Review: Armour of God – Der rechte Arm der Götter

Armour of God (1)Mit Armour of God beziehungsweise Der rechte Arm der Götter, wie der Film hierzulande in alternativer Schreibweise heißt, legt Jackie Chan zusammen mit Eric Tsang die Grundlage für eine Trilogie, die inhaltlich an westliche Erfolge wie die Indiana-Jones-Reihe anknüpfen soll.

Armour of God (2)Dass dieses Unterfangen 1986 nicht ganz geglückt ist, ist kein Geheimnis. Anstatt aus Jackie Chan einen Archäologen zu machen, hat man es bei den Qualitäten des Schauspielers, sprich komödiantische Auftritte und Martial-Arts-Einlagen belassen. So wirkt die Story des Films in den ersten Minuten bereits sehr aufgesetzt. Der Abenteurer Jackie hat erfahren, dass in Afrika das Schwert einer sagenumwobenen Rüstung versteckt ist. Gehuldigt wird das Artefakt von einem afrikanischen Stamm. Jackie kann den Stamm überlisten, das Schwert abluchsen und mit Hilfe eines Propellerflugzeugs knapp entkommen. In einem Auktionshaus wird die Waffe unter den Meistbietenden versteigert – nicht ganz ohne Hilfe von Jackies Komplizen, der den Preis des Relikts in die Höhe treibt. Bei seiner Rückkehr ins Hotel erhält Jackie Nachrichten von einem alten Freund, bei dem es um Leben und Tod geht. Dessen Freundin, die zudem Jackies Exfreundin ist, wird von der Sekte des Materialismus gefangen gehalten und verlangt für ihre Auslieferung im Gegenzug die titelgebende Rüstung Gottes. Da diese aus fünf Teilen besteht, bekommt man als Zuschauer die Hoffnung, dass dies der Auftakt zu einer Reise um den Globus ist. Weit gefehlt, denn drei Rüstungsteile befinden sich bereits ganz in der Nähe und es müssen nur die zwei verbleibenden Teile gesucht werden, wie es den Anschein macht.

Irgendwo im Nirgendwo

Armour of God (3)Obwohl der Film mit einer Laufzeit von 98 Minuten Länge ausreichend für eine Schatzsuche gestreckt ist, wird es dazu nicht kommen. Warum beide Freunde zusammen mit der Tochter eines Antiquitätensammlers durch Europa reisen, wird nicht so ganz klar. Auf einmal erfährt man als Zuschauer nur, dass die Sekte die Aushändigung der Rüstungsteile verlangt und das auf einem Marktplatz irgendwo im Nirgendwo. Schließlich gelingt den drei Freunden sich zunächst unbemerkt in die Burg, dem feindlichen Unterschlupf, einzudrängen. Durch die Tollpatschigkeit seines Kumpels und der ungehorsamen Begleitung hat es Jackie durchweg nicht leicht, sich gegen die Widersacher zu wehren. In der ersten Hälfte des Films sind es zumal Verfolgungsjagden, die einen Großteil der Action und der Spannung ausmachen und lassen Chans Kampfkünste nicht zur Geltung kommen. Somit plätschert der Film mit seiner Handlung, bei der nie richtig geklärt wird, ob die Feinde jetzt die anderen beiden Teile der Rüstung haben oder nicht, einfach vor sich hin. Erst zum Ende fährt der Film ein Angebot von wirklich tollen Szenen auf. Hier agiert und springt Chan über Tische, Stühle und Bänke, wirbelt mit einem brennenden Balken umher und droht zum Schluss sich mit Dynamit unter seiner Weste in die Luft zu sprengen. Alles mit einem Augenzwinkern und viel Humor!

Achtziger-Jahre-Klassiker

Armour of God (4)In diesem Punkt beweist der Film auch, dass sich nicht nur asiatische Kampfkünstler unter Ihresgleichen prügeln können. Die westlichen Mönche der Sekte schlagen ebenfalls zu, doch erreichen sie allerhöchstens das Niveau der Statisten aus den Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill. Erst im Finale treten mit vier afroamerikanischen Amazonen vier Kämpferinnen auf, die Chan ansatzweise gewachsen sind. Passend zu diesem Thema können wir ebenfalls sagen, dass Armour of God – Der rechte Arm der Götter mit einem Soundtrack ausgestattet ist, der an die Tugenden der Filme mit den beiden italienischen Haudraufs anknüpft. Aber auch die Action-Filme der Achtziger Jahre werden musikalisch gewürdigt. Der Titelsong High Upon High, tatsächlich gesungen von Jackie Chan, steht stellvertretend für diese Zeit der tollen Musik. Die Aufbereitung des Bildes des Films ist in der Digital Remastered Dragon Edition auf Blu-ray übrigens gut gelungen. Zwar sieht man hier und da ein paar Unreinheiten und wenige wackelige Kamerafahrten, doch das gehört zu der Zeit, in der der Film erstanden ist fast schon zu der künstlerischen Gestaltung dazu. Die aktuelle Veröffentlichung erscheint auf Blu-ray hierzulande erstmals ungekürzt. Szenen, die damals fehlten, sind natürlich nur in Kantonesisch enthalten. Beide Tonfassungen liegen leider nur in verschiedenen Formaten vor.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich finde es sehr schade, dass heutzutage nur das typische Jackie-Chan-Programm, welches im Fernsehen fast nur aus Mr. Nice Guy und Rumble in the Bronx besteht, abgespielt wird. Dabei hat Jackie Chan in seiner Karriere so viele Filme gedreht und in ihnen mitgespielt, doch leider scheinen diese für das deutsche Publikum nicht gedacht zu sein. Deshalb freue ich mich, dass nun endlich seine Klassiker auf Blu-ray und dazu auch in einer guten Qualität, sowie ungeschnitten, erscheinen. Armour of God – Der rechte Arm der Götter erzählt mir eine austauschbare Geschichte mit den typischen auswechselbaren Stereotypen und zugegeben – bis die Action beginnt, vergehen gut und gerne sechzig bis siebzig Minuten. Man hätte die Geschichte sicherlich sehr viel besser erzählen und mehr Martial-Arts-Einlagen einbauen können, doch so freut sich vor allem das westliche Publikum über die eine oder andere Verfolgungsjagd und einige akrobatische Einlagen des Kampfkünstlers. Selbst wenn es deutlich bessere Filme mit Jackie Chan gibt, kann man sich Armour of God – Der rechte Arm der Götter guten Gewissens anschauen. Langweilig wird der Streifen nämlich fast nie und entschädigt mit einem tollen Finale!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Armour of God – Der rechte Arm der Götter!

Prime Time: Final Fantasy X | X-2 HD Remaster – Limited Edition (Unboxing mit Vergleich)

Obwohl viele Final-Fantasy-Fans ein Remake von Final Fantasy VII fordern, lenkt Square Enix hier nicht ein. Stattdessen nutzt man die Ressourcen, um das grandiose Final Fantasy X und sogar Final Fantasy X-2 in einer HD-Fassung neuaufzulegen. Um die Erneuerung zu feiern, veröffentlicht Square Enix zum Launch ebenso eine Limited Edition, in welcher ein schönes Artbook und ein Downloadcode für Lightning Returns: Final Fantasy XIII enthalten ist. Unser Chefredakteur hat sich diese Edition als großer Final-Fantasy-Fan natürlich direkt unter den Nagel gerissen und stellt sie euch in unserem Unboxing-Video ausgiebig vor.

Da wir bereits bei Tales of Symphonia Chronicles und The Legend of Zelda: The Wind Waker HD ein Vergleichsvideo gemacht haben, wollen wir hier die Tradition pflegen. In unserem Vergleichsvideo präsentiert euch unser Chefredakteur sowohl die normale Verkaufsversion von Final Fantasy X | X-2 HD Remaster, als auch die Ursprungsspiele für die PlayStation 2 im Vergleich in den Punkten Veröffentlichung und Verpackungsunterschiede.

Wir hoffen sehr, dass euch beide Videos gefallen haben und falls ihr noch mehr über Final Fantasy erfahren möchtet, legen wir euch an dieser Stelle unser Special anlässlich des fünfundzwanzigsten Jubiläums des Franchise im Dezember 2012. Viel Spaß beim Schwelgen in der Vergangenheit!

Review: Btooom! (Band 1)

Btooom! (Band 1) (1)Üblicherweise kennen wir Manga nur in der Form von handlichen Büchern, die mit einer dazu überschaubaren Seitenzahl glänzen. Mit 390 Seiten und einem größeren Seitenformat trudelte jedoch der erste Band von Btooom! vor ein paar Wochen bei uns ein. Natürlich haben wir uns davon nicht entmutigen lassen und uns in den Manga eingelesen. Die Handlung des Manga dreht sich um den jungen Ryōta Sakamoto, der in den Tag hineinlebt. Er lebt zusammen mit seinen Eltern in Tōkyō in einer kleinen Wohnung, doch anstatt sich eine Arbeit zu suchen, spielt er viel lieber den ganzen Tag mit anderen Spielern online den Third-Person-Shooter Btooom! auf seiner Konsole. Sein Lebensinhalt besteht quasi darin, sich auf der Weltrangliste nach oben zu kämpfen. Eines Tages wacht er jedoch ohne eine Erinnerung im Dschungel auf einer kleinen Insel irgendwo im Südpazifik auf. Ryōta gefällt das Dasein zwischen Insekten und Pflanzen absolut nicht und direkt nach seiner Ankunft beginnt er mit der Suche nach einem Weg von der Insel. Als er jedoch auf einen anderen Japaner trifft, misslingt ihm direkt die Kommunikation. Statt eines freundlichen Gesichtsausdrucks muss Ryōta Bekanntschaft mit einer kleinen Bombe machen. Zum Glück ist er selbst ebenfalls mit wertvollen Bomben ausgestattet und nach anfänglichem Zögern ist er dazu bereit, sie auch einzusetzen.

Flashbacks

Auf der Insel trifft Ryōta schnell andere Menschen. Kiyoshi Taira ist zwar mehr als doppelt so alt wie er, doch führt der reife Herr dem jungen Ryōta vor Augen, wie er sich auf der Insel verhalten soll. Nach nicht unähnlichen Battle-Royale-Regeln geht es auf der Insel zur Sache, denn wer zuerst acht Mikrochips von seinen Kontrahenten erbeutet, gewinnt das Spiel. Dieses ist wiederum den Regeln von Btooom! nicht unüblich, wo es ebenfalls gilt, mit Bomben seine Feinde auszuschalten. Das Gefährliche an dem Spiel ist jedoch, dass der Mikrochip von jedem Spieler auf dessen Hand eingraviert ist und auch als Radar funktioniert, mit dem man all die anderen Spieler in seiner Nähe ausfindig machen kann. Entnehmen kann man den Mikrochip entweder operativ oder wenn der unfreiwillige Teilnehmer aus dem Spiel ausscheidet, also stirbt. Der erste Band von Btooom! führt nur die ersten von circa dreißig Charakteren auf der Insel und in Japan ein. Ähnlich wie in der Fernsehserie Lost wird die Vergangenheit der Protagonisten mit Flashbacks eingefangen und wir sind schon sehr gespannt darauf, welche Geheimnisse und Hintergründe noch ans Licht gelangen. Junya Inoue schafft es mit Btooom! eine spannende Geschichte zu erzählen und hübsche Zeichnungen aufs Papier zu bringen – inklusive zwei farbigen Abbildungen, von denen man sich eine nicht entgehen lassen sollte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Der erste Band von Btooom! hat mich fast von der ersten Seite an gefesselt. Mir gefällt der Erzählstil, dass der Charakter mit nur sehr wenigen Erinnerungen aufwacht und sich auf der mysteriösen Insel erst einmal zurechtfinden muss. Das Gute dabei sind die Flashbacks, welche die Vorgeschichte der Charaktere sehr verständlich vorstellen. Ebenso gibt es eine Geschichte, die parallel zu den Geschehnissen spielt. So oder so wird die gesamte Handlung glaubhaft geschildert und macht vor den Themen Arbeitslosigkeit, Suizid und Vergewaltigung einer toten Frau keinen Halt. Zudem sind einige Zeichnungen sehr extrem gezeichnet, was schwache Gemüter zwar abschrecken, aber die harte Realität der Welt von Btooom! darlegt. Die Charaktere müssen sich zudem gegen den sozialen Verfall der Gesellschaft durchsetzen. Ein Vorhaben, welches nicht nur einmal im Lauf der bisherigen Geschichte eskaliert. Mir haben die ersten Kapitel sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Wochen, wenn die weiteren Bände aus dem Hause Tokyopop hierzulande erscheinen. Ich werde sie sicherlich verschlingen!

Vielen Dank an Tokyopop für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Btooom! (Band 1)!

Review: Titanfall

Titanfall (1)Das Ego-Shooter-Genre stagniert, heißt es in so manchem Spielerkreis. Manche Titel erzählen eine tolle Geschichte, andere bieten Innovationen und andere konzentrieren sich nur auf den Mehrspielermodus. Titanfall weiß nicht, was es von all diesen Aspekten eigentlich will.

Titanfall (2)Die Zukunft ist düster. Das Grenzland, eine Konstellation aus mehreren Sonnensystemen, wird von der Interstellar Manufacturing Corporation ausgebeutet. Die Nachfrage nach Titan, welches in diesem Teil des Weltraums besonders häufig vorkommt, zwingt den interstellaren Konzern dazu, aggressiv vorzugehen. Widerstand zeigt sich in der gebildeten Miliz, einem losen Verband bestehend aus Söldnern und Piraten, welche die Ausbeutung unterbinden wollen. Gerne würden wir euch jetzt erzählen, wie spannend dieser Konflikt ist. Das können wir aber nicht, denn von Spannung kann in der Handlung von Titanfall absolut nicht die Rede sein! Dazu müssen wir direkt einmal klarstellen, dass Titanfall gegen den Trend aktueller Ego-Shooter setzt und nicht einmal eine Kampagne für Solisten bietet. Der Titel setzt den Fokus voll und ganz auf den Mehrspielermodus und bietet als kleinen Wermutstropfen hier dennoch eine Kampagne. Das klingt zwar nach viel Potenzial, aber auch dieses nutzt Titanfall vorne und hinten nicht. Während wir uns noch in der Lobby befinden und darauf warten, dass der Timer endlich heruntergezählt wird, erhalten wir hier von unseren Vorgesetzten in Form von einfachen Sprachübertragungen ein paar Anweisungen und erfahren die Hintergründe des Kriegs in sehr reduzierter Form. Das ist langweilig und wirkt nicht nur einmal aufgesetzt!

Einschläfernde Kampagne

Titanfall (3)Das Debakel um die Story nimmt so schnell jedoch nicht ab. In einer Mission warten wir am Anfang des Gefechts zwar darauf, dass eine holographische Übertragung abbricht, doch schon hier können wir uns frei im Raum bewegen und während der Übertragung durch den Raum springen. Kein Nichtspielercharakter reagiert darauf – nur andere Mitspieler, die mit uns den Schabernack veranstalten. Wenn ein Spiel schon eine Geschichte erzählen will, dann sollten solche Lappalien nicht möglich sein – auch wenn eine vernünftige Handlung nicht das ist, was man bei einem Mehrspielertitel erwartet. Während des Gefechts gibt es immerhin noch das eine oder andere Video zu sehen. Eingeblendet wird dieses am oberen rechten Bildschirmrand und zeigt unsere Vorgesetzten oder Team-Kollegen in ihren Basen. Das ist zwar nett gemeint, auf dem kompletten Bildschirm passiert in Titanfall jedoch zu viel. Die eingespielten Videos schaden so nur dem Spielfluss, der in der Kampagne auf denselben Karten stattfindet wie im richtigen Mehrspielermodus. Zudem kann man sie aufgrund des hohen Spieltempos sowieso nicht anschauen, da jede einzelne Sekunde eine Kugel in unserem virtuellen Haupt landen könnte. Die Kampagne macht des Weiteren einen großen Fehler: Es ist völlig egal, ob eine einzelne Schlacht gewonnen wird. Nach dem Gefecht geht es auf das nächste Schlachtfeld.

Statisten als Kanonenfutter

Titanfall (4)Fulminant werden wir mit Raumschiffen holprig aufs Schlachtfeld gebracht oder landen mit einer Landekapsel brachial am Kartenrand. Zeit, um uns in Ruhe umzusehen und uns einen Überblick über die taktische Lage zu verschaffen, haben wir in Titanfall jedoch nicht. Wir nehmen stattdessen von Anfang an unsere Beine in die Hand und rennen geradewegs in der Hoffnung drauflos, gleich einen Gegner zu treffen und ihm das Licht auszuknipsen. Diese Wahrscheinlichkeit ist in Titanfall relativ groß. Das liegt vor allem daran, dass in den Online-Gefechten Nichtspielercharaktere zwischen den Spielern umherlaufen und im Krieg gehörig mitmischen. Denken wir zumindest, doch die künstliche Intelligenz dieser virtuellen Kämpfer befinden sich auf dem Niveau einer Erbse. Sie bleiben gerne mal im Rudel in der Gegend stehen und lassen sich von uns leicht ins Jenseits schicken. Die Entwickler versuchen damit das Gefühl des Kriegs zu vermitteln und Anfängern ebenfalls eine Chance zu geben, in den ersten Minuten überhaupt mal einen Gegner mit wenigen Schüssen auszuschalten. Das klingt im ersten Moment lohnenswert, doch kämpfen sowohl auf Seiten der Miliz, als auch auf Seiten der Interstellar Manufacturing Corporation nur maximal sechs menschliche Spieler gegeneinander. Es gibt keine Optionen, die Anzahl an menschlichen Teilnehmern zu erhöhen!

