Wir wünschen euch frohe Weihnachten!

Liebe Gameplay-Gamers-Leser,

dreieinhalb Jahre existiert Gameplay Gamers bereits und das letzte Jahr war für uns mehr als erfolgreich, insbesondere deshalb, weil wir mit unserem neuen Seitenaufbau noch mehr User ansprechen als zuvor. Zudem fanden viele neue Leser ihren Weg auf unsere Seite und in die NextGen-Community, die in diesem Jahr nach Aufgabe des NextGen-Forums gegründet wurde. Im unregelmäßigen, aber meist zweitäglichen Rhythmus veröffentlichen wir auf unserer Seite wieder vermehrt Reviews, Previews und Specials. Somit entfernen wir uns von unserem News-System des Vorjahres, damit wir uns wichtigeren Dingen widmen können. Außerdem konnten wir mit einigen Gewinnspiel in diesem Jahr auf Gameplay Gamers aufmerksam machen. Wer kein Glück bei unseren Gewinnspielen hatte und sich zu Weihnachten über Geldgeschenke freuen darf, dem legen wir unsere Artikel der letzten Wochen ans Herz. Wir haben viele interessante Titel für euch intensiv getestet und vielleicht ist für den einen oder anderen unter euch das passende Geschenk dabei.

Viel mehr Worte möchten wir an dieser Stelle aber nicht verlieren, da die meisten unter euch wahrscheinlich gerade im Kreis der Familie oder mit Freunden das Fest der Liebe zelebrieren. Genießt die Feiertage, das weihnachtliche Essen, schaut euch ein paar Animes oder Filme an, zockt die Spiele, welche ihr geschenkt bekommt und nehmt euch vor allem die Zeit dafür, all das zu erledigen, was ihr euch vorgenommen habt. Frohe Weihnachten wünschen euch

Eric Ebelt & Björn Rohwer

Umfrage-Ergebnis: Weihnachten mit der Wii U

Am zweiten Dezember 2013 haben wir euch gefragt, welche Konsole bei euch unter dem Weihnachtsbaum liegen wird. Die Ergebnisse sind eindeutig und überraschend zugleich. Nachdem Nintendo in den letzten Monaten, öfters als dem Konzern wohl lieb ist, Kritik einstecken musste, kann sich der Grund für die negativen Meinungen aber dennoch auf dem Treppchen sehen lassen. Ganze 32 Prozent unserer Leser rechnen damit, eine Nintendo Wii U unter dem Baum zu finden. Zudem ist auch die neue Konsolenpräsenz nicht vom Weihnachtsfest wegzudenken, denn 24 Prozent von euch erwarten die Ankunft einer PlayStation 4 im heimischen Wohnzimmer. Nintendo wird sich jedoch ein zweites Mal die Hände reiben, denn ganze 16 Prozent unserer Leser wünschen sich einen Nintendo 3DS zu Weihnachten. Alle anderen Auswahlmöglichkeiten stagnieren teils überraschend im einstelligen Bereich. Sowohl die PlayStation Vita oder eine andere (nicht umfragerelevante) Konsole liegen bei euch mit einer Wahrscheinlichkeit von neun Prozent unterm Baum, die neue Xbox One erwarten von euch gerade einmal vier Prozent und sowohl die Wii als auch die Xbox 360 schlagen mit circa jeweils einem Prozent zu Buche.

Es lässt sich unterm Strich also festhalten, dass unsere Leser in den nächsten Monaten größtenteils die Abenteuer von Mario, Link und Co. auf Nintendos Konsolen erleben wollen. Um den Einstand in den technischen Vorsprung der neuen Konsolen zu feiern, ist jedoch auch die PlayStation 4 absolut nicht unbeliebt. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie sich das Verhältnis in den nächsten Monaten ändern wird. Abschließend möchten wir uns noch bei jedem Teilnehmer unserer Umfrage bedanken!

Umfrage: Welche Features sind an Super Mario 3D World interessant?

Super Mario 3D World - Umfrage (1)Jahr für Jahr versorgt Nintendo die Fans des pummeligen Klempners Mario mit einem neuen Spiel. In diesem Jahr dürfen wir unter anderem in Super Mario 3D World den Klempner beziehungsweise die Katze mimen. Da die Abenteuer des Klempners in den meisten Fällen sehr abwechslungsreich sind und aus vielen kleinen netten Ideen bestehen, mussten wir uns auch hier zurückhalten und eine kleine Auswahl für unsere Umfrage treffen. Diesmal möchten wir von euch nämlich gerne wissen, welche Features an Super Mario 3D World für euch am interessantesten sind. Eine Mehrfachauswahl ist bei dieser Umfrage natürlich möglich. Sollte ein Feature, das wir hier nicht aufgezählt haben, für euch wesentlich interessanter sein, dann würden wir uns auf jeden Fall über einen Kommentar auf unserer Seite freuen.

Gewinnspiel (16. – 30. Dezember 2013)

Super Mario 3D World - Gewinnspiel (1)Wer eine Wii U sein Eigen nennt, kommt derzeit wohl kaum um Super Mario 3D World herum. Einige werden sich den Titel sicherlich zum Release gekauft haben oder wünschen ihn sich zu Weihnachten. Unser Gewinnspiel richtet sich entsprechend zunächst einmal an jene, die noch nicht in das neueste Abenteuer des Klempner stürzen konnten. In Zusammenarbeit mit Nintendo verlosen wir zweimal jeweils ein Exemplar von Super Mario 3D World für die Wii U. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr auch gar nicht viel tun. Ihr müsst einfach nur an einer Umfrage teilnehmen und könnt danach noch eure Gewinnchancen steigern, indem ihr drei weitere Aufgaben optional wahrnehmen könnt.

1. Aufgabe (obligatorisch): Ihr nehmt an unserer Umfrage zu Super Mario 3D World teil und schreibt entweder unter jenen oder diesen Beitrag nochmals einen kurzen Kommentar, warum ihr dieses (oder ein anderes, in der Umfrage nicht aufgeführtes) Feature so faszinierend findet. Für die Teilnahme an der Umfrage erhaltet ihr eine Gewinnchance. Besonders kreative Beiträge honorieren wir mit vier weiteren Gewinnchancen. Mit dieser Teilnahme abonniert ihr zudem unseren kostenfreien und jederzeit kündbaren Newsletter.

2. Aufgabe (optional): Drei weitere Gewinnchancen könnt ihr verdienen, indem ihr Teil der NextGen-Community werdet und unter dem dortigen Gewinnspielbeitrag vom 16.12.2013 den gleichen (oder einen ähnlichen) Kommentar schreibt. Gebt zusätzlich bitte euren Nickname in eckigen Klammern an, mit dem ihr den Kommentar auf unserer Internetseite unter dem Gewinnspiel- oder Umfragebeitrag hinterlassen habt.

3. Aufgabe (optional): Weitere drei Gewinnchancen erhaltet ihr jeweils, wenn ihr uns auf Facebook, Twitter oder Google+ folgt, den Gewinnspielbeitrag vom 16.12.2013 dort öffentlich mit euren Freunden teilt und unter dem Gewinnspielbeitrag den gleichen (oder einen ähnlichen Kommentar) schreibt. Gebt bitte zusätzlich euren Nickname in eckigen Klammern an, mit dem ihr den Kommentar auf unserer Internetseite unter dem Gewinnspiel- oder Umfragebeitrag hinterlassen habt.

4. Aufgabe (optional): Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr eure Freunde und Bekannte auch in anderer Hinsicht auf die Social-Media-Auftritte von Gameplay Gamers hinweisen könntet. In Fünfziger-Intervallen erhöhen wir sowohl bei Facebook (ab 700 Personen), bei Twitter (ab 250 Personen), bei Google+ (ab 100 Personen) und in der NextGen-Community (ab 150 Personen) die Gewinnchancen jedes Teilnehmers in der jeweiligen Kategorie um jeweils den Wert 2. Diese Gewinnchancen steigern wir ebenfalls in Fünfziger-Intervallen durch Abonnements auf Youtube (ab 400 Personen) für alle Teilnehmer der Social-Media-Auftritte jeweils um 1. Ihr dürft uns also gerne über die Schaltflächen unserer Social-Media-Auftritte empfehlen, um eure Gewinnchancen möglicherweise enorm zu steigern!

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren festen Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Teilnehmer benötigen eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Eine Mehrfachteilnahme ist nicht gestattet. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, werden die Preise unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 31. Dezember 2013 informiert. Die angeschriebenen Personen haben anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt einer der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und in der NextGen-Community erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30. Dezember 2013, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Assault on Wall Street

Assault on Wall Street (1)Böse Zungen behaupten, dass Dr. Uwe Boll mit manch seinem Film weniger kritisieren und stattdessen mehr provokativ agieren möchte. Dieses Gefühl bekommt man auch bei Assault on Wall Street zu spüren, denn besonders US-amerikanische Medien werten den Film ab.

Assault on Wall Street (2)Jeder, der die Nachrichten ab dem Jahr 2007 auch nur wenig verfolgt hat, wird unweigerlich von der Finanzkrise, die in den Vereinigten Staaten von Amerika begonnen hat, sehr wohl gehört haben. Jeder, der in der Wirtschaft aufs falsche Pferd gesetzt hat, hat verloren. Assault on Wall Street setzt in dieser Zeit ein und blickt in das Leben des fiktiven Charakters Jim Baxford, einem Sicherheitsangestellten. Seine Ehefrau Rosie ist schwer krank und als sie eine weitere Behandlung benötigt, erfährt das Paar, dass die Versicherung die Kosten für diese Behandlung nicht übernehmen wird. Zunächst denkt Jim, dass es sich hierbei nur um einen Fehler seitens der Versicherung handelt und so nutzen die beiden zunächst Angespartes, um die Spritzen und die Gentherapie für Rosie zu bezahlen. Als er von seiner Versicherung hört, dass sie tatsächlich nicht dafür zahlen wird und dass man ihn auf solche Situationen aufgrund der Firmenpolitik nicht hingewiesen hat, ist er zunächst entsetzt. Die Lage spitzt sich zu, als er von seinem Broker in Kenntnis darüber gesetzt wird, dass seine Investitionen gefährdet sind, da die Firma in Immobilien investiert hat, die ihr Geld vorne und hinten nicht wert sind. Er soll sogar noch mit seinen restlichen Rücklagen dafür haften. Wutentbrannt sucht er einen Anwalt auf, der für das Schützen seines Eigentums im Voraus zehntausend Dollar sehen will.

Ein Mann sieht rot

Assault on Wall Street (3)Zwar schafft er es, das Geld aufzutreiben, doch hilfreich ist sein Anwalt nicht. Als sein Chef bei der Sicherheitsfirma von seinen finanziellen Problemen hört, wird Jim entlassen. Als er nach Hause kommt, bemerkt er, dass sich seine Frau das Leben genommen hat. Tage später verliert er auch noch das Haus. Man kann gut verstehen, dass Baxford in dieser Situation auf den Staat, die Politik, die Rechtsprechung und das Finanzwesen alles andere als gut zu sprechen ist. Aus diesen Gründen entwickelt er einen todbringenden Plan und macht ohne jedwede Skrupel Jagd auf alle, die für den Tod seiner Frau ansatzweise mitverantwortlich sind. Der Film trägt definitiv nicht die Botschaft, dass Gewalt eine Lösung ist. Stattdessen möchte er provokativ den tiefen Sumpf der US-Finanzwirtschaft aufdecken, um zu zeigen, auf welche extreme Art und Weise die Gier und Verantwortungslosigkeit der Finanzindustrie in dieser Zeit gewachsen ist. Im Audiokommentar erwähnt Regisseur Boll sogar, dass er in Assault on Wall Street persönlich wird, da er beim besten Willen nicht versteht, wie Staat und Politik mit der Finanzkrise umgegangen sind und sagt sogar, dass ein Amoklauf manchmal der beste Weg sei, um mit den Menschen in Kontakt zu treten. Man muss natürlich verstehen, wie Boll das meint. Als ein Aufruf zum Amoklauf ist diese Aussage definitiv nicht zu gelten!

Gesetz der Rache

Assault on Wall Street (4)Um Frust abzulassen, arbeitet Boll mit Schauspielern wie Clint Howard oder Michael Paré zusammen, die ihr schauspielerisches Können anbieten. Die Hauptrolle fällt diesmal Dominic Purcell zu, der bereits in der Serie Prison Break die tragende Rolle eingenommen hatte. Man kann es nicht oft genug betonen – Seriendarsteller können sich auf emotionale Szenen deutlich besser einstellen und Purcell schafft es, sowohl Trauer als auch Rachegelüste zu vereinen. Edward Furlong und Eric Roberts tragen ebenfalls noch ihre Reize bei, kommen aber unserer Meinung nach zu kurz. Roberts hätte ruhig ein bis zwei weitere Szenen vertragen können. Die optische Seite des Films bietet gestochen scharfe Bilder, die in puncto Atmosphäre mit einem guten und passenden Soundtrack unterlegt werden. Sowohl die deutsche Synchronisation als auch die englische Originaltonspur sind gelungen. Schade finden wir es jedoch, dass man sich dazu entschieden hat, kein Bonusmaterial auf der Disc unterzubringen. Informationen zur Finanzkrise wären für manchen Zuschauer sicherlich sehr nützlich gewesen. Assault on Wall Street ist düster und bietet sogar nach einer genialen Schlussszene einen doch sehr bitterbösen Nachgeschmack. Wer vom Ende von Gesetzt der Rache zu Recht enttäuscht war, wird Assault on Wall Street, einem Mix aus Drama und Action, sehr viel eher in Erinnerung behalten!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Man kann sagen was man möchte und auch wenn Uwe Boll öfters in einem zweifelhaften Ruf steht, lässt er sichtlich viel Herzblut in seine Filme einfließen. Wenn Regisseure persönlich werden, kann der Schuss jedoch ganz schön nach hinten losgehen. Bei Assault on Wall Street bin ich geteilter Meinung. Auf der einen Seite kann ich mit dem Charakter des Jim Baxford durchaus mitfiebern und ich gönne ihm seine Rache tatsächlich, doch auch wenn der Film diese Botschaft nicht tragen will, so ist sie dennoch für mich ein wenig spürbar – der Film verkauft die Rache von Jim Baxford als Lösung für seine Probleme. Das liegt daran, dass die ersten sechzig Minuten sich tatsächlich wie ein Drama anfühlen und man erwartet, dass Baxford auf clevere Art und Weise es noch schafft, seine Probleme zu lösen. Durch sein Fäkalwortvokabular wird dann jedoch schnell deutlich, dass er zwar auf stumpfe, aber doch intelligente Weise seine Gegner ausschaltet. Da ich damals vom Film Gesetz der Rache am Ende sehr enttäuscht war, bin ich froh, dass Boll endlich mal ein Machtwort gesprochen hat und sozusagen den weniger bösen Protagonisten gegenüber den bösen Brokern gewinnen lässt. Angeblich soll sogar ein zweiter Teil möglich sein, wenn man mancher Aussage im Internet Glauben schenken mag. Ich würde ihn mir auf jeden Fall anschauen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars zu Assault on Wall Street!

Review: Empire State – Die Straßen von New York

Empire State - Die Straßen von New York (1)Gangsterfilme erfreuen sich spätestens seit Der Pate großer Beliebtheit. In GoodFellas: Drei Jahrzehnte in der Mafia geht es dann auch schon mal um einen Raubzug, einem so genannten Heist. Diese Thematik greift Empire State – Die Straßen von New York auf.

Empire State - Die Straßen von New York (2)Empire State spielt im Jahr 1982. Rudolph Giuliani war noch nicht Bürgermeister der Stadt an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika und die Kriminalitätsrate war zu diesem Zeitpunkt noch deutlich höher. Chris Potamitis und sein bester Freund Eddie leben in dieser Zeit und halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Chris möchte jedoch etwas aus seinem Leben machen und will die Ausbildung zum Polizisten einschlagen. Allerdings wird er nicht einmal zum Einstellungstest zugelassen, da ihn sein bester Freund damals auf einem Konzert zu einem Joint überredet hat und die beiden daraufhin festgenommen wurden. Eddie hingegen versucht das schnelle Geld zumachen und ist ständig auf der Suche nach dem Auftrag, um sich danach gleich am besten zur Ruhe zu setzen. Eines Tages erhält Chris die Möglichkeit, bei einer Sicherheitsfirma anzufangen. Sofort nimmt er den Job an, denn den Weg von Eddie möchte er jedenfalls nicht einschlagen. Zunächst läuft der Arbeitsalltag gut, denn mit seinem Kollegen Tony fährt er täglich mehrere Touren, um Geld zu transportieren – ohne Zwischenfall. Nach einigen Tagen passiert jedoch das Unvermeintliche. Maskierte Gangster überfallen die beiden und töten Tony. Die Sicherheitsfirma betrügt Tonys Ehefrau und dessen Tochter um 45.000 Dollar. Chris traut seinen Augen nicht, als er davon erfährt.

24 Millionen Dollar

Empire State - Die Straßen von New York (3)Somit muss Chris feststellen, dass man auch in der guten Welt an jeder Ecke auf korrupte Arbeitgeber stößt. Da man ihm weniger vertraut, verdonnert man ihn zur Nachtschicht. Jede Nacht wird für ihn zur Qual, doch eines Tages bemerkt er, dass die Sicherheitsfirma bei Weitem nicht so gesichert ist, wie sie es sein sollte. Bis zu 24 Millionen Dollar sollen im abgesicherten Raum lagern. Nachdem er es schafft, unbemerkt einen dicken Geldbündel zu entwenden, möchte er zunächst Tonys Familie unterstützen. Auf Drängen von Eddie leckt er jedoch Blut und mit zwei weiteren Gelegenheitsverbrechern beschließen sie, den Laden in einer Nacht auszurauben. Die Sache eskaliert jedoch, als genau an diesem Abend die Polizei von New York City aufgrund eines Tipps in der Sicherheitsfirma auftaucht und Chris unter Druck setzt. Für ihn wird die Sache zu heiß, doch Eddie lässt sich nicht davon abbringen und plant den Heist weiter. Damit stellt er sich gegen seinen Freund und ihre Freundschaft, die daraufhin stark in Mitleidenschaft gezogen wird und auch die Mafia und andere Verbrecher in New York City auf sie aufmerksam macht. Als das Federal Bureau of Investigation, kurz FBI, die Verbindungen zwischen allen Beteiligten aufdeckt, beginnt eine Hetzjagd quer durch die Straßen von New York City, die vor allem die Frage aufwirft, wo nun das Geld geblieben ist.

Die Achtziger Jahre

Empire State - Die Straßen von New York (4)Die Handlung von Empire State wird gut und spannend erzählt. Fans von Grand Theft Auto werden sich gut in die Dialoge von Chris, Eddie und Co. versetzen können und auch ihre Motivation verstehen, etwas aus ihrem Leben zu machen (beziehungsweise nicht zu machen). Während die Rollen verteilt scheinen, verwinkelt sich die Sachlage bis zum Ende immer mehr. Geschauspielert von Liam Hemsworth und Dwayne Johnson werden Verbrechen und Ordnung in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts erstaunlich gut eingefangen. Dazu kommen Songs aus den Achtziger und Siebziger Jahren. Unter anderem ist Albert Hammond mit seinem Song It Never Rains in Southern California zu hören, was der Atmosphäre des Films extrem zu gute kommt. Auf der optischen Seite brilliert der Film mit einem scharfen Bild im 16:9-Format (2,40:1) in 1080p auf der Blu-ray Disc. Beide Tonspuren in Deutsch und Englisch liegen in DTS-HD 5.1 Master Audio vor. Zwar kann die deutsche Synchronisation mit bekannten Synchronsprechern punkten, doch die Originaltonspur ist (fast wie immer) ein klein wenig authentischer. Wer derzeit Grand Theft Auto V spielt oder einfach ein Faible für Action- und Heist-Filme hat, der wird mit Empire State – Die Straßen von New York gut unterhalten werden, auch wenn der Film zum Ende hin ein wenig an Fahrt verliert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Empire State – Die Straßen von New York ist ein spannender Film, der sich einzig und allein darum dreht, wie man in eher ärmlichen Verhältnissen schnell an das große Geld kommt. Ein Heist ist dabei das beste Mittel, um den verzweifelten Versuch, aus seiner sozialen Schicht auszubrechen, darzustellen. Die Story um Chris und Eddie, zwei Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, gestaltet den Heist als schwierig und umständlich, doch trotzdem versucht zumindest einer von ihnen, den Heist durchzuziehen. Basierend auf einer wahren Begebenheit werden entsprechend auch nicht die Konsequenzen glorifiziert, sondern ehrlich aufgezeigt. Mit der Botschaft, dass sich ein Verbrechen nicht auszahlt, endet auch dieser Film, doch lehne ich mich nach einem Film guter Dialoge, guter Musik und einer spannenden Handlung zurück. Tatsächlich wollte ich mir den Film nach dem Abspann direkt ein zweites Mal anschauen, doch das hebe ich mir für einen anderen Abend auf, damit das Gesehene erst einmal verankert wird. Wer derzeit Grand Theft Auto V spielt und von Heists nicht genug bekommt, sollte sich Empire State unbedingt einmal anschauen. Man wird es sicherlich nicht bereuen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Empire State – Die Straßen von New York City!

