Review: Akuma no Riddle (Vol. 3)

Akuma no Riddle - Vol. 3 (1)Die ersten beiden Volumes von Akuma no Riddle haben wir euch in den letzten Monaten in Form von zwei Reviews bereits vorgestellt. Die dritte Volume setzt langsam zum Endspurt an, denn trotz des harten Alltags wollen die Attentäterinnen ihre Mordversuche nicht einstellen.

Akuma no Riddle - Vol. 3 (2)Wer sich für die dritte Volume mit der achten, neunten und zehnten Episode interessiert, sollte sich bewusst sein, dass das Vorwissen der vorangegangen Folgen vorausgesetzt wird. Man möchte schließlich bei einem fortlaufenden Handlungsstrang unter keinen Umständen gespoilert werden. Die Myōjō-Mädchenoberschule ist und bleibt ein mysteriöser Ort. Zwar scheint die Institution von außen eine ganz normale Oberschule für Mädchen zu sein und selbst wenn einmal genauer hinsieht, werden einem sicherlich keine gravierenden Unterschiede zu anderen Schulen auffallen, doch unter der Oberfläche passieren grauenvolle Dinge. Ichinose Haru steht kurz davor ihren Abschluss zu machen. Ihren Mitschülerinnen scheint daran nicht wirklich etwas zu liegen, denn statt sich auf die Prüfungen vorzubereiten, haben diese es nach wie vor im Sinn, Haru nach dem Leben zu trachten. Der Attentäterin, der es gelingt, Haru zu töten, wird ein Wunsch erfüllt – schlägt das Attentat jedoch fehl, so muss die Attentäterin die Schule unverzüglich verlassen. Mittlerweile haben sich die Reihen in Harus Klasse gelichtet und wie durch ein Wunder hat die junge Haru noch nicht das Zeitliche gesegnet. Die Attentate in den vorliegenden drei Episoden spielen vor dem Hintergrund der Vergangenheit, einem Tsunami und einer ominösen Teeparty, zu der nicht jeder freiwillig eingeladen worden ist. Unheimlich!

Tödliche Teeparty

Akuma no Riddle - Vol. 3 (3)In der achten Episode erfahren wir Hintergründe über die Figur Inukai Isuke und weshalb sie zur Auftragsmörderin wurde. Haru bekommt hier abermals ernste Schwierigkeiten, da Inukai ein wesentlich kräftigerer Gegner ist. Bewaffnet mit einem riesigen Hammer macht sie Jagd auf die recht hilflose Haru, die zu ihrem Leidwesen dabei auch noch von ihrer Freundin und Beschützerin Azuma Tokaku getrennt wird. Über Tokaku erfahren wir unterdessen direkt in der neunten Folge endlich tiefgehende Einblicke in ihre Vergangenheit, angefangen mit ihrer Geburt. Zwischen Eid und Verbot muss sie selbst ihren Platz in der Welt finden und den Weg ihrer Familie fortschreiten oder aus diesem ausbrechen. Da die achte und neunte Episode im Rahmen der Handlung grundsätzlich eine Einheit bilden, spielen die Ereignisse in diesen Folgen teilweise zeitgleich und nacheinander. Da Tokaku von Haru getrennt wird, müssen sie es beide mit einem eigenen Feind aufnehmen. Dieser Erzählkniff lockert das stringente Konzept auf und bleibt trotzdem dessen Linie treu. Die zehnte Folge von Akuma no Riddle steht hingegen wieder für sich und das hat auch einen besonderen Grund. In dieser Episode erfährt die sonst sehr hilflose Haru neue Impulse und entwickelt sich durch den tödlichen Ausgang einer Teeparty psychisch weiter. Mit ihrer Entscheidung läutert der Anime sehr gut das Finale ein.

Surreale Einflüsse

Akuma no Riddle - Vol. 3 (4)Wie der Anime schließlich ausgehen könnte, darf an dieser Stelle nur gemutmaßt werden. Die optische Gestaltung setzt mit der teils surrealen Gestaltung der zehnten Episode neue Maßstäbe. Dazu kommen gut abgestimmte akustische Effekte und eine hervorragende japanische Synchronisation. Wir sind und bleiben auf jeden Fall gespannt, denn die Gestaltung der vorliegenden drei Episoden ist wieder einmal herausragend. Inhaltlich, stilistisch und thematisch ergänzen sich so gut wie alle Elemente, die in Akuma no Riddle verarbeitet wurden. Im beiliegenden Booklet in physischer Form erklärt Regisseur Kusakawa Keizō dies anhand von einigen Beispielen und geht auch darauf ein, welche Einflüsse der Anime genossen hat. Unter anderem hat man sich diesmal an Stanley Kubricks Horrorfilm Shining orientiert und Tokakus Tante wurde an die japanische Schauspielerin Nogiwa Yōko angelehnt. Des Weiteren finden sich im Booklet erneut ein paar Interviews mit den japanischen Synchronsprecherinnen Ōtsubo Yuka, Arakawa Miho, Azumi Asakura und Nanjō Yoshino, sowie kurze Gespräche mit dem für das Farbdesign zuständigen Nakata Ryōta und dem Art-Director Muto Masatoshi. Ebenfalls in physischer Form beiliegend sind drei Postkarten mit Motiven zum Anime. Hier wagt man zwar leider keine Experimente, doch der Qualität des Animes schadet dies nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Akuma no Riddle mag zwar nicht gerade die originellste Handlung haben und wenn ich bisher über den Anime gesprochen habe, habe ich ihn meistens als leichte Kost bezeichnet. Das mag er zwar an der einen oder anderen Stelle auch noch sein, doch die dritte Volume hat mich hier teilweise eines Besseren belehrt. Die Hintergründe zweier Charaktere sind für die achte und neunte Episode von essentieller Bedeutung. Nicht nur für die Figuren selbst, sondern auch für die Ausdrucksweise der Anime-Serie. Man wagt hier Experimente und fährt nicht jede Folge das Standardprogramm ab. In der heutigen Medienlandschaft ist dies ein Musterbeispiel dafür, wie eine gute Produktion auszusehen hat. Ebenso die populärkulturellen Einflüsse in der zehnten Folge sind bedeutsam, da sie sich vor großen Vorbildern verbeugen und wichtig für das eigene Selbstverständnis im Anime-Segment sind. Auch wenn ich mir noch nicht vorstellen kann, wie die ganze Geschichte in der nächsten Volume enden wird, bleibe ich auf jeden Fall gespannt und freue mich auf die abschließenden drei Episoden der Serie.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Akuma no Riddle (Vol. 3)!

Review: Dai Shōgun – Der große Wandel

Dai Shogun (1)Alternative Geschichte scheint derzeit ein beliebter Trend zu sein. Während Amazon mit The Man in the High Castle eine Serie zeigt, in welcher der Zweite Weltkrieg einen anderen Ausgang nahm, kam es in Dai Shōgun – Der große Wandel gar nicht erst zur Meiji-Restauration.

Dai Shogun (2)Das Jahr 1853 markiert einen sehr bedeutenden Einschnitt in die japanische Geschichtsschreibung. Obwohl Japan mit den Niederlanden und dem Nachbarn China Handelsbeziehungen pflegte, so beschränkte sich der Zugang zum Kaiserreich jener Ethnien vor allem auf die auf der Insel Kyūshū gelegene Stadt Nagasaki. Menschen anderer Ethnien hatten kaum Möglichkeiten, in das jahrhundertelang fast abgeschlossene Land einzureisen – entsprechend lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass das Konzept der vier Münder auch in der Serie Dai Shōgun nicht thematisiert wird und vor allem auf frühen Erkenntnissen der Forschung basiert. Für den Westen änderte sich der Zugang zu Japan demnach erst 1853, als US-amerikanische Gesandte unter dem Kommando von Matthew Perry an der Ostküste Japans erschienen und ein Jahr später, am 31. März 1854, den Shōgun zur Unterzeichnung des Vertrags von Kanagawa zwangen. Das führte dazu, dass Japan weitere ungleiche Verträge mit anderen westlichen Nationen unterzeichnen musste und es Jahrzehnte dauerte, bis das Kaiserreich seine Souveränität zurückgewinnen konnte. In der alternativen Geschichtsschreibung, wie sie uns der Anime Dai Shōgun lehren möchte, tauchten die von Commodore Perry kommandierten und so genannten Schwarzen Schiffe zwar ebenfalls 1854 auf, doch wurden sie von Japan umgehend versenkt.

Machtergreifung

Dai Shogun (3)Dai Shōgun beschäftigt sich aber nur sekundär mit der Frage, wie sich das Leben in Japan ohne das Eingreifen der westlichen Staaten entwickelt hat. Feudalistische Strukturen sind entsprechend in ihrer unverfälschten Form noch zu erkennen. Das Setting genießt somit auch kaum Steampunk-Anleihen, wenn man von wenigen Errungenschaften des Westens absieht, die von den Charakteren im Verlauf der Serie genutzt werden. Herausstechen allerdings meistens mythologische Alternativen wie die riesigen Onigami, die in den deutschen Untertiteln auch als Dampfmarionetten bezeichnet werden. Solch ein Onigami hat auch Perrys Flotte im Pazifik versenkt und wird für die letzten Episoden der Serie und vor allem für den Hauptcharakter wichtig. Gemeint ist der junge Keiichirō, der in Nagasaki in einem Badehaus aufgewachsen ist. Eines Tages wird ihm offenbart, dass er ein unehelicher Erbe der Herrscherfamilie Tokugawa ist. Da der letzte Shōgun in der Hauptstadt Edo das Zeitliche gesegnet hat, wird dort bereits darüber philosophiert, wie das Land vor dem Untergang gerettet werden kann und wer an die Stelle des Shōguns rücken soll. Als die Existenz des Bastards bekannt wird, planen durchtriebene Schurken die Ermordung von Keiichirō, der mit vielen der Angreiferinnen mit großer Oberweite Freundschaft schließt und seine Bestimmung als künftiger Shōgun annimmt.

Humor im Spiel

Dai Shogun (4)Die Handlung von Dai Shōgun könnte zwar für ein japanisches (und selbstverständlich fiktives) Game of Thrones reichen, doch ist die Serie nicht nur durch die mythologischen Aspekte für diesen Vergleich ungeeignet. In den entscheidenden Momenten ist Dai Shōgun zwar ernst und gewinnt eine ungeheure Tiefe, welche Freundschaft und Liebe ausdrücken kann, doch in den meisten anderen Szenen sticht der Humor absolut hinaus. Beispielsweise bekommt Held Keiichirō sofort einen Ausschlag, wenn er eine hübsche Frau auch nur ganz leicht berührt. So muss Keiichirō im Verlauf der Handlung diesen Fluch bekämpfen und zudem seine Jungfräulichkeit behalten, um ein ehrenvoller Shōgun zu werden. Das ist zwar durchaus unterhaltsam, nimmt der spannenden Grundlage jedoch oft den Wind aus den Segeln. Dafür verrichten die japanischen Synchronsprecher eine hervorragende Arbeit und betonen die Charaktere richtig gut. Eine deutsche Synchronisation hat man sich bei Dai Shōgun allerdings gespart, sodass das Lesen von deutschen Untertiteln, sofern man denn kein Japanisch beherrscht, zur Pflicht wird. Musikalisch wird das Geschehen jederzeit nett untermalt. Allerdings bleiben uns hierbei nur Intro- und Outro-Song in Erinnerung. Optisch glänzt der Anime mit scharfen HD-Bildern, die nur gelegentlich durch bewegungsarme Animationen und Wackelbilder gestört werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Da ich ein großer Freund von alternativer Geschichtsschreibung bin, habe ich mich im letzten Herbst nicht nur auf die Serie The Man in the High Castle, sondern auch auf den Anime Dai Shōgun gefreut. Das Konzept, dass die Meiji-Restauration niemals stattgefunden hat und Japan weiterhin abgeschottet existieren konnte, gefällt mir richtig gut. Der Anime macht meines Erachtens dann jedoch den Fehler, die Geschichte gerade einmal nur 21 Jahre nach dem Auftauchen der Schwarzen Schiffe anzusetzen. Viel ist in der Zwischenzeit in Japan nämlich nicht passiert und aufgesetzt wirkt die ganze Geschichte dann mit den Onigami, die in vielen Szenen deplatziert wirken und zusammen mit dem netten Humor die eigentliche spannende Grundlage oft nur überstrapazieren. Dai Shōgun ist mit bisher zwölf Folgen zwar ein recht kurzer Anime, doch schon nach wenigen Episoden ist einfach die Luft raus, da das Potenzial des Szenarios in meinen Augen einfach nicht genutzt wird. Wer sich dennoch auf Dai Shōgun – Der große Wandel einlassen möchte, bekommt in insgesamt fünf Stunden trotzdem ein paar interessante Charaktere, einen sehr netten Humor und gelegentlich auch gut eingefangene Mecha-Action vorgesetzt. Diese Mischung muss zwar nicht unbedingt jedem schmecken, doch eine Anime-Vergiftung holt man sich damit aber noch lange nicht!

Vielen Dank an Nipponart für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dai Shōgun!

© 2014 Project-D (Abbildungen)

Prime Time: amiibo (Kirby)

Vor einigen Monaten haben wir euch bereits die amiibo von Mario und Link in einem ausführlichen Unboxing-Video inklusive kompatibler Spiele gezeigt. In der Zwischenzeit sind noch einige andere amiibo erschienen. Dazu zählt auch Nintendos Edelknödel Kirby, den wir euch in einem weiteren Video inklusive Größenvergleichung mit Mario und Link vorstellen möchten. Viel Spaß!

Review: Aldnoah.Zero – Vol. 3

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (1)Der Serienauftakt von Aldnoah.Zero verwandelte sich in der zweiten Volume zu einem Thriller, der mit den drei Episoden der dritten Volume neue Höhen erreicht. Wir begleiten die Helden und ihre Antagonisten auf dieser Reise, bei der nicht alle Charaktere überleben werden.

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (2)Dreh- und Angelpunkt des Animes sind immer noch die angespannten politischen Beziehungen zwischen dem Planeten Erde und dem Kaiserreich Vuāsu vom Planeten Mars. Diese Beziehungen haben sich durch den Anschlag, der auf Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia bei ihrem Staatsbesuch auf der Erde verübt wurde, verschlechtert. Daraufhin hat das Kaiserreich der Erde den Krieg erklärt. Das Kaiserreich ist sich zum Teil allerdings im Unklaren darüber, dass die Prinzessin bei dem Anschlag überlebt hat, da ein Double bei der Parade ihren Platz eingenommen hat. Gemeinsam mit dem Kadetten Kaizuka Inaho hat es die Prinzessin auf ein Schiff der Erdbewohner geschafft, wo sie in den hitzigen Wirren des Krieges vorerst untertauchen kann. Die Kritik am Krieg, die in der ersten Hälfte der Anime-Serie noch von großer Bedeutung war, wird in den vorliegenden drei Episoden nicht mehr ganz so stark betont. Zwar sprechen die gezeigten Bilder von Schlachten und die dadurch entstandenen Verluste wichtiger Menschen für die dargestellten Charaktere eine eigene Sprache, doch in den zwischenmenschlichen Dialogen und Interaktionen ruht das Thema. Im Mittelpunkt dieser drei Folgen stehen neben den beiden Charakteren Kaizuka Inaho und Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia auch Toroiyādo Surein, der seit Beginn der Serie auf der Suche nach der Adligen ist.