Balancing-Probleme

Titanfall (5)Dass das dem Balancing schadet, hätten sich die Entwickler bei Respawn Entertainment aber denken können. Geübte Spieler können ungleich viel mehr Nichtspielercharaktere einfach so im Vorbeilaufen ausschalten als Neulinge. In den Materialschlachten, wo es nur darum geht, so viele Feinde wie möglich auszuschalten, fällt das ins Gewicht. Überhaupt scheinen es die Entwickler mit dem Balancing noch nicht genau zu nehmen, denn das Matchmaking weist in der aktuellen Version noch Fehler vor. An einem ist das gegnerische Team unserem Team tatsächlich ebenbürtig und an einem anderen Tag steht eine Kluft zwischen beiden Gruppen. Nach einer Schlacht ins andere Team wechseln funktioniert nicht, zumal ein freier Platz bei zusammen gerade einmal zwölf Spielern selten ist und schnell durch Neuzugänge ersetzt werden. Hier hilft es nur, sich auszuklinken und sich neu zu verbinden. Manchmal erscheinen uns die Wartezeiten (bis zu neunzig Sekunden) zwischen zwei Gefechten zu lang. Im Verlauf des Spiels ernten wir zwar Erfahrungspunkte, mit denen wir neue Fähigkeiten und Waffen für uns und unsere Titanen freischalten, die wir dann zwischen zwei Schlachten frei konfigurieren können, doch dauert das in der Regel höchstens ein paar Sekunden. Ein Spiel, welches auf ein dermaßen hohes Spieltempo abzielt, wird hier mit anschließenden Ladezeiten gebremst.

Abwechslungsarme Karten

Titanfall (6)Im Spiel selbst hätte man dies durch facettenreiche Karten kompensieren können, doch auch hier verpassen die Entwickler eine Chance. Die Karten sind zwar allesamt recht hübsch und auch unterschiedlich aufgebaut, doch entscheidende Merkmale suchen wir vergebens. Auf jeder Karte stehen zerstörte Gebäude, Container, Mauern und ähnliches, doch fühlen sich die meisten Karten gleich an. Titanfall spielt wohlgemerkt in einem Science-Fiction-Szenario und auf verschiedenen Planeten. Wir hätten uns Städte mit gigantischen Wolkenkratzern und auch komplexe Höhlensysteme gewünscht, doch stattdessen dreht sich fast alles um sehr ähnliche Militärbasen. Nur die Kulisse unterscheidet sich von tropischen Lagunen bis zu wüstenroten Dünen teils stark. Auf einer Karte können wir sogar ein Raumschiff am Himmel beobachten, wie es in tausend Stücke explodiert. Das ist zwar nett gemeint, doch passiert dies tatsächlich immer an der gleichen Stelle und zur gleichen Spielzeit. Solche Momente verlieren schnell an Wirkungskraft vor der ernsten Kulisse des Weltraumkriegs. Titanfall fokussiert sich auf die Gefechte selbst. Treffen wir menschliche Gegenspieler (und keine Nichtspielercharaktere), dann sind meist schnelle Reflexe gefragt. Schüsse sollten gut abgestimmt und wir ständig in Bewegung sein. Dazu sollten wir das Geschehen um uns herum allzeit im Blickfeld haben.

Titanfall

Titanfall (7)Das erinnert ein wenig an Unreal Tournament III, doch ganz so schnell ist Titanfall dann doch wieder nicht. Der Titel orientiert sich mehr an modernen Ego-Shootern, wo Wunden mit der Zeit automatisch geheilt werden. Entweder laufen wir schwer bewaffnet durch die Gegend, positionieren uns geschickt mit einem Scharfschützengewehr auf dem Spielfeld oder nehmen mit der Pistole mehrere Ziele automatisch ins Visier, wenn wir nahe genug an unsere Gegner herankommen. Je mehr Gegner wir ausschalten, desto eher können wir unseren Titanen rufen, der aus den Tiefen des Raums binnen weniger Sekunden auf die Planetenoberfläche ganz in unserer Nähe abgeworfen wird. Maximal können wir den Titanen nach vier Minuten Spielzeit rufen. Die titelgebenden Titanen sind Mechs, also Kampfroboter, in denen wir entweder Platz nehmen und so verheerenden Schaden anrichten können oder wir lassen sie in der Schlacht an unserer Seite automatisch kämpfen. Sitzen wir in einem Titan, können wir Gegner problemlos plätten oder uns mutig gegen andere Titanen stellen. Neben unseren Piloten, wie jeder Soldat in Titanfall genannt wird, können wir auch sämtliche Titanmodelle, die sich in Punkten wie Feuerkraft und Geschwindigkeit unterscheiden, mit der Zeit an unsere Bedürfnisse anpassen. Treffen wir zu Fuß auf einen Titanen, können wir ihn mit der Panzerfaust etwas bearbeiten.

Zukunft des Online-Spiels

Titanfall (8)Ein Duell zwischen Titanen ist eine spannende Angelegenheit. Ein Titan ist beispielsweise mit der Fähigkeit ausgestattet, Kugeln zeitweise innerhalb eines Kraftfeldes zu halten und zurückzufeuern. Sollten wir unter Beschuss geraten, können wir den Schleudersitz betätigen und mittels Doppelsprung auch schnell aus der Schussbahn verschwinden. Haben wir unseren Titanen damit ausgerüstet, kann er beim Betätigen des Schleudersitzes auch explodieren und nahe Einheiten töten. In Titanfall ist in spielerischer Hinsicht einiges los und was der Titel mit Karten, Spieleranzahl und Handlung nicht schafft, macht er in der wohl wichtigsten Disziplin, dem Gameplay, einiges richtig. Konfigurierbare Piloten und Titanen, unterschiedliche Vorgehensweisen und tolle Spezialfähigkeiten wie ein Tarnanzug machen Titanfall für ein, zwei Stunden zwischendurch zu einem spannenden Erlebnis. Nach drei Stunden verlieren wir jedoch die Konzentration. Da Titanfall einzig und allein online spielbar ist und leider nicht über einen lokalen Netzwerkmodus verfügt, muss sich in Zukunft zeigen, wie sich der Titel entwickelt. Modifikationen werden wohl nicht von Electronic Arts geduldet und zusätzliche Inhalte werden womöglich nur für Echtgeld feilgeboten. Das wäre dann ebenso ärgerlich wie noch mehr belegter Festplattenspeicher. Bereits jetzt belegt Titanfall satte fünfzig Gigabytes.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Als ich vor ein paar Wochen die Beta-Version von Titanfall bereits ausgiebig spielen konnte, war ich schon ein wenig skeptisch, was mir der Titel abseits des hohen Spieltempos und der gelungenen Gameplay-Mechaniken in der jetzt fertigen Fassung bieten wird. Leider kann mich Titanfall in anderen Disziplinen nicht so ganz zufriedenstellen. Die Kampagne verdient meiner Meinung nach diese Bezeichnung nicht, da sie uninspiriert wirkt, kaum zur Geltung kommt und man sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, einen Einzelspielermodus daraus zu basteln. Stattdessen versuchen die Entwickler alles in den Mehrspielermodus zu zwängen. Dieses Vorhaben funktioniert vorne und hinten nicht, da vorgefertigte Szenen hier einfach deplatziert wirken und ich mir in einem Spiel mit einem dermaßen hohen Spieltempo sicherlich keine kleinen Videos in der Bildschirmecke ansehen kann, wenn vor, neben und hinter mir die nächsten Gegner hochgerüstet auf mich zu stürmen. Außerdem gefällt es mir auf Dauer nicht, dass zum einen nur maximal zwölf menschliche Spieler auf einer verhältnismäßig großen Karte herumlaufen und diese Größe zum anderen nur durch massenweise Nichtspielercharaktere funktioniert. Die Entwickler wollen zwar, dass so auch unerfahrene Spieler von Beginn an Treffer landen können, doch Profis dürften sich an dem Kanonenfutter entweder sehr schnell stören oder es unbemerkt ausnutzen. Respawn Entertainment hat mit Titanfall zwar kein schlechtes Spiel geschaffen, aber eben auch kein gutes. Ich hoffe sehr, dass die Entwickler in den nächsten Jahren am Spiel schrauben werden, damit ich auch einen Grund habe, immer mal wieder eine Partie Titanfall spielen zu wollen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Titanfall!

Prime Time: Fate/Zero – Vol. 1 (Unboxing)

In unserem Review zur ersten Volume von Fate/Zero haben wir bereits inhaltlich über die Serie philosophiert. In unserem Unboxing-Video möchten wir Fakten zur Veröffentlichung und zu den Veröffentlichungsformen nennen. Was euch beim Kauf von Fate/Zero – Vol. 1 (Episoden 1 – 6) auf Blu-ray erwartet, erfahrt ihr in unserem Video. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Review: Lightning Returns: Final Fantasy XIII Lösungsbuch (Collector’s Edition)

Lightning Returns - Final Fantasy XIII Lösungsbuch (Collector's Edition) (1)Am 14. Februar dieses Jahres erscheint mit Lightning Returns: Final Fantasy XIII der letzte Teil der Final-Fantasy-XIII-Trilogie. Während der Abschluss der Trilogie Fans des Franchises wieder einmal spaltet, erhalten wir mit dem offiziellen Lösungsbuch, welches derweil am gleichen Tag erscheint, eine weitgehend großartige Hilfsquelle. Eingeleitet wird das Buch mit einem Vorwort von Motomu Toriyama, dem Regisseur des Spiels. Anschließend leitet das Werk aus dem Hause Piggyback auf das sehr übersichtliche Inhaltsverzeichnis über. Schnell sind Grundlagen, ein möglicher Lösungsweg, Hinweise zu Haupt- und Nebenmissionen, die Wunschtafel-Aufträge, die Auflistung aller Gegner und Objekte, Strategien und viele weitere kleine Hilfestellungen gefunden. Während die Grundlagen vorwiegend für Einsteiger gedacht sind, gibt der Lösungsweg eine gute Stütze selbst für Final-Fantasy-Veteranen ab. Die Story um Heldin Lightning kann in unterschiedlicher Reihenfolge absolviert werden, weshalb dieser Lösungsweg nur eine mögliche Variante darstellt, an der sich völlige Neulinge aber umso mehr orientieren können. Wer nicht an die Hand genommen werden möchte, aber dann und wann Hinweise zu den Hauptmissionen braucht, wird flott die gewünschte Seite aufblättern. Die Erklärungen zu den Hauptmissionen sind praktisch auf die vier Spielgebiete aufgeteilt.

Lösungsweg rund um die Uhr

Lightning Returns - Final Fantasy XIII Lösungsbuch (Collector's Edition) (2)Selbiges gilt auch für die Nebenmissionen. Egal ob wir nun in Luxerion, Yusnaan, den Wildlanden oder den klagenden Dünen wie verrückt nach einer Lösung suchen, werden wir hier fündig. Beim Spielen fällt uns jedoch auf, dass einige Nebenmissionen unvollständig sind. Da Lightning Returns: Final Fantasy XIII einen Tagesrhythmus beinhaltet, sind einige Nichtspielercharaktere nur zu bestimmten Uhrzeiten erreichbar. Das Lösungsbuch hat zwar weitgehend Angaben zu diesen Zeiten spendiert bekommen, doch selten suchen wir mal nach einer Person und fragen uns, warum diese gerade unpässlich ist. Bei einem Werk dieser Größenordnung ist es nur logisch, dass der eine oder andere (kleine!) Fehler enthalten ist; für zukünftige Werke würden wir uns jedoch wünschen, wenn das Buch vor Veröffentlichung ein weiteres Mal sicherheitshalber überprüft wird. Dafür freuen wir uns darüber, dass das Buch sämtliche Aufgaben sehr gut erklärt und ebenfalls Karten der Spielumgebung bietet, damit wir uns in Nova Chrysalia sehr gut zurechtfinden können. Das müssen wir auch, da der Titel sehr offen gestaltet ist und Nebenaufgaben zum Vorankommen im Spiel unbedingt erfolgreich beendet werden müssen. Tabellen zu Gegenständen mit ihren Fundorten erleichtern zusätzlich die Suche nach wertvollen Artefakten und optimaler Ausrüstung für unsere Heldin.

Unverzichtbarer Begleiter

Lightning Returns - Final Fantasy XIII Lösungsbuch (Collector's Edition) (3)Lightning Returns ist zu groß, um das Spiel in seiner Gänze völlig verstehen oder erkunden zu können, ohne ein Geheimnis auszulassen – sofern man es nicht darauf anlegt, den Titel immer und immer wieder mit der Neues-Spiel-+-Funktion durchzuspielen. Das Lösungsbuch bietet nicht nur hilfreiche Tipps zum Voranschreiten im Spiel, sondern ist in unseren Augen sogar ein unverzichtbares Nachschlagewerk selbst für erfahrene Rollenspieler. Da Beschreibungen im Spiel sehr schwammig ausfallen und im wahrsten Sinne des Wortes eventuell wertvolle Zeit innerhalb und außerhalb des Spiels verschwendet werden kann, sollte man sich nicht schämen und von dem Lösungsbuch Gebrauch machen. Von der ersten Szene in Yusnaan bis zum letzten freischaltbaren Erfolg beziehungsweise bis zur letzten freischaltbaren Trophäe bietet das Lösungsbuch alles, was man von ihm erwartet. Aufgrund des großen Umfangs von bis zu 340 Seiten muss man manchmal zwar etwas öfter als üblich blättern, doch durch den gut strukturierten Aufbau, illustriert mit vielen Artworks, Kartenmaterial und Screenshots aus dem Spiel, macht das erstaunlich viel Spaß. Man ertappt sich leicht dabei, wie man das Buch auch mal als Freizeitlektüre nutzt. Käufer der Collector’s Edition erhalten die Hardcover-Version des Buchs inklusive 32 Seiten voll mit zusätzlichen Informationen für Fans der Serie.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Collector’s Edition): Mit Lightning Returns: Final Fantasy XIII werde ich nicht so richtig warm. Während ich nach dem Spielen des wirklich sehr guten Vorgängers dachte, dass der erste Teil der Trilogie nur ein Ausrutscher war, hat Lightning Returns: Final Fantasy XIII mich sehr enttäuscht. Zuweilen macht der Titel Spaß, bis an der nächsten Ecke dieser Spaß durch einen verhältnismäßig zu starken Gegner gebremst wird. Außerdem gefällt es mir nicht, dass das Spiel für seine Offenheit und dem ständigen Zeitdruck (der mir übrigens gefällt, aber nicht immer im Einklang mit der Offenheit steht) andauernd mit Beschreibungen geizt. Da freut es mich umso mehr, dass zu Lightning Returns: Final Fantasy XIII von Piggyback abermals ein Lösungsbuch in den Handel kommt, welches mir tatkräftig unter die Arme greift. Ohne das Buch wäre ich bei der einen oder anderen Nebenaufgabe wirklich aufgeschmissen. Für alle, die mit Lightning Returns: Final Fantasy XIII ebenso nicht so richtig warm werden und eventuell Hilfe brauchen, werden mit dem Lösungsbuch gut beraten. Schön illustriert, gut strukturiert und in fast allen Fällen hilfreich aufgebaut, kann ich das Buch nur empfehlen. Ob man tatsächlich die Collector’s Edition des Buchs braucht, überlasse ich eurem persönlichen Geschmack und eurem Geldbeutel. Belohnt werdet ihr für die hochwertige Ausgabe immerhin mit 32 zusätzlichen Seiten und einer netten Download-Kampfgarnitur – für Xbox 360 und PlayStation 3. Kennt ihr also jemanden, der die andere Fassung spielt, könnt ihr ihn mit dem Downloadcode ein kleines Geschenk machen.

Vielen Dank an Piggyback für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars des Lightning-Returns:-Final-Fantasy-XIII-Lösungsbuch in der Collector’s Edition!

Review: Mardock Scramble: The Third Exhaust

Mardock Scramble - The Third Exhaust (1)Alle Teile der Mardock-Scramble-Serie erscheinen hierzulande ungefähr ein Jahr später als in Japan. Der letzte Teil der Trilogie hat ein halbes Jahr länger auf sich warten lassen. Umso mehr steigt die Spannung auf die finale Auseinandersetzung mit Rune Balots Gegenspielern.

Mardock Scramble - The Third Exhaust (2)Nach dem furiosen Auftakt in Mardock Scramble: The First Compression und der eher etwas zähen Fortsetzung Mardock Scramble: The Second Combustion, tritt Mardock Scramble: The Third Exhaust ein schwieriges Erbe an, um alle offenen Handlungsfäden zu schließen. The Third Exhaust setzt während des Kasinobesuchs von Rune Balot, Dr. Easter und Oefcoque ein – genauer gesagt während einer ungewöhnlich lang gezeigten Partie Black Jack. Diese ist aus gutem Grund so lang, denn Rune Balots Gegenspieler, Kasino-Manager Shell Septinos, hat sein Gedächtnis löschen und in vier Kasinochips integrieren lassen. Diese Jetons befinden sich entsprechend in der Obhut des Kasinos und um einen einzelnen dieser Chips zu erhalten, muss man schon eine Million in kleinen Chips erspielt haben. Als auffällt, dass Dr. Easter und Rune Balot das Kasino anscheinend ausräumen wollen, wird der Croupier ausgewechselt. Das erschwert ihr Vorhaben und so müssen der Arzt und seine Patientin mit sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen agieren, um den Croupier in die Enge zu treiben. Der Kartengeber ist aber mit allen Wassern gewaschen und erst als Rune Balot darauf verzichtet, von Oefcoque geleitet zu werden, der für sie bislang im Stillen die Karten gezählt hat, kann sie Erfolge erzielen und die Chips für das Scannen von Shell Septinos’ Gedächtnisfragmenten in die Finger kriegen.

Philosophie und tiefe Abgründe

Mardock Scramble - The Third Exhaust (3)Wer die beiden Vorgänger gesehen hat, wird sehr wohl wissen, wofür die Protagonisten diese Jetons in die Hände kriegen will. Ihr Auftreten im Kasino ruft jedoch auch andere Figuren auf den Plan, wie den durchtriebenen Dimsdale Boiled, der nach wie vor Oefcoque in seine Gewalt bringen will. The Third Exhaust schafft hier den Spagat zwischen ruhigen Szenen, in denen die Handlung maßgeblich vorangetrieben wird und Action-Sequenzen, wie der kurzen Verfolgungsjagd mit Schusswechsel nach dem Kasinobesuch. Zum Ende hin fallen deutlich mehr Schüsse, doch wirkt dieses nicht übertrieben, wie man es von überzeichneten Action-Filmen kennt und bleibt dabei philosophisch. Tiefgründige Nebenfiguren sind ebenfalls für die Handlung wichtig. Charaktere wie Ashley Harvest tauchen zwar nur am Rande auf, sind für den persönlichen Werdegang der Heldin jedoch unverzichtbar. Ohne tiefgründige Dialoge und zwischenmenschliche Interaktionen würde definitiv nicht klar, welche Motivation Rune Balot tatsächlich antreibt. Bis zur Schlusssequenz bleibt The Third Exhaust deshalb spannend. Der teils melancholische Unterton wird durch die eingefangene Dystopie einer Gesellschaft nochmals deutlich gemacht und wird mit Songs wie Amazing Grace oder Tsubasa glanzvoll unterlegt. Für letzteres Lied zeigt sich übrigens Megumi Hayashibara eigens verantwortlich.