Partner: Heavenly-Mangas-Adventskalender

Nicht nur wie zelebrieren das Fest der Liebe im Voraus mit einer großen Verlosung, sondern auch unsere Partnerseite Heavenly Mangas veranstaltet ein Gewinnspiel. In Form eines Adventskalenders könnt ihr tolle Preise abstauben. Was ihr dafür genau tun müsst, erfahrt ihr bei unserem Partner Heavenly Mangas. Wir drücken euch ganz fest die Daumen!

Prime Time: Bravely Default – Deluxe Edition (Unboxing)

Vor wenigen Stunden ist die Deluxe Edition von Bravely Default bei uns angekommen. Ausnahmsweise hat Amazon so ein begehrtes Sammlerstück mal nicht mit Hermes verschickt, weshalb wir euch bereits heute unser Unboxing-Video präsentieren. Im Video stellen wir euch die haptischen und optischen Merkmale der Verpackung, sowie ausgiebig den Inhalt vor. Wie uns die Augmented-Reality-Karten, das Artbook, die Soundtrack-CD, die Figur von Agnès und die Aufmachung des Spiels gefallen, erfahrt ihr ebenfalls im Video. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Review: Deadfall Adventures

Deadfall Adventures (1)Henry Walton Jones Jr., Lara Croft, Nathan Drake oder Lemeza Kosugi – die Liste bekannter Film- und Videospielarchäologen ist durchaus lang. Mit James Lee Quatermain gesellt sich nun ein weiterer Vertreter seines Fachs zu den verschiedenen Persönlichkeiten.

Deadfall Adventures (2)James’ Nachname ist jedoch gar nicht so unbekannt, denn einige von euch werden sicherlich schon von Allan Quatermains Abenteuern gehört haben. Die Romanfigur durchlebte mit seinen Gefährten vor allem in Afrika die eine oder andere brenzlige Situation. Später wurden seine Abenteuer auch verfilmt oder zitiert (zum Beispiel in Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen). James Quatermain ist der Nachfahre jenes Allan Quatermain. Eigentlich plante er, nichts Großes in Ägypten zu finden, doch dann wird er auf das sagenumwobene Herz von Atlantis aufmerksam. Da das Spiel jedoch in den Dreiziger beziehungsweise Vierziger Jahren spielt, ist natürlich auch jemand anderes hinter den Artefakten am Nil interessiert. So muss sich James nach seiner Ankunft direkt mit den Nationalsozialisten anfreunden, die ihm das Herz von Atlantis abnehmen wollen. Gemeinsam mit der US-Agentin Jennifer Goodwin und dem deutschen Wissenschaftler Dr. Hagen reisen wir mit Allan Quatermains Urenkel um die Welt. Deadfall Adventures schildert eine Geschichte über Vertrauen und Verrat, die an wenigen Stellen ihre Höhepunkte findet, dann aber spannend inszeniert wird. Mit Ägypten, der Arktis und dem Dschungel von Guatemala erwarten uns exotische Schauplätze, die wir immer gründlich nach Hinweisen durchsuchen sollten, um versteckte Schätze zu finden.

Von Schätzen und Fallen

Deadfall Adventures (3)Hier spielt Deadfall Adventures seinen Trumpf aus, denn der Ego-Shooter setzt nicht nur auf stumpfes Ballern, sondern auch auf die Erkundung der Umgebung. In zerstörbaren Vasen, Sarkophagen, im Gebüsch oder in Truhen können wir Schätze finden, die für unsere Charakterentwicklung wichtig sind. An bestimmten Statuen lassen sich die Schätze, die sich auf drei Werte auswirken, in neue Fähigkeiten umwandeln. Beispielsweise halten wir danach mehr Treffer aus oder können besser zielen. Damit uns auch kein Schatz verborgen bleibt, sollten wir von Anfang an nicht vergessen, ständig unseren Kompass zu zücken. Dieser weist uns nämlich den Weg zum nächsten Artefakt, wenn denn in unmittelbarer Nähe ein Schatz zu finden ist. Trotzdem sollten wir in den Tempelanlagen aufpassen, denn wie man das aus den Abenteuern der eingangs erwähnten Herren und Damen kennt, werden die meisten Schätze von Wächtern oder Fallen bewacht. Wer also blindlings drauflos läuft, wird schnell von aus dem Boden schießenden Lanzen aufgespießt, von einem Felsbrocken zerquetscht oder durch Feuerfallen geröstet. Bevor es dazu kommt, sollte man die Falle also entschärften oder sie, sofern möglich, aus sicherer Entfernung einmal auslösen. Manchmal ist aber auch das Lösen eines Rätsels in der näheren Umgebung der Schlüssel zur Lösung des Problems.

Rätsel mit Hindernissen

Deadfall Adventures (4)Die Rätselqualität schwankt jedoch ständig. Während einige Puzzles relativ einfach zu lösen sind, erreichen manche Rätsel das Niveau eines der Myst-Spiele. Zwar ist Quatermain mit den Notizen seines Urgroßvaters ausgestattet, doch diese klären nicht immer logisch auf, wie man das Rätsel löst. Hier hätten wir uns von den Entwicklern mehr Liebe zum Detail gewünscht und nicht so viele Rätsel, die sich in anderen Varianten wiederholen. Die Kreativität eines Ablegers der The-Legend-of-Zelda-Serie erreicht Deadfall Adventures nicht. Dafür finden wir es gut, dass die Fallen nicht nur uns schaden, sondern auch allen Gegnern. Wenn Untote, Nationalsozialisten oder Kommunisten gegen uns kämpfen, sollte man immer auf die Fallen achten. Wenn unsere Feinde also die Öffnungen einer Feuerfalle am Boden überqueren, sollten wir den auslösenden Mechanismus aktivieren und ihnen einheizen. Hier fällt auf, dass die künstliche Intelligenz der Gegner nicht die beste ist. Auf der einen Seite bewegen sich die Gegner zu wenig, verharren oftmals nur halb hinter Kisten und sind so ein leichtes Ziel. Auf der anderen Seite treffen sie dafür im Gegensatz zu uns (auch beim genauen Zielen!) zu oft. An einer Stelle tötete uns ein Gegner sogar ohne uns überhaupt zu sehen! Das passiert in der Regel aber nicht. Trotzdem ist es schade, dass es relativ wenige Gegnertypen gibt.

Fehlende Mitspieler

Deadfall Adventures (5)Neben den menschlichen Feinden, gibt es eigentlich nur Untote, wie Konquistadoren, die mit altertümlichen Donnerbüchsen Jagd auf uns machen. Diese müssen im Kampf mit einer Taschenlampe geschwächt werden, denn sonst können wir sie nicht töten. Wer an Alan Wake denkt, darf genüsslich schweigen. Mit diversen Waffen, das heißt vom einfachen Revolver bis zum Maschinengewehr, ist alles dabei, was man sich von einem Ego-Shooter (mit dem zeitlichen Hintergrund) nur wünschen kann. Auch Teile der Umgebung sind zerstörbar – so fallen schon mal Eiszapfen auf Gegner oder Vasen offenbaren Skarabäen, die sich am Fleisch unsere Feinde laben. Lecker! Mit einer Spielzeit von zehn Stunden unterhält der Titel im Singleplayer-Modus und bietet anschließend noch Motivation, auch die letzten Schätze in den neun Spielabschnitten zu bergen. Wie sich der Titel im Mehrspielermodus schlägt, können wir nicht einschätzen. Zum Testzeitpunkt am ersten Dezember 2013, also Wochen nach Release, haben wir keinen einzigen Mitspieler getroffen. Auf der optischen Seite besticht der Titel mit ansehnlichen Grafiken, die im Detail der Zeit hinterherhinken. Der Soundtrack ist passend, doch die bekannten deutschen Sprecher wirken leider sehr oft emotionslos. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kommt in den Genuss eines Ego-Shooters mit guten Ansätzen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Kurz vor Release des Spiels bin ich auf den Titel aufmerksam geworden, denn eigentlich tue ich Ego-Shooter oftmals als zu uninspiriert ab, da bei heutigen Produktionen es fast nur noch wichtig ist, dass das Spiel mit Effekten und hochauflösenden Grafiken punktet – der Spielspaß geht da meiner Meinung nach oft verloren. Deadfall Adventures bietet mit den Fallen und versteckten Schätzen einen neuen Ansatz, den ich im Genre wirklich begrüße. Viele Rätsel wirken zwar austauschbar oder wiederholen sich zu oft, doch darüber sehe ich gerne hinweg, da die Suche nach den Schätzen motiviert. Auch nach Abschluss der Handlung habe ich Lust, in das eine oder andere Level zurückzukehren, um mir auch noch die letzten Schätze einzuverleiben. Gefreut habe ich mich außerdem auf den Mehrspielermodus. Ich habe zwar schon damit gerechnet, dass die Server nicht wie bei einem Teil der Battlefield- oder Call-of-Duty-Reihe überquellen, aber dass ich auf gar keinen Mit- beziehungsweise Gegenspieler treffe, spricht leider nicht gerade für die Qualität des Spiels und das, obwohl auch der Mehrspieleransatz gut klingt. Wer nicht unbedingt auf den Multiplayer-Anteil, eine bombastische Grafik oder eine wendungsreiche Handlung Wert legt, dafür aber umso mehr eine Sammelleidenschaft in Spielen hegt, sollte Deadfall Adventures zumindest einmal anspielen. Den Entwicklern lege ich an dieser Stelle nahe, nicht die Flinte ins Korn zu werfen und die Ansätze bei einem möglichen Nachfolger, der am Ende angedeutet wird, zu Ende zu denken – dann bekommt dieser Nachfolger sicherlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Aufmerksamkeit, die sich eigentlich schon dieses Spiel verdient hätte.

Vielen Dank an Nordic Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplar von Deadfall Adventures!

Gewinnspiel (02. – 14. Dezember 2013)

Dezember-2013-Gewinnspiel (1)Gemäß unserer Tradition der letzten Jahre veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder ein großes Weihnachtsgewinnspiel. In diesem Jahr verlosen wir satte 51 Preise, die es echt in sich haben. Zum Beispiel eine Assassin’s-Creed-IV:-Black-Flag-Edward-Kenway-Figur oder The Legend of Zelda: The Wind Waker HD – signiert von Eiji Aonuma! Solche tollen Preise kann selbst der Weihnachtsmann nicht jedem Kind unter den Baum legen. Da die Form des Gewinnspiels im letzten Jahr bei unseren Lesern Anklang gefunden hat, haben wir uns in diesem Jahr entschlossen, das diesjährige Gewinnspiel ganz genau so zu gestalten. Da nicht jeder unserer Leser mit jedem Preis gleich viel anfangen kann, haben wir uns dafür entschieden, nach Ablauf des Gewinnspiels eine zufällige Zahl zwischen fünf und zehn zu bestimmen und exakt so viele Superpakete aus den angegebenen 51 Preisen zu schnüren.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr wie gewohnt gar nicht viel tun. Ihr habt wie immer die Auswahl zwischen mehreren Gewinnspielmöglichkeiten und könnt die Option wählen, welche euch am ehesten zusagt. Ihr dürft an allen aufgeführten Optionen (bis auf Option 7) täglich teilnehmen, um die Chance auf eines der Superpakete deutlich zu erhöhen. Für jede Teilnahme erhöht sich eure Gewinnchance! Wie folgt könnt ihr an unserem Gewinnspiel zwischen dem zweiten und 14. Dezember teilnehmen:

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt einen unserer Gewinnspielbeiträge öffentlich mit euren Freunden und weist dabei auf unsere Facebook-Seite hin. Anschließend teilt ihr uns auf unserer Facebook-Seite unter dem Gewinnspielbeitrag mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

2. Ihr folgt uns auf Twitter und teilt uns in eurer Antwort auf einen der Gewinnspielbeiträge mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt einen unserer Gewinnspielbeiträge und teilt uns unter dem Beitrag mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

4. Ihr werdet Teil der NextGen-Community auf Facebook und teilt uns unter einem der Gewinnspielbeiträge mit, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

5. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Youtube-Username mit und schildert uns, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.

6. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns mitteilt, was ihr euch in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

7. Ihr nehmt an unserer aktuellen Umfrage teil und hinterlasst unter jenem Beitrag eine Antwort, in der ihr uns mitteilt, warum ihr euch für diese Konsole entscheidet.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren festen Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer benötigen eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und den angegebenen Gewinnspielpartnern sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, werden die Preise unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 15. Dezember 2013 informiert. Die angeschriebenen Personen haben anschließend 24 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt einer der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und in der NextGen-Community erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 14. Dezember 2013, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Umfrage: Welche Konsole liegt bei euch unter dem Weihnachtsbaum?

Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten und in diesem Jahr feiern vor allem zwei von drei Konsolenherstellern ordentlich mit. Mit der PlayStation 4 legt Sony die Technikmesslatte für die Konkurrenz hoch und Microsoft versucht sich mit einem Entertainment-System im Markt zu etablieren. Nintendo hingegen will mit Innovation die Herzen der Fans gewinnen. Obwohl mit Wii U, PlayStation 4 und Xbox One drei neue Geräte zur Auswahl stehen, wird wohl auch die eine oder andere Vorgängerkonsole oder ein Handheld an Verwandte oder Freunde verschenkt. Wir fragen euch deshalb heute, welche Konsole bei euch unter dem Weihnachtsbaum liegen wird oder soll. Sollte mehr als eine Konsole bei euch möglich sein, so dürft ihr natürlich auch mehrere Optionsmöglichkeiten ankreuzen. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Das Ergebnis geben wir spätestens an Weihnachten bekannt!

Review: SimCity – Städte der Zukunft

SimCity - Städte der Zukunft (1)Es ist jetzt genau ein halbes Jahr her, als wir uns zuletzt mit SimCity für den PC beschäftigt haben. In der Zwischenzeit sind ein halbes Dutzend Updates und das erste kostenpflichtige Add-on erschienen. Letzteres will uns in den Städten der Zukunft willkommen heißen.

SimCity - Städte der Zukunft (2)Diese Einladung nehmen wir gerne an, doch sobald wir das Spiel gestartet haben, macht sich auch schon erste Ernüchterung breit. Wir befinden uns immer noch in der Gegenwart und als erstes heißt wieder, die Stadt an die Autobahn anzubinden, um anschließend Häuser aus dem Boden zu stampfen und alle Gebäude mit dem Straßennetz zu verbinden. Das Gameplay ist und bleibt hier wie im Hauptspiel altmodisch. Das seit dem ersten Teil der Reihe bewährte Prinzip funktioniert auch im Jahr 2013 noch. Großartige Änderungen können wir nach dem ersten halben Jahr der aktuellen Version nicht erwarten beziehungsweise verlangen. Es ist uns nach wie vor klar, wie eine Stadt in ihren Grundzügen funktioniert und daran wird sich auch in Zukunft kaum etwas ändern (können). SimCity – Städte der Zukunft verlangt von uns also, obdachlosen Sims Wohngebiete zur Verfügung zu stellen, Gewerbegebiete aufzuziehen, in denen sie einkaufen können und Arbeitsplätze in Form von Industriegebieten zu errichten. Damit die Kriminalität nicht überschwappt, bauen wir eine Polizeiwache und um die Sims in unserer Stadt vor Bränden zu schützen, ist die Errichtung einer Feuerwehrstation nötig. Das Spiel wiederholt diese Prozedur mit Parkanlagen, Schulen, Krankenhäusern, Mülldeponien und Kraftwerken so lange, bis die Bedürfnisse der Stadtbewohner gedeckt werden können.

(Un)günstige Stadtplanung

SimCity - Städte der Zukunft (3)Das Add-on bleibt dabei genauso clever wie das Hauptspiel. Anstatt mehrere Feuerwachen aufzustellen, erweitern wir diese ganz einfach mit zusätzlichen Gebäuden, in denen weitere Löschfahrzeuge Platz haben. Die Entwickler haben mitgedacht und haben diese cleveren Grundzüge bei den neuen Gebäuden ebenfalls integriert. Beispielsweise dürfen wir jetzt Megatürme bauen, in denen mehr Bewohner Platz haben und dort auch einkaufen gehen können. Diese Megatürme bauen wir stufenweise, doch haben nur eine begrenzte Anzahl an Türmen Platz in unserer Stadt. Das heißt, dass wir nach wie vor auch auf dem Boden des jeweiligen Spielgebiets bauen müssen. Nicht nur grundlegende Einrichtungen finden dort Platz, sondern auch neue Gebäude, die ebenso neue Technologien ermöglichen – wie zum Beispiel die Akademie. Diese Gebäude nehmen jedoch ähnlich wie die Universität oder das Stadthaus mit ihren Erweiterungsmöglichkeiten verdammt viel Bauplatz weg. Nach wie vor ist dieser nämlich arg begrenzt. Entwickler Maxis ist auf diesen besonderen Wunsch, der seit dem Release des Spiels immer wieder unter Fans und Redakteuren aufgetaucht ist, einfach nicht eingegangen. Eventuell hat auch Publisher Electronic Arts einfach nicht den Geldhahn für eine Überarbeitung des Spiels aufgedreht. So oder so ist und bleibt das ärgerlich!

Städte der Vergangenheit

SimCity - Städte der Zukunft (4)Das Platzschaffen von neuem Baugrund durch Terraforming ist ebenfalls nicht möglich. Nur Tunnel und Brücken tauchen jetzt auf, wenn wir Straßen verlegen wollen. Blöd nur, dass das Spiel darüber entscheidet, wo diese Bauten errichtet werden können und nicht wir. Da fragen wir uns ehrlich, wer denn jetzt eigentlich für die Planung der Stadt verantwortlich sein soll. In der Zukunft sollten sich Städte unserer Meinung nach vielfältiger entwickeln können. Selbst die Technologien sollten vorhanden sein, mit denen wir experimentieren hätten sollen. Das will SimCity – Städte der Zukunft nicht und aktualisiert das Spiel somit nur um ein paar nette Gebäude und Gebiete. Anspruchsvoller wird der Titel dadurch kaum, da die im Hintergrund berechneten Zahlen nach wie vor nicht nachvollziehbar sind. Wer darüber hinwegsehen kann und ein großer Fan der SimCity-Reihe ist, wird dennoch ein wenig Spaß mit dem Spiel haben können. Allerdings darf man sich darauf einstellen, dass der Download des Add-ons mit der (erneut) herunterladbaren Vollversion inklusive anschließender Aktualisierung mehr als den halben Tag einnehmen kann – auch bei einer schnellen Internetverbindung! Um die kommen wir im Endeffekt auch nicht herum, denn auch in der Zukunft angekommen bleibt Electronic Arts engstirnig und lässt Solisten und mobile Notebook-Spieler abermals außen vor.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf dem Hauptspiel und dem Add-on): Zugegebenermaßen hatte ich meinen Spaß mit dem Spiel – als es vor einem halben Jahr veröffentlicht wurde! Da hatte ich auch noch die Hoffnung, dass Entwickler und Publisher auf die Wünsche der langjährigen Fans und auf die Presse hören werden, um das Spiel peu á peu zu erweitern. Nach wie vor kann ich das Spiel nicht gänzlich alleine spielen und benötige dazu auch noch eine permanente Internetverbindung. Aufbauspiele sind prädestiniert dafür, dass man sie auch mal unterwegs während einer Bahnfahrt spielen kann. Warum Maxis und Electronic Arts das im Jahr 2013 nicht verstehen, ist mir schleierhaft. Dazu kommt noch, dass inhaltlich nicht so viel passiert ist, wie ich nach vielen Updates wohl erwarten könnte. Ich kann die Gebiete mittels Terraforming nicht verändern und der immer noch viel zu wenige vorhandene Bauplatz kann unter anderem deswegen nicht effizient genug genutzt werden. Da können die inhaltlichen Mechaniken mich nach einem halben Jahr immer noch so wie am ersten Tag faszinieren – bereits nach wenigen Spielstunden habe ich alles gesehen und ich verspüre absolut keine Lust, das Spiel noch einmal zu starten. Für dreißig Euro, die der Publisher hier verlangt, bietet das Add-on definitiv viel zu wenig!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von SimCity – Städte der Zukunft!

