Gewinnspiel (10. – 30. November 2013)

Gewinnspiel November 2013Große Gewinnspiele zu Weihnachten kann jeder! In Zusammenarbeit mit dem NMag, dem Online-Magazin für Nintendo-Fans und dem Kulturblog jultu.de, veranstalten wir bereits im November ein magazinübergreifendes Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es drei Exemplare von The Wonderful 101 (Wii U) aus dem Hause Nintendo, das Spiel Killzone: Mercenary für die PlayStation Vita (Sony), zwei Überraschungsspielen für die Wii, drei Überraschungsspielen für den DS und zwei Überraschungsspiele für den 3DS. Damit aber noch nicht genug! Ein Gewinner darf sich über einen Downloadcode zu Pokémon X oder Y freuen, der uns freundlicherweise von gamesrocket.de zur Verfügung gestellt wird.

Fans von Merchandise freuen sich zum einen auf fünf Überraschungspakete und dann noch auf eine Sam-Fisher-Statue, vier Rabbids-Figuren, zwei Splinter-Cell-T-Shirts in der Größe XL, zwei T-Shirts zu Rayman Legends in der Größe S, drei Rayman-Legends-Lum-Stressbällen, zwei Rayman-Legends-Notizhefen und ebenso zwei Rabbids-Wandkalender für das Jahr 2014 aus dem Hause Ubisoft. Von getdigital.de werden uns freundlicherweise noch ein Tetris-Thermobecher, ein Zelda-is-the-Girl-Shirt in einer Größe eurer Wahl, einem USB-Mailmelder und einem That-is-not-my-team-Shirt in einer Größe eurer Wahl zur Verlosung zur Verfügung gestellt.

Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, bieten wir euch zahlreiche Wege an. Sowohl auf der Internetseite des NMags, jultu.de oder auf unserer Seite unter diesem Beitrag müsst ihr im so genannten Rafflecoputer-Formular verschiedene Aufgaben erfüllen, für die ihr wiederum Lose erhaltet. Je mehr Aufgaben ihr erfüllt, desto größer sind eure Chancen, einen der tollen Preise zu gewinnen.

 1. Ihr drückt „Gefüllt mir“ auf den Facebook-Seiten vom NMag, von Gameplay Gamers oder jultu.de, was euch jeweils ein Los beschert.

 2. Ihr folgt den Twitter-Auftritten vom NMag, Gameplay Gamers oder jultu.de, was euch ebenfalls jeweils ein Los einbringt.

3. Auf unseren Facebook- und Twitter-Accounts, in dieser Ausgabe und auf den beiden Partnerseiten haben wir jeweils das Foto eines Kürbisses versteckt. Schreibt uns, wo ihr es gefunden habt oder nennt und den Direktlink zum Bild. Die Suche belohnen wir jeweils mit einem Los.

4. Ihr teilt den Gewinnspielbeitrag bei Facebook öffentlich oder erwähnt ihn zusammen mit den Accounts bei Twitter. Hier winken euch satte 3 Lose!

5. Schreibt der Redaktion des NMags, was ihr am NMag gerne verbessern würdet. Das honorieren wir entsprechend mit zwei Losen!

Hier geht es zum Rafflecopter-Giveaway

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet oder eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorweisen können. Mitarbeiter vom NMag, Gameplay Gamers, jultu.de und den Gewinnspielpartnern sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen und ihren ersten Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels am 01.12.2013 informiert. Die angeschriebene Person hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Der Gewinner des Vita-Titels Killzone: Mercanary bekommt den Preis erst gegen Vorlage einer Kopie des Personalausweises zugeschickt. Versäumt der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf unseren Seiten, Facebook, Twitter oder Google+ erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30.11.2013, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Wii Party U

Wii Party U (1)Drei Jahre ist es nun her, als Wii Party in hiesigen Wohnzimmern für neuen Schwung unter den Party-Spielen sorgte. Inzwischen versucht sich Nintendo mit der Wii U im Markt zu etablieren und will mit Wii Party U das Erfolgskonzept von damals zu wiederholen.

Wii Party U (2)Gemeinsam mit unserem Mii erleben wir in Wii Party U wieder allerhand Minispiele, die es zu bewältigen gilt. Da die über achtzig Minispiele größtenteils jedoch sehr kurz ausfallen, ist es umso mehr verständlich, dass Nintendo diese Spielchen wie bereits beim Vorgänger auf der Wii abermals in unterschiedliche Spielmodi verpackt hat. Wie beim großen Vorbild Mario Party liegt es natürlich nahe, das eine oder andere Brettspiel auszupacken. Wer als erstes an der Reihe ist, entscheidet oftmals ein Minispiel. Wer hier Können oder Talent beweist, hat es beim anschließenden Würfelwurf natürlich etwas oder sogar viel leichter. Beim Spielmodus Brückensprinter bewegen wir uns über eine gefühlt unendliche und geschlängelte Brücke. Mehrere hundert Spielfelder müssen wir hinter uns lassen, um das Ziel zu erreichen. Um die hohe Anzahl an Spielfeldern bewältigen zu können, ist es ratsam, beim Minispiel zu Beginn der Spielrunde möglichst gut abzuschneiden. Wer den ersten Platz belegt, darf gleich mit zehn Würfeln seinen Zug bestimmen, während dem Letztplatzierten bei vier Teilnehmern gerade einmal zwei Kuben zur Verfügung stehen. Um die großen Unterschiede auszugleichen, befinden sich unter den Spielfeldern natürlich Bonusfelder, die zusätzliche Würfe versprechen oder erlauben, einige Felder vorzurücken. Der Letztplatzierte darf auch auf ein Pasch hoffen.

Modenschau

Wii Party U (3)Nach jeder Runde wiederholt sich die Prozedur um die Startreihenfolge. Der Erstplatzierte hat zudem den Nachteil, dass er zuerst auf diverse Hindernisse stößt. An diesen Stellen muss er eine bestimmte Augenzahl würfeln – ansonsten wird ihm das Voranrücken verwehrt. Obwohl sich die hohe Anzahl an Spielfeldern und Würfeln übertrieben anfühlen (und es vermutlich auch sind), ist der Fairness-Faktor unserer Meinung nach dennoch ausgeglichen. Ähnlich sieht es auch in den anderen Spielmodi der TV-Party-Spiele aus. Bei der Mii-Modenschau laufen wir durch die Stadt und sind in den zahlreichen Boutiquen immer auf der Suche nach neuen Kleidungsstücken. Verkleiden wir uns als Pirat, Ninja, Super Mario oder Steinzeitmensch beziehungsweise Steinzeit-Mii, erhalten wir dafür eine bestimmte Bewertung. Nach jeder Runde (oder auch mal zwischendurch) dürfen wir unser Outfit in der Modenschau vorführen. Je besser wir hier abschneiden, desto mehr Punkte erhalten wir, mit denen wir schlussendlich den Spielmodus gewinnen oder verlieren können. Beim Kugelschubsen erhalten wir nach dem gewonnenen (oder verlorenen) Minispiel eine gewisse Anzahl an Murmeln, die wir dann auf das Spielfeld fallen lassen dürfen und die dann mit Glück bereits dort platzierte Kugeln von dem Spielbrett wirft. Je mehr Kugeln fallen, desto mehr Punkte hagelt es auf unser Konto.

Glück und Können

Wii Party U (4)Beim Mannschaftsmischmasch ist hingegen rechnerisches Können gefragt. Hier wählen wir aus einer vorgefertigten Truppe neue Spieler für unsere Fußballmannschaft aus. Dabei achten wir jedoch nur auf Trikotfarbe und Spielnummer des Fußballers. Wer hier Kombinationen wie beim Pokerspiel in seiner Mannschaft aufbaut, erhält entsprechend mehr Punkte. Natürlich ist auch hier die Devise: Wer beim Minispiel zu Beginn der Runde am besten abschneidet, hat entsprechend Vorteile bei der Auswahl der Spieler. Trotzdem bemängeln wir, dass hier der Glücksfaktor eine zu entscheidende Rolle spielt. Selbst wenn wir der Erstplatzierte sind, heißt das noch lange nicht, dass auch wirklich brauchbare Kandidaten für unsere Truppe auf dem Platz auftauchen. Zu guter Letzt bietet die Spielmodi-Sammlung im Bereich der TV-Party-Spiele noch die GamePad-Insel. Solisten bleibt diese jedoch verwehrt. Hier braucht ihr also mindestens einen Mitspieler, um das an Wii Party erinnernde Eiland zu erkunden. Anders wie in den restlichen Modi wird hier hauptsächlich mit dem Wii U GamePad und nicht mehr mit der Wii-Fernbedienung gespielt. Tatsächlich hat sich Nintendo dafür entschieden, etablierte (und veraltete) Hardware dem Alleinstellungsmerkmal der Wii U größtenteils vorzuziehen.

Nicht ohne (m)eine Fernbedienung!

Wii Party U (5)Die Entscheidung leuchtet bei genauerer Betrachtung jedoch ein. Bis heute veröffentlicht der japanische Konzern das Wii U GamePad nicht einzeln oder als Bundle mit einem Spiel. So gut wie jeder Spieler dürfte also nur ein GamePad sein Eigen nennen und simultanes Spielen wäre somit schwierig oder gar nicht möglich. Da einige Spiele die Pointer-Funktion nutzen, ist es ebenso verständlich, dass man den Wii U Pro Controller nicht unterstützen möchte. Des Weiteren dürften wohl einige Spieler noch eine Wii mit ein paar Fernbedienungen im Regal stehen haben, womit der Mehrspielerspaß direkt garantiert werden kann. Unklug ist aber nach wie vor, dass Wii Party U nur im Bundle mit einer schwarzen oder einer weißen Wii Remote erscheint. Bereits im Jahr 2010 hatte ein Großteil aller Spieler bereits mehrere Einheiten der Fernbedienung in ihrem Besitz. Drei Jahre später hat sich daran nicht geändert. Aufgrund des einen oder anderen Bundles oder gar dem Selbsteinkauf von zusätzlichen Fernbedienungen, hat der Autor dieser Zeilen mittlerweile neun Wii Remotes. Der separate Verkauf des Spiels würde absolut Sinn machen, die Hemmschwelle beim Kauf senken und den Geldbeutel der Kunden großzügigerweise schonen. Wer allerdings keine Wii Remote mit integriertem Wii-Motion-Plus-Modul besitzt, hat zumindest einen (kleinen) Vorteil beim Kauf des Titels.

Einladung zur Hausparty

Wii Party U (6)Ein weiterer Vorteil ist, dass es auf der Wii U bisher kaum (herausragende) Party-Spiele gibt. Somit eignet sich die vorliegende Minispielsammlung besonders gut, um mit Freunden, Bekannten, der Familie oder Kommilitonen gemeinsam die Zeit zu verbringen. Dabei kommt grundsätzlich niemals Langeweile auf, da die enthaltenen Minispiele allesamt unterschiedlich sind und verschiedene Schwerpunkte setzen. So dürfen wir eine vorgegebene Pose abgleichen oder auf herumschwirrende Raumschiffe schießen. In einem anderen Minispiel heißt es, mit einem Einrad über einen schmalen Grad zu fahren und das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Beim Vorgänger gab es neben den Minispielen noch die so genannten Zimmerspiele. Diese kehren in ähnlicher Form bei Wii Party U zurück. Die Hausparty-Spiele beziehen unsere Umgebung mit ein – diesmal jedoch in abgeschwächter Form. Beispielweise legen wir hier das Wii U GamePad, auf dessen Screen ein fließender Fluss zu sehen ist, auf dem Boden. Bewaffnet mit der Wii-Fernbedienung müssen wir dann so tun, als ob wir mit einer Kelle Wasser aus dem Fluss schöpfen, um es dann zum Fernseher zu transportieren und in einen Krug zu gießen. Passend zur Musik des Theme A von Tetris tanzen wir wie ein paar Irre um das GamePad wortwörtlich herum oder mimen ein Verkaufsrollenspiel in der Burger-Bude.

GamePad-Duelle

Wii Party U (7)Viel interessanter sind da schon die Spiele, die zu zweit mit und auf dem GamePad gespielt werden. Hierbei sitzen wir unserem Gegner gegenüber und spielen mit ihm unter anderem in einer Miniaturversion Tischfußball und ebenso Baseball. Mit mehreren Spielern und unter Zuhilfenahme mindestens einer Wii-Fernbedienung, können wir auf dem Wohnzimmertisch eine an das Gesellschaftsspiel Twister erinnernde Partie Fingerakrobatik spielen. In unserem Test kam es hierbei jedoch zu einer Aufforderung, die unmöglich laut Lageplan von GamePad und Wii Remote zu erfüllen war. Trotzdem zeigt sich auch bei den Modi der GamePad-Party wieder, welche Ideen in den Köpfen von Nintendo schlummern. Wem Abwechslung wichtig ist, wird mit Wii Party U absolut zufriedengestellt. Apropos Zufriedenstellen: Nachdem ihr ein Minispiel mindestens einmal absolviert habt, dürft ihr es sogar in einem Ranking-System á la fünf Sterne (wie unter jedem Text von Gameplay Gamers) bewerten und sogar sehen, wie die Minispiele im Schnitt ausfallen. Wir freuen uns, dass Nintendo endlich Mut beweist und von den Kunden wissen möchte, wie ihnen die einzelnen Elemente eines Spiels tendenziell gefallen. Wir würden uns freuen, wenn man das System zukünftig weiterentwickeln würde.

Zweckmäßige Technik

Wii Party U (8)Weiterentwickeln sollte Nintendo unserer Meinung nach jedoch den Aufbau ihrer Spiele in der Wii-Videospielreihe. Ein Abenteuermodus wie in Go Vacation würde uns gefallen, da dann endlich die schöne Landschaft von so manchem Minispiel mehr zur Geltung kommen könnte. Jene Landschaften erstrahlen in schönen und hochauflösenden Grafiken, welche mit bunten Farben gute Laune bei uns hervorrufen. Die restliche Optik ist jedoch nicht der Rede wert. Das heißt nicht, dass die Grafik des Spiels schlecht sei! Sie ist einfach nur zweckmäßig und stößt nicht aus der Masse heraus. Selbst der Launch-Titel Nintendo Land wirkt ein wenig frischer. Soundtechnisch können wir zwar nicht meckern, doch auch hier ist für Nintendo weniger oft mehr. Durch die zweckmäßige Untermalung wird der Unterhaltungsanteil mit den heimischen Mitspielern zwar hervorgehoben, doch wer mal alleine eine Party für sich selbst schmeißen will, dürfte schnell ermüden. Unverständlich ist auch, dass Nintendo wieder keinen Online-Modus für den zweiten Teil der Wii-Party-Reihe spendiert hat. Wir verstehen zwar die Intention, Menschen gemeinsam vor nur einem Bildschirm zu versammeln, doch das Fehlen von elementaren Online-Features ist im Jahr 2013 sehr, sehr schade. Trotzdem: Mehrspielerfreunde bekommen derzeit kein besseres Party-Spiel für die Wii U!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich vor drei Jahren Wii Party getestet habe, war bei mir (als Solist) schnell die Luft raus. Erst als ich es mit ein paar Freunden immer wieder zwischendurch gespielt habe, hat der Titel sein volles Potential entfaltet. Dieses Manko, wenn man es denn so nennen möchte, wiederholt sich mit Wii Party U. Nintendo hat es leider nicht geschafft, eine spaßige Story, einen Abenteuermodus oder gar Online-Modi zu integrieren. So bleibt auch Wii Party U bei mir im Regal stehen, um dann darauf zu warten, dass die Partygäste eintrudeln. Sind diese endlich eingetroffen, beweist Wii Party U anschließend, wie viel Spaß man mit dem Titel eigentlich haben kann. Da vergesse ich schnell die wenigen unausbalancierten Minispiele und denke mehr an die tolle Zeit, die ich mit meinen Freunden verbringe. Diese Zeit ist vor allem wegen den spaßigen und abwechslungsreichen Minispielen so toll, denn kaum ein Minispiel ähnelt dem anderen und besonders wenn mehrere Mitspieler anwesend sind, können auch die durchgeknallten Hausparty-Spiele mit viel Gelächter überzeugen. Wer eine Wii U besitzt und dringend ein neues Party-Spiel benötigt, bekommt derzeit keinen besseren Mehrspielertitel in die Hände!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wii Party U!

Prime Time: Dragonball GT (TV-Serie, Box 2) Unboxing

Vor einigen Tagen haben wir euch bereits etwas zu Son Gokūs letztem Abenteuer erzählt und euch im Review verraten, womit ihr bei den vorliegenden Episoden der dritten Serienbox rechnen dürft. In unserem Unboxing-Video gehen wir jedoch auf die Äußerlichkeiten der Serienbox ein. Viel Spaß beim Anschauen!

Review: Dragonball GT – Box 2 (Episoden 22-41)

Dragonball GT - Box 2 (1)Nachdem Kazé Anime mit der ersten Serienbox zu Dragonball GT vorgelegt hat, geht es mit den Episoden der zweiten Box rasant weiter. Wieder einmal werden Action, Spannung und Humor gekonnt miteinander verbunden – inklusive zweier unsynchronisierter Folgen!

Dragonball GT - Box 2 (2)Die Suche nach den Super Dragonballs nähert sich dem Ende. Son Gokū, Trunks und Pan ist es gelungen, drei der magischen Kristallkugeln im Universum zu finden. Dabei müssen sie feststellen, dass auch die bösen Mächte in der Galaxie hinter den Dragonballs her sind. Einer der Widersacher ist der brillante, aber gefürchtete Dr. Mu. Der Experte in der Gentechnik will die sieben Kugeln dazu benutzen, um sich zum Herrscher des Universums zu krönen. Auf dem Planeten M2 müssen die drei Freunde Bekanntschaft mit Dr. Mus Schergen machen, die sie unter anderem in Metall verwandeln können. Dabei scheint sogar der Roboter Gill auf die Seite des durchtriebenen Wissenschaftlers gewechselt zu sein. Nachdem die Fronten natürlich zum Gunsten unserer Freunde geklärt werden, versucht Dr. Mu sie davon abzuhalten, die Tür am Ende einer Treppe in seinem Labor zu öffnen. Als Trunks sich Dr. Mus Aufforderung widersetzt, eröffnet sich ihnen der Blick auf sein geheimes Laboratorium. Inmitten des Labors züchtet Dr. Mu einen Tsufurianer, genauer gesagt den letzten Tsufurianer im Universum, heran. Eigentlich ist der Tsufurianer Baby noch nicht ausgereift und seine Kräfte auf einem Minimum. Als dieser sich plötzlich befreit, schaffen es die drei zwar, Baby zu besiegen, doch eine letzte Zelle von Baby bleibt übrig, die daraufhin die Kontrolle über Dr. Mu übernimmt.