Ort der Erinnerung

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (3)Der Handlungsort hat sich seit dem Ende der zweiten Volume nicht verändert. Nach wie vor befindet sich das Schiff nahe der Insel Tanegashima im Süden Japans, welche in der dritten Volume eine ganz neue Bedeutung bekommt. So erfahren wir, dass Ritter Zātsubarumu mit dem Ort den Tod seiner Lebensgefährtin assoziiert und für Inahos Ausbilder Marito Kōichirō bedeutet die Insel den tragischen Verlust seines Mitstreiters und Freundes John Humeray. Eigentlich wollten die Protagonisten hier nur verschnaufen, um die nächsten Pläne zu besprechen. Allerdings taucht in diesem Moment die Pilotin Femīan mit ihrem Kataphrakt auf, um das Gebiet für das Kaiserreich zu sichern. Es sieht zwar aussichtslos für Inaho und seine Kollegen aus, doch darf er sich in jenem Moment ebenfalls über das Auftauchen von Surein freuen. Dieser unterstützt ihn im Kampf gegen den feindlichen Kataphrakt. Problematisch ist das Auftauchen von Surein dennoch, da er Inaho gesteht, dass er auf der Suche nach der Prinzessin ist. Um diese zu beschützen, ist Surein in den Augen Inahos natürlich ein Feind, da er vermeintlich registriert, dass der Krieg trotz des Wissens über den Verbleib der Prinzessin fortgeführt wird. Die Verbrüderung ist also nur von kurzer Dauer, wodurch sich die Story des Animes jedoch wunderbar gleich in zwei vollwertige Handlungsstränge aufteilen kann.

Zwei vollwertige Handlungsstränge

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (4)Auf der einen Seite entdecken die Erdbewohner auf Tanegashima Arudonoa-Technologie, die sie schließlich für ihre eigenen Zwecke nutzen, um einen Vorteil im Krieg zu bekommen. Des Weiteren steht der Konflikt zwischen der Prinzessin und einem anderen Besatzungsmitglied im Vordergrund. Auf der anderen Seite erfahren wir, wie Surein vom Kaiserreich in Gewahrsam genommen und schließlich gefoltert wird. Hier erfahren wir zudem wichtige Einblicke in die Charaktere Zātsubarumu und Kurūteo, die ihre eigenen Ziele verfolgen und definitiv nicht so schmalspurig strukturiert sind, wie es in der ersten Serienhälfte für den einen oder anderen Zuschauer vielleicht den Eindruck gemacht hat. Man kann sowohl mit der Handlung, als auch mit der Entwicklung der Charaktere sehr zufrieden sein. Vor allem bietet der Anime ein paar Ansätze, wo Personen vermeintlich getötet werden und man sich mindestens bis zur nächsten und letzten Volume dieser Staffel nicht sicher sein kann, ob sie tatsächlich den Tod gefunden haben. Mit den ersten drei Volumes hat Aldnoah.Zero einen dermaßen großen Spannungsbogen aufgebaut, dass die Erwartungen an die nächsten Folgen sehr hoch sind. Bis zur nächsten Volume kann man sich aber hervorragend das beiliegende Booklet durchlesen, welches mit ein paar Interviews und Konzeptzeichnungen sehr gute Einblicke in die Produktion gibt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Leider musste ich auf die dritte Volume von Aldnoah.Zero aus privaten Gründen einige Wochen länger warten, doch das Warten hat sich in meinen Augen absolut gelohnt. Die politischen Verhältnisse zwischen der Erde und dem Kaiserreich erreichen einen neuen Höhepunkt; der Krieg ist also weiterhin in vollem Gange. Vor dieser Kulisse kann ich die Entwicklung diverser Charaktere und den zwischenmenschlichen Umgang miteinander nur bewundern. Besonders gut gefällt mir hierbei, dass die Charaktere nicht einfach in zwei klar definierte Kategorien gesteckt werden. Sie haben jeweils ihre eigenen Motive, warum sie sich in den Krieg einmischen und ihn zu oder sogar gegen ihren eigenen Gunsten entscheiden wollen. Vor allem die vielen losen Enden von Figuren, die hier offensichtlich ihr Leben lassen, überzeugen mich. Der Anime hat sich nach neun Episoden einen ganz besonderen Platz in meiner Anime-Sammlung erkämpft. Ich hoffe nur, dass die letzten Folgen der abschließenden Volume dieser Staffel das Niveau halten werden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero – Vol. 3!

Prime Time: Nisekoi (Vol. 1 – 4) (Unboxing)

Die Anime-Serie Nisekoi: Liebe, Lügen & Yakuza begeisterte uns ganze vier Volumes lang mit einer abgewandelten Geschichte des Klassikers Romeo und Julia, nur um dann mit einem Cliffhanger zu enden. Während wir auf die zweite Staffel warten, möchten wir euch die vier Volumes inklusive eines Schubers in unserem Unboxing-Video noch einmal näherbringen. Viel Vergnügen!

Prime Time: Xenoblade Chronicles X – Limited Edition (Unboxing)

Vor ein paar Wochen haben wir das Wii-U-Rollenspiel Xenoblade Chronicles X in unserem Review bereits durchleuchtet. Heute folgt nun unser Unboxing-Video zur Limited Edition. Eric erklärt euch, auf was ihr euch beim Kauf der Limited Edition einstellen und worauf ihr euch freuen dürft. Viel Spaß beim Anschauen!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

morgen beenden wir nicht nur ein erfolgreiches Jahr voller nennenswerter Spiele, sondern gleich ein ganzes Jahr voller fantasiereicher Animes, spannender Filme und lesenswerter Mangas. In diesem Jahr haben wir zu unseren zweitägigen Rhythmus in puncto Publikation neuer Artikel beibehalten. Auf der übersichtlichen Startseite findet ihr nach wie vor alle zwei Tage aktuelle Themen. Außerdem sind wir nicht von unserem Kurs abgekommen und haben die News auch in diesem Jahr wieder ausgebuddelt. Unser Fokus liegt immer noch auf Reviews, Previews und Specials – daran wird sich auch im Jahr 2016 nichts ändern!

In diesem Jahr musste Nintendo noch mehr Kritik als im Vorjahr einstecken. Man schafft es nicht, für ausreichenden Videospielnachschub für die Wii U zu sorgen und für den im Frühjahr veröffentlichten New 3DS gibt es bisher zu wenige exklusive Titel und Features. Im nächsten Jahr sollte der Konzern mit einer neuen Führungsspitze den bisherigen Weg überdenken, nachdem Iwata Satoru in diesem Jahr leider verstorben ist. Grund zu Freude hat sichtlich Sony, denn die Konkurrenz verkauft deutlich mehr Konsolen als Nintendo und Microsoft. Zwar fehlen auf PlayStation 4 und Xbox One noch einige Exklusivtitel, doch die werden sicherlich beide Unternehmen im nächsten Jahr veröffentlichen. Nicht mehr veröffentlichten möchte Microsoft hingegen die Verkaufszahlen der eigenen Konsole, da man wohl eingesehen hat, die Differenz zur PlayStation 4 aufgrund ein paar weniger, aber dafür umso gewichtigeren Fehlentscheidungen, nicht mehr aufholen zu können. Es wird in jedem Fall spannend bleiben, ob Xbox One oder Wii U in dieser Generation zum Zweitgerät verkommen wird.

Das Jahr 2015 hat uns aber auch in anderer Hinsicht geprägt. Nach wie vor leben wir in einer Welt, in der man mit kriegerischen Mitteln in andere Länder einfällt. Nach wie vor sterben Menschen, die sich für eine gerechte Sache einsetzen. Wir sind gespannt, wie sich die Welt zu einem Besseren verändern wird und vor allem welche Rolle jeder einzelne Mensch dazu beitragen wird. Mit diesen Worten beenden wir auch dieses Jahr. Einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr wünscht euch

Eric Ebelt

Prime Time: The Legend of Zelda: A Link between Worlds – Original Soundtrack (Unboxing)

Mit The Legend of Zelda: A Link between Worlds verbindet Chefredakteur Eric seine Kindheit, denn schließlich hat er den spirituellen Vorgänger The Legend of Zelda: A Link to the Past früher mehrmals durchgespielt und so bleibt ihm auch A Link between Worlds in guter Erinnerung. Das betrifft vor allem den Soundtrack, den wir euch hier einmal vorstellen wollen. Wir wünschen euch gute Unterhaltung mit unserem Unboxing-Video!

Wir wünschen euch frohe Weihnachten!

Liebe Gameplay-Gamers-Leser,

fünfeinhalb Jahre existiert Gameplay Gamers bereits und auch dieses Jahr war wieder einmal ein erfolgreich Jahr für uns. Durch unser schlichtes Design konnten wir in diesem Jahr wieder viele User ansprechen, von denen viele ihren Weg von unseren treuen Partnerseiten und zudem aus der NextGen-Community gefunden haben, in der fleißig über Videospiele und Co diskutiert wird. Im zweitägigen Rhythmus machen wir unseren Schwerpunkt deutlich und veröffentlichen auf unserer Seite fast nur noch Reviews, Previews und Specials. So haben bei uns News keinerlei Stellenwert mehr, da andere Seiten sich darauf wesentlich besser konzentrieren können. Ein großes Gewinnspiel konnten wir in diesem Jahr leider nicht mehr organisieren. Trotzdem gibt es bis zum 30. Dezember zumindest eine Kleinigkeit bei uns zu gewinnen, über die sich Super-Mario-Fans freuen dürften. Wer sich zu Weihnachten über Geldgeschenke freuen darf, dem legen wir unsere Artikel der letzten Wochen ans Herz. Wir haben viele interessante Titel für euch intensiv getestet und vielleicht ist für den einen oder anderen unter euch das passende Geschenk dabei.

Viel mehr Worte möchten wir an dieser Stelle aber nicht verlieren, da die meisten unter euch wahrscheinlich gerade im Kreis der Familie oder mit Freunden das Fest der Liebe zelebrieren. Genießt die Feiertage, das weihnachtliche Essen, schaut euch ein paar Animes oder Filme an, zockt die Spiele, welche ihr geschenkt bekommt und nehmt euch vor allem die Zeit dafür, all das zu erledigen, was ihr euch vorgenommen habt. Frohe Weihnachten wünscht euch

Eric Ebelt

Gewinnspiel (24. bis 30. Dezember 2015)

Mario & Luigi Paper Jam Bros. (1)Vor kurzem erschien mit Mario & Luigi: Paper Jam Bros. das Crossover zwischen den beiden beliebten Rollenspielreihen. Wer mit beiden Franchises noch kaum Erfahrungen sammeln konnte, wird sich über unser Gewinnspiel sicherlich sehr freuen. Mit freundlicher Unterstützung von Nintendo wollen wir euch die Feiertage und die Ferien etwas versüßen. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr diesmal mehrere Möglichkeiten, die ihr auch gerne kombinieren dürft. Für jede Teilnahme gibt es unterschiedlich viele Lose. Je mehr Lose man besitzt, desto höher ist zugleich die Gewinnchance:

  1. Ihr schreibt uns unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar (mindestens 500 Zeichen inklusive Leerzeichen), wie für euch das perfekte Super-Mario-Rollenspiel aussehen sollte. Erklärt uns, warum solch ein Rollenspiel genauso aufgebaut sein sollte. (15 Lose)
  1. Ihr zeichnet oder malt uns ein Bild einer typischen Super-Mario-Oberweltkarte, welche eurer puren Fantasie entspringt – entweder per Hand oder digital. Schickt uns das Bild im JPG-Format per E-Mail mit dem Betreff „Fantasie-Pokémon“. Das Bild darf vor Ablauf des Gewinnspiels nicht veröffentlicht worden sein. (30 Lose)
  1. Werdet Fan unserer Facebook-Seite und teilt dort unseren Gewinnspielbeitrag öffentlich mit euren Freunden. (5 Lose) Des Weiteren dürft ihr in separaten Kommentaren Freunde verlinken (je 2 Lose) – diese dürfen ebenfalls Fan unserer Seite werden und schließlich in einer Antwort unter dem Kommentar eure Freundschaft bestätigen. (je 2 Lose für beide Teilnehmer)
  1. Abboniert per E-Mail unseren Newsletter mit dem Betreff „Mario-&-Luigi-Gewinnspiel”. Bestehende Newsletter-Abonnenten müssen zur Teilnahme ebenfalls diese Mail schicken. (3 Lose)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 31.12.2015 informiert. Er hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30.12.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Preview: Star Fox Zero

Star Fox Zero (1)Fox McClouds letzter Auftritt war im Jahr 2006 in Star Fox Command auf dem Nintendo DS, sofern man von Star Fox 64 3D absieht. Dessen Ursprung Lylat Wars nimmt sich Nintendo für das im zweiten Quartal 2016 erscheinende Star Fox Zero allerdings erneut zum Vorbild.

Star Fox Zero (2)Wer jetzt ein zweites Remake von Lylat Wars erwartet, liegt damit aber falsch. Zumindest ein wenig, denn der japanische Konzern umschreibt den Titel als ein Reimagine. Das heißt, dass man sich zwar am Vorbild orientiert und mehr oder weniger bekannte Situationen oder Anleihen wie den Planeten Corneria integriert, aber dennoch einen eigenen Ansatz probiert. Miyamoto Shigeru hat während der Electronic Entertainment Expo 2015 verlauten lassen, dass es auch Ideen vom nie veröffentlichen Star Fox 2 vom Super Nintendo ins Spiel geschafft haben. Dazu zählt zum Beispiel der Kampfläufer, der von Nintendo bisher nur Walker genannt wird. Diesen muss man sich wie folgt vorstellen: Wir fliegen wie für die Serie typisch mit unserem Arwing, einem Raumgleiter, über die Planetenoberfläche eine vordefinierte Route entlang und kommen schließlich am Zielpunkt an. Dann wechseln wir in die offene Formation, doch anstatt hier ebenfalls nur mit unserem Arwing herumzudüsen, verwandeln wir uns einfach per Knopfdruck in den Walker und erkunden die Umgebung schließlich vom Boden aus. So ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, die Situationen zu meistern. Selbst einer der anfänglichen Bosskämpfe lässt sich ebenfalls lösen, indem wir in sein Inneres hinein fliegen und dann seinen Energiekern vernichten. Eine augenzwinkernde Hommage an die Star-Wars-Filmreihe.

Nutzen der zwei Bildschirme

Star Fox Zero (3)Neben dem Walker ist auch der GyroWing ein neues Einsatzgerät. Mit diesem können wir uns in der Luft ebenfalls offen durch Gebiete bewegen. Entdecken wir Luftschächte, können wir einen winzigen Roboter entkoppeln, mit welchem wir uns durch diese dann hindurchzwängen und versteckte Schalter aktivieren können. Was wir dabei entdecken, sehen wir übrigens nur auf dem Bildschirm des Wii U GamePads. Von diesem macht das Spiel reichlich Gebrauch, denn während auf dem Fernsehbildschirm die Action aus der dritten Person beziehungsweise dem Arwing oder Landmaster zu sehen ist und somit meist eine kinoreife Atmosphäre erzeugt wird, wie sie Miyamoto gerne nennt, zielen wir über den Bildschirm der Steuerungseinheit. Das klingt im ersten Moment etwas ungewöhnlich, spielt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit aber sehr gut. Ob man sich langfristig am fließenden Wechsel zwischen beiden Bildschirmen jedoch gewöhnen kann, werden wir erst im neuen Jahr sehen. Bis zum Release hat Nintendo dann auch gerne noch Zeit, den Fans ein paar offene Fragen zu beantworten. Noch ist es nämlich nicht klar, ob es auch das Blue Marine ins Spiel geschafft hat und somit auch wieder Unterwassergefechte möglich sind. Des Weiteren ist noch nicht bekannt, ob der Titel auch deutsche Untertitel, geschweige denn eine deutsche Sprachausgabe bekommen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Vorführversion auf der Gamescom 2015 und dem veröffentlichten Videomaterial): Als man Star Fox 64 3D veröffentlicht hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, denn man hat Lylat Wars wirklich an den richtigen Stellen aufgehübscht – Star Fox Zero will einen Weg weitergehen. Es sieht sich selbst als Reimagine und nicht als ein Remake an. Das, was ich bisher vom Spiel gesehen habe, wirkt auch alles andere als die dritte Neuveröffentlichung eines achtzehn Jahre alten Videospiels. Ich finde es zwar schade, dass man vom Blue Marine bisher nichts gesehen hat und wahrscheinlich auch nichts sehen wird, doch bin ich gespannt, wie sich der GyroWing neben Arwing, Landmaster und Walker machen wird. Letzteren konnte ich bereits ausprobieren und ich bin mir sicher, dass er die anderen Vehikel gut ergänzen wird, sofern Nintendo auch genügend Einsatzmöglichkeiten für ihn übrig lässt. Obwohl ich seit der E3 dieses Jahres die schlimmsten Befürchtungen hatte in Bezug auf die Nutzung der Bildschirme, hat das Probespielen bei Nintendo mich eines Besseren belehrt. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch dauert es nicht lange und man weiß, wie man sich mit den beiden Bildschirmen gekonnt abwechselt.