Pokerndes Filmteam

Mardock Scramble - The Third Exhaust (4)Hayashibara ist älteren Semestern sicherlich noch als weibliche Stimme von Ranma Saotome aus Ranma ½ bekannt, doch verleiht sie in The Third Exhaust Rune Balot ihre Stimme. Die japanische Synchronfassung ist sehr gut und auch die deutschen Stimmen leisten gute Arbeit, was an den unverwechselbaren Stimmen von Peter Flechtner und Oliver Siebeck liegt. Beide Tonfassungen von The Third Exhaust liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Wer des Japanischen nicht mächtig ist, kann sich deutsche Untertitel einblenden lassen und alle anderen können den Anime ohne Mühen auch ohne Untertitel anschauen. Schade, dass wir das im Jahr 2014 noch erwähnen müssen – hier setzt sich Universum Film von großen Anime-Publishern ab. Das Bild besticht übrigens durchgehend mit einer dystopischen Farbpracht, die stellenweise auch an Deus Ex: Human Revolution erinnert. Selbst wenn die Konturen durch den Stil gewollt nicht scharf wirken, ist das Bild in 1080p und im 16:9-Format (1,78:1) mehr als gut gelungen. Neben dem Film, der eine Lauflänge von siebzig Minuten hat, schlummern auf der Blu-ray Disc noch 110 Minuten Bonusmaterial. Dieses besteht aus einem Interview mit Tow Ubukata und Megumi Hayashibara, einem Zusammenschnitt von Pressekonferenzen und einem Pokerturnier mit dem Filmteam. Letzteres ohne Untertitel, aber sehr unterhaltsam!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich erinnere mich noch, als ob es erst am gestrigen Tag soweit war, dass ich den ersten Teil der Mardock-Scramble-Trilogie gesehen habe. Der erste Teil ist mir noch gut im Gedächtnis geblieben, doch der zweite eher weniger, da dieser quasi nur als Verbindungsstück agiert. Umso mehr freue ich mich, dass Mardock Scramble: The Third Exhaust wieder an die Klasse des Erstlings anknüpft und mir eine gute Handlung, bestehend aus tiefsinnigen Dialogen, interessanten Charakteren und wenigen, dafür gut platzierten und nicht übertriebenen Action-Szenen präsentiert. Besonders in den letzten Momenten der Story wird klar, welchen Antrieb Rune Balot für ihr Vorgehen hat, wie es dazu überhaupt kommen konnte und wer hinter dem Gerüst aus Gegenspielern überhaupt tatsächlich die Fäden zieht. All das wird gezeigt vor einer dystopischen Kulisse und unterlegt mit einem passenden Soundtrack, der sich zwar im Hintergrund hält, dafür die Szenen aber so wiedergibt, wie sich das der Autor der Buchvorlage sicherlich vorstellt. Wer die ersten beiden Filme gesehen hat, kommt um den krönenden Abschluss nicht umher und wer von Mardock Scramble noch nie etwas gehört hat, sollte unbedingt mit dem ersten Teil der Serie beginnen.

Vielen Dank an Universum Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Mardock Scramble: The Third Exhaust!

Review: Castlevania: Lords of Shadow 2

Castlevania - Lords of Shadow 2 (1)Wer sich an alte Tage erinnert, wird sicherlich davon gehört haben, dass Castlevania in einer dreidimensionalen Spielwelt nicht funktioniert. 2010 wird diese Behauptung entkräftet. Wie Castlevania: Lords of Shadow kann auch der Abschluss der Trilogie spielerisch oft glänzen.

Castlevania - Lords of Shadow 2 (2)Bei einigen von euch werden sich jetzt wohl ein paar Fragezeichen über dem Kopf auftun, da wir hier schließlich nicht von Castlevania: Lords of Shadow 3 sprechen. Der erste Teil kommt 2010 auf den Markt, für PlayStation 3 und Xbox 360. Der zweite Teil hört auf den Namen Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate und war zunächst 3DS-Besitzern vorbehalten. Mittlerweile ist das Spiel auch als HD-Download für PlayStation 3 und Xbox 360 erhältlich. Vor kurzem folgt dann auch noch die PC-Version vom ersten Teil des Spiels in die Händlerregale, um das Franchise einem breiteren Spektrum zugänglich zu machen. In den letzten Jahren haben wir aber doch nur auf Castlevania: Lords of Shadow 2 gewartet. Um die Handlung des Spiels gänzlich zu verstehen, ist es tatsächlich ratsam, sowohl den Erstling als auch Mirror of Fate zu spielen. Wer das noch vor sich hat, sollte unser Review in diesem Moment keinesfalls weiterlesen, da wir zumindest auf das Finale der ersten Episode eingehen müssen. Das Finale von Lords of Shadow spielt sich, wie Serienfans es noch wissen, in einer Kathedrale ab. Diese Kathedrale befindet sich jedoch nicht irgendwo im Mittelalter oder einer äquivalenten Zeit, sondern in der Gegenwart! Gabriel Belmont, der einstige Held des Spiels, hat sich nämlich selbst in den Fürsten der Finsternis, namentlich Dracula, verwandelt!

Fürst der Finsternis

Castlevania - Lords of Shadow 2 (3)Die Jahrhunderte haben augenscheinlich an seinen Kräften genagt, denn vom stolzen Antlitz ist nur noch ein alter Greis mit weißen Haaren und langen Fingernägeln übrig. Mühsam schleppen wir uns vom Straßenboden auf den wir noch am Ende des ersten Teils hinaus geschmissen werden, in die nächste Gasse. Dem Tode nahe werden wir jedoch von Zobek und seinen Mannen gerettet. Eigentlich gegen seinen Berufsethos als Mitglied der Bruderschaft des Lichts wirft er Gabriel, pardon Dracula, ein paar Menschen vor, um seinen Blutvorrat aufzufüllen. Zugleich widerlich und der Einstieg in das Abenteuer. Von Zobek erfahren wir, dass der Leibhaftige im Begriff ist, die Pforte zur Hölle zu öffnen und die Menschheit zu versklaven. Die Bruderschaft sei zu schwach, um ihn alleine zur Strecke zu bringen. Dracula willigt ein – doch nur, damit Zobek ihn mit dem eigentlich als verloren geltenden Vampirtöter den Gnadenstoß versetzt. Wie in Lords of Shadow erkunden wir zwar wieder verschiedene Spielabschnitte und klappern diese auch der Reihe nach ab, doch sind die Levels diesmal nicht abgekapselt, sondern zusammenhängend. Das erinnert an die Castlevania-Titel für den DS und an die Metroid-Serie aus dem Hause Nintendo. Somit sind in der kompletten Welt unzählige Geheimnisse versteckt, die wir lüften dürfen, damit Dracula neue Macht erhält.

Geheimnisvolle Spielwelt

Castlevania - Lords of Shadow 2 (4)Wie in Metroid erhält Dracula verschiedene Schlüsselgegenstände im Verlauf der Handlung automatisch. So kann der Fürst der Finsternis irgendwann zweimal hintereinander springen, um hochgelegene Plattformen zu erreichen oder einen Wasserfall in Eis verwandeln, um die Eiszapfen als Haltegriff für Kletterpartien zu missbrauchen. Die meisten Geheimnisse sind jedoch entweder Denkmäler oder Tagebücher toter Soldaten und Abenteurer, welche uns in die Hintergrundgeschichte der Stadt und der Persönlichkeiten eintauchen lässt. Kristalle, die unsere drei Energieleisten sinnvoll erweitern, finden wir auch. Da der Schwierigkeitsgrad zu Beginn (selbst auf der normalen Schwierigkeitsstufe) zwar noch hoch angesetzt ist und das Spiel überraschenderweise (bis auf einzelne Passagen) eher einfacher wird, schadet es aber dennoch nicht, mit offenen Augen durch die Spielwelt zu laufen. In brenzligen Situationen ist es gut, mehr Lebensenergie zu besitzen, da viele Gegner nach einem Treffer nicht darauf warten, bis wir wieder aufgestanden sind und gerne einmal in jenem Moment nachlegen. Die Zweitwaffen neben der Schattenpeitsche sind das Leere Schwert und die Chaoskrallen. Diese Waffen verbrauchen ebenfalls Energie, ermöglichen aber wie im Falle des Leeren Schwerts das Absaugen von Lebensenergie der Gegner oder bei den Chaoskrallen höheren Schaden.

Vollbepackt mit tollen Sachen

Castlevania - Lords of Shadow 2 (5)Wir wechseln während dem gesamten Abenteuer übrigens immer wieder zwischen Gegenwart und einer Zeit, in der noch nicht weite Teile des Schlosses abgerissen sind. In beiden Epochen bekommen wir es mit unterschiedlichen Gegnertypen zu tun. In der Gegenwart sind es zum Beispiel Kampfroboter und mit Jetpacks ausgerüstete Soldaten, die uns den Tag vermiesen. Harpyien hingegen ersuchen uns dann und wann in der mittelalterlichen Spielwelt. Mit den drei bereits erwähnten Waffen kämpfen wir gegen die Dämonen und erhalten dafür massig Erfahrungspunkte, die wir in neue Kombinationsangriffe investieren, diese anschließend auch meistern und schlussendlich auch verbessern können. Im Laden in der Stadt der Verdammten können wir Erfahrungspunkte ebenso gegen wertvolle Gegenstände eintauschen, von denen wir jedoch nur eine begrenzte (mit der Zeit aber leicht erweiterbare) Anzahl tragen dürfen. Tränke füllen unsere Gesundheit auf, Stundengläser verlangsamen die Zeit geringfügig und erhöhen dafür das Ausschütten von Erfahrungspunkten, ein Dodo sucht nach Geheimnissen und Schlüssel, von denen wir übrigens vor allem im letzten Spieldrittel immer die volle Anzahl mit uns führen sollten, öffnen bekannterweise Schlösser, hinter denen sich jedoch massenweise Erfahrungspunkte verstecken – eine Investition, die man machen sollte!

Deplatzierte Spielabschnitte

Castlevania - Lords of Shadow 2 (6)Wobei die zusammenhängende Spielwelt uns auch nach über fünfzehn Spielstunden immer noch mit dem einen oder anderen Geheimnis überraschen kann, fehlen uns jedoch dir Rätsel aus Lords of Shadow. Die haben immer wieder vom harten Abenteuer abgelenkt und unsere Daumen geschont. Für Lords of Shadow 2 haben sich die Entwickler aber andere Elemente einfallen lassen, die wir jedoch nicht gutheißen können. In bestimmten Abschnitten stehen Patrouillen, die das Vorgehen verhindern. Diese sind zwar mit großen Waffen beladen und wirken entsprechend bedrohlich, doch können wir ihnen keinen Schaden zufügen. Das ist deshalb ein Grund zum Kritisieren, weil es Dracula vor und nach dem Auftauchen dieser Patrouillen mit deutlich größeren und mächtigeren Gegnern (problemlos) aufnehmen kann. Auf Gedeih und Verderb hat man versucht, hier einen Rätselanteil zu suggerieren. Mittels eines Fledermausschwarms können wir eine Wache ärgern, während die andere Wache ihr zur Hilfe eilt. In diesem Moment huschen wir an den Wachen entweder vorbei oder übernehmen die Kontrolle der Kreatur, um beispielsweise einen Schalter zu aktivieren. An vordefinierten Stellen können wir uns auch in eine Ratte verwandeln – Samus Arans Morphball lässt grüßen. Das verspricht zwar alles Abwechslungsreichtum, bremst das Spieltempo aber ungemein!

Anlehnung an Vorbilder

Castlevania - Lords of Shadow 2 (7)Besonders die Verwandlung in eine Ratte könnte das Ablenken der Wachen, welches nicht nur einmal während der gesamten Spielzeit scheitert, unnötig machen, wenn man sich nur jeder Zeit in das Nagetier verwandeln könnte. Geht aber nicht, da die Entwickler hier nicht weit genug gedacht haben oder vielleicht nicht zu sehr von Nintendos Marke abzukupfern. Da ist auch wieder der Vorwurf, den sich Lords of Shadow 2 stellen muss. Für ein Castlevania hat der Titel zu wenig Eigenidentifikation und bedient sich munter bei anderen Titeln. Wie beim Gamecube-Klassiker Star Fox Adventures gilt jedoch auch hier, dass ein gut kopiertes Spielprinzip immer noch besser funktioniert, als eine schlechte eigene Idee. Somit ist und bleibt Lords of Shadow 2 ein gutes Spiel, welches aber noch viel besser hätte sein können. Dazu gehören auch kleinere Bugs. In unserem Test ist es einmal vorgekommen, dass der Protagonist an eine Stelle geworfen wird, von der er sich nicht befreien darf und anschließend von den Gegnern getötet wird. Die Xbox-360-Fassung weist zudem noch einen sehr kuriosen Fehler auf. Nach ein paar Spielstunden sollen wir die drei Gorgonen suchen, doch immer wenn diese den Mund aufmachen, beginnt ein Feuerwerk von Tonproblemen, welches den Bildschirm einfrieren lässt. Aber nur, wenn der Titel nicht auf der Festplatte installiert ist.

Kuriositätenkabinett

Castlevania - Lords of Shadow 2 (8)Diese Probleme tauchen zwar auch dann auf, doch brechen sie nach einer Sekunde wieder ab und der gesprochene Satz ist klar und deutlich zu verstehen. Eine Installation möchten wir an dieser Stelle absolut empfehlen. Zum einen steigert sich die Performance des Spiels messbar, erlaubt eine höhere Bildwiederholungsrate und wesentlich kürzere Ladezeiten. Zum anderen erinnert das Rotieren der Disc von Lords of Shadow 2 an das Geräusch von Flugzeugturbinen – selbst auf einer Xbox 360 Slim! Das sind Einschränkungen, welche auf acht Jahre alter Hardware nicht sein müssen und besonders Besitzer einer alten Xbox 360 mit gegebenenfalls nicht ausreichender Festplatte könnten abschrecken werden. Nicht abschrecken lassen wir uns jedoch von der Grafik, denn diese macht einen ordentlichen Eindruck. Überwiegend scharfe Texturen, eine sehr geringfügig erkennbare Kantenglättung und butterweiche Animationen machen das Spiel zu einem optischen Genuss, der dazu von einem orchestralen Soundtrack mit düsteren und heiteren Klängen, sowie mit einer gelungenen englischen Sprachausgabe, in der Patrick Stewart, Robert Carlyle und Richard Madden zu Wort kommen, begleitet. Lords of Shadow 2 erzählt deswegen die Geschichte zwar nicht auf Augenhöhe mit dem ersten Teil, punktet mit dem Gameplay jedoch als ein angenehmes Action-Adventure.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Castlevania: Lords of Shadow 2 erzählt mir die Fortsetzung der Geschichte um Dracula und geht in den ersten Stunden sogar auf den einen oder anderen Titel ein, der noch für das Nintendo Entertainment System erschienen ist. Ich merke deutlich, wie sehr man mit Lords of Shadow 2 versucht, die gesamte Geschichte des Franchises klug miteinander zu verknüpfen. Obwohl die Geschichte meiner Meinung nach in Lords of Shadow noch wesentlich stringenter erzählt wird und ein bestimmter Punkt am Ende des Abschlusses der Trilogie zu plötzlich auftaucht, macht Lords of Shadow 2 einen guten Job – schließlich tritt er ein großes Erbe an. Dafür gibt es immer noch Momente, die sicherlich in Jahren noch in meinem Gedächtnis abrufbar sind. Momente wie das Theater, in denen ich ein ganzes Theaterstück rekonstruiere oder die emotionale Wiedervereinigung mit Frau und Sohn, von denen man ja in Lords of Shadow nur wenig bis gar nichts gehört hat und die Selbstfindung Draculas untermauert. Geschuldet ist das vermutlich der durchgehenden Spielwelt. Die Levels sind zwar mit teils gut und teils auch weniger guten Schalteraktivitäten verbunden, welche die Ladezeiten wohl kaschieren sollen, doch die Offenheit lässt keinen großen Spielraum für eine gut erzählte Handlung. Obwohl Lords of Shadow 2 den Abschluss der Trilogie darstellt, hoffe ich sehr, dass man den Entwicklern noch ein weiteres Mal erlaubt, die Marke Castlevania zu benutzen. MercurySteam Entertainment traue ich mittlerweile nämlich verdammt viel zu und hoffe sehr, dass man die Qualitäten aller drei Lords-of-Shadow-Titel irgendwann einmal vereinen kann.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Castlevania: Lords of Shadow 2!

Review: Fate/Zero – Vol. 1 (Episoden 1 – 6)

Fate Zero - Vol. 1 (1)Mehr als ganze zwei Jahre hat es gedauert, bis hiesige Fans des Franchises endlich in den Genuss von Fate/Zero gelangen konnten. Peppermint Anime veröffentlicht die insgesamt 25 Episoden der beiden Staffeln in vier Volumes zwischen März und September 2014.