Rache an den Saiyajins

Dragonball GT - Box 2 (3)Im guten Glauben, dass Baby tatsächlich besiegt ist, setzen die drei Weltraumtouristen ihre Reise durchs All fort. Schon bald müssen sie jedoch feststellen, dass Baby immer noch sein Unweisen treibt und hilflose Lebewesen ausnutzt, um neue Kräfte zu tanken und zu reifen. Als es Baby gelingt, kurzzeitig die Kontrolle über Trunks zu übernehmen, erfährt Baby zu allem Übel noch von den Saiyajins. Unglücklicherweise haben die Saiyajins vor Jahren die Tsufurianer ausgerottet, woraufhin Baby Rache schwört. Ihm gelingt die Flucht über einen Weltraumhafen und Son Gokū, Trunks, Gill und Pan können ihn aus Zeitgründen nicht weiter verfolgen und beschließen, die restlichen vier Dragonballs zu finden. Als sie nur wenige Wochen später wieder zur Erde zurückkehren, müssen sie jedoch überraschend feststellen, dass sich etwas verändert hat. Ihre Freunde verhalten sich still und merkwürdig, scheinen sie sogar nicht willkommen zu heißen. Mit der Zeit müssen sie feststellen, dass Baby zur Erde geflohen ist und die Kontrolle über jeden einzelnen Erdbewohner übernommen hat. Dass heißt auch, dass sich Son Gokū mit dem wohl stärksten Gegner aller Zeiten konfrontiert sehen muss. Ein Kampf gegen Baby ist jedoch aussichtslos und augenscheinlich scheint es so, dass Baby Son Gokū im Kampf sogar tötet. Das Schicksal der Erde hängt am seidenen Faden!

Action und Story halten sich die Waage

Dragonball GT - Box 2 (4)Dragonball GT versucht im Mittelteil der Serie sowohl Fans von Dragonball, als auch Fans von Dragonball Z zufriedenzustellen. Auf der einen Seite gibt es wieder kleine Geschichten, die zusammenfließen und auf der anderen Seite einen Kampf gegen Baby, der sich über viele Episoden zieht. So ausufernd wie bei Dragonball Z wirkt dieser Kampf jedoch nicht und da im Hintergrund auch die unbeteiligten Protagonisten wie Mr. Satan, Boo und Co. ebenso zur Geltung kommen, fällt das nicht störend auf. Die Action- und Handlungsanteile halten sich hier die Waage. Zudem verstehen Zuschauer der deutschen Fassung endlich den einen oder anderen Zusammenhang. Als die Serie 2006 für das deutsche Fernsehen aufbereitet wurde, hat man nämlich insgesamt 13 Episoden nicht synchronisiert. Zwei dieser Folgen befinden sich auch auf den vorliegenden vier Datenträgern. Löblich, dass diese in der Reihenfolge der ausgestrahlten Folgen richtig eingeordnet sind und zudem Untertitel spendiert bekommen haben – diese lassen sich jedoch nicht deaktivieren. Ebenso schade ist, dass die bekannten Episoden auch nur mit einer deutschen Tonspur versehen sind und die gekürzten Szenen, die in dieser Box noch etwas mehr auffallen als bei der ersten Serienbox, nicht komplettiert wurden. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt dennoch ein schlüssiges Gesamtbild.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 22 – 41 der Serie): Leider konnte ich Dragonball GT damals nur teilweise genießen. Das lag zum einen daran, dass ich jede Episode noch auf VHS aufnehmen musste und zum anderen daran, dass RTL 2 einfach nicht jede Episode im Fernsehen ausgestrahlt hat, weil man diese zuvor einfach nicht synchronisiert hat. Während eine Episode vielleicht nicht so schmerzlich auffällt, wird das bei der dritten Serienbox noch sehr viel dramatischer sein. Jedenfalls kann ich so den Kampf zwischen Son Gokū und Baby endlich ohne Unterbrechung genießen und so kommt es auch schon mal vor, dass ich mir fünf bis zehn Episoden von Dragonball GT am Stück anschaue. Besonders gut finde ich bei den Episoden dieser Serienbox, dass auch wieder ältere Charaktere wie Kuririn am Rande wieder gezeigt werden und wichtige Charaktere wie Vegeta einen höheren Stellenwert in der Serie einnehmen. Allerdings missfällt mir, dass manche Schnitte der deutschen Fassung doch sehr auffallen (abgeschnittene Musik oder Kampfanimationen). Hätte man hier mehr Sorgfalt walten lassen, würde das gar nicht so negativ in mein Fazit einfließen. Wer Dragonball GT wirklich ungeschnitten genießen will, muss nach wie vor zum Import greifen. Wer aber auf die gelungene deutsche Synchronisation nicht verzichten will oder nicht des Japanischen mächtig ist, der bekommt mit der zweiten Dragonball-GT-Serienbox dennoch das, was man erwartet.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Dragonball GT – Box 2 (Episoden 22-41)!

Review: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (1)Im Jahr 2010 versuchte Square Enix zum zweiten Mal in die Welt der Online-Rollenspiele einzutauchen. Leider stand Final Fantasy XIV von Beginn an unter einem schlechten Stern und so geschah es, dass die Server im November 2012 erst einmal abgeschaltet worden sind.

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (2)In dieser Zeit und selbstverständlich schon vor dem Abschalten der Server, haben die Köpfe bei Square Enix nachgedacht und sich entschieden, sich bei der Infrastruktur ihres Spiels ein wenig mehr an westlichen Vorbildern wie World of Warcraft und Der Herr der Ringe Online zu orientieren. Das Ergebnis spiegelt sich in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn wieder, da bei der Neuveröffentlichung des Spiels fast kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist. Im Spiel wird die Umwandlung der Spielwelt mit dem Vorfall am Ende von Final Fantasy XIV erklärt. Die finale Schlacht auf der Cartenauer Heide ging unentschieden aus. Sowohl auf der Seite der Allianz Eorzeas, als auch auf der Seite des Garleischen Imperiums gab es Verluste. Die Hülle des roten Mondes Dalamud aus Stein und Stahl brach während der Schlacht auf. Der aus seinem Gefängnis befreite Drache Bahamut entlud seinen Zorn auf Eorzea. Seine Wut entlud sich nicht nur auf die Truppen der beiden kämpfenden Seiten, sondern auch auf die Welt. Nur durch die gemeinsamen Kräfte der Krieger des Lichts und von Louisox konnte Bahamut aufgehalten werden. Fünf Jahre später wird das Andenken an die Krieger immer noch aufrechterhalten und neue Abenteurer treten in ihre Fußstapfen. Das müssen sie auch, denn die Garlear bereiten sich auf den nächsten Versuch vor, Eorzea zu unterwerfen.

Einzelspieler-Quests

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (3)Wir möchten an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, doch wird die Geschichte von A Realm Reborn spannend und wendungsreich erzählt. Bekannte Charaktere treten erneut ins Rampenlicht und neue Freunde finden schneller als ihnen lieb ist den Tod. Gefangen in einer Welt, die sich auf einen neuen Krieg vorbereiten muss, sind wir elementarer Bestandteil der Vorbereitung auf den Kampf. Auch wenn jeder anderer Spieler nahezu dieselbe Geschichte erlebt, gibt uns das Spiel das Gefühl, dass wir für den Erfolg der Mission verantwortlich sind. Das liegt in erster Linie daran, dass fast alle Quests für Einzelspieler ausgerichtet sind. Egal in welche Himmelsrichtung des Landes wir uns ins Abenteuer stürzen, stets erhalten wir Quests, die wir alleine problemlos bewältigen können. Das heißt aber nicht, dass wir nicht in Gruppen losziehen können – diese Möglichkeit verwehrt uns A Realm Reborn nicht. Nötig könnte das werden, wenn wir höherstufige Aufgaben abschließen wollen. Problem dabei ist nur, dass das Spiel uns gewisse Quests nur ab einer bestimmten Levelstufe annehmen (und abschließen!) lässt. Das Gruppenspiel ist in A Realm Reborn jedoch nicht unwichtig, denn in der Handlung werden wir immer wieder in Situationen gelotst, die wir nur mit anderen Spielern gemeinsam abschließen können. Etwa das Durchforsten eines Dungeons oder das Erledigen einer Bestie.

Schnell ins Gefecht

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (4)An dieser Stelle punktet A Realm Reborn mit seiner Inhaltssuche. Haben wir neue Inhalte für unseren Charakter freigeschaltet, tauchen diese säuberlich gelistet in einer Übersicht auf. Hier wählen wir die Inhalte aus, die wir gerne spielen möchten. Außerdem dürfen wir noch aus den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Japanisch die mögliche Gruppensprache wählen – unsere Mitspieler werden anschließend weltweit und sogar server-übergreifend gesucht. Mit unserer Druidin beziehungsweise späteren Weißmagierin haben wir so schnell die passende Gruppe gefunden. Nur selten mussten wir länger als zehn Minuten warten, um loszulegen. In unserer Testphase haben wir jedoch vernommen, dass Schadensausteiler wesentlich länger für einen Platz in einer Gruppe anstehen müssen, als es bei Heilern oder Verteidigern der Fall ist. Haben wir den Platz in einer Gruppe sicher, muss jeder Spieler noch einmal seine Teilnahme bestätigen, um anschließend zum Eingang des Dungeons beziehungsweise des Einsatzortes teleportiert zu werden. Das Gruppenspiel selbst fühlt sich dann sehr idealistisch an, denn die Rollenverteilung ist klar geregelt. Heiler heilen, Verteidiger verteidigen und Kämpfer teilen bekanntlich den Schaden aus. Aus dieser Rolle auszubrechen ist nicht möglich, da die Plätze für die Klassen geregelt sind. Kombinationsmöglichkeiten in der Gruppe gibt es nicht.

Klassengesellschaft

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (5)Das heißt aber nicht, dass der persönliche Werdegang langweilig ist. Nach wenigen Stunden dürfen wir neben unserer Einstiegsklasse auch weitere Klassen, genauer gesagt jede einzelne Klasse im Spiel, zusätzlich erlernen und sogar auf die Maximalstufe bringen. Zudem bietet A Realm Reborn an, Klassen zu kombinieren. Erreichen wir mit der Druidenklasse Stufe 30 und als Hermetiker Stufe 15, erhalten wir einen Job-Kristall, mit dem wir uns anschließend als Weißmagier versuchen dürfen. Ein paar Fähigkeiten einer anderen Klasse dürfen wir auf der Fähigkeitensymbolleiste auch noch ablegen. Als Weißmagier dürfen wir zum Beispiel durch die Ausbildung als Hermetiker den Virus-Zauberspruch auf einen Gegner abfeuern, um ihn kurzzeitig zu schwächen und so unsere kämpfenden Mitstreiter zu unterstützen. Wer jedoch hofft, aus dieser Klassengesellschaft auszubrechen, wird vermutlich enttäuscht. Enttäuscht sein könnten auch Spieler, die auf ein einfaches Handwerkssystem hoffen. Wir haben uns für den Beruf des Webers entschieden, der ebenfalls als eine separate Klasse auftritt. Wie für die Handwerksklassen üblich, decken wir uns mit Rohstoffen ein, die wir kaufen, erhandeln oder in der Natur selbst finden. Anschließend setzen wir Fähigkeiten ein, um Items herzustellen. Damit hochwertige Items entstehen, müssen wir zunächst viel Zeit ins Handwerken stecken.

Atmosphärische Spielwelt

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (6)Erst ab einer bestimmten Levelstufe dürfen wir auch Items schnell herstellen, doch darunter leidet dann selbstverständlich die Qualität. Wer also hochqualitative Waren fürs Handelhaus herstellen möchte, der kommt um das Investieren von viel Zeit nicht herum. A Realm Reborn bietet also auch Ansätze, die wir in anderen Online-Rollenspielen so noch nicht sahen. Durch die Annäherung an den Westen verliert der Titel jedoch nicht an Identifikation. Überall in der Welt gibt es Chocobos, Mogrys und sogar Magiteks sind zu entdecken. Außerdem wirkt die Welt noch immer so fantastisch, wie eine Mischung aus dem fünften, sechsten, siebten und zehnten Teil der Serie. Untermalt wird das Geschehen jederzeit stimmig mit Soundstücken, die uns auch abseits des Spiels durch den Kopf schwirren. Da das Spiel sowohl auf dem PC, als auch auf der PlayStation 3 und PlayStation 4 erscheint, hat Square Enix von vornherein eine Unterstützung für Gamepads integriert. Das heißt, dass wir den Charakter mit dem linken Stick steuern und mit dem rechten Stick uns in der Gegend umschauen. Fähigkeiten können dann überlappend auf den Aktionstasten abgelegt werden. Wir schalten dann mit den Schultertasten zwischen den Einsatzmöglichkeiten hin und her. Laufen wir nur in der Gegend herum, ist die Methode schonend für die Hände. Auf Dauer bevorzugen wir jedoch die typische PC-Steuerung.

Fades Endspiel

Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (7)Wer natürlich nur die Möglichkeit hat, die PlayStation-3-Fassung zu spielen, kann natürlich nicht auf die sonst typische Online-Rollenspielsteuerung, bestehend aus Maus und Tastatur, zugreifen. Wir empfehlen jedoch nach Möglichkeit unbedingt die PC-Fassung, da besonders die Zeitlimitierung zwischen neunzig und 120 Minuten in den Dungeons, das manchmal wichtige Timing bei den Full Active Time Events und die herausfordernden Primae-Kämpfe sehr viel Aufmerksamkeit und Schnelligkeit seitens des Spielers erfordern. So kämpfen wir hier gegen Ifrit, Titan oder Garuda – kein leichtes Unterfangen, ganz besonders in den letzten Spielstunden erfordern diese Kämpfe einiges an Können und guter Ausrüstung ab. Das führt uns jedoch zu der Schattenseite des Spiels, denn unser einziger Kritikpunk ist im Moment nur der Umfang des Titels. Es gibt zwar jederzeit viel zu tun, doch irgendwann haben wir alle Quests erledigt und im Endspiel versuchen wir fast ausschließlich allagische Steine oder Gildenabzeichen zu sammeln, um unseren Helden beziehungsweise unsere Heldin mit neuen Waffen und Rüstungsgegenständen ab der Maximalstufe zu identifizieren. Hier muss Square Enix noch nachbessern, denn ohne die Abwechslung auf der Maximalstufe werden Spieler wohl eher nicht in weitere kostenpflichtige Spielmonate investieren wollen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Mir hat Final Fantasy XIV: A Realm Reborn bereits in der Betaphase sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich das Spiel über einen so langen Zeitraum begleiten konnte, um mich mit den Mechaniken anfreunden zu können. Die ersten Spielstunden, die ich in Eorzea verbracht habe, waren für mich also nicht neu, doch da die Zeit danach ohnehin den Großteil des Spiels ausmachen, habe ich noch viele neue Dinge in Eorzea entdecken und lernen können. A Realm Reborn begeistert mich mit netten Storys in den Quest-Strukturen, einer spannenden Haupthandlung und optisch, sowie akustisch schöne Ansichten. Ein Online-Rollenspiel identifiziert sich in erster Linie jedoch über das Spielen mit anderen Mitspielern. Rechne ich meine Spielzeit von über vierzig Tagen zusammen, so komme ich wohl nur auf einen Bruchteil dieser Zeit, die ich tatsächlich mit anderen Spielern in einer Gruppe verbracht habe. Diese Zeit war jedoch der Höhepunkt meiner Charakterentwicklung, denn wenn man zusammen mit drei bis sieben anderen Mitspielern einen Dungeon nach dem nächsten durchforstet, um neue Gegenstände zu finden und die eigenen Skills zu trainieren, dann macht das unglaublich viel Spaß. Schade nur, dass dem Titel hier die Abwechslung an der einen oder anderen Stelle fehlt. Besonders gegen Ende des Spiels mangelt es dem Spiel an Quest-Nachschub. Ich hoffe sehr, dass Square Enix sobald wie nur möglich neue Dungeons nachwirft und mehr (exklusive) Quests für die ganzen Zweitklassen einbaut. Dann werde ich nämlich sicherlich gerne ein weiteres Mal die Koffer packen und Eorzea besuchen!

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn!

Review: Ip Man – The Final Fight

Ip Man - The Final Fight (1)Mit Ip Man und Ip Man 2 erschienen zwei tolle Filme über einen der größten Kampfkünstler aller Zeiten. Ip Man Zero erzählte zu beiden Filmen die Vorgeschichte, während Ip Man – The Final Fight ein Sequel zu Ip Man 2 darstellt.

Ip Man - The Final Fight (2)Während Ip Man 2 nur lose auf dem Leben von Yip Man in Bezug auf sein Leben in der Stadt Hongkong basierte, nähert sich der Film Ip Man – The Final Fight der Realität an. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, sprich in der Nachkriegszeit, reist der Wing-Chun-Großmeister Ip Man nach Hongkong, um neue Erfahrungen zu sammeln und seine Krankheit zu kurieren. Seine Frau bleibt währenddessen in Fóshān, um beim gemeinsamen Sohn zu verweilen, der dort die Schule besucht. In Hongkong unterrichtet Yip Man seine Schüler, doch will er kein Schild an den Räumlichkeiten anbringen, denn auch wenn das Schild gut für seine Schule wäre, sei dass seiner Meinung nach wie einem Geschäft, doch verkaufe er nichts. Er möchte seinen Schülern Wing Chun beibringen, um sich sportlich aktiv zu halten. Einige verstehen das natürlich nicht und setzen die erlernte Kampfkunst im Kampf ein und bringen sich damit das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Leben seiner Schüler, die neben dem täglichen Training auch einer Beschäftigung nachgehen. Unter seinen Schülern werden welche entlassen, weil sie der Gewerkschaft einer Firma angehören und unter ihnen gibt es Streit, da sie alle angeblich unterschiedliche Löhne erhalten. Einer ihrer Aufstände wird brutal niedergeschlagen – es herrschen raue Sitten in Hongkong.

Auszug seines Lebens

Ip Man - The Final Fight (3)Yip Man hat auch mit weiteren Tiefschlägen zu kämpfen. Nachdem seine Frau ihn für einige Tage in der Hafenstadt besuchte, reiste sie wenige Zeit später wieder ab. Es war das letzte Mal, dass Yip Man sie gesehen hat, da kurz nach ihrer Abreise die Grenzen zwischen der Volksrepublik China und Hongkong dichtgemacht worden sind (Hongkong war bis 1997 unter britischer Kontrolle). So erfahren wir im Film Einschnitte von seinem privaten Leben, wie zum Beispiel eine Romanze mit einer Sängerin. Bei diesem ganzen Drama vergisst man stellenweise, dass es sich immer noch um einen Martial-Arts-Film handelt. Kämpfe zwischen verschiedenen Meistern und die Auswahl unterschiedlicher Kampfstile sind dennoch gegeben. Der Film zielt gegen Ende natürlich daraufhin ab. In der Unterwelt von Hongkong finden illegale Straßenkämpfe statt, in denen auch einer von Yip Mans Schülern involviert wird. Da die Kämpfe auf kurz oder lang vom Veranstalter frisiert werden, wird es ebenso schnell auch Tote geben. Eines dieser Opfer ist Yip Mans Schüler. Als Yip Man davon erfährt, eilt er zum Ort des Verbrechens. Um sein und das eigene Leben zu beschützen, muss er sich dem letzten Kampf seines Lebens stellen. Ob es tatsächlich der letzte Kampf in Yip Mans Leben war, lässt der Film dabei offen. Sicher ist nur, alle Kämpfe dieses Films gut choreographiert sind.