Prime Time: New Nintendo 3DS XL (Unboxing mit Vergleich)

Im Lauf der Zeit haben wir euch bereits den Nintendo 3DS, den Nintendo 3DS XL und den New Nintendo 3DS vorgestellt. Da unser Chefredakteur Eric ein riesengroßer Nintendo-3DS-Fan ist, konnte er es sich natürlich nicht nehmen lassen und hat sich auch diese Variante für seine Sammlung geschnappt. Was er von seiner Anschaffung hält, erfahrt ihr im Video!

Um die Größenverhältnisse und Unterschiede zwischen den Konsolen zu sehen beziehungsweise deutlich zu machen, haben wir außerdem noch ein weiteres Video produziert, in welchem wir neben den bereits genannten Geräten auch den Nintendo DS, die PlayStation Vita und das Smartphone Samsung Galaxy S4 mit einbeziehen.

Prime Time: Super Mario 3D World – Original Soundtrack (Unboxing)

Ende 2013 gelang Nintendo mit Super Mario 3D World mit einer Unterstützung für vier Spieler endlich der Sprung in die dritte Dimension. Während wir euch das Jump ’n‘ Run damals bereits ausführlich vorgestellt haben, möchten wir euch heute den Soundtrack des Spiels vorstellen, den wir im mittlerweile geschlossenen Club Nintendo ergattern konnten. Wir wünschen viel Spaß!

Review: Cities: Skylines (Gold Edition)

Cities - Skylines (1)Anfang 2013 versuchte Electronic Arts mit SimCity an die beliebte Aufbaustrategiespielserie anzuknüpfen. Leider scheiterte dieses Experiment auf ganzer Linie, sodass Entwickler Colossal Order leichtes Spiel hatte, einen aktuellen Ersatz für die betagte SimCity-Reihe zu finden.

Cities - Skylines (2)Vorweg sollte jedoch gesagt werden, dass sowohl SimCity, als auch Cities: Skylines ihre eigenen Vor- und Nachteile haben und sich die Spiele in der Zielgruppe sogar geringfügig unterscheiden. Ziel unseres Reviews ist es unter anderem, diese klaren Unterschiede deutlich zu machen und zu zeigen, warum Cities: Skylines wesentlich länger an den Bildschirm fesseln kann. Ähnlich wie in der bekannten Reihe aus dem Hause Electronic Arts mimen wir in Cities: Skylines den Bürgermeister oder zumindest vermuten wir dies, denn irgendwelche Dialoge zwischen wütenden Bürgern oder aufgebrachten Mitarbeitern erleben wir im Spiel nicht. Stattdessen steht die Stadtplanung definitiv im Vordergrund. Wir knüpfen zunächst Straßen an die Autobahn an, damit Menschen unsere Stadt überhaupt erst finden. Anschließend eröffnen wir Wohngebiete, damit die Ankömmlinge ihre Häuser in unseren Straßen errichten. Wer aber in unserer Stadt überleben will, braucht natürlich auch Zugang zu Strom und Wasser. So errichten wir schnell ein Kohlekraftwerk oder Windturbinen und verlegen das Stromnetz. Genau so verfahren wir auch mit Wasserpumpstationen oder Wassertürmen, die wir mit Rohrleitungen sowohl zu den Eigenheimen unserer Stadtbewohner verlegen, als auch zum Abwasserrohr. Das ist logisch, denn die Städter wollen sicherlich nicht im eigenen Abwasser baden.

Alle Hände voll zu tun

Cities - Skylines (3)Beim Verlegen der Rohrleitungen müssen wir jedoch aufpassen, dass wir das Wasser auch stromabwärts pumpen, da sonst ein ähnliches Problem auftaucht. Ebenso produzieren unsere Stadtbewohner Müll, die wiederum von der Müllabfuhr abgeholt werden möchte. Sobald die Mülldeponie irgendwann an ihre Kapazitäten stößt, muss der Müll natürlich verbrannt werden. Hier heißt es dann ebenfalls darauf zu achten, wo dies genau geschieht, da die Umweltverschmutzung Grundstückspreise und die Zufriedenheit senkt. Damit die Städter ebenfalls Geld verdienen können, ist das Erschließen von Werbe- und Industriegebieten notwendig, welche wiederum Geld in unsere Kasse spülen. Um sie zu ihrem Arbeitsplatz zu transportieren und überfüllte Straßen zu vermeiden, sind auch Untergrundbahn- oder Buslinien zu planen. Dazu kommen weitere Bedürfnisse wie die allgemeine Sicherheit. Nicht nur Polizeistationen und Gefängnisse, sondern auch Feuerwehr- und Krankenhäuser wollen errichtet werden. Sind unsere Schützlinge erfreut, steigt nicht nur das Geld in der Kasse – es wollen auch mehr Leute in unsere Stadt ziehen. Diese schreien dann wiederum nach mehr Bildung in Form von Lehreinrichtungen, die wir ebenso errichten müssen, wie etwaige Parkanlagen oder Freizeitmöglichkeiten. Das führt dazu, dass wir ständig irgendwo in der Stadt herumbasteln. Grandios!

Konzentration aufs Wesentliche

Cities - Skylines (4)Während man bei SimCity schon früh im Spiel mit dem Haushalten der Kasse zu kämpfen hat oder spätestens nach zwei bis drei Spielstunden an die lächerlich kleine Kartengröße stößt, ist Cities: Skylines der heilige Gral für alle Fans von Städtebausimulationen. Das heißt, dass wir durch das schnelle Spieltempo ebenso schnell ans notwendige Kapital gelangen, denn immer dann, wenn wir ein neues Ziel erreicht haben, erhalten wir weitere Kapazitäten. Ebenfalls dürfen wir nach und nach unsere Stadt vergrößern, indem wir uns einfach umliegende Gebiete hinzukaufen. War es in SimCity (fast) unmöglich, riesige Metropolen zu errichten, kann man in Cities: Skylines seiner Fantasie freien Lauf lassen. Es ist nicht abzustreiten, dass sich die Entwickler frech am Spielprinzip der SimCity-Reihe bedient haben, doch genau diese Faszination schaffte es der Rechteinhaber der Serie mit der letzten Episode nicht zu erzielen. Stattdessen versuchte man dem Franchise neue Impulse zu geben, indem man den Titel mit ständiger Online-Anbindung mit Freunden spielen sollte, die dann mit Rohstoffen handeln konnten. Dieses Wirtschaftssystem war zwar durchaus sinnvoll, hat jedoch die wenigsten Spieler und vor allem die langjährigen Fans gereizt. Cities: Skylines verzichtet auf das System und konzentriert sich auf die wesentlichen Aspekte des Spiels: Planen, bauen und umstrukturieren!

Fraglicher Langzeitspielspaß

Cities - Skylines (5)Der Einstieg fällt SimCity-Veteranen und Aufbau-Strategen sicher sehr leicht. Das ist besonders deshalb anzumerken, da es keine Einführung ins Spiel gibt und Hinweistexte kaum vorhanden sind. Das hätte man anders lösen können, denn so werden sich Neulinge aufgrund des fehlenden Spielerhandbuchs in der Einzelhandelsversion zu Beginn etwas unbeholfen fühlen. Trotzdem ist das Spiel schnell erlernt und sobald man erst einmal die wichtigsten Kniffe herausgefunden hat, verselbstständigt sich die Bedienung. Optisch und akustisch kann Cities: Skylines jedoch nicht mit dem aktuellen Ableger des Vorbilds mithalten. Man merkt zwar an allen Ecken und Enden viele niedliche Details, die teilweise sogar akustisch untermalt werden, doch hier muss man sich leider mit dem technischen Mittelmaß zufriedengeben. Vor allem vermissen wir eine entspannende musikalische Untermalung. Ob der Titel Langzeitspaß bietet, muss im Übrigen jeder für sich selbst entscheiden. So ist es zwar theoretisch möglich, immer und immer wieder neue Gebiete an die Stadt anzuknüpfen, doch hat man irgendwann alle Gebäude errichtet und jedes Ziel erreicht. Hier hätten dem Spiel zusätzliche Szenarien gut getan. Diese hätten wir mit der in der Gold Edition enthaltenen Erweiterung Cities: Skylines – After Dark erwartet. Stattdessen enthält das Add-on fast ausschließlich nur zusätzliche Gebäude.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als SimCity 2013 erschienen ist, habe ich es eine Zeit lang sehr gerne gespielt. Ich hatte die ganze Zeit über die Hoffnung, dass Entwickler Maxis mit einem Patch die Fehler allesamt ausmerzen wird, doch hat man sich um das Spiel irgendwann einfach nicht mehr geschert und sich in Ausreden verheddert. Cities: Skylines hat bewiesen, dass eine Städtebausimulation heutzutage immer noch funktioniert und mich stundenlang an den Monitor fesseln kann, sodass ich schnell die Zeit vergesse. Man bemerkt erst gar nicht, wie sehr man sich in das Spiel vertiefen kann. Hier soll erst noch eine Straße gebaut werden, um anschließend die Bevölkerung zu vergrößern, doch dann brauchen die neuen Bewohner auch Arbeit und ebenso Zugang zu Bildung. Dann bricht an anderer Stelle ein Feuer aus und jemand anderes beschwert sich über die zu hohe Kriminalitätsrate, was mich wiederum dazu bringt, an wichtigen Stellen Feuerwehrhäuser zu errichten und ein Gefängnis zu bauen, um Übeltäter wegsperren zu können. Geht mir dann doch irgendwann der Bauplatz aus, kaufe ich mir einfach ein Gebiet hinzu – nur damit der ganze Spaß anschließend wieder von vorne beginnen kann. Das macht bis zu diesem Zeitpunkt uneingeschränkt Spaß, bis ich alle Gebäude errichtet habe, die im Spiel enthalten sind. Durch das beigelegte Add-on Cities: Skylines – After Dark hat man zwar einen (eher sinnlosen) Tageszeitenwechsel eingeführt und das Sortiment um weitere Gebäude erweitert, doch bietet mir das auf Dauer zu wenig. Auch wenn der Titel modifikationsfreudig ist, hoffe ich sehr, dass Colossal Order Cities: Skylines ständig erweitern wird. Wenn dann auch noch Kampagnen oder zumindest verschiedene Szenarien folgen, werde ich noch unglaublich viel mehr Zeit mit dem Spiel verbringen. Alle, die von SimCity enttäuscht waren, werden mit Cities: Skylines sehr viel mehr Freude haben und alle, die sich gerne mal an einer Städtebausimulation versuchen wollen, sollten hier nicht nur einen Blick riskieren.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Cities: Skylines (Gold Edition)!

Gewinnspiel (12. bis 22. Dezember 2015)

Pokémon Alpha Omega Gewinnspiel (1)Ende letzten Jahres erschienen mit Pokémon: Omega Rubin & Alpha Saphir zwei Remakes von bekannten Pokémon-Editionen. Wer eine oder gar beide Editionen damals verpasst hat, wird sich nun über unser Gewinnspiel freuen. Mit freundlicher Unterstützung von Nintendo wollen wir euch die Vorweihnachtszeit etwas versüßen und verkürzen. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr diesmal mehrere Möglichkeiten, die ihr auch gerne kombinieren dürft. Für jede Teilnahme gibt es unterschiedlich viele Lose. Je mehr Lose man besitzt, desto höher ist zugleich die Gewinnchance:

  1. Ihr schreibt uns unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar (mindestens 500 Zei-chen inklusive Leerzeichen), welches Pokémon ihr auch gerne in der Realität an eurer Seite hättet. Erklärt uns, warum nur dieses Pokémon für euch in Frage kommen würde. (15 Lose)
  1. Ihr zeichnet oder malt uns ein Bild eines Pokémon, welches eurer puren Fantasie entspringt – entweder per Hand oder digital. Schickt uns das Bild im JPG-Format per E-Mail mit dem Betreff „Fantasie-Pokémon“. Das Bild darf vor Ablauf des Gewinn-spiels nicht veröffentlicht worden sein. (30 Lose)
  1. Werdet Fan unserer Facebook-Seite und teilt dort unseren Gewinnspielbeitrag öffentlich mit euren Freunden. (5 Lose) Des Weiteren dürft ihr in separaten Kommentaren Freunde verlinken (je 2 Lose) – diese dürfen ebenfalls Fan unserer Seite werden und schließlich in einer Antwort unter dem Kommentar eure Freundschaft bestätigen. (je 2 Lose für beide Teilnehmer)
  1. Abboniert per E-Mail unseren Newsletter mit dem Betreff „Pokémon-Gewinnspiel”. Bestehende Newsletter-Abonnenten müssen zur Teilnahme ebenfalls diese Mail schicken. (3 Lose)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 23.12.2015 informiert. Sie haben anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhalten nach denselben Gewinnspielregeln andere Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 22.12.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Prime Time: Mario Kart 8 – Original Soundtrack (Unboxing)

Im ersten Halbjahr 2014 erschien Mario Kart 8 für die Wii U und spaltete mal wieder die Gemüter und zerstörte wie immer ein paar Freundschaften. Obwohl der Glücksfaktor stark kritisiert wurde, wird der Soundtrack dafür gelobt. Für uns war das Grund genug, um im Club Nintendo zuzuschlagen. Wir haben uns vor der Schließung die Soundtrack-CDs besorgt und stellen sie euch heute in unserem Video vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!

Review: The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (1)Mit The Legend of Zelda: Tri Force Heroes versucht Nintendo abermals mit der Action-Adventure-Reihe in Mehrspielergefilde voranzuschreiten – schließlich gehört so etwas wie eine Einzelspielerkampagne laut der großen Konkurrenz schon lange zum alten Eisen.

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (2)Tri Force Heroes ist jedoch nicht Nintendos erster Ausflug in die Mehrspielerwelt der The-Legend-of-Zelda-Serie. Bereits 2002 erschien die Game-Boy-Advance-Portierung von The Legend of Zelda: A Link to the Past zusammen mit dem Mehrspieler-Modus The Legend of Zelda: Four Swords, welcher 2004 in The Legend of Zelda: Four Swords Adventures in einem eigenen Spiel auflebte. Damals wurde Link in gleich vier Figuren gespaltet, die dann von bis zu vier Spielern gesteuert werden konnten. Dieses besondere Erlebnis werden jedoch nur die wenigsten Fans von Hylianer Link erlebt haben, da man zum Spielen vier Game Boy Advance mit ebenso vielen GameCube-Game-Boy-Advance-Linkkabeln benötigte. Das Konzept hätte funktionieren können, scheiterte jedoch an der nicht vorhandenen Massenkompatibilität. Mehr als eine Dekade später hat sich die Videospielwelt sehr verändert. Heutzutage ist es durch die ausgefeiltere Technik sehr viel einfacher zu bewerkstelligen, Mehrspielerpartien auszurichten. Lokal benötigt man nun nur noch seinen eigenen Handheld; sogar die Cartridge wird für Tri Force Heroes nicht zwangsweise vorausgesetzt. Wer keine Freunde hat, die mit einem 3DS bewaffnet durchs Leben gehen, müssen nicht verzagen, da der Titel auch über einen Online-Modus verfügt. Trotz der neuartigen Möglichkeiten scheitert leider auch dieses Konzept.