Fate Zero - Vol. 1 (2)Uns bleibt also genug Zeit, sich mit den Charakteren und der Geschichte von Fate/Zero über einen längeren Zeitraum zu beschäftigen. Das sollten wir auch, denn die Handlung klingt im ersten Moment zwar simpel gestrickt, doch entpuppt sie sich bereits in den ersten Episoden als ein komplexes Zusammenspiel von undurchsichtigen Charakteren und recht mysteriösen Hintergründen. Wir wissen, dass alle sechzig Jahre der sagenumwobene Heilige Gral in der japanischen Stadt Fuyuki erscheint. Die Legende innerhalb des Universums von Fate/Zero erzählt, dass der Heilige Gral dem Besitzer einen einzelnen Herzenswunsch erfüllen kann. Da ist es nur logisch, dass hinter dem heiligen Relikt verschiedene Fraktionen her sind. Normale Sterbliche ahnen jedoch nichts von dem Artefakt und sind ebenso unwissend über die Magier, die sich für den Gral interessieren. Sieben Magier werden unterdessen ausgewählt, die um den Gral kämpfen sollen. Sie duellieren sich jedoch nur indirekt mit ihren Kontrahenten, denn vor dem anstehenden Krieg beschwören sie jeweils ihren persönlichen Diener, ihren so genannten Servant. Als Meister beziehungsweise Master bereiten sie sich auf den mittlerweile vierten Kampf um den Heiligen Gral vor. Einige der Magiebegabten gehören diversen Klans an, die bereits vor Kriegsbeginn versuchen, sich in eine gute Position zu manövrieren.

Legitimation für ein Relikt

Fate Zero - Vol. 1 (3)Fate/Zero springt in den ersten sechs Episoden zwischen vier Handlungsplätzen hin und her. Die Eröffnungsszene spielt sich beispielsweise im fiktiven Schloss Einzbern in Deutschland ab. Es werden ebenfalls Orte in Italien und England gezeigt, bevor das Geschehen für den Großteil der vorliegenden Episoden nach Japan wechselt. Da sich die Ereignisse im gesamten eurasischen Raum abspielen, gehören die Charaktere ebenso verschiedenen Nationalitäten an. Nicht nur die Nationalitäten variieren, sondern auch ihre Persönlichkeiten. Jeder der Magier hat einen anderen Anreiz und ein eigens legitimiertes Anrecht auf den Gral. Während einige noch gar nicht so recht wissen, warum sie den Heiligen Gral in einem Krieg auf Leben und Tod überhaupt erbeuten wollen, verheimlichen andere Magier ihren Wunsch. Aufgrund der stark unterschiedlichen Charaktere kann man sich als Zuschauer jedoch denken, wer mit dem Gral etwas Positives bezwecken und wer das Relikt für Schandtaten missbrauchen will. Der durchtriebene Ryūnosuke beispielsweise findet Gefallen daran, Frauen und kleine Kinder zu fesseln, zu massakrieren und umzubringen. Dass er mit seinem Servant nichts Gutes im Schilde führt, kann also direkt erahnt werden. Wichtig zu erwähnen ist jedoch, dass auch die Servants verschiedenste Eigenschaften haben und ihrem Master nicht unbedingt gehorchen.

Melancholische Grundstimmung

Fate Zero - Vol. 1 (4)Die erste Episode von Fate/Zero ist ungewöhnlich lang. Mit fast fünfzig Minuten nimmt diese eher die Laufzeit einer Folge einer realen Fernsehserie ein. Dies ist jedoch nötig, da in nur 25 Minuten kaum alle zunächst wichtigen Charaktere anständig vorgestellt werden können. Die nachfolgenden Episoden haben jedoch die übliche Länge einer Anime-Folge und erzählen die Geschichte des Anime fortlaufend, wenn stellenweise auch episodenhaft abgeschlossen. Für die Inszenierung zeichnet sich Studio Ufotable verantwortlich, die sich in den letzten Jahren vor allem mit Kara no Kyōkai (The Garden of Sinners) einen Namen gemacht haben. So kann Fate/Zero auf optischer Ebene beeindrucken. Mit hellen Farben, die nicht selten mit einem düsteren Ton überzogen werden, wirkt der Anime gleich sehr atmosphärisch. Dazu trägt auch die Musik, die meist aus Klavierklängen besteht und die Grundstimmung melancholisch hält, absolut bei. Besonders die Ausarbeitung des tragischen Charakters Kirei Kotomine profitiert davon. Für circa vierzig Euro erhält man derzeit neben den ersten sechs Episoden auch noch den limitierten Schuber, der für die vier Volumes ausgelegt ist. Wer einmal eine völlig andere Legende um den Heiligen Gral erfahren will und sich auf eine Mixtur bekannter historischer und fiktiver Personen einlassen kann, sollte sich Fate/Zero unbedingt einmal ansehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In den letzten Jahren, in denen ich mich intensiver als je zuvor mit Anime beschäftigt habe, ist ein Studioname immer wieder gefallen. Dabei handelt es sich um Studio Ufotable, welches ich durch The Garden of Sinners richtig gut kennengelernt habe. Immer wenn ich mich jedoch über jenes Studio mit anderen Anime-Liebhabern unterhalten habe, fiel mitunter der Anime-Titel Fate/Zero. Dank Peppermint Anime ist das Werk, ursprünglich von Gen Urobuchi, endlich hierzulande erhältlich. Die erste Folge von insgesamt 25 Episoden gefällt mir dabei jedoch zunächst nicht so gut, da ich hier gleich mit einer ganzen Reihe von unbekannten Charakteren und Namen konfrontiert werde, die erst einmal verinnerlicht und zugeordnet werden müssen. Da sich die Handlung bisher über zwei Kontinente erstreckt, macht es das Unterfangen nicht gerade leichter. Die weiteren fünf Episoden überzeugen dann aber spätestens mit der Einführung des Massenmörders Ryūnosuke auf ganzer Linie, denn hier zeigt der Anime, wie erbarmungslos er sein kann und fesselt dann fast jede der insgesamt 175 Minuten bis zum gut platzierten Ende, welches Lust auf mehr macht. Die Mischung aus historischen Figuren wie Alexander dem Großen, fiktiven Personen wie Arthur Pendragon, einer neuen Legende um den Heiligen Gral und interessanten Charakteren gestaltet Fate/Zero zwar nicht lehrreich, baut aber stattdessen jede Menge Spannung auf. Spannung, die so schnell definitiv nicht abbrechen wird!

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fate/Zero – Vol. 1 (Episoden 1 – 6)!

Review: Schwerter des Königs: Die letzte Mission

Schwerter des Königs - Die letzte Mission (1)Erinnern wir uns an das Jahr 2007. Mit Schwerter des Königs: Dungeon Siege misslingt Uwe Boll bei Weitem ein Kinoerfolg mit einer Videospielumsetzung. Mit Schwerter des Königs: Zwei Welten schlägt der Regisseur vier Jahre später einen ganz anderen Weg ein.

Schwerter des Königs - Die letzte Mission (2)Dieser Weg führt ihn aber nicht zu einem großen finanziellen Erfolg, sondern ins Filmregal. Der zweite Teil der bisherigen Trilogie erscheint direkt auf DVD und Blu-ray und schafft es nicht einmal mehr ins Kino. Da kann auch Dolph Lundgren, der als Held Granger die zwei Welten vor dem Untergang rettet, nicht viel helfen. Schwerter des Königs: Die letzte Mission ähnelt dem zweiten Serienteil sehr. Nachdem Dominic Purcell in Uwe Bolls Assault on Wall Street durchaus gepunktet hat, hat der Regisseur die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler direkt verlängert, sodass der ehemalige Prison-Break-Star im abschließenden Teil der Trilogie den Helden mimt. Ein Held ist der von Purcell gespielte Hazen Kaine zu Beginn des Films aber noch lange nicht. Viel mehr ist Kaine ein Gelegenheitsbösewicht, der vor und nach dem Tod seiner Frau mit den falschen Leuten zusammenstößt und in die Unterwelt abdriftet. Seit Jahren ist er ein Auftragskiller, der derzeit in Bulgarien für Aufsehen sorgt. Nachdem er in der ersten Filmszene problemlos mehrere Menschen kaltblütig erschießt, um kurz darauf wegen eines dicken Geldbündels einen Tresor knackt, erhält er von seinem Auftraggeber auch noch die Aufgabe, die zwei Töchter eines reichen Geschäftsmannes zu entführen. Als Kaine ein Amulett von einem der beiden Mädchen abnimmt, wird er in die Vergangenheit versetzt.

Verwirrendes Universum

Schwerter des Königs - Die letzte Mission (3)Man merkt, dass Zwei Welten und Die letzte Mission auch hier von der eigentlichen Vorlage des PC-Rollenspiels abweichen. Trotzdem gibt es in beiden Filmen Hinweise darauf, dass die Welt immer noch dieselbe sei. Während das bei Zwei Welten noch ein netter Verweis auf die Handlung des ersten Films gewesen ist, ist es jetzt nur noch ein kurzes Musikstück. Während der letzte und der vorliegende Film auf die Thematik der Zeitreise aufbauen, ergeben sie für sich genommen jedoch keinen Sinn. Während bei den ersten beiden Teilen eine Fantasy-Welt klar im Vordergrund steht, ist es jetzt das Mittelalter von Bulgarien, welches Kaine erkunden darf. Eine gewisse Kontinuität versucht man jedoch auch hier zu wahren, denn wieder einmal hat ein Fiesling, diesmal ein durchtriebener König, die Macht ergriffen und wie es der Zufall so will, ist Kaine aufgrund einer seiner Tätowierungen zum Helden bestimmt, wie der örtliche Schamane nach einem kurzen Gespräch feststellt. Zusammen mit den beiden Töchtern des letzten Königs begibt sich Kaine auf eine Reise durch das mittelalterliche Bulgarien, sofern man es als solches identifizieren will, um die restlichen Widerständler zu vereinigen und in die Schlacht gegen den Tyrannen zu ziehen. Spannend klingt das nicht sonderlich, doch wandelt sich der Film gen Ende von der Schlaftablette zum kleinen Action-Feuerwerk.

Unteres Mittelmaß

Schwerter des Königs - Die letzte Mission (4)Man kann über den Film sicherlich viel Schlechtes sagen, doch genau dann, wenn er sich dem Ende zuneigt, gelingt Boll der Spagat zwischen einer schwachen und einer starken Erzählung. Besonders das Ende ist nicht so klischeehaft wie in Hollywood-Produktionen. Obwohl aus der Filmschmiede in Los Angeles mittlerweile nur noch selten ein guter Film kommt, kann sich die Boll-Produktion jedoch nicht mit guten Kameraführungen schmücken. Das Bild ist sehr oft verwackelt, selbst in Szenen, die nicht auf Dynamik ausgelegt sind. Die Spezialeffekte des Films schwanken von mittelmäßig (ein Drache) bis schön anzusehen (Portalausgang). Dazu kann der nette, aber nicht ohrwurmverdächtige Soundtrack ein wenig entschädigen. Ralitsa Paskaleva, welche Prinzessin Arabella verkörpert, gibt neben Purcell die beste Arbeit ab. Wer die Wahl hat, sollte sich den Film definitiv auf Englisch anschauen beziehungsweise anhören. Die deutsche Synchronisation geht zwar in Ordnung, kommt aber nicht an das Original heran. Der Audiokommentar, der wie der Film circa 86 Minuten in Anspruch nimmt, gibt einmal mehr Einblick in das Leben von Boll. Man merkt dem Regisseur jedoch an, dass ihm die von ihm beschworenen Veränderungen der Filmindustrie schaden und kündigt halbwegs an, dass das seine Karriere nun gewesen sei. Seine Audiokommentare würden uns sicher fehlen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Man könnte meinen, dass sich bei der gesamten Trilogie ein Abwärtstrend vorliegt. Während der erste Teil noch im Kino lief und mittels eines großen Budgets produziert wurde, haben es der zweite und dritte Teil nur noch auf DVD und Blu-ray geschafft. Das liegt zum einen daran, dass man Uwe Boll ein Projekt dieser Größenordnung nicht mehr zutraut und zum anderen auch daran, dass Boll mit der Filmreihe einen anderen Weg einschlagen will. Wie genau das oder die Fantasy-Reiche der drei Filme noch irgendwie zusammenpassen, verstehe ich nach dem Anschauen aller drei Teile jedoch nicht. Immerhin kann man sich Schwerter des Königs: Die letzte Mission somit auch ohne Vorkenntnisse problemlos anschauen; die Story hat sowieso nichts mehr mit den beiden Filmen zuvor zutun. Wer sich mit Dominic Purcell jedoch auf die letzte Mission begibt, darf sich auf einen Fantasy-Film mit recht durchwachsenen Effekten, einer für einen neunzigminütigen Film langatmigen Handlung und eine kaum spürbare musikalische Untermalung einstellen. Da hilft leider auch nicht der kultige Audiokommentar von Boll, da sich dieser mehr um sein Leben, als um die Produktion des Films dreht. Der Titel richtet sich an die großen Uwe-Boll-Fans, die einfach nicht genug von seinen Filmen bekommen können.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Schwerter des Königs: Die letzte Mission!

Review: Wii Fit U

Wii Fit U (1)Sport ist Mord heißt es in so manchen Kreisen. Videospielern wird zwar gerne vorgeworfen, dass sie nichts für ihre Gesundheit tun, doch spätestens seit dem ersten Wii Fit verliert das Klischee endgültig an Bedeutung. In Wii Fit U springen wir ein weiteres Mal aufs Balance Board.

Wii Fit U (2)Seit Dezember 2007 halten sich Japaner zuhause mit Wii Fit mit der Wii fit. Wenige Monate später, genauer gesagt ab April 2008, ist es auch hierzulande möglich, sowohl die Software, als auch die dazu nötige Peripherie, das Balance Board, zu erwerben. Obwohl das Balance Board sich abseits von Wii Fit in kaum einem Spiel durchsetzen kann, gelingt Nintendo mit dem Spiel ein neuer Durchbruch. Im Oktober 2009 erhält Wii Fit mit Wii Fit Plus ein Update, um die millionenfach verkaufte Hardware erneut zu huldigen. Seitdem ist es jedoch still um das Franchise, bis vor ein paar Jahren Wii Fit U für die Wii U ankündigt wird. Fans der Software müssen sich mehr als ein Jahr nach Launch der Wii U gedulden, um in den Genuss von Wii Fit U zu kommen. Nachdem wir das Spiel starten, werden wir darauf hingewiesen, dass wir unsere Daten von der Wii übertragen können und so unsere sportlichen Erfolge der letzten Jahre beibehalten dürfen. Da wir in den letzten Jahren auf Wii-Fit-Ebene jedoch eher gerastet und gerostet sind, anstatt uns mit dem Spiel zu beschäftigen, schenken wir uns das Übertragen der wenigen Daten aus den Jahren 2008 und 2009 und erstellen uns ein neues Profil. Dazu misst Wii Fit U erst einmal unser Gewicht und überprüft, ob wir auch wirklich aufrecht stehen können. Wenn wir unsere Größe eingeben, kann das Training beginnen.

Sport zuhause

Wii Fit U (3)Obwohl es uns schon in den Kniescheiben juckt, sollen wir doch zunächst einmal ein Ziel überlegen, auf das wir hinarbeiten wollen. Dabei heißt es entweder das Gewicht zu halten, zu verringern oder zu vergrößern – je nachdem nach was unser Body Mass Index schreit. Ist diese Hürde überwunden, stehen uns mehrere Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Yoga, Aerobic, Tanzen, Muskelübungen und Balance-Spiele stellen das Angebot von Wii Fit U dar. Während das bei den beiden Vorgängern in der Regel sehr viel Platz vor dem heimischen Fernseher erfordert hat, können wir dank des Bildschirm des Wii U GamePads auch einen anderen Ort im Zimmer (oder je nach Entfernung auch im Haus) aufsuchen und das Training dort beginnen. Besonders wer in einer Dachwohnung wohnt oder einen schweren Tisch vor dem Fernseher stehen hat, wird sich einmal mehr über das Feature der Wii U freuen dürfen. In den meisten Übungen steht uns entweder ein Trainer oder eine Trainerin zur Verfügung. Die beiden virtuellen Personen sind zwar charakterlos, aber um unser Wohlbefinden besorgt. Da beide Persönlichkeiten der deutschen Sprache mächtig, sprich synchronisiert sind, müssen wir während des Training abermals keine Texte lesen. Klasse! Obwohl man Sport auch ohne die Software treiben kann, halten wir den Ansporn des virtuellen Trainers dennoch für sinnvoll.

Balanceakt

Wii Fit U (4)Je nachdem wo man sich die eigenen Schwerpunkte setzt, desto gezielter kann man mit der Software seinen Körper schulen. Möchte man seine Muskeln trainieren, so empfiehlt es sich zum Beispiel Liegestütze gemeinsam mit dem Trainer oder der Trainerin zu machen. Wer es mit der Balance nicht so genau nimmt, obwohl dies ein integraler Bestandteil einer guten Körperhaltung ist, freut sich über die Balance-Spiele. Auch hier hat sich Nintendo in den letzten Jahren Gedanken gemacht. Beispielsweise können wir unserem Mii die Kleidung eines Kellners überstülpen, auf dem Balance Board die Schritte via sanftem Auftreten eingeben und dabei das Tablett stillhalten, indem wir das GamePad möglichst nicht bewegen. Auf dem Bildschirm des GamePads sehen wir übrigens die Nahrung, die wir von einem Ort zum anderen transportieren sollen. Je unsanfter wir uns fortbewegen, desto mehr wackeln diese auch auf dem kleinen Bildschirm umher. In anderen Minispielen, wie dem Bobfahren, setzen wir uns mit unseren vier Buchstaben auf das Balance Board. Dabei erkennt die Peripherie, wie sehr wie uns durch die Gewichtsverlagerung nach hinten neigen und erhöhen dabei auch die Geschwindigkeit des Bobs. Für solche Spielereien können wir Nintendos Entwickler nur Beifall spenden, da diese Minispiele einmalig in der Videospiellandschaft sind. Fantastisch!