Special: Ein Jahr mit der Wii U

Die Wii U ist jetzt seit dem 30. November 2012 hierzulande erhältlich. Es gab zwar schöne Zeiten mit Nintendos neuer Konsole, doch so viel Kritik hat Nintendo seitens der Dritthersteller und seitens der Spieler schon lange nicht mehr in einem relativ kurzen Zeitraum anhören müssen.

Der Start der Wii U verläuft sehr holprig. Bereits vor Launch der Konsole tauchen im Internet die ersten Unstimmigkeiten darüber auf, wie leistungsstark die neue Konsole tatsächlich ist. Die einen sagen, dass die Konsole die Konkurrenten Xbox 360 und PlayStation 3 weit überflügelt, die anderen behaupten, die Wii U sei nicht annähernd so leistungsstark. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, da die Wii U nach heutigem Wissenstand zwar wesentlich mehr Arbeitsspeicher als die anderen beiden Konsolen besitzt, dafür aber in puncto Prozessorkraft hinterherhinkt. Ebenso melden sich einige Publisher zu Wort. Ubisoft wünscht sich eine Preissenkung der Konsole. Man könnte meinen, dass das Unternehmen skeptisch gegenüber Nintendos neuer Konsole wird und den einstigen Launch-Titel Rayman Legends zunächst auf Februar und dann auf den Sommer des nächsten Jahres verschiebt. Nintendo bleibt standhaft und bekräftigt nochmals, dass man die Preise der Konsole als angemessen betrachtet. Ebenso steht mancher Nintendo-Fan dazu, dass die Konsole zwar teuer sei, aber ihren Preis wert wäre. Analysten glauben zu dieser Zeit noch, dass sich die Wii U gut, aber nicht so gut wie die Wii verkaufen wird. Ende 2013 erfüllt sich die Prognose nicht, denn die Konsole verkauft sich bis heute nicht zehn, sondern gerade nur vier Millionen Mal.

Launch mit Hindernissen

Am 18. November 2012 erscheint die Wii U in den USA. Wir erfahren, dass man auf die meisten Features der Konsole nur dann zugreifen darf, wenn man die Konsole mit dem Internet verbindet und ein Update ausführt. Dieses ist zwar nur einen Gigabyte groß, doch wer eine langsame Internetleitung hat, dürfte mit der Datengröße zu kämpfen haben. Zudem blockiert Nintendo fünf Gigabyte des Speichers für Betriebssystem und Updates. Wer nur die Basic-Version der Wii U kauft, hat so nur noch drei Gigabytes zur Verfügung. Das ist ebenso ärgerlich wie die langen Ladezeiten, welche die Wii U aufweist. Es folgen gemischte Gefühle bei den Veröffentlichungen im Rest der Welt. Damit nicht genug, scheinen viele Videospieler durch Werbespots und Werbeanzeigen verwirrt zu sein. Nintendos Marketing kann mit den potenziellen Käufern nicht ausreichend kommunizieren, denn aus etwaigen Gründen können diese nicht erkennen, was das neue Videospielsystem besonders macht. Der Techniksprung wird nicht genügend erklärt, denn durch den ähnlichen Namen kann man denken, dass die Wii U nur eine neue Auflage der technisch veralteten Wii sei. Es gibt sogar einige Interessenten, welche die Wii U als Heimkonsolen-Handheld-Hybridsystem verstehen. Später wird wegen irreführender Werbung und nach Beschwerden ein Werbespot in Großbritannien verboten.

Fast ausverkauft

Am 27. November, nur kurz vor dem europäischen Launch, meldet sich Reggie Fils-Aime zu Wort. Der Präsident der US-amerikanischen Nintendo-Niederlassung gibt Verkaufszahlen zur neuen Konsole preis. So habe man von der Wii U mehr als vierhunderttausend Exemplare an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht – das liegt unter anderem am Black Friday, dem Tag, wo in den Vereinigten Staaten das Weihnachtsgeschäft mit Rabatten eingeleitet wird. Die Wii U sei damit fast ausverkauft. Fast gleichzeitig legt Fils-Aime es der Konkurrenz nahe, ihre eigenen Innovationen zu schaffen. Michael Pachter, ein bekannter Analyst, prophezeit der Wii U keine rosige Zukunft. Zu Beginn des neuen Jahres erklärt Satoru Iwata, dass sich die Wii U konstant verkauft und man zufrieden mit den Verkaufszahlen sei, auch wenn diese bei der Wii in den Vereinigten Staaten sechs Jahre zuvor höher ausgefallen seien. Eine weitere Meldung macht der halbwegs positiven Meldung einen Strich durch die Rechnung. Nintendo und Electronic Arts können sich nicht über eine Wii-U-Version von Crysis 3 einigen, die Cevat Yerli so gerne entwickeln möchte. Crytek sei jedoch auf finanzielle Mittel eines der beiden Unternehmen angewiesen. Battlefield 3 und Metro: Last Light rücken aufgrund der technischen Infrastruktur der Wii U in ebenso weite Ferne.

Erste Einsicht

Nintendo ist sich der technischen Probleme der eigenen Konsole bewusst und so verkündet man, dass man an einem Update für eine bessere Geschwindigkeit des Systems arbeite. Das Frühlingsupdate erscheint wie geplant, doch das für den Sommer eingeteilte Update wird zunächst auf den frühen Herbst verschoben. Bis heute ist es unklar, ob das Update bereits in einem oder mehreren der etwas größeren Updates aufgegangen ist oder ob wir noch mit einer weiteren Verbesserung der Systemstabilität rechnen können. Am 16. Januar 2013 kommen erste Gerüchte auf, dass die nächsten Konsolen aus dem Hause Microsoft und Sony auf der kommenden Electronic Entertainment Expo im Sommer spätestens vorgeführt werden. In der Tat werden beide Produkte schon Monate vor der Messe vorgestellt – die Wii U muss sich auf Konkurrenz am Ende des Jahres einstellen. Der Electronic Entertainment Expo bleibt man zwar nicht fern, doch verzichtet man auf eine große Pressekonferenz. Neue Spiele wie Super Mario 3D World und Donkey Kong Country: Tropical Freeze werden nur in Form einer Nintendo-Direct-Ausgabe vorgestellt. Ebenfalls im Januar meldet sich Iwata erneut zu Wort und gibt zu, dass viele Kunden das System der Wii U nicht verstehen und man daran arbeite, um in Zukunft deutlich besser mit der lieben und wichtigen Kundschaft zu kommunizieren.

Zeit der Rücktritte

Zwei Monate später gibt Yōichi Wada, Präsident von Square Enix, seinen Rücktritt bekannt. Nur vier Tage später legt John Riccitiello bei Electronic Arts sein Amt nieder. Man munkelt, dass Satoru Iwata die nächste Persönlichkeit in der Branche ist, die etwaige Schritte einlenkt – die Zeichen dafür stehen nur allzu gut. Bis heute ist und bleibt Satoru Iwata jedoch Präsident von Nintendo. Er wird im April 2013 sogar zum Chief Executive Officer von Nintendo of America ernannt. Auch wenn er das Vertrauen der Investoren mittlerweile etwas verliert, bleibt er standhaft und sieht von Entlassungen innerhalb des Unternehmens ab. Er möchte die Arbeitsmoral aller Nintendo-Mitarbeiter nicht gefährden. Damit man mit der Wii U weiterhin Fortschritte erziele, arbeite man selbstverständlich an der vorhandenen und ausbaufähigen Technik. Laut Shigeru Miyamoto konzentriere man sich derzeit unter anderem auf Near Field Communication, kurz NFC. Jedoch wird das Feature selbst Monate nach dieser Meldung nur sehr, sehr spärlich benutzt. Miyamoto glaubt außerdem daran, dass man immer noch ein zweites GamePad in Umlauf bringen könnte, wenn die große Mehrheit der Spieler es braucht. Diese Aussagen sind wieder einmal sehr schwammig formuliert und böse Zungen sehen die Bemerkungen als Beschwichtigungstechnik an. Wir warten noch auf die passenden Spiele.

Quo vadis Exklusivtitel

Ein Jahr mit der Wii U (7)Am dritten April beschwichtigt Spieldesigner Emile Pedneault, dass der Director’s Cut von Deus Ex: Human Revolution exklusiv für die Wii U erscheinen soll. Wie wir heute wissen, hat sich diese Beschwichtigung nicht bewahrheitet. Ebenso erscheint Rayman Legends nicht mehr exklusiv für die Wii U. Das Spiel ist zwar bereits fertig, wird aber noch für die anderen Konsolen umgesetzt und zwangsweise verschoben, um Marketingkosten gering zu halten. An eine Umsetzung von Tomb Raider denkt man bei Crystal Dynamics gar nicht, denn man will kein Spiel mit halbherzigen GamePad-Ideen entwickeln. Immerhin taucht noch die Meldung auf, dass Spiele wie Bayonetta 2 und The Wonderful 101 selbstverständlich exklusiv bleiben. Ein herber Rückschlag für die gesamte Industrie dürfte die Schließung von LucasArts sein. Die Videospielschmiede, die vor allem wegen ihren Point-and-Click-Adventures am Ende des letzten Jahrhunderts bekannt wurden, haben insgeheim an einem Star-Wars-Spiel für die Wii U gearbeitet, welches sich an Titeln wie Tie-Fighter und X-Wing orientieren sollte. Ebenfalls schade ist, dass Sega ein Remake von Castle of Illusion ankündigt – aber nicht für die Wii U. Immerhin entwickelt sich die Wii U bereits im ersten Jahr zu einer Konsole, die besonders für einige Indie-Spiele bekannt wird, die sich mit dem GamePad intuitiv spielen lassen.

Entschuldigungen

In den nächsten Monaten sucht man bei Nintendo nach Erklärungen. Sowohl Fils-Aime als auch Iwata geben Auskünfte, wie es denn nun um die Wii U stehe. Fils-Aime gesteht, dass die Entwicklung mancher Spiele langsamer vonstatten ginge, als man es sich vorgestellt hätte. Mit der Wii U solle es bald aufwärts gehen. Iwata vertröstet die Spieler und behauptet, dass man ab Juli  regelmäßig First-Party-Titel veröffentlichen möchte. Eine Ankündigung, die sich halbwegs bewahrheiten soll. Nachdem das Kickstarter-Ziel für Shadows of the Eternals nicht erreicht wird und Hideo Baba sich nicht vorstellen kann, einen Teil der Tales-of-Reihe für die Wii U zu entwickeln, sinkt das Vertrauen in Nintendo indirekt weiter. Ubisoft verliert das Vertrauen in die Wii U jedoch nicht und glaubt im Juni daran, dass die Wii U ihr Publikum finden wird. Zudem sei es nicht so teuer, ein Spiel auf die Wii U zu portieren. So könne man den Support zwar verringern, aber man müsse ihn nicht aufgeben. Zudem gibt Ubisoft bekannt, dass es keinen Nachfolger zu ZombiU geben wird, da sich der erste Teil zum Launch der Konsole nicht gut genug verkauft hat. Für Ubisoft bleibt es jedoch wichtig, dass Nintendo mit ihren Marken neue Käuferschichten erschließt. Das Entwicklerstudio Bethesda Softworks hingegen will nur ein Spiel für die Wii U veröffentlichen, wenn es auch zum Konzept passe.

Enttäuschungen

Activision habe hingegen schlichtweg nichts besonderes für Nintendos Konsole anzukündigen und Electronic Arts ist enttäuscht, dass sich die Electronic-Arts-Titel auf der Wii U schlecht verkauft haben. Zudem kritisiert Peter Moore das Online-Konzept der Wii U, welches für ihn wie eine Offline-Erfahrung vorkäme. Der Versuch, Origin auf die Wii U zu bringen, scheitert. Wochen später meldet sich Bethesda Softworks erneut zu Wort. Es sei zu spät für Nintendo, um Dritthersteller begeistern zu können. Pete Hines ist erbost darüber, dass Nintendo sich zu spät meldete, damit man Spiele für die Konsole entwickeln hätte können. Er lobt Microsoft und Sony, die Bethesda Softworks schon früh in die Planungsphase ihrer Konsolen involviert hätten. Mittlerweile ist Iwata überzeugt, dass es heutzutage schwieriger sei, Konsumenten von Videospielen zu überzeugen. Wenige Tage später glaubt er, dass es dem Markt an potenzieller Software fehle, welche die Verkäufe der Wii U ankurbeln. Fils-Aime stellt klar, dass bei Nintendo der Spielspaß im Vordergrund stehe und nicht die Technik. Außerdem müssen Nintendos Kunden verstehen, was die Wii U einzigartig macht. Der Name der Konsole sei in Fils-Aimes Augen kein Problem, das Produkt von der Wii zu unterscheiden. Trotzdem muss nach den ernüchternden Verkaufszahlen von The Wonderful 101 endlich ein Systemseller her.

Unsichere Zukunft

Ein Jahr mit der Wii U (10)Mittlerweile scheinen Analysten zu glauben, dass Nintendo die eigenen Franchises auch auf anderen Plattformen veröffentlichen werden, wenn sich die Verkäufe der Wii U nicht bessern. Eine Preissenkung der Konsole um circa fünfzig Euro soll der Konsole und den Kunden zugutekommen. Ein Botschafterprogramm, wie es damals bei der Preissenkung des 3DS der Fall war, gibt es jedoch nicht. Angst vor dem Scheitern hat Iwata im September jedoch nicht. Man möchte schließlich nicht mit der Konkurrenz konkurrieren, sondern sich von dieser absetzen und mit eigenen Ideen Fans und Kunden zufriedenstellen. Selbst Sony-Präsident Shuhei Yoshida ist der Meinung, dass es deswegen wichtig ist, dass Nintendo erfolgreich ist. Viele Spiele werden für die Wii U gecancelt, manche verlieren ihren Exklusivstatus und andere wiederum sind nicht einmal für Nintendos Flagschiff gedacht. Bis heute hat sich die Wii U circa vier Millionen Mal verkauft, doch der Retter der Konsole ist noch nicht zu sehen. Für das Jahr 2014 verspricht Fils-Aime keine Software-Flaute entstehen zu lassen und auch den Marketing-Fehler möchte man nicht wiederholen. Wir sind gespannt, ob Nintendo dieses Kunststück gelingt, denn sonst ergeht es der Wii U auf Kurz oder Lang vielleicht wie im Jahr 2001 Segas Dreamcast – die Parallelen sind schließlich nur zu gut zu erkennen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Björns Meinung: Bis vor einem Monat wäre mein Fazit des ersten Jahres mit der Wii U noch vernichtend ausgefallen. Man fragt sich tatsächlich, was Nintendo mit der Wii U richtig gemacht hat. Das Launch-Line-Up beinhaltete keinen wirklichen Kaufgrund und die folgenden Monate waren totenstill. Pikmin 3 und das Remake von The Legend of Zelda: The Wind Waker waren kleine Lichtblicke und erst mit Rayman Legends hatte die Konsole ihren ersten Knaller – für ein ganzes Jahr ganz schön schwach! Jetzt, kurz nach den Veröffentlichungen der beiden Konkurrenzkonsolen, sehe ich die Wii U aber in einem deutlich positiveren Licht. Sony und Microsoft haben gezeigt, dass man tatsächlich noch uninteressantere Launch-Line-ups fabrizieren kann und Nintendo hat mit einem wirklich gelungenen Super Mario 3D World und einer großen Verfügbarkeit tatsächlich die Chance, das Weihnachtsgeschäft zu gewinnen. Hoffen wir, dass Nintendo ihre Konsole im nächsten Jahr konstant mit spannenden Exklusivtiteln füttert, denn eines haben wir aus dem einen Jahr wirklich gelernt: Nintendo darf sich nicht auf Third-Party-Entwickler verlassen!

Erics Meinung: Als die Wii U vor mehr als einem Jahr bei mir eintraf, war die Freude groß. Nach einem Jahr macht sich jedoch Ernüchterung breit. An der Konsole liegt das nicht, denn diese ist in meinen Augen nach wie vor ein großartiges Stück Hardware. Es ist nur sehr, sehr schade, dass viele Titel erst verschoben werden, dann ihren Exklusivstatus verlieren oder die Entwicklung eines Spiels abgebrochen wird. Besonders lustig sind dann Kommentare von diversen Publishern, welche die Konsole nur unterstützen wollen, wenn sie sich ausreichend verbreitet. Dass dazu auch Drittherstellerspiele nötig sind, verstehen diese wohl nicht. Eine andere arrogante Sichtweise liefert Electronic Arts. Der Konzern ist enttäuscht darüber, dass sich Mass Effect 3 auf der Wii U nur wenig verkauft hat. Wenn ich für denselben Preis auf einer anderen Konsole die komplette Trilogie bekomme, kaufe ich sicherlich nicht die einzelne Wii-U-Fassung. Zudem muss Nintendo es endlich schaffen, besser mit Kundschaft zu kommunizieren. Erst vor kurzem habe ich jemanden getroffen, der glaubt, dass man mit dem GamePad auch in der U-Bahn seine Spiele fortsetzen kann. Nintendo wird im nächsten Jahr ordentlich zu kämpfen haben, um keine Software-Flaute entstehen zu lassen, denn selbst Exklusivtitel wie Super Mario 3D World, The Wonderful 101 oder The Legend of Zelda: The Wind Waker HD kurbeln die Verkäufe leider nur geringfügig an.

Jonas‘ Meinung: Viel wird über die Wii U gemeckert – vom Launch bis heute erntete sie, und damit Nintendo, kaum Lob, dafür aber umso mehr Tadel. Dabei verkaufte sie sich in den ersten Monaten nur sehr schleppend und dennoch ist sie schon in allen Köpfen fest verankert. Ob das an den Innovationen wie dem zweiten Bildschirm oder dem damit zusammenhängenden asymmetrischen Multiplayer-Modus in so manchem Titel liegt, bezweifle ich. Denn auch wenn die Wii U die neue Konsolengeneration einläutete, waren die meisten Launch-Titel weder wirklich neu, noch der Rede wert – aber auch der Preis verschreckte viele. Der PlayStation 4 und der Xbox One geht es momentan ähnlich. Wie fast alle Konsolen bin ich auch bei dieser der Meinung, dass sie sich erst gut verkauft, wenn mehr und vor allem vielseitigere Spiele erscheinen. Der Grundstein dazu wurde zumindest Ende dieses Jahres schon gelegt.

Review: Need for Speed: Rivals

Need for Speed - Rivals (1)Man könnte in jedem Jahr schreiben, dass schon wieder ein Jahr an uns vorbeigezogen ist und schon wieder ein neuer Teil der Need-for-Speed-Reihe in den Händlerregalen steht. In diesem Jahr ist das leider nicht anders, wodurch die Rennraserei im Gameplay weiterhin stagniert.