Alleine und gemeinsam zu dritt

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (3)Wir sollten nun aber sagen, dass der Titel auch vollkommen alleine bis zum Abspann gespielt werden kann. Tri Force Heroes erzählt nämlich ebenfalls eine Geschichte, die ohne Held Link nicht auskommen kann. Diesmal verschlägt es ihn ins Fantasy-Reich Textilia, wo Prinzessin Rüschlinde von der bösen Hexe aus dem Lumpenland mit einem Fluch belegt wurde. Es darf jedoch nicht jeder dahergelaufene Möchtegernweltenretter die Prinzessin von diesem Fluch befreien, denn dazu bedarf es einen Helden, den die Bewohner von Textilia schnell in Link entdecken. Eine weitläufige Oberwelt wie in den meisten anderen Ablegern der Serie gibt es in Tri Force Heroes allerdings nicht. Wenn wir die Spielwelt erkunden wollen, müssen wir dazu jedes Mal ins hiesige Schloss watscheln, um dort über ein Portal in die entlegensten Winkel des Reiches zu gelangen. Serientypisch gibt es hier dann Wälder, Höhlen und Tempel zu erkunden. Das würde durchaus Spaß machen, wenn die ganzen Rätsel nicht auf drei Spieler ausgelegt wären. Stattdessen folgen uns zwei Puppen in die verschiedenen Spielabschnitte. Diese bewegen sich allerdings nicht autark. Stattdessen müssen wir über den Touchscreen mit Magie die Rolle wechseln. Das heißt, dass wir drei Figuren gleichzeitig steuern müssen. Da die Gegneranzahl nie angepasst wird, ist das in brenzligen Situation hektisch und umständlich.

Auf zum Totem!

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (4)Die Kämpfe laufen ebenfalls serientypisch ab. Mit dem Schwert hauen wir auf die Gegner ein und mit Spezialgegenständen wie dem Bogen, Bomben oder dem Bumerang greifen wir sie aus der Ferne an. Schilde haben ausgedient, weshalb fliegenden Geschossen ausgewichen werden muss. Um größere Gegner zu attackieren oder höher gelegene Schalter zu aktivieren, müssen wir uns gegenseitig huckepack nehmen. Während ein Link dann mit zwei Gesellen auf dem Kopf umherlaufen kann, kann der mittlere Spieler den Spieler über ihn nur noch werfen. Der Spieler am oberen Ende dieses sogenannten Totems kann dann immerhin noch sein Schwert und seine Items verwenden. Man merkt also, dass in Tri Force Heroes die Einzelspielerkampagne im Grunde keinen Sinn ergibt, da sie zu umständlich für einen einzelnen Spieler ausfällt. Wer es dann dennoch schafft, zwei Freunde zusammen zu trommeln, kann sich aber auf einige spaßige Runden freuen. Schließlich kann man sich von Angesicht zu Angesicht schnell alle wichtigen Informationen zuspielen – sofern die Mitspieler mit der Action-Adventure-Reihe vertraut sind. Online funktioniert die Kommunikation lediglich über acht verschiedene Emoticons, die Freude und Verzweiflung ausdrücken sollen. In dutzenden Online-Sessions haben wir bemerkt, dass diese Absprache nur rudimentär funktioniert.

Kommunikationsprobleme

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (5)Ein Sprachchat hätte hier sicher Abhilfe geschaffen, doch weigert sich Nintendo selbst 2015 noch, diesen und sogar einen Textchat zu ermöglichen. Die verschiedenen Spielabschnitte dauern, wenn alle Spieler gut zusammenarbeiten, selten länger als zehn Minuten. Wenn wir dann jedoch alleine zehn Minuten im Feuertempel verbringen und die Partie abbrechen müssen, weil einer der Mitspieler nicht versteht, dass ein großer Block nur zu dritt verschoben werden kann, dann ist das definitiv ärgerlich und sorgt für jede Menge Frust. Einen Spieler aus der Gruppe zu werfen ist nämlich ebenso wenig möglich, wie in ein laufendes Spiel einzusteigen. Sollte also ein Spieler die Gruppe verlassen, so wird die Runde für beendet erklärt. Dies passierte sogar bei Bosskämpfen, die fast gewonnen waren. Ein Matchmaking-System, welches Spieler in Anfänger und Experten unterteilt, hätte hier Wunder bewirkt. Zwar bietet Nintendo mit der Schwarzen Liste eine Möglichkeit, Spieler auf diese zu setzen, damit wir nicht mehr mit diesen konfrontiert werden müssen, doch ist die Liste bei der Spielermasse und dem Auswahlsystem ohnehin fast sinnlos. Schließlich werden wir wahllos mit fremden Spielern zusammen geschmissen, mit denen wir nicht kommunizieren können. Wer online mit Freunden spielen will, sollte während der Partie PC-Programme wie Skype hinzuschalten.

Nur im Kern: The Legend of Zelda

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (6)Wer länger Spaß mit Tri Force Heroes haben will, kommt um Freunde oder Bekannte, die man zum Beispiel in Foren kennenlernen kann, nicht herum. Wer dann einmal eine Gruppe gefunden hat, mit der er regelmäßig spielen kann, freut sich auch über die vielen Ideen im Spiel, die uns in der Testphase ebenfalls motiviert haben. So gibt es verschiedene Kostüme in der Stadt zu kaufen, für die wir bestimmte Materialien brauchen, die wir beim Abschluss eines Levels erhalten oder auf dem Basar für einen horrenden Rubinbetrag erwerben können. Diese Kostüme bieten dann unterschiedliche Fähigkeiten, welche die verschiedenen Ausflüge in die Spielwelt noch unterhaltsamer machen. Mit dem Kokiri-Gewand können wir, bewaffnet mit einem Bogen, gleich drei Pfeile auf einmal abschießen. Kostümiert als Gorone nehmen wir hingegen keinen Schaden, wenn wir mit Feuer und Flamme in Berührung kommen. Ihr merkt also, dass das Spiel grundsätzlich die typischen The-Legend-of-Zelda-Merkmale gekonnt miteinander verknüpft und zu einem eigentlich runden Spiel formt. Auch dass Gegenstände begrenzt eingesetzt werden können und sich mit der Zeit regenerieren, passt hervorragend in das eigentlich runde Spielkonzept. Damit dieses Konzept allerdings Akzeptanz findet, muss Nintendo den Chat wesentlich überarbeiten, damit durchgehend Spielspaß aufkommt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Ich habe mich sehr auf The Legend of Zelda: Tri Force Heroes gefreut, denn ich bin sowohl ein Bewunderer der eigentlichen Reihe, als auch ein Fan von The Legend of Zelda: Four Swords Adventures. Letzteres konnte ich damals leider nie komplett durchspielen, da auch hier der Langzeitspaß davon abhält, ob man es zusammen mit Freunden spielt. Umso mehr habe ich meine Hoffnung in Tri Force Heroes gesetzt und wurde leider auf ganzer Linie enttäuscht. Der Einzelspielermodus ist durchgehend unbrauchbar. Es ist definitiv zu umständlich und zu hektisch, über den Touchscreen statt mit Tastendruck die Links besonders in brenzligen Situationen zu wechseln. Man merkt deutlich, dass das Spiel niemals für nur einen Spieler entwickelt wurde. Nintendo hätte aber in der Qualitätssicherung feststellen müssen, dass der Titel in diesem Aspekt noch mehr Entwicklungszeit hätte gebrauchen können. Dafür kann der Mehrspielermodus des Titels durchaus begeistern, sofern man denn lokal mit – und das möchte ich deutlich betonen – erfahrenen Freunden spielt. Online kann das Spiel mit Freunden auch funktionieren, wenn denn Skype an einem anderen Gerät parallel eingeschaltet ist. Mit unbekannten Spielern zu spielen ist hingegen in der Regel fatal. In den seltensten Fällen kommt hier eine funktionierende Gruppe heraus. Meistens handelt es sich bei den Mitspielern um Anfänger, die anscheinend noch keinen Teil der Reihe gespielt haben. Das merkt man daran, dass sie sich selbst in die Luft sprengen, nicht wissen, wie ein Block verschoben wird oder die Schwachstelle des Bossgegners selbst beim dritten und letzten Versuch nicht erkennen. Wäre die Chatfunktion von Tri Force Heroes funktionsfähig, so wären all diese Makel nicht vorhanden und ich könnte sehr wohl über den schwachen Einzelspielermodus hinwegschauen. Man sollte sich den Titel derzeit nur zulegen, wenn man mindestens zwei Freunde kennt, die ebenfalls Interesse am Spiel haben. Andernfalls rate ich dringend davon ab, da sich so einfach kein Langzeitspielspaß einstellen will.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Legend of Zelda: Tri Force Heroes!

Review: Mini Metro

Mini Metro (1)Der Fernverkehr verbindet unsere Städte, doch ohne Straßen- und Untergrundbahnen wären wir, an unserem Reiseziel, angekommen sicherlich aufgeschmissen. Die Metropolen der Welt würden im Buschaos versinken. Abhilfe schaffen wir mit der Simulation Mini Metro.

Mini Metro (2)Kaum haben wir Mini Metro gestartet, landen wir auch gleich im laufenden Spiel. Texte mit irgendwelchen Erklärungen, wie Mini Metro gespielt wird, suchen wir vergeblich. Stattdessen möchte uns der Titel intuitiv an die Spielmechaniken heranführen. Was zunächst nach kaum verständlicher Symbolik aussieht, ist nach wenigen Minuten mit Mini Metro erlernt. Auf der Übersichtskarte beziehungsweise der Spielfläche, finden sich diverse geometrische Formen, die jeweils eine Bahnhaltestelle symbolisieren. Nun müssen wir diese Formen wie verschiedenfarbigen Linien verbinden. Solche Linien stellen zugleich die Bahnverbindungen dar. Wir können die Bahn im Kreis fahren lassen oder lineare Strecken konstruieren. Wichtig ist nur, dass wir die Passagiere an den Haltestellen allesamt transportieren, bevor die Stationen zu überfüllt und wir unseren Job los sind. Die Passagiere werden neben den Symbolen für die Haltestellen identisch markiert. Unser Ziel ist, beispielsweise einen Dreieck-Passagier zu einer der nächstmöglichen Dreieck-Haltestellen zu transportieren. Dabei müssen wir geschickt vorgehen, da der Weg von der Arbeit nach Hause und umgekehrt wie in der Realität oft nur mit Umsteigen zu erkaufen ist. Hinzukommt, dass sich im Verlauf einer Partie die Form einer Haltestelle verändern kann das Schienennetz deshalb ständig umgeplant werden muss.

Weltweites Vergnügen

Mini Metro (3)Mini Metro motiviert uns, das Netzwerk ständig umzugestalten und zu überarbeiten, da wir alle sieben kurzen Spieltagen mit zusätzlichen Zügen, Wagons, ganzen Linien und Brücken beziehungsweise Tunneln belohnt werden. Die Herausforderung steigt also in jeder Partie zusätzlich zum Schwierigkeitsgrad an. Dieser ist wiederum abhängig davon, in welcher Stadt wir das Netzwerk planen. Mit London, Paris, Berlin, New York City, Melbourne, São Paulo, Sankt Petersburg, Ōsaka, Hongkong und Kairo stehen uns zehn Städte und zusammen mit dem Ballungsraum Auckland gar elf verschiedene Schauplätze zur Verfügung. Da das Ziel in jedem Level relativ schnell erreicht ist, verbringt man meistens nur fünfzehn Minuten mit der Planung, um sich anschließend dem nächsten Schienennetz zuzuwenden. Abhilfe schafft da der Endlosmodus, in welchem Haltestellen nicht überfüllt werden können oder auch der Extremmodus, in welchem sich einmal gelegte Schienen nicht mehr verändern lassen. Mini Metro bietet sowohl für Anfänger, als auch für Experten genug Unterhaltung. Da der Titel nur geringe Hardware-Anforderungen hat, sollte er auf deutlich älteren PCs problemlos laufen. Erkauft wird der Zugang zu dieser breiten Käuferschicht mit einer steril-minimalistischen Optik und einem ebenso passenden Soundtrack. Ranglisten stellen den Mehrspielermodus dar.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Mini Metro spricht mich vor allem durch seine minimalistische Darstellung an. Viele Simulationen versuchen mit modernen Grafiken zu bestechen und scheitern fast jedes Mal daran. Das Konzept von Mini Metro ist auf solchen Schnickschnack auch gar nicht angewiesen. Vordergründig versucht das Spiel mein Organisationstalent auf die Probe zu stellen. Während ich bei den ersten Versuchen in Mini Metro noch an meinem eigenen Chaos scheitere, ändert sich das mit jeder neuen Spielrunde. Schnell lerne ich, wie ich die Bahnlinien am besten verlegte, um meine Passagiere möglichst schnell von einem Ort zum anderen zu bringen. Der Umfang des Spiels fällt mit circa drei bis vier Stunden Einmalspielzeit zwar nicht gerade groß aus, doch durch zusätzliche Bahnlinien, Züge und Wagons bietet mir der Titel auch längerfristig genug Motivation, damit ich immer mal wieder in das Spiel eintauche – vor allem der Endlosspiel- und Extremmodus ermöglichen mir, entweder abzuschalten oder unmenschliche Herausforderungen zu meistern. Auch wenn mir diese Modi sehr viel Spaß machen, hätten dem Spiel ein paar mehr Besonderheiten gut getan. Gerne hätte ich mehr Abwechslung in Form des Shinkansen wie in der Ōsaka-Aufgabe gesehen. Zudem ist es schade, dass der Mehrspielermodus das Messen mit anderen Spielern in Form von Ranglisten darstellt. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Trotzdem muss man Simulationen nicht mögen, um Spaß zu haben, denn für die Mittagspause oder sogar mittellange Bahnfahrten ist Mini Metro ein wunderbarer Snack für den grauen Alltag.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Mini Metro!

Prime Time: Nintendo Sound Selection [Endings & Credits] (Unboxing)

Schöner hätte Nintendo das Ende des Club Nintendo nicht zelebrieren können. Zum einen veröffentlichte man eine Gedenkmünze, die wir euch in einem seperaten Video vorstellen, und zum anderen hat man gleich eine Sound Selection zum Thema Endings & Credits veröffentlicht. Welche Tracks enthalten sind und worauf ihr euch im Booklet freuen dürft, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video. Wir wünschen euch bei diesem Video ganz besonders viel Spaß und gute Unterhaltung!

Review: Dragon Ball Z: Extreme Butōden

Dragon Ball Z Extreme Butoden (1)Als die 285. Episode von Dragon Ball Z ausgestrahlt wurde, haben Fans weltweit die Hände ausgestreckt, um Son Gokū ihre Energie zu spenden, damit dieser die Genkidama auf Majin Bū Junsui abfeuern kann. So episch ist Dragon Ball Z: Extreme Butōden aber nicht geworden.