Wii Fit U unterwegs

Wii Fit U (5)Die Retail-Fassung von Wii Fit U wird übrigens nur in Kombination mit einem Wii U Fit Meter verkauft. Dieses kleine Utensil ist für Käufer der digitalen Fassung ebenso separat erhältlich und wird an der Taille beziehungsweise an der Hose mit einem Griff befestigt. Das Fit Meter ist im Grunde ein Schrittzähler, der jedoch auch bemerkt, ob wir Treppen steigen und so die Höhen und Tiefen mitberechnet. In unserem Test funktioniert das Fit Meter sehr gut (kleine Abweichungen ausgenommen) und wer die Daten über das GamePad mit Wii Fit U synchronisiert, aktualisiert seinen Kalorienverbrauch. Positiv ist, dass über eine Applikation die Synchronisation auch ohne Spielstart erfolgen kann. Dabei haben sich die Entwickler ein nettes Spielchen ausgedacht. Aus einer Übersicht wählen wir eine Strecke wie ein Fußweg durch die englische Metropole London oder die Besteigung eines Berges wie den Mount Everest aus. Das heißt, dass wir hier entsprechend lange gehen oder viele Treppen steigen müssen, damit sich nach einigen Wochen die Schritte summiert haben und wir einen kleinen Erfolg feiern können. Anders wie bei Nintendogs + Cats handelt es sich bei Wii Fit U nicht um ein Stück Software, welches die Realität ersetzen, sondern sie erweitern will. Wer nicht ohne einen Ansporn Sport treiben kann, erhält mit Wii Fit U endlich einen guten Grund dazu.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Gut und gerne gebe ich zu, dass ich ein Sportmuffel mangels fehlender Zeit bin. Wenn ich jedoch die Gelegenheit dazu habe, schlage ich jedoch gerne mal den Weg ins Hallenbad ein oder jogge ein paar Kilometer um meinen Heimatort. Trotzdem finde ich es toll, dass Nintendo mit Wii Fit U für Sportmuffel ein Ass im Ärmel hat, um zusätzlich zu motivieren. Seit einigen Tagen trage ich quasi ununterbrochen das Wii U Fit Meter an der Hose und sammle fleißig Schritte, um irgendwann einmal durch Tōkyō gegangen oder den Fujisan bestiegen zu haben – wenn auch nur virtuell! Wenn das Balance Board nicht so ein Batterieschlucker wäre oder meine Bewegungen auch öfters als üblich erkennen würde, wäre ich sicherlich geneigter, die Software regelmäßiger, gar täglich, anzuschmeißen. So bleibt der Titel für mich leider nur eine nette Ergänzung, die jedoch ständig dazu motiviert, mehr und mehr zu trainieren. Zum Abschluss möchte ich Interessenten jedoch einen guten Rat geben, so albern er auch klingen mag: Wenn das Spiel von euch erwartet, dass ihr euch aufwärmt, dann solltet ihr das auch tun. Wer es nämlich ohne Aufwärmen übertreibt, kann schon bald mit nicht gerade angenehmen körperlichen Schmerzen rechnen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Wii Fit U!

Partner: Eröffnungsgewinnspiel bei Gamecontrast.de

Ihr werdet euch sicherlich daran erinnern, dass wir vor kurzem eine Partnerschaft mit der noch jungen Seite Gamecontrast.de eingegangen sind. Seit ein paar Tagen läuft dort bereits das Eröffnungsgewinnspiel, wo ihr eines von sechs tollen Preispaketen abstauben könnt, wenn ihr Fan unseres Partners auf Facebook werdet und den Gewinnspielbeitrag öffentlich mit euren Freunden teilt. Hier erfahrt ihr alle Einzelheiten!

Review: Donkey Kong Country: Tropical Freeze

Donkey Kong Country - Tropical Freeze (1)Als 2010 Gorilla Donkey Kong mit einem neuen Jump ’n’ Run ins Videospielgeschäft nach langer Abstinenz zurückkehrt und 2013 mit einer 3D-Portierung für Nintendos Handheld ein weiteres Mal zur Arbeit gerufen wird, warten wir seitdem auf einen echten Nachfolger.

Donkey Kong Country - Tropical Freeze (2)Auf der Electronic Entertainment Expo 2013 wird Donkey Kong Country: Tropical Freeze zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Ursprünglich plant Nintendo den Release für das Weihnachtsgeschäft 2013, doch kann dieser Termin nicht gehalten werden. Prompt wird der Titel um zwei Monate auf den 21. Februar 2014 verschoben. Ob es daran liegt, ob man die Wii U kurz vor Weihnachten lieber mit Super Mario 3D World und Wii Fit U bewerben will oder ob es dem Titel noch an Feinschliff mangelte, wissen wir bis heute nicht. Wichtig ist nur, dass Donkey Kong Country: Tropical Freeze unsere Erwartungen erfüllen kann, doch nun erst einmal der Reihe nach. Als Donkey Kong und Diddy Kong die Donkey-Kong-Insel von den Ureinwohnern der Insel gesäubert haben, feiern die beiden zusammen mit Dixie Kong und Cranky Kong die Ruhe auf der Insel mit einer großen und leckeren Banane. Nur wenig später lässt eine Schneeflocke die Kerze auf der Banane jedoch erlöschen, weshalb die vier Affen einen Blick aus Donkey Kongs Baumhaus werfen. Am Horizont sind Schiffe zu erkennen. Die Besatzung der Schiffe sind die sogenannten Viehkinger, die ihr Territorium ausweiten wollen. Kurzum werden die Affen auf eine weit entfernte Insel ins Exil geschickt, doch dort wollen sie nicht bleiben. Sie fordern ihren Bananenvorrat und ihre Insel zurück!

Vierköpfige Affenbande

Donkey Kong Country - Tropical Freeze (3)Damit sie jedoch dieses Ziel erreichen können, müssen wir sie mit unserer Hilfe über ganze sechs Inseln schicken. Das klingt im ersten Moment wenig, während Super Mario 3D World mit ungefähr der doppelten Anzahl an Welten locken kann. Weit gefehlt, denn während die Levels im Jump ’n’ Run mit dem Klempner sehr übersichtlich ausfallen, sind die Abschnitte in Donkey Kong: Tropical Freeze verdammt groß und dazu auch noch sehr knifflig. Wie im Vorgänger kommt es nämlich nicht selten vor, dass es viele Stellen gibt, an denen wir ein 1-up nach dem anderen verlieren. Während die ersten Spielabschnitte wohl dazu gedacht sind, dass wir unseren Vorrat aufstocken, purzeln die 1-ups gegen Ende nur so von unserem Konto. Es empfiehlt sich also die Spielabschnitte gut einzuprägen und wann immer es möglich ist, auch mit Begleitung durch die Levels zu hüpfen und zu rennen. Anstatt nur auf Diddy Kong zu bauen, dürfen wir wieder mit Dixie Kong durch den Dschungel rasen. Wie im zweiten und dritten Teil der Super-Nintendo-Trilogie können wir mit ihr erhöhte Plattformen erreichen, da ihr Haar als Propeller dient. Mit Diddy Kong greifen wir auf ein Jetpack zurück, um kurze Distanzen zu überwinden. Neu dabei als spielbarer Charakter ist Cranky Kong. Der missbraucht wie Dagobert Duck in DuckTales: Remastered seinen Spazierstock als Pogostab.

Auf dem Weg ans Ziel

Donkey Kong Country - Tropical Freeze (4)Dazu muss man jedoch sagen, dass wir als Solist nur Donkey Kong kontrolliert und unsere Begleitung auf dem Rücken des Gorillas Platz nimmt. So erhalten wir die Kontrolle über die Spezialfähigkeit des jeweiligen Affen. Ein Wechsel zwischen den Figuren wie auf dem Super Nintendo ist nach wie vor nicht möglich; auch nicht im Zweispielermodus. Der erste Spieler übernimmt immer die Rolle von Donkey Kong, während der zweite Spieler je nachdem einen der anderen drei Affen mimt. Es ist übrigens meistens egal, welcher der Affen und begleitet – die Levels und ihre jeweiligen Strukturen sind dann eben mal mehr, mal weniger knifflig. Es gibt jedoch einige Stellen, die zwangsweise auf einen der Affen aufbauen, beispielsweise ein geheimer Level-Ausgang, den wir im kühlen Nass nur mit Dixie Kong erreichen können. So und nicht anders fallen die verschiedenen Themenwelten, die uns vom Grund des Ozeans bis auf den höchsten verschneiten Gipfel führen, durchweg mit anderen Raffinessen unterhalten. Wer unterwegs fleißig Bananenmünzen, rote Luftballons und Bananen sammelt, macht sich das Leben einfacher. Während nach wie vor einhundert Bananen ein weiteres 1-up ergeben, dienen sie jetzt auch zum Auffüllen einer Leiste für eine Spezialfähigkeit. Da verwandeln sich alle Gegner in rote Luftballons oder in gelbe Herzen, die unsere Energieleiste verlängern.

Umfangreiches Abenteuer

Donkey Kong Country - Tropical Freeze (5)Einen der Kongs haben wir übrigens nicht erwähnt. Mit von der Partie ist außerdem Funky Kong, der die Rolle von Cranky Kong als Ladenbesitzer übernimmt. In der Krimskramskiste tauschen wir wohl verdiente Bananenmünzen, die es übrigens im Überfluss gibt, gegen das eine oder andere Item ein oder werfen sie in eine Art Kaugummi-Automat ein, welcher mit Kapseln und darin enthaltenen Figuren wirbt. Extras gibt es auch in Tropical Freeze wieder wie Sand am Meer und wer wirklich alle Musikstücke, Figuren und Bilder freischalten will, muss nicht nur das Spiel bis zum Endboss überstehen, sondern auch noch alle Puzzle-Teile finden. Diese sind deutlich besser versteckt als jüngst die Sterne in Super Mario 3D World, was einen besonderen Spürsinn erfordert, zumal die Puzzle-Teile nicht in der Reihenfolge angegeben werden, wie sie auch versteckt sind. Mehrmaliges Erforschen eines Levels ist absolut erforderlich, um den Titel am Ende zu einhundert Prozent durchgespielt zu haben. Da der Schwierigkeitsgrad anfangs eher human ausfällt und später extrem fordernd wird, könnte sich die Suche nach den Puzzle-Teilen und den vier Kong-Buchstaben K, O, N und G für den einen oder anderen Spielertyp zur Tortur ausarten. Ihr dürft uns ruhig glauben, denn vor allem die Levels, wo wir mit dem Raketenfass unterwegs sind, treiben uns richtig zur Weißglut.

Licht und Schatten

Donkey Kong Country - Tropical Freeze (6)Während sich die Jump-’n’-Run-Abschnitte und die Unterwasserlevels mit der Zeit in Fleisch und Blut übergehen, ist das Fahren mit der Lore, dem Ritt auf Rambi, dem Nashorn und das Fliegen mit dem Raketenfass ein anderes Kaliber. Auch wenn wir oft nur zu gerne das Wii U GamePad gegen die Wand schmeißen wollen, gefällt uns der knackige Schwierigkeitsgrad. Man möchte das Level nicht nur abschließen, sondern immer besser werden. Belohnt werden wir allseits mit einer hübschen HD-Grafik und einem opulenten Soundtrack, der uns vor allem noch aus dem ersten Level der Spielwelt La Savanna im Gedächtnis bleibt, belohnt. Wo Licht ist, gibt es auch Schatten – so auch in Tropical Freeze. Die Steuerung wirkt zu überladen. Was mit weniger Knöpfen, besonders beim Klettern und Laufen, möglich gewesen wäre, haben die Retro Studios nicht verstanden. Außerdem hoffen wir, dass bei einem Nachfolger auch wieder die Erzrivalen, die Kremlings, mit an Bord sind. Die Viehkinger haben zwar wesentlich mehr Charme als die Gegner des direkten Vorgänger, aber King K. Rool soll bitte noch nicht in Rente gehen. Ebenso wenig die restlichen Reittiere des Franchises. Wer sich für Donkey Kong Country: Tropical Freeze entscheidet, erlebt mindestens zwölf Stunden tollen Spielspaß. Wer das Abenteuer bis in den letzten Winkel erleben will, ist doppelt so lang beschäftigt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: So sehr ich den Vorgänger auf der Wii geliebt habe, so sehr habe ich ihn auch kritisiert. Donkey Kong Country: Tropical Freeze macht dabei nicht sehr viel anders, denn die Retro Studios präsentieren im Grunde das gleiche Spiel im neuen Gewand. Tatsächlich könnte hier dasselbe Fazit stehen wie im Dezember 2010. So gefällt es mir nach wie vor, dass ich mich wirklich anstrengen muss, um jedes Puzzle-Teil zu finden, um am Ende auch wirklich einen durchgespielten Spielstand mein Eignen zu nennen. Das es bis dahin noch etwas dauern kann, liegt mitunter auch am knackigen Schwierigkeitsgrad. Dieser ist gewohnt hoch und treibt mich zum Teil richtig in den Wahnsinn. Besonders die Raketenfass-Abschnitte sind in meinen Augen mal wieder so extrem schwierig aufgebautt. Dafür finde ich es beachtlich, mit wie viel Fantasie und Einfallsreichtum die Entwickler der Retro Studios die Spielwelt gestalten und mit Farben spielen. Besonders die Levels, wo man nur auf die Facetten der Charaktere und die Level-Architektur sieht, beeindrucken mich immer wieder gepaart mit dem wirklich tollen Soundtrack, von denen mir mehrere Tracks immer noch im Kopf herumschwirren. Wer sich mit dem ersten Teil schon anfreunden konnte, wird auch mit dem zweiten Teil seine wahre Freude haben. Für einen weiteren Teil wünsche ich mir aber deutlich mehr Abwechslung, ein Ausmerzen der im Review kritisierten Punkte und die Rückkehr alter Bekannter. Am Ende bleibt dennoch ein herausragendes und forderndes Jump ’n’ Run, welches man als Nintendo-Fan ohnehin früher oder später einmal spielen muss.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Donkey Kong Country: Tropical Freeze!

Gewinnspiel (02. – 16. März 2014)

Mardock Scramble - The Third Exhaust (Gewinnspiel) (1)Am 14. März 2014 erscheint der dritte und letzte Teil der Mardock-Scramble-Trilogie, der die Geschichte von Rune Balot abschließen wird. Bevor Anime-Fans den abschließenden Teil der Reihe in ihr Abspielgerät legen dürfen, beginnen wir vor dem Release mit unserer Verlosung zum Titel. Zu gewinnen gibt es zwischen dem zweiten und 16. März 2014 Mardock Scramble: The Third Exhaust bei uns je einmal auf Blu-ray und DVD. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr mehrere Optionen, die ihr noch dazu auch gerne kombinieren dürft. Wer nur an einer Gewinnspielmöglichkeit teilnimmt, erhält eine Gewinnchance und wer gleich bei allen sechs Optionen mitmacht, erhöht seine Gewinnchancen um ein Sechsfaches:

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 02.03.2014 öffentlich mit euren Freunden und teilt uns unter dem Beitrag euren Anime-Favoriten, sowie eure Wunschversion mit, die ihr gewinnen möchtet.

2. Ihr folgt uns auf Twitter und teilt uns in eurer Antwort auf den Gewinnspielbeitrag vom 02.03.2014 euren Anime-Favoriten, sowie eure Wunschversion mit, die ihr gewinnen möchtet.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 02.03.2014 öffentlich mit euren Freunden und teilt uns unter dem Beitrag euren Anime-Favoriten und zudem eure Wunschversion mit, die ihr gewinnen möchtet.

4. Ihr werdet Mitglied der NextGen-Community und teilt uns unter dem Gewinnspielbeitrag vom 02.03.2014 euren Anime-Favoriten und zudem eure Wunschversion mit, die ihr gewinnen möchtet.

5. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username mit und schildert uns euren Anime-Favoriten und zudem auch eure Wunschversion, die ihr gewinnen möchtet.

6. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns mitteilt, was euer Anime-Favorit und außerdem eure Wunschversion, die gewinnen möchtet, ist. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Universum Anime sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung müssen ab dem 17. März 2014 über ihre hinterlassenen Kontaktinformationen erreichbar sein; sie werden von uns schriftlich benachrichtigt. Die angeschriebenen Personen haben anschließend 48 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Ist einer der Gewinner über die Kontaktinformationen nicht erreichbar oder versäumt dieser die Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich von uns nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und in der NextGen-Community erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 16. März 2014, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Preview: The Elder Scrolls Online

The Elder Scrolls Online (1)Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine der größten, umfangreichsten und fantasievollsten Rollenspielserien den Weg in den Online-Sektor einschlägt. Nach dem einschlagenden Erfolg von The Elder Scrolls V: Skyrim dürfen wir die Fantasy-Welt Tamriel bald online erkunden.

The Elder Scrolls Online (2)Man kennt das ja bereits aus der Hauptreihe des Franchises und auch aus anderen Spielen. Als künftiger Held und Weltenretter wachen wir traditionell ohne Erinnerung und noch dazu im Kerker auf. Draußen vor den Zellentüren herrscht bereits Unruhe. Verwundert darüber treten wir langsam an die Gitterstäbe heran und werden prompt von der Erscheinung des Propheten in ein Gespräch verwickelt. Wenige Sekunden später erhalten wir in der Welt von The Elder Scrolls Online auch schon unseren ersten Auftrag: Wir sollen Lyris Titanborn finden. Kurz darauf schließt uns einer der Gefangenen, die gerade im unterirdischen Höhlenkomplex der Anlage rebellieren, die Zellentür auf. Nicht viele Schritte entfernt treffen wir auf die besagte Lyris Titanborn, mit der wir anschließend die Flucht aus den düsteren Gemäuern beginnen. Damit wir uns auch wehren können, dürfen wir wenig später unsere erste Waffen an uns nehmen und gegen die ersten knochigen Skelette kämpfen. Je weiter uns unsere Füße tragen, desto verzwickter wird das metaphysische Geschehen, welches wir mit unserem Verstand noch nicht ganz erfassen können. Wichtig ist nur, dass uns die Flucht aus dem Kerker gelingt. Dafür muss Lyris einen hohen Preis, kurzum ihr Leben, zahlen. Dieses tauscht sie gegen das des Propheten ein, der uns daraufhin aus dem Kerker an einen weit entfernten Ort bringt.