Botschaft eines Kampfkünstlers

Ip Man - The Final Fight (4)Neben den gut choreographierten Kämpfen gibt es viele weitere Punkte, die für einen guten Martial-Arts-Film sprechen. Darunter fallen unter anderem Lebensweisheiten, welche Yip Man an seine Schüler weitergibt und eine beruhigende Wirkung auf sie und sogar uns als Zuschauer hat. Der Film stellt die ruhige und gewissenhafte Art von Yip Man dar und wie er die Welt gesehen hat. Sein wohl berühmtester Schüler Bruce Lee tritt in diesem Film als eine wichtige Randnotiz ebenfalls auf. Es wird ausgesagt, dass es gut ist, dass man Wing Chun der Welt näherbringt und diese Botschaft scheint in der Realität auch angekommen zu sein, da es schließlich genügend Kampfkunstschulen gibt, die Wing Chun unterrichten. Ob Ip Man – The Final Fight nun tatsächlich der Wahrheit über Yip Mans Leben entspricht, können wir leider nur schwer sagen. Der Film wirkt auf uns jedoch sehr viel glaubhafter, da einige Faktoren wie das Alter von seinem Sohn Yip Chun sehr viel eher der Realität entsprechen. Auch die Wahl des Schauspielers von Yip Man ist gut getroffen. Anthony Wong ist nicht zu alt und nicht zu jung, um die Rolle des Großmeister zu spielen. Das technische Gesamtbild in puncto Optik und Akustik stimmt, auch die Synchronsprecher wurden sehr gut ausgewählt (Anthony Wong wird von Bodo Wolf gesprochen!). Schade nur, dass das Bonusmaterial sehr rar ausfällt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ein Traum ist in Erfüllung gegangen, denn als ich damals die Rezension zur Ip Man Trilogy geschrieben habe, habe ich mir eine Fortsetzung der Reihe gewünscht und sie nun bekommen. Schade finde ich dabei nur, dass das Kapitel Bruce Lee schnell übersprungen wurde und quasi nur als Randnotiz im Film in Erscheinung tritt. Da hätte ich mir doch gewünscht, dass Regisseur Herman Yau zunächst hier ansetzt. Eventuell darf ich ja noch einen fünften Teil erwarten, der ebenfalls wieder von Herman Yau und mit Anthony Wong sein darf. Trotzdem kann ich sagen, dass mich der Film durchweg bei Laune gehalten hat. Die Kämpfe sind schön anzusehen und nie übertrieben, die Dialoge mit weisen Ratschlägen und die für chinesische Filme typischen Beschuldigungen mit dem berühmten Fingerzeig auf sein Gegenüber sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Wer bereits die drei Vorgängerfilme gesehen hat, wird sicherlich auch mit dem vierten Teil sehr zufrieden sein – auch wenn das berühmte Ip-Man-Thema an keiner Stelle vorkommt. Die Fünfziger und Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts werden in Hongkong dafür mit einer ebenfalls guten Klangkulisse mit Songs aus dieser Zeit, tollen Requisiten wie Coca-Cola-Schildern und selbst gedrehten Zigaretten gut eingefangen. Besonders gut hat mir die letzte Szene von Ip Man – The Final Fight gefallen. Nicht deshalb, weil sie traurig oder besonders actionreich ist, sondern weil sie Yip Man für die Nachwelt für alle Zeit unsterblich gemacht hat!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Ip Man – The Final Fight!

Prime Time: Dragonball GT (TV-Serie, Box 1) Unboxing

Vor kurzem haben wir euch im Rahmen eines Reviews die inhaltlichen Schwerpunkte von Dragonball GT nähergebracht. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch die optischen und haptischen Vor- und Nachteile der Box vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!

Review: DuckTales: Remastered

DuckTales - Remastered (1)1989 befindet sich die Serie DuckTales: Neues aus Entenhausen auf dem Höhepunkt und man entscheidet sich, ein Videospiel zur Serie zu veröffentlichen, welches auch noch heute unter Disney-Fans sehr beliebt ist. Dieses Videospiel erfährt nun endlich sein Remake.

DuckTales - Remastered (2)Die Panzerknacker sind los! Gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen, machen sie sich sofort auf, um den Geldtresor von der reichsten Ente der Welt auszurauben. Als der Fantastilliardär Dagobert Duck von diesem Vorfall hört, beschließt er, nicht sofort die Polizei zu rufen und stattdessen selbst sein wertvolles Hab und Gut zu beschützen. Hier macht sich bereits die erste Änderung im Vergleich zum Nintendo-Entertainment-System-Klassiker bemerkbar, denn das erste Level von DuckTales: Remastered gab es im Ursprungsspiel nicht. Das merkt man dem Level auch an, da es sich von den fünf originalen Spielabschnitten inhaltlich unterscheidet. Im Grunde bekommen wir hier in Form eines Tutorials die Steuerung beigebracht und können die in wenigen Minuten sehr, sehr gut verinnerlichen. Lange Rede, kurzer Sinn: Dagobert Duck gelingt es, die Panzerknacker aufzuhalten und seinen Besitz zu schützen. Beim Vertreiben der Gauner aus dem Geldtresor fällt dem Enterich jedoch eine Schatzkarte in die Hände, die wohl jahrelang hinter einem Gemälde in seinem Büro versteckt war. Da Onkel Dagobert, wie ihn seine drei Neffen Tick, Trick und Track liebevoll nennen, ohnehin schon in Action ist, will er gleich zu einer Reise um die Welt aufbrechen. Schnell wird Quack, dem Bruchpiloten zur aktuellen Lage unterrichtet und dann kann das ursprüngliche DuckTales endlich beginnen!

Vom Spazierstock zum Pogostab

DuckTales - Remastered (3)Wie in der Vorlage dürfen wir die Reiseroute selbst bestimmen. Das heißt, dass wir alle fünf Levels in beliebiger Reihenfolge angehen dürfen. Zur Auswahl stehen das Amazonas-Gebiet, das Himalaja-Gebirge, ein Schloss in Transsylvanien, eine afrikanische Mine und sogar eine Reise zum Mond ist geplant. In jedem Spielgebiet gibt es einen großen Schatz zu entdecken, welcher für die Inszenierung des Finales unabdingbar ist. Bis wir einen Schatz in einem Level entdeckt haben, vergehen aber jeweils zwischen fünfzehn und dreißig Minuten. In den Levels selbst entpuppt sich das Spiel als klassisches Jump ’n’ Run. Wir laufen und wir hüpfen jedoch nicht unbedingt im klassischen Sinne, denn Dagobert ist mit einem Spazierstock ausgerüstet, den wir als Pogostab missbrauchen dürfen. Mit dem Stab hüpfen wir weitaus höher und somit erreichen wir entlegene Plattformen, auf denen Schatztruhen auf uns warten, in denen dann wiederum glitzernde Klunker versteckt sind, die unsere Geldbörse gehörig aufbessern. Gegner lassen sich übrigens nur mit dem Spazierstock besiegen. Entweder springen wir in bester Pogostabmanier auf ihren Kopf oder wir nutzen herumliegende Felsbrocken, die wir dann mit gezielten Schlägen und zeitlich gut abgeschätzt auf Spinnen, Schneehasen oder Fledermäuse abfeuern können. Bis dahin bleibt DuckTales: Remastered der Vorlage bedingungslos treu.

Originalgetreue Umsetzung

DuckTales - Remastered (4)Aufgebohrt worden hingegen die trüben Bosskämpfe, die jetzt deutlich abwechslungsreicher und kniffliger ausfallen. Beim Bossgegner im Amazonas schießen auf einmal die Mauern aus den Wänden und der letzte Gegner im Himalaja ist auf einmal um ein Vielfaches gewachsen. Während wir diese Entwicklung gutheißen, finden wir die krampfhaft eingespielten Dialoge und Monologe in den Levels weniger gut. Der Text wird wirklich langsam vorgelesen und dann können die gerissenen Gags nicht immer zünden. Immerhin haben sich die Entwickler hier auf die originalen (englischsprachigen) Synchronsprecher verlassen, die ihre Arbeit sehr gut verrichten. Eine deutsche Sprachausgabe, passend zu den deutschen Untertiteln, gibt es jedoch nicht. Wer auf das berühmte DuckTales-Titellied hofft, der muss bis zum Abspann warten, doch auch hier hat man sich auf das englische Original besinnt und nicht versucht, die Lizenz für die deutsche Fassung zu erwerben. Diese würde ohnehin keinen Sinn ergeben, da hier von Pluto und Goofy die Rede ist, die jedoch weder in der Serie, als auch im Spiel nicht auftreten. Dafür wurde der restliche Soundtrack ebenfalls aufpoliert und da die Levels nahezu originalgetreu umgesetzt worden sind, fühlen wir uns wieder in alte Zeiten versetzt. Das heißt aber auch, dass das Abenteuer in einer maximal dreistündigen Einmalspielzeit bereits endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-e-Shop-Fassung): Beim Spielen von DuckTales: Remastered kamen sehr viele Kindheitserinnerungen wieder hoch und ich denke, dass sich das Spiel vor allem an Nostalgiker richtet, die bereits die Nintendo-Entertainment-System-Version des Spiels gespielt haben oder zumindest die Fernsehserie damals im Fernsehen mitverfolgt haben. Wer Disney-Fan ist, sollte hier ohnehin zuschlagen. Das bin ich selbst aber nicht, doch trotzdem habe ich mit DuckTales: Remastered drei Stunden lang sehr viel Spaß gehabt. Das Abklappern der Levels macht sehr viel Spaß, sofern man es nicht auf dem untersten Schwierigkeitsgrad spielt, denn hier gibt es nahezu keine Bestrafung für Fehler, die man als Spieler begeht. Entwickler WayForward ist dennoch sehr sorgfältig mit dem Remake umgegangen, denn sowohl der kultverdächtige Soundtrack, als auch die Levels wurden nur mit sehr, sehr geringen Änderungen übernommen. Zudem bietet das Remake zwei Levels, die so nicht im Original vorhanden waren. Auszusetzen habe ich auf der einen Seite jedoch etwas an den Hintergründen, denn diese wirken oft zu blass und die Charaktere hingegen zu stark in den Vordergrund gedrängt. Wie man es richtig macht, hat Nintendo vor mehr als fünf Jahren bereits mit Wario Land: The Shaked Dimension bewiesen. Auf der anderen Seite stören mich hingegen ebenso die unnötigen Unterbrechungen durch die Dialoge, deren Wortwitz mir nie ganz erschließt und die zweistündige Einmalspielzeit, die ich für DuckTales: Remastered aufgebracht habe, ist mir in Anbetracht des hohen Preise von fünfzehn Euro doch etwas zu wenig. Da hilft auch das mehrmalige Durchspielen nicht, um mir für verdiente Klunker recht sinnfreies Bonusmaterial einzukaufen. Wer mit diesen Makeln leben kann und eher auf Nostalgie setzt, kommt dennoch auf seine Kosten.

Review: The Guillotines

The Guillotines (1)Während sich Historienfilme nah an der wahren Geschichtsschreibung bewegen, versuchen Filme des Action-Genre lieber eine fiktive Handlung innerhalb eines historischen Rahmens zu erzählen. The Guillotines von Regisseur Andrew Lau macht das nicht anders.

The Guillotines (2)In der letzten Dynastie Chinas, also die Qing-Dynastie, welche von 1616 bis 1912 regierte, existierte angeblich ein geheimer Bund. Zu Beginn der neuen Regierung sollte dieser von Assassinen gegründete Bund jene Feinde ausschalten, die sich dem Herrschaftsanspruch der Mandschu widersetzen. Dieser Bund ist sowohl in der Bevölkerung, als auch bei Hofe hoch angesehen, doch mit dem Amtsantritt des neuen Kaisers scheint der Bund nun überflüssig zu sein. Kaiser Yong Zheng sieht in jenem Bund nur ein überflüssiges Machtinstrument seiner Regentschaft, denn auch wenn der anscheinend technisch modifizierte Klingenbumerang eines jeden Kämpfers schon der Technik des Westen überflügelt scheint, so sieht Yong Zheng China als rückständig an. Man müsse das Reich der Mitte an den Westen anpassen und solche Errungenschaften wie die Dampfmaschine oder Schusswaffen, die unter anderem in Europa beziehungsweise in Großbritannien ihren Ursprung haben, mühselig nachbilden. Man dürfe den technischen Fortschritt nicht verschlafen, doch auflösen will er den Bund nicht und zieht mit seinem Stab hinter den Kulissen die Fäden, wie der Bund für alle Zeiten aus dem Weg geräumt werden kann. Dabei beginnt alles recht harmlos mit einem Auftrag: Anführer Leng soll mit seinen Kameraden den entflohenen Banditenanführer Wolf und sein Gefolge töten.

Ein fiktives Kapitel der Geschichte Chinas

The Guillotines (3)Als sie ihn endlich gefasst haben, sind sich die Guillotines uneins. Auf einmal heißt, dass man ihn für den Fall der Fälle doch besser am Leben lassen sollte. Im nächsten Moment werden die Guillotines in einen Hinterhalt der Hirten, Wolfs Truppe, geführt und können auch nicht mehr ihre alte Kameradin Musen retten. Kurz darauf wird auf die Guillotines auch noch ein Kopfgeld ausgesetzt. Es fließt unweigerlich Blut auf beiden Seiten, doch bis die übrigen Mitglieder des Bundes erkennen, dass der Kaiser hinter allem Übel steckt, ist es für sie fast schon zu spät. Man merkt, dass der Film auf ein düsteres Ende hinzielt, welches dennoch mit einer überraschenden Wendung auftrumpfen kann – sofern man die Geschichtsschreibung aus den Augen lässt und über fiktive Begebenheiten hinwegsehen kann. Wir verraten an dieser Stelle natürlich nicht, wie die Geschichte um die Guillotines ausgehen wird, doch man kann dem Film am Ende deutlich anmerken, unter welchem politischen System der Film irgendwie entstanden sein muss. Das tut der Spannung bis zum Ende jedoch nichts, denn obwohl es mit zunehmender Spieldauer schwieriger wird, die verschiedenen Parteien im Film auseinander zu halten, sind die Dialoge tiefgründig und die Kämpfe spannend inszeniert. Langeweile kommt höchstens dann auf, wenn man wirklich den Überblick verliert, was durchaus passieren kann.

Ein Film für 3D-Fernsehgeräte

The Guillotines (4)Obwohl die Schauspieler ihr bestes tun, fällt an einigen Stellen jedoch auf, dass sie manchmal etwas emotionslos und stellenweise sogar motivationslos wirken. Hingegen übertrieben fallen die vielen Kampfeinlagen aus. Besonders in der erste Hälfte des Films bemerken wir Szenen, die eindeutig auf das Nutzen der 3D-Technologie ausgelegt sind. Zeitlupenkämpfe und auch der Flug eines Klingenbumerangs werden ähnlich langsam in Szene gesetzt. Wenn man sich den Film in der auf der Blu-ray schlummernden 3D-Fassung anschaut, dann können diese Momente atemberaubend sein. In der normalen 2D-Version hingegen stören solche Szenen. Wer jetzt an Resident Evil: Afterlife denkt, darf aber aufatmen. Ähnlich extrem fällt der Einsatz dieser Technik bei weitem nicht aus! Das kommt der Laufzeit von circa 113 Minuten nur zugute – soll heißen, dass man auf einem normalen Fernseher nicht ständig aus der Szene gerissen wird. Eine alternative, in diesen Momenten in Normalzeit ablaufende Fassung auf einer weiteren Disc, hätte uns jedoch persönlich besser gefallen. Wer sich den Film in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) auf Mandarin anschaut und anhört, bekommt den besseren Ton, doch auch die deutsche Synchronfassung in DTS HD 5.1 braucht sich nicht vor dem Original zu verstecken. Herausragend ist The Guillotines unterm Strich zwar nicht, aber annehmbar.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich finde es schade, dass sich Regisseure wie Andrew Lau Freiheiten nehmen, um fiktive Begebenheiten zu erzählen, die danach mehr als unglaubwürdig wirken. In den Anfangsszenen werden die Waffen der Kämpfer vorgestellt, die technologisch weit überlegen wirken. Trotzdem scheint dem Kaiser das egal zu sein und will unter allen Umständen bessere Technik aus dem Ausland importieren und die Guillotines loswerden. Wenn ich darüber jedoch hinwegsehe, erstreckt sich vor mir eine interessante und kompliziert gestrickte Handlung, die bis zum Ende spannend inszeniert wird. Man darf dabei jedoch nicht die Konzentration verlieren, denn besonders in der Mitte des Films spitzt sich die Lage zu und man kann sehr leicht die verschiedenen Parteien wie die Guillotines oder die Hirten durcheinanderbringen. Passt man bis zum Abspann jedoch auf, gefällt einem das Ende – auch wenn es nicht so rosig ausfällt – doch ganz gut. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt in meinen Augen dennoch, denn irgendwie fühlt sich der letzte Dialog so an, als ob China sein politisches System und sein Menschenverständnis glorifizieren will.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Guillotines!

Review: Dragonball GT – Box 1 (Episoden 1-21)

Dragonball GT - Box 1 (1)Dragonball Z erfreute sich in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts einer sehr großen Beliebtheit. Aus diesem Grund entschied man sich, 1996 mit der Produktion einer weiteren Anime-Serie im Dragonball-Universum zu beginnen. Bühne frei für Dragonball GT!

Dragonball GT - Box 1 (2)Das Leben auf der Erde hätte so schön sein können. Es herrscht Frieden und an Bösewichter denkt wohl nur Son Gokū, denn dieser unterrichtet Oob in der Kampfkunst oben im Palast Gottes. Als sich bei Son Gokūs Abreise plötzlich der Himmel verdunkelt, ahnt er schlimmes. Prinz Pilaw, viele kennen ihn noch als ersten und wohl harmlosesten Bösewicht aus der ersten Dragonball-Serie, weilt immer noch unter den Lebenden und zusammen mit seinen ebenfalls schon deutlich älteren Komplizen hegt er immer noch Pläne für die Weltherrschaft. Diesmal hat er sich überlegt, die sagenumwobenen Super Dragonballs zu verwenden. Diese werden aus gutem Grund in Gottes Palast aufbewahrt. Der alte Gott, als dieser noch zusammen mit Oberteufel Piccolo eine Person bildete, hat diese Kugeln erschaffen. Ebenfalls sieben Stück an der Zahl sind nötig, um den Drachen Shenlong zu rufen, der einem jeden Wunsch erfüllt. Klar, dass sich Prinz Pilaw von ihm die Weltherrschaft wünschen möchte und da bereits alle sieben Kugeln an Ort und Stelle zu finden sind, könnte er sich seinen Wunsch sofort erfüllen lassen. Wie es der Zufall so will, funkt Son Gokū wieder einmal dazwischen. Als Prinz Pilaw realisiert, dass hier der Mann vor ihm steht, der ihn als Kind mehrmals das Handwerk gelegt hat, wünscht er sich im Eifer des Gefechts stattdessen, dass Son Gokū wieder ein Kind sei.

Galaxy Tournament

Dragonball GT - Box 1 (3)Da Shenlong nicht den ganzen Tag Zeit hat, erfüllt er Prinz Pilaw prompt diesen Wunsch. Son Gokū freut sich darüber, noch einmal jung zu sein, denn schließlich könne er in einem Jahr, wenn die Super Dragonballs keine Steine mehr sind, sich auf die Suche nach den Kugeln machen. So leicht wie sich Son Gokū das Unterfangen vorstellt, ist es jedoch nicht. Anstatt die Kugeln auf der Erde zu suchen, müsste er sich ins Universum aufmachen, denn die Super Dragonballs wurden dorthin verstreut. Außerdem kann er seine Reise sofort beginnen, um die Kugeln zu suchen, denn in Steine verwandeln sie sich nicht. Das hat auch einen guten Grund, denn nachdem ein Wunsch erfüllt wurde, müssen die Super Dragonballs sofort zurückgeholt werden, denn ansonsten wird die Erde in exakt einem Jahr zerstört werden. Also packt Son Gokū seine Sachen und Bulma bastelt ihn prompt ein funktionierendes Raumschiff. Auf seiner Reise begleiten ihn Trunks, der Sohn von Vegeta und seine Enkelin Pan, die Tochter von Son Gohan. Obwohl die Reise, abgesehen vom Zeitdruck, ein Kinderspiel sein könnte, ist diese es nicht. Im Universum sind bereits dunkle Mächte am Werk, die von den Dragonballs gehört haben und diese ebenfalls für ihre dunklen Machenschaften missbrauchen wollen. So wird aus der Suche gleich eine Reise, auf der man neue Kampf-Erfahrungen sammeln darf.

