

Kuriose Gegnervielfalt und der Griff zum Telefonhörer

EarthBound (4)EarthBound ist in erster Linie schließlich auch ein Rollenspiel. Das heißt, dass wir in den Kämpfen rundenbasiert auf Gegner einprügeln, Psi-Kräfte einsetzen und für gewonnene Kämpfe Erfahrungspunkte kassieren. Schauen wir uns aber die Gegnertypen einmal genauer an, fallen große Unterschiede zu anderen Rollenspielen auf. Wir kämpfen gegen Vögel, alte Greise, Pilze, Verkehrsschilder, Aliens und Zombies. Da ist von allem etwas dabei und da wäre er auch wieder – der Humor! Da derlei Gegner wohl kaum Dollars hinterlassen, mit denen wir uns in den Geschäften mit Yo-Yos, Baseballschlägern, Laser-Schusswaffen und Co. ausrüsten dürfen, haben sich die Entwickler einen Kniff einfallen lassen. Immer dann, wenn wir in Hotels und Läden zum Telefonhörer greifen, um bei unserem Vater das Spiel zu sichern, erzählt dieser, dass er uns einen bestimmten Betrag aufs Konto überwiesen hat. Der ist abhängig davon, welche und wie viele Gegner wir seit dem letzten Abspeichern erledigt haben. Zudem nutzen wir das Telefon, um unsere Mutter zu kontaktieren, um das Heimweh zu kurieren, beim Pizza-Service Pizza zu ordern und um Items bei unserer Schwester zu lagern oder liefern zu lassen. An dieser Stelle bröckelt jedoch leider die Fassade des Spiels, die sonst sogar bis ins kleinste Detail durchorganisiert zu sein scheint!

Ein Stück Nintendo-Geschichte

EarthBound (5)Wir dürfen beim Lieferanten, entweder drei Gegenstände einlagern oder drei Objekte abholen. Beides gleichzeitig geht nicht. Außerdem verlangt der Mann eine Liefergebühr, weshalb wir immer Bargeld dabei haben sollten. Der Weg zum Geldautomat gehört bei jedem Einkauf also quasi mit dazu, doch essentieller ist da schon, dass wir beim Kauf von Waffen nur sehen, ob diese besser sind, als die angelegten. Wie die Werte variieren und welche Vor- und Nachteile Rüstungsgegenstände bringen, erfahren wir erst, wenn wir sie gekauft haben und im Item-Menü die Beschreibung aufrufen. Dieses System war 1994, als der Titel als Mother 2 in Japan erschien, bereits antiquiert. Selbiges gilt auch bei den Psi-Kräften. Wollen wir wissen, was diese anrichten, müssen wir umständlich im Statusmenü des Charakters die entsprechende Technik studieren. Auf der technischen Seite gewinnt der Titel mit dem Soundtrack zwar Pluspunkte, grafisch wirkt er jedoch wie ein aufgebohrter Nintendo-Entertainment-System-Titel. Da EarthBound jedoch in vielen anderen Belangen zu überzeugen weiß, vergehen – ohne dass man es merkt – gut und gerne dreißig unterhaltsame Spielstunden. Wer in diesen einmal nicht weiter weiß, darf sich auf der offiziellen Homepage den Player’s Guide kostenlos herunterladen. EarthBound muss man zwar nicht gespielt haben, doch jeder, der diesen Titel auslässt, verpasst dafür ein wertvolles Stück Nintendo-Geschichte!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung des Spiels): Seit 19 Jahren warten Europäer auf dieses Spiel und seitdem ich den Protagonisten Ness aus Super Smash Bros. und dessen Nachfolgern kenne, habe ich das stete Verlangen danach, EarthBound oder eher gesagt die Mother-Reihe einmal zu spielen. Diesen Traum konnte ich mir durch das Angebot für einen humanen Preis (im Vergleich zu einem gut erhaltenen Modul) im eShop natürlich nicht entgehen lassen. Innerhalb von zwei Wochen habe ich dreißig Stunden in den Titel investiert und schon flimmerte vor ein paar Tagen der Abspann über meinem Bildschirm. Die Zeit bis dahin habe ich mit vielen rundenbasierten Kämpfen verbracht, wobei ich es schon als kleine Revolution ansehe, dass Kämpfe, die ich ohnehin unbeschadet gewinnen würde, bereits vor dem Öffnen des Kampfbildschirms beende und die Erfahrungspunkte für meine Recken kassiere. Dazu kommt die lustige Geschichte, die mit vielen illustren Charakteren aufgepeppt wird und mich im Schnitt sicherlich alle zehn Minuten einmal zum Schmunzeln bringt. Es ist schwer, EarthBound mit anderen Super-Nintendo-Rollenspielen zu vergleichen, da es sich zum Teil stark von denen abhebt, im Kern aber genau das ist, was ich von der 16-Bit-Zeit erwarte. Einzig und allein die sperrigen Menüs haben mich zur Weißglut getrieben, denn im Vergleich mit anderen Rollenspielen, zieht EarthBound hier eindeutig den Kürzeren. Wer sich aber auf EarthBound einlässt, bekommt ein solides bis geniales Rollenspiel vorgesetzt!

Prime Time: Ranma ½ – Box 1 (Unboxing)

Vor ein paar Tagen haben wir euch bereits ausführlich in unserem Review dargelegt, um was in Ranma ½ geht. In einem Unboxing-Video würdigen wir diese Serie abermals, indem wir euch die haptischen und optischen Qualitäten der DVD-Box ausführlich vorstellen. Wir wünschen euch gute Unterhaltung beim Anschauen!