Orientierung am Vorbild

The Elder Scrolls Online (3)Zu Beginn des Spiels haben wir uns für einen Dunkelelfen entschieden. Aus diesem Grund bringt der Prophet unseren noch unerfahrenen Dragonknight an die Küste einer Insel in der Provinz Himmelsrand; also einem Teil jener Region, in welcher der fünfte Serienteil spielte. Auf dem Eiland angekommen, versuchen wir uns zunächst einen Namen zu machen. Dazu folgen wir entweder der Haupthandlung oder erfüllen wie für Online-Rollenspiele typisch Nebenquests. Hier folgen wir beispielsweise einem Hund an die Küste, wo wir einer Person in Not helfen dürfen. Wirklich tiefgründig sind diese Aufgaben nicht, doch scheint man sich bei der Haupthandlung zumindest Gedanken gemacht zu haben. Zwar hält sich die Spannung in den ersten drei Spielstunden noch in Grenzen, doch stehen die Chancen gut, dass die Köpfe hinter dem Projekt gemerkt haben, dass in ihrem Universum hier ungenutzte Ressourcen schlummern. Viel interessanter ist da jedoch das Spielsystem, mit welchem sich The Elder Scrolls Online identifizieren muss. Durch das Lernsystem, welches die Fähigkeiten je nach Nutzen steigert, hat es das Online-Rollenspiel schwer, sich hier an der Vorlage zu orientieren. Die Entwickler gehen jedoch tatsächlich diesen Weg. Je öfter wir mit einer zweihändigen Waffe angreifen, desto geübter werden wir im Umgang mit den Riesenknüppeln. Fantastisch!

Kompromisse eines Online-Rollenspiels

The Elder Scrolls Online (4)Trotzdem steigen wir nicht durchs Schlafen in unserer Stufe auf, sondern mit der Zeit. Haben wir genügend Aufgaben erfüllt, steigt unsere Stufe und wir erhalten Skill-Punkte, die wir auf der einen Seite in Lebensenergie, Magie, sowie Ausdauer und auf der anderen Seite in viele neue Fähigkeiten wie Zaubersprüche investieren dürfen. Später dürfen wir diese Fähigkeiten zwar in andere Richtungen entwickeln, doch steigern wir deren Kräfte ebenfalls durch sehr häufiges Anwenden. Etwas schade ist jedoch, dass man nicht die ganze Faszination eines The Elder Scrolls entfachen kann. In Häusern dürfen wir beispielsweise nach Belieben plündern – ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Ebenfalls können wir keine Nichtspielercharaktere töten. Immerhin existiert die eine oder andere Truhe, die wir mit dem bekannten Minispiel, wie zum Beispiel in The Elder Scrolls IV: Oblivion, knacken dürfen. Vermasseln wir das Knacken, hat ein anderer Spieler die Chance, die Truhe zu öffnen. Das zerrt zwar an der Atmosphäre, ist in der Praxis jedoch absolut fair. Apropos Atmosphäre: The Elder Scrolls Online präsentiert sich uns mit einer hübschen Optik, weitläufigen Gebieten, Gegnern und vertonten Charakteren und wirkt dazu durch den packenden Soundtrack jederzeit stimmig. Wie sich der mittlere Teil und vor allem das Endgame des Titels samt Inhalten schlägt, erfahren wir im April 2014.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der PC-Fassung): Ich war skeptisch, ob The Elder Scrolls Online an die Erfolge der Hauptreihe anknüpfen kann. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Online-Rollenspiel und das Konzept muss deswegen zwangsweise umgearbeitet werden. Nachdem ich jedoch etwa drei Stunden in Tamriel verbringen konnte, hat mich der Titel zum Teil eines Besseren belehrt. Die Grundstrukturen, sprich die Welt erkunden und durch das mehrmalige Einsetzen von Fähigkeiten diese zu verbessern, sind nach wie vor enthalten. In meinen Augen ist es aber schade, dass mich das Spiel dazu zwingt, ein strahlender Held zu sein, denn Nichtspielercharaktere können nicht getötet werden und wenn ich in einem Haus Gegenstände einheimse, werde ich dafür nicht bestraft. Das ist wohl dem Genre geschuldet, doch etwas weniger Moral hätte dem Spiel sicher gut getan. An anderer Stelle wirkt der Titel in seiner Gestaltung genau so, wie ich das von einem Teil der The-Elder-Scrolls-Reihe auch erwarte. Eine freiläufige Welt, die sowohl optisch als auch akustisch zu begeistern weiß und das Online-Abenteuer zu einem wahren Genuss macht. Wenn The Elder Scrolls Online im April 2014 endlich erscheint, werde ich sicherlich noch einmal nach Tamriel reisen!

Prime Time: Tales of Symphonia Chronicles (Unboxing)

Am 28. Februar 2014 war es endlich soweit. Rollenspieler bekommen wieder neues Futter und zwar in Form von Tales of Symphonia Chronicles. Wir haben uns die Collector’s Edition geschnappt und stellen euch deren Inhalt, bestehend aus dem Spiel, zwei Soundtrack-CDS, einem Roman und fünf Figuren, ausführlich vor.

Im zweiten Video vergleichen wir die Packung der PlayStation-3-Fassung des Spiels mit den Packungen der ursprünglichen Spiele, die für die Nintendo-Konsolen Gamecube und Wii einst erschienen sind. Wir wünschen euch sowohl beim Unboxing-Video, als auch beim Vergleichsvideo wieder gute Unterhaltung!

Neuer Partner: Gamecontrast.de

Wir freuen uns euch heute mitteilen zu dürfen, dass wir eine Partnerschaft mit der Seite Gamecontrast.de eingegangen sind. Gamecontrast.de ist ein Blog, der Videospiele für jedwede Konsolen und den PC genauer unter die Lupe nimmt. Der Fokus liegt dabei auf den täglichen News, die mit regelmäßigen Reviews einhergehen. Des Weiteren stellt euch die Redaktion Videos auf einem eigenen YouTube-Kanal bereit, die frisches Material zeigen und die ersten Einblicke in Beta-Versionen gewähren. Zusätzlich bietet Gamecontrast.de mit der Kategorie Klassiker einige Rückblicke, die Retro-Gamer wieder in vergangene Zeiten katapultieren. Selbst die Hardware bleibt vom Online-Magazin nicht verschont und wird auch auf Herz und Nieren getestet. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei unserer neuen Partnerseite direkt einmal vorbeischauen möchtet.

Review: Fable Anniversary

Fable Anniversary (1)Wir erinnern uns noch gut an die Versprechen, die Märchenonkel Peter Molyneux bei Fable vor mehr als zehn Jahren gemacht hat und sie nicht einhalten konnte. Trotzdem kann der Titel des übermotivierten Designers auch zehn Jahre nach seinem Release noch überzeugen.

Fable Anniversary (2)Fable Anniversary ist das HD-Remake des ersten Teils der Fable-Reihe. Nach wie vor spielen wir den Sohn der Gladiatorin Scharlachrobe und des Waldhüters Brom. Die Geschichte setzt zudem bereits in der Kindheit unseres Helden in seinem Heimatdorf Oakvale ein. Genauer gesagt am Geburtstag unserer Schwester Theresa. Von Brom erhalten wir die Aufgabe, gute Taten in Oakvale zu vollbringen. Für jede gute Tat erhalten wir ein Goldstück und mit drei Goldstücken können wir schließlich ein Geburtstagsgeschenk für unsere Schwester kaufen. Fable Anniversary lässt uns jedoch wie das Original die Wahl, ob wir nun gute oder auch böse Taten vollbringen wollen. So piesackt ein Rowdy einen kleinen Jungen. Entweder helfen wir dem Buben und vertreiben den Miesepeter oder wir machen mit diesem gemeinsame Sache. So oder so wird die Handlung stringent vorangetrieben – sie nimmt einfach nur eine andere Wendung. An diesem schönen Tag in Oakvale kommt es jedoch wie es kommen musste. Das Dorf wird von Banditen überfallen und brandgeschatzt. Als vermeintlich letzter Überlebender werden wir von Magier Maze rekrutiert und prompt in die Heldengilde gebracht. Gebeutelt durch die Geschehnisse, lassen wir unsere Kindheit hinter uns und starten mit der Ausbildung zu einem Helden, der das Fantasy-Reich Albion retten oder in den Untergang treiben wird.

Stärke, Fertigkeit und Magie

Fable Anniversary (3)Während unserer Ausbildung werden wir in die Grundlagen des Spiels eingewiesen. Es bleibt uns frei, ob wir lieber mit einem Schwert, dem Bogen oder mit Magie kämpfen, doch Obacht: Je nachdem wie wir mit den Gegnern im Spiel umgehen, erhalten wir neben den normalen Erfahrungspunkten auch Erfahrungspunkte in den drei genannten Kategorien, die wir für neue Fähigkeiten ausgeben. Besonders früh im Spiel ist es wichtig, sich zunächst auf eine Richtung festzulegen. Sobald wir im Spiel fortgeschritten sind, purzeln die Erfahrungspunkte ohnehin nur so von den Leichen der Feinde und die Kombination mehrerer Fähigkeiten macht dann durchaus Sinn. Haben wir die Ausbildung abgeschlossen, werden wir in die Wildnis von Albion entlassen. Wer eine offene Spielwelt eines The Elder Scrolls III: Morrowind erwartet, wird enttäuscht. Zwar ist die Welt frei begehbar, doch nur auf vorgeschriebenen Wegen. Rechts und links befinden sich natürliche Begrenzungen wie Abhänge oder Mauern, die das Ausbrechen aus der Spielwelt verhindern. Trotzdem ist das kein Manko, denn der Titel setzt nach wie vor auf andere Elemente und die macht er richtig gut. In der Heldengilde nehmen wir Quests an, die nach dem Absolvieren unseren Bekanntheitsgrad steigern und so weitere Aufgaben freischalten. Nebenbei festigen wir die gute oder böse Gesinnung unseres Helden.

Die Bekanntheit eines Helden

Fable Anniversary (4)Ab einem bestimmten Gesinnungswert erscheint unserem Helden entweder ein Glorienschein über seinem Haupt oder ihm wachsen zwei Hörner aus diesem. Je nachdem wie stark unsere Ausrichtung und unser Bekanntheitsgrad ist, reagieren auch die Menschen in Albion auf uns. Einem strahlenden Helden etwa applaudieren sie, doch wenn sie einen gefürchteten Schurken erblicken, nehmen sie schnell die Beine in die Hand und schreien um ihr Leben. Um unseren Bekanntheitsgrad zu feiern, dürfen wir zu den meisten Quests auch Großtaten übernehmen. Entscheiden wir uns dafür, werden wir vor die Tore der Heldengilde teleportiert und geben auf dem dortigen Podium vor Publikum an. Wir können beispielsweise prahlen, dass wir den Quest nackend absolvieren, keine Waffen verwenden oder unverwundet bleiben werden. Haben wir das geschafft, erhalten wir zusätzlich ein paar Goldmünzen. Die brauchen wir auch, denn mit der Ausbildungskleidung kommen wir nicht weit. Ein Held braucht eine gute Rüstung, mächtige Waffen und natürlich Heiltränke. Letztere finden wir jedoch auch sehr oft in der Wildnis, weshalb wir das Geld besser für etwas anderes sparen sollten. In jeder Stadt gibt es beispielsweise ein Haus, welches wir kaufen dürfen. Entweder verkaufen wir es später, wir vermieten es an Familien oder ziehen sogar selbst mit Ehefrau und Kind ein.

Möglichkeiten über Möglichkeiten

Fable Anniversary (5)Schöne Damen oder feine Herren lassen sich mit Geschenken bezirzen, bis sie schließlich einen Ehering von uns fordern. Relevant für das Spiel ist das jedoch nicht, aber immerhin eine nette Dreingabe. Dreingaben sind auch die Minispiele in den Städten. Hühnerweittreten, das eine oder andere Kneipenspiel oder Bogenschießen machen durchaus Spaß und lenken vom harten Heldenalltag ab. Wer mit einer Angelrute oder einem Spaten ausgerüstet ist, angelt nach versunkenen Schätzen oder buddelt diese, beispielsweise aus Friedhofsgräbern, aus. In einigen Fällen finden wir dabei die sogenannten Silberschlüssel. Überall in der Spielwelt gibt Truhen, die nur aufgehen, wenn wir eine bestimmte Anzahl an Silberschüsseln mit uns führen – oft werden wir mit besseren Waffen oder Ausrüstungsgegenständen belohnt. Belohungen winken ebenfalls, wenn wir zu den Dämonentoren pilgern. Die sprechenden Türen verlangen von uns bestimmte Opfergaben. Das kann der Mord an einer Person, die Ehe mit einer Frau, eine ausgebaute Fertigkeitsleiste oder eine strahlende Rüstung sein. Bereits hier haben die Lionhead Studios bewiesen, dass man mit der Fable-Reihe einen unkonventionellen Weg einschlagen und sich von der Konkurrenz absetzen will. Fable II und Fable III zeigen aber noch deutlich besser, wie man dieses Ziel erreichen kann. Fable ist die geborene Grundlage.

Die Gefahr des Einfrierens

Fable Anniversary (6)Blicken wir auf die letzten zehn Jahre zurück, hätte man aus Fable Anniversary jedoch noch sehr viel mehr rausholen können. Die Entwickler haben sich fast ausschließlich der Grafik des Spiels gewidmet. Der Grafikstil ist jetzt weniger bunt und orientiert sich mehr an den beiden Nachfolgern, ohne aber deren optische Qualität zu erreichen. Trotzdem ist die Welt immer noch in Instanzen eingeteilt. Das wäre zwar aufgrund der Vorlage nur bedingt veränderbar gewesen, doch Ladezeiten von zehn bis dreißig Sekunden müssen auf der Xbox 360 beim Gebietswechsel definitiv nicht sein. Außerdem standen die Vorzeichen, dass der Titel mit einigen Bugs auf den Markt kommt, seit der letzten Gamescom nicht schlecht. Dort konnten wir den Titel bereits zwanzig Minuten anspielen. Ruckelorgien und Systemabstürze haben wir nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Spielern beobachtet. Während Ruckelorgien im fertigen Spiel zum Glück so gut wie nie auftreten, ist uns das Spiel beim Testen sechs bis sieben Mal eingefroren. In diesem Falle half es nur, die Xbox 360 vollständig neu zu starten. Reproduzierbar war das Bildschirmeinfrieren indes nicht. Die Entwickler arbeiten angeblich zwar an einem Patch, doch fragen wir uns einmal mehr, warum man diese Fehler nicht früher in den Griff bekommen hat und das Spiel fehlerhaft auf den Markt geschmissen wird.

Neues Feature: SmartGlass

Fable Anniversary (7)Trotzdem haben wir uns beim Testen dabei ertappt, wie wir diese Fehler hingenommen und die Konsole wieder eingeschalten haben. Fable Anniversary macht wie das Original sehr viel Spaß und motiviert durchgehend bis zum großen Finale, wirklich alle Fähigkeiten zu meistern und alle Nebentätigkeiten abzuschließen. Das macht sogar dann noch Laune, wenn die Story längst abgeschlossen ist und wir immer noch durch Albion reisen dürfen. Hier erinnert uns das Rollenspiel ein wenig an die The-Legend-of-Zelda-Reihe, da deren Welten ebenso mit vielen Geheimnissen und Rätseln gespickt ist. Trotzdem finden wir es schade, dass man dem Titel nur eine mittelmäßige SmartGlass-Unterstützung spendiert hat, anstatt neue Quest oder Kampfoptionen für das zehnjährige Jubiläum zu entwickeln. Wer während des Spielens sein Tablet PC (in unserem Test ein Acer Icoania Tab A510) eingeschaltet hat, kann via SmartGlass eine Karte von Albion mit allen besuchten Orten aufrufen und so sehen, wo sich Truhen und Aufgaben befinden. Das ist größtenteils sehr nutzlos, denn die Fundorte aller Silberschlüssel verrät das Feature nicht und da die Orte ohnehin überschaubar ausfallen, reicht da unserer Meinung nach die kleine Karte am oberen rechten Bildschirmrand ohnehin aus. Wer aber ein permanenter Nutzer von SmartGlass ist, wird sich wohl dennoch über das zusätzliche Feature freuen. Am Spiel ändert sich ja nichts.

Ein Stück Rollenspielgeschichte

Fable Anniversary (8)Die wunderschön gestaltete Welt lenkt ebenso vom Bildschirm des Tablet PCs ab. Dabei ist es egal, ob wir durch die Stadt Bowerstone tingeln, bei anhaltendem Regen ein magisches Schwert aus einem Stein nahe des Tempels von Avo ziehen oder durch die Sümpfe des sehr unappetitlichen Darkwood schlendern. Das Design der Spielwelt ist für die Verhältnisse von 2004 auch heute noch sehr spannend. Passend dazu wird das Geschehen entweder mit recht fröhlichen oder eher düsteren Klängen unterlegt. Einige Melodien hat man auch noch Tage oder Jahre nach dem letzten Spielen im Kopf. Hier haben die Komponisten Danny Elfman und Russell Shaw großartige Arbeit geleistet. Allerdings müssen wir sagen, dass Kenner des Originals nicht unbedingt zu Fable Anniversary greifen müssen. Auch dann nicht, wenn sie The Lost Chapters (ein Erweiterungspaket, welches mit der PC-Fassung von Fable im Jahr 2005 eingeführt wurde) noch nicht kennen. Die Änderungen sind zu gering, als dass sich ganze vierzig Euro tatsächlich lohnen würden. Fable-Fans greifen aber vermutlich trotzdem zu und jene, die mit der Serie erst später begonnen haben oder sie noch gar nicht kennen, bekommen mit Fable Anniversary jetzt die beste Gelegenheit, ein Stück Rollenspielgeschichte nachzuholen. Fable (Anniversary) gehört absolut in jede gut sortierte Rollenspielsammlung!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung von Fable: The Lost Chapters und der Xbox-360-Fassung von Fable Anniversary): Als ich den Titel auf der letzten Gamescom anspielen konnte, habe ich leider kein gutes Gefühl gehabt. Ruckelorgien und Systemabstürze zeichnen den Titel auf der Messe in Köln, doch ein halbes Jahr später ist davon fast nichts mehr zu spüren. Das freut mich sehr, denn Fable (Anniversary) ist auf jeden Fall eines der Spiele, die man als Rollenspieler gespielt haben muss. Das Gesinnungssystem, welches sich optisch auf unseren Helden und stark auf seine Mitmenschen auswirkt, ist bis heute einzigartig in der Videospiellandschaft. Dazu gesellen sich Quests, die mit dem Großtatensystem ebenso sehr viel frischen Wind in die Welt der Rollenspiele gebracht haben. Abgerundet wird das Paket mit einer schönen Welt, einem grandiosen Soundtrack, illustren Charakteren wie Maze, Donner, Whisper, Dornernrose, Messer-Jack und Scharlachrobe, vielen Geheimnissen und einem motivierenden Kampfsystem. Fable Anniversary hat nichts von der Faszination des Originals eingebüßt und jeder, der den Ursprung dieser Serie (oder die Serie im Ganzen) überhaupt nicht kennt, bekommt jetzt die beste Gelegenheit, diese(n) nachzuholen. Für mich ist und bleibt Fable ein Spiel, welches man in seinem Leben unbedingt gespielt haben muss!