Dragon Ball Z Extreme Butoden (2)Hätte man dem Erfinder von Dragon Ball, Toriyama Akira, 1984 mitgeteilt, dass sein damals noch junger Manga mehr als dreißig Jahre später in vielfältiger Form immer noch fortgeführt wird, hätte er sicherlich nur den Kopf geschüttelt. Mit Fug und Recht kann man Dragon Ball als sein Lebenswerk bezeichnen, welches sich zu einer der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten entwickelt hat. Das Dragon-Ball-Franchise kommt mittlerweile nämlich auf reichlich viele Bände, ganze fünf Anime-Serien, eine taiwanesische und gar eine (sehr miserable) US-amerikanische Realverfilmung und natürlich einige Videospiele, die hierzulande aber erst seit Ende der Neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts regelmäßig erscheinen. Dragon Ball Z: Extreme Butōden erzählt die Story von Dragon Ball Z aus verschiedenen Blickwinkeln nach. Das Beat ’em up beschränkt sich dabei allerdings auf die wichtigsten Kämpfe zwischen den aberwitzigen Protagonisten und den durchtriebenen Antagonisten. Der Auftakt des Kampfspiels markiert das Treffen zwischen Son Gokū und seinem Bruder Radittsu. Auseinandersetzungen mit Furīza, den Cyborgs, Seru und schließlich der Kampf gegen die böse Form von Majin Bū dürfen in dieser Aufzählung ebenfalls nicht fehlen. Ausschweifend wie in der Anime-Serie werden die dort epischen Reibereien in Extreme Butōden allerdings nicht.

Schwankende Saiyajin

Dragon Ball Z Extreme Butoden (3)Die Kämpfe dauern nur wenige Minuten oder gar Sekunden und sind damit schnell abgearbeitet. Die Dialoge kommen zwischen den Kämpfen leider viel zu kurz und erlauben uns keinerlei tiefgründige Einblicke in die Story. Während die Handlung deshalb wohl nur von Fans der Vorlage verstanden werden kann, wird jeder Spieler mit der für das Genre sehr wichtigen Steuerung schnell zurechtkommen. Man kann einfach wie wild auf die Tasten hämmern, um Schläge, Tritte und Fernkampfgeschosse auf die Gegner loszulassen. Hin und wieder durchdringt der Feind diese Verteidigung zwar, doch kaum haben wir uns von seinem Schlag erholt, können wir den Gegner weiter bearbeiten und ins virtuelle Jenseits befördern. Der Schwierigkeitsgrad von Extreme Butōden ist also durchweg zu einfach ausgefallen, da knifflige Kombinationsangriffe fehlen und Fernkampfattacken zu mächtig sind. Kaum zu glauben, dass hier das erfahrene Entwicklerstudio Arc System Works am Werk war, die uns schon mit der Guilty-Gear-Serie und der BlazBlue-Reihe anspruchsvollere Kampfspiele beschert haben. Dafür bietet der Titel einen halbwegs großen Umfang, denn nach erstem Abschluss der Story können wir die Geschichte auch aus den Blickwinkeln anderer Charaktere erleben. Allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad dabei nicht an die Geschichte wird auch nicht besser präsentiert.

Knockout

Dragon Ball Z Extreme Butoden (4)Des Weiteren bietet der Titel einen Abenteuermodus. Dieser entführt uns in eine alternative Handlung, in der Zeit und Raum mal wieder bunt gemischt werden, sodass sich hier auch Charaktere bekämpfen dürfen, die sich in der Manga-Reihe nie begegnet sind oder sich zumindest nie bekämpft haben. Wenn wir StreetPass für das Spiel aktivieren, dürfen wir unterwegs Kärtchen mit anderen Spielern teilen. Sammeln wir sieben Stück davon, erscheint der sagenumwobene Drache Shenron, von dem wir uns Items wünschen dürfen, die wir im Abenteuermodus einsetzen dürfen. Eine sehr nette Fanservice-Idee, die aber nicht essentiell genug ins Spiel einfließt. Optisch erinnert der Titel zwar stark an die Anime-Vorlage und wird mit dem Tiefeneffekt des 3DS sogar ein wenig bereichert, doch bleiben die viel zu wenigen Arenen viel zu leblos. Selbst Street Fighter II: The World Warrior aus dem Jahr 1991 für das Super Nintendo wusste uns hier sehr viel mehr zu begeistern. Die musikalische Untermalung ist zweckmäßig, bleibt den Tracks aus der Serie aber unterlegen. Ein weiter Wermutstropfen ist der fehlende Online-Modus; die Kämpfe mit Freunden können nur lokal ausgetragen werden. Wer mit Son Gokū und Co deutlich mehr Spaß haben will, sollte zu einem der vielen anderen Beat ’em ups des Franchises greifen oder gar einer anderen Serie den Vorzug geben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Seit Kindheitstagen bin ich ein großer Fan des Dragon-Ball-Franchises und ich werde es wohl auch immer sein. In dieser Zeit habe ich gute und schlechte Titel des Franchises spielen dürfen. Den Tiefpunkt markiert jetzt allerdings Dragon Ball Z: Extreme Butōden. Der Titel enttäuscht mich wirklich fast durchgehend. Die Kämpfe sind viel zu kurz und die Kombinationsangriffe sind in der Genre-Landschaft nichts weiter als ein schlechter Scherz. Da ich ein Fan von Beat ’em ups bin und gerne mal die eine oder andere Tastenkombination auswendig lerne, stößt mich die Steuerung des Spiels hier einfach nur an den Kopf. Ein wildes Hämmern auf die Aktionsknöpfe kann nicht im Sinne des Erfinders gewesen sein. Dazu gesellt sich die maue Präsentation des Dragon-Ball-Universums. Diese macht den Titel nur für beinharte Fans interessant, da Hintergründe nicht erklärt werden und die Dialoge viel zu schnell und zu steril abgearbeitet werden. Extreme Butōden wirkt so, als ob der Titel noch ein paar Wochen Entwicklungszeit gebraucht hätte, aber vorschnell auf den Markt geworfen wurde. Selbst Fans des Vorlage sollten sich zweimal überlegen, ob sie nicht lieber zu einer der vielen Alternativen greifen möchten.

Prime Time: Guitar Hero Live (Unboxing)

Guitar Hero Live ist für unseren Chefredakteur der erste Guitar-Hero-Titel abseits von einem der Handheld-Ausflüge auf dem DS. Das zelebriert er in diesem Video natürlich richtig und packt zusammen mit euch die Inhalte der großen Verpackung aus, damit auch ihr euch ein Bild von den Relationen des Controllers machen könnt. Gute Unterhaltung!

Review: Star Wars: Battlefront

Star Wars Battlefront (1)Als 1977 George Lucas’ erster Film der Star-Wars-Saga in den Lichtspielhäusern startete, war es wohl noch nicht abzusehen, dass fast vier Dekaden später der Hype um die Weltraumoper ununterbrochen anhält. Teil dieses Universums ist auch das Spiel Star Wars: Battlefront.

Star Wars Battlefront (2)Der Ego-Shooter aus dem Jahr 2004 ist uns bis heute sehr gut in Erinnerung geblieben, denn er bot für die damalige Zeit fantastisches Gameplay in Kombination mit der Atmosphäre der Filmreihe. Nur ein Jahr später erschien mit Star Wars: Battlefront II der Nachfolger, der noch weitere Elemente ins Spiel implementiert hat. Ein dritter Teil der Ego-Shooter-Serie war bis 2008 geplant und befand sich sogar, je nach Informationsquelle, schon weit in Entwicklung. Unter anderem sollten im dritten Serienteil Schlachten möglich sein, die sich sowohl auf der Planetenoberfläche, als auch im Weltraum abspielen sollten. Gemischt und mit nahtlosen Übergängen wohlgemerkt! Nachdem sich der Konzern Disney die Rechte an der Star-Wars-Marke gesichert hatte, wurde Electronic Arts flugs damit beauftragt, an Videospielen zum Franchise zu arbeiten. Electronic Arts steht nicht unbedingt in der Gunst vieler Spieler, wenn es darum geht, mit Lizenzen zu arbeiten. Wenn man sich die letzten Ausflüge mit Harry Potter ansieht, sollten sich einem zwar die Nackenhaare aufstellen, doch wenn man sich an die Jahre nach der Jahrtausendwende zurückerinnert, kann man sehen, dass das nicht immer so war. Bis heute gehören vor allem die Der-Herr-der-Ringe-Videospiele und kurioserweise sogar die ersten beiden Harry-Potter-Episoden zum Besten, was der Konzern entwickeln ließ.

Fans wollen (k)eine Einzelspielerkampagne

Star Wars Battlefront (3)Mit Star Wars: Battlefront (2004) hat der dritte Serienteil allerdings kaum etwas gemeinsam. Schließlich sitzt am Spiel nicht mehr das Entwicklerteam von Pandemic Studios; jenes Entwicklerstudio, welches Electronic Arts 2009 geschlossen hat. Stattdessen hat man die nicht weniger erfahrenen Köpfe von Dice beauftragt, das Spiel zu entwerfen. Leider hat jenes Team mit Battlefield 4 und Battlefield Hardline in den letzten Jahren gezeigt, dass sie es mittlerweile nicht mehr so ganz schaffen, dass Genre weiterzuentwickeln. Trotzdem sind diese Spiele im Mehrspielermodus massentauglich und erfreuen sich entsprechend auch großer Beliebtheit. Ähnliches wird Star Wars: Battlefront (2015) sicherlich ebenso widerfahren, doch sollte man vorab sagen, dass sich das Spiel fast ausschließlich an Spieler richtet, die online gegen Freunde und unbekannte Spieler antreten wollen. Eine Einzelspielerkampagne gibt es nämlich nicht. Electronic Arts hat in der Vergangenheit behauptet, dass die Fans kein Interesse daran haben, eine Einzelspielerkampagne zu spielen. Das mag vielleicht bei den Teilen der Battlefield-Reihe zutreffen, doch wer mit einer so großen Lizenz wie Star Wars arbeiten darf, sollte sich zweimal überlegen, was die Fans wirklich spielen wollen. Ein Blick in Internetforen und soziale Netzwerke offenbart, dass Electronic Arts mit der Vermutung meilenweit falsch liegt.

Zusammenhanglose Einzelspielermissionen

Star Wars Battlefront (4)Das heißt, dass wir nicht wie früher der Reihe nach die Planeten der Galaxis abklappern, sondern einfach planlos Missionen auswählen, die sich sehr lose mit verschiedenen Einblicken in die Handlung der Filme (an gerade einmal vier verschiedenen Handlungsorten, von denen einer nicht in der Ursprungstrilogie vorkommt) beschäftigen. Da sollen wir auf dem Waldmond Endor Rebellen, die sich am Eigentum des Imperiums vergriffen haben, auf unseren Speeder Bikes verfolgen. Außerdem ist es hier möglich, in die Rolle von den bekannten Helden und Bösewichten zu schlüpfen und vor Ort für Ruhe zu sorgen. Das macht durchaus Spaß, unterhält aber maximal für zwei bis drei Stunden – zumindest, wenn wir diese Missionen einzeln angehen. Wenn jemand aus unserer Origin-Freundesliste ebenfalls in den Krieg zieht, dürfen wir zusammen mit ihm Aufgaben, wie das Beschützen eines bestimmten Gebiets, erledigen. Mit einem zufälligen Mitspieler können wir die Missionen allerdings nicht spielen. Da der Titel gleich für drei Plattformen erschienen ist, erschwert dies die Partnerwahl. Der eigentliche Einzelspielermodus wird so zwar nicht langweilig, doch offenbart sich hier das Schicksal des Titels. Er möchte lieber online, als alleine gespielt werden. Warum Electronic Arts trotzdem noch Einzelspielermissionen unbedingt ins Korsett zwängt, ist uns schleierhaft.

Fast nutzlose Flugvehikel

Star Wars Battlefront (5)Wer jetzt allerdings hofft, dass Battlefront im Mehrspielermodus die Offenbarung für jedweden Star-Wars-Fan ist, täuscht sich leider gewaltig. Anstatt ein Spiel zu kreieren, welches der Marke wahrhaftig würdig ist, haben die Entwickler an verschiedenen Baustellen gewerkelt und es schlussendlich nicht geschafft, diese vernünftig zusammenzufügen. So steht uns eine Vielzahl an Modi zur Verfügung, die allerdings alle nicht so recht zünden wollen. Den Luftkampf konnten wir ja bereits auf der Gamescom 2015 anspielen und im Grunde haben wir dort schon alles gesehen. Wir jagen entweder mit einem Tie-Fighter den X-Wings hinterher oder wechseln die Seite. Großartige Raffinessen vermissen wir hier. Auch wenn dieser Modi nur einen kleinen Teil des Spiels ausmacht, tauchen die Flugvehikel auch in anderen Modi auf und genau deswegen hätte man sich an vorherigen Star-Wars-Titeln wie Star Wars: Rogue Leader – Rogue Squadron II vom Gamecube aus dem Jahr 2002 orientieren können. Uns verwundert diese Antipathie allerdings nicht; schließlich will man für Nintendo-Plattformen derzeit ohnehin keine Spiele mehr veröffentlichen. Man schießt, weicht eventuell noch aus und schafft es so, einer Lenkrakete zu entkommen, um anschließend Bodenvehikel zu vernichten. Zu weiteren Manövern sind die Fluggeräte nicht zu gebrauchen. Verschenktes Potenzial!

Interessanter Heldenansatz

Star Wars Battlefront (6)Interessanter sind da schon die Helden mit ihren Antagonisten, die man in den Schlachten ebenfalls spielen kann. In der Rolle von Luke Skywalker und Prinzessin Leia, Han Solo und dessen Erzfeind Boba Fett, sowie Darth Vader und der Imperator sind hier spielbar. Alle Charaktere unterscheiden sich dabei in ihren Fähigkeiten. Während Luke und Vader mit Lichtschwertern kämpfen und sich Han und Boba mit ihren Blaster-Pistolen die Köpfe wegschießen, unterstützen Leia und der Imperator die Bodentruppen. Die Helden fühlen sich recht ausgeglichen an, da sie sowohl Vor-, als auch Nachteile haben. Einzig und allein der Imperator wirkt mit seinem Machtblitz etwas zu mächtig. Schade finden wir jedoch, wie die besonderen Charaktere und Vehikel ins Spiel implementiert worden sind. Auf der Karte tauchen zufällig Symbole auf, die wir einsammeln können, um anschließend temporär Zugang zu diesen Inhalten zu bekommen. Wer Pech hat, wird nie mit einem Tie-Fighter die lästigen Rebellen vom Himmel schießen und wer Glück hat, darf in jeder Runde mit Luke Skywalker und seinem Lichtschwert die Sturmtruppen rösten. Warum die Fahrzeuge nicht einfach auf dem Schlachtfeld an bestimmten Positionen herumstehen und warum man Helden keine besonderen Belohungen sind, wissen nur die drei verantwortlichen Konzerne Dice, Electronic Arts und Disney.