Need for Speed - Rivals (2)Wie schon beim letztjährigen Vorgänger Need for Speed: Most Wanted, gibt es auch bei Need for Speed: Rivals keine Handlung. Diese vermissen wir, denn mit Need for Speed: The Run hat man einen, wenn auch keinen guten, Ansatz gefunden, mit dem man hätte arbeiten können – selbst die Konkurrenz aus dem Hause Microsoft hat da mit Forza Horizon besseres bewirkt. Wir werden also einfach in das verschlafene Redview County geworfen, doch bevor wir frei durch die offene Welt rasen dürfen, müssen wir zunächst Tutorials absolvieren. Hier werden uns kurz und eingängig die Spielmechaniken des Spiels erklärt. Spielen wir auf Seiten der Raser, dann ist es unsere Aufgabe, andere Raser zu Rennen herauszufordern und bei einer sehr wahrscheinlichen Geschwindigkeitsüberschreitung vor den Ordnungshütern zu fliehen. Die dürfen wir in Need for Speed: Rivals nämlich ebenfalls spielen. Als Polizist fahren wir mit einem aufgemotzten Streifenwagen durch Redview County und müssen immer auf der Hut sein, denn schon bald könnte ein Raser an uns vorbeizischen, woraufhin wir natürlich die Verfolgung aufnehmen. Anstatt jedoch die Raser freundlich zu bitten, an die Seite zu fahren und auszusteigen, gehen wir in Need for Speed: Rivals wesentlich engstirniger an die Sache heran. Soll heißen, dass wir mit der Höchstgeschwindigkeit die Raser von der Straße rammen.

Das Tempo regiert die Straße

Need for Speed - Rivals (3)Damit unser Wagen dabei selbst nicht zu Schrott gefahren wird, aktivieren wir durch spezielle Gadgets Kraftfelder oder nutzen EMP-Waffen, um die Gegenseite kurzzeitig zu lähmen. Die Idee ist grundsätzlich nicht verkehrt, doch nehmen diese Gadgets der Need-for-Speed-Reihe das letzte Fünkchen Glaubhaftigkeit. Das macht im Grunde aber nichts, da das Spielsystem, basierend auf Recht und Ordnung auf der einen Seite und Verbrechen auf der anderen Seite, sehr wohl und eigentlich auch gut funktioniert. Eigentlich deshalb, da uns die Verfolgsjagden in einzelnen Fällen auch stören können. Um im Rang aufzusteigen, müssen wir nämlich an bestimmten Rennen teilnehmen oder gewisse Aufgaben erfüllen. Unter letzteres fällt dann zum Beispiel das zweimalige Rammen eines Streifenwagens. Wollen wir aber zu einem Ort auf der Karte fahren, um ein Zeitrennen zu absolvieren, kann es sehr gut vorkommen, dass wir unterwegs in eine Verfolgsjagd verstrickt werden und wir erst die Polizei abschütteln müssen. Das wäre eigentlich auch kein Problem, doch gibt es unserer Meinung nach in dem kleinen Redview County kaum Abzweigungen, wo das möglich wäre. Somit heißt es einmal mehr aufs Gaspedal treten und hoffen, dass wir mit genügend Tempo der Polizei entkommen. Auf Seiten der Ordnungshüter ist das jedoch nicht ganz so schlimm, da diese im Vorteil sind.

Die Polizei und ihre Vorteile

Need for Speed - Rivals (4)Einige von euch werden sich jetzt sicherlich denken, dass das Spiel auf dieses System abzielt. Natürlich ist die Flucht vor der Polizei ein zentrales Spielelement, doch verlangt das Spiel von uns auch reichlich Speed Points zu sammeln, um die Autos unseres Rasers aufzurüsten oder uns gar neue Wagen für den Fuhrpark anzuschaffen. Blöd nur, dass alle gesammelten Punkte futsch sind, wenn wir unseren Wagen zu Schrott fahren oder wir von der Polizei geschnappt werden. Es gilt also regelmäßig zurück zum Versteck zu düsen und alle Punkte, die wir durch Fahrmanöver, gewonnene Rennen oder Verfolgsjagden gesammelt haben, abzusichern. Hier stört uns zudem, dass das Spiel gegen unseren Wunsch auch das Versteck lädt, nur damit wir danach wieder die Spielwelt laden. Ebenfalls unverständlich ist, dass die Speed Points, die wir als Polizist sammeln, auch nach dem Totalschaden erhalten bleiben – zudem braucht man die Punkte als Polizist fast gar nicht. Was sich die Köpfe bei dem jungen Entwicklerstudio Ghost Games dabei gedacht haben, können wir an dieser Stelle nicht sagen. Warum auch keiner der siebzig Mitarbeiter, die von Criterion Games ausgeholfen haben, etwas zur Verbesserung des System beigetragen haben, ist uns ebenso schleierhaft. Vermutlich hat Electronic Arts Druck gemacht, damit das Spiel pünktlich zu Weihnachten in den Regalen stehen muss.

Das Straßennetz verbindet

Need for Speed - Rivals (5)Diese Unternehmenspolitik, in jedem Jahr einen neuen Teil einer Reihe zu veröffentlichen, ist auch in anderen Punkten spürbar. Laut Ingame-Informationen soll es eine Applikation für Smartphones und Tablet PCs geben, mit denen wir uns in das Spiel einklinken dürfen – selbst ein QR-Code wird auf dem Bildschirm angezeigt. Haben wir unseren Tablet PC eingeschaltet und den Code eingescannt, werden wir statt in Google Play auf die Website des Spiels weitergeleitet. Dort heißt es, dass man mit Hochdruck an einer Applikation arbeiten würde. Zwei Tage nach dem Release des Spiels ist das nicht in Ordnung! Dafür sind die Ladezeiten für einen Teil der Need-for-Speed-Reihe erstaunlich kurz. Erkauft werden sich diese mit einer mittelmäßigen Optik, akzeptablen Spezialeffekten und dazu sehr wenigen Fahrzeugen auf der Straße – zumindest auf der PlayStation 3. Diese Version läuft durchgehend mit dreißig Bildern pro Sekunde, während die Fassungen für PlayStation 4 und Xbox One ganze sechzig Bilder in der Sekunde anzeigen sollen. Überprüfen können wir es derzeit nicht. Wer mit seiner Konsole ständig online ist, wird sich darüber freuen, dass andere Spieler auf der Straße auftauchen und man sich Rennen und Verfolgsjagden liefern darf. Wer mit seiner Konsole jedoch nie online geht, verpasst den Kernaspekt des Titels und braucht Need for Speed: Rivals daher nicht!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-3-Fassung): Need for Speed: Rivals hat mir zum Teil sehr gefallen und auf der anderen Seite habe ich es verflucht. Letzteres liegt vor allem daran, dass die Stärke der Mitspieler zum Teil stark schwankt und dass obwohl Electronic Arts noch im Spiel versichert, dass die Stärke aller Spielteilnehmer gleichbleibend sei. Man hat vermutlich nur nach dem Rang ausgewertet und nicht nach der Fahrzeugsstärke, denn die ist doch eigentlich der Indikator dafür, wie gut beziehungsweise wie schlecht ich bin. Dazu gesellen sich dann noch ein paar Kinderkrankheiten wie die Kollegen vom Revier, die gerne mal ein Nagelband ohne Rücksicht auf mich beziehungsweise dem Spieler auslegen. Zwar werden meine Reifen anschließend wieder repariert, aber wo da genau der Sinn steckt, ist mir schleierhaft. Viel ärgerlicher ist da für mich das Speichern beziehungsweise Nichtspeichern von Speed Points, wenn ich als Raser unterwegs bin. Bereits nach der ersten Verfolgsjagd hatte ich mehrere zehntausend Punkte gesammelt, die ich nur zu gerne im Versteck zum Modifizieren meines Schlittens ausgegeben hätte. Darf ich aber nicht, da mir die Punkte nach einem Totalschaden einfach abgenommen werden. Als Polizist passiert mir natürlich nichts, die Punkte bleiben dann erhalten (auch wenn ich als Polizist kaum brauche). Hätte man sich mal besser an der Konkurrenz orientiert, die mit Forza Horizon ein geniales Spiel auf dem Markt geworfen haben, so würde das Konzept von Need for Speed: Rivals sehr viel eher aufgehen. Außerdem kann ich einen Konzern, dem so viele finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, nicht verstehen, warum er es nicht schafft, bis zum Release genügend Gelder in die Entwicklung der Applikation zu investieren und sich auch noch gegen eine Fassung für die Wii U wehrt, die gerade wegen des zweiten Bildschirms einen weiteren Vorteil gehabt hätte. Trotz der Mankos macht Need for Speed: Rivals Spaß. Zumindest, wenn man auch online mit anderen Spielern sich Verfolgsjagden und Kopf-an-Kopf-Rennen liefern möchte. Wer nur offline spielt, ist mit anderen Teilen der Need-for-Speed-Reihe oder dem aktuellen Genre-Primus Forza Horizon auf der Xbox 360 wesentlich besser beraten.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Need for Speed: Rivals!

Review: Blood-C: The Last Dark

Blood-C - The Last Dark (1)Ende des letzten und Anfang dieses Jahres erschien bei Splendid Film die Serie Blood-C. Da diese inhaltlich nicht abgeschlossen war, musste früher oder später eine Fortsetzung folgen. Diese erschien vor kurzem unter dem Titel Blood-C: The Last Dark bei Mad Dimension.

Blood-C - The Last Dark (2)Die letzte Episode der zwölfteiligen Serie ist uns noch gut im Gedächtnis geblieben, denn in Animes haben wir selbst nur selten eine schrecklichere Vorstellung des Grauens erlebt. Nach den grauenvollen Ereignissen in Ukishima musste die Protagonisten Saya Kisaragi erst einmal von der Bildfläche verschwinden, doch ihre nachvollziehbaren Gelüste nach Rache kann sie nicht so einfach ablegen. Wer bereits jetzt Gefallen an diesem Anime-Film findet, sollte sich gut überlegen, ob er jetzt freiwillig weiterliest und sich somit spoilern lässt, oder ob er nicht doch die in vier Ausgaben veröffentlichte Serie nachholt – wir können es an dieser Stelle nur einmal mehr empfehlen. Jedenfalls hat sich Saya Kisaragi in den letzten Monaten bis in die japanische Hauptstadt Tōkyō vorgekämpft, wo sie den zentralen Konflikt zwischen ihr und ihrem Gegenspieler Fumito Nanahara beenden will. Der durchtriebene Fumito Nanahara hat in Tōkyō zusammen mit der mysteriösen Organisation namens Tower ein Schattenregime des Schreckens errichtet. Von der Außenwelt unbeachtet, gelingt es ihm, Tōkyō unter seine Kontrolle zu bringen. Zudem greifen die diabolischen Furukimono unschuldige Bürger an, um sich an ihrem Blut zu laben. Bei einem dieser Angriff in der Tōkyōter Bahn, taucht plötzlich wie aus dem Nichts Saya Kisaragi auf und wird so auf Fumito Nanahara aufmerksam.

Ungeklärte Tatsachen

Blood-C - The Last Dark (3)Das Motiv der Furukimono kommt im finalen Abschluss der Serie, also in The Last Dark, in keiner Weise zur Geltung. Das ist natürlich sehr schade, da hier auf jeden Fall Vorkenntnisse erwartet werden. Genau so sieht es auch mit den bereits bekannten Charakteren aus. Sowohl Saya Kisaragi, als auch Fumito Nanahara wurden in der Serie bereits so stark charakterisiert, dass man im Film nur daran anknüpft und ihre Denkweisen gegeneinander ausspielt. Es darf also nicht darauf gehofft werden, dass man ohne Vorkenntnisse den Film vollends verstehen kann. Allerdings finden wir es ebenfalls schade, dass zwischen Serie und Film anscheinend ein Ereignis stattgefunden haben muss, dass man nicht so ganz erläutert, es aber an einer Stelle im Film zur zentralen Handlung gehört. Die neuen Figuren, wie etwa die Kollegin von Fumito Nanahara, die zur Bürgermeisterin aufsteigen will oder fast jede Figur einer Gruppe von Widerstandskämpfern, mit denen Saya Kisaragi zusammenarbeiten muss, wird leider nur oberflächlich angekratzt. Nur die junge Mana Hīragi, die ihren Vater unter nicht geklärten Umständen verloren hat und daher ebenfalls einen Groll gegen Saya Kisaragis Gegenspieler hegt, kann mit einer eigenständigen Hintergrundgeschichte beitragen. Auch wenn die Figuren nicht so stark wie in der Serie erscheinen, treten sie dennoch ähnlich gut ins Rampenlicht.

Zu Ende gedacht

Blood-C - The Last Dark (4)Schade ist jedoch, dass innerhalb der Handlung keine Wendung stattfindet und die Spannung daher immer auf einem gleichbleibenden Niveau bleibt. Dass wir nicht mit Cliffhangern wie in der Serie rechnen dürfen, ist uns durchaus bewusst. Es ist nur schade, dass der Film sich komplett davon entfernt, kurz vor dem Ende noch zu überraschen. So ist und bleibt die Story nur eine einfache Fortführung der Serie, doch zum Glück werden viele der Handlungsfäden zu einem zufriedenstellenden Ende geführt. Wie die Serie erstrahlt auch Blood C: The Last Dark in einem wunderschönen HD-Bild. Dieses wirkt im Film sogar noch einmal eine ganze Ecke klarer, schärfer und besser. Animationen, Kamerafahrten und Spezialeffekte werden in der richtigen Dosis eingesetzt. Nur beim Endkampf hätten wir eventuell auf zwei bis drei zusätzliche Minuten gehofft, da dieser doch ziemlich schnell abgehandelt wird und Fumito Nanahara dann zu sehr auf die theatralische Tränendrüse drücken möchte. Nach circa 106 Minuten ist man als Fan der Serie dennoch zufrieden, da die Handlung auch tatsächlich zu einem Ende geführt wurde und Fans nicht vergeblich auf eine Fortsetzung warten müssen. Bonusmaterial beinhaltet die Blu-ray allerdings nicht. Wir hätten uns sehr über Hintergründe oder einen Vergleich zum Manga gewünscht. Selbst einen Trailer suchen wir vergeblich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem die Serie Blood-C sich drei von zwölf Episoden so viel und eigentlich schon zu viel Zeit lässt, die Charaktere einzuführen, um dann neun Folgen lang bestens zu unterhalten, kommt der Film Blood-C: The Last Dark im Anschluss direkt auf den Punkte. Ohne Vorkenntnisse stelle ich es mir sehr schwierig vor, den Film in seiner Gänze zu verstehen. Lehnt man sich allerdings mit dem Serienwissen zurück, kann man sich 106 Minuten wunderbar unterhalten lassen, auch wenn die Charaktere nicht sehr viel tiefgründiger werden und eine Handlungswendung vergeblich erwartet wird. Dafür kann der Anime wieder einmal in puncto Technik glänzen. Alle Zeichnungen, Animationen und Effekte wirken sehr gelungen und besonders die Momente, in denen das Stadtbild der japanischen Hauptstadt eingefangen wird, sind für mich eine wahre Augenweide. Dazu gesellt sich ein Soundtrack, der sich bestens auf das gezeigte Geschehen einstellt und sowohl die japanische Originalfassung, als auch die deutsche Synchronisation sind dazu passend gelungen. Schade finde ich nur, dass das Bonusmaterial nicht existent ist. Trailer zu anderen Filmen sind schön und gut, doch Wissenswertes über das vorliegende Werk ist doch das erste, was ich nach dem Anschauen eines Films unbedingt noch zusätzlich erleben möchte. Wer die Serie bereits kennt, kommt um Blood-C: The Last Dark der Vollständigkeit halber nicht herum.

Vielen Dank an Mad Dimension für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Blood-C: The Last Dark!

Review: Ame & Yuki – Die Wolfskinder

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (1)Mamoru Hosoda entwickelt sich zum Kultregisseur für Animes. Im Dreijahrestakt erschienen drei bezaubernde Filme, die allesamt einzigartig sind, unterschiedliche Schwerpunkte legen und den Zuschauer bei jedem Ansehen aufs Neue verzaubern können.

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (2)Der letzte dieser Filme ist Ame & Yuki – Die Wolfskinder. Er dreht sich, wie es der Titel des Films schon vermuten lässt, um zwei Wolfskinder und ihre Mutter. Die Geschichte des Films setzt jedoch noch vor der Geburt der beiden Kinder ein. Hana studiert an einer Universität in einer Großstadt. Während der Vorlesungen fällt ihr ein junger Mann auf. Sie verliebt sich in ihn. Es braucht etwas, doch dann entwickelt er auch Gefühle für sie. Das Zögern hat nämlich einen Grund. Er ist ein Wolfsmann – halb Mensch, halb Wolf. Seine Sippe stammt von dem japanischen Wolf ab, der sowohl in der Realität, als auch im Anime als ausgestorben gilt. Seit die Menschen Jagd auf die Wölfe gemacht haben, leben sie jedoch zurückgezogen und mit der Zeit haben sie sich mit den Menschen vermischt. Hana erschreckt nicht beim Anblick seines Äußeren, als er sich ihr als Wolfsmann offenbart. Stattdessen entwickelt sich zwischen den beiden Liebenden eine wunderbare Romanze, aus der im Abstand von einem Jahr zwei kleine Wolfskinder hervorgehen. Erst das Mädchen Yuki, welches an einem verschneiten Tag das Licht der Welt erblickt und dann noch der Junge Ame, der seinen Namen entsprechend einer Regenschauer erhält. Eines Tages kommt der Wolfsmann nicht wieder nach Hause. Hana sucht ihn und muss mit ansehen, wie die Leiche eines Wolfes aus dem Fluss gezogen wird.

Die Mutter zweier Wölfe

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (3)Ab dieser Stelle ist klar, welchen Schwerpunkt der Film setzt. Mamoru Hosodas neuer Anime dreht sich in erster Linie um die junge Mutter Hana, die alleine zwei Kinder aufziehen muss. Während diese Thematik altbekannt ist und sicherlich schon in einigen Animes ansatzweise behandelt wurde, legt Hosoda eine Schippe drauf und zeigt, wie schwer es ist, zwei Kinder großzuziehen, die sich bei der erstbesten Gelegenheit in kleine Wölfe verwandeln. Als Wölfe sind die beiden Kinder kaum zu bändigen. Die Wohnung in der Stadt, die sich Hana auch nur wegen dem Ersparten des Wolfmannes noch leisten kann, verkommt durch herumfliegendes Essen und angebissenen Stuhlbeinen. Nachts fangen die Kinder auch mal an zu jaulen, was die Nachbarn natürlich darauf schließen lässt, dass Hana Tiere in ihrer Wohnung hält. Durch weitere Faktoren getrieben, beschließt sie, die Wohnung aufzugeben und mit Ame und Yuki aufs Land zu ziehen. Ein großes Haus, welches glatt aus Hayao Miyazakis Mein Nachbar Totoro stammen könnte, wird ihre neue Heimat. Hana beginnt mit dem Anbau von Gemüse, was jedoch erst gelingt, als sie von ihren Nachbarn in der Gemeinschaft aufgenommen wird. Während sich das Familienleben als relativ einfach erweist, beginnen die Probleme mit dem Heranwachsen der Kinder. Sie besuchen die Schule und durchstreifen die nahen Wälder.

Wichtige Nebenfiguren

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (4)Während auf der einen Seite die Mutter der beiden Wolfskinder ausgiebig vorgestellt wird, wird natürlich ebenso Licht auf die beiden Wölfchen geworfen. Beide entwickeln sich sehr unterschiedlich und werden irgendwann vor die Wahl gestellt, ob sie lieber als Mensch oder als Wolf leben möchten. Der Weg dorthin ist jedoch mit vielen Herausforderungen gepflastert und kleine Entscheidungen möchten ebenfalls getroffen werden, die für ihre Entwicklung als Menschen in jungen Jahren für das soziale Zusammenleben unabdingbar sind. Wie es sich für einen Film von Mamoru Hosoda gehört, sind die Nebenfigur nicht unwichtig. Großvater Nirasaki, wie er liebevoll von den Menschen auf dem Land genannt wird, unterrichtet Hana im Anbau von Gemüse. Dabei ist er stets grimmig und spricht stellenweise abwertend. Auch wenn er Hanas Lächeln nicht sehen möchte, hat er einen guten Kern. Trotzdem ist er wichtig für die Handlung, denn nur auf seinen Wunsch hin unterstützen die Menschen auf dem Land Hana. Diese nehmen zuerst nicht an, dass sie das harte Leben auf dem Land durchhält und sie sich wohl bald einen Supermarkt oder eine Karaokebar zurückwünscht. Schlussendlich wäre da noch Sōhei, ein Mitschüler von Yuki. Nach einem Vorfall glaubt er, er würde in Yuki einen Wolf sehen. Was das für ihre Freundschaft bedeutet, verraten wir jetzt aber nicht.