Vielen Dank an Microsoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fable Anniversary!

Prime Time: Die große Plattfuß-Box (Unboxing)

Bud Spencer gehört wohl zusammen mit Terence Hill zu den lustigsten und bekanntesten Schauspielern. Das liegt vermutlich weniger an ihrer durchaus guten Schauspielkunst, sondern mehr an ihren unvergesslichen Sprüchen mit ihrer metapherreichen Sprache. So war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns einem Unboxing-Video von einigen ihrer Filmen widmen. Den Anfang macht zunächst die große Plattfuß-Box. Bud Spencer mimt in Sie nannten ihn Plattfuß den Kommissar Rizzo und sorgt in der italienischen Stadt Neapel für Recht und Ordnung. In Plattfuß räumt auf führt ihn sein Weg nach Hongkong, bevor er in zwei weiteren Abenteuern den Weg nach Afrika findet. Plattfuß in Afrika und Plattfuß am Nil sind in der großen Plattfuß-Box nämlich ebenfalls enthalten, sowie eine Dokumentation über Bud Spencer und erstmals die ungeschnittenen Langfassungen von Sie nannten ihn Plattfuß und Plattfuß in Afrika. Wir stellen euch diese Box in unserem Unboxing-Video ausführlich vor und wünschen euch gute Unterhaltung dabei!

Partner: Heavenly Mangas verlost Codes zu Might and Magic: Heroes Online

Bei unserer Partnerseite Heavenly Mangas laufen derzeit die Leitungen heiß. Das liegt vor allem daran, dass derzeit unter den ersten dreißig Teilnehmern Codes zum geschlossenen Beta-Test zu Might and Magic: Heroes Online verlost werden. Während ihr hier teilnehmen könnt, könnt ihr euch hier ein Bild vom Spiel in unserer Preview machen.

Partner: Games-Mag-Olympia-Fan-Special

Nicht nur bei uns, sondern auch bei unserer Partnerseite Games-Mag gibt es derzeit ein tolles Gewinnspiel passend zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi.  Je nachdem wie viele neue User auf Facebook folgen, verlost die Redaktion des Games-Mag ein Roman zu Assassin’s Creed, Assassin’s Creed III für die Wii U und Skylanders: Swap Force für die Wii U. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr unsere Partnerseite mit einem Like bei dem wohl größten Social Network der Welt unterstützt. Wir drücken euch ganz fest die Daumen, dass ihr einen der drei tollen Preise abstaubt!

Gewinnspiel (16. – 28. Februar 2014)

Gewinnspiel Feburar 2014 (1)Bereits im November des letzten Jahres erschien der neue Ableger der Mario-&-Sonic-Reihe. Die einstigen Konkurrenten hat es diesmal zu den Olympischen Winterspielen verschlagen. In Sotschi angekommen, durchleben die beiden Videospielhelden und ihre Freunde die Höhen und Tiefen des Wintersports. Passend zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi verlosen wir zwischen dem 16. und 28. Februar 2014 zwei Exemplare von Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen: Sotschi 2014 für die Wii U. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr wieder mehrere Möglichkeiten, die ihr noch dazu auch gerne wieder kombinieren dürft, um jeweils (maximal) eine Gewinnchance zu erhalten:

1. Ihr werdet Fan unserer Facebook-Seite, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 16.02.2014 öffentlich mit euren Freunden und teilt uns unter dem Beitrag eure Lieblingswintersportart mit.

2. Ihr folgt uns auf Twitter und teilt uns in eurer Antwort auf den Gewinnspielbeitrag vom 16.02.2014 eure Lieblingswintersportart mit.

3. Ihr unterstützt uns auf Google+, teilt unseren Gewinnspielbeitrag vom 16.02.2014 öffentlich mit euren Freunden und teilt uns unter dem Beitrag eure Lieblingswintersportart mit.

4. Ihr werdet Mitglied der NextGen-Community und teilt uns unter dem Gewinnspielbeitrag vom 16.02.2014 mit, was eure Lieblingswintersportart ist.

5. Ihr abonniert uns auf Youtube, teilt uns über unsere Kontaktmöglichkeiten euren Username mit und schildert uns, was eure Lieblingswintersportart ist.

6. Ihr hinterlasst uns unter diesem Beitrag eine Antwort, in welcher ihr uns mitteilt, was eure Lieblingswintersportart ist. Damit abonniert ihr unseren Newsletter.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Sollte niemand die Anforderungen erfüllen, wird der Preis unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem ersten März 2014 über ihre jeweils hinterlassenen Kontaktangaben informiert. Die angeschriebenen Personen haben anschließend 48 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Versäumt einer der Gewinner diese Frist, erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich selbstverständlich von uns nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter, Google+, Youtube und in der NextGen-Community erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 28. Februar 2014, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Prime Time: Revenge Trilogie (Unboxing)

Südkoreanische Filme müssen sich nicht vor der Film verstecken. Viel zu oft wird das Potential der Filme aus Korea unterschätzt und Titel wie Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy und Lady Vengeance gehen in der Masse großer Hollywood-Blockbuster, die weniger Sinn und Verstand haben. Aus Südkorea kommen heutzutage packende Filme, welche in Hollywood vor zwanzig oder dreißig Jahren entstanden sind. Heutige Filmschaffende sollten sich unbedingt ein Beispiel an den Film von Park Chan-wook und Co. nehmen. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch heute die drei genannten Filme, die man hier als die Revenge Trilogie bezeichnet, vor. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Review: NES Remix

NES Remix (1)Spätestens seit Mega Man 9 erschienen ist, sind Retro-Titel wieder massenkompatibel. Jeder der eine Wii, einen 3DS oder eine Wii U besitzt, wird sich sicherlich mal den einen oder anderen Nintendo-Entertainment-System-Klassiker runtergeladen haben, um die es hier geht.

NES Remix (2)So schnell kann es gehen – kurz nachdem das Spiel im Rahmen einer Nintendo-Direct-Ausgabe vorgestellt wird, erscheint es auch schon im eShop der Wii U. NES Remix entpuppt sich dabei nicht als reine Sammlung verschiedener Nintendo-Entertainment-System-Spiele, die wir jetzt vollständig spielen dürfen, sondern als clevere Kombination mit Anleihen der Wario-Ware-Reihe. Wer Wario Ware nicht kennt, der sollte wissen, dass in dieser Serie dem Spieler kurze Aufgaben vorgesetzt werden, die er in nur wenigen Sekunden erfüllen muss. Ähnlich verhält es sich jetzt mit den Klassikern des Nintendo Entertainment Systems – nur mit dem Unterschied, dass wir schon etwas mehr Zeit haben. In Super Mario Bros. bekommen wir beispielsweise die Aufgabe, im ersten Level des Spiels fünfzehn Gegner auszuschalten; in The Legend of Zelda müssen wir dann den Eingang eines Dungeons finden; in Ballon Fight wiederum zwanzig auftauchende Ballons zum Platzen bringen, ohne dass wir einen auslassen und in Ice Climbers die vierte Ebene erreichen. Dabei kommt es ganz besonders darauf an, wie viel Zeit wir für diese Aufgaben brauchen. Je schneller wir sind oder eher gesagt je geschickter wir uns bei diesem Unterfangen anstellen, desto eine bessere Bewertung erhalten wir. Diese Bewertung besteht aus bis zu drei Sternen, die wir als Belohung erhalten.

Grandioses Zusammenspiel

NES Remix (3)Diese Sterne beweisen nicht nur unser Können. Mit ihnen schalten wir ebenso neue Aufgaben oder gar neue Spieltitel wie Donkey Kong oder Clu Clu Land frei, die wir dann auch angehen dürfen, um neue Sterne zu sammeln, mit denen wir dann die Remix-Aufgaben freischalten können. In diesen Levels ändert sich dann einiges am dargestellten Spiel. Anstatt in Donkey Kong mit Mario Pauline zu retten, müssen wir jetzt mit Link das Gerüst erklimmen. Dabei sollten wir natürlich beachten, dass Link nicht über die Fässer springen oder die Hämmer, die in den Levels zu Marios Schutz herumhängen, benutzen können. Es kann auch vorkommen, dass sich der Grafikstil des jeweiligen Spiels verändert. Tennis erscheint beispielsweise dann bis zum zweiten Schlagabtausch als ganz normal, doch dann wird aus der bunten Grafik auf einmal eine optische Oberfläche, wie wir sie noch vom GameBoy kennen. Ihr merkt, dass nicht nur die Remix-Aufgaben sehr abwechslungsreich sind, sondern auch die eigentliche Auswahl an Spielen ist sehr gut gelungen. Neben den bereits genannten Titeln dürfen wir auch den Golfschläger in Golf schwingen und eine ruhige Kugel in Pinball schieben. Dazu kommt noch Wrecking Crew, in dem wir Mauern einreißen dürfen. Urban Champion, Donkey Kong 3 oder Baseball sind zwar auch enthalten, tauchen aber nur in der Bonusrunde auf.

Das Alter der Klassiker

NES Remix (4)Das finden wir sehr schade, denn mit diesen Titeln hätte man sehr leicht den Umfang des Spiels noch einmal ein wenig erhöhen können. Ein Schelm möchte sogar behaupten, dass Nintendo NES Remix als Werbeplattform für ihre eigenen Klassiker nutzt, da man aus dem Spiel heraus direkt in den eShop wechseln kann und Titel wie Excitebike für bis zu fünf Euro pro Spiel herunterladen darf. Wir sehen darüber jedoch hinweg, da die Intention des Spiels eine deutlich andere ist. Aufgrund des Alters der Spiele darf ebenfalls nicht über die Grafik der Titel gemeckert werden. Jüngere Spieler, die nicht mit einem Nintendo Entertainment System aufgewachsen sind, können unter Umständen mit der teils zu genauen und der teils zu ungenauen Eingabe-Überprüfung unzufrieden sein. Golf lässt beispielsweise maximal acht Richtungen zu, in welcher der Ball geschlagen werden darf und wann der Aufschlag in Tennis gelingt, ist ebenfalls eine Frage der Übung. Wir empfehlen daher, sich immer nur mit einem Spiel gleichzeitig zu beschäftigen, sofern man den Titel nicht schon einmal gespielt hat. So bekommt man in Excitebike zum Beispiel auch mit, dass es einen Turbo-Boost gibt und wundert sich nicht, warum man in dem Remix-Level nicht so gut abschneidet. Wer auch den letzten Stern und Stempel (für das Miiverse) freischalten will, braucht dafür circa 14 Stunden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als das Spiel in der Nintendo-Direct-Ausgabe vorgestellt wurde, habe ich mich direkt in NES Remix verliebt. Viele und von mir gern gespielte Klassiker wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda oder Excitebike nehme ich mir in NES Remix gerne vor, um neue Bestleistungen aufzustellen. Die Spielidee ist einfach und genial zugleich und da ich damals auf der Wii wie verrückt Wario Ware: Smooth Moves gespielt habe, habe ich mich auch sehr schnell in NES Remix zurechtgefunden. Das Muster in Clu Clu Land unter Zeitdruck zusammenstellen, so schnell wie möglich den Geheimgang in The Legend of Zelda finden oder die Bestzeit einer Runde in Excitebike schlagen – die Ideen sind fast grenzenlos. Da die Levels allesamt sehr kurz ausfallen, kann ich auch einfach nur mal kurz die Wii U anschmeißen und mich auch nur eine halbe Stunde in das Spiel vertiefen, um Spaß zu haben. Ärgerlich ist für mich, dass es nur Offline-Ranglisten gibt und man seine Erfolge nicht mit der Welt teilen darf. Ebenfalls schade ist für mich, dass es keinen Mehrspielermodus gibt, denn der hätte NES Remix sicherlich noch sehr viel besser gemacht. Ich hoffe sehr, dass Nintendo mit NES Remix ein Erfolg beschert ist und wir sehr bald mit einem Nachfolger rechnen dürfen.

Prime Time: The Dark Knight Trilogie – 5-Disc Special Edition (Unboxing)

Vor kurzem hatte Amazon die The-Dark-Knight-Trilogie in der 5-Disc Special Edition kurzzeitig reduziert und wir haben selbstverständlich zugeschlagen. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch die Filmreihe in dieser Trilogie-Packung kurz vor und erzählen euch, welche Erfahrungen wir mit dem Franchise oder eher gesagt zwei der drei Filme gemacht haben. Gute Unterhaltung!

Umfrage-Ergebnis: Das Jahr der Schlange ist zu Ende

Im Januar stellen wir euch die Frage, welche für euch die besten Titel des Jahres 2013 sind. Einige Titel haben uns überrascht, andere hingegen boten mehr Altbekanntes. Wie im letzten Jahr boten sich bei der diesjährigen Auswertung einige Titel ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Das Jahr der Schlange ist zu Ende (2)Bei den besten Nintendo-Titeln liegt in diesem Jahr die Rückkehr eines Franchises vorne. 25 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer halten Fire Emblem: Awakening für das beste Nintendo-Spiel 2013. Wohlverdient wie wir finden, da der Titel einige Neuerungen in die Serie bringt. Platz 2 und 3 hingegen belegen mit jeweils exakt 18 Prozent die Titel New Super Mario Bros. U und The Legend of Zelda: The Wind Waker HD. Unter Nintendo-Fans scheinen also auch traditionelle Serien und HD-Neuauflagen geschätzt zu sein. Der vierte und fünfte Platz wird mit jeweils neun Prozent von Lego City Undercover und Professor Layton und die Schatulle der Pandora belegt, obwohl letzteres ein paar Jahr auf den Buckel hat.. Bei der Konkurrenz-Konsole aus dem Hause Sony Computer Entertainment können wir hingegen eine bessere Abstufung erkennen. 24 Prozent aller Befragten sind sich einig, dass The Last of Us der beste Titel ist, der 2013 für die beiden Heimkonsolen von Sony erschienen ist. Knapp dahinter liegt Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin mit stolzen 22 Prozent. Auf Platz 3 positioniert sich Assassin’s Creed IV: Black Flag mit zwanzig Prozent. Kingdom Hearts ist für euch wohl ein Franchise, welches man nicht unterschätzen darf, denn Kingdom Hearts: HD 1.5 ReMIX ist mit zwölf Prozent vertreten. Beyond: Two Souls ist mit acht Prozent auf dem fünften Platz gelandet.

Das Jahr der Schlange ist zu Ende (3)Auf der Xbox 360 macht das Rennen Forza Horizon mit ganzen zwanzig Prozent. Diesen Wortwitz müssen wir erst selbst einmal verdauen, doch der Titel hat es eindeutig verdient. Die Plätze 2, 3 und 4 belegen mit jeweils 17 Prozent die Spiele Dark Souls – Prepare to Die Edition, Dead Space 3 und Killer is Dead. Während Dead Space 3 nicht sehr viel richtig, aber auch nicht sehr viel falsch macht, finden wir euer Engagement für die anderen beiden Titel klasse. Fordernde Spiele und fernöstliche Nischenprodukte sind bei euch also wohl in guten Händen. Auf dem fünften Platz landet Fuse mit sieben Prozent. PC-Spieler können sich hingegen nicht einiger sein. Mit 25 Prozent der Stimmen landet das fantastische BioShock Infinite auf dem ersten Platz. Gefolgt von der Online-Rollenspiel-Wiedergeburt Final Fantasy XIV: A Realm Reborn mit 16 Prozent auf dem zweiten Platz. Der dritte und vierte Platz, jeweils mit neun Prozent, werden von SimCity und Goodbye Deponia belegt. Obwohl es sich bei SimCity auch heute noch um kein vollständig ausgetüfteltes Spiel handelt, macht dieses Spiel unseren Lesern anscheinend so viel Spaß, dass sie es in die Auflistung übernehmen. Außerdem schätzt ihr wohl Point-and-Click-Adventures. Über den fünften Platz darf sich Electronic Arts freuen, denn dieser wird von Battlefield 4 mit sieben Prozent belagert.

Das Jahr der Schlange ist zu Ende (4)Bei der Wahl des besten Download-Spiels positioniert sich ein Titel, auf den wir in Europa lange genug warten mussten, ganz vorne. EarthBound hat sich den ersten Platz mit 26 Prozent redlich verdient. Nostalgisch werden wir auch bei der Zweitplatzierung, denn hier erwartet uns mit DuckTales: Remastered ein alter Bekannter, der mit 21 Prozent auch heute noch genügend Fans unter unseren Lesern hat. Unsere Leser scheinen jedoch auch an neuen und interessanten Software-Ideen interessiert zu sein, denn die Erlebnis-Software Wii U Panorama View mit seiner Rundum-Ansicht beeindruckt ganze zwölf Prozent. Auf dem vierten Platz ist in unserer Umfrage der GameBoy-Klassiker Wario Land 3 gelandet und auf dem fünften Platz befindet sich mit Mario & Donkey Kong: Minis on the Move ein weiterer Vertreter aus Nintendos großer Franchise-Liste, der besonders für Puzzle-Fanatiker mehr als interessant sein dürfte. Wer gerne Filme schaut, kam im letzten Jahr nicht um Phoenix Wright – Ace Attorney herum. 27 Prozent von euch wählten den Film auf den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz schlägt sich derweil Ip Man – The Final Fight mit 16 Prozent herum. Gormenghast landet mit elf Prozent auf dem dritten Platz, während sich Into the Sun und COnfession of Murder – Tödliches Geständnis mit jeweils acht Prozent die Plätze 4 und 5 einnehmen.