Konzeption als Anime

Dragonball GT - Box 1 (4)Anstatt wie bei Dragonball Z Kämpfe unnötig in die Länge zu ziehen, bedient sich Dragonball GT eher der Erzähltechnik des ersten Animes. Das heißt, dass in Dragonball GT wieder viele kleine Geschichten zum Tragen kommen, die sich nach und nach zusammensetzen. Erst nach einigen Episoden entwickelt sich ein fortlaufender Handlungsstrang, als sich der Bösewicht so langsam zu erkennen gibt. Eine weitere Änderung vom Dragonball-Z-Konzept ist, dass sich Dragonball GT an keinem Manga orientiert. Dragonball GT wurde von Anfang an als Anime konzipiert, wobei Akira Toriyama nur noch eine beratende Stelle innewohnte. An vereinzelten Stellen kann man das deutlich merken, da zum Beispiel der Humor nur unterschwellig in der Serie in Erscheinung tritt. Wer also auf das Nasenbluten von Muten Rōshi hofft oder ständige Wutausbrüche von den weiblichen Charakteren erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Das liegt auch daran, dass sich die Geschichte zunächst voll und ganz auf Son Gokū, Trunks, Pan und den aufgegabelten kleinen Roboter Gil konzentriert. Optisch bietet die Serie eine gute bis sehr gute Bildqualität im 4:3-Format. Die deutsche Synchronisation ist zwar gelungen, doch in sehr wenigen Momenten fragen wir uns doch, ob man diese Stelle nicht hätte anders ins Deutsche übersetzen können. Eine japanische Tonspur und digitales Bonusmaterial fehlen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 1 – 21 der Serie): Dragonball GT konnte ich damals leider nur zum Teil verschlingen, denn zum einen musste ich die Serie vor sieben Jahren im Fernsehen noch auf VHS aufzeichnen, da ich zu dieser Zeit meistens immer unterwegs war und zum anderen hat RTL 2 nicht die gesamte Serie synchronisieren lassen. Das macht sehr viel Sinn, wenn zwischenzeitlich bis zu neun Episoden fast nahtlos fehlen! Zu diesem Thema äußere ich mich jedoch noch in den Reviews zur zweiten und dritten Box, denn in der ersten Box ist jede Episode durchweg auf Deutsch enthalten. Wer also nur ungern im Originalton Animes schaut, wird hier noch zufriedengestellt. Schade nur, dass auf die Originaltonspur in allen Episoden verzichtet werden muss. Außerdem ist es schade, dass kein Bonusmaterial in digitaler Form enthalten ist. Da hilft auch das kleine Booklet mit dem Episodenguide nicht viel, denn dieser besteht fast ausschließlich aus Bildern und im Grunde aus keinem Text. Es stellt sich jedoch nun die Frage, ob man sich Dragonball GT anschauen sollte. Wenn man bereits die beiden vorherigen Animes gesehen oder die Mangas verschlungen hat, dann kann man meines Erachtens auch bei der DVD-Veröffentlichung von Dragonball GT zuschlagen. Die Geschichte wird spannend erzählt, es gibt immer noch ein paar gut eingespielte Gags und die Action kommt ebenfalls nicht zu kurz. Mit der Veröffentlichung dieser Box beginnt Kazé Anime den Auftakt vom Ende der Dragonball-Sage zu erzählen und Dragonball-Fans dürfen die ersten circa 475 Minuten der Serie meiner Meinung nach nicht verpassen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Dragonball GT – Box 1 (Episode 1-21)!

Review: Paladin: Die Krone des Königs

Paladin - Die Krone des Königs (1)Vor ein paar Jahren wusste der Film Paladin: Der Drachenjäger mit einem kleinen Budget und einfachen Mitteln Fantasy-Fans zu begeistern oder zu verschrecken. Paladin: Die Krone des Königs bietet ebenfalls nicht weniger Inhalt, aber leider auch nicht sehr viel mehr.

Paladin - Die Krone des Königs (2)Ob Paladin: Die Krone des Königs nun tatsächlich nach oder vor Paladin: Der Drachenjäger spielt, können wir euch an dieser Stelle leider nicht verraten. Ebenfalls ist uns unklar, ob die beiden Filme im gleichen Universum angesiedelt sind. Die Kulisse lässt zumindest darauf schließen, denn auch in Paladin: Die Krone des Königs herrschen raue Sitten. Die Geschichte spielt sich in einem fernen Land ab, welches von einem blutrünstigen Drachen heimgesucht wird. In diesem Land ist es nur einem edlen Paladin möglich, das geflügelte Ungetüm in die Schranken zu weisen. Dummerweise haben die Bewohner des Imperiums schon seit langer Zeit keinen Paladin mehr gesehen. Eines Tages nehmen die Geschehnisse jedoch ihren Lauf, als die adlige Elenn mitsamt ihrer Tante zu einer Reise aufbricht. Unter falschem Vorwand reisen die beiden durch die Wälder, um unentdeckt zur Krönung des rechtmäßige Königs des Landes zu gelangen. Ihre Aufgabe ist es, ein seit langer Zeit gut gehütetes und altes Artefakt zu überbringen. Unterwegs werden die beiden jedoch von feindlichen Soldaten aufgelauert, die zudem ein Auge auf ihren Gefangenen Aedin werfen müssen. In einem kleinen Moment der Unachtsamkeit kann sich dieser von seinen Fesseln befreien. Während des Kampfes löst sich plötzlich ein Bolzen, der unglücklicherweise Elenns Tante tödlich verletzt.

Kurze Auftritte

Paladin - Die Krone des Königs (3)Da Elenn und Aedin auf den Straßen nicht mehr sicher sind, beschließen die beiden, die Reise fortan gemeinsam abseits der Wege fortzusetzen. Zunächst weiß Aedin noch nichts von der wichtigen Aufgabe, die Elenn zuteil wurde. Er misstraut ihr und nimmt als Pfand sogar ihren Goldring, bis die beiden Vertrauen zueinander aufbauen. Der düstere Magier Corvus hat die Anwesenheit des Relikts schon längst bemerkt und schickt seinen Diener aus, der sich mit dunkler Magie in einen Krähenschwarm verwandeln kann, um so auf einfache Art und Weise in den Besitz des zerbrochenen Einhornhorns zu gelangen. Unterwegs müssen Elenn und ihr angeheuerter Beschützer Aedin diversen Gefahren trotzen. Leif, ein nicht wohlgesinnter alter Bekannter Aedins, will Elenn zunächst vergewaltigen, bevor Aedin ihn aufhält und Leif zum Imperium überläuft. Vom Regen in die Traufe geraten die beiden, als sie von Aedins alten Kameraden gefangen genommen werden. Diese Charaktere werden im Film jedoch nur sehr kurz angeschnitten, obwohl sie elementarer Bestandteil der Handlung hätten sein können. Zu guter Letzt kommt dann auch noch Gegenspieler Corvus zum Zug, der plötzlich aber stark an Bedeutung verliert, da auch er noch mächtigere Vorgesetzte hat. Wir finden diesen Schritt in Paladin: Die Krone des Königs sehr gut, da sich der Film damit stark von Idealen abgrenzt.

Die Einfachheit des Lebens

Paladin - Die Krone des Königs (4)Während die Handlung zielstrebig auf das Ende zustrebt und nach den anfänglich zähen zehn Minuten auch durchweg unterhalten kann, kann man das von den Effekten nicht unbedingt erwarten. Nach wie vor erkennt man, dass auch der zweite Teil der Paladin-Filmreihe kein sonderlich großes Budget aufweist. Die Feuersalven des Drachen machen zwar einen soliden Eindruck, doch sind diese natürlich kein Vergleich zu Effektspielereien eines Der Herr der Ringe oder Der Hobbit: Eine unerwartete Reise. Dafür muss man Paladin: Die Krone des Königs zugutehalten, dass er durchweg an realen Schauplätzen gedreht worden ist und keine Bluescreens verwendet worden sind. Dieser natürliche Look passt auch zu den Kostümen und den Schauspielern, die eher unbekannt beziehungsweise unverbraucht sind. Amy De Bhrún, David Haydn und Vidal Sancho würden wir auch in künftigen Filmen gerne noch einmal in Aktion erleben. Trotzdem können diese einfachen Elemente nicht über die Mittelmäßigkeit des Films hinwegtäuschen. Wer Wert auf eine Multimillionen-Dollar-Produktion legt, liegt beim 92-minütigen Paladin: Die Krone des Königs falsch. Wer einen Fantasy-Film mit doch recht einfachen Elementen nicht verschmäht, wird mit dem Film sicher glücklich werden. Wir empfehlen an dieser Stelle auf jeden Fall die englische Tonspur, da diese authentischer wirkt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich mir vor vielen, vielen Monaten den ersten Teil der Paladin-Filmreihe anschauen durfte, war ich geneigt dazu, bei meinem Werturteil einen Auge zuzukneifen. Das mache ich auch bei diesem Film, denn nach wie vor geht es bei einem Fantasy-Film darum, dass man die eigene Fantasie spielen lassen will. Das kann ich bei Paladin: Die Krone des Königs durchaus machen, denn auch wenn die Effekte nicht immer das Gelbe vom Ei sind und die Geschichte zum Teil nicht so stringent erzählt wird, wie es noch beim ersten Teil der Fall war, hat mich der Film anderthalb Stunden bei Laune gehalten. Ich finde die düstere und raue Welt, in der beide Filme spielen, fantastisch und würde gerne weitere Filme in diesem Universum sehen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal hervorheben, dass man auch beim zweiten Teil eher unbekannte Gesichter für die Rollen ausgesucht hat. Das gibt es meiner Meinung nach heutzutage viel zu selten und das gilt besonders für westliche Filme, die ohnehin meist immer nur dann erfolgreich sind, wenn bekannten Darsteller mitwirken. Paladin: Die Krone des Königs darf sich jeder ansehen, der den Vorgänger bereits mochte oder ganz bescheiden nur mal einfache Elemente in einem Film schätzen möchte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Paladin: Die Krone des Königs!

Prime Time: Acer Iconia Tab A210 (Unboxing)

In unserem heutigen Unboxing-Video möchten wir euch einen Tablet PC aus dem Hause Acer vorstellen. Das Acer Iconia Tab A210 ist das Vorgängermodell vom Acer A510, bietet jedoch neben der nicht vorhandenen Kameralinse so gut wie keinerlei Nachteile. Zudem verfügt das Tablet über einen USB-Anschluss, der dem Nachfolgemodell in dieser Form nicht vorlag. Auf was ihr euch beim Kauf dieses Tablet PCs einstellen müsst, verraten wir euch in unserem Unboxing-Video.

Prime Time: Inazuma Eleven – Vol. 1 – 4 (Unboxing)

Mittlerweile ist Inazuma Eleven abgeschlossen – zumindest die Episoden, die sich mit dem ersten Spiel beschäftigen. In unserem Unboxing-Video, welches sich jedoch eigentlich mit der Serie an sich und weniger mit dem Inhalt der DVD-Verpackungen beschäftigt (über die man ohnehin nichts hätte sagen können), klären wir, warum sich der Anime auch für jene eignet, die mit Fußball wenig anfangen können. Gute Unterhaltung mit unserem Video!

Review: Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (1)HD-Remakes sind wohl einer der Trends der letzten Jahre. Während jedoch die meisten Portierungen mit einem leichten Schulterzucken hingenommen werden, haben Fans der Reihe auf die Kingdom-Hearts-Neuauflage regelrecht hingefiebert.

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (2)Basis der ersten Kingdom-Hearts-Spielsammlung ist – was hätte man anderes erwarten sollen – der erste Teil der Serie. Der vorher Japan- und Nordamerika-exklusive Final Mix von Kingdom Hearts wurde für die Neuauflage nochmals deutlich aufgehübscht. Man merkt dem Spiel wirklich an, dass man nicht nur alte Assets hochgerendert hat, sondern das Spiel komplett von Grund auf neu programmiert hat. Ansonsten erwartet einen derselbe hervorragende Hack-and-Slash-Rollenspiel-Mix, der auch auf der PlayStation 2 präsentiert wurde. Die wirklichen spielerischen Änderungen liegen eher im Detail – neue Gegner, die alten Gegner wurden fast alle umgefärbt, es gibt einige neue Zwischensequenzen, ein paar neue Waffen und Eigenschaften. Einige Fans könnten nur enttäuscht sein, dass die absolut gelungene deutsche Synchronisation des Originals nicht dabei ist und man sich mit der selbstverständlich ebenso gelungenen englischen Sprachausgabe zufriedengeben muss. Mit seinen Wendungen, den spannenden Kämpfen und der unglaublich authentischen Atmosphäre der Disney-Welten ist Kingdom Hearts eindeutig der Grund, weswegen man sich diese Spielesammlung zulegen sollte, denn hier wurde zwar wenig verändert, doch ein klasse Spiel war es aber auch schon im Vorfeld. Die größeren Veränderungen haben hingegen die beiden vorher eher mittelmäßigen Titel Chain of Memories und 358/2 Day durchgemacht.

16 Bit wird zu HD

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (3)Für die HD-Portierung hat man das ebenfalls nicht in Europa erschienene Re: Chain of Memories genommen, das bereits vor einigen Jahren das GameBoy-Advance-Spiel auf die PlayStation 2 gebracht hat. Die um ein Vielfaches detailreichere Grafik und die neue Perspektive sind leider ein zweischneidiges Schwert. Wer mit dem neuen Kartenkampfsystem auf dem Nintendo-Handheld überhaupt nichts anfangen konnte, wird sich freuen – Fans des taktischeren Gameplays trauern. Da man nun in den Kämpfen von der zweiten in die dritte Dimension gewechselt ist, ist der Fokus etwas von dem Kampfsystem weg gelenkt worden. Deswegen musste auch der Schwierigkeitsgrad gesenkt werden. Wer sich konzentriert durch sein Kartendeck arbeiten würde, bekommt kaum mehr mit, was um einen herum passiert und wo nun eigentlich die Gegner sind. Gleichzeitig ist das Spiel aber auch etwas glaubwürdiger geworden. In Kingdom Hearts: Chain of Memories besucht man schließlich eine Art Traumversion der Welten aus dem ersten Teil. Der gigantische grafische Unterschied zwischen dem GameBoy Advance und der PlayStation 2 hat dem Spieler schon viel Fantasie abverlangt, dass es tatsächlich quasi die gleichen Welten sein sollen. Technisch liegt dieses Spiel etwas hinter der HD-Portierung des Hauptspiels. Verständlich, da man hier wiederum auf die Dateien der PlayStation-2-Version zurückgreifen konnte.

Durchschnittliches Spiel wird zum guten Film?

Kingdom Hearts HD 1.5 ReMIX (4)Kingdom Hearts: 358/2 Days ist hingegen gar kein Spiel mehr. Bei der Portierung des DS-Ablegers der Serie hat man kurzerhand auf alle Spielsequenzen verzichtet und nur einen dreistündigen Film aus der Vorlage gebastelt. Einerseits ist dies absolut verständlich, da 358/2 Days bei seinem Release vor allen Dingen wegen der Story überhaupt nur gespielt wurde. Das Gameplay war bisweilen sehr langatmig und sicherlich kein Anreiz. Andererseits geht dem Ganzen dadurch einiges an Fahrt verloren. Wenn anstatt eines Kampfes nur ein Textfeld kommt, das die Geschehnisse beschreibt, fehlt einem etwas die Spannung. Wahrscheinlich waren aber schlichtweg die Ressourcen nicht da für dieses Remake, um komplett neue Sequenzen zu programmieren, welche die Originalszenen verbinden oder Kämpfe darstellen. Wer aber tatsächlich nur die gesamte, äußerst verworrene Geschichte der Kingdom-Hearts-Reihe erleben möchte, hat hier eine Zeit und Nerven sparende Alternative. Wer in den letzten Jahren sich vorgenommen hat, tatsächlich in das erfolgreiche Disney-Final-Fantasy-Crossover einzusteigen, hat mit Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX die perfekte Chance. Viel mehr ist das Remake aber ein Fanservice und wird besonders in diesem Lager für viel Freude sorgen. Da sieht man auch einmal über kleinere Mängel hinweg. Die Wartezeit bis zu Kingdom Hearts III kann hiermit jedenfalls hervorragend überbrückt werden.

Geschrieben von Björn Rohwer

Björns Fazit (basierend auf der GameBoy-Advance-, Nintendo-DS-, PlayStation-2- und PlayStation-3-Fassung der enthaltenen Spiele): Die Kingdom-Hearts-Reihe zählt eindeutig zu meinen absoluten Lieblingsserien. Sicherlich haben die Spiele auch Fehler und vielleicht sind sogar die meisten Handheld-Ableger eher mittelmäßig, doch kann mich keine Reihe so in den Bann ziehen. Vielleicht ist es gerade ein Kunststück, dass man selbst bereit ist, durchschnittliches Gameplay zu ertragen, damit man etwas mehr von der Story des Spiels versteht. Als ich erfahren habe, dass Square Enix zwei HD-Remake-Sammlungen der bisher erschienenen Titel plant, habe ich mich daher auch unglaublich gefreut. Vor allen Dingen auf die Zweite, da ich dort endlich das PlayStation-Portable-Spiel Kingdom Hearts: Birth by Sleep in Angriff nehmen kann. Nun ist aber erst einmal Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX da und hat mir auch bereits etliche Stunden geklaut. Gerade die Neuauflage von Chain of Memories hat mich interessiert. In der besseren Grafik und mit einem etwas kleineren Fokus auf das Kartensystem macht mir das Spiel gleich doppelt so viel Spaß. Über das Grundspiel braucht man gar nicht zu reden – Kingdom Hearts bleibt einfach zeitlos gut! Das Einzige, was mich etwas wundert, ist die Einbindung von Kingdom Hearts: 358/2 Days. Zwar erzählt es die Vorgeschichte von dem zweiten Hauptspiel, ist aber doch dafür ausgelegt, dass man es nach Kingdom Hearts II spielt beziehungsweise sich den dreistündigen Film anschaut. Viel lieber hätte ich in dieser Sammlung Birth by Sleep gesehen, was ja noch weit vor dem ersten Teil angesiedelt ist.

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX!

Prime Time: Ranma ½ – Box 3 (Unboxing)

Ranma ½ neigt sich dem Ende zu. Zumindest in der deutschen Synchronisation, denn hierzulande wurden nur achtzig von mehr als doppelt so vielen Episoden übersetzt. Wir haben uns aber auch die letzte DVD-Box der Anime-Serie angeschaut. In unserem Unboxing-Video verraten wir euch, worauf ihr euch bei der Serie einstellen dürft und welche optischen und haptischen Merkmale die Box besitzt. Gute Unterhaltung!

Prime Time: The Legend of Zelda: The Wind Waker HD – Limited Edition (Unboxing mit Vergleich)

Nachdem wir unseren Test zu The Legend of Zelda: The Wind Waker HD bereits vor einigen Wochen vorstellen konnten, hat sich unser Chefredakteur Eric heute zum offiziellen Release des Spiels im Einzelhandel die Limited Edition in seinem Saturn-Markt des Vertrauens abgeholt. Wir stellen euch in diesem Video die optischen und haptischen Merkmale der Verpackung, sowie den Inhalt der Limited Edition vor. Diese enthält neben dem Spiel eine Figur vom Bösewicht Ganondorf in einer Glaskugeloptik. Was das zu bedeuten hat, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video. Viel Spaß beim Anschauen!