Verzahnte Erzähltechnik

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (5)Hosoda und sein Team haben sich bei diesem Anime bewusst dazu entschieden, die Handlung auf dem Land abspielen zu lassen. Hier können sich auch die Nebencharaktere frei entfalten und werden nicht wie in einer Großstadt fast schon zwangsweise entindividualisiert. Zudem ist der Film reich an Metaphern. Das Glühen einer Heizung, ein Wolkengebilde oder einfach nur der prasselnde Regen werden jederzeit passend zur emotionalen Gefühlsebene gezeigt oder eingespielt. Hinzukommend kann man sich über die optische Prämisse des Films nicht beklagen. Die Charaktere sind zwar für einen Hosoda-Film typisch überzeichnet, doch dafür wirken die Hintergründe oftmals so, als ob die Realität nicht schöner sein könnte. Japanische Landschaften können mit ihrer Schönheit eben auch im Anime überzeugen. Akustisch wird der Film ähnlich den Metaphern jederzeit passend unterlegt. Der Titelsong Okaa-san no Uta wirkt zwar sehr melancholisch, möchte aber genau das ausdrücken. Im Bonusmaterial der Blu-ray Disc geht Regisseur Hosoda darauf ein, welche Bewunderung er für jede Mutter in unserer Welt hegt. Mit circa 90 Minuten fällt das Bonusmaterial sehr üppig aus. Zudem ist auch ein Audiokommentar mit Regisseur und Synchronsprechern vorhanden. Ame & Yuki – Die Wolfskinder ist Hosoda nach dreijähriger Pause an allen Stellen absolut gelungen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Sowohl Das Mädchen, das durch die Zeit sprang und Summer Wars haben mir vor vielen Jahren bestens gefallen. Entsprechend ging ich mit sehr hohen Erwartungen an Ame & Yuki – Die Wolfskinder heran. Diese Erwartungen wurden sogar noch einmal übertroffen, denn mit Feingefühl für die Charaktere und deren liebevolle Darstellung im sozialen Zusammenleben machen den Film sehenswert. An der einen oder anderen Stelle denkt man dann auch schon mal an seine eigene Mutter und ob diese ähnliches mit einem durchmachen musste. Da diese Thematik in Animes wie Crayon Shin-chan schon oft genug behandelt wurde, hat sich das Team um Mamoru Hosoda dazu entschieden, die Situation ein wenig zu verschärfen beziehungsweise sehr ungewöhnlich gestaltet. Die Idee geht auf, denn so kommt sowohl die Charakterentwicklung von Mutter Hana zur Geltung, als auch die Identifikation der beiden Kinder mit sich selbst. Die Story gepaart mit hübschen Landschaftsbildern, vielen Metaphern und schöner, teils aber auch melancholischer Musik, ergeben ein bezauberndes Gesamtbild. Als Anime-Fan kommt man um Ame & Yuki – Die Wolfskinder definitiv nicht herum!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Ame & Yuki – Die Wolfskinder!

Review: Gormenghast

Gormenghast (1)Derzeit pilgern Fans von Tolkiens Mittelerde jedes Jahr aufs Neue ins Kino, um die Reise des Hobbits zu verfolgen. Wer Abwechslung in den Fantasy-Alltag bringen will, sollte unbedingt einen Blick über den Blockbuster-Tellerrand werfen – dort wartet nämlich Gormenghast.

Gormenghast (2)Gormenghast ist ein überwiegend aus Stein gebautes Schloss. Es heißt, dass nichts außer dem Schloss in der Welt existiere und man im Kreis reise. Entsprechend wenig Interesse haben die Bewohner von Gormenghast, das Schlossleben gegen ein anderes einzutauschen. Mit der Geburt von Titus, des siebenundsiebzigsten Grafen von Gormenghast, ändert sich jedoch für die regierende Familie Groan alles. Der junge Graf interessiert sich schon früh für die Welt außerhalb der Schlossmauern, beginnt seine Heimat zu hassen und entsagt sich zudem des zeremoniellen Tagesablaufes des Schlosses, welcher Tag für Tag vom Zeremonienmeister auf Gedeih und Verderb durchgesetzt werden will. Obwohl die kleine Lordschaft der Dreh- und Angelpunkt in Gormenghast ist, spielt die wichtigste Rolle der Küchenjunge Steerpike. Am Tag von Titus’ Geburt gelingt es Steerpike aus der Küche, wo er mit anderen Knaben zu den Aufgaben vom bösartigen Koch Swelter gezwungen und im Grunde gefangen gehalten wird, zu entkommen. Mr. Flay, der nicht unschuldig an der Flucht des Jungen ist, will diesen aber nicht das Tageslicht sehen lassen und sperrt ihn wenig später in den Kerker. Auch hier gelingt Steerpike die Flucht. Zufällig findet er das Versteck von Lady Fuchsia, die er mit einem Gauklerstück begeistern kann. Dafür wird er in die Dienste des Arztes Prunesquallor gestellt.

Das Spiel mit der Macht

Gormenghast (3)Mit Lüge und List gelingt es Steerpike das Vertrauen der Familie Groan zu gewinnen. Sein Ruf bleibt aufgrund seiner Herkunft dennoch schlecht, was seinen Ehrgeiz jedoch stärkt und sein Neid auf die Herrscherfamilie wachsen lässt. Durch seine Hände müssen Leibwächter und Angehörige der Familie sterben, wodurch er mit seinem teuflischen Plan immer mehr an Macht gewinnt. Während die ersten beiden Episoden der vierteiligen Serie sich mit dem ersten Jahr beschäftigen, in denen Steerpike langsam den Aufstieg schafft, wird in den beiden letzten Folgen der Machtverlust charakterisiert und Titus rückt in den Mittelpunkt. Insgesamt gewährt uns die Geschichte Einblicke in siebzehn Jahre von Gormenghast. Das heißt auch, dass die Handlung nur den Rahmen von zwei der drei veröffentlichten Romanen einnimmt. Da die Buchreihe aufgrund des vorzeitigen Todes des Autors Mervyn Peake unvollendet bleibt, begrüßen wir diesen Schritt, da die ersten beiden Romane zusammengenommen eine fast vollständig geschlossene Handlung bieten, die in den vier Episoden á sechzig Minuten mit Dramatik, Humor, Spannung und Schauspielkunst hervorragend inszeniert werden. Zu den Schauspielern zählen unter anderem Christopher Lee, Stephen Fry und Jonathan Rhys Meyers. Letzterer schafft es dem Charakter Steerpike Wahnsinn auf die Stirn zu zaubern.

Tiefgründige Charaktere

Gormenghast (4)Jedweder Charakter wird in Gormenghast tiefgründig dargestellt. Der treue Diener Mr. Flay, der durchtriebene Steerpike, der übermüdete Professor Bellgrove, die eifersüchtigen Zwillinge Clarice und Cora, die ewig nach einem Ehemann suchende Irma Prunesquallor und natürlich Titus, dem Freiheit wichtiger als Tradition erscheint, lassen teils nüchtern, teils ernst und teils mit Humor Einklang und Widerspruch im gigantischen Schloss Gormenghast erklingen. Dazu gesellt sich jederzeit ein Soundtrack, der mit dem unvergesslichen Song of Titus eingeleitet und mit wiederkehrenden Musikstücken bestens unterlegt wird. Während die musikalische Begleitung unvergesslich klingt, die Kostüme und die Kulissen wunderbar in Harmonie mit den Charakteren und dem durchorganisierten und ritualisierten Tagesablauf des Schlosses leben, gilt das leider nicht für die Spezialeffekte und die Szenen, die vor einem Greenscreen gedreht worden sind. Hier stechen die Charaktere zwar stark von den Hintergründen hervor, doch aufgrund der altertümlichen, gar poetischen Dialoge, wird der Fokus eindeutig auf die Charaktere mit ihrer Entwicklung gelegt. Auch aufgrund des Produktionsjahres 2000 und dem für eine Fernsehproduktion kleinen Budgets, kann man Gormenghast hier nicht böse sein. Ein 30-minütiges Making-of geht abschließend auf die Schauspieler und Charaktere ein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Als ich vor fast vier Jahren zum ersten Mal die vierteilige Fernsehserie der Romanreihe Gormenghast gesehen habe, war ich begeistert und dieses Gefühl setzt sich mit der Veröffentlichung der Serie auf DVD erneut ein. Gormenghast bietet nicht die typische Fantasy-Action, die heutzutage leider viel zu sehr vom Durchschnittskinogänger erwartet wird. Stattdessen setzt mir Gormenghast eine Welt vor, die mir durch ihre idealistischen Charaktere direkt vertraut scheint, aber dennoch in weite Ferne rückt. Genau diese Charaktere machen den Unterschied zu anderen Fantasy-Epen aus. Hier entdecke ich an Figuren Charakterzüge, die stellvertretend für sie stehen. Zudem bieten sie mir Facetten, welche die Handlung spannend gestalten und ebenso auflockern. Wenn man sich Gormenghast anschauen möchte, sollte man jedoch ein gewisses Faible für einen hohen Grad an Theatralik mitbringen. Die Dialoge sind zwar leicht verständlich, doch ihre wahre Bedeutung versteht man nur, wenn man sich auch sonst gerne mit Dramen und ihrer Intention beschäftigt. Wer Gormenghast deswegen verpasst, entgeht leider ein gelungenes Stück Fantasy-Geschichte, das man immer und immer wieder genießen möchte.

Vielen Dank an Polyband für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Gormenghast!

Prime Time: Dragonball GT (TV-Serie, Box 3) Unboxing

Nachdem wir euch bereits die Unboxing-Videos zur ersten und zweiten Serienbox auf unserer Seite vorgestellt haben, folgt nun das dritte und somit letzte Video der Reihe. Wir verraten euch im Video nicht nur, gegen wen Son Gokū antreten darf, sondern auch, mit welchen optischen und haptischen Merkmalen ihr bei dieser Box rechnen dürft. Ebenfalls stellen wir euch auch hier kurz das beiliegende Booklet vor. Gute Unterhaltung!

Review: Dragonball GT – Box 3 (Episoden 42-64)

Dragonball GT - Box 3 (1)Mit der dritten und somit letzten Serienbox der Anime-Serie Dragonball GT, nähern wir uns dem Ende des offiziellen Dragonball-Zyklus an. Erstmals kommen auch deutsche Fans in den Genuss von weiteren elf Episoden, die hierzulande niemals ausgestrahlt worden sind.

Dragonball GT - Box 3 (2)Nach dem Sieg gegen den Tsufurianer Baby herrscht endlich wieder Frieden auf der Erde. Die Stille trügt jedoch, denn in der Hölle irrt ein alter Bekannter umher. Die Rede ist von Dr. Mu, der sich in seiner neuen Umgebung erst einmal zurechtfinden muss. Wie es der Zufall so will, trifft er dort auf Dr. Gero, jenen Wissenschaftler, der damals versucht hat, mit Cyborgs über das Universum herrschen zu wollen. Er programmierte seine Cyborgs so, dass sie Son Gokū töten sollen, doch widersetzten sich C17 und C18 seinen Befehlen und töteten ihn daraufhin. Gemeinsam hecken die beiden Wissenschaftler in der Hölle einen Plan aus, um Rache an Son Gokū, ihrem gemeinsamen Feind, zu nehmen. Sie entwickeln einen neuen Cyborg, der C17 in seinem Äußeren gleicht, um ihn anschließend mit C17 zu fusionieren, um Super Nummer 17 aus den beiden Cyborgs entstehen zu lassen. Mit einem Trick gelingt es ihnen, Son Gokū in die Hölle zu locken und dort fürs Erste festzuhalten, während Dr. Mu und Dr. Gero auf der Erde gemeinsam mit ihrer neuen Kreation für Angst und Schrecken sorgen. Mit Hilfe vom erst kürzlich verstorbenen Piccolo gelingt es unserem Helden jedoch, aus den Tiefen der Hölle zu entkommen und um Super Nummer 17 den Kampf anzusagen. Gemeinsam mit C18 kann Son Gokū den Kampf gewinnen, doch kostete er vielen Menschen das Leben.

Das siebenfache Böse

Dragonball GT - Box 3 (3)An dieser Stelle nimmt die Geschichte eine tragische Wendung. Auch Son Gokūs bester Freund Kuririn, der Ehemann von C18, war unter den Opfern. Son Gokū und seine Freunde beschließen, die sieben Dragonballs einzusammeln, um die Zerstörungen durch den Cyborg rückgängig zu machen. Die Dragonballs haben jedoch Risse bekommen und beim Rufen des Drachen Shenlong erscheint plötzlich ein anderer Drache, der sich daraufhin in weitere sieben Kreaturen aufteilt. Eigentlich dürfen die Dragonballs höchstens einmal pro Jahrhundert benutzt werden, damit diese sich von negativer Energie reinigen können, doch alleine in den letzten fünfzig Jahren wurden die Kugeln viel zu oft eingesetzt. Es entstand zu viel negative Energie, die sich jetzt in den sieben entstandenen Teufelsdrachen manifestiert hat. Son Gokū muss ein letztes Mal eine Reise antreten, um das Böse zu vernichten. Unterstützt wird er dabei von seiner Enkelin Pan und dem Roboter Gill. Aber auch Son Goten, Son Gohan, Trunks und Vegeta sind für den letzten Kampf nicht unwichtig und haben allesamt ihre Auftritte. Bulma, Videl, Chichi und Mr. Satan unterstützen unsere Freunde dabei selbstverständlich ebenfalls. Zudem kommt es in den zwei wichtigen Momenten zum einen auf die Einstellung von Vegeta und zum anderen auf alle Lebewesen im Universum an, um das Böse zu vernichten.

Das Ende einer Legende

Dragonball GT - Box 3 (4)Der Anime schließt die Story der Serie, abgesehen vom TV-Special Dragonball GT: Son Goku Jr., ab. Dabei werden Anekdoten und Metaphern benutzt, um an die Abenteuer aus Dragonball und Dragonball Z zu erinnern. Selbst unwichtige Charaktere, wie Offiziere der zerschlagenen Red-Ribbon-Armee treten kurz in Erscheinung. Das ist besonders deshalb so interessant für Fans der ersten Anime-Serie, da die gezeigten Kämpfe versuchen, das epische Ausmaß der Auseinandersetzungen aus Dragonball Z einzufangen – da freut man sich über jeden Kommentar, der ein wenig davon ablenkt. Optisch machen die Episoden der dritten Serienbox qualitativ denselben Eindruck, wie die vorherigen Episoden. Das heißt, dass das 4:3-Bildformat in der deutschen Fassung farblich sehr kräftig wirkt, doch die Episoden, die nur mit der japanischen Sprachausgabe ausgestattet sind, wirken deutlich blasser. Diesmal gibt es elf Episoden, die früher nicht synchronisiert und ebenso nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden sind. Wer des Japanischen nicht mächtig ist, darf aber natürlich die (nicht abstellbaren) Untertitel nutzen, um die Dialoge verstehen zu können. Wir sind froh, dass Kazé Anime den Anime durchgehend auf DVD veröffentlicht hat, auch wenn nicht alle Episoden auf Deutsch synchronisiert wurden, da jetzt alle Zusammenhänge der Serie verständlich sind.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 42 – 64 der Serie): Ungefähr sieben Jahre ist es jetzt her, dass ich zum letzten Mal Dragonball GT gesehen habe. Damals konnte ich die Serie leider nicht komplett genießen, da der fabelhafte Sender RTL 2 die grandiose Idee hatte, die Serie nicht vollständig zu synchronisieren und auch noch zu schneiden – man erkenne meine Ironie! Durch Kazé Anime komme ich jetzt endlich in den Genuss aller Episoden und kann nun endlich alle Zusammenhänge verstehen, die wichtig für die Serie sind. Auch wenn man an der deutschen Fassung nichts mehr geändert, also die geschnittenen Szenen nicht noch auf Japanisch eingefügt hat, ist das Gesamtbild durchaus gelungen. Wer bereits die ersten beiden Anime-Serien mochte und Dragonball GT bis hierhin schon verfolgt hat, der wird auch bei der letzten Serienbox zugreifen wollen. Den einzigen Wermutstropfen, den ich jetzt noch bemängeln könnte, ist, dass jeder Box zwar ein Episodenguide beiliegt, der sich jedoch durchgehend mit Bildern und nicht mit Texten identifiziert. Wer also einmal nach monatelanger Pause nicht weiß, wo er jetzt tatsächlich weiterschauen muss, muss umständlich danach im Internet suchen. Dieses Manko ist aber tatsächlich sehr gering und hat mit der Qualität des sonst durchgehend guten Animes nichts zu tun!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Dragonball GT – Box 3 (Episoden 42-64)!

Partner: NMag #53 erschienen – Rätselspaß und Taschenmonster

Der Herbst ist da und die Temperaturen fallen vielerorts zum Teil auf winterliches Niveau. Für Videospieler hat das einen entscheidenden Vorteil – sie müssen sich nicht schlecht fühlen, wenn draußen die Sonne scheint und das Wetter gute Laune versprüht. In der 53. NMag-Ausgabe widmet sich die Redaktion abermals aktuellen Spiele-Hits und durchleutet sie auf ihre Licht- und Schattenseiten. Als eines der ersten deutschen Nintendo-Magazine durfte sich die Redaktion frühzeitig den Zylinder überziehen und mit Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant das epische Finale um den wohl berühmtesten Hutträger der Videospielgeschichte erleben. Geschichte schreiben auch die beiden neuen Pokémon-Editionen X & Y, die mit ihren Neuerungen für Furore sorgen. Wer keinen 3DS sein Eigen nennt, muss nicht verzagen. Auf der Wii U erblickt der Gamecube-Klassiker The Legend of Zelda: The Wind Waker zum zweiten Mal das Licht der Welt – diesmal in HD. Der Mehrspieler-Hit Wii Party U ist ebenso im Testlabor vertreten wie das bisher beste Jump ’n‘ Run für die Wii U. Für Rayman Legends vergab die NMag-Redaktion seit vielen Jahren erstmals wieder die Bestwertung!

Des Weiteren nimmt die NMag-Redaktion Abschied von Hiroshi Yamauchi, dem ehemaligen Präsidenten von Nintendo. In einem dreiseitigen Porträt durchleutet sie Yamauchis Schaffen und Werken. Durchleutet wird auch ein wichtiges Gameplay-Element, genauer gesagt das Lock-on-Feature. Dieses war unter anderem revolutionär für die The-Legend-of-Zelda-Reihe. Fans der Serie freuen sich über einen zusätzlichen Artikel zur The Legend of Zelda: Hyrule Historia. Zum krönenden Abschluss veranstalten wir mit mehreren Kooperationspartnern ein magazinübergreifendes Gewinnspiel, bei dem die NMag-Leser unter anderem The Wonderful 101 oder eine der beiden neuen Pokémon-Editionen gewinnen können. Und jetzt schnell zu http://www.n-mag.org und die nagelneue Ausgabe kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

Gewinnspiel (10. – 30. November 2013)

Gewinnspiel November 2013Große Gewinnspiele zu Weihnachten kann jeder! In Zusammenarbeit mit dem NMag, dem Online-Magazin für Nintendo-Fans und dem Kulturblog jultu.de, veranstalten wir bereits im November ein magazinübergreifendes Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es drei Exemplare von The Wonderful 101 (Wii U) aus dem Hause Nintendo, das Spiel Killzone: Mercenary für die PlayStation Vita (Sony), zwei Überraschungsspielen für die Wii, drei Überraschungsspielen für den DS und zwei Überraschungsspiele für den 3DS. Damit aber noch nicht genug! Ein Gewinner darf sich über einen Downloadcode zu Pokémon X oder Y freuen, der uns freundlicherweise von gamesrocket.de zur Verfügung gestellt wird.

Fans von Merchandise freuen sich zum einen auf fünf Überraschungspakete und dann noch auf eine Sam-Fisher-Statue, vier Rabbids-Figuren, zwei Splinter-Cell-T-Shirts in der Größe XL, zwei T-Shirts zu Rayman Legends in der Größe S, drei Rayman-Legends-Lum-Stressbällen, zwei Rayman-Legends-Notizhefen und ebenso zwei Rabbids-Wandkalender für das Jahr 2014 aus dem Hause Ubisoft. Von getdigital.de werden uns freundlicherweise noch ein Tetris-Thermobecher, ein Zelda-is-the-Girl-Shirt in einer Größe eurer Wahl, einem USB-Mailmelder und einem That-is-not-my-team-Shirt in einer Größe eurer Wahl zur Verlosung zur Verfügung gestellt.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, bieten wir euch zahlreiche Wege an. Sowohl auf der Internetseite des NMags, jultu.de oder auf unserer Seite unter diesem Beitrag müsst ihr im so genannten Rafflecoputer-Formular verschiedene Aufgaben erfüllen, für die ihr wiederum Lose erhaltet. Je mehr Aufgaben ihr erfüllt, desto größer sind eure Chancen, einen der tollen Preise zu gewinnen.