Das Jahr der Schlange ist zu Ende (5)Die Anime-Fans haben es uns aufgrund der wirklich langen Liste nicht leicht gemacht. Ein deutlicher Gewinner konnte sich dennoch der Spitze positionieren. Ame & Yuki – Die Wolfskinder aus dem Hause Kazé Anime gewinnen knapp mit sieben Prozent, bevor sich die Plätze 2, 3 und 4 mit jeweils sechs Prozent Die letzten Glühwürmchen, One Piece: Der Fluch des heiligen Schwertes und die Premium Box von The Garden of Sinners quasi teilen müssen. Auf dem fünften Platz kann Black Lagoon – Die komplette 2. Staffel (The Second Barrage) mit fünf Prozent für sich einnehmen. Bei den Mangas hingegen ist der Fall mehr als klar. Resident Evil: Marhawa Desire (Band 2) liegt mit 36 Prozent vor, gefolgt vom dritten Band mit 27 Prozent. Auf dem dritten Platz erkennen wir den ersten Band von Liar Game mit 18 Prozent, bevor der vierte und fünfte Platz mit je neun Prozent vom zweiten Shi-Ki- und fünften Liar-Game-Band belegt werden. Besonders in den letzten beiden Kategorien merkt ihr abermals, dass euch die Wahl nicht leicht gefallen ist und viele Titel um die Platzierung sehr kämpfen mussten. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich dafür, dass ihr an unserer Umfrage teilgenommen habt und eure Stimmen das Ergebnis maßgeblich beeinflusst haben. Hoffen wir, dass 2014 wieder viele tolle Titel für die Umfrage im nächsten Jahr erscheinen.

Prime Time: Might & Magic X: Legacy – Deluxe Edition (Unboxing)

Nach mehr als zehn Jahren sind wir froh darüber, dass wir diesen Tag noch erleben dürfen. Nachdem Publisher Ubisoft das Might-&-Magic-Franchise überwiegend nur für Heroes of Might & Magic genutzt hat, haben die Köpfe des französischen Unternehmens endlich dazu entschieden, einen weiteren Teil der traditionsbewussten Rollenspielserie auf den Markt zu werfen. In deutschem Hause entwickelt, stellen wir euch in diesem Video die Deluxe Edition des Spiels dar. Diese ist übrigens die einzige Retail-Version, die ihr im Einzelhandel erstehen könnt. Wir wünschen euch dennoch viel Spaß und gute Unterhaltung bei unserem Video!

Review: Mario Party: Island Tour

CTR_MP-IslandTour_TS_GER_131119-1.inddSeit Nintendo-64-Zeiten erfreut sich die Mario-Party-Reihe einer großen Fanbase, die jeden Teil mal mehr, mal weniger gerne verschlingt, jedoch auf jeder Party ausprobiert. Mario Party: Island Tour verlegt das Mehrspieler-Erlebnis jedoch einmal mehr in die Hosentasche.

Mario Party - Island Tour (2)Nachdem die beiden Ausflüge auf den GameBoy Advance, als auch die spätere Nintendo-DS-Episode nur noch sehr wenigen Spielern im Gedächtnis geblieben sind, ist bereits im Vorfeld Skepsis angebracht. Jedoch steht auch nicht mehr das geschlossene Entwicklerstudio Hudson Soft, sondern die klugen Köpfe von Nd Cube hinter dem Projekt. Die haben bereits mit Mario Party 9 gezeigt, dass Veränderungen innerhalb der Serie durchaus Sinn ergeben. Für den nun mehr dreizehnten Ableger der Serie hat man sich jedoch zu sehr auf den Lorbeeren ausgeruht. In unseren Augen präsentieren uns die Entwickler ein zu entschlacktes Gameplay, wobei am grundlegenden Konzept sich wieder einmal nichts geändert hat. Der Einstieg in Mario Party: Island Tour funktioniert dafür jedoch deutlich besser, als bei den vorherigen Serienteilen. Aus dem Hauptmenü wählen wir den Party-Modus und anschließend eines der Spielbretter aus. Auf jedem Spielbrett herrschen des Weiteren verschiedene Regeln. Im Item-Imprerium rasen wir erst durch eine Stadt, dann über saftig grüne Wiesen. Zwischendurch sammeln wir Items ein, welche unser Vorkommen beschleunigen. Wer zuerst am Schloss angelangt ist und die Lebensenergie des Bossgegners mit ein bis zwei Würfen senkt, gewinnt die Partie. Im Revier des Riesen-Kugelwillis müssen wir uns stattdessen davor hüten, den Riesen zu wecken.

Verschiedene Regeln

Mario Party - Island Tour (3)Bei der Sternensafari sammeln wir zwischendurch eine bestimmte Anzahl an Sternen ein und wer am Zielpunkt die meisten Sterne kassiert hat, gewinnt auch diese Partie. Die Raketen-Rallye hingegen ist so aufgebaut, dass wir Booster sammeln können, um so unsere Würfe mit dem entsprechenden Booster-Wert zu multiplizieren und so mehr Felder vorrücken zu dürfen. In Kameks Budenzauber lassen wir Würfel einfach mal Kuben sein. Stattdessen erhalten wir drei Spielkarten, die uns eine bestimmte Anzahl an Feldern vor und beziehungsweise oder die Gegner zurückrudern lässt. Wer Bowsers verrückten Feuerberg betritt, muss stattdessen so wenige Felder wie möglich vorrücken, denn wer zuerst am Ziel des Spielbretts ankommt, hat den schwarzen Peter gezogen und verliert. Ein weiteres Spielbrett ist allerdings nur für den Mehrspielermodus gedacht, bei dem drei bis vier menschliche Spieler aufpassen müssen, nicht die Bowser-Karte zu ziehen. Ansonsten bleibt so ziemlich alles beim Altbekannten. So gilt es zu Beginn einer Partie die Startreihenfolge mittels Würfelwurf festzulegen. Minispiele dienen dazu, um uns an Items oder Sternen zu bereichern oder uns, wie beim Item-Imperium, einen zusätzlichen Würfel beim Vorziehen auf dem Spielbrett zu spendieren. Das ist nett, doch können wir daraus keinen Vorteil ziehen, da wieder mal mehr Glück als Können zählt.

Abwechslungsreiche Minispiele

Mario Party - Island Tour (4)Das gilt zum Glück nicht für die Minispiele an sich, denn hier müssen wir schon selbst unser Können unter Beweis stellen. Wir paddeln mit einem Schlauchboot und dazu gleichmäßigen Touchpen-Bewegungen einen Fluss entlang und können dank des im Nintendo 3DS verbauten Gyrosensors den Handheld so bewegen, um herumflitzende Fuzzys an Stangen abzuschießen oder einfach nur bestimmte Personen beziehungsweise Gegner des Super-Mario-Universums zu fotografieren – Game & Wario lässt grüßen. Die Entwickler haben sich Mühe gegeben, um die Funktionen des Nintendo 3DS auszureizen. Trotzdem hat man auch an klassisches Gameplay gedacht, welches die Reihe seit jeher auszeichnet. Da rennen wir auf einem Treibsandpodest herum und müssen aufpassen, dass uns die Pokeys nicht mit ihren Stacheln pieksen. In einem anderen Minispiel weichen wir Geistern aus, in dem wir uns mit dem Circle Pad bewegen und lösen mittels doppelter Betätigung des A-Knopfs die Stampfattacke aus, um kleine Mäuse unter unserem Gewicht zum Kollabieren zu bringen. Die Minispiele sind abwechslungsreich, doch können sie nicht ansatzweise die Begeisterung der Heimkonsolenvorgänger auslösen. In einigen Minispielen haben wir nämlich das Gefühl, dass sie einfach leicht veränderte Kopien der anderen enthaltenen Minispielen sind und es teilweise an ausreichend Action mangelt.

Potential für kurzlebige Partys

Mario Party - Island Tour (5)Wer einen Favoriten unter den insgesamt achtzig enthaltenen Minispielen entdeckt, kann ihn im Minispielmodus und in verschiedenen Kombinationen mit anderen Minispielen separat angehen. Wer neunzig Minuten Zeit hat, darf sich auch in Bowsers Turmturnier versuchen und dreißig Etagen voller Minispiele und einem (nervigen) Story-Modus erleben. Bei so gut wie allen Spielmodi hagelt es nach Beendigung Mario-Party-Punkte, mit welchen wir unsere (bedeutungslose) Luftblasensammlung erweitern können. Diese Punkte erhalten wir auch, indem wir StreetPass aktivieren und mit Glück auf Leute treffen, die Mario Party: Island Tour spielen und wir sie in einem StreetPass-Minispiel anschließend schlagen. Obwohl der Titel mit netten Melodien und passablen Grafiken aufwartet, richtet sich die Reihe seit Beginn an eher nicht an Einzelspielerveteranen. Mehrspielerfreunde hingegen freuen sich darüber, dass sich nicht jeder Spieler den Titel zulegen muss. Mittels Download-Spiel läuft Mario Party: Island Tour im Mehrspielermodus dann auch ohne eine eigene Cartridge. Dort kann der Titel endlich sein volles Potential entfalten. Unterm Strich ist der Titel also kein mieses Spiel, doch selbst wenn man genügend Mitspieler findet, sollte man eher zu früheren Teilen greifen, da diese weniger generisch und deutlich runder wirken, als der neue Handheld-Ausflug!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Mario Party: Island Tour richtet sich eindeutig an jene Spieler, die regelmäßig mit anderen 3DS-Besitzern in Kontakt kommen und ebenso gerne Mehrspielertitel zocken. Für diese Spieler ist der neueste Serienteil sicherlich eine Bereicherung in ihrem Repertoire, doch wer sich nur selten mit anderen 3DS-Spielern austauscht, kann sich Mario Party: Island Tour eigentlich schenken. Der Grund ist einmal mehr ganz einfach und für Nintendo schon seit Jahren typisch – mal wieder hat das japanische Traditionsunternehmen keinen Online-Modus in Auftrag gegeben! Das ist vor allem deshalb so ärgerlich, da die Spielbretter in der Regel allesamt recht kurz ausfallen und man selten länger als eine halbe Stunde an einzelnen Partien festsitzt. Für Solisten ist der Titel schnell durchgezockt und bietet meiner Meinung zu wenig Umfang, um wirklich lange zu unterhalten. Trotzdem macht der neue Teil wieder sehr viel richtig, denn die Regeln der Spielbretter und der Minispiele sind abwechslungsreich und nutzen grundlegend sogar die Möglichkeiten von Nintendos Handheld sehr gut aus. Mario Party: Island Tour mangelt es am Ende an Feintuning, doch darüber sehe ich gerne hinweg, denn für ein paar spaßige Partien mit Kommilitonen in der Mittagspause reicht der Titel aus!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Mario Party: Island Tour!

Review: Evangelion: 3.33 – You can (not) redo.

Evangelion 3.33 - You can (not) redo. (1)Obwohl Evangelion 3.33 – You can (not) redo. bereits im Jahr 2012 im Land der aufgehenden Sonne erschienen ist, hat es bis Ende 2013 gedauert, bis Fans des Franchises hierzulande in den Genuss des Animes gekommen sind.

Evangelion 3.33 - You can (not) redo. (2)Die Handlung macht der Erscheinungsweise der Filme alle Ehre. Während Fans in Japan alle paar Jahre ins Kino pilgern dürfen, um die Fortsetzung erleben zu können, darf die hiesige Fanbase direkt auf die Veröffentlichung auf Blu-ray warten. Inhaltlich macht die Story im dritten Teil ebenfalls einen zeitlich großen Sprung. Es sind nämlich ganze vierzehn Jahre seit dem Second Impact vergangen und nichts ist mehr so, wie es einmal für Shinji Ikari war. In vierzehn Jahren haben sich neue Organisationen gebildet und politische Konstellationen, die für das Zusammenspiel der Charaktere wichtig sind, verändert. Dann gibt es aber Ereignisse, die sich scheinbar nie zu ändern scheinen. Nach wie vor wird die Menschheit von den Engeln attackiert. Man darf jetzt aber nicht an biblische Gestalten denken, die wir aus Erzählungen und Überlieferungen kennen. Engel sind in diesem Falle Kreaturen, gegen welche das Militär in der gesamten Serie unaufhaltsam kämpft. Wer die beiden Vorgänger nicht kennt, der wird sich jedoch nicht nur einmal fragen, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Der Anime geizt tatsächlich mit Erklärungen und setzt Kenntnisse der ersten beiden Filme voraus. Trotzdem ist nach den ersten Minuten klar, dass Shinji Ikari einen gewissen Vorfall überlebt hat und jetzt mit den mal mehr, mal weniger schwerwiegenden Konsequenzen rechnen muss.

Einblick in das Seelenleben

Evangelion 3.33 - You can (not) redo. (3)Bei Evangelion 3.33 handelt es sich um einen Anime, der insbesondere mit der Verfassung der Charaktere spielt. Von einer auf die anderen Minute, auch wenn vierzehn Jahre für eine einzige Minute doch wirklich lang sind, dreht sich für Shinji Ikari die Welt auf einmal in die verkehrte Richtung. Die Organisation Nerv, welche ehemals seine Verbündeten waren, sind ihm und Rei Ayanami feindlich eingestellt. In der neugegründeten Organisation Wille wird ihm sogar verboten, eine Evangelion-Einheit zu steuern. In der zweiten Hälfte des Films wird uns mit beeindruckenden Bildern deutlich gemacht, warum dieses Verbot aufrechterhalten werden muss. Da jedoch ganz besonders auf das Seelenleben des Protagonisten eingegangen wird, zieht sich diese Auseinandersetzung mit der Wahrheit über viele qualvolle Minuten und es kommt zum Ende hin selbstverständlich gegen einen Verstoß dieser Regel. So und nicht anders bringt Evangelion 3.33 den vierten und abschließenden Film der Reihe in Stellung, zu dem bis heute auch noch kein Erscheinungsdatum vorliegt. In Deutschland werden wir aber wohl, wie das bei Animes meist der Fall ist, wieder deutlich länger auf den Abschluss der Reihe warten. Wir hoffen jedoch, dass man dann auch aufgeworfene Fragen schlussendlich beantwortet, die im dritten Film aufgeworfen werden. Von denen gibt es nämlich reichlich.

Übergang zum nächsten Film

Evangelion 3.33 - You can (not) redo. (4)Ähnlich wie der Mittelteil der Mardock-Scramble-Trilogie, ist Evangelion 3.33 so aufgebaut, dass er als Übergangsstück fungiert und inhaltlich keine abgeschlossene Handlung bietet. So können Action und Spannung zwar durch den ganzen Film hinweg fortgesetzt werden, aber für jeden Anime-Fan, der einfach nur mal in das Franchise hineinschnuppern möchte, gilt weiterhin, mit dem ersten Teil zu beginnen. Evangelion 3.33 kann inhaltlich also nur dann punkten, sofern man die beiden Vorgänger gesehen hat und man gut und gerne bereit ist, mit einer inhaltlichen Handlungslücke von vierzehn Jahren zu leben – die Ereignisse dieser Zeit werden im Film nämlich nur kurz und knapp angesprochen. Kurz und knapp fällt zudem das Bonusmaterial aus. Auf 26 Minuten verteilt sind viele Trailer, Teaser und TV-Spots. Aus der Menge heraus sticht nur das Special Feature Rebuild of Evangelion 3.33, welches wunderbar zeigt, wie man mit Rotoskopie Realaufnahmen mit der Kunst des Zeichentricks überzeichnet. Optisch macht Evangelion 3.33 einen ordentlichen Eindruck. Die gelegentliche Einbindung von dreidimensionalen Objekten ist das einzige, was uns dabei negativ auffällt. Ebenfalls eher schwach ist die deutsche Synchronisation – hier empfehlen wir klar die japanische Tonspur (inklusive abschaltbaren Untertiteln!). Kenner der Vorgänger greifen aber so oder so zu!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Vor Jahren habe ich Evangelion: 1.11 – You are (not) alone. und Evangelion: 2.22 – You can (not) advance. gesehen, doch nach dieser Zeitspanne geht es mir wohl ähnlich wie dem Protagonisten Shinji Ikari. An kaum etwas kann ich mich noch erinnern und das wenige, an das ich mich besinne, reicht leider nicht aus, um die Handlung ohne direkte Vorkenntnisse zu verstehen. Man kann dem Film deswegen aber keinen Vorwurf machen, da er klar als Mittelstück einer ganzen Reihe fungiert und genauso vom Publisher suggeriert wird. Ich finde es jedoch schade, dass man sich nicht die Mühe gegeben hat, um eine wirklich kurze Zusammenfassung anzubieten. Bei einem Film von gerade einmal 95 Minuten hätten zwei zusätzliche Minuten sicherlich nicht geschadet – meinetwegen auch als Bonusmaterial, das in meinen Augen sehr spärlich bestückt ist. Keine Interviews, kein Audiokommentar und keine zusätzlichen Informationen, die das Verständnis des Films gestärkt hätten. Immerhin liegt der Blu-ray-Fassung ein Booklet bei, welches mit ein paar Hinweisen zur Entstehung des Films beziehungsweise der Filmreihe bestückt ist. Ich hoffe jedoch für den vierten Film sehr, dass der mit den ganzen Fragen, die im dritten Teil aufgeworfen werden, abrechnet. Bis dahin werde ich mir auch sicherlich die ersten beiden Filme und ein weiteres Mal den dritten Teil angeschaut haben und die Zusammenhänge hoffentlich durchgehend verstehen. Unterm Stich gilt jedoch, dass jeder, der schon von den ersten beiden Teilen begeistert war, sicherlich auch den dritten Teil mögen wird!

Vielen Dank an Universum Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Prime Time: Stanley Kubrick – Visionary Filmmaker Collection (Unboxing)

Stanley Kubrick gilt als Kultregisseur, denn Filme wie The Shining, Full Metal Jacket, Uhrwerk Orange, Lolita, 2001: Odyssee im Weltraum, Barry Lyndon und Eyes wide shut gehören zu seinen Werken, die man sich als Filmfan unbedingt einmal anschauen sollte. Diese sieben Titel gibt es vereint, verteilt auf mehreren Blu-rays, in der Stanley Kubrick – Visionary Filmmaker Collection. Wir haben uns die Box zugelegt und stellen euch ihre Merkmale vor und verraten euch, worauf ihr euch im beiliegenden Booklet freuen dürft. Viel Spaß beim Anschauen!