Da wir das Spiel beziehungsweise die eigentliche Spielverpackung im Unboxing-Video nicht geöffnet haben, möchten wir in einem weiteren Video den Vergleich zwischen der Gamecube- und der Wii-U-Fassung in puncto Verpackung ziehen. WIr wünschen euch euch hier viel Spaß beim Anschauen des Videos!

Review: Killer is Dead

Killer is Dead (1)Gōichi Suda steht in der Gunst eines engen Kreises von Videospielern, denn anstatt mit dem Strom zu schwimmen und sich dem Markt anzupassen, überrascht der japanische Herr mit seinen verrückten Spielideen immer wieder aufs Neue – im Guten, wie im Schlechten!

Killer is Dead (2)Die Handlung von Killer is Dead findet in der nahen Zukunft statt. In dieser Zukunft wird der Mond bereits besiedelt und Menschen akzeptieren wohlwollend, durch kybernetische Technik ihren Körper zu erweitern. Einer dieser Menschen ist Mondo Zappa. Ausgerüstet mit seinem Katana Gekkō und einer befremdlichen Armerweiterung, die verschiedene Funktionen erfüllt, erledigt er seinen Job für Bryans Firma. Sein Beruf ist der eines Auftragkillers. Sobald neue Aufträge eintrudeln, wird Mondo dazu auserkoren, die Exekution zu vollziehen. Seine Jobs führen ihn dabei an exotische und weniger exotische Orte rund um den Globus. Unter Mondos Reiseziele fallen die Straßen von New York City, eine Militärbasis in Area 51 oder Kyōto. In der einstmaligen japanischen Hauptstadt räumen wir ein Yakuza-Hauptquartier auf und zu guter Letzt stellen wir auch noch den Mond auf den Kopf. Während wir die verschiedenen Aufträge für Bryans Firma erledigen, erfahren wir langsam mehr über unsere Vergangenheit und warum wir überhaupt ein Auftragskiller sind und eine Armerweiterung an unserem linken Arm klebt. Alles hängt mit einem Mann namens David, perfekt gekochten Spiegeleiern und uns fast jede Nacht plagenden Alpträumen zusammen. Das klingt verwirrend und das ist es auch, denn bis erst einmal die Zusammenhänge geklärt sind, ist das Spiel bereits vorbei.

Blut und Schweiß

Killer is Dead (3)Die einzelnen Spielabschnitte, die zwischen den Story-Sequenzen von uns besucht werden, sind zwar abwechslungs-, aber nicht sonderlich einfallsreich. Grundsätzlich durchkämmen wir einen Raum nach dem anderen. In jedem Raum tauchen plötzlich aus dem Nichts Gegner auf, die wir in schnellen und anfangs äußerst schwierigen Kämpfen besiegen müssen. Mit unserem Katana Gekkō schlagen wir unterbrochen auf einen einzelnen Gegner ein, weichen dann im richtigen Augenblick aus oder wehren den Gegenangriff ab. Danach positionieren wir uns hinter dem Gegner und mit etwas Glück können wir ihm dann den Rest geben. Schwebende Gegner nehmen wir stattdessen mit unserer kybernetischen Armprothese aufs Korn, denn in dieser schlummert unter anderem eine Funktion, um mit Geschossen Gegner in der Luft zu besiegen. Für jeden besiegten Gegner hagelt es Mondkristalle, die wir in unsere Ausbildung investieren dürfen. Mit den wertvollen Edelsteinen schalten wir einen Rotationsangriff für Gekkō frei oder entscheiden uns für eine Fähigkeit, mit der wir mit unserem Blut unsere Lebensenergie auffrischen dürfen. Blut ist außerdem sehr wichtig, damit wir die Fähigkeiten unseres kybernetischen Arms verwenden oder die, ganz besonders für die Bossgegner am Ende eines jeden Einsatzes unverzichtbaren, Exekutionen durchführen zu können.

Herausforderungen

Killer is Dead (4)Bis wir die Steuerung verinnerlicht hatten, vergingen in unserem Test circa vier Stunden. Wer den Dreh jedoch erst einmal raus hat, möchte den Controller nicht mehr aus der Hand legen – auch wenn sich der Titel überwiegend als Button-mashing-Orgie entpuppt. Überwiegend aber nur, da Killer is Dead nur sehr schwer zu meistern ist. Das sichere Treffen und Ausweichen ist selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad eine wahre Herausforderung, was wohl oder übel daran liegen mag, dass wir während unseres etwa zehnstündigen Spieldurchgangs dann und wann Probleme mit der richtigen Kamerapositionierung haben. Ist die Kamera nämlich suboptimal ausgerichtet, wird zwar beim richtigen Gegner das Symbol für die Exekution angezeigt, doch kann es passieren, dass Mondo stattdessen lieber einen anderen (näheren) Gegner anvisieren will, wo der Angriff keine Wirkung haben wird. Solche Momente können besonders in den freispielbaren Herausforderungen stören, da diese noch einmal ein ganzes Stück schwieriger sind. Hier sind unsere Aufgaben unter anderem einen bestimmten Gegner zu besiegen, ohne dabei überhaupt nur einmal getroffen zu werden, eine gewisse Zeit lang nur zu überleben oder nur mechanische Gegner und keine lebenden Organismen abzuschießen. Zusätzlich warten Nebenaufträge, die ein wenig mehr Abwechslung versprechen.

Der Auftrag: Killer is Dead

Killer is Dead (5)Für beendete Jobs erhalten wir Geld, mit denen wir im Souvenirladen Geschenke für unsere Herzensdamen auf der Welt erwerben dürfen. Laden wir die Frauen zu einem romantischen Date ein, müssen wir sie zunächst – in den Momenten, in denen sie unachtsam sind – an Wangen, Brüste und Beinen ansehen, um Mut zu sammeln, um ihnen Geschenke zu machen. Gewinnen wir das Herz einer Frau, gibt sie uns wohlmöglich die neueste Waffe. Obwohl Killer is Dead recht ernst ist, rundet der unterschwellige Humor das Spiel ab. Dazu beiträgt auch die japanische Sprachausgabe, denn diese ist fantastisch überdreht. Für die englische Sprachausgabe hat man sich ähnliches überlegt, doch ist diese Rechnung nicht aufgegangen. Schon nach einer Stunde Spielzeit sind wir den Sprechern überdrüssig geworden und haben zum Original gewechselt. Wer mit Animes mit einer zur Hälfte überdrehten und zur Hälfte ernsten Sprache konform geht, wird Killer is Dead sicherlich lieben. Nach dem Abspann bleibt jedoch ein eher bitterer Nachgeschmack, denn bis kurz vor dem Endkampf haben wir das Gefühl gehabt, einer ansteigenden Spannungskurve zu folgen, die in wenigen Minuten abrupt abnimmt und den Abspann auf den Bildschirm zaubert. Das riecht nach Zusatzinhalten oder einem Nachfolger, in dem das Schicksal von Mondo Zappa abschließend geklärt wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Grundsätzlich halte ich Gōichi Suda für einen fähigen und talentierten Menschen in der Videospielindustrie. Seine Mentalität verbindet verrückte Spielideen mit außergewöhnlichen Grafikstilen. Seit No More Heroes 2: Desperate Struggle warte ich auf ein ähnliches Spiel, welches auf einer seiner Ideen beruht – Killer is Dead schien mir da die ersehnte Hoffnung gewesen zu sein, denn sowohl der kultige Cel-Shading-Look, als auch der Hauptcharakter haben in meinen Augen eine gute Vorlage geliefert. Leider kann der Titel meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Ich hatte in den zehn Stunden zwar durchaus Spaß mit dem Spiel, doch für meinen Geschmack ist der Spieleinstieg nicht gut gelungen. Zunächst werde ich ständig mit Erklärungen zu den Spielmechaniken in einem viel zu kleinen Level genervt und dann braucht es erst einmal ein gewisses Feingefühl, damit ich die ersten Kämpfe gegen größere Gegner und Bossgegner erst einmal überstehe. Ausschließlich in den ersten Spielstunden kam es bei mir vor, dass Mika (Mondos Assistentin) nach seinem Ableben auf dem Bildschirm auftaucht und ich wie verrückt auf die X-Taste hämmern darf, um ihn wiederzubeleben. Die X-Taste leidet in diesem Spiel sogar in weiteren Situationen! Nicht nur in den normalen Kämpfen wedele ich Gekkō wie wild herum, auch in seltenen Zweikämpfen muss ich binnen weniger Sekunden das Dauerfeuer auf die X-Taste eröffnen, damit Mondo gerade einmal einen finalen Schwerthieb ausführt. Während mir die Hauptaufträge bis zum Ende eigentlich durchweg gefallen haben (bis auf die zu langsam in Gang kommende Handlung), sind die Nebenaufgaben eigentlich alles – nur kein gutes Gamedesign. Wer sich damit abfinden kann, bekommt pure Action-Unterhaltung spendiert, die zumindest mit einem Wiederspielwert punkten kann.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Killer is Dead!

Review: Im Bad mit Hinako

Im Bad mit Hinako (1)Nachdem wir uns mit Hinako zunächst im Bett ausgeruht und danach noch gemeinsam mit ihr trainiert haben, steht nun der Ausflug ins Badezimmer an. Hier planschen wir mit Hinako und machen gemeinsam mit ihr ein paar Übungen in der mit Wasser gefüllten Badewanne.

Im Bad mit Hinako (2)Zunächst einmal verlangt Hinako, die durch den Bildschirm mit uns in Monologen spricht, einen Eintrittspreis von satten zehntausend Yen – wir geben ihr ein 10-Yen-Stück. Hinako ist natürlich alles andere als angetan und etwas enttäuscht. An dieser Stelle wirkt der Anime wie ein Rollenspiel, doch fehlen uns leider die Interaktionsmöglichkeiten. Hinako glaubt an dieser Stelle, dass wir sie auslachen und spielt dann ein wenig mit uns, indem sie etwas vom Wasser auf uns zu spritzen versucht. Sie bezeichnet diesen Vorgang als Aufwärmen und möchte dann mit uns etwas machen. Männliche Zuschauer denken an etwas ganz bestimmtes, doch Hinako möchte selbstverständlich mit uns trainieren! Vier Lektionen stehen auf dem Programm, die wir zunächst einmal nach der Reihe abarbeiten müssen, wenn wir denn den durchgängigen Menüpunkt im Hauptmenü ausgewählt haben. In der ersten Lektion gilt es, dass wir unsere Arme zehn Sekunden lang senkrecht in die Luft strecken. Hinako macht natürlich mit und zählt in dieser Zeit bis zur Zahl Zehn. Sie weiß, dass wir vermutlich auf ihre Brüste starren und gibt uns daher den gutgemeinten Tipp, dass wir doch nicht die Luft anhalten und auch einmal atmen sollten. In der zweiten Lektion geht es dann um das Herausstrecken der Brust. Diese Übung soll angeblich vor allem für Leute gut sein, die tagtäglich im Büro arbeiten.

Erotische Anspielungen

Im Bad mit Hinako (3)Gut ist die Übung auch für den Anime oder eher gesagt für den männlichen Zuschauer, da sich Hinakos Geschlechtsmerkmale hier ganz besonders komisch im Wasser bewegen. Das wirkt stellenweise zwar sehr unnatürlich (im Gegensatz zur ersten Lektion), doch dem hier unterschwelligen Humor kommt diese Situationskomik zugute. Die dritte Lektion entpuppt sich als anstrengende Übung. Mit den Händen sollen wir uns hinter dem Rücken auf dem Boden der Wanne abstützen und dann die Beine an den Torso drücken. Wie für jede andere Lektion, gilt auch bei der vierten Lektion die Zehn-Sekunden-Regel. Hier gilt es, die Beine übereinander zuschlagen und sich dabei mit dem Kopf und teils mit der Seite in die entgegengesetzte Richtung zu drehen. Damit wäre das Training zwar fürs Erste beendet, doch die Badewanne verlassen wir danach noch lange nicht. Kommandantin Hiyoko, eine jüngere Freundin von Hinako, gesellt sich dazu. Wie für eine Japanerin üblich, wäscht sich die Blondine erst einmal gründlich ab, bevor sie sich zur Brünette in die Wanne setzt. Ab hier bietet der Anime einige erotischer Anspielungen, die wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge akzeptieren. So presst sich Hiyoko an ihre Freundin, massiert aggressiv ihre Brüste und kaschiert ihre Lüste, indem sie Hinakos Gliedmaßen ebenfalls stark massiert.

Knallharte Stretch-Übungen

Im Bad mit Hinako (4)Natürlich möchte Hinako der Kommandantin den Gefallen erwidern, doch die schämt sich dann dafür, dass wir sie als Zuschauer nackt gesehen haben – wobei empfindliche Stellen, die für Jugendliche ungeeignet sind, bewusst auf natürliche Weise verdeckt werden. Welche irren Ideen noch in der Badewanne und beim gegenseitigen Abwaschen passieren, überlassen wir an dieser Stelle jedoch erst einmal eurer Fantasie. Nachdem wir uns im Bad genug entspannt haben, will Hinako mit uns auch noch ein paar Stretch-Übungen machen und will mit uns prompt anfangen, da unsere Körper noch heiß und weich seien. Diese Übungen sind teilweise jedoch knüppelhart, da sie offensichtlich auf Leute ausgelegt sind, die ihren Körper verrenken können – wer nicht in Übung ist, für den wird es schwierig sein, hier mitzuhalten. Hinako weiß das natürlich und gibt uns den Rat, uns nur so weit zu stretchen, dass wir uns dabei auch keine Zerrungen holen. Freundlich! Während das Stretchen mit Hinako nach zehn Minuten vorbei ist, ist der Aufenthalt im Bad mit 25 Minuten angesetzt. Im Menü dürfen wir einzelne Lektionen ebenfalls aufrufen. Die Hintergrundmusik ist eine Mischung aus Fahrstuhlmelodie und sanfter Stripclubuntermalung und passt zur bunten Optik. Im Bad mit Hinako spricht also ein sehr spezielles Publikum an. Insbesondere Fans der beiden Anime-Vorgänger greifen zu!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Man denkt, man kann etwas sehen, aber man sieht nichts – mit diesen Worten begrüßt mich Hinako direkt in der ersten Szene und sagt mir direkt, was ich von dem Anime wohl erwarten darf. Das ist zwar einerseits schade, aber da ich schon die beiden Vorgänger kenne, weiß ich, dass Im Bad mit Hinako nicht zum Genre der Hentai gehört – andernfalls wäre die Altersfreigabe auch eine Stufe höher ausgefallen. Andererseits bietet Im Bad mit Hinako dafür wieder einige wunderbare Momente, die mit den erotischen Anspielungen zum Schmunzeln anregen können. In Verbindung mit der Betonung von den weiblichen Geschlechtsmerkmalen richtet sich dieser Anime daher vor allem an die männlichen Zuschauer, doch auch so manche Zuschauerin wird Gefallen an Im Bad mit Hinako finden – auch wenn man als Zuschauer schon mal als Casanova angesprochen wird. Unterm Strich frage ich mich jedoch, welche Intention Im Bad mit Hinako hat. Kaum jemand wird im hauseigenen Bad wohl einen Fernseher mit einem DVD-Abspielgerät bereithalten und eine digitale Version für Smartphones und Tablet-PCs liegt der DVD-Ausgabe ebenfalls nicht bei. Wer sich aber die Mühe macht und das Badezimmer entsprechend präpariert (und natürlich ausreichend Vorsicht bei diesem Unterfangen walten lässt, da sich Elektronik und Wasser bekannterweise nicht sonderlich vertragen!), wird aber vielleicht eine einschneidende Bade-Erfahrung machen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Im Bad mit Hinako!

Umfrage-Ergebnis: Messe in der Versenkung

Am 25. August 2013 haben wir euch gefragt, welchen Stellenwert die Gamescom bei euch Jahr für Jahr aufs Neue einnimmt. Nicht nur die Bundestagswahl lief für die eine oder andere Partei alles andere als gut, auch die Koelnmesse sollte sich ein wenig an die eigene Nase packen und gründlich überlegen, wo die eigenen Fehler liegen und wie es diese auszumerzen gilt. Satte vierzig Prozent aller Befragten sind der Überzeugung, dass die Gamescom absolut nicht wichtig ist. Unsere Leser sind sich da ziemlich einig, denn geringes Interesse herrscht an der Gamescom nicht. Weitere zwanzig Prozent sind der Ansicht, dass die Gamescom nur eine solide Messe ist. Dreißig Prozent denken, dass es sich bei der Gamescom um eine herausragende Messe handelt. Zehn Prozent wiederum denken, dass die Gamescom die wohl wichtigste Videospielmesse der Welt ist.

Wenn sechzig Prozent aller Teilnehmer unserer Umfrage der Meinung sind, dass die Messe in Köln allerhöchstens solide ist, dann sollte die Koelnmesse unbedingt schalten und versuchen, in den folgenden Jahren schnell Veränderungen zum Wohlwollen aller Besucher umzusetzen. Wir sind gespannt, ob die Koelnmesse den Kurs Profit vor Vernunft weiterfährt, oder sich tatsächlich einmal mehr Gedanken um den einzelnen Besucher macht. An dieser Stelle wollen wir uns abschließend vielmals für die rege Teilnahme eurerseits bedanken!

Review: Inazuma Eleven – Vol. 4

Inazuma Eleven - Vol. 4 (1)Der Anime Inazuma Eleven geht in die vorerst letzte Runde. Obwohl der Anime ganze 127 Episoden umfasst, haben deutschsprachige Zuschauer davon nur 26 Folgen im Fernsehen und auf DVD sehen können. Wann es endlich weitergeht, ist bisweilen noch unklar.

Inazuma Eleven - Vol. 4 (2)Trotzdem freuen wir uns darüber, dass Kazé Anime die erste Episodenreihe veröffentlicht hat. Auf der vierten Disc geht es in der einundzwanzigsten Episode genau dort weiter, wo die Episode zuvor aufgehört hat. Im Halbfinale angelangt, muss die Raimon Eleven gegen ihren nächsten Gegner antreten. Dabei handelt es sich um die Mannschaft der Kirkwood Junior High School, welche Axel Blaze noch ein Begriff sein dürfte – schließlich war er einst einer der Stürmer dieser Mannschaft, bevor er zur Raimon Junior High School gewechselt ist. Die Gegner wollen sich natürlich an Axel für den Verrat rächen und geben im Match alles, was ihr Repertoire an Geheimtechniken zu bieten hat. Mark Evans, Axel Blaze und die anderen lassen sich das natürlich nicht zweimal sagen und fahren ebenfalls ein Aufgebot an Spezialtechniken auf. Dieses Spiel symbolisiert, was wirkliche Freundschaft bedeutet und ob Freundschaft auch mannschaftsübergreifend funktionieren kann, wird ebenfalls in diesem spannenden Match geklärt. Wie es die Handlung so will, gelingt der Raimon Eleven der Einzug ins Finale, wo sie auf die sagenumwobene Zeus Junior High School treffen wird. Als deren Mittelfeldspieler Byron Love plötzlich auf dem Schulgelände der Raimon Junior High School auftaucht und sich bei Mark unbeliebt macht, erkennen sie erst recht, wie stark ihr nächster Gegner ist.