 1. Ihr drückt „Gefüllt mir“ auf den Facebook-Seiten vom NMag, von Gameplay Gamers oder jultu.de, was euch jeweils ein Los beschert.

 2. Ihr folgt den Twitter-Auftritten vom NMag, Gameplay Gamers oder jultu.de, was euch ebenfalls jeweils ein Los einbringt.

3. Auf unseren Facebook- und Twitter-Accounts, in dieser Ausgabe und auf den beiden Partnerseiten haben wir jeweils das Foto eines Kürbisses versteckt. Schreibt uns, wo ihr es gefunden habt oder nennt und den Direktlink zum Bild. Die Suche belohnen wir jeweils mit einem Los.

4. Ihr teilt den Gewinnspielbeitrag bei Facebook öffentlich oder erwähnt ihn zusammen mit den Accounts bei Twitter. Hier winken euch satte 3 Lose!

5. Schreibt der Redaktion des NMags, was ihr am NMag gerne verbessern würdet. Das honorieren wir entsprechend mit zwei Losen!

Hier geht es zum Rafflecopter-Giveaway

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorweisen können. Mitarbeiter vom NMag, Gameplay Gamers, jultu.de und den Gewinnspielpartnern sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen und ihren ersten Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 01.12.2013 informiert. Die angeschriebene Person hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Der Gewinner des Vita-Titels Killzone: Mercanary bekommt den Preis erst gegen Vorlage einer Kopie des Personalausweises zugeschickt. Versäumt der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf unseren Seiten, Facebook, Twitter oder Google+ erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30.11.2013, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Wii Party U

Wii Party U (1)Drei Jahre ist es nun her, als Wii Party in hiesigen Wohnzimmern für neuen Schwung unter den Party-Spielen sorgte. Inzwischen versucht sich Nintendo mit der Wii U im Markt zu etablieren und will mit Wii Party U das Erfolgskonzept von damals zu wiederholen.

Wii Party U (2)Gemeinsam mit unserem Mii erleben wir in Wii Party U wieder allerhand Minispiele, die es zu bewältigen gilt. Da die über achtzig Minispiele größtenteils jedoch sehr kurz ausfallen, ist es umso mehr verständlich, dass Nintendo diese Spielchen wie bereits beim Vorgänger auf der Wii abermals in unterschiedliche Spielmodi verpackt hat. Wie beim großen Vorbild Mario Party liegt es natürlich nahe, das eine oder andere Brettspiel auszupacken. Wer als erstes an der Reihe ist, entscheidet oftmals ein Minispiel. Wer hier Können oder Talent beweist, hat es beim anschließenden Würfelwurf natürlich etwas oder sogar viel leichter. Beim Spielmodus Brückensprinter bewegen wir uns über eine gefühlt unendliche und geschlängelte Brücke. Mehrere hundert Spielfelder müssen wir hinter uns lassen, um das Ziel zu erreichen. Um die hohe Anzahl an Spielfeldern bewältigen zu können, ist es ratsam, beim Minispiel zu Beginn der Spielrunde möglichst gut abzuschneiden. Wer den ersten Platz belegt, darf gleich mit zehn Würfeln seinen Zug bestimmen, während dem Letztplatzierten bei vier Teilnehmern gerade einmal zwei Kuben zur Verfügung stehen. Um die großen Unterschiede auszugleichen, befinden sich unter den Spielfeldern natürlich Bonusfelder, die zusätzliche Würfe versprechen oder erlauben, einige Felder vorzurücken. Der Letztplatzierte darf auch auf ein Pasch hoffen.

Modenschau

Wii Party U (3)Nach jeder Runde wiederholt sich die Prozedur um die Startreihenfolge. Der Erstplatzierte hat zudem den Nachteil, dass er zuerst auf diverse Hindernisse stößt. An diesen Stellen muss er eine bestimmte Augenzahl würfeln – ansonsten wird ihm das Voranrücken verwehrt. Obwohl sich die hohe Anzahl an Spielfeldern und Würfeln übertrieben anfühlen (und es vermutlich auch sind), ist der Fairness-Faktor unserer Meinung nach dennoch ausgeglichen. Ähnlich sieht es auch in den anderen Spielmodi der TV-Party-Spiele aus. Bei der Mii-Modenschau laufen wir durch die Stadt und sind in den zahlreichen Boutiquen immer auf der Suche nach neuen Kleidungsstücken. Verkleiden wir uns als Pirat, Ninja, Super Mario oder Steinzeitmensch beziehungsweise Steinzeit-Mii, erhalten wir dafür eine bestimmte Bewertung. Nach jeder Runde (oder auch mal zwischendurch) dürfen wir unser Outfit in der Modenschau vorführen. Je besser wir hier abschneiden, desto mehr Punkte erhalten wir, mit denen wir schlussendlich den Spielmodus gewinnen oder verlieren können. Beim Kugelschubsen erhalten wir nach dem gewonnenen (oder verlorenen) Minispiel eine gewisse Anzahl an Murmeln, die wir dann auf das Spielfeld fallen lassen dürfen und die dann mit Glück bereits dort platzierte Kugeln von dem Spielbrett wirft. Je mehr Kugeln fallen, desto mehr Punkte hagelt es auf unser Konto.

Glück und Können

Wii Party U (4)Beim Mannschaftsmischmasch ist hingegen rechnerisches Können gefragt. Hier wählen wir aus einer vorgefertigten Truppe neue Spieler für unsere Fußballmannschaft aus. Dabei achten wir jedoch nur auf Trikotfarbe und Spielnummer des Fußballers. Wer hier Kombinationen wie beim Pokerspiel in seiner Mannschaft aufbaut, erhält entsprechend mehr Punkte. Natürlich ist auch hier die Devise: Wer beim Minispiel zu Beginn der Runde am besten abschneidet, hat entsprechend Vorteile bei der Auswahl der Spieler. Trotzdem bemängeln wir, dass hier der Glücksfaktor eine zu entscheidende Rolle spielt. Selbst wenn wir der Erstplatzierte sind, heißt das noch lange nicht, dass auch wirklich brauchbare Kandidaten für unsere Truppe auf dem Platz auftauchen. Zu guter Letzt bietet die Spielmodi-Sammlung im Bereich der TV-Party-Spiele noch die GamePad-Insel. Solisten bleibt diese jedoch verwehrt. Hier braucht ihr also mindestens einen Mitspieler, um das an Wii Party erinnernde Eiland zu erkunden. Anders wie in den restlichen Modi wird hier hauptsächlich mit dem Wii U GamePad und nicht mehr mit der Wii-Fernbedienung gespielt. Tatsächlich hat sich Nintendo dafür entschieden, etablierte (und veraltete) Hardware dem Alleinstellungsmerkmal der Wii U größtenteils vorzuziehen.

Nicht ohne (m)eine Fernbedienung!

Wii Party U (5)Die Entscheidung leuchtet bei genauerer Betrachtung jedoch ein. Bis heute veröffentlicht der japanische Konzern das Wii U GamePad nicht einzeln oder als Bundle mit einem Spiel. So gut wie jeder Spieler dürfte also nur ein GamePad sein Eigen nennen und simultanes Spielen wäre somit schwierig oder gar nicht möglich. Da einige Spiele die Pointer-Funktion nutzen, ist es ebenso verständlich, dass man den Wii U Pro Controller nicht unterstützen möchte. Des Weiteren dürften wohl einige Spieler noch eine Wii mit ein paar Fernbedienungen im Regal stehen haben, womit der Mehrspielerspaß direkt garantiert werden kann. Unklug ist aber nach wie vor, dass Wii Party U nur im Bundle mit einer schwarzen oder einer weißen Wii Remote erscheint. Bereits im Jahr 2010 hatte ein Großteil aller Spieler bereits mehrere Einheiten der Fernbedienung in ihrem Besitz. Drei Jahre später hat sich daran nicht geändert. Aufgrund des einen oder anderen Bundles oder gar dem Selbsteinkauf von zusätzlichen Fernbedienungen, hat der Autor dieser Zeilen mittlerweile neun Wii Remotes. Der separate Verkauf des Spiels würde absolut Sinn machen, die Hemmschwelle beim Kauf senken und den Geldbeutel der Kunden großzügigerweise schonen. Wer allerdings keine Wii Remote mit integriertem Wii-Motion-Plus-Modul besitzt, hat zumindest einen (kleinen) Vorteil beim Kauf des Titels.

Einladung zur Hausparty

Wii Party U (6)Ein weiterer Vorteil ist, dass es auf der Wii U bisher kaum (herausragende) Party-Spiele gibt. Somit eignet sich die vorliegende Minispielsammlung besonders gut, um mit Freunden, Bekannten, der Familie oder Kommilitonen gemeinsam die Zeit zu verbringen. Dabei kommt grundsätzlich niemals Langeweile auf, da die enthaltenen Minispiele allesamt unterschiedlich sind und verschiedene Schwerpunkte setzen. So dürfen wir eine vorgegebene Pose abgleichen oder auf herumschwirrende Raumschiffe schießen. In einem anderen Minispiel heißt es, mit einem Einrad über einen schmalen Grad zu fahren und das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Beim Vorgänger gab es neben den Minispielen noch die so genannten Zimmerspiele. Diese kehren in ähnlicher Form bei Wii Party U zurück. Die Hausparty-Spiele beziehen unsere Umgebung mit ein – diesmal jedoch in abgeschwächter Form. Beispielweise legen wir hier das Wii U GamePad, auf dessen Screen ein fließender Fluss zu sehen ist, auf dem Boden. Bewaffnet mit der Wii-Fernbedienung müssen wir dann so tun, als ob wir mit einer Kelle Wasser aus dem Fluss schöpfen, um es dann zum Fernseher zu transportieren und in einen Krug zu gießen. Passend zur Musik des Theme A von Tetris tanzen wir wie ein paar Irre um das GamePad wortwörtlich herum oder mimen ein Verkaufsrollenspiel in der Burger-Bude.

GamePad-Duelle

Wii Party U (7)Viel interessanter sind da schon die Spiele, die zu zweit mit und auf dem GamePad gespielt werden. Hierbei sitzen wir unserem Gegner gegenüber und spielen mit ihm unter anderem in einer Miniaturversion Tischfußball und ebenso Baseball. Mit mehreren Spielern und unter Zuhilfenahme mindestens einer Wii-Fernbedienung, können wir auf dem Wohnzimmertisch eine an das Gesellschaftsspiel Twister erinnernde Partie Fingerakrobatik spielen. In unserem Test kam es hierbei jedoch zu einer Aufforderung, die unmöglich laut Lageplan von GamePad und Wii Remote zu erfüllen war. Trotzdem zeigt sich auch bei den Modi der GamePad-Party wieder, welche Ideen in den Köpfen von Nintendo schlummern. Wem Abwechslung wichtig ist, wird mit Wii Party U absolut zufriedengestellt. Apropos Zufriedenstellen: Nachdem ihr ein Minispiel mindestens einmal absolviert habt, dürft ihr es sogar in einem Ranking-System á la fünf Sterne (wie unter jedem Text von Gameplay Gamers) bewerten und sogar sehen, wie die Minispiele im Schnitt ausfallen. Wir freuen uns, dass Nintendo endlich Mut beweist und von den Kunden wissen möchte, wie ihnen die einzelnen Elemente eines Spiels tendenziell gefallen. Wir würden uns freuen, wenn man das System zukünftig weiterentwickeln würde.

Zweckmäßige Technik

Wii Party U (8)Weiterentwickeln sollte Nintendo unserer Meinung nach jedoch den Aufbau ihrer Spiele in der Wii-Videospielreihe. Ein Abenteuermodus wie in Go Vacation würde uns gefallen, da dann endlich die schöne Landschaft von so manchem Minispiel mehr zur Geltung kommen könnte. Jene Landschaften erstrahlen in schönen und hochauflösenden Grafiken, welche mit bunten Farben gute Laune bei uns hervorrufen. Die restliche Optik ist jedoch nicht der Rede wert. Das heißt nicht, dass die Grafik des Spiels schlecht sei! Sie ist einfach nur zweckmäßig und stößt nicht aus der Masse heraus. Selbst der Launch-Titel Nintendo Land wirkt ein wenig frischer. Soundtechnisch können wir zwar nicht meckern, doch auch hier ist für Nintendo weniger oft mehr. Durch die zweckmäßige Untermalung wird der Unterhaltungsanteil mit den heimischen Mitspielern zwar hervorgehoben, doch wer mal alleine eine Party für sich selbst schmeißen will, dürfte schnell ermüden. Unverständlich ist auch, dass Nintendo wieder keinen Online-Modus für den zweiten Teil der Wii-Party-Reihe spendiert hat. Wir verstehen zwar die Intention, Menschen gemeinsam vor nur einem Bildschirm zu versammeln, doch das Fehlen von elementaren Online-Features ist im Jahr 2013 sehr, sehr schade. Trotzdem: Mehrspielerfreunde bekommen derzeit kein besseres Party-Spiel für die Wii U!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich vor drei Jahren Wii Party getestet habe, war bei mir (als Solist) schnell die Luft raus. Erst als ich es mit ein paar Freunden immer wieder zwischendurch gespielt habe, hat der Titel sein volles Potential entfaltet. Dieses Manko, wenn man es denn so nennen möchte, wiederholt sich mit Wii Party U. Nintendo hat es leider nicht geschafft, eine spaßige Story, einen Abenteuermodus oder gar Online-Modi zu integrieren. So bleibt auch Wii Party U bei mir im Regal stehen, um dann darauf zu warten, dass die Partygäste eintrudeln. Sind diese endlich eingetroffen, beweist Wii Party U anschließend, wie viel Spaß man mit dem Titel eigentlich haben kann. Da vergesse ich schnell die wenigen unausbalancierten Minispiele und denke mehr an die tolle Zeit, die ich mit meinen Freunden verbringe. Diese Zeit ist vor allem wegen den spaßigen und abwechslungsreichen Minispielen so toll, denn kaum ein Minispiel ähnelt dem anderen und besonders wenn mehrere Mitspieler anwesend sind, können auch die durchgeknallten Hausparty-Spiele mit viel Gelächter überzeugen. Wer eine Wii U besitzt und dringend ein neues Party-Spiel benötigt, bekommt derzeit keinen besseren Mehrspielertitel in die Hände!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wii Party U!

Prime Time: Dragonball GT (TV-Serie, Box 2) Unboxing

Vor einigen Tagen haben wir euch bereits etwas zu Son Gokūs letztem Abenteuer erzählt und euch im Review verraten, womit ihr bei den vorliegenden Episoden der dritten Serienbox rechnen dürft. In unserem Unboxing-Video gehen wir jedoch auf die Äußerlichkeiten der Serienbox ein. Viel Spaß beim Anschauen!

Review: Dragonball GT – Box 2 (Episoden 22-41)

Dragonball GT - Box 2 (1)Nachdem Kazé Anime mit der ersten Serienbox zu Dragonball GT vorgelegt hat, geht es mit den Episoden der zweiten Box rasant weiter. Wieder einmal werden Action, Spannung und Humor gekonnt miteinander verbunden – inklusive zweier unsynchronisierter Folgen!

Dragonball GT - Box 2 (2)Die Suche nach den Super Dragonballs nähert sich dem Ende. Son Gokū, Trunks und Pan ist es gelungen, drei der magischen Kristallkugeln im Universum zu finden. Dabei müssen sie feststellen, dass auch die bösen Mächte in der Galaxie hinter den Dragonballs her sind. Einer der Widersacher ist der brillante, aber gefürchtete Dr. Mu. Der Experte in der Gentechnik will die sieben Kugeln dazu benutzen, um sich zum Herrscher des Universums zu krönen. Auf dem Planeten M2 müssen die drei Freunde Bekanntschaft mit Dr. Mus Schergen machen, die sie unter anderem in Metall verwandeln können. Dabei scheint sogar der Roboter Gill auf die Seite des durchtriebenen Wissenschaftlers gewechselt zu sein. Nachdem die Fronten natürlich zum Gunsten unserer Freunde geklärt werden, versucht Dr. Mu sie davon abzuhalten, die Tür am Ende einer Treppe in seinem Labor zu öffnen. Als Trunks sich Dr. Mus Aufforderung widersetzt, eröffnet sich ihnen der Blick auf sein geheimes Laboratorium. Inmitten des Labors züchtet Dr. Mu einen Tsufurianer, genauer gesagt den letzten Tsufurianer im Universum, heran. Eigentlich ist der Tsufurianer Baby noch nicht ausgereift und seine Kräfte auf einem Minimum. Als dieser sich plötzlich befreit, schaffen es die drei zwar, Baby zu besiegen, doch eine letzte Zelle von Baby bleibt übrig, die daraufhin die Kontrolle über Dr. Mu übernimmt.

Rache an den Saiyajins

Dragonball GT - Box 2 (3)Im guten Glauben, dass Baby tatsächlich besiegt ist, setzen die drei Weltraumtouristen ihre Reise durchs All fort. Schon bald müssen sie jedoch feststellen, dass Baby immer noch sein Unweisen treibt und hilflose Lebewesen ausnutzt, um neue Kräfte zu tanken und zu reifen. Als es Baby gelingt, kurzzeitig die Kontrolle über Trunks zu übernehmen, erfährt Baby zu allem Übel noch von den Saiyajins. Unglücklicherweise haben die Saiyajins vor Jahren die Tsufurianer ausgerottet, woraufhin Baby Rache schwört. Ihm gelingt die Flucht über einen Weltraumhafen und Son Gokū, Trunks, Gill und Pan können ihn aus Zeitgründen nicht weiter verfolgen und beschließen, die restlichen vier Dragonballs zu finden. Als sie nur wenige Wochen später wieder zur Erde zurückkehren, müssen sie jedoch überraschend feststellen, dass sich etwas verändert hat. Ihre Freunde verhalten sich still und merkwürdig, scheinen sie sogar nicht willkommen zu heißen. Mit der Zeit müssen sie feststellen, dass Baby zur Erde geflohen ist und die Kontrolle über jeden einzelnen Erdbewohner übernommen hat. Dass heißt auch, dass sich Son Gokū mit dem wohl stärksten Gegner aller Zeiten konfrontiert sehen muss. Ein Kampf gegen Baby ist jedoch aussichtslos und augenscheinlich scheint es so, dass Baby Son Gokū im Kampf sogar tötet. Das Schicksal der Erde hängt am seidenen Faden!