Heillose Individualität

Star Wars Battlefront (7)Trotz der verschiedenen Spielmodi, in denen wir Droiden aktivieren, Kapseln suchen, Fracht stehlen oder Positionen halten, zieht es uns immer wieder ins normale Gefecht zurück. Dieser Spielmodus spielt sich immer noch am zugänglichsten. Das liegt auch daran, da Dice das Spiel so einsteigerfreundlich wie möglich gestaltetet hat und damit vor allem den Veteranen an den Kopf stößt. Man kann sich nach dem Ableben seines Soldaten nicht mehr aussuchen, wo man auf der Karte wieder ins Spiel einsteigen will. Außerdem gibt es keine Klassen mehr. Das kommt zwar der Individualität zugute, doch endet das in Battlefront in einem heillosen Durcheinander. Ärgerlich ist hier, dass einem von Anfang an nicht alle Inhalte zur Verfügung stehen und man diese erst durch zahllose Level-Aufstiege aktivieren beziehungsweise mit erspieltem Ingame-Geld, genannt Credits, kaufen muss. Das Spiel wirft hier schlechte und gute Spieler einfach zusammen, sodass die besseren Teilnehmer schnell gelangweilt sein dürften und Neulinge sich unnötig ärgern und schnell aufgeben. Noch nie waren in einem Spiel alle Spielteilnehmer dermaßen unausgeglichen, dass selbst wir schon nach wenigen Runden Pausen einlegen mussten, da wir einfach keine Freude mehr an Battlefront hatten. Von der ursprünglichen Vision dieser Videospielreihe ist absolut nichts mehr übrig geblieben. Schade.

Packende Star-Wars-Atmosphäre

Star Wars Battlefront (8)Während die PC-Fassung an einer sehr gewöhnungsbedürftigen Fahrzeugsteuerung leidet, ist es auf den Konsolen wie immer das Zielen mit den beiden Analog-Sticks, welches dem einen oder anderen Spielertyp Kopfschmerzen bereiten könnte. Wer den Ego-Shooter auf dem PC spielen will, sollte sich also auf eine gewisse Einarbeitungszeit einstellen. Davon abgesehen ist es sehr schade, dass das Gameplay an fast allen Ecken und Enden unvollendet wirkt und der Titel dann zumindest bis zu einem möglichen Patch ungespielt im Origin-Verzeichnis verbleiben wird. Ärgerlich ist das vor allem wegen der wirklich fantastischen Technik. Optisch gehört das Spiel neben The Order: 1886 zum Besten, was wir in der gesamten Videospielgeschichte gesehen haben. Den Begriff des Fotorealismus sollte man nicht leichtfertig verwenden, doch für die Verhältnisse des Jahres 2015 kommt Battlefront dem sehr, sehr nahe. Dazu kommt die fantastische Filmmusik von John Williams; gepaart mit den absolut typischen Sound-Effekten und den Stimmen von Hans-Georg Panczak, Wolfgang Pampel und Susanna Bonaséwicz. Somit kommt, auch wenn das Gameplay selten stimmig ist, in jeder Sekunde Star-Wars-Atmosphäre auf. Der Spielumfang fällt zwar gering aus, doch bietet der Publisher mit dem fünfzig Euro teuren Season Pass schon jetzt einen Blick in die Zukunft.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Als großer Fan des ersten Serienteils habe ich mich wirklich sehr auf Star Wars: Battlefront (2015) gefreut und auch das sehr kurze Anspielen auf der Gamescom 2015 hat mich freudig gestimmt. Bereits im Vorfeld wurde Electronic Arts jedoch (auch von mir) für die Aussage, dass die Spieler keine Einzelspielerkampagne wünschen, hart kritisiert. Obwohl der Konzern sicher weiß, dass die Star-Wars-Fangemeinde nicht gerade klein ist, hat man sich trotzdem gegen diese Kampagne entschieden. Mich persönlich hätte es auch gewundert, wenn man das Spiel deswegen verschoben hätte, um eine Kampagne zu entwerfen, die dann gerade einmal an vier Schauplätzen spielen könnte. Ich kann dann auch sehr gut verstehen, dass der Druck seitens Disney auf Electronic Arts und von Electronic Arts auf Dice sehr groß gewesen sein muss. Allerdings kann ich nicht verstehen, dass der Umfang dann trotz langer Entwicklungszeit dermaßen klein ausfällt und man den Titel dennoch als Vollpreisspiel in die Läden stellt, um dann noch einmal in Form des Season Pass nachträglich zur Kasse zu bitten und unfertige Spielinhalte nicht kostenlos nachliefert. Wäre Star Wars: Battlefront das beste Spiel der Welt geworden, so könnte man vielleicht ein Auge zu drücken, doch eckt der Titel mit seinem Gameplay in meinen Augen an allen Kanten an. Die fantastische Kulisse kann nicht kaschieren, welche gravierenden Fehler hier im Design gemacht worden sind. Ich verstehe nicht, warum der Zufall entscheidet, wer denn nun als Held spielen darf. Ich verstehe nicht, warum Fahrzeuge via Item von überall auf dem Schlachtfeld aktiviert werden und nicht auf der Karte herumstehen. Ich verstehe nicht, warum ich mir nicht aussuchen darf, wo und mit welcher Klasse ich auf dem Schlachtfeld erscheinen darf. Auch wenn die Individualität sicherlich im Ansatz gut klingt, wurde diese Idee einfach nicht zu Ende gedacht und hat die Macht im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Gleichgewicht gebracht. Battlefront macht mir auf Dauer einfach keinen Spaß, denn kaum habe ich den Titel eine halbe Stunde gespielt, suche ich verzweifelt nach dem Befehl, das Spiel zu beenden. Der Titel richtet sich an eine jüngere Generation, die sich dermaßen von den Fans der ersten beiden Teile unterscheidet. Dice hat mit Battlefront bewiesen, dass sie das Ego-Shooter-Genre nicht weiterentwickeln wollen. Es ist nicht verwunderlich, dass der Gedanke des Ursprungsspiel und die Möglichkeiten des eigentlichen dritten und leider eingestellten Teils so nicht genutzt werden können. Der Titel hat mich bis auf seine wirklich tolle Atmosphäre fast nur enttäuscht und als Star-Wars-Fan hoffe ich jetzt, dass man Vernunft walten lässt und lieber einen fähigeren Entwickler an die Marke setzen wird. Es ist schließlich Star Wars und das wissen hoffentlich auch die Verantwortlichen bei Electronic Arts.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Star Wars: Battlefront!

Review: The Garden of Sinners: Film 3-4

The Garden of Sinners Film 3-4 (1)Die zweite Volume der bereits dritten Veröffentlichung von The Garden of Sinners beinhaltet auf einer Blu-ray Disc den dritten und vierten Teil der Anime-Filmreihe. Kara no Kyōkai, wie der Originaltitel des Animes lautet, paralysiert und hypnotisiert uns auch mit diesen Filmen.

The Garden of Sinners Film 3-4 (2)Zeitlich ist der dritte Film, Verbliebener Sinn für Schmerz, vor dem ersten, aber nach dem zweiten und vierten Ableger angesiedelt. Die drei Charaktere Ryōgi Shiki, Kokutō Mikiya und Aozaki Tōko werden erneut mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert. Im Zeichen der Ermittlung steht Asagami Fujino – eine junge Schülerin, welche noch nie in ihrem Leben das Gefühl des Schmerzes empfinden konnte. Eines Tages wird sie von einer Gruppe junger Männer vergewaltigt und spürt bei der physischen Gewalt, welche ihr dabei zugefügt wird, zum ersten Mal Schmerzen. Am Tag darauf werden die jungen Männer qualvoll zugerichtet, sowie mit herausgerissenen Armen und Beinen, tot aufgefunden. Shiki ahnt, dass die Mörderin vom gleichen Schlag sein muss, wie sie selbst. Eine Jagd beginnt, bei der Mikiya nicht ganz unbeteiligt ist. Das obskure Spiel vermischt die Grenzen zwischen richtigen und falschen Entscheidungen. Welche Rollen Opfer und Täter wirklich einnehmen, ist auch beim dritten Ansehen des Animes alles andere als eindeutig aufzufassen. Im dritten Film der Reihe kommt der Mystery-Ansatz etwas mehr zur Geltung als im vorherigen Teil. Zarte Gemüter sollten sich aber im Klaren darüber sein, dass mittlerweile nicht mehr mit Blut gegeizt wird und Themen wie Vergewaltigung behandelt werden. Die Geschichte wirkt dadurch realitätsnaher.

Zwischenmenschliche Beziehungen

The Garden of Sinners Film 3-4 (3)Der vierte Film hingegen ist chronologisch als zweites Kapitel einzuordnen. Wir erleben, wie Shiki ins Krankenhaus eingeliefert wird und im Juni 1998, zwei Jahre später, aus dem Koma erwacht. Sie bemerkt, dass etwas mit ihren Augen nicht stimmt und erblickt Schreckliches, was normalen Menschenaugen eigentlich verwehrt bleibt. Als sie dem psychischen Druck unterliegt, versucht sie, ihre eigenen Augen auszustechen. Daraufhin wird ihr jeglicher Besuch von Freunden verwehrt. Mikiya wird nicht zu ihr vorgelassen. Im vierten Film, Der leere Tempel, trifft Shiki allerdings zum ersten Mal auf Tōko, welche sich als Logopädin ausgibt, um zu Shiki vorgelassen zu werden. Allerdings hat sie nicht das geringste Interesse daran, sich Shikis Sprechvermögen anzunehmen. Stattdessen fördert sie Shikis dunkle Seite, damit sie die ihr gegebene Gabe sinnvoll einsetzen kann. Das Freundschafts- und Arbeitsverhältnis zwischen den beiden Charakteren nimmt hier ihren Anfang und wird vor in den chronologisch später angesetzten Filmen entsprechend vertieft. Dieses Mal wird der Mystery-Fakot wieder etwas reduziert, um in der düster gestalteten Welt Platz für emotionale und zwischenmenschliche Beziehungen zu lassen. So erfahren wir im vierten Film vor allem ein paar Hintergründe über Tōko und wie diese mit anderen Personen, insbesondere Mikiya und Shiki, umgeht.

Korrigierte und unkorrigierte Fehler

The Garden of Sinners Film 3-4 (4)Wie bei den vorherigen Teilen müssen wir sagen, dass die optische Brillanz im Anime-Sektor ihresgleichen sucht. Allerdings sind auch der dritte und vierte Film nicht sonderlich gut für die Blu-ray-Fassung optimiert. Dies haben wir schon bei der Premium Box kritisiert und eine Überarbeitung fand deshalb, wie erwartet, auch bei der zweiten Volume der dritten Veröffentlichung nicht statt. Trotzdem sollte man sich davon nicht irritieren lassen. Egal ob Mikiya durch den Regen streift oder Shiki in einem Lokal für Unruhe sorgt – der Stil des Anime ist durchweg stimmig und vermittelt vor allem wegen dem gelungenen Soundtrack eine hervorragende Atmosphäre, die man so nur in wenigen Anime erlebt. Während dieser bei den ersten beiden Veröffentlichungen auf einer gesonderten CD beilag, fehlt dieser bei der Drittveröffentlichung. Anderes digitales Bonusmaterial gibt es nicht. Die sehr guten deutschen und japanischen Synchronsprecher entschädigen dafür. Besonders Christin Marquitan möchten wir loben, da sie Tōko die für die Handlung relevante Stimmenverstellung wunderbar kontrolliert. Löblich ist außerdem, dass der oft kritisierte Fehler der Laufzeit bei der DVD-Fassung endlich korrigiert wurde. Der vierte Film wird nun tatsächlich mit 46 Minuten Laufzeit angegeben. Der dritte Teil der Reihe bietet hingegen unverändert 58 Minuten gelungene Laufzeit.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Beim wiederholten Male der ersten beiden Episoden habe ich festgestellt, dass sich diese Folgen gefühlt in die Länge ziehen können. Dies ist beim dritten und vierten Serienteil nicht mehr der Fall, denn trotz unchronologischer Reihenfolge (bis hierhin) merkt man, dass die Reihe mit jedem Film an Qualität und Tiefgang gewinnt. In beiden Filmen steht aus der Riege der Hauptcharaktere eindeutig Ryōgi Shiki im Mittelpunkt. Während ich in einem Film erfahre, wie Shiki zu Shiki geworden ist, bietet mir der andere Film die Antwort auf die Frage, warum sich Shiki so anders verhält. Der Anime gehört nach wie vor zu meinen Lieblingswerken der japanischen Animationswelt. Wer schon die ersten beiden Filme verschlungen hat, kann dies auch mit der zweiten Volume machen – schließlich bieten beide Filme zusammen die Vorarbeit für die nächsten drei Filme, in denen sich der Konflikt zuspitzt. Wer den Anime weiter verfolgt, wird definitiv belohnt werden!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Garden of Sinners: Film 3-4!

Review: Guitar Hero Live

Guitar Hero Live (1)Zwischen 2005 und 2009 wurden mehr als ein Dutzend Titel der Guitar-Hero-Reihe auf den Markt geworfen. 2011 gab Activision bekannt, dass die Produktion weiterer Ableger vorerst eingestellt wird. Fast fünf Jahre später feiert die Guitar-Hero-Serie ihre Wiedergeburt.

Guitar Hero Live (2)Obwohl die Guitar-Hero-Reihe am Erfolg des Genres maßgeblich beitrug und definitiv eine der innovativsten Videospielreihen ihrer Zunft ist, gibt es Musikspiele nicht erst seit dem Jahr 2005. Tanzmatten- und Rhythmusspiele gibt es bereits spätestens seit den Achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, doch erst langjährige Videospielserien wie SingStar und Guitar Hero haben dem Genre zum Durchbruch verholfen. Beide Serien sind ein Garant dafür, dass mit Mikrofon oder Gitarren-Controller Gelegenheitsspieler und Hardcore-Zocker gleichermaßen angesprochen werden können. Wer Guitar Hero Live zum ersten Mal in eine seiner Konsole einlegt, wird mit einem viel zu kurzen Tutorial in die Grundlagen des Gitarrenspielens eingeweiht. Die Übung kann im späteren Spielverlauf zwar wiederholt werden, doch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man nach der Einführung direkt ins kalte Wasser geworfen wird. Für Serienkenner mag das nicht sonderlich schlimm sein, doch Neulinge könnte das in den ersten zwei Spielstunden den Einstieg wesentlich erschweren. Einen wirklichen Karriere-Modus gibt es zwar nicht, doch schlüpfen wir in Guitar Hero Live in der Rolle eines jungen Gitarristen, der mit seiner Band in den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich auf Konzerten spielt, um die Fans entweder zum Jubeln oder zum Maulen zu bringen.

Immersive Erfahrung

Guitar Hero Live (3)Der Offline-Anteil des Spiels basiert auf Realfilmaufnahmen, in denen wir unsere Band aus der Ego-Perspektive sehen. Das wirkt sehr intensiv: Wir beginnen hinter der Bühne, beobachten die Mitarbeiter bei ihren Tätigkeiten, sehen ein Maskottchen umhertanzen und bekommen dann die Gitarre in die Hand gedrückt. Obwohl die Realfilmaufnahmen manchmal täuschend echt wirken, sind die meisten Hintergründe wie bei großen Hollywood-Produktionen vor dem Greenscreen entstanden. Auf der Bühne werden meist mehrere Lieder hintereinander gespielt. Nach der Ankündigung des nächsten Songs dürfen wir auch schon in die Tasten hauen. Das meinen wir wortwörtlich, denn das Spiel wird (genau wie seine zahlreichen Vorgänger) mit einem der bereits erwähnten Gitarren-Controller gespielt und bei Guitar Hero Live abermals im Lieferumfang enthalten ist. Alternative Steuerungsmethoden gibt es nicht. Auf einer Übersicht in der Mitte des Fernsehbildschirms, dem so genannten Highway, laufen von oben nach unten die verschiedenen Noten beziehungsweise Tasten hinunter. Diese wollen im richtigen Moment gedrückt werden, denn sonst beginnen unsere Fans ihren Unmut auszudrücken. Das eingespielte Video verändert sich hierbei im Verlauf der Songs so, wie es zu unserer jeweiligen Treffsicherheit passt. Wer hier versagt, wird enttäuschte und wütende Gesichter erblicken.