Die magische Hand

Inazuma Eleven - Vol. 4 (3)Damit Mark und Co überhaupt erst eine Chance haben, müssen sie sehr hart trainieren. Ihr Coach schlägt daraufhin vor, eine Nacht im Trainingscamp zu verbringen, um an Technik, Stärke und Geschwindigkeit zu feilen. Mark ist sich aber sicher, dass das nicht reichen wird und kann kaum mehr ruhig schlafen. Eine neue Geheimtechnik muss her und die so genannte magische Hand, von der sein verstorbener Großvater David in seinem Notizbuch spricht, ist allen Anschein nach die einzige Lösung für die Raimon Eleven. Das Problem dabei ist nur, dass David Evans schon immer in Rätseln gesprochen beziehungsweise geschrieben hat. Die kryptischen Anweisungen sind auch dieses Mal sehr schwer zu entziffern, doch selbst wenn Mark die magische Hand noch im letzten Moment meistern könnte, ist die Mannschaft der Zeus Junior High School dennoch eine Herausforderung. Hinter der ominösen Mannschaft steckt nämlich ein alter Bekannter, dem wieder einmal alles nur um das Gewinnen geht und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die Gegner nutzen nämlich ein Mittel, mit dem die Raimon Eleven so wohl nie gerechnet hätte. Nicht nur das Finale erreicht einen kritischen Moment, sondern auch die geheimen Machenschaften von Ray Dark und seinem Gegenspieler John Smith werden einmal und vorerst abschließend mehr in Inazuma Eleven behandelt.

Abschluss des ersten Spiels

Inazuma Eleven - Vol. 4 (4)Die vierte Volume von Inazuma Eleven behandelt den Abschluss des gleichnamigen Spiels und endet genau dort. Am Ende gibt es noch eine Vorschau auf die nächste Episode, welche jedoch bis heute noch nicht ausgestrahlt wurde. Fans warten seitdem sehnsüchtig auf eine Ausstrahlung oder zumindest Veröffentlichung auf DVD, um auch die Abenteuer von Mark und seinen Freunden, basierend auf dem zweiten Videospiel der Reihe, zu erleben. Ob Kazé Anime diese Folgen irgendwann eigenständig oder in Kooperation mit einem Fernsehsender veröffentlichen wird, bleibt also weiterhin abzuwarten. Einblicke in die Produktion der Serie gibt auch die vierte DVD nicht. Wie Volume 3 beinhaltet die vierte Ausgabe nur sechs der bisher insgesamt 26 eingedeutschten Episoden. Zudem bietet die vierte DVD ebenfalls nur die (gute) deutsche Synchronfassung. Wer den Anime gerne im Originalton hören und sehen will, der muss auch hier zum Import greifen. Das Bild im 16:9-Format macht auf HD-Fernsehern ein gutes Bild. Die kräftigen Farben strahlen, doch ab und zu sind ein paar unglatte Kanten zu bemängeln. Die Musik stammt wieder einmal aus den Nintendo-DS-Rollenspielen und wer den Anime bisher verfolgt hat, wird die fröhlichen Melodien wieder einmal mitsummen können. Mitsummen werden wir übrigens auch – sobald weitere Episoden folgen werden!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 21-26 der Serie): Ein klein wenig wehmütig bin ich an dieser Stelle schon, denn ich vermute, dass es für lange Zeit das letzte Mal sein wird, dass ich über den Anime zu Inazuma Eleven berichten werde. Derzeit kann ich mir leider nicht vorstellen, dass der Anime weiter veröffentlicht oder ausgestrahlt wird. Die Spiele sind in Deutschland leider alles andere als Kassenschlager und werden zu Spottpreisen unters Volk gebracht. Dabei hat der Anime das eigentlich gar nicht verdient, denn obwohl Inazuma Eleven vielleicht nicht unbedingt der intelligenteste Anime ist, hält er sich dennoch stark an die Handlung des Spiels und richtet sich somit vor allem an die Kenner der Videospiele. Mir gefällt Inazuma Eleven nach wie vor sehr gut und dass obwohl ich abseits der Spiele und des Animes absolut nichts mit Fußball am Hut habe. Wer über die fehlende japanische Tonspur und das nicht existente Bonusmaterial mit Hintergründen über die Produktion hinwegsehen kann, bekommt mit Inazuma Eleven auf jeder der vier einzeln veröffentlichten Datenträgern eine tolle Geschichte rund um Freundschaft, Zusammenhalt, Teamgeist und Liebe in einer Kombination mit action-geladenen und fantastischen Fußballmatches vorgesetzt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Inazuma Eleven – Vol. 4!

Review: Steve Jobs – Hippie und Milliardär

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (1)Steve Jobs war einer der bedeutsamsten Menschen der Computerindustrie, der aus entdeckten Technologien Innovationen schuf. Sein Ideenreichtum, seine Vorstellungen und seine Firma Apple beeinflussen auch zwei Jahre nach seinem Tod noch Unternehmen und Privatpersonen.

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (2)Am fünften Oktober 2011 brach für viele Apple-Fans eine Welt zusammen, denn an diesem Tag starb Apple-Mitgründer und Visionär Steve Jobs an den Folgen seiner Krebserkrankung. Die Dokumentation Steve Jobs – Hippie und Milliardär befasst sich mit dem Leben von Jobs und beginnt mit diesem Ereignis, bevor die Dokumentation zum Beginn von Jobs Karriere springt. Zunächst versucht die Dokumentation zu erklären, was für ein Mensch Jobs war und lässt somit nicht außer Acht, dass er zwischen der Hippie-Bewegung und dem verstärkten Aufkommen von Computertechnologie gefangen war. Seiner Meinung nach sei Technologie, welche den Menschen beherrscht, schlecht, doch wenn der Mensch die Kontroller über den Computer übernehme, sei diese Technologie wertvoll. Damit stand Jobs im starken Kontrast zu den anderen Anhängern der Bewegung. Steve Wozniak, der in dieser Dokumentation auch zur Sprache kommt, erklärt, dass der Ursprung von Apple in der Zeit Jobs als Frutarier liegt. Jobs lebte zuweilen in einer Bauernhofkommune, wo er sich zeitweise angeblich nur noch von Äpfeln ernährt haben soll und ihm so die Idee zum Firmenname und Logo gekommen sei. Die erste Amtszeit von Jobs bei Apple von 1976 bis 1985 wird anschließend leider nur kurz angeschnitten. Es wird auf die Produkte Apple I, Apple II und Macintosh eingegangen.

Das Leben eines Visionärs

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (3)Im weiteren Verlauf der Dokumentation wird erläutert, wie Steve Jobs nach Streitigkeiten mit John Sculley, den er zum Präsidenten von Apple gemacht hat, das Unternehmen verlässt. Die folgenden Jahre, in denen Jobs NeXT Computer gründete, in die Pixar Animation Studios investierte und anschließend zu Apple zurückkehrte, werden ebenfalls nur kurz angeschnitten. Die Dokumentation legt jedoch großen Wert darauf, zu zeigen, dass Steve Jobs nicht nur ein Interesse am Inneren eines Computers hatte, sondern sich ebenfalls dafür einsetzte, dass die Betriebssystemoberfläche einfach verständlich aufgebaut ist. Es wird angerissen, dass er die bereits vorhandene Technologie, wie zum Beispiel Computermäuse, ausnutze, um daraus ein innovatives Produkt zu erstellen. Wie seine innovativen Vorstellungen in Form des iPhones, des iPads und weiteren Apple-Produkten genau umgesetzt worden sind, wird nicht so genau verraten. Das ist auch das einzige Manko, welches man der Dokumentation vorhalten kann. Sie möchte nur zeigen, was für ein Mensch Jobs gewesen ist und mit welcher Mentalität und auch welchem Verständnis er seine Produkte schlussendlich vermarktet hat. Wer mehr über Apple beziehungsweise Apple-Produkte erfahren möchte, ist bei der Dokumentation eher falsch. Fünfzig Minuten lang wird hier (in Englisch oder auf Deutsch) dafür gut der berufliche Werdegang Jobs’ vorgestellt, bis der Film abrupt endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Meine einzige Berührung mit Apple besteht darin, dass ich vor sechs Jahren einmal iTunes verwendet habe – und zwar maximal für eine Viertelstunde, bis ich die Probleme des Programms verinnerlicht hatte. Aufgrund von iTunes und anderen Defiziten, die mir bei Apple-Produkten sofort ins Auge springen, habe ich um Apple bis heute einen großen Bogen gemacht. Trotzdem fasziniert mich die Geschichte des Unternehmens aus Kalifornien und ebenso das Leben von Steve Jobs, denn ohne ihn wäre Apple sicherlich nicht zu dem Unternehmen geworden, welches wir heute kennen. Da ich mich über Apple schon ein wenig informiert habe, kam mir die Dokumentation gelegen, da sie sich mehr mit dem Menschen Steve Jobs beschäftigt. Schade finde ich nur, dass die meisten Szenen entweder Interviews mit Steve Wozniak, Sir Timothy Berners-Lee und Stephen Fry oder eingespielte beziehungsweise eigens produzierte Szenen sind, in denen die Marke Apple hervorgehoben oder das entspreche Lebensgefühl definiert wird. Trotzdem bin ich mit der Dokumentation sehr zufrieden, denn die Geschichte eines Visionärs, der mit einer kleinen Garagenfirma begann und zum Zeitpunkt seines Todes Milliardär war, gibt es in dieser Form sicherlich kein zweites Mal zu erzählen.

Vielen Dank an Polyband für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars zu Steve Jobs – Hippie und Milliardär!

Review: Die letzten Glühwürmchen

Die lezten Glühwürmchen (1)Lange hat es gedauert, doch jetzt ist der Anime-Klassiker Die letzten Glühwürmchen aus dem Jahre 1988 endlich auch hierzulande auf Blu-ray erhältlich. Isao Takahata verarbeitet Gefühle, Emotionen und Realität des Zweiten Weltkriegs in Japan aus der Sicht von zwei Kindern.

Die lezten Glühwürmchen (2)Der Zweite Weltkrieg hat Millionen von Menschenleben gefordert, Familien auseinander gerissen und wirtschaftliche Auswirkungen auf so gut wie alle Länder der Erde gehabt. Dieses Thema wird weniger oft gut von Videospielen, sondern viel mehr von Filmen gut eingefangen – Animes sind die Ausnahmen, doch Filme wie das zweiteilige Barfuss durch Hiroshima, Mein Heimatland Japan und Die letzten Glühwürmchen zeigen, dass man auch sehr wohl mit Animes beeindruckende und unvergessliche Bilder auf die Leinwand bannen kann. Während PC- und Videospiele eine aktive Beteiligung des Spielers erwarten, werden Animes aus einem passiven Blickwinkel betrachtet. Da finden wir es gut, dass der Fokus nicht nur auf Gewalt, sondern viel mehr auf den Auswirkungen des normalen Lebens von Zivilisten liegt. Der Film beginnt mit dem tragischen Ende eines der beiden Hauptprotagonisten. Seita liegt verkommen in einer Bahnhofshalle herum, kurz nach der Kapitulation der Japaner im September 1945. In einer großen Rückblende setzt der Film anschließend im Juni 1945 ein, als die Stadt Kōbe mit Brandbomben attackiert wird. Die Mutter von Seita und Setsuko bricht zum Luftschutzbunker auf, ihre Kinder sollen nach dem Verstecken von Nahrungsmitteln folgen, doch der Weg wird ihnen von herabstürzenden Brandbomben und deren Zerstörungskraft abgeschnitten.

Das Grab der Leuchtkäfer

Die lezten Glühwürmchen (3)Erstmals erleben die Kinder das Grauen des Krieges mit, denn schon bald müssen sie sich mit dem Verlust ihrer Mutter, die bei dem Angriff der US-Amerikaner stirbt, konfrontiert sehen. Um zu überleben, bricht das Geschwisterpaar zu ihrer Tante nach Nishinomiya auf. Seita und Setsuko werden zunächst mit offenen Armen aufgenommen, doch Seita will sich nicht in die Gemeinschaft einfügen und arbeiten. Stattdessen spielt er lieber mit seiner Schwester. Damit wird die Geduld der Tante auf eine harte Probe gestellt. Diese beschließt eigenhändig, schnell die Kimonos der toten Mutter zu verkaufen, um dafür für die Familie Reis zu beschaffen. Da ihre Tante ihnen einige Tage später jedoch nichts mehr zu essen abgeben möchte, beschließen die Kinder ihr neues Zuhause in einer Höhle zu finden. Sie tauschen Kleidung gegen Essen und können vom Ersparten ihrer Mutter ebenfalls eine kurze Zeit lang gut leben. Damit die Kinder nachts Licht haben, fangen sie Glühwürmchen. Am nächsten Morgen sind viele Käfer jedoch bereits tot, woraufhin Setsuko sie begräbt – da versteht sie, dass auch ihre Mutter nicht mehr zurückkommen wird. Mit der Zeit verschlechtert sich Setsukos Gesundheit zunehmend. Ein Arzt erklärt ihnen, dass Setsuko unterernährt ist. Damit es Setsuko besser geht, bleibt dem Bruder nur eine Möglichkeit – er muss in der Not nachts Gemüse von den Feldern stehlen.

Bedrückend und erschütternd

Die lezten Glühwürmchen (4)Für Setsuko kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Die Vierjährige stirbt. Als Seita dann auch noch wenige Zeit später erfährt, dass Japan kapituliert hat, verliert er allen Lebensmut, da er davon ausgeht, dass auch sein Vater sein Leben verloren haben muss. Seitas Geschichte basiert auf dem Buch von Akiyuki Nosaka, welches teilweise auf autobiografischen Tatsachen aufbaut – so starb zum Beispiel Nosakas Schwester an kriegsbedingter Unterernährung. Auch Regisseur Takahata lässt Erfahrungen aus seiner Kindheit mit einfließen. Das restliche Team hat zudem Quellenforschung betrieben, um die Zeit vor Kriegsende in Bildern möglichst realitätsnah an den Zuschauer vermitteln zu können. Deshalb hat man sich dazu entschieden, Trockenfarben einzusetzen, statt ein zu buntes Bild zu erzeugen. Beispielsweise wirkt Wasser sehr natürlich und nicht durch blaue Farbe übersättigt. Mehr Informationen dazu findet ihr im Bonusmaterial der Blu-ray, welches aus Interview und Making-of, sowie einem Dialog mit dem Filmstudio besteht (circa vierzig Minuten Laufzeit). Der Film schafft es in 85 Minuten, uns Gedanken, Beweggründe und die Handlung nahezulegen. Emotionale Zuschauer dürfen sich einstellen, hin und wieder das Taschentuch zu zücken, da der Film des Öfteren auf die Tränendrüse drückt – aber genau deshalb wird er uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Meinung (basierend auf der Blu-ray-Fassung und der Studio Ghibli Collector Box): Vor mehr als zwei Jahren habe ich den Film zum ersten Mal gesehen und auch den kurzen Roman gelesen. Es fällt mir nach wie vor schwer, die Worte für diesen Film zu finden. Jede einzelne Szene ist so aufgebaut, dass ich mit den Charakteren fühlen kann. Kein Kind der Welt sollte in jungen Jahren seine Mutter verlieren. Kein Kind der Welt sollte einen zerstörerischen Krieg wie den Zweiten Weltkrieg erleben. Kein Kind der Welt soll Hunger leiden. Leider sieht die Wirklichkeit auch fast siebzig Jahre nach Kriegsende nicht anders aus, wenn natürlich nicht in Deutschland oder Japan. Durch das Ansehen dieses Animes kann man sehr gut verstehen, wie die Menschen in der Vorkriegszeit lebten oder aufgewachsen sind. Mit fundiertem Hintergrundwissen haben es die Köpfe bei Studio Ghibli geschafft, hier ein Werk zu schaffen, welches einen wichtigen Wendepunkt in der japanischen Geschichte darstellt. Gefühlsbetont werden Tatsachen ins wahre Licht gerückt und jeder, der sich für die Thematik interessiert, sollte sich Die letzten Glühwürmchen zumindest einmal angesehen haben.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Die letzten Glühwürmchen!

Review: Kiss the Coach

Kiss the Coach (1)Liebesfilme spalten die Geschlechter wie kein anderes Filmgenre. Während Männer wohl am liebsten gleich den Kinosaal verlassen würden, bekommen Frauen oftmals nicht genug davon. Kiss the Coach versucht beide Geschlechter mit italienischem Feingefühl zusammenzuführen.

Kiss the Coach (2)Einst war George ein Fußballprofi, der in Europa große Erfolge gefeiert hat. Das hat sich auch auf sein Privatleben ausgewirkt, denn während eines Spiels lernt er zufällig Stacie kennen, die zu dieser Zeit gerade Urlaub in England macht. Beide verlieben sich ineinander. Das Ergebnis ist eine wunderschöne gemeinsame Zeit, denn es bleibt nicht bei einem Sommerflirt. George und Stacie heiraten, bekommen ein Kind und erleben das Familienglück in Kombination mit dem Gehalt eines Fußball-Stars. Die wunderbare Zeit, die sie in Italien verbringen, währt aber nicht lange. George hat immer weniger Zeit für seine Familie, woraufhin Stacie mit Sohn Lewis das Weite sucht. Jahre später bleibt George nichts mehr übrig. Ohne Frau und Kind, ohne Geld und Job und nur mit der Perspektive, vielleicht Sportreporter in den Vereinigten Staaten zu werden, zieht er in den Bundesstaat Virginia, um wieder in der Nähe seiner Exfrau und seinem Sohn zu sein. Zu diesem möchte er ein besseres Verhältnis aufbauen und endlich seine Vaterrolle so wahrnehmen, wie es sein Sohn verdient hat. Da kommt es ihm nur gerade recht, dass der Trainer der Fußballmannschaft seines Sohnes wenig Interesse am Sport und an der Mannschaft zeigt – die Eltern aller Kinder wollen, dass George das Team übernimmt. Auf Drängen von Stacie, nimmt er das Angebot an und kommt seinem Sohn endlich wieder näher.

Playing for Keeps

Kiss the Coach (3)Leider entpuppt sich das Unterfangen schwieriger als gedacht, denn George wird von allen Seiten umgarnt, denn die teils alleinerziehenden Mütter sind sprachlos, wie gut George mit Kindern umgehen kann. Sie schauen sich ihm als Objekt ihrer Begierde an. Barb ist aufgrund ihrer letzten Beziehung ein innerliches Wrack, doch rückt sie George ständig auf die Pelle. In Denise sieht der den Mittel zum Zweck, denn sie war einst Sportreporterin und könnte ihm einen neuen Job verschaffen. Patti fühlt sich von ihrem Mann Carl vernachlässigt. Zudem weiß sie, dass ihr Mann Carl sie betrügt. Alle drei Frauen verführen George oder versuchen es zumindest, der so das Ziel aus den Augen verliert, eine Verbindung zu Lewis aufzubauen. Je mehr Zeit George jedoch mit Lewis verbringt, desto mehr fällt ihm auf, wie sehr ihm Stacie eigentlich fehlt. Zu dumm nur, dass George erfährt, dass Stacie bald ihren Verlobten Matt heiraten will. Da George weiß, dass Stacie im tiefsten Inneren immer noch Gefühle für sie hat, will er sie zurückerobern. Wer jetzt jedoch denkt, dass der klischeebelastete Film hier stark auf die Tränendrüse drückt, wird überrascht sein. Der Film funktioniert und geht sehr erwachsen mit dem Thema um. Realitätsfern wirkt er dabei nicht so sehr, wie andere Filme des Genres. Hier wird der Originaltitel des Films, Playing for Keeps, mehr als nur deutlich.