Action und Story halten sich die Waage

Dragonball GT - Box 2 (4)Dragonball GT versucht im Mittelteil der Serie sowohl Fans von Dragonball, als auch Fans von Dragonball Z zufriedenzustellen. Auf der einen Seite gibt es wieder kleine Geschichten, die zusammenfließen und auf der anderen Seite einen Kampf gegen Baby, der sich über viele Episoden zieht. So ausufernd wie bei Dragonball Z wirkt dieser Kampf jedoch nicht und da im Hintergrund auch die unbeteiligten Protagonisten wie Mr. Satan, Boo und Co. ebenso zur Geltung kommen, fällt das nicht störend auf. Die Action- und Handlungsanteile halten sich hier die Waage. Zudem verstehen Zuschauer der deutschen Fassung endlich den einen oder anderen Zusammenhang. Als die Serie 2006 für das deutsche Fernsehen aufbereitet wurde, hat man nämlich insgesamt 13 Episoden nicht synchronisiert. Zwei dieser Folgen befinden sich auch auf den vorliegenden vier Datenträgern. Löblich, dass diese in der Reihenfolge der ausgestrahlten Folgen richtig eingeordnet sind und zudem Untertitel spendiert bekommen haben – diese lassen sich jedoch nicht deaktivieren. Ebenso schade ist, dass die bekannten Episoden auch nur mit einer deutschen Tonspur versehen sind und die gekürzten Szenen, die in dieser Box noch etwas mehr auffallen als bei der ersten Serienbox, nicht komplettiert wurden. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt dennoch ein schlüssiges Gesamtbild.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 22 – 41 der Serie): Leider konnte ich Dragonball GT damals nur teilweise genießen. Das lag zum einen daran, dass ich jede Episode noch auf VHS aufnehmen musste und zum anderen daran, dass RTL 2 einfach nicht jede Episode im Fernsehen ausgestrahlt hat, weil man diese zuvor einfach nicht synchronisiert hat. Während eine Episode vielleicht nicht so schmerzlich auffällt, wird das bei der dritten Serienbox noch sehr viel dramatischer sein. Jedenfalls kann ich so den Kampf zwischen Son Gokū und Baby endlich ohne Unterbrechung genießen und so kommt es auch schon mal vor, dass ich mir fünf bis zehn Episoden von Dragonball GT am Stück anschaue. Besonders gut finde ich bei den Episoden dieser Serienbox, dass auch wieder ältere Charaktere wie Kuririn am Rande wieder gezeigt werden und wichtige Charaktere wie Vegeta einen höheren Stellenwert in der Serie einnehmen. Allerdings missfällt mir, dass manche Schnitte der deutschen Fassung doch sehr auffallen (abgeschnittene Musik oder Kampfanimationen). Hätte man hier mehr Sorgfalt walten lassen, würde das gar nicht so negativ in mein Fazit einfließen. Wer Dragonball GT wirklich ungeschnitten genießen will, muss nach wie vor zum Import greifen. Wer aber auf die gelungene deutsche Synchronisation nicht verzichten will oder nicht des Japanischen mächtig ist, der bekommt mit der zweiten Dragonball-GT-Serienbox dennoch das, was man erwartet.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Dragonball GT – Box 2 (Episoden 22-41)!

Review: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (1)Im Jahr 2010 versuchte Square Enix zum zweiten Mal in die Welt der Online-Rollenspiele einzutauchen. Leider stand Final Fantasy XIV von Beginn an unter einem schlechten Stern und so geschah es, dass die Server im November 2012 erst einmal abgeschaltet worden sind.

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (2)In dieser Zeit und selbstverständlich schon vor dem Abschalten der Server, haben die Köpfe bei Square Enix nachgedacht und sich entschieden, sich bei der Infrastruktur ihres Spiels ein wenig mehr an westlichen Vorbildern wie World of Warcraft und Der Herr der Ringe Online zu orientieren. Das Ergebnis spiegelt sich in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn wieder, da bei der Neuveröffentlichung des Spiels fast kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist. Im Spiel wird die Umwandlung der Spielwelt mit dem Vorfall am Ende von Final Fantasy XIV erklärt. Die finale Schlacht auf der Cartenauer Heide ging unentschieden aus. Sowohl auf der Seite der Allianz Eorzeas, als auch auf der Seite des Garleischen Imperiums gab es Verluste. Die Hülle des roten Mondes Dalamud aus Stein und Stahl brach während der Schlacht auf. Der aus seinem Gefängnis befreite Drache Bahamut entlud seinen Zorn auf Eorzea. Seine Wut entlud sich nicht nur auf die Truppen der beiden kämpfenden Seiten, sondern auch auf die Welt. Nur durch die gemeinsamen Kräfte der Krieger des Lichts und von Louisox konnte Bahamut aufgehalten werden. Fünf Jahre später wird das Andenken an die Krieger immer noch aufrechterhalten und neue Abenteurer treten in ihre Fußstapfen. Das müssen sie auch, denn die Garlear bereiten sich auf den nächsten Versuch vor, Eorzea zu unterwerfen.

Einzelspieler-Quests

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (3)Wir möchten an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, doch wird die Geschichte von A Realm Reborn spannend und wendungsreich erzählt. Bekannte Charaktere treten erneut ins Rampenlicht und neue Freunde finden schneller als ihnen lieb ist den Tod. Gefangen in einer Welt, die sich auf einen neuen Krieg vorbereiten muss, sind wir elementarer Bestandteil der Vorbereitung auf den Kampf. Auch wenn jeder anderer Spieler nahezu dieselbe Geschichte erlebt, gibt uns das Spiel das Gefühl, dass wir für den Erfolg der Mission verantwortlich sind. Das liegt in erster Linie daran, dass fast alle Quests für Einzelspieler ausgerichtet sind. Egal in welche Himmelsrichtung des Landes wir uns ins Abenteuer stürzen, stets erhalten wir Quests, die wir alleine problemlos bewältigen können. Das heißt aber nicht, dass wir nicht in Gruppen losziehen können – diese Möglichkeit verwehrt uns A Realm Reborn nicht. Nötig könnte das werden, wenn wir höherstufige Aufgaben abschließen wollen. Problem dabei ist nur, dass das Spiel uns gewisse Quests nur ab einer bestimmten Levelstufe annehmen (und abschließen!) lässt. Das Gruppenspiel ist in A Realm Reborn jedoch nicht unwichtig, denn in der Handlung werden wir immer wieder in Situationen gelotst, die wir nur mit anderen Spielern gemeinsam abschließen können. Etwa das Durchforsten eines Dungeons oder das Erledigen einer Bestie.

Schnell ins Gefecht

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (4)An dieser Stelle punktet A Realm Reborn mit seiner Inhaltssuche. Haben wir neue Inhalte für unseren Charakter freigeschaltet, tauchen diese säuberlich gelistet in einer Übersicht auf. Hier wählen wir die Inhalte aus, die wir gerne spielen möchten. Außerdem dürfen wir noch aus den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Japanisch die mögliche Gruppensprache wählen – unsere Mitspieler werden anschließend weltweit und sogar server-übergreifend gesucht. Mit unserer Druidin beziehungsweise späteren Weißmagierin haben wir so schnell die passende Gruppe gefunden. Nur selten mussten wir länger als zehn Minuten warten, um loszulegen. In unserer Testphase haben wir jedoch vernommen, dass Schadensausteiler wesentlich länger für einen Platz in einer Gruppe anstehen müssen, als es bei Heilern oder Verteidigern der Fall ist. Haben wir den Platz in einer Gruppe sicher, muss jeder Spieler noch einmal seine Teilnahme bestätigen, um anschließend zum Eingang des Dungeons beziehungsweise des Einsatzortes teleportiert zu werden. Das Gruppenspiel selbst fühlt sich dann sehr idealistisch an, denn die Rollenverteilung ist klar geregelt. Heiler heilen, Verteidiger verteidigen und Kämpfer teilen bekanntlich den Schaden aus. Aus dieser Rolle auszubrechen ist nicht möglich, da die Plätze für die Klassen geregelt sind. Kombinationsmöglichkeiten in der Gruppe gibt es nicht.

Klassengesellschaft

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (5)Das heißt aber nicht, dass der persönliche Werdegang langweilig ist. Nach wenigen Stunden dürfen wir neben unserer Einstiegsklasse auch weitere Klassen, genauer gesagt jede einzelne Klasse im Spiel, zusätzlich erlernen und sogar auf die Maximalstufe bringen. Zudem bietet A Realm Reborn an, Klassen zu kombinieren. Erreichen wir mit der Druidenklasse Stufe 30 und als Hermetiker Stufe 15, erhalten wir einen Job-Kristall, mit dem wir uns anschließend als Weißmagier versuchen dürfen. Ein paar Fähigkeiten einer anderen Klasse dürfen wir auf der Fähigkeitensymbolleiste auch noch ablegen. Als Weißmagier dürfen wir zum Beispiel durch die Ausbildung als Hermetiker den Virus-Zauberspruch auf einen Gegner abfeuern, um ihn kurzzeitig zu schwächen und so unsere kämpfenden Mitstreiter zu unterstützen. Wer jedoch hofft, aus dieser Klassengesellschaft auszubrechen, wird vermutlich enttäuscht. Enttäuscht sein könnten auch Spieler, die auf ein einfaches Handwerkssystem hoffen. Wir haben uns für den Beruf des Webers entschieden, der ebenfalls als eine separate Klasse auftritt. Wie für die Handwerksklassen üblich, decken wir uns mit Rohstoffen ein, die wir kaufen, erhandeln oder in der Natur selbst finden. Anschließend setzen wir Fähigkeiten ein, um Items herzustellen. Damit hochwertige Items entstehen, müssen wir zunächst viel Zeit ins Handwerken stecken.

Atmosphärische Spielwelt

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (6)Erst ab einer bestimmten Levelstufe dürfen wir auch Items schnell herstellen, doch darunter leidet dann selbstverständlich die Qualität. Wer also hochqualitative Waren fürs Handelhaus herstellen möchte, der kommt um das Investieren von viel Zeit nicht herum. A Realm Reborn bietet also auch Ansätze, die wir in anderen Online-Rollenspielen so noch nicht sahen. Durch die Annäherung an den Westen verliert der Titel jedoch nicht an Identifikation. Überall in der Welt gibt es Chocobos, Mogrys und sogar Magiteks sind zu entdecken. Außerdem wirkt die Welt noch immer so fantastisch, wie eine Mischung aus dem fünften, sechsten, siebten und zehnten Teil der Serie. Untermalt wird das Geschehen jederzeit stimmig mit Soundstücken, die uns auch abseits des Spiels durch den Kopf schwirren. Da das Spiel sowohl auf dem PC, als auch auf der PlayStation 3 und PlayStation 4 erscheint, hat Square Enix von vornherein eine Unterstützung für Gamepads integriert. Das heißt, dass wir den Charakter mit dem linken Stick steuern und mit dem rechten Stick uns in der Gegend umschauen. Fähigkeiten können dann überlappend auf den Aktionstasten abgelegt werden. Wir schalten dann mit den Schultertasten zwischen den Einsatzmöglichkeiten hin und her. Laufen wir nur in der Gegend herum, ist die Methode schonend für die Hände. Auf Dauer bevorzugen wir jedoch die typische PC-Steuerung.

Fades Endspiel

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (7)Wer natürlich nur die Möglichkeit hat, die PlayStation-3-Fassung zu spielen, kann natürlich nicht auf die sonst typische Online-Rollenspielsteuerung, bestehend aus Maus und Tastatur, zugreifen. Wir empfehlen jedoch nach Möglichkeit unbedingt die PC-Fassung, da besonders die Zeitlimitierung zwischen neunzig und 120 Minuten in den Dungeons, das manchmal wichtige Timing bei den Full Active Time Events und die herausfordernden Primae-Kämpfe sehr viel Aufmerksamkeit und Schnelligkeit seitens des Spielers erfordern. So kämpfen wir hier gegen Ifrit, Titan oder Garuda – kein leichtes Unterfangen, ganz besonders in den letzten Spielstunden erfordern diese Kämpfe einiges an Können und guter Ausrüstung ab. Das führt uns jedoch zu der Schattenseite des Spiels, denn unser einziger Kritikpunk ist im Moment nur der Umfang des Titels. Es gibt zwar jederzeit viel zu tun, doch irgendwann haben wir alle Quests erledigt und im Endspiel versuchen wir fast ausschließlich allagische Steine oder Gildenabzeichen zu sammeln, um unseren Helden beziehungsweise unsere Heldin mit neuen Waffen und Rüstungsgegenständen ab der Maximalstufe zu identifizieren. Hier muss Square Enix noch nachbessern, denn ohne die Abwechslung auf der Maximalstufe werden Spieler wohl eher nicht in weitere kostenpflichtige Spielmonate investieren wollen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Mir hat Final Fantasy XIV: A Realm Reborn bereits in der Betaphase sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich das Spiel über einen so langen Zeitraum begleiten konnte, um mich mit den Mechaniken anfreunden zu können. Die ersten Spielstunden, die ich in Eorzea verbracht habe, waren für mich also nicht neu, doch da die Zeit danach ohnehin den Großteil des Spiels ausmachen, habe ich noch viele neue Dinge in Eorzea entdecken und lernen können. A Realm Reborn begeistert mich mit netten Storys in den Quest-Strukturen, einer spannenden Haupthandlung und optisch, sowie akustisch schöne Ansichten. Ein Online-Rollenspiel identifiziert sich in erster Linie jedoch über das Spielen mit anderen Mitspielern. Rechne ich meine Spielzeit von über vierzig Tagen zusammen, so komme ich wohl nur auf einen Bruchteil dieser Zeit, die ich tatsächlich mit anderen Spielern in einer Gruppe verbracht habe. Diese Zeit war jedoch der Höhepunkt meiner Charakterentwicklung, denn wenn man zusammen mit drei bis sieben anderen Mitspielern einen Dungeon nach dem nächsten durchforstet, um neue Gegenstände zu finden und die eigenen Skills zu trainieren, dann macht das unglaublich viel Spaß. Schade nur, dass dem Titel hier die Abwechslung an der einen oder anderen Stelle fehlt. Besonders gegen Ende des Spiels mangelt es dem Spiel an Quest-Nachschub. Ich hoffe sehr, dass Square Enix sobald wie nur möglich neue Dungeons nachwirft und mehr (exklusive) Quests für die ganzen Zweitklassen einbaut. Dann werde ich nämlich sicherlich gerne ein weiteres Mal die Koffer packen und Eorzea besuchen!

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn!

Review: Ip Man – The Final Fight

Ip Man - The Final Fight (1)Mit Ip Man und Ip Man 2 erschienen zwei tolle Filme über einen der größten Kampfkünstler aller Zeiten. Ip Man Zero erzählte zu beiden Filmen die Vorgeschichte, während Ip Man – The Final Fight ein Sequel zu Ip Man 2 darstellt.

Ip Man - The Final Fight (2)Während Ip Man 2 nur lose auf dem Leben von Yip Man in Bezug auf sein Leben in der Stadt Hongkong basierte, nähert sich der Film Ip Man – The Final Fight der Realität an. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, sprich in der Nachkriegszeit, reist der Wing-Chun-Großmeister Ip Man nach Hongkong, um neue Erfahrungen zu sammeln und seine Krankheit zu kurieren. Seine Frau bleibt währenddessen in Fóshān, um beim gemeinsamen Sohn zu verweilen, der dort die Schule besucht. In Hongkong unterrichtet Yip Man seine Schüler, doch will er kein Schild an den Räumlichkeiten anbringen, denn auch wenn das Schild gut für seine Schule wäre, sei dass seiner Meinung nach wie einem Geschäft, doch verkaufe er nichts. Er möchte seinen Schülern Wing Chun beibringen, um sich sportlich aktiv zu halten. Einige verstehen das natürlich nicht und setzen die erlernte Kampfkunst im Kampf ein und bringen sich damit das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Leben seiner Schüler, die neben dem täglichen Training auch einer Beschäftigung nachgehen. Unter seinen Schülern werden welche entlassen, weil sie der Gewerkschaft einer Firma angehören und unter ihnen gibt es Streit, da sie alle angeblich unterschiedliche Löhne erhalten. Einer ihrer Aufstände wird brutal niedergeschlagen – es herrschen raue Sitten in Hongkong.

Auszug seines Lebens

Ip Man - The Final Fight (3)Yip Man hat auch mit weiteren Tiefschlägen zu kämpfen. Nachdem seine Frau ihn für einige Tage in der Hafenstadt besuchte, reiste sie wenige Zeit später wieder ab. Es war das letzte Mal, dass Yip Man sie gesehen hat, da kurz nach ihrer Abreise die Grenzen zwischen der Volksrepublik China und Hongkong dichtgemacht worden sind (Hongkong war bis 1997 unter britischer Kontrolle). So erfahren wir im Film Einschnitte von seinem privaten Leben, wie zum Beispiel eine Romanze mit einer Sängerin. Bei diesem ganzen Drama vergisst man stellenweise, dass es sich immer noch um einen Martial-Arts-Film handelt. Kämpfe zwischen verschiedenen Meistern und die Auswahl unterschiedlicher Kampfstile sind dennoch gegeben. Der Film zielt gegen Ende natürlich daraufhin ab. In der Unterwelt von Hongkong finden illegale Straßenkämpfe statt, in denen auch einer von Yip Mans Schülern involviert wird. Da die Kämpfe auf kurz oder lang vom Veranstalter frisiert werden, wird es ebenso schnell auch Tote geben. Eines dieser Opfer ist Yip Mans Schüler. Als Yip Man davon erfährt, eilt er zum Ort des Verbrechens. Um sein und das eigene Leben zu beschützen, muss er sich dem letzten Kampf seines Lebens stellen. Ob es tatsächlich der letzte Kampf in Yip Mans Leben war, lässt der Film dabei offen. Sicher ist nur, alle Kämpfe dieses Films gut choreographiert sind.

Botschaft eines Kampfkünstlers

Ip Man - The Final Fight (4)Neben den gut choreographierten Kämpfen gibt es viele weitere Punkte, die für einen guten Martial-Arts-Film sprechen. Darunter fallen unter anderem Lebensweisheiten, welche Yip Man an seine Schüler weitergibt und eine beruhigende Wirkung auf sie und sogar uns als Zuschauer hat. Der Film stellt die ruhige und gewissenhafte Art von Yip Man dar und wie er die Welt gesehen hat. Sein wohl berühmtester Schüler Bruce Lee tritt in diesem Film als eine wichtige Randnotiz ebenfalls auf. Es wird ausgesagt, dass es gut ist, dass man Wing Chun der Welt näherbringt und diese Botschaft scheint in der Realität auch angekommen zu sein, da es schließlich genügend Kampfkunstschulen gibt, die Wing Chun unterrichten. Ob Ip Man – The Final Fight nun tatsächlich der Wahrheit über Yip Mans Leben entspricht, können wir leider nur schwer sagen. Der Film wirkt auf uns jedoch sehr viel glaubhafter, da einige Faktoren wie das Alter von seinem Sohn Yip Chun sehr viel eher der Realität entsprechen. Auch die Wahl des Schauspielers von Yip Man ist gut getroffen. Anthony Wong ist nicht zu alt und nicht zu jung, um die Rolle des Großmeister zu spielen. Das technische Gesamtbild in puncto Optik und Akustik stimmt, auch die Synchronsprecher wurden sehr gut ausgewählt (Anthony Wong wird von Bodo Wolf gesprochen!). Schade nur, dass das Bonusmaterial sehr rar ausfällt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ein Traum ist in Erfüllung gegangen, denn als ich damals die Rezension zur Ip Man Trilogy geschrieben habe, habe ich mir eine Fortsetzung der Reihe gewünscht und sie nun bekommen. Schade finde ich dabei nur, dass das Kapitel Bruce Lee schnell übersprungen wurde und quasi nur als Randnotiz im Film in Erscheinung tritt. Da hätte ich mir doch gewünscht, dass Regisseur Herman Yau zunächst hier ansetzt. Eventuell darf ich ja noch einen fünften Teil erwarten, der ebenfalls wieder von Herman Yau und mit Anthony Wong sein darf. Trotzdem kann ich sagen, dass mich der Film durchweg bei Laune gehalten hat. Die Kämpfe sind schön anzusehen und nie übertrieben, die Dialoge mit weisen Ratschlägen und die für chinesische Filme typischen Beschuldigungen mit dem berühmten Fingerzeig auf sein Gegenüber sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Wer bereits die drei Vorgängerfilme gesehen hat, wird sicherlich auch mit dem vierten Teil sehr zufrieden sein – auch wenn das berühmte Ip-Man-Thema an keiner Stelle vorkommt. Die Fünfziger und Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts werden in Hongkong dafür mit einer ebenfalls guten Klangkulisse mit Songs aus dieser Zeit, tollen Requisiten wie Coca-Cola-Schildern und selbst gedrehten Zigaretten gut eingefangen. Besonders gut hat mir die letzte Szene von Ip Man – The Final Fight gefallen. Nicht deshalb, weil sie traurig oder besonders actionreich ist, sondern weil sie Yip Man für die Nachwelt für alle Zeit unsterblich gemacht hat!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Ip Man – The Final Fight!

Prime Time: Dragonball GT (TV-Serie, Box 1) Unboxing

Vor kurzem haben wir euch im Rahmen eines Reviews die inhaltlichen Schwerpunkte von Dragonball GT nähergebracht. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch die optischen und haptischen Vor- und Nachteile der Box vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!

Review: DuckTales: Remastered

DuckTales - Remastered (1)1989 befindet sich die Serie DuckTales: Neues aus Entenhausen auf dem Höhepunkt und man entscheidet sich, ein Videospiel zur Serie zu veröffentlichen, welches auch noch heute unter Disney-Fans sehr beliebt ist. Dieses Videospiel erfährt nun endlich sein Remake.