Fragwürdiges Preismodell

Guitar Hero Live (4)Die Videos wirken bis auf manch hastigen Übergang wirklich sehr authentisch. Das liegt vor allem daran, dass jeder Auftritt auf einem eigenen Video basiert. Das Hauptaugenmerk von Guitar Hero Live liegt jedoch eindeutig auf dem Online-Modus. Hier gibt es weitere Songs zu absolvieren, doch werden dabei die originalen Musikvideos gestreamt und keine Aufnahmen unsere Band gezeigt. Wir können hier entweder einen der beiden Themenkanäle aufrufen, wo Songs in zufälliger Reihenfolge abgespielt werden oder wir entscheiden uns gezielt für ein bestimmtes Lied. Letztere Option ist allerdings nicht unbegrenzt verfügbar. Weitere Durchgänge müssen wir per Echtgeld oder spärlichen Ingame-Moneten aktivieren. Theoretisch braucht man zwar nie einen Cent in Guitar Hero Live zu investieren, doch ist das Preismodell in unseren Augen verbesserungswürdig. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es in Guitar Hero Live keinen Shop gibt, in dem man einzelne Songs kaufen kann. Davon abgesehen bietet Guitar Hero Live mit seiner tollen Song-Auswahl eine mehr als runde Erfahrung. Schade nur, dass die alte Hardware der früheren Serienteile aufgrund des neuen Gitarrendesigns nicht mehr kompatibel ist. Aufgrund des holprigen Schwierigkeitsgrads und des neuen Designs werden vor allem Experten und Profis auf lange Sicht am meisten ihren Spaß haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung): Als Activision damals die Einstellung des Franchises angekündigt hat, war das für viele Fans ein herber Schlag ins Gesicht. Natürlich ist es verständlich, dass die Käufe irgendwann stagnieren, doch zumindest den Song-Nachschub in Form von Sammlungen oder durch die Distribution eines Online-Shops hätte Activision fortführen können. Letzteres ist mit Guitar Hero Live theoretisch nicht mehr notwendig, da Songs mit Musikvideo nur noch aus dem Netz gestreamt werden. Nutzt Activision diese Möglichkeit geschickt, so könnte der Konzern in wöchentlichen oder monatlichen Abständen den Song-Katalog ständig erweitern oder aktualisieren. Allerdings sollte sich der Konzern zweimal überlegen, ob er zukünftig tatsächlich auf das durchwachsene Preismodell setzen will. Man verdient im Spiel de facto zu langsam neue Credits, um sich regelmäßig neue Durchgänge für den Online-Modus zu kaufen und wird so schnell mit Echtgeld zur Kasse gebeten. Ein Update des Spiels wäre in meinen Augen in den nächsten Wochen angebracht. Abgesehen von diesem kleinen Debakel kann man auf jeden Fall sagen, dass die Auferstehung der bereits totgeglaubten Marke Activision in fast allen Punkten geglückt ist. Der Gitarren-Controller bietet mit seinen sechs statt fünf Tasten am Griff sowohl für Anfänger, als auch für Experten Anreiz und die Song-Auswahl trifft des Weiteren viele Geschmäcker. Ich habe viele Stunden Spaß mit Guitar Hero Live gehabt und freue mich auf viele weitere, in denen ich vielleicht sogar zusammen mit Freunden das heimische Wohnzimmer in eine Bühne verwandle.

Prime Time: Club-Nintendo-Gedenkmünze (Unboxing)

Nicht zum ersten Mal stellen wir euch heute eine Münze mit Videospielbezug vor. Bereits 2012 haben wir euch die Gedenkmünzen zu drei Wii-Rollenspielen präsentiert. Vor einigen Wochen hat Nintendo sein langjähriges Bonusprogramm für treue Nintendo-Fans, den berühmten Club Nintendo, eingestellt. Um sich bei langjährigen Anhängern zu bedanken, hat es sich Nintendo nicht lumpen lassen und Münzen pressen lassen, die man für 2000 Sterne (der Währung im Club Nintendo) erwerben konnte. Unser Chefredakteur ist einer der glücklichen Besitzer dieser Münze geworden und stellt sie euch in unserem Unboxing-Video einmal kurz vor. Viel Spaß mit unserem Video!

Review: Last Exile: Complete Box – Range Murata Edition

Last Exile - Complete Edition (1)Der Anime Last Exile aus dem Jahr 2003 beschäftigt sich mit der Faszination des Fliegens, dem Leiden des Krieges und dem Fanatismus. Regisseur Chigira Kōichi gelingt es, in einer dystopischen Welt ganze 26 Episoden lang neue Hoffnung auf Frieden keimen zu lassen.

Last Exile - Complete Edition (2)Die Handlung von Last Exile spielt in einer vom Krieg zerrütteten Welt, in der nichts weiter als Zwietracht herrscht. Auf dem Planeten existieren die beiden Reiche Anatoray und Dysis, die nur durch den so genannten Großen Strom voneinander getrennt werden. Fernab dieser beiden Fraktionen existiert noch die Gilde, welche den Krieg diktiert und somit Zwietracht in beiden Ländern säht. Vor diesem dystopischen Hintergrund erzählt der Anime die Geschichte zweier Teenager, die schon in jungen Jahren ihre Eltern verloren haben. Insbesondere werden ihre Väter betont, da diese bereits versucht haben, den Großen Strom zu durchqueren, um der Welt den Frieden zu bringen. Klaus Valca und Lavie Head leben seit dem Verschwinden ihrer Eltern gemeinsam in der Stadt Norkia und führen das Erbe ihrer Vorfahren weiter. Sie erledigen mit ihrem Vanship, einer Art kleinem Flugzeug, Kurierdienste. Das führt sie unweigerlich ins Schlachtfeld, wo die Besatzungen riesiger Luftschiffe miteinander kämpfen. Die politischen Verhältnisse zwischen beiden Staaten sind angespannt, sodass eine friedliche Lösung kaum möglich erscheint. Trotzdem wissen Klaus und Lavie, dass sie nicht aufgeben dürfen und ihre Botschaften überbringen müssen. Hoffnung keimt auch in Form von friedlichen Flugrennen in Norkia auf, bei denen Klaus und Lavie mit dem Schicksal konfrontiert werden.

Kriegt bleibt immer gleich

Last Exile - Complete Edition (3)Sie retten die junge Alvis Hamilton, an der die Gilde ein besonderes Interesse hat, davor, entführt zu werden. Seither werden sie jedoch von der Gilde verfolgt und gejagt. Als sich dann auch noch Alex Row, der Kapitän des Luftschiffs Silvana, ins Geschehen einmischt und das Leben von Klaus und Lavie auf den Kopf stellt, wissen die beiden endgültig, dass sie sich mitten zwischen den Fronten eines unsichtbaren Kriegs befinden, der noch viel schlimmer ist, als das Kanonenfeuer, welches unermüdlich an ihrem Horizont erschallt. Last Exile schafft es vor allem in den ersten Episoden eine spannende Geschichte zu entwickeln. Der Mittelteil ist jedoch zuweilen sehr anstrengend, da vor allem zu wenig Bezug auf die politischen Verhältnisse genommen wird und mehr Nebensächlichkeiten erklärt werden. Dafür entschädigt der Anime im letzten Seriendrittel mit einer tiefgründigen, wendungsreichen und opulenten Story, die wir so nicht kommen gesehen haben. Sie ergibt ein ähnlich rundes Gesamtbild wie im Anime Trinity Blood. Die Kluft zwischen der industriellen Länder Anatoray und Dysis, sowie der futuristischen Entwicklungsstufe der Gilde, wird von Episode zu Episode größer. Anhand der Luftschiffe lässt sich ein gewisser Steampunk-Einfluss nicht abstreiten. Beim Kleidungsstil hat man sich hingegen an historischer Kleidung des 18. und 19. Jahrhunderts bedient.

Kunst von Murata Renji

Last Exile - Complete Edition (4)Optisch ist der Anime mit seinem Stil wirklich beeindruckend. Auch die dreidimensionalen Objekte, die in den Anime eingebunden wurden, sind für das Entstehungsjahr großartig. Es ist jedoch schade, dass wie bei vielen anderen Anime aus dieser Zeit ein diffuses Licht den hochauflösenden Bildern schadet, auch wenn der Stil so eine vortreffliche Note erhält. Die Musik ist hingegen großartig, da nicht nur mit orchestraler Musik, sondern auch mit Gesang gearbeitet wurde und in dieser Disziplin an Bands wie The Beatles erinnert. In puncto Synchronisation sollte man sich an die japanische Sprachfassung halten. Die deutsche Synchronisation geht zwar in Ordnung, doch viele Sprecher wirken deplatziert. Besonders die jüngeren Charaktere wirken zu alt. Wer des Japanischen nicht mächtig ist, darf selbstverständlich Untertitel hinzuschalten. Digitales Bonusmaterial sucht man in der Komplettbox vergeblich. Stattdessen liegt dem Anime ein 84-seitiges Booklet bei, welches viele Informationen über die Hintergrundgeschichte, die Vanships und die Charaktere in Textform und Illustrationen bereithält. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der japanische Illustrator Murata Renji sich für das Design der Verpackung verantwortlich zeigt. So dürfen sich Käufer nicht nur über einen sehr anspruchsvollen Anime, sondern auch eine wunderschön gestaltete Box in ihrem Regal freuen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem ich die ersten Episoden von Last Exile gesehen habe, konnte ich schon fast nicht mehr aufhören, den Anime zu konsumieren. Allerdings hat sich der Mittelteil des Anime dermaßen gefühlt in die Länge gezogen, dass man an dieser Stelle schnell die Lust verloren habe. Allerdings habe ich durchgehalten und wer hier wirklich durchhält, wird im letzten Seriendrittel absolut zufriedengestellt. Die Handlung setzt sich von Episode zu Episode mehr zusammen und beantwortet der Reihe nach alle offenen Fragen. Außerdem gefällt mir, dass die meisten Episoden genau am Ende der vorherigen Folge ansetzen. Bei relativ kurzen Serien im Anime-Segment ist dies kein Selbstverständlichkeit und eher selten anzutreffen. Wenn man sich im Mittelteil von Last Exile mehr um die politischen Verhältnisse beider Nationen gekümmert hätte und weniger auf das Nebensächliche bedacht gewesen wäre, hätte das Werk von Chigira Kōichi noch ein ganzes Stück besser sein können. Lehnt man sich aber zurück und genießt sowohl die hübschen, aber von diffusem Licht begleiteten Bilder, zusammen mit dem wirklich tollen Soundtrack, vergeht jede Episode von Last Exile wie im Flug. 2011 erfolgte im Übrigen eine Fortsetzung der Serie, die bis heute auf eine Übersetzung ins Deutsche wartet. Ich würde mich freuen, wenn Nipponart (oder ein anderer Publisher) sich die Rechte für die Fortsetzung sichern könnte. Nach dem Abspann der letzten Episode dünkt es mich nämlich schon nach neuen Abenteuern. Das ist ein Gefühl, welches mir nicht jeder Anime schenkt und für die Qualität von Last Exile spricht.

Vielen Dank an Nipponart für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Last Exile: Complete Box – Range Murata Edition!

© 2003 GONZO/FlyingDog

Review: Akuma no Riddle (Vol. 2)

Akuma no Riddle (Vol. 2) (1)Vor einigen Wochen haben wir euch bereits die erste Volume des Anime Akuma no Riddle in Form eines Reviews vorgestellt. Dieses Mal stehen eine Aufführung von Romeo und Julia und ein Ausflug in ein Spaßbad in fünften, sechsten und siebten Episode auf dem Stundenplan.

Akuma no Riddle (Vol. 2) (2)Vorweg möchten wir anmerken, dass zum Verständnis dieses Reviews unbedingt alle Folgen der ersten Volume gesehen sein sollten – schließlich will niemand von euch gerne gespoilert werden! Die Handlung von Akuma no Riddle folgt in der zweiten Volume dem Muster der ersten Episoden und führt die Geschichte stringent fort. Wir rekapitulieren: Ichinose Haru scheint auf den ersten Blick ein ganz normales Mädchen zu sein, doch verbirgt sie vor allen ihren Mitschülerinnen ein dunkles Geheimnis. Diese wiederum haben den Auftrag erhalten, sie umzubringen. Ein durchgehendes Morden wird in Akuma no Riddle jedoch nicht gezeigt, da die Attentäterinnen nach einem festen System arbeiten und somit Regeln befolgen müssen. Nachdem ihre Mitschülerinnen es immer noch nicht geschafft haben, Haru umzubringen, wollen diese in den vorliegenden Episoden immer noch nicht aufgeben. So entwickelt sich die Myōjō-Mädchenoberschule zu einem geheimnisvollen Schlachtfeld, denn immer wenn eine der Attentäterinnen versagt, muss diese die Schule verlassen. Ihr Lehrer, Herr Kaiba, geht in den vorliegenden Folgen aber immer noch sehr ruhig mit der Situation um, obwohl seine eigene Klasse stetig schrumpft. Obwohl der Anime sich an vielen Stellen nicht so ernst nimmt, wie Grundstimmung es vermuten lässt, kostet das an einigen Stellen etwas Atmosphäre.

Extravagante Mordversuche

Akuma no Riddle (Vol. 2) (3)An diesem Punkt muss Akuma no Riddle in den nächsten Episoden deutlich zulegen. In der zweiten Volume stehen zwei wichtige Ereignisse im Mittelpunkt. Eines dieser Ereignisse ist die anstehende Aufführung des Theaterstücks Romeo und Julia. Wunderbar nutzen die Köpfe des Projekts das Theater, um zum einen giftverschmierte Klingen zu verwenden und zum anderen, um mit kleinen Giftphiolen zur unvermeintlichen Tragödie beizutragen. Als Leitthema wird in der fünften Episode das Motiv der Vergebung aufgegriffen, denn obwohl Haru immer und immer wieder ins Fadenkreuz rückt und von ihrer Mitschülerin und einzigen Freundin Azuma Tokaku beschützt wird, möchte sie ihren Feindinnen jedes Mal vergeben. Diese liebevolle Freundschaft wird auch in der siebten Folge in den Mittelpunkt gestellt, denn zusammen suchen sie mit ihren Mitschülerinnen das Spaßbad der Schule auf. Bevor die fröhliche Planscherei jedoch losgeht, beginnt für Tokaku und ihren Schützling Haru ein Spiel auf Zeit. Haru wird eine Bombe um den Hals geschnallt, welche um Mitternacht explodieren wird, sofern man nicht den richtigen Code, der im Spaßbad an vier Orten versteckt ist und zusammengesetzt werden muss, eingibt. Das perfide Spiel um Harus Tod kennt keine Grenzen und auch wenn die Regeln hier leicht missachtet werden, bleibt es auch in diesen Episoden spannend.