Erfrische Erfahrung

Kiss the Coach (4)Vielleicht wirkt der US-amerikanische Film vielleicht deshalb so frisch und erwachsen, da er nicht von einem amerikanischen Regisseur vorbelastet ist. Regisseur Gabriele Muccino, der sich auf für die Filme Das Sterben nach Glück und Sieben Leben verantwortlich zeigt, hat bei Kiss the Coach mit italienischem Feingefühl bewiesen, dass es auch anders geht. So bleibt der Film durchgehend in derselben Stimmung und zugegebenermaßen, gefällt das nicht jedem. In Anbetracht der guten schauspielerischen Leistung von Gerard Butler (George), Dennis Quaid (Carl), Jessica Biel (Stacie), Uma Thurman (Patti), Catherine Zeta-Jones (Denise), Judy Greer (Barb), James Tupper (Matt) und Noah Lomax (Lewis), kann man sich ruhig zurücklehnen. Besonders Lomax’ Leistung gebührt schon ein kleiner Respekt, denn Lewis wirkt nicht wie eines der überdrehten Kinder, die sonst in westlichen Produktionen stark in den Vordergrund gedrängt werden. Wer nach dem 106-minütigen Film noch weitere Einblicke erhaschen will, freut sich im Bonusmaterial auf circa zehn Minuten entfallene (und erweiterte) Szenen. Dazu gesellen sich Interviews mit den Hauptdarstellern und ein zu kurz geratenes Making-of, das ebenfalls noch Einblicke in die Produktion des Films ermöglicht. Wer sich auf Kiss the Coach einlässt, bekommt statt des Hollywood-Einheitsbrei eine erfrischende neue Erfahrung serviert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Es gibt leider zu viele Liebesfilme, die das Genre grundsätzlich kaputtmachen – besonders die klischeebelasteten Hollywood-Filme zerstören das Genre, da sie eine Realität suggerieren, die so niemals existieren könnte. Kiss the Coach ist erfrischend anders und macht dabei eigentlich so gut wie gar nichts neu. Eine Prise unerfülltes Familienglück und das Verstehen, was es bedeutet, Vater zu sein und schon ist das Erfolgsrezept für einen Kinofilm geboren. Man beendet den Film nicht mit einem guten oder schlechten Gefühl im Magen, denn die Grundstimmung bleibt durchgehend gleich. Man kann sich voll und ganz auf die Charaktere konzentrieren und wie sie mit Situationen in ihrem täglichen Leben umgehen. Davon hängt natürlich auch ein Teil von den Schauspielern ab und im Falle von Gerard Butler, Dennis Quaid und Jessica Biel hat man sich auch schon auf ein paar Darsteller eingelassen, die in Hollywood nicht omnipräsent sind und deshalb wie auf die Rollen der Kleinstädter zugeschnitten sind. Mir hat Kiss the Coach aufgrund dieser Mischung gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt, ob Muccino weiter in diese Richtung vordringen möchte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kiss the Coach! 

Preview: The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3 - Wild Hunt (1)Wenn am 21. Juni 1948 in Polen ein gewisser Andrzej Sapkowski nicht geboren wäre, dann würdet ihr diese Zeilen sicherlich nicht lesen. Der Autor liefert nämlich mit dem Hexer Geralt die Buchvorlage für drei große und wohl unvergessliche Rollenspiele

The Witcher 3 - Wild Hunt (2)Das dritte Spiel ist dabei noch gar nicht erschienen und befindet sich noch in der Entwicklung bei CD Projekt Red. Trotzdem sind Rollenspieler, die sich vor allem für westliche Titel des Genres interessieren, bereits gespannt darauf, wie die Geschichte um den Hexer Geralt enden wird. Bekannt ist nämlich, dass der Entwickler Geralt in sein vermutlich letztes Abenteuer schicken will. Vermutlich deshalb, weil es noch nicht klar ist, ob Geralt am Ende vielleicht den Tod findet oder ob er seinen Beruf an Nagel hängt. Die geschaffene Spielwelt würde man aber sicherlich gerne noch einmal verwenden, heißt es. Bleibt zu hoffen, dass Geralt vielleicht das eine oder andere Mal als Sidekick auftreten wird. Wie schon in den ersten beiden Spielen der Serie bleibt die Geschichte ernst. Soll heißen, dass The Witcher 3: Wild Hunt in keiner heilen Welt spielt. Elfen und Zwerge werden rassistisch behandelt und Armut ist ebenfalls ein Begriff, den man nicht unterschätzen sollte. Falls jemand versucht aus seiner sozialen Schicht zu entkommen oder den Weg des Unrechts einzuschlagen, kann er damit rechnen, dass er bald einen Kopf kürzer ist. Entweder gewollt oder aus Selbstverschulden. Da Geralt ein Hexer, also ein auf Kampf und Magie spezialisierter Monsterjäger, ist, kommt er ständig in Kontakt mit bösen Mächten, dunklen Gestalten und natürlich wieder vielen Fantasy-Geschichten.

Atmosphärische Spielwelt

The Witcher 3 - Wild Hunt (3)Das ist diesmal ganz besonders wichtig zu erwähnen, denn während uns die ersten beiden Teile mehr oder weniger schmalspurig bis zum Ende geführt haben, will The Witcher 3: Wild Hunt mit einer offenen Spielwelt punkten. Atmosphärisch ist diese schon mal, denn während der Präsentation auf einer riesigen Leinwand bemerken wir das dynamische Wettersystem samt dem Wechsel der Tageszeiten, der fließend vonstatten geht. Noch dazu dürfen wir uns diesmal auf ein Boot bewegen, es selbst steuern und dabei singenden Paddlern eines anderen Kahns zu hören oder die Flosse eines Wales in der Bucht beobachten. Es würde uns nicht wundern, wenn die Entwickler hier noch zur Waljagd einladen würden. Trotzdem soll alles, was wir in der Spielwelt sehen, auch eine Bedeutung haben. Sehen wir eine Ruine, werden wir dort sicherlich das eine oder andere Item finden. Sehen wir eine kleine Fischerhütte, wird der Fischer fürs uns sehr wahrscheinlich auch eine Quest bereithalten. Die Weitsicht ist schon jetzt enorm und gerade deshalb lädt uns das Spiel ständig ein, hinter jedem Baum und hinter jeden Strauch zu schauen – wir könnten schließlich etwas übersehen haben! Kenner von der The-Elder-Scrolls-Reihe wissen jedoch nur zu gut, dass man eine dermaßen offene Spielwelt meist nur mit einer vernachlässigbaren Story und repetitiven Orten vereinbaren kann.

Hausmannskost

The Witcher 3 - Wild Hunt (4)Dass es auch anders geht, kennt man wiederum von der Gothic-Reihe aus dem Hause Piranha Bytes (Arcania: Gothic 4 wurde nicht von Piranha Bytes entwickelt und zählt deshalb nicht!). Hier setzt CD Projekt an und verbindet die Qualitäten der Reihen mit ihrem eigenen Erzählstil und der eigenen Spielwelt. Die Story soll übrigens wieder einmal von Entscheidungen und deren Konsequenzen überflutet werden. Treffen wir beispielsweise in den ersten Spielstunden zwar die richtige Entscheidung beziehungsweise die Entscheidung, die uns am nützlichsten oder am ehrlichsten erscheint, kann das zehn Stunden später böse Auswirkungen auf uns haben. Zumindest in der Handlung, denn ob Konsequenzen aus den Nebenhandlungssträngen wirklich so wichtig für Geralt werden können, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln. Die Entwickler sind von sich überzeugt und legen die Messlatte ganz schön hoch, denn satte fünfzig Stunden soll uns alleine die Haupthandlung in Anspruch nehmen. Dieselbe Zeit dürfen wir nebenher noch einmal in Nebenaufgaben investieren. Sollte den Entwicklern dieses Kunststück gelingen, dürfen wir uns wahrhaftig auf eines der besten Rollenspiele aller Zeiten freuen und in diesem Falle werden wir es sicherlich nie mehr vergessen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Die Termine bei Entwickler CD Projekt Red sind überbucht. Das ist in meinen Augen kein Wunder, denn seitdem der erste Trailer des Spiels durch die Weiten des Internets geistert, warten alle Fans in Pressekreisen auf The Witcher 3: Wild Hunt. Die 45-minütige Präsentation beweist, dass man sich auf The Witcher 3: Wild Hunt weiterhin freuen darf. Die Welt wirkt bereits jetzt sehr stimmig, ist mit viel Leben gefüllt und durch das dynamische Wettersystem samt Tag-Nacht-Wechsel kommt schon jetzt sehr viel Vorfreude bei mir auf. Dazu gesellen sich die typischen Kämpfe mit dem Hexer, der zwischen Stahl- und Silberschwert wechseln muss, um den Gegnern einzuheizen. Hinzu kommen die elementaren Zaubersprüche, welche die restliche Portion Abwechslung in den Kämpfen versprechen. Die Reihe – und somit auch der dritte Teil – gefällt mir besonders deshalb so gut, da die Spielwelt keine heile Welt wie in Dragon Quest ist. The Witcher 3: Wild Hunt richtet sich an ein erwachsenes Publikum und lässt mich das in allen Winkeln der Welt spüren. Die sozialen Hintergründe und die vorherrschende Ungerechtheit machen den Hexer zu einem wahren Wohltäter, der aber im Grunde auch nur für das eintritt, was ihm für seine Karriere am nützlichsten erscheint. Jeder, der bereits Erfahrung mit der Reihe gemacht hat, sollte sich The Witcher 3: Wild Hunt unbedingt vormerken und wer die ersten beiden Ableger noch nicht gespielt hat, weiß jetzt, was er bis zum Release im Jahr 2014 nachholen darf.

Vielen Dank an CD Projekt Red für die Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Review: Tom Clancy’s Splinter Cell: Blacklist

Splinter Cell Blacklist (1)Vor drei Jahren erlebte die Splinter-Cell-Reihe eine Frischzellenkur, die nicht jedem Fan der Serie schmeckte. Der Action-Anteil des Franchises wurde in den Vordergrund gerückt und hat mit dem ursprünglich Serienkonzept nicht mehr so viel zu tun gehabt.

Splinter Cell Blacklist (2)Nachdem Splinter Cell: Conviction die Gemüter spaltete, hatte Ubisoft nach der Präsentation von Splinter Cell: Blacklist auf der E3 2012 zu knabbern, als der Action-Anteil anscheinend nochmals erhöht wurde und die Fangemeinde erbost reagierte. Ein Jahr später ist davon fast gar nichts mehr zu sehen, denn Blacklist präsentiert sich von der Schokoladenseite der Serie – oder auch nicht! Das hängt in erster Linie davon ab, welchen Spielstil wir einschlagen. Vom leisen Vorgehen bis zum lauten Vorpreschen ist alles dabei, was man sich von der Stealth-Action verspricht. Dabei bereisen wir viele exotische und weniger exotische Orte dieser Welt. Geheimagent Sam Fisher erfüllt dabei gerade einen Auftrag in Guam. Plötzlich gibt sich eine Terroristengruppe, die so genannten Engineers, zu erkennen. Unter dem Decknamen Blacklist planen sie einen mehrstufigen Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika. Da Freiheit und Demokratie in Gefahr sind, wird Fisher zum Leiter von der Organisation Fourth Echelon ernannt. Gemeinsam mit Anna Grímsdóttir, Charlie Cole und Isaac Briggs ist er rund um den Globus beschäftigt, um die Drahtzieher hinter Blacklist zur Rechenschaft zu ziehen. Die Story ist spannend inszeniert, doch bedient sie in erster Linie typische Klischees um Patriotismus und der amerikanischen Vorstellung, dass die Gefahr des Terrorismus vom Islam ausgeht.

Alltag eines Agenten

Splinter Cell Blacklist (3)Um zum nächsten Einsatzort zu gelangen, bedienen wir uns dem Militärflugzeug Paladin. Die Paladin dient als Zentrale, von der aus wir die nächste Mission auswählen und mit dem Team sprechen, um das Flugzeug mit Upgrades auszustatten, unsere Ausrüstung anzupassen oder uns Waffen zu kaufen. Das Geld stellt übrigens die Regierung. Die Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages richtet sich nach Erfolg und Vorgehensweise während der Missionen. Erledigen wir die Gegner mit einer bestimmten Waffe, gibt es dafür ebenso eine Gutschrift, wie wenn wir sie nur bewusstlos schlagen. Das Hacken von Laptops und das Einfangen von Terroristen füllen nebenher die leere Kasse auf. Die Missionen fallen jedoch fast alle gleich aus. Es geht immer darum, Hinweise zu Blacklist zu finden. Das macht aber nichts, da das Augenmerk auf dem Vorgehen innerhalb der Levels liegt. Wir entscheiden, ob wir uns von Deckung zu Deckung vorwagen, durch Lüftungsschächte krabbeln oder uns an einem Rohr an der Decke festhalten und nur darauf warten, bis eine Wache auf ihrer Patrouille auftaucht. Im richtigen Moment überwältigen wir die Zielperson und verschwinden dann wieder lautlos im Schatten. Den Körper der Person sollten wir aber gut verstecken, denn wenn jemand darüber stolpert, sind alle Feinde im Umkreis alarmiert und wir haben dann ganz schnell ein Problem.

Favorisieren eines Spielstils

Splinter Cell Blacklist (4)In dem Falle haben wir zwei Optionen. Entweder wir gehen brachial vor und erledigen jeden Gegner mit scharfer Munition oder wir sind so vorsichtig, dass uns keiner der Gegner mehr zu sehen bekommt. Splinter Cell: Blacklist richtet sich damit sowohl an Fans der alten Teile, als auch an die von Splinter Cell: Conviction. Wir haben (bis auf wenige Ausnahmen) immer die Wahl, welchen Stil wir favorisieren, doch egal wie unsere Entscheidung im Endeffekt ausfällt, bleibt Blacklist für uns immer eine Herausforderung. Jeder Stil hat seine Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Passend dazu ändert sich die musikalische Untermalung. Sind wir noch unentdeckt, hören wir außer den Soundeffekten so gut wie gar nichts, doch sobald wir die Aufmerksamkeit der Feinde erweckt haben, dröhnt bedrohliche Musik aus den Lautsprechern. Optisch ist das Spiel ein zweischneidiges Schwert. Den guten Bewegungsanimationen stehen leblos wirkende Gesichtsanimationen gegenüber. Beim virtuellen Tageslicht wirkt die Level-Architektur zudem nicht mehr ganz so imposant wie bei Nacht, die ohnehin fast nur mit dem obligatorischen Nachtsichtgerät zu ertragen ist, da die maximale Helligkeitsstufe des Spiels sehr niedrig ausfällt. Trotzdem ist Splinter Cell: Blacklist gerade deshalb so faszinierend und Fans der ersten Stunde werden mit dem neuesten Serienableger sicher sehr zufrieden sein!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung): Mit Splinter Cell: Conviction habe ich die Serie vor zwei Jahren kennengelernt. Davor konnte ich mich nicht so recht mit dem Franchise identifizieren, da mir das Schleichen mit nur wenig Action genauso wenig angesprochen hat. Dass Splinter Cell: Blacklist noch action-lastiger sein sollte als sein Vorgänger, hat mir aber genauso wenig geschmeckt wie wohl den meisten Fans, die seit der ersten Stunde mit dabei sind. Nachdem ich Splinter Cell: Blacklist durchspielen konnte, denke ich jedoch anders über das Spiel. Die im letzten Jahr noch groß vorgestellten Action-Eindrücke sind im Spiel fast gar nicht vorhanden. Zumindest nicht, wenn ich es nicht darauf anlege. Ich darf wählen, wie ich während einer Operation in den exotischen Schauplätzen vorgehen darf. Meistens entscheide ich mich für einen Mix aus den Spielstilen und zwar immer so, wie er mir am meisten nützt. Werde ich ertappt, versuche ich natürlich so schnell wie möglich Schadensbegrenzung in der Mission zu betreiben, doch sollten weitere Feinde alarmiert werden, greife ich auch schon mal zum Maschinengewehr oder zu meinem Granatvorrat. Sollte mir meine Ausrüstung nicht mehr meinen Ansprüchen genügen, absolviere ich nebenher kooperativ Missionen oder spiele im Spione-gegen-Söldner-Modus gegen andere Spieler, um meine Kasse aufzufrischen. Am Ende ist und bleibt Splinter Cell: Blacklist für mich ein Stealth-Action-Spiel, welches die besten Elemente der alten Teile und von Splinter Cell: Conviction vereint. Nur von der Story hätte ich deutlich mehr erwartet als den klischeebelasteten Einheitsbrei!

Preview: Lightning Returns: Final Fantasy XIII

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (1)2009 erschien mit Final Fantasy XIII ein Spiel, welches die Fan-Gemüter stark spalten sollte. Zwei Jahre später wurde die Story mit Final Fantasy XIII-2 fortgesetzt und endete abermals in einem Cliffhanger. In diesem Jahr soll die Geschichte aber endgültig abgeschlossen werden.

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (2)An dieser Stelle möchten wir jedoch nicht auf das Ende von Final Fantasy XIII-2 eingehen, da dieses viel zu viel vorweg nehmen würde. Daher belassen wir es einfach dabei und verraten euch nur, dass seitdem fünfhundert Jahre vergangen sind und Lightning vor dem zu lösenden Konflikt steht. In exakt dreizehn Tagen soll die Welt untergehen und genauso lange hat unsere Heldin Zeit, diese zu retten. Diese dreizehn Tage können allerdings nicht direkt in unsere Zeit umgerechnet werden, weshalb die Spielzeit am Ende wohl wesentlich knapper ausfallen wird. Da wir das Spiel auf der Gamescom anspielen konnten, haben wir natürlich die Zeit stets im Auge behalten. Schauen wir auf den Timer, bemerken wir, dass eine Minute im Spiel circa zwei Sekunden unserer Zeit entsprechen. Rechnen wir das hoch, bleiben im Endeffekt noch 48 Minuten für einen Tag in Spielzeit. Somit haben wir also mindestens zehn Stunden Zeit, um die Welt vor ihrem drohenden Untergang zu retten. Hinzukommt jedoch noch die Zeit für Kämpfe (und vermutlich Zwischensequenzen, von denen wir leider noch nicht sehr viel sehen konnten). Hier scheint die Zeit außerhalb des Kampfbildschirms stehen zu bleiben. Uns soll es nur recht sein, denn zehn Stunden wären für ein Rollenspiel doch sehr wenig. Wie hoch die Einmalspielzeit am Ende ausfallen wird, können wir also noch nicht ganz eindeutig sagen.

Der Fluss der Zeit

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (3)Wir rechnen damit, dass wir zwischen zwanzig und 25 Stunden für einen Spieldurchgang in der Welt von Lightning Returns: Final Fantasy XIII verweilen werden, bis der Abspann über den Bildschirm flimmern wird. Schon jetzt versichert Director Motomu Toriyama, dass man in einem Durchgang nicht alles vom Spiel sehen kann beziehungsweise dass es zumindest nur sehr schwer möglich sein wird. Überall in der Spielwelt passieren Ereignisse, die sich auf unser Spielverhalten auswirken sollen und je nachdem wo wir gerade durch die Landschaft streifen, kann am anderen Ende der Welt ein Ereignis passieren, von dem wir erst in einem späteren Spieldurchlauf erfahren werden. Designer Yuji Abe hat auf der Gamescom 2013 bereits angekündigt, dass es auch einen New-Game-Plus-Modus geben soll. Das bedeutet vermutlich, dass bereits gefundene Ausrüstungsgegenstände und erhaltene Erfahrungspunkte in den nächsten Spieldurchgang übertragen werden dürfen. So spielt sich ein Spiel sicher ein ganzes Stückchen angenehmer. Perfektionisten, die ohnehin jede einzelne Nebenaufgabe im Spiel erledigen wollen, kommen so sicherlich sehr viel schneller auf ihre Kosten, als durch mehrmaliges Durchspielen den optimalen Weg herauszufinden. Offen bleibt die Frage, ob die Story beim erneuten Durchspielen ebenfalls fesseln kann, wenn man sie denn schon kennt.