DuckTales - Remastered (2)Die Panzerknacker sind los! Gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen, machen sie sich sofort auf, um den Geldtresor von der reichsten Ente der Welt auszurauben. Als der Fantastilliardär Dagobert Duck von diesem Vorfall hört, beschließt er, nicht sofort die Polizei zu rufen und stattdessen selbst sein wertvolles Hab und Gut zu beschützen. Hier macht sich bereits die erste Änderung im Vergleich zum Nintendo-Entertainment-System-Klassiker bemerkbar, denn das erste Level von DuckTales: Remastered gab es im Ursprungsspiel nicht. Das merkt man dem Level auch an, da es sich von den fünf originalen Spielabschnitten inhaltlich unterscheidet. Im Grunde bekommen wir hier in Form eines Tutorials die Steuerung beigebracht und können die in wenigen Minuten sehr, sehr gut verinnerlichen. Lange Rede, kurzer Sinn: Dagobert Duck gelingt es, die Panzerknacker aufzuhalten und seinen Besitz zu schützen. Beim Vertreiben der Gauner aus dem Geldtresor fällt dem Enterich jedoch eine Schatzkarte in die Hände, die wohl jahrelang hinter einem Gemälde in seinem Büro versteckt war. Da Onkel Dagobert, wie ihn seine drei Neffen Tick, Trick und Track liebevoll nennen, ohnehin schon in Action ist, will er gleich zu einer Reise um die Welt aufbrechen. Schnell wird Quack, dem Bruchpiloten zur aktuellen Lage unterrichtet und dann kann das ursprüngliche DuckTales endlich beginnen!

Vom Spazierstock zum Pogostab

DuckTales - Remastered (3)Wie in der Vorlage dürfen wir die Reiseroute selbst bestimmen. Das heißt, dass wir alle fünf Levels in beliebiger Reihenfolge angehen dürfen. Zur Auswahl stehen das Amazonas-Gebiet, das Himalaja-Gebirge, ein Schloss in Transsylvanien, eine afrikanische Mine und sogar eine Reise zum Mond ist geplant. In jedem Spielgebiet gibt es einen großen Schatz zu entdecken, welcher für die Inszenierung des Finales unabdingbar ist. Bis wir einen Schatz in einem Level entdeckt haben, vergehen aber jeweils zwischen fünfzehn und dreißig Minuten. In den Levels selbst entpuppt sich das Spiel als klassisches Jump ’n’ Run. Wir laufen und wir hüpfen jedoch nicht unbedingt im klassischen Sinne, denn Dagobert ist mit einem Spazierstock ausgerüstet, den wir als Pogostab missbrauchen dürfen. Mit dem Stab hüpfen wir weitaus höher und somit erreichen wir entlegene Plattformen, auf denen Schatztruhen auf uns warten, in denen dann wiederum glitzernde Klunker versteckt sind, die unsere Geldbörse gehörig aufbessern. Gegner lassen sich übrigens nur mit dem Spazierstock besiegen. Entweder springen wir in bester Pogostabmanier auf ihren Kopf oder wir nutzen herumliegende Felsbrocken, die wir dann mit gezielten Schlägen und zeitlich gut abgeschätzt auf Spinnen, Schneehasen oder Fledermäuse abfeuern können. Bis dahin bleibt DuckTales: Remastered der Vorlage bedingungslos treu.

Originalgetreue Umsetzung

DuckTales - Remastered (4)Aufgebohrt worden hingegen die trüben Bosskämpfe, die jetzt deutlich abwechslungsreicher und kniffliger ausfallen. Beim Bossgegner im Amazonas schießen auf einmal die Mauern aus den Wänden und der letzte Gegner im Himalaja ist auf einmal um ein Vielfaches gewachsen. Während wir diese Entwicklung gutheißen, finden wir die krampfhaft eingespielten Dialoge und Monologe in den Levels weniger gut. Der Text wird wirklich langsam vorgelesen und dann können die gerissenen Gags nicht immer zünden. Immerhin haben sich die Entwickler hier auf die originalen (englischsprachigen) Synchronsprecher verlassen, die ihre Arbeit sehr gut verrichten. Eine deutsche Sprachausgabe, passend zu den deutschen Untertiteln, gibt es jedoch nicht. Wer auf das berühmte DuckTales-Titellied hofft, der muss bis zum Abspann warten, doch auch hier hat man sich auf das englische Original besinnt und nicht versucht, die Lizenz für die deutsche Fassung zu erwerben. Diese würde ohnehin keinen Sinn ergeben, da hier von Pluto und Goofy die Rede ist, die jedoch weder in der Serie, als auch im Spiel nicht auftreten. Dafür wurde der restliche Soundtrack ebenfalls aufpoliert und da die Levels nahezu originalgetreu umgesetzt worden sind, fühlen wir uns wieder in alte Zeiten versetzt. Das heißt aber auch, dass das Abenteuer in einer maximal dreistündigen Einmalspielzeit bereits endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-e-Shop-Fassung): Beim Spielen von DuckTales: Remastered kamen sehr viele Kindheitserinnerungen wieder hoch und ich denke, dass sich das Spiel vor allem an Nostalgiker richtet, die bereits die Nintendo-Entertainment-System-Version des Spiels gespielt haben oder zumindest die Fernsehserie damals im Fernsehen mitverfolgt haben. Wer Disney-Fan ist, sollte hier ohnehin zuschlagen. Das bin ich selbst aber nicht, doch trotzdem habe ich mit DuckTales: Remastered drei Stunden lang sehr viel Spaß gehabt. Das Abklappern der Levels macht sehr viel Spaß, sofern man es nicht auf dem untersten Schwierigkeitsgrad spielt, denn hier gibt es nahezu keine Bestrafung für Fehler, die man als Spieler begeht. Entwickler WayForward ist dennoch sehr sorgfältig mit dem Remake umgegangen, denn sowohl der kultverdächtige Soundtrack, als auch die Levels wurden nur mit sehr, sehr geringen Änderungen übernommen. Zudem bietet das Remake zwei Levels, die so nicht im Original vorhanden waren. Auszusetzen habe ich auf der einen Seite jedoch etwas an den Hintergründen, denn diese wirken oft zu blass und die Charaktere hingegen zu stark in den Vordergrund gedrängt. Wie man es richtig macht, hat Nintendo vor mehr als fünf Jahren bereits mit Wario Land: The Shaked Dimension bewiesen. Auf der anderen Seite stören mich hingegen ebenso die unnötigen Unterbrechungen durch die Dialoge, deren Wortwitz mir nie ganz erschließt und die zweistündige Einmalspielzeit, die ich für DuckTales: Remastered aufgebracht habe, ist mir in Anbetracht des hohen Preise von fünfzehn Euro doch etwas zu wenig. Da hilft auch das mehrmalige Durchspielen nicht, um mir für verdiente Klunker recht sinnfreies Bonusmaterial einzukaufen. Wer mit diesen Makeln leben kann und eher auf Nostalgie setzt, kommt dennoch auf seine Kosten.

Review: The Guillotines

The Guillotines (1)Während sich Historienfilme nah an der wahren Geschichtsschreibung bewegen, versuchen Filme des Action-Genre lieber eine fiktive Handlung innerhalb eines historischen Rahmens zu erzählen. The Guillotines von Regisseur Andrew Lau macht das nicht anders.

The Guillotines (2)In der letzten Dynastie Chinas, also die Qing-Dynastie, welche von 1616 bis 1912 regierte, existierte angeblich ein geheimer Bund. Zu Beginn der neuen Regierung sollte dieser von Assassinen gegründete Bund jene Feinde ausschalten, die sich dem Herrschaftsanspruch der Mandschu widersetzen. Dieser Bund ist sowohl in der Bevölkerung, als auch bei Hofe hoch angesehen, doch mit dem Amtsantritt des neuen Kaisers scheint der Bund nun überflüssig zu sein. Kaiser Yong Zheng sieht in jenem Bund nur ein überflüssiges Machtinstrument seiner Regentschaft, denn auch wenn der anscheinend technisch modifizierte Klingenbumerang eines jeden Kämpfers schon der Technik des Westen überflügelt scheint, so sieht Yong Zheng China als rückständig an. Man müsse das Reich der Mitte an den Westen anpassen und solche Errungenschaften wie die Dampfmaschine oder Schusswaffen, die unter anderem in Europa beziehungsweise in Großbritannien ihren Ursprung haben, mühselig nachbilden. Man dürfe den technischen Fortschritt nicht verschlafen, doch auflösen will er den Bund nicht und zieht mit seinem Stab hinter den Kulissen die Fäden, wie der Bund für alle Zeiten aus dem Weg geräumt werden kann. Dabei beginnt alles recht harmlos mit einem Auftrag: Anführer Leng soll mit seinen Kameraden den entflohenen Banditenanführer Wolf und sein Gefolge töten.

Ein fiktives Kapitel der Geschichte Chinas

The Guillotines (3)Als sie ihn endlich gefasst haben, sind sich die Guillotines uneins. Auf einmal heißt, dass man ihn für den Fall der Fälle doch besser am Leben lassen sollte. Im nächsten Moment werden die Guillotines in einen Hinterhalt der Hirten, Wolfs Truppe, geführt und können auch nicht mehr ihre alte Kameradin Musen retten. Kurz darauf wird auf die Guillotines auch noch ein Kopfgeld ausgesetzt. Es fließt unweigerlich Blut auf beiden Seiten, doch bis die übrigen Mitglieder des Bundes erkennen, dass der Kaiser hinter allem Übel steckt, ist es für sie fast schon zu spät. Man merkt, dass der Film auf ein düsteres Ende hinzielt, welches dennoch mit einer überraschenden Wendung auftrumpfen kann – sofern man die Geschichtsschreibung aus den Augen lässt und über fiktive Begebenheiten hinwegsehen kann. Wir verraten an dieser Stelle natürlich nicht, wie die Geschichte um die Guillotines ausgehen wird, doch man kann dem Film am Ende deutlich anmerken, unter welchem politischen System der Film irgendwie entstanden sein muss. Das tut der Spannung bis zum Ende jedoch nichts, denn obwohl es mit zunehmender Spieldauer schwieriger wird, die verschiedenen Parteien im Film auseinander zu halten, sind die Dialoge tiefgründig und die Kämpfe spannend inszeniert. Langeweile kommt höchstens dann auf, wenn man wirklich den Überblick verliert, was durchaus passieren kann.

Ein Film für 3D-Fernsehgeräte

The Guillotines (4)Obwohl die Schauspieler ihr bestes tun, fällt an einigen Stellen jedoch auf, dass sie manchmal etwas emotionslos und stellenweise sogar motivationslos wirken. Hingegen übertrieben fallen die vielen Kampfeinlagen aus. Besonders in der erste Hälfte des Films bemerken wir Szenen, die eindeutig auf das Nutzen der 3D-Technologie ausgelegt sind. Zeitlupenkämpfe und auch der Flug eines Klingenbumerangs werden ähnlich langsam in Szene gesetzt. Wenn man sich den Film in der auf der Blu-ray schlummernden 3D-Fassung anschaut, dann können diese Momente atemberaubend sein. In der normalen 2D-Version hingegen stören solche Szenen. Wer jetzt an Resident Evil: Afterlife denkt, darf aber aufatmen. Ähnlich extrem fällt der Einsatz dieser Technik bei weitem nicht aus! Das kommt der Laufzeit von circa 113 Minuten nur zugute – soll heißen, dass man auf einem normalen Fernseher nicht ständig aus der Szene gerissen wird. Eine alternative, in diesen Momenten in Normalzeit ablaufende Fassung auf einer weiteren Disc, hätte uns jedoch persönlich besser gefallen. Wer sich den Film in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) auf Mandarin anschaut und anhört, bekommt den besseren Ton, doch auch die deutsche Synchronfassung in DTS HD 5.1 braucht sich nicht vor dem Original zu verstecken. Herausragend ist The Guillotines unterm Strich zwar nicht, aber annehmbar.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich finde es schade, dass sich Regisseure wie Andrew Lau Freiheiten nehmen, um fiktive Begebenheiten zu erzählen, die danach mehr als unglaubwürdig wirken. In den Anfangsszenen werden die Waffen der Kämpfer vorgestellt, die technologisch weit überlegen wirken. Trotzdem scheint dem Kaiser das egal zu sein und will unter allen Umständen bessere Technik aus dem Ausland importieren und die Guillotines loswerden. Wenn ich darüber jedoch hinwegsehe, erstreckt sich vor mir eine interessante und kompliziert gestrickte Handlung, die bis zum Ende spannend inszeniert wird. Man darf dabei jedoch nicht die Konzentration verlieren, denn besonders in der Mitte des Films spitzt sich die Lage zu und man kann sehr leicht die verschiedenen Parteien wie die Guillotines oder die Hirten durcheinanderbringen. Passt man bis zum Abspann jedoch auf, gefällt einem das Ende – auch wenn es nicht so rosig ausfällt – doch ganz gut. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt in meinen Augen dennoch, denn irgendwie fühlt sich der letzte Dialog so an, als ob China sein politisches System und sein Menschenverständnis glorifizieren will.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Guillotines!

Review: Dragonball GT – Box 1 (Episoden 1-21)

Dragonball GT - Box 1 (1)Dragonball Z erfreute sich in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts einer sehr großen Beliebtheit. Aus diesem Grund entschied man sich, 1996 mit der Produktion einer weiteren Anime-Serie im Dragonball-Universum zu beginnen. Bühne frei für Dragonball GT!

Dragonball GT - Box 1 (2)Das Leben auf der Erde hätte so schön sein können. Es herrscht Frieden und an Bösewichter denkt wohl nur Son Gokū, denn dieser unterrichtet Oob in der Kampfkunst oben im Palast Gottes. Als sich bei Son Gokūs Abreise plötzlich der Himmel verdunkelt, ahnt er schlimmes. Prinz Pilaw, viele kennen ihn noch als ersten und wohl harmlosesten Bösewicht aus der ersten Dragonball-Serie, weilt immer noch unter den Lebenden und zusammen mit seinen ebenfalls schon deutlich älteren Komplizen hegt er immer noch Pläne für die Weltherrschaft. Diesmal hat er sich überlegt, die sagenumwobenen Super Dragonballs zu verwenden. Diese werden aus gutem Grund in Gottes Palast aufbewahrt. Der alte Gott, als dieser noch zusammen mit Oberteufel Piccolo eine Person bildete, hat diese Kugeln erschaffen. Ebenfalls sieben Stück an der Zahl sind nötig, um den Drachen Shenlong zu rufen, der einem jeden Wunsch erfüllt. Klar, dass sich Prinz Pilaw von ihm die Weltherrschaft wünschen möchte und da bereits alle sieben Kugeln an Ort und Stelle zu finden sind, könnte er sich seinen Wunsch sofort erfüllen lassen. Wie es der Zufall so will, funkt Son Gokū wieder einmal dazwischen. Als Prinz Pilaw realisiert, dass hier der Mann vor ihm steht, der ihn als Kind mehrmals das Handwerk gelegt hat, wünscht er sich im Eifer des Gefechts stattdessen, dass Son Gokū wieder ein Kind sei.

Galaxy Tournament

Dragonball GT - Box 1 (3)Da Shenlong nicht den ganzen Tag Zeit hat, erfüllt er Prinz Pilaw prompt diesen Wunsch. Son Gokū freut sich darüber, noch einmal jung zu sein, denn schließlich könne er in einem Jahr, wenn die Super Dragonballs keine Steine mehr sind, sich auf die Suche nach den Kugeln machen. So leicht wie sich Son Gokū das Unterfangen vorstellt, ist es jedoch nicht. Anstatt die Kugeln auf der Erde zu suchen, müsste er sich ins Universum aufmachen, denn die Super Dragonballs wurden dorthin verstreut. Außerdem kann er seine Reise sofort beginnen, um die Kugeln zu suchen, denn in Steine verwandeln sie sich nicht. Das hat auch einen guten Grund, denn nachdem ein Wunsch erfüllt wurde, müssen die Super Dragonballs sofort zurückgeholt werden, denn ansonsten wird die Erde in exakt einem Jahr zerstört werden. Also packt Son Gokū seine Sachen und Bulma bastelt ihn prompt ein funktionierendes Raumschiff. Auf seiner Reise begleiten ihn Trunks, der Sohn von Vegeta und seine Enkelin Pan, die Tochter von Son Gohan. Obwohl die Reise, abgesehen vom Zeitdruck, ein Kinderspiel sein könnte, ist diese es nicht. Im Universum sind bereits dunkle Mächte am Werk, die von den Dragonballs gehört haben und diese ebenfalls für ihre dunklen Machenschaften missbrauchen wollen. So wird aus der Suche gleich eine Reise, auf der man neue Kampf-Erfahrungen sammeln darf.

Konzeption als Anime

Dragonball GT - Box 1 (4)Anstatt wie bei Dragonball Z Kämpfe unnötig in die Länge zu ziehen, bedient sich Dragonball GT eher der Erzähltechnik des ersten Animes. Das heißt, dass in Dragonball GT wieder viele kleine Geschichten zum Tragen kommen, die sich nach und nach zusammensetzen. Erst nach einigen Episoden entwickelt sich ein fortlaufender Handlungsstrang, als sich der Bösewicht so langsam zu erkennen gibt. Eine weitere Änderung vom Dragonball-Z-Konzept ist, dass sich Dragonball GT an keinem Manga orientiert. Dragonball GT wurde von Anfang an als Anime konzipiert, wobei Akira Toriyama nur noch eine beratende Stelle innewohnte. An vereinzelten Stellen kann man das deutlich merken, da zum Beispiel der Humor nur unterschwellig in der Serie in Erscheinung tritt. Wer also auf das Nasenbluten von Muten Rōshi hofft oder ständige Wutausbrüche von den weiblichen Charakteren erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Das liegt auch daran, dass sich die Geschichte zunächst voll und ganz auf Son Gokū, Trunks, Pan und den aufgegabelten kleinen Roboter Gil konzentriert. Optisch bietet die Serie eine gute bis sehr gute Bildqualität im 4:3-Format. Die deutsche Synchronisation ist zwar gelungen, doch in sehr wenigen Momenten fragen wir uns doch, ob man diese Stelle nicht hätte anders ins Deutsche übersetzen können. Eine japanische Tonspur und digitales Bonusmaterial fehlen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 1 – 21 der Serie): Dragonball GT konnte ich damals leider nur zum Teil verschlingen, denn zum einen musste ich die Serie vor sieben Jahren im Fernsehen noch auf VHS aufzeichnen, da ich zu dieser Zeit meistens immer unterwegs war und zum anderen hat RTL 2 nicht die gesamte Serie synchronisieren lassen. Das macht sehr viel Sinn, wenn zwischenzeitlich bis zu neun Episoden fast nahtlos fehlen! Zu diesem Thema äußere ich mich jedoch noch in den Reviews zur zweiten und dritten Box, denn in der ersten Box ist jede Episode durchweg auf Deutsch enthalten. Wer also nur ungern im Originalton Animes schaut, wird hier noch zufriedengestellt. Schade nur, dass auf die Originaltonspur in allen Episoden verzichtet werden muss. Außerdem ist es schade, dass kein Bonusmaterial in digitaler Form enthalten ist. Da hilft auch das kleine Booklet mit dem Episodenguide nicht viel, denn dieser besteht fast ausschließlich aus Bildern und im Grunde aus keinem Text. Es stellt sich jedoch nun die Frage, ob man sich Dragonball GT anschauen sollte. Wenn man bereits die beiden vorherigen Animes gesehen oder die Mangas verschlungen hat, dann kann man meines Erachtens auch bei der DVD-Veröffentlichung von Dragonball GT zuschlagen. Die Geschichte wird spannend erzählt, es gibt immer noch ein paar gut eingespielte Gags und die Action kommt ebenfalls nicht zu kurz. Mit der Veröffentlichung dieser Box beginnt Kazé Anime den Auftakt vom Ende der Dragonball-Sage zu erzählen und Dragonball-Fans dürfen die ersten circa 475 Minuten der Serie meiner Meinung nach nicht verpassen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Dragonball GT – Box 1 (Episode 1-21)!