Vier Postkarten und ein Booklet

Akuma no Riddle (Vol. 2) (4)Die technische Gestaltung des Anime ist wie schon bei den ersten vier Episoden herausragend. Sämtliche Charaktere sind schön gezeichnet und werden ebenso gut animiert. Hervorragend ist dabei, dass sie sich nicht zu sehr vom Hintergrund abheben und ein idyllisches Gesamtbild (auch vor dem Hintergrund der eigentlich ernsten Story mit wenigen Humoransätzen) ergibt. Das physische Bonusmaterial der zweiten Volume von Akuma no Riddle besteht zum einen aus vier Postkarten, welche Szenen aus der Serie festhalten und einzigartige Momente künstlerisch ausschmücken. Zum anderen liegt der Blu-ray Disc wie schon bei der ersten Volume ein Booklet bei, welches mit pastellfarbenen Tönen ausgeschmückt ist und mit Informationen zur Entstehung und Gestaltung des Animes gefüllt ist. Unter anderem findet man im 16-seitigen Heftchen Interviews mit den japanischen Synchronsprecherinnen Misawa Sachika, Uchida Mami, Sagae Haruki und Anzai Chika. Des Weiteren geben Waffen- und Kampfdesignexperte Ōtsuka Akira, Action-Director Sano Takayuki und Regisseur Kusakawa Keizō Einblicke in die Einführung von diversen Elementen in diesen drei Episoden. Abschließend liegt dem Anime aktuell ein Werbeblättchen zum Manga Attack on Titan bei, welcher beim Anbieter Carlsen Manga erscheint. Digitales Bonusmaterial liegt abermals leider nicht vor.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach wie vor möchte man mit Akuma no Riddle eine ernsthafte Geschichte erzählen. Diese ist aber an einigen Stellen mit (manchmal auch unterschwelligem Humor) gespickt, was nicht gerade zur Atmosphäre beiträgt. So lässt sich der Anime nur sehr schwer in ein Genre einordnen. Er ist in seinem Humor nicht überzeichnet, sodass man ihn ins Comedy-Segment einfügen darf. Für das Action-Genre ist er hingegen nicht ernst oder gar glaubhaft genug. Es fehlt irgendwie das Bindeglied zwischen beiden Elementen, die Akuma no Riddle sicherlich auf die nächste Entwicklungsstufe hieven könnte. Wer nach den ersten vier Episoden die schrillen Mitschülerinnen mit ihren perfiden Mordgedanken immer noch nicht überdrüssig ist, wird auch bei der zweiten Volume absolut wieder auf seine Kosten kommen. Akuma no Riddle führt in der zweiten Volume nämlich genau das fort, was man in den ersten vier Folgen bereits geboten bekommen hat. So werden Fans der bisherigen Geschichte auch diesmal sicherlich nicht enttäuscht werden – schließlich kennen sie somit die Höhen und Tiefen des Animes. Wer nach mehr als der Hälfte immer noch nicht mit dem Anime warmgeworden ist, sollte sich zweimal überlegen, ihn fortzusetzen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Akuma no Riddle (Vol. 2)!

Preview: Star Wars: Battlefront

Star Wars Battlefront (1)Star-Wars-Fans haben sich den 17. Dezember 2015 unlängst doppelt und dreifach im Kalender notiert. Schließlich kommt an diesem Tag die siebte Episode der Weltraumoper in die Kinos, doch bereits ab dem 19. November 2015 dürfen wir uns auf den neuen Film einstellen.

Star Wars Battlefront (2)Nachdem die Star-Wars-Spiele in den letzten Jahren immer mehr von ihrem einstigen Glanz verloren haben, wurde irgendwann ein Schlussstrich gezogen. Die Lizenz wanderte zum Konzernriesen Electronic Arts, wo beim Entwicklerstudio Dice seit geraumer Zeit am dritten Teil der Star-Wars-Battlefront-Reihe gewerkelt wird. An dieser Stelle muss man jedoch dazu sagen, dass dieser Serienableger einen Neubeginn der Reihe darstellt und nichts mit dem eigentlichen dritten Teil zu tun, der sich zeitweise in Entwicklung befunden hat. Das heißt auch, dass es entsprechende Innovationen, wie einen fließenden Übergang zwischen dem Kampf auf der Planetenoberfläche und im Weltraum, nicht geben wird. Dice reduziert das Gerüst in Star Wars: Battlefront auf die Bodenkämpfe. Genug Erfahrung durch die Battlefield-Reihe haben die Schweden schließlich schon gesammelt. Nach den ersten Gameplay-Szenen von der Electronic Entertainment Expo 2015 war uns allerdings schon klar, dass man sich wesentlich mehr an dem hauseigenen Battlefield orientieren wird, als an den eigentlichen Vorgängern. Ob der Verrat an den Wurzeln der Serie dem Spiel gut tut, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ausmachen. Schließlich spielt sich der Titel laut einiger Aussagen sowohl am Boden, als auch in Luftkämpfen hervorragend. Von letzteren konnten wir uns selbst überzeugen.

Star-Wars-Atmosphäre

Star Wars Battlefront (3)Auf der Gamescom 2015 hatten wir die Möglichkeit, einmal auf Seiten des Imperiums und einmal auf Seiten der Rebellen zu spielen. Hoch über der Planetenoberfläche schossen wir daher sowohl mit den imperialistischen Tie Fighter auf die X-Wings der Rebellen und umgekehrt. Wenn zum Beispiel Han Solos Raumschiff, der Millennium Falcon, oder Fähren auf dem Schlachtfeld zwischen den Wolken erscheinen, können wir uns hier mehr Punkte auf unser Abschusskonto holen, sofern wir denn für das Imperium kämpfen. Zwischen beiden Parteien gibt es auch spielerische Unterschiede. Während wir mit dem Tie Fighter einen kurzen Geschwindigkeitsboost aktivieren können, dürfen wir mit dem X-Wing kurzzeitig einen Schutzschild ausfahren, der uns vor den Laser-Salven der Gegner schützt. Die Steuerung funktioniert mit dem PlayStation-4-Controller in dieser Disziplin schon mal sehr gut. In wenigen Minuten sind die Manöver, die mit Steuerknöpfen, rechtem Analog-Stick und Aktionsknöpfen ausgeführt werden, eingeprägt. Dazu trägt auch die Soundkulisse bei, denn sowohl die Musik von John Williams, als auch die Soundeffekte wurden hervorragend ins Spiel integriert. Das Spiel atmet an allen Ecken und Enden die Star-Wars-Atmosphäre aus und wir ein. Das Mittendringefühl ist wirklich umwerfend; den 19. November können wir kaum erwarten!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Seit jungen Jahren bin ich dank meines Bruders zu einem großen Star-Wars-Fan geworden, wobei mich aber immer mehr die Filme, als die Spiele interessiert haben, die sich meistens mit dem erweiterten Universum beschäftigt haben. Den ersten Teil der Battlefront-Reihe habe ich damals geliebt und im Netzwerk mit einem Freund rauf und runter gespielt. Nachdem ich die Neuauflage von Star Wars: Battlefront gespielt habe, bin ich wirklich beeindruckt, mit welchen grafischen und akustischen Mitteln man Star Wars im Jahr 2015 darstellen kann. Die Luftkämpfe haben mir sehr gefallen, doch finde ich es schade, dass man versucht, sich so sehr an Battlefield zu orientieren, anstatt auf den Grundlagen der ersten beiden Teile aufzubauen. Trotzdem bin ich gespannt, wie sich das fertige Spiel anfühlen wird und mit welchen Inhalten wir zum Release rechnen dürfen. Der erste Download Content ist ja bereits angekündigt.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation von Star Wars: Battlefront!

Prime Time: Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers – Limited Edition (Unboxing)

Seit Oktober 2015 dürfen sich Fans des japanischen Horror-Franchises Project Zero wieder gruseln. Wir haben uns die begehrte Limited Edition von Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers geschnappt und stellen euch diese mit allen enthaltenen Inhalten in unserem Unboxing-Video ausführlich vor. Viel Spaß mit unserem Unboxing-Video!

Review: Nobunaga’s Ambition: Sphere of Influence

Nobunaga's Ambition - Sphere of Influence (1)Die Sengoku-Zeit oder genauer gesagt das Zeitalter der kriegführenden Reiche ist eine der wohl spannendsten Epochen der japanischen Geschichte. In Japan ist die Videospielreihe Nobunaga’s Ambition bereits seit 1983 jedem Videospielstrategen ein wohlbekannter Begriff.

Nobunaga's Ambition - Sphere of Influence (2)Obwohl Koei Tecmo auf der Gamescom-Präsentation noch stolz behauptet hat, dass es sich bei Nobunaga’s Ambition: Sphere of Influence um den ersten Teil der Reihe handelt, der es nach Europa geschafft hat und diese Fehlinformation mittlerweile von fast jeder seriösen Seite weiterverbreitet wird, wollen wir kurz festhalten, dass bereits 2012 das Crossover Pokémon Conquest in wenigen Ländern Europas erschienen und seit 2014 sogar die Virtual-Console-Version des Super-Nintendo-Ableger Nobunaga’s Ambition auch in Deutschland erhältlich ist. Zwischen dem Serienteil aus dem Jahr 1993 und der vorliegenden Episode von 2015 liegen jedoch Welten, denn nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich hat sich die Serie stets weiterentwickelt. Unverändert ist allerdings der zeitliche Überblick. Sphere of Influence deckt den Zeitraum zwischen 1534 und 1615 ab. Dies bedeutet, dass das Spiel zeitlich mit der Geburt von Oda Nobunaga, dem ersten der drei Reichseiniger, beginnt. Japan ist in der Sengoku-Zeit in viele kleine Staaten zersplittert. Diese Provinzen werden von den sogenannten Daimyō beherrscht, welche gegeneinander Krieg führen. Sobald wir uns für eine der insgesamt zehn Szenarien der Kampagne entschieden haben, wählen wir uns zugleich einen der vielen Startpunkte auf den vier Inseln Kyūshū, Shikoku, Honshū und dem Südzipfel von Hokkaidō aus.

Historien-Seifenoper

Nobunaga's Ambition - Sphere of Influence (3)Hier bleibt das Spiel historisch korrekt, denn nur der Süden von Hokkaidō war ab dem 15. Jahrhundert nur spärlich von Japanern besiedelt, da der Großteil der Insel nicht für Agrarwirtschaft geeignet war. Das Land der ethnischen Minderheit Ainu kommt in Sphere of Influence daher auch nur mit einem Startpunkt aus, während die dutzenden anderen Startpunkte großzügig auf der Landkarte Japans verteilt sind. Je nachdem welchen Startpunkt wir wählen, dürfen wir auch einen anderen Daimyō kontrollieren und über eine andere Provinz herrschen. Dabei variiert der historische Hintergrund des jeweiligen Szenarios selbstverständlich nach Jahr. So erleben wir nicht nur die Geburt von Oda Nobunaga, sondern erleben schließlich im Jahr 1600 die für Tokugawa Ieyasu entscheidende Schlacht von Sekigahara. Weitere wichtige Ereignisse wie die Schlacht von Okehazama werden dabei nicht ignoriert. Durch die verschiedenen Szenarien und vor allem abwechslungsreichen Startpunkten bleibt der Titel stets interessant und spannend. Der Spielverlauf wird dabei immer mal wieder durch Dialoge von den historischen Persönlichkeiten aufgelockert, auch wenn der Gesprächsinhalt gelegentlich semi-interessant wirkt. Das macht aber nichts, denn schließlich bestimmen wir das Mächte-Verhältnis in Japan ohnehin durch unsere eigenen Entscheidungen, Bündnisse zu schmieden und Krieg zu führen.

Rundenbasierte Kriegsführung

Nobunaga's Ambition - Sphere of Influence (4)Bevor wir überhaupt daran denken können, den Einflussbereich einer anderen Herrscherfamilie zu stören, sollten wir unsere Städte verbessern. So erhöhen wir rundenweise unser Goldeinkommen, die Stärke der Ausbildung von Samurai und vor allem den absolut nicht zu unterschätzenden Faktor Reisernte. Nahrung ist nämlich besonders wichtig, da wir Reis nur zum festgelegten Jahreszeitpunkt der Ernte bekommen und es tödlich sein kann, wenn wir gegen zu weit entfernte Gegner Krieg führen wollen – schließlich verschlingt unsere Armee unterwegs Unmengen des Grundnahrungsmittels. Je nach Größe der jeweiligen Stadt können wir auch vereinzelte Gebäude in den Stadtvierteln errichten lassen, welche dann besondere Auswirkungen auf diese hat. Unter anderem lässt sich so die Populationsrate steigern, die wiederum Effekte auf andere Bereiche des Spiels hat. Sphere of Influence ist des Weiteren in Runden aufgeteilt. Eine Runde ist gleichzusetzen mit einem Kalendermonat, weshalb unbedingt bedacht werden muss, auf welche Bereiche man sich als Daimyō konzentriert. Produzieren wir zu wenig Reis, können wir bald unsere Armee nicht mehr unterhalten. Wenn uns unsere Krieger im Stich lassen, können wir unsere Einflusssphäre nicht vergrößern und falls wir nur Zugriff auf geringe Goldreserven haben, dürfen wir den Fortschritt mit Stillstand gleichsetzen.

Absolutes Strategie-Schwergewicht

Nobunaga's Ambition - Sphere of Influence (5)Sphere of Influence erklärt uns alle grundlegenden Funktionen in einem Tutorial. Zwar mag dies löblich erscheinen, doch fühlen sich die Dialoge hier künstlich in die Länge gezogen an. Fraglich ist das Tutorial auch deshalb, da man in den Szenarien zusätzlich mit Infokästen arbeitet, die ebenfalls erklärliche Anweisungen beinhalten. Wer sich einfach so ins Getümmel wirft, bekommt so unter Umständen nicht einmal mit, dass die Kämpfe zwischen den Armeen nicht zwingend automatisch ablaufen müssen. Wir können die Zeit unterbrechen, den Samurai auf dem Schlachtfeld direkt Befehle geben und sogar Spezialfähigkeiten der Feldherren für die Krieger aktivieren. Der Einstieg in dieses Strategie-Schwergewicht wird durch fragliche Design-Entscheidungen erschwert. Da der Titel hierzulande einzig und allein mit englischen Texten auskommt, ist die Hürde vor allem für jüngere Spieler noch einmal wesentlich höher. Die Menüs sind verschachtelt und erst mit ansteigender Spielzeit merklich nachvollziehbar gegliedert. An der PC-Steuerung können wir hingegen nichts aussetzen. Diese ist gut auf die Bedienung mit der Maus ausgerichtet. Höchstens die Zoom-Funktion ist genauso verbesserungswürdig wie so manche Texturen, die entfernt an Titel der frühen PlayStation-3-Ära erinnern. Der Soundtrack ist gut, erinnert uns aber nicht immer ans späte japanische Mittelalter.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Ehrlich gebe ich zu, dass ich mehrere Anläufe gebraucht habe, um ansatzweise einen Zugang zu Nobunaga’s Ambition: Sphere of Influence zu bekommen. Das verdeutlicht mir jedoch, dass es sich bei diesem rundenbasierten Strategie-Titel wahrlich um ein Schwergewicht handelt. Einsteiger werden an Sphere of Influence vermutlich verzweifeln oder zumindest sehr viel Zeit benötigen, um sämtliche Funktionsweisen und Arbeitsabläufe zu verinnerlichen. Wer sich schon länger mit Strategie-Titeln dieses Ausmaßes beschäftigt oder sogar frühere Ableger des Franchises gespielt hat, wird hingegen sehr viel schneller den Zugang zu Sphere of Influence bekommen. Löblich ist vor allem, dass es mehrere und sogar frei konfigurierbare Schwierigkeitsgrade gibt, sodass jeder Spieler den Titel in der Theorie auf sich zuschneiden kann. In der Praxis scheitert man allerdings eher an den verschachtelten Menüs, in denen man sich von Anfang an schnell verirren kann. Nach einigen Spielstunden habe ich endlich das Gefühl, die wichtigsten Elemente begriffen zu haben und erziele mittlerweile auch viele Erfolge auf dem Schlachtfeld und in der Diplomatie. Wer sich für die japanische Geschichte interessiert, sollte von den teils aufgesetzten Dialogen zwar nicht zu viel erwarten, doch alleine für die Ehre von Tokugawa Ieyasu in der Schlacht von Sekigahara zu kämpfen, ist für jeden Hobby-Historiker sicherlich einer der schönsten Momente des Spiels. Genau solche Erlebnisse bleiben uns nachhaltig in bester Erinnerung.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Nobunaga’s Ambition: Sphere of Influence!