Alte Bekannte

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (4)Hier müssen die Köpfe hinter dem Projekt noch zeigen, dass die verschiedenen Ereignisse in der Spielwelt überzeugen und gleichermaßen unterhalten können. Bereits jetzt ist klar, dass es nur ein definiertes Ende geben (beziehungsweise nicht geben) wird. Entweder soll die Heldin es schaffen, die Welt zu retten oder eben nicht. Wie das böse Ende aussehen wird und ob dann vielleicht einfach die Zeit zurückgespult wird, ist uns bisher noch nicht bekannt. Bereits klar ist aber, dass wir unterwegs auf alte Bekannte aus Final Fantasy XIII und Final Fantasy XIII-2 treffen werden – unter anderem konnte man im Trailer schon Sazh Katzroy mit seinem kleinen Sohn Dajh sehen. Von Hope Estheim ist ebenfalls schon die Rede. Derzeit heißt es, dass sich einige Charaktere (welche das sein werden verrät Square Enix noch nicht) Lightning, die diesmal völlig auf sich alleine gestellt ist, eine Zeit lang anschließen sollen. Die Charaktere werden dann jedoch von der künstlichen Intelligenz gespielt und wir dürfen uns voll und ganz auf Lightning konzentrieren – doch wehe, wenn wir von unseren Gefährten nicht mit Phönixfedern wiederbelebt werden, wenn wir im Kampf fallen sollten! Daran ist schon Final Fantasy XIII gescheitert und hat dazu geführt, dass wir besonders lange Kämpfe nur ungern ein zweites Mal angegangen sind, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Im Einklang der Serie

Lightning Returns - Final Fantasy XIII (5)Bei den Kämpfen bleibt sonst jedoch fast alles beim alten, denn diese fühlen sich immer noch so rasant an wie in den beiden Vorgängern. Da wir jetzt nur noch mit einem Charakter aktiv agieren, zieht das Tempo nochmals an. Über die vier Aktionstasten wählen wir jeweils eine Attacke aus und reduzieren die Punkte, die für die entsprechende Aktion nötig ist. Haben wir keine Punkte mehr, sollten wir schleunigst zum nächsten Paradigma beziehungsweise Form wechseln, in der wir dann mit neuen Angriffen weiter kämpfen können. Zudem müssen wir aktiv blocken, wenn der Gegner zum Schlag ausholt. Die Action erinnert ein wenig an die Spiele der Tales-of-Reihe, doch bleibt das typische Final-Fantasy-Gefühl bestehen. Das liegt am Design der Charaktere und der Gegner, der Aufmachung von Items und Zaubersprüchen, sowie an der Gestaltung der Umgebung mitsamt Sound- und Musikeffekten. Von letzteren konnten wir aufgrund des lauten Messetrubels trotzt Kopfhörern jedoch noch nicht so viel vernehmen, doch weist alles darauf hin, dass das Entwicklerteam alles daran setzt, um das Spiel in den Einklang mit den beiden vorherigen Teilen zu bringen. Die Anzeichen stehen gut, dass Lightning Returns: Final Fantasy XIII Lightnings Geschichte zu einem erfüllenden Ende führen kann, doch ob dazu ein spielbarer Charakter ausreichen wird, steht in den Sternen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Final Fantasy XIII ist für mich der Tiefpunkt der Serie. Zum Glück habe ich Final Fantasy XIII-2 eine Chance gegeben, denn da hat das Entwicklerteam gezeigt, dass man es auch richtig (wenn auch nicht perfekt) machen kann. Bei Lightning Returns: Final Fantasy XIII habe ich wiederum gemischte Gefühle. Das Kampfsystem funktionierte auf der Gamescom bereits ausgezeichnet, doch wenn ich ständig nur alleine in einem Kampfbildschirm mit Lightning herumrenne und die Gegner angreife, dann frage ich mich ernsthaft, warum man das Spektakel nicht direkt in der Spielwelt samt zerstörbaren Umgebungen stattfindet. Das würde meiner Meinung nach mehr Sinn machen. In anderen Belangen, wie der optischen und musikalischen Gestaltung, gehe ich jedoch davon aus, dass sich das Spiel wunderbar in die Riege der Final-Fantasy-XIII-Spiele einreihen wird. Zudem klingt es spannend, mal wieder unter Zeitdruck zu stehen und die Welt wohlmöglich gar nicht vor dem Untergang zu retten. Das darf Square Enix jetzt aber nicht vergeigen, da ein Game-Over-Bildschirm heutzutage einfach zu wenig ist und ein alternatives Ende schon zum Standard im Genre gehört. Trotzdem möchte ich nicht vorschnell urteilen, denn Final Fantasy XIII-2 hat mich bereits eines Besseren belehrt und diese Chance erhält von mir auch der Abschluss der Final-Fantasy-XIII-Reihe, wenn er im Februar 2014 hierzulande erscheint.

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Review: Ranma ½ – Box 3

Ranma 1.2 - Box 3 (1)Ranma ½ erfreut sich in einigen Kreisen großer Beliebtheit und das trotz der Absetzung im deutschen Fernsehen vor ungefähr zehn Jahren. Trotz der letzten deutschen Episoden dürfen Fans des Animes wohlmöglich doch noch auf eine Fortsetzung der Synchronisation hoffen.

Ranma 1.2 - Box 3 (2)Das Leben in Tōkyō und an der Furinkan-Oberschule geht seinen gewohnten Lauf. Aber nur dann, wenn man nicht den Namen Saotome oder Tendō trägt. Ranma, Akane und Co. müssen sich nämlich nach wie vor den kuriosesten Herausforderungen des Lebens stellen. Während Happōsai einen Flohmarkt vor der Kampfschule für Schlägereien aller Art veranstaltet, fällt Koron ein magischer Spiegel auf, welcher ihr einst gehört hatte. So werden die Freunde erst einmal in die Vergangenheit Chinas zurückversetzt, sprich in die Jugend des Lüstlings und Shampūs Urgroßmutter. Von dort aus müssen wir versuchen zurückzukehren, um sich danach nur neuen Situationen ausgesetzt zu fühlen. Im Hause Tendō herrscht nämlich der Notstand. Da sich Ranma und Genma, sowie einige der immer wieder plötzlich auftretenden Hausgäste durchfüttern lassen und nichts zum Haushalt beitragen, herrscht Ebbe in der Kasse von Sōun Tendō. Als sich Happōsai eines Tages physisch immer schlechter fühlt, sehen Genma und Sōun die Gelegenheit, die Hochzeit ihrer Kinder endlich unter Dach und Fach zu bringen – so, dass ihr im Sterben liegender Meister das freudige Ereignis noch miterleben kann. Man muss kein Experte sein, um zu wissen, dass daraus in etwa der Hälfte der Serie nichts werden kann – plötzlich fühlen sich nämlich alle ein wenig krank und nur Akane kann ihre Freunde retten.

Humorvolle Mischung

Ranma 1.2 - Box 3 (3)Diese soll nämlich eine magische Mixtur zu bereiten, doch bei ihrer weltbekannten Kochkunst haben ihre Mitbewohner keine große Lust darauf, diese einzunehmen. Als es den Charakteren allesamt wieder besser geht, findet ein Battle Royal statt, bei dem vor allem die Protagonisten teilnehmen wollen, die an der Verwandlungsthematik leiden. Zu gewinnen gibt es einen Flug nach China und das wäre für Ranma die Gelegenheit, die Jusenkyō-Quelle aufzusuchen, um sich endlich von dem Fluch zu befreien. Als das nicht funktioniert, bekommt er wenige Zeit später die Gelegenheit, mit dem eingangs erwähnten magischen Spiegel dorthin zu reisen und setzt mit der getroffenen Wahl jedoch eine Kettenreaktion in der Zeitlinie in Gang. Wie sich das auf den Anime insgesamt auswirkt, verraten wir natürlich noch nicht. Allerdings werden Ranma und Happōsai immer noch keine besten Freunde, weshalb der Meister sehr oft in Rage fällt und wütend auf den Kampfschüler wird. Das führt soweit, dass Happōsai Ranma auf dem Rücken brandmarkt und der daraufhin alle seine Kräfte verliert. Unterstützung erhält er von Koron, die ihm die Technik des Himmelsdrachen beibringt. Korons Urenkelin Shampū hofft derweil weiter auf den Tag, an dem sich Ranma endlich in sie verliebt. Liebe ist weiterhin ein fester Bestandteil der Serie, denn auch Tatewaki Kunō und Ryōga Hibiki haben Gefühle.

Abschied von Ranma ½

Ranma 1.2 - Box 3 (4)Oberschüler Kunō kann sich nämlich immer noch nicht zwischen Akane und dem Mädchen mit dem Zopf entscheiden. Schwieriger wird diese Wahl für ihn, als er sich nach der Aussage eines Wahrsagers auch noch in Akanes Schwester Nabiki verliebt. Für Ryōga bleibt Akane nach wie vor die erste Wahl, doch scheint diesmal alles auf die finale Konfrontation zwischen den beiden Charakteren hinauszulaufen – das Geheimnis von P-Chan droht endlich ans Licht zu kommen. Neben den typischen Geschichten um die Charaktere treten wieder einmal viele Nebenfiguren wie den Nachahmer Copycat-Ken, der kleine Junge Yotaro und selbst Dr. Tōfū lässt sich nach episodenlanger Abwesenheit wieder blicken. Negativ ist dabei nur, dass der eigentliche Handlungspfaden fast schon in Vergessenheit gerät und der Anime auf keine klare Lösung hinzielen will. Schade ist zudem, dass sich deutsche Zuschauer von Ranma und Co. mit der dritten Serienbox und der achtzigsten Episode verabschieden müssen. Es liegt keine weitere deutsche Synchronisation vor und eine Veröffentlichung weiterer Episoden (dann im japanischen Originalton) ist nicht geplant. Im Juni ist in Japan Ranma ½ jedoch bereits auf Blu-ray erschienen. Wir hoffen sehr, dass Kazé Anime hier überprüft, auch die restlichen Episoden der Serie nachzureichen. Eines ist nämlich klar: Ranma ½ hätte es deutlich verdient!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 55 – 80 der Serie): Was habe ich in den letzten Wochen mit den Charakteren gelacht und geweint, mit ihnen Abenteuer erlebt und dabei den Zeitgeist der auslaufenden Achtziger Jahre und den Beginn der Neunziger Jahre in Form des Animes erlebt. Mit dem tollen Humor des Animes kann allerhöchstens Dragonball oder One Piece mithalten, doch bleibt die Art des Humors bei Ranma ½ einzigartig. Happōsai, der jede Nacht auf Beutezug geht und mit einem Berg Damenunterwäsche nach Hause kommt. Ryōga, der nie den Weg dorthin findet, wo er sich eigentlich hinbegeben möchte. Genma, der sich am liebsten vor jedweder Tätigkeit drücken will. Akane und Ranma, die sich ihre Gefühle mit der Zeit einfach nicht eingestehen können. Diese Charaktere haben mir den letzten Sommer versüßt und da es leider keine weiteren Episoden in deutscher Sprache mehr gibt, werde ich wohl nicht um die Anschaffung der Mangas oder den Import der restlichen Episoden herum kommen. Wer sich einmal auf Ranma ½ eingelassen hat, kann danach nicht mehr loslassen. Die vielen kleinen Geschichten sind großartig, mit tollen Humor unterlegt und unterstützen sich in vielen kleinen Gesichtspunkten gegenseitig. Das einzige, was man wirklich an der Serie mittlerweile bemängeln muss, ist der nicht wirklich existente rote Pfaden, der gerade auf die Lösung oder die Katastrophe hinzielt. Ihr dürft mir aber ruhig glauben, wenn ich euch sage, dass dies nur ein sehr kleiner Makel ist – der restliche Anime ist nämlich großartig!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Ranma ½ – Box 3!

Review: The Berlin File

The Berlin File (1)Dass südkoreanische Filme im Ausland gedreht werden, ist sehr selten. Noch seltener ist ein südkoreanischer Film, der in Deutschland gedreht wird und dazu auch noch sehr clever die deutsche Hauptstadt Berlin als Schauplatz auserkoren hat.

The Berlin File (2)Mitten in Berlin lebt der nordkoreanische Geheimagent Jong-seong seit Jahren unentdeckt und das obwohl seine Frau Jung-hee bei der nordkoreanischen Botschaft in der Hauptstadt als Übersetzerin beziehungsweise Dolmetscherin tätig ist. An einem Tag missglückt jedoch ein Waffendeal zwischen Nordkorea und einem russischen Waffendealer. Dadurch wird plötzlich die südkoreanische Gegenseite auf Jong-seong aufmerksam. Dabei bleibt es jedoch nicht, da die Gerüchte über einen Überläufer in der nordkoreanischen Botschaft die Runde machen. Die Gerüchte führen schließlich zu Jong-seongs Frau Jung-hee. Zwischen Beruf und Privatleben gefangen, kann Jong-seong niemandem mehr vertrauen. Selbst seine Kollegen wenden sich gegen ihn und aus Nordkorea wird bereits ein weiterer Agent geschickt, der die Vorfälle in der Botschaft überprüfen soll und zudem Jong-seong im Auge behalten will. Die Folge dessen sind mehrere Tote, die sich sowohl auf Verdächtige außerhalb der Botschaft, als auch Stellen in höheren Positionen belaufen. Jong-seong muss sich entscheiden, ob er weiterhin für sein Land eintritt und den Lehren des Regimes folgt oder ob er den Kampf aufnimmt und sowohl Wahrheit als Lüge als solche erkennt. Bei politischen Differenzen zweier Nationen ist der Grad zwischen beiden Wahrheiten jedoch schmaler, als Jong-seong annehmen kann.

Nahtstelle zweier Ideologien

The Berlin File (3)The Berlin File thematisiert in erster Linie die politischen Gegensätze zwischen Nordkorea und Südkorea. Regisseur Seung-wan Ryoo hätte für die Handlung des Films keinen besseren Ort als die deutsche Hauptstadt Berlin aussuchen können, da die Geschichte Deutschlands beziehungsweise der früheren Teilung Deutschlands starke Parallelen zur Teilung Koreas aufweist. Berlin konnte man durch den Mauerbau im Jahr 1961 schon als Nahtstelle ansehen, welche eine Nation aufgrund unterschiedlicher Ideologien der Siegermächte bis 1989 fast vollständig teilte. Stellvertretend für diese historische Tatsache, stehen sich Südkorea und der kommunistische Norden gegenüber. Während südkoreanische Agenten oftmals kein Blatt vor den Mund nehmen und den Kommunismus kritisieren, wird diese ideologische Anschauung von nordkoreanischen Agenten positiv hervorgehoben. Im Falle von Jong-seong wird das Regime nahezu glorifiziert, da er als Held der Republik verehrt wird. Dieser Volksglauben verliert innerhalb der nordkoreanischen Partei an Glanz und beginnt zu bröckeln, als seine Frau beschuldigt wird, eine Überläuferin zu sein. Diese beteuert jedoch selbst im privaten Umfeld, dass sie zurück in ihre Heimat Pjöngjang möchte und der wahre Überläufer ist eine Person, von der man es wohl am wenigsten erwarten würde. Spannend, aber langsam erzählt!

Komplizierte Zusammenhänge

The Berlin File (4)Da der Film langsam erzählt wird, verliert er besonders in der ersten Stunde sehr, sehr schnell an Fahrt, wird sogar teilweise monoton. Thriller, die politische Themen behandeln, können das deutlich besser, doch wer sich mit Politik gerne konfrontiert sieht, wird die zu Beginn fehlende Dynamik erst gar nicht bemerken. Zudem sollten die Hintergründe über die Vergangenheit Koreas (und Deutschlands) klar sein, denn sonst kann man als Zuschauer auch gar nicht die Zusammenhänge verstehen. Schlussendlich braucht The Berlin File ein hohes Maß an Konzentration, da die Charaktere nur selten mit Namen angesprochen werden und die Einprägungen dieser nicht eingehend funktioniert. Auf der technischen Seite kann The Berlin File jedoch mit einem klaren Bild in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) punkten, welches nur in zwei Szenen kurz ein wenig unklar wirkt. Da die Dreharbeiten überwiegend in Berlin (und teilweise in Namyang und Riga) stattgefunden haben, fühlt man sich als Deutscher, auch ohne jemals in der Hauptstadt gewesen zu sein, sofort heimisch. Anschauen sollte man sich den Film aber im Originalton, da hier tatsächlich darauf geachtet wird, in welcher Sprache sich die Darsteller unterhalten – sprich auf Koreanisch, Englisch und Deutsch. Leider existiert auf der Blu-ray kein Bonusmaterial, welches Einblicke in die Produktion hätte geben können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als das Rezensionsexemplar eines Tages bei mir im Briefkasten landete, war ich schon sehr gespannt auf den Film. Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein südkoreanischer Film in hiesigen Gefilden gedreht wird. Ich finde es jedoch gut, dass man dann auch besonders beim Originalton darauf geachtet hat, in welcher Sprache sich die Protagonisten unterhalten. Das erreicht zwar noch nicht ganz die Klasse wie in Prisoners of War, doch erhält der Film dadurch einen gehörigen Atmosphäre-Schub. Den braucht der Film auch, denn besonders die erste Stunde des 121 Minuten langen Filmes zieht sich teilweise dermaßen in die Länge, dass man schon vergisst, worum sich die Handlung des Films dreht und wenn dann plötzlich die Dynamik des Films in Action umspringt, versucht man auch erst gar nicht mehr, in die komplizierte Story einzusteigen. Die Action-Einlagen sind meiner Meinung nach zu plötzlich in die Geschichte eingewoben, denn The Berlin File basiert in erster Linie auf Dialogen, denen es genau zu lauschen gilt. Nicht nur, damit man die Charaktere irgendwann nach dem dritten, vierten Ansehen vielleicht beim Namen kennt, sondern auch, damit man die Zusammenhänge allesamt versteht. Nach dem ersten Ansehen blicke ich nämlich leider nur wenig durch, doch wer sich mit politischen und schwierigen Themen gerne auseinandersetzt, der wird The Berlin File sehr gerne verschlingen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Berlin File!

Prime Time: Acer Iconia Tab A510 (Unboxing)

Im Youtube-Kanal unseres Chefredakteurs ging dieses Video bereits im letzten Jahr online, doch jetzt haben wir endlich die Gelegenheit, euch dieses Video auch bei uns zu zeigen. Wir haben uns nämlich das Acer Iconia Tab A510 in der Olympia-Edition angeschaut und sind nach einem Jahr immer noch hellauf vom Tablet PC begeistert. Was euch optisch und haptisch erwartet, erfahrt ihr möglichst genau erklärt im Video.

Prime Time: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – Collector’s Edition (Unboxing)

Während wir bereits fleißig in der Fantasy-Welt Eorzea unsere Charaktere auf die Maximalstufe bringen und dabei viele Quests erledigen, möchten wir euch unsere bisherigen positiven Eindrücke nicht verwehren. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch die Inhalte Collector’s Edition der PC-Fassung genauer vor und erzählen euch nebenher von unser Spielerfahrung. Unsere gesamten Eindrücke erfahrt ihr bald